I. Matt. SKMstag de» 12 September. Jlr. 10 §. Erscheint wöchentlich 3 Mal: Dienstag, Donnerstag und Samstag. > Abonnementspreis vierteljährlich 90 Pfg., mit Postprovision und Bestellgebühr 1 Mark 40 Pfg. j Einrückungsgebühr 10 Pfg. die viergespaltene Garmondzeile oder deren Raum; Reklame 16 Pfg. / Der Festzng in Karlsruhe f am 9. September. f (Auszug aus der „Badischen Presse".) Kurz nach Ankunft der Kaiserin im Schlosse nahte die Spitze des Festzuges, zu dessen Besichtigung die Fürstlichen Herrschaften auf einer vor denr Hauptportal des Schlosses errichteten Festtribüne Platz genommen hatten. Aus hohem, prächtig um- zäuntten Rosse, von Herolden und Fanfarenbläsern umgeben, sprengt der Zn gm eist er voran und grüßt den hohen Jubilar. Hinter ihm marschiren als erste Gratulanten mit dem Riesengeburtstagsbouquet „unsere lieben Kleinen", Zöglinge der Knaben- und Mädchenschulen, in duftigen und in malerischen Kostümen: S ch u l e und E r z i e h n n g repräsentirend. Und gleichsam als Fortsetzung folgen die drei Hochschulen Badens, insgesammt: Die Wi s s en s ch a f t. Alt- Heidelberg, die feine, eröffnet den Reigen. Kerzellschlanke Burschen, Terz und Durchzieher auf der Wange, in Kanone und Wichs, eskortiren zu Pferd und zu Fuß den Wagen der Universität, auf dem, in schöner Vinte anfgebant, die Wissenschaft und die Fakultäten thronen. Der Wagen der Frei- b il r g e r Universität versetzt uns in medins res. Ein Kolleg, frischweg auf Räder gebracht! Vom unfehlbaren Lehrstuhl auö dozirt der Magister über das Wesen der Dinge. Eine herrliche Gruppe bildet der Wagen der Technische n H o ch s ch u l e n K a r l s- ru h e: Wissenschaft und Technik. Eben ist das frische junge Studentenblut vorübermarschirt, als uns langgezogene Tnba-Töue das Nahen der 3. Abthei lung: Die Kunst, antündigen. Die Akademie der bildenden Künste und der Künstlerverein Karlsruhe führt auf machtvollem, von 4 Paar weißen Stieren gezogenen Altar die Colossalfigur der hehren Schutzgöttin Pallas Athene mit sich. Frauen und Kinder mit Palmen umgeben den Wagen, einen der originellsten des Zuges. Hinter ihm rollt der Wagen des Münsterbauvereins Freiburg i. Br., der das 5 Nieter hohe Modell des Münsters aus ragendem, gothischem Sockel bringt. In der nun folgendeu 4. Abtheilung tritt das l Gewerbe in seinen sämtlichen Gestaltungen auf. j Als erster Wagen folgt der der Glockengießer Grüninger von Billingen mit den: Glockenhaus, aus dessen Innern der melodische Ton der Glocken im Dreiklang sich löst und feierlich. Glück wünschend, dahinzieht. Und nun naht die „schwarze" Knust: die Jünger Gutenbergs mit ihrem Festwagen. Eine komplette Druckerei befindet sich darauf in fröhlichem Betrieb und ihr Erzeugniß, ein Festgedicht von A. v. Freydorf, wird von flinken Burschen vertheilt. Aus dieser Gruppe heraus ergibt sich die des B n ch- g e w e r b e s. Lichtdrucker, Buchbinder, Litho- und ^'ylographen folgen mit einem mächtigen Pegasus. Daran schließen sich die Drechsler, Schreiner, Maler rc. :c. Die Innung der Baugewerbe ist durch einen von Pferden gezogenen Neubau eines lieblichen Schwarzwälder Hauses und durch das Modell einer modernen Eisenbahngitterbrücke verkörpert. Sogar Blechner und Installateure haben sich einen eigenen Prunkwagen mit sprudelnden! Springbrunnen geleistet. Jetzt aber kommt etwas für den inneren Menschen. Bom hopfenumsponnenen Wagen der Bierbrauer herab hält König Gambrinus Musterung über seine Getreuen. Die Frauen bestaunen den Prnnkwagen der Metzger und Wurstler mit dem glattruuden Mastochsen und lenken ihre Blicke von da auf den Wagen der Bäcker, der den Riesengeburtstagskuchen bringt und sonstige magensüllende Dinge. Auf einen! Unterbau von braunen Chocoladefelsen erheben sich bei den Conditoren die Znckersäulen eines Tempels der Marzipangöttin. Leichter wurde die Sache den Tapezierern und sonstigen Deeorateuren, denen ihre Teppiche und Kunststickereien, ihre Blumengnirlauden und Baldachine von selbst schon das Material. zur Berhcrrlichnng ihrer Kunst darboten. Die eigenartige Kleinindustric des Schwarzwaldes eröffnet eine Reihenfolge von Sondergrnppen, an denen sich die deutsche Metallpatronenfabrik zu Karlsruhe, G. Sinner in Grünwinkel, Bergmanns Emailwerk in Gaggenau, sowie die Maschinenbauer und Fabrikanten von Zinkornamenten betheiligt haben. Ein kurzer Tunnel, durch den ein fröhliche Kinder beherbergender Zug hindurchsaust, stellt die Huldigung der Eisenbahnen, berittene Postillone, die lustig ins Horn blasen, berittene und nnberitteue Reichspostbeamte mit Briefen und Depeschen stellen diejenige der Post und Telegraphie dar. Selbstverständlich durfte auch das sportsrohe Bolk der Ruderer und Belocipedisten nicht fehlen, dem sich im Aufträge des Marine-Amts zu Kiel Matrosen mit einem Modell des Schulschiffes Moltke und mit der Flagge unserer Kriegsmarine angeschlossen haben. Die 7. Abtheilung gehört dem Gartenbau. Ein einziger Wagen, die ganze Abtheilnng, aber ein Blnmenwagen, und die Menschenblume, die inmitten der Pracht thronte, die Blumenkönigin. Und wieder eine neue Abtheilung: Die L a n d w i r t h s ch a f t naht zugleich in Berbiudung mit den Bolkstrachtenvereinen: Da ist der duftige Frühlingswagen mit der Blüthen- laube, dem eine Hochzeitsgesellschaft aus dem Schappach- thal mit Gästen aus dem Renchthal, dem Kinzigthal :c. in ihren charakteristischen Trachten sich anschließt. KB. Das Hochzeitspaar ward erst aur Tag zuvor, am Dienstag, in Lehengericht wirklich getraut, um dann sofort hierher sich zu begeben und dem Festzng nicht nur als syulbolische Verkörperung der Hochzeitsfreude anzuwohnen. Dann des Sominers ernteschwerer Frnchtwagen, voran Mädchen u. Frauen ans der Taubergegend in ihren reichen, gold- und perlengestickten Damaststosfen und gefolgt von dem Aufzug ans den Bezirken Offenbnrg u. Lahr :e. Den Herbstwagen, eine Winzerlaube mit Kelter, stellt das weingesegnetc Markgräflerland, gefolgt von Landlenten ans den Bezirken Lörrach, Schopfheim und Staufen. Der Wagen des Winters zeigt ein verschneites Schwarzwaldhaus mit Kachelofen und Spinnstube, dem die Trachtengruppe aus den Bezirken Donan- eschingen, Triberg, Neustadt, Freiburg u. a. folgt. Wie viel wäre gerade von diesen: wundersainlichen Tbeil des Festzuges zu sagen und obschon unsere großen Borberichte ans der Feder A. v. F.'s alles im Einzelnen gepriesen, so läßt es Einen doch nicht, inuner auf's neue zu betonen, wie frisch und kräftig I euill eton. In festen Banden. Eine Kriminal-Novelle von Haus Kelliuz. 6) (Fortsetzung.) „Wenn Ihre Worte nicht bloß eine Phrase der Höflichkeit sind," war ihre Antwort, „sondern auch auf Sie Anwendung finde, dann preise ich zum ersten- male das Glück, das mir diese Gabe verliehen hat." WaS wir dann sprachen, weiß ich nicht mehr, ich weiß nur, daß ich berauscht, meiner kaum mehr mächtig, sie verließ und daß ich am nächsten Tage wieder kam und immer wieder, Tag für Tag. Ich glaubte vollkommen das Recht zu haben, mich als den erkorenen Günstling zu betrachten. Hatte ich ja bereits jede Gunst, die ein Weib gewähren kann, erhalten. Nicht sie, sondern ich war eS, der da verlangte, daß sie mein Weib werde. Es mochte mich befremden, daß sie diesen Wunsch kühler aufnahm, als ich erwartet haben mochte. Doch setzte sie keinen Widerstand entgegen, sondern erklärte sich bereit, demnächst unsere bevorstehende Verbindung der Welt bekannt zu geben. Unser Verlobungsfest sollte stattfinden an jenem Tage, an welchem, wie Du Dich vielleicht noch erinnern kannst, Julius v. Marbod aus dem Gefängnisse entflohen war. Meine Berufspflicht zwang mich, an jenem Tage an der Beralhung des Gerichtshofes Theil zu nehmen. Als ich nach derselben in das HauS der Frau von Bütau trat, fand ich es schon verschlossen und auf meine Frage wurde mir die Antwort zu Theil, sie sei verreist." „Ließ sie denn keine Nachricht zurück?" fragte Dr. Führer, als Lang eine Pause machte. „Keine! Ich erkundigte mich bei dem Geheim- rath, ob er vielleicht wisse, wobin sich die Dame gewendet habe. Er wußte es nicht, ja er theilte mir mit, daß sie sich nicht einmal von ihm verabschiedet habe. Bei dieser Gelegenheit erfuhr ich auch, daß Frau v. Bülau an ihn von unserm Botschaftssekretär Baron M. in Paris empfohlen worden sei. Näheres sei ihm auch nicht bekannt geworden." „Schriebst Du auch an Baron M.?" — „Allerdings; aber dessen Antwort brachte mir eine sehr peinliche Ueberraschung. Er schrieb mir, er könne sich an eine Dame dieses Namens nicht erinnern; wohl habe er verschiedene Empfehlungsbriefe, um welche man ihn ersucht, ausgestellt und eS fei möglich, daß darunter auch ein solcher für eine Frau v. Bülau gewesen sei. Doch kenne er diese Dame nicht. Baron M. ist nun freilich ob seiner liebenswürdigen Zuvorkommenheit in Paris bekannt und bei seinen aus gebreiteten gesellschaftlichen Beziehungen kann eS wohl vorgekommen fein, daß eine dritte Person ihm jenes Schreiben für die Dame herauslockte. Anders kann ich mir wenigstes die Sache nicht erklären, denn daß Baron M. mir absichtlich die Wahrheit verhehlen wollte, ist nicht anzunehmen." „Das ist wahr, ich kenne ihn selbst und Deine Bermuthung hat die höchste Wahrscheinlichkeit für sich. Die Angelegenheit wird aber dadurch wirklich mysteriös. Ich denke, daß Du das Opfer einer — nun einer Abenteuerin, Du wirst mir den Ausdruck verzeihen, geworden bist." „Was hätte sie aber für einen Zweck damit verfolgt? Sie hat nie die geringsten Ansprüche an mich gestellt; außer einigen Bouquets hatte sie nichts von mir empfangen." „Merkwürdig ist die Sache genug, meinte Dr. Führer; „ich werde darüber Nachdenken." Jetzt ertönte das Zeichen, welches die Abfahrt des Zuges ankündigte, und die beiden Freunde nahmen ibre Plätze ein. Während der Fahrt sprach man nicht weiter über jene Affaire und auch in den beiden ersten Tagen des Aufenthaltes in Nizza wurde dieselbe nicht wieder erwähnt. Lang hatte in demselben Hotel Quartier genommen, in welchem der Polizeirath schon^seit einigen Wochen wohnte; sie frühstückten und speisten zusammen, besuchten auch gemeinschaftlich die Promenaden, wobei Dr. Führer den Cicerone machte, da er bereits den größten Theil der internationalen Gesellschaft kannte. „Schade, bemakle einmal Dr. Führer, daß ich Dir den Stern der Saison, oder wie die Enthusiasten sagen, die Sonne Nizzas nicht zeigen kann. Es ist in der Thar ein herrliches Weib." „Wer ist dies?" fragte Lang. — „Die Gräfin Baltustff; ausnahmsweise eine echte Gräfin, d. h. ihr Gemahl ist wirklich ein litauischer Graf und allem Anscheine nach gut rangirt, denn er enthält sich jener Extravaganzen, durch welche sich seine Landsleute gewöhnlich auszeichnen. Allerdings soll er bereits über sechzig Jahre zählen und er sieht auch darnach aus, währeno feine Gemahlin in jenen Jahren steht, in welchen die Frauen am verführerischsten zu sein pflegen. Ich möchte für mich selbst nicht garantiren, wenn ich in den Bannkreis dieses Weibes geriethe, ich hielte mich für fähig, eine Thorbeit zu begehen." „Das muß ein wahres Wunderbild von einem Weibe sein, bemerkte lächelnd Lang. „Sie ist in der That eine eigentümliche Schönheit, wie man sie selten trifft. Denke Dir eine hohe majestätische Gestalt von ebenmäßigen vollen Formen, ein regelmäßiges Camcen Antlitz, dunkle Augen und dazu — was sie eben auffallend macht — leuchtend goldenes Haar von einer üppigen Fülle. Was aber unsere Löwen geradezu verrückt macht, ist ihre stolze Unnahbarkeit: ich glaube, nicht Einer darf sich rühmen, auch nur ein Lächeln als Gunstbezengung erhalten zu haben. Die Leute können es nicht begreifen, daß die schöne Gräfin ihrem häßlichen Gemahl zu Liebe so unnahbar sein solle und die bösen Zungen flüstern von einem gehnmnißvotten jungen Sekretär, den aber bisher noch Niemand je gesehen hat. (Forts, folgt.) die Burschen, wie würdig die Männer, wie sch«nk und drall und hübsch die Maidle aus dem ganz badischen Land in der bunten Mannigfaltigkeit itz Trachten sich zeigten. I. K. H. die Großher^ wurde nicht müde^ gerade diesen Theil des F^FuLes immer wieder mit frohem Tücherschwenken^^begrüßen, so daß des Knixens der s MatxfmgF und Dirndl kein Ende war. Feuerwehr, Turner, Schützer: und Jäger wetteifern bei den nächstfolgenden Gruppen um den Preis des malerischen Aufputzes. Armbrustschützen und Edelfalken, alterthümliche Jagdwagen mit der Beute eines Elches und eines Ebers versetzen uns in längst entschwundene Zeiten, in denen man aber dem Wein- und Biergenuß ebenso lebhaft als heutzutage gehuldigt hat. Altgermanische Sänger, theils auf starkknochigen Pferden, theil unter einer knorrigen Eiche gelagert, leiten den geschichtlichen Theil des Festzuges ein, der auf eine Verherrlichung des Zähringergeschlechtes hinausläuft. „Das Bolk in Waffen", bestehend aus Abordnungen aller badischen und derjenigen sonstiger deutschen Regimenter (7. rheinisches Ulanenregiment und Kurinärker Dragonerregiment Nr. 14), deren Chef-Inhaber der Groß- Herzog ist, bildet nebst einer Anzahl Führer das Modell eines Torpedobootes mit sich führender Marinesoldaten den Schluß. Jetzt tritt der Oberbürgermeister Schnetzler an die Schlußrampe und das Hoch, das er dem Fürsten darbriugt, pflanzt sich in tausendfachen Widerhall über die Stadt hin. Der Großhi gleich seinen hohen Verwandten den einzelnen Grus des Festzuges die größte Aufmerksamkeit geschenkt^ dem die reine Freude an dieser schönen Volks: gung deutlich auf der Stirn zu lesen stand, darauf dem genialen Entwerfer des imposanl Merster G ö tz , seinen herzlichen Dank, seine sfljpvv mit bewegten Worten aus. Ja wahrlich, es war ein Ehrentag, nicht nur für das fürstl. „Geburtstagskind", sondern auch an seinem Theile für Professor Götz, dessen rastloser Schasfenssinn, zähe Energie und künstlerische Darstellungskraft in dem Arrangement des Festzilges ein wahres Meisterwerk geschaffen. Auch die Großherzogin und die Kaiserin unterhielten sich auf's lebhafteste mit Herrn Prof. Götz, Oberbürgermeister Schnetzler und Generalsekretär Schwindt. — Nach den bisherigen Schätzungen waren am 9. September 80- bis 100 000 Nicht Karlsruher in der Hauptstadt anwesend. Deutsches Weich. Karlsruhe, 9. Sept. Gestern Abend 8 Uhr war die Stadt glänzend illuminirt. Der Großherzog, die Großherzogin, das erbgroßherzogliche Paar, die Kronprinzessin von Schweden durchfuhren die Straßen von der vieltausendköpfigen Menge, welche die Straßen durchwogte, mit begeisterten Jubelrufen begrüßt. Das Festbankett, welches die Stadt am Abend in dem großen Festhallensaale veranstaltete, nahm einen glänzenden Verlauf. Anwesend waren die Spitzen der Behörden und zahlreiche Ehrengäste, während ein glänzender Damenflor die Gallerten besetzte. Mit den Borträgen der Kapelle des hieß Leibgrenadier-RegimentS wechselten Aufführungen des Gesangvereins „Liedertafel" ab. Die Festrede auf den Großherzog und der Trinkspcuch auf den Kaiser wurde mit lauter Begeisterung aufgenommen. Weitere Toaste galten dem großherzoglichen Hause und dem Vaterlande. Berlin, 9. Sept. Anläßlich des Geburtstags des Großherzogs von Baden bringt der „Reichsanzeiger" einen Artikel, welcher ausführt, daß aus den Blättern der verschiedensten politischen Richtungen dem edlen Fürsten emmüthigeS Lob seines vorzüglichen Lebens und Wirkens entgegentönt; dann heißt es: „Tiefer noch als die Zeitgenossen wird eS dereinst die Nachwelt begreifen und durch den Mund der Ge« schichte ausspcechen, wieviel daZ neugeeinte Vaterland dem echt deutsch gesinnten Herrscher schuldet. Auf der ehrfurchtgebietenden Gestalt, die heute über die Schwelle des Greisenalters schreitet, ruht der Abglanz der milden Weisheit des ersten Kaisers, welchem der Großherzog Friedrich neben dem unvergeßlichen Fürsten, der denselben Namen trug, ein zweiter Sohn war. Möge es ihm beschieden sein, bis zu den Grenzen menschlicher Lebensdauer seine treuen Augen über das Wohl seines blühenden Landes und über die Geschicke deS jungen deutschen Reiches wachen zu lassen!" München, 9. Sept. Der Prinzregent hat lt. Verordnungsblatt des Kriegsministeriums den Großherzog Friedrich von Baden anläßlich seines Geburtstages zum Inhaber deS 9. Infanterieregiments in Metz ernannt. Konstantinopel, 9. Sept. Die bisherige Thätigkeit des außerordentlichen Tribunals befriedigt in unbefangenen Kreisen keineswegs. Während ein Türke trotz vieler Beweise vom Verbrechen des Todt- schlags freigesprochen wurde, hat man Armenier, gegen die bloße Verdachtsgründe Vorlagen, verurtheitt. ■j£' Aus Stuöt und <£cmö. Donaueschingen, den 11. Sept. — Unferm in letzter Nummer enthaltenen Bericht über die Feier des 9. Sept. haben wir nachzutragen, daß der Maschinist Wilhelm Liebermann in der hiesigen Fürstlichen Brauerei und der Fürstliche Gartenarbeiter Anton Heizelmann die bron- zene Medaille für mehr als 30 jährige Dienstzeit durch den Amtsvorstand, Hrn. Oberamtmann Seubert, im Beisein Seiner Durchlaucht deS Fürsten im Fürstlichen Schlosse übergeben erhielten. Zugegen waren die unmittelbaren Vorgesetzten der Dekorirten: Hr. Brauerei- Verwalter Munz und Hr. Garteninspektor Berndt. Später überreichte Seine Durchlaucht, ebenfalls im Schlöffe, nachstehende von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog gewährte Auszeichnungen: die kleine goldene Medaille dem Rentamtsbuchhalter a. D. Hrn. Eduard Klein von Wolfach, dem Hausmeister Robert Menge von Baden-Baden und dem Kanzleidiener Philipp R i h m von hier, ferner die silberne Medaille dem Waldhüter Ignaz Stephan auf Burg Wildenstein. Dem Hausmeister Karl Nesen- sohn in Karlsruhe wurde die ihm vom Landesherrn verliehene kleine Medaille seitens Seiner Durchlaucht deS Fürsten am Morgen des Festtags nach dort zugestellt, während zur Aushändigung der dem Waldhüter Konrad Restle in Riedheim verliehenen silbernen Medaille der F. F. Oberförster Gresser in Heiligenberg von Seiner Durchlaucht dem Fürsten beauftragt worden war. — Unser berühmter Landsmann, Herr Direktor Götz in Karlsruhe, der Arrangeur des großartigen 'Festzugs, hat von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog das Kommandeurkreuz II. Klaffe des von seiner Verbindung mit dem Orden des Zähringer Löwen gelösten und durch Hinzufügung von Insignien für Kommandeure und Ritter weiter ansgestalteten Ordens Berthold l. erhalten. Nach dem neuen Statute dieses Ordens erfolgt seine Verleihung „ohne Rücksicht auf Stand und Geburt für treu geleistete Dienste, sowie als Merkmal besonderer Anerkennung und des landesherrlichen Wohlwollens". Die Insignien bestehen in einem von einer Königlichen Krone bedeckten Ordenskreuz, dessen emaillirker Mittelschild auf der Vorderseite die Namenschiffre des Stifters mir der Königlichen Krone, auf der Kehrseite die dreizackige Herzogskrone in Gold auf rothem Grunde darstellt. Der Orden wird an einem rothgewäfferten, mit goldener Emfasiung versehenen Band getragen. — Die in Nr. 106II unseres Blattes besprochene, im Aufträge der badischen nationalliberalen Partei von Professor Dr. Robert Goldschmit in Karlsruhe verfaßte Festschrift „Die politischen Errungenschaften Badens unter der Regierung Großherzog Friedrichs" ist in 950 Exemplaren an den Vorstand des hiesigen nakionalliberalen Vereins zur Versendung an die übrigen BezirkSvereine deS II. bad. ReichS- tagSwahlkreifeS gelangt. Es soll dadurch für eine möglichst zweckentsprechende Verbreitung Sorge getragen werden. Die Schrift ist hier für alle Interessenten bei Herrn Hugo Dreß unentgeltlich zu haben. — Gestern Abend brachte die „Liedertafel" dem Herrn Bürgermeister Fischer anläßlich seiner Deko- rirung ein Ständchen. Nachher fand in der Restauration Boldt eine gesellige Bereinigung statt. — Die hiesigen Verkehrsverhältnisse haben sich in den letzten Jahren so stark entwickelt, wie dies wenigen unserer Mitbürger bekannt sein dürfte. So har beispielsweise der Gesammtbahnverkehr der Fürstl. Brauerei im vergangenen Jahre 3,684,078 Kllogr. Bahnfracht ergeben. Achnliche Ziffern weisen andere hiesige Betriebe auf, so das Geschäft deS Herrn Kaufmann Rafina, welches zu den nächstgrößten Versendern und Empfängern von Frachtgut gehört. Ii. A l l m e n d S h o f e n, 10. Sept. Vorgestern fand hier im Schulgebäude eine Feier statt, bei welcher Hr. Hauptlehrer Nothweiler eine Ansprache an die Kinder richtete, welche nachher in der Restauration Rieple mit Wurst, Bier und Brot be- wirthet wurden. Abends 7 Uhr versammelten sich der Gemeinderath und die Veteranen unseres Ortes — 7 an der Zahl — im Rathhause. Nachdem Hr. Bürgermeister Martin eine Ansprache gehalten hatte, überreichte er :m Namen der Gemeinde jedem der Krieger eine silberne Taschenuhr mit eingravirter Widmung. Die Namen der Beschenkten sind: Valentin Buck, Adolf Burger, August Leiber, Ernst Segi, Johann Scheier, Peter Wehrle und Karl Zimmermann. Ernst Segi brachte den Dank der Geehrten zum Ausdruck. Später nahmen die Veteranen auf Emladung des Gemeinderaths an dem im „Lamm" zu Donaueschingen abgehaltenen Bankett theil. Bei der Kriegerdenkmalsenthüllung in Donaueschingen werden sie auch gemeinsam mit den dortigen Veteranen im Museum als Gäste unserer Gemeinde speisen. —r. Aufen, 9. Sept. Zu Ehren des Geburtsfestes Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs versammelten sich gestern Abend der Militär-Verein und mehrere Einwohner in der Wirthschaft Neininger Das WirthShauS und das BereinSlokal waren sch geschmackvoll dekoriert. Trotz der Feldarbeiten gestaltete sich daS Bankett bis zum späten Abend zu einet schönen patriotischen Kundgebung. Hierzu trugen wesentlich die Lieder deS Kirchenchors und der Sängerabtheilung deS Militärvereins bei. Die von vaterländischem Geiste getragene Festrede entwickelte ch anschauliches Bild von Seiner Königl. Hoheit dm Großherzog als LandeSvater und Landesfürst. ^ weiteren Verlauf der schönen Versammlung wurde ein begeisterter Toast auf Ihre Durchlauchten den Fürsten und die Fürstin zu Fürstenberz ausgebracht als Ausdruck dankbarer Gesinnung die vielen Wohlthaten, welche den Gemeindeangehürige, von den Hohen Herrschaften schon zuflossen und als herzlicher Wunsch für die baldige Wiedergenesuiy Seiner Durchlaucht deS Fürsten. * Bräunlingen, 9. Sept. Der in ^ eines Schlaganfalls unerwartet schnell aus bip$ Leben geschiedene zweite Hauptlehrer Hr. Anich Droll, der 10 Jahre hier thätig gewesen ist, m\t gestern zur letzten Ruhestätte begleitet. Das überaus zahlreiche Leichengefolge legte Zengniß von der groß« Beliebtheit ab, welcher sich der zu Hügelsheim im Amt Rastatt geborene, nun verblichene Leiter Kr Jugend zu erfreuen hatte. Eifrige Pflichterfüllung, biederer Charakter und humorvolles Gemüth Hab» ihn ausgezeichnet und seine Beliebtheit bei der ganze, Gemeinde begründet. Kollegen des Verstorbene, sangen vor dem Schulhause und auf dem Friedhofc erhebende Weisen, die Stadtmusik ließ vor dem reij gezierten Sarge Trauerklänge ertönen, der Gemeinde- rath, Leseverein und Militärverein waren fast vollzählig in corpore erschienen. Am Grabe legte untki ergreifenden Worten ein Kollege des Dahingegangeiien einen prachtvollen Kranz nieder, dasselbe thaten dir Vertreter deS LefevereinS und deS Kirchenchors, dem der wackere Mann als langjähriges Mitglied an- gehört hatte. Wir betrauern mit der Wittwe aufrichtigen Herzens den herben Verlust und werde, ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. /X Thann he im, 9. Septbr. In feierlicher Weise wurde heute Vormittag durch Hrn. Amtmarin Dr. Seidenadel6 Mitgliedern der hiesigen Feuerwehr das vom Großherzog gestiftete Ehrenzeichen für 25* jährige Dienstzeit übergeben. Die Dekorirten sind: Landwirth Adam HienerWedel, Landwirth LukaS HäSler, Rathschreiber Konrad Neininger, Land- wirth Leopold Neininger, Meßner und Wagner Anton Neininger, Landwirth Xaver HäS ler. Unmittelbar darauf schmückte Herr Bürgermeister Mayer den Landwirth Felix Riegger und den Holzhauer Job. Georg Neininger, welche 20jähr. Dienstzeit haben, mit dem von der Gemeinde gestiste. ten Ehrenzeichen. AlSdann fand im „Lamm" ein Frühschoppen statt. Bemerkt sei, daß von den Mit- gliedern unserer 1865 gegründeten Feuerwehr von den damals Beigetretenen noch 15 aktiv sind, also 31jährige Dienstzeit haben, während die übrigen, sofern sie nicht mit Tod abgingen, dem CorpS noch als passive Mitglieder angehören. Dieser Umstand spricht gewiß sehr für den großen, hier herrschenden Gemeinsinn. AbendS wurde nach einem Fackelzug zur Feier deS GroßherzogStagS im „Lamm" ein Bankett abgehalten, welches durch den Bortrag eines Festmarsches durch die hiesige Musikkapelle eingeleitet wurde. Die schwungvolle, begeistert aufgenommem Rede auf den Landesherrn hielt Herr vtull. jur. Weißer. Herr Hauptlehrer Schlipper toastirle ebenfalls unter lebhaftem Beifall auf den obersten Kriegsherrn Seine Majestät den Kaiser. Später er- griff Herr stuck. jur. Weißer nochmals das Wort, um die am Morgen Dekorirten zu feiern. Herr Feuerwehrhauptmann Müller brachte in schlichten Worten den Dank dafür zum Ausdruck. Die Pausen wurden durch Vorträge unserer Kapelle unter Leitung deS Herrn K. Keller und durch die von Herrn Hauptlehrer Sch lipper dirigirten Gesänge angenehm ausgefüllt. Letztere bestanden theils aus gemischten Chören, theils aus Männerquartetten mit Tenorsolo und riefen wie die Produktionen der Instrumentalmusik großen, wohlverdienten Beifall hervor. 8 Oberbaldingen, 11. Sept. Bei der gestern Nachmittag 5 Uhr abgehaltenen Bürgermeister- wähl wurde Herr Gemeinderechner Andreas Hengst ler mit 15 Stimmen an die Spitze der Gemeindeverwaltung berufen. Alle Wahlberechtigten, im Ganzen 29, find erschienen. 3 Wahlzettel mußten für ungültig erklärt werden, 11 Stimmen zersplitterten sich. Für den Friedrichsbau sind bei uns inSgesammt eingegangen: 5741 Ji 70^. welche Summe wir — nach Abzug der Portokoste, mit 1 jft 60 J) — an das Centralkomite in Karlsruhe eingesender haben. Die Sammelstelle für Douaurschiugeu. S g a -A. a a 5 t 2 d b 2 €1 tz Amtliches Verkündigungsblatt für den Großh. bad. Amts- und Amtsgerichtsbezirk Donaueschingen. Bfr. 108. Samstag den 12. September 1806. Donaueschingen, den 10. September 1896. Bekanntmachung. Die Berleihung von Ehrenzeichen an Mitglieder freiwilliger Feuerwehren betr. Nr. 19 585. Das durch landesherrliche Verordnung vom 21. Dezember 1877 gestiftete Ehrenzeichen für Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren ist den Feuerwehrleuten Taglöhner Josef Bücher, Zimmermann Johann Happle, Maurer Albert Holzer, Maurer Josef Mink, Landwirth Erhard Jrion, Schneidermeister Fr. Xaver Merk in Donaueschingen verliehen worden. Großherzogliches Bezirksamt. S e u b e r t. Landwirth Xaver HäSler, „ LukaS HäSler, „ Adam Hienerwadel, h Leopold Neininger, Rathschreiber Konrad Neininger und Meßner u. Wagner Anton Neininger in Thannheim Donaueschingen, den 10. September 1896. Bekanntmachung. Die Berleihung des Ehrenzeichens für treue Arbeit betr. Nr. 19 586. Im Namen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wurde das durch Höchstlandesherrliche Verordnung vom 11. November 1895 gestiftete Ehrenzeichen „Für treue Arbeit" durch Entschließung des Ministeriums deS Innern vom 31. August 1896 Nr. 25 318 nachgenannten Personen verliehen, nämlich: Wilhelm Liebermann, Maschinist in der f. f. Brauerei in Donaueschingen; Anton Heizelmann, Gartenarbeiter bei der f. s. Hofgärtnerei in Donaueschingen; Johann Hengstler, Faktor in der Willibald'schen Hofbuchdruckerei in Donaueschingen. Großherzogliches Bezirksamt. S e u b e r t. Donaueschingen, 7. September 1896. Bekanntmachung. Rothlaufkrankheit der Schweine in Biesingen betr. Nr. 19 411. Wir geben bekannt, daß die Rothlaufkrankheit unter den Schweinebeständen in Biesingen erloschen ist. Großherzogliches Bezirksamt. S e u b e r t. Zwangs- Bersteigerung. Montag de« 14. September, Nachmittags 2 Uhr werde ich im Pfandlokal in N e u st a d t eine komplette Bierprefsion mit Schanktisch gegen baare Zahlung im Vollstreckungs- wege öffentlich versteigern. Neustadt, den 10. Septbr. 1896. Berger, Gerichtsvollzieher in Neustadt. Hsrzoglicle BangswerkscMe Wtunt. r Not. TTnl'rtVlinrlotl Wtr. 95/96 Yorunt. 5. Oct. XIUIZIU IHUdl 1017 Schiller. Maschinen- und Mnblenb&nschnle mit Yerpfiegungsanstalt. Dir. h. Haarmann. Ein größeres und ein kleineres Parterrezimmer, möblirt, sind zu vermiethen bei August Areß. 1:11 IÜI Mein Herbstlager in eleganten Herren-Anzügen ist reichhaltigst bei billigsten Preisen asfortirt. Herren-Anpige von Mir. 18 bis 45 , Hochstits-Anstge von Mlr. 38 bis 45 , Httbß-Iltbttstehtr von Mlr. 18 bis 30 , Httbst-Kragen-Miintel, Kavelolrs, IoMN, Kosen, Westen, Knaben- und Kurschen-Anpige in jeder Preislage. Kleider nach Maaß liefere nnier weitgehendster Garantie. Einil Fischer, I>oiiane$chingen. 2 liinniiriilnnrri ist reichlich iortirt und titelet viele Neuheiten in ^ WM-, Lieh-, Wand-, Arm- & Külhknlnmpc«. Fuhrmanns-Laterne«. Dochte, Cylinder, Vasen & Milchgläser, i | And. Fischer. | Donaueschingen. Großes Hut- ä- Slhilhiooorkll-Lagrr. ^ Feine Knopf-, Zug- und Schnürstiefel f für Herren und Damen. ^ Promenade-, Spangen- und Halbfchnhe. Frisch eingetroffen Gnmmigalosclien. tragen nebenstehende Ebenso empfehle mein gut sortirtes Lager in Fahrnauer Schuhen & Stiefeln, anerkannt bestes Fabrikat. SCHUHFABRIK. oient'Wie^Berl frel r tur^ hs M« & 8 8 Auch ist mein Lager in Zcidrii-, Filz-, Wsch- «iid jodcichiite» stets gut sortirt. Klapphüte nach Maaß prompt. _ Achtungsvoll M Johann Haii. 8 «•8 Für Gemeinden und Farrenhändler s: Drei Zuchtochse,,, ächte Simmenthalerrasse, für Zuchtfähigkeit wird garantiert, bei I. Gleichauf, Wirth iu Reutlingen bei Winterthur, Kanton Süricfi. ad)tmt<,! Silberstahl-Rasirmeffer No. 57 , ”**«««* vom besten englischen Silberstahl, fein hohlgeschliffen und abgezogen, fertig zum Gebrauch, für jeden Bart paffend, 4 Jahre Garantie, per Stück nur Mk. 1.75. Jedes Meffer, welches nicht gefällt, nehme sofort wieder retour. Feinstes Rasirmeffer-Etni mit Golddruck, 20 Original-Streichriemen, zum Schärfen der Rasirmesser, einfach Mk. 1,25, doppelt Mk. 2.— Schärfmaffe dazu, per Dose 50 Pfg. Rasirpinfel 75 Pfg. Rasirnapf von Britannia, nie rostend, per L>tück 75 Pfg. Feinste Rasirfeife, per Slück 40 Pfg. Oelsteine zu Mk. 3,50 bis Mk. 7,50. Alle Rasirmesser werden sauber geschliffen und reparirt. Versandt gegen Nachnahme oder Vorbereinsendung des Betrages. Briefmarken nehme in Zahlung. Neueste Preisliste über sämmt- liche Stahlwaaren, Waffen, Oplik, mechanische Spielwerke, Gold- und Silber- waaren gratis und franko. ( 3 8 ) Max Kirberg, Solingen, Stahlwaarrn-Fabrik und Nersandt-Grschäst. ---------- Waaren-Berfandt nach allen Ländern der Welt. — Schönes Saatkorn hat zu verkaufen. Wendelin Hölderle, Opferdingen. Danksagung. Bei Anlaß des großen Brandes auf dem Fischer- bof ist es unS zur Pflicht geworden, den dabei betheiligten Feuerwehren Hammereisenbach - Bregenbach, Böhrenbach, Wolterdingen und Zindelstein für die schnelle Hilfeleistung und große Bemühung unfern herzlichsten tiefempfundenen Dank auszusprechen. Bregenbach, im September 1896. Joh. Fischer und Familie. Lehrlings-Gesuch. Ein junger Mann aus anständiger Familie, der das Friseur-Geschäft gründlich erlernen will, kann 'sofort oder später eintreten bei 1* Ernst Merk, Friseur. neuer Erndte ist eingetroffen und in vorzüglichen, verschiedenen Qualitäten billigst zu haben bei Josef Wehinger. FLS esucht wird auf 1. Oktober ein tüch- liges Zimmermädchen. Mathias Kämmerer, zum „Deutschen Hof" 1*) in Billingen (Baden). Frisch eingetroffen: Winterwolle jn großer Auswahl und empfehle solche in Verschiedenen Preislagen. H. Mayer Mwe., Karlstraße. Pergamentpapier Postkarten mit Ansicht Papier ausstattungen empfiehlt 4?) Emil Bott, Buchbinderei u. Schreibwaarenhdlg. ^rf\ Dienstmädchen! Zum Eintritt auf Michaeli ^oder Anfang Oktober d. I. M suche ich ein in den häus- P lichen Arbeiten bewandertes Dienstmädchen. Nermann Schwab. Danksagung. m Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme während JIL der Krankheit und beim Hinscheiden, sowie für das überaus zahlreiche Geleite zur letzten Ruhestätte unseres unvergeßlichen 1 ^ Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers Reinhard Wehrle, Fürstl. Waldhüter, _ sprechen wir allen unseren innigsten Dank aus. Insbesondere haben wir herzlichen Dank abzustatten Ihren Durchlauchten dem Fürsten und der Fürstin zu Fürsten der g, den Herren Fürstl. Beamten Präsidenten H e n t i g, Forstmeister Eschborn, Hofjäger M e i n d l, dem Fürstl. Forst- und Jagdpersonal, den Gemeindewaldhürern, sowie den Hochwürden Geistlichen, der barmherzigen Schwester und dem hiesigen Militärverein; die Sängerablheilung des letzteren und der Kirchenchor haben uns durch die erhebenden Trauergesänge gleichfalls zu besonderem Danke verpflichtet. Aufett, den 8. September 1896. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wittwe Marie Welirle, geb. Häusle, mit ihren 8 unmündigen Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme bei dem Tode u. dem Begräbniß unseres lieben unvergeßlichen Gatten, ^Vaters und Schwagers Amand Droll, Hauptlelirer und für die vielen Kranzspenden sprechen wir Allen von Nah und Fern den innigsten Dank aus, besonders dem Löbl. Stadirath, dem Militär- und Leseverein und dem Kirchenchor. JnsbesonderS aber sei herzlicher Dank den so zahlreich erschienenen Callegen für das Grabgeleite, die erhebenden Grabgesänze und die Kranzwidmung. Bräunlingen, den 11. September 1896. Namens der trauernden Hinterbliebenen: Augusta Droll geb. Scheu, Wittwe. Danksagung. Für die allseitig« Theilnahme bei dem Ableben unseres lieben, nun in Gott ruhenden Vaters Joseph Seitz, Taglölmer, sowie für den öfteren Besuch deS Hochw. Herrn Vikar, für die Kranz- und Blumenjpenden und die große Theilnahme am Leichenbegängnisse ein herzliches „Vergelts Gott." Donaueschingen, 9. September 1896. Die trauernden Hinterbliebenen: Hermann Seitz, Cementeur. Marie Seitz. .. <- i.s i - .- Mjlilarvkreiu " ' l u te W ■yf ?!$'. 1 1 n Sonntag den 13. September, Abends 8 Uhr Monats-Versammlung. Wegen den Vorbereitungen zue bevorstehenden Feste ist zahlreiches & scheinen erwünscht. Mk. «O im Vierteljahr täglich frei in Haus geliefert wird die anerkam vorzüglich redigierte und reichhal» ausgestattete Äeitun