SrschetnL LSglich SÄ Ausnahme Mo«- Wund kostet in Offenes Monatlich 60 Pf., MLeljLhrlich 1 M. 70 A-,' Äurch die Post be- WM im ganzen deutschen Postgebiet L M- 90 Pst Expedition Z Ö98®$s«fce Nr. LL. enöurger ZinrückungSgebüh« bie gespalt. Garmond« zeile oder deren Raum 10 Pf., Reklamen im redaktionellen TheU 20 Pf. Inserate, welche biS Vormittags J* Uhraust gegeben werden, finde« in der nächst erscheinenden Rümmer sicher Ausnahme. Rr. 213 Offenburg, Freitag den 11. September 1896. Politische Nurr-fcha«. Deutsche- Reich. Berlin, 9. Sept. Anläßlich des Geburtstages des Großherzogs von Baden bringt der .ReichSan- zeiger" einen Artikel, welcher ausführt, daß aus den Blättern der verschiedensten politischen Richtungen dem edlen Fürsten einmüthiges Lob seines vorzüglichen Lebens und Wirkens entgegentönt; dann heißt es: „Tiefer noch als die Zeitgenoffen wird es dereinst die Nachwelt begreifen und durch den Mund der Geschichte aussprechen, wieviel das neugeelnte Vaterland dem echt deutsch gesinnten Herrscher schuldet. Auf der ehrfurchtgebietenden Gestalt, die heute über die Schwelle des Greisenalters schreitet, ruht der Abglanz der milden Weisheit des ersten Kaisers, welchem der Großherzog Friedrich neben dem unvergeßlichen Fürsten, der denselben Namen trug, ein zweiter Sohn war. Möge eS ihm beschieden sein, bis zu den Grenzen menschlicher Lebensdauer seine treuen Augen über das Wohl seines blühenden Landes und über die Geschicke des jungen deutschen Reiches wachen zu lasten!" Bade». Die .Bad. Ntl. Korr." schreibt: Albert Schäffle bespricht die Thätigkeit Miguels und sagt u. A. von ihm: .Mit der allgemeinen Einkommen« steorr von 1891 und der ste durch Mehrbelastung des snndirten Einkommens ergänzenden Vermögenssteuer hat Miguel sein Land au die Spitze des steuerrefor- motorischen Fortschritts gestellt. Dennoch wird man nicht behaupten wollen, daß in der Steuerreform nichts weiter zu thuu wäre .... Einstweilen soll um ein einziges der zu lösenden Probleme vorgelegt werden und zwar jenes, das die unmittelbare Weiter- führung und Vollendung der Miquel'schen Reform umschließt. Dieses Problem ist von dem nicht minder genialen Finanzmintster Badens, Buchenberger, auf die Tagesordnung gesetzt worden." Schäffle äußert sich nunmehr über die Steuerverhältuiffe in Preußen, wo bekanntlich die Personalsteuer für den Staat und die Ertragssteuer für die Gemeiudebesteueruug einge« führt find und bemerkt daun über die hier sich von selbst ergebende Frage, ob ein verschiedenartiges System föc die beiden Eiuuahmehemisphäreu möglich sei, wie folgt: .Diese für die weitere Gesammentwickeluug des deutschen StenerweseuS entscheidende Frage ist von LucheubergerS Denkschrift und Kammeraktion.... Ein stolzes Her). Roman von Robert Byr. 85 _ (Nachdruck verboten.) .Sie ließen es doch zu, daß ich kam", sagte Waltram, und ehe er noch weitersprechen konnte, fiel fie lebhaft ein: .Aber nicht, um mich hier mit Ihnen in AuS- eivanderfetzungen eivzulaffen. Die haben schon zu lange gedauert. Wenn ich Ihrem Erscheinen nicht durch einen Brief vorbeugte, so geschah eS nur, damit Sie nicht für wortbrüchig gehalten und dafür zur Verantwortung gezogen werden sollten. Ich ließ den Dingen ihren Lauf. Sie haben die übernommene Pflicht erfüllt, Niemand kann Ihnen einen Vorwurf machen, die sogenannte Ehrenhaftigkeit Ihrer Handlungsweise in Zweifel ziehen. Sie stehen rein da". «Magda, Sie haben an mich gedacht?" rief er überrascht aus. Jetzt klang tiefster Ernst aus seiner Stimme und leise bebte dieselbe, als er, fich zu dem Iibönen Mädchen fast schüchtern vorbeugend, fortfuhr: ,Bis jetzt nahm ich nur au, daß Ste in vielleicht un- «dieuter Liebe fich für ein Ihrem Herzen nahestehendes Wesen aufopferten, nun erkenne ich, daß sich Ihre Wßmüthige Fürsorge auch auf mich erstreckt. Wie Wich danken?" Sie machte eine ungeduldige Bewegung. Ich habe Ihnen das alles nur gesagt, um eine falsche Voraussetzung zu berichtigen." .Doch muß etwas geschehen, Sie selbst zu schützen." «Ich will keine Lüge auSsprechev, durch die ich in ein neues Netz von Lügen verstrickt würde", erklärte fie stolz. Er senkte den Kopf. verneint worden." Als Grundlage und Maß der Steuerkraft bezeichnet der Berfaffer das Einkommen jeder Person, sofern es überhaupt für den öffentlichen Bedarf leistungsfähig ist und er entwickelt daun auf dem Fundament dieses Grundgedankens unseres Fi- uauzleiterS Steuerpläue. Er schließt seine Betracht- ung mit den Worten: „BucheubergerS Reform hat daS Verdienst, den vollen Reforwgedankeu staats- männisch formulirt und die Möglichkeit seiner Verwirklichung von den bisher giltigen Ertragssteuer, rechten aus an den bestehenden Verhältnissen eines deutschen Verwaltungsmusterlaudes nachgewiesen zu haben." Wenn mau diesen Ausführungen gegenüber einen gewiffeu Thetl der Preffe durchgeht, verspürt mau nichts von dem belebenden .fortschrittlichen" Hauche, der von Baden auS durch die deutschen Lande geht. Man sacht and findet nichts als die ödeste Kritik und könnte dadurch fast an dem ersprießlichen Wirken unserer VerwaltnngSkräste irre werden. Drau- ßen aber feiert man die Erfolge Badens. So beschäftigt jetzt die von dem Verkehrmiuister v. Brauer Angeführte Kilometerkarte die Bahnverwaltungen aller Kulturländer und die Steuerpläne des Finanzministers Bucheuberger find neuerdings Stoff akademischer Erörterungen in der gelehrten Welt. Ilä. Hamburg, 9. Sept. In einem anscheinend offiziösen Artikel tritt der Hamburger Korrespondent anläßlich des jetzt konzesstonirten HafeubaueS tu Sa- lonikt für energische Aktion, um dem deutschen Handel mit den Balkanländern und Aegypten einen Aufschwung zu verleihen, ein. Frankreich. Hä. Paris, 9. Sept. ES bestätigt fich, daß die Zarin nicht nach Paris kommen wird. Italien. Hä. Rom, 9. Sept. Der NeguS ist im Bor- rückeu gegen Borracmieda begriffen. Die italienische Regierung telegraphirte dem General Lamberti, fich für alle Eventualitäten bereit za halten. S&tttttt&tf* Ropeirhage«, 9. Sept. Das russische Kaiser- paar ist gegen 12 Uhr Mittags an Bord des.Polar- stern" hier angelangt und wurde an der LandungS- brücke von den Mitgliedern der königlichen Fawilie und den hier anwesenden Fürstlichkeiten empfangen und alsbald nach dem Schlöffe Bernstor ff geleitet. .Ich verstehe Sie", sagte er mit bescheidener Unterordnung, .aber das Netz ist nicht aus Stahl- draht und es hängt ja von Ihnen ab, wann Ste des langweiligen, unbequemen, aufgenöthigten Menschen überdrüssig werden wollen. Entdecken Sie die ungeheuerlichsten Fehler an mir, schieben Sie alle Schuld auf mich, mißhandeln Sie mich, wenn Sie wollen — ich bin ja daran gewöhnt, wenn auch vielleicht noch nicht ganz abgehärtet", — es klang wie bitterer Sar- kasmns — .erklären Sie, meiner satt zu sein, das kann Ihnen Niemand übelnehmen und man wird es ganz begreiflich finden, wenn Sie mir in einer Laune den Abschied geben." .So will ich diese Laune doch sofort haben!" Die aufwalleude Entrüstung hatte ihr das Wort entriffen. Erschrocken hob Waltram die Hand. .Bedenken Ste —!" wollte er beginnen, ste ließ ihn jedoch nicht zu Worte kommen. .Sie scheinen mich denn doch nicht verstanden zu haben", eutgeguete ste, stolz sich erhebend, .sonst würden Sie sich wohl besinnen, mir die Thetluahme an einer verächtlichen Komödie uahezulegeu. Für eine solche Rolle in einer Verbindung auf Zeit — auf Kündigung gewiffermatzeu, fühle ich mich zu gut!" .Nun denn!" rief Waltram, der aufgesprungen war und in dem eine plötzliche Veränderung vorzu- gehen schien, .so geben Sie dieser Verbindung Dauer". .Mein Herr —!" sagte Magda mit zurückstoßeu- dem Ernst. Er aber ließ fich dadurch nicht abschrecken, auSzu- fprecheu was nun wie ein unbewußt längst anSgeretf- ter Entschluß mit Macht in ihm aufspraug und lebendig zum Ausdruck drängte. .Begreifen Sie denn nicht, daß ich eine solche Bitte Spattie«. Madrid, 9. Sept. Eine amtliche Depesche auS Manila meldet, daß die spanischen Truppen die Aufständischen in Magalauy zersprengten, daß tu Pampauya die Ruhe wieder hergestellt und nach einem Gefecht die Aufständischen auS Silaug vertrieben wurden, wobei letztere 28 Todte and zahlreiche Verwundete, die Spanier 8 Todte und 22 Verwundete hatten. Neue Verstärkungen find aus Miedauao in Manila eiugetroffen. Türkei. Hä. Soustantiuopel, 9. Sept. Die Botschafter haben der Pforte eine Note zugehen laffen, in welcher fie dem Sultan Kenntuiß von der Annahme der türkischen Zugeständniffe durch die Kretenser geben und ihn ersuchen, die Ernennung eiues neuen Gouverneurs für Kreta zu beschleunigen. Grieche«!»«-. Hä. Athen, 9. Sept. In den letzten Tagen find 1500 armenische Flüchtlinge aus Koustantinopel im Pyräus eiugetroffen. Für Unterbringung derselben ließ die Regierung Armeezelte aufschlageu. — Die türkischen Truppen vernichteten eine wettere mazedonische Bande Berbery, alle Mitglieder derselben bis auf 7, denen es gelang über die Grenze zu entfliehen, find gefallen. _ Arbeiterwohnungen. Die weiteste Billigung wird jene Neuerung der Novelle zum Jnvalidttäts- und Altersverstcherungs- gesetz finden, welche sich auf die Verwendung eines Theiles der Vermögen der Versicherungsanstalten zur Verbesserung der Wohnungsverhältntsse der Arbeiter und zu anderen Wohlfahrtsetnrichtungen bezieht. Die Arbeiterwohnungsfrage ist eines der wichtigsten sozialen Probleme der Gegenwart und jeder Schritt, der zu einer besseren Lösung derselben beitragen kann, muß daher mit Freude begrüßt werden. Im Gegensatz zu den Berussgenoffenschaften, welche ihre Reservefonds nur wie Mündelgelder anlegen dürfen, haben die Versicherungsanstalten schon jetzt das Recht, bis zu einem Viertel ihres Vermögens in Grundstücken anzulegen. Da diese Vermögen Hunderte von Millionen betragen, so würde damit schon recht viel erreicht werden können. Leider haben viele Anstalten noch nicht in dem erwünschten Maße von der Befugniß Gebrauch gemacht. gar nicht vorznvriugen wagte. Ich mußte ja fürchten, Ihrer Entrüstung zu begegnen, und nur die Zaghaftigkeit legte mir auf die Zange, was Ihnen jetzt wie eine Beleidigung erscheint. Nun erst sehe ich, welchen Jrrthum ich begangen, ich übersah, daß ich Ihnen nicht Winke zu geben hatte. Von Anfang an war ich verpflichtet, mich voll und unbedingt zu Ihrer Verfüg, ung zu stellen. Das Opfer, das Sie gebracht, hat ja auch mir mit gegolten. Entscheiden Sie denn!" Magda war so betreten, daß ste zuerst kein Wort hervorbrachte. In eisiger Hoheit stand ste vor ihm, als fie dann erwiderte: .Ist es wirklich ein Opfer, daS ich gebracht, so will ich eS mit Niemand theilen". «Glauben Sie nicht", versicherte er mit warmer Herzlichkeit, indem er ehrerbietig einen Schritt näher trat, .daß ich e8 als verdiente Buße ansehen würde. Ich würde stolz sein auf solchen Besitz!" „Derselbe erscheint Ihnen also sehr werthvoll", entgeguete fie voll Hohn. .Wie hoch schätzen Sie wohl die Summe, um die Sie Ihr Herz verkaufen wollen, das ja einer andern gehört?" Alles Gefühl hatte sich in ihr empört und im Zorn setzte fie hinzu: .Ich danke Ihnen!" Und wit einem kurzen eutlaffeuden Kopfnicken wen- dete sie fich rasch um unb den Blumen zu, die ans dem Pfeilertische standen. Nun aber war auch Waltrams Geduld erschöpft. .Wer gibt Ihnen ein Recht zu einer derartigen Be- leidiguug?" rief er. .Sie sollten wahrlich zögern, einen solchen ehreukränkeudeu Verdacht auf andere zu wälzen — Sie vor allen, die Sie selbst unter einem solchen leiden! Oder halten auch Sie den armseligen Besitz von Geld und Gut für das Allerhöchste auf Erden, daß es Ihnen undenkbar erscheint, es könne einen Menschen geben, für welchen andere Dinge ganz Nach dem letzten hierüber vorliegenden Ausweise betrug die Summe, welche in Grundstücken angelegt war, wenn wir uns recht erinnern, über 9 Millionen. Es soll nunmehr bestimmt werden, daß die Grenze der in Grundstücken anzulegenden Gelder der Versicherungsanstalten bis zur Hälfte der Vermögeushöhe gehen kann. Effektiv wird damit für die nächste Zeit nicht viel erreicht werden, denn es ist eben, wie gesagt, that- sächlich noch bei weitem nicht ein Viertel der Vermögen zu dem in Rede stehenden Zwecke verwendet worden. Die Versicherungsanstalten werden aber durch dieses neue gesetzgeberische Vorgehen den Anstoß erhalten, energischer die Lösung der ArbeiterwohuungS- frage zu betreiben und denjenigen Anstalten, welche sich besonders dafür erwärmen, wird dann durch die neue Vorschrift die Gelegenheit gegeben, besonders thatkräftig vorzugehen. Die Versicherungsanstalt Baden hat diesem Theil der Kapitalanlage bereits früher ihre ganz besondere Aufmerksamkeit zugewendet. Der uns vorliegende Bericht für das Kalenderjahr 1895 entziffert die Kapitalanlagen für den Bau von Arbeiterwohnungen, wie folgt: Zahl der An Schuldner lehen ausnehmenden Angeliehen Schuldbetrag der Versicherten Ende Versicherungsanstalt bis jetzt bis jetzt 1895 1895 ins- 1895 ins- gesammt gesammt M. M. M. Stadt Lahr . . . 2 22 11,600 139,100 139,100.— Stadt Offenburg . — 8 — 66,800 64,349.66 Gemeinde Fahrnau Bauverein Emmen- — 2 — 15,000 14,385.90 dingen .... 1 1 1,125 7,125 7,125.— Versicherte . . . 10 41 52,635 145,200 141,464.38 Zusammen 13 74 71,360 373,225 366,424.94 Die Gemeinden erhielten diese für Arbeiterwohu- ungen bestimmten Kapitalien zu 3 l / 2 Proz. und zu staatlich bestimmter Tilgung. Der Bauverein Emmendingen erhielt 75 Proz. des pfandgerichtlichen Anschlags des Unterpfands, hat 37 2 Proz. zu zahlen und die Schuld in 15 Jahren auf 50 Proz. zu ermäßigen (jährliche Annuität 372 M. 50 Pf.). Die direkt besehenen Versicherten haben zwei Darlehen zu 60 Proz. und 39 zu 50 Proz. des pfandgerichtlichen Anschlags und zahlen soweit möglich eine Annuität von 6 Proz. des ursprünglichen Schuldbetrags, wovon zur Zeit 3 3 U Proz. zur Verzinsung, der wachsende Rest zur Schuldentilgung verrechnet wird. Aus der Heimath. Offeuburg, 10. Sept. 1896. Grotzherzogs Gevurtstagsfeier. Die Feier, welche die Stadt Offenburg anläßlich des 70. Geburtstage« unseres Landesherrn veranstaltete, war eine sehr erhebende und der hohen Bedeutung des Tages würdige. Reicher Flaggenschmuck zierte die Straßen der Stadt, festliches Geläute, Böllerschüsse, weihevolle Choralmusik kündeten den Festtag, der für alle ihrem Fürsten ergebenen Badener ein Tag der Freude geworden ist, schon in aller Morgenfrühe an. Um 9 Uhr Vormittags fand die Verleihung des all- gemeinen Ehrenzeichens für 25jährige Dienstzeit au ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, Herrn Bild- Hauer Jseumann, und der städtischen Auszeichnung für 16jährige Dienstzeit an die Herren Kl ein dien st unvergleichlich höheren Werth haben? Dann kann ich Sie nur bedauern, mein Fräulein, dann, dann — wären Sie ärmer, als die nächstbeste Bettlerin!" Er war verstummt. Auf seinem Antlitze Wechsel- teu in rascher Folge die Farben und sein Auge blitzte tu Uumuth und beleidigtem Stolz. Aber je länger fein Blick auf ihr ruhte, desto mehr schwand dieser Ausdruck. Er sah keine der reizenden Einzelheiten, nicht die herrlichen Formen der schlanken Gestalt, nicht das goldene schwere Haar, nicht das zierliche Ohr, nicht die feine Hand, die achtlos durch die blühenden Azaleen fuhr, es war ein geistiges Bild, das er in sich ausnahm und vor dem er sich beugte trotz der erlittenen Beschimpfung. »Sie sehen die Dinge falsch an, mein Fräulein" drang er nach einer Pause noch einmal in sie, doch mehr mit der wohlwollenden Mahnung eines Freundes, als mit dem Flehen eines hartnäckigen Bewerbers. »Es dürfte mir eine Widerlegung nicht schwer fallen. Weisen Sie mich so nicht fort. Nicht meinetwegen, sondern um Ihretwillen — um Ihres Rufes willen, den ein Makel in der Welt bedroht, so rein und hoch Sie auch dastehen — bitte ich Sie darum. Ich weiß keinen andern Schutz: versuchen Sie e8 mit mir!" Jetzt kehrte sich ihm ihr Antlitz wieder zu, aber jeder Zug war starr wie aus Stein. »Lieber nehme ich den Makel auf mich", erwiderte fie mit vernichtender Kälte. »So sehr", sagte er schmerzlich berührt, »so sehr also verabscheuen Sie mich?" »Ja, so sehr!" Hart und erbarmungslos ging das Wort aus ihrem Munde. Und doch war es kaum gesprochen, als die Geuugthuung, die fie dabei zu empfinden meinte, auch schon geschwunden war. (Fortsetzung folgt.) und Franz Müller von der Freiwilligen Feuerwehr und au die Herren Keller und Schneider von der Bahuhoffeuerwehr statt. Außerdem wurden noch mehrere Arbeiter, deren Namen tu einer besonderen amtlichen Bekanntmachung in der heutigen Nummer veröffentlicht werden, mit den Ehrenzeichen für 30- jährige Dienstzeit dekorirt. In der Volksschule und der höheren Bürgerschule fanden feierliche Schulakte statt; bei der Feier in der Bürgerschule hielt Herr Reallehrer Heidenreich eine inhaltlich und formell vollendete Ansprache. Auch zu den kirchlichen Feiern fand sich das Volk in Schaaren ein; es mag mancher, der sonst nicht zu den eifrigen Kirchenbesuchern zählt, an diesem Tage das Bedürfniß gefühlt haben, seine Bitte mit dem Gebete von Tausenden für das Glück und Wohlergehen unseres geliebten Laudesherrn und des ganzen Großherzoglichen Hauses zu vereinigen. Ein Festmahl mit ausgesuchtem Menu und von tadelloser Ausführung im Gasthaus zum „Ochsen" bildete den Schluß des Festes. Während des Diners, au dem sich etwa 50 Herren betheiligten, herrschte die gehobenste Stimmung. Die Festrede hielt Herr Landgerichts-Präsident A m a u v. In klassischer Sprache und ächt vaterländischem Geiste führte er der Festversammlung das Lebensbild unseres Groß- Herzogs vor Augen, mit der feiustunigen Würdigung der reichen Regeutenthätigkeit zugleich eine aufrichtige Huldigung verbindend. Sein Hoch auf Großherzog Friedrich fand deßhalb auch den freudigsten Widerhall bei den Festgästen. Im Laufe des Mahls wurde auf Vorschlag des Herrn Laudgerichtsprästdenteu folgendes Telegramm au S. K. Hoheit abgesaudt: »Die zum heutigen Festmahle Versammelten bitten Ew. K. Hoheit ihren tiefgefühlten Glückwunsch mit dem Aus- druck der unerschütterlichsten Treue und innigster Liebe huldvollst eutgegeuzunehmeu." * Titel- u«d Ordensverleihungen. Ernannt wurden: Zu Geheimen Regieruugsräthen die Oberamt- mäuner Richard Teubner in Kehl und Herrmauu von Rotteck in Bühl; zum Geheimen Fiuanzrath: Domäuenrath Ferd. Elbs bei der Domänendirektion; zum Fiuanzrath: Obersteuertuspektor Franz Weiß in Offenburg; zum Rektor: der Vorstand der Gewerbeschule Adam Nahm in Offeuburg. Dem Staatsanwalt Dr. Alfred Grosch am Landgericht Karls- ruhe wurde der Rang eines Landgertchtsraths verliehen. Das Ritterkreuz I. Klaffe mit Eichenlaub erhielten: Gymuastumsdirektor Theodor Weiland in Offeuburg, der katholische Pfarrer Geistliche Rath Theodor Burger in Gengenbach, der Geheime Regierungsrath Adolf Föhreubach in Freibarg. Das Ritterkreuz 1. Klaffe erhielten: die Landgerichtsräthe Gottfried Geruer und Ferdinand Clauß in Offeu- barg, der Gymuastalprofeffor Dr. Josef May in Offenbarg, der Vorsitzende des Kretsausschusses Offenbarg, Bürgermeister Josef Geldreich in Ober- kirch, der Oberförster Ludwig Stürmer in Offenburg. Das Ritterkreuz II. Klaffe erhielten: Bahnverwalter Franz Krieg in Offenburg, die Notare Wilhelm B e r b e r i g in Zell a. H. und Rudolf Rubi in Gengenbach, Altgemeinderath Gustav Hauß in Neufreistett, Fabrikant Walther Clauss in Offenburg, der I. Vorstand des Mtlitärvereins Griesheim und stellvertretender Vorsitzender des Gauverbands der Ortenau Franz Knapp in Griesheim. Das Verdienstkreuz vom Zähringer Löwen erhielten: die Volksschulhauptlehrer Hugo Volk in Offenberg und Franz Sales Santo in Durbach, der Vorstand der Ortskrankenkaffe, Gemeinderath Friedrich Wilhelm Beutler in Kehl. Die kleine goldene Verdienstmedaille erhielten: Lokomotivführer Leopold Werner in Offeuburg, die Gerichtsschreiber Ferdinand Stol,l in Gengenbach und Friedrich Schneider in Ober- ktrch, Buchhalter Gustav Süß in Offeuburg, Güteraufseher Kourad Kremp in Oberktrch. Die silberne Verdienstmedaille erhielten: Oberschaffner Johann Eisele in Offenburg, Amtsgerichtsdiener und Gefangenwärter Alois Weichselbaum in Gengenbach, die Bürgermeister Benedikt Renner in Gamshurst, Fabian Buchholz in Waltersweier, Johann Georg Erhardt in LegelShurst, Gemeinderath Leonhard Kranz in Prinzbach, die Rathschreiber Mich. Sonntag in Zierolshofen, Ludwig Clemens in Aueu- heim unv Wilhelm Binder in AllmannSweier, die Feuerwehrmänner Paul Kretz in Geugeubach, Valentin Ernst, Friedrich Bads und Ernst Zachmaun in Achern, Raths- und Poltzetdiener Wilb. Wurth in Dundenheim, Gemetndewaldhüter Jakob Bürkel in LegelShurst, Waldhüter Bernhard H imwelsbach in Seelbach, die Steuereinnehmer Anton Clevenz tu Wolfach und Martin Schneider in Kehl-Dorf, Forstwart Bernhard Wußler in Gengenbach, Uuter- erheber Philipp Graß in Windschläg. * S. K. H. der Grotzherzog hat den Orden Berthold I. von Zährtugeu aus feiner bisherigen Ber- biudung mit dem Orden vom Zähriuger Löwen gelöst, denselben als selbständigen Orden unter dem Namen »Orden Berthold des Ersten" erklärt und den bisherigen Insignien, welche als Großkreuz des Ordens zu gelten haben, die Juffguieu der Kommandeure erster und zweiter Klaffe, sowie der Ritter beigefügt. Q Weier. Das 70jährige Geburtsfest unseres geliebten Landesfürsten wurde auch hier durch eine Schulfeier unter Auwohnung der Ortsschulbehörde verherrlicht mit Liedervorträgen, Reden und Deklawa- tiouen. AlS Erinnerung erhielten die Schüler Weck und Bier. Mit einem solennen Fackelzug fand der Festtag seinen Abschluß. Den Kindern wird die schöne Feierlichkeit unvergeßlich bleiben. Ö Waltersweier. Am Sonntag feierten wir ein schönes Fest. Unserm Herrn Bürgermeister Buchholz wurde durch S. K. Hoh. unfern allverehrten Großherzog die silberne Verdienstmedaille verliehen. Herr Amtsvorstand Geh. Regierungsrath Müller überreichte Hrn. Buchholz dieselbe im Beisein des Gemeinderaths, des Ausschußes, des Geistlichen und Lehrers. In schöner Rede gedachte er der langjährigen treuen Dienste, die der Herr Bürgermeister während der 30 Jahre, die er als Bürgermeister der Gemeinde amtierte, und vorher als Gemeinderechner sich um das Wohl der Gemeinde erwarb. In das auf S. K. H. den Großherzog ausgebrachte Hoch stimmten Alle begeistert ein. Die ganze Gemeinde nimmt an dem Akte theil und fühlt sich durch diese ihrem Bürgermeister widerfahrene Ehrung lebhaft mitgeehrt. . Lentesheim, 8. Sept. Ju der Nacht vom Sonntag auf Montag, sowie auch wieder iu letzter Nacht wurden Steine auf das Geleise der Lokalbahn vor dem Hause des F. Heidt utedergelegt. Da aber der Zug langsam fuhr, wurden die Steine beiseite geschoben, so daß weiter kein Unglück entstand. Möge es doch der Gendarmerie gelingen, den oder die Thäter zu ermitteln. Schon vergangenes Frühjahr wurde iu der Nähe der Haltestelle Hönau ebenfalls ein Stein auf die Schienen gelegt, welcher aber noch rechtzeitig entfernt wurde; auch damals wurde sorgfältig uach- geforscht, aber leider ohue Erfolg. (K. W.) rr. Karlsruhe, 9. Sept. Der heutige Haupt- festtag, der 9. September, der Geburtstag des all- verehrten LavdeSfürsteu, wird für alle Zeiten einen Ehrenplatz in der Geschichte der badischen Restdeuz einuehmen. Wenn man von den jetzigen Festlichkeiten spricht oder schreibt, muß man wohl oder übel immer wieder von dem Menscheuandraug sprechen. Heute hat derselbe seinen Höhepunkt erreicht, denn heute kamen noch die Tausende von Eintagsgästen. Mau muß die hohen Beamten unserer Staatsbahnverwaltung heute gesehen haben, wie sie mit dem bekannten weißen Bogen tu der Hand jeden Zug erwarteten, in Empfang nahmen unv rückwärts dtrigirteu, für Alles besorgt und überall Anweisungen gebend, mau muß aber auch den anerkenneuswertheu Eifer ver niederen und niedersten Beamten zn bewundern Gelegenheit gehabt haben, dann durfte man ruhig sagen, einer derartigen Verwaltung darf fich Jedermann anvertrauen, da herrscht Ordnung nnd Sicherheit. Der beste Beweis dafür darf der Umstand fein, daß bisher, noch nicht das »Tüpfelchen auf dem i" gefehlt hat. Punkt 12 Uhr heute Mittag lief der Zug ein, welcher die Kaiserin nach Karlsruhe führte. Zum Empfang waren an den Bahnhof gefahren Ihre König!. Hoheit die Großherzogtn, und Se. König!. Hoheit der Erbgroßherzog, sodann hatten sich am Bahnhof die Spitzen der Zivil-, Militär- und städtischen Behörden etugefunden. Nach kurzer, aber herzlicher Begrüßung am Bahnhof fuhren die hohen Herrschaften, den Weg durch die Karl Friedrichstraße und über den Marktplatz nehmend, ins Schloß, auf dem ganzen Wege von dem Publikum stürmisch begrüßt. Um l l 3 l Uhr war die Aufstellung des Festzuges beendigt, welcher sich langsam durch die schon bekannten Straßen der Stadt bewegte. Die Kaiserin wie die Großherzog, lichen Herrschaften sahen dem Vorbetzug vom Balkon des Schlosses aus zu und dankten fortwährend für die begeisterten Ovationen, welche ihnen dargebracht wurden. Dieser Festzug mit seinen prächtigen Gruppen war wohl das großartigste Schauspiel, das man hier jemals zu sehen bekam, und wenn Jemand auf ein Werk stolz sein kann, ein Werk, das sich kaum beschreiben läßt, sondern das man gesehen haben muß, so ist es Meister Götz, dessen Kunstsinn wir dasselbe zu danken haben. Nachdem der Festzug zu Ende, war natürlich der Verkehr in den Karlsruher Wtrth- schäften. Hotels, Restaurants ein unbeschreiblicher. Die Pferdebahnwagen waren überfüllt und unsere Droschken- kutscher machten nicht das schlechteste Geschäft. Der Festplatz, der Festgarten, überhaupt alles, was mit den Jubtläumsfestltchkeiteu in Verbindung steht, zeigte ein Leben und Treiben, wie eS in Karlsruhe noch nie gesehen wurde. Neueste Nachrichten. Hä. Kiel, 10. Sept. Das Zarenpaar fuhr gestern Abend 7 Uhr auf dem »Polarstern" nach Kopenhagen. * BorauSfichtliche Witterung r Zunächst noch gewitterig und mild, später allmählig aufheiternd. Offenburg, 9. Sept. Thermometerstand. | Wetter. Nacht» Morgen» i 8 Uhr Mittag» | niedrigst. Stand 12 Uhr | heiter. + 11 0 K + 14 o R. l -t 20° R. I Verantwortlicher Redakteur: A^olf Brunner Für den Jnseratentheil verantwortlich: Oskar Reiff. Amtliche WerküMgMgm für SW Kreis HffenöWK sZMs für den Großherzoglichm AmtSb^irk Offmburg und die AmtsgerichLs-DGck Offenburg m und Privat-Anzeige« Bekanntmachung. Die Verleihung von Ehrenzeichen an Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren betr. Nr. 29563. Wir bringen hiemit zur öffentlichen Kenntniß. daß das Grotzh. Ministerium des Innern im Men Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs das durch Höchst-Landesherrliche Verordnung vom 21. Dez. 1877 str Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr gestiftete Ehrenzeichen durch Entschließung vom 24. August ds. Js., ft. 24853, au nachfolgende Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr verliehen hat. I. Offen bürg: Bildhauer Konstantin Jsenmann in Offenburg. II. Zell a. H.: 1. Schneider Jakob Fritsch in Zell a. H. „ „ t ^ 2. Steingutdreher Josef Kapferer in Zell a. H. Offenburg, den 10. Septbr. 1896. Großh. Bezirksamt. , _ Müller. _ Die Verleihung des Ehrenzeichens für treue Arbeit betr. Nr. 29562. Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß im Namen Seiner Königlichen Hoheit de8 ftvtzherzogs das durch Höchst-Landesherrliche Verordnung vom 11. November 1895 gestiftete Ehrenzeichen .Für M Arbeit" durch Entschließung des Ministeriums des Innern vom 31. August l. I. Nr. 25367 verliehen wurde sr: 1) Anton Beder, Taglöhner von Offenburg; 2) Angust Dietz, Hulmacher von „ 3) Georg Drinneberg, Hutmacher von „ 4) Ludwig Jserre«ker, Hutmacher von „ 5) Mathias Konprecht, Hutmacher von * 6) Eduard Kunz, Weber von „ 7) Markus Kühne, Gasarbeiter von Elgersweier; 8) Peter Reuburger, Fabrikmeister von Offeuburg; 9) Ferdinand Schmidt, Spinnmeister von „ 10) Kart Stephan, Hutmacher von „ 11) Karl Braun, Säger von Gengenbach; 12) Franz Karl Halft, Säger von „ 13) Joses Kiefer, Säger von „ 14) Johann Geiger, Gerber von „ 15) Wilhelm Schilli, Gerber von 16) Mathüus Kaufmann, Fabrikarbeiter von Gengenbach; 17) Thomas Butz, Fabrikarbeiter von „ 18) Lader Lurker, Dienftknecht von Griesheim; 19) Chrhsostomus Mütter, Dienstknecht von Unterharmersbach; 20) Ludwig Harter, Kassettenmacher von Zell a. H.; 21) Theodor Lehmann, Taglöhner von „ 22) Josef Moser, Porzellanmaler von „ 23) Georg Schoch, Taglöhner von „ 24) Felix Ritter, Taglöhner von Schutterwald; 25) Mathias Hofstetter, Taglöhner von Schutterwald. Offenburg, den 10. Septbr. 1896. Großh. Bezirksamt. Müller. Mittwoch, den 16. d. Mts., Abends 8 Uhr und Donnerstag, den 17. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, »irb die Redncrin des Vereins der Gas- tittb Wasserfachmänner, Fräulein Hotbmaoo aus Limburg a. d. L., im Dreikönig- ftfde einen Vortrag §er die Verwendbarkeit des Gases im Haufe und insbesondere in der Küche Wen, wozu wir die verehrt. Einwohner und in erster Reihe die Hausfrauen freund- lichst einladen. Mit diesem Unternehmen ist ine Ausstellung von Gasapparaten zum Wen, Bügeln u. dergl. verbunden. Offenburg. 7. September 1896. Der Gemeinderath. 4472,2.1,_Hermann._Miltner. Zwangs-Versteigerung. V.-R. Nr. 319. Am Samstag, de« 18. September, vormittags 8 Uhr, werde ich im Pfandlokal hier 14 Bände Brockhaus Couversatious-Lexikon, neueste Auflage, « VollstreckuugSwege gegen Baarzahlung öffentlich versteigern. Offeuburg, den 10. September 1896. M._ Rie s, Gerichtsvollzieher, Ritterstr. 29. Fahrniß-Bersteigerung. «»«tag, de» 14. September, Barm. *49 Uhr, Aden im Burgerhof dahier folgende Gegenstände öffentlich gegen imzahlung versteigert: 1 hartholzener und 1 tauuener Kleiderfchrank, 1 hartholzene Kommode, 1 runder Tisch, 4 Nachttische, 1 Nachtstuhl, verschied. Tische, 1 Bettstatt, 4 Rohr- und 2 Polsterstühle, 1 Blumentisch, verschiedene Küchengeräthe, 1 Waschzuber, Ständle und Fäßcheu, 19 große und 6 kleine Bildertafeln, verschied. Uhren, 8 Vorhangstaugen, verschied, hl. und sonst. Figuren, Bücher, Teppiche, 1 Waschgaruitur, 1 Etagvre, 1 Äquarium, 2 Spinnräder, sowie noch andere Gegenstände. SLumtliches befindet sich in gutem Zustand. Offeuburg, den 8. September 1896. _ 4469.2.1. Ei« gut möblirtes Ein gut möbl. 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Landwirhschaft, Küfer, Cigarrenmacher, Stein- Hauer, Schuhmacher, tüchtige Gipser, Bäcker, Schneider in eine Fabrik, 1 Feinmechaniker, Futter- kuecht, Hafner (Ofensetzer), Back- stetnmacher, 2 Holzdreher, IMa- schineuschloffer, Maurer, Handlanger. Weibliches Personal: Mädchen für Laudwirthschaft, Köchin, Mädchen für Alles, Bekleberinnen, Cigarrenmacheriuuen Mädchen zum Erlernen der Leder- fchäftefabrikation, Fabrikarbeiterinnen, Haushälterin, Kindermädchen, Packerin. Stellen taffittt: Taglöhner (ständige Arbeit), Steindrucker, Bäcker. Lehrstellen für: Maler, Blechner, Sattler, Schuhmacher, Schreiner, Feilevhauer, Küfer, Kübler, Schneider, Kuust- glaier, Tapezier, Gärtner, Bäcker, Buchbinder, Bierbrauer, Buchdrucker, Steinhauer, Metzger, Glaser, Friseur, Hafner. * AUiemier Ditscta Meis-Teri Generaldirektion STUTTGART Uhlandstr. Nr. 5. ristuohe Porto». —: Gegründet 1875. :— Filialdirektionen BERLIN 8. W., in WIEN I, Anhaltstrasae Nr. 14. Annagasse 3 a. Staatsoberauftloht. Weitestgehende Einzel-Versicherung und Fllmilien-Uersorguas. Kranken-, Unfall- und Invaliditäts-Versicherung, Alters-, Wittwen- und Waisen-Versorgung. Wichtig für Gross-Industrielle und Bankgeschäfte zum Zweck der Pensi ons-V ersicherung einzelner oder sämmtlicher Beamten, desgleichen als Einzelversicherung für Fabrikanten und Gewerbetreibende, sowie für Gelehrte, Rechtsanwälte, Aerzte etc. etc. Der Verein gewährt: 1) Bei vorübergehender Erwerbsunfähigkeit infolge innerer Erkrankung oder Unfalls Entschädigung von Mk. 2.50 bis Mk. 20. — täglich. 2) Invalidenrente bei völliger od.theilweiser Arbeitsunfähigkeit (Berufsunfähigkeit) inf. innerer Erkrankung oder Unfalls von jährlich Mk. 500 bis Mk. 3500, zahlbar bis zum Ablauf des 65. Lebensjahrs des Versicherten. (Unkündbare Unfall-Invaliditätsversicherung.) 3) Altersrente, beginnend nach Ablauf des 65. Lebensjahrs des Versicherten im jährlichen Betrag von Mark 500 bis Mk. 3500. 4) IHenstunfahigkeits-Versicherung vermittelst der Kapital-Versicherung, beginnend mit dem Eintritt von Invalidität oder der Vollendung des 65. Lebensjahres des Versicherten. 5) Wittwen- und Waisen-Versorgung vermittelst der Kapitalversicherung für den Fall des Todes des Versicherten. 6) Kinder-Versorgung vermitt.Kapitalversicherung für die Lehr-, Studien- und Militär-Zeit, sowie als Brautaussteuer und Versorgung unverheiratheter Töchter. Am l. Juli 1896 bestanden in sämmtlichen Abtheilungen des Vereins 196,227 Versicherungen über 1,552,009 versicherte Personen. — Prospekte und Versicherungsbedingungen werden von der Direktion und sämmtlichen Vertretern des Vereins abgegeben. Subdirektion Karlsruhe: Carl Reinig, Douglasstr. 2. Offeuburg: Jos. Fritz, Privatier. Gengenbach: H. Eugler. 3858 2 2 Die AmIjniiW VttWmB-WWft in Mannheim (Grundkapital 6 Millionen Mark, emittirt 3 Millionen Mark) übernimmt zu billigen, festen Prämien und gün- stigen, präciseu Bedingungen — außer See-, Fluß- und Landtransport-Versicherungen von Gütern, Werthpapieren, Reife-Effekten und Reiselagern — 1) Unfall - Versicherungen einzelner Personen gegen Unfälle aller Art, in und außer dem Berufe und auf Reisen; 2) ReifeUnfallverstchernngen allein, für jede Zeit- dauer; 3) Seereife-ttnfallversicherunge«; 4) Radfahrer-Unfallversichernngen (gegen die Gefahren des Radfahrens allein); 5) Haftpflicht-Versicherungen der verschiedensten vor- kommenden Art; 6) Glas-Versicherungen aller Art. Zur bereitwilligsten Ertheilung von Auskunft und zur Vermittlung von Verstcherungen empfiehlt fich der Vertreter der Gesellschaft: 2417 8 6 Max Schmitt, Hauptagent, Offerrhurg, Langestrasie. 4460.2.2. Ei« schönes Mutterkalb zu verkaufen. Ortenberg, Hans Nr. 50. 8«t «bl. Amum mit freier Aussicht zu vermiethen. 4354.4.3 Okenstraße 29, Hl. Für Soträfrötien! Annahme alter Wollsachen aller Art gegen, Lieferung von Kleider-, Unterrock- n. Mantelstoffen, Damentnchen, Buxkins, Strickwolle, Portieren, Schlaf- u. Teppichdeckev in den neuest. Mustern zu bill. Preisen d. kl. Eichmann, Ballenstedt a. H, leistunosf. Firma! — Annahmestelle u. Mosterliger bei Frau Friseur Aporta. MeielmM in fop. Am Dienstag, den 29. September l. I., findet auf dem neuen Viehmarktplatze in Lahr, Wiese beim Stadtpark, ein Zuchtviehmarkt mit Prämiirung — Anfang VI 2 Uhr — statt. Für als zuchttauglich anerkannte Jungfarren kommen Prämien und Weggelder im Betrage bis zu 500 Mk. zur Verkeilung. Nur solche Thiere können Prämien oder Weggelder erhalten, welche in das Zuchtregister einer badischen Zuchtgenossenschast eingetragen sind. Der Nachweis hierüber geschieht durch ein Zeugniß des Obmanns. Lahr, den 1. September 1896. Der Vorstand Der Stadtrath, der Zuchtgenossenschaft. vr. S ch l u s s e r. Weingärtner. 4349 . 2.2 Die beste und wirksamste Seife für Wäsche jeder Art ist die Haushaltungs-Seife, Marke Schildkröte. Macht die Wäsche blendendweiss, ohne dieselbe im Mindesten anzugreifen. Jeder Versuch führt zu regelmässiger Benützung. Frei von schädlich. Bestandtheilen. Für jedes Wasser und ohne Zusatz anderer Waschmittel verwendbar. In Paeketen von 3 Stück zu 33 Pfg. das Packet käuflich in Offenburg bei Ferd. Hanger, ¥5dm. Braun, Hieron. Schirrmann. 4044.12.4 ♦ Mit Heutigem habe ich den Detail-Verkauf meines Fabrikates Herrn Earl Mayer, Herren-Modenmagazin — Hauptstrasse 38, — übergehen. Herr Mayer wird allen Ansprüchen genügen und zu meinen bisherigen Fabrikpreisen verkaufen. Ich selbst gebe von jetzt an keine Hüte mehr ab, was ich vorzumerken bitte. Hochachtend Gustav Schweiss, Hutmanufactur, ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ 4 ♦ 4 4 4 4 4 « 4 4 4 ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ Bezugnehmend auf obige Anzeige empfehle ich dem tit. Publikum mein jeder Anforderung entsprechendes Hutlager mit der Versicherung, dass ich dieser neuen Abtheilung meines Geschäftes die grösste Aufmerksamkeit widmen und meine werthen Abnehmer stets gut und billig bedienen werde. Mit aller Hochachtung Offenburg. Carl Mayer, 4351.4.4. — Herren»Modenmagazin. — NB. Bitte um gefl. Beachtung meiner Schaufenster. 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 Empfehlung. Unterzeichnete empfiehlt sich im gre" Bügel«. Auch wird zum Wasche» angenommen. 4474.3.1. Jofefine Götz, Lan gestra ße 57, 3. Stock. Frische Seehechte und Schellfische 4475] bei Otto Tritschler. Sparkochherde + von den kleinsten bis zu den größten • Familien- & Wirthschaftsherden • in solidester Ausführung. • — Kochgeschirre, — ▼ emaillirt, tnoxiotit und roh. J zämtlilhk Küche«- & Haiishaltmgs-Allikkl. • TmDckblc Scficliciitnuip, W von 50—100 Liter Inhalt, Halle unter Zuficherung reeller ^ und billigster Bedienung bestens empfohlen. • Max Ganter, # ♦ vorm. 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