Ausgabe A Z w« i HauptauSgaben: Zweimalig« Kusgabe: Bezugspreis RM. 2.20 zuzüglich SO Pfg. Trägergeld. Postbezug ausgeschlossen. Erscheint 12ma1 wöchentlich alS Morgen- und Abendausgabe. — Einmalige Ausgabe: Bezugspreis monatlich RM. 1.70 zuzüglich Post- zustcllgebühr oder Trägergeld. Erscheint 7mal wöchentlich als Morgenzcitung. Abbestellungen müssen bis spätestens 2V. sür den folgenden Monat erfolgen. — Drei B«zirkSaus- gaben: .Karlsruhe": für den Stadtbezirk der Landeshauptstadt sowie Amtsbezirk Karlsruhe, Ettlingen, Pforzheim, Breiten. Bruchsal, sowie Unterbezirk Eppingen. — .Merkur-Rundschau": sür die Amtsbezirke Rastatt—Baden-Baden und Bühl. — »Aus der Ortenau": sür die Amtsbezirke Offenburg. Kehl, Lahr, Oberkirch und Wolsach. 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Goebbels' über das deutsche Theaterwesen — Weiteres starkes Abfinken der Arbeitslosenkurve Vertagung bis Mitte Juni? Zwischenfall in der Geheimsitzung — Aufrech terhattung der Sanktionen wahrscheinlich (Drahtbericht unseres Genfer Vertreters.) Hakenkreuz und Sternenbanner Aeuyork feiert die Männer vom Hindenburg — Bankett der deutsch-amerikanischen Handelskammer * G e «f, 12. Mai. Gens stand am Eröffnungstag seiner diesjährigen ordentliche« Frühjahrstagnng im Zeichen einer völligen'Rat- «nd Entschlutzlosigkeit. Wohl anf keiner Ratstagung hat das allgemeine Dilemma solche Ausmaße angenommen wie anf diefer. Mit einer festen Marschroute ist wahrscheinlich nur A l o i s i nach Genf gekommen, der die Annektio» Abessiniens als vollendete Tatsache in der Tasche trug, wie der Generalsekretär des Völkerbundes, Herr Avenol, erfahre« mutzte, als sie ihm noch einmal offiziell überreicht wnrde. Auf der anderen Seite war das Bild reichlich bunt und durcheinandergewürselt. Eden hat zwar in seiner Eigenschaft als Ratspräsident alle Anstrengungen unternommen, um eine gemeinsame Linie herzustellen. Offenbar waren diese Bemühungen aber nicht restlos von Erfolg gekrönt, da sie gestern noch nicht sichtbar in Erscheinung traten und außerdem gewisie u n ü b e r - winbliche Schwierigkeiten vorhanden gewesen sind, die einmal auf englischer Seite selbst liegen, und die nicht zuletzt auch darin zu erblicken sind, daß die Vollmachten auf französischer Seite auf Grund der noch nicht restlos geklärten innerpolitischen Lage beschränkt erschei. nen. Trotzdem liegt, was das Letztere anbelangt, die Initiative klar auf französischer Seite. Was die vermutlichen Auswirkungen dieses Umstandes anbelangt, so steht es heute fest, daß Italien in der gegenwärtigen Krise auf die bisherige französische Unterstützung verzichten muß. Das erste Ergebnis dieser neuen Lage wirb ganz ohne Zweifel die weitere Beibehaltung der Sanktionen sein, die damit ein« automatische Verlängerung, wie man hier annimmt, zu- mindestens bis zum Zusammentritt der außerordentlichen Ratstagung erfahren wird. Da der Termin der außerordentlichen Ratstagung über Abessinien wahrscheinlich auf Mitte Juni festgesetzt wird, entsteht hier immerhin eine Lücke in allen Bestrebungen zur Normalisierung der europäischen Verhältnisse, die unter Umständen mit neuen Spannungen ausgefüllt werden könnte. Aloisi verläßt die Sitzung Der gestrige Tag in Genf hat, abgesehen von einem zu erwartenden Zwischenfall, in der nichtöffentlichen Ratstagung keine Sensationen gebracht. Der italienische Vertreter Baron Aloisi verließ in der Geheimsitzung, die nachmittags um 17 Uhr begann, unter Protest den Sitzungssaal, als er feststellte, daß der bisherige abessinische Vertreter, Wolde Mariam, ebenfalls im Sitzungssaale Platz genommen hatte. Eine vorübergehende Nervosität entstaub dadurch» baß Eden noch während der Protesterklärung Aloists den abessinische« Vertreter mit einer einladenden Haudbe» wegnug aufforderte, am Konferenztisch selbst Platz z« nehmen. In Völkerbundskreisen selbst wird dieser gestrige Zwischenfall dahin gedeutet, daß die Ratsversammlung Abessinien weiter als „souveränen Staat" und als „gleichberechtigtes Ratsmitglied" anerkennt. Allerdings zeigt die Teilnahme Alotsis an der nachfolgenden, um 17.48 Uhr eröffneten öffentlichen Ratssitzung, in der auch der „legitime" Vertreter Abessiniens wieder anwesend war, schon, daß sich Italien daran nicht zu stören gewillt ist und daß dieser Umstand für die weiteren Verhandlungen belanglos sein wird. Als Ergebnis der gestrigen öffentlichen Ratssitzung ist festzustellen, daß die abessinische Frage auf einen Vorschlag Edens hin auf der Tagesordnung bleibt. Praktisch wird es zunächst heute bei einer weiteren Vertagung bleiben, wobei Italien als Passivposten die vorläufige Aufrechterhaltung der Sanktionen zu verbuchen hätte. Man hört hier die Meinung, daß Italien bereit sei, dieses Opfer den Grundsätzen Genfs zu bringen. London in Verlegenheit H. D. London, 11. Mai. Ministerpräsident B a l d w i n erklärte am Montagnachmittag auf eine Unterhausanfrage, ob der englische Gesandte in Addis Abeba zurückberufen werde, da die augenblickliche Lage überaus schwierig sei, und er nichts sagen wolle, bei wem der englische Gesandte akkrediert werde. Diese Aeußerung des englischen Regierungschefs zeigt deutlich genug d i e B e r- l e g e n h e i t, in der sich Großbritannien durch die Italienischen Beschlüsse vom Samstag zur Zeit befindet. Auch die Gespräche über die kommenden Entscheidungen Genfs bringen keinen Lichtblick. Die Lage ist also noch völlig offen. Nur soviel scheint hier festzustehen, daß England von sich aus nichts unternehmen wird, sondern beabsichtigt, sich den vom Völkerbund gefaßten Entscheidungen anzuschließen. Das Kabinett trat Montagabend zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen, um sich über den ganzen schwierigen Fragenkomplex nochmals auszusprechen. Es heißt, daß die Regierung auch über einen englischen Protestschritt gegen die Annexion Abessiniens durch Italien beraten werde und daß das Londoner Auswärtige Amt bereits einen derartigen Schritt vorbereitet habe. Ueber einen solchen Schritt hinaus dürfte aber von London wohl nichts unternommen werden. Auch hierfür gibt eine Aeußerung Baldwins während der Unterhausaussprache am Montagnachmittag einen Anhaltspunkt. Der Premiermini st er erklärte, daß er sein Vertrauen in den Völkerbund nicht verloren habe, und daß das Versagen der Genfer Institution im italienisch-abesstnischen Konflikt nicht dahin ausgelegt werden dürfe, daß der Völkerbund am Ende sei. Er habe den Wunsch, daß der Völkerbund sich die Erfahrungen zunutze mache, um in Zukunft besser zu wißen, was unter kollektiver Sicherheit zu verstehen sei. Die Uneinigkeit des Völkerbundes hat Ausmaße angenommen, die England vor eine schwere Aufgabe stellt. Die Erwartungen auf bas Genfer Ergebnis werden deshalb nicht allzu hoch geschraubt. Man rechnet vielmehr damit, daß überhaupt keine Entscheidung zustandekommen wird, und das nicht nur gegenüber der Annektion Abessiniens durch Italien, sondern auch hinsichtlich der Sanktionsfraze. In der Oeffentlichkeit macht sich eine verschärfte Stimmung gegenüber Italien bemerkbar, wenn auch die englische Presse die römischen Beschlüsse mit einer gewissen Fassung ausgenommen hat. Die Auseinandersetzung mit der Frage „Sanktionen oder nicht" dauert weiter an. Aber es scheint, daß man in den verschiedenen Lagern zuerst einmal den Verlauf der Genfer Tagung abwartet, von der man sich verschiedentlich, besonders im Hinblick auf die französische Entrüstung über die Ve- schlüfle Roms noch einen Hinweis auf die weitere Zukunft der Sanktionen erhofft. * München, 11. Mai. Der Nachmittag des zweite« Tages der ReiMtheatersestwoche brachte de« Höhepunkt der Festwoche. Münchens schönster und repräsentativster Saal, der große Saal des Deutsche« Museums, verlieh auch dieser große» Kundgebung der Reichstheaterka.mmcr de« würdigen Rahme». Von der Vorhalle aus, im Treppenhaus bis an den Eingang des Saales standen SS-Männer Ehrenspalier. Im Saale zog das in Tannengrün, Silbcrgir- landen und leuchtenden Hortensien prangende Podium den Blick auf sich. Hier oben hatte das bayerische Staatsorchester Platz genommen. Es waren u. a. erschienen der Stellvertreter des Führers, Reichsminister R u d o l f H e ß, der Präsident der Reichskulturkammer Reichsminister Dr. Goebbels, die Reichsleiter, Reichsstatthalter General Ritter von Epp, Reichsschatzmeister Schwarz und Oberbürgermeister F i e h l e r, Staatssekretär und Vizepräsident der Reichskulturkammer Funk, der bayerische Ministerpräsident S i e b e r t, Staatsminister Gauleiter Adolf Wagner, Mitglieder der bayerischen Landesregierung und andere bekannte Männer der Bewegung, des Staates, der Wehrmacht und der Polizei sowie der Hauptstadt der Bewegung. Das deutsche Theaterleben war durch viele Jn- N e u y o r k, 11. Mai. (Vom Sonderberichterstatter des DNB.) Neuyork, diese strahlende großzügige Stadt, hat es sich nicht nehme» laste», die Leute vom „Hinden- b u r g" in dem Stil zu feiern, aus den die Stadt stolz ist. Die Deutsch-Amerikanische Handelskammer gab am Samstag ein Bankett. Selbstverständlich war, daß man dazu bas größte und glänzendste Hotel wählte, das altberühmte Waldorf-Astoria-Hotel, dessen gewaltiges, vor fünf Jahren errichtetes Turmhaus sich an der Parkavenue mit 50 Stockwerken zum Himmel reckt. Das Hotel mußte seinen größten Raum hergeben, den großen Ballsaal, dessen Ausmaße denen des Baues entsprechen, der ihn umschließt. Ein Quadrat von 50 bis 70 Metern Seitenlänge, sechs große Logen an jeder Seite. Wir stehen in einem Raum, der einem Opernhaus Ehre machen würde. Tatsächlich ist auch eine große Bühne vorhanden. Sie dient heute dazu, die Ehrengäste aufzunehmen. Drei lange, festlich geschmückte Tafeln sind, nach dem Hintergrund zu ansteigend, oben aufgestellt. Darüber grüßen von der Wand die beiden Nationalflaggen, Sternenbanner und Hakenkreuz. Unten im Saal schimmern Kerzen auf den runden Tischen. Von Anfang an herrscht freudig erregte Stimmung, die sich noch steigert, als die Ehrengäste erscheinen, deren sich zunächst in einem anderen Saal die Tonfilmleute bemächtigt hatten. Botschafter Dr. Luther, Dr. E ck e n e r und Kapitän Lehmann werden mit Händeklatschen begrüßt, ebenso Commander Rosendahl, der Kommandant des Marineflughafens Lakehurst, der Mann, dem es zu danken ist, daß das Luftschiff „Hinden- burg" mit Einverständnis des Präsidenten und der in Frage kommenden Regierungsstellen die Basis für die Nordatlantikenfahrten dieses Sommers fand. Der deutsche Botschafter spricht In seiner Rede, die er mit Rücksicht auf die Gastnation in englischer Sprache hält, stellte Dr. L u t h e r besonders in den Vordergrund, wie stark das heute gefeierte Ereignis gefördert wurde durch die Zusammenarbeit von deutscher und amerikanischer Seite. Er gab der Hoffnung und Zuversicht Ausdruck, daß diese völkerverbindenden Anlässe sich künftig noch mehren mögen. Herzliche Worte des Commanders Rosendahl In besonders feiner und witziger Weise gedachte Commander Rosendahl seines Freundes E ck e n e r. Er tendanten und Bühnenleiter, Vühnendarsteller und andere mit der Bühnenkunst verbundene Persönlichkeiten vertreten. Im übrigen füllten Vertreter der SA, SS und anderer Gliederungen der Partei, Mitglieder der konsularischen Vereinigung» Männer des deutschen Schrifttums und des kulturellen Lebens und Volksgenossen aus allen Berufsständen den festlichen Saal. Die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers ,,E u r y - a n t h e" unter der Leitung des Staatskapellmeisters Meinhart von Zallinger erüffnete die Kundgebung. Der bayerische Staatsministcr Gauleiter Adolf Wagner begrüßte die Teilnehmer der Kundgebung im Namen der bayerischen Staatsregierung. Er dankte vor allem Reichsminister Dr. Goebbels dafür, daß er die Reichstheaterwoche nach München gelegt habe. Es sei ein gutes Zeichen, daß diese Veranstaltung gerade in eine Zeit falle, in der in München große Pläne vor allem auf dem Gebiete des Theaterwcsens bearbeitet werden. Der Führer wolle München eine große Oper geben. Die Bearbeitung der Baupläne sei bereits im Gange. Darauf trat der Präsident der Reichskulturkammer Reichsminister Tr. Goebbels, an das Rednerpult. (Rede auf Seite 2). schloß mit dem Wunsch, einmal als Führer eines amerikanischen Luftschiffes in Friedrichshafen zu Gast sein zu können, denn das amerikanische Volk werde wohl die früheren Enttäuschungen angesichts des strahlenden Erfolges der „Hindenburg"-Fahrt beiseite schieben. Knapp, herzlich und bestimmt nahm auch Kapitän Lehmann diese Gesichtspunkte in seiner Rede auf. Damit war die Rednerliste durchaus noch nicht erschöpft, aber es fehlt der Raum, um die Menge herzlicher und anerkennender Aeußerungen im einzelnen aufzuführen. Von der C a rl - S ch u r z - Gesellschaft wurde Dr. Eckener die selten verliehene Goldene Medaille überreicht. Die Feier wird für die Teilnehmer in unauslöschlicher Erinnerung bleiben. Empfang bei Präsident Roosevelt Präsident Roosevelt empfing Dr. Eckener und Kapitän Lehmann im Weißen Hause. Tie beiden Herren, die bei ihrem Eintreffen in Washington am Bahnhof von Mitgliedern der deutschen Botschaft begrüßt worden waren, hatten vor dem Empfang im Weiß«, Hause in Begleitung des deutschen Militärattache«» Srneralleutnant von Bötticher Besuche bei Staatssekretär Hüll, Handelsminister Roper, dem stellvertretenden Marineminister Standley und verschiedenen leitenden Persönlichkeiten der Marine abgestattet. Rückflug in 45 Stunden? Hunderttausend besuchten den „Hindenburg" Lakehurst, 11. Mai. Das Luftschiff „Hindenburg" war am Sonntag das Ziel vieler Tausenden von Besucher. Die Behörden schätzen die Besucherzahl aus etwa 100 000. Der Autoverkehr war auf sämtlichen Zufahrtsstraßen so stark, baß er aus einem Flugzeug durch Lautsprecher geregelt werden mußte. Tausende von Besucher» trugen Hakcnkrenzab- zeichcn im Knopfloch oder hatte« ihre Autokühler mit Hakenkreuzsähnchc« geschmückt. Inzwischen wird alles sür die Rückfahrt des Lustschis, fcs vorbereitet. Der Aufstieg ist vorläufig auf abends 22 Uhr (amerikanische Zeit) festgesetzt. Die Schiffsleitung erklärte, sie hoffe, Frankfurt a. M. in etwa 4 5 Stunde n zu erreichen. Damit würde die von „Graf Zeppelin" bei dem Weltflng im Jahre 182» gebrauchte Zeit von 85 Stunden um 18 Stunde» verbessert. Der Weltflughafen wartet Inbetriebnahme gestern früh — Erste Landung des „Graf Zeppelin" * Frankfurt (Main), 11. Mai. Der neue Flug- und Luftschiffhasen Rhein-Main draußen an der Reichsautobahn bei Frankfurt bildete am Montag früh das Ziel vieler Volksgenossen. Man erwartete die erste Landung des „Graf Zeppelin" auf dem neuen Flughafen. Führende Männer der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht und der Behörden, an ihrer Spitze Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger, waren erschienen. Kurz nach neun Uhr überflog das um 5.15 Uhr in Friedrichshafen gestartete Luftschiff die Stadt des deutschen Handwerks, um kurz nach ‘MO Uhr mit dem Landungsmanöver zu beginnen. Es dauerte nicht lange, dann war „Graf Zeppelin" verankert und auf Gleisen in die Halle eingeschoben. In einer Unterredung mit Kapitän von Schiller erklärte dieser dem Vertreter des DNB, daß das Luftschiff „Graf Zeppelin" jetzt 1550 000 Kilometer zurückgelegt habe. Wenn bas Luftschiff später einmal aus dem fahrplanmäßigen Verkehr zurückgezogen werde, sei vorgesehen, es als Schulschiff zu verwenden. Ueber das neue Zeppelinluftschiff „Hindenburg" könne man trotz seiner wenigen Fahrten schon heute sagen, daß es sich in jeder Weise bewährt habe. Nur bei der Buggondel Würden noch einige unbedeutende bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Das Lustschisf „Gras Zeppelin" startete daun am Montag um 28 Uhr zum erste» Mal von Frankfurt a. M. auS nach Südamerika. An Bord des Luftschiffes befinde» sich 28 Fahrgäste. Höhepunkt der Festwoche Die große Kundgebung der Reichs theaterkammer in München s*Nr 2 ö pr führ» Dienstag, 12. Mai 1936 Blitze auf dem Gchienenstrang Probefahrt neuer „Zliegen-er" - Dorpmüller über die Zukunft des deutsche« Eisenbahnverkehrs * Berlin, 11. Mai. Da die Reichsbahn mit Beginn deS Sommerfahrplans 1938 eine Reihe »euer Schucll- verbindnnge« nach Mittel-, Südost-, Güdwest- und Süd- deutschlaud einsührt, um die bedeutenderen Grobstädte durch besouders schnelle Schienenfahrzeuge z« verbinden, werden die „Fliegende»*, die Schuelltriebwagen »der Schnelldampfzüge, die in ihrem Aenßcre« für den Laien kaum zu unterscheiden find, bald überall zu einer gewohnte» Erscheinung werde«. Vom Bahnhof Charlottenburg starteten am Montagvormittag um 8.28 Uhr etwa 100 Gäste der Deutschen Reichsbahn zu einer Sonderfahrt mit den neuen Schnellfahrzeugen. Diese Probefahrt bestand aus fünf Etappe n. Zu jedem Teilabschnitt wurde ein anderes Schnellfahrzeug der Deutschen Reichsbahn benutzt, und zwar von Berlin nach Stendal ein Henschel-Wegmann-Dampf- schnellzug, von Stendal nach Hannover ein dreiteiliger Diesel-elektrischer Schnelltriebwagen, von Hannover nach Bremen ein Doble-Dampftriebwagen, von Bremen nach Hamburg ein dreiteiliger Dieselhydraulischer Schnelltriebwagen und für die Rückfahrt nach Berlin, den längsten Teil der Fahrt, eine Borsig- Stromlinien-Schnellzug-Lokomotive. Die Fahrtteilnehmer waren überwiegend Leute vom Fach. Der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, konnte den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Tobt, die Führer der bei der Fahrt berührten Abschnitte und Gruppen, den Wirt- schastsbeauftragten des Führers Keppler und viele andere begrüßen. Auf die Sekunde pünktlich verließ der Zug Charlottenburg. In etwas über % Stunden, genau 48 Minuten, wurde Stendal erreicht. Dabei hatte der Zug, der ab 15. Mai auf der Strecke Berlin—Dresden eingesetzt wird, einen Stundendurchschnitt von „nur* 13 9,8 Kilometer erreicht. In Stendal stiegen die Teilnehmer in einen dreiteiligen dieselelektrischen Schnelltriebwagen ein, der vom 15. Mai ab auf der Strecke Berlin— Beuthen verkehren wird. Er kann eine Geschwindigkeit von 160 Stundenkilometern einhalten. Erreicht hat er auf einer Probefahrt allerdings auch schon 203 Stdkm. Der Zug legte gleich in solchem Tempo los, daß wir schon Gardelegen bereits nach 14 Minuten, um 9.49 Uhr, fahrplanmäßig erreichen. Die Teilnehmer stiegen in Hannover in die beiden Doble-Dampftriebwagen (Bauart Borsig und Bauart Henschek) über. Für den letzten Abschnitt der Reise von Bremen nach Hamburg war ein dreiteiliger Triebwagen mit dieselhydraulischem Antrieb eingesetzt. Mit einem Stundendurchschnitt von rund 113 Kilometer wurde die Strecke zwischen den Hansestädten Bremen und Hamburg in genau einer Stunde zurückgelegt. Die Teilnehmer wurden nach ihrer Ankunft in Ham- bürg von der Reichsbahndircktion Altona empfangen. Genraldirektor Dr. Dorpmttller hielt eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß die Sonderfahrt einen Eindruck davon vermittelte, wie sich in Zukunft der Eisenbahnverkehr technisch gestalten werde. Mit dem Inkrafttreten des neuen Fahrplanes der Reichsbahn am 15. Mai würden diese neuen Errungenschaften deutscher Eisenbahnbautechnik auf einer Reihe von Bahnstrecken im Reiche in Betrieb genommen werden. Dr. Dorpmüller dankte allen an der Konstruktion der neuen Lokomotiven und Triebwagen beteiligten Ingenieure und Konstrukteuren den Dank der Reichsbahnverwaltung ab. Wenn man heute als Fahrgast kaum die ungeheure Geschwindigkeit fühle, mit denen die Schnellfahrzeuge der Reichsbahn über die Schienen da- hinschöffen, dann ahne man, welche ungeheure Mühe und Arbeit in diesen neuesten Werken deutschen Erfindergeistes und deutscher Technik enthalten sei. Um 15.37 Uhr fuhren die Fahrtteilnehmer nach Berlin zurück. Volksnahe Verwaltung statt Bürokratie! * Berlin, 11. Mai. Der Reichs, «nd preußische Miuister des Inner« Dr. Frick eröffuete am Montag in der Univerfität eine Berwaltungswiffenschaftliche Woche für Kommnnalbeamte, die vom 11. bis 16. Mai in Berlin von der Berwaltungsakademie in Verbindung mit dem Sommunalmiffenschaftliche» Institut der Universität Berlin «nd dem Deutschen Gemeindetag durchgesührt wirb. Ausgehend von den fünf Grundgedanken der Gemeindeordnung hielt der Minister Rückschau und Ausschau auf bereits Verwirklichtes und noch zu Erreichendes. Bei Behandlung der Umgestaltung der Verwal- tungssorm der Gemeinden beschäftigte sich der Redner zunächst mit dem E i n w a n d, daß dieses Gesetzgebungswerk die Selb st Verwaltung praktisch beseitigthabe. Dieser gelegentlich von ausländischer Seite geäußerte Einwand rühre daher, daß man häufig eine Wahl ober Abstimmung als das bestimmende Element der Selbstverwaltung ansah. Der in diesem Sommer statt- findende Internationale Gemeindekongreß werde aber den vielen ausländischen Besuchern über diese Frage eindeutige Klarheit geben. Der grundlegende Umbruch, den die Neugestaltung des Gemeindewesens bedeutete, sei nur möglich gewesen durch die harmonische Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen in Partei und Staat. Die Gemeindeordnung lege die Verwaltung der Gemeinden in weitestem Sinne des Wortes und volle Verantwortung für ihre Geschicke in die Hanb des Bürgermcisters. Es sei also zunächst darauf angekommen, für diese Aufgabe in den Gemeinden die geeigneten Führerpersönlichkeiten zu finden und die Gemeinderäte als die ehrenamtliche Mitwirkung der Gemeindebürger so einzusetzen, daß sie ihre Aufgabe, die dauernde Fühlung der Verwaltung mit allen Schichten der Bevölkerung zu wahren, auch wirklich gerecht werden konnten. Er könne feststellen, daß das in der deutschen Gemeindeordnung gefundene Ausleseverfahren sich b e- währt habe und dem früheren parlamentarischen Kuhhandel turmhoch überlegen sei. Bürgermeister und Gemeinderate Zur Frage der Zusammenarbeit Bürgermeister — Gemetnderäte erklärte der Miuister, daß Führer, t»m t« nationalsozialistische» Sinne nicht «ubeschränkt« Herrschaft des Bürgermeisters oder der Bürokratie bedeute. Eine wahre Führung der Gemeinde bestehe nur so lange, als eine Gemeinschaft zwischen Führer und Gefolgschaft und ein steter Austausch zwischen beide« vorhau- deu sei. Weiter behandelte Reichsminister Dr. Frick bann die stärkere Eingliederung der Gemeinden in das Staatsganze. In der Gemeindeordnung sei nicht nur die Verwaltungsform, sondern auch das Verhältnis der Gemeinden zum Staat auf völlig neue Grundlage gestellt. Staat und Gemeinden könnten mit der zwischenzeitlichen Entwicklung dieser Frage im ersten Geltungsjahr der Gemeindeordnung vollauf zufrieden sein. Die Neuregelung der Staatsaufsicht habe sich bewährt und werde auch in Zukunft Bestand haben. Das große Aktivum »er Neuregelung des Gemeindeverfassungsrechtes liege darin, daß die Aufsicht sich nicht mehr mit den oft unverantwortlichen Beschlüssen unverantwort- lichen Vertretungskörperschaften auseinanberzusetzen habe, sondern daß allein der Bürgermei st er an der Spitze der Verwaltung jeder Gemeinde für sein Tun und Lasten verantwortlich sei. * Berlin, 11. Mai. Nach dem Bericht der Reichs- austalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung setzte sich die srühjahrsmäßige Belebung des Arbeitseinsatzes, die im März zu der außerordentlich starken Abnahme der Arbeitslosigkeit geführt hatte, weiter dnrch. Die Zahl der Arbeitslosen ging um rund 17 4 9 ü 8 zurück, so daß am Mouatsschluß noch 1763 974 Arbeitslose vorhanden waren. Damit ist die winterliche Arbeitslosenznnahme fast wieder ansgeglicheu und der günstige Stand der Arbeitslosigkeit des Sommers 1935, der bei 1798 699 Arbeitslose.« im August lag, fast wieder erreicht worben. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit verteilt sich fast gleichmäßig auf die Außenberufe (Abnahme: 94 070), und die übrigen mehr konjunkturabhängigen Berufe (Abnahme: 79 978). In den Außenberufen hemmten in manchen Bezirken die ungünstige Witterung und einige Witterunqskatastrophen. die zu vorübergehenden Einschränkung der Außenarbeiten zwangen, den Arbeitseinsatz. Trotzdem ist die Aufnahmefähigkeit der Arbeitskräfte größer gewesen, als dies in Zahlen üher den Rückgang der Arbeitslosigkeit zum Ausdruck kommt, da für die 53 000 Notstandsarbeitcr. die im Zuae der planmäßigen Einschränkung der Notstandsarbeiten zur Entlassung gekommen sind, ebenfalls Arbeitsplätze in der freien Wirtschaft, und hier überwiegend bei den Außen- berufen besetzt worden sind. * München, 11. Mai. Der Präsident der Reichs- knltnrkammer, Reichsminister Dr. Goebbels» hielt ans der Münchener Jahresknndgebuug der Reichstheaterkammer am Montag nachmittag eine richtungweisende» von allen Anwesende« mit großer Spannung verfolgte Rede über Wesen» Ausgabe» und Zukunft des deutsche» Theaters. Zur Einleitung erinnerte er daran, daß das Theater in keinem anderen Lande seit je so lebhaft, so leidenschaftlich und eindringlich diskutiert worden sei wie in Deutschland. Für uns Deutsche sei das Theater immer eine Sache des Herzens gewesen, und alle großen deutschen Geister habe die Sehnsucht erfüllt, bas Theater zu einer Angelegenheit des ganzen Volkes zu machen. Sie hätten sich zu allen Zeiten unserer Geschichte an dieser Diskussion beteiligt. So habe Lessing nicht nur dem deutschen, sondern dem Welttheater in der „Hamburgischen Dramaturgie* das Wesensgefüge gegeben, und Schiller habe ihm den Ehrentitel einer „moralischen Anstalt" verliehen. Ueber diese beiden Großen unserer Theatergeschichte seien wir bis zum heutigen Tage kaum hinaus gekommen. Wir lebten noch heute von ihrem geistigen Erbe, das deswegen immer noch Gültigkeit habe und aktuell sei. Mit großer Befriedigung könne man feststellen, baß das deutsche Theater zu seinem eigenen Segen und Nutzen wieder anzuknüpfen beginne bei Lessing, dem großen deutschen Theater-Theoretiker, und bei Schiller, dem großen Gestalter des deutschen Theaters. Die deutsche Bühne fange heute wieder an, im Sinne Schillers eine „moralische Anstalt* zu werben, und das Podium der politischen und sozialen Moral auch unserer Zeit zu sein. Dr. Goebbels setzte dann auseinander, wie bas Theater vom Volke lebe «nd von ihm auch seinen lebende« Impuls empfange. Es dürfe nicht das Vorrecht einer hauchdünne« Oberschicht bleibe«, sondern es müffe versuche«, das ganze Volk z« ersaffe« und andererseits auch wieder von ihm ersaßt zu werde«. Das bedeute" allerdings nicht, daß bas deutsche Theater einem öden und billigen Maffengeschmack huldigen müffe. „Das Gerede vom Massengeschmack" so betonte der Minister, „ist meist nur eine Ausrede. Der Mastengeschmack ist vielfach nur ein Kassengeschmack, und diejenigen Theaterleiter, die einer geistlosen, platten Scheinkunst huldigen, denken nicht so sehr an die Maste wie an die Kaffe: es ist ihr Hauptbestreben, die Kasse auf billige und risikolose Weise zu füllen. AIS letzten Punkt behandelte Dr. Frick die Einheit der örtlichen Verwaltung. Unsere Verwaltung ist «nsereS Volkes wegen da, «nd sie wird ihre« Ausgabe« nur gerecht werde«, wen» sie fest im Volke »erwachse« ist, wen« sie so volksnah wie nur irgend möglich ist.* Der Sohn des Kolonialmimsters belastet Aufsehenerregende Enthüllung im englische« Spekulationsskandal * Loudon, 11. Mai. Die erste Sitzung des richterlichen Ausschustes zur Untersuchung der Versicherungsfpekula- tion in Verbindung mit dem vorzeitigen Bekanntwerden der Steuer, und Zollerhöhungen brachte schon kurz nach Beginn der Eröffnung eine aussehenerregende Enthüllung. Nach den Mitteilungen des Generalstaatsanwaltes sind drei Versicherungsgeschäfte auf Anweisung des Sohnes des englischen Kolonialministers Thomas getätigt worden. Der junge Thomas ist Teilhaber der Börsen- maklersirma Belisha & Co. Die erste Versicherung wurde bereits am 1. April, also etwa eine Woche vor der Bekanntgabe des neuen Haushaltsplanes im Unterhaus, durch Alfred B a t e s, einem Freund sowohl des Kolonialministers als auch besten Sohn abgeschloffen. Wie alljährlich, brachte der April die Eingliederung der Jugendlichen in das Wirtschaftsleben. Ein zahlenmäßig starker Jahrgang stand dieses Jahr iür den Eintritt in das Wirtschaftsleben zur Verfügung. Wenn auch der größte Teil dieser Jugendlichen untergebracht werben konnte, so ließ es sich doch nicht vermeiden, daß eine Anzahl bei den Arbeitsämtern als Arbeitsburschen vorgemerkt blieb und — soweit eine sofortige Vermittlung in Arbeit nicht möglich war — am Monatsende als arbeitslos mit gezählt wurde. Rückwirkungen auf den Arbeitseinsatz waren daher im Hinblick auf die erhebliche Zahl neuer Bewerber nicht zu vermeiden. Trotzdem liegt die diesjährige Arbeitslosenziffer fast nm 500 000 unter dem Vorjahrs st and, bei einer um 160 000 niedrigeren Notstandsarbeiterziffer, die eigentlich zu den durch di« Arbeitsämter untergebrachten 500 000 zuzurechnen ist. Die Entlastung der Unterstützungseinrichtungen entsprach der Abnahme der Arbeitslosenzahlen. Die Zahl der Unterstützungsempfänger ging um 166 000 zurück, und zwar betrug die Abnahme in der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge 143 000. bei den arbeitslosen anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen 23 000. In der Arbeitslosenversicherung wurden am 30. April rund 283 000, in der Krisenfürsorge rund 707 000 Haupt- unterstützungsempsänger betreut, während in der ösfent- lichen Fürsorge rund 282 000 arbeitslose anerkannte Wohlfahrtserwerbslose gezählt wurden. Bei N o t - standsarbeiten waren Ende April rund 170 000 Volksgenosten, das sind 53000 weniger als im Vormonat. beschäftigt. Allerdings haben wir auch nie geglaubt, daß die Kunst sich selbst ernähren könnte. Sie hat vielmehr, um lebenskräftig zu bleiben, immer Subventionen nötig. Sie kann nicht mit irgend einem Wirtschaftsbetrieb verglichen werden, der nur bann Sinn hat, wenn er sich rentiert. Selbst wenn es um die Unterhaltung geht, ist es nicht damit getan, sie g e i st l o s und platt an die Maste heran zu bringen. Auch die Unterhaltung muß geistvoll sein: sie soll dem Volke in feinem schweren Daseinskampf Werte geben, die über das Materielle des Tagesdasetns hinauszuführen die Kraft haben. Auch die nationalsozialistische Bewegung hat die breite Maste nicht dadurch in ihren Bannkreis gezogen, daß sie etwas möglichst Geistloses und Plattes als Ziel vertreten hätte. Wir haben vielmehr unsere Idee und den Zeitstoff den breiten Masten auf die einfachste Weise nahe gebracht. Hier scheint mir auch das Grunbproblem des modernen deutschen Theaters zu liegen: Zurück zur einsachen Klarheit in Stofs» Inszenierung «nd Darstellung!" Der Minister erörterte dann eine große Reihe von Grundproblemen, die dem deutschen Theater für die Gegenwart und die nähere Zukunft aufgegeben sind. Was die geistige Leitung des Theaters anlange, so müste der Intendant bedenken, daß, wie auf allen Gebre- ten des öffentlichen Lebens, so auch im Theater i e d e r große Wurf mit einem Risiko verbunden sei. Große Erfolge, so rief Dr. Goebbels unter lebhaftem Versau aus, könnten nur erzielt werden, wenn man den Mut zum Risiko auf sich nehme. Gerade auch in bezug auf eine zeitgemäße Ausgestaltung des deutschen Theaterspielplanes gelte es, zu wagen, um zu gewinnen. Allgemeinen Versau löste die Feststellung des Ministers aus, daß das Theater als eine künstlerische Angelegenheit in der Hauptsache von K ü n stier n und nicht von Beamten betreut werden müsse. Deshalb dürfe es nicht dazu kommen, daß man die Theaterleiter nach und nach durch Beamte zu ersehen beginne. . ,, , Nach Beseitigung der Verfallserscheinungen der vergangenen 14 Jahre können sich die Reichsbramaturgen nun im wesentlichen positiven Aufgaben widmen. Der deutsche Theaterspielplan sei neu aufgebaut worden und habe Richtung, Ziel und Inhalt bekommen. Was die gesellschaftliche Stellung des Darstellerberufes betreffe, so sei es das ernste Bestreben der nationalsozialistischen Staatssührung gewesen, dem Beruf des Darstellers die Bedeutung zu geben, die ihm zukomme. Der Minister wies in diesem Zusammenhang darauf hin. daß der Darsteller sich immer nur innerhalb einer beschränkten Zeit seines Lebens voll auswirken könne und daß seine Laufbahn, von Ausnahmen abgesehen, nach wenigen Jahren des Glanzes abstnke. (Der weitere Wortlaut der Rede lag bei RedaltionSschlutz noch nicht vord Immer weniger Arbeitslose Oie günstige Entwicklung des Arbeitseinsatzes im April 1936 Erschöpfender Rechenschaftsbericht Reichs minister Dr. Goebbels auf der IahreStagung der Reichstheaterkammer Der Führer «nd Reichskanzler hat den Oberbürgermeister der Stadt Berlin, Dr. Sahm, zum Gesandten in Oslo ernannt. Die deutsche Regierung hat heute in Bern dem schweizerischen Bundesrat zu den schwebenden deutsch-schweizerischen Verhandlungen über eine umfastende Neuregelung des gesamten Waren-, Zahlungs- und Reiseverkehrs eine eingehende Darlegung des deutschen Standpunktes überreichen lassen, die zur Zeit vom schweizerischen Bundesrat geprüft wird. Die Gerüste vom Glockenturm anf dem Reichssport« seid sind'gefallen. Die Olympiaglocke wurde am Montag früh in den Glockenstuhl eingelaffen. Nach anderthalb Stunden war das schwierige Werk vollbracht. Eine fachwistenschastliche Tagung begann am Montcch für 1200 Veranlagungsbeamte der Reichsfinanzverwaltung aus ganz Deutschland. Graf Schwerin von Krosigk eröffnete die Tagung mit einer grundsätzlichen Rede. Der Bauingenieur Otto Fiehler, ein Bruder des Münchener Oberbürgermeisters, starb im Alter von 44 Jahren. Der Verstorbene war Inhaber verschiedener Kriegsauszeichnungen, Träger des Blutordens und Mitglied der NSDAP mit der Nummer 102. Eine schwere Bluttat ereignete sich bei Görlitz. Der Gendarmeriewachtmeister Schulz aus Leschwitz wurde bei Ausübung seines Dienstes von einem gewissen Surek tätlich angegriffen. Surek riß dem Gendarmeriewacht- meistcr das Seitengewehr aus der Scheide und schlug es dem Wachtmeister auf den Hals, so daß Schulz schwer verletzt zusammenbrach. Die Danziger Senatspreffestelle teilt mit: Zwischen dem stellvertretenden Danziger Senatspräsidenten und dem diplomatischen Vertreter der Republik Polen in Danzig fanden am Montag Besprechungen über die Auswirkungen der polnischen Devisenbewirtschaftung und der im Zusammenhang damit getroffenen Maßnahmen auf die wirtschaftlichen Belange der Freien Stadt Danzig statt. Der Deutschlaudseuder gibt am heutigen Dienstag, 12. Mai, von 18.30 bis 19.00 Uhr, einen ersten Bericht über die Olympia-Ausscheidungskämpfe der amerikanischen Leichtathleten, die zurzeit im Pankeestadion in Newyork ausgetragen werden. Der bekannte englische Journalist Ward Price äußerte sich dem Vertreter des DNB in Jerusalem gegenüber über seine Eindrücke, die er bei seinem häufigen Besuchen in Deutschland gewonnen hat. Am meisten ins Auge gefallen sei ihm, so betonte Ward Price, der stahlharte Führer und die bewundernswerte Jugendbewegung. Der Führer der englischen Arbeiterpartei, Attlee, erklärte bei seiner Rückkehr aus Paris, daß sein Meinungsaustausch mit Leon Blum höchst befriedigend ver- laufen sei. — In einem Aufsatz im „Daily Heräld« führt Attlee aus, daß man die Sanktionen gegen Italien aufrecht erhalten müffe. Der italienische LandWrrtschaftsmiuister Roffoni hat beim Verlassen deutschen Bodens an den Führer und Reichskanzler ein Danktelegramm gerichtet. Der NegnS hat bisher auf seine Thronrechte nicht verzichtet. Der Negus führt täglich Telephongespräche mit dem abessinischen Gesandten in London, Martin. Der interimistische Ministerpräsident und Außenminister Barcia hat Montag nachmittag dem neuen Staatspräsidenten den Rücktritt des Gesamtkabinetts angezeigt. In Griechenland haben sich bis Montag mittag keine weiteren Zusammenstöße zwischen Polizei und Streiken- den ereignet, doch ist die Stimmung nach wie vor erregt. Der griechische Justizminister hat seinen Rücktritt erklärt. Die Anfränmnngsarbeite« in Addis Abeba schreiten fort. Hunderte von Eingeborenenleichen, die in den Seitenstraßen lagen und die Stadt zu verpesten drohten, wurden aus Anordnung der italienischen Behörden bestattet. Italienische Abteilungen versuchen ferner, verschlepptes, bezw. gestohlenes Gut wieder herbeizuschaffen. Ein gemeinsamer Feind Der Papst gegen die kommnnistische Gefahr * Rom, 11. Mai. Papst Pius IX. wandte sich am Mvn- tag bei einem Empfang ungarischer Pilger mit sehr scharfen Worten gegen die kommunistische Gefahr. Er führte u. a. aus: Es ist leider wahr, daß es einen gemeinsamen Feind gibt, der alle und alles bedroht, der selbst bas heiligste Familienleben nicht verschont. Der Kommunismus sucht überall einzudringen, sei es mit Gewalt, sei es mit Hinterlist. Viele lasten sich täuschen oder wollen den Feind nicht sehen, viele unterstützen ihn durch Gleichgülkigkeit oder durch stillschweigendes Einverständnis. Manche gehen sogar so weit, ihn offen zu begünstigen, und fühlen dabei gar nicht die Bedrohung durch biejeni- gen, die den Ruin der menschlichen Gesellschaft auf ihr Programm geschrieben haben. Wenn wir in der Welt so viel Blindheit gegenüber dieser großen Gefahr sehen, müsten wir uns in der Verständigung nicht nur in der Religion, sondern auch in der menschlichen Gesellschaft zusammenfinden. Hauptschriftleiter Dr. Karl Neuscheler Chef vom Dienst: 0r. Georg Brixner verantwortlich: Für Politik: Dr. Karl Rcuschclcr. Für politische und allgemeine Nachrichten, Bewegung und Partelnachrichten: Kali Steinbrunn. Für Kultur und Unterhaltung: Dr. BUnther Rbhrdan». Für den Heimatteil: Richard Boldcrauer. Für dadliche Nachrichten: Hugo Büchler. Für Lokales: Fred Feez. Für Wirtschaft. Turnen und Sport: Carl Walter Gilfcrt (z. Zt. beurlaubt). Für Bilder: Fritz Schweizer. Für Anzeigen: Walter watzer. sämtliche in KarlSriche. (Zur Zeit ist Preisliste Nr. w vom 1. Juli 1935 gültig.) Verlag: Führer.Verlag l».m.b.H„ Karlsruhe. RotallonSdruck: südweftderuiche Druck, u. Verlagsgesellschaft m.b.H., Karlsruhe a. Rh. DA. IV. 1936 Zweimalige Ausgabe.* * . 12 024 Stück davon: Karlsruhe ....... 8 473 Stück Merkur-Rundschau . . . . 1809 Stück Aus der Ortenau ..... 1 742 Stück Einmalige Ausgabe.. .... 61 896 Stück davon: KarlSrube. . 85 527 Stück Merkur-Rundfchau .... 13 361 Stück Aus der Ortenau » . « . 12 508 Stück Gesamtauflage: 73 420 Stück Das große deutsche Bäckertreffen in Mannheim Oer Reichshandwerksmeister spricht — 20 000 besuchen die Ausstellung — Versammlungen und Zunftspiele — 20 Sonderzüge kamen am Sonntag Mannheim, 11. Mai. Wenn in diesen Tagen jemand behauptete, ganz Mannheim sei eine einzige Bäckerei, so hat er gewiß nicht ganz unrecht. Ueberall Fahnen, überall Plakate und Hinweise und auf den Straßen Bäcker, fast nichts als Bäcker! Rund 20 Sonderzüge kamen am Sonntag im Mannheimer Hauptbahnhof an, ungerechnet die verstärkten Züge, die Omnibusse und Privatwagen. Für die Reichsbahn war das eine enorme Leistung, denn die Sonderzüge kamen mit nur wenigen Minuten Abstand nacheinander an. Am Sonntag mögen etwa 40000 Bäcker mit ihren Angehörigen in Mannheim gewesen sein. Auf der Reichsfachausstellung herrschte Hochbetrieb. Die Fülle war oft beängstigend. 20 000 Besucher wurden gezählt, wie uns die Ausstellungsleitung mitteilte! Der Kamcradschastsabeud des Deutschen Bäckersängerbuudes Im Nibelungensaal fanden sich am Samstagabend die die im deutschen Bäckersängerbund zusammengcschlossenen Gesangvereine der Bäcker ein, um sich bei Lied und Fröhlichkeit nähcrzukommen. Bundesführer A l b e l, und der Führer der Sängcrvereinigung der badischen Bäckersänger, Reinmuth, hielten Ansprachen, worauf der Silcherbund Mannheim den Neigen der gesanglichen Darbietunoen erösfnete. Bundesführer A l b e l, Herr Reinmuth und Bundeschormeister S ch a a r s ch m i d t wurden dann mit der goldenen SLngernadel geehrt. Der „Sängerkranz" der Bäckerinnung Heidelberg sang unter großem Beifall zwei Chöre, ferner der Bäckergesangverein Fürth, die Bäckcrsänger von Ludwigshafen- Neustadt-Speyer, „Fidelitas"-Karlsruhe („Nacht" von «Schubert und „Am sonnigen Rhein") und schließlich noch der Bäckergesangverein Durlach, der sich wie alle andern starken Beifall errang. — Am Samstag nachmittag fand die Gesamtvorstandssitzung des Reichsinnungsverbandes im Gcrmaniasaal der Bäckerinnung statt, die internen Charakter trug. ' Der Tag der 40 000 Im Gegensatz zu seinem Vorgänger machte der Sonntag ein trübes und regnerisches Gesicht. Am Vormittag, an dem ständig noch Gäste eintrafen, fand die Sitzung der Pensionskasse und die Genossenschaftskundgebung im Musensaal des Rosengartens statt, die intern waren. Um 2 Uhr nachmittags hielt die Fachschaft der Bäcker Karlsruhe auf dem Marktplatz der Neckarstadt gut ge- (Eigener Bericht des Führer. lungene Zunftspiele ab, die auch bei ihrer Wiederholung vor der U-Schule und vor dem Rosengarten großen Beifall fanden. Die Karlsruher Jungvolk-Pimpfe, die als Trommelbuben und Fanfarenbläser mitwirkten, machten ihre Sache besonders gut! — Um 3 Uhr versammelten sich die Bäckersänger zum großen Singen im Nibelungensaal. Ein reichhaltiges Programm stand auf der Tagesordnung, an dem sich die Sängervereinigung der badischen Bäckerinnungen unter Willi Bilz' Leitung und die Sängervereinigung der südwestdeutschen Bäckerinnungen mit den Vereinigungen aus Norden, Westen und Osten unseres Vaterlandes mit Erfolg beteiligten. Die Massenchöre leitete Vundeschormeister Schaarschmidt. Reichshaudwerksmeister Schmidt spricht Am Sonntag stieg der große Begrüßungsabend im festlich geschmückten Nibelungensaal, an dem außer den Gästen aus dem Reich, Vertreter des Auslandsdeutschtums, der Partei, der staatlichen und städtischen Behörden, des Handwerks usw. teilnahmen. Ein abwechslungsreiches und schönes Programm sorgte für die Unterhaltung der Gäste, unter denen auch der Präsident des Bäckerhandwerks in Polen weilte, die Obermeister Bickel begrüßte. Für den verhinderten Oberbürgermeister überbrachte Bürgermeister Walli die Grüße und Wünsche der Stadt Mannheim. Nach der Ansprache des Reichsinnungsmeisters Grüßer ergriff Reichs- Handwerksmeister Schmidt das Wort, um vor allen Dingen den Gruß des Handwerks den deutschen Volksgenossen zu übermitteln, die jenseits der Grenzen wohnen und ihren schworen Kampf für ihr Deutschtum kämpfen. Eben stand einer vor mir, so fuhr der Redner fort, mit Tränen in den Augen, weil er sehen konnte, wie es in Deutschland vorwärts geht. Mögen die jenseits der Grenzen den Glauben an Deutschland und das deutsche Handwerk nie verlieren! In Deutschland wohnen Menschen, die mit euch fühlen, wo ihr auch wohnen mögt. Weiter sprach der Redner den Handwerksmeistern und den Meisterfrauen seinen Dank aus, die ohne Murren und Knurren den Weg gegangen seien, den der Führer gehen mußte. Der Nationalsozialismus und seine Idee wurzeln im Handwerk. Wenn wir Zusammenhalten wie in der Vergangenheit, dann wird ein herrlischcs deutsches Bäckerhandwerk leben! W.R. Eindrucksvolle Arbeitstagung Ansprache des Reichshandwerksmeisters »nd des badischen Ministerpräsidenten Mannheim, 11. Mai 1038. Ter Reichsinnungsverband des Bäckerhandwerks hielt am Mvntagvvrmittag in Mannheim eine Arbeitstagung ab, an der unter dem Vorsitz des Reichsinnungsmeisters Grüßer die 15 BezirkSinnungsmeister und über 2 000 Bäckermeister teilnahmen. Rcichsinnungsmeister Grüßer konirte als Ehrengäste neben vielen Vertretern der Behörden den badischen Ministerpräsidenten Köhler uno den ReichshanSwerksmeister Schmidt sowie zahlreiche Besucher ans dem Ausland begrüßen. Nach dem Fahneneinmarsch und der Totenehrung weihte Neichshand- werkSmeister Schmidt zahlreiche neue Jnnungsfahnen mit dem Wunsche, daß diejenigen, die hinter diesen Fahnen marschieren, sich im Glauben an die herrliche Idee unseres Führers in den Dienst der Nation stellen und durch Arbeit und treue Bereitschaft dem Führer danken. Ministerpräsident Köhler überbrachte die Grüße der Reichsregierung und besonders die des Reichs- crnährungsministeriumS, sowie die besten Grüße der badischen Regierung zu der heutigen Tagung. Ter Sinn einer Organisation und einer derartigen Tagung könne nur der sein, die in dem Verband zusammengefaßten Volksgenossen auszurichten auf das große Ziel, das uns der Führer gesetzt hat und alle Angehörigen des Be- rvssstandes bereitzuhalten für die großen Aufgaben. Die Organisation habe daneben auch die Pflicht, die wirtschaftliche Lage des einzelnen und des gesamten Berufsstan- des zu prüfen, und zwar in dem Gedanken, daß Verdienen und Vvrwärtskommen nichts Verwerfliches sei. In der politischen Ausrichtung müssen wir erkennen, daß wir um den Platz an der Sonne kämpfen und baß dieser Kampf den Einsatz jedes einzelnen genau so verlangt wie den des ganzen Volkes. Der Bäckermeister iveiß, daß die Politik des Volkes hinter dem Ladentisch gemacht wird, und gerade deshalb müssen die Handwerksmeister über die Dinge der Politik und Wirtschaft Bescheid wissen, um ihren Mann stellen zu können. Als Berufsstand hat das Handwerk auf eine hohe Berufsehre zu sehen und die Ehre, die es sich selbst gibt, auch von anderen zu verlangen. Die Zeiten, in denen das Handwerk gering geachtet wurde, sind vorbei. Heute wird wieder die handwerksmäßige Leistung bewertet, und auch diese Tagung ist ein Zeichen dafür, daß ein machtvoller Stand in sich geschlossen ein Teil des Handwerks darstellt, der sich seines Wertes bewußt ist. Tie politische Führung ist den Führern des deutschen Handwerks Anerkennung und Dank schuldig, daß sie sich der Ausgabe bewußt waren, daß das Handwerk Opfer auf sich nehmen mutzte, um das allgemeine Ziel ohne eine Erhöhung der Preise zu erreichen. Aber es muß verhindert werden, daß das Handwerk ausblutet, sonst haben wir eines Tages den Zustand, daß es die ihm gestellte große volkswirtschaftliche Aufgabe nicht mehr erfüllen kann. E s muß einmal mit der Legende aufgeräumt werden, daß alle Bäcker und Metzger Millionärewerden. Das Bäckergcschäst ist ein Pfenniggeschäft und nur zahlenmäßig kleine Beträge werden umgcsetzt. Aber der Bäcker lebt sparsam und legt Pfennig auf Pfennig. Wir können der jungen Generation nichts wertvolleres mitgeben als den Rat, genau so zu leben, wie es die Väter taten. Ministerpräsident Köhler schloß mit dem Wunsche, daß die Tagung für jeden Teilnehmer ein Auftrieb für das persönliche und berufliche Leben sein möge, damit bas Bäckerhandwerk seinen Platz als starker Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft weiterhin behauptet. Rcichshandwerksmeister Schmidt knüpfte an die Ausführungen des Ministerpräsidenten an, die sich mit der wirtschaftlichen Lage im Bäckerhandwerk beschäftigen. Mit der Meinung, daß bei den Bäckern nur Ueberflutz herrsche, müsse aufgeräumt werden. Er beurteile aber die Zukunft für das deutsche Handwerk und auch für das Bäckerhandwerk durchaus optimistisch. Große Sorgen bereite noch die Uebersetzung des gesamten Handwerks, von der auch das Bäckerhandwerk nicht auszunehmen sei. Vor dem Kriege zählte man 1,2 Millionen Handwerksbetriebe, heute rund 1,6 Millionen. Durch eine strenge Auslese im Nachwuchs und durch einen weitgehenden Befähigungsnachweis müsse der Vermehrung der Handwerksbetriebe gesteuert werden. Die seit langem umstrittene Frage des Arbeitsbeginns am frühen Morgen in den Bäckereien werde in der allernächsten Zeit zu einer einheitlichen Entscheidung für das ganze Reich geführt werden. Bei der Neuregelung gehe man mit Recht von dem Grundsatz aus, daß nicht nur der Spätaufsteher frische Brötchen auf dem Frühstückstisch haben soll, sondern auch jeder Arbeiter, der am frühen Morgen in die Fabrik geht. An diesen Beispielen zeigte der Reichshandwerksmeister, daß die Zukunft des deutschen Handwerks so fest gesichert ist wie die Zukunft der deutschen Nation. Anschließend sprach der Vorsitzende der Hauptvereinigung der deutschen Getreidewirtschaft, Pg. K. Zschirnt (Berlin) über das Wesen der Marktordnung. Reichsinnungsmeister Grüßer wies in seinen abschließenden Worten auf die neue Handwerksgesetzgebung hin. Das Gesetz sei nur ein toter Buchstabe, dem durch unermüdliche Arbeit erst Leben verliehen werden müsse. Dann komme auch die Besserung im Handwerk, Der Reichsinnungsmeister verbreitete sich dann noch über eine Reihe das Bäckerhanbwcrk allgemein interessierender Fragen, wobei er erwähnte, daß in Zukunft strebsamen jungen Bäckergesellen zur Exi- stenzgründung ein Zuschuß geleistet würde, der zinslos zurückzuerstatten sei. Abschließend trat der Redner noch einmal für die Genossenschaften ein, die als Helfer für die Bäcker angesehen und gewertet werden müßten. Mit einem Sieg Heil auf den Führer schloß der Reichsinnungsmeister die zeitlich zwar nur kurze aber dafür alles Wissenswerte für das Bäckerhandwerk bringende Arbeitstagung. Betrunkener Kraftfahrzeuglenker verursacht Verkehrsuuglück Zwei Todesopfer Pforzheim, 11. Mai. Der Gastwirt Hermann D u f f- n e r fuhr in stark angetrunkenem Zu stände mit seinem Personenkraftwagen durch die Kaiser-Friedrichstraße, natürlich im Zickzack, wobei er in der Nähe des Hauses Nr. 126 soweit links geriet, daß er den scharf rechts fahrenden Kraftradfahrer Alfred Süß aus dem Stadtteil Brötzingen mit dem linken Kotflügel anfuhr. Ter 18jährige Süß und sein Beifahrer, der gleichaltrige Kurt Seyfried aus de Bertholdstraße, wurden in hohem Bogen auf den südlichen Gehweg geschleudert, wo sie schwer verletzt liegen blieben. Seysricd hatte einen schweren Schädelbruch und Süß einen schweren Oberschenkelbruch, sowie Bauch- und Kopfverletzungen davongetragcn. Man verbrachte die beiden jungen Leute ins Städt. Krankenhaus, wo Seyfried bald nach seiner Einlieferung st a r b, während Süß einige später Stunden verschied. Duffner hielt nach dem Zusammenstoß kurz an, fuhr aber dann mit seinem Mitinsassen weiter, ohne sich um die Verletzten zu kümmern. Er wurde aber samt dem Beifahrer nach kurzer Zeit in seiner Wohnung festgenommen und nach Entnahme einer Blutprobe in das Bezirksgefängnis verbracht. Lastwagen stürzt eine Böschung hinunter Nutzdors bei Stockach, 11 Mai. Ein mit Möbeln beladener Lastwagen aus Konstanz, von Jmmendingen nach Herrschberg untcrivegs, fuhr etwa 100 Meter hinter dem Bahnhof Nußdorf gegen das Eisengeländer, riß zwei mächtige Randsteine aus und fiel, sich überschlagend, die etwa 5 bis 6 Meter tiefe Böschung hinab. Es ist ein wahres Wunder zu nennen, daß von den vier mitfahrenden Personen nur eine Verletzungen erlitt, die aber nicht schwerer Natur sein sollen. Wie der Unfall geschah, bedarf noch der Ausklärung. * Freiburg, 11. Mai. (Auto fährt in HJ- Kolonne.) Auf der Opfinger Landstraße wurde eine HJ-Kolonne, die sich auf einem Gepäckmarsch zur Erlangung des HJ-Lcist»ngsabzeichens befand, von einem Auto mit nicht abgeblendeten Lichtern seitlich angefahren. Dabei wurden ein Hitlerjunge schwer, zwei andere leicht verletzt. Man verbrachte den Schwerverletzten in die Chirurgische Klinik nach Freiburg. Das Auto fuhr ohne sich um die Verletzten zu kümmern in der Richtung nach Freiburg davon. Müllhcim, 11. Mai. (Tödlicher Verkehrsunfall.) Auf der Landstraße stießen ein Motorradfahrer und ein Radfahrer zusammen. Letzterer, der aus Fret- burg stammt, erlitt einen S ch ä d e l b r u ch, der den Tod zur Folge hatte. Ltnwetter im badischen Ltnterland Der Bahnverkehr kurze Zeit unterbrochen — Straßen unter Master Mesloch, 11. Mai. Am Sonntagmorgen kurz nach 7 Uhr ging über unsere Gegend ein wolkenbruch artiger Regen nieder, der von Hagelschlag begleitet war. Im Nu waren die Straßen und tiefer gelegenen Plätze überschwemmt und das Ackerfeld aufgerissen. Namentlich im Angelbachtal hat das Unwetter bös gehaust und es wird angestrengter Arbeit bedürfen, um den Schlamm von den Straßen und Wegen wegzuschasfen. Besonders schwer wurden der Stadtteil Alt-Wiesloch und die Ortschaften Baiertal und Tielheim betroffen. Wie Sturzbäche wälzten sich die Wassermassen von den Hängen ins Tal und der Angelbach wurde in einen reißenden Strom verwandelt, der oberhalb der Brücke in Baiertal bald über das Ufer trat und die beiden Kreis st ratzen Wiesloch — Meckesheim ein Meter unter Wasser setzte. Bis zum Schulhaus waren die Häuser vom Wasser umspült, welches Balken und anderes Gehölz mitführte. In den tiefer gelegenen Ortsteilen drang das Wasser in die Keller und Ställe und man hatte Mühe, das Vieh in Sicherheit zu bringen. Das g r o tz e Tabaklager der Zigarrenfabrik Gebr. E h r h a r d am Dorfende wurde völlig unter Wasser gesetzt, nachdem die Fluten durch die Fenster eingedrungen waren. Auch der Vahnverkehr war kurze Zeit unterbrochen. Traurig sieht es auf den Feldern aus, die auf weite Strecken verschlammt sind. Der Fruchtansatz liegt an den Abhängen am Boden. Eine derartige Wasserkatastrophe hatte man seit Jahrzehnten nicht mehr zu verzeichnen. Bei S t. I l g e n ist der Damm der Leimbach gebrochen und zwar in einer Breite von drei Metern. In angestrengter Tätigkeit konnte die St. Jlgener Feuerwehr binnen zwei Stunden die Bruchstelle wieder dicht machen. Immerhin hat der Dammbruch ziemlich Schaden verursacht. Epfenbach alarmiert die Wasterwehr Epfenbach (Kreis Sinzheim), 11. Mai. Nachdem vor kurzem die Gemeinde durch Schneebruch einen großen Schaden im Wald erlitten hatte, brach am Sonntag in den Morgenstunden ein Unwetter über einen Teil der Gemarkung los, wie dies seit Menschengebenken nicht der Fall war. Binnen einer halben Stunde standen die Ortsteile Fröschau und Dimpfel unter Was- s e r. Eine Unmenge Stämme, Brennholz, Gerüst- und Hopfenstangen und Ackergeräte usw. führte das Wasier mit, so daß die Brücken und Durchlässe verstopft waren. Um halb 10 Uhr wurde die Feuerwehr zur Hilfeleistung alarmiert. Nach angestrengter etwa zweistündiger Tätigkeit der Feuerwehr — die Lcte standen bis über die Hüften im Wasser — SA und sonstigen Einwohnern, waren die Hindernisse beseitigt, so daß die Wassermassen abziehen konnten. Nun galt es noch verschiedene Keller leer zu pumpen; doch auch dies war bald geschafft, so daß gegen halb 1 Uhr die Feuerwehr wieder abrücken konnte. Am Montag wurden die Ausräumungsarbciten fortgesetzt. Im Ortsteil Fröschau wurden an den Dohlen, ebenso wie am Rcichartshäuserweg, einige mehr als 2 Zentner schwere Platten herausgerissen und fortgewälzt. Die über den Epsenbach sührcnden Stege bei den Krautgärten sind zum Teil weggerissen, zum Teil stark beschädigt. Ein großer Teil der Brühlwiesen ist vollständig verschlammt, so daß das Futter un. brauchbar ist. Die Felder Richtung H e l m st a d t — Reich artshausen sehen trostlos aus. Tie Bauerde ist zum großen Teil weggeschwcmmt, Böschungen sind eingerutscht, Kartoffeln und Mais herausge- risien, Wiesenstücke sind überschwemmt. Es wird lange dauern, bis die Aecker wieder einen normalen Ertrag liefern. Was jahrelanger Fleiß geschasst hat, war in wenigen Stunden vernichtet. Wolkenbrucharlige Regenfälle über dem badischen Odenwald Mosbach, 11. Mai. Am Sotintag vormittag kurz nach 10 Uhr, ging über Mosbach und die umliegenden Orte ein wolkenbruchartiger Regen nieder, 2)ut- 'flcCCVt-CnOi+LQ- der über eine halbe Stunde anhielt und wüste Verheerungen anrichtete. Dem Regen ging ein starker Hagelschlag voraus. Tie Straßen waren nach wenigen Minuten mit Wasser überschwemmt, die Gärten glichen Seen und von den Bergen stürzten reißende Bäche. Die Bergwege waren durch das hcrabstürzende Wasser nicht mehr zu begehen; über die früheren Weinberge am Henschelberg ging ein regelrechter Wasserfall nieder, der viel Geröll und Steine, Erde und Schlamm mit sich führte. Tie Hauptverkehrs st raße Mosbach — Neckarelz warfürmehrere Stunden unterbrochen. Zwischen Tallau und Neckarburgen wurde die Bahnlinie beschädigt, so daß die Züge eine volle Stunde Verspätung hatten. Schwere Schäden verursachten die niedergehenden Regen in Neckarzimmern, wo man längere Zeit ein Haus in Gefahr glaubte. Viele Häuser waren vom Wasser v o l l st ä n d i g umgeben. Vieh mutzte aus den Stallen geholt werden. Auch in Billigheim scheint das Unwetter schwer gehaust zu haben, während die -schefflenzorte kaum den Regen verspürten, »such Neckarelz, das nicht so sehr am Berg gelegen ist, wie gerade Mosbach und Ncckarzimmern, hatten unter dem Unwetter nicht so sehr zu leiden. Wohl wird auch hier der Hagelschlag größeren Schaden angerichtet haben. Die Aufräumungsarbeiten dauerten bis in die späte Nacht. Hilfskräfte mußten in den betroffenen Orten eingesetzt werden, um den Schlamm, der nach dem Abfluß des Wassers auf den Straßen lagerte, abzutransportieren. An den Räumungsarbeiten in Neckar- zimmcrn beteiligte sich neben der Bevölkerung auch die SA aus Mosbach. Jahr DUNLOP f^Berg, Kurve und der Seite 4 ÄttMktt Dienstag, 12. Mai 1936 Feierliche Eröffnung der 3. Michscheaterfestwoche in München (Eigener Bericht des „Führer") E. L. Es ist ein viel verheißender Zufall, -atz gerade I 1S3S die Reichs-Theater-Festwoche in München stattfindet, j dein Jahre, in dem der Entschluß zur Tat reifte, in der Hauptstadt der Beivegung die größte Oper des Abendlandes zu erbauen, und damit das Schwergewicht des Musiktheatcrs in diese Stabt und damit nach Deutschland zu verlegen. Kaum ist diese Nachricht durch die Presse gegangen, und kaum wurde mit der Herstellung der Pläne für diese Over begonnen, da haben di« Münchener Theater ihre Tore geöffnet, um im Verlaufe einer Woche einen knappen Querschnitt zu geben durch deutsche B ü h n e v a r b e i t und bei dem Schauspiel sogar ausschließlich durch das dramatische Schaffen zeitgenössischer Dichter. Reichsdramaturg Dr. Rainer Schlösser hat mit zwei Sähen Sinn und Ziel dieser Woche und der Kultur überhaupt trefflich umriffen: „D i e Kunst befiehlt — das Reich tritt an!" Darin liegt olles begründet, was zu sagen wäre. * Ihren Beginn fand die Reichs-Theater-Festwoche am Sonntagmittag mit der Eröffnung einer Sonderschau „Festliches Theater in München" im Theatermuseum (Clara-Ziegler-Haus) durch den Reichsdramaturgen. Eine Fülle kostbarer Schätze aus der Geschichte des Münchener Theaterlebens ist hier zusammengetragen: Szenenskizzen, Bühnenbilder, Bildnisse von Darstellern und was sonst die glanzvolle Zeit des Müncheners Hof- theaters hinterlaffen hat. Dieser Feier wohnten ungezählte Vertreter des Staates, der Partei und des Theaterlebens, darunter namhafte Intendanten und Künstler, bei. Auch der Dichter des vorjährigen Staatspreises, Eberhard Wolfgang Möller, dessen Schauspiel „Rothschild siegt bei Waterloo" während der Reichs- Theater-Festwoche in Szene geht, war anwesend. * st ellerische Geschlossenheit so hervorragend war. Die gesanglich beste Leistung vollbrachte zweifellos Carin B r a n z e l l als Adriane. Ihr Organ legte in die Musik einen selten weichen Glanz, im Darstellerischen ebenfalls verbunden mit einer ausgesprochenen Klarheit. Stürmischer Beifall auf offener Bühne belohnte diese gewiß große künstlerische Gestaltung. Elisabeth Feuge alS Rienziö Schwester Irene blieb dagegen etwas blafler, wogegen auch in den übrigen Rollen (Paul Bender als Stefsane Colona, Josef Rühr als Paolo Orsini, Gertrud Riebinger als Friedensbote usw.) mitunter beachtliche und schöne Leistungen geboten wurden. Die Inszenierung (Kurt Barrs) legte Wert auf eine sehr großzügige Durchdringung der Aufzüge mit eben jenem Element, das die Musik des Dramas so stark auSzeichnet: Wucht und Geballtheit, die noch durch die monumental erdachten Bühnenbilder (Adolf Sinne« b ach) unterstrichen wurden. Besonderes Lob verdienen schließlich die Chöre, die für diese Festaufführung in ungewöhnlicher Stärke durch Münchener Gesangvereine aufgefüllt worben waren. Alles in Allem war es ein Abend von glanzvoller deutscher Theaterkunst, die auch an den weiteren Abenden, zumal in der Oper, ihre Flügel über der Hauptstadt der Bewegung ausbreiten wird. * Am Nachmittag des zweiten Tages fand im festlich ausgestalteten Kongreß-Saal des Deutschen Museums die Kundgebung der Reichstheaterkammer statt, bei welcher nach Begrüßungsworten von Gauleiter und Staatsminister Wagner Reichsminister Dr. Goebbels in einer breit angelegten Rede zu wichtigen Lebensfragen des deutschen Theaters Stellung nahm. Die Feier war umrahmt von festlicher Musik. Zu Beginn erklang die Euryanthe-Ouvertüre von Carl Maria von Weber. Den Schluß bildete der Huldigungsmarsch von Richard Wagner. Aus Kunst und Leben Führertagung der Deutschen Studentenschaft in Königsberg. Anschließend an den ReichSkamps des ersten ReichsleistungSkampfcs der Deutschen Studentenschaft in Königsberg sand eine Führcrtagung statt. Der stellvertretende Rcichsführcr Pg. W. Müller hatte di« Kreisführer und Rcichsfachgrupvenleiter zusammengerufen, um nach der Bewertung der Arbeiten des ersten ReichslctstungskampfcS die Auswertung vorzunehmen. Schon in der nöchsten Zeit wird von der Neichssührung der Deutschen Studentenschaft eine Auswertung der bisherigen Arbeiten und die neue Themenstellung für den nächstjährigen ReichSleiftungskampf bearbeitet werden. Der Ocffentlichkeit werden die bedeutendsten Arbeiten des ersten RcichslcistungskampfeS bekanntgegeben werden. Aigjähriges Jubiläum der Universttät Böttingen. Zum AXijüh- rigen Bestehen der Georg-August-Universttät in Göttinge» erscheint im Jahre 1937 di« Matrikel der Göttinger Universität, die im Auftrag der Universität von dem Bibliothekar an der Universttäts- bibliothek Dr. Götz von Seile herausgegeben wird. Diese Veröffentlichung gibt zum erstenmal ein klares Bild von dem Wirkungskreis der Universität für das In- und Ausland während der Zeit ihres Bestehens. Darüber hinaus bedeutet die Herausgabe der Matrikel eine wichtige Bereicherung für die Familiengeschichte. Starker Reiseverkehr von Nordamerika nach Deutschland. Verhält, nismähig früh macht sich in diesem Jahre ein starker Saisonderkehr auf dem Rordatlantik bemerkbar. Während der gestern in Hamburg angekommcne Dampfer „New Bork" der Hamburg—Amerika Linie rund 700 Passagiere an Bord hatte, bringt di« in der nächsten Woche eintrefsende „Hamburg" der gleichen Gesellschaft annähernd 800 Reisende. Secschissc als Wcttermcldcr für Luftschiff „Hindcuburg". Auf Grund internationaler Verträge sind die deutschen Seeschiffe verpflichtet, für die Sicherheit der Schiffahrt viermal am Tage lalle 6 Stunden) meteorologische Meldungen, sog. Sce-Obs-Meldungen, über Norddeichradio an die Deutsch« Seewarte in Hamburg zu funken. Diese Meldungen werden von der Seewarte bearbeitet und für den regelmäßigen Schifsswetterdienst wie für die Küstenberatung verwendet. Die wissenschaftlichen Beobachtungen der deutschen Schiffsofsiziere haben schon außerordentlich wertvolle Dienste geleistet. Kncipp-Acrztclchrgang in Bad Wörrishofcn. Beinahe 100 Aerzte aus allen Gauen Deutschlands, aus Oesterreich, der Schweiz und Tschechoslowakei sind erschienen. Zu Beginn begrüßte der Leiter des Kncipp-AerztebundeS, Dr. V ä t h , München, die Teilnehmer. AlS nächster Redner hatte man den Altmeister der Kneipp. Kur, San.-Rat Dr. Scholz, gewonnen. Sr sprach über: Physiologische Grundlagen der Kneippschen Wasserbehandlung. Marktspiele in Stralsund. Erich Hagemeisters Stück „Hanse- aten", das ein Ruhmeskapttel der deutschen Hanse schildert, mit einer der größten Persdnltchkciten des mittelalterlichen Stralsund, dem Bürgermeister Bertram Wuslam im Mittelpunkt, wird von Berufsschauspielern und Laien auf dem Markt in Stralsun» ausge- sührt werden. Ein niederdeutscher DichtrrpreiS. Die Stadt Wandsbek hat, um ihre Verbundenheit mit dem nunmehr Mjährtgen Pionier des Niederdeutschen Theaters Dr. Richard Ohnsorg zum Aus- druck zu bringen, einen DichterpreiS von Svü Mark ausgesetzt. Dieser Preis wird alljährlich am Geburtstage Dr. Ohnsorgz zur Verteilung kommen und dem besten niederdeutschen Stück zugcsprochc» werden, das im Laufe der Jahres in Wandsbek unausgeführt wurde. 6000 Dollars für drutfchamcrikanischen Mustkveretn. Dem deutschen Musikvcrctn in Omaha lRebraska) stiftete der 8 io 22fi 509 XA gegen 73 340 408 XA im Vorjahr. Wenn sich der Umsatz auch rein ziffernmäßig wenig gehoben hat, so ist doch die Steigerung nach der Zahl der Buchungsposten eine ansehnliche. Die am 1. Januar 1935 4 286071 XA betragende Bilanzsumme er- fuhr eine Erhöhung um 194 716 auf 4 490 787 XA am Schlüsse des Geschäftsjahres. Tie Gliederung der Bilanz entspricht den neuen gesetzlichen Vorschristen. Das Geschäftshaus steht mit 47 800 XA weit unter dem Einheitswert 1935 von 107 300 XH zu Buch. Durch Ausbuchung eines 1934 verkauften Hausgrundstllcks ermäßigte sich das Grundstückskonto um 39 200 XA, während es anderseits durch Vornahme notwendiger Verbesserungen an einem anderen Gebäude eine Erhöhung um 8400 XA erfuhr. Neue Grundstücke brauchten wir im abgelaufcnen Jahr nicht zu erwerben. Ende 1935 standen an Krediten und Vorschüssen 2 896 259 gegen 2 926 000 XA im Vorjahr aus. Trotz der weiter unten erwähnten erheblichen Neubewilligungen haben sich die Ausleihungen gegenüber dem Stand vom 31. 12. 34 etwas ermäßigt, was darauf zurückznsllhren ist, daß durch die Belebung und Gesundung unserer Wirtschaft früher gegebene Kredite und Darlehen in nennenswertem Umfang ganz oder teilweise zurückgezahlt wurden. Dies« Außenstände waren wie folgt gedeckt: durch Grundschuldcn und Hypotheken in Höhe von 65 Pro;., durch Wertpapiere in Höhe von 8 Proz., durch Abtretung guter Forderungen in Höhe von 6 Proz., durch Bürgschaften und andere Sicherheiten in Höhe von 21 Pro;. Sämtliche Sicherheiten sind unbelastet von Rechten Dritter im Besitz der Bank. Tank der günstigen Zahlungsbereitschaft und mit Hilfe der Zuflüsse aus Abtragung älterer Kredite war es möglich, allen berechtigten Krcdii- wünschcn jederzeit nachzukommen und die Arbeitsbeschassungsmatz- nahmen der Regierung nach Kräften zu unierstützen. Fm Berichtsjahr wurden 134 neue Kredite im Gesamtbetrag von 507 200 XA bewilligt und 140 neue Vorschüsse im Gesamtbetrag von 180 150 XA gewährt, zus. 274 Posten von zusammen 687 350 XA. Der Durch- schnittsbetrag bestes sich aus rd. 2500 XA. Der Wechsel- und Scheckverkehr war wieder sehr rege. Die Bank diskontierte im abgelau. fencn Jahr an Wechseln 12 582 Stück in einer Gesamthöhe von 2 916 396 XIA gegen 11539 Stück in einer Gesamthöhe von 2 944 801 XA im Vorjahr. Der Wrchselbestand am 31. Dezember 1935 fetzte sich aus 3044 Stück im Gesamtbetrag von 574 422 XA zusammen (durchschnittlicher Betrag des einzelnen Abschnittes 188 XA). Jn- dostamentsverbtndltchkeiten aus wciterbegebencn Wechseln bestanden am Jahresschlutz keine. Die zum Einzug hereingenommenen Wechsel beliefen sich auf 1774 Stück mit insgesamt 325 858 XA gegen 1367 Stück mit insgesamt 279 151 XA im Vorjahr. An fremden Schecks wurden eingeliefert 37 229 Stück mit einem Gesamtbetrag von 4 449 474 XA (Durchschnittsbetrag des einzelnen Schecks 119 XH) Badischer Konjunkiuranstieg Die im März eingetretene Frühjahrsbelebung hat sich im April verstärkt fortgesetzt In dem Bericht für den Monat März 1936 wurde fest- gestellt datz die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage in Baden beherrscht wird von dem Eindruck der beginnenden und sich mehr und mehr verstärkenden ffrühjahrsbele- bung. Diese saisonmähige Aufwärtsbewe- gung hat sich im April im allgemeinen ver- stärkt auswirken können. Die für das Ingangkommen der Bautätigkeit günstige Witterung, die auch im Berichtsmonat anhielt, blieb nicht ohne Einslutz. Nahezu alle badischen Industriezweige, die mit dem Baugewerbe verbunden sind, insbesondere die gesamte Metall- und Maschinenindustrie, berichten über erhöhten Auftragszugang und befriedigenden Auftragsbestand. Man erhosst auch weiterhin eine verstärkte Bautätigkeit und in Zusammenhang damit eine weitere Belebung des Iulandsgeschästes. Bei den übrigen, nicht unmittelbar mit dem Baugewerbe zusammenhängenden industriellen Branchen sind die Verhältnisse gleichfalls stabil, wenn auch branchenmätzig unterschiedlich. Insbesondere ist die Lage in der Konsumgüterindustrie noch nicht einheitlich. Im Groh - und Einzelhandel sind wesentliche Veränderungen nicht sestzustellen. Der Einzelhandel konnte durch die Irühsahrsbelebung seine Umsätze verbessern: das Ostergeschäst scheint sich zum Teil recht aut angelassen zu haben. Im Export sind die Umsätze gehalten: die Ergebnisse dürsten im allgemeinen über den Vergleichszisfern des Vorjahres liegen. In der Rohstoffbeschafsung ergaben sich zum Teil erneute Schwierigkeiten, die u. a. in der Lederindustrie, der Textilindustrie sowie der -Holzindustrie und dem Holzhandel zu Einschränkungen zwangen. gegen 33 646 I4ücl mit einem Gesamtbetrag von 4 256 633 ^»k im Vorjahr. Die gesamten Ausleihungen im Konto-Korrent-, Vorschuß, und Wechselverkehr sowie an Hypotheken betrugen am Jahresschlutz 3 552 037 XH und verteilen sich aus 4089 Posten gegcn 3777 Posten im Jahre 1934 im Gesamtbeträge von 3 583 179 XA. Die Ausstellung zeigt, daß die Mittelstandsbank besonders das kleingcwerbltche Krr- ditgcschäst pflegt. Von den 4089 ausstehenden Posten entfallen allein 3742 auf Einzclkredite bis zu 2000 XA. Der Bestand an eigenen Wertpapieren weist eine Zunahme um 329 159 auf 401 822 XA auf. Die Zahl der Mitglieder hat sich von 1976 aus 1934 ermäßigt. Den 120 Aufkündigungen der Mitglled- schast sichen 128 Ncuzugänge gegenüber. Nach Berufsarten verteilen stch die Mitglieder wie folgt: 1103 selbständige Handwerker, 309 selbständige Kausleut«, Fabrikanten, 12 selbständige Landwirte, 391 Angehörige der freien Berufe, Staats- und Gcmeindcbeamte, 101 Angestellte und Arbeiter, 18 andere. Im Zusammenhang mit der Verringerung der Mitglicderzahl haben stch auch die Geschäfts- guthaven leicht gesenkt, und zwar von 674 409 auf 663 981 XA. Die rückständigen Einzahlungen belaufen sich aus 164 091 Xu, verteilt auf 690 Mitglieder. Die Spareinlagen einschließlich Kündigungs- und fester Gelder betrugen am 31. Dezember 1935 2 473 675 XA gegen 2 439 238 XA im Vorjahr. Die Wichtigkeit des Sparens, auch IN kleinsten Beträgen, kann gar nicht genug hervorgehoben werden, schassen doch die Spareinlagen in erster Linie die Grundlage für das Kreditgeschäft. Von der Einrichtung der Hausfparkassen wiru bedauerlicherweise noch viel zu wenig Gebrauch gemacht. Diese Sparbüchsen ermöglichen das Psennigsparen und sollen in keinem Haushalt fehlen. Ihre leihweise Abgabe erfolgt unentgeltlich. Die Konto-Korrent-Einlagen erfuhren eine Vermehrung von 887 917 auf 999 282 XH. Die flüssigen Mittel einschließlich des Wechselbestan- des beliefen sich auf 1 053 035 XA. Die gesamten Verbindlichkeiten waren dadurch mit 29,36 Proz. gedeckt. Nach Vornahme von Abschreibungen und Zuweisungen an Werr- berichtigungspostcn, schließt letzter« mit einem Reingewinn von 32 268 XA (gegen 25 643 XA im Vorjahr» ab. Das bessere Ergebnis ermöglich, es, die Dividende dieses Jahr etwas zu erhöhen. Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat wird folgende G.winnvertei- lung vorgeschlagen: Zuweisung zum Rescrvesonds 5352 XA, 3 % Proz. Dividende auf bezugsberechtigte 677 950 XH Geschäftsguthaben 23 728 XA, Gewinnvortrag aus neue Rechnung 3188 XA. Mit der bisherigen Entwicklung des neuen Geschäftsjahres ist man zufrieden. (Vertreterversammlung 18. Mai.) Oie Wertpapiermärkte / Berlin fest, Reute« ohue Geschäft. — Rheiu- Maiu-Mittagsbörse fest, Abeudbörse fest Berlin, 11. Mai. (Funkspruch.) Steigerungen auf fast allen Ge- bieten kennzeichneten auch zu Beginn der neuen Woche das Kurs- bild an den Aktienmärkten. Dabei haben die Umsätze weiter an Umfang eingcbützt, da die Bankenkundschaft zäh an ihrem Besitz fcjthält und auch der berufsmäßige Börsenhandel, der meist nur kurzfristig disponiert und erfahrungsgemäß über den Sonntag kaum Material behält, den wiederaustretcnden Bedarf nur zum Teil befriedigen konnte. Infolge der einseitigen Auftragserteilung kamen in vielen Werten nur Mindestabschlüsse zustande, vereinzelt mutzte die Notierung auch ausgesetzt werden. Die Kurse erfuhren dabei durchschnittlich wieder %—l%tne Besserungen. Das Interesse wandte stch vorzugsweise wieder den Montanwerten zu, wobei namentlich die noch unter der Pari-Grenze liegenden Papiere die Führung hatten. Am Rentenmarkt blieb es weiter sehr still, in der Tendenz in- desten freundlich. ReichSaltbesttz notierten 10 Pfg. höher (113.40), die Umschuldungsanleihe wurde um 5 Pfg. auf 87.05 heraufgefetzt, Wicderaufbauzuschläge 1944/45 gewannen % Prozent. Von Aus- landSrenten konnten Bosnier Anleihe % XA höher angeschrieben werden, während dto. Eisenbahnanleihe im gleichen Ausmaße zurückgingen. Im Verlauf machte die Kurssteigerung an den Aktienmärkten weitere Fortschritte. Im Vergleich zum ersten Kurs gewannen AEG nochmals %, Schultert und Berger je %, Set. Stahlwerke %. Weiter sehr lebhaft gesucht blieben Waldhos, die nochmals 1 gewannen, sowie Felten mit plus 1V6. Farben, die vorübergehend einen Kurs von 1715h erreichten, gaben später wieder auf 17154 nach. Am Kassarentenmarkt blieben die Umsätze wieder außerordentlich eng begrenzt. LiqutdationSpfandbriefe waren in kleinen Beträgen gefragt und vereinzelt etwas fester. 40er Postschatzanweisungen gewannen 10 Pfg. und erreichten damit erstmals den Paristand. Von Jndustrieobligationen zogen FarbenbondS um 1)4 und Aschinger um 15t Prozent an. Tie Börse verzeichnete bis zum Schluß weiter ansteigende Kurf«, wobei neben verschiedenen günstigen Wirtschaftsmeldungcn auch die erneute starke Abnahme der ArbeitSlosenziffer anregte. Sondcr- bewegungen waren in Dortmunder Union und Westdeutschen Kauf- Hof zu beobachten, von denen elftere ihren AnfangSkurs um 8 Proz., letztere den ihren um 2 überschritten. RachbörSlich galten Farben 171)4 Gew, Westdeutsche »aufhos 43)4 Geld. Frankfurt, 11. Mat. (Drahtbertcht.) Die Börse war auch zum Wochenanfang am Aktienmarkt weiter fest, wenngleich das Geschäft etwas ruhiger schien. Von der Privatkundschaft lagen weiterhin Kaufaufträge vor, während die Kulistc zu den ersten Notierungen noch etwas realisierte, später aber gleichfalls als Käufer auftra«. Nach den ersten Notierungen war die Haltung eher weiter befestigt, das Geschäft vermochte sich aber kaum zu beleben. Der Rentcnmarkt lag still und freundlich. Altbesitzanleihe mäßig fester mit 1135h (113.30), ZinSvergütungsscheine unv. 92.30, Komm. Umschuldung 87.05, Späte Reichsschuldbuchsorderungen unverändert 89.50. Zeit. Dollar-Preußen ebenfalls unverändert. Frankfurt, ii. Mai. (Drahtbertcht.) Di« Abeudbörse eröffnet bei ruhigem Geschäft in fester Haltung. Im Hinblick auf die internationale politische Lage herrschte eine gewisse Zurückhaltung. Von der Kundschaft lagen noch kleine Aufträge in Montanwerten vor. Auch Großbankaktien wurden gefragt. Amtlich notiert wurden zunächst nur Vereinigte Stahlwerke mit 93 (92.75) und Klöckner mit 101 (100.75). Auf den übrigen Marktgebieten nannte man di« Berliner Schlutzkurse. — Der Rentcnmarkt lag ebenfalls ruhig. Einiges Interesse zeigte sich für Kommunalumschuldungen zu 87.10, während von fremden Werten 4prozentige Ungarn Gold auf die schwächeren Pariser Mcwungen auf 9 (9,10) nachgaben. Im Verlaus der Börse verstärkte stch die Zurückhaltung, so datz das Geschäft äußerst gering war. Di« Kurf« lagen gegenüber dem Berliner Schluß vielfach nur knapp gehalten. Montane, die anfangs bevorzugt wurden, lagen im Angebot und büßten etwa %—% Prozent ein. Kunstseide Aku stellten sich aus Grund der Meldungen aus Holland aus 54,25 (54,87). IG Farben gaben auf 170.75 (171.25) nach. Aschassenburger Zellstoff hatten angesichts der Meldung einer voraussichtlichen Dividende von 3 % etwas unter Angebot zu leiden, fo daß man eine Taxe von 95 Brief (95.87) hörte. Von Groß» bankaktien stiegen Eommerzbank und TD-Bank je um 1 % auf 89 hzw. 90.25. Auch Dresdner Bank gewannen 1 % auf 90.5, blieben jedoch ohne Umsatz. Von Rente« stellten stch Kommunalumschul- dungen aus 87.10. Nachbörfe: Ver. Stahl 92.75, Mannesman« 95.75 bis 96, »löck- ner 101 Brief, IG Farben 170.75 bis 171. Bankaktien. Allg. D. Cred.-Anft. 75.75, Bank für Brauindustne 130.50, Eommerz» u. Priv.-Bank 89, Deutsche Bk. u. Diskonto 90.25, Dresdner Bank 90.50. Deutsche Bergwerksaktien. Buderus Eiscnw. 101, Harpener Bergbau 128, Klöckncrwerke 101, Mannesman« 96, Stahlverctn 93. Industrie-Aktien. Allg. Kunstzijde Unie 54,25, AEG 38.50, Bayer. Mot. Werke 132.50, Berliner Kraft u. Licht 147, MAR 140.50, J.G. Chemie volle 219, J.G. Chemie 50°/»ige 161, Continental Gummi 181, Tisch. Gold- u. Tilber-Schd. 233, Elcklr. Licht u. Kraft 146.25, Etzlinger Maschinen 90, I. G. Farben 170.75, Ges. f. Elektr. Untern. 139.50, Goldschmidt. Th. 108.75, Hol,mann, Pb. 117.75 Lindes EiS 150, Muag 94, Metallges. 129.75 K., Moenus 93, Montecatini 70.50 St., Schultert und Co. 142.50, Vereinigte Ultramarin 136.50, Westdeutscher Kaufhos 435h—)h. Devisen- und Geldmarkt Berlin, 11. Mai. (Funkspruch). Nach den lebhaften Bewegungen in den letzten Tagen der vorigen Woche trat, nachdem stch schon am Samtagmittag eine Beruhigung durchgefctzt hatte, zu Beginn der neuen Woche eine stetigere Vcrfaflung in Erscheinung. Dar Pfund hatte leicht rückläufige Haltung und wurde aus Amsterdam mit 7,35 nach 7,38, aus Zürich mit 15,35 (15,43)4) und aus Paris mit 75,45 (75,83) gemeldet. Der Dollar lag dagegen etwas fester. Die letzte Notiz Kabel stellte stch 4,!)3i'/„ <4,98i-/l,). Bei den Goldvaluten trat die Erholung kräftiger nur beim Schweizer Franken in Erscheinung, der gegen London 15,34 (15,44) notierte, während der Gulden mit 7,34)4 (7,38) aus London und mit 20854 (208.90) aus Zürich gemeldet wurde. Ter französische Franken stellte sich in London auf 75.35 (75.66), in Zürich auf 20.36 (20.37)4), in Avster- dam auf 9,75 (9,75). Blankotagesgeld ermäßigte stch auf 254—3 Prozent. Devisennotierungen am Llsancenmarkt Berlin, 11. Mai. (Funkspruch). London—Kabel 4.965)4, London —Paris 75.37, London—Brüssel 29.23)4, London—Amsterdam 7.34)4, London—Mailand 63.27)4, London—Madrid 36.3854, London- Kopenhagen 22.40, London—OSlo 19.90)4, Kabel—Zürich 3.091)4, Kabel—Amsterdam 1.47)4, Kabel—Berlin 2.485)4. Warenmarktben'chte vom Tage Mannheimer Getreidegroßmarkt H. Mannheim, 11. Mai. (Eigenbericht.) Am Mannheimer Ge- treidegrotzmarkt waren aus Süddeutschland nur noch wenige Partien Bayernwcizen zur Junilieserung mit 6 XA Handelsspanne erhältlich. Mitteldeutscher, Hannoveraner und Saaleweizen kommen kaum noch hierher, da die vorhandenen Vorräte von den dortigen Mühlen ausgenommen werden. Auch für norddeutschen Weizen verlangte man 6 XA Handelsspanne und nur ausnahmsweise war eine klctn« Partie Pommern-Mecklenburg-Holsteiner auch mit 5 XH zu haben. Die Mühlen kauften so gut wie nichts. Futterweizen blieb gefragt, war aber nicht erhältlich. Auch das Roggenangebot war äußerst gering, für die vereinzelt herauskommenden Partien verlangte man zur Junilieferung die höchstzulässige Handelsspanne von 6 XA bzw. 8 XA. Von Koppcl- angcboten Weizen-Roggen war nichts mehr zu hören, nachdem die zuständigen Stellen noch einmal nachdrücklich auf die Unzulässigkeit solcher Angebote hingewiefen haben. Futterroggen war nicht im Markt. Das Gerftengefchäft ruhte fast vollkommen, da Drau- und In« dustrieware nicht gefragt und Futtergerste nicht in nennenswertem Matz angeboten wurde. Für Hafer verlangte man 20.15 XA cif Oberrhein mit Vergütung für UeberdurchschnittSgewichte von 54/55 Kilo. Die Frage nach Weizen- und Roggrnmehl blieb weiter rech« rege. Futtermittel ziemlich still bis aus Kleie, für die noch erheblich- Kaufneigung bestand. Schlacht- und Nutzvieh Karlsruhe, 11. Mai. Der Auftrieb auf den badischen Schlachtvieh- Märkten war bet Großvieh etwas größer als in der Vorwoche, bei Kälbern und Schweinen genügend. Bei Großvieh fehlte er hauptsächlich an guten Rindern und Ochsen, dagegen waren genügend Kühe vorhanden. ES ist zu erwarten, datz in den kommenden Wo- chenen Großvieh etwas knapp sein wird. — Dem heutigen Karlsruher Viehmarkt waren zugesührt und wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht gehandelt: 12 Ochsen a 45, 23 Bullen a 43, 73 Kühe a 40, b 35, c 28, d 25, 27 Färsen a 42—44, b 40. 1270 Schweine: a 57, b I 56. b II 55, c 53, d 51. e R. Sauen 54—56 XA. Tendenz Rinder zugetetlt: Schweine mittelmäßig, geräumt. Mannheim, 11. Mai. (Drahtboricht). Biehmarkt. ES waren zu- gefübrt und wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht gehandelt: 31 Ochsen a 45, 45 Bullen a 43, b 39, 191 Kühe: a 40—42, b 38, c 33—37, d 25—32, 49 Färsen a 44, b 40, 790 Kälber a 69—72, b 60—68, c 48—58, d 35—47, 14 Schafe ohne Notiz. 2146 Schweine - 57, b I 56, b II 55, c 53, d 51. Sauen g I 53—55, g II 49—52 RM. Tendenz: Rinder lebhaft, Bullen zugeteilt: Kälber langsam, Schweine mittel. Frciburg, 11. Mai. (Drahtbertcht). Biehmarkt. ES waren zugeführt und wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht gehandelt: 56 Rinder: Ochsen 45, Bullen 39—43, Kühe 25—42, Färsen 43—45, Kälber 53—76, Schafe 50—52, Schweine a 57, b I 56, b II 55, c 53, d 51 RM. Tendenz: Rinder zugeteilt; Kälber langsam, Schweine zugeteilt. Freiburg. Zufuhren: 629, davon 586 Ferkel und 43 Läufer. Preise: Ferkel 18—25, Läufer 30—40. Verlauf: Lebhaft. Metalle Berlin, 11. Mai. (Funkspruch). Metallnotierungen für fe 100 Kilo: Elektrolytkupser prompt cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam (Notierung der Vereinigung s. d. Dt. Elektrolytkupfernotiz 52.75 XA, Ortgtnalhüttenaluininium, 98 bis 99 Prozent in Blöcken 144 XA, desgl. in Walz- oder Drahtbarren 99 Prozent 148 XA, Rcinnickel 98 bis 99 Prozent 269 XA, Feinsilber (1 Kilo fein) 38.0 biS 41.0 XA. London, 11. Mat. Metallfchlußkurfe. Kupfer (£ p. *o). Ten. denz: gut behauptet. Standard p. Kasse 36%— 15 /i». Mo. 3 Monate 37’/i«—%, dto. Settl. Preis 36% Electrolyt 41—%, best jelected 40 bis 41%, strong sheetz 70, Elekirowirebars 41%, — Zinn (£ p. to). Tendenz: stetig. Standard P. Kasse 204—%, dto. 3 Monate 197%—198, dto. Settl. Preis 204%, Banka 205%, Straitz 206. — Blei (£ p. to). Tendenz: stetig- Ausld. prompt ofsz. Preis 15%, dto. dto. tu off. Preis läVi«—*<- Mo. cntf. Sicht, offz. Preis 157/,,. dto. entf. Sicht inoffz. Preis 15%—' 7 / 16 , d,o. Settl. Preis 15%. — Zink (£ p. to). Tendenz: kaum stetig. Gewi, prompt offz. Preis 14%, dto. dto. inofsz. Preis 14’/,«—o/ 16 , dto. entf. Sicht, offz. Preis 14%, dto. entf. Sich'- inoffz. Preis 14 ii/ 18 —y 4 , dto. Settl. Preis 14%. — Aluminium (£ v- to.). Inland 100, — Antimon (f p. to). Englisch Regulus, Erzeug.-Pr. 69%—70%, chines. Regulus c. i. f. 46—47. — Quecksilber (£ per Flasche) 12%, Platin (£ per Ounce) 7, Wolsramerz c. i. f. (sh per Einheit) 83%—34, Nickel inländ. (£ per Tonne) 200—205, Nickel ausländ. (£ per Tonne) 200—205, Weißblech I. C. Cokes 20x14 f. o. b. Swancea (sh per box of 108 lbs) 18/9—19/150. Kupsersulphat f. o. b. (£ per Tonne) 15%, Cleveland Gußeisen Nr. 3 f. o. b. Middlesborough (sh per Tonne) 70. — Silber (Pence p. Ouucc) Tendenz: gut behauptet. Feinstlber, prompt 2i%—22%, dto. Lsg. 22—%, dto. Settlement 22. — Freiverkehk. Kupfer. (£ p. to). Tendenz: ruhig. Standard p. 3 Monate 36r«,,« Electrolyt 41. — Blei. Tendenz: stetig. Ausld. prompt ofsz. Preis 15’/,«, entf. Sicht, offz. Preis 15%. — Zink. <£ p. to). Tendenz ruhig. Gewl. prompt offz. Preis 14«/,«, entf. Sicht, offz. Preis 141»/,«. Baumwolle Bremen, 11. Mai. (Funkspruch). Baumwolle-Schlutzkurse. American Middling Universal Standard 28 mm loco per engl. Pfund 13.82 Dollarcents. Börsenkurse Berlin Steuergutschcin* Gr I CaKora Gr N fällig 1934 Gr II fällig 193» Gr 11 fällig 1936 Gr II fällig 1937 Gr U fällig 1938 Fcatverzlnalich« Altbesitg 5 Reich* 27 Younganl. 4% Baden 27 4% Baven) 27 4% Sachsen 27 1% Thüringen 26 4% Post 30 II Schutzgebiet* 1908 Pfandbrief* Sffentl.-recbtl. Pr. Pfandbrief »na talt 4% (S) Reihe 4 dto. . 19 dto, _ 22 Pt. Zentr.-Stadtachaft 4% (8) Reihe 3, 6, 10 4% (8) Reihe 9 4% (8) Reihe 14, 15 4% (8) Reihe 20, 21 4% (7) Reihe 28 Obligationen 6 (81 Hoeach KM. 6 Krupp 27 RM. 6 (?) Stahls*. 6 Farbenb. Rh.HTPoth.Pfbi H?90Üickenb. Pfdbr. 33. 34. 39 11. Mal 193« 9 i 11- | 109,0 109,2 — 103,5 — 107,5 111*6 111,5 111,7 111,7 111,6 111,6 113.3 113,5 101,0 101,0 103.4 103,4 968 97,2 97,2 96,9 96.9 96.7 96.7 100.3 100 3 97,0 97,0 97,0 97,0 97,5, 97,5 96,5t 96,5 96.5 96,5 96.5 , 96,5 96.5 96,5 96.5 96,5 — 105.0 104.2 104,2 104,6 104.4 — 136,7 96.5 96.5 Pr. Centralbodeo AM (8) Reihe 24 $£ (4^) keine 26 Li 4 M (8) Kom. 26—28 Preuß. Pfandbrfbls AM (8) Reihe 47 AM (8) Kom 20 Rh- Westi. Bodenkr. AM (8) Reihe 4 u. w. AM (8) Kom. 16 Westd. Kodes AM (8) Reihe 20 u. 22 AM (8) Kom. 21—23 Aaslandsrenten 5 Mez. abg. 4 öst. Gold 4 Türk Bagdad 1 4 ung Gold Anacol. 1. 25er Aktien Verkebrswerte AG. Verkehr D. Eisenb. Bett« 7 Reichsb. V*. Hapag Hamb. Süd Nordd. Llord Südd. Eisenb. Bankaktien Bad Bank Braubank Bayr Hypotheken Bayer. Vereinsbank Berl. Hdlg. Commerz bank DD'Bank 9. 95.4 101,7 93.4 96.0 93,7 96.5 96,5 96,2 94.0 8.7 42.7 117,0 85.5 126,6 15,2 29.5 17,0 114.2 1.30.0 83.5 93.2 115.0 87 5 88.7 11 95,5 101,6 93,4 96,0 93,7 96.5 96.5 96,2 04,0 14.0 31.0 9,1 42,8 117,2 85. ,26,7 15,1 17.1 77.1 129, 5 83,7 93.6 115,2 88,0 89.2 Dt. Centr. Bod. Dresdner Meining. Hyp. Reichsbank Rh. Hypoth. Industrieaktieo Accumulat, Aku A. E.G. Anh. Kohle Asch Zellst. Augsburg. NM. B. M.W. Bemberg Berger Tfl>. BerlinK.arlsr.-Iod. Berliner Kindl. Berliner Kraft Licht Berliner Masdi. Bubiag BremBesigh. Brown Bov. Buderus Charl. Wasser I.G. Chemie do. Cbem. 50% Eins Chern. Heyden Chade a-c Chade d Cont. Gummi ,j Linoleum Daimler Dt. Atl. Tel. „ Cont. Gas .. Erdöl .. Linoleum „ Tonstein Eisenh. Düren Met. El. Liefet. El Licht Kraft Enz Union l.G.Farben Feldmühle Felten Guill. Germania Porti. Zement Gesfürel Grtzner GrünBilf. Harpener HemmorZem. Hilpert Nbg. Hoesch 9. 11. 91,1 91,0 88,7 89,5 92,2 184,5 184,5 135,7 189,0 55,0 55,0 38. i 38.6 103,0 104,5 95,6 95, h 113,0 113,7 152.0 132,0 94,8 94,0 131,0 128,8 129, 147,1 147,2 124,5 125,o 202,0 203,0 87,0 84,5 104,5 10c),5 114,8 113,7 219,5 218,1 161,5 161,5 122,7 122.7 403.7 390,0 181,5 181,0 190,0 111.0 110, h 117,0 133,0 133,0 121,5 121,7 178,7 179,2 111.0 112,0 130,2 129,1 135,5 130,5 127,0 145.1 146,7 114*0 114,5 170,2 171,2 128,2 I2o,0 121,7 123.8 107,5 107,0 138,0 139,0 29,5 3( ,0 Ü20.C 126,5 128, C 180,0 181.2 — 104,0* Holzmann Ilse Berg do. GenuB Junghans Kali Chemie Kali Aschersl. Klöckner Knorr, Heilbr. Koksw. n. Chem. Kollm. Jourd. Lahmeyer Lindes Eism. Lingnerwerk« Mannesm. Mansfeld Masch. B.U.Dü. Metallges. Mez AG. Freib. Miag Neckarwerke Oiensteil« Rheinfeldeo Rh. Brauok „ Elektra .. Stahl R. V E. Rütgers Salzdetfurth Sch Bind. Frkf. Schub. Salz Schuckert El. Schultheiß, P. Siero Halske Sinnet AG. Stöhr Rammt Südd Zucker Ver Glanzstoff Ver. Stahl Vesteregeln Zellst. Valdhof Ver. Dt Nickel Versicherungen All .Stuttg. Vera. Dto. Leben Kolonialverte Otari Mine Schantung Tendenzi festi * 9. 11. 117,5 117,5 168,5 133,4 132.0 90,0 89,5 137,0 129,0 129,6 99,5 100*2 135,0 60,7 61,5 135,0 136,0 149,0 150,0 153,5 95,5 141,7 96,0 143,0 93.0 93,5 127,5 130,0 91,0 91.6 114,0 114.6 85.1 86,7 122,6 123,5 236,0 238.2 136.0 ,1274 136.0 129.0 132.» 133,5 132,0 133,0 182.5 181,5 172,5 174.2 142,5 139,7 142,7 141,5 108.8 109,2 186,2 188,5 84.5 122,0 120,2 206,2 142,0 92,0 142,0 92,6 129,7 128,5 135,5 135,5 151,0 153,7 245,5 247,0 200,0 23,5 23,5 136,0 137,0 Frankfurt Staatsanleihen 5 % Reichsanl. 1927 4%%B&den Freist. 27 AM % Hessen 1929 Altbesitz Reich 190t 1909 4% Schutz- 1910 gebiete 1911 1913 1914 Stadtanlelhcn 4V6%BadenOold t. 26 4%%BerlinGold v.24 AM9< Darmst.Gd.v.26 4Vfe%DresdenGd.v.26 4^%(7)Fkt.üd.v.2b 4%%Heidetb.Gd.v.26 4%%Ludwsh.Gd.v.26 4H%MainzGold v.26 4H7eMannh.Ooldv.26 AM% dto. t. 27 4H ^% Plorzh.Oold^v.26 AM% dto. t. 27 4H%Pirm***Od< *.26 Landesbanken, komm. Giroverb. 4H%B.K.Lb.v.29 R 1 AM% dto. ,.29 R 2 AM% dto ,. 30 R 3 4 M*% Bad. Komm. Gotdanl. v. SO A 1 AM% dto. v. 26A—D Pfandbriefe «%%paiz.Hrp.ooid R, 2—9 dto. R. 15—17 dto. R. 21—22 dto. R. 11—12 dto. R. 10 $M% dto. Liquid ». 1926 u. 21 AM^i Rhein.Hyp.-Bk Goldpfbr R. 5—9 dto. dto. dto. dto. dto. dto. R 15—25 R 26—30 R 31—34 R. 35-39 R 10-15 R. 17 R. U-U 9. 11. 100,1 100,8 97.0 97.0 98.5 98.5 113,3 113,3 10,7 10,7 10,7 10.7 10,7 10,7 10,7 10.7 10.7 10,7 10,7 10,7 90,5 90,5 95,0 95,0 91,7 92,0 91*7 91,5 92,5 92,5 89,7 93.2 90,1 93,2 94,2 94,2 93,5 93.5 92,7 91.5 92,7 91,5 90,7 90,7 92,7 92,7 96,7 96,7 96,7 96,7 96,7 96.7 94.5 94.5 94,0 94,0 97,5 97.5 97,5 97,5 97,5 97,5 97,5 97,5 97,5 97.5 101,3 101.3 96.5 96.5 96,5 96,5 96,5 96.5 96,5 96,5 96,5 96,5 96.5 96,5 96.5 96,5 9&5 96,5 SM dto. Liquid. 4Vfc%dto.Go!dKo. R4 KM°k Wtt.H.-Bk.S! —2 AM*% Wtt.Krd.Ver.Rt 4 MVt dto. R 3 Sadiwertanleihen ohne Zinsbar. 6% Bad. Holz *. 23 $% Fkf. Pfdbr. Bk. 6%Großkr.Mhm. 23 Auslandswerte $%Mexik. inn. abg. 6%Mex.Goldauß.abg. 3%Mex.kons.ino.abg. 4M% dto. Irrig, abg. 5% Rumänen 4M% - 4% Türk. Bagd. S. I 4% Türk. Bagd. S. TI 2^4%Anat.Esb.S ln.2 5%Tehuant.Goldabg. 4M dto. abg. Industrieaktlen Adt, Gebt AEG. Aschaftenbg Zellst. Bad Masdi. Durlach Barr. Braub Pforzb. Bayr. Spiegelglas Br. Kleinlein (Hdbg.) Brem. BesiebeimOelf Brown. BoTeri Biderus Cement Heidelberg Daimler-Benz A.G. Dt. Erdöl Dt.Gold- u.Silbersch. Deutsche Linoleum Dt. Verlag Durlacher Hot Dyckerhoff & Widm. Eichb Verger Brauer Elektr Lieferungen Elektr. Licht S Kraft Enzinger-Union wk Eschweilet Bergwerk Eßlinger Maschinen Faber & Schleicher Pipmu. 11. Mal 1936 9. II. 101,5 94.5 98.5 98,2 98,2 2.73 17,7 14,0 7.8 7.1 9.7 43.0 7.0 7.0 42.5 38.5 95,1 39,2 105.6 140.0 110.7 121.0 232,5 178.2 81,0 94*2 126.5 144.5 114.5 2*45,0 60,5 121,0 101,2 94.5 98.5 98.2 98.2 2,73 17.2 7.9 7.2 9.9 43.0 6.8 6.8 42.0 38.7 95.0 40.5 87.0 W1.5 140.2 110.7 122.0 232.0 178.7 81.0 82,0 94,0 127.7 146.5 232.0 90-0 60.5 121*0 t.G. Farbenindustrie Feinmech fetter Felten & Guill. Frankfurter Hof Gesfürel Goldschmidt. Th. Gritzn. «Kays. Nahm. Großkr.Mhm.lO^cVA Grün & Bilfinger HafenmühleFrankft. Haid & Neu, Nahm. Hanfwerke Füssen Harpener Bergban Hilpert Masdi. Hochtief AG. Holzmann. Ph. Ilse Bergbau Inag Industrie-unter. Junghans, Gebr. Kali Aschersleben Klein. Schanzlm Klödtnerwerke Knorr Heilbronn Kolb & Schule Konsere. Braun Lahmeyer Laorahürte Lech Elektr. LokomotiW. Kraufi Lowenbr. München Ludwh. Akt.Brauerei Ludvhf Valzmühle Mainkraftwerk« Mannesm Röhreov. Mansfeld AG. Metallgesellschaft Mez AG., Freiburg Miag Mühlenbau Moenus Masch. Motoren! Darmstadt NeckarwerkeEßüngen Odenw. Hartst.-Iod. Oesterr.Esb.VerkAst. Pfalz Mühlen M hm. Pf.Preßh.u.Spritfabr. Rhein. Braunkohlen Rhein. Elekt. Stamm Rhein. El. Vorzui Rhe.nmühlenw.MhfT Rhemstahlwerke Riebedi Montan Roeder Darmstadt Rütgerswerke Salzdetfurth Kali Salzwerk Heilbronn Schhnk&Co..Hambi Schriftg. Stempel Sduidim Ä C*. 9. 11. 170,0 171 2 83,7 122,2 124,0 55,5 138,7 139,5 109,5 108,1 30.0 144.0 144,0 221,0 106,0 32,8 32,8 85,0 126,0 128,5 122,5 124,2 111,0 117,7 53,0 53,0 130,0 128,7 88,0 100,0 100,7 208,0 208.0 116,5 116,0 75.0 74,0 135,7 136,0 24,5 23,2 109.2 109,7 104,0 164.0 214,0 102,0 — 97,0 97,2 96,0 96.0 127,0 129.5 92,8 93.1 103,7 103,5 114,0 115,0 109,5 18,0 18,0 136,0 136.0 150,0 150,0 — 239,0 126,4 126 4 126.7 129.0 107.7 108.0 93,0 93,0 132,5 133.0 106,5 106,5 59,0 59.0 139,7 141,® Schwartz-StorchenBr. Seilind. Volff Siemens & Halske Siemens Reiniger Sinaico. Detmold Sinner, Grünwinkel Südd.Zuck. AG.M'bm TeUus Bergbau Thür. Lief er. Gotha Ver.Dt.Oelfbr.M'hm Ver. Faßfbr. Kassel Ver.Glanzst.Elberfeld Verein. Stahlwerke Ver .Strohstoff Dresd. Voigt & Häffner Voltohm Seil&Kabe) Testeregeln Alkali Vürtt El. Stuttgart Vul*e Brauerei Zellstoff Waldhof St. Zellstoff Memel Banken Alle. Dt. Kredttanst. Badische Bank Bank f.Brauindustrie Bayr. Bodenkredit Bayr. Hyp. o. Vechs. Berl. Handelsees. DD-Bank Dresdner Bank Frankfurter Bank Frankf. Hvp.-Bank Luzemb. Intern.Bank Meininger Hyp.-Bank Pfalz. Hyp Bank Reichsbank Rhein. Hyp. Bank Württbg. Notenbank Verkehr ßad.AG.f.Rhein&See Dtsche.Reichsb.VA. Hapag Heidelb. Straßenbahn Nordd. Lloyd Baltimore ano Ohio Versieh erungeo Alhanz&Stgt. V .AG. Bad. Assekuranz FrankonieRüchJOCet dto. 100er Mannh. Vers.-Gea. V ürtt.T ranspornert Tendenz: lese i 25,5 85,0 2 06,0 ,14.2 92,0 92.4 85,7 29,0 94.5 40.5 49.5 75.7 114.0 129.5 160.0 84.0 114,7 88.7 88,7 100 , 03.0 6,1 03.0 84.0 183.5 136.2 105.5 103,0 126,5 16,7 *6,7 247.0 42,0 495.0 11 . 114,5 92,4 187.0 127.0 85,0 207.0 4.7 142,6 92.7 85.7 129.0 94,0 132.0 75,7 114.0 120.7 160,6 3.7 115,2 9.2 88.5 100,6 93,2 6,1 92.5 84.6 185.0 135.7 105,5 103.0 127.0 17.0 46.0 43,0 495,0 169,0 37,o' 3 7 >0 Berliner Devisen 1 Ar. Pfd. 1 Pes. IOC Big* 1 Milr. 100 Leva lk. D. 100 Kr. 100 Gl. 1 Pfd. 100 esen. Kr. 100 f. M. 100 Frcs. 100 DrA. IOC G. 100 i. Kr. IOC Lire 1 Yen IOC Din 100 Lau 100 Litas ICC Kr. IOC Schill. 100 Zloty 100 Esc. IOC Le, IOC Kr. IOC Frcs. 100 Pes. IOC Kr Konstantinopel 1 t. Pfd, Budapest 100 Pengö Uruguay l Gold Pes. Newyork 1 Doll. Kairo Buenos*Airee Brüssel Rio de Janeiro Sofia Kopenhagen London Reval Helsingfora Paris Athen Amsterdam Island Japan JugosL Riga Oslo Vien Polen Lissabon Bukarest Stockholm Spanien Prag Geld Brief Geld Brief 9. 5. 9. 5. 11. 5. 11. 5. 12.665 12.695 12,635 12,665 0,685 0,689 0.684 0,688 42.280 42.360 42,217 42,290 0.137 0.139 0.136 0,138 3.047 3,053 3,047 3,059 2.482 2,486 2,483 2,487 55,210 55,330 55,070 56,130 46,800 46,900 46,800 46,900 12,365 12,395 12.335 12,365 67.930 68,070 67,930 86,070 5,450 5.460 5.440 5,450 16.330 16.3.0 10.360 16,400 2.353 2.357 2,353 2,357 168,410 168,750 168,850 167,820 55,460 55,580 55*320 55,440 19.600 19,640 19,550 10,530 0,717 0.719 0.723 0,721 5,654 5,666 5.654 5,666 80,920 81,080 80.920 80,740 41,820 41.900 41,770 41,850 62.140 62,260 61,990 62,110 48.950 49.910 48,950 48,050 46,800 46,900 46-800 46,800 11.235 11,255 11,210 11,230 2,488 2.492 2.488 2,492 63,750 63,870 63,600 63,720 80,100 80.260 80.320 80,480 33,815 33,880 33.890 ;|3,950 10,250 10,270 10.290 10,310 1.968 1,972 1,978 1,982 1,189 1,191 1.194 1,196 2,484 2.488 2,483 2.487 Züricher Devisen 11. Mal 1938 Paria 2035.500 Oslo 7710.000 London 1534.500 Kopenhagen 6850.000 Newyork 30-j.800 Pr.» 1280.000 Belgien 5247.>00 Warschau Italien '430.00. Belgrad 700.000 Spanien 4217,506 Athen 290.000 Holland 208.850 Konstantinopel 245-000 Berlin 124,900 Bukarest 250.000 Vien offz. Kurs Vien Notenkurs 5640.000 Heisingfort Buenos Aires 677.000 8525-000 Stockholm 7910.000 J»P*a 9000-000 AUS KAMILSEIUHIE Nachklänge zum Garnisontag Der Gruß des Kührers an die badischen Frontsoldaten — Die Träger der höchsten badischen Kriegsauszeichnung tagten — Verabschiedung der Sonderzüge Der zu aller Zufriedenheit glänzend verlaufene Karlsruher Garnisontag fand am Montag mit einem kameradschaftlichen Zusammensein in der Markthalle seinen Ausklang. Außer den Karlsruher Teilnehmern waren noch zahlreiche Gäste aus allen Teilen des Landes anwesend, um bei den Klängen einer Militärkapelle Erinnerungen aus alter Zeit auszutauschen. Der Vorsitzende des Arbeitsausschusses beö Karlsru- her GarnisontaaeS, Ficht, hatte im Namen sämtlicher in Karlsruhe versammelter Teilnehmer des Karlsruher Garnisontages dem Führer und Reichskanzler ein Telegramm gesandt, in dem dem Führer der Dank dafür ausgesprochen wird, daß er auch der badischen Grenzmark Sicherheit und Ehre wiedergab. Auf dieses Begrüßungstelegramm traf im Lause des Sonntags bei Herrn Ficht folgende Antwort ein: „Den in ihrer alten Garnison Karlsruhe versammel- teu Kameraden der alten Armee danke ich sür ihr Gedenken und ihr Gelöbnis treuer Gesolgschaft. Ich erwidere ihre Grüße in kameradschaftlicher Verbundenheit. Adolf Hitler." Die zum ersten Male nach dem Kriege auS dem ganzen Lande versammelten Inhaber der höchsten badi- schen Kriegsauszeichnung, des Karl-Friebrtch- Berdienst-Ordens und der Militärischen Karl-Friedrich- Berdienst-Medaille (Tapferkeltsmebaillel wurden beim Karlsruher Garnisontag mehrfach besonders ausgezeichnet. Do marschierten sie, wie bereits berichtet, beim Festzug an der Spitze des Zuges und hatten auf dem Schloßplatz bevorzugte Plätze erhalten. Der Reichs st att- Halter begrüßte die Inhaber der höchsten badischen Kriegsauszeichnung vor dem Einmarsch der Feldzeichen in besonders herzlicher Weise. Am Sonntagnachmittag fand eine Tagung der Inhaber der höchsten badischen Kriegsauszeichnung im Fritz-Plattner-Haus in Karlsruhe statt. Es waren mehr als 800 Teilnehmer zu dieser Aussprache erschienen. Oberst Glöckner- Karlsruhe hieß die Kameraden aus allen Teilen des Landes willkommen und gab seiner Freude Ausdruck, daß die Kameradschaft badischer Leibgrenadiere die Initiative ergriffen habe, um den Inhabern dieser Kriegsauszeichnung Gelegenheit zu einer Fühlungnahme nach dem Kriege zu geben. Die große Beteiligung am Karlsruher Garnisontag beweis«, baß die Kameraden draußen im Lande den Wunsch haben, sich enger zusammenzuschließen. Er wies auf den Zweck dieses Treffens hin, das alle Träger der höchsten badischen Kriegsauszeichnung erfassen wolle. Er bankt« besonders dem Vorsitzenden des Offiziersvereins badischer Lribgre- nadiere, Oberstleutnant'von Freyd o rf für seine Bemühungen bei den amtlichen Stellen anläßlich der Neuregelung der Ordensfrage durch das Reich Oberst Glöckner schlug vor, die Inhaber der höchsten badischen Kriegsauszeichnung in einer Ordensgemeinschaft zusammenzu- sassen. Der Vorschlag wurde von den Versammelten einstimmig begrüßt und die Herren Ficht, Bernhard Holz und Frisch von der Kameradschaft badischer Leibgrenadiere mit der Führung beauftragt. Generalmajor Steinwachs - Baden-Baden, nach dem Kriege Führer des Infanterie-Regiments 14 Konstanz, gedachte in einer eindrucksvollen Ansprache der toten Kameraden, die diese Kriegsauszeichnung erhalten haben und wies auf den Wert der Kameradschaft hin. Herr F i ch t»Karlsruhe gab einen Ueberblick über die Ziele und Zwecke der Orbensgemeinschaft und die geplanten Aufgaben. Er dankte für das Vertrauen, daS man dem gebildeten Arbeitsausschuß entgegenbringe, und gab die Versicherung ab, daß in kameradschaftlicher Weise alle Fragen in der Orbensgemeinschaft behandelt werden sollen. Die rege Aussprache, an der Teilnehmer aus dem ganzen Lande ihre Freude über das Zustandekommen dieses Treffens zum Ausdruck brachten, war gleich sehr fruchtbringend für die zukünftigen Aufgaben. Die Mehrzahl der Teilnehmer, die nicht schon am Sonntag ihre alte Garnisonstadt wieder verlassen hatte, fuhr am Montag in Sonderzügen nach der Heimat zu. rück. Zur Verabschiedung fanden sich außerordentlich viel Kameraden am Hauptbahnhof ein. Unter den Klängen einer Musikkapelle bestiegen die Teilnehmer am Garni- sontag, über dessen Verlaus sie alle begeistert waren, die Züge. Dieser erste Garnisontag war sür alle Teilnehmer ein grobes Erlebnis, das ging aus den Aeußerungen der Teilnehmer bei der Abfahrt hervor. „Seid gastlich" Heimatabend im Colosseum Im Rahmen der Verkehrspropagandawoche „Seid gastlich" veranstalten die Kreisleitung der NSDAP, die Stadtverwaltung, das NS-Volksbildungswerk und der Berkehrsverein am Mittwoch, den 13. Mai, einen Heimatabend als Werbeabend im Colosseums-Saal. Für das unterhaltsame Programm 'wurden u. a. die Glotter- tätet Nachtigallen und die Kapelle Theo Hollinger gewonnen. Stellvertretender Kretsleiter, Pg. Meßbecher, wird auf Sinn und Bedeutung der Werbewoche Hinweisen. Hauptlehrer Reinhold Flamm-Freiburg spricht über „Heimat, Volkstum und Gastlichkeit." Der Vortrag wird durch die rühmlichst bekannten Retzlaff-Trach- tenfilme und Lichtbilder verschönert. Die Veranstaltung wird bei freiem Eintritt durchgeführt. Die gesamte Bevölkerung ist herzlich eingeladen. Karlsruhes grüne Vorstadt Hauptversammlung der Gartenstadt-Genoffenschaft Am 8. Mai hat die diesjährige Hauptversammlung der Gartenstadt Karlsruhe e. G. m. b. H. stattgefunden, die von dem Vorsitzenden des Aufstchtsrates, Bauoberinspektor Walter, geleitet wurde. Vor Beginn der Versammlung wurde ein Film vorgeführt, der eine Chronik der Gartenstadt darstellt. Das Geschäftsjahr 1935 war für die Gartenstadt insofern von besonderer Bedeutung, als in diesem Jahr die Baugenossenschaft Gartenvorstadt Grünwinkel und die Baugenossenschaft Bulach mit der Gartenstadt Karlsruhe vereinigt worden sind. Aus dem von dem Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn L a a d e, erstatteten Geschäftsbericht ist zu entnehmen, daß die Gartenstadt jetzt 103 8 Wohnungen umfaßt, außerdem eine Anzahl Läden, einen Kindergarten und sonstige Gebäude. Die im Sinne einer Volksgemeinschaft günstige Zusammensetzung der Bewohner der Gartenstadt zeigte eine Feststellung, wonach die Mieter der Gartenstadt sich aus 869 Handarbeitern, 119 Angestellten, 317 Beamten. 70 freien Berufstätigen und 173 Pensionären und Witwen zusammensetzen. Auch die Höhe der Mieten ist interessant. Rund 70,8 % der Wohnungen haben eine Miete von 30.— bis 50.— RM. monatlich, 18 % eine solche von 60.— bis 60.— RM., 13,1 % eine solche von 60.— bis 100.— RM. und nur 1,3 % der Wohnungen kosten mehr als 100.—’M Zu allen Wohnungen, deren weitaus größter Teil aus Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäusern besteht, gehört ein entsprechend großer Garten. Die Bautätigkeit war im Berichtsjahr verhältnismäßig gering, weil es an fertigen Straßen fehlt. Neben einigen großen Einfamilienhäusern wird an der Diakonissenstraße ein größeres Haus mit Bäckerei und Kaffee erstellt, das zum 1. Juli 1986 bezugsfertig wird. Die Nachfrage nach Wohnungen hält an, weswegen nach Herstellung neuer Straßen weitere Wohnungen, neben dep bereits begonnenen, gebaut werben sollen. Die Liquidität der Genossenschaft ist sehr günstig. Erwähnenswert ist auch, daß die Spareinlagen um rund 71 000.— RM. zugenommen haben. Nach Vornahme von Abschreibungen in Höhe von rund 120 000.— RM. und Rückstellungen von 17 500.— RM. schließt die Bilanz mit einem Gewinn von rund 84 600.— RM. ab, woraus eine Dividende von 4 % vergütet und der Rest der Rücklage zugewiesen wirb. Alle Anträge der Verwaltung werden einstimmig genehmigt, die satzungsgemäß ausscheidenben Aufsichtsratsmitglieder Josef Albert, August Knobloch, Dr. Friedrich Koehler und Daniel Lichtt wurden einstimmig wiedergewählt. ösöikcker Staatstheater: Bunter Tanzmorgeu Man darf schon sagen, daß es sich gelohnt hat, den schönen Maimorgen daran zu wenden, um dem erfrischend beweglichen und abwechslungsreichen Tanzmorgen im StaatStheater beizuwohnen. Irmgard Silberborth hatte die Leitung dieser Tanz-Veranstaltung und ihr ist wohl auch die geschickte farbige Abwechslung des Programme- zu banken, an dem sie selbst der Leistung und Inanspruchnahme nach den Hauptanteil hatte. Ihr tänzerisches Können ist außerordentlich und gibt der ganzen mit ihr »u- sammenwirkenden Gruppe jeweils besonderen Gehalt und Gestaltungsfreubigkeit. Mit ihr ist Robert Mayer zu nennen, ein Tänzer von ganz eigener, anziehender Persönlichkeitswirkung, mit der er eine ausgereifte Tanzkunst verbindet, aber auch tänzerische Er- finbungsweise, so im „Bogenschützen" und „Holzschuhtanz", ist bemerkenswert. Hier gehört auch das „Wiegenlied" von Eva Allerbing rühmlich erwähnt, ein lieblich zartes, inniges Bild, mit besonderer, feiner Beziehung zum Muttertag. Die einleitende „Aufforderung zum Tanz" erfreute gleich durch Anmut und Grazie als die Feier bestimmender Auftakt. Lola Dahlin- g e r s Springtan, überrascht immer wieder und wird bestaunt, während Emil Michutta besonders im Ausdruck und durch Charakterisierungsvermögen reiche Wirkungen erzielt. Im Bauern- und Holzschuhtanz hat Elfriede Kühlmann eine allerliebste Note und Drollerie bewiesen und viel Beifall erzielt. Der zweite Teil war heiteren Tänzen gewidmet, die wohl drastisch und ausgelassen, immer liebenswürdig und anmutig blieben. Die kleine lustige Szene „Tanzstunde mit Hindernissen", mit Irmgard Silberborth in der Hauptrolle, war ein allerliebster und prächtig gelungener Abschluß. Der Tanzmorgen war ein starker Erfolg und sollte bei Wiederholung mehr Beachtung beim Tbeaterpubli- kum finden. Volksfeier am Scheffeldenkmal am nächste« Sonntag „Am 9. 4. 1886, abends 7 Uhr, schloß Scheffel in seiner Vaterstadt Karlsruhe die längst müde gewordenen Augen, M* einst so schönhei tsknndig und so schönheitsskoh iN die Welt geschaut hatten. Was er der Nation gewesen, trat hell und einmütig in dem hundertfachen Nachruf zutage, den die gesamte deutsche Presse ihm weihte —", so schreibt Johannes Proelß, der Scheffelbiograph, dessen großes Verdienst eS bleibt, auf Grund der ihm zugänglichen Quellen des Volks- und Heimatdichters Leben bis in seine verästelten Einzelheiten durchforscht zu haben. Wer gesunden, offenen Sinnes ist, dem ist Scheffel stets ein Bringer der Freude, dem legt er sein schönes Heimatland immer wieder ans Herz. Und wenn uns allen Scheffels Namen lieb und vertraut geworden ist, wenn wir an der Todesgedenktafel am Hause Stefanienstraße 16 jedesmal mit dankbarem „Seingedenken" Vorbeigehen, dann wollen wir auch mit freudigem, ihm zugeneigten Herzen an der am Sonntag, den 17. Mai, beim Scheffeldenkmal stattfindenden, vom deutschen Scheffel-Bund, Bad. Ministerium des Kultus und Unterrichts, ReichS- schrifttumskammer, NSDAP Kreis Karlsruhe und der Stadt Karlsruhe veranstalteten Bolksfeier zugegen sein, an der auch die HI, der BDM, die Studentenschaft, die Formationen der SA und SS, Vertreter der Partei, des Staates und der Stabt teilnehmen werden. Der Musikzug des Pol.-Leiter-KorpS, Kreis Karlsruhe, wird eingangs der Feier auS Richard Wagner „Die Meistersinger von Nürnberg, Aufzug der Zünfte und das Preislied" spielen. Die Begrüßung der Teilnehmer an der Volksfeier wird Ministerialrat Prof. Dr. Eugen Fehrle übernehmen. Der alem. Dichter Hermann B u r t e hat zum 50. Todestag Scheffels eine Elegie auf Scheffel gedichtet, die Burte selbst vortragen wird. Der Männerchor des Gesangvereins Concordia wird zwei Männerchöre singen. Mit Gedichten von Scheffel wird uns Staatsfchaufpieler Prüter erfreuen. Telegramm von Ostpreußenfahrt Opelsieg bei der Ostpreußenfahrt 1936 nie dagewesen groß! Unter 215 Wagen Opelmannschalt mit höchster Punktzahl Gesamtsieger, ln Wertungsgruppe Personenwagen über 1.8 Liter starten 5 Opeleinzelfahrer, vier davon erringen Goldmedaille. Kohlrausch erster mit höchster Punktzahl seiner Gruppe Oberst Gutknecht, Vogt, von Guilleaume dichtauf an zweiter, dritter, vierter Stelle. Völlig gleichmäßig alle Geländeschwierigkeiten meisternd, siegt die Opelmannschaft Schmitt, Bernhard, Diehl und erkämpft den Preis des Führers des deutschen Kraltiahrsports Korpsführer Hühnlein mit Goldenem Ehrenschild. Gesamt Wertung zeigt zusammenfassend: Opel durch Einzelfahrer mit höchsten Gutpunktzahlen Klassensiegerl Opel durch Team mit höchsten Gutpunkten aller Mannschaften absoluter Mannschaftssieger aller Gruppen 1 Ein derartig überragendes Ergebnis ist bisher im neuen deutschen Geländemotorsport nie errungen worden* Unsere serienmäßigen Zweiliter-Geländewagen haben es erneut bewiesen; Ob Straße oder Gelände, Opel siegt, denn Opel ist: Großhändler; Karlsruhes für Karlsruhe, Baden-Baden und das nördl. Mittelbaden: der Zuverlässige Autohaus Eberhard! G. m. b. H. Amalienstraße Nr. 55—57, Fernruf Nr. 7329—7332 ■ Langestraße Nr. 102 ■ FRITZ EURICH — — Verkaufsleiter 1 FERNRUF Nr. 1648 Seite 8 DerMrei Dienstag, 12. Mai 1936 Die Ausstellung der Stadt Der Rektor der Fridericiawa spricht heute Die am Samstag eröffnete Ausstellung „Leben und Schaffen der Gau- und Grenzlandhauptstadt Karlsruhe" hat schon in den ersten Tagen einen großen Publikumserfolg gehabt. Alle Besucher waren sich in ihrem Urteil einig, daß hier einmaliges geboten wird. Allabendlich finden im Filmvorführungsraum Lichk- bildervorträge statt, so wird am heutigen Dienstag, dem 12. Mai, der Rektor der Technischen Hochschule, Prof. Dr. Wittmann, über „Tie kulturelle Arbeit einer technischen Hochschule" sprechen. Ter Bortrag beginnt 18.80 Uhr. Wertvolles Lichtbildmaterial wird die Ausführung unterstützen. Karlsruher polizeibericht Berkehrsunsall. In der Ettlinger Straße wurde am Samstag, kurz vor 16.00 Uhr eine 68 Jahre alte Frau aus der Bahnanlage der Stadt. Straßenbahn von einem Straßenbahnwagen der Linie 5 angefahren und etwa 2 Meter geschleist. Die Frau trug einen Schlüsselbein- und Dchädelbruch davon und mußte in das Neue Binzentius- Krankenhaus verbracht werden. Wem gehört das Bauholz? Am 30. April 1036 wurde aus der Straße bei Muggensturm 20 Stück Rahmenschenkel (Bauholz) aufgefundcn. Ter Eigentümer wolle sich beim Landeskriminalpolizeiamt Karlsruhe (Polizeipräsi- bium, Zimmer 71) oder bei der Gendarmerie in Malsch- Ettlingen melden. Entziehung des Führerscheins: Dem in Turlach. .Kronenstraße 4, wohnhaften Albert Meier wurde mit so- sortiger Wirkung der Führerschein entzogen, weil er schon wiederholt in grobsahrlässiger Weise gegen die Verkehrs- vorschristen verstoßen hat. Pali: Der Postillon von Lonjumeau Ueber den Inhalt des liebenswürdigen Singspiels, das den Hof Ludwigs XV., den Hof der Marquise von Pompadour als glänzenden Rahmen hat, sei nur soviel gesagt, daß er — eine gute Ausnahme in der Reihe dieser Filme — von Anfang bis zum Ende sesselt. Graziöse Menuettmusik, einschmeichelnde Lieder und prächtige Hoffeste, wundervolle Kostüme befriedigen Ohr und Auge — während wir in angeregter Stimmung das merkwürdige Geschick des jungen schönen Postillions von Lonjumeau verfolgen, den Willy Eichberger mit erfrischender Lebendigkeit und Natürlichkeit wiedergibt. Bijou lRudolf Carl) bildet mit seiner Lucienne (Lucie Englisch) ein Paar, das in seinem verzwickten Verhältnis stete Ursache gutmütigen Spottes und schallender Heiterkeit ist. Leo Slezak als Graf de Latour enttäuscht angenehm, weil er nämlich auf gewisse Mätzchen verzichtet und nur seine Persönlichkeit, seine gewichtige Persönlichkeit, seinen feinen Humor einsetzt und dabei nicht allein die Marquise von Pompadour (Thekla Ahrens) für sich gewinnt. Ludwig XV. (A. Neugebauer) ist so wie er war: ein eitler, unntttziger Popanz, den die schöne Marquise sicher mit ihren schmalen Händchen lenkt. Es gibt wenige gute Unterhaltungsfilme. Deshalb müssen die Ausnahmen besonders hcrvorgehoben werden. „Der Pollillion von Lonjumeau" gehört zu diesen Ausnahmen und er wird noch sehr viele Karlsruher davon überzeugen. B. Äooistaufe im Istuderverein Der Karlsruher Ruderverein hatte seine Mitglieder und Freunde der Rudersache auf Samstagabend zur Taufe eines neuen Gigrennrevierers und der Trainingsverpslichtung der Jugendruderer in das Bootshaus im Rheinhafen eingeladen. Girlandenumkränzt war das schnittige Boot im Hofe des Bootshauses ausgestellt. Im Scheine der Fackeln waren die Aktiven des Vereins aufmarschiert und nahmen rechts und links des „Täuflings" Aufstellung. Nach einer Ansprache des Vereinsführers Schlachter nahm eine aktive Ruderin die Taufe des Bootes mit den Worten: „Ich taufe dich Olympia!" vor. Der Vereinsleiter gab das Boot in die getreue Obhut der Jugendruderer, nicht ohne vorher darauf hinzuweisen, welcher Idealismus und Opfersinn notwendig ist, um die Neuanschaffung eines solchen Bootes überhaupt möglich zu machen. „Papa Schick" nahm sodann die feierliche Verpflichtung der Jugendruderer vor. Tie Schlußworte - des Vereinsleiters klangen in einem „Sieg Heil" auf Führer und Vaterland aus. Ein anschließendes Tänzchen, zu dem die Hauskapelle unermüdlich aufspielte, hielt die Ruderfamilie in kameradschaftlicher Harmonie und Geselligkeit bis in die frühen Morgenstunden beisammen. In den Tanzpausen boten die Solotänze des Herrn E. Michutta und die humorgewürzten Vorträge des Staatsschauspielers Karl Mehner eine angenehme und mit viel Beifall aufgenommene Abwechslung. -lf. Soortomt raube Heute, TtenStag, lausen folgende Kurse: Fröhlich« Gymnastik und Spiele, Frauen: 20 Uhr Helmholtz schule; 2» Uhr Hochschul-Stadion; Durlach 16 Uhr Gymnasium; 20 Uhr Gymnasium; 20 Uhr Hindenburgschüle. Leibesübungen sür die Frau: 20 Ubr Gutenbergschule. Deuttche Gymnafttt, Frauen: g Uyr Gymnastttschule, Batschstr. 8. RetchSsportabzeichen, Männer und Frauen: 10.30 Uyr Hochschul- Stadion. Boren, Männer: 20 Ubr Sporthalle, Karl-Friedrich-2tr. 23«. Anmeldung und Auskunft aus der GeschästSstelle des Spontan,t«S der NLG „Kraft durch Freude", Kaisers«!. 148 (Fernruf 7394» oder vor und nach dem Unierrichi bei den Lehrkräften. An den Kursen Interessierten ist das Zusehen geslatlet. schwanen breit Ortsgruppe der NSDAP, Süd I. Heute, 2«« Uhr, Sitzung der Pol. Leiter und Blockhclser in der Uhlandschule, II. Stock. Deutsche Arbeilssront, Krctswaliuug Karlsruhe. Zwecks kurzer Besprechung sindet sür sämtliche TAF-Lrisgruppeuwaller Karls- rube-Stadt heute. DiciiSiag. den 12. 5. 36, pUntllich 19 Ubr, in unserer Dicnltstcllc, Lammstr. 15, III. Stock, eine Sitzung statt. NS Fraucnschaft — Ortsgruppe Siidwcst I. Heimabend am Mittwoch, dem 13. Mai, ab nds 8 Uhr, im Nebenzimmer der „Wacht am Rhein". Wichtiger Besprechungen wegen ist zahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Sprechstunden der FraucnschastSleilcrin stnd aus Montag, Mittwoch und Freitag, vormittags von 11—12 Uhr, festgesetzt, und zwar in der GeschästSstelle der NSDAP, Fricdcn- stratzc 28. NS-Fraucnschast, Ortsgruppe Süd. Mittwoch, 13. 5. 36, Näy- nachmittag, Montag, 25. 5. 36, Pflichtobend, NebcniuSIchul«, Mittwoch, 27. 5. 36, Nähnachmittag.' RS-Frauenschast, Jugendgruppc, Kreis Karlsruh:. Am morgigen Mittwoch, Ai Ubr, hat die Jugendgruppe Schulungsabend. Vortrag von Frl. Dr. Kirchcr über Deutsches Mittelalter in der Kunsthalle, Hans-Tboma-Str. 2. Wer sich beim Singen an diesem Abend beteiligen will, kommt heute DtenStag, 20 Uhr. in die Süd- endschul«. NS-Fraucnschast, Ortsgruppe Wethcrseld. Mittwoch, 13. Mai, IS Uhr, findet im „Weiherhof" unsere Muttertagfeier statt. Wir erwarte« regst« Beteiligung. SW ff ISCHEN IN. PFINZ UND AIB NACHRICHTEN AUS KARLSRUHE- LAND, DURLACH UND BEZIRK ETTLINGEN Rund um den Turmberg Alte Mütterchen Gäste der NG-Frauenschast R. Durlach, 11. Mai. Ein schönes Bild von Volksgemeinschaft und werktätiger Liebe bot die Turlacher Festhalle am Sonntagnachmittag. Die NS-Frauenschaft hatte den Muttertag zum Anlaß genommen, um dreihundert alte, kinderreiche Frauen zu Gast zu laden und sie bei Kaffee und Kuchen einige Stunden zu unterhalten. Die mit viel, viel Blumen geschmückten, langen Tischreihen ivaren von den alten Müttcrlein besetzt, denen die Freude über das Ereignis im Gesicht abzulesen war; Auch die Frauenschaftsmitglieder hatten sich sehr zahlreich eingefunden. Auf der Bühne hatte der Gaumusikzug des Reichsarbcitsdienstes Platz genommen, der unter Meister Vogels Leitung die Stunden mit fröhlicher Musik würzte; besonders Suppss Ouvertüre zur „Schönen Galathee" fand starken Beifall. Die Frauenschastsieiterin begrüßte die lieben Gäste und wies darauf hin, daß gerade der „Tag Mutter" den Wert der wirklichen Volksgemeinschaft verstehen lasse; gerade die Mutter müsse ihre Arbeit aus das „Wir" im Sinne der Gesamtheit richten, um der Eigensucht von vornherein die gefährliche Spitze abzn- brechen; der Muttertag gebe auch den Kindern Gelegenheit, Dank abzustatten. So wurden die Darbietungen großenteils von Kindern gebracht. Ganz reizend waren die Vorführungen der „Spielschar", d. h. der noch nicht zehnjährigen Kinder, die jeden Mittwochnachmittag von den Scharleiterinnen der NS-Fraucnschaft betreut werden. Frisch sangen sie ihre Liedchen, sagten sic ihre Berschen, spielten sie in einfachsten Kostümen. Mit Liedern wirkte der Singkreis der NS-Frauenschaft mit. Die Kulturreferentin sprach zwischen den einzelnen Darbietungen verbindende Worte. Und schmunzelnd saßen die guten alten dabei, von denen keine unter 60 Jahren war, und ließen sich vorsagen und Vorsingen. * R. Durlach, 11. Mai. lO p f e r g e i st.) Der Sturm 10/100 hatte am Sonntag ein Ladenlokal der Adolf-Hit- ler-Straße als Einzeichnungsstclle belegt, um recht viele Volksgenossen auf das „Dankopfer der SA" aufmerksam zu machen; von dieser Gelegenheit wurde reichlich Gebrauch gemacht. Ta kam auch ein altes Mütterchen von etwa 70 Jahren in den 'geschmückten Raum, um ein Scherflein zu bringen. Das ärmlich gekleidete Frauchen sagte dabei: „Ich habe ja selbst nicht viel; aber für unfern Herrn Hitler habe ich immer noch eine Mark übrig!" Welch tiefe, felsenfeste Ueberzeugurlg tat sich in diesen Worten der einfachen Frau kund! Drum, Volksgenoffe, der du bester gestellt bist als dieses Mütterchen, laß dich nicht beschämen! Opfere eine kleine Gabe! * H. Grötzingeu, 11. Mai. (Konzert der „E i n - t r a ch t".) Am kommenden Sonntag, 17. Mai, abends 8 Uhr, wird die „Eintracht" ein Konzert veranstalten, bei dem ein reiches, ausgewähltes Programm geboten wird. Einheimische und auswärtige Kräfte werden gesanglich und musikalisch Mitwirken, auch ein Schülerchor wird in dem Programm genannt. — (F i l m.) In der letzten Woche zeigte die Gaufilmstelle den Film „Zwischen Himmel und Erde." H. Grötzingen, 11. Mai. (Todesfall.) Rasch und unerwartet verschied am Montag morgen die Ehefrau des Gärtners Dreyer. W. Söllingen, 11. Mai. Die NS-Ganfilmstelle führt am morgigen Mittwoch ihre allmonatliche Filmveranstaltung vor. Zur Aufführung kommt der überaus spannende Film „Zwischen Himmel und Erde". Es finden zwei Vorstellungen statt; nachmittags 4 Uhr für Schüler und abends 8 Uhr sür Erwachsene. fl. Stupserich. 11. Mai. Am Muttertag lud die hiesige NS-Frauenschaft die alten ehrwürdigen Mütterlein unseres Ortes zu einem gemütlichen Ehrenstündchen bei Kaffee und Kuchen in den hiesigen Rathaussaal ein. Tie Frauenschaftsleiterin, Frau Strack, begrüßte die erschienenen Mütter in herzlichen Worten, in denen sie auch die Bedeutung des Muttertages besonders hervorhob. So wurde in unserem Ort der Muttertag zum Freudentag für manches Mütterlein, das sich schon vergessen glaubte. L. Palmbach, 11. Mai. (Muttertag). In besonders sinniger Weise wurde in diesem Jahre der Muttertag in unserem Torfe begangen. Der Einladung der NS- Frauenschaft in den Lammsaal war eine große Anzahl von Müttern, Mädchen und Kinder aus allen Altersklassen gefolgt, auch die Männer wollten den Ehrentag der deutschen Mutter miterlebeu. Um 3 Uhr nahmen die Gäste an den festlich geschmückten Tischen Platz. NS- Frauenschaftsleitcrin Frau Kräutlein wies in ihrer Begrüßung auf die Bedeutung des Tages hin und betonte, daß es sich bei der Durchführung des Muttertags um kein rauschendes Fest, sondern um einen Tag der Ehre und Würde der „Deutschen Mutter" handle, denn gerade die Mütter mit ihren selbstlosen Leistungen, die sie täglich und stündlich an ihreir Kindern vollbringen, sind vom Führer berufen die Grundlage für Familie und Volk, somit Mitträgerin der Station zu sein. Und nun folgte die Abwicklung des in allen Teilen gut gelungenen Programms, das mit großem Beifall ausgenommen wurde. Ter inzwischen von BDM-Mädels aufgetragene würzige Kaffe und Kuchen mundete. Der Grabbellack war natürlich auch vertreten; sein spaßhafter Inhalt löste bei jung und alt Helle Freude aus und auch die von den NT- Frauenschaftsmitgliedern schön und praktisch angefertigten Hausarbeiten für Kinder fanden begeisterten Absatz. So vergingen die fröhlichen Stunden im Fluge. Ettlingen und Umgebung Ettlingen ehrte die alten Mütter * Ettlingen, 11. Mai. Anläßlich des gestrigen Ehrentages unserer Mütter, des Deutschen Muttertages, hat die Stadtverivaltung, wie in den letzten Jahren schon, die 80 und mehr Jahre alten Mütter hiesiger Stadt, die auf ein besonders langes und opferreiches Leben zurückblicken können, in besonderer Weise geehrt, indem sie denselben durch den 1. Beigeordneten Lorenz Weis ein Glückwunschschreiben, verbunden mit einem Blumengruß und einer Ehxengabc überreichen ließ. Die Namen der geehrten über 80 Jahre alten Mütter sind folgende: Altenbach Jda Witwe, Bingel Johanna Witwe. Brecht Marie Witwe, Bürkle Katharina Witwe, Endisch Sofie Witwe, Fais Christine Witwe, Gierich Henriette Witwe, Hcrtiveck Pauline Witwe, Kaule Christine Witwe, Lauinger Margarete Witwe, Link Karoline Witwe, Schindler Scrafine Witwe, Schmidt Rosa Witwe, Schübel Paulinc Witwe, Springer Magdalena Witwe, Unser .Katharina Witwe, Walther Marie Witwe. Weber Sofie Witwe und Zoller Anna Witwe. Die Tegernseer in Ettlingen S. Ettlingen, 12. Mai. Der letzte Sonntag brachte nach der bisherigen unbeständigen Witterung einmal richtiges Frühlingswetter. Die Albtalbahn brachte zahlreiche Naturfreunde nach Marxzell und Herrenalb; Radfahrer. Motorradfahrer und Autos bevölkerten die Landstraße im Albtal, und in Fischweiher „aalten" sich die „Unentwegten" bereits in der warmen Frühlingssonnc!-Daß dieser Sonntag auch einen schönen Abschluß fand, dafür hatte einmal mehr die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gesorgt, indem sie eine bayrische Schauspielertruppe von T e g e rn s e e nach Ettlingen verpflichtet hatte. Leider litt der Besuch etwas unter dem in der Landeshauptstadt gerade stattfindcndem Garnisontag. In Abänderung des Programms spielten die Künstler statt des „Kreuzlschreibers" die Komödie „W enn am Sonntag- abenddieDorfmusikspielt". Es war eine herzerfrischende Angelegenheit! Frisches, unverdorbenes Tiroler Bauernblut, setzte sich gegen „damische Stadtsracks und Hochstapler" durch; das war die Tendenz des Stückes. Die Einzclleistungen der Schauspieler waren sehr ansprechend, besonders der alte Knecht, der auf dem Bauernhof das Gnadenbrot bekam, rief durch seine treffenden und oftmals zeitgemäßen Bemerkungen wahre Lachsalve^ hervor! Das Schrammel-Ouartett der Künstler, das mit frischen Tiroler Bauerntänzen aufwartete, fand ebenfalls reichen Beifall. Alles in allem wieder eine gelungene Veranstaltung, aus deren Frohsinn die Zuhörer im wahrsten Sinne des Wortes neue Schaffenskraft für die kommende Arbeitswoche schöpfen konnten. * n. Neichenbach, 11. Mai. (7 0. Geburtstag.) Dieser Tage konnte bei bester Gesundheit unser Mitbürger Heinrich Schottmüller seinen 70. Geburtstag feiern. Seitens der Gemeinde wurde dem Jubilar der Dank für geleistete Arbeit ausgesprochen. ii. Langensteinbach, 11. Mai. (Gründung einer Sani t 8 t s k o l o n n e.) Samstagabend hielt Bezirksarzt Tr. H e r r e c o u r t - Ettlingen im hiesigen Rathaussaal zwecks Gründung einer Sanitätskolonne einen dementsprechenden Aufklärungsvortrag. Eine stattliche Anzahl Männer fand sich zur Gründung einer Kolonne bereit. n. Langensteinbach, 11 . Mai. (Muttertag.) Eine frohe Gesellschaft fand sich am Sonntag bei der Barbarakapelle ein, um gemeinschaftlich den Muttertag zu begehen. Mit Gedichten, Liedern und Spielen des Jungvolks ausgeschmückt, zog ein buntes Programm an den Augen der Zuschauer vorüber. Zu Beginn der Veranstaltung zog die Jugend der Kinderreichen und ihre Eltern mit Blumensträußen durch das Dorf. Ten Abschluß des Tages bildete ein gemütlicher Bummel durch den grünenden Wald. llnsere Schuljugend turnl fleißig Ergebniste der Mannschaftskämpse im Geräteturnen Bei den für das Jahr 1936 abgehaltenen Mannschafts- kämpfen im Geräteturnen für die männliche Schuljugend, die in der Landcsturnanstalt abgehalten wurden, nahmen teil: In der Unterstufe: 13 Mannschaften der Volksschule, 5 Mannschaften der Höheren Lehranstalten. In der Mittel st u f e: 1 Mannschaft der Knaben- Fortbildungsschule, 5 Mannschaften der Höheren Lehranstalten. In der O b e r st u s e: 5 Mannschaften der Höheren Lehranstalten: im V(anJ&n 29 Mannschaften mtt str zehkk' Mann = 290 Wettkämpfer. Es erreichten die höchsten Punktzahlen in der U n t e r- stufe: Gutcnbergichule I mit 486 Punkten, Mittelstufe: Helmholtzschule mit 303 Punkten, O b e r st u f e: Kantschnle mit 307 Punkten. Die besten M a n n s ch a f t s l e i st u n g e n erzielten in der U n t e r st u f e: Reck 161 Punkte Gutenbergschule 1 und Knielingen; Barren 171 Punkte Helmholtzschule: Pferd 171 Punkte Gymnasium. Mittelstufe: Reck 176 Punkte Helmholtzschule: Barren 164 Punkte Helmholtzschule; Pferd 175 Punkte Goetheschule. Oberstufe: Reck 164 Punkte Kantschule und Gymnasium; Barren 170 Punkte Kantschule: Pferd 175 Punkte Gymnasium. Als Dreikämpfer hatten die höchsten Punktzahlen in der Unterstuf e mit 54 Punkten Tchück-Schillcr- schule, Hornnng-Kantschule; M i t t e l st u f e: mit 54 Punkten Gebhard-Helmholtzschule; O b e r st u f e: mit 56 Punkten Ullrich-Gymnasium, v. d. Trenk-Goetheschule, Motzkat- Kantschule, Gorenflo-Kantschule. Blick über die Hardt Liebolsheims neue Milchsammelstelle Ern Musterbetrieb er. Liedolsheim, 11. Mai. Unsere neue Milchhalle ist seit 1. Mai in Betrieb genommen. Bon Fachleuten wird sie als eine der schönsten und modernsten des ganzen Landes bezeichnet. Zwei Eingänge sorgen für rasche Abwicklung der Ablieferung. Der Boden ist mit Platten belegt und somit leicht zu säubern. Das Tageslicht flutet durch zwei große Fenster in den Raum. Abgeliefert wird die Milch jeweils morgens und abends. Zwei Waagen messen die Milch und registrieren gleichzeitig durch Hebeldruck die Literzahl auf der Karte. Vom Sammelbecken, in welches die Milch von den Meß- waagen aus geleitet wird, wird sie durch eine Pumpe, die pro Stunde 1500 Liter befördert, in eine ganz neuzeitliche Kühlanlage gepumpt, und dort auf 0.4 Grad Celsius abgekühlt. Sodann erfolgt die Abfüllung in die großen Kannen, in welchen die Milch nach Karlsruhe geliefert wird. Mit rund 3000 Liter täglich versandter Milch dürfte Liedolsheim mit an erster Stelle der Hardtorte stehen. Während bei den früheren Sammelstellen nach der Reinigung die Abwasser sich in den Dorfgassen ansammelten, hat man in dieser Hinsicht bei der jetzigen Milchhalle einen doppelten Zweck erreicht. Einmal werden die Abwasser außerhalb des Orts geleitet, zum andern speisen sie den Brandweiher am Ortsausgang nach Dettenheim. Hat auch die Herstellung der jetzigen Sammelstelle erhebliche Kosten verursacht, so hat doch die Gemeinde eine Stätte geschaffen, die dem Gemeinwohl dient und späteren Generationen Zeugnis ablegt, von der Arbeit und der Fürsorge des neuen Reiches. Die Zehnjahresfeier der Ortsgruppe Rußheim z. Rußheim, 11. Mast Am Sonntag, den 24. Mai, begeht die Rußheimer Ortsgruppe der NSDAP die Feier ihres zehnjährigen Bestehen. Sie verbindet mit dieser Feier die Weihe ihrer Fahne und des schon vielfach be kannten „Horst-Wessel-Platzes". Gleichzeitig werden viele führende Persönlichkeiten der Partei und des Staates im Gau Baden, viele alte Kämpfer der Bewegung, an diesem Tage nach Rußheim kommen. Biele Parteigenossen und Ortsgruppen haben auf die allseits ergangenen Einladungen ihr Erscheinen zngcsagt, von manchen Ortsgruppen aber stehen die ergangenen Fragebogen noch aus, um deren umgehende Rücksendung dringend ersucht wird. * o. Blankenloch, 11 . Mai. (Vom Sport.) Aus dem Gebiete des Sportes herrschte am Sonntag lebhafter Betrieb. Die erste und zweite Mannschaft des Fußballvereins spielte in Rußheim. Rußheim hatte sich zu ihrem Privatspiel gerade Blankenloch gewühlt, weil man von dieser Mannschaft in der letzten Zeit viel gutes gehört hat in bezug auf Leistung. Der Klassenunterschied machte sich tatsächlich bemerkbar. Gegen die junge talentierte und spieltechnisch in voller Höhe befindliche Blankenlocher Mannschaft konnten die Rußheimer nichts ausrichtcn. In der ersten Viertelstunde stand das Spiel bereits 3:0 für Blankenloch. Das Endresultat lautete 6:0 für Blankenloch. Die zweite Mannschaft spielte 3:3 unentschieden. Die erste Handballelf und die Jugendmannschaft trugen auf eigenem Platze ein Freundschaftsspiel gegen die Handballabteilung des hiesigen Lagers aus. Das Spiel der Jugendmannschaft endete mit 5:6 Toren sür den Arbeitsdienst. Die erste Mannschaft dagegen überfuhr den Arbeitsdienst geradezu verblüffend. Bei Halbzeitstand lautete das Resultat bereits 10:1 für Blankenloch, das Endresultat 15:6 Toren für Blankenloch. Jedoch ließen sich die Arbeitsdcinstler nicht, entmutigen und kämpften mit äußerster Energie und Verbissenheit bis zum Schlußpfiff. Es ist immerhin eine gute Gesamtleistung der Arbeitsdienstler! o. Blankenloch, 11. Mai. «M u t t e r t a g s f e i e r.) Am Sonntagnachmittag hielt die hiesige NS-Frauenschaft im Saale zum Bahnhof eine Mnttertagsfejer unter Mitwirkung des Jungmädelsbundes ab. Tie Besucherzahl ließ sehr zu wünschen übrig. Pg. Hopp hielt eine kurze An- prache au die Teilnehmer o. Blankenloch, I I. Mai (Heute P. i e r d e m u st e - rung.) Heute vormittag sindet au: dem Brttggcl bei der Kindcrschule die Pierdemusterung statt. Die Pferde müssen in vorgeschriebenem Zustand pünktlich 8 Uhr an Ort und Stelle sein. (Sföwgtt VlwthMifttuflM Badisches Staatstycatcr. Heute, Dienstag, 20 Uhr, zum ersten Male „Die einsame Tat", Schauspiel von Sigmunv Grass; in Szene gesetzt von Felix Baumbach und Marie Gentcr, Liselotte Kocrser, Heinz Gracbcr, Alsons Klocblc, Paul Kuhr, Karl Mathias, Hans H.rbcrt MochelS und Ulrich von der Trcnck in den Hauptrollen. Morgen, Mittwoch, um 20 Uhr, 10. Sinsonie-Konzert: Beethoven Abend iOuvcrIUre „Eoriolan", Klavier-Konzert C-Moll, „Eroica"); Dirigent Joseph Kcilberth, Solist: Edwin Fischer. Au der Schauburg laust ab heute der AuSstattungSsilm der Terra „Die Pompadour", dessen Hauptrollen Käthe v. Nagy, Willy Eich- bcrger, Leo Slezak, Rudolf Earl u. a. spielen. Tagesomzeiger Dienstag, den 12. Mat 1936: Theater Badisches Staatslheater; 20 Uhr: Die einsame T. Kilm Schauburg: Die Pompadour Union Lichtspiele; Stützen der Gcsellschast U.T. Muhlburg: Henkel Persil-Film .Capitol: Savoy Hotel 217 Atlantik: Variets Gloria: Krach im Hinterhaus llamnicr Lichtspiele: Sonnenstrahlen palt: Der Postillon von "Lonsumeau Rest: Konfetti Durlach: Skula: Das Geheimnis von Zermatt Durlach-. Markgrascntycatcr: Der schüchterne Casanova Ettlingen: Union; Soldaten — Kameraden Konzert / Unterhaltung Bauer: H. Schecr u. s. Solisten Grüner Bauin: Tanz Kaskcc des Wrstcns: Konzert Löwenrachen;- Familicnkabarctt Museum: W. Kern und seine Solisten Odeon: Konzert Psaunciisticl: Kabarett Rocdcrcr: Tanz Regina: Kabarett Wcinhaus Just: Kabarett Wiener Hos: Tanz ' Parkschlötzlc Durlach: Konzert und Tan; l Dienstag, 12. Mai 1936 Dttfübktt Seite 9 neuen. (^ewic^tkekehnMeisteh, Rudolf Ssmavr im Mittelgewicht nur Dritter Im vollbesetzten „Saalbau* zu Essen fielen am Sonntagabend dte restlichen Entscheidungen der Deutschen Meisterschaft im Gewichtheben. Einen überraschenden Ausgang nahm die letzte Entscheidung. Im Mittelgewicht konnte sich Hans Wagner (Essen), der in letzter Zeit große Fortschritte gemacht hatte, den Titel mit einer Gesamtleistung von 362,5 Kilo sichern. Wagner stellte dabei im beidarmigen Reihen mit 113,5 Kilo einen neuen deutschen Rekord auf. Der Titelverteidiger, Weltrekordmann Rudolf Jsmayr (München), befand sich körperlich nicht in bester Verfassung. Er mutzte noch den zweiten Platz an Willi Opschruf (Trier) abtreten. Die Ergebnifle: Mittelgewicht: 1. Hans Wagner (Essen) 862,5 Kilo (105+115+142,5),' 2. Willi Opschruf (Trier) 357,5 Kilo (100 + 112,5+145),- 3. Rudolf Jsmayr (München) 355 Kilo (110+107,5+187,5); 4. Hans Gottschalk (Essen) 837.5 Kilo (87,5 + 97,5+142,5); 5. Schmitz (Köln) 380 Kilo; 6. Lehmann (Welzow) 317.5 Kilo; 7. Kaltschmtdt (Stuttgart) 307,5 2. Kilo; 8. Gers (Hörde) 300 Kilo; 9. Küpper (Bremerhaven) 211 Kilo; 10. Pallentien (Remscheid) 185 Kilo. Nach Abschluß der Titelkämpfe in Esten hat die Li sie der deutschen Mei st er mit den in Möhringen ermittelten Sieger folgendes Aussehen erhalten: Bantamgewicht: 1. Josef S ch u st e r (München), 3. Bumberger (München), 3. Schmaleit (Berlin). Federgewicht: 1. Max Walter (Saarbrücken) Mühlberger (Frankfurt a. M.), 8. Liebsch (Düsseldorf). Leichtgewicht: 1. Karl Jansen (Essen), 2. Schwitalle (Breslau), 3. Thiersch (Erfurt). Mittelgewicht: 1. Hans Wagner (Esten), 3. Opschruf (Trier), 3. Jsmayr (München). Halbschwergewicht: 1. Eugen Deutsch (LudwigS- hafen), 2. Gietl (München), 3. Bierwirth (Esten). Schwergewicht: 1. Josef Manger (München), 2. Wahl (Möhringen), 8. Schattner (Berlin). Der Abschluß der Sstvreußenfabrt (Drahtbericht des „Führer") Königsberg, 11. Mai. Die diesjährige Ostpreußen, fahrt wurde am SamStag erfolgreich abgeschlossen. Die Bedingungen waren diesmal etwas leichter, weil der Regen auSblieb, der eigentlich bisher zu jeder Ostpreußenfahrt gehört, hatte. Immerhin gab es noch genug Ausfälle. Wer ohne Unfall oder gar ohne Strafpunkt« diese drei harten Tage durchstehen wollte, der mutzte schon ein überdurchschnittlich sicherer Fahrer sein, dte Maschine schonen und das Gelände gut beurteilen können. Das bewies der Wettbewerb auch in diesem Jahre wieder, wenn man von einigen Pechvögeln absieht. In Reih und Glied standen am Samstagmorgen wieder die Wagen und Räber auf dem Erich-Koch-Platz in Königsberg zur letzten Tagesfahrt bereit. Ueberall bemerkte man aber die Lücken, die die vergangenen Tage geristen hatten. Und auch den noch aufgefahrenen Wagen sah man die Spuren der schweren Tage deutlich an. Der Himmel war bewölkt, als die ersten Fahrzeuge starteten. In die Strecke des Schlußtages war als Sonderprüfung eine Geländefahrt eingeschoben. 50 Kilometer von Königsberg entfernt wurde diese in 4,5 Km. erledigt. Steigungen bis zu 25 Prozent und versandete Abfahrten bereiteten dabei die größten Schwierigkeiten. Teilweise schafften es die Maschinen hier schon nicht mehr. Bon einem erhöhten Punkte aus beobachteten zahlreiche Zuschauer und auch KorpSführer Hühnlein die Fahrer, die mitunter eine hervorragende Technik an den Tag legten. In der Stempelkontrolle Heinrikau traf als Erster Hauptmann Mildebradt auf einem Adler ein. Vergeblich wartete man auf Hauptmann M e f f e r t« Hanau, der in seiner Klaste an der Spitze gelegen hatte. Ein Differentialbruch hatte ihn kurz vor der Kontrolle zum Aufgeben g«,ungen. Ein nur schwacher Trost für ihn war, baß es den anderen Teil- nehmern nicht bester erging. Hirte-Schwerin und ErtelS fuhren mit ihren Wagen gegen Bäume, was Aufgabe bedeutete. Erfreulich war es, daß auch der Schlußtag ohne ernste Verletzungen abging. * Die NSU-Mannschaft, die an den englischen T. T.-Re- nen vom 15.—19. Juni teilnehmen wird, besteht auS den Fahrern Fleischmann (350 und 500 ccm) und Steinbach (350 ccm). Warschaus Amatenrringer konnten den Rückkampf gegen Königsbergs Städtemannschaft erfolgreich gestalten. Die Polen siegten mit 15:9 Punkten. Die Fußballelf von Holstein-Kiel spielte in Dänemark gegen GF Aarhus und siegte mit 4:3 (0:3) Treffern. ÜsilSschrllllM Kufekeki — Neln, km Gegenteil, Kufeke ist im Gebrauch sehr billig. Oie Kinder entwickeln sich »abei prächtig, find aber nicht aufgeschwemmt und haben eine geregelte Verdauung, kurz: die Kinder flnd gesund und kreuzfidel und Sie sparen Mühe, Sorge und Geld. Wir beklagen den Verlust zweier Gefolgschaft»- Mitglieder Adolf Hammel Bierbrauer und Friedrich Kleinbob II Hilfsarbeiter die nach schweren Leiden gestorben sind. Bierbrauer Hammel war über 37 Jahre und Hilfsarbeiter Kleinbub II über 14 Jahre in unserem Betriebe tätig. Beide erwarben sich durch treue Pflichterfüllung Achtung und Vertrauen. Wir werden beiden ein gutes Gedenken bewahren. Karlsruhe, den 11. Mai 1936. Betriebsführer und Gefolgschaft der Brauerei Schrempp-Printz, Karlsruhe Todes-Anzeige - Danksagung Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere innigstge- liebte, herzensgute Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante LuifeHaselwander^bKoib Friseormelster-Wltwe unerwartet rasch in die Ewigkeit abzurnfen. Die Beisetzung fand auf Wunsch der Entschlafenen in aller Stille statt. <2212) Fiir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für die schönen Blumen- und Kranzspenden sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Karlsruhe, 7. Mai 1936, Karletraße 39. Di« tlaltrauarndan Hintarbliebenaa Todesanzeige Heute verschied nach langem schwerem Leiden, meine gute Frau meine liebe Mutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Fran Martha Schlinduiein geb. Höllerbach im Alter von 34 Jahren. Bruchsal, den 1L Mai 1936 In tiefer Trauer Oskar und Tochter Erika Die Beerdigung ündet am Mittwoch den, 13. Mai 16.30 Uhr von der Leichenhalle aus statt. lungenkranke «Halt«, kostentoo Broschüre mit mteressanten Berichten sowie prob» der echten Oe. Boeder Tableiten. 4006 schriftliche Anerkennungen, darunter 800 von Ärzten! Dt. Boether GmbH. München 16 / S 44 Zu vermieten mietet- I. Bett oetein Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, das Ableben unseres früheren kaufmännischen Direktors, des Herrn Carl Rackstnhl anzuzeigen. 53710 Der Verstorbene hat in der langen Zeit von 42 Jahren seine reichen Erfahrungen, sein ganzes Wollen und Können und seine hervorragenden menschlichen Eigenschaften demGedeihen unseres Unternehmens gewidmet. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Durlach, den 11. Mai 1936 Aufsichtsrat und Vorstand der Gritzner-Kayser A.-G., Durlach 1897 Rorterufjf e.O.m.6.0. Wir Haben zu vermieten: auf t. In» »b. I«.: (58232 Hohen,ollernftraß« 20, 4. Stock, Drei,im- merwohnung mit Zubeh. u. Badersum. auf 1. September d». IS.: Artillerieftraße 8, 8. 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Antreten 10.45 Uhr vor der Friedhofkapelle. Karlsruhe, den 10. Mai 1936. gez. Dr.-Ing. Rolf Gntsrh, . Führer d Kameradschaft „Karlsruhe" Schöne 33.-Mnung mit Bad U. Wohn- manf.,tn ruh.,zentr. Lage, auf 1. Juli z. 80 A zu vermiet. Auguft-Türr-Str. 3, 2. St., link». (2130 33.-W0ÜNUNN mit Zubehör, West, stadt, auf l. Juli zu vermiete«. Loge- bote unt. Nr. 2168 an den Führer. Gr. 3 Z.-Wohnuug mit Diele, Bad u. Mansarden,., Preis 85 A, zu vermiet. Näh. Grbhardstr.19, 3. Stock, recht». (2017) Sonn., mod. 3—4 Z.-R-euhauS-Wohn., >930 erb., Pr. 65— 75 A, II., mit gr. Ball. ufw. an pktl., ruh. Dauermjet. zu verm. An,ul. 10—12 und 2—5 U. «int- hei«, Weinweg 2,p. _ (2150 Sonnige, moderne 43.-Mniing mit oder ohne Garage, per sofort zu vermieten. Nähere» tzerrenpr. 54, II. (52903) Moderne 4 Zimmer- Wohnung mit einger. Bad, Mans., Zenlralheiz., auf 1. Juli zu vermieten. vaugeschäst Stöber, Rüppurrer- straße 13, Del. 87. (49915) Reu,eitlichel 45604) 4 Zimmer- Wohnung im 2 u 3. 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M.-G.-Kom- panie, dem Spielmannszug und Musikkorps des Iuf.-Regt. 13 (Karlsruhe), die alle unserm teuren Entschlafenen das letzte Geleit und die militärischen Ehren erwiesen. (53492) Karlsruhe-Beiertheim, 11. Mai 1936. Die trällernden Hinterbliebenen: Ludwig Bach und Angehörige. Mietgesuche Billige» Manl.-Zimm. ,. Möbel «instellen, sof. ges. Angeb. u. 2199 an d. Führer Klei»., behaglicher, möbl. Zimmer oder Mansarde gesucht z. 15. 5., mügl. Zentr. PreiSang. unt. Nr. 2152 an d. Führer. Beamter sucht Bim. n zentr. Lage, auf 1. Juni 1938. Angebote u. Nr. 2192 an den Führer. Fröulein berusstät., sucht sofort freundlich möbl. Zimmer mögl. Nähe LandeS- bibliolhek. PreiSang. u. 2176 au d. Führ. BerufSt. Dame sucht leere» Zimmer oder Mansarde in gutem Hause. Angebot« unt. 2211 an den Führer. Möbl.Zimmer von berufstätigem Fräulein gesucht. Angebote unt. 2208 an de» Führer. Freundl. Zimmer Räbe Rhetnhafen o. Mühlburg, sofort gesucht. Angeb. unt. 2180 an d. Führer. 5-6 Ammer Wohnung 1. 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Jeder Dtenstvflichttge kann Antrag auf Zurückstellung aus häuslichen, wirtschaftlichen oder beruflichen Gründen schriftlich beim Bezirksamt Breiten stellen. Dieser Antrag must spätestens am Tage der Musterung gestellt und durch Urkunden belegt sein. Urkunden müssen urschriftlich vorgelegt werden oder amtlich beglaubigt sein. Die Dienstvflichttaen müssen zum MusterungStermin mit sauberer Wäsche und sauber gewaschen erscheinen. Ein Dienstpflichtiger, der durch Krankheit an der Gestellung zur Musterung verhindert ist. bat hierüber ein Zeugnis des Amtsarztes «Staatl. Gesundheitsamt Bruchsal) etnzureschen. Ein Anspruch auf Reisekosten und Entschädigung für Lobnausfall für Dienstpflichtige besteht nicht. Wer seiner Gestellungspflicht zur Musterung nicht oder nicht pünktlich nachkommt oder den sonstige» Borschriften für die Musterung zu- widerbandelt, wirb, soweit nicht nach anderen Gesetzen «53 140, 142, 143 des Reichsstrafgesctzvuches) eine höhere Strafe verwirkt ist. nach 3 8 der Berordnung über die Musterung und rlusbebung vom 21. März 1936 mit Geld bis au 150 RM. oder mit Haft bestraft. Auch bat er zu gewärtigen, dah er durch das Bezirksamt Brette» mit pol. Zwangsmatznahmen zur Musterung vorgeführt wird. <52920 Brette», den 7. Mai 1936. Rad. Bezirksamt. Di« Bekämpfung de« Maul» und Klauenseuche In dem Gehöft des Heinrich Fundis „Fnndisbof" an der Strotze Zaisenbauien — Evvinge« auf Gemarkung Snlzseld ist die Manl- »nd Klauenseuche ausgebrochen. A. Sperrbezirk: im Sinne ber 38 181 ff. der Äusführungs-Bor- fchriften zum Bichseucheugcsetz bildet der „Fundishos". N. Beobachtnngsgcbiet: im Sinne der 38 165 ft. der A.B. ,. B.G. bilden die Gemeinden Sulzfeld. Zaiscnhausen, Gut Neuhof und Evvinacn. C. für de» IS-Klm.-UmkretS vom Seuchcnort „Fundishof" entfernt gelten die Bestimmungen des 8 168 der Ausführungs-Äorschrift z. B.-Gcs. Im übrigen gelten die gemeinsamen Vorschriften der 38 162 bis 164 d. A.B. j. B.G. Sämtliche Biehmärkte einschlietz- lich der Pferde- unb Schwcine- märkte sind verboten. «53896 Brette«, den 9. Mai 1936. Bad. Bezirksamt. c Brudifal 3 Handelsregister-Eintrag A Band I Firma Fr. Bürgeli» vormals C. F. Hofbeiuz in Brnchsal. Das Geschäft ist mit Aktiven und Passiven auf Heinz Albert. Kaufmann in Brnchsal. überacgangen, der die alte Firmenbezeichnung unter Weglas sung des Zusatzes „vormals E. F. Hoshetnz" weitersührt. <53399 Brnchsal. den 5. Mai 1938. Amtsgericht l Bereinsregistereintrag Band II 02. 26. Futzball-Club Ocstrtngen. Brnchsal. den 6. Mai 1936. Amtsger,»« l- <53398 ^ Gernsbadi Bekanntmachung. Ueber den Nachiah des Isidor Brenner, früher Zimmermann, jetzt Privat in Gernsbach, wurde heute nachmittag 5 Uhr Konkurs eröffnet. Konkursverwalter ist Rechtsanwalt Jerger tu Gernsbach. Konkursfor- derungen sind bis 30. Mai 1936 beim Gericht anzumelden. Termin zur Wahl eines Verwalters eines Gläubigerausschusies. zur Entfchlie- tzung über die in 8 132 der Konkursordnung bezeichnetcn Gegenstände und zur Prüfung ber angc- meldeten Forderungen ist am Frei- tag. den 5. Juni 1938, vormittags 11.80 Ubr vor dem Amtsgericht Me nationale Erhebung 1933 Sin Gedenkvuch. baS In die Hand lebeS Deutschen ge hört. In 130 Bilb botumenten mt> Text bte historischer Augenblicke b»S er wachienDeutschlanbS Zu beziehen im Fützrer-Vrrlag GmbH., Abt. Buch, vertrieb. Karlsruhe. Lammstratze ld. Ferner durch unsere GeschäflSstellen ia Offenbnrg und Baden-Baden. Nur noch bis Donnerstag! Heinrich George im neuen Ufa-Film: ftldrectit schcenhals Suse Brat - P. Beckers Brigitte ^ x Horney Tlmüto LICHTSPIELE Gernsbach. I. Stock. Zimmer Nr. 2. Wer Gegenstände der Konkursmasse besitzt oder zur Masse etwas schuldet, darf nichts mehr an den Gcmcin- schuldner leisten. Der Besitz der Sache und ein Anspruch auf abgesonderte Befriedigung daraus iss dem Konkursverwalter bis 80. Mai 1936 anzuzcigen. <53397 Gernsbach, den 8. Mai 1936. Amtsgericht. c Haufach 1 Bekanntmachung Gesuch des Metzgermeifters Adalbert Wintrrcr in Hauiach um Erlaubnis zum Betrieb der Schankwirtschaft mit Branntweinausschank „rum Schlotzberg" in Hauiach. Der Obige hat um Erlaubnis zum Betrieb der Wirtschaft nach- gcsucht. Etwaige Einsprachen gegen die Gewährung des Gesuchs sind innerhalb 8 Tagen nach erfolgtem Anschlag beim Bürgermeister schriftlich vorzubringen. (53400) Hansach. den 8. Mai 1936. Der Bürgermeister. Karlsruhe Handelsregistereintrag 1. Deutsche Bau- »nd Bodeubank. Aktiengesellschaft. Zweigntederlatz sung Karlsruhe «Hauptsitz Berlin). Das seitherige stellvertretende Vorstandsmitglied Dr. Alfred Oblmcr ist jetzt ordentliches Borstandsmitalied. 6. V. 1936. , 2. WoblsahrtsbelM Gesellschaft mit beschränkter Haftnug in Karlsruhe. Durch Beschluss der Gc- sellfchafterversammlung vom 30. Avril 1936 wurde der Ge- sellschattsvertrag in den 38 2, 3, 5 und 6 geändert. Gegenstand des Unternehmens ist jetzt der Erwerb, die Verwaltung und Verwertung von Häusern und sonstigen Grundstücken sowie von Fabrnisicn. Ernst Hofer ist nicht mebr Geschäftsführer. Kaufmann Theodor Kiefer in Karlsrnb« ist als Geschäftsführer bestellt. 3. Deutsch-Koloniale Gerb- «nd Farbstosfgesellschaft mit beschränkter Haftung in Karlsrnbe. Durch Beschluss der Gesellschafteroer- sammlung vom 24. Avril 1936 wurde ber Gcscllschaftsvertraa in den 14 und 15 geändert. 9. 5. 36. (53393) Amtsgericht Karlsruhe. Der Plan über die Herstellung unterirdtfcher Kabelkanäle in der Göhreuftrahe im Stadtteil Rüvvnrr und in der Kant-, Gebhard-, .Karl- und Kursürtteustrasse in Karlsruhe liegt beim Telegravbenbauamt Karlsruhe ' 36 165 Festm. Buchen 3—5- Klasse. 40 Festm. Eichen 3—6. Klasse, 1.18 Festm. Erlen 4.—ö- Klasse, 100 Festm. Fichten 3--Ö- Klasse. 2.52 Festm. Lerchen 4 .—5- Klasse Angebote sind «n Prozent der Landcsgrundpreise an das Bürgermeisteramt zu rtch""- StammauSzüge können auf Antrag gefertigt werden. Oberweier, den «. Mai 1936. Der Bürgermeister. Wolfach Das Dntschul-ungsvcrfabrcn für Landwirt Gottfried Gövvcrt Ehefrau Anna geb. Schätzle in Strohdach «Gemeinde Bermersbach) wurde beute nach Bestätigung des Entschuldungsplanes aufgehoben. Wolfach. den 6. Mai 1936. Entlchuldnugsamt. <58701 Versteigerungen Freiwillige Versteigerung. Donnerstag, 14. Mai, 9.86 Uhr n»d Freitag. IS. Mai 2.30 Ubr MemM. Geschirr, Besteck, Wein- und Bier- gläscr, Krüge, Vasen. Pokale. 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( 10unsche1rute t Mitte Mai 1936 beabsichtige ich zwecks Wasserversorgung fQr Fabriken u. Gemeinden, sowie Aufsuchen von Bodenschätzen und Mineralwasser zu ermäßigtem Honorar eine Reise durch Baden zu machen. 53484 Bei Bedarfsfall erbitte Anfrage Otto Edler von Graeve früher Gernrode-Harz MetallwOnschelrutenforscher, Reichenbach / Vogtland zarZeit Kurhotel Schwefelbad LangenbrBcken, bei Bruchsal m HART&HERTEL RASTATT Berger Tiefbau-üktiengesellschaft, Berlin Ul 35 Die Auszahlung bet für 1935 aus 6% festgesetzten Dioi- benbe erfolgt sofort für bie 1000 RM,.Aktie (Rr, 1-3500, unb für bie 100 RM.-Aktie (Nr. 70 001—110 000) Oegen Einreichung beä Dividenbenscheine» Nr. 10 mit 60 RM bzw, mit RM, 8.— pro Stück abzüglich Kapitalertragsstcuer bei ber Dresbner Banl unb beren Filialen; bei ber Deutschen Bank u, Diskonto-Gesellschaft unb bereu Filialen, unb bei ber Reichs-Krebit-Gesellschast «.-G. Berlin, ben 10. Mai 1936. S3763) Der Borftanb. gez, Martens, gez, Z u n k e r. 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