Ausgabe Ä »i« el HauptauSgaven: Zweimalig« «««Ba6e: Bezugspreis RM. 2.20 zuzüglich owl ■' Trägcrgeld. Postbezug ausgeschlossen, «ocheint 12mal wöchentlich als Morgen- und ,, "dausgabe. — Einmalige Ausgabe: Be- 3 monatlich RM. 1.70 zuzüglich Post- °u>>cllgebUhr oder Trägergeld. Erscheint 7mal °^"klich als Morgenzeitung. Abbestellungen "Ussen bis spätestens 20. für den folgenden .'"mn erfolgen. — Drei Bezirksaus- uaden: „Karlsruhe": für den Stadt- strk der Landeshauptstadt sowie Amtsbezirk S\V r tu ® e ' Ettlingen, Pforzheim, Breiten, tttchsal, sowie Unterbezirk Eppingen. — ^"kur-Rundschau": für die Amtsbezirke astatt—Baden-Baden und Bühl. — „Aus der E*h* u *: für die Amtsbezirke Offenburg, "/m, Lahr, Oberkirch und Wolsach. 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Jahrgang / Folge 223 Tage des Grauens in Malaga Deutsch-österreichische Verhandlungen abgeschlossen — 1000 Kilometer Veichsautobahn sertig — 30000 französische Freiwillige für Madrid Deutsche Flüchtlinge erzählen Die Schreckensherrschaft entmenschter Kommunisten in Malaga Alarm aus Moskau Von Karl Neuscheler ^ ^ An Bord des „General Osorio". 12. Aug. dem Dampfer „General Osorio" der Hamburg-Süd- üMerika-Dampfschifsahrtsgesellschaft befinden sich mehr ms 100 Spaniendcntsche auf dem Wege «ach der Heimat, ^i« Vertreter des DNB. hatte Gelegenheit» mit de» Deutschen» die noch ganz unter de» schweren Eindrücke» der letzte« Woche« stehen, an Bord sprechen. Fast die ganze Gruppe stammt aus Malaga» **0 der kommnnistisch-anarchistische Terror mit am ichwerste« wütet. Als den Deutschen Malagas am 13. Juli die Ermordung des Leiters des spanischen Rechtsblockes und der Erneuerungsbewegung Calve Sotelo bekannt wurde, wußten sie, daß dies das Signal sein würde zu weitreichenden und umgestaltenden Ereignissen, zumal die Wühlarbeit der bolschewistischen Agenten mglich in erschreckendem Maße zunahm. Freudentänze auf Leichen . Am 17. Juli nachmittags, dem gleichen Tage, an dem me Truppen in Spanisch-Marokko sich gegen die Ma- mider Regierung erhoben, marschierte eine Kompanie Jn- ianterie der Garnison Malaga durch die Stadt zum Sitz Zivilgouverneurs, um den Kriegszustand zu verkünden. In der Nähe des Zivilgouvernementsgebäudes Entwickelte sich eine Schießerei mit Kommunisten, die sich zu einem Gefecht zwischen den Truppen und der ^°lizei auswuchs. Auf Seiten des Militärs standen die Mitglieder der spanischen „Phanlanx", eines von der ^Egierung am meisten verfolgten rechtsgerichteten Ver- andes, der allerdings schlecht organisiert und unzurei- ?End bewaffnet war. Die linksgerichteten Gruppen, die »?Er eine gute Ausrüstung verfügten, stellten sich auf die ^ Eite der Polizei. In der Nacht zum 18. Juli lies außer- ^E»l ein großer Teil der Soldaten, von der sehr starken ^lschewistischen Propaganda im Heer beeinflußt, zu den in in Angriff nehmen. Zu- k Fristen über. Die Uebermacht der Roten war so stark, -"3 sich die Nationalisten in Malaga nicht halten konnten. iiEht konnten die Bolschewisten in Malaga ihr Verwü- ssügsprogramm ungehindert 'achst iadt vor. Man holte sie aus ihren Wohnungen und sie in die Gefängnisse und die Gewerkschaftshäuser, ks diese überfüllt waren, fing man an, sie kurzer- »nd zu erschießen. Sie wurden zu Fuß oder Wa- t n i ?. Ultt Friedhof gebracht und dort ermordet. Die To- übergab man dem Mob, der auf den Leichen ^Eudentänze aufführte! Brand von Malaga Dann wurden Häuser und Villen in Brand „. ' Etzt. Die Hauptstraße von Malaga und die Wohn- °«el der wohlhabenden Kreise waren bald ein ein- ii» großes Flammenmeer. Am 18. und 13. Juli standen z Er gauz Malaga gewaltige Rauchschwa- Sck,"' & ! e tagelang die Luft bis zum Ersticken verpesteten. L?"" in den ersten Tagen wurde das Grundbuchamt für üiKz und Landbesitz in Brand gesteckt, damit später kö» Etwa Ansprüche auf Schadenersatz erhoben werden tz ^ten. — Das Morden hörte nicht auf. Man ging zur bjj tvlgung der Mitglieder der rechtsgerichteten Ver- >hr ° e ttber. Eine planmäßige Treibiagd begann. Aus Wohnungen geholt, wurden die Verfolgten aus H Pratze sofort erschossen. Ebenso verfuhr man bei tete dwchungen, die von roten Milizen bei rechtsgerich- ö e *** Personen vorgenommen wurden. Hierbei verschwan- batt ""ßeröem zahlreiche Wertgegenstände. Inzwischen Sty e *tn Hafen von Malaga die Aktion der roten t>er » ! cn eingesetzt. Die Offiziere, die aus Seiten ^ Nationalisten standen, wurden von der eigenen s ««^ft verhaftet. Fünf Kriegsschiffe lagen im Ha- üe Of un ** üen nationalistischen Sender in Sevilla, bis -Er ^"Weisung herauskam, wonach nur noch der Madri- «s^.d^ader abgehört werden dürfe, da nur dieser ,/dic Eüen und die einzig wahren Mitteilungen bringe." Außerdem wurde angeordnet, daß man Rundfunk nur bei geöffnetem Fenster und bei beleuchtetem Hause hören dürfe. Flucht aus Malaga Für die Deutschen in Malaga ergab sich die ernste Frage, ob die Madrider Regierung, die in Malaga durch den Zivilgouverneur vertreten wurde, überhaupt noch Herr der Lage sei. Man konnte jeden Augenblick glauben, daß sich ein völlig kommunistisches Regime durchsetzen würde. Unter diesen Umständen, so erzählten die Flüchtlinge weiter, mutzten mir alles daran setzen, dem roten Hexenkeffel sobald wie möglich zu entfliehen. Dies war nicht einfach, und nur dank der Umsicht des deutschen Konsuls in Malaga war es uns möglich, uns einzeln und in kleinen Gruppen zu den im Hafen eingetroffenen deutschen Dampfern „Hero" und „Saturn" zu begeben. Durch die Vermittlung des deutschen Konsuls hatte allerdings auch der Polizeikommissar von Malaga uns einige Hotcl- autobuffe zur Verfügung gestellt, die durch Polizeimannschaften gedeckt wurden. Wir konnten nun das Allernotwendigste mitnehmen: die meisten von uns sind ganzohne Geld undohne s o n st i g e Mittel. Um so erfreuter waren wir über die überaus herzliche und freundliche Aufnahme, die uns an Bord der deutschen Schiffe zuteil wurde. A. K. Berlin, 12. Aug. Nach dem großartige« Sieg der deutschen Turner wollte« auch die Turnerinnen nicht zurückstehcn. I» der Dietrich-Eckart-Bühne, auf dem gleiche« Boden, aus dem ihre Turubrüder am Dienstag ihren unerhört harten Kampf siegreich durchstehe« konnte», da erkämpfte» sich am Mittwoch auch die deutsche« Turnerinnen die Goldmedaille. Sie erhielte» 506,50 Punkte. Die Silberne Medaille gewannen die Frauen der Tschechoslowakei mit 508,60 Punkten, die Bronzene fiel an die Tnrneriuneu-Maunschaft von Ungar« {499,00 Punktes. Obwohl man keinen der Gegner kannte, konnte man doch nach der ersten Uebung schon sagen, daß nur eine Mannschaft den Sieg davontragen konnte, die deutschen Mädels. Mochten die anderen an manchen Geräten vielleicht Uebungen zeigen, die durch ihr Angrenzen an das Artistische manchen Beifall fanden, so waren die Deutschen in der Schönheit und Exaktheit nicht #u übertrefsen. Eitel Freude herrschte im deutschen Turnerlager darüber, daß die Turner und Turnerinnen so vieles zum großen Erfolg Deutschlands beitragen konnten. Der Führer ehrt die siegreichen Turner „Der Führer kommt ins Stadion!" So flüsterten heute nachmittag die Besucher, als sie sahen, daß die Fahnenwache der Matrosen sich bereitstellte. „Der Führer kommt V!l!l!l!ll!ll!!!!l!!!II!II!l!!!l!lliil!l!III>II!!l!li!!l!IIIII!IIIIIlIIIIIIIIllIIIIII!llIIIllli!IIIII!l!!l!I!lil!l!!I!i!!l!llI!l»ll!iIlll>!!I!!!!M I Olympiasieger vom Mittmock I 8 Frauenturnen: § W Deutschland, Tschechoslowakei, Ungarn. W jj 6 am Segeln: jg = England, Norwegen, Schweden. W H 8 am Segel«: J W Italien, Norwegen, Deutschland. W I Franen-Kunstspriugeu: 8 | Gestring-USA, Rawls-USA. Hill-USA. W 8 100 Meter Crawl: W gj Medika-USA, Uto-Japan, Makino-Japan. W 8llIIIWIIIIl>III!!lll!lllllllI!l»!!!!I!ll!!l!I!!l!!llllIIII!!llilllllIlll!!!III!l!l!!il!III!l!>Il!ll!I!l!llIIIIIIIIIIIIlIIIIIII>IW>»»llB. Während in Genf soeben ein alljüdischer Weltkongreß der gutgläubigen Menschheit ein widerliches Theater einer pazifistischen jüdischen Kollektive vorspielt, ohne daß der satanische Haß gegen die erwachten Völker sich dabei verbergen kann, ist Moskau zum höchstgespannten Ziel des Militarismus vorgestoßen. Das Militärdienstalter in der Sowjetunion wurde soeben von 21 aus 10 Jahre zurückgesetzt und damit eine Erhöhung des jährlichen Rckrutenkontingents um 5g Prozent erreicht. Somit beträgt die Friedens st ärke des roten Heeres für die nächsten vier Jahre 1‘A. Millionen! Das jährliche Rekrutenkontingent beträgt statt 600 000 jetzt etwa 1 Million Mann! Dieser alarmierende Vorstoß Moskaus beweist mehr wie alles Bisherige den offiziellen angrisfslüsternen Imperialismus der demokratisch getarnten jüdischen Sowjetkolonie Rußland. Nach der maßlosen, mit der Armut der Massen und ihrer Kulturlosigkeit in schreiendem Widerspruch stehenden Technisierung der Armee, als di« wir die sog. Fünfjahrespläne ausschließlich aufzufassen haben, nunmehr Hekatombenopfer dem marxistischen Götzen Masse. Durch die Bedrohung mit einer astronomischen Zahl von Soldaten soll der bolschewistische Druck auf die Völker ins Gigantische gesteigert werden! ins Stadion", das war heute wieder vine der größten Freuden der Zehntausende, die am frühen Nachmittag den weiten Raum füllte. Für einen Tag hatten wir den Führer nicht gesehen, um so herzlicher war heute der Gruß, der ihm entgegengebracht wurde. Bei jedem Tor, das die deutsche Handballmannschaft schoß, bei jeder Siegerehrung, bei der ein Deutscher dabei war, reckten die Zuschauer in den obersten Rängen sich fast die Hälse aus, nur um zu sehen, wie der Führer sich über deutsche Erfolge freut. Und als gar die deutschen Turner, die am Dienstag so herrlich gekämpft haben, nach der Siegerehrung zum Führer gerufen wurden, da kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Amerikas Doppelsieg im Schwimmen Im Schwimmstadion fielen am Mittwoch zwei Ent« scheidungen, im Kunstspringen für Frauen und im 400 Meter Freistil-Schwimmen. Die beiden Entscheidungen brachten dem Sternenbanner einen glänzenden Erfolg. Nachdem die Amerikaner im Kunstspringen der Frauen die ersten drei Plätze belegt hatten, schlug im 400 Meter Freistilschwiniman Medica -Amerika in neuer olympischer Rekordzeit von 4 Minuten 44,5 Sekunden die Japaner Uto und Makino, die beide ebenfalls noch unter dem bisherigen olympischen Rekord bleiben konnten. Das Wasserballturnier wurde in der Zwischenrunde fortgesetzt und brachte Deutschland einen sicheren Sieg mit 4:1 Toren über Schweden, während Ungarn die Holländer ganz überlegen mit 8:0 Toren schlug. Belgien blieb gegen England mit 6:1 Toren Sieger und Frankreich gegen Oesterreich mit 4:2 Toren. Im Hockey gegen Indien Im Hockey-Stadion standen sich vor vollbesetzten Rängen die letzten vier Mannschaften gegenüber. I« einem begeisternd schönen Spiel gegen Frankreich zeigten die Indier die hohe Reise ihres glänzenden Spiels. Die deutsche Elf hatte Holland als Gegner. Zahlreiche holländische Schlachtenbummler traten in Sprechchöre« in Wettbewerb mit den Deutsche». Ihr „Hopp, Holland" hielt de» deutschen Anseuernngsrusen fast die Waage. Aber es hals doch nichts. Die Holländer mußten sich dem beffereu Stürmerspiel der Deutsche« beuge«. Nun geht es in das Endspiel mit Indien. Bezeichnend ist, daß die sowjetrussische Presie diese so folgenschwere Verordnung ihrer Regierung vollkommen kommentarlos abdruckt. Es wäre auch ein völlig aus- sichtsloses Unterfangen, diese Uebermilitarisierung Rußlands mit dem alten Deutschenschreck rechtfertigen zu wollen. Hier handelt es sich zu offensichtlich ebenso wie bei der Aufstellung von konkurrenzlos zahlreichen Bombengeschwadern nicht mehr um Verteidigungsmaßnahmen, sondern um ganz brutale, alarmierende Offensivpläne, die mit der. derzeitigen Generaloffensive der Komintern in Europa strategisch parallel laufen. Nur weil die Zeit gegen Moskau arbeitet und dem endgültigen Zusammenbruch der bolschewistischen Wcltmachtpläne ein baldiger Gewaltstreich, ein Vcrnichtungsfeldzug zuvorkommen soll, deshalb spielen die Sowjets jetzt ihren letzten Trumpf aus, die Menschenmassen des russischen Volkes: Die Dampfwalze! Die Zynik der mosko- witer Machthaber, angesichts der schauerlichen Ereignisie in Spanien, die ja auch ihr Werk sind, die ganze Welt noch mit diesem Monstrefriebensheer zu überraschen, kann kaum überboten werden. Sie gehen auss Ganze und sie haben Eile in Moskau. Und Europa? Von Genf wollen wir schon garnicht reden. Vor diesem Theater ist jetzt wohltätig inzwischen der Vorhang niedergegangen. Abessinien war wohl der letzte Akt dieser Tragikomödie. In Spanien liegt ein stolzes Kulturvolk in der Agonie, dort feiert der Marxismus seine blutigen Orgien. Moskau kann zufrieden sein: denn schon werfen die spanischen Ereignisie auch ihre Schatten auf die europäischen Völker. Der Gesamtmarxismus ergreift offen Partei für die spanische Anarchie und soweit er auf die Regierungen Einfluß hat, zieht er sie mit in den Hexenkessel des Klasienkampfes hinein. Gerade darauf nämlich kommt es Moskau an. Das ist seine eigentliche Front. Dort ist der Weg zum Krieg. Dort ist man den harmlosen Nationen haushoch überlegen durch Erfahrung, Hemmungslosigkeit und die bewährte jüdische Strategie des doppelten Gesichts, durch die Taktik des trojanischen Pferdes und die Tollkühnheit der aufgepeitschten Triebe des Weltpöbels. Mögen die europäischen Kabinette ruhig sich um eine „kollektive" Neutralität" bemühen, da kann Moskau sogar brav mittun, es weiß ja: die Komintern und ihre trojanischen Volksfrontpferde machen das Rennen doch hintenherum! Die Harmlosigkeit der europäischen Politik wird in Moskau richtig eingeschätzt: der Sowjetimperialismus wird kaltlächelnd auf höchste Tourenzahl gesetzt. Dadurch glaubt man der drohenden Jsolierungsgefahr zu entrinnen. Man sucht zu bluffen, zu imponieren. Man rechnet mit der Angst und rechnerischen Vorsicht gewisser Staaten und politischen Systeme. Mi« wird England auf diese Herausforderung und Drohung Moskaus reagieren? Während man in Westeuropa eine Fünfmächtekonferenz zur Sicherung des Friedens vorbereitet und an eine Rüstungsbegrenzung Herangehen will, zerschlägt Moskau jedes Gleichgewicht der Kräfte. Haben auch die spanischen Ereignisse in England noch nicht die Augen darüber geöffnet, wohin die Reise geht? Als Deutschland das jeder freien Nation zukommende Recht der Wehrfreiheit angesichts der bedrohlichen Lage sich selbst zurllcknahm und auch seine vollkommen unge- schützten Grenzen nicht länger verantworten konnte, da erhob sich allerorts ein großes Geschrei über den „deutschen Gewaltstreich". Man hielt dieserhalb Konferenzen ab und verfaßte scharfe Noten und Urtcilssprüche. WaS gedenkt man gegen diese neuerliche be- drohliche Herausforderung aller Nationen der Welt durch das unterirdische Moskau in Spanien und durch das offi- zielle Moskau, des schwer st bewaffneten M a s s e n a n g r i f fs a p p a r a t e s aller Zeiten zu tun? Alarm aus Moskau! Wird Europa er. wachen, ehe eS zu spät ist? Auch unsere Turnerinnen siegen Goldmedaille für Deutschland im Frauenturnen — Das Sternenbanner zweimal am Siegesmast Drahtbericht unserer Olympia-Schriftleitung «Seile 2 MMkkk Donnerslag. 13. August 1936 30 000 Franzofen im fpanifchen Bürgerkrieg Ist das die Neutralität? Waffeniransport ab Bordeaux — Spanische Dampfer laden in Frankreich Waffen für Madrid Drahtbericht des „Führer" O Parrs» 13. Aug. Die Werbung französischer Volksfrontkreise für ihre spanische» Gestnnungsgenossc« hat in de« letzten Tage« erheblich zugenommen. In den Büros der sranzösischen Volksfront wird mit Stolz darauf hingewiesen. daß sich immer mehr französische Marxisten bereit erkläre«, als Freiwillige aktiv in den spanischen Bürgerkrieg zu Gunsten der Madrider Volkssrotregiernug ciuzugreifen. Von seiten der Volksfront hört man, dast sich bereits »«VN« (!) französische Marxisten als Freiwillige für Spanien gemeldet habe». Hand in Hand mit diesem Bestreben, die Mannschaft der Madrider Regierung zu ergänzen, gehen die Materialienlieferungen. Vor einigen Tagen haben die beiden spanischen Dampfer „Axuri Mendi" und „Santi" den Hafen von Bordeaux verlasien. Ihre Ladung besteht, wie deklariert, aus „Waren verschiedener Art". In Wirklichkeit haben die beiden spanischen Dampfer achtGeschütze und 16000 Granaten, Maschinengewehre, 2000 Gewehre und drei Millionen Patronen an Bord, die für die marxistische Volkssrontre- gierung bestimmt sind. Die Hilfe der französischen Marxisten für eine der spanischen Bürgerkriegsparteien ist schwer vereinbar mit dem gerade von Frankreich so propagierten Neutralitätsabkommen über Spanien. Sehr bedenklich ist es, datz diese Lieferungen unter den Augen der französischen Behörden ungehindert vor sich gehen können. Sin faules Eingeständnis Drahtbericht des „F ü hrer" Ep. Paris» 12. August. Das französische Außenministerium hat in den heutigen Abendstunden die von der „Action Francaise" gebrachten von dem Rcchtsabgeord- neten Ballat zu seinen Jnterpcllationsanträgen aufgegriffene Meldung dementiert, wonach nach dem offiziellen Besuch der Regierung vom letzten Samstagabend doch noch französische Flugzeuge an die Madrider Regierung geliefert worden seien. In Wirklichkeit seien die 13Bomber und 16 Jagdflugzeuge zwar den spanischen Regierungsstreitkräften geliefert worden; aber nicht wie der „Jntransigeant" zu melden weiß, nach dem offiziellen sranzösischen Beschluß, die Grenze nach Spanien zu sperren, sondern einige Stunden zuvor (!) Die Flugzeuge seien unbewaffnet am Samstagnachmittag bereits in Barcelona gelandet, also noch vor dem französischen Ministerratsbeschluß. 102 Nationalisten von Kommunisten abgeschlachtet * Lissabon. IS. Aug. Der Sonderberichterstatter der Liffaboner Zeitung „Diario de Noticias" berichtet von einem fürchterlichen Blutbad, daS die Som- muuiste« in der an der Bahnstrecke Sevilla—Merida ge» legeueu Stadt Cazalla de la Sierra angerichtet haben. 4600 Kommunisten feie«, nachdem sie durch nationalistische Truppen eine Niederlage erlitten hatten» «ach der genannte« Stadt geflohen und hätten dort als Rache 167 nationalistisch gesinnte Einwohner erschösse«. Die Generäle Gobed und Burriel erschaffen EP. Paris, 12. Aug. Die am Dienstag von dem katalanischen Kriegsgericht zum Tode verurteilten Generäle Godeb und Burriel, die die Erhebung der nationalen Truppen in Barcelona leiteten und von den Truppen der Madrider Regierung gefangcngenommen wurden, sind nach einer Meldung des „Jntransigeant" aus Barcelona am Mittwochmorgen um 6.16 Uhr in der Festung Montjuich bei Barcelona erschossen worden. Die beiden Generäle, die erklärt hatten, daß sie sich nicht gegen die Republik erhoben, sondern gegen die Anarchie gewandt hätten, die im Lande herrsche, starben mutig. * Berlin, 12. Aug. Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Graf de B a i l l e t - L a t o u r, zog in einem Gespräch mit der „Nachtausgabe" die Bilanz der XI. Olympischen Spiele zu Berlin, die er als einen nicht mehr zu überbietenden Höhepunkt bezeichnete. „Ich muß noch einmal", so sagte Gras de Baillet-Latour, „ein Wort über Organisation und Vorbereitung dieser Spiele sagen. Sie waren großartig. Darüber sind wir uns alle einig. Aber wir haben auch alle eine Meinung über eine viel wichtigere Tatsache. Eoubertins Ziel ist es immer gewesen, zu erreichen, daß die Massen einer Nation, wenn sic die Olympischen Spiele gestalten, auch wirklich vom olympischen Gei st erfaßt werden. Dieser Wunsch ist in Deutschland in solchem Maße in Erfüllung gegangen, daß wir darüber alle das tiefste Glück empfinden. Eine wichtige Feststellung. Denn die Verbreiterung des Sportes und der olympischen Idee in die soziale Tiefe und über die internationale Oberfläche hinweg so weit wie nur möglich, ist Eoubertins Aufgabe gewesen. Sie ganz erfüllt zu haben, ist Deutschlands Erfolg." „Wir haben fetzt in Berlin das Höchstmaß der Möglichkeiten für Olympische Spiele erreicht. Wenn man aber das Höchstmögliche erreicht hat, bedeutet das auch die Mahnung, nicht für später Ueber- mäßiges zu verlangen. Die Organisation der Spiele muß auf die Leistungsfähigkeit aller Nationen Rücksicht nehmen. Das macht eine elastische Organisation erforderlich. Ich könnte mir Olympische Spiele vorstellen, bei denen wesentlich weniger Sportler erscheinen als in Berlin, weil nur die Männer und Frauen mit wirklichen Aussichten des Sieges entsandt werden. Natürlich wird immer eine große Zahl von Zuschauern notwendig sein. Es wird oft schwierig sein, die gesundheitliche» Voraussetzungen für dt« Unterbringung Im größten Gefängnis von Madrid befinden sich zur Zeit 1800 Anhänger der Militärgruppe, darunter die Offiziere und Unteroffiziere der Madrider Garnison, soweit diese nicht bereits erschosien oder im Kampf gefallen sind. Die gefangenen Offiziere werden wie gewöhnliche Verbrecher behandelt. Räteregierung nach Moskauer Muster UP. Liflabo«, 12. Aug. Nach Berichten einer hiesigen Zeitung haben die Bergarbeiter des Rio Tinto- Bergwerkgebietes, wo sich mehrere britische Minen befin- * B e r l i n, 12. Aug. Die Verhandlungen zwischen dem Deutsche» Reich und Oesterreich, die am S7. Juli in Berlin begonnen haben und deren Zweck es war, verschiedene mit der Durchführung der deutsch-österreichische« Vereinbarung vom 11. Juli zusammenhängende Fragen zu regeln, haben am Mittwoch ihren Abschluß gefunden. Der österreichische Delegationsführcr» Gesandter Dr. W i l d n e r, und der deutsche Delegationsführcr» Vortragender Legationsrat Dr. C l o d i« s, haben eine Reihe von Abkomme« und Vereinbarungen paraphiert» dnrch welche die bisher aus dem Gebiete des Reiseverkehrs bestehenden Einschränkungen beseitigt und gewisse Maßnahme« zur Steigerung des gegenseitigen Warenaustausches vorgesehen werden. Im einzelnen ist aus dem Inhalt dieser Vereinbarungen, die nach Zustimmung der beiderseitigen Regierungen alsbald unterzeichnet und in Kraft gesetzt werben sollen, folgendes hervorzuheben: Die Gebühr von 1000 RM. bei der Ausreise nach Oesterreich wird aufgehoben werden. Dementsprechend werden in Oesterreich die Beschränkungen für die Ausreise in das Deutsche Reich beseitigt werden. Zwischen S Berlin, 18. Aug. I« ««mittelbarem Anschluß an die 11, Olympische« Spiele werden am 17. August i« Deutschland vier neue Teilabschnitte der Reichsautobahu dem Verkehr übergebe«. Dieser Termin wurde gewählt, um erneut möglichst viele» ausländischen Gästen Gelegenheit zu geben, sich vo» dem friedlichen Schassen Deutschlands und dem gewaltige» Ausbauwerk Adolf Hitlers selbst ein Bild zu machen. In etwa einem Monat, am Gedenktage des ersten Spatenstiches dnrch den Führer, wird der .166 6. Kilometer der Reichsautobahu betriebsfertig sein. Vorher werde« nun vier Teilstrecke« mit insgesamt 266 Kilometer Länge eröffnet. Unterredung mit Graf de Baillet-Latour der Sportler zu schaffen. Aber wir dürfen nicht nur die Organisation unter dem Gesichtspunkt der Möglichkeit großer Stationen ins Auge fassen. Für Tokio können z. B. auch nur die gleichen Matze gelten wie für Berlin. Ein größeres Stadion zu bauen, als es Berlin in bewundernswerter Schönheit und technischer Gestaltung uns Sur Verfügung gestellt hat, würde eine Gefährdung der Gemeinschaft zwischen Sportlern »nd Zuschauern bedeuten. Das Berliner Stadion gibt die Vollendung des Möglich e n. Vielleicht wird in Tokio sich nur die Hälfte der Sportler versammeln, die nach Berlin gekommen sind. Das ist nach meiner Auffassung kein Rückschritt. Tie Verhältnisse des Landes und die verkchrstechnischen Möglichkeiten müssen jeweils den Nahmen der Spiele bestimmen". Abschließend nahm Gras de Baillet-Latour zu der Frage Stellung, ob es einmal möglich sein werde, aus der Gemeinschaft der sportlichen Jugend der Welt mit weit über 100 000 Zuschauern aus der ganzen Welt mehr für den Frieden zu gewinnen, als aus der heutigen Methode der Politik. „Es geht um den Frieden", so sagte er, „nicht um einen politischen Frieden, über den wir hier nicht zu reden haben. Es geht um den Frieden zwischen den Menschen. Darin liegt der höchste Wert der Spiele, wie ihn Coubertin immer gesehen hat, und wie ihn auch Deutschland begriffen hat". Wenn hier Hunderte von Franzosen wochenlang in Berlin mit Deutschen zusammengelebt haben, dann gehen sie selbstverständlich mit einem besseren und reineren Denken über Deutschland wieder nach Hause. Das mag nur ein Beispiel sein. In diesem Sinne sind die Olympischen Spiele eine Feier des Friedens. Wir haben diese Feier in Berlin täglich erlebt. DaS war das Schönste, was uns in Olympischen Spielen geschenkt werden konnte". den, eine Räteregierung nach sowjetrusst- s ch e m M u st e r errichtet. Etwa 8000 Bergarbeiter hielten mit Hilfe eines regelrechten Terrorregiments die 50 000 Einwohner des Rio Tinto Distrikts im Schach. Dynamitpatronen aus de» Bergwerken dienten ihnen dazu, um die Brücken rings »m ihren Herrschaftsbereich zu sprengen und so den nationalistischen Truppen den Zugang zu versperren. Einwohner der umliegenden Ortschaften warnen, wie es in dem Bericht des Korrespondenten eines hiesigen Blattes heißt, Reisende, die sich dem Rio Tintogebiet nähern, vor dem Ueberschreiten der „Sowjetgrenze" Oer Kampf um Gau Sebastian EP. Paris, 12. Aug. Der Kampf um San Sebastian ist französischen Blättermeldungen zufolge am Mittwoch beim Morgengrauen wieder ausgenommen worden. Die Artillerie der nationalen Truppen beschoß das Fort Gua- belupe bet dem Fischerdorf Vontarabia westlich von Jrun. In San Sebastian herrscht unter der Bevölkerung große Beunruhigung, und Tausende von Einwohnern haben die Stadt bereits verlassen. Die Wasserleitungen wurden unterbrochen. Die Bevölkerung ist gezwungen, an den öffentlichen Brunnen Wasser zu holen. den beiden Regierungen wird ein Reiseverkehrsabkommen abgeschlossen, bas den Reiseverkehr aus dem Reich nach Oesterreich in Anpassung an die deutsche Devisenlage regelt, und die Bereitstellung der erforderlichen Zahlungsmittel zunächst für einige Zeit sicherstellt. Der Abschluß eines Abkommens zur Regelung des Kleinen Grenzverkehrs ist für einen nahen Zeitpunkt in Aussicht genommen. Ferner ist zwischen den beiden Delegationen eine Vereinbarung zur Steigerung des Umfanges des Warenaustausches getroffen worden. Das Verhandlungsprogramm betraf zunächst insbesondere nach der Jahreszeit dringliche Ein- und Ausfuhrfragen. Die im August 1034 abgeschlossene Vereinbarung zwischen den beiden Notenbanken zur Regelung der Zahlungen im Warenverkehr wird durch ein staatliches Verrechnungsabkommen ersetzt. Die am Mittwoch paraphierten Vereinbarungen stellen eine erste Etappe dar. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Besprechungen wieder ausgenommen werden, um zu prüfen, in welcher Weise die Entwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Län. der» auch weiterhin gefördert werden kann. Die erste dieser neuen Strecke ist die Teilstrecke Der« lin —Werder —Magdeburg mit 85 Kilometer, die zweite öie 50 Kilometer lange Teilstrecke Braunschweig— Helmstedt der Autobahn Berlin—Hannover, von der bereits die 40-Kilomcter-Strccke Braun- schmeig—Lehrte in Betrieb ist. Als dritte Teilstrecke wird die Linie Weißenfels —Eisenberg der Strecke Berlin—München mit 30 Kilometer Länge dem Verkehr übergeben. Als vierte Teilstrecke wird endlich das vorläufig letzte Stück der Reichsautobahnlinie München— Reichsgrenze, nämlich von Samerberg bis Siegs üors mit 35 Kilometer Länge eröffnet. Mit Freigabe dieser Strecke ist die gesamte Linie München— Siegsdorf mit unmittelbarem Anschluß an die deutsche Alpenstraße Siegsdorf — Manthäusel — Berchtesgaden fahrbar. Und das bedeutet für den Fremdenverkehr des gesamten Chiemgebtetes und für bas Berchtesgadener Land einen außerordentlichen Fortschritt. Darüber hinaus aber einen Markstein in der Verkehrsentwicklung des deutschen Alpenlandes überhaupt. Neben der bereits seit Monaten im Betrieb befindlichen Autobahnstrecke Berlin—Eberswalde—Joachimsthal, die bis Stettin weitergeführt wird und der jetzt fertiggestellten Linie Berlin—Werder—Magdeburg werden in den nächsten Jahren in die Reichshauptstaöt noch die Linien Hamburg—Berlin, Frankfurt a. d. O. — Berlin, die Doppelstrecke Breslau—Berlin und Dresden—Berlin, sowie die Strecke Leipzig—Halle—Berlin führen. Die neue Autobahnstrecke Berlin- Magdeburg führt durch herrlichste märkische Landschaft. Mit Sorgfalt wurde darauf geachtet, daß die Schönheit der Umgebung durch die Linienführung der Bahn in keiner Weise gestört wird. Sie ist mit ihren 85 Kilometern die größte Autobahn st recke, die bisher eröffnet wurde. An der durchgehenden Gesamtverbindung Berlin—Hannover fehlt dann nur noch das kurze Zwischenstück Magdeburg—Helmstedt mit dem 1200 Meter langen Elbeübergang, aber auch dieser Abschnitt dürfte noch im Laufe des Jahres 1936 ferttggestellt werden. Zur Herstellung der Planung dieser Autobahnlinie mußten über 3 Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden, und etwa 400 000 Kubiknieter Mutterboden wurden abgehoben, um späterhin zur Andeckung der Böschungen Verwendung zu finden. Um eine Kreuzung der Autobahn, zu der man in fünf Auffahrten und zwar in Berlin, in Lehnin, in Brandenburg, in Zierar bei Theesen und in Burg gelangen kann, zu vermeiden, war der Bau von 40 Brücken erforderlich. Von diesen Brücken sind fünf Fußgängerbrücken, die sogenannten Iägerstege sind, aus Holz. Das größte Bauwerk der Strecke ist aber die Brücke am Nahmitzsee bei Lehnin mit einer Gesamtlänge von 184 Metern. Dieser Prachtbau überbrückt die Strecke nach Nahmitz, die Eisenbahn und das hier sehr stark moorige Gelände der See-Enge bet Nahmitz. In zwei Millionen Tagewerke wurde dieser herrliche neue Verkehrsweg geschaffen, der nunmehr am 17. August seiner Bestimmung übergeben werden soll. Nicht mehr zu überbietender Höhepunkt „Tägliche Feier des Friedens^ — Eine Reisebeschränkungen fallen Die deutsch-österreichischen Verhandlungen abgeschloffen — Regelung des Warenverkehrs 1000 Kilometer Reichsautobahu fertig Inbetriebnahme von vier Teilstraßen am 12. August . Drahtbericht unserer Berliner Schriftleitung Der Führer «nd Reichskanzler hat der Frau iS* * * . rike Becker in Raesfeld Kreis Borken in Westfalen Anlaß der Vollendung ihres 100. Lebensjahres ein p sönlichcs Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe gehen lassen. Der französische Generalstabsches General tras am Mittwochnachmittag in Warschau ein und w aus dem Bahnhof von dem Generalinspekteur der p scheu Armee, General Rydz-Tmigly, in Begleitung Kriegsministers, General Kasprzycki, des ©eiterail chefs General Stachiewicz sowie zahlreicher anderer m ziere empfangen. Außenminister Delbos hatte am Mittwoch eine neu Unterredung mit dem englischen Botschafter Sir Geo Clerk. Die Besprechung bezog sich aus die Neutraln erklärung, deren Ausarbeitung das französische Nuß Ministerium in enger Zusammenarbeit mit dem 0 Office besorgt. In der französischen Grenzstadt Hendaye sind 21 belgische Kommunisten eiugetroffen, die die Absicht hm ' sich der Madrider Regierung zur Verfügung zu ste" ' um in den Reihen der Regierungstruppen gegen die litärpartei zu kämpfen. Da die Belgier keine Bässe saßen, wurde ihnen die Ausreise aus Frankreich vcrw gert. Tie belgischen Kommunisten befinden sich noch Hendaye. Die Leitung der Kunstseidensabrik Seda in Barcclo»^ die sich in holländischem Besitz befindet, hat von den ko munistischen Gewalthabern Barcelonas folgenden Beseo erhalten: „Alle seit 1031, einerlei aus welchen ö****«» entlassenen Arbeiter sind sofort wieder einzustellen. * Arbeitszeit darf 86 Stunden in der Woche nicht uve steigen. Die Löhne sind um 53 v. H. zu erhöhen. Die niederländische Regierung hat im Zusammenhang mit dem Schritt der französischen Regierung, der ® Nichteinmischung der ausländischen Mächte in die jp nischen Kämpfe zum Ziel hat, dem französischen sandten mitgeteilt, daß sie zur Durchfuhr und Aussu von nach Spanien bestimmten Waffen keine Erlaub» erteilen werde. Im Prozeß wegen des Einsturzunglücks in der mann-Göring-Straße in Berlin wurden auf Beschluv des Gerichtes die Angeklagten Reichsbahnoberrat K» Kellberg und der Bauwart bei der Reichsbahn, Wilhel Schmitt, aus der Haft entlassen. Ei« Flugschüler der Uebuugsftelle Böbliugeu stürztt am 11. August mittags bei Allersberg in der Nähe vo Nürnberg tödlich ab. Er hatte entgegen den bestehende strengen Befehlen einen Uebungsflug dazu benutzt, uve der Wohnung von Verwandten in vorschriftswidrig ' § ringer Höhe zu fliegen, wobei er an einem Baum h"" gen blieb. Ju Korea ereignete sich, wie die Agentur Domei ttfj* Sei, ein schweres Eisenbahnunglück infolge großer U» weiter, öie die Eisenbahngleise weithin unterspült va ten. Das Unglück forderte 20 Tote. Die Hauptstadt K reas, Söul, ist von Ueberschwemmungen des HankaE Flusses bedroht. Schwere Stürme haben ln den letzten 48 Stund^ Noröwestfrankreich und besonders die Gegend von logne heimgesucht. Ein grober Teil der Ernte w»re vernichtet. Zahlreiches Groß- und Kleinvieh kam Der Sachschaden wird auf zwölf Millionen Franke» 6 schätzt. Als erster kommunistischer Abgeordneter in eine^ Landes- oder StaatSparlement des nordamerikanische Kontinents ist der 85jährige Schotte Litterick in die S setzgebende Körperschaft der kanadischen Provinz SO? 0 ” toba gewählt worden. Litterick soll mehrere Jahre Deutschland, Oesterreich und der Tschechoslowakei gele haben. Vom Führer empfangen * Berlin, 12. Aug. Der Führer empfing heute mokge^ die zu den Olympischen Spielen in Berlin meileno Besitzer des „Daily Telegraph", Lord Kemsley " Lord C a m r o s e. Anschließend empfing der Führer und Reichska»^ eine aus 20 Herren bestehende Abordnung von der» des japanischen Parlaments und der \ a verordnetenversammlung von Tokio, die durch den ka» j lich-japanischen Botschafter, Grafen Mushakoje, wurden, und die dem Führer Erinnerungsgaben schen Kunstgewerbes überbrachten. Ferner nahm der Führer heute den Besuch des sekretärs im polnischen Außenministerium, w' Szembeck, entgegen, der vom polnischen Botsw^ Lipskt begleitet war. Heute 13. August Folge 77 "" 1 ' - ^ .. . Hauptschriftleiter Dr. Karl Neuscheler Chef vom Dienst: Dr. Georg Brixuer Verantwortlich: Für PolXik: Dr. Karl Ncuschclcr. 8!" gn» und allgemeine Nachrichten: Dr. Georg »rinnet. Für nun Unierhallnng: Dr. Günther RSHrdanz. Für Turnen und Do den Heimatteil: Richard Boldcraucr. Für badische Nachr>a>"U' «»!«■ vüchler. Für Lokales: Man Lösche. Für Wirtschaft: "'‘.Bll#« 1 * Für Bewegung und Partcinachrichtcn: Rols Stcinbrunn. 8»' Fritz Schweizer. Für Anzeigen: Walter Bayer. Sämtliche In Karlsruhe. (Sur Seit ist Preisliste Nr. 10 vom 1. Juli 1935 «<»»0-' Verlag: Führer.Verlag G m b H., Karlsruhe. ^ Rotationsdruck; Südweftdeutfche Druck- u. vcrlagSstefest' m.b.H.. Karlsruhe ». Rh. DA- VII. 1936 Zweimalige Ausgabe.. , . 1179b davon: Karlsruhe . . , . » Merkur-Rundschau , , Aus der Ortenau . . . Einmalige Ausgabe Karlsruhe. Merkur-Rundschau . » Au« der Ortenau » , i 8 249 Stück . 1844 Stück . 1700 Stück *36*596 Stück 12 507 Stück 11 200 Stück 60 308 Gesamtdruckauflage 72 SIOLYM PI LEBERLIN Bei den fiegreidien Turnern Des Meers Dank - Eine Unterredung mit zwöljkamvttieger Eckwarzmann Drahtbericht unserer Olympiaschriftleitung Das war am Mittwoch ein Jubel und eine Freude im Olympiastadion, als Deutschlands Turner vor hunderttausend Zuschauern zur Siegerehrung aufmarschiertcn und in Anwesenheit des Führers ihre sünf Goldenen Medaillen, eine Silberne und eine Bronzene Medaille aus den Händen des Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees in Empfang nahmen und glückstrahlend mit dem Lorbeerkranz auf dem Haupt zur Führer- ioge hinaufgrüßten. Hunderttausend Zuschauer feierten die siegreiche deutsche Turnermannschaft, unter der wir die beiden Badener, den Konstanzer Stadel und den Neustadter Beckert, begrüßen konnten. Leutnant Schwarzmann! . Noch standen die Hunderttausend mit erhobenem Arm rm Stadion und sangen ergreifend die beiden National- ueber, da führte uns der Weg an Dutzenden von Kontrolleuren vorbei durch die Katakomben des Stadions zu ber deutschen Mannschaft, die vom Führer empfangen wurde. Wir sprachen mit Schwarzmann, dem olympischen Lwölskampfsieger, als er mit seinen Kameraden aus der Führerloge zurückgekommen war. Es war ihm alles noch wie ein Traum, als ich ihm die Hand zum Glückwunsch drückte. Der FShrer hatte ihn mit folgenden Wort«« begrüßt: »Ich beglückwünsche Sie, Leutnant Schwarzmann." ^chwarzmann stand ganz sprachlos vor dem Führer. Ihm schien alles so unwahrscheinlich, dieser Jubel, dieser herrsche Olympiasieg und nun drückte ihm Generaloberst von Fritsch die Urkunde seiner Ernennung zum Leutnant in die Hand. Schwarzmann konnte sich kaum der tohlreichen Glückwünsche erwehren, als wir mit ihm sprachen über seinen herrlichen Sieg, seine großen Gegner und seinen Kampf gegen die Besten der Welt. »Ich habe mich auf diesen Kampf vorbereitet", sagte wir Schwarzmann, „wie ich mich noch nie aus einen Kampf vorbereitet habe, weil ich wußte, ich kämpfe für wein« Heimat und für das Ansehen der deutschen Turnkunst. Daß uns dieser Sieg im Länderkamps gelungen sst- freut mich, denn es war nicht leicht, solche Turner- Nationen wie die Schweiz mit den Weltmeistern Mack Nnd Miez zu schlagen." Unsere badischen Landsleute Stadel und Belfert standen dabei, als wir uns mit dem Zwölfkamps- ueger unterhielten, und fast gleichzeitig sagten sie beide ru uns: »Grüßen Sie doch unsere badische Heimat, wir Ünd ja so glücklich, daß wir für Deutschland die goldene Olympia-Medaille erringen konnten und damit auch Are für die badische Turnerei eingelegt haben. Diese Siegerehrung und dieser Empfang beim Führer wird der lchönste Tag unseres Lebens bleiben," Das Ergebnis von Fleiß «nd Ausdauer" Auf dem grünen Rasen kämpften Deutschland und die Schweiz im Handballs da wir mitten unter unseren glücklichen deutschen Turnern standen und nun auch Direktor Martin Schneider beglückwünschten, den Führer der deutschen Mannschaft, der in Heidelberg bei dem Auswahlturncn im Juli so herrliche Worte für die Leistungen der deutschen Turner gefunden hatte. Dieser unvergeßliche Tag von Heidelberg tauchte in unserer Erinnerung auf, als wir uns mit Direktor Schneider über den grandiosen deutschen Turnersteg unterhalten, den größten, den je ein Land bei Turnerkämpfen erringen konnte. Nie hat die Welt einen derartigen Turnkampf erlebt, wie in Berlin auf der Dietrich-Eckart-Bühne. Und deshalb ist dieser Turnersieg einzigartig. „U n s e r o l y m- p i s ch e r S i e g i st", wie Direktor Martin Schneider uns auf unsere Frage erklärte, das Ergebnis von Gründlichkeit, Fleiß und Ausdauer. Unsere Leute haben sich geradezu vorbildlich, ohne ihre beruflichen Pflichten zu vernachlässigen, auf diesen Kampf vorbereitet. Sonntag für Sonntag sind sie aus den Kampfstätten beim Ueben gewesen und haben nun den Lohn geerntet. Die deutsche Mannschaft war sehr gleichmäßig in ihren Leistungen und hat mit einem bewundernswerten Elan gekämpft. „Die beiden Badener waren hervorragend" Wir fragten natürlich den Führer ber deutschen Mannschaft auch, wie er mit unseren Badenern zufrieden gewesen sei, und da konnte er nur Worte des höchsten Lobes geben. „Der Konstanzer Stadel war hervorragend", meinte Direktor Schneider, „und er wird wohl den Frankfurter Winter in der Mannschaft ablösen, der doch immerhin schon 30 Jahre alt ist, viele Erfolge feiern konnte, aber desien Nerven solch harten Kämpfen nicht mehr gewachsen sind. Der junge Stadel war mit die beste Stütze in der Mannschaft. Auch Franz Beckert war", wie Direktor Schneider erklärte, „in allen seinen Leistungen ein wunderbarer Kämpfer, verläßlich wie immer, so daß ich Ihnen für beide badische Vertreter nur Worte der ehrlichen Anerkennung sagen kann. In der Gesamtwertung innerhalb der deutschen Mannschaft stehen übrigens bei den Kürübungen Stadel «nd Beckert auf dem 4. und 6. Platz." Diese Tage vom 1. bis 18. August werden unvergeßlich in der Geschichte des deutschen Turnens verzeichnet sein und als die deutschen Turner nach dem Empfang beim Führer mit dem Reichssportführer zusammen beim Kaffee in der Ehrenloge saßen, da sah man nur überglückliche Menschen. „Nie gab es einen größeren Turnersieg" sagte uns zum Abschluß unserer Unterredung Direktor Schneider und dieser Turnsieg beherrscht den 11. Kampftag der Olympischen Spiele, weil er vielleicht Deutschlands größter Olymvia-Sieg sein wird. Richard Bolderauer. «1 yC . » -—-" ii Die siegreiche deutsche Mannschaft im Knnsttnrne» (Prcssephoto, ft.) von rechts nach Nnkr: Beckert, Schwarzmann, Stangl, voltz, Frey, Stessens, Stadl, der MannschaftsfNhrcr und Winter. Schmarzman» konnte sich eine Goldmedaille im Pserdesprung hole«. GPtefifeMoto, ft.) ßr iß*, LW rA prf M.M Der Schweizer Mack bei einem glänzenden Abgang von den Ringen tScherl-Bilderdtenst-M.) HAMBURG -- JK. Mot,' I«l »~\tt 1 ii ul i nii Das am 11. August in der Hasenheide in Berlin neu aufgestellte Denkmal Friedr. Ludwig Jahns (Blumentyal-DSttt-Pressedienst) Die Kieler Seglerkämpfe fanden ihren Abschluß. Unser Bild zeigt die 8-Meter-Jachten im Kampf. Oben: Der deutsche Olympiasieger Dr. Bischofs. Schtrncr (N tv sr'* r V Seite 4 Jtfjü&m Donnerstag. 13. August 19 36 Die Dorhnnipfc -er Ruderer Alle deutschen Boote sehen fleh durch ) v Zweier mit ©t Mit den beiden Vorläufen im Zweier mit Steuermann wurde der Nachmittag eingeleitet. Das deutsche Boot lGustmanN/Adamski — Steuermann Arend. „Friesen" Berlin) startete gleich im ersten Lauf zusammen mit Italien, USA, Polen, Ungarn und Brasilien. Bis 1000 Meter ließen sich die Berliner von den Polen und Italienern, zwischen denen die Führung dauernd wechselte, den Weg weisen, dann sahen sie aber ihre Zeit für gekommen und gingen in schönem Spurt nach vorn. Bei 1500 Meter lag Deutschland schon mit einer halben Länge in Front und im Ziel betrug der Vorsprung mehr als eine Länge. Das deutsche Boot siegte in 7:27,3 Minuten vor Italien, das auf den letzten 200 Meter das ungarische Boot endgültig abschütteln konnte. Im 2. Lauf war Frankreich nie gefährdet. Ter Vierer „ohne" Die Reihe der deutschen Borlausssiege riß auch im Vierer ohne Steuermann nicht ab, wo der Würzburger R V 75 mit seiner bekannten und sieggewohnten Mannschaft mit Eckstein, Nom, Karl und Menne die deutschen Farben vertrat. Die Deutschen trafen im ersten Vorlaus auf Oesterreich, Dänemark, Ungarn und USA. Der Nennverlauf war denkbar einfach: das deutsche Boot setzte sich sofort an die Spitze, führte bei 500 Meter mit eineinhalb Längen und begnügte sich dann damit, diesen Vorsprung gegen Oesterreich und Dänemark z uhalten. Die letzten 200 Meter spurteten dann die Würzburger noch einmal mit voller Kraft und mit mehr als zwei Längen Vorsprung gingen sie vor Oesterreich und Dänemark durchs Ziel. USA und Ungarn waren weit abgeschlagen. Nicht so leicht hatte es die Schweiz im zweiten Lauf, wo sich die Vertretung Englands, die den Olympiasieg von 1032 zu verteidigen hat, mit allen Kräften gegen eine Niederlage wehrte. ^. , _ Doppelzweier Auch im Doppelzweier riß die deutsche Erfolgskette nicht ab, denn Kaidel/Pirsch siegten im zweiten Lauf nach längerem Kampf mit den Briten Presford/Southwood, die schon „olympische Erfahrung" aufzuweisen haben. Vom Start weg setzten sich die Deutschen und Briten an die Spitze und bei 500 Meter lagen sie Bord an Bord mit vier Längen vor den übrigen vier Booten. Durch einen Zwischenspurt holte das deutsche Meisterpaar dann einen kleinen Vorsprung heraus, der auf dem zweiten Teil der Strecke weiter ausgebaut wurde. Obwohl die Briten verzweifelt spurteten, konnten sie einen klaren deutschen Sieg von 1*/* Längen nicht verhindern. Die übrigen Boote lagen sieben bis acht Längen zurück. Mit 6:41,1 hatten die beiden Deutschen eine wesentlich beffere Zeit erzielt, als Frankreich im ersten Lauf. Die Franzosen Giriat/Jaquet brachten eine große Ueberraschung zuwege, konnten sie doch das polnische Europameisterpaar Verey/Ustnpski einwandfrei schlagen. Harte Achterkämpfe Mit den drei Achter-Vorläufen erreichten die Ruderkämpfe des zweiten Tages ihren Höhepunkt. ES wäre schön gewesen, wenn auch hier unserer Vertretung, dem Berliner Wiking-Achter, ein Vorlaufsieg geglückt hätte. Die Möglichkeit, den dritten Lauf als Sieger zu beenden, hatten die Berliner zweifellos, aber das Glück war auf Seiten der Schweizer, die im Ziel um wenige Zentimeter voraus waren und zeitlich mit nur einer Zehntelsekunde Vorsprung siegten. Das deutsche Boot muß also nun auf dem Umweg über den Hoffnungslauf versuchen, doch noch in den Endlauf zu gelangen. Im 1. L a u f war man auf das Abschneiden der favorisierten Amerikaner gespannt und dann auch auf das Auftreten der Japaner. Nun, die Japaner konnten anfangs mit ihrer hohen Schlagzahl eine Führung herausrudern, waren aber bei 850 Meter mit ihrem Latein am Ende und mutzten die Briten und Amerikaner und später auch noch die Franzosen vorbeilaffen. Großbritannien führte bis 200 Meter vor dem Ziel, dann setzten die Amerikaner zu einem kraftvollen Endspurt ein, dem die Briten nicht mehr gewachsen waren. Der 2. Lauf brachte einen nicht minder aufregenden Kampf. Bei 500 Meter lagen alle fünf Boote auf gleicher Höhe und bei 1000 Meter lag das ungarische Boot nur ganz knapp vor Italien und Kanada. Auf dem letzten Viertel der Strecke machten sich die Ungarn frei. Im 3. L a u f lag von Anfang an die Entscheidung zwischen Deutschland und der Schweiz. Unser Wiking-Achter lag beim 1000-Meter- Pfosten mit Vs Länge vor dem Zürcher Boot, während Jugoslawien und Dänemark schon klar abgeschlagen waren. Auf dem zweiten Teil der Strecke folgte ein Spurt nach dem andern und 300 Meter vor dem Ziel gingen die Schweizer an den Berlinern vorbei. Diese hatten aber noch Reserven und spurteten verzweifelt, ohne das schweizerische Bott noch ganz erreichen zu können. Der Rückstand im Ziel betrug nur wenige Zentimeter. Die jnpaner wieder geschlagen Sack Medtta 1WW Slmviafieger lm 400 Meter Kraulschwimmen Etwas überraschend war der Ansgang des 400 Meter Kraulschwimmens der weltbesten Schwimmer am Mittwoch im vollbesetzten Olympischen Schwimmstadion. Die Japaner wurden erneut geschlagen, obwohl sie gerade in diesem Wettbewerb den Sieg schon vorher so gut wie Der Amerikaner Jack Mediea schlug die Japaner über 400 Meter Schirner sicher hatte». Mit letzte, Energie ritz der Amerikaner Jack Mediea anf den letzte« Meter den Sieg au sich und errang in der neuen olympischen Rekordzeit von 4:444,5 Minuten einen großartige» Triumph vor de» Japanern Uto <4:45,8) und Makino (4:48,1), die die Silberne und Bronzene Medaille sür ihre Farbe» eroberten. Den vierten Platz belegte der Amerikaner Flanaga vor Negami (Japan), dem französische» Europameister Jean Taris und dem Engländer Leivers. Das genaue Endergebnis war: 400 Mete, Kraul: 4:44,5 Min. Olymp.-Rek. 4:45.6 „ 1. Jack Mediea (USA) 2. Shunpei Uto ((Japan) 3. Shozo Makino (Japan) 4:48,1 4. Ralph Flanagan (USA) 4:52,7 5 Hiroshi Negami (Japan) 4:53,6 6, Jean Taris (Frankreich) 4:53,8 7. Rob. H. Leivers (Grgßbrit.) 5:00.9 Auf den Startblöcken hockten Negami, Mediea, Uto, Leivers, Flanagan, Taris und Makino. Schon mit dem kraftvollen Startsprung hatte sich der amerikanische Weltrekordler über 400 Meter Kraul, Jack Mediea, die Spitze gesichert. Mit leichtem Vorsprung vor Uto nahm er die 50-Meter-Wende. Bei 100 Meter aber lagen beide schon auf gleicher Höhe und wendeten in 1:06,1 gleichzeitig vor Negami, der einen Meter zurücklag. Ter erst 19jährige Japaner erarbeitete sich dann einen knappen Vorsprung vor Mediea. Die 200 Meter erledigte er in 2:19,9. Auch bei 300 Meter hatte Uto noch die Spitze und wendete in 3:32 Min. Für Mediea wurden 3:32,9 gestoppt. Makino verteidigte den dritten Platz gegen den stark aufkommenben Ralph Flanagan. Auf der letzten Bahn erst fiel die Entscheidung. Bis 385 Meter lagen Uto und Mediea auf gleicher Höhe. Die größere Körperkraft befähigte den Amerikaner, noch einmal etwas zuzusehen und mit kraftvollen Armzügen dem Ziel entgegenzueilen. Auui Stolte ausgeschiebeu Gleich anschließend wurden die Zwischenläufe im 100- Meter-Rückenschwimmen der Frauen ausgetragen. Ein interessantes Rennen gab es im ersten Lauf. Hier siegte Hollands Favoritin Nida Senfs überlegen in 1:17,9, obwohl sie nicht richtig ansschwamm. Die Amerikanerin Mortridge wurde in 1:19,1 sicher geschlagen. Bei einer solchen Besetzung kam unsere Vertreterin Anni Stolle nicht mit. Sie gab alles her, was sie konnte, und schwamm mit 1:21,7 eine Zeit, die sie im freien Wasser bisher noch nicht erreicht hatte. Der Sieg unserer Turnerinnen miiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiititittiintiiiitiiit *'*** V Der beste Kunstspringer der Welt Degener (USA), der in Los Angeles vor vier Jahren Dritter wurde, errang letzt beim gun0(vri»grn im Schwimmstadion die Goldmedaille. (Presse-Btid-Zentrale, ».) ^nnnniiimnTuinniiKiiimniniiiinfiiiiiiiiiimmnmiiiniiiiiMiniiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitmiiiiiiiiiiimminimmnHiii^ | Das heutige Programm: | § 18.00 Uhr: Fußball: Spiel um de« 8. und Z I 4. Platz | | 15.00 Uhr: Wasserball, Entscheidung um W | de« 5. bis 8. Platz 1500-Meter-Frei- | 1 stil, Borläufe; 200-Meter-Brust, W W Vorlänfe; 100-Meter-Rücken, Zwi- D W scheuläufe; 100-Meter-Rücke« 1 §j Frauen, Endlaus W I Reiten: Große Dresiut-Prüfung 8 W Dressurprüfung für die W H Bielseitigkeits»Prüfung g 8 Hockey B 1 Fechte» 8 N Boxe« I 1 Ruder«, HoffnuugslLuse 1 Die Pflichtübungen, die sehr schwer waren, erledigten di« Tschechinnen mit seltener Eleganz und Sicherheit. Sie wurden aber von den Italienerinnen noch übertroffen und von den Jugoslawinnen beinahe erreicht. Den Rekord schlug jedoch wieder Deutschland, das sich an die Spitze setzte. In den Kürübungen zeigten die Vertreterinnen der Tschechoslowakei und Polens die Verwendungsmöglichkeiten des Schwebebalkens als Gerät. Sie waren unnachahmlich in der Haltung und in der Sicherheit. Sehr schönes Turnen zeigte auch Jugoslawien. Deutschland erreichte nicht die Schwierigkeiten der anderen Länder, glich diesen Mangel aber durch äußerste Konzentration und Sicherheit aus. Mit einer großen Ueberraschung warteten die Ungarinnen bei ihrer Kür am Schwebebalken auf, konnten sie doch hier noch die gute deutsche Leistung überbieten. Nachdem sie bei der Pflicht zwei Punkte weniger als Deutschland erzielten, zeigten sie sich in der Kür um vier Punkte überlegen. In der Gesamtwertung konnte Deutschland seine überlegene Führung behaupten, aber die Ungarinnen setzten sich vor die Tschechoslowakei auf den zweiten Platz. Am Pferd erwies sich dann Deutschland wieder als beste Mannschaft. Zwei große Großer Bergpreis von Deutschland Auf der traditionellen, 12 Kilometer langen Schauins- landstrecke bet Freiburg gelangt am 30. August der diesjährige „Große Bergpreis von Deutschland" zur Durchführung. Soeben ist die Ausschreibung durch die Oberste Nationale Sportbehörde sür die deutsche Kraft- sahrt (ONS) erschienen, die als Nennungsschlutz den 20. August angibt. Die Motorradivettbeiverbe werden für die deutsche Meisterschaft gewertet, wie auch die Kraftwagenrennen für die Deutsche Bergmeisterschaft mitzählen. Korpsführer Hühnlein hat für den schnellsten Fahrer des Tages einen besonderen Ehrenpreis gestiftet, außerdem sind natürlich wieder wertvolle Barpreise für jedes Rennen ausgesetzt. Das offizielle Training ist wie folgt angesetzt worden: Wagen: 27. August von 8—12 Uhr, 29. August von 8—11,30 Uhr. Motorräder: 27. und 28. August von 12 bis 16 Uhr. 29. August: 11,30—15 Uhr. Die Abnahme der Fahrzeuge erfolgt am 29. August. — Großer Preis der Schweiz 20 Wagen, davon je vier von der Auto-Union, von Mercedes-Benz und von der Scuderia Ferrari werden am 23. August im „Großen (Preis der Schweiz" an den Start gehen. Zu dem Rennen auf der bekannten Rundstrecke im Bremgartenwald haben ferner die Scuderia Maremmana zwei Wagen, fünf Privatführer und ein Nach sechs Wettbewerben (Barren, Schwebebalken und Pferd, jeweils Kür und Pflicht) hatte Deutschland seine Führung weiter ausgebaut. Die Länderwertung zeigte folgendes Bild: 1. Deutschland 524,10 Punkte, 2. Tschechoslowakei 507,35 Punkte, 3. Ungarn 503,55 Punkte, 4. Jugoslawien 489,75 Punkte, 5. Polen 486,30 Punkts 6. Italien 455,55 Punkte, 7. USA 432,90 Punkte, 8. Großbritannien 404,90 Punkte. Nach Abschluß des Pferdturnens — nebenbei: acht Stunden waren indessen vergangen! — hatte also Deutschland seinen Vorsprung weiter vergrößert, während die Tschechoslowakei die Ungarinnen wieder vom zweiten Platz verdrängt hatte. Die deutschen Mädels erkämpften sich nach-dauernder Führung in der Gefamtwertung die Goldene Medaille. Das Ergebnis lautet: 1. Deutschland 566,50 Punkte 2. Tschechoslowakei 503,60 Punkte 3. Ungar» 499.00 Punkte. Die nächsten Plätze belegten Jugoslawien, Pole«, USA» Italien und Großbritannien in dieser Reihenfolge. Autorennen Bugattiwagen gemeldet. Die Teilnehmerliste zeigt im einzelnen folgendes Bild: Auto-Union: Berndt Rosemeyer, Hans Stuck, Ernst v. Delius, Achille Varzi; Mercedes-Benz: Rudolf Carac- ciola, Manfred v. Brauchitsch, Luigi Fagioli, Hermann Lang (Ersatz: Louis Chiron); Scuderia Ferrari (Alfa Romeo): Tazio Nuvolari, Rens Dreyfus, Giuseppe Fa- j rina, X.: Scuderia Maremmana: Riondetti (Maserati), Stüber (Alfa Romeo); Bugatti: Jean Pierre Wimille;. Privatfahrer: Ruesch (Maserati), Etancelin (Maserati), I Sommer (Alfa Romeo), Earl Howe (Bugatti), Martin (Alfa Romeo). Schmeling ist zuversichtlich Nach seiner Ankunft in Neuyork äußerte sich der deutsche Meisterboxer sehr zuversichtlich über den bevorstehenden Titelkampf um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft gegen den Amerikaner James Braddock. Max Schmeling wies, wie schon vor seiner Ueberfahrt nach Amerika, auch hier wieder darauf hin, daß dieser Kampf ebensowenig auf die leichte Schulter zu nehmen sei, wie die Begegnung mit Louis. Der neue Gegner sei womöglich noch schwerer zu schlagen, da seine Verteidigung bedeutend besser ist, als die von Louis, der immer nur als harter Schläger genannt worden sei. Sein Trainingslager will Schmeling erst in der nächsten Woche beziehen. Olympifche Ehrentafel Wer gewann die Medaillen? Nation Gold Silber Bronze Deutschland 19 18 25 USA 19 14 7 Finnland 6 6 6 Schweden 6 5 7 Ungarn 6 1 3 Italien 8 4 5 Frankreich 5 5 4 Japan 4 4 5 England 3 6 2 Oesterreich 3 4 2 Tschechei 3 5 Holland 3 2 6 Estland 2 1 3 Aegypten 2 1 2 Schweiz 1 Goldene, 8 Silberne, 3 Bronzene; 1 Goldene, 2 Silberne, 5 Bronzene; Norwegen 1 * Seite, 2 Silberne; Argentinien 1 Goldene, 1 Silberne, Türkei 1 Goldene, 1 Bronzene; Neuseeland 1 Goldene. Polen 2 Silberne, 2 Bronzene; Lettland 1 Silberne, Bronzene; Jugoslawien 1 Silberne; Australien, Be- gien, Dänemark, Mexiko, Philippinen je eine Bronzen Medaille. Qandball vor 100000 Das Fußball-Turnier, ja, das würde bestimmt seioe Zuschauer haben, aber Handball? Alle Skeptiker wurde» gestern nachmittag gründlich eines Besseren belehrt' denn schon das erste Spiel der Endrunde, das Oesterreich gegen Ungarn 11:7 gewann, sah das Stadion fast voll besetzt. Als dann Deutschlands Elf 9*8^ die Schweiz antrat (16:6), da waren wieder alle Ränge dicht gefüllt. Keine bessere Werbung konnte man sich den deutschen Handball denken als gerade dieses Sp>et vor 100 000. Noch nie in der Geschichte des Handballs sind auch nur annähernd solche Zuschauerzisfern erreicht worden. Das schnelle und manchmal hinreißend fd)ö n< Spiel der Deutschen konnte auch manchen begeistern, der bisher fanatisch seinem Fußballspiel allein gehuldigt hatte. Man hofft allgemein, baß die deutschen Handballer das wieder gutmachen, was unsere Fußballer versäumt haben. Hohes Loh für deutsches Kampfgericht Zum Abschluß der Leichtathletik-Woche der XI. Olympiade kamen zu einem Kameradschaftsabend die Mitglieder des Rates der JAAF. mit den deutschen Olympia- Kampfrichtern zusammen. Präsident Brundage-Amerika, Präsident Stankovits-Ungarn, Präsident Genet-Frank- reich und die Vertreter von Finnland und Schwede» lobten die ausgezeichnete Organisation und die gute Arbeit des Kampfgerichts. Im Aufträge des Präsidenten der 4)AAF., Sigfrid" Edstroem, richtete das Mitglied des Rates der JAAF- Bo Ekelund-Schweden folgende Worte an das deutM Kampfgericht: Der Präsident der JAAF., Herr Edstroem, hat mich beauftragt, Ihnen zu sagen, daß ihm die 8*' sammenarbeit zwischen dem Schiedsgericht der IAA»' und dem deutschen Kampfgericht eine wahre Freude 8** wesen ist. Es gab nicht die geringsten Störungen u«" das Schiedsgericht brauchte in keinem einzigen Falle ei»- zugreifen. Die unparteiische und objektive Haltung se * Kampfgerichts verdient ein besonderes Lob. Sie w»" über jeden Zweifel erhaben. Persönlich möchte ich Jb»^ herzlich danken für die gute Kameradschaft, die Sie mir entgegengebracht haben. Wir waren während der ganze» Spiele gute Freunde und ich nehme gerade in diese Hinsicht den größten Eindruck mit in mein Vaterla» zurück. Ich wünsche dem deutschen Sport und seiner Aufbauarbeit weiterhin den glänzenden Erfolg, den tt w ehrlich verdient hat." Amerikanische Vorführungen Noch waren die letzten Besucher der nachmittäglich^ Handballspiele nicht aus dem Bereich des Reichsspö^ selbes verschwunden, da wälzten sich schon wieder »^ Scharen heran. Sie besuchten die Vorführung des aateI /i konischen Nationalspiels, des Baseball, der von »m iS 8MMW Eine aufregende Angelegenheit (PressEÄd-Zentm der besten amerikanischen Mannschaften in Volle^^^ gezeigt wurde. Die hinreißenden Kämpfe und Läufe ^ Spieler werben noch gesteigert durch die Klänge echten amerikanischen Kapelle, die mit all jenem t t und Schwung an ihre Aufgabe geht, als ob es auch um Weltmeisterschaften handelte. Begeistert u«" -TfliK bar wälzen sich kurz vor Mitternacht wieder Zehnta ^ von Besuchern in die Olympia-Stadt Berlin sich durch kurzen Schlaf für den neuen Tag olymp Kämpfe zu rüsten. Donnerstag, 13. August 1936 rlttLiikktt Seite '5 -ßdelöigung Von Arthur M. Fraedrich ^ In Meister Kruses Werkstatt brauste der Arbeit hohes ^>ed von früh bis spät. Da pinkerten Hämmer auf den Amboß und Feilen kreischten; da dröhnte der mechanisch betriebene Federhammer und Fräsmaschinen fraßen sich quietschend durch Metall, und die Drehbänke hielten mit 'brem dumpfen Knurren hartnäckig die tiefste Stufe in bieser anheimelnden Tonmalerei des Werkens. Wie aller Schaffenden Dirigent stand Meister Kruse inmitten des Singens und Klingens an seinem Lieblingsplatz, hin- ier dem ersten Amboß, gab Anordnungen, Ratschläge und ließ ab und zu auch ein Donnerwetter los über die Lehrlinge, wenn es nicht so klappte, wie es in einem illr gute Werkmannsarbeit bekannten Betrieb klappen u^uß. Aber nicht einen Augenblick vergaß er darüber, daß auch sein Amboß einen ganzen Mann verlangte. Am zweiten Feuerloch aus der anderen Seite der Esse, batte der Altgeselle, der immer und ewig brummende und gurrende Schmied Hcmpel, sein selbstherrliches Reich, ein Reich, dem niemand zu nahe kommen durfte, wollte kr nicht Gefahr laufen, eine reichliche Wust harter Flüche einstecken zu müssen. Trotz dieses Umstandes herrschte dennoch beste Eintracht unter der Belegschaft,- Meister Kruse wußte stets zur rechten Zeit zu bremsen oder an- rufeuern, zu besänftigen oder anzuspornen. Seine flinken Augen sahen alles, seine hellen Ohren hörten jedes und er selbst vermochte überall und nirgends zu sein. »In meiner Werkstatt gibt es nur einen Strang, und an dem ziehen wir alle!" Das war sein Leitsatz, das war das erste, das jeder Lehrling sich zu merken hatte, wenn " sich diesem Betriebe zur Ausbildung anvertraute. Von jeher galt es in Meister Kruses Werkstatt als selbstverständlich, daß jeder neu eintretende Lchrjunge die erste Zeit neben dem alten Hempel arbeitete, auf daß er bier erst einmal lernte, wie man den Blasebalg gleichmäßig zieht, wie man Eisen wärmt, wie man den schweren Vorschlaghammer handhabt, um ihn schließlich im Kopfschlag beruntersausen lasten zu können. Erst dann, wenn diese elementaren Handhabungen in Fleisch und Blut übergegan- Sen waren, erst dann gab Hempel den „Neuen" auch mal an den Meister oder an einen anderen Gesellen ab. Wehe, wenn einmal der Kopfschlag ungenau geführt herunterkam, das Schmiedestück oder — was Hempel sehr stark ankreidete — den Schlichthammer in des Schmiedenden Hand allzu sehr rucken oder gar springen ließ! „Wirst wein Lebtag kein Schloster, Dämelack!" pflegte sodann irgend eine Ecke des von einem struppigen Bart überwucherten Mund des Altgesellen zu brummen. Und wie er „Dämelack!" oder „Tollpatsch!" herausbrachte! Franz, dem an Ostern eingetretenen Lehrling, gefror schier das Vlut nach einem Tadel aus Hempels Mund, ein Tadel, der kein Ende zu nehmen schien, der einem Ungeheuer wit einem fürchterlichen, endlosen Schwanz glich. Wollte das Knurren und Brummen gar kein Ende nehmen, so daß der jeweilige Lehrbub kaum aus noch ein wußte in seiner Unkenntnis fachlicher Gepflogenbeiten. dann schüttelte Meister Kruse, mißbilligend die Art, wie Hempel die Erziehung der Jungen anzupacken "ewöhnt war, den Kopf. Meistens hielt er plötzlich eine Vesorgung für so dringend, daß der also traktierte Lehrling sie auf der Stelle erledigen mußte. . . Eines Abends, als Franz niedergedrückt und zer- sahren auf seine Kammer geschlichen war und anscheinend wit unsäglichem Grauen des anderen Tags unter Hempels hartem Regiment gedachte, nahm Meister Kruse den Alten beiseite. „Hempel, nicht allzu hart umspringen wit den Lehrlingen! Und vor allen Dingen nicht solche abfälligen Ausdrücke gebrauchen! Wir, die wir Ihre Art kennen, denken uns nicht mehr viel dabei, aber dem Franz scheint das an die Ehre zu gehen. Also, bißchen Nachsicht mit dem Buben; er ist ja im großen und ganzen sehr anstellig." „Der trägt mir schon den Kopf zu hoch", verteidigte Hempel seine Erziehungsmethode. »Aber in meiner Werkstatt sollen keine Sklaven heran- Seziichtet werden, Hempel!" „Lehrjahre sind eben keine Herrenjahre", brummte °er Alte und begann zu erzählen, wie schwer er es ge- babt hatte in seiner Lehrzeit. Nicht nur, daß er von Morgens sechs bis abends acht den sechs Kilo schweren Vorschlaghammer habe schwingen müssen, nicht nur, baß wenn die Gesellen längst kartenspielend hinterm ^iertisch gesesten hätten, deren Stiefel habe putzen und °'e Werkstatt habe aufrüumen müssen — nein, obendrein babe er in der Freizeit der kurzen Mittagsstunde auch poch -ex Frau Meisterin in der Wirtschaft helfen müssen: ^artoffelschälen, Schweine- und Hühnerstall säubern. Zarten in Ordnung halten — kurz, er sei als Lehrling Wirklich ein „Mädchen für Alles" gewesen. Rücksicht oder Dank — du lieber Gott, derartige Begriffe erläuterte °swalS kein Wörterbuch des Meisters oder der Zunft- "psider. „Und bin ich nicht ein ordentlicher Mensch geworden?" . Meister Kruse schwieg. Es hielt zu schwer, dem Alten ö * e heutige Auffassung von der Lehrlingsausbildung Nachhaltig darzustellen, diese wertvollen Erkenntnisse, die der nichts von neuen „Moden" wissen wollte, mit dem ?zkarrsinn der Alternden noch immer den Eintritt in °^se Werkstatt verwehren zu können glaubte. ^ Meister Kruse warf öfter als gewöhnlich einen verhohlenen Blick auf die andere Seite der Esse, denn mit '"anz schien Hempel es besonders streng zu nehmen. Ter onnte ihm wahrhaftig nichts recht machen. Entweder zog 1 den Blasebalg zu heftig oder nicht heftig genug, oder ? *lef beim Warmmachen eines Schmiedestückes zu früh zu spät „Hitze!" Und schlug Franz Kopfschläge, die sein Meister zur Ehre gereicht hätten, dann fielen sie sch Hempels Meinung entweder zu schwer oder zu leicht Sd. Ach, es war ein Quälleben für Franz. . . ... »Mußt nicht alles so hart nehmen, Junge", tröstete on -ex Meister. „Hempel ist ein tüchtiger Schmied, bei dw kannst du viel lernen. Er meint es nicht immer so, te «s sich anhört. Das erste Jahr geht ja auch einmal u Ende." Ein ganzes Jahr bei dem Griesgram? Franz «k verzweifelnd in sich zusammen, und in ihm stieg. in letzter Zeit schon des öfteren, der Gedanke auf, wsem Jammerleben zu entfliehen, irgendwohin. Meier erfühlte den unsäglichen Mißmut des Jungen; z kuhr ihm mit seiner auSgearbeitetcn Hand weich über ,s» Haar. Das tat dem Buben unendlich wohl. Lang höh xx hbn Kopf, so daß dieser wieder stur und stolz. ^ trotzig wie ehedem, zwischen den jungen, noch schmalen schultern thronte. ^ "nd der Meister nahm sich vor, das seit alter her gül- Sc Gesetz der Zuteilung des jüngsten Lehrlings zum Altgesellen bei passender Gelegenheit zu durchbrechen, Franz aus dem Machtbereich des Alten zu entfernen. Inzwischen geschah das Unglück.. Und das kam so: Hempel hatte den Auftrag, einige Dutzend Klammern anzufertigen, welche an den beiden Enden in einem Gesenk zu Oesen ausgeschmiedet werden mutzten. Er kam mit sich überein, so ein Ding in nur dreimaligem Warmmachen fertigzubringen. Folglich hieß es für Franz, den Blasebalg eifrig zu ziehen und den Vorschlaghammer auf dem Schlichthammer nur so tanzen zu lassen. Franz gab sich die größte Mühe, Franz stellte alle seine Sinne auf diese Arbeit ein, und schließlich klappte es sehr gut. Nur die Oesen in die Form schlagen — das machte er dem Alten immer noch nicht recht. „Wieder ein schiefer Schlag, dummer Bengel!" polterte Hempel los. „Da kann man an einem Ding zwei Stunden feilen, bis man den Grat weg kriegt." Und.beim nächsten Stück: „Der Schlichthammer dröhnt mir bis in die Schulter: verdammt, schlag' doch leichter!" Franz biß die Zähne zusammen. Wie ein Jongleur handhabte er den schweren Hammer, und zwischendurch riß er an dem Blasebalg, als gelte es, einen ganzen Ochsen zu braten. „Ta! Siehst du denn nicht, daß es schmort? Junger Hund, du!" Diese Worte trafen Franz wie ein Peitschenschlag. Er erblaßte. Als Hempel auch diesem Fluch einen Schwanz anhängen wollte, bebte es von seinen Lippen: „Ich bin kein junger Hund, Hempel!" Das war das erstemal, daß er sich gegen eine Beleidigung laut verwahrte. Der Alte ritz die buschigen Brauen hoch und starrte ihm ins Gesicht, als habe statt Franz' eine Maus Sprache und Verstand gewonnen. „Nun wird der Lausebengel gar noch frech! Na warte!" höhnte er drohend, und beim nächsten Schmieden pinkerte er so jagend in Franzens Schlag hinein, daß der schwere Hammer so schnell wie ein Preßlufthammer auf und nieder tanzen mußte, um mitzukommen. Franz schwitzte, Franz kam außer Atem: Sterne tanzten vor seinen Augen. Und als endlich das ausgeschmiedete Ende in das Gesenk geschlagen werden sollte, da schlug er fehl. Der Hammer prallte von dem Amboß ob und traf den Alten hart am Handgelenk. „Idiot! Machst einem noch zum Krüppel!" brüllte Hempel, und er warf mit dem Handhammer nach Franz. „Hundsfott du!" Das war zu viel für den gequälten Franz. Nicht die gebrüllte schwere Anklage, nicht der dumpfe Schmerz der Rippen von dem Hammerwurf — nein, das Wort, das gräßliche Wort Hundsfott, das so ganz außerhalb der Serie Hempelscher Flüche lag, das war es, was ihn so traf. Ein Hundsfott ist ein Kriecher, ein Verräter des Freundes, des Vaterlandes; ein Ehrloser. Ist er ein Kriecher, ein Verräter, ist er ehrlos? Hundsfott?! To dürfte selbst nicht der Bruder, der Vater, ja selbst nicht ein König zu ihm sagen! „Hundsfott?!" quoll es zu einem gellenden Schrei anschwellend von seinen blassen Lippen. Was danach geschehen war, wußte er sich später nicht mehr zu entsinnen. Als er wieder klar war, lag Hempel stöhnend auf der Feilbank zwischen den Schraubstöcken. Der Meister verband ihm die klaffende Stirnwunde, während er, Franz, noch immer wie verkrampft den Vorschlaghammer in den kleinen Fäusten hielt. Alle Maschinen waren ausgeschaltet; die Belegschaft versammelte sich fragend um Hempel, der wie leblos dalag. Niemand achtete auf Franz. Nur der Meister schielte trotz aller Fürsorge um den Alten hin und wieder zu ihm herüber. Doch es sprach kein Vorwurf noch Anklage aus seinem Blick, nur mitleidige Trauer. Franz stand unbeteiligt da. Keine Reue, kein Schmerz, keine Angst vor dem, was nun kommen würde, unausbleiblich kommen mußte, beschwerte ihn. Er atmete tief und schwer und stierte seelenlosen Blickes auf den Amboß. Als Hempel nach etwa zehn Minuten aus der Ohnmacht erwachte, verharrte er noch in der gleichen Stellung. Alle Blicke hingen an ihm. Was und wie es geschehen war,-wußte zwar außer Meister Kruse, der Augenzeuge gewesen war, niemand so recht, aber ein jeder ahnte, -atz Franz und Hempel irgendwie zusammengestoßen waren. Alle sahen den Augenblick nahen, wo Hempel sich erheben, sich auf Franz stürzen, ihn aus der Werkstatt weisen würde. Auch Meister Kruse dachte an Aehnliches, und er suchte nach einer Möglichkeit, wodurch er Franz zwar strafen, aber gleichzeitig auch schützen könnte. Ta geschah folgendes: „Wo ist der Bengel?" fragte Hempel matt. „Lassen Sie Franz nun in Ruh, Hempel," widersprach ihm der Meister. „Der Lümmel soll Herkommen!" forderte der Alte unbeirrt. Meister Kruse tat ihm den Gefallen und rief den Lehrling, machte sich aber bereit, um sofort eingreifen zu können, wenn irgend etwas geschehen sollte, was das Unglück nur noch vergrößern könnte. Franz kam heran. Sein Blick war leer, sein Antlitz ohne die Spur einer inneren Anteilnahme. Erhobenen Hauptes stellt er sich vor dem Alten auf. Alle waren gespannt auf das, was nun kommen würde. Aber es kam nichts. Beide sahen sich schweigend an. Franzens Blick war kalt und hart, als sehe er durch den alten Mann hindurch, und in Hempels Augen lag statt sprühenden Zorns ein seltsames Sinnen. Eine Minute verging, da schloß der Alte mit einem unsagbar müden Ausdruck die Augen und seufzte einmal tief auf. „Tu Lausebub, du," zitterte es so leise von seinen Lippen, daß außer Franz, der dicht vor ihm stand, nur noch Meister Kruse es vernahm. Da schoß es dem Jungen heiß in die Augen; seine Schultern zitterten. Scheu faßte seine Hand nach denen des Alten, die gefaltet dalagen. Kaum hatte er sie berührt, da schlug der Alte die Augen auf. Ein schönes Leuchten stand darin. Aechzend richtete er sich auf, schwenkte die Beine von der Bank und warf einen erstaunten Blick um sich. „Die ganze Bude faulenzt, wenn der Altgeselle mal ausrutscht?! An die Gewehre, marsch, marsch!" Die Belegschaft spritzte auseinander. Meister Kruse nickte beglückt und Franz faßte zaghaft und scheu die Rechte des Alten, die dieser ihm nach einem sanften Backenstreich willig überließ. Vatjnfatjrt mit Alexander Man sollte eigentlich nicht denken, daß eine knapp zweistündige Bahnfahrt für einen ziemlich weitgereisten Mann viele Aufregungen mit sich bringen könnte. Und doch befand ich mich wohl selten in einem so erschöpften Zustand wie nach der kleinen Reise, die ich hier im Auge habe. Daran war erstens mein Sohn Alexander schuldig und zweitens . . . Doch beginnen wir der Reihe nach. Alexander, mein lieber Sohn, ist etwas über ein Jahr alt, also noch in jenem glücklichen Stadium des menschlichen Lebens, wo man schreit, wenn einem etwas nicht paßt, und dann ein Stückchen Schokolade erhält, damit man für eine Minute den Mund hält. Wenn der Mensch ein wenig älter wirb, bekommt er dann keine Schokolade mehr, falls er seinem Unwillen auf so natürliche Weise Luft macht, sondern er erhält den Hinteren versohlt oder noch einige Jahre später — ein Strafmandat wegen Ruhestörung. Das ist der Lauf der Welt. Um zu Alexander zurückzukehren: ich fuhr mit ihm ferienhalber zu meiner Mutter, da ich meine Frau auf vier Wochen zu Verwandten schickte, wo sie sich von den Aufregungen der Kinderpflege einmal gründlich erholen sollte. Bis zur Hauptstadt fuhren wir gemeinsam, dann bekam ich Kind, Koffer und Reisekissen in die Hand gedrückt und weg war sie, um ihren Anschlußzug nicht zu versäumen. Da stand ich also auf dem Bahnsteig, auf dem linken Arm den Kleinen, in der freien Hand Koffer und Schreibmaschine, das Kiffen irgendwie unter den Arm geklemmt — und fühlte mich wenig behaglich. Es gelang mir schließlich, meinen Zug zu erreichen, nachdem ich das Kissen dreimal und die Schreibmaschine zweimal hatte fallen lassen, und ich fand auch einen netten Fensterplatz. Soweit war alles gut gegangen. Alexander, noch verwirrt von all den vielen Eindrücken, verhielt sich schweigend, bis ich ihn neben mich auf die Bank setzte. Dann fing er an zu heulen und war nicht mehr zu beruhigen. sTas Abteil blieb nicht lange leer. Die meisten Leute zwar ergriffen die Flucht, wenn sie hereinschauten und ihnen das immer stärker werdende Protestgeschrei entgegenschlug. Kam jedoch eine Frau über vierzig in nnsere Nähe, so ging ein Aufleuchten über ihr Gesicht und herein kam sie, noch unter der Tür mit ihren Ratschlägen beginnend. So waren endlich fünf solcher „Tanten" um mich versammelt. Während Alexander nnentwegt weiter schrie, stürzte es wie ein Wasserfall über mich her: „Schreit er oft so?" — „Es wird die Verdauung sein." — „Man müßte ihm Kamillentee geben!" — „Um Gotteswillen, keine kalten Umschläge, heiß wickeln, man weiß nie." — „Als mein Hans zige." — „Pfefferminz, Pfefferminz, sagte meine Großmutter immer ..." — Einige Minuten ertrug ich das. Dann zündete ich unter empörtem Gemurmel meiner Umgebung eine Zigarette an und gab meinem lieben Sohn ordentlich eins hinten drauf. Das ist die männliche und nebenbei die einzige erfolgreiche Erziehungsmethode. Zuerst schrie er mild, bis er anfing rot und blau im Gesicht zu werden, aber als er mich unerbittlich sah — Kinder sind so schlau! — begann er eben sich zu beruhigen, als die Tür. zum Abteil mit einem Ruck aufgerissen wurde, der uns alle zusammenfahren ließ. Herein kam Adele Sandrock. Sie war es natürlich nicht persönlich, aber was da hereinkam, sah ihr so ähnlich, daß mir der Schreck in die Glieder fuhr. Ueber zornig gewölbten Augenbrauen ein Hut Baujahr 1898, einen vorsintflutlichen Regenschirm in der Hand, so kam sie aus mich zu. „Warum schreit das Kind?" herrschte sie mich an. „Er hat es geschlagen!" murmelten dumpf wie Femerichtcr die anderen Insassen. „Geschlagen?! Ein Rabenvater, fürwahr ein Rabenvater sind Sie!" — „Aber . . .", begann ich schüchtern. „Kein Aber! Sie rauchen?! Hinaus damit!" Zitternd warf ich die Zigarette zum Fenster hinaus und die Doppelgängerin der Adele Sandrock setzte sich resolut neben mich und nahm mir den Kleinen aus dem Arm. „Wie heißt er?" fuhr sie mich noch einmal an und dann kam es süß und lieblich wie Flötentöne aus ihrem Mund, so daß ich meinen Ohre» nicht traute: „Alexanderchen, mein Kleiner, warum weinst du denn? Hat dich der böse Vater geschlagen, Xandelchen, Lerchen? So, nun iß mal hübsch das Schokolädchen, bist ja schon ein richtiger kleiner Mann, unser Alex. Nicht wahr, das schmeckt?" So ging das die ganze Fahrt über. Es war zum Aus-der-Haut-Fahrcn. Nur ein einziges Mal explodierte ich und sagte, sie verderbe ihm ja den Magen und schließlich sei ich der Vater. Aber sic sah mich nur vernichtend mit unheimlicher Ruhe an und sagte, ich könne froh sein, wenn sie mich nicht wegen vorsätzlicher Kindermißhandlung anzeige. — Alles geht einmal zu Ende, so auch diese entsetzliche Fahrt. Ueber und über mit Schokolade verschmiert, aber strahlend wurde mir endlich Alexander wieder übergeben. Beinahe hätte er dann wieder geweint, weil er nicht von der Tante wegwollte. Kinder sind so charakterlos! „Dande, Dande", plapperte er. Es war sein erstes Wort, obwohl wir ihm seit Wochen „Papa" und „Mama" vorqesprochen hatten. Auf dem Bahnsteig begrüßte ich eben meine Mutter, als neben mir ein wohlbekannter Baß sagte: „So, meine so alt war . .." — „Er muß flach liegen, bas ist bas ein- Liebe, da bin ich", und mit dem Ruf: „Ottilie, Ottilie, fiimiiiicif iiitiiiif .»mm».mmmmmmm»»»« Der Führer i» Kiel Der FUHrcr gibt den Blauen Jungens der Sta- tionSjacht „Nirc", auf der er den Olympischen Segelregatten in Kiel beiwohnte, Autogramme. (Heinrich Hoffman». 8.) welch eine Ueberraschnng!" wandte sich meine Mutter meiner Reisebegleitcrin zu, die mir so wenig wohlwollte. Um es kurz zu machen: es war niemand anders als Tante Ottilie, eine entfernte Verwandte, die ich seit meiner Kindheit nie' gesehen hatte. Ihre eigentliche Bedeutung lag darin, daß sie das mar, was man als Erbtante bezeichnet. Man kann sich denken, daß ich unsere Aussichten für die Erbschaft recht trübe ansah, als ich hinter ihr zum Bahnhofsausgang ging, unter der Last des Schicksals und mehrerer Koffer seufzend. Aber inzwischen hat sich alles zum Besseren gewendet. Tante Ottilie har sich wieder mit mir ausgesöhnt. Heute hörte ich, wie sie zu meiner Mutter sagte: „Tein Sohn, weißt du, hat mir am Anfang gar nicht gefallen; aber etwas wird ja wohl an ihm dran sein, wenn er ein so nettes Kind hat." Alexander scheint es also geschafft zu haben, nachdem sein Vater so schmählich versagte. Er büßt es allerdings mit einer schweren Magenverstimmung. Von der Schokolade! denke ich, und hohnlächle innerlich. „Von der Aufregung!" sagt Tante Ottilie mit einem bösen Seitenblick auf mich und rennt mit Pfefferminztee. Meinetwegen. Peter Steffan. as neue Vucff Karl der Zwölfte und fein Krieger Von Berner von Hcidcustam, Verlag Albert Langen/Georg Müller, München Zur Zeit, als in Preußen Friedrich Wilhelm l. einen Staat aufbaute, hart und streng, pochte in Stralsund nachts ein Flüchtling an das Stadttor. Keiner erkannte ihn, der abgezehrt und ausgepumpt mar. Das war Karl der Zwölfte, der Held des Romans von Heidenstam. Da lag damals schon eine große Vergangenheit hinter ihm. Seine Jugend war nicht in geivöhnlichen Bahnen verlaufen. Unermüdlich, als ewiger Krieger, hatte er sein Volk von Sieg zu Sieg geführt, hatte er selbst Peter den Großen, den schier unbczwinglichen Russen, zu Boden zwungen. Dann waren Jahre des Unglücks gefolgt. Verrat des Mazeppa, das Unglück von Poltawa, seine Flucht nach Süden, Zeit der Gefangenschaft und seine Flucht. Noch ungebrochen reitet er in vierzehntägigcm Ritt quer durch Europa bis in die Feste Stralsund. Den Heldentod stirbt er im Laufgraben vor Freörikshall. Kampf war sein ganzes Leben, das ihn aus dem Norden bis tief in den Süden trieb. Ruhe kannte er nicht. Und diese Unruhe, dieses unermüdliche Vorivärtsdrängen, hat sich auch in dem Buch Heidcnstains niedergeschlagen. Wir lesen diesen Roman, ohne auch nur einen Augenblick aufzusehen. Wie ein einziges großes Abenteuer mutet uns das Leben dieses Menschen in dieser Darstellung an. Und doch steht Karl der Zwölfte vor uns als der Held, an dem sein Volk mit einer unendlichen Liebe hing. Röhr. „Untergang eines Heldenvolkes- von Wilhelm v. Scholz. Stalling-Bücherei, Oldenburg, Berlin. Anderes erfüllt das Buch, als sein Titel ahnen läßt. Nicht der große historische Wurf, sondern das kleine unscheinbare Alltagsgeschehcn ist in den sechs Erzählungen dieses Buches in die große und tiefere Schau gestaltet. Ob nun ein Wespenvolk in seinen Untergang hineinstirbt, ob das Pferd Jnoue seine Freiheit im Opser verteidigt, ob sich ein einsamer Vater Erfüllung um Gräber schasst, ob das Rätsel um einen toten Schädel gelichtet wird, ob es um einen Bauern blitzt oder ob der jüngste Tag um einen Alten spukt, das feine, zuchtvolle, mit logischer Gewalt vordringende Erzählcrtalent des Dichters holt die Haltung dieser alltäglichen Menschen und Tiere heraus in die Leuchtkraft des Einmaligen — also des Heldischen im Kleinen, wenn man so will, und erfüllt letzten Endes doch, was der Nymbus des Titels versprechen mag. S. Sch. Seffe 6 -er Mm Donnerskag, 13. August 1936 Reidisfeftfpiele Heidelberg pantalon und seine Söhne ,°np.» der Teilnehmer bleibende Erinnerungen mit nach ® öU ' tragen wird. Kunft und Leben 60 Premieren auf den Londoner Bühnen. Das Tyeaterle^ Londons wird tm Herbst dieser Jahres einen Rekord zu u- zeichnen haben. Nicht weniger als fünfzig Uraufführungen werde im Herbst auf den Bühnen Londons zu fetzen lein. Jnterefw" ist die Zusammensetzung dieses großen Repertoires. In ihr gelt sich deutlich die beginnende Abkehr des TheaterpublikumS damit natürlich auch das Theater selbst) von manchen dekadcnw Strömungen, di« in der Nachkriegszeit das gesamte Kultuileb» Europas durchsetzten. So hat die Jazz-Operette, die noch b>S in jüngste Seit hinein gepflegt wurde, sich anscheinend überlebt. * ihre Stelle tst wieder die wtenerrsche Operette getreten mit ttzrr melodiösen Muftk und ihren volkstümlichen Inhalten. Drei d> e ’ rettenpremiercn von Wiener Meistern (Lehar, Strauß) und Operette des englischen Komponisten Earlile „Magische Liebe" w-' den mit großer Spannung erwartet. Bemerkenswert ist auch ", große Zahl von Tragödien und anderen ernsten Stücken, die U>- Uraufführung in London erleben werden. DaS Publikum, schreibt ein namhaster Kritiker hierzu, sei nach einem Jahrze»" der geistigen Verflachung und der stnnlosen, seichten Kost wieder 0 reit, große tragische Schauspielkunst zu erleben. Unter diesen StuM befinden sich sowohl historische als auch mythologische und if genössische Dramen. >• Theater für Mysterienspiele in Genf. Unter dem Namen <>** Compagnie de Romanist«" ist tn Genf eine Gesellschaft gegrün", worden, die sich dar Ziel gesetzt hat, das christliche Drama und Mysterienspiel in die breite Oessentlichkcit zu tragen. Die Swv. leitung hat der Regisseur I. DaeriSwyll. Der Spielplan umföv Mysterienspiele ans dem 14. Jahrhundert, ferner Werke Shakespeare, Cböon und Claudel. Dar Theater wird im Laufe kommenden Spielzeit sein« Tätigkeit aufnehmen. Berufung Gerhard van «euhlerr nach Berlin. Der Komp>w^ Prof. Dr. Gerhard v. «eußler wurde zur Verwaltung einer Meist-,, schule für mustkalische Kompofltion bei der Preußischen Akadem der Künste in Berlin berufen. Copyright by Carl Dunster Verlag, Berlin. l12) „Goneril and her foolS!" murmelte der Russe. Dieses Wort lag wie so viele andere Anzüglichkeiten über die Prominenten des Films seit Jahren aus dem Holly- wooder Asphalt herum und entstammte einer Zeit, wo die World United mit der Desly den „König Lear" zu verfilmen versuchte und dabei einen kläglichen Reinfall erlebte. Daß auch er, Jlja Strakoff, einmal einer dieser Narren gewesen war, das verzieh er noch heute weder sich selbst noch der Desly. Unwillkürlich ging sein Blick zu der jungen Deutschen herüber, die, die Hände rückwärts auf eine Stuhllehne gestützt, in gelassener Haltung noch immer dem Regisseur gegenüberstand. Wechselte man die Farben, dachte der Maler. Jlja Strakoff, steckte die Desly in dieses samtne Meergrün und dieses junge Mädchen in schillernden Brokat, alle Welt würde ihren Wesensunterschied im Tiefsten erfassen. Nicht aus der Harmonie, sondern aus den Kontrasten wächst die Erkenntnis . . . Die Blicke der noch verbliebenen Tischgäste begannen sich mehr und mehr wieder den Vorgängen aus dem Podium zuzuwcnden, wo unvermutet noch einer der Söhne Nippons aufgetaucht war und sich aus irgendeinem nicht erkennbaren Grunde einige Male dankend gegen das Publikum verneigte. Die Desly hatte inzwischen mit ihrer Begleitung den Saal durchquert und war im Gedränge an der Berbindungstür zum kleinen Dachgarten verschwunden. Christa, die keine Ahnung hatte, welch glänzender Meteor am Hollywooder Ftlmhtmmel da oben vorüber- gczogen war, nahm ihren Platz neben Helland wieder ein. Aber der Schweizer erhob sich schon im nächsten Augenblick, eine undeutliche Entschuldigung murmelnd, und steuerte zwischen den Tischen hindurch dem Ausgang zu. Was hat er nur? fragte sich Christa verwundert und dachte an die wortkrage Verschlossenheit, die Helland in de» letzten Minuten plötzlich so schroff gezeigt hatte. War er beleidigt, weil er seine sicher gutgemeinte Warnung vor den beiden Filmleuten nicht ernst nahm? Schließlich befand sie sich doch hier nicht auf einer chinesischen Flußräuberdschunke, sondern im Saal eines Hollywooder Hotels unter zivilisierten Menschen . .. „Sie wandte sich wieder an den Russen. „Ich danke Ihnen, heute nicht, Herr Strakoff! Ich bleibe nur noch wenig« Minuten. Dagegen können Sie mich vielleicht morgens wieder einmal ins Büro begleiten, wenn Sie wollen!" Sie lächelte ein wenig anzüglich. Aus den wenigen Minuten jedoch, die Christa noch zu verweilen vorgehabt hatte, wurden Stunden. Landsleute, Bekannte aus dem Kreis der deutschen Olympiabesucher, hatten sie zum Bleiben zu bestimmen gewußt. Man war schon früh in einen kleineren und intimeren Raum des riesigen Hotels umgesiedelt, wo zu Absinth zu dem un- vermeidlichen „Black and Whithe" und anderen alkoholischen Getränken, alles aus heimlichen, aber scheinbar unerschöpflichen Vorräten der „Pre-Prohibition" stammend, altspanische Tänze in Nationaltracht vorgeführt wurden. Christas Stimmung hatte sich langsam in eine wohlige, schwebende Leichtigkeit gesteigert, unter der die Dinge ihr Gewicht verloren. Wohl wehrte sie sich manchmal noch gegen den allzu sprudelnden Uebermut ihrer Gesellschaft am Tisch, die ihr aus weingeschwellten Gemütern allerlei Komplimente zurief, obgleich dies sonst bet dem kameradschaftlichen Ton, mit dem mau untereinander verkehrte, nicht üblich war. Aber diese Abneigung gegen jegliche phrasenhafte Schönrednerei kam schon nicht mehr ganz wie bisher auS der überlegenen Sicherheit ihres Verhältnisses zu Menschen und besonders Männern der Umgebung. Sooft sie sich auch ein- rcdete, baß dieses vom Himmel gefallene Filmangebot vorhin mehr der Eignung als Sportlerin als irgendwelchen sonstigen Vorzügen ihrer Person galt, die Tatsache, daß es gerade ihr unter so vielen Tausenden gemacht worden war, trieb sie immer mehr ab in einen kleinen trunkenen Rausch von Stolz und freudiger Zu- kunftshosfnung. Als einer der Herren, ein deutscher Journalist aus Kassel, vorschlug, zum Abschluß noch einen Blick in die kleinen Spielzimmer des oberen Stockwerks zu tun, nahm Christa gerne an, nur um der Atmosphäre dieses Raumes zu entgehen, der zwischen seinen Halbschatten von Dunkel und rotem Scheinwerferlicht allerlei gefährlich betörende Träume und Bilder wob. Man nahm den Lift. Im weichen Plüsch der riesigen Gangläufer versanken die Schritte. Noch immer kam ge- dämpste Musik von irgendwoher. Ein grinsender Negerboy in einer Art Stallmeisterlivree gab nach kurzer Verhandlung eine hohe Flügeltür frei. Wieder befanden sie sich in einem seltsamen Zwielicht, nur fast schmerzend grün diesmal und voll einer kalten Stille, in der man sich unwillkürlich nur auf den Zehenspitzen vorwärts zu bewegen wagte. Christa war mit den anderen schweigend an einen der Tische getreten, die alle von einem dunklen Zuschauerwall umlagert waren. Nur die Spieler selbst und die grüne Tischsläche lagen im gleißenden Licht der tiefhän- gcnöen Reflektoren. Kaum interessiert für diesen lautlos geisternden Spuk von Unglück oder Glück, wollte Christa sich nach einem kurzen Blick auf das bunte Gewirr von Kartenblättern, Chips und Banknotenhaufen schon wieder nach rückwärts wenden, als sie zu ihrem grenzenlosen Erstaunen mitten unter den Spielern Helland sitzen sah. Hinter ihm stand eine unerhört kunstvoll aufgemachte Frau im großen Abendkleid und beugte sich eben zu dem Läufer herab, Um ihm etwas zuzuflüstern. Christa wußte nicht, warum sie dieser unvermutete Anblick im ersten Moment so peinlich berührte. Dieses Gefühl wich aber dann sofort einer ernsten Besorgnis um den Schweizer, der gerade wieder einmal im Begriffe zu sein schien, sich den allergrößten Ungelegenheiten auszusetzen. Es war weit über Mitternacht und gab keine Möglichkeit mehr, ins Olympiadorf zu kommen, die bestehende strenge Vorschrift des Internationalen Ausschusses aber, dem alle Wettkämpfer unterstanden, war gerade ihr nur allzu genau bekannt ... Sie beschloß, sofort zu handeln. Sie hatte plötzlich eine überstürzte Angst um diesen sorglosen jungen Menschen da drüben. Warum? — Ach, das war doch im Augenblick gleichgültig. Von niemanden bemerkt, schlich sie sich auf den Gang zurück und warf mit fliegender Hast ein paar Worte auf einen Zettel ihres kleinen Notizblocks. Zur näheren Bezeichnung des Herrn, für den die Botschaft bestimmt war, mußte sie dem Türwächter den Namen seiner berühmten Begleiterin nennen. . ., Madelon Desly! Sie wußte den Namen plötzlich: Desly! Der Negerjüngling zeigte, erleuchtet grinsend, mit dem Daumen nach rückwärts. Wenige Minuten später stand der Missetäter selbst vor ihr. Er ist tatsächlich betrunken! fuhr es Christa durch den Kopf, als sie das gerötete Gesicht des jungen Athleten sah, seinen schief sitzenden Smokingbirrder, die fahrig"" Hände, die ein winziges Taschentuch zerknüllten. „Ja, sind Sie denn von allen guten Geistern verlast^ Helland!" Sie wollte eigentlich eine geharnischte Straf predigt loslaffen, aber sie spürte sofort, daß sie ihr sw" beim ersten Satz im Tonfall daneben geriet und sie 1 Grunde mehr besorgt als ernstlich aufgebracht war. Helland, der verlegen und unstet an ihr vorbeisa«' schien nur den Vorwurf herauszuhören. „Verzeihen Sie", sgate er hastig und nach Wortes suchend, „es war eine Ungeschicklichkeit, die mir leid > ' Aber ich konnte ja natürlich nicht wissen, daß die ^ ihren Freunden Ihretwegen gleich einen solchen K" machen würde. Schließlich sind Sie aber doch keine Ko kurrenz für eine Madelon Desly und sicherlich nur als w „Double" gedacht, wie Wargs dies auch bestätigt v*' Selbstverständlich hätte ich der Desly gegenüber am . ganz davon geschwiegen, daß ihre Gesellschaft wegen " Olympia-Films nun auch mit Ihnen verhandelt. Äv es ist nun leider schon geschehen. Ich werde natürlich flU versuchen, die Sache wieder einzurenken ..." Christa verstand kein Wort. Zwar ahnte sie fr“"**, etwas von einem Krach zwischen den Filmleuten ihr wegen, aber das war im Augenblick gleichgültig. Dref Junge wußte ja nicht, was ihm passierte, wenn w einer der Offiziellen zu dieser Stunde in einem saal erwischte. „Liebster Herr Helland, wenn Sie noch sonst irg" welchen Unsinn gemacht haben, heute abend, so kön» Sie mir das alles ein andermal erzählen. Im 3^0*" ist einzig und allein wichtig, baß Sie von hier verschw den, und zwar so schnell wie irgend möglich!" .> Das junge Mädchen packte den Schweizer am Arm " schob ihn kurzerhand vor sich den Gang hinunter. ^ „Aber ich kann doch nicht so einfach ohne ein Wort und davon laufen! Schließlich bin ich doch kein -* Christa wurde wütend. „Doch, Sie sind eins! ganz großes Baby sogar! Sonst würden Sie sich »wei Tage vor Ihrem Olympiastart die Nächte mit f® nen Ftlmschauspielerinnen um die Ohren schlagen! Mit einem hastigen Ruck machte sich der junge frei. Es war das schlimme Erbgut der Hellands: der I zorn, der unvermittelt aus ihm hervorbrach. „Fräulein von Selchow, ich habe von Ihnen keine ® lehrungen entgegenzunehmen, und um mein Abschne' ^ bet der Olympiade nächste Woche braucht sich ntem" Sorgen zu machen! Waz aber schöne Filmschansp^ rinnen anbetrifft, so können Sie ja selbst nicht erw"^ eine zu werden!" (yorlsetzmra f 0 *® Moor wurde fruchtbares Bauernland Oer Reichsarbeitsdienst entwässerte das „Vilknger Moos^ Heute wird hier schon geerntet! ». Billingen, 12. Ang. Oede und nahezu baumlvS, von Heidekraut und Disteln bewachsen, lag das „Moos", daS Afgefähr 299 Hektar Land umfaßt, bis sich die Stadt Gillingen entschloß, den aus ihrer Gemarkung liegenden ^eil von 76 Hektar zu kultivieren. Die Durchführung dieser Arbeit ist eine dankbare Aufgabe für den Reichs- Arbeitsdienst. Seit zwei Jahren ist die Abteilung 5/273 "Berthold I. von Zähringen" Villingen damit beschäftigt, "US dem „Moos" wertvolles Bauernland zu schaffen. Zuerst galt eS, eine gute V o r f l u t zu schaffen, die £*8 anfallende Wasser ableitet. Ein bereits vorhandener Wassergraben wurde zu diesem Zwecke ausgebaut. Das "ushubmaterial der Vorflut wurde auf Loren abtransportiert und fand zur Auffüllung tiefer gelegener Stellen, einstigen Wafferlöchern, Verwendung. Gleichzeitig wurde öie Röhrendränage auf einem Teil von 30 Hektar des Oed- in Angriff genommen und durchgeführt. Nach Entwässerung und Planierung konnte im vergangenen Jahr «ufn^ ArveitSgau 27. daran gegangen werden, den Umbruch des Geländes vorzunehmen. Ein Motorpflug wurde eingesetzt, der in kurzer Zeit das entwässerte Gelände umbrach. Im vergangenen Jahr konnte auf einem Teilgebiet die erste Aussaat von Hafer vorgcnommen werden. Die Saat ging auf und reifte, und als im Monat August die Schnitter kamen, hatten sie reiche Ernte. Auf einem Gelände, das 1988 noch ein eintöniges Bild von versumpften Grasflächen, alten Torfstichen, Moorflächen, tiefliegenden Weihern und höher, gelegenen Heidekrauthügeln bot, kann heute geerntet werden: im ersten Jahr Hafer, in den folgenden schon Kartoffeln. Die Ausschachtung eines Brandweihers wurde begonnen, damit jederzeit für die zu errichtenden Bauernstellen genügend Wasser vorhanden ist. Erringung der deutschen Brotfreiheit — unsere Arbeitsmänner tragen ihren guten Teil dazu bei. Englische Hilfe für Heidelberger Kinder . * Heidelberg, 12. Aug. Nach Kriegsende schlossen sich wr London sozialgesinnte Persönlichkeiten des öffentlichen "bens zusammen, um Mittel zu sammeln, die dazu die- p«n sollten, die wirtschaftliche Not in Deutschland, insbesondere aber die Kindernot zu lindern. Die Mittel, welche The German Di streß Relief Fund, wie ''ch dieser Ausschuß nennt, gespendet hat, wurden früher 'Um Ausbau des Kindererholungsheimes Neidelsbach, ^m heutigen Schullandheim der Heidelberger Volksschu- verwendet, später dann zur Unterbringung erho- UngKhxbürstiger Kinder und weiterhin für Kleider und ^wäschx^ilfx^ aj, kinderreiche Familien. Sr Äm Jahre 1933 hat dieser Kreis unserer englischen ^ eunde «ine Stiftung errichtet, die sich heute auf den Ertrag von RM. 1899 beläuft, aus der jährlich ein Hellberger erholungsbedürftiges Kind die Freude eines '»wöchentlichen Erholungsaufenthaltes erhalten soll. ^ Nach dem Willen der englischen Freunde soll diese Pistung „eine glückliche Erinnerung" hinterlassen und mn dauerndes Band von echtem guten Willen bilden." cv einem in den letzten Tagen beim Wohlfahrts- und ^üendamt in Heidelberg mit einer Spende von 8 Pfund Erling eingegangenen Brief schreibt Mrs. Chawcroß pmens der englischen Freunde: r-»Dir wissen, daß es nur eine Kleinigkeit ist, die wir v, ^& n ' °& er ükr Gedanke der Bruderschaft, der damit h.??uuden ist, möge uns allen den tiefen Sinn und Weit- j enthüllen, der aus der Welt eine Stätte des Frie- *. n ® wachen wird. Das ist das, was wir in aller Aufrich- 8keit anstreben müssen." ^ ^fese hochherzige Spende der englischen Freunde ist selkk ^^er zu werten, als ein großer Teil der Spender o in einfachen Verhältnissen, ober gar in bedrängter 9e sich befindet. diesem Jahre wirb eS nun möglich sein, zwei deiberger erholungsbedürftige Kinder aus den an- ^Mmelten Zinsen der Stiftung in das Erholungsheim »Twwb Gamburg", welches der NS-Volkswohlfahrt ge- du entsenden. Badens HZ marschiert nach Nürnberg Die Marscheinheiten tragen öie Fahnen durch Baden Hinter uns liegt die Zeit, in der nach den Worten eines bekannten System-Politikers der Fahneneid in bösen Tagen nur eine Fiktion war. Was bedeutete denn auch schon eine Fahne, wo doch alle die verschiedensten Interessengemeinschaften, Parteien und Grüppchen, auf ihre eigenen Farben schwörten. Heute haben wir uns alle um eine Fahne geschart. Das ganze Volk hat sich zu ihr bekannt, weil eS unter ihrem Zeichen zur Freiheit geführt wurde. Heute singt seine Jugend mit Stolz: „Die Fahne ist unser Glaube an Gott und Volk und Land." Das ist Ausdruck des neuen Geistes in unserem neuen Reich. Wenn in diesen Tagen die Jugend der Welt für ihre Farben in ritterlichem Geiste um sportliche Siege kämpft, rüstet sich Deutschlands Jugend zum Adolf-Hitler-Marsch. Sämtliche 25 Gebiete der Hitler-Jugend entsenden Abordnungen, die die Bannfahnen zum Reichsparteitag 1936 in Nürnberg bringen. Und die Jugend bringt sie nicht eingerollt in die alte Reichsstadt, marschiert vielmehr in 25 Marscheinheiten in dem schon zur Tradition geworbenen Adolf-Hitler-Marsch nach Nürnberg, um dort die flatternden Fahnen am Führer vorbeizutragen. Vier Gruppen sind es, die bei ihren Märschen unser Gebiet Baden berühren. Es sind dies: 1. Gebiet 11 (Mittelrhein, daS vom 24./25. August in Mannheim übernachtet, in Schwetzingen vom 25 . 126 ., in Zuzenhausen vom 26./27., um nach einem Ruhetag nach Kirchardt weiterzumarschieren. 2. Gebiet 12 sWestmark), daS von Neckarsteinach kommend zum erstenmal auf badischem Gebiet in Eberbach vom 26./27. August Halt macht, vom 27./28. in Buchen, vom 28./S9. in Tauberbischofsheim, also hier mit einem Ruhetag. 3. Gebiet 13 (Hessen-Nassau), daS in Wertheim vom 28./29. stationiert ist, und vom 29./89. August in Distel- Hausen. 4. Gebiet 25 (Saarpfalz) marschiert von Heidelberg nach einem Ruhetag am 29. August ab, um über Dils- berg (29./21. Augustj.Eberbach ( 21 . 122 . August) und Nek- karelz (22-/24. August) nach einem Ruhetag das badische Gebiet wieder zu verlassen. Die Marscheinheit des Gebietes Baben selbst wird am 23. August nach einer um 29.39 Uhr auf dem Schloßplatz stattfindenden Kundgebung in Richtung Wilferdingen, Pforzheim abmarschieren, um über Weil der Stadt, Stuttgart, Schorndorf, Schwäbisch-Gmünd. Aalen, Baldingen, Oettingen, Gunzenhausen und Limbach nach Fürth zu gelangen, wo sich sämtliche Marscheinheiten vereinigen und geschlossen in die Stadt der Parteitage einmarschieren. Die einzelnen Marscheinhciten führen je eine Feldküche mit, ebenso einen Begleitkraftwagen. Die Marsch- teilnchmer werben laufend durch HJ-Aerzte untersucht. Die Uebernachtung erfolgt in diesem Jahr fast ausschließlich in Privatquartieren, da die Bevölkerung in den Orten, wo die Teilnehmer im letztjährigen Adolf-Hitler- Marsch zelteten, ganz allgemein den Wunsch äußerten, die Nürnbergmarschierer in Privatquartiere aufzuneh- mcn. Während des Marsches, der durchschnittlich 39 Kilometer am Tage verlangt, wobei allerdings alle 8 bis 4 Tage ein Ruhetag eingelegt wird, haben die Teilnehmer Gelegenheit, daS HJ-Leistungsabzeichen zu erringen. Die Einheiten werden Heimabende durchführen, gestalten mit der Bevölkerung Dorfabenbe, um mit ihnen eine große Familie zu bilden, wie es echter deutscher Volksgemeinschaft entspricht, die uns der Führer gelehrt hat. So bringt die Jugend des neuen Deutschlands die Fahnen nach Nürnberg, um dort mit den anderen For- matlonen der Bewegung und dem ganzen Volke ein neues Bekenntnis abzulegen, ein neues Bekenntnis zur Fahne Adolf Hitlers, die, wie Reichsjngendführer Baldur von Schirach im Liede sagt, mehr ist als der Tod! Kleine badische Rundschau Auch an dieser Stelle möchten wir es nicht versäumen, unseren englischen Freunde» nochmals für ihre tatkräftige Hilfe zu danken. Wildernde Hunde zerstreuen eine Schafherde Billinge«, 12. Aug. In Marbach brachen in einer der letzten Nächte zwei wildernde Hunde in einen Schafpferch ein und zerstreuten die ganze Herde. Sieben Schafe wurden zerrissen. niiiHiiitiiiiiMitiiitiiiiiiiiiinfiiiiiHimimHtimitiitiHiiiiiiimiimirMiiiiiiimiMiitiiiitiiiMiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiniiiKiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimMiiiiiiHiiiiiiiiiiiiKumiiiiiiiiHiiiiiHi Die Ausländsdeutschen in Freiburg — Freiburg i. Br., 12. Aug. Von Karlsruhe aus ka- men die durch Baden reisenden 299 Ausländsdeutschen in Freiburg an, allerdings erst gegen zehn Uhr abends, da sie im Hochschwarzwald durch ein Unwetter festgehalten wurden. Der vor dem Stadttheater vorgesehene offizielle Empfang konnte daher nicht stattfinden. Die auslandsdeutschen Gäste nahmen noch an dem von der Deutschen Arbeitsfront veranstalteten Heimatabend teil, auf dem ihr Erscheinen herzlich begrüßt wurde. Am Mittwochvormittag um 9.39 Uhr fuhren die sechs Omnibusse mit den Ausländsdeutschen, leider auch wieder bet schlechtem Wetter, durch das Höllental über Villingen nach Württemberg. Die größte Regenmenge seit Jahren * Heidelberg, 12. Aug. Die Wetterdienststelle der Lan- bessternwarte hat Dienstag früh festgestellt, daß seit Mitternacht nicht weniger als 56 Millimeter Regen gefallen waren, also eine ungewöhnlich große Niederschlagsmenge. Badener Peitscheuschläger in Berlin Die vier Badener Peitschenschläger, di« mit „Kraft durch Freude" nach Berlin gekommen sind, hatten bei der Aussührung „M u - stk und Tanz der VSl. k e r * im Olympiastadion groben Erfolg. Unser Bild zeigt die Peitschenschläger vor der Reichskanzlei. Aus».: Pressephoto 'S» Es hatte besonders in der Zeit von Mitternacht bis ge. gen 3 Uhr außerordentlich stark geregnet. Auch jetzt, am Vormittag, hält der Regen noch an. Die zuletzt vor einigen Jahren gemessene stärkste Niederschlagsmenge (81 Millimeter), die aber innerhalb 24 Stunden fiel, ist also durch den heutigen Nachtregen bei weitem übertroffen worden. Tödlicher Verkehrsunfall * Donauefchingcn, 12. August. Am Dienstagabend ereignete sich auf der Straße nach Bad Dürrheim ein schweres Unglück. Die Wwe. Berta Kanner von Do- naueschingen, die mit ihrem Fahrrad über die Straße fuhr und in eine Nebenstraße einbiegen wollte, wurde in diesem Augenblick von einem Frankfurter Kraftwagen überfahren. Die Frau wurde mit schweren Verletzungen in das Donaueschtnger Krankenhaus eingeliefert, wo sie bald darauf starb. Die Schuldfrage ist noch nicht ein- wandfrei geklärt. Das Auto auf dem Gehweg Drei Personen verletzt * Heidelberg, 12. Aug. Am Dienstagnachmittag 8 Uhr geriet in der Hauptstraße infolge Schlüpfrigkeit des Fahrweges ein Personenauto beim Einbiegen in eine Seitenstraße auf den Gehweg. Dort wurden drei Per- sonen umgefahren, zwei Frauen und ein I4jähriger Knabe. Eine der Frauen ist erheblicher verletzt und mußte der Klinik zugesührt werden. Die beiden anderen Verletzten konnten sich selbst in ärztliche Behandlung be- geben. Der Kraftwagen rannte gegen die Mauer an der Anatomie und wurde beschädigt. Todessturz von der Treppe * Heidelberg, 12. Aug. Im Stadtteil Rohrbach ist am Dienstag gegen Abend in der Heinrich-Fuchs-Straße ein 75jähriger Mann von der Treppe gestürzt. Er erlitt da- bei einen Schädelbruch und war sofort tot. * * Rheinselden, 12. Ang. (Schwerer Zusammen- st o ß.) In der Schlageterstraße stieß der Lastwagen einer Brauerei mit einem Motorradfahrer zusammen. Durch den Zusammenprall wurde der 27 Jahre alte Joseph Baumgartner aus Warmbach vom Motorrad heruntergeschleudert und trug einen doppelten Oberschenkelbruch davon. Ein umwälzend neues Verfahren ergibt ein Auto- Oel von nie erreichter Reinheit, Schmierkraft und Widerstandsfähigkeit: das neue Mobiloel, mehr als Schmieroel — reiner Schmierstoff! Es lohnt sofortigen Ölwechsel! Seite 8 SttMkkk Donnerstag, 13. August 1936 Zwei Jahre Zuchthaus wegen Zuhälterei Oer Mann mit den zwei Krauen Mannheim, 12. Aug. Etwas sonüerbare moralische Begriffe scheint der jetzt 34 Jahre alte Heinrich Jung aus Kaiserslautern, wohnhaft in Mannheim, zu haben, der von der Zweiten Großen Strafkammer des Landgerichtes Mannheim wegen Zuhälterei zu einer Zuchthaus st rafe von zwei Jahren, sowie Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren verurteilt wurde. Ein Monat der seit dem 30. Juni 1936 bestehenden Untersuchungshaft kam in Anrechnung. Im Jahre 1925 ging Jung eine Ehe ein. Als später die acht Jahre jüngere Schwester der Frau in den Haushalt ausgenommen wurde, gefiel I. die Schwägerin besser: die näheren Beziehungen, die die Ehefrau dulden mußte, waren bald hergestellt. Die Ehe wurde geschieden, und im Januar 1936 heiratete I. die Schwägerin. Aug der Verhandlung konnte man jedoch entnehmen, daß die erste Frau immer noch nicht ganz ausgeschaltet ist und er mit dem Gedanken spielte, sich wieder für die erste zu entscheiden. Vorläufig kommt es aber nicht soweit. Während er die erste Frau nur betteln schickte, verlangte er von der zweiten, daß sie sich nachts auf der Straße Verdienst suche. Dies wurde zwar in der Hauptverhandlung von dem Angeklagten nicht zugegeben, doch stand fest, daß er die Frau bedrohte, wenn sie kein Geld nach Hause brachte. Die Einnahmen der Frau wurden angeblich im Haushalt verwendet, doch ist bekannt, daß Jung auch gern einen trinkt. Beide Ehefrauen verweigerten vor Gericht ihre Aussagen. Nach der ganzen Sachlage glaubte die Strafkammer, mildernde Umstände versagen zu müssen und sprach gegen I. obiges Urteil aus. Beantragt hatte der Staatsanwalt eine Zuchthausstrafe von B/- Jahren. In Erwartung der Nacholympischen Woche * Baden-Baden, 12. Aug. Für die Nacholympische Woche vom 19. bis 30. August wird eine große Beleuchtung des Bahnhofsgebäudes Baden-Baden Stabtbahnhof burchgesührt. Etwa 700 elektrische Birnen werden für eine sogenannte Umrißbeleuchtung auf Latten angebracht und an den Umrißlinien des Gebäudes befestigt, so daß die Konturen der Haupt- und der Ostsront allabendlich hell erstrahlen und einen neuen Anziehungspunkt für die großen Veranstaltungen der bevorstehenden Baden-Badener Festtage bilden werden. Der Bahnhof hat in den lebten Wochen auf Initiative und mit Unterstützung der Bäder- und Kurverwaltung würdigen Blumenschmuck erhalten. Auf dem Bahnsteig wurden etwa 30 hängende Blumenschalen angebracht, die dem sonst etwas düster anmutenden Bahnsteig ein verbindlicheres und sreund- licheres Gesicht geben. So empfängt der ankommende Reisende schon auf dem Bahnsteig den ersten freundlichen Eindruck der für die großen nacholympischen Tage gerüsteten Bäderstadt, die in der nächsten Woche die Gäste und Besucher der Berliner Olympiade in ihren Mauern erwartet. Schwerer Motorradunfall in Baden-Baden K. Babeu-Baden, 12. Aug. sEigene Meldung.) Mittwoch früh 8 Uhr ereignete sich in der Langstraße kurz nnch der Sternstraße ein schwerer Motorradunfall. Der erste Held des Städtischen Schauspiels Baden- Baden, Conny L y s s e n, fuhr mit seinem Motorrad mit ziemlich hoher Geschwindigkeit stadteinwärts. Da die Straße naß und die Fahrgeschwindigkeit für die dort befindliche leichte Kurve zu hoch war, so geriet er ins Rutschen und fuhr über den Bordstein in ein Schaufenster. Der Anprall war so heftig, daß er von der einen Seiteneinfriedung des Schaufensters wieder zurückgeworfen und mit dem Rad noch sechs Meter geschleudert wurde. Er erlitt einen Schädelbruch, eine schwere Gehirnerschütterung und einen Armbruch. Der Blutverlust war durch das vollkommene Ausschneiden der linken Gestchtspartie besonders groß. Er wurde mit dem Auto in das Städtische Krankenhaus gebracht. Sein Zustand gibt zu Besorgnissen Anlaß. Der Unfall ist insbesondere auch für das Theater ein schwerer Schlag, da der Verunglückte in den beiden ersten Stücken, die am 16. bzw. 18. August herauskommen, tragende Rollen zu spielen hatte. Ehrung für den Begründer der deutschen Naturwissenschaft — Heidelberg, li. Aug. sEigene Meldung.) Geheimrat Prof. L e n a r d empfing zehn Teilnehmer des Lagers der Reichssachgruppe Naturwissenschaft. Reichsfachgruppenletter Pg. W. Nagel überreichte ihm bei dieser Gelegenheit eine Urkunde, in der 49 Vertreter der deutschen Hochschulen ihre enge Verbundenheit mit dem Begründer deutscher Naturwissenschaft kundgaben. Mit einer Begeisterung und Hingabe, die auch einem jungen Wissenschaftler alle Ehre gemacht hätte, sprach sodann der 74jährige Gelehrte in einer über zwei Stunden währenden Diskussion über das Verhältnis der Mathematik zur Physik, über die Aethertheorie und das Ziel deutscher Naturforschung. Auf besondere Bitten der Anwesenden erzählte Geheimrat Prof. Lenard sodann von seiner ersten Auseinandersetzung mit E i n st e i n auf der Naum- burger Tagung. Für alle Beteiligten wird dieser Empfang ein unvergeßliches Erlebnis und ein Ansporn sein, sich restlos in den Dienst deutscher Naturforschung zu stellen. llnfall beim Reinigen mit Benzin * Greuzach» 12. Aug. Beim Hantieren mit Benzin ereignen sich immer wieder Unfälle, die sich bei einiger Vorsicht vermeiden lassen. So waren hier zwei Arbeiter mit der Reinigung einer Teermaschine beschäftigt, wobei sie auch Benzin brauchten. Beim Verbrennen von Putzlappen sing eine Benzinkanne Feuer und eine Stichflamme erfaßte die beiden Arbeiter und einen daneben- stehcnden Knaben, die nicht unerhebliche Brandwunden davontrugen. Alle Mann packten zn Echte Beweise nationalsozialistischer Hilfsbereitschaft Stockach, 12. Aug. Die anhaltend schlechte Witterung der letzten Wochen hat insbesondere für den Bezirk Stockach, in dem die gesamte Ernte schon seit mehr als einer Woche überreif der Einbringung harrte, die Gefahr heraufbeschworen, daß ein großer Teil der Ernte vernichtet wird. Nachdem wir heute alles daran setzen, unsere Ernährungsfreiheit zu sichern, erwächst uns auch die Pflicht, alles zu tun, um evtl. Verluste der wertvollen Brotfrucht zu verhindern. Aus diesem Gesichtspunkt heraus hat der vergangene Sonntag eine Tat geboren, die unter den früheren Verhältnissen überhaupt undenkbar gewesen wäre. Der Kreisleiter hatte angeordnet, daß sich bei gutem Wetter alle Politischen Leiter, die Walter und Warte der angeschlossenen Verbände und die Angehörigen der Gliederungen zur Mithilfe der Erntearbeiten zur Verfügung stellen. Der Appell war nicht umsonst, nahezu restlos haben sich diese Partei- und Volksgenossen in den Dienst der Sache gestellt. Die über Nacht zu freiwilligen Ernetarbeitern gewordenen Partei- und Volksgenossen wurden auf die verschiedenen Orte des Bezirks verteilt. Erfreulicherweise haben sich auch die in die Witterung gesetzten Erwartungen erfüllt, so daß der gute Gedanke auch von dieser Seite her die nötige Förderung erfahren konnte. Mancher Bauer hat mit gemischten Gefühlen der für ihn erwarteten Hilfe entgegengesehen: der eine oder andere war der falschen Meinung, baß in dieser Maßnahme nur eine Geste zu erblicken sei. Bald mußte er aber feststellen, daß die entsandte Hilfe nicht nur bereit war, ihren guten Willen zu zeigen, sondern mit geübte» Händen rugriff. Wetterbericht »«< Reschswetterdienstes. Ausgadevri Siuttaar» Boraussichtliche Witterung: Um West schwankende Winde, meist bewölkt, zunächst abnehmende Niederschlagsneigung, später jedoch erneute Regenfälle wahrscheinlich. Temperaturen wenig verändert. Stationen Luftdruck mm Witterung Temperatur Nied,- Schnee-I höhccml 7 Uhr höchste gestern tiefste h.nach Wertheim Retten 16 26 15 57 Könißstuhl 758.8 bedeckt 12 21 12 56 Karlsruhe 769.5 Retten 14 25 14 25 Baden-Baden -0.2 Regen 14 24 14 44 Schauinsland Regen 11 21 11 18 St. Blasien Regen 11 20 10 21 Badenweiler 760.6 Regen 13 22 12 32 Bad Dürrheim 6600 Regen S 16 7 22 Feldbere 636.5 Regen 6 14 6 24 Triumph für Amerikas Schwimmerinnen Fabelhafte Leistungen der 13jährigen Malorie Gestring Drahtbericht unserer Olympia-Schriftleitung - Im Olympischen Schwimmstadion gab es am Mitt- mochvormittag bereits wieder eine Entscheidung im Kunstspringen der Frauen. Es konnte« die Amerikaner dnrch die herrliche« Leistungen ihrer Vertreterinnen die drei erste» Plätze belege«. Die Ueberraschung war der Sieg der 13jährigen Majorie Rheinwafferstände von 6 Uhr morgens Waldshut 881 +21 Rheinfelden 376 +19 Breisach 290 + 7- Karlsruhe 578 — 5 Mannheim 497 —11 Die 13jährige Majorie Gestring holte sich heute die Goldmedaille im Kunstspringen. (Schirner) Gestring, die mit 89,27 Punkten durch ihre sabelhasten Leistungen die Goldene Olympische Medaille erhielt vor ihrer Landsmännin R a w l s und Hill. Die Deutsche Daumerlang belegte hinter den drei Amerikanerinnen den vierten Platz mit 78,27 Punkten, vor Frau Jensch- Jordan- Dentschland, die aus dem 5. Platz mit 77,98 Punkte« landete. Die dritte deutsche Vertrete H e i u z e folgte anf dem 7. Platz hinter der Japa«k Osawa. Große Leistungen in den Vorläufen Die Amerikaner zeigten ihr großes Können auch noch in den Vorläufen zum 100 -Me Rückenschwimmen der Männer. Hier cn Amerikaner Kiefer in seinem Vorlauf einen ne Olympischen Rekord mit 1,06,9 Minuten auf. Die Deutschen Schwarz, Schlauch und Simon kom , in die Zwischenläufe. Schwarz war in seinem Bor ' in dem Kiefer schwamm, hinter dem Japaner Kiyo mit 1,11 Minuten Dritter. Schwarz-Deutschland w in dem zweiten Vorlauf hinter dem Amerikaner D dale Zweiter und Simon-Deutschland kommt mit *> '. Minuten als bester Vierter aller Vorläufe in den o schenlauf. Die Vormittagskämpse im Schwimmstadion sodann noch die Vorläufe in der 4 -m a l - 100 -M et Staffel der Frauen. Den ersten Vorlauf gewa Amerika vor England, Kanada und Ungarn, und > zweiten Vorlauf belegte die deutsche Manns hinter Holland den zweiten Platz vor Dänemark u Japan. Sie Kampfe der Segler England in der 6-m-R-Klaffe Die Wettfahrtleitung der Olympischen Segelregatten hat am späten Dienstagabend entschieden, daß in ö 6-Meter-R-Klasse, in der ein Protest vorlag, die Süws an allen sieben Wettfahrttagen 0 Punkte erhält. Jn> w samtergebnis entfällt auf Großbritannien die ®"**>*"' auf Norwegen die Silberne und auf Schweden " Bronze-Medaille. Italien gewinnt 8-m-R-Klafse Nach langer Sitzung der Wettfahrtleitung wurde ß c ' gen 4 Uhr morgens bekannt, daß am Mittwoch noch e ’ nC letzte olympische Regatta auf der Kieler Förde ausgesi" gelt wird. Die Proteste sind erledigt. Italien ist in & eI 8-m-R-Klasse Goldmedaillenträger geworben, Norwege" zweiter, Deutschland dritter. Ü(hfjtnptic&.& JCi&ütigJzeCbeH. „Basketball gegen steckten - Würstchen gegen Eiskrem" Di« Besucher des Reichssportfelöes scheinen ebenfalls Rekorde aufstellen zu wollen. Ihre Zahl wächst von Tag zu Tag. Allerdings häufen sich auch die Ereignisse in fast unübersehbarer Folge. Beinahe in jeder der vielen Kampfbahnen „ist etwas los". Und natürlich hat jeder der Hunderttausende. der hier auf seine Kosten kommen will, sein besonderes Steckenpserd. Nun ist es aber mit dem herrlichen Idyll schon längst vorbei, daß der Ankömmling an den Vorverkaufskassen liebenswürdig gefragt wird: Wünschen Sie Schwimmen, Fußball, Turnen, Reiten oder. . .? Heute ist jeder froh, überhaupt eine Karte zu erhalten. Sonderwünsche können nicht immer berücksichtigt werden. Die Unentwegten wollen aber ganz „sicher" gehen. Schon ab 7 Uhr drängen sie sich in hellen Scharen vor den Toren des Reichssportfeldes und warten der Dinge, die da kommen sollen. Der Ordnungsdienst, der hier für eine geregelte, zwischenfallslose Abwicklung zu sorgen hat, kam dabei auf eine erstaunlich einfache, aber garantiert zuverlässige Idee. Es werden immer je SO Personen abgezählt und diese mit einem Seil „g e b ü n d e l t". Eine ordentliche Strippe — das ist die schlagende Erkenntnis dieser Methode — hält jedenfalls 50 kartenhungrige Menschen am besten beisammen. Schließlich ist jeder im Besitz einer Karte, die ihm den Eintritt ins „Paradies" verheißt. Aber die liebe Menschheit ist ja grundsätzlich nie zufrieden. Auch im „Paradies" gibt es Lieblingsplätze. Da hat also einer eine Karte fürs Schwimmstadion, möchte aber durchaus zum Fußball. Der andere wollte zum Reiten und hat nun einen Schein fürs Degenfechten in der Hand. Ehe Herr Mammon den internationalen Götterhimmel bevölkerte, beschäftigte sich die Menschheit ausschließlich mit Tauschhandel. Diese alte Sitte hat & auf dem Reichssportfeld eine glänzende Renaissance fahren. Der Mann mit der Eintrittskarte zum Masl findet endlich einen, der Reiten dem Fechten vorzr Ter Nächste ist bereit, Basket-Ball gegen t e n einzutauschen, und schließlich brüllt einer Menge, daß er statt des Schwimmens lieber einmal j ket-Ball sehen möchte. Hier kann also nach manche Umwegen die längst ersehnte Karte fürs Schw" ^ stadion eingetauscht werden und beglückt zieht jeder nein Ziel zu. Aber auch anderswo blüht in diesen Tagen ^ Tauschhandel, nämlich in den Gaststätten um das 9i CI & sportfeld, in denen ein ständiger Kampf um Stühle wogt. Ein Ober kann ja bekanntlich nie f® genug sein. Täglich wohl hundertmal hört er die »n»^ duldige Frage, ob das Schwein erst geschlachtet und Milch erst in Ostpreußen geholt werden müßte. Cs ^ hört schon eine große Portion Routine dazu, mit e: Tablett voll köstlicher Dinge von einem Tisch Mw " t dern zu gelangen. Die bewundernswerten Hochip^ g j!t im Stadion haben hier gelehrige Schüler gefunden, noch so hoch balanciertes Tablett ist vor diesen nicht sicher, die sich mit erstaunlicher Behendigkeit g, c t chen und Mollen herunterzu„klauen" verstehen, glückliche Besitzer einer Bockwurst wollte zwar url'ps lich eine Tasse Kaffe und der andere, der einen Eisschokolade ergatterte, hatte ein Sülzkotelett bei Der Tauschhandel ist also auch hier lebhaft im Schw ^ und wenn er auch nicht immer zum gewünschten führt, zu essen und zu trinken erhält jeder etwas, darf nur die Geduld nicht verlieren. _ Unser Dieter hat ein H Schwesterchen bekommen. Hans Zimmerer, Landgenchlsrat a. Frau Sophie, geb. Dezenter. Karlsruhe, den 10. August 1936 tUmerstraße 41 Privatklinik Prof. Dr. Limenmeier V/e Geburt einer Tochter zeigen an Oberforftrai Osjcar ÜCücfifer und Vrau ürmirud *. Zt. cfiädt. gQranfcenhaus 1448 Handschuhleder 1442 Leder für Gürtel, Kragen, kunstgew. Arb. iH-m II» ZIiikIIUI lllflllll ehem-Kirchenbauer. 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Telefon Nr. >l!8. ^Adols-V"' AUS IKÄMLSIRIUH E Maler bilden sich fori Tages- und Abendlehrgänge in der Gauarbeitsschule der DAF Haben Sie Bahnzeit? kann schon passieren, daß dies« Frage an einen ^richtet wird. Kommt einer des Morgens in heller Aufing ins Büro gestürzt: Ich habe ganz vergessen, daß heute nach Heidelberg fahren muß. Wirbelt seinen Schreibtisch durcheinander, sucht sein Kursbuch und fin- ^et es irgendwo. In der Eile wird dann der paffende ^ug nicht rasch genug gefunden, wie das ja oft der Fall m, und hat er ihn dann schon, dann geht die Aufregung weiter. Reicht es noch? Minuten, Sekunden werden ausgerechnet. Man steht irgendwo im Stadtzentrum. Natür- «ch kommt jetzt wieder keine paffende Straßenbahn, schnell hinüber, ein Auto genommen und im Einstcigen »«ahnhof" geschrien. Schon knattert der Wagen los, die "llee hinaus. Eine Kurve, der Wagen hält. Einen Blick g«f die große Uhr über dem Portal. Ja, wie ist das Möglich, meine Uhr geht zehn Minuten vor. Diese Auflegung hätte ich mir ersparen können und dazu noch "»s Geld für die Fahrt! Es dürfte Biele interessieren, zu erfahren, daß die Reichsbahnuhren in ganz Deutschland nach einer einzigen ^hr der Reichsbahnmutteruhr in Berlin gerichtet werden. Nahezu 11250 Stationen hat das Verkehrsnetz der Deutschen Reichsbahn, und sämtliche Uhren dieser Stationen Müssen aus die Sekunde genau übereinstimmen. Denn ^as nützte schon der bestorganifferte und durchdachte Fahr- blan, wenn die Fahrzeit nicht genau übereinstinrmt? Darum ist schon seit vielen Jahren im Schlesischen Bahn- «os zu Berlin die „Zeitdienststelle" der Reichsbahn unter- Sebracht, die täglich regelmäßig um vier Uhr morgens von der Sternwarte Potsdam-Babelsberg die genaue Mitteleuropäische Zeit erhält. Von dieser Zeitdienststelle erhalten sämtliche Dienststellen der Reichsbahn, die an das Diensttelegraphennetz angeschloffen sind, pünktlich um 51 Uhr morgens die genaue Zeitangabe durch ein Morsereichen. Zwei Minuten vor 8 Uhr tickt der Morseapparat ein bestimmtes Zeichen. Eine Minute vor 8 Uhr erfolgt dann in regelmäßigen Zeitabständen als Morsezeichen ein Strich. Genau um 8 Uhr hört das Ticken des Morseapparates aus. Die ReichSDahndkrekttou Karlsruhe erhält diese Zeit ebenfalls die genaue Zeit von der „Zeit- dienststelle" mitgeteilt. Von hier aus erhalten sämtliche badischen Stationen ebenfalls durch Morseapparat die getane Zeit mitgeteilt und zwar ab 8.25 Uhr. Die Zeitangabe der Direktio» Karlsruhe erfolgt regelmäßig alle Mnf Minute». Um besonders Sen Reifenden, öle ins Ausland fahren, Möglichkeit zu geben, die Uhrzeit anderer Länder mit ber mitteleuropäischen Zeit zu vergleichen, sind an Sen wichtigsten Brennpunkten des Verkehrs Weltzeituhren aufgestellt, an denen festzustellen ist, wie die Zeit an den verschiedenen Weltplätzen voneinander abweicht. Hier in Karlsruhe £$ solch eine Weltzeituhr allerdings nicht vorhanden. Wirklich großartig ist das alles organisiert und man ftonttt über die Einzelheiten. Ganz kurz noch einen Blick Nach Babelsberg, wo die Reichsbahnmuttcruhr steht. Diese Uhr wird von den Astronomen vierzehntägig kontrolliert. Mit einem Fernrohr werden sechs bestimmte Sterne beobachtet. In Verbindung mit einem Polarstern läßt sie der Astronom durch das Mikrometer laufen, das automatisch bie Zeit des Sternendurchgangs ersaßt. Persönliche Beobachtungsfelder werden dabei völlig ausgeschaltet. Das Er- llebnis wirb auf einen Chronographen übertragen. Durch einen bestimmten Vorgang kann der genaue Unterschied von den Zeituhren festgestellt bzw. abgelesen werden. —rr. Unter starkem Zuhörerandrang verhandelte das KarlS- vuher Schöffengericht gegen die 40jährige Ehefrau Adel- veiü Weiler aus Karlsruhe und ihren Sohn aus er- !. * Ehe, den 18 Jahre alten Wilhelm H u f s ch m i d t. J e sich wegen Körperverletzung zu verantworten hatten. ^ 8 wird den Angeklagten zur Last gelegt, gemeinschaftlich ,* tt bemann der Angeklagten, den 44 Jahre alten ichwerkriegsbeschädigetn, nervenkranken und hilflosen ^°rl Weiler seit April 1986 bis zum 8. Juli in der Woh- "vvg im Schloßbezirk 11 mit den Fäusten, einem Teppich- ^vpfer, xiner Teppichbürste, einer Eisenstange und einem mhibein mißhandelt zu haben, so daß der bcdauernS- iJ Tte t gebrechliche Mann erhebliche Verletzungen bavon- "Ug. ^ Die Ehefrau gibt im wesentlichen den Sachverhalt zu. ..^e habe ihren Mann hin und wieder geschlagen. Er sei spZt abends nach Hause gekommen. Zur Rede ge- ellt, hghx xx angegeben, er habe sich im Hardtwald he- k vlgetrieben und sich mit einem Frauenzimmer eingelas- tfÜi ® e * ne Kleider seien, wenn er vom Hardtwald zu- f* ^ C ° m ’ beschmutzt gewesen. Ihr Mann habe es ^vn früher mit der ehelichen Treue nicht genau genom- . und sich dabei eine Krankheit erworben. Er sei dauerst" * n ärztlicher Behandlung gewesen. Ihren Sohn aus Es » Ehe habe er abgelehnt und ihn „Bankert" genannt, nifi* 01 bierwegen häufig zu Auseinandersetzungen. Sie j ' seit April ihren Mann geschlagen zu haben, trotz- bek»- . wußte, daß er nervenkrank und 50 Prozent kriegs- ^"uädigt ist. Des Sohnes bemächtigte sich eine große Er» ng, wenn er seine Mutter weinen sah aus Kummer v ihren Mann. K, Mehreren Nachbarn fiel das bedrückte Wesen des Zaunes und die Tatsache auf, daß er Kratzwunden am bah ^tte. Auf Befragen erklärte ihnen der Ehemann, Sekk üon seiner Frau geschlagen worden sei. Die An- erwähnt, er habe sich auch Verletzungen zugezo- fW tDen ? t er betrunken nach Hause kam. Mit der Eisen- öe will sie ihn nicht geschlagen haben. Morgen des 8. Juli kam es zu einem erneuten J *iU. Die Angeklagte zeigte ihrem Sohne die schmut- s«at beider Weilers und weinte,' ihr Mann habe ge- seiten^ ^^"^e sie nicht mehr. Es kam dann zu Tätlich- v»it *** benen der Sohn zuerst mit Fäusten und dann w, Stuhlbein auf seinen Stiefvater einschlug, der * Ia8, Er bestreit, ihn am Hals gepackt zu haben, ^pbarn hörten, wie er rief: „Schlag ihn tot, den Hund!" Seit dem ersten Juli wurden in der Gauarbeitsschule der DAF in der Lehrabteilung der Maler- f a ch s ch u l e Lehrgänge eingerichtet, die neben der Vorbereitung zur Gesellen- und Meisterprüfung in erster Linie der zusätzlichen Berufsausbildung dienen. Sie entsprechen einem dringenden Bedürfnis und tragen wesentlich zur Hebung des Berufskönnens und der Berufsleistung bei. Durch Schaffung eines neuen Schulheimes ist nunmehr auch den außerhalb Karlsruhes wohnenden Lehrgangsteilnehmern die Möglichkeit billiger Unterkunft und Verpflegung gegeben. In Zusammenarbeit zwischen DAF und Malerhand- werk werden in der Malerfachschule sowohl Tages- als auch Abenölehrgäng« durchgeführt. Für den Tageslehrgang ist eine Dauer von 4 Monaten vorgesehen. Jedoch kann jeder Monat für sich belegt werden. Der nach Monaten gegliederte Unterrichtsplan weist eine überwiegend praktische Ausbildung auf, die sich je nach der Schwierigkeit des Ausbildungszweiges steigert. Der Tageslehrgang beginnt mit Feder- und Pinselschrift. Es folgen Schriftkompositionen für Schaufenster und sonstige Werbezwecke. Der zweite Monat dient den Farb- stimmungen für Jnnenräume und Fassaden. Außerdem wird bas Freihand- und Fachzeichnen geübt. Für den folgenden Monat sind praktische Arbeiten im Fachorna- m e n t st i l für Decken und Wände vorgesehen. Im letzten Monat des Lehrgangs werden Raumstimmungen in reicher Ausführung sowie Schrtftkomposttionen für Schaufenster und Werbezwecke erarbeitet. Man ersieht aus dem Unterrichtsplan, daß den modernsten Anforderungen des Malerhandwerks Rechnung getragen wird und di« Lehrgegenstände eine notwendige Ergänzung der Fachausbildung bringen, die in der Lehrzeit selten Berücksichtigung finden. Wenn wir uns einmal die Arbeitsgebiete der NS- Volkswohlfahrt vorstellen und ihre vielseitige Tätigkeit betrachten, sei es Müttererholung, allgemeine Wohlfahrtspflege, Säuglingspflege, Mütter- oder Kinderverschickung — hierbei die materielle Unterstützung, die durch die NSV geleistet wird, nicht beachtend — so müssen wir uns fragen, wie ist es überhaupt möglich, ein so vielseitiges Arbeitsgebiet zu meistern, das in seiner Zusammenfassung doch wieder nur das eine im Auge hat, nämlich die Gesundung der deutschen Mütter und Kinder, die Gesundung des Gesamtvolkes überhaupt. Nur durch die Mithilfe jedes deutschen Bolksgenoffen und jeder deutschen Volksgenoffin wird eS möglich sein, dieses größte soziale Hilfswerk aller Zeiten, das durch nuferen Führer ins Leben gerufen wurde und vor dem die ganze Welt staunend steht, so durchzuführen, wie es nnser Führer wünscht, nämlich so, daß am Ende dieser großen Aufgabe ein wirkliches, gesundes, starkes Volk, gesunde Mütter und eine starke, herrliche, gesunde Jugend yeraus- und emporgewachfeu ist. Der Mißhandelte wurde bald darauf ärztlich untersucht. Der Arzt stellte blutige Kratzer am rechten Ohr, am Jochbein eine zwei Zentimeter lange Kratzwunde, sowie an mehreren Stellen Schwellungen und Verfärbungen fest. Die Verletzungen mutzten durch Zuschlägen mit harten Gegenständen verursacht sein. Der Zeuge Weiler, der einen gebrechlichen, hilflosen Eindruck macht, schildert stockend das Martyrium, das er auszustehcn hatte. Er bestreitet, feiner Frau etwas gesagt zu haben, baß er sich mit einem Madel eingelaffen habe. Wöchentlich habe er ein- bis zweimal Schläge bekommen. Mit der Eisenstange, dem Teppichklopfer und auch mit dem Stuhlbein sei er mißhandelt worden. Der Staatsanwalt geißelte das herzlose Verhalten der Frau, die den ihrer Obhut und Fürsorge anvertrauten gebrechlichen Mann so schwer mißhandelt habe und nicht die geringste Spur von Reue zeige. Er beantragte gegen die Angeklagte sieben Monate und gegen den Sohn drei Monate Gefängnis. Das Schöffengericht verurteilte die Angeklagte Weiler wegen Körperverletzung nach 88 223 und 223 a und b zu vier Monaten Gefängnis, abzüglich ein Monat Untersuchungshaft und den Angeklagten Wilhelm Hut» schmidt wegen Körperverletzung nach 88 223 und 228 a zu zwei Monaten Gefängnis, abzüglich ein Monat Untersuchungshaft. Bis zu einem gewissen Grade wurde das Verhalten des Ehemanns den Angeklagten strafmildernd zugutegehalten. Wegen sittlicher Verfehlungen verurteilt In nichtöffentlicher Sitzung hatte sich vor der 2. Großen Strafkammer des Landgerichts der 87 Jahre alte ledige Gustav Emil Alter aus Mannheim wegen Sittlichkeitsverbrechen nach 8 175 zu verantworten. Der Angeklagte hatte sich in der Zeit vom November 1933 bis März 1986 wiederholt an jugendlichen Personen zwischen 9 und 19 Jahren vergangen. Das Gericht verurteilte den geständigen Angeklagten wegen Unzucht mit Kindern in drei Fällen, Verführung eines Minderjährigen und widernatürlicher Unzucht zu einer Gesamtgefängnisstrafe von zwei Jahren drei Monaten, abzüglich zwei Monate Untersuchungshaft. Neben der praktischen Ausbildung läuft die t h e o - retische Schulung durch Vorträge über Materialkunde. Außerdem werden technische Fragen behandelt. Professor Oßwalö unterrichtet über Stilkunde und Farbenlehre. Selbstverständlich finden die Kalkulation, das Ausmessen und die daraus sich ergebende Kostenberechnung weitgehend Berücksichtigung. Eine notwendige Ergänzung bringen weltanschauliche Vorträge, die u. a. die Partei und ihre Organisationen behandeln und über die organisatorischen Gliederungen des Handwerks und seine Einrichtungen im nationalsozialistischen Staat unterrichten. Durch freien Theaterbesuch und Stubienfahrten ist den Kursteilnehmern Gelegenheit gegeben, ihre Allgemeinbildung zu erweitern. Die Kosten für den Tageslehrgang stehen in keinem Verhältnis zu den Aufwendungen der Schule, die in ihrer Leistungsfähigkeit einen Besuch der Lehrgänge rechtfertigt. Die Abendlehrgänge dienen der zusätzlichen Berufsausbildung. Sie finden täglich mit Ausnahme der Samstage in der Zeit von 20—22 Uhr statt und gliedern sich ebenfalls in praktische als auch theoretische Ausbildung. Der Unterrichtung in Feder- und Pinselschrift, dem Entwerfen von Schriftsätzen, im Fachzeichnen und der Stilkunde gehen die theoretische Ausbildung in Betriebslehre und Materialwirtschaft sowie Vorträge über nationalsozialistische Weltanschauung zur Seite. Mit den Lehrgängen für das Malerfach hat die Gauarbeitsschule eine Einrichtung geschaffen, die mustergültig ist. Es steht zu hoffen, daß bi« Angehörigen dieser Verufsgruppe sich rege an den Kursen beteiligen, weil sie nicht nur ihr Fortkommen ermöglichen, sondern auch durch Güte der Arbeit und systematische Leistungssteigerung des Malerhanbwerks der Volksgemeinschaft zugute kommen. —ick. Ein großer Baustein in diesem sozialen Hilfswerk, an dem jeder deutsche Volksgenoffe mithelsen muß, ist die Kinderlandverschickung. Hunderttausend Deutsche haben dem Ruf der NSV: „Nimm ein Ferienkind", „Gib eine Familien-Freistelle für einen Buben oder ein Mädel" Folge geleistet. Hunderttausend erholungsbedürftige Buben und Mädel ärmerer Volksgenossen konnten in Erholung gebracht werden.— Landauf, landab, von West nach Ost, durchfahren Sonöerzüge der NSV Deutschlands Gaue, um die deutsche Jugend an ihre Erholungsplätze zu bringen, damit sie dort Land und Leute ihres herrlichen Vaterlandes kennen lernen. Und so traf am Dienstag, frühmorgens um 4.35 Uhr, wieder ein NSV-Kindertransport mit Ferienkindern aus Knrheffen im Karlsruher Hauptbahnhof ein. Trotz der frühen Morgenstunde waren die Kinder frisch und froh und auch recht neugierig, wo nun ihr Ferienheim sein wird. Die Mitarbeiter der Kreisamtsleitung sowie der Ortsgruppen waren schon lange vor Eintreffen des Zuges auf dem Bahnhof, um alles Nötige vor- zubereiten, damit nach Ankunft der kleinen Fahrgäste alles schnell von statten geht. Auch waren schon viele Karlsruher Bolksgenoffen, die einen Ferienplatz gespendet haben, am Bahnhof, um ihre Pflegling« in Empfang zu nehmen. Verschiedene Kinder fuhren mit ihren Begleiterinnen weiter nach Ettlingen und Umgebung, um im schönen Albtal eine wöchentliche Erholung zu genießen Wir danken all den Bolksgenoffen im Kreis Karlsruhe, die bisher «in Kind ausgenommen haben oder durch die Mitgliedschaft bei der NSV dazu beigetragen haben, den Kindern eine Erholung möglich zu machen. Deutsche Männer «nb Frauen! Monate der regen Werbung sind vergangen. Monatelang wurden alle Volksgenossen, die der NS-VolkSmohl- fahrt noch fern stehen aufgerufen „Mitglied zu werden bei dem größten Hilfswerk aller Zeiten". Tausende sind diesem Ruf gefolgt, Tausende sind in die Millionenfront derer eingetreten, die wissen, daß unser Führer jeden deutschen Volksgenossen zur Mitarbeit braucht. Tausende haben begriffen, daß es unverantwortlich ist, abseits zu stehen, während andere durch Tag. und Nachtarbeit am Aufbauwerk des Führers mithelfen. Doch immer noch gibt es Volksgenossen, die es finanziell ermöglichen könnten, Mitglied zu werden bet der NS-Bolkswohlfahrt und diesen rufen wir zu, denn alle geht es an: „Tretet ein in die Front des Tat-Sozialismus! Werdet Mitglied in der NS- Volkswohlfahrt!" Sonderveranstaltung im Stadtgarten Am Samstag, den 15. August, 20,30 Uhr, wird di« Stadtverwaltung zusammen mit der SS in der Reihe der diesjährigen Sommerfeste im Stabtgarten wieder eine Donderveranstaltung durchführen. Der musikalisch« Teil des Programms wirb von den beiden Musikzügen der 62. SS-Standarte bestritten. Hervorragende turnerische Vorführungen dabei verspricht die Turngruppe der hiesigen Schutzpolizei. Zur Belebung des Abends und allgemeinen Freude werden auch Trachten» tanzgruppen des Tegernseer Gebirgstrachtenvereins hier nicht fehlen, den Schluß des ersten Teiles wird der Große Zapfenstreich bilden. Damit wird zum zweiten Teil, dem allgemeinen Tanz übergeleitet, der im großen Saal der Festhalle und im Biertunnel, ebenso auf der Tanzfläche des Stadtgartenrestaurants im Freien stattsinden wird. Bei schlechtem Wetter wird di« ganze Veranstaltung in der Festhalle zur Durchführung kommen. Die Preise für Eintritt und Tanz sind so nieder wie möglich gehalten lermäßigt im Vorverkauf bei den Stadtgarteneinnehmern), so daß allgemein eine gute Aufnahme der Veranstaltung erwartet werden kann. Oberstarbeiisführer Helft 45 Lahre Oberstarbeitsführer Helff, der verdienstvolle Arbeitsgauführer des Reichsarbeitsdienstes in Baden, feierte gestern seinen 45. Geburtstag. Als Sachbearbeiter für Arbeitsdienstpflicht in der Gauleitung Baden der NSDAP gründete Eduard Helff die ersten nationalsozialistischen Lager des freiwilligen Arbeitsdienstes in Baden, der als Vorläufer des Reichsarbeitsdienstes heute der Geschichte angehört. Ein weiter und steiniger Weg führte zu dieser „Schule der Nation", die von wenigen Männern mit verbissener Energie und persönlichen Opfern geschaffen wurde, Arbeitsgaustthrer Helff zählt zu den Männern, die als die ersten mit Reichsarbeitsführer Hier! den nationalsozialistischen Arbeitsdicnstgedanken in die Tat umsetzten und heute noch als seine vertrauten Mitarbeiter im Reichsarbeitsdienst tätig sind. Der 45. Geburtstag brachte die Treue und Ergebenheit der unterstellten Führer und Arbeitsmänner zum Ausdruck, die der badische Arbeitsdienst seinem Gauführer in Verehrung entgegcnbringt. Der Gaumusikzug des Arbeitsgaues 27 Baden unter Obermusikzugführer Vogel brachte aus Anlaß des Geburtstages dem Arbeitsgauführer vor seiner Wohnung in der Augartenstraße ein Ständchen dar. Gleichzeitig beglückwünschte ihn eine Ehrenabordnung seiner Führer und überreichte ihm durch ihren Sprecher, Oberarbeitsführer Thiele, ein ehrenvolles Geschenk, das den kameradschaftlichen Geist zwischen Führer und Gefolgschaft sinnfällig zum Ausdruck bringt. Die Führer des Arbeitsgaues Raden stellten Oberstarbeitsführer Helff den beachtlichen Betrag von 1 250 RM. zur freien Verfügung und geben ihm so die Möglichkeit, bedürftige Kameraden zu unterstützen. Die Arbeitsgruppe 275 überreichte ein künstlerisch wertvolles Bild des Reichsarbeitsführers Konstantin Hier!. Zahlreiche Glückwünsche aus nah und fern sind als anerkennenswertes Zeichen der Achtung und Wertschätzung anzusehen, die man Arbeitsgauführer Helff entgcgen- bringt. Feierliche Einholung der GG-Reiterstandarie Die Stabsführung der 14. SS-Reiterstanbarte wird nach Mannheim verlegt. Aus diesem Anlaß erfolgt heute nachmittag 17 Uhr die Einholung des Feldzeichens der 14. SD-Reitcrstandarte von seinem bisherigen Standort Karlsruhe, Moltkestraße, nach dem neuen Standort in Mannheim, unter Führung des Standartenführers, SS- Hauptsturmführer Hahn. Eine Abteilung des Ehrensturmes der 14. SS-Rciter- standarte begleitet zu Pferd das Feldzeichen. Hier fpricht das Handwerk: „Bild und Rahmen^ Zu dem Artikel über die Würzburger Ausstellung „Bild und Rahmen" wird uns von der Bezirksfachgruppe für Bildereinrahmer und Vergolder ergänzend mitgeteilt: Der richtige Handwerker unseres Faches, der gebildete Kunsthändler, der Vcrgoldermeister, die spezirlien Fachgeschäfte für Rildereinrahmungen ließen es sich immer angelegen sein, geschmackvolle einwandfreie Einrahmungen zu empfehlen und zu verkaufen. Die fabrikmäßig' hergestellte Bilderleiste, die leider zu oft auch in billiger kitschiger Art auf den Markt gebracht wurde, hat ohne Ziveifel in letzter Zeit Verbesserungen erfahren. Allerdings haben führende Leisten- sabriken stets erstklassige Profile und Tönungen heraus- gebracht, die durch die guten Fachgeschäfte schon immer dem kaufenden Publikum zugänglich waren. Lediglich berufsfremde Einrahmer laffen die notiven- dtgen Voraussetzungen für gute Bildrahmungen ver- miffen und verarbeiten Leisten, ohne auf den notwendigen Einklang derselben mit dem Bild« zu achten. Dies sind dann die sogenannten billigen Einrahmungen, die leider zu oft von vielen Abnehmern bevorzugt werden, ohne zu überlegen, daß nur das sowohl künstlerisch gediegene wie auch handwerklich einwandfrei gerahmt« Bild als guter Wandschmuck stete Freude bereiten wird. Wenn der Schreiber die Ausschaltung der gestaltenden Meisterhand erwähnt, so dürfte er wohl nicht unterrichtet sein, daß es Gott sei Dank auch heute noch Vergolder- weister gibt, die sich mit der Herstellung von Bilder- rahmen in allen Stilarten und Tönungen befaffen, und daß dieser Beruf hier in Karlsruhe, dem Sitze der Hochschule der bildenden Künste eine recht gute Pflege erfährt. Hat auch die Leistenindustrie sich als Konkurrenz für den Vergolder gezeigt, so soll doch gerade heute wieder dem Handwerker die Anerkennung gezollt werden, die ibnt gebührt. Handwerkliche Qualitätsarbeit, gepaart mit guter Beratung sei bei Einrahmungen voran gestellt. K. L. Ausflug der Milchhändlergenoffenschaft Die Karlsruher Milchhändlergenossenschaft e.G.m.b.H. hatte am Sonntag ihre Mitglieder mit ihren Familienangehörigen zu einem Ausslug mit kameradschaftlichem Zusammensein in den „Schwansaal" in Grötzingen cin- geladen. Durch musikalische Darbietungen der Kapelle Friebel war bald eine fröhliche Stimmung vorhanden. Lieder, folistische und humoristische Darbietungen und flotte Tanzweisen wechselten in bunter Folge ab. Den Wiener Walzern sprachen auch die Alten eifrig zu. Eine für unsere vertriebenen Volksgenossen aus Spanien veranstaltete Sammlung ergab den ansehnlichen Betrag von 100 Mark. lküM QlatömxifiHißM Zwei Schwestern feiern 75. Geburtstag. Da« Zwillingspaar Fra» Rosa L o h r i n g Wwc. geb. Weiler, Lachncrstr. 8, und Frau Luise F a c n «k e begehe» heute in geistiger und körperlicher Frische ihren 75. Geburtstag. Seinen 73. Geburtstag feiert morgen Herr August B « rgg « h, Marienstr. 44. Er ersrcut sich bester Gesundheit, die ihn auch wei- tcrhin im Leben begleiten möge! Wcrbckonzcrt vor dem StaatSthcatcr. Heute nachmittag in der Zeit von 18—19 Uhr spielt vor dem Badischen Staatstheatcr daS Mustkkorps des Infanterie-Regiments 109 unter der Leitung von Musikdirektor H eisig folgendes Programm: 1. Corbönv (Ersatz- Jns.-Regt. 28). Marsch lMclbcr), 2. Ouvertüre z. Over „Die Reg,- menlsiochlcr- (Donizetti), 3. Fantastc a. d. Oper „Traviata- lVcrdt), 4 . Zwei Stücke au« Sigurd Josalfar: a) Das Rordland- volk, b) Königslicd lGrieg), 5. Ent'r acte-Gavotte lSrncst-Gtllet), 6. Potpourri a. d. Oper „Der Vogclhändlcr- (Zeller). Karlsruher Künstler nach Aachen verpflichtet. Alfred Borto- luzzi, der bekannte Karlsruher Tänzer, wurde für die nächste Spiel, zeit als erster Charaktertänzer an dar vtadtthcater Aachen vcr- pstchtct. Aus den Karlsruher Geridrisfllen Rohe Mißhandlung eines Kriegsbefchädigien Kurhessische Kerienkinder in Karlsruhe Freiplätze für hunderttausend Buben und Mädel Ec He 10 DttMrek Donnerstag. 13. August 1936 r mibe Heule, Donnerstag, laufen folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen: 10 Uhr Hochschul-Sta- 6ion; 20.15 Uhr Mun,schcs Konservatorium: 18.30 Uhr Munzsches Konservatorium; Grötzingen, 20 Uhr Bärensaal: Grunwinkel, 20 Uhr Römcrhof. Volkstanz, Mr. u. Fr.: 20 Uhr Munzsches Konservatorium. Schwimmen, Frauen: 21.30 Uhr FricdrichSvad. Jiu-Jitsu, Mr. u. Fr.: 21.15 Uhr Hochschul-Stadion. Rcichssportabzeichen, Mr. u. Fr.: 10.30 Uhr Hochschul-Stadion. Reiten, Mr. u. Fr.: 6.00 Uhr Reitschule des Westens; 21 Uhr Fortgeschrittene. Anmeldungen und Auskunst: Sportamt der NS-G. „Kraft durch Freude", Kaiscrstr. 118, Fernruf 7304 oder vor und nach dem Unterricht bei den Lehrkräften. Eewinnauszug 5. Klasse 47. Preußisch-Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden _ Abteilungen I und II 3. Ziehungstag 11. August 1936 8n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 16 Gewinne zu 3600 RM. ___ 235168 293064 321625 327749 340328 46811 78063 144890 ' ' —* 0<+U340 .„„'A Gewinne zu 2000 RM. 74140 9I46I 97235 186253 241939 258624 384391 8'winne zu 1000 RM. 18586 77260 85144 ?S319 92752 104855 107525 115505 122527 125579 .'66019 136345 140467 152525 153573 160402 '79636 171384 172485 201294 207095 207719 235539 261678 304514 313851 317143 334561 337527 362287 369244 370443 383435 60 Gewinn-zu 500 RM. 427 11993 50714 50927 ?22?L™768 77615 64141 86272 107285 119436 '20123 122863 133308 151339 158270 161287 '63838 195586 198023 201936 206711 207621 269955 212557 215381 223986 250155 262514 262622 272017 274402 296277 316616 319646 324597 326220 330012 337271 362379 366209 375218 382787 383366 386996 ön der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 2 Gewinne zu 6000 RM. 361677 10 Gewinne zu 3000 RM. 39505 341560 386186 20 Gewinne zu 2000 RM. 26539 123857 134085 201930 202467 386211 68 Gewinne zu 1000 RM. 10009 61854 63159 77981 84143 95670 110320 114266 127127 131192 165165 195468 225489 228025 254745 267495 274810 282405 320414 334130 356903 359748 82 Gewinne zu 500 RM. 28847 34931 42765 55527 61419 88869 106908 128210 129947 130354 161597 164196 176858 194308 218725 226276 228622 236174 253544 254390 258130 265464 282531 317333 331466 344822 396473 166771 314044 60683 224955 117064 361759 33961 103728 141239 239525 303966 372662 28906 94530 155744 198968 246616 268583 365808 37755 107514 156582 242094 312131 396161 29601 106674 158774 203922 251633 282039 367952 Im Gewinnrade verblieben: 3 Gewinne zu je 1U000OO, 2 zu je 3nO 00, 2 zu je 1000 X), 2 zu je 75000, 4 zu ,e 50000, 8 zu;e 30000, 14 zu je 20000, 00 zu je KXXX), 18 . zu je 60.0, 328 zu je 3 XX), 884 zu je 2000, 2670 zu ,e lOOG, 4138 zu je 500, 17832 zu je 300 RM. Tagesanzeiger Film: Donnerstag, de» 13. August 1936 IlnioN'Ltchttptcle: Weibcrregiment II.T. Mühlvurg: Ein Teufelskerl Atlanlik: Kater Lampe Gloria: Engel mit kleinen Fehlern Kammer-Lichtspiele: Die lustigen Weiber Pali: Die Drei um Christine Rest: Hauvlniann Torrcll und sein Sohn Schauburg: Viktor und Vikiorig Turlach: Skala: Im Trommclscuer der Westfront Durlach: Markgrascnthcatrr: Buchhalter Schnabel Ettlingen: Union: Die Frau vom T-annenhos Konzert Unterhaltung: Bauer: Kapelle E. Richter Grüner Baum: Tau; Kassec des Westens: Tie fünf lustigen RhetnISnderinnen Löwcnrachcn: Familicnkabarett Museum: Kapelle W. Otto Odeon: Tanz Roedercr: Tanz Regina: Kabarett Weinbaus Just: Kabarett Wiener Hot: Tanz Kaffee am Zoo: Hausfrauennachmittag Blumcnkatsce Turlach: Konzcri und Tanz Parkschlöftle Durlach: Konzert und Tanz Z WISCH PFINZ UND NACHRICHTEN AUS KARLSRUHE-LAND, DURLACH UND BEZIRK ETTLINGEN Blick über die Hardi S. Grabe«, 13. Aug. (Landregen statt Sonnenschein.) Wer hätte am Dienstagabend, als sich die Wetterwolken am westlichen Himmel zujammenballten, an mehr gedacht als an ein Gewitter, das nach des Tages Schwüle etwas erfrischend durchs Land ziehen würde. Ein Gewitter, das wohl einigen Regen bringen würde, das vielleicht auch nicht sehr erwünscht war, das man aber in dieser Jahreszeit immer in Kauf zu nehmen bereit ist. Leider, leider ist es ganz anders geivorden. Bei all den vielen trüben Erfahrungen, die wir mit dem Wetter in diesem Jahr machen mutzten, war doch selten ein so ganz trostloses Bild zu verzeichnen, wie es sich gestern den ganzen Tag hindurch bot. In grauen Schwaden zogen die Wolken eilig dahin und unaufhörlich rieselte es stark und schwach zur Erde nieder. Richtige Landrcgenstim- mung hat sich breit gemacht und man weiß dabei nie, ob es Stunden oder gar Tage geht, bis sich der Himmel ausgeweint hat. Da liegt draußen eine Unmenge Arbeit, die geschafft sein will und die gemacht sein muß, um Schäden zu verhüten und nun macht uns das Wetter, das uns in den letzten Tagen etwas gnädiger gesonnen schien, erneut einen dicken Strich durch die Rechnung. Das ist bitter, bitter zumal für den Landwirt, der seinen Tabak geborgen wisien möchte, um ihn vor den mancherlei Jeinden zu sichern, die gerade bei schlechtem Wetter besonders stark am Werke sind. Und wieder müssen wir warten, wie schon so oft in diesem regenreichen Sommer, bis erneut das Sonnenlicht Über das gespenstische Gran am Firmament gesiegt hat. Nicht schlimm, wenn cs nur Stunden, gefährlich, wenn es Tage dauern sollte, ehe die wichtigen Arbeiten auf den Feldern ihren geordneten und vor allem wünschenswerten Fortgang nehmen können. Schaut man nach Westen, dann hat man vorläufig wenig Hoffnung auf Besserung. So wird wohl auch der Tabak tm Regen geborgen werden müssen. h. Forchheim, 13. Aug. Der Lehrfilm „Schw eineg lück" wurde hier durch die Kreisbauernschaft Karlsruhe im Saale zur Krone zur Aufführung gebracht. Eine schöne Anzahl von Besuchern hatte sich dazu eingefunden. Der Filmvorführer Pg. Roth sprach zuerst einige einführende Worte. Ter Film selbst wurde von den Anwesenden interessiert verfolgt. Er brachte manches Wissens- und Anwendungswerte, das bisher wenig oder gar nicht bei den Schwelnehaltern bekannt war. Tie graphischen Darstellungen gaben interessanten Aufschluß über die Verbreitung der einzelnen Rassen in Deutschland, nicht zuletzt zeigten sie aber auch die große Entwicklung, die die Schweinezucht im Verlauf des letzten Jahrhunderts genommen hat. Sehr leicht verständlich mies der Film auf die Anstrengungen hin, die gemacht werden, um geschulte Kräfte für diesen ungemein wichtigen Zweig der Landwirtschaft heranzubilden. Ortsbauernführer Landhäußer brachtd seine Anerkennung zum Ausdruck und verband damit den Wunsch an die Krcisbauernschaft, im Laufe des Winters den einen oder anderen weiteren Lehrfilm zur Vorführung bringen zu wollen. h. Forchheim, 13. Aug. (Hitlerjugenüfahne über dem Schulhaus.) Fast die gesamte Schuljugend ist seit einiger Zeit in der Jugend des Führers organisiert. Tie Schule erwarb sich dadurch die Berechtigung, die Fahne der Hitlerjugend zu führen. Am 1. Schultag nach den Ernteferien fand die feierliche Flag- genhissung statt. Im Hinblick auf dix Feier dieser Stunde sprach Herr Oberlehrer Braun zu den hierzu angetretenen Schülern und Schülerinnen. Die Hissung der Fahne, so führte er aus, bedeutet für die gesamte Jugend eine große Verpflichtung. Diese möge sich auswirken in steter Treue und Hingebung zu Führer, Volk und Vaterland. Möge sich dessen die Jugend Forchheims bewußt sein und bleiben; denn dies ist die Mahnung der Fahne, die stolz im Winde wehend verkündet: Auch Forchheims Jugend steht geschlossen hinter dem Führer! L. Forchheim, 12. Aug. (Unfall.) Am Montag stürzte ein Pfälzer Junge, der bei Verwandten hier auf Besuch weilte, von einem Bauernwagen. Da er direkt mit dem Kopf nach unten stürzte, zog er sich in der Nähe der Augen leichtere Verletzungen zu. Es war noch gut abge- lausen. Z. Rußheim, 13. August. (F e r i e n k i n d e r>. Am Dienstagvormittag sind hier die .angemeldeten 3 Ferienkinder vom Kreis Kassel angekommen. Wir wünschen ihnen allen eine gute Erholung. w. Büchig, 13. Aug. (Geburtstag.) Heute feiert Jakob Friedrich Hildenbrand, Maurer, seinen 74 . Geburtstag. Geistig und körperlich sehr rüstig, sieht man ihn bei gutem Wetter noch stets bei der Feldarbeit. Herzlichen Glückwunsch! kttlingen Land 8. Schielberg, 13. Aug. (Filmvorführnng.) Nach langer Pause erfreute uns die Gaufilmstelle wieder mit einem Film „Um das Menschenrecht". Trotz der Erntearbeiten war die Bevölkerung recht zahlreich erschienen, um diesen ausgezeichneten Film zu sehen. Union-Lichtspiele: Weiberregiment Strategie der Liebe mit echt bayrischem Humor gewürzt, das ist die lustige Komödie dieses prächtigen Filmes, der als erster der neuen deutschen Produktion in Karlsruhe läuft. Fürwahr, ein erfreulicher Auftakt deutschen Filmschaffens, der verheißungsvoll ist. Karl Ritter leitet das köstliche Spiel, das von der Ufa herausgebracht wurde, und gewinnt sich neue Lorbeeren mit diesem Film. Daß ein Weiberregiment darin ad absurdum geführt wird, wäre an und für sich kein Grund zum Lachen. Wie sich aber die einzelnen Szenen der stets flüssigen Handlung abwickeln — unterstützt von einer meisterhaften Photographie, für die in der zarten Winterlandschaft Bayerns und den wohlgelungenen Bauten ein gutes Blickfeld gegeben war — das ist von einem gc'unden Humor durchwebt, der mitreißend auf den Zuschauer wirkt. Hinzu kommt eine ausgezeichnete Darstellung, für die sich erprobte Kräfte einsetzen. An erster Stelle sind zu nennen Erika v. T h e l I - mann als Cilli Samhaber, die mit Theodor D a n n e g - g e r, dem Meisterstrategen Korbinian, einem Faktotum des Zacherl-Bräus, in Wettbewerb tritt, ihn darstellerisch erreicht, jedoch seiner „Strategie der Liebe" unterliegt. Heli Finke nzeller als Erbin des Zacherl-Bräus ist der Siegespreis in einem ungleichen Wettstreit, dem das Weiberrcgiment unterliegen muß. Hermann E r - Hardt, der Bräumeister, siegt auf der ganzen Linie vor Ignaz (Oskar Sima), einem pessimistischen Gemütsmenschen, der als seltener Vertreter dieser seelischen Verfassung nicht wenig zur Erheiterung beiträgt. Zwei prächtige Typen lernen wir in Beppo B r e h m, dem riesengroßen Koch, und Toni (H. T h o m s), einem durchtriebenen Jungknecht kennen. Toni macht bei seinen Kameraden eine „besondere" Lehre durch, die ihm neben Hieben der Mägde auch zarte Liebesersolge einbringt, welche er mit prächtig gespielter Männlichkeit in seiner Jugendhaftigkeit erringt. Eine Reihe entzückender Mägde beleben das Spiel, das eine wohlgelungene musikalische Unterhaltung von E. Erich Buder erfuhr und einen Erfolgsfilm brachte. —ck. Durtadi-Iani) g. Kleiusteinbach, 13. Aug. (Glücklich eingebracht) ist nun die Ernte. Manchmal war die Sorge bei dieser unsicheren Wetterlage gar groß, aber dann kamen doch noch einige schöne Tage, die das Werk vollbringen ließen. Der Könerertrag ist ein mittelmäßiger, der Strohertrag dagegen sehr gut. Man kann nun einmal nicht nach allen Fliegen schlagen und muß nach all der Wetterunbill noch zufrieden sein. Neue Arbeit steht schon wieder im Vordergrund. Der zweite Grasschnitt ist bereits tm Gange, ma« möchte sich dazu natürlich ein besseres Wetter wünschen als zur Zeit. Es wäre dies auch dem Tabak sehr zuträglich. Eine Wiese lebt Wir nehmen das gleichgültig hin, wenn das Gras auf den Wiesen des Landes und auf den Grünanlagen der Städte im Sommer alle paar Wochen gemäht wird und immer wieder von neuem kräftig in die Höhe schießt. Wir freuen uns des satten Grüns und der darin verstreuten bunten Tupfen anspruchsloser Blumen. Wir schauen über das leicht im Winde wogende Meer der Gräser hin und haben den Eindruck friedlicher Stille. Aber geh einmal näher heran, bücke dich tief zur Erde nieder und tue deine Augen auf. Zeigt sich da nicht eine Welt, die a» Buntheit und Abwechslung, an Kampf und Arbeit der Well der Menschen gleich kommt? Lustig und sorglos mutet d'lb diese Welt an, wie ein reizendes Stilleben,-wie ein sp'?' lerisches Dahinleben ohne Zwang und Not. Aber du irrst. Schau dir jenen Grashüpfer an. W'r^ er nicht gespenstisch wie eine technische Konstruktion, wi ein verkleinerter Nachkömmling vorgeschichtlicher Ungeheuer? Hier beginnt schon das Unheimliche und Rätselhafte der Natur. Und die Ameisen. Du springst auf u« schiltst, wenn du dich unbemerkt in eine Ansammlung dieser flinken Tiere gesetzt hast. Aber beobachte sie einmal. Siehst du, wie sich dort eine bemüht, einen toten Kameraden abzuschleppcn, aber immer wieder von dein Wind zurückgeworfen wird und wie sie doch nicht m' ihren Bemühungen anfhört? Spricht aus dieser GesckM' tigkeit, die du allenthalben bei diesen Tieren wahrninimu- nicht dasselbe, was wir im Leben der Menschen als Pflicht bezeichnen? Erlebst du nicht hier eine Ordnung, in der alles seinen Plätz und seine Aufgabe zu haben scheint, wie in einem sorgfältig gepflegten Staatswesen- Wahrlich, man sollte nicht verächtlich auf diese Welt der Kleintiere und Insekten herabschauen, denn in allen ihren Teilen verdient die Natur unsere volle Beachtung- In beiden Welten wohnen auch Leben und Tod diü beinander. Dort ist ein Käfer von einem Grasstenge herab auf den Rücken gefallen; ist sein Strampeln nich wie das krampfhafte Bemühen eines Nichtschwimmer^' der zu ertrinken droht? Und da, sieh, ehe er sich wieder aufgerappelt hat, ist schon ein Vogel zur Stelle, pickt auf und fliegt mit ihm davon. Und der Schmetterling- der eben noch zweifelnd um die Blüten herumschwebte- wird von einem gepanzerten Vielfttßler gepackt. Du richtest dich auf, du hast genug beobachtet. Tu erkennst, daß die Natur nicht milde und nicht friedlich daß sich vielmehr in dem so stillen Leben der Wiese Ereignisse abspielen, die für die Beteiligten ebenso bedeo - sam sind wie für das Dasein der Menschen. Denk dara - wenn du wieder vor einer Wiese stehst, sieh nicht un dacht darüber hinweg, sondern bleibe in Ehrfurcht stehe vor der Fülle der Schöpfung und dem ruhlosen, nicht redenden natürlichen Geschehen im Großen wie im KU' nen. Durlachs Feuerlöschwesen im 18. und 19. Jahrhundert Christian Hengst gründete 1816 die Freiwillige Feuerwehr 'A. Stadt Aus Anlag Iwr bevorstehenden M-Jabrscicr der ssireiwilligcn Jeucrwehr Durlaw, vervundcn mit einem großen Jcucrweürlag. bringen wir nachstehend cme Schilderung der Eniwieklung des FeuerlöichwejenS der allen Markgrasenstadt. I. Der Großteil der heutigen Einwohnerschaft der Turlach ist wenig oder garnicht unterrichtet über die Gestaltung und Handhabung des Feuerlöschwesens in früherer Zeit. Im Abschnitt 1 des Festbuches, das anläßlich des 50jährigen Bestehens der Feuerwehr herausgegeben wurde, finden wir fcstgehalten den „Zustand des Feuerlöschwesens in der Stadt Durlach von etwa 1700 bis zur Gründung einer Freiw. Feuerwehr im Jahre 184 6", die am 27. Juli durch den damaligen Baumeister Christian H e n g st im Rathaussaal erfolgte. Der 30jährige Krieg mit all seinem Schrecken war zu Ende gegangen, lieber weite Strecken war deutsches Land dem Erdboden gleich gemacht. Blühende Städte lagen in Schutt und Asche. Auch die „Markgräflich Baden- Durlachischcn Lande" hatten unter dem unseligen Krieg schwer zu leiden gehabt Kaum aber war neues Leben aus den Ruinen erstanden, da brachen neue Kriegswirren aus. Ludwig XIV hatte seine Mordbrennerscharen in deutsches Land geschickt. Durlach blieb auch nicht verschont. Am 15. August 1080 wurden die Häuser und Straßen mit Stroh und Pechkränzen angesüllt und am 16. August das vernichtende Feuer augezündct. Die Stadt wurde bis auf wenige Gebäude niedergebrannt. Panik und Furcht ergriff die Bevölkerung, wenn sie in jenen schrecklichen Tagen etwas von Feuer hörte. An eine erfolgreiche Bekämpfung des alles verheerenden Elementes glaubte damals niemand. Durch Besprechen und Beschwören erhoffte man den Brand zu löschen. Ein Feuersegen aus jener Zeit lautete: Feuer, stehe still! Um Gottes Will'! Feuer, stehe still in deiner Glut, Wie Christus der Herr gestanden In seinem rosinfarbenen Blut! Feuer und Glut, ich gebeut Dir in Gottes Namen Daß du nicht weiter kommst von dannen Sondern behaltest alle Deine Funken und Flammen Amen! Amen! Amen! Mit dem Wiederaufbau der zerstörten Wohnstätten sann man daher auf Mittel und Wege, um den Schrecknissen des Feuers vorzubeugen. Damals aber bestanden in den größeren Städten Süddeutschlands Feuerordnungen. Sie wiesen in erster Linie darauf hin, wie und wodurch der Ausbruch einer Feuerbrunst vermieden werden könne. Was die Städte von sich aus geschaffen, nahm dann die Regierung auf. Sie erließ auf Grund der ein- gefordcrten Lokalfeuerordnungen für den gesamten Bereich eine Ordnung, nach der man sich im Falle einer Feuersnot überall in Stadt, Marktflecken und Tors zu richten hatte. Für die „Markgräslich Badcn-Durlachischen Lande" war die Feuerordnung vom 24. Oktober 1715 richtunggebend. Diese hatte auf lange Jahre hinaus Gültigkeit. Die Fcnerordnung enthielt eine Reihe von Bestimmungen, wie der Ausbruch des Feuers verhütet werden könne, „da insgemein aus Nachlässigkeit deren Inwohner ein und andere Feuersbrunst zu entstehen pfleget". Damit aber doch, sofern „aller guten Vorsorge ohn- gehindert ein Feuer auskommen sollte nach Gottes Verhängnis, selbiges desto leichter gedämpfet und dem Schaden gesteuert werde," wurden verschiedene Vorkehrungen zur raschen und energischen Bekämpfung des Feuers angeordnet. Ten Gemeinden wurde die Einrichtung von „Springoder Ziehe-Bronnen" angcordnet, den Hausbewohnern empfohlen, in den dürren Sommerzeiten einen ziemlichen Vorrat an Wasser zu verwahren. Und „wo des Orts zustand es erleyden will", sollen eine oder mehrere große Feuerspritzen neben verschiedenen kleinen geschafft, jederzeit im brauchbaren Stand erhalten werden. Für Durlach selbst hat der Markgraf kurz nach dem Erlaß der Laudesfcuerwehrordnung eine besondere Verordnung erlassen. Sie trägt das Datum vom 9. November 1715. Die Verordnung bestimmte, daß im Fall einer ausbrechenden Feuersbrunst die Leibgarde den Wach- und Sicherheitsdienst zu übernehmen hat. Nur wenn weder Leibgarde noch andere Soldaten-Wacht sich in der Stadt befinden würde, solle eine „Compagnie-Ausschuß von 80 Mann unter der Bürgschaft aufgezogen und benennet seyn, welche, wann mit allen Glocken Sturm geschlagen wird, auf dem Markt zu erscheinen und dann teils den Wachkdienst an den Thoren, teils die Absperrung des Brandplatzcs vorznnehmen haben." Die Stadt selbst war von alters her in 4 Quartiere geteilt: das Burg-, Gärtner-, Speicher- und Endris- Biertel. Jedes Viertel war einem Viertelsmeister zu- gewicsen und selbst wieder nach der Anzahl der darinnen befindlichen Häuser in 4 Teile geteilt. Einem jeglichen Teil stand wieder ein „Gaffenmeister" vor. Dieser war verpflichtet, von Haus zu Haus die bestehenden Feuervorschriften zu verkünden, die Bewohner seines Bezirks aus einer ihm zugeteilten Liste genau kennen zu lernen und bei Ausbruch eines Brandes die Wasserreihen zu ordnen. An Löschgeräten aber hatte die Stadt anzuschaffen und in gutem, brauchbarem Stand zu erhalten: „1 große Feuersprütze mit einem zimmlichen Schlauch, eine kleine Feuersprütze, 8 Leitern, 4 große und 0 kleinere Feuerhaken, 8 lange Gabeln, um den Feuerleitern und Haken in die Höhe zu helfen", 6 Luttfäßer „mit eisernen Reiffeu und Thürlein, die auf Kärchcn des Sommers gefüllt in Bereitschaft stehen, bcy starkem Frost a ledig (ungefüllt) gehalten werden sollen", 4 große w Butten, zu jeglichem Lutt-Faß ein Schöpff-Kübel ' etliche Ketten und Seiler, „um solche an die Feuer-Ha hängen und Pferde daran spannen, mithin etwas j, reißen zu können"; „12 genügsame Bechpfannen Füßen, um solche nicht nur in der Mitte der i" 6 ' g Gassen, sondern auch vor die Thore an die Bäche, wo Wasser geschöpft wird, zu stellen, um bei Nachtzeit a genugsam zu erleuchten. { Alle diese „Feuerinstrumente" sind in einem Stadt hergerichteten „Schupfen" wohl zu verwav Jeder Bürger ist der Ordnung und dem Herkommen mäß gehalten, einen Eimer zu besitzen, der ster, Stadtbaumeister und jeder Ratsherr verpf eilte Handspritze „in sein Haus zu schaffen". Tie ein? nen Tätigkeiten beim Brand werden unter die ve rsch'k' Küser- denen Gewerbe in folgender Weise verteilt: Die - bernmeister werden „zum Wasser bestallet, zu den Zu j • •tVM'Vl »VV4VVM ■S.V44I1V* VV1*V«**V*, O ** W.. _ ..stl' Luttfässcrn und zur Bach, vor das Pfintz-, Bienleins' Baselthor. Die Zimmerleute haben das auf dem platz befindliche Holz und andere leicht brennende ^ terialien „eyligst" hinwegzuschassen. Die Maurer Steinhauer übernehmen das Abdecken und Die Schloffermeister regieren die Spritze. Zu Meistern und Oberaussehern über das gesamte löschwesen wurden im Jahre 1715 eingesetzt: viertel Ernst Zachmann, im Gärtnerviertel ®^ Fuchs, im Speichcrviertel Friedrich Hcilbronner »n Endrisviertel Wilhelm Seitz, der Nagelschmied. Diese Feuerlöschvrdnung hatte bis in die 40 er 9 des vorigen Jahrhunderts Gültigkeit. Diese Feuerlöschordnung wurde abgelöst, als i e f stian Heng st auf den Plan trat und die Feuerwehr gründete. Ueber die Person und die ^ feit sowie seine Verdienste um die Freiwillige wehr Durlach gibt ein Lebensbild von F. B l u dieser im Festbuch anläßlich der 60-Jahrseier der gen Wehr zeichnete, Aufschluß. (Fortsetzung Her führet Seite 11 I ^"ue-rskag. 13. August 1936 Kleine Bilder vom großen Befdiehen Vas fußballturnier der Ueberrafdiungen Sonderbericht unserer Olympfa-Schrtftleitung Bor dem Endsvlel Atalien-SetterrelK BerN», 12. Aug. ° ist meine Mami? Nr» Montag bei dem Fußballkampf Italien — fttta C r en ’ 6ei ** em hunderttausend Zuschauer vor Erre» äderten. Das war ein brodelnder Hexenkessel, ^ Deutschland an diesem Kampf nicht beteiligt war. »it i ® en Zehntausenbe in einer fanatischen Art »en » eine eigene Mannschaft drunten auf dem grü» kämpfen würde. Es war bei Halbzeit, die UCt diskutierten erregt die Frage, ob unser Be- Norwegen oder die Italiener gewinnen wür- P^.Da ertönte auf einmal der Lautsprecher über de« toti ”®° iik Me Mami vom kleinen Klaus?" Unten C, öe * Ehrentribüne wurde von einem Herrn des ie»-v^Eonsausschusses ein kleiner, blonder Junge in r^^uenraum geführt, der sich bei der fiebernden Erich.,^ das Spiel bis zur Ehrentribüne vorge- hatte und sich nun in den Blocks des Zuschauer- mehr auskannte. Er weinte nicht, wie es I 0 J en§ kleine Bengels tun, wenn sie ihre Mami ver- ftciit ^^en. Er lächelte und Tausende winkten dem ktti» 1 ® Iou§ SU, der sich außerordentlich wichtig vorge- ^in mag, als er unten vor dem Podium, auf H e a ^Mafteger bei der Ehrung jeweils Platz neh- Ht f n6 ""h hunderttausend Augenpaare auf ihn ge- waren. Der kleine Klaus hat seine Mami, wie .TcIBft nannte, wieder gefunden und da waren beide Klaus und die Mami. ist ganz anders rn Deutschland" ^as fich fast täglich im Stadion ober auf einem der kk»i Plätze abspielt, wenn Mitglieder der Reichs- *luar~ Utt0 ' 00r "Hem der Führer, erscheinen, ist für viele '""der das stärkste Wunder. Als bei der EröffnungS- iftS » ent Führer von den hunderttausend Zuschauern Ovationen bargebracht wurden, und die Heil- fou * mmet wieder einsetzten, da haben französische ^alisten in den nächsten Tagen bei der Mieder- b, # Un 6 der Ovationen in den Zuschauerblöcken Stichpro- ik» s^vcht, ob nicht überall SA und SS verteilt wor- k, H um diese Ovationen den Ausländern vorzutäu- ^4 f Nkan soll es nicht für möglich halten, aber tatsäch- ^ konnten manche der Ausländer es einfach nicht glau- "aß -ex Führer des deutschen Volkes diese Sym- und Verehrung besitzt. Man hat ja immer drau- UjlWefen, daß Deutschland von Diktatoren regiert n e , )e und baß diese Diktatoren von einer stark bewaff- ^ "^arde umgeben seien. Als nun dieser Tage Mini- ».oräsidxnt Hermann Göring auf der Ehrentribüne im ^ 'Mmstadion erschien, von stürmischen Heil-Rufen i^ougen, da hatte sich rasch ein Sprechchor gebildet und * Generaloberst Göring mit folgendem Vers: tz-.oor Hermann, das ist schön, daß wir dich hier auch ^ lehn!" Die Schwimmer freuten sich über die An- tzjk?heit des Ministerpräsidenten und durch freundliches "kerr dankte er für die herzliche Begrüßung. Die ausländischen Journalisten, die sich diesen Sprechchor übersetzen ließen, kamen aus dem Staunen nicht heraus und einer dieser Kollegen meinte ganz offen und ehrlich: „Es ist ganz anders in Deutschland, als wir geglaubt und gelesen haben". Es ist wirklich anders in Deutschland, als viele meinen und wir können nur wünschen, daß diese olympischen Spiele bei den Zehntausenden von Ausländern, die täglich den Kämpfen anwohnten, das wirkliche Bild des neuen Deutschland haften bleibt, das Bild eines schaffenden, friedlichen Volkes, geeint in der deutschen Volksgemeinschaft, die so oft in prachtvoller Weise im Stadion zum Ausdruck kam. Richard Volderauer. Methan Gruppe 1 Belgien — Großbritannien 6:1 (3:1) Ungarn — Holland 8:0 (8:0) Gruppe 2 Deutschland —Schweden 4:1 (2:0) Frankreich — Oesterreich 4:2 (1:2) Sonderbericht unserer Dieses olympische Fußballturnier hat für Deutschland, aber auch für manche der anderen teilnehmenden Länder die größten Ueberraschungen gebracht. Jedesmal, wenn wir in diesen Tagen zu den Vorschlutzspielen ins Stadion gingen, da wurde es uns etwas wehmütig ums Herz, denn diese Niederlage von Deutschlands Fußballelf gegen Norwegen wird man nicht so leicht vergeflen. Wie hätten die Hunderttausend den deutschen Spielern zugejubelt, wenn sie in den Endkämpfen drunten auf dem herrlichen Rasen gestanden wären, und schließlich ihre erfolgreiche Serie von Länberkämpsen mit einer Spielberechtigung im Endspiel gekrönt hätten. Nun ist alles aus, alles vergeffen, was wir in den letzten 2 Jahren an Gutem von Deutschlands Futzballvertretung gesehen und erlebt haben, denn dieser schwarze Tag gegen Norwegen in Anwesenheit des Führers hat uns alle zu sehr betroffen. Wie ein Schatten begleitet uns diese Niederlage immer, wenn tm Stadion sich zwei Fußball-Ländermannschaften gegenüberstehen. Olympta-Schriftleitung Wer wird Olympiasieger im Fußball? Nie gab es ein Fußballturnier, in dem alle Voraussagen und Urteile krasser über den Haufen geworfen wurden, als bei diesem Olympischen Fußballturnier in Berlin. Man kann beinahe sagen, daß alle Favoriten Deutschland, Schweden, Großbritannien und Peru, vorzeitig aus diesem Kampfe ausgeschieden sind. Nun stehen Italien und Oesterreich am Samstag im Endspiel und Norwegen und Polen kämpfen um den dritten und vier- ten Platz. Als wir vor Beginn des FußballturnierS Vittorio Pozzo, den Betreuer der italienischen Mannschaft sprachen, da hatte er auch nicht geglaubt, daß seine Mannschaft als Favorit das Endspiel bestreiten wird." Wir haben, „,o sagte er uns, „eine junge Studentenmannschaft mitgebracht, die keinerlei internationale Erfahrung besitzt." WaS wir von den Italienern in der Vorschlußrunde gesehen haben, war recht hübscher Fußball. Die Italiener haben technisch un- taktisch sehr schöne Leistungen gezeigt, allerdings in Norwegen eine Mannschaft als Gegner gehabt, die bei weitem nicht so eindrucksvoll spielte, als gegen Deutschland. Wir haben die Italiener gesehen, haben Oesterreich im Kampfe gegen die Polen beobachtet, das sind die beiden Endspielgegner am kommenden Samstag im Olympischen Stadion. Es wirb, wen» nicht alles täuscht, einen ganz großen Kampf vor hunderttausend Zuschauern geben, der nach unserer Meinung vollkommen offen ist. Ucber eine halbe Million Zuschauer Es gab Leute, die nach dem Ausscheiden von Deutschland aus dem olympischen Fußballturnier der Meinung waren, daß nun der weitere Verlauf der Fußballkämpfe absolut kein Interesse bei der Masse besitzen würde. Diese Leute haben sich gewaltig getäuscht, denn am Montag saßen hunderttausend beim Spiel Italien gegen Norwegen im Stadion, am Dienstag waren es wieder hunderttausend und bei den Endspielen wird das Olympische Stadion selbstverständlich ausverkauft sein. Alles in allem haben dann mehr als eine halbe Million Menschen die Fußballkämpfe gesehen, darunter Tausende, die nie Augenzeugen eines Fußballkampfcs waren und sicherlich angenehm enttäuscht von diesem populärsten Kampfspiel nach Hause gegangen sind. Das Erfreulichste bei dieser Anteilnahme der Massen an den fußballsportlichen Geschehnissen ist die Objektivität. Die Sympathie der Massen bei diesen Fußballkämpsen ist immer bisher auf der Seite des besten und ritterlichsten Kämpfers gewesen. So muß es sein und bleiben, denn auch der Zuschauer muß erfaßt sein von dem olympischen Geist, der all diese Kämpfen beseelt. Richard Volderauer. Japans Schwimmer gewänne« die Staffel (Scherl-Bilverdienst, «.) Die japanisch« Mannschaft, die die Kraulstaffel über 4 X 200 Meter ganz überlegen vor USB gewann. Bon links: Suguira, Busa, Ara, und Tagucht. Neubau Autohaus Beier Hio Rüppnrrer Straße 2», auf den ehemaligen Gleis- z^Sen -es alten Bahnhofes ist nunmehr auf dem etwa "Geatmeter großen Gelände die Neuanlage des bir^uses Baier erstanden. Das Reparaturwerk wurde !«Gg vor einigen Wochen provisorisch bezogen, ebenst^ Großtankstelle wurde provisorisch eröffnet, wäh- Benutzung der Garagenanlagen erst seit einigen ^^ülich ist. Während dem provisorischen Betrieb ""E fortwähreird Vauarbeiten fertiggestellt. d^.-^Eute sind noch die Zufahrten über die Gehwege ** eter langen Front zu erreichen. Mit der Fertig. 8 derselben bis Anfang nächster Woche wird ge- 'tauf Firma Beier besaß bereits im Jahre 1020 ihr 8 Anwesen in der Ettlinger Straße 47, wo noch drj.:.,unter dem Titel Bahnhofgarage eine Werkstatt wird. ^ jo- Neuanlage auf eigenem Boden der Fa. Beier in uppurrer Straße dürfte nunmehr als die modernste Anlage nicht nur in Karlsruhe, sondern zweifelsohne auch als eine der modernsten Anlagen Deutschlands angesprochen werden. Es wurden zwei Hallen übereinander von je zirka 1050 qm Größe errichtet. Die untere Halle dient zur Unterstellung von Personenwagen. Dieselbe besitzt «ine besondere, wenig geneigte Einfahrt und wiederum eine besondere Ausfahrt. Es findet also Richtungsverkehr statt, so daß irgendwelche Zusammenstöße von vornherein vermieden sind. Die Halle enthält 34 Einzelboxen, Es können jedoch bei großem Andrang in der Mitte der Halle weitere 30 Wagen aufgestellt werden. Die Garagen sind im Winter geheizt und ebenso wie die auf dem Grundstück befindliche Großtankstelle von 7 bis 23 Uhr geöffnet. Zwischen dieser Zeit können natürlich die Garagen von den Dauermietern, die im Besitze der notwendigen Schlüssel sind, benutzt werden. Für eine abwechselnde Bewachung während der Nacht ist Sorge getragen. Die vor der Halle liegende Grotztankstelle vertreibt Benzin und Benzingemisch, sowie alle bekannten Mar- kcnöle. Eine neben der Grotztankstelle angeorbnete Hebebühne wirb für den Abschmierdienst benutzt. Wasser, Luft und saubere schnelle Bedienung sind selbstverständlich. Ueber den Garagen befindet sich eine tatsächlich vor- bildliche Werkstatt. Die Werkstatthalle ist zirka 1050 qm groß, wovon 260 qm abgeteilt sind für Büro, Ersahteil- lager, Lackiererei und Wohlfahrtsräume. Eine 7 Meter breite Einfahrt und ebensobreite Ausfahrt sorgen für reibungslose Abwicklung des Verkehrs. Die Werkstatt selbst ist ungewöhnlich hell und lustig. An der einen Längsseite weist die Werkstatt große Arbeitsgruben auf» die so angelegt sind, baß die Monteure bei Tageslicht arbeiten können. Eine übersichtliche Werkzeugausgabe inmitten des Betriebes ermöglicht eine Beschleunigung der Arbeitsvorgänge. An der Ostwand der Halle befindet sich eine Schnellwaschanlage, die gestattet, den Wagen nach ganz anderen Gesichtspunkten wie dies bisher üblich war, zu reinigen. Bei Vollbetrieb auf der Waschbahn wird ein Wagen innerhalb von etwa 15 Minuten fertiggestellt. Auch in jeder anderen Hinsicht entspricht die Werkstatt den Anforderungen, die an ein modernes, zuverlässig und schnell arbeitendes Reparaturwerk gestellt sind. Spc- zialwerkzeuge und in der Fabrik ausgebildete Monteure sorgen dafür, daß Reparaturen schnell, sauber und einwandfrei ausgeführt werden. Die Fa. Beier verfügt in dem Anwesen über eine eigene Transformatorenstation, womit der in der Stärke von 4 000 Volt bezogene Hochspannungsstrom in Niederspannung umgeformt wird. Entwurf und Bauleitung lag in den Händen deS Architekten Herrn Karl Viclhaucr, Karlsruhe. Die Bauzeit betrug rund 4 Monate. Es wurden täglich durchschnittlich 60 Arbeiter beschäftigt. Zur Verarbeitung kam in der Hauptsache 170 To. Zement, 1100 cbm KieS und 66 To. Eisen und 600 qm Glas. Fried. KircnenbauercCo. Bauunternehmen für Hoch- Tief- und Eisenbetonbau W2W Karlsruhe ln Baden Josef Krapp Baugesellschaft m. b. H. Unterneh mung für Beton und Eisenbetonbau Asphaltierungen Karlsruhe-Pforzheim 56272 Baubedarf i.« Karlsruhe. Brauerstraße 6 b — Telefon 7576/77 Baumaterialien aller Art, Boden- und Wandplatfenbelfige Asphalt — Estrich — Isolierungen, Kiespreßdflcher— Torfit, Toschi- Rohre und Platten 5687« Bechie' Gros ^alergeschäft Karlsruhe FrledenstraBe S Telefon 6638 EieKtrlzltatsgeseiischaft m.D.H- Fernspr. 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Ferner konnten Gessürel %, Stolberger %, Dt. Erdöl % und Bcmbcrg 1% gewinnen. Dagegen stellten sich Muag %, Waldhof % und von Tertilaktien Aku % und Dierig 1 niedriger. Auch die Farbcnaktie ging um 1% auf 166% zurück. Von Montanwerten schwächten sich Mannesman» und Klöckner um j« % und Harpcner um 1% ab. Am Rcntenmarkt hielt das Interesse für Altbesttz an, deren Kurs aus 113 stieg. ReichSbahnvorzugsaktien blieben bei 123 unverändert. Aktie» im Verlauf weiter abgeschwächt Fm Verlaus ging die AbschwSchung weiter, da dem zwar geringen Angebot eine noch geringere Ausnahmeneigung gcgenüberstanb. Im Vergleich zu den ersten Notierungen stellten sich Manncsmann %, Klöckner 1%, Budcrus 1% und Hoesch 2 niedriger. Von chemischen Werten verloren Farben und Goldschmidt je % und von Elek- «roaktien AEG % sowie Gessürel 1. Verluste, die über 1 hinaus- gingen, batten noch Schultheiß mit —1% und Dt. Erdöl mit —1% aufzuweisen. Im übrigen hielten sich die Rückgänge zumeist im Ausmaß von weniger als 1. Am Rentenmarkt hielt das Interesse für Altbesttz an; der Kurs stieg weiter auf 113%. Am Kastarentcnmarkt war das Geschäft namentlich wieder in Pfandbriefen und Kommunalobltgationcn sehr ruhig. Deutsche Zentralboden Goldpsandbriefe II waren gesucht, ohne daß jedoch Angebot vorhanden war. SchutzgebietSanleiben und Reichsschatzanweisungen blieben unverändert. Höher lagen wie. der einige Stadtanleihen. Von den Jndustrieobltgationen lagen Klöckner %, Harpencr % abgeschwächt, dagegen lagen Mix & Genest sowie die Leopoldgrube je % und Farbenbonds % fester. Schluß ruhig Gegen Ende der Börse wurde das Geschäft eher noch ruhiger. Geringe Kurskorrekturen nach oben ober unten hielten sich meist in den Grenzen von weniger als 1. Farben blieben mit 166 behauptet. Niedriger stellten sich Waldhof um 0.75 und Feldmühle sowie Harpener um je 1. Etwas erhöht schlosten Muag und Hoesch mit plus %, Stahlverein mit plus 0.25, Stolberger Zink mit plus 0,50 und Deutsche Erdöl mit plus 0,75. Am Rcntenmarkt konnte di« Altbesttzanleihe ihren Höchstkurs von 113.25 nicht behaupten. Das Papier ging um % wieder zurück. Nachbörslich kamen Umsätze nicht mehr zustande.' Im Freivcrkehr wurden folgende Kurse genannt: Bank für Land- wirtschast 82.25—83.75, Dt. Gasolin 90.75—92.25, Dt. Grammophon 47.25— 48.75, Dt. Petroleum 96.25—97.75, Hilpert Masch. 97.25 bis 98.75, Kabel Rheydt 202—206, Karstadt 88.25—89.75, Oberschlestsche Eisenbahn 36.12—37.37, Scheide mandol 66.75 biz 68.25, Ufa Film 64.12—65.62, Vcr. Schmirgel 60 50—62, Burbach- Kali 76.25—77.75, WinIerSball 125.5—127.5, 6%% Ufa Bonds abg. 102.25— 103.25, 5 % Bayernwerk 98.50 G., 5 % Bay. Großwasterw. 98.50 G., 4 % Walchensee 2.61 G.. Svenska 30.62—31.12, 4'/. Ocsterr. Ablös. A 78.75—79.75, 4 % bo. B 78.25—79.25, 4 Rust. Anleihe 1902 0.625, 4+4% Rust. Anleihe Guldenprior 0.675, 7% Türkenanleihe 3311 97.87—99.12. Tendenz: still. Frankfurt: Uneinheitlich Frankfurt, 12. Aug. (Drahtbericht.) Nachdem sich gestern ein« leichte Geschäftsbelebung und festere Haltung anzubahnen vermochte, lag der heutige Börsenverkehr außerordentlich still. Die Kulist« bekundete Zurückhaltung und auch das Publikum war mit Auftragseingängen nur schwach vertreten. Der Aktienmarkt war zu Beginn uneinheitlich, vielfach bestimmten schon kleinste Beträge den Kurs. Am Montanmarkt war die Haltung etwas schwächer. Harpener minus 1.50, Hoesch, Mannesman» und Vereinigte Stahl je minus %, Klöckner dagegen plus 0.75. JG-Farben mit 166.50, 1.25 schwächer einsetzend, während Deutsche Erdöl 0,75 gewannen. Elektro- werte schwächer. Siemens und Schuckert je minus 1.50, Felten minus 1, RWE verloren 0,75, AEG 0,25 Prozent. Zellstosswerte uneinheitlich. Aschasfenburg 125.25 <123.50), Waldhof 151.25 (152.50). Muag gingen um % zurück. Ferner bröckelten Daimler 0,25, Aku 0,75, Rheinmetall und Westdeutscher Kaufhos je 0,25 ab. Reichsbank 0,50 Prozent höher. Nach den ersten Kursen hielt die Zurückhaltung an, meist nannte man Kurse etwas unter dem Anfangsstand. Am Rcntenmarkt erhielt sich die freundlich« Haltung, das Geschäft blieb aber klein. Altbesttz zirka 113 <112.80), die übrigen variablen Papiere gut behauptet. Von Auslandsrenten Anatolier I und II mit unverändert 45.50, 4% irreg. Mexikaner unverändert 9%. 4prozentige Goldmexikaner 9,80 (9,60). Im Fretverkchr haben diverse Auslandspapiere lebhafte Nachfrage bet höhere» Kursen. Stille Abendbörse Frankfurt, 12. Aug. (Drahtbericht.) Mangels Anregungen lag die Aboirdbörse bei Eröffnung gcschüsirlos. Kursmäbig waren gegen den Berliner Schluß zunächst keme Veränderungen zu verzeichnen. Auch a>n Rentenmarkt blieb es sehr still. Man hörte behauptete Kurse. Altbcsitz stellten sich auf etwa 113% bis 113%. Auch im Verlauf hielt die Geschäftslostgkeit an. Die Kurse batte» überwiegend nominellen Eharakter und lagen um Bruchteile eines Prozents unter dem Berliner Skluß. Einzelne Werte waren im gleichen Ausmaß gebessert. Renten blieben gleichfalls sehr st.ll, der Grundton war aber durchaus freundlich. Von Auslandsrenteu bröckelten Mexikaner eher ab, ferner ließen Kronen-Bosnier auf 8.35 (8.45) nach. Nachbörse: Vereinigte Stahlwerke 110.50 Geld, Chade A—E 392 Geld. Devisen- und Geldmarkt Berlin, 12. Aug. (Funkspruch.) An den internationalen Devisenmärkten ergaben sich heute nunmehr geringfügige Veränderungen. Der Dollar behauptete an den wichtigeren Plätzen nahezu überall seinen gestrigen Stand. In London lautete die Dollarnotiz 5.02*/,« gegen 5.02°/,», der Gulden stellte sich in London mit 7.39% gegen 7.39% etwas schwächer, während Paris mit 76.26 unverändert blieb und der Schweizer Franken mit 15.40% nach 15.40% etwas fester lag. Am Geldmarkt war die Lage unverändert. Eine nennenswerte Erleichterung ist auch nicht zu spüren und Nachfrage nach Diskonten und Schatzwechseln war so gut wie nicht zu verzeichnen. Der Satz für Blankotagesgeld blieb unverändert 2%—3% Prozent. Auch der Privatdiskontsatz wurde in der Mitte mit 2% Prozent bei- behalten. An den Devisenmärkten konnte sich der Dollar in London unwesentlich auf 5,02% befestigen, ebenso zog der französische Franken in London auf 76.23 nach 76.26 an. Aus Zürich kam das Pfund mit 15.40% nach 15.41 etwas schwächer, dagegen konnte es in Amsterdam aus 7.39% nach 7.39% anziehcn. Warenmarkiberichte vom Tage Berliner Getreidegroßmarkt Berlin, 12. Aug. (Funkspruch.) Das Geschäft war heute verhältnismäßig klein. Brotgetreide in vorderer Ware bleibt gesucht, während das Angebot noch nicht stärker geworden ist. Wintergerste zu Futterzwecken wird hier kaum angeb.otcn, ebenso Futter- Hafer. Jndustriehaser wird nach Bremen und Lübeck in kleinen Partien gehandelt. Für Fndustriegersten ist die Lage unterschiedlich. Bei Braugerste wirken die hohen Forderungen der Abgeber vmsatzhcmmcnd. Karlsruher Getreidegroßmarkt Altes Getreide wird nicht mehr angeboren. Mühlennachprodukte bleiben weiter knapp. Rauhfuttcrmtttel per Zentner frei Vollbahnstatton Karlsruhe: loses Wiesenhcu, gut, gesund, trocken, je nach Qualität, alte Ernte 2.50—2.75 RM., neue Ernte 2.20—2.40; Luzerne, gut, gesund, trocken, je nach Qualität, alt« Ernte 2.75—3, neue Ernte 2.45—2.60; Weizen-Roggenstroh, drahtgepreßt, je nach Qualität 1.50—1.65; Futterstroh (Gerst und Haser) 1.60—1.75 RM. Handelsspanne bei Roggen und Weizen „ab Station" Die HV. der deutschen Getreidewirtschaft teilt mit: Zur Klarstellung anscheinend bestehender Zweifel wird darauf Hingewiesen, daß beim Weiterverkauf von Kontingcntsgetreide sowie von Futlcrroggen und Futterweizen gemäß den hiersür ge- trossenen Bestimmungen in der Anordnung vom 11. Juli 1936 zu dem jeweils maßgebenden Erzeugerscstpreis im Höchstfall ein Ausschlag bis zu 4 RM. je Tonne berechnet werden darf. Diese Festsetzung gilt jedoch nur, soweit ein« Lieferungsart vereinbart ist, nach der die gesamten Kosten der Versenkung des Getreides bis zum Empfangsort von dem Verkäufer zu tragen sind. Es ist zwar zulässig, daß beim Weiterverkauf von KontingentS- getreide auch eine andere Lieferungsart vereinbart wird (ab Versand- oder Verladestation usw.) In diesem Fall darf jedoch nicht der auf 4 RM. festgesetzte Höchstaufschlag sondern ebenso wie in den Fällen, in denen Frachtkosten nicht entstehen, nur entsprechend dem bisher üblichen Satz ein Betrag bis zu 2 RM. als Ausschlag berechnet werden. Alle anders lautenden Auslegungen sind nicht zutreffend. Die Berechnung und Gewährung von höheren als den angegebenen Aufschlägen wird daher nicht als zulässig erkannt und hat nach den bestehenden Vorschriften die Festsetzung einer OrdnungSstrase zur Folge. Schlacht- und Nutzvieh Karlsruhe, 12. Aug. Vtchmarkt. ES waren zugeführt und wurden je 50 Kilogramni Lebendgewicht gehandelt: 454 Kälber: a 80 bis 82, b 75—79, c 70—74, d 62—69; 15 Lämmer und Hamniel: c 46—47; 83 Schweine: a 57, bl 56, b2 55, c 58, b 51 RM. Tendenz: Kälber lebhaft, geräumt; Schweine zugcteilt. Zucker Magdeburg, 12. Aug. (Funkspruch.) Weißzucker (einfchließl. Sack- und Verbrauchssteuer für 50 Kilo brutto für netto ab Verladestelle Magdeburg) innerhalb 10 Tagen: August 32.40, 32.42%, 32.50. Tendenz ruhig. Zutemartt Rohjutemarkt schwächer. Firftz kosten: Juli-August-Verschiffung und August-September-Verschifsung £ 17.12.6; neue Ernte: August- September-, September-Oktober- und Oktober-Novembcr-Verschif- sung £ 17.15.—. Fabrikatemarkt in Dundee: Markt sest, aber nur geringsügige Verkäufe. Deutscher Markt: Die Umsätze waren entsprechend der Rohstosflage sehr beengt. (Mttg. v. d. Jntercssen- gemeinschast Deutscher Jute-Industrieller). Baumwolle Bremen, 12. August. (Funkspruch.) Baumwolle - SchlustkurS. American Middling Universal Standard 28 mm loco per engl. Pfund 14.75 (14.65) Dollarccnts. Metalle Berlin, 12. August. (Funkspruch.) Metallnottcrungen für je 100 Kilogramm. Elektrolytkupfer prompt cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam (Notierung der Vereinigung f. d. Dt. Elektrolytkupser- nvtiz) 55.25 (55) Xrt. Origiualhüttenaluminium, 98 biz 99 % in Blöcke» 144 M, desgl. in Walz- oder Drahtbarren 99 % 148 Xit, Rctnntckel 98 bis 99 % 269 m, Feinstlbcr (1 Kg. sein) unv. 38—41 Xd. London, 12. August. Mctallbörse-Frctvcrkchr. Kupfer (£ p. to). Tendenz: stetig. Standard 3 Monate 3s"/>», Elektrolyt 42%. — Blei (£ p. to). Tendenz: stetig. Ausld. prompt oftz. Preis Ist"/,», entf. Sicht, offz. Preis 16"/i«. — Zink (£ p. to). Tendenz: stetig. Gewl. prompt ossz. Preis 13 7 /i», enls. Sicht, offz. Preis 13"/i». London, 12. August. Metallschlußkurse. Kupscr (£ p. to). Tendenz: kaum stetig. Standard P. Kasse 38%—'/>», 3 Monate 38%—%, Set». Preis 38%, Elektrolyt 42%—43, best sclected 41%42%, Elektro- wirebars 43. — Zinn (£ p. to). Tendenz: willig. Standard p. Kasse 182%—%, 3 Monate 181%—%, Settl. Preis 184%, Banka 187%, Straits 189%. — Blei (£ p. to). Tendenz: stetig. Ausld. prompt ossz. Preis 16%, inofsz. Preis 18%—>>/,«, entf. Dicht, offz. Preis 16%, inofsz. Preis 16%—"/,«. Settl. Preis 16%. — Zink (£ p. to). Tendenz: ruhig. Gewl. prompt offz. Preis 13%, inofsz. Preis 13%—'/,«, enft. Sicht, offz. Preis 13%, inofsz. Preis 13% bis “/i«, Settl. Preis 13%. — Silber (Pence p. Ounc«) Tendenz: träge. Feinstlber, prompt 20"/,,—21*/i», do. Lfg. 20"/,»—21'/,«. io. Settlement 21. London, 12. Aug. Erschöpfung der englische» Quecksilbcrvorräte. Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, sind die englischen Vorräte an Quecksilber infolge der Wirren in Spanien nahezu erschöpft. Die gegenwärtigen Hemmungen im Zahlungsverkehr zwischen England und Italien dürfen es in der nächsten Zeit England auch nicht ermöglichen, seinen Bedarf bei den italienischen Mitgliedern des Quecksilberkartells zu decken. Badisch-pfälzisch-saarl. Häuteauktion H. Mannheim, 12. Aug. (Eigenbericht.) Das Angebot auf der heute in Mannheim abgehaltenen 91. Zentralhäuleauktion betrüg 32 103 Stück gegen 29 959 Stück im Vormonat und zwar 9638 Groß- viehhäute gegen 8900 im Vormonat, 21 516 Kalbfelle gegen 20 358 im Vormonat und 949 Schaffelle gegen 701 im Vormonat. Die Besucherzahl beschränkte sich nur aus Fabrikanten und Einkaufs- agcnten, die auf Grund ihrer früher erteilten Anteise Kontingente besitzen. Die vorhandenen Mengen wurden restlos zu den amtlich sestgesetzten Höchstpreisen und unter Berücksichtigung der Einkaufs- .quoten an die Käufer zugeteilt. Anhaltende Nachfrage am Ledermarkt Am Lcdermarkt hielt die reg« Nachfrage an, namentlich seitens der Schuhindustrie, die ihren Herbslbedars eindcckte; auch der Leder- handcl nahm eine Ergänzung seiner Lagerbestände für die kommenden Monate vor. Das Schuhgeschäft nahm einen ruhigen Verlauf. Inzwischen gehen, wenn auch zögernd die Herbstausträge ein. Auch die Lederwarenindustrie ist auf den Herbstbcdarf eingestellt. Man erwartet zur Leipziger Herbstmesse einen regeren Auftragseingang. Frankreich verbietet Ausfuhr von Eisenerzen Paris, 12. Aug. Eine im amtlichen Gesetzblatt vom 11. August veröffentlichte Verordnung bringt dis Bestimmungen einer Verordnung vom 16. April 1935, die vorbehaltlich von Ausnahmen die Ausfuhr oder Wiederausfuhr von Aluminium, Muminiumerzen und Tonerde verbot, ab 12. August auch auf Eisenerze in Anwendung, deren Ausfuhr somit grundsätzlich verboten wird. Kein Verkauf der Aktienmehrheit der Hirtenbergcr Patronen- fabrik. (Wien, 11. 8.) Von zuverlässiger Seite erfahren wir, daß die österreichischen zuständigen Stellen einen Verkauf der Hirtenberger Patronensabrik durch deren Generaldirektor und Besitzer Mandl an ein« Schweizer Gruppe auf keinen Fall zulassen werden. Es ist Tatsache, daß sich die französische Rüstungsfirma Schncidcr- Crcuzot schon seit langem um Anteile an dem größten österreichischen Rüstungskonzein bemüht. Die Nachricht von dem bereits erfolgten Verkauf der Aktienmehrheit an den Schweizer Bankverein, der als Beauftragter von Schneider-Creuzot ausgetreten sein soll, ist aber auf keinen Fall richtig. Die österreichischen zuständigen Stellen werden auch in Zukunft alle derartigen Versuche vereiteln. Oie 2. Ernievorschähung Höhere Getreiderute als 1935 zu erwarten Das kühle und vorwiegend naste Jultwetter beeinträchtigte^^ Reifevorgang und die Bergung der Getreideernte. ersten damit gerechnet werden, daß die sehr günstigen Ergebnisse Erntevorschätzung zu Anfang Juli 1936 «ine gewisse -«> g M , erfahren würden. Nach dem Urteil der Sachverständigen tistischen Reichsamis bleiben die Schätzungen zu Ansang bei fast allen Getretdearten, wie aus nachstehender hebern vorgeht, hinter denen der diesjährigen Julivorschätzung a u Endgültig- Erntccrwittlu . Vorschützung Aug. 1936 Juli 1936 1935 Winterroggen 17,8 dz 18,8 dz 16,5 dz Sommerroggen 14,1 „ 16,6 .. 12,9 H Winterweizen 23,3 „ 23,8 „ 22,3 r* Sommerweizen 21,5 „ 21,8 „ 20,4 # Spelz 15,8 „ 16,6 „ 16,9 H Wintergerste 26,5 .. 26,4 „ 25,9 ff Sommergerste 20,3 „ 20,9 „ 19,6 ff Hafer 20,8 „ 20,5 „ 19,3 ff Sommermenggetreide 19,6 „ 19,9 „ 18,1 ff Wintermenggetreide 18,8 „ 19,2 .. 18.1 * Im Reichsdurchschnftt zeigt der Winterroggen mit einem 1930/35 17,3* 12.9 « zj,7 - 20,s • 13,6 ' 24.4 0 19.5 - 18.9 « 17.5 - 17,5 - Mliidck' >Jlö* ertrag von einem Doppelzentner je Hettar gegenüber dem d- die stärkste Verschlechterung, an der nahezu alle Gebiete ,*mti** beteiligt sind. Bei den übrigen Getreidearten ist die Er"gg^ i*i dcrung gegen die erste Vorschützung geringer; beim H^ier m ^ der Wintergerste ist sogar eine, allerdings unwesentliche a> rung erkennbar. In den einzelnen Gebieten des Reiches st Eiträgsänderungen gegen die ersten Julischätzungcn recht schiedlich. Die Unterschiede betragen bis zu 3 Dz. je Hektar. , tt einzelnen Berichtsbezirkcn sind sogar Ertraasmtnderungen ,, 6 Dz. je Hektar gemeldet worden. Ein Ausgleich ist aber i« den kleineren Verwaltungsbezirken erkennbar, so daß in ist waltlttigsbezirk eine ganz ungünstige Getreideernte zu crwar Allerdings muß bei der Beurteilung der vorliegenden Sch»« berücksichtigt werden, daß die Sachverständigen ihr Urteil un Voraussetzung abgegeben haben, daß sich die WUteiungsverb" ^ bis zur Bergung der Getreideernte normal entwickeln. ^ gültige Ausfall der Getreideernte ist daher noch stark abhang » Augustwe» Saarland) nachstehende Getreideernten zu erwarten: , Vorschützung Endgü>"9„, Erntcerwi > zz Aug. 1936 Juli 1936 1935 * Mtll. Tonnen Winterroggen 7,88 8,34 7,39 Sommeroggen 0,08 0,08 0,09 Winterweizen 4,46 4,54 4,28 Sommerweizen 0,35 0,36 0,39 Spelz 0,11 0,11 0,12 Wintergerste 1,14 1,13 1,00 Sommergerste 2,43 2,50 2,39 Haser 5,75 5,69 5,38 Wintermenggetreide 0,18 0,18 0,95 Sommermenggetreide 0,82 0,84 0,95 Somit stnd nach der August-Vorschätzung etwa um 570 i Getreide — 2,4 % weniger errechnet worden, als nach 7,67 0 0,3 0, i' 0 , 6 ' 3,52 6,05 Juli-Vorschätzung zu erwarten war. An diesem Rückgang o>, der Roggen mit etwa 460 000 Tonnen oder vier Fünfteln u» Weizen mit etwa 90 000 Tonnen beteiligt. Insgesamt wären unter den ooen erwähnten Voraussek „(it 1936 etwa 12,88 Mill. Tonnen Brotgetreide, 9,32 Mill. 4 6' Gerste und Hafer und etwa 1 Mill. Tonnen Menggetreide f^Ai, warten. Die gesamte Getreideernte wird im Reichsgebiet l Saarland) auf etwa 23,86 Mill. Tonnen geschützt, d. i. J w ' c ttO* 570 000 Tonnen weniger, als nach der Julischützung erwartet ^ ,9 konnte, aber immerhin noch um etwa 1,2 Mill. Tonnen W" 'fit 1 ' bei der endgültigen Erntccrmittlung im Vorjahr festgestev' den ist. «fl* Während das unbeständige Jultwetter di« Entwicklung Bergung der Halmfrüchte beeinträchtigte, haben sich, w>e tiftische Reichsaml weiter mitteilt, unter dem Einfluß der ' und feuchten Witterung die Hackfrüchte, Hlllsensrüchtc und 'Luji' pflanzen recht gut entwickelt. So hat sich der Stand der ^zi> rüben mit 2,7 (Anfang Juli 2,8) um einen Punkt, 7>cr kartofteln mit 2.5 (2,7), der Zuckerrüben mit 2,4 (2,6), der V mit 2,8 (3,0) um je zwei Punkte und der der Futterrüben " ««» (2,7) um 3 Punkte verbessert. Die Hülsensrüchte, die 2Si‘y 3« 1 Viehweiden weisen denselben Stand wie im Vormonat am- ^cl> ganzen stehen also anfangs August sämtliche HUlsensrüchi*- flüchte und Grünsutterpflanzen gut. Zu ihrer weiteren 9"/^# Entwicklung ist aber wärmeres und trockenes Wetter sehr etv> (ft- Besuch des türkischen Staatsbankprüstdentcn in dcrl'ü^^N Istanbul.) Der Generaldirektor der Zentralbank der T"+, «0* Republik, Salahattin, hat sich nach Berlin begeben, um Ivw v den zuständigen deutschen Regierungsstellen, als auch mit m^ilii* rung der deutschen Reichsbank eine Reihe von Fragen des deutsch-türkischen Warentauschs und Verrechnung»° zu besprechen. Berliner u. Frankfurter Kurse ™ Berliner Kassakurse dei auch variabel gehandelten Werte (Die Ziffer hint den Aktiennamen bed* die letzte Div.) AHberfts 6 Hoeecb RJV 6 Fr Krupp RM 6 Mitteid.Steh! 6 Stehlv. B. 5do. RM 4* do. RM 51 do. RM 47 4fe%do.RM Baak f.Brau 6% Rescbsbaok 11 AOJ.Verkehrö \llg. Lokalb. 7 DtReichsbVzg7 Hapeg I Himbg.-SQd 0 NorckTjJayd C Accumul*torl2 Ako 0 A.E.O. I 11 . 8 . 112,90 203.12 103.87 103,37 95.75 94,62 140.00 194.00 142,7 5 123,2® 15.12 43.0° 209,50 62,25 38,50 12 . 8 . 113,00 103.25 103.25 103.30 192,62 117.75 247,50 123.12 15.12 43,00 1537 62.25 38.25 AschZetlstoff 3 Bar. Motor 4 J.P.Bemberg 0 Berger Tieib. 6 Beri.Karler. 6 Bewag 8 Bert. Masch 3 Braunk.Brik.tO Brem.Wolle 10 Budenta 4 CharlWau.5% Chem.Heyden 4 Chade A—C 45 Chade D 9 ContiOummi 11 do.Linoleum IC DaimlerBenz 5 D.Atl.Telegr.6 Dt.ContiGaM Dt Erdöl 5 Dt Kabeiw. 6 11 . 8 . 124 75 138.00 85.75 138.75 140.75 155.00 134.50 205.00 150.50 115.87 116.75 128,25 376.00 36J.00 130.00 120.00 111.50 129 12 143.50 12 . 8 . 124,75 138.50 86.00 130.50 155.25 151,75 117.00 117.00 127,50 390.00 377.00 185.00 187.00 128.62 120.00 111.62 129.00 145,25 Dt.LJnoleiunlO Dt. Telefon Dt.Eisenhdl. Dtra. Union Eintr. Brk. Eist». Verk. El. Ueterg. E.W.Schlea. El.Licht Kr. Engelhardt I.Ü.Farben Feldmühle Feit. Ciuille Oe«, f. el. U. Goldschm. Hamb.El.W. 8 Harb.Oummi 8 Harpener 2% Hoesch 3 Holzmann 6 Hotelbett. 0 11 . 8 . 169.00 132.00 205.00 131.00 126.62 117.50 131.25 97,12 167.12 134.25 135.00 140.00 118.12 142,12 177.50 131.25 113.75 130.00 86.25 12 . 8 . 169.50 144.00 132.50 204.50 189.00 128 50 118,12 151,25 97.00 166.00 135.75 133.50 139.50 118.00 141,00 129.50 113.37 128.75 86.00 Ilse Bergban do. Genuß Gebr. Jungh. Kali Chemie Kalt Aschers Klöckner Kokswerke Lahmeyer Laurahütte Leopoldgr. Maiinesm. Mansfeld ou> Maschb.Ut ö Max’hütte g Metallge». 5 Montecatini8% Ndl Kohle 8 (Venstein 0 Rh. Braunk. 12 do. Elektt. 6 Rheinstahl 6 1 11 . 8 . 166,50 135.75 103.62 117.75 133.00 140.25 20.62 113.25 111.37 150.00 123.75 192.00 135.12 12 . 8 . 167.00 136.00 103,25 120.75 115.75 133.50 141.50 20.62 110,87 150.00 121,37 135.50 187.50 188,00 86.50 221.25 146,50 86-20 223-00 129.25 145.02 Rh.W.EIktt. 6 Rhein.Met. 6 Rütgerswke. 6 Salzdett Schl.Bg.Zink 0 do. Gas B. 7 Schh.-Salz. 6 Schuckert 6 Schultheiß 4 Stern. Halske 8 StöhrKammg. 7 Stoib. Zink 0 SUdd.Zucker 10 Thür. Gas 7 herein.Stahl3% Vogel Draht 6 W.Gelsenk. 8% West. Kaufh. 0 Westerregeln 5 ZellWaldhol 6 Otava Minen 0 11 . 8 . 133.25 146.25 131.62 176.25 39.00 136.00 159.00 108.25 198.75 115,50 76.75 214.00 111.87 150,*) 55.50 12 . 8 . 132.25 145,50 130.37 174,75 39.25 142.62 159.00 108.00 198.00 114.00 78.25 214.25 111.37 150,25 165.50 55.00 123.50 151.CO 151.00 33.50* 33,87 Berliner liassahurse 12 8 Pr. Ztt.>Stadtsch. dto. oh. dto. oh. Gr. 11 Ul. Steuergutscheine Gr.ICaKurs 109.60 dto. oh. 1934 m.oo 1935 112.12, 1936 112.30 1934 — 1935 107.75 " " 1936 — ” I „ 1937 112.40 ” „ 1938 112.30 Festverzinslich« 5 Reichs 27 101.40 4K .. Schatz 35 98,87 4 Reichs 1934 98 00 Younganleihe — 6 Preuß. 28 109,20 6 „ Schatz31 II — W% „ Schatz341 100.25 4H „ Schatz 36 gy.75 4% Baden 27 97 00 4% Bayern 27 98.00 Post 34 1 100 30 W% Post 35 100,30 Pfandbriefe Pr. Landpi.-Anst Bdhe 4 — » 21 - »22 - Komm. 16 95.00 120.20 Reihe 5 u. 7 Reibe 22 „ 25,27 „ 28 97.00 Bert Hyp.-Bank Reihe 15 96.50 Liquj. 101.37 Komm 4+5 94,50 Komm 3 94.50 Nordd, Grundkr. Reihe 14, 21 96 25 R 8, 11. 13 96,25 Komm 23 94.23 Pr. Zentralbodeo Reibe 24 96,22 „ 26 Liq. 101.37 Komm. 26. 28 94 50 dto. Liq. 29 Gold „ Komm. Pr. Pfandbriefbank Reibe 47 97,00 „ 50 97.00 Komm. 20 95,00 Rh. W. Bodenkredit Reihe 4 n. w. 97.00 „ 16 97.00 .. 7, y. 17 97,00 Komm, i 95.00t Westd. Boden Reibe 20 n. 22 96, 24-26 96. 97.00|/» TI M I D Riedel 0 103 -°° Roddergr 18 Ro»enthal 0 Sachsenw. 28 SWebstuhl 6 91.00 Sachtleben 9 Sarottj 4 Schering K 8 SchießDett 5 127.50 SchBgBeuth4 99.8? Porti 6 138.00 81.00 98,00 StegersdW 5123, "5 SiemensGl 4 113.25 SinnerAG 4 90 00 SteatMag 8 139.50 Stock&Co 8 156.00 GebStollw 5 118,00 TackSchub 7 — TörlOel 5 — ThElGas 7% 150.00 Triiunpliw 7 — Tuch Aach 7 101,00 Unioochem 5 112,25 VerSpielk 8 228.00 BöhlerSt 6 — „ Dt. Nick 8 164.50 „ Glanz&t 0 140.00 , HarzZem 6 125.00 MetHall 0 36.75 SchimZ 7% — ,, Ultramar 7 147,00 Viktoriaw 0 73.00 Wanderer 8 168,50 WißnerMet 6 128,50 Zeiß-lkoo 5134.75 Kolonialw. Dt.Ostafr. 4 154.75 Kamerun 0 93.50 Neuguinea 0 210,00 Schantuog 0 135.50 AmnestieAa 105.25 Schöfferfa 12 l81»00|KommUmscb 88,23 Frankfurter Kassakurse Staatsanleihen 6Reich»aa1. 27 6Baden 6Hessen Altbesitz 4 Schutzg dto. dto. dto. dto. dto. 12 . 8 . 101.40 97.00 98.75 112.95 10,80 10,80 10.80 10.80 10,80 Stadtanleihen 6BadenGold 26 6BerlinGoId 24 öDarmst.G. 26 6DresdenG. 26 6Frankf.G. 26 6Heidelb.G. 26 oLudwigsh. 26 6MainzGold26 öMannh.G. 26 dto. 27 öPforzh.G. 26 dto. 27 öPirmas.Q. 76 92.00 96.50 93.00 93.50 94.50 91.62 94.00 94.00 93.00 92.50 94.50 Bad. Kom. Landest». Pfdbr. O. 29 I dto. II dto. 30III 6 Goldanl. 30 dto. 26 A—D Pfandbriefe Pfälz. Hypoth.-Bank Gold R. 2— 9 97.00 97.00 97.00 94.50 94.50 dto. R. 13—1 dto. R. 21—22 dto. R. 11—12 dto. R. 10 Liquid. 26+28 dto.m.Ant.3—4 Rhein. Hypoth.-Bank 97.75 97.75 97.75 97.75 97.75 101,25 Gold R. 5— 9 dto. R. 18—25 dto. R. 26—30 dto. R. 31—34 dto. R. 35—39 dto. R. 10-15 dto. R. 17 dto. R. 12—13 97.00 97.00 97.00 97.00 97.00 97.00 97.00 Liquidation» G.Komm. R. 4 Wiirt.H.B.1—2 WÜrt.Kredit 1 dto. R. 3 11 . 8 . 101.37 95.00 98.25 98.12 98.12 12 . 8 . 101.37 95.0t «8 ‘ii 98,12 98,1V Sachwertanleiben 6BadenHolz 23 5Frkft.Gold 1 6Grkr.M’hm.23 5 SikLFeatwbk. 2.77 17.40 Anslandsrenten 5Mex.iim.abg. 6dto.Goldäuß 3dto.kons.ran. 4^dto.Irrig. 5% Rumän. 03 4Vfc%Rumän.l3 4%Rumän. 4ßagdadSerie I dto. Serie II 2^4-\nstol.lu.2 5Tehuantepec VA dto. Industrieaktien 13.87 6,50 10.15 5.62 45.00 Adt. Gebr. 0 A.E.O. 0 Aschaff.Zell^ BdMaschDur!4 Bay.Brauh.Pf.O Bay.Spiegelg 0 Br.Kleinlein Br.Besigh ö> BrownBov Buderus Cem.Hdlbg. Daiml .-Benz DL Erdöl M GoldSilb do.Linoleum :0 .. Verlag 3 DurlachHo) 4 9yckerhWidm8 Eichb.W.Br. 5 El.Lieferung 6 El Licht Krft 7 Enz.Unioow 6 Eschw.Berg 14 EßlingMasch 4 Fab. 8c Schl 0 Fahr Gebr. 10 IG Farben 7 Feinm. fetter 3 Feit & Guill 6 07.00lFrkI.Hol 47.C0t 38.62 124.75 95.00 112.00 105.50 114.00 147.75 129.50 129.00 277.00 169.00 97.00 87.50 108.00 129.00 151.50 101.50 71.75 132.00 166.87 97.75 135-25 80*50 2.77 17,40 14,25 9.6' 6.6 Kur 5.6 47,00 38.2- 124.75 95,00 112.0t 105.0 117.25 148,2 129.25 129.5 276.0 168,7«, 97.« 0 87.50 107.50 128.0L 151.50 102,5t 71.87 132.00 166.25 133.00 80.50 GesfQrd 6 üctdschmidt 5 UritznerKays.O GkraftM VA10 GrünBilt. 15 Hafenmühl 5% Haid & Neu 0 Hanf Müssen 4 HarpenBerg2V» HilpertM. 0 HochtielAG. 6 Holzmann 6 Ilse Berg. 6 Inag 0 funghans 0 KaliAschersl. 5 Klein.Schanzl.O Klöcknerw. 3 KnorrHeilb. 10 KolbSchüle 6 Kons.Braun Lahmeyer L-aurabütte Lech Elektt. Lok.Krauß Löwenbräu Ludw.AktBr .. Walzmüh.6 Mainkraftw. 4 Maanes.Röhr 3 MansfAG 6U Metallges. 5 MezAGFreib.O .Miag 4 VioenMasch4 1 / *2 Mot.Darmst. 5 N Jeckarwerk5^ ^dw.Hartst. 6 Ost Eisenb. 0 ,“filz.Mühle 7 .. Preßhefe 7 <4h.Braunk. 12 .. EletkttaSt 6 „ Vorz 6 Rheinraühle 6 Rheinstahl 6 RiebMont 4% Röd.Darmst. 5 RUtgersw. 6 Salzdett. IVt SalzHeilbr, 14 SchlinckCo 6 Schr.Stempe! 0 11 . 8 . 12 . 8 . 118,00 35,25 113.50 32,03 89.25 131.00 126.50 130,25 102,00 117.00 219.00 88.50 20,75 112.50 »22,50 220.00 104.00 131.00 108.25 112.00 134.50 111.00 96.50 102.50 117.50 18.00 154.00 2H.5) 128.50 130.00 83,00 148.25 117.00 132.00 117.00 82.00 139,50 35.75 118,00 32,00 89.50 129.75 126,00 129,00 104»25 219.00 90.00 141.00 203.75 1U.75 122.00 218.00 104.00 131.00 110.87 135.50 111.00 102.50 117.25 18.00 154.00 222.00 128,75 130.00 83.00 146.25 117.00 fc93.00 131.50 117.00 81.00 Schuck.Co. 6 Schw.Storcb 6 Seil. Woiff 5 Siem. Halske 8 ,, Reinig. 5 SinaicoDetm. 8 Sinner A G. 4 SUdd.Zucker 10 Tellus Berg. 6 ThUr.Liefer. 5 Ver.Dt.Oelf. 6 m Faß.KasselO m Glanast 0 ». Stahlw. 3 »» Strohst. 3 VoigtHäffner 0 Voltohm 0 Westeregeln 5 WürttElektr4H Wulle-Bräu 0 ZellstWtldhSlO Zellst.Memel 0 11 . 8 . 119.00 92.50 199.5t 113.53 129.00 215.00 112.00 123.50 4.50 111.50 114.00 106.50 151.50 56,00 Bankwerte ADCA 0 Bad. Bank 6 Bankf.Braub^ BayBodenkr. 9 Bay.Hypo Berl.Handg. DD-Bank Dresdner Frankfurt , Hypotb. Lux. Intern. Mein. Hypo Pfalz.Hyp. Reichsbank Rhein.Hypo W.Notenb. Verkehrswerto Bad. AG. I. Rhein See 6 Reichst. Vz. 7 Hapag 0 Heidelb. Str. 3 Nordd.Lloyd 0 Baltim.Ohio 0 86.50 117.00 139.00 162.00 93.50 103.00 103.50 106,75 97.50 12.25 97.50 88.25 194.50 139.50 102.00 123.50 15.12 15.37 33.0o Versicherungen - 250,00 420.00 All.St.Ver.10Hs Bd. Assekur 0 Frk.RUck. 300 dto. 100er 7fe Mannh.Vers.2 Wtt.Tramp. 2 12 . 8 . 159.00 118.50 92.00 198.00 129.00 214.00 112.00 111,25 114,00 106.00 55— 151.50 56.00 86.87 117.00 140.00 162.00 103.50 103,50 106.75 12,40 97.50 88.25 194.00 139,25 103.00 123.25 15,37 34.00 414,00 _S repar*; f ftxkL Piv.i O 2iebuag« ^ Ägypten ArgenL Belgien Brasilien Bulgarien Canada Dänemark Danzig England Estland Finnland Frankreich Griechenl. Holland Island jugoslaw. Lettland Litauen Norwegen Österreich Polen Portugal Rumänien Schweden Schweiz Spanien Tscheche Türkei Ungarn Uruguay U.S.A. Berliner 12. August Geld Brief 12,800 12.830 U.S.A. g». 0,689 0.693 do. klein 41.960 42.040 ArgenL 0.145 0.147 Belgien 3.047 3.053 Brasilien 2,488 2.492 Bulgarien 55.810 55.930 Canada 46,800 46.900 Dänemark 12.500 12,530 Danzig 67.930 68.070 Engl. gr. do. klein 5,514 5.526 16.385 16.425 Estland 2,350 2.350 Finnland 169,040 169.380 Frankr. 15,530 15,570 Holland 56.060 56.180 Italien gr. 19,570 19.610 „ klein 0.730 5,650 0,732 5,660 Jugoslaw. Lettland 80,920 81.080 Litauen 41.910 41,990 Norweg. 62.820 62,940 Oesterr. 48.950 49.050 „ klein 46.800 46.900 Polen 11,355 11.375 Rum. gr. „ klein 2.480 2.490 64,450 64.570 Schweden 81.120 81.280 Schwz. gr. 31.850 31,910 , klein 10,275 1.978 10.295 1,982 Spanien Tschech.gr ,, klein 1.269 1.271 Türkei 2.489 2.493 Ungarn 12. AUS“* ßri« 1 Geld 2,441 2,441 0,661 4’.,80t 0.121 2.430 58,610 «e.eeo 12.465 12.465 ”5.450 16.335 168.620 19.210 5.640 41.670 62.600 46,660 64.230 80.940 80.940 31,520 10,410 1,840 2.451 2.46J ,1-96« 1 . 1 *‘ LZ 1 69.3°° US ri.*s V-t# 0 46.il*> 5# tS Berliner Devllennotlerungen amüia London: Kabel Paris Brüssel Amsterd. Mailand Madrid 12. 8. 11. 8. 5,024 5,023 76.230 76 826 29.800 29.795 7.395 7.395 63.810 63.840 39.250 38.750 Kopenbag. Oslo Kabel New Voric Zürich Amsterdam Warschau Berlin ii* 22.400 incen " 18 ,9:920 3.0*1 1 , 4 « £ Züricher Devisennotierung * 11 Paris London New-York Belgien Italien l^olUnd Berlin 12 . 8 . 20.202 15.407 3.067 51.712 206,325 Wien Stockt. Oslo Kopenb. 24.150| Sofia Prag Warsch. 123,3501 Budap. 12 . 8 . 57.000 79.450 77.450 68.800 12.1 57.600 61,000t Belg** 1 Athen Konst*® 1 Buk*«* Hel«»« 1 Bueoo» I*P*° ,4fi «’S & FILM von HEUTE Heut« letzter Tag! „Engel mit Kleinen Fehlern“ mit: Charlotte Daudert, R. A. Roberts, Adele Sandrock, Jack Trevor u, a. m. Die Wochenschau zeigt: Laufend d. allerneuesten Olympla-Blldberlchto. Beginn 4.00 6.15 S.30 Uhr Heute letzter Tag! Ein dramat.wuchtiges Filmfpiel Drei um Christine mit: Maria Andergast, Hans böhnker, Fritz Kampers u. a. m. «Reichhaltiges Beiprogramm* In der Bavaria - Tonwoche die neuesten Olympia-Bildberichte JugendZutritt. Beg.4 00,6.15,8.30 DR Heute letzter Tag i Hauptmann Sorrell und sein Sohn nach dem bekannten Roman von Warwlck Deeplng. Neuester Olympia - Ellberlcht! Jugendliche nicht zugelassen. Beg.: 4.00, 6.15, 8.30 Uhr. So hat Karlsruhe schon lange nicht mehr gelacht bi* „Weibcrrcgiment“ mit Heli Finkenzeller,Telmann, Sima.Dar.negger/Reich- halt. Beiprogr. u. a. Die neuesten ülympiabildber.chte. Beginn 4.C0 6J15 8.30 U. Größtes Volks- und Heimatfest an der Schweizergrenze, die Mal-shutee Chiwi Samstag, 15. August Sonntag, 16. August unter Mitwirkung des Olympia-Fahnenschwingers u.Weltmeisters Franz Hag, Mon ag, 17. ligus ^ er Schweizer Teilnehmer am Hamburger Weltkongreß für Freizeit u Erholung Sonntag, 23. August " " . „ ^ . / der Glottertaler Nachtigallen mit Trachtenkapelle und Hochzeitszug, der Wlburemustk Kirchhofen und zahlreicher Trachtengruppen und Ländlerkapellen Ch'lbi-Samstag 63905 14 Uhr Einläuten und Einschießen der Chilbi 17 Uhr Empfang der Trachtengruppen ZOK Uhr Großer Fackelzug und bengalische Beleuchtung der Stadttore / Anschließend Konzert der Hotzenkapelle auf dem Chilbiplatz Ctrlbi - Sonntag 10 Uhr vor dem Rathaus: Fahnenschwingen, Alphornblasen, Jodeln, Votks- tänze, Lieder- und Konzertvorträge der Trachtengruppen Nachmittags %2 Uhr: Festzug zum Chilbiplatz Preisschießen — Ausspielen des Chilbibocks — Festbetrieb — Geschäfte geöffnet Chilbl-Festzelchea 30 Pfennig Fahrpreisermäßigung der Reichsbahn Im Umkreis von 75 km an allen Festtagen! 9 KAMMER Die luftigen Weiber mit Magd« Schneider, Leo Slezak, Ida Wüst, Ellen Frank u. v. a. ~ Anfang: 3.00 5.00 7.00 8.45 Uhr Telefon 4282 « UND EESTHALLE Samstag, 15. August, 28.31 Uhr ausgeführt von den vereinigten SS.-Musikzügen, Standort Karlsruhe, der Tnrntruppe der Schutzpolizei Karlsruhe und dem Tegern- seer Gebirgstrachtenverein. (64687 Festkonzert, Turnerische Vorführungen, Trachtentänze, Großer Zapfenstreich. Tanz im großen Saal der Festhalle und im Biertunnel von 22.30 Uhr bis 2 Uhr. Bel schlechtem Wetter findet die ganze Veranstaltung ln der Festhalle statt. Volkstümliche Eintrittspreise (einschl. Tanz): Im Vorverkauf (bei den Stadtgarteneinneh- mern ab Donnerstag bis Samstag, 17 I hr) Nichtabonnenten 50 Pf., Abonnenten, Militär und sonstige Uniformierte 30 Pf., Kinder die Hälfte. An der Abendkasse: Nichtabonnenten 60 Pf., Abonnenten 40 Pf., Kinder die Ilälfte, Militär und sonstige Uniformierte 30 Pf. Die von der SS. für 14. März 1936 ausgegebenen Festhalle-Eintrittskarten haben Gültigkeit. Sonntag, den 16. August, 14 Uhr Knieiinger Pferderennen D 2 Rennen der Wehrmacht G 3 Flachrennen G 2 Hardenrennen G 1 Trabfahren D Preis« der PIHtze: Tribüne 1.50, 1.Platz u. Sattelplatz 1.—, 2. PI.-.50. Angehörige der Wehrmacht zahlen auf 1. und 2. Platz die Hälfte. Vorverkauf: Verkehrsverein Karlsruhe, Ritterstraße, und Musikhaus Fritz Müller, Kaiserstraße Montag, den 17. August 64688 9Uhr Knieiinger Fohlen-Markt 16 Uhr: Volksfest mit Konzert, Reiterspielen, Volksbelustlg. Amtliche Anzeigen Brudifal Ab heute bis einschl. Sonntag zeigen wir Gustav Fröhlich in Ein Teufelskerl Vorstellungen: 7 und 9 Uhr Sonntags ab 5 Uhr MÜHLBURG i caie Odeon Jeden Donnerstag Ganz-ftbend Erstklassige Künstlerkonzerte Große Zeitungs-Auswahl Was immer 6ie auch lachen Sie linden alles im Führer! 4 Heute trilcti elngetrollerr.fe Blutlristlie Seefische Kabliau, Nordsee- fchellflfch,Merlans Kabliau- und Gold- barfchfllet, Rotzungen, Heilbutt usw« Lebende Forellen, Karpfen, Schleien Aale, Hechte, Zander u. Blaufelchen Täglich ab 4 Uhr, Freitags den ganzen Tag: Frischgebackene Fische Fst. Deutsche Bücklinge FKchmarinaüen in großer Auswahl Diese Woche eingetroffen: 1 Waggon frisch geschlachtetes 1936er maiihahneni Q|) oh.Darm, per i/3kg I.ÜU Mafthdhner.Poular- den, Poulets, Mastenten,Tauben, bay- rlfche lajungeMalt- gante Frifchgefchoflenes Rehwild Rahachlugel, -RUk- k«n, Bug u. Ragout Tiermarkt Wegen Aufgabe m. Hühnerfarm Lege-Nhner h. b. Wnftb. j. Htonr, Büchig b. Karlsruhe (1452) (Hündin) lty I. a., iagdl. gut, biN. abq. Veilchenstr. 27, Hof. (1438) 1 Wellensittiche mit schon. Snfiff f. bin. zu berk. Elfen, Maxa»Nr.36. (1400 2 Vlnahühner nnb 1 0 n 6 n umflünbehnib. z. bff. 9!heinzabern, Waidstrabe 17. (1414) Rasse-Hund Boreriüde. hell- gestromt. prämiiert. des. schö. »es Tier, soigs. u. treu. 2 I., zu berkaus. im T i c r h e i m bell Tierschutz. Vereins KnriSr., ^m^iu^piatz. Handelsregister-Eintrag A Rund II. OZ. 46: Firma Gustav Zipf, Bruchsal. Der seitherige Inhaber Hubert Joses Kurz, Fabrikant in München. ist gestorben. Das Geschäft ist mit Aktiven und Passiven auf seinen Sohn August Kur, in München übcrqcgangen, der es unter der alten Firmenbezeichnung weitcrfübrt. (64675) Bruchsal, den 30. Juli 1936. Amtsgericht I. Wolfach Das Entschuldungsverfahre» für Otto Maier. Landwirt und Fabrik- arbeitcr in Lchengcrtcht, wurde beute nach Bestätigung des Zwangs- vergleichsvorschlags aufgehoben. Wolfach. den 11. August 1936. EutschulduugSamt. (64877 Handelsregister-Eintrag A Band Mingolsbcim. Amtliche llersielgerungen rag ITI OZ. 87: Firma Olois Maos. Alleiniger Inhaber ist Alois Moos, Kaufmann In Mingolsheim. <64674 Bruchsal, den 14. Juli 1936. Amtsgericht l. Bühl Das Entschnldunasverfabreu lür Landwirt Josef Guwaug und dessen Ehefrau. Emma gcb. Walter ln Steiubach wurde beute nach Bestätigung des Berglcichsvorschlags aufgehoben. (64679 Bühl, den 6. August 1936. Entschulduugsamt. ^ Gengenbath ^ In unser Handelsregister A, Ordnungszahl 148. ist heute zu der Firma: „Dr. Wilhelm Hambrecht, Frnchtsaftkellcrci in Genacubach- eingetragen worden: Das bestehende Handelsgeschäft ist in eine Kommanditgesellschaft »macwandclt worden. Persönlich haftender Gesellschafter ist Dr. Wilhelm Hambrccht, Ebcmikcr in Gcngcnbach. Ein Kommanditist ist bei der Gesellschaft beteiligt. Die Gesellschaft hat am 27. 7. 1936 begonnen. (64678 Gengenbach. 8. 8. 1936. Amtsgericht. Karlsruhe ( 1110 ) Heirat Stirtit. Frt., 27 I. a„ knth., ein,. Kind, m. SluSsi., 2000 m bar u. sp. Bermög., w. Herrn in gt. Pos. d. Bonafide, Lffrnburg Glaserstr. 5. (57900 Verschiedene kleine Anzeigen Wrüff. Gesangverein in Nühe Karlsruhes sucht für Samstag abend jung., tüchtig. Dirigenten. Bewerbungen zu richten u. Nr. 64594 an den Führer. Pfänder-Bersteigerung. Am Mittwech. b. 19. August 1936, vo» 9 bis 12 Ubr uud vou 14 Uhr an findet im Bersteiacrungsraum des Städtischen Lcibbanscs. Schwa- neusir. 6, 2. Stock, die öffentliche Berftcigerung der verfallenen Pfänder vom Monat Januar >936 Nr. 1 bis mit Nr. 2888 gcaeu Barzablnng! statt. Zur Versteigerung gelangen: Koffer, Schubwerk, Herrcnklciücr, Wäsche. Stoffe, Bestecke. Feldstecher, goldene und stlberne Ubrc», Juwelen, Musikinstrumente, Radio nliv. Etwa noch vorbandene Fahrräder und Nähmaschinen kommen ab 14 Uhr zur Bersteigerung. Ter Vcrstcigcrungsraum wird % Stunde vor Berstciacrnngsbeginn geöffnet. Tie Kaste bleibt an dem Berstcigcrnngstage ganz und am Tage vorher nachmittags gclchlosten. Sarlsrnbe, den 81. Juli 1936. Städt. Psandleibkaste. («28l2 ^ Baden-Baden Zwangsversteigerung. Im Zwangsweg versteigert das Notariat am Freitag, deu 2. Oktober 1936. vorm. 9 Uhr, in seinen Dienstrüumen in Äabeu-Bade». Bincenttstr. Nr. 5, 3. Stock, das Grundstück des Hotcldirektors Albert Keller in Nciv-Äork auf Gemarkung Baden-Baden. <64673 Die Versteigerungs-Anordnung wurde am 2. März 1936 im Grundbuch vermerkt. Rechte, die zur selben Zeit noch nicht im Grundbuch eingetragen waren, sind spätestens in der Versteigerung vor der Aufforderung zum Bieten anzumclden und bei Widersvruch des Gläubigers glaubhaft zu machen: sie werden sonst im geringsten Gebot nicht und bei der Erlösverteilung erst nach dem Anspruch des Gläubigers und nach den übrigen Rechten berücksichtigt. Wer ein Recht gegen die Versteigerung hat, muh das Berfabren vor dem Zuschlag aufhebcn oder etnstweilen cinstellen lassen, sonst tritt für das Recht der Versteiae- rungserlöS an die Stelle des versteigerten Gegenstands. Die Nachweise über das Grund- stiick samt Schätzung kann jedermann einfchcn. Grundstücksbcschrleb: Grundbuch Baden-Baden Band 149 Heft 1481: Lab.Nr. 2199/1 — 31 a — qm Hof. reite. 1 ha 16 a 87 qm Gartcn- und Parkanlagen, 12 a 73 qm Zufahrtsweg, zusammen 1 ha 60 a 60 qm..- Gewann Beutigwtcsen, Werderstrahe Nr. 7. Schätzuna - 170 000 RM. Badeu-Bade«, den 8. August 1936. Notariat I. als Bollstreckuugsgericht. 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Durchführung der Nachcichuug. Nach Mitteilung des Staatscich- amtS wird die Nachetchung für das Jahr 1936 vom 28. August bis 8. September 1936 in bicsiacr Gemeinde durchgekührt. Die Metzgerätebcsitzer, welche ihre Meftgeräte nicht vorlcacn. oder bei welchen Beanstandungen der Mch- geräte erfolgen, werden bestraft. Weingarten, den 11. August 1938. Der Bürgermeister. (64671 ^ Rheinbilthofsheim Zwangs-Bersteigerung. Im Zwanasweg versteigert das Notariat am Freitag, de« 25. September 1938, vormittags l6 Ubr, im Rathaus in Helmlinaen di« Grnndstiicke der Adolf Kautz. Landwirt Ebcsrau Luise gcb. Zimpfer in Hclmkingen auf Gemarkung Hclm- lingen. Die Bersteigerungsanordnung wurde am 8. November 1935 im Grundbuch vermerkt. Rechte, die zur lelben Zeit noch nicht tm Grundbuch eingetragen waren, stnd spätestens in der Versteigerung vor der Aufforderung z»m Vietcn anzumelden und bei Widerspruch des Gläubigers glaub- baft zu machen: Ne werden sonst tui geringsten Gebot nicht und bei der Erlösverteilung erst nach dem Anspruch des Gläubigers und nach den übrigen Rechten berücksichtigt. Wer ein Recht gegen die Verstci- geriina hat, muh das Verfahren vor dem Zuschlag anfheben oder etnstweilen einstellcn lasten: sonst tritt für das Recht der Verstelge- rungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstands. Die Nachweise über die Grundstücke samt Schätzuna kann jedermann eiiischcn. GrniidstückSbcschrieb: Grundbuch Helmlinaen Band 29 Heft b: 1. Lgb. Nr. 507. Ackerland 8 a 28 gm Weg 1 a 3t qm zusammen 9 a 59 qm 2. Lab. Nr. 508. Ackerland 7 a 41 qm 3. Lab. Nr. 509. Ackerland 8 a 44 qm zusammen 23 a 44 qm Schätzung: Lab. Nr. 507 - 250.— JUl Lgb. Nr. 508 = 250.— ex.ä Lgb. Nr. 509 = 200.— .71. M zusammen 700.— MJl Notariat Rheinbischofsbelm, als Vollftreckungsgericht. Lu vermieten Eine gutgehende MMft in einer ausblühenden Garnison- und Inbustrlestadt. an b. Haupiverkehrs- ftratze gelegen, ist an tüchtig« Wirtsleute zu berpachten. Angebote unter Nr. R 59921 an b. Führer. (63731) Gutgehendes feftensntMelM mit Tankstelle in Vorort Karlsruhe mit 2 Zimmerwohnung krantheitshalber auf 1. 10. 36 billig zu dermieten. Erforderliches Kapital zirla 3000 JM für Waren- übernahme. Ang. u. 1429 an den Führer. Laben f. leb. Gesch. m. ob. oh. Wohn. a. 1 . 10. zu vermiet. Ang. u. 1412 an b. Führer. Grob. Atelier (evtl. Büro) t. gut. Lage. p. 1 . io. zu vermiet. Angeb. u. 1404 an b. Führer. Miibl. Zimmer an berufst. Fräul. zu vm. Klauprecht- str. 12, Part. (1295 Ein schönes, gut möbl. Zimmer (Wohnschlafz.) mit Ztrhz., i. best. West- ftabtl. u. gt. H. z. d. Wenbtstr. 1, 3. St. (1317) Senenalli. Sonnige 23.-WoljNUNg mit Küche, sofort ob. später zu vermieten. Auch für Wochenend geeignet. 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