Morgenzeitung §**{•# :ffaBtet.®etIo««.m. 8. e, B.. Perlagsbaus Lamm- Scrnlvr. 7927. 7928, 7929. 7930 und Postscheckkonto Karlsruhe 2988. Bankverbindungen: Bad. Bank, Karlsruhe / Giro- SS'o: Stööt. Sparkasie Karlsruhe Nr. 79«. ^^kistleituna: Anschrift u. Fernsprecher wie 19 J? a ,d- »Zen). Schriftleitungsschlunzeiten: br f. d. Abend,tg., 19 Uhr f. d. Morgenztg. ^vrechstunden tägl. v. 11—12 Uhr. Auswärtige s''®“fti*ftellcn und Zweiaacfchäftsstcllen in 8^,uchlal. Nasiatt, Baden-Sladen. (Äaggenau, ^I^nburg, Bühl, Kehl und Lahr. 2 Hauvt- M^iabcn: Morgcnzcitnng erscheint 7 mal ?.">kntlich, Abendzeitung erscheint 8 mal wö- x/Fllich. Tchaltcrstunde7. der Hauptgeschästs- !?Eur, der Bezirksgcschäftsstellen und Zweig- f,EMa'tsstellen täglich durchgehend von 8—19 §vr. 4 Bczirksausgaben: „Flaubauptstadt ? ot tfr u 6e*: für de» Stadtbezirk der Gau- vauvtstadt sowie die Kreise Karlsruhe und j!"°tibe>in. „Kraichgau und Brnhrai»": für ?retS Bruchsal. „Merkur-Nnndschau": [.,5, die Kreise Rastatt — Baden-Baden Buhl. „Aus der Ortenau": für die Kreise Osfenburg, Kehl. Lahr und Wolfach. Gauhauptstadt Karlsruhe HAUPTORGAN NSDAP GAU BADEN DER BADISCHE STAATSANZEIGER Karlsruhe, Donnerstag, den 24. November 4938 Erchelprels 40 pfg. Sutzcrbalb Boden» I« Dt». « » , « , » , r e « S : Morgen,ettung RM.1.7I Traacrlohn bet Träger,uftcllunfl. 12 Pf. Zustellgebühr bei Postzustcllung. Abend. zeituna: Festbezug nur im Anschlns, an den Bezug». Morgen,eitung alsZusababonncmcnt m. einem Bezugsvretsaufschlag v. NM. 9.70 mögl. Postbezug ausgcschl Abbestellungen müssen bis spätest. 20. d. Mts. für den folgenden Monat erfolgen. Bei Nichterscheinen infolge höherer Gewalt, bet Störungen oder dergleichen besteht kein Anspruch auf Lieferung der Zeitung oder Nüekerstattung des Bezugspreises. « «1*1 «e a v r eis : Morgenzeitung: lt. Preisliste Nr. 11 : Die 18 gcsp. Millimeterzeile iKlcinspalte 22 mm) im Anzeigenteil 11 Pfg. Kleine Anzeigen und Familtenanzeigen nach PretSliite. Im Textteil: die 4aesp. 85 Milli- "^„breite Zeile SS Pfg. Wiederbolungs- Nachlässe nach Preisliste: für Mengcnabschlüsse Staffel 6. Abendzeitung: lt. Preisliste Nr 11: Tie lögefv. Millimeterzeilc iKletnsvalte 22 mm) ,m Anzeigenteil 7 Pfg. Kleine Anzeigen und Familienan,eigen 8 Pfg. Im Tertieil- die Igcspaltcne 88 mm breite Zeile 43 Pfg. Wtedcrbolungsnachlassc n. Preisliste: f Me», gcnabschlüsse Staffel A. Anzeigcnschluhzeiten: Abend,cltung: 11.30 U.. Morgenzeitung: I« U Montagausgabe: 18 Uhr Samstagabend. 42. Jahrgang / Folge 324 t DEltMnWe KulturAchle Das deutsch-italienisch« Kultur-Abkommen unterzeichnet — Reu« Kulturinstitut« in Berlin, München, Mailand — Weitgehender Kultur-Austausch A« Verl von historischer Bedeutung Bildung eines deutsch-italienischen Kulturausschusies Drahtbericht unseres römischen Vertreters W.L. Rom, 23. Nov. Zn Nom wurde heute das deutsch-italienische Abkommen über die geistige und kulturelle Zusammenarbeit durch den italienischen Außenminister Graf C i a n o und dem deutschen Botschafter von Mackensen im Palazzo Chigi in Gegenwart des italienischen Unterrichtsministers B o t t a i und des Ministers für Volksbildung A l f i e r i sowie des Leiters der Kulturpolitischen Abteilung des Reichsministeriums des Auswärtigen, Ministerialdirektor Stieve, unterzeichnet. Gastprofeffur für italienische Kultur und Geschichte in Berlin, für deutsche Geschichte und Kultur in Rom tritt. Gastvorlesunaen, Gastvorträae, der Austausch von Professoren, Hochschul-Assistenten. Mittelschnllehrern, akademischer Praktikanten und Schüler werden gefördert. Es werden eine Reihe von Gast-Forschungsvlätzcn erhalten oder eingerichtet, und zwar bei folgenden Forschungsinstituten: an der Zoologischen Station in Neapel, an der Vesuvwarte, an der Biologischen Anstalt in Helgoland und den Instituten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft. Der Inhaltder Schulbücher hat dem Geist der deutsch-italienischen Verständigung und der geschichtlichen Wahrheit zu entsprechen. Tendenz- und Emtgranten-Lite- ratur, sowie Literatur, die gegen das andere Land gerichtet ist, wird verhindert. Wissenschaftliche und künstlerische Ausstellungen werden gefördert. Ter Austausch auf dem Gebiete des Theaters, des Films. der Musik und des Rundfunks wird wirksam gestaltet. Ein Austausch von jungen Künstlern ist vorgesehen. --^"^.Kulturabkommen kann geradezu als Vorbild für ^ üeistige und kulturelle Zusammenarbeit bezeichnet fti» C r en ‘ entstand in gründlicher Vorbereitungsarbeit, N?,nch Wer zwei Jahre erstreckte. An der Abfassung des z-^ommens sind die Kulturabteilungen der beiden ü-r, "Ministerien unter Herbeizichung aller Parteidienst- »nü.e^und Kultur-Institute beteiligt, wobei vor allem die bsii^ab des Stellvertreters des Führers geleistete Ar- hervorgehoben werden muß. NTTAP. und PRF. eingeschaltet o r ?? 8 deutsch-italienische Kultur-Abkommen nimmt eine o i k e r r e ch t l ich e Sonderstellung ein, da die M.ühen den Dienststellen l l/'"lsche Partei) getroffen! Michen den Dienststellen der NSDAP, und PNF. (Fa- r""o>iche Partei) getroffenen und zu treffenden kulturellen x^wachungen als Bestandteile des Abkommens gel- tz?'..wwcit sie durch Notenwechsel der beiden Regierungen j "?iigt sind. Damit genießen erstmalig zwischen den bci- un^^igen Parteidienststellen getroffene Abreden für jetzt "d in Zukunft diplomatischen Schutz, aen ^rch das Abkommen wird die Förderung der geisti- von " t " 8 kulturellen Zusammenarbeit auf jedem Gebiet Ahe ° EHen. Die Einzelheiten werden entweder in dem tz„^"wmen selbst geregelt oder finden ihre Regelung l“*!? ieit im Abkommen vorgesehenen deutsch-ita- l-^"isch«n Kultur-Ausschuß, der einmal jähr- abwechselnd in Deutschland oder Italien zusammen- Äweck des Abkommens ist, die kulturellen Be- , °?."ngen zwischen den beiden Völkern der Achsenpolitik "klprechend zu gestalten. (Siehe auch Seite 3) Ehamberlain und Halisax in Paris Empfang durch Oaladier und Bonnet — Zwiespältige Begrüßungsdemonstrationen Draht bericht unseres Pariser Vertreters H.W. Paris. 24. Nov. Ministerpräsident Cham- V e r l a i u »nd Außenminister Lord Halifax, begleitet von ihren Gattinnen und umgeben von einer sünsköpsi- geu Delegation hoher Beamter, stütz Mittwoch nachmittag in Paris eiugctrossen. wo ste von Ministerpräsident Da lädier und Außenminister Bonner sowie de« beiderseiti ge» Botschaftern in London nnd Paris ans dem Nord bahnhok empfange« wurden. Der Bahnsteig war mit Blattpflanzen und Fahnen geschmückt. Der Zug, der mit kurzer Verspätung eintraf, war gegen das Publikum sorgfältig abgesperrt. Vor dem Bahnhof hatte sich eine beträchtliche Menschenmenge an- gesammelt, die von einem starken Aufgebot von Polizei und Mobilgarde zurückgebalten wurde. Als die Autos mit den Gästen vorübcrfuhren, aab es ein seltsames Gemisch von Demonstrationen. Während viele Leute, besonders Frauen, winkten und grüßten, brachen zahlreiche andere in feindselige Kundgebungen aus. Psui- Rufe und Pfiffe übcrtöntcn stellenweise die Begrüßnngs- kundgebungen. Auf beiden Seiten waren offensichtlich organisierte Kundgeber am Werk, zwischen denen es hier und da auch zu Reibereien kam. Die offiziellen Besprechungen zwischen den französischen und englischen Ministern beginnen erst Donnerstag vormittag. Ein konkretes Programm, so heißt es am Quai d'Orsay, hätten die französisch-englischen Unterhaltungen nicht: sie würden sich so ziemlich um alles dre- Busb mi der Kulturinstitute 5 . P’tfjtiöe Träger dieser Zusammenarbeit sind die bei- g>„/?sligen Kulturinstitute zum Studium der Sprache, r, selchte. Kultur, Literatur, Philosophie und Recbtsmis- anderen Land. Das in Rom best! (Ist t ^ ^ E I n st i t u t f ü r germanische Studien lenschaftii ionisch ichte, Kultur, Literatur, Philosophie und Rcchtswis- im anderen Land. Das in Rom bestehende i t a- enfl-J 0 di studii germanici) wird aufrechterhalten und Änb'-^elt- In der Reichshauptstadt wird ein analoges fdJ«"* von deutscher Seite zum Studium der italieni- " und nachrömischen Geschichte, Sprache, Kultur, Phi- ÄB r te “fro* errichtet. Das Petrarca-Haus in Tei« " wird vom Staat übernommen. Bon italienischer zn' . wird ein deutsch-italienisches Kulturinstitut in slbr ? 8 errichtet, das kulturwissenschaftlichen ein- gg^nkich technischen und wirtschaftswissenschaftlichen Auf- biol - ent - ^•' a8 von beiden Staaten unterstützte meeres- fz„!°sische Institut in R o v i g n o wird erhalten und ge- aröh", Deutschland erhält weiter in Italien: das deutsche sxj^?vkogische Institut, das deutsche historische Institut tuts» Üblich des ehemaligen österreichischen Kulturinsti- SKtirl’ o>e deutsche Akademie und das Institut der Kaiser- svini ^"'^Gesellschaft (2 Abteilungen), nämlich in Rom ä ? 8 kunsthistorische Institut in Florenz. Tie italie- t«-Regierung erhält und fördert das italienische Jnsti- i>nv"sWien und errichtet je ein neues Institut in Berlin München. und Unterricht tzp^nsichtlich der Forschung und des Unterrichts der "ifti?* behält Italien die bereits vorhandenen germa- Lehrstühle bei, die ausgebaut werden. In dchland werden die romanistischcn Studien, Forschung i -li -.bbheren Schulen, D dx."L">land werden die romanistischcn Studien. Forschung kilbtil. kienischen Sprache und Literatur, stärker berück- / und insbesondere der Nachwuchs an Lehrkräften »n "^"ischcn Sprache gefördert. In Italien wird die best-k ***" Schulen, an Gewerbe- und Fachschulen bereits Teib»° ?be Gleichberechtigung der deutschen Sprache auf- sjjs7^balten. Die Lehrerstellen an den höheren Schulen . englischen ische [ 1, - W 11 II V w t t t *1 W U, M * V II V./ * v I w V . » C d) * lyF./"ft mit Französisch und Spanisch, an Wa* Schulen wird Italienisch als zweite Wahl- tichiäelernt. Darüber hinaus wird der Svrachunter- Wf beiden Ländern durch Lektoren gefördert, die bei- (K, in Zukunft nur nach Nennung durch den jeweili- ^iaat berufen werden. Streikwelle in Frankreich dehnt sich aus Polizei räumt die von den Streikenden besetzten Arbeitsräume * Paris 28 Nov. Die bereits vom fravzösischen Ge- werkschastspapst Jonhaux angcküudigte Streikwelle nimmt immer größere Ausmaße an. Am Mittwoch sind die Belegschaften sämtlicher Metallwerkc von Balencien- nes in de« Ausstand getreten und haben die A r b e i t s - räumlichkeite« besetzt. Die Zahl der Streikende« in dieser Stadt wird gegenwärtig anf 17 000 geschätzt. In einem großen Werk in Dünkirchen ebenso wie übrigens auch in verschiedenen kleineren Unternehmungen in Frankreich hatte die aus 800 Arbeitern bestehende Belegschaft am Mittwochmorgen um neun Uhr wie immer die Arbeit ausgenommen. Die m a r x i sti s ch e n Streikhetzer beredeten die Belegschaft jedoch so lange, bis diese vollzählig die Arbeit niederlegte, die Arbeitsräumlichkeiten besetzte und dte Eingangstore unter Bewachung von streikenden Posten stellte. In verschiedenen größeren Werken des französischen Nordostens, deren Belegschaften ebenfalls in den Ausstand getreten sind, haben die Behörden gemäß den Anweisungen der Regierung an die Präfekten bereits am Dienstagnachmittag mit der Räumung der besetzten Arbeitsräumlichkeiten begonnen. Zu Zwischenfällen ist es bisher nicht gekommen. Am Mittwochnachmittag erfuhr man. daß allein in der Gegend von Dalenciennes 40 Werke besetzt waren, in denen rund 96 000 Arbeiter angestellt sind. 20 v. K. des Vermögens abzugeben Die Durchfühmng der Zudenkontribution — Verordnung des Reichsfinanzministers kulturelle Austausch öurch Gastprofeffuren gefördert. Solche bestanden ** in Leipzig und Wien, wozu jetzt neuerdings eine wird * Berlin» 28. Nov. Der Reichssinanzminisier hat soeben eine Durchführungsverordnung über die Sühneleistung der Juden erlasie». die »m Reicksgesetzblatt Teil l Nr. IW. vom 22. November 1888, bekanntgegeben wird. Sie bestimmt, daß die Kontr'bunou von einer Milliarde Reichsmark als Vermögensabgabe von de« Juden deutscher Staatsangehörigkeit und von den staatenlosen Inden eingezoge« wird. ^ t „ Abgabepflichtig ist jeder Jude nach 8 5 der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz, der nach der Verordnung über die Anmeldung des Vermögens von Juden vom 26. Avril 1938 sein gesamtes in- und ausländisches Vermögen anzumelden und zu bewerten 6 ""*- Juden fremder Staatsangehörigkeit unterliegen nicht der Abgabcpflicht. Bei Mischehen ist nur der iüdi,che Ehegatte mit seinem Vermögen abgabepflichtig. Die Abgabe wird nach dem Gesamtwert des Vermögens nach dem Stand vom 12. November 1938 bemessen. Sie wird nicht erhoben, wenn der Gesamtwert des Vermögens nach Abzug der Verbindlichkeiten, jedoch vor Abrundung, 6000 RM. nicht übersteigt. Ter Gesamtwert ist auf volle 1000 RM. nach unten abzurunden. Die Abgabe beträgt i n s- gesamt 20 v. H. des Vermögens. Sie zerfällt in vier Teilbeträge von ie 5 v. H. des Vermögens. Der erste Teilbetrag ist am 15. Dez. 1938 fällig, die weiteren Teilbeträge am 15. Febr.. 15. Mai u. 15. Aug. 1939. Die Zahlungen sind ohne besondere Aufforderung zu leisten. Ehegatten haften für die Abgabe des anderen Ehegatten als Gesamtschuldner. Das gilt nicht für Mischehen. Tie Abgabe ist an das Finanzamt zu entrichten, in dessen Bezirk der Abgabepflichtige seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Für Abgabepflichtige, die im Inland weder einen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben, ist das Finanzamt Berlin-Moabit-West zuständig. Zahlungen aus Versicherungsansprüchen von Juden deutscher Staatsangehörigkeit und von staatenlosen Juden nach der Verordnung zur Wiederherstellung des Straßenbildes bei jüdischen Gewerbebetrieben vom 12 . November 1938 sind unverzüglich an das zuständige Finanzamt zu leisten. Diese Zahlungen werden auf die Abgabe des aus der Versicherung berechtigten Juden angerechnet. Uebersteigende Beträge verbleiben dem Reich. Der Reichssinanzministcr wird ermächtigt. Bestimmungen darüber zu treffen, inwieweit Finanzämter in geeigneten Fällen Wertpapiere und Grundbesitz in Zahlung nehmen können. Die Abgabe fließt dem Reich zu. Es bleibt Vorbehalten, die Zahlnngspslichi zu beschränken, sobald der Betrag von einer Milliarde Reichsmark erreicht ist, oder die Zahlungspslickt zu erweitern, soweit dies znr Erreichung des Betrages von einer Milliarde Reichsmark erforderlich ist. hen. Trotzdem darf angenommen werden, daß drei Fragen im Vordergrund stehen werden: Aufrüstung und militärische Zusammenarbeit, Mittelinecr und Ferner Osten. Während das erste Thema keiner Erläuterung bedarf — die Pariser Hinweise auf die Möglichkeiten einer englischen „Expeditionsarmee" genügen — ist schon das Mittelmeerproblem gar nicht einfach zu behandeln und erst recht nicht rasch zu lösen. Es umfaßt nämlich eine ganze Serie von Einzelsorgen, angcfangen bei Palästina bis zum spanischen Bürgerkrieg und dem Verhältnis mit Italien. Diese beiden Themen gehören zusammen. Chamberlain soll bei dem Besuch in Paris nahegelegt werden, endlich den Vermittler zwischen Frankreich und Italien zu machen. Bleibt noch das Fernost-Problem, bei dem Frankreich seit langem eine aktivere Rolle Englands und vor allem der Vereinigten Staaten wünscht, weil es stärker denn je um die Zukunft Jndochinas bangt. Es fühlt sein Imperium an verschiedenen Stellen gleichzeitig bedroht und sucht eine Kollektivaktion anderer Mächte in ähnlicher Lage anzukurbeln, wo es anf mannigfache gleichgestimmte Seelen stößt. Kategorisches Dementi des Staatssekretärs Hüll Die amerikanische Regierung hat keine Bedenken qege« die Rückgabe von Kolonie« geltend gemacht * W a s h i « g t o «» 23. Nov. Staatssekretär H«ll nahm am Mittwoch in der übliche« Preffekonserenz zu Behauptungen Stellung, wonach die amerikanische Regierung Bedenke« gegen die Rückgabe von Kolonien a« Deutschland geltend gemacht hätte. Hüll dementierte solche Meldungen aus das Bestimmteste. Sie entbehrte« jeder Grundlage. Ebenso verneinte der Staatssekretär die etwas merkwürdig anmutende Frage, ob Amerika im deutsche« Kolonialbesitz au der Westküste Afrikas eine militärische Bedrohung dieses Erdteils sähe. Gerechter Ausgleich Die Propagandamaschine des Weltjudentnms laust nach wie vor mit höchsten Tourenzahlen. Während man täglich die niederträchtigste« Verleumdungen über das nationalsozialistische Deutschland losläßt und besonders die Maßnahmen als „unmenschliche Barbarei" hiustcllt, die zum Schutze der deutschen Wirtschaft getroffen sind, ist nunmehr durch die Veröffentlichung der Bedingungen znr Durchführung der Sühneleistnng der Inden deutscher Staatsangehörigkeit unter Beweis gestellt, daß selbst diese Frage «ach soziale« Gesichtspunkten gelöst wird. Wenn man berücksichtigt, daß diejenigen Juden deutscher Staatsangehörigkeit, deren Vermögen nicht höher ist als 5808 Reichsmark, von der Abgabepslicht befreit sind, so kau» man dies weniger als „Verfolgung", sondern als gerechten Ausgleich bezeichnen. In den Genuß der milden Handhabung bei der Eintreibung der Sühueleistuug kommen auch diejenige» „armen" Juden, deren Einkommen nnd Vermögen über der Grenze von 5888 Reichsmark liegen. Die vier gesetzte» Zahluugö- sristen, deren letzte am 15. August 1838 abläuit. ermöglichen sogar den noch in Deutschland lebenden jüdischen Millionären, ihre Millionen in Ruhe slüfiig zu machen Praktisch steht daun der Zustand nach Ablaus der letzten Zahlungsfrist so aus, daß die vermögenden Inden deutscher Staatsangehörigkeit statt mit einer Million mit 888 888 RM., oder statt mit 188 888 RM. mit 88 888 RM. weiter „leiden" müsse«. Die Juden haben »ach der Machtübernahme Gelegenheit gehabt, ihr Vermöge» um mehr als nur um den Betrag von einer Milliarde zu erweitern, so daß sie im Grunde genommen also gar keine Butze zahlen, da sie diesen Betrag erst im Dritten Reich erworben habe». Was jetzt in den Bestimmungen über die Sühueleistuug zum Ausdruck kommt, ist nichts weiter als ein sozialer Ausgleich innerhalb der jüdische« Vermöge» und in der Zahlung von einer Milliarde ei» Ausgleich gegenüber der Vermögenslage des deutsche» Volkes. Seite 2 / Donnerstag, 24. November 1938 VkkMkkl Politik Reichsminister Dr. Goebbels vor den Propagandisten des Gaues Berlin: „Was wir tun, das ist unsere Sache!" Heute halben auch wir uns die technischen Mittel der Propaganda zugelegt — Oie Ludenfrage — Antworten an „besorgte" Engländer »Berlin, 23. Rov. Am Dienstagabend sprach Gauleiter und Reichspropagaudaleiter, ReichSmini» ster Dr. Goebbels, aus einer Tagung der Berliner Propagandisten in der Krolloper. Bor 2000 Pr», pagandisteu der Bewegung, de» Hoheitsträgern der Partei, den Führern ihrer Gliederungen und Ber» bände des Gaues Berlin gab der Reichspropagaudaleiter einen eingehende» Ueberblick über die schwebenden Probleme und die sich daraus ergebenden Aufgaben für die Propagandisten. Reichsminister Dr. Goebbels erinnert« zu Beginn seiner Ausführungen daran, wie er schon seit seiner Berufung zum Berliner Gauleiter der NSDAP, immer wieder von Zeit zu Zeit die Amtswalter und Propagandisten der Partei um sich versammelt habe, um vor ihnen als den für die öffentliche Meinung verantwortlichen Amtsträgern der Bewegung alle wichtigen Probleme der Zeit auseinanderzusetzen und sie von der Richtigkeit der nationalsozialistischen Gedankengäng« zu ii-berzeugen. Zu Anfang sei das nur ein kleiner KreiS in Berlin gewesen, heute seien es schon Tausende, deren Aufgabe es nun sei. in ihren Wirkungsbezirken daS zu erläutern und klar zi; machen, was heute zwischen ihm und seinen Propagandisten besprochen werde. Die Aufgaben ber Propaganda Ausgabe der nationalsozialistische» Propaganda sei es nun, in steter Rücksichtnahme ans die Schwierigkeit der einzelne« Probleme einerseits nnd anf die öffentliche Meinung in der Welt andererseits das Bolk mit diese» Probleme» und ihren Answirknnge« bekannt »nd vertraut zu mache«. Die Abneigung der bürgerlichen Intellektuellen gegen jede Propaganda, das völlige Unverständnis für ihr« Notwendigkeit, gehöre zu den trübsten Kapiteln des Weltkrieges. Auf diesem Gebiet seien Deutschland seine westlichen Gegner während des Weltkrieges haushoch überlegen geivesen! Heute haben auch wir uns di« technischen Mittel der Propaganda zugelegt und wir haben findige Köpfe genug, die die Intelligenz und Tatkraft besitzen, diese Mittel zur Anwendung zu bringen. Früher konnte man mit diesem deutschen Volke umspringen, wie man wollte. Man hatte es sich angewöhnt, dauernd in innerdeutsche Ding« nach Art von Gouvernanten hereinzuredcn und so gewissermaßen die innerdeutsche Polink zu beaufsichtigen. Was. aus diesem oder jenem Gebiet vor sich ging, das wurde zum Beispiel in England von den politischen Sittenrichtern abgeurteilt und abgebcckmeffert. Aber wehe, wenn sich einmal ein Deutscher in eine innerenglische Angelegenheit hineinmischte. ' Das ist nun nicht mehr so. Wen« Engländer sich in unsere Dcnge hiucinmischeu, bann könnten wir uns auch erlaube», hin und wieder mal in die englische Politik hi« neinzuleuchteu!" Die jüdischen Provokationen Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich bann der Iudenfrage zu. Jeder Parteigenosse sei sich im klaren darüber gewesen, daß der Mord an Wilhelm Gustloff in der Schweiz eine Kampfansage des internationalen Judentums gegen das deutsche Volk war. Er habe genaue Nachrichten darüber, daß jeder Zug des Mordes au Parteigenossen vom Rath ans das Haar dem entsprechenden Zuge des Mordes an Parteigenosse« Guftloss gleiche. Es gebe für ihn kei» neu Zweifel darüber daß beide Morde von langer Hand vorbereitet waren, «m das deutsche Bolk z» provoziere«. Nun habe Deutschland damals bei dem Attentat auf Wilhelm Gustloff geschwiegen. Das internationale Judentum habe wahrscheinlich dieses Schweigen falsch ausgelegt und Langmut für Schwäche gehalten. Nun habe sich in Paris derselbe Vorgang wiederholt. Da aber sei die deutsche Regierung mit harten Gesetzen und Verordnungen eingeschritten. Im Auslande spreche man von den,^rrmen Juden" und behaupte wider besseres Wissen, daß geplündert worden sei. Einen dieser sogenannten „Pliindcvungs fälle" könne er, der Minister, genau rekonstruieren. In der Straße Unter den Linden sei daS jüdische Juweliergeschäft Markgraf & E o. angegriffen worden. Man habe dabei für über eine Million Juwelen gestohlen. Nun sei man der Sache auf den Grund gegangen, und da Hab« sich zur allgemeinen Uober- raschung folgendes herausgestellt: Bei der Aktion raffte der in diesem Geschäft ange» stellt« Jnde Iwan Bloch aus de« Safes des Geschäftes Juwelen in einem Verkausswert von etwa RM. 1 180 000 zusammen. Er stellte diese Juwele« ohne Wisse» seines jüdischen Geschäfts in einem Berliner Hotel sicher. Das Ganze ucnut sich „Plünderung". So sind die Juden! Man sagt: Ihr habt die Juden in den lebten fünf Jahren schlecht behandelt. Die Juden besitzen jetzt noch 80 v. H. des Berliner HausbesitzeS. Die Juden nennen jetzt noch ein Kapital von rund acht Milliarden ihr eigen. Das würde bei gleicher Kapitalhöhe etwa 000 Milliarden Diark für das deutsche Volk ergeben, während das deutsche Volk nur 200 Milliarden Nationalvermögen besitzt. Das heißt also, die Inden habe» es fertiggeb rächt, nach 5» Jahren nationalsozialistischer R e» gierung immer noch den »irreinhalbfachen Wert deS deutsche« Nationalvermögens zu besitzen." Antworten an Mister Baker Reichsminister Dr. Goebbels behandelte dann die englische Unterhausdebatte über die Jude »frage. Dabei habe sich der Labour-Abgeordnete Baker in einer längeren Ansprache an das Unterhaus mit Deutschland» antisemitischer Politik im allgemeinen »nd mit seiner — Dr. Goebbels' — Person im besonderen auSeinandergosebt. „Ich fühle mich deshalb veranlaßt, ihm einige Antworten herüberzureichen. Der englische Abgeordnete sagt: Man könne die Verzweiflungstat des Iudenjungen ein wenig besser verstehen, wenn nicht kogar entschuldigen. Er. Dr. Goebbels, versuche seit Jahren, den Antisemitismus in anderen Ländern aufzustacheln, um di« Unordnung in der Welt zu vermehren. Höher gebt der blühende Unsinn nicht mehr. Für de« Antisemitismus in der Welt habe ich noch ui« Propaganda gemacht. Das besorgen die lieben Jude« selbst. Wir habe» nur alle nnser Teil dazu beigetrage», die Jude» ans dem össentlicheu Lebe« in Deutschland z« beseitige«. Der Labour-Abgeordnete Baker sagt: „Wenn Dr. Goebbels feine Drohungen gegen di« Juden verwirklicht. — wo habe ich überhaupt Drohungen ausgesprochen? — könne man dann wenigstens baffen, daß es bet Deutschland sein Bewenden habe? Würden nicht Polen und Rumänien vielleicht auch ihre 4X Millionen Juden herauS- werfen? Lord Zetland habe recht, wenn er sagt, daß alles, was das Gewissen der Menschheit aufrüttele, ein« international« Angelegenheit sei. Dr. Goebbels fährt hier fort: Der Meinung sind wir auch. Deshalb interessiert das Gewissen der Menschheit ich in Deutschland zum Beispiel so sehr für daS Palä- M, dt» Ar nd t» und »Uit ander« BdUer. Baker erklärt schließlich, man müsse lsider klar machen, daß herzliche Beziehungen zwischen England und Deutschland unmöglich seien, solange das „Martyrium" der Juden, Katholiken. Protestanten und Sozialisten — hier wäre man versucht einzuschalten: und der Radfahrer — andauere. Mache Deutschland etwa seine Beziehungen z« England von Englands Verhältnis zn den Arabern, Inder» und Negern im englische» Weltreich abhängig? Der Abgeordnete Hammrrssield sagte: Ich habe vorgeschlagen, daß, da für di« Juden in Großbritannien große Finanzurittel zur Verfügung stehen, diele aus aller Welt herangeholt werden sollen, um einen Teil der Umsiede- lungskosten zu bezahlen. iStürmische Zustimmung.) Was die Juden nicht selbst bezahlen, dafür wird das britische Volk einspringen. Damit sind wir absolut einverstanden. Ich bin üer Ueberzeugung. auch das britische Bolk wird zweifellos große Genugtuung darüber empfinden, mit feinen gewaltigen Finanzmitteln für die in England so sehr verehrten Juden einspringen zu dürfen. Der linksradikale Abgeordnete Maxton dagegen macht einen sehr wichtigen Vorschlag: die 800 000 deutschen Juden sollten in Schottland ausgenommen werden. Dazu sollen sich nun die Schotten äußern. Der Innenminister Sir Samuel Soare sagt: Es-gibt eine Tatsache, die ich ganz offen behandeln muß. Unter der Oberfläche gibt es auch in England — das weiß ich aus Erfahrung — eine entschlossene anti- jüdische Bewegung, die im Entstehen begriffen ist. Ich tue mein Bestes, um dieses Uebcl auszurotten. Dies« Feststellung ist auch für uns sehr interessant. Immerhin möge man in England ausrotten, soviel man will. Das geht das englische Volk an. Was wir tun. das ist unsere Sache! Ueber 400 000 neue Wohnungen bis 1950 in Berlin Als letztes Problem behandelt« Dr. Goebbels vor den Berliner Propagandisten dann dasdes Wohnungsbaues in Berlin. Einmal herrsche in Berlin ein chronischer Wohnungsmangel. zum anderen gebe es trotz aller Hilfsmaßnahmen aus der Systemzeit noch viele Familien in Berlin, die in unzulänglichen Quartieren und Wohnlauben untergebracht seien. Zur Beseitigung dieses Mißstandes würden nun in Berlin etwa 30 000 Wohnungen im Jahr neu erbaut. Diese Zahl soll« in absehbarer Frist auf 35 000 erhöbt werden. Die vom Führer geplante Errichtung der Großbauten im Zuge der Neugestaltung Berlins solle 1050 abgeschlossen sein. Es sei nun die Absicht aller dafür maßgebenden Faktoren, bis zu diesem Zeitpunkt auch die Wohnungsfrage in Berlin endgültig einer Lösung zuzuführen. „Und ich glaube", hob Dr. Goebbels hervor, „wir sind uns das auch als Nationalsozialisten schuldig. DaS ist leicht gesagt, aber schwer getan, denn bis zum Jahre 1050 müssen dann über 400 000n«ue Wohnungen errichtet werden. Von diesen Wohnungen werden über 60 000 allein durch Abriss« verloren gehen, so baß ein Wohnungszugang von 340 000 Wohnungen verbleibt, ein neuer zusätzlicher Wohnungszugang. Damit ist dann nicht nur der Fehlbedarf der Elenbswohnungen gedeckt, sondern eS können darüber hinaus hier etwa 800 000 von außerhalb zuzisüendcn Menschen 200 000 Wohnungen verfügbar gemacht werden." Mit einem Bekenntnis zum Führer, mit dessen Person und dessen Werk wir uns all« in Leben und Arbeit verbunden fühlen, dessen Sorgen wir mittragen und dessen Verantwortung auch unsere Verantwortung ist, schloß Dr. Goebbels seine zweistündigen Ausführungen. Nürnberger Gesetze auch für Danzig o Danzig, 23. Nov. (Eig. Bericht de» „Führers Für das Gebiet der Freie« Stadt Danzig hat mit Wir» kung vom 23. November eine Rechtsverordnung Gültigkeit erlangt, die nach dem Borbild der Nürnberger Gesetze Bestimmungen für die Reinerhaltnug des deutsche» und des artverwandten Blutes uud für die Ausmerzung des jüdischen Einschlages enthält. Die politische Führung in Danzig hat damit einer natürlichen Forderung der Danziger entsprochen, auf dem Boden der nationalsozialistischen Weltanschauung die Rechtseinheit mit dem deutschen Mutterlande herzustellen. Im allgemeinen entspricht die Danziger Regelung derjenigen im Reich. Juden, die bisher Danziger Staatsangehöriger waren, behalten normalerweise die Staatsangehörigkeit. Ein Stimmrecht in politischen Angelegenheiten steht ihnen allerdings nicht zu. Sie dürfen kein öffentliches Amt bekleiden. Das Hissen der Danziger Staatsflagge und bas Zeigen der Hakenkreuzfahne ist sämtlichen Juden verboten. Reichsminister Rust beglückwünscht Professor Krieck * Berlin. 28. Nov. Reichsmintster Rust richtete a» Professor Dr. Ernst Krieck. Heidelberg, folgendes Telegramm: . „Lese soeben, daß Badische Kulturwoche 1038 verkündeß daß Ihucu Gaukulturpreis 1938 verliehen wordeu ist. Ja freue mich Ihr«r Ehrung uud spreche Ihueu meine» Glückwunsch aus. Sie haben diese Ehrung redUm verdient". Geschichtsforschung zur Iudenfrage * Berli», 23. Nov. Der Reichsmintster des Innern, Dr. F r i ck. empfing heute den Präsidenten des „Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschland". Prof. Walter Frank, zur Entgegenahme des soeben erschienenen dritten Bandes der vom Reichsinstitut berausaegebe- ncn „Forschungen zur Iudenfrage" und zu einem Bericht über die vom Reichsinstitut geleisteten Arbeiten zur Geschichte der Iudenfrage. Um die Zusammenwirkuna der sich mit der Iuden- sraae befassenden politischen und wissenschaftlichen Instanzen noch zu verstärken, hat der Reicksminister des I»' nern auf Antrag des Professors Frank einen Vertreter i» den Sachverständigenbeirat des Reichsinstituts entsandt. Als seinen Mitvertreter hat der Reichsminister des I»" nein den Ministerialrat Dr. Lös euer bestimmt. Neuer Weg im Minderheitenschutz Oeuisch-tschecho-flotvakifche Erklärung über ben Schutz der beiderseitigen Volksgruppen »Berlin,». Nov. Die deutsche Regierung »nd die tschecho-slowakische Regierung, von dem Wunsche geleitet, im Deutschen Reich und besonders in den sndetendeutsche» Gebieten bzw. in dem Gesamtstaat der Tschecho-Slowakei »nd in dessen einzelnen Ländern die Lage der beiderseitige» Bolksgrnppe« im Geist einer verftäubnisvolle» Zusammenarbeit zu regeln, erklären solgcndes: 1. Die beiden Regierungen sind gewillt, über die Fragen, die die Erhaltung, freie Entwicklung und Betätigung de» Volkstums der obengenannten Volksgruppen betreffen, sich fortlaufend zu verständigen. 2. Es wird «in ständiger Deutsch-Tschecho» Slowakischer Regierungsausschuß gebildet, der grundsätzliche und Einzelfragen aller Art, die sich auf das Volkstum der obengenanten Volksgruppen und ihrer Angehörigen beziehen, im Verhandlungswege zu regeln berufen ist. 8. Dieser RegierungSausschuß besteht anS vier ständigen Mitgliedern, nämlich aus je einem Vertreter deS deutschen und tschecho-slowakischen Außenministeriums und aus je einem Vertreter des deutschen Reichsministeriums des Innern und des tschecho-slowakischen Innenministeriums in Prag. Erforderlichenfalls wird sich der Regierungsausschuß durch eine beiderseits gleiche Zahl von Vertretern aller Ressorts ergänzen sowie Vertreter der obengenannten Volksgruppen und Sachverständige hinzuzieh on. 4. Der RegierungSausschuß hält seine Sitzungen unter wechselseitigem Vorsitz abwechselnd in beiden Staaten ab. 5. Falls in dem RegierungSausschuß keine Einigung erzielt wird, bleiben unmittelbare Verhandlungen zwischen den beiden Regierungen Vorbehalten Berlin, den 20. November 1038. * DaS Reich beschreitet mit der gemeinsamen Erklärung über den Schutz der beiderseitigen Volksgruppen einen neuen Weg. An Stell« des sogen. Minderheitenschutzes, wie er ebenso schematisch wie wirkungslos in den Friedensdiktaten der Pariser Vororte festgelegt und von der Genfer Liga mehr zur Sabotage als zur gewissenhaften Wahrnehmung der Volkstumsrechte ausgenutzt wurde, tritt nun di« ständige und direkt« Fühlungnahme mit denjenigen, die für das Wohlergehen der Volksgruppe verantwortlich gemacht werden müssen. Der Führer hat in seiner Rede vom 20. Februar 1038 den Schutz unserer deutschen Volksgenossen in der Tschechoslowakei verkündet. Das Deutsche Reich bürgt dafür. daß dieser Schutz nun auch für dt« in -er Tschecho-Slowa- kei verbleibend« deutsche Volksgruppe in dt« Tat umgesetzt wird. Di« Erklärung gibt gerade in ihrer Kürze und Einfachheit den einzusetzenden RegierungSausschuß diejenige Freiheit, di« notwendig ist, um rasch und tatkräftig austauchend« Fragen zu lösen. Darüber, um welch« kulturellen, wirtschaftlichen und rechtlichen Güter «S sich dabei für di« deutsche Volksgruppe in der Tschecho-Slowakei handelt, kann eö für Deutsche wie Tschechen aus der langen Zeit schwerer Auseinandersetzungen keinen Ziveifel geben. Es wirb nicht mehr möglich sein, deutsche BolkSgenos- seu wegen ihres Bekenntnisses zur deutsche« Weltan, schanuug zu verfolge« oder ihnen aus der Pflege der Beziehungen znm deutschen Mutterland eine« Borwnrs z« mache». Ihre kulturelle, wirtschaftliche nnd soziale Entwicklung wird nicht mehr eingeengt werden könne«. An der Selbstverwaltung uud au de» öffentlichen Mittel« wird ihnen ei» gebührender Anteil einznränme» sei«. Der nationalsozialistische Grundsatz der Achtung vor der Eigenständigkeit sremdeu Volkstums bietet von deutscher Seite die Gewähr einer unvoreingenommenen Stellungnahme. Die Lage und Aufgabe der einzelnen Volksgruppe ist je nach den örtlichen und geschichtlichen Bedingungen, unter denen sie mit dem StaatSvolk zusammenlebt, verschieden. Das Deutschtum in der Tschecho-Slowakei kann auf eine jahrhundertealte kulturelle und geschichtliche Lei- stung zurückblicken. Diese Leistung ist auch der Tschecho- Slowakei zugut« gekommen. Es ist zu erwarten, daß man auch tschechischerseitS nach einer langen Zeit der Verneinung der gemeinsamen Ausgabe» nunmehr zu einer aufrichtigen Zusammenarbeit mit dem Deutschtum »nrück- kehrt. Vertrag über Giaatsangehörigkeits- und Optionsfragen * Berlin. 23. Nov. Zwischen dem Deutschen Reich und der Tschecho-Slowakische» Republik wnrde ei« Ber, trag geschlossen über Staatsangehörigkeits» und Options- srageu. Diejenigen tschecho-slowakischen Staatsangehörigen, die am 10. Oktober 1038 ihren Wohnsitz in einer mit dem Deutschen Reich vereinigten Gemeinde gehabt haben, er- verschärfte Krise in Ungarn Stürmische parlamenissihung — Abstimmungsniederlage Imrebys Drahtbericht unsere» vudapester Vertreter» ». M. B » b a p e st, 24. Nov. Die innenpolitische Krise in Ungar» hat im Lause des Mittwoch schärfste Forme» angenommen. Trotz des allgemeinen Kesseltreibens der Opposition und der aus der Regierungspartei auSgeschie- deneu Abgeordnete« hat Ministerpräsident Jmrcdy bisher nicht kapituliert. Er stellte sich mit seinem Kabinett am Mittwochvormittag dem Parlament. Dort wnrde jedoch sei« Antrag, die oberungarischeu Abgeordneten »och vor der Debatte über das Reformwerk ins Parlament auszu- »ehmcu, mit 115:95 Stimmen «iedcrgestimmt. Der äußere Nahmen, in dem die Parlamentssitzung verlief, war alles andere als würdig zu nennen. Schmährufe, Sprechchöre, persönliche Beschimpfungen der einzelnen Abgeordneten untereinander und Stürme von Zwischenrufen ließen die einzelnen Redner kaum zu Wort kommen. Eine parlamentarische Orgie schlimmsten Stils war da» erste politische Schausptel, das den Vertretern de» heimgekehrten Oberungarn, die zum ersten Male einer Parlamentssitzung betwohnten, geboten wurde Größtes Aussehen erregt« es. daß Imredy trotz d«S Austritt» der 63 Abgeordneten aus der Regierungspartei und der Niederlage im Parlament am Mittwochabend den Rücktritt seines Kabinetts nicht meldet«. Der Ministerpräsident wurde im Lause deS Abends zweimal vom ReichSverwefer von Hort Hy empfangen und berief «»Herde« «tu« Vollsitzung der restliche» NegternngSparlet ein, bei der di« weiter« Marschroute festgelegt wurde. Allerdings wird in politischen Kreisen auch nicht übersehen, daß der oppositionell« Politiker Graf Stephan Bethlen Mittwochabend ebenfalls vom Reichsverweser empfangen wurde. Der Führer üer aus der Regierungs- Partei ausgetretenen Abgeordneten steht zu Stephan Belh- len in engster politischer Verbindung. Die weitere Entwicklung der innenpolitischen Krise in Ungarn ist nicht vorauszusehen. Ministerpräsident Imredy erklärte in seiner ersten Rebe, daß er keiner Opposition weichen werde, solang« er das Vertrauen des Reichsverwesers besitz«. ES scheint also, daß diese Frage für die Wetterführung ber Regierung Imredy ausschlaggebend ist. Ehauffeunnörber Hahn zum Tode verurieitt * Berlin, 28. Nov. Im Prozeß gegen den lOsährigen Hans Hahn, der am 12 Oktober d. I. den Kraftdroichken- fabrer Herbert Taube! in Berlin-Nikolassee erschossen hat. verurteilte da» Dondergericht den Angeklagten dem Antrag de» Staatsanwaltes aemäß wegen Morde» in Tateinheit mit »ersuchtem schwerem Raub »um Tode uud sprach ich« dt« bürgerliche» Echreurecht« auf Lebenszeit ab. werben unter Verlust der tfchecho-slowakkschen Staat»- angehörigkett mit Wirkung vom 10. Oktober 1088 deutsche Staatsangehörigkeit, wenn sie a) vor dem 1. Januar 1010 in dem mit dem Deutsche* Reich vereinigten Gebiet geboren sind, oder b) die deutsche Staatsangehörigkeit mit dem 10. A«- nuar 1020 verloren haben, oder c) Kinder oder Enkelkinder einer Person sind, «ns dm die Boraussetzungen der Buchstaben a) oder b) zutrene*» oder d) Ehefrauen von Personen find, «ns die di« Voraussetzungen der Buchstaben a), b) oder c) zn treffen. „Tschecho-slowakische Staatsangehörige deutscher Volks» zugehörigkeit, die am 10. Oktober 1008 ihren Wohnsitz außerhalb des früheren tschecho-slowakischen Staatsgebietes gehabt haben, erwerben unter Verlust der tschech»" slowakischen Staatsangehörigkeit mit Wirkung vom 1°- Oktober 1088 die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn st* am 10. Oktober 1038 das Heimatrecht tn einer mit de»» Deutschen Reich vereinigten Gemeinde beseffen haben. Eine Ehefrau erwirbt die deutsche Staatsangehörigkeit nicht, wenn sie ihr Ehemann nicht erwirbt. Die deutsch« Regierung kann di» znm 18. In» 13*0 daS Verlangen stellen, daß Personen uicktdentscher Volkszugehörigkeit. di« nach de« Bestimmungen diese» Bertr*» ge» tschecho-slowakische Staatsangehörige bleiben nnd ieU dem 1. Januar 1010 in daS mit dem Deutsche» Reich «**• einigte Gebiet zugezogen sind sowie ihre die tschecho-slowa- krsche Staatsangehörigkeit besitzenden Abkömmlinge d»» Deutsche Reich innerhalb einer Frist von drei Monate* »erlassen. Die tschecho-slowakische Regierung wird diele Personen in ihr Gebiet aufnebmeu. Dt« t s ch echo- slowakisch« Regi e r»« » kenn Rtz znm 10. Juli 1030 da» Verlange, stellen. daß Persa»s* deutscher Volkszugehörigkeit, dt« znr Zeit de» InkraM' tretens dieses Vertrages tschecho-slowakische StaatSange* hörige sind und seit dem 1. Januar 1010 in daS setzrS* Gebiet der Tschechoslowakischen Republik zugezogen sind» sowie ihre Abkömmlinge die Tschecho-Slowakische Reo»" blik innerhalb einer Frist von drei Monaten verlasse«- Dteie Personen verlieren damit die tschecho-slowakische Staatsangehörigkeit: die deutsche Regierung wird sie >* ihr Gebiet aufnehmen. Dies ailt nicht für Personen, welche die tschecho-slowakische Staatsangehörigkeit tta den Regierungen ein« gleiche Zahl von Vertretern er» sendet. tzauptschriftleiter Dr Karl Neukcheler Stellvertreter und Chef vom Dienst l>r Georg Brtr»e* vrrancwvrtlilli: Füi Poiiitk- Dr Karl Nrulklieirr. gOt poltid^f und allgemein« Nachrichien: Dr. Georg vrirncr. Für Kulrur «n« Unieibailung Dr. Gvnlvcr Rütirdanz Für Svori Ricvar» >6« derauer Für den HctmaricU: Hugo Büchicr. Für badiich« richcen: Roder« Baue. Für Lokaler Mar LSicde. Für Wirlilhav- Fritz Feld. Für Bilder: Fritz Gchweizcr. Für Anzeigen: Karld«'»- ikvindgaflen. SSmlltcbe tn KariSrube. ^ Berliner Dchrttueicung: Han» Gral Rciiidald. Berlin SD. Tdarloireniir 82 (Zur Zell >ft PreiSiilre Nr U vom 1. No» 1936 afltttoJ «erlag: Füvrer-Verlag © m b.H„ Karlsruhe RotaltonSdruct: Südwestdeuliche Druck- «. «erlagSgelellschav m.b.H„ «arlsrube a. Rh. Dunhschnittsaugage fUr den Monat Oktober kttl- Gauhauvtstadt Karlsruhe Kraichgau und Bruhrain. Merkur-Rundschau AuS der Ortenau Gesamtauflage der Morgenzeitung über SS l^ Donnerstag, 24. November 1938 VttfllkkM Sekte 3 CtebkuediM, Copyright by Ludwig Wollbrandt Tatsachenbericht aus den Jahren 1918/19 — Von Erhard Tewes „Die revolutionäre Gesinnung in Deutschland ist nicht das feige Werk eines Zusammenbruchs, sou» der» das Ergebniseiuer im Stillen und Dunkel« unermüdlich vorwärtsdrängende« Arbeit, die gerade daun einsetzte, als Deutschland scheinbar das Uebergewicht hatte." Mit diesen Worte» rühmte der Jude Eisner-Kosmanowski als „bayerischer Ministerpräsident" aus dem Inter- uatiouale« Sozialisteukongretz in Bern am 4. Februar 1919 die jüdische Dolchstostpolitik. Die hier beginnende Artikelreihe zeigt das verbrecherische Treibe« der Inden vor und »ach der Revolte von 1918. Juden, Juden... Der SS. Oktober 1918 ist ein frft&er, melancholischer ^Oft, schwere graue Wolken hängen über Berlin, und ein Schleier von Dunst und Nebel senkt sich auf das tote Meer von Stein und Asphalt, auf trostlose Mietskasernen ""d sonnenleere Hinterhöfe, auf traurige Reihen blasser Frauen vor den Läden, ans ein nüchternes, man möchte last sagen: eintöniges Haus Unter den Linden. Als die Abendschatten über die Stadt fallen, verwandelt sich das Gesicht von Berlin, und das Gesicht des Hauses und die Menschen Unter den Linden stocken den Schritt: seht, was geht denn dort drüben vor?! Di« breite Front des Gebäudes der Sowjetrussischen Botschaft, der ersten ausländischen Propagandazentrale des weltrevolutionären Bolschewismus, ist in strahlenden Lichterkranz getaucht, und vor dem geöffneten Portal fahren elegante Automobile, schwarzgelackte Kutschen und ersatzgummibereiste Mietsdroschken vor. »Irheiterkührer" aus Berlin WW. der Vortritt! Würdevoll, wie ein KönigSpaar schreiten die beiden, die polnische Jüdin und der Halbjnde, langsam in den Speisesaal/ und ihnen folgen in langer Reihe die Männer und die Frauen, die in den nächsten Wochen und Monaten deutsches Arbeiterblut in Strömen vergießen werden. Jetzt freilich fließt nur Moskaus Champagner in Strömen, und während draußen, wenige Schritte von hier, in der Wilhelmstraß«, eine ohnmächtige, entschlußlose, vom Gift des Scheidemannschen und des Erzbergerschen Einflußes gelähmte Regierung tatenlos zusieht und zuhört, feiert Genoffe Joffe „den Schöpfer der deutschen Revolution", die doch noch gar nicht ausgebrochen und deren man doch fchon so sicher ist: verkündet er, daß Karl Liebknecht, der Haffer des Militarismus, zum Kommandeur des ehemaligen Leibaarderegiments des Zaren ernannt worden sei und daß dieses Regiment fortan seinen ruhmreichen Namen trage. Mit einer Imperatorengeste erbebt der Gefeierte fein GlaS auf Sie russische Revolution und schreit, sie sei in Gefahr, wenn ihr nicht die deutsche Revolution zu Hilfe komme. „Aber gemach, Gcnoffen, sie kommt euch zu Hilf«: die Totenglocke des deutschen Imperialismus hat geschlagen, und der Tag ist nahe, an dem die deutsche Arbeiterklasse ihn zu Grabe tragen wird!" Und Rosa lächelt Rosa Luxemburg und Joffe, die sich gegen üb ersitzen, blicken sich an: die Jüdin kann ein leises Lächeln nicht verbergen: ihr Freund Liebknecht glaubt an das, waS er pathetisch spricht und verspricht. Sie glaubt es nicht: gewiß, der „deutsche Imperialismus", die Erfindung der rassegenöffischen Intellektuellen, wird in Stücke geschlagen, aber nicht von der Arbeiterklasse. Sondern von uns, lieber Karl, vom Judentum, in dessen Hand du und die Barth und Müller Werkzeuge sind! Aus kalten Augen schaut sie zu dem zappligen, unstet mit den Armen herum- wirbelnden Manne empor: nein, mehr als Instrument bist du nicht. Wenn du dich auch als Führer, als der deutsche Lenin dünkst, wenn auch Emil Eichhorn, Teilnehmer dieses Banketts, Angestellter des Berliner Büros der sowjetrussischen Telegraphenagentur, in der „Freiheit" vom 17. November verzückt singen wird: Das scheußliche Opfer „Wir sahen Liebknechts Faust an. In diesem knochigen Werkzeug schien sich das ungeheure revolutionäre Wollen der durch den Krieg erschütterten Welt zu konzentrieren. Die Schläge dieses Hammers, auf die Tischplatte niedersausend. sprengten eine Kette, zerschlugen ein Schloß." „Wenn du jetzt auch die Fahne der Revolution erhebst und sie über der von Delikatessen brechenden Tafel schwingst: „Wir müssen sofort zur Tat schreiten! Wir dürfen keine Zeit verlieren! Zur Tat. Zur Tat! Es lebe die russische und die deutsche Arheiterrepublik!" Begeistert springen die Genossen in ihren Abendanzügen, die Genossinnen in ihren großen Toiletten, in ihren Dekolletes, mit ihrem Brillanten- und Perlenschmuck, auf und jubeln der „proletarischen" Revolution zu, dem bevorstehenden Untergang des Reiches, dem sie hier, Unter den Linden, und die kaiserlichen Minister Philipp Scheidemann und Gustav Bauer in der Wilhelmstraße, den Sarg zimmern. Emil Barth ist in seiner freudigen Erregung nicht imstande, wieder Platz zu nehmen: „im Namen des deutschen Proletariats" begrüßt er den eben-aus dem Zuchthaus Luckau Entlassenen als den „Edelsten der Märtyrer der Freiheit", als das-„scheußliche Opfer Rosa Luxemburg, eine der schlimmsten Hetzjüdinneu aller Zeiten (Scherl Bilderdienst) mm m des Militarismus": wozu versetzt ihm Haase Rippenstöße, warum verziehen die Juden dort brühen das Gesicht zu einem Grinsen? Ach, da ist dem Eifrigen ja eine schöne Panne passiert! Blutübergoffen, stotternd verbessert er sich: „Das Opfer des scheußlichen Militarismus!" (Fortsetzung folgt) Brücken über den Brenner 3ur llnterzeichmmg des deutsch-italienischen Kulturabkommens Bon unserem römisch en Bertret er Wolfd teter Lang e» Gewachsen im Glanz der Schöpfer der Achse, deS Führers und des Duce: gegründet auf die Jahrtausende umspannende ruhmreich« Vergangenheit der geistigen Beziehungen »wischen Nord und Süd, verankert endlich in der Freundschaft und dem Wollen zweier jungen Völker bietet sich das Kulturabkommen »wischen Deutschland und Italien als ein über Vergangenheit und Gegenwart weit in di« Zukunft der europäischen Kultur greifendes Ereignis von gesamteuropäischer Bedeutung. Die beiden größten Kulturvölker unserer Welt Wie war es in Irland? Mosley-Blatt entlarvt die törichte Hetze der englischen presse F.N. London. 28. Rov. DaS Organ der britische« Schwarzhemde« tritt in sehr heftiger Weis« der antideutsche« Hetze in England entgege« und erklärt, wenn die englische» Zeitnugsleser genau ausmerke» würde«, da müßte« sie sich wunder«, daß esiuDentschland noch über eine halbe Million Jnde» gäbe, die zusammen viele Milliarde« Vermöge« besitze«, nachdem die englische Hetzpresse doch schon vor langer Zeit behauptet habe, die Inden feie» i« Deutschland völlig unterdrückt »nd besitzlos gemacht worden. Die Zeitung hat allein auch den Mut, dem englischen Volk den Spiegel seiner Geschichte vorzuhalten. Sie nennt das britisch« Vorgehen in Palästina blutrünstig und gibt ausführlich« Einzelheiten über die terroristischen Straf- maßnahmen, mit dencn das britische Militär auftragsgemäß gegen die arabische Bevölkerung vorgeht. Ferner erinnert die „Action" an die blutigen Vorgänge im irischen Freiheitskampf, denen gegenüber allerdings sogar di« Ereignisse in Palästina verblassen. 1921 erklärte «in Abgeordneter im Unterhaus über die Terrormaßnahmen in Irland z. B. folgendes: „Ich klag« di« Regierung an, in Irland weder jung noch alt, weder Frauen noch Männer geschont zu haben. In Crokepark wurden irische Frauen und Kindererschossen, in Galvay ein alter Mann von 75 Jahren und «in« hoch- Schwerer Sturm über England Bisher fünf Todesopfer schließen ein kulturelles Bündnis. DaS ist nicht nur für sie und ihren kulturellen Aufbau von unabfchätzbarer Bedeutung, sondern für alle, die an der Ausstrahlung der Ideenwelt Deutschlands und Italiens teilhaben. Bündnis wider den Ungei st Welche Nation hätte sich je dem Glanz der italieni,u,>.u Kunst, der Tiefe des deutschen Geistes in ihrem kulturellen Eigenleben entziehen mögen oder können? Zugleich aber schließen die beiden Völker durch diese Achse der Kul- schwangere Frau getötet, und zwar unter fürchterlichen Qualen." Erzbischof Clun« stellte damals über die Vorgänge in Irland fest: ..Es wird kein Unterschied zwischen Schuldigen und Unschuldigen gemacht. Alt un- jung wurde ermordet und jede nur denkbar« Infamie begangen". Die „Morningpost" berichtet« zur Zeit der englisch-irischen Kämpfe in sarkastischem Ton über die Methode der Massenbestrafung: „In der Stadt Trallee hatte man den Eindruck, als oh eine Seuche ausgebrochen sei. Kein Laden war geöffnet. Die Bevölkerung verbarg sich hinter geschlossenen Türen und Fenstern die ganzen Tage über. Wenn ein Polizeiauto auftauchte. dann schossen die Polizisten wahllos in die Gegend und erhöhten dadurch den Schrecken der Frauen und Kinder ungemein. Ueber das Städtchen Templebor schrieb eine andere Zeitung: „Ein Drittel der Bevölkerung ist geflohen. Die Ortschaft Hot den Anblick, als ob sie durch eine Serie von Explosionen zerstört worden wäre. Zwei große Läden waren nur noch rauchende Trümmerhaufen, und im Umkreis von einer halben Meile gab cs kein unzerbrochenes Fenster mehr". Das Blatt stellt dann fest: Winston Churchill war damals Kriegsminister und der Verantwortliche für die „Befriedungskampagne" in Irland. Die Juden im Unterhaus waren seine treuesten Helfer. . Diensteifrig eilt — wie seine Kollegen an den benachbarten Hotels — ein betreßter Pförtner herbei, öffnet Wagenschlag: Samt und Seide, Frack und Claque rausche^ an ihm vorbei, die politischen, künstlerischen und llterarischen Vorkämpfer der „proletarischen" Revolution, ''Arbeiterführer aus den Salons von Berlin W: Bruno Kassierer und Tilla Durieux das erst platonische und spä- eheliche Zweigespann, Karl Kautsky und Franz Mehrung, die in greisenhaftem Eigensinn rivalisierenden Theoretiker des Marxismus, die Gräfin Treuberg und "er Kapitänleutnant Hans Paasche, geistig verwirrtes, pazifistisch verirrter, unbedeutender Sohn eines bedeutenden Vaters, die Rechtsanwälte Dr. Oskar Cohn, Dr. Hugo Haafe. Dr. Joseph Herzfeld, Dr. Gerhard Obuch, Dr. Paul Levi, Dr. James Broh nebst dem von ihrer Ltaffe auffallend gekennzeichneten Gattinnen bzw. Freundinnen. die Aerzte Dr. Hodann, Dr. Julius Moses, Dr. Hermann Duncker, die Schriftsteller Dr. Leo Arons, Dr. Balloü. Felix Stößinger, Alexander Stein, Dr. Paul Hertz: die Kunst wird durch Leo Kestenberg, den gescheiterten Pianisten, und drei, vier Damen seines Stammes ""treten. Programm des Chaos . O ja. es ist ein« illustre Gesellschaft, M« geistig« Elite zukunftsfrohen Volkes Israels, die sich um einen Arer Großen, um den Rabbinersohn und Arzt Adolf V°ffc, Botschafter der Räterepublik Bronsteins. Apfel- "aums, Sobelsohns schart: ihre Namen sind ein Pro- ßramm, das Programm des Chaos, der politischen. wrbt- 'chaftlichen, geistigen Anarchie, die in zwei Wochen über ft» unglückliches Land hereinbrechcn wird: diese Namen wlle» der Mit- und Nachwelt, kommenden Generationen **8 deutschen Volkes erhalten bleiben: zur Mahnung "nd z»r Warnung. — Denn was bedeuten ihnen gegenüber schon die paar Männerchen, di« nicht aus dem Ghetto entsprungen und uun heute abend in das festglänzende Haus der Agr- «atlonssiliale Sowjet-Judäa gekommen sind? Was bedeu- in diesem Kreise der mehr oder weniger unsichtbaren Und wirklichen Schöpfer des Kommenden der moralisch "kfekte, wiederholt vorbestrafte Exhibitionist Emil Barth, »Er ehrliche, aber hysterische, eitle Georg Ledebour, der "ankliche Ewald Vogtherr, der hoffnungslos vertrottelte «rtur Crispien? Was bedeutet selbst einer der gesährlich- Ue« Maulwürfe, der die Heimatfront unte'rivühlt, R>- kyard Müller? Oder der immer aufgeregte, um das Ge- "üge» seiner sorgsam vorbereiteten Revolution bangende ~ r nft Täumig? Oder gar die Petrolcuse der November- ^vublik, Luise Zietz? Marionetten sind sie, die an den 'laden der Fremdrassigen tanzen, ohne daß sie es mer- "n. Marionette ist selbst Karl Liebknecht, den die ihm «Eistig überlegen« Rosalie Lübeck, heutige Rosa Luxem- vuvg, in seinen Irrwahn und in sein Verderben leitet. Wenn du das ahntest, deutscher Arbeiter .. . Proletarischer Kaviar ' V , Karl Liebknecht! Seinetwegen versammeln sie sich fürstlichen Räumen, zwischen den Damasttapeten u>° „ " kostbaren historischen Möbeln, seinetwegen strö- .En sie in den schimmernden Speisesaal, dessen Lüster die .uenbeinerne Pracht der Wände und den klassischen Fries, 1 » , roten Blumen und silbernen Tafelaufsätze magisch be- rit.? en; seinetwegen setzen sie sich zum köstlichen vroleta- "tthen Mahl aus Kaviar. Sekt und Austern, zum bour- »Evisen Bankett von Silber mit dem Zarenwavven. ^"rl Liebknecht läßt lange auf sich warten, der zukünf- rjr. „Präsident der deutschen Sowjetrepublik", ganz zu- stnk- "18 die Gäste schon ungeduldig werden und Genoffe nervös Ausschau zu halten beginnt, steigt der bleiche die Treppen herauf. Majestätisch, in einer iwie später schreibt), „uns allen unvergeßlichen, ein "ENig lächerlichen Pose", betritt er den Emvfangsraum, J" nach einer flüchtigen Begrüßung des Freundes Joffe ./.."nsgestreckter Hand aus eine kleine, häßliche Frau zu- die sich mit Luise Kautsky. der Gattin des iüdisch- R?.E»ischcn Mitersinders der Krieasschnldlttge. und mit lan^. olfstein. dem weiblichen Rüpel aus dem Preußen- vtag des Jahres 1924, unterhält. bun„^d nun geschieht unsagbar Komisches: Als die Gäste, »»a und gespannt auf die zu erwartenden leiblichen Tak-^'ltigen Genüsse, sich an die prächtig geschmückte SSi», vEgeben wollen, gibt der Botschafter ihnen einen den Märtorern der .deutschen" Revolution gebührt »London. 28. Rov. Ueber England fegt ei« Stnrm dahin, wie man ihn seit langem nicht mehr gekannt bat. Bisher hat das Unwetter bereits fünf Todesopfer gefordert. In Cardiss ist eine große Ausstellungshalle eingestürzt, i» der 29 Arbeiter beschäftigt waren. Einer von ihnen wnrde auf der Stelle getötet, mehrere verletzt. In der Ortschaft Strout in der Grafschaft Gloucester hat der Sturm das Dachwerk eines Geschäftshauses her- abgerissen. Zwei aus der Straße stehende Personen wurden von den herabsallenden Ziegeln erschlagen. Auch in Taunton wurden zwei Arbeiter von einer einstürzendcn Mauer getötet. Die telephonischen Verbindungen zwischen London und Irland sind völlig unterbrochen. Die aus Amerika zurückkehrende „Queen Mary" liegt vor dem Hafen von Plymouth, sie kann infolge des hoben Seeganges nicht in den Hafen hineinfahren. Ein größerer - Küstendampfer gestrandet Kitstendampfer ist gestrandet. Die Mannschaft konnte bisher noch nicht gerettet werden. 200 Tote bei einem Erdrutsch * Neuyork, 23. Nov. In Castries auf der Insel St. Lucia (Kleine Antillen) ist, wie wir bereits in der Abendzeitung meldeten, infolge vulkanischer Tätigkeit im Erd- innern ein ganzer Berg auseinandergebrochen. Die Erschütterungen hatten riesige Erdrutsche und furchtbare Verwüstungen zur Folge. Nach vorläufigen Schätzungen wurden mindestens 290 Personen getötet. Mehrere Dörfer sind mit einer sieben Meter hohen 'Schlammschicht bedeckt. Die Polizei ließ ein Gebiet von über 200 Quadratkilometer räumen. Tropische Wol- kenbrüchc erschweren die Rettungsarbeiten. Die Insel St. Lucia gehört zu den britischen Besitzungen in Westindien. tur ein Bündnis wider den Ungeist auf kulturellem Gebiet, den Amerikanismus, die Verjazzung der Kultur. Eick Bündnis, das von den Völkern getragen wird, die wieder zu den reinen Tiefen ihrer unsterblichen Kulturmission in ihrer völkischen Erneuerung zurückkehrten, aus ihrer Kraft zur Blüte fanden gegen die aus Ost und West einbrechenden Fluten einer gefährlichen Oberflächlichkeit, der sterilen Zivilisation, der Niggersongs und unaussprechlichen Machwerken auf jedem Gebiet der Künste. Das deutsch-italienische Abkommen über di« geistige und kulturelle Zusammenarbeit stellt das umfassendste Werk dar, das je auf kulturellem zwischenstaatlichen Gebiet errichtet wurde. Die Vorarbeiten nahmen fast zwei Jahre in Anspruch. Es kam darauf an, den ungeheuren Reichtum der deutschen und italienischen Kultur z»r Zusammenarbeit zusammenzusassen, die aus beiden Völkern brausenden Ströme kulturellen, geistigen und künstlerischen Schaffens sich zum gemeinsamen Werk vereinen zu lassen. So stellt sich die Achse nun auch in kultu- rellerHinsicht als Vorbild für andere dar, nach positiven, nach unsterblichen Werten zu ringen, aus der engen Freundschaft zweier Völker nicht die Einengung anderer zu erreichen, sondern alle, di« guten Willens sind daran teilhaben zu lassen. Der Block der deutschen und italienischen Kultur in diesem Abkommen entspricht dem politischen Block der Achse. Niemand in aller Welt kommt zur Kultur Europas, zum europäischen Wesen im neuen Sinne, der nicht vom Bündnis italienischen und deutschen Geistes weiß. Er kennt die Tiefe der erhabendsten und unsterblichen Schöpfungen nicht, wenn er versäumte, Rom zu sehen, in Bayreuth zu hören, in den Büchern deutschen Geistes zu lesen. Gegenüber dieser Unermeßlichkeit zweier zusammenklingender Kulturen sind alle Hetzer, wo sie auch immer seien, nichts. . . Begrüßenswerte Wandlung Zum erstenmal in einer über Jahrhunderte gehenden und unendlich sruchtreichen kulturellen Wechselwirkung zwischen Nord und Süd werden kulturelles Wollen, geistiges Schaffen und künstlerischer Genius bewußt zusammengeführt. Jeder Kenner der deutsch-italienischen Beziehungen weiß, wie zu jeder Zeit das Interesse, die Zuneigung zu der Kultur des anderen in jedem der beiden Völker lebendig war. Im wesentlichen blieb das kulturelle Kennenlernen und Verstehen aber individuell oder disziplinlos. Die Lieblingsgebicte des kulturellen Schaffens wurden herausgegrifsen, losgelöst und gepflegt. Es fehlte an dem überlegten System, durch das alle Gebiete und Kräst« zur Zusammenarbeit aufgeschlossen wurden, das auch dort einsetzte, woanscheineich Trennendes vorhanden. Die kulturellen Beziehungen zwischen Nord und Süd haben zuweilen trotz aller individuellen Bemühungen an einer gewissen Oberflächlichkeit gekrankt. Was an der italienischen Kultur nicht leicht verständlich war, wurde mit „Rationalismus" abgetan. Der Italiener sprach vom „Mystizismus", wenn er in den Tiefen deutschen Wesens aus Ansichten stieß, die seinem klaren, rationalerem Geist unverständlich schienen. Nur der Beobachter am Ort selbst weiß, welch eine begrüßenswerte Wandlung sich hier durch die Achse vollzog. Tenn mit dem Entstehen und dem Vertiefen der Achse erforscht« man nun auch solche Geistesgebiete, die man früher als mühsam beiseite legte. Das einleuchtendste Beispiel scheint uns immer dafür, wie man sich aus beiden Seiten zuerst in dem sozialistischen Wollen nicht verstand, um mit Auswirkung der Achse zu erkennen, wie außerordentlich viel Gemein- sames das soziale Programm des Nationalsozialismus und des Faschismus haben, mag es hier sozialistisch, dort korporativistisch heißen. Die Reihe guter und bester Untersuchungen von italienischer Seite über deutsches Du füllst Im keinem zur Last, wenn Hu Hein Leben versichert hast. Cu'* lieber heute als morgen. Seite 4 torföftrrt Donnerstag, 24. November 1938 Wesen, die sich neuerdings mit deutscher Mystik beschäftig- ren, zeigen von Rom auS bie Wandlung. Di« Arbeiten des Petrarca-HauseS in Köln, der Hertziana in Rom. der rvllla sciarra, ergänzen ütesen Vorgang aufs beste. So iit es nur glücklich, wenn erst beute nach zweiiäbrigem Vorbereiten zur politischen Freundschaft der Achie dt« kulturelle in Worte gefaßt wird. ->n diesen beiden fahren wurde das Unausgesprochene, das Fremde geklärt, erläutert und vertraut. Gemeinsamer Weg zu den Musen Zwei große Kulturen, in deren Bannkreis andere Völker leben, von deren Substanz bie geistige W-lt überhaupt zehrt, erweitern jetzt ibre Freundschaft zu einer systematisch in alle Einzelheiten gehenden festen Zusammenarbeit. Das politische System unserer beiden Völker, die Achse, erweist sich auch auf kulturellem Gebiet als fruchtbar-konstruktiv. Ausgerechnet die von Neid und Unverstand geschmähten autoritären Staaten öffnen auch auf kulturellem Gebiet Türen in ein Neuland, wie es fruchtbarer in den zwischenstaatlichen kulturellen Beziehungen nie erschlossen wurde. Zum politischen Verstehen, zum weltanschaulichen und sozialen Gleichklang in der Achse tritt jetzt die kulturelle Zusammenarbeit. Nie wieder war zwei Völkern zu unserer Zeit auf allen Gebieten des Lebens so viel Gelegenheit zum gegenseitigen innigen Verstehen gegeben wt« in der Achse. Uebcr die Moral- Heuchelei. die Mißgunst und di« Unruhe bei den anderen wölbt sich der immer vollendetere Bau der deutsch-italienischen Freundschaft. Die großen dynamischen Kräfte unserer Zeit. National- soztalismus und Faschismus, gehen den Weg zusammen zur Kultur, zu den Musen. Die politische Gleichrichtung, aus der sich im Herbst 1936 die Achse erhob. ist längst zur Kameradschaft ihrer Menschen geworden. Sei es. wenn deutsche und italienische Arbeiter sich auf ihren Wahrten kennenlernen, wenn Jugend über die Grenze geht, wenn jetzt Künstler und Wissenschaftler, im anderen Lande der Achse schaffen. Zum immer besseren Verstehen ihrer Völker! Mögen ste tn diesem Sinne beginnen, die Künstler, die Jugend, die Gelehrten und Forscher. die dieses neue Abkommen in erster Linie angeht. Mögen ste in diesem Sinne wirken, die neuen Stätten italienischer Kultur auf deutscher Erde, die Stätten deutschen Geistes im Düdland nach dem Gesetz, aus dem die Achse entstand. Berlin soll Zentrale des Kampfes gegen den Krebs werden Dr. Goebbels besichtigt das Birchow-Krankenhaus * Berlin, 28. Rov. Reichsminister Dr. Goebbels besichtigte am Mittwoch das Birchow-Krankenhaas. Stabt- präsident Dr. Lippert und Staatsrat Dr. Conti hieße» ihn zusammen mit dem Bürgermeister des Verwaltungsbezirks Wedding und de« leitende« Aerzten des Krankenhauses sowie dem Verwaltungsdirektor herzlich willkommen. Nachdem sich Dr. Goebbels an Hand eines Modells zunächst einen Gesamtüberblick über die weitläufigen Anlagen und die Organisation des Hauses verschafft hatte, sprach er zu den versammelten Aerzten und dem Pflegepersonal. Er schilderte, wie er vor über zehn Jahren schon einmal im Birchow-Krankenhaus gewesen sei, um einen verwundeten SA.-Kamevaden zu besuchen, und wie er dainals, geschmäht und bedroht von Kommunisten, sehr unangenehme Eindrücke mitgenommen habe. Heute komme er auS ganz anderem Anlaß wieder: In einer Millionenstadt wie Berlin stehe man vor einer Ueberfülle von Problemen sozialer, wirtschaftlicher und soziologer Art, und in einer solchen Stadt nehmen auch die Fragen der Krankheitsbekämpfung einen breiten Raum ein. Dr. Goebbels kam in diesem Zusammenhang besonders aufdenKampfgegenden Krebs zu sprechen; Berlin müsse zu einer Zentrale dieses Kampfes werden. Deshalb werde er veranlassen, daß eine größere Summe zur Erforschung der Krebskrank« h e t t und ihrer wirksamen Bekämpfung zur Verfügung gestellt wird. Ein Rundgang führte dann durch verschiedene Stationen deS HauseS. Handwerkerfrauen unter sich ... erzählen sich jetzt viel von einer neuen Methode, die beim Säubern der Berufs- und Werkstattkleidung ganz ausgezeichnete Erfolge bringt. Statt des mühevollen, zeitraubenden ReidenS und Bürstens werden jetzt die schmutzigen, seltigen und öligen Kittel.Jacken, Schürzen, Hosen usw. einfach in heißer -Lösung eingeweicht.mit iMi „achgckochl und gründlich gespült! Alle, die dieses billige und schonende Bersahren erprobten, lobten es begeistert! Zur Eröffnung in Karlsruhe: SMkische “ "" ' für Jugend und voll Von Richard Sleoogt Im Rahmen der Großveranstaltungen der diesjährigen Gaukulturwoche eröffnet heute nachmittag 15 Uhr Oberbürgermeister Dr. Hüssy im Rathaussaal die neugfegründete „Städtische Musikschule für Jugend und Volk Karlsruhe“. Diese Anstalt ist eine völlig neue Einrichtung im Musikleben der badischen Gauhauptstadt. Die Ausführungen unseres Musikreferenten, Hochschullehrer Richard Slevogt, welcher von Oberbürgermeister Dr. Hüssy zum Stellv. Leiter der Städtischen Musikschule ernannt wurde, sind als Einführung zu der bevorstehenden feierlichen Eröffnung der Anstalt gedacht und sollen einen kurzen und allgemeinverstandlichen Abriß derselben und ihrer kulturpolitischen Aufgabe bieten. Es ist sicherlich kein Zufall, sondern eine durch Sen Augenblick bedingte Notwendigkeit, wenn der Oberbürgermeister der Gauhauptstadt Karlsruhe am 24. November, dem „Tag der bildenden Kunst und der Musik" in der Kulturwoche die „S t ä d t i s ch e Musikschule für Jugend und Volk" ins Leben ruft. Die Musikerziehung und damit auch die Musikpfleg« ist im Deutschland Adolf Hitlers nicht mehr Privatsache. Jugend und Volk sind heute von dem heißen Wunsche beseelt, Anteil zu nehmen an dem Kulturleben der Nation. Es ist eine bekannte und durch vielseitige Erfahrungen erhärtete Tatsache, daß gerade in den letzten Jahren der Wunsch, ein Instrument zu erlernen und selbst musizieren zu können, in den Reihen der Heranwachsenden Generation immer mehr um sich griff und trotz Radio und Film immer mehr Anhänger fand. Auf Grund der zwischen dem Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, dem Neichsminister deS Innern, dem deutschen Gemeindetag, dem Kulturamt der ReichsjugenSflly- rung, dem Volksbildungswerk der NS.-Gemeinschaft .Lraft durch Freude" sowie dem Hauptamt für Kommunalpolitik vereinbarten Richtlinien sollen nun überall in Großdeutschland Musikschulen für Jugend und Volk errichtet werden. Diese Musikschulen sollen — wie ihre Benennung schon anzeiat — sowohl alle in Frage kommenden Angehörigen der Hitlerjugend, als auch sämtliche an einem gründlichen Musikunterricht interessierten Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront erfassen. Musikunterricht ln Karlsruhe Die Geschichte des Musikunterrichts der letzten fünf Jahre in der badischen Ganhauptstadt läßt sich in wenigen Sätzen folgendermaßen darstellen: Neben den bekannten, teils städtischen, teils privaten Musiklehranstalten war es eine verhältnismäßig große Anzahl guter und erfahrener Musiklehrkräfte, die unsere Jugend auf allen Gebieten der Tonkunst unterwiesen. Doch schon im Jahre 1986 wurde durch die Jachschaft „Musikerzieher" in der Reichsmustk- kammer in Karlsruhe der musikalische Gruppenunterricht eingesührt, und zwar mit außerordentlichem Erfolge, wie dies durch die stetig steigende Zahl der Anmeldungen und durch einen in der Oeffentlichküit mit stärkstem Betsall aufgenommenen Schülervortragsabend recht eindeutig er. hellt wurde. Anschließend wurde die musikalische Unterweisung in Gruppen duxch das Deutsche Volksbildungswerk übernommen und weitergeführt. Die neugegrünbel« Städtisch« Musikschule für Jugend und Volk, die also der gesamten außerschulischen Musikerziehung der Jugend bis zum vollendeten 21. Lebensjahre und außerdem der musikalischen Bildung bzw. Weiterbildung der Erwachsenen dienen wird, wird nun die zu diesem Zweck« bisher in Karlsruhe bestandenen Einrichtungen, d. h. das Badische Konservatorium für Musik und die oben genannte Musikschule für Jugend und Volk deS Deutschen Volksbildungswerkes in sich aufnehmen und somit eine vorbildliche und einheitlich ausgerichtete Zusammenfassung aller Möglichkeiten einer gründlichen Musikausbildung öarstellen. Dieses gewaltige Werk wurde nicht zuletzt durch das große persönliche Interesse von Oberbürgermeister Dr. Hüssy ermöglicht und ins Leben gerufen. Seine restlose Anteilnahme und seine tatkräftig« Unterstützung dürfen als zuverlässige Garanten des zu erwartenden durchschlagenden Erfolges fein. Die Lehrer an der Musikschule Zum Leiter de« Anstalt wurde der Landesleiter der RetchSmufikkammer, Heinrich Siegfried Wöhrlin, und Leiter der Kulturabteilung der Hitlerjugend des Gebietes 21 berufen. Ebenso wurde der Stellv. Leiter, welcher gleichzeitig Leiter des Jachamtes I (Einzel- und Gruppenunterricht für alle Instrumente und sämtliche musiktheoretischen Fächer) ist, sowie die an der neuen Musikschule tätigen Lehrkräfte durch den Oberbürgermeister der badischen Gauhauptstadt ernannt. Durch bie Gründung der Städtischen Musikschule für Jugend und Volk wurde eS notwendig, neben bewährten Kräften der Staatlichen Hochschule für Musik und des bisherigen Badischen Konservatoriums für Musik ein« größere Anzahl hochqualifizierter jüngerer Privatmusiklehrer der Kreismusikerschaft Karlsruhe zur ständigen Mitarbeit zu gewinnen. Die lehrplanmäßig« Struktur der nach den neuesten pädagogischen und methodischen Erfahrungen gestalteten Schul« wird durch drei Jachämter dargestellt. Im Mittelpunkt der gesamten Musikerziehung der Anstalt steht das Singen. Die Teilnahme an einer Stnggruppe ist daher für alleSchü- l e r der Musikhochschule verbindlich. Diese Stng- gruppen, welche 20 bis 80 Teilnehmer zu einer gründlichen und gewissenhaften Ton- und Lautbildunq erziehen sollen, sind als Ausgangspunkt für größere Singgemeinschaften gedacht. Zum Leiter des Jachamtes Hl (Singkreise und Singgemeinschaften) wurde Chorleiter Heinrich G o ß m a n n ernannt, welcher durch seine erfolgreiche Tätigkeit an der ehemaligen Karlsruher Singschule für diese große und verantwortungsvolle Aufgabe, wie kaum ein anderer, berufen ist. Wie oben schon angedeutet, wirb das Jachamt l den gesamten Jnstrumentalunterricht sowie den Klassenunterricht in allen musiktheoretischen Jächern umfassen. Jür die Klavierklaffen stehen eine große Anzahl begeisterter und besonders erfahrener Lehrkräfte zur Verfügung. Die Liste derselben wird durch den Konzertpianisten Hermann Bi schier, welcher mit der künstlerischen Leitung einer Klavierklaffe beauftragt wird, besondere Bedeutung ge- gewinnen. Der Künstler hat bereits in einigen Großstädten de« Reiches (u. a. Berlin und München) mit ungewöhnlichem Erfolge konzertiert und besitzt auch als Musikerzieher einen Namen. In gleicher Weife wird die Konzert- pianistin Elisabeth Moritz, die vor kurzem aus Amerika zurückgekehrt ist und den älteren Karlsruher Kunstfreunden als hochbegabte Künstlerin noch in bester Erinnerung sein dürft«, als Lehrerin für Klaviersviel an der Städtischen Musikschule tätig sein. Weiterhin seien an dieser Stelle Gertrud E y t h, die sowohl im Rundfunk als auch im Konzertsaal — insbesondere bei den historischen Schloßkonzerten von Karlsruhe und Favorite — sehr erfolgreich in Erscheinung trat, Hildegard Knopf, ein beachtliches aufstrebendes Talent, Eva Schinzinger und Haddy Stütze! genannt. Jerner wurde für Klavier und Musiktheorie Jriedrich Hermann, welcher im Musik- Kleben unserer Stadt schon längst kein Unbekannter mehr ist, gewonnen. Walter I ü ß. ein hochgegabter Straube- Schüler, wird als Lehrer für Orgel tätig sein und für die Sologesangsklassen stehen in Kammersängerin Hedwig H i l l e n g a ß, Kammersänger Adolf S ch ö p f l i n (beide vom Karlsruher Staatstheater) und Kammersänger Alexander C o r a d o «rstk)affige Lehrmeister zur Ber- füguna. Jür die Biolinklassen bedeutet die Verpflichtung von Staatskonzertmeister Ottomar Voigt vom Badischen Staatstheater einen außerordentlich vielversprechenden Auftrieb. Neben dem vortrefflichen Künstler, welcher auch gleichzeitig «in tüchtiger Lehrer ist, finden wir bann noch als neuverpflichtete Lehrkräfte die in Junk und Konzert bereits bestens bewährten Geigerinnen Lulu Deiner und Emmy S ch e ch, die ebenfalls beide auf eine sehr erfolgreiche Lehrtätigkeit zurückblicken können. Nicht vergessen seien Eduard V o l b a ch und Konzertmeister Leonhard Witzenbacher, welche bekanntlich auf dem Ge- fahrung ihr eigen nennen. Einige dieser Lehrkräfte werden auch in der Bratschenklasse in der Anstalt, die durch Konzertmeister Georg Valentin Panzer angeführt wird, unterrichten. Jür di« Violincelloklaffe wurde Wilhelm Ratzel herangezogen, ein Mitglied der Badischen Staatskapelle, welches sowohl als Solist, wie auch namentlich auf dem Gebiete der Kammermusik außerordentlich viel verspricht. Besondere Aufmerksamkeit wirb der Pflege der sogenannten alten, also vorklassischen Musik gewidmet. Hier stehen mehrere ausgezeichnete Künstler zur Verfügung, deren Reihe durch die Heranziehung von Anton S t i n g I- Jveiburg i. Br., welcher als hervorragender Gitarre- und Gambenspezialist im deutschen Musikleben bereits eine stark beachtete und hochgeschätzte' Persönlichkeit ist, eine sehr glückliche Bereicherung und nachdrückliche Stärkung erfährt. Eine Anzahl der neuverpflichteten Lehrkräfte wird auch durch entsprechende Lehraufträge an der Stattlichen Hochschule für Musik tätig sein. Jür sämtliche Orchesterinstrumente verweisen wir auf die bereits am früheren Badischen Konservatorium und an der Hochschule für Musik bewährten ersten Kräfte >>er Badischen Staatskapelle. Jür alle sogenannte Volksinstrumente wurden ebenfalls gediegene und erfahr:ne Lehrkräfte gewonnen. Das Jachamt II, dessen Leiter Heinrich Siegfried Wöhrlin ist, ist vierfach gestuft und umfaßt das instrumentale Gemeinschastsmusizieren in Verbindung mit dem Gemeinschaftsgesang. Hier werden Streicher, Bläser und Klavierspieler, die über die ersten Anfangsgründe auf ihrem Instrument verfügen, zu regelmäßigen Gemeinschaftsübungen zusammengefaßt, hier erklingen die Lieder de« Tages- und des Jahreskreises, hier werden Kanons geübt, hier lernt der Schüler die ersten Jormen der Kunstmusik sowie leichtere Kammermusikwerke kennen, lieber diesen Spielgemeinschaften steht das Jugendorchester und das Musikschulorchestcr. Als Sondereinrichtungen treten zu den einzelnen Jachämtern noch eine Reihe von Vorlesungen, (GMD. Josevh K e i l b e r t h, Oberspielleiter Erik W i l d h a g e n U. a.) eine grundsätzliche kulturpolitische Schulung (Ga't- kulturstellenleiter Heiner Stähle) sowie Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise, in welchen namentlich die Musik in Formationen und Gliederungen der Partei gepflegt werden soll. In weitestem Maße werden hier auch alle auf musikalischem Gebiet liegenden Ziele des Deutschen Volksbildungswerkes Verwirklichung finden. Zur Förderung begabter bedürftiger Schüler sind jetzt schon genügend Mittel bereitgestellt, um durch eine nachdrückliche Studicnbeihilfe das gefetzte Berufsziel bestmöglich erreichbar zu machen. Gediegene Musikerziehung für alle Die Teilnahme am Musikunterricht der Städtischen Musikschule für Jugend und Volk wird als Dienst betrachtet und entsprechend behandelt. Der Besuch der Anstalt ist freiwillig. Der private Musikunterricht wird durch die Städtische Musikschule und die bevorstehende Werbung derselben keineswegs berührt. Die Städtische Musikschule für Jugend und Volk verkörpert in idealer Weise den Wunsch des Jührers nach einheitlicher und gründlicher kultureller Erziehung aller Volksgenossen und wird daher im Musikleben unserer Stadt ein entscheidender Jaktor sein. Die kulturpolitische Aufgabe der Anstalt liegt begründet in der Absicht und dem Ziel, eine gediegene Musikerziehung für alle musikbegabten Jugendlichen, und für all« musikbegabten Erwachsenen zur Grundlage einer vorbildlichen Musikpflege zu machen, dieselbe aber ihrerseits wieder zum idealen Ausgangspunkt eines umfaffenden Kunstverständnisses, einer wirklich großen und reifen Lebenshaltung zu erheben. Und hierin soll uns das Goethe-Wort Leitstern fein, welches da lautet: „Deshalb haben wir denn unter allem Denkbaren die Musik zum Element unserer Erziehung gewählt, denn von ihr laufen gleich- gebahnte Wege nach allen Seitenl" Kurzbericht vom Neckar und Rhei- Eigener Bericht des „Führer- Alfrsd T o r t o t errang sich mch dem Klavierkonzert Robert Schumanns in Heidelberg außerordentlichen Beifall, für de« er schließlich durch eine Ehopin-Valst dankte. Generalmusikdirektor Kart Overhoss begleitete mit dem Stüdt. Orchester in belebter Frische und umrahmte das Schumannkonzerl würdig durch Mozarts Jupiter- und Brahms' II. Sinfonie. ES war ein sehr eindrucksvoller Auftakt der 7 Stsidt. Sinsoutekonzeri«. * In Heidelbergs 2. Städt. Sinsonie-Uongert wird Prof. Ludwin Hölscher am 7. Dezember Haydns Cellokonzert spielen. Das aus dem „Jnstrurnemawerein- pari B o ch s durch die o»> ganisatorifche Kraft Philipp WolsrumS 1889 herdorgegangen« Städtische Orchester Heidelbergs begeht im kommenden Jahre fein« 60" Jahr-Feier mit Hugo Wolfs „Penthesilea- und Bruckners IX. SiW sonie unter Generalmusikdirekwr Kurt Overhoff, dem Nachfolger Prof. Dr PoppenS Dieser hatte das Orchester sowie den Bach- Verein nach WolsrumS Tode 1919 übernommen. In vorbildlicher Zusammenarbeit bauten die JG.-Farbentndusirte A.G. mit der Stadtgemeinde LudwigShafen a. Rh. und der NSG- „Kraft durch Freude- auch für den begonnenen Konzertwinter ihre Sinfonickonzert«, insgesamt 6 und den Liederabend Gertrud« P > tz i n g e r stilvoll aus, zu dem noch, mit besonderer Spannung erwartet. daS Gastkonzert der Münchener Philharmoniker unter ihrem neuen Leiter, Pros. Kadasia-Wien htnzukommt. Generalmusikdirektor Pros. Ernst Boehe begleitet mit dem verstärkten Saarpfalz- Orchestrr Hugo Kolberg. Thelma Rcitz, Helge Noswaenge zwilchen Sinfonien von Haydn bis Liszt, dem Orchesterscherzo von Hans Pfitzner und Friedrich KloseS „Elfenreigen-. Friedrich Baser. .unsere weltbekannten Qüalitats-, GFRR QPHIPK breiter dir. ab Fab,rijk zuni Skiläufe*! * |LUn ‘ iJt ' mUI1 Fordern'^le Gralisk^laloö-lifc- skifabrik Alpf nfl.Sklkonteii.., , ' K BÜHt (BADEN) iT ullo-'Auf i(h,raubbindung mitftderstrammen MnJerJerhmJen AMT & & % 4 *I dto fuM'dHtbh foiftfai/l • U/h A.H. Krik/} Lopyrtgh» 1938 dv August Scherl Nachfolger, Berlin. ( 58 ) „In achtzehn Tagen werben wir zu Haufe sein!" lachte Frau Stella. „Wir könnten sogar schon tn drei Tagen zu Hause sein." „Enrico!" —!" „Ja, Olympia in Prag hat nämlich Bankrott gemacht, ich vergaß es dir gestern- nacht zu sagen, und wir sind vom ersten Dezember an frei. Wien will mich freilich prolongieren . . . ." „Erholung würbe dir nicht schaden, Enrico!" „Du spielst auf die Schlappheit an, die ich neulich in den Knochen hatte", klang eS gereizt auS Enricos Mund zurück. „Aber mein Lieber! Der Karlsbader Arzt hat dich doch für den gesündesten Mentchen erklärt." „Das will ich meinen! Also, ich werde bis achten Dezember hier verlängern. Paul, sag bitte dem Direktor Bescheid." Als es plötzlich in Rtesenlettern aus Plakaten und Inseraten schrie: „Enrico-Rastelli-Gastspiel im „Ronacher" um eine Woche verlängert!", ließ der Ansturm auf die Kassen des Varietes nicht nach, im Gegenteil, er verstärkte sich, so daß die Direktion noch jeden Tag eine Nachmittagsvorstellung einlegte. Zweimal täalich arbeitete der große Jongleur vor ausverkauften Häusern, frenetischer Beifall donnerte ihm zu, di« Wiener waren das dankbarste Publikum, bas er sich wünschen konnte,' und er vergalt es ihnen dadurch, baß er einige seiner neuesten, bisher für unmöglich gehaltenen Tricks zeigte, was wiederum den Zulauf zu den Vorstellungen verstärkte. Kein Zweifel: Enrico Rastelll war setzl auf dem Scheitelpunkt seines RnhmeS, auf seiner höchsten Höhe! Der Direktor drängte immer wieder: „Die müssen über den Achten hinaus bleiben, Meister!" Aber Rastelli vertröstete lächelnd. War er sich wirklich noch nicht schlüssig ober wollte er seine Chance ausnützen und die Gage noch höher treiben? Sogar Iran Stella wußte es nicht: denn Enrico pflegte nur nach eigenen Entschlüssen zu handeln und sie ihr erst im letzten Augenblick mitzutetlen. So hatte sie gelernt abzuwarten. „Heute wirst du Mühe haben, tn einem Blumenmeer nicht zu ersticken, Enrico", meinte Pförtner Karl, als Rastelli am achten Dezember das Theater betrat. „Guck mal, was da hinten schon liegt! Wenn ich sage hundert Blumenkörbe und Sträuße, übertreibe ich nicht. Und jeden Augenbltck kommen neue! — Junge, Junge, bist du ein Glückspilz!" Im ganzen Theater spürte man das große Ereignis: Rastellis letztes Auftreten — oder Verlängerung seines Gastspiels? Das Haus dampfte vor Erregung. Hinter den Kuliffen standen überall Artisten, Artistinnen, Tänzerinnen — di« meisten schon in Kostümen — in lebhaften Gruppen, Bühnenarbeiter, Techniker, Bürobeamte gesellten sich lauschend und raunend zu ihnen: vorn im Theater ging schon die erste Nummer, eine Athletentruppe, unter dem Schmettern und Donnern des Gladtatorenmarsches, und das Publikum entlud sein« Spannung in einen Bei- fallsorkan. Draußen drängten noch immer Menschen- maflen zu den schon längst geschloffenen Kassen, wurden di« Billetthändler ihr« verbotene Ware reißend los. An diesem Abend des 8. Dezember 1031 erlebten der Jongleur Enrico Rastelli und mit ihm das „Ronacher" in Wien den größten Triumph. In einem Märchenwald We* Jkat c len MORD ,ae*a&? Das ist die entscheidende Frage, auf die unser neuer Morgenzeitungsroman PillSE M A CII DEM DRITTES AKT in atemberaubender Spannung, die keinen Augenblick nachläßt, Antwort gibt. Alle möglichen Personen kommen in Verdadit, werden verhört, beobachtet, ja sogar verhaftet, bis es am Schluß dodi gelingt, den wirklichen Mörder zu fassen und das geheimnisvolle Verbrechen an Mister Spencer, dem Großindustriellen in London, aufgeklärt werden kann. von Blumen und Blüten stcmd di« schlanke Gestalt auf der Bühne, überblendet vom Gleitzgold der Scheinwerfer. überbraust von Tuschmusik, von immer neu aufwachsenden Wellen jubelnden Beifalls, von Zurufen begeisterungstrunkener Menschen. Er war wie benommen, als er endlich, nach dreißig Vorhängen, in die Kulisse abging. Er stützte sich auf seine Frau. In der Garderobe ließ er sich auf einen Stuhl fallen, riß sich den Bademantel, di« Bluse von dem in Schweiß und Waffer dampfenden Körper . . . „Wie schön ist das Leben, wie schön!" flüstert« er seiner Iran zu. Als er sich ein bißchen erholt hatte, fragte Stella Irif 0 „Du wirst prolongieren, Enrico? Der Direktor hat sch»" viermal fragen lasten." Rastelli nickte. In diesem Augenblick wurde an die Tür geklopft. „Jetzt noch nicht!" riefen Stella und Paul. Die Stimme eines Dieners tönt« herein: „Es ist d« Herr aus der Jremdeuloge — er habe eine lange Reil* unternominen, um Herrn Rastelli zu sprechen — er w»; sich nicht abwetsen. Hier schiebe ich seine Karte durch- Und gleich rutschte auch di« Visitenkarte durch den T»r- spalt. Stella hob sie auf und reichte sie ihrem Mann. 2** — gerade dabei, sich abzurubbeln — ließ sie zu Bode» flattern. Paul hob sie aus. „Holen Sie in einer halben Stunde Bescheid!" rief e * dem Diener durch die Tür zu. Enrico kämmte sich, sein Gesicht im Spiegel aufmerksam betrachtend. „Gib mal die Karte her", sagte er dmi schendurch zu Paul. Der reichte sie ihm: „Da wirst Zäunen Rastelli zuckte jäh zusammen, warf das Kärtchen n>ess- «.s hätte er sich daran die Finger verbrannt, sprang a»'> schlua sich mit der Hand vor die Stirn, lief erregt durw den Raum . . . „Wir reisen ab! Wir hören auf — tot 01 — heute!" wandte er sich mit einem Ruck zu Stella — — und dann zu Paul: „Ich will auf keinen Fall die'^ Herrn empfangen — ich will ihn nicht sprechen, n'"- hörcn, nicht sehen! Du sorgst mir dafür, Paul, daß ich j* . keinen Fall von diesem Herrn Jim belästigt werde — keinen Fall!" Er schlug seinem Vetter dreimal auf Schulter und schob ihn znr Tür hinaus. ^ Föns Zahre Reichstierschutzgesetz Adolf Hitler: „Im neuen Reich darf es keine Tierquälerei mehr geben'" Aufruf! Am 24. November 1988 hat her Führer und Reichskanzler Adolf Hitler das Retchstierfchatzgefe« unterzeichnet. Er hat damit der inneren Einstellung deS deutsche« Menschen zwm Haustier sowohl wie anch zu allem Getier in Wald und Feld in einer Form Ausdruck gegeben, die des dentsche« Volkes und seines Kulturstandes würdig ist. Die Achtung vor dem Lebe» und der Unversehrtheit des Tieres, sei» Recht aus ^.ebe« und auf Schutz vor grundloser Vernichtung ist nun gesetzlich sichergcstellt. Die Organisationen des dentsche» Tierschutzes find durch Verordnung der Reichsregierung mit der Pflege des Tierschutzgedankens und mit der Sorge für die Beachtung des Reichstierschutzgesetzes betraut worden. Sie arbeite» also auf einem wichtigen Teilgebiet dentsche« kulturelle« Lebens mit und verdienen jede Beachtung und Förderung ihrer Arbeit durch alle Volksgenossen. Karlsruhe, de« 19. November 1988. Jahre sind am 24. November 1938 verflossen, bot ei ?I iie Reichsregieruna das Tierschutzgesetz erlassen Es ist im Neichsgesetzblatt Teil I 1988 Seit« 897 * Jbtntlidt und am 1. Februar 1934 in Kraft getreten. heutige fünfjährige Bestellen dieser gesetzgeberischen «i, tfl Ü ei deshalb Veranlassung, ihrer zu gedenken und «er Allgemeinheit ganz besonders nahezubringen! &J ’Jj allen Zeiten haben «roste Männer sich für den ^wutz der Tiere ausgesprochen. „Wer gleichgültig gegen tza->^"ues Tier ist. wird auch für seinesgleichen kein Herz di» ^' '""tc Friedrich der Grotz« — „Grausamkeit gegen bPY. ere ist eines der kennzeichnendsten Laster eines nie- ren und unedlen Volkes", Alexander v. Humboldt — »nn auäl« rn gehört die Prügel st rase" Otto '^mnrck — „Am Tiere übt sich das .Kind in Barm- rztgkeit oder Grausamkeit" Friedrich Fröbel. wieder hat sich di« Erkenntnis durchgerungen, zu» n?, öer Erziehung des Menschen zum Tierschutz, d. b. ein- Rücksichtnahme gegen die ihm unterstellten Wesen, «"E wichtige Kulturausgabe zu erblicken ist. die eine ^acke zu edelsten Menschentum bildet. n tf ?r| r Tierschutz gehört zu den wichtigsten Mitteln der l,, 'wen Erziehung des Menschen. In der Einstel- »yl.8 des Menschen zum Tier drückt sich die de der Kultur seines Volkes aus. Während .Mützer daS Tier lediglich als Sachwert betrachtete Strafbestimmungen über Tierquälerei entspre- Robcrt Wagner, Gauleiter nnd Reichsstatthalter. vollständig unzulänglich waren, hat der National- »^"dmus mit dieser alten materialistisch-Iiberalistischen nichauung gründlich gebrochen. Es ist nicht hoch genug »u rs'sven. daß die führenden Männer unseres heutigen „„?'!wlanbs sich eindeutig zum Tierschutz bekannt haben, nia” y 8 deutsche Volk ist dankerfüllt, daß sie der Erkennt- z„ 7 . der Notwendigkeit des Tierschutzes und seiner Pflege tia» Erlaß des Tierschutzgesehes fund weiterer wich- dru^ Bestimmungen) so bestimmt und nachhaltig Aus- i/- verliehen haben, wie es zuvor nirgends geschehen irnVi gesetzlichen Bestimmungen aber sind allein nicht ^t,'wndc, alle Uebel zu beseitigen. Jedes geschriebene Ge- w>rb erst dann lebendig, wenn'sein Sinn nach den ««ichriebenen Gesetzen der Sitte, der Moral, der Kultur, vor allem aber des Herzens, von Mensch zu Mensch getragen wird. Deshalb soll jeder diesen Grundsatz sich zu eigen machen und ein Helfer werden für die Ausbreitung des Tierschutzgcdankens. Tierschutz ist keine spielerische Betätigung, keine oberflächliche Liebhaberei, sondern «ine Gewissensfrage für jeden denken Menschen. Die praktische Durchführung deS Tierschutzes ist vor allem Ausgabe der Tterschutzvereine. Dies« sind in erster Linie dazu berufen, das nötige Verständnis für das Wesen der Tiere zu wecken, den Tierschutzgedan- ken im deutschen Volk wachzurusen und den über Tierschutz erlassenen Vorschriften Geltung zu verschaffen. Als alleinige Vertretung der deutschen Tierschutzvereine ist der Reichstierschutzbund e. V. in Frankfurt a. M. anerkannt. Neben ihm sind nach 8 1 der fünften Verordnung zur Aussührurra des Tierschutzgesetzes vom 11. August 1938, Neichsgesetzblatt 1938. Teil I Seite 1994 Vereint- gungen mit gleicher oder ähnlicher Zielsetzung unzulässig. Die Tierschutzvercine müssen eine Satzung haben, die der vom Reichstierschutzbund aufgestellten und vom Reichsminister des Innern genehmigten Mustersatzung entspricht. In diesem Nahmen vollzieht sich derzeit der Aufbau des deutschen Tierschutzes. Erziehen und immer wieder erziehen, das ist bi« vornehmst« Aufgabe der Tierschutzvereine. Dazu tritt di« Ausübung des „praktische« Tierschutzes", von besten Schilderung im einzelnen hier abgesehen werden soll. Es sei nur die Sonderausgabe erwähnt, in Tierheimen für geeignete Unterbringung und Pfleg« von herrenlosen Tieren Sorg« zu tragen, sowie Einrichtungen für schmerzloses Töten von alten und gebrechlichen Haustieren ufw. zu schaffen. Dazu bedarf eö der nötigen Unterstützung aller und jedermann kann bet der Verwirklichung deS Tierschutzgedankens Mitwirken. Niemand darf sich auSschltetzen! Jeder möge sich seiner Verpflichtung den Tieren gegenüber bewußt sein und durch die Tat beweisen, daß er durch Beitritt in den Reichstierschutzbund und seine Gliederungen bereit ist. an der Verbreitung des Tierschutzgedankens in der Bevölkerung mitzuwirken. Dar Handwerk als Sullurlröger ^eichshandwerksmeister Oberführer pg. Schramm und Staatsminister Or. Schmitthenner auf der Kulturkundgebung des badischen Handwerks —en. Karlsruhe, 28. Nov. lE i g e « e r Bericht.) Die im Rahme« der Dritte« Gaukulturwochc des Gaues Baden «»gesetzt« Knlturtaguug des badischen Handwerks, die in der festlich geschmückten und voll besetzten Fcsthalle am Mittwochnachmittag stattsand, nahm in Anwesenheit des Reichshandwerksmeisters Schramm, führender Männer der Partei und Gliederungen, von Vertretern des Staates und der Wehrmacht sowie der Behörde» und nicht zuletzt unter weitgehender Beteiligung von Handwerksmeister« ans dem ganzeu Land Baden «inen eindrucksvollen verlaus. würdigen Auftakt der Veranstaltung bildete das Bctrt-? 1 ! 1 aus Richard Wagners „Meistersinger von Nürn- vo» 'm 3 von der Staatskapelle unter der Stabführung wu»z Generalmusikdirektor Keilberth vorgetragen des u Einem Vorspruch folgten die Begrützungsmort« >m ^"»deshandwerksmeisters Robert R o t h an die Gäste v»wen des badischen Handwerks. Der Landesband- dak ^weister brachte dabei seine Freude zum Ausdruck, lanb^w langaeheater Wunsch deS Handwerks im Grenz- Erfttu " &c >n Erscheinen des RcichshandwerksmeiiterS in uung gegangen sei. ^ Staatsminister Dr. Schmitthenner hg^^achte di« Grüße des Gauleiters und Reichsstatt- badik^? und des stellvertretenden Gauleiters sowie des Stam» " Ministerpräsidenten Köhler und der badischen Legierung. Unsere Kultur, so führte er dann u. a. he,-«», aus der bäuerlichen Kultur des Germanentums ai« s saugen. Daraus hat sich aber bald das Handwerk »er»!? »ständiger Zweig herausgelöst aus der die un» vo.-i?'aliche handwerkliche Kultur des Mittelalters her- Diiit!,^! dieser glanzvollen Zeit des Handwerks im *etn » , er wurde au chdas Soldatentum entscheidend von stellt ^"urellen handwerklichen Schaffen beeinflußt. Heute uns,, aas Handwerk einen der wichtigsten Kulturträger daß »» Volkes dar. allerdinas unter der Voraussetzung. baitn, 8 - ^Htes deutsches Handwerkertum ist. daß es natio- Lx»,^'al>stisches Handwerkertum ist. Werk. Hand und dör«n öie drei formenden Faktoren des Handwerks, ge- Natj" unzertrennlich zusammen, wobei die Seele, die tznb-zai>ozialistisch sein muß. das Werk selbst letzten ^ gestaltet. «enr,! IclJte Tatz aus der Fünften Symphonie von Leit,, ""en. aleichfalls von der Staatskavelle unter der leij.^aa von Generalmusikdirektor Keilberth vorgetragen. e über zur Ansprache des b (r Reichshandw«rksm«isters Schramm, alz Au lebhaftem Beifall beqrüßt, über das „Handwerk Kulturträger" sprach. Der NeichShandwerksmeister ging bei seinen Betrachtungen von dein Gedanken aus, daß es unerläßlich ist, zu misten, welche Rolle das deutsche Handiverk im Laufe der Entwicklung durch Jahrhunderte in unserer Kultur gespielt bat, um die Aufgaben des Handwerks für die Zukunft sehen zu können. Es sckält sich bei einem solchen Rückblick auf die Vergangenheit die klare Erkenntnis heraus, daß alles, was heute da ist und wir Kultur nennen, von der Dreiheit Bauer. Handwerker und Soldat geschaffen worden ist. wobei die Frage, wer von diesen drei Gestaltern zuerst in Erscheinung trat mit feinem Wirken, belanglos ist. Der Führer hat klar diese drei Quellen des Volkswerdens, die in unserem Volkskvrper vorhanden sind, erkannt und darnach gehandelt. Der Handwerker, führte der Reichsbandwerksmeister weiter aus, ist der Vertreter des dynamischen Prinzip? der Bewegung, er kann sein Schaffen nicht stereotyp werden lasten, er muß vielmehr allen Aufgabenstellungen des Volkes gewachsen s«tn. Handwerker in diesem Sinn ist auch z. B. der Künstler, der Architekt usw. Di« Ausgabe des Handwerks liegt darin, der großen Entwicklung, die der Nationalsozialismus und seine Weltanschauung anbahnen. Rechnung zu tragen durch schövferisches Kulturschaffen. Ter Begrifs Kultur, um den so viel geredet worden ist, heißt: Wachstum, Entwicklung. Wenn daS Handwerk den vom Führer gestellten Hochzielen nachstrebt. dann wird auch bas erwachsen, was Handwerkskultur genannt wird, d. b. Leben. Reichshandwerksmeister Schramm appellierte zum Abschluß seiner mit Beifall ausgenommenen Rede an die Versammelten, mit gutem Beispiel voranzugehen und in unverrückbarer Treue zur Partei zu stehen, um unter der Führung üAols Hitlers in eine herrliche Zukunft zu marschieren. Mit einem kurzen Schlußwort d«S LandeshandwerkS- mcisters Robert Roth, dem Gruß an den Führer und dem Gesang der Nationalhymnen fand di« Kundgebung ihr Ende. 180 Badische Volksbüchereien etoffnef ^erkfei-r im Inbustriewerk „Rhodiaseta" / Sitzung der Landesleitung der Reichstheaterkammer 2 g Nov. Der Tag des Theater? und deS r n. der Äaukulturwoche der NL-DAP,. lAau Ba- * 0 11 u » e am Mittivochvormittag durch drei B e r/t n- 8«bu>,„"9°n in Freiburg eingeleitet. Diese Kund- 9ten in ihrem äußeren Rahmen und durch die b». ^ber auf ihnen gehaltenen stkeden Zeugnis ab wen Verpflichtung, die die Partei auf sich genom- weitest»„' Tfe. kulturellen Werte der Nation bis in die ^ ^bichten des Volkes hineinzutragen. L°ukL-!-ierlich- Eröffnung fand der erste Tag der w^rkq,,^w°khe in Freiburg durch eine Veranstaltung im ?°rk«z in „Rhodia' eta" des größten Industrie- Arbai»- "eiburg, in dem sich neben den Ehrengästen »aste. '°r- und Angestelltenschaft zahlreich eingefunden daß bie Partei mit der Eröffnung ihrer '.brnboljl^, zum deutschen Arbeiter acht, ist mehr als i^"en ^.T'^rutung, ist dadurch doch der Wille zu er- e# rin» nr w rngst« Fühlungnahme mit allen Volksschich- ^erpsljchtung für alle Zukunft zu übernehmen. AlS zweite Tagung fand in den Raumen L«S Frei» burger Kammerspielhauses «in« Sitzung der Landesleitung der R e i ch s t h e a t e rk a m m e r unter der Leitung von Generalintendanten Dr. S t m* mighoffen statt, in der der Prästdent der RerchS- theaterkammer Pg. Ludwig Körner sprach. Landeskulturwalter Pg. S ch m i d war als Vertreter des Gauleiters zugegen: Oberbürgermeister Dr. Kerber richtete tm Namen der badischen Gemeinden Worte der Begrüßung an die Teilnehmer der Feierstunde. Die feierliche Eröffnung von 169 badischen Volksbüchereien ourch den Leiter des Gauamt«S für Kommunalpolitik. Oberbürgermeister Dr. Kerber, im Freiburger Kaufhaussaal, «r'htelt ihre besondere Be- beutung durch die Anwefenheit des badischen Minlsters deS Innern. Pg. Pflaumer, der im Namen und im Auftraa des Gauleiters die von den badischen Gemeinden errichteten Büchereien den Bürgermeistern übergab. Diese Veranstaltung wurde d»r,ü de,, Rundfunk übertragen, um damit gleichzeitig den Uebernahmeseiern in 16» badischen Gemeinden den festlichen Rahmen zu geben. und dennoch flüssig! .8 V W j geringen Verbrauch. Und dann .es bietet VoUscfiutz! letzt das bewährte 81 h» die kältere Jahreszeit: Dei Winter -Volls cllUtz | II! SAkeS Donnerstag, 24. November 193$ Ein Baustoff von Itödisfer Drudtiesfigkeif In wenigen Stunden verwendungsfähig - Möglichkeit der Normierung und Typisierung - Oberfläche in jeder Ausführung - Arbeitskraftsparend *«n. Dir haben unserer Ausgabe vom 11. November Sn gleicher Stelle über einen neuen Baustoff berichtet. Hessen überraschende Eigenschaften ihn zugleich zum tragenden. verkleidenden und isolierenden Bauelement machen. Im Anschluß an jene seinerzeit gemachten Angaben geben wir heut« interessanten Einzelheiten Raum, die düs Gesamtbild über den Neustoff abrunden und vervollständigen sollen. Das neugeschaffene Baumaterial, Benzinger-Mineralit genannt, ist ein im chemisch-technischen Verfahren hergestellter und bis zur Iabrikationsreife entwickelter Werkstoff. dessen mineralische Bindemittel das Mischgut binden. Der auf diese Weise hergestellte Stoff eignet sich in hervorragendem Maß für die Normierung und Typisierung, was für den Bau von Autogaragen — im Hinblick auf die Aufwärtsbewegung der Motorisierung durch den Volkswagen besonders aktuell —, von Kleinwohnungen und Siedlungen von außergewöhnlicher Wichtigkeit ist. Damit ist aber die Einsatz- und Verwendungsmöglichkeit des Mineralits bei weitem noch nicht erschöpft. Die gegenwärtig verwendeten glasierten und gebrannten Platten für Küchen, Bäder usw. können aus technischen Gründen nur in den bekannten kleinen Iormaten lukrativ hergestellt werden, wodurch das Verlegen der klein dimensionierten Platten recht umständlich wird. Außerdem tritt durch den Herstellungszwang dieser Platten eine nicht unwesentliche Verteuerung des Iertig- materials ein. Zwei Tage nach dem Bindeprozeß zu versetzen Mit dem neugewonnenen Benzinger-Kaltverfahren können Wand-, Decken- und Bodenplatten in sehr großen Dimensionen bei geringster Stärke matt oder gerieft oder mit Hochglanz an der Oberfläche, getreu den verschiedensten Naturfarbmustern, auf einfachste Art in einem einzigen Arbeitsgang hergestellt werden, und zwar in Massenfabrikation, da der Ablauf des Binde- prozesses nur wenige Stunden erfordert. Iür die Praxis weiter von Vorteil ist die Tatsache, daß das Mineralit- erzeugnis nach einem Tag bereits transportfähig ist und nach zwei Tagen schon versetzt werden kann. Die während des Abbindevorganges eintretende chemische Umsetzung verleiht, ohne weitere Hilfsmittel, dem Endprodukt — wenn gewollt — einen Hochglanz, der. äußerlich gesehen, einer mechanischen Glasur oder Politur bzw. einer geschliffenen Iläche gleichkommt und die Iar- benwirkung veredelt. Das Wesentliche hierbei ist aber, daß sich dieser Glanz an der Oberfläche nicht mehr verflüchtigt, ja, daß er sich soaar, gegen Salzsäure vollkommen unempfindlich verhält. Es bildet sich also an der Oberfläche eine sehr wirksame Schutzschicht, die atmosphärische Einflüsse abweist. In welchem Umfang dieser erfolgreiche Iortschritt die Bautechnik im allgemeinen und die Bauindustrie im besonderen tangiert und befruchtet. mag aus der weiteren Tatsache erhellen, daß durch die Oberslächenverdichtung in den Benzinger-Mineralit-Bau- elementen die Haarrißbildung vermieden und die Kapillarität vermindert wird, wodurch Ueberstände, die aus dem Gebiet der Bamtofferzeuguna und der Bautechnik liegen, beseitigt werden. Blatten nach Zweck und Wunsch In dem von den Konstrukteuren errichteten Muster« bauobfekt werden die neuartigen Platten in den mannigfaltigsten Iarben und Iarbenkombinationen verschiedenster Größen und Stärken gezeigt, die ebenso der Dekoration wie auch der Konstruktion dienen. Tie großformatigen Platten tragen an Stelle des Putzes spiegelglatte oder ornamentierte Sichtslächen und sind als tragfähige Bauplatten ausgebildet und versetzt worden. Diese Kombination von einfachster IabrikationSart mit fortschrittlicher Bautechnik, die noch durch den Einbau von Mineralit-Türzargen gesteigert wird, gewährt die Möglichkeit, dem Innenausbau des Siedlungshauses wie auch dem der repräsentativsten Räume monumentaler Großbauten vollständig neue Wege zu weisen. Das »leiche trifft auf die Iabrikation und das Versetzen von Hausteinquadern, Säulen, Lisenen, Hauptgesimsen, Iensterbänken, Gewänden, Stürzen, Verdachungen und Platten zu, die in jeder Profilierung und in jeder Iarbe, in jeder gewünschten Oberflächenbearbeituna für Monumentalbauten, für Siedlungshäuser oder für Zweckbauten innerhalb zweier Tage hergestellt, transportiert und auf der Baustelle versetzt werden können. Im Rahmen der Gesamterfindung und technischen Entwicklung spielen die Mineralit-Decken und die mit Eisen oder Holzfasern bewehrten Dielen eine entscheidende Rolle, da einmal erheblich an Löhnen durch schnelle Verlege- und Bersetzmöalichkeit gespart wird, zum anderen die Bewebrunaseisen bzw. Holzversteifungsfasern einschließlich des Mineralitvolumens Nicht nur binnenwirtschaftlich, sondern auch handelS- volitifch kommt den gemeinsamen Beschlüssen der beiden Regierungen, insbesondere dem Entschluß zum gemeinsamen Bau des Oder-Donau Kanals eine außerordentliche Bedeutung zu. Der Oder-Donau Kanal ist seit Jahrhunderten schon als Gedanke lebendig gewesen,' er hat sich seit der Rückkehr Oesterreichs und des Sudetenlandes zum Reich gegenüber früheren Zeiten noch wesentlich erhöht. Schlesien und die Ostmark sind als Teile des Reiches in unnatürlicher Weise auseinandergerisien. Der Bahn» wea von Schlesien nach Wien führt in weitem Bogen über Passau. Große handelspolitische Bedeutung Mit dem Bau des Oder-Donau-Kanals wird die Grenzferne Schlesiens nun zu einem Gutteil überwunden. Auf dem billigen direkten Wafferweg werden diese beiden großen deutschen Wirtschaftsgaue nun miteinander verknüpft werden. Ebenso wichtig ist aber die zwischenstaatliche Bedeutung des Oder-Donan-Kanals. Stellt der Rhein-Main Donau-Kanal die Verbindung der Ostmark mit dem Westen des Reichs und mit den ausländischen Seehäfen her, so bringt der Oder-Donau-Kanal die notwendige Ergänzung: den Wasser st raße na nschlutz der O st mark undder Südoststaaten an Stettin, dem größten deutschen Ostseehafen, die Wafferstra- ßenverbindung zwischen dem Schwarzen Meer und der Ostsee. Gerade die Tatsache, daß die Südoststaaten in so hohem Maß auf die Ausfuhr ihrer Agrarprodukte und Rohstoffe angewiesen sind und daß sie ständig einen hohen Bedarf an Industrieerzeugnisien haben werden, gibt dem Oder-Donau-Kanal eine große handelspolitische Bedeutung. Schon nach den alten früheren Projekten auf Sag geringste Maß und das niedrigste Gewicht beschränkt werden können. Wesentlich druckfester als Zementbeton AIS außerordentlich Hohe technisch-physikalische Eigenschaft ist die statische Festigkeit hervorznheben, die neben einer unbedingt befriedigenden, auf den isolierenden Zuschlagsstoffen beruhenden Isolierung nicht unbeachtlich gestiegen ist. Wie eine staatliche Materialvrüfungsanstalt auf Grund eines von ihr durchgeführten Versuches bestätigt, betrug die Druckfestigkeit einer Würfelprobe des Benzinger-Mineralits von 10:10 cm Kantenlänae 654 kg je Ouadratzentimeter. d. h. der Mineralitwttrfel mit einem Oberflächeninhalt von 100 Ouadratzentimeter hat 65 400 kg getragen, bis der Bruch eintrat. Dieses erstaunliche Ergebnis bedeutet eine wesentlich höhere Druckfestigkeit als beim normalen und üblichen Zementbeton. Schließlich ist das neuartige Iabrikationsverfahren ganz besonders auf dem Gebiet der Grabmalkunst und für s a n i t ä r e A u sst a t t u n g e n anzuwenden. Bisher praktisch durchgeführte Versuche zeigen, daß mit geringsten Mitteln sich würdige Grabsteine, Grabeinfas- snngen und Bauausstattungen auch für minderbemittelte Volksgenoffen erzeugen lassen. Jedenfalls lehren die Erfahrungen, daß bei der weiteren Iorschunq und Durchdringung des einzigartigen und varigtionsreichen Roh- und Werkstoffes sich noch andere Erfolge auch in der Herstellung von Zweck- und Gebrauchsartikeln erzielen lassen, was um so beachtlicher erscheint, als sämtliche Rohstoffe bzw. Zuschlagsstoffe und Mineralien deutschen Ursprungs und in »nerschöpsl'chen Mengen jederzeit in vielen Gebieten des Reiches greifbar sind. hat man den voraussichtlichen Verkehr auf dem Oder- Donau-Kanal auf die stattliche Summe von 12 Mill. To. geschätzt, aliso ähnlich hoch wie man früher den Verkehr des Mittellandkanals ' annahm. Nachdem der Oder- Donau-Kanal nun aber auch einen umfangreichen innerdeutschen Verkehr zu bewältigen haben wird und nachdem die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und den Südostländern von Jahr zu Jahr größer wird, kann man auch für diesen Kanal sicherlich mit einem noch größeren Verkehr rechnen. Daher wird der neue Kanal von vornherein für mindestens 1000-Tonnen-Schiffe ausgebaut werden, er wird also in seiner Leistungsfähigkeit nicht hinter den anderen großen deutschen Binnenwasserstraßen zurückstehen. 98? km von Theben bis Stettin Der Oder—Donau-Kanal wird die kürzeste Waf- serstraßenverbindung zwischen Südost- europa und der Ostsee über den Seehafen Stettin bilden. Während die Verbindung von Rotterdam über den Rhein—Main—Donau-Kanal zur Donau bei Theben 1514 Klm. ausmacht, stellt sich die Verbindung von Theben bis Stettin nur auf 087 Klm. Die Entfernung zwischen Hamburg und Theben, dem Einmündungsort des Oder—Donau-Kanals in die Donau wird trotz des Umweges über die Oder 1200 Klm. betragen. Die Wirtschaftsgebiet« des Reiches und des Süüostens rücken näher aneinander. Die Transporte werden durch den direkten Binnenwafferweg nicht nur vereinfacht, der Umschlag Binnenschiff—-Seeschiff wird nicht nur gegen den Umschlag Eisenbahn—Seeschiff wesentlich vereinfacht, sondern es ergeben sich auch Irachtersparnisse von vielen Millionen RM. jährlich aus der Billigkeit der Binnenschiffahrtstransporte. Iür alle Partner, für Deutschland die Tfchecho-Slowakei und für di« Südostländer, ist dieser Kanal ein gewaltiger Vorteil. Di« Solidarität der Inte»' essen ist hier absolut eindeutig gegeben. Linienführung wird beraten Die Bildung einer zwischenstaatlichen Kommission stellt den Auftakt für di« prakttsche Inangriffnahme Bauarbeiten dar. Diese Kommission, in der deutsche »w> tschecho-slowakische Regierungsvertreter sitzen werden, wird insbesondere über die endgültige Linienführung des Oder—Donau-Kanals zu beraten haben. Nach den früher von den Wirtschaftskreisen der beiden Partner verfolgten Plänen sollte der Oder—Donau-Kanal bei Oderberg abzweigen und dann über Prerau Wj lief) hinunter nach Theben nahe Preßburq führen. Run" 380 Klm. umfaßt dies« Strecke. Aber während früher da« von nur 70 Klm. über deutsches Gebiet führten, sind es nunmehr 190 Klm. und die Tfchecho-Slowakei wird demna« an dem Kanal noch mit rund 140 Klm. beteiligt sein. M» schätzungsweise 350 Mill. RM. Kosten, zu denen noch über 100 Mill. RM. Nebenkosten treten dürften, handelt es 6® bei diesem gemeinsamen Bauwerk um ein neues geivatt tiges Wasserstvaßenbauobjekt, um vielleicht das grösttt international durchgesührte Kanalobjekt unserer Ob die alte eben angedeutete Linienführung endgültig gewählt werö«n wird, steht heute noch nicht fest. Möglicherweise wird nunmehr eine direkte Trasse von Presa^ südwestlich nach Wien gewählt werden. Hält man a^ an der früher verfolgten Linie fest, so würde etwa 40Klw. nördlich von der Einmündung des Kanals in die Dona» bei Theben ein Kanalabstteg westlich nach Wien hinüber gebaut werden. Wie auch im einzelnen die Linienführung sein wird, in etwa einem halben Dutzend Ias>- ren wird der Oder—Donau-Kanal fertiggestellt vielleicht also noch früher als der Rhein—Main—Donau- Kanal. Der Anschluß des Südostens an das große deutsche Wafferstraßennetz und an den Ostseehafen Stettin, aber auch an die deutschen Nordseehäfen, wird damit Wirklichkeit werden P. W- Frankfurter Abendbörse Frankfurt, 23. Nov. lDrahtbericht.) An der Abendbörs« blieb die Haltung am Aktienmarkt fest, da die Kaufnetgung sortbestand, während es an entsprechendem Angebot mangelte. Bei tetlwe»- etwas lebhafteren Umsätzen waren infolgedessen erneut Befestigungen bis zu I •/• zu verzeichnen. Die feste Stimmung dauerte bis zw" Schluss der Börse an. Der Rentenmarkt lag bei gehaltenen Kursen still, nur IG. star- benbondS sielen mit einer leichten Abschwächung um hi% am 119 auf. Getreide und Futtermittel Karlsruhe, 23. Nov. Das Wetzen- und Roggenmehlgeschäft bo>l- zieht stch weiter im Rahmen des laufenden Bedarss. Futtermtstks- insbesondere Müblennachprodukte, stnd Wetter reichlich erhältst^ Kartosseln bleiben schwer abzirsetzen. Die Zufuhren von Wieset und Kleeheu stnd besriedigend. Stroh reicht jetzt «bensallS aus. . Metalle Berlin, 23. Nov. Londoner Goldpreis: ein« Unze Feingakd 149 lb 2 d gleich 86,8159 Ml, ein Gramm Feingold demnach 57,5498 1 gleich 2,79117 m. — Berlin, 23. New. Metalle. Elektrolytkupfer (199 Kg.) 89.75 Feinstlber (1 Kg.) 36.89—39.89 Ml. Beide Notierungen gelten f“ 1 den 24. November. ^ Berlin, 23. Nov. KurSpreife für unedle Metalle. Lam KP. vom 22. Nov. treten ab 24. Nov. folgend« Preisveränderungen eiw Kupfer, nicht legiert 59.25—61.75, Messtnglegierungen 42—44.50, gustlegierungen 59.25—61.75, Bronzelegierungrn 84.75—87.75, Neu stiberlegierungen 54—56.59, Feinztnk 19.59—21.59, Robzink 155? bis 17.50, Zinn, nicht legiert 251—261, Banka-Zinn in Blöcke» 2» bis 273, Mischzinn je 100 Kg. SN-Jnhalt 251—261, Je 100 »«• Rest-Inhalt 18—20, Lötzinn je 100 Kg. SN-Jnhalt 251—261, I« luü Kg. Rest-Inhalt 18—20 m. . London, 23. Nov. Metall Schlusskurfe. Kupfer «, entf. Sichten 14%—'/,., Setv- Preis 14%. — Silber lpenee per ounce) träge. Feinstlber, prowl" 21%—22, dto. Listig. 20%—21, dto. Settlement 21%. Zu Schiff von Wien nach Stettin In sechs Jahren wird der Oder-Donau-Kanal fertig sein — Kürzeste Wasserstrassenverbindung zwischen Südosteuropa und Ostsee soeben zwischen de« Regierungen Deutschlands und der Tfchecho-Slowakei beschlossene Ban einer Durchgangsantobah« zwischen Schlesien und der Ostmark und eines Berbinduugskanals zwischen der Donau nnd der Oder gehört z» den wichtlgsteu verkehrspolitischeu Geschehnissen seit der Einbeziehung Oesterreichs und des Sndetenlaudes in das Deutsche Reich. r- Ratten, maule —i u. anderes Ungeziefer vertilgt U. V. A. Friedrich Springer Markgrafonstr. 52 nRV3C| b. Rondeilplatr, Tal. OKaUJEj UsrHauf von U.rtligungsmltteln 8g. Kafsenbole mit besten Zeugnissen auf sofort für Bank gesucht. Schriftl. Angebote unter 98479 an den Fübrcr- Be rlaa. (98266) (er Selbständiger Offene Stellen BSeker und Konditor kann sofort eintreten. Kriübel. Dur- lach. Adolf-Httler-Str. (W. Tel. 527. auch zur Mithilfe i. Betrieb gesucht. 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Tfchammer-Pokal-Schlnßrunde allein durch uluden Paarungen Altreich—Ostmark fertigbringen. 0 steht also auch diesmal wieder der . Fußball s,?. Mittelpunkt des sportlichen Geschehens. Besonders m^Ä'EOEutschland ist die 8. Schlußrunde um den Tfcham- s,/E-Pokal das grüßte Ereignis. denn in diesem Jahr 5 i” n »eben den vier Vereinen der Ostmark noch vier , ireter aus Snddeutschland im Wettbewerb. Ein süö- i» cm or Verein bleibt bestimmt weiter im Wettbewerb, da s« München der TSV. 18 60 München und FSV. »rankfurt zufammentrcffen. Schwer dürften es danken der SV. W a l d h o f in Mannheim gegen R a p i d und der 1. FC. Nürnberg in Nürnberg gegen ^senna Wien haben. Die vierte Begegnung führt in ^>cn z-wei Vereine der Ostmark, und zwar den W i e - "rr und den Grazer SC. zusammen. n.^LNEben findet auch noch das Ausmahlspiel in Chem- Beachtung, wo sich die erste sudetendeutsche Auswahlmannschaft anläßlich des Spiels gegen schien im Altreich zeigt. r. ^strch diese großen Ereignisse werden aber die Mci- r-v/chaftsspiele in Baden wesentlich beeinflußt. Mit Rückei» uns das Mannheimer Pokalspiel hat man sich zu -'"Er Einschränkung der Meisterschaftsspiele entschlossen, w Saß allein der interessante Lokalkampf VfB. M ü h l - — Karlsruher F B. auf dem Programm Neht. - Im Handball Werden dl« Meisterschaftsspiele mit einem nahezu vollen Programm fortgesetzt, obwohl man hier schon in die ^uckrunde eingetreten ist. In Baden fällt di« Entscheidung über die Herbstmeisterschaft in dem Spiel der bei- «N ungeschlagenen Spitzenreiter SV. Waldhof und TG. »Etsch, aftan darf hier dem Meister die größeren Aus- »Lkn «inräumen, die anderen Begegnungen sind hier: cV/*' Oftersheim — VsR. Mannheim und TV. Leutershausen — Freiburger FC. — Im Hockey Diahren bi« Meisterschaftsspiele in den süddeutschen "ren eine Unterbrechung, dafür steigt aber hier neben den zahlreichen Freund^chatssspielen mit dem Länderkamps Frankreich — Deutschland in Paris ei» Grotzereig- nis, dessen Ausgang man mit großer Spannung erwarten wird. Die Franzosen strengen sich gegen Deutschland immer besonders an und habe« gerade in den letzten Spielen beachtliche Ergebnisse erzielt. Auch diesmal stützen sie sich wieder auf ihre alten „Kämpen" wie Tixier im Tor und Chevalier in der Verteidigung. Dagegen bestreitet Deutschland den Kampf mit drei Neulingen, von denen man dem Ulmer Mittelläufer Mack und dem früheren Heidelberger Stürmer Baudendistl volles Vertrauen schenken darf, während der Torhüter Gilbert bisher noch nicht bekannt wurde. — Im Schwimmen trifft sich die deutsche Extraklaffe in Dresden bei den Reichsprüsungskämpfen und der Gau Baden führt in Freibürg t. Br. seine Wafferballmetsterschaft durch. — Im Wintersport wird die diesjährige Skilaufzeit mit dem traditionellen Eröffnungsskispringen auf dem Zugspitzplatt gestartet. Eislaufoeranstaltungen gibt es diesmal in Berlin und in Dortmund. — Unter Verschiedenes ist an erster Stelle der VictoL-Lutze-Gepäckmarsch in Dortmund zu erwähnen, mit dem zugleich auch in der Kampfbahn eine Reihe von sportlichen Veranstaltungen der SA. in der Kampfbahn „Rote Erde" durchgeführt werdon. tüißu&KuHg. AÜxefL M^istexkßasse Leichtathletik-Dereinsmeisterschast in neuer Form Das Reichsfachamt Leichtathletik gibt die Ausschreibungen für die Deutsche Vereinsmcisterschaft 1936 für Männer und Frauen bekannt. Um im vorolympischeu Jahr alle Kräfte der Leichtathletik in Grobdeutschland zu mobilisieren, wird ein neuer Weg beschritten. Der Reichs- fachamts-Presiewart Dr. Bartens schreibt hierzu: Neu ist in diesem Jahr di« Schaffung der Meister kl ass«. Unsere leistungsstärksten und tüchtigsten Vereine haben es erreicht, daß die VcreinSmeisterschaft von Jahr zu Jahr höhere Anforderungen stellte. Jetzt ist es soweit, daß unsere großen Gemeinschaften Ländcr- kämpfe mit vollem Programm gegeneinander austragen. Mit Ausnahme des Zchnkampfes, Marathonlaufes und Gehens werden in unseren starken Vereinen jetzt alle, auch die vernachlässigten Hebungen der Leichtathletik gepflegt. Und selbst die Marathonläufer können sich auf der 10-Km.-Strecke betätigen, was ihrer Schnelligkeit nur Nutzen bringen wird. Um eine bessere Verteilung der vorhandenen Kräfte zu erreichen und die leistungsfövdernde Spezialisierung in den einzelnen Hebungen bei den Vereinen noch zu steigern, werden in jeder der 18 Uebungen nur zwei Manu gewertet und nur drei überhaupt zugelasse». Durch dies« Bestimmungen werden die Mannschaften nicht verkleinert, sondern auf mehr Uebungen verteilt. Die Sprinter haben Gelegenheit, sich über 106, 200 und 400 Meter zu messen und außer in der 4 mal 100-Meter- Staffel auch einmal ihr Können in der 4 mal 400« Meter- Staffel zu prüfen. Die Mittelstreckler können «inmal di« 3000 Meter Hindernis versuchen, und die Langstreckler haben Gelegenheit, die sonst seltenen 10 000 Meter zu laufen. Vierzig bis fünfzig durchtrainierte und vorbereitete Athleten sind in der Meisterklaffe notwendig für einen Erfolg. Die Zugehörigkeit zur Meisterklasse muß er- kämvft werden. Das Fachamt hat sich Vorbehalten, die Auf- nnd Abstiegsfrage nach den Erfahrungen des ersten Jahres zu regeln. Zunächst starten die zwölf besten Vereine der Sonderklasse in der Meisterklaffe. Voraussichtlich wird in dieser am 16. und 17. September der Endkampf um die 30 000 Punkte entbrennen, da in der Meisterklasse keine Teilung der Punkte mehr stattsindet. Die verbindliche Reihenfolge der Wettbewerbe für die Meisterklasse lautet: 1. Tag: 800 Meter, Stabhochsprung, 100 Meter, Hammcrwurf, 1500 Pieter, 110 Meter Hürden, 10 000 Meter, Diskuswurf. Dreisprung, 4 mal 100-Meter-Stassel. — 2. Tag: 400 Meter, Weitsprung, 400 Meter Hürden, Speerwurf. 200 Meter. Hochsprun«, 8000 Meter Hindernis, Ku- gelstoß, 5000 Meter, 4 mal 400-Meter-Staffel. — In der Sonderklasse entfallen 100 Meter, 10 000 Meter. 8000 - Meter-HtnderrriSlanf und 4 mal 400-Meter-Staffel. Das Programm der übrigen fünf Klassen ist sinngemäß um weitere Wettbewerbe gekürzt. Der 8l>00-Meter-HinderniS- lauf kann auch ohne Wassergraben ausgetragen werden. Die Vereinsmeisterschaft der Frauen ist bis auf die Zahl der Wettbewerbe unverändert geblieben. Di« Klaffen A und Bl haben alle olympischen Wettbewerbe, 100 Meter, 80 Meter Hürden, Weitsprung, Hochsprung, Kuqelstoß. Diskuswurf, Speerwurf und 4 mal 100-Meter-Staffel, an einem Tag zu erledigen. — Endspiele um die badische Wafferballmeisterschaft Die wegen Terminschmierigkeiten mehrfach verlegten Endspiele um die badische Wasserballmeisterschafr werden nunmehr am 2 7. November. 10.45 Uhr und 14.80 Uhr. anläßlich der Eiinvcihung des neuerbauten Hallenschwimmbades i n F r e i b u r g im Breisgau ausgetragen. Bei dem Bau dieser neuen Halle wurde in erster Linie der sportliche Charakter bewahrt und ist somit Gewähr für eine einwandfreie Austragung der Endspiel« gegeben. Alle 4 Teilnehmer der Endrunde. SV. Nikar Heidelberg, SV. Mannheim. 1. bad. SC. Pforzheim und FFC. Dchwimmabteilung. haben ihre Teilnahme fest zugesagt. Ein 11 :5-Sieg Deutsche Amateurboxer i« Charleroi Die deutsche Nachwuchs-Boxstaffel, die durch drei deutsche Meister verstärkt ist, stellte sich in ihrem ersten Kampf aus belgischem Boden in Charleroi vor. Obwohl die Belgier die stärkste Staffel antreten ließen, gewannen unsere Amateure verdient mit 11:5 Punkten Die Ergebnisse waren: Fliegen: Obermauer lDs besiegte Packmeyer n. P. — Bantam: Prieß iD) besiegte Renier lÄi 2. Runde k.o. — Fed er: KetelS iBj besiegte Petri gegen Biron lBj unentschieden. — Mittel: Baumgarten iDi bessegte Haesendonck iB> n. P. — H a l b sch w« r: Scholl (Di besiegte Benoit Vs n. P. — Schwer: de Barsy kW be- siegte Klose lDs n. P. Jpahjttuhk. Balkcs Rekord im 200 Meter-Brustschwimmen mit 2:37,8 Min., den er am 80. Oktober in Hannover aufstellte und damit seinen eigenen deutschen Eurovarekord um fünf Zehntel Sekunden verbesserte, wurde jetzt vom Fachamt Schwimmen als deutscher Rekord anerkannt. Der Norwegisch« Skiverband erteilte sieben seiner Mitglieder die Erlaubnis, als Amatcurtraincr in Deutschland zu wirken. Die Military für Offiziere der Wehrmacht in Döbe» ritz sah die Mannschaft des Kav.-Rgt. 10 stegreich, di« auch zwei der punktgleichen drei Einzclsieger stellte, und zwar Oblt. Klvwitz aus Operette und Rittmeister Neumeister auf Musketier, die zusammen mit Lt. Stenzel aus Oliva je 60 Punkte erzielten. Lrlvren "b'nd zw Ä: 85 «** “ C «U»B*i«. _ ÖB45) iJWortn z- 8i toitj*®' Finder IH i'W dieselb. «Ui«*"?"« im «b-ugeb. - - •*»«««». (68806; werdan auch aus mitg - Qraohtem Haar angefenigt Puppenklinik FRIDA SCHMIDT Kalserstr. 207. Amtliche Anzeigen r Bauerbad) 2 Maul- »ud Klauenseuche in der Gemeinde Baucrbach. Nachdem in der Gemeinde Bauer- bach die Maul- und Klauenseuche auSgebrochcn ist. werden solacnde Anordnunaen aetrofsen: A. Sperrbezirk: Die Gemeinde Bauerbach bildet einen Sperrbezirk im Sinne der SS 161 ff. der AusfübrungSvorfchrif- tca »um Bicbfeuchenaefetz. B. id-dm-Umkrets: st» de» lö-üm-Umkrei» vom Gen» chenort Bauerbach entfernt falle» «meinten, die bereits zum IS-dm. mkr, - - - mor lQ^'unif8. iO. 1087 verö'ffent- mkreis eines' ober mehrerer Scu- m?? Anordnung vom 8. 10. benorte gehören. Umschlag und dem amtlichen Stimmzettel bcaibt sich der Wäh» lcr in die Wahlzelle, kennzeichnet dort den Stimmzettel, und zwar trägt er in den KrctS ein Kreuz oder ein anderes Zeichen fo ein. dafi der Wablvorftand erkennen kann, bah der Wähler dem Wabl- vorfchlaa feine Stimme bat «eben wollen. Der den Stimmzettel enthaftende llmtchlaa ist sodann am Tisch deS WahlvorfiandeS unter NamenS- j nennuna dem Wahlvorsteher ab- zuaeben. der ihn ungeöffnet sofort in die Wahlurne legt. 6 Sttmmfcheininbaver können In tedem Wahlbezirk deS Grohbeut- fchen Reiches wählen, ste miillen iedoch den Stimmschein dem Wahlvorsteher übe-a-ben der ihn prüft nnd zurückbebält. 7 Stimmscheine für Karlsruhe werden von dem städt. Slaltltif-Hen Amt (Wablamti anSaefiellt. für die Gemeinden deS Amtsbezirks KarlSrnbe-Lanb von den zustän- biaen Büraermeistern. 8. Das Wahlrecht ist verfbnfsch a»S- zuüben. 108021 8. Die Wahlhandlung sowie die Tr- mittluna de» WahleraebnisseS stnd »ffentNch. Karlsruhe, den 28 No». 1088. Der Landrat. Der OderbSraermeister. »?>si.,. .. Dotelle •&V.Ä *- - (08M1 Knzert. «rttWönfn lejf licht im „Führer" Moraenzeituna vom 6. 10. 1087 und 0. 10. 1937 — getroffenen Mabnabmen gelten stnn- aemäsi. <084841 Sarksrub«. den 22. Nov. 1088. Rad. Bezirksamt — IV d. Stimmt 8«ran- »rt 'onorar >«r n vonotai »t« Ll n ‘- |SS36 o, 5** Erlebnis • , d «r Mech- •8«*elt l oh ZMlooö D-Ni. 7,A Kiers Kllen Echrifp *««< •«.iS 8, durch: «•t.« "Ütrlag ^««•etx. 8 Gernsbach 2 Handelsregister Amtsgericht Gernsbach. GeruSdach, den 18. No». 1988. Neuetntraauna: st» das Handelsregister A Band 2 ist unter Nr. 57 die Kommandtt- S efellfchaft in Firma ..Karcher & o." mit dem Sib in Gernsbach eingetragen worden. Persönlich haftende Gesellschafter stnd der Steuerberater Karl Karcher in Gernkbach sowie besten Ehefrau Fanno Karcher daselbst. Ein Kommanditist ist vorhanden Die Gesellschaft bat am L Oktober 1988 begonnen, (98344 t Karlsruhe 2 Gudrtrudeutfch« SrgSuznngSwable» »am Grohdeutiche» Reichstag. I. Die Stimmliste für die Sndcten- beutfche ErgänzunaSwablen zum öirohdeutfchen Reichstag liegt für daS gesamte Gebiet der Stadt und des Amtsbezirks Karlsruhe am 25. und 26. November 1088 während der geordneten Dienststuiidcii uud- am 27. November 1088 von 10 bis 18 Uhr im 11. Stock des Statisti- fchen Amts, Gartenttr. 58. Biminci 10. zu jedermanns Einsicht aus. In dieser Zeit können auch Einfvrüche erhoben werden. Alle in der «tadt und dem Amtsbezirk Karlsruhe wohnenden wahlbcrcchtiatcn Su- dctendeutfchen werben attfaefordert. in diese Listen umacbcnd Einsicht zu nehmen und gegebenenfalls ihre Aufnahme in sie »u beantragen. II. 1. Die Wahl ist auf den 4. Dezember 1038 fcitacscvt. 2. Für die in der Stabt Karlsruhe und im Amtsbezirk Karlsruhe- Land wohnenden wahlberechtigten Sudetcndciitfchcn wurde ein gemeinsamer Abftimmunasbezirk gebildet. Der Äbstimmunasranm befindet stch im Ratbans zu Karlsruhe iklctncr RathauSfaali. 8. Gewählt wird in der Beit von 9 bis 18 Ubr sofern nicht von der Besttminuna des S 118 Abs. 8 der St.O. Gebrauch gemacht wird 4. Wählen darf nur. wer in der f ählerlistc stebt oder einen timmfchcin bestöt. ie Wähler erhalten beim Eintritt in den Wahlraum den amtlichen Stimmzettel und einen mit einem amtlichen Stempel verfchc- kcs Umschlag. Mit dem amtliche» Anfbanvla» kür bi« Meman- aenstrane der Gemeind« Langensteinbach. Auf Grund der M 11. 21 Nr. 7 der BezirkSbauorbnuna für den Amtsbezirk Karlsruhe vom 24. 2. 1088 in Verbindung mit ÖÖ 2. 4 der B.O. über Bangestaltnna vom 10. 11. 1086 tRGBl. I S^ 088, habe ich nach Anbören des BüraermeilterS der Gemeinde Langensteinbach für dt« Alemannenstraste einen Aufbau- plan mit schriftlichen Erläuterungen genehmigt, der zur dauernden öffentlichen Tinstcht im Bezirksamt Zimmer 18 — und auf dem Rathaufe in Langensteinbach zur Ber- füaung gehalten wird, <08845 Der Aufbauvlan mit schriftlichen Erläuterungen tritt am Tage der Bekanntmachung in Kraft. Karlsruhe, den 11. Nov. 1088. Bezirksamt IV». Strahcnbauarbciteu. NamenS deS Kreißvorstbenden werden auf dem Wege des öffentlichen Wettbewerbs die Arbeiten zur Erneuerung von drei Grabendolen an der Lanbstr. II. O. Nr. 85 zwischen Graben und Ruhbeim. bzw. an der Landstraße II. O. Nr. 86 zwischen Graben und LiedolShetm ausgeschrieben. <08015 Die Arbeiten stnd: Abbruch der alten mit Steinplatten bzw. Eanb- steinaewölbe überdeckten Dolen, Verlegen von baufeit» aelteferten bewehrten Dammrobren mit 1.20 bzw. 1.50 m Durchmestcr in eine Bctonummantelun.g Herstellen von Stirnmauerwerk und Flügeln und Wiederfchlicßen der Fahrbahn. EröfinnnaStermin ist der 5. Dezember 1088. Die AuSfchreibnnas- »ntcrlaaen können beim Bauamt kostenlos bezogen werden. Der Anschlag ist nicht an daS Mind-stanaebot acbnnden. Stratzenbauamt SarlSrnbe. t Mallch Mode ausgeschaltet! Wenn ADLER mit dem 2,5 Ltr. einen Wagen herausgebracht hat, der von den seither üblichen Formen erheblich ab* weicht, so geschah dies nicht aufgrund modischer Erwägungen. Maßgebend für die Wahl dieser Form war einzig und allein der Grund, ein Fahrzeug zu schaffen, das nicht nur schnell, schön und bequem ist, sondern das in sich alle die Punkte vereinigt, die einem Fahrzeug das Prädikat verleihen: Wirtschaftlich! Durch seine neuartige Konstruktion ist der ADLER 2,5 Ltr. wirtschaftlich. ULEt: 1 Ein wirtschaftlicher Wagen mit außergewöhnlichen Leistungen Machen Sie eine Probefahrt: Hauptvertretung: Autohaus Beier, K.n.r„h. ..Bd. Verkaufsraum : Karlstrafte J6/38, Fernsprecher 635t Reparaturwerkstatt«: Rüppurrerstraße 2 b, Fernspr. 6350 Vertretung: Fahrzeugfabrik U. Kauft & Sohn Karlsruh« U Bd. Waiuhomstr 14/16, Fernsprecher 291/202 Ortspolizeiliche Vorschrift über tiiasiihriing de» Leichenhalleazwange» in der Slemcinde Malsch. Aus Brinid der SS 28 und 96 PolStr.» (S3J. wird nach Beratung mit den Be- meindeiäten tSitzung ->om 5. 5. 1938) de- .stimmt: j | Die Leichenhalle dient der Ansbab- runa und B-'bacht.lng von Leichen bi» zu deren Beisetzung. | § 2 . I Die Leichen aller über 8 Jahre alten aus Bcmariung Malsch Verstorbenen sind sobald al» möglich spätesten» jedoch inner, halb 24 Stunden nach dem Tode, ei-a-- sargt mittel» Leichenwagen» in % Leichenhalle zu verbringen. Leichen oon Kindern unter 8 Jahren stnd von erwach, senen Angehörigen oder den von diesen Be. austragten ohne Inanspruchnahme de« Be. gräbnirverlonal» und de» Leichenwagen« .der Leichenhalle zu überweise». » 8 . Leichen, die von auswärt« hierher gebracht werden, stnd sofort in die Leichen- Halle zu verbringen. 8 «. Leichen an gemeingefährlichen Krank- beiten Verstorbener stnd in der Leichenhalle in AbsvnderuugSräumen unter, ubringen. Desgleichen sind aus gesundheitspolizeiliche Anordnung auch Leichen, oon denen an« anderen Äriinden tBerwcsungrgrad oder dergl.i eine EiesundheitSgesäbrdung au«. gehen kann, gesondert zu verwahren. In der Leichenhasle lst der Deckel de« Sarge» zu entfernen. In der warmen Jahreszeit ist die Leiche mit einem Maschendrahtgitter oder Slraminiuch zu überdecken. Bei Leichen, dir bereit« IN Verwesung übergeaangen sind oder ter Kops der Leiche In abschreckender Weise verstümmelt ist. darf der Sargdeckel nicht rben. 8 7. s Sine Stunde vor Beginn der BestatNing sowie vor jeder Entfernung der Leiche au« der Leichenhalle, ist der Sarg zu schliehen. Die Ausstellung de« offenen Sarge« in den für die Leichenfeier bestimmten Räumen ist untersagt. > . 8 ». Die Bestattung soll tunlichst nach Au«. » dk« Erlaubnisscheine« <8^ 6—8 der Verordnung oom 16. Dezember 1875. G.B.Bl S 369) erfolgen. 8 ». Den Angehörigen der Verstorbenen ist der Zutritt zu «n Anfbahrungsräum- lichkeitcn gestattet und zwar: in den Monaten April bi» Oktober von 7—80 Uhr. ausgedeckt werd> . «. I Die erste Leichenschau wird im Sterbe- hau«, die zweit« in der Leichenhalle vor. igeuomme». in den Monaien liovcmber bi« Mär, von 8—17 Uhr. Andere Personen habe,, nur in Beglet. tung eine« Angehörigen und nach vorheriger Anmeldung beim Friedhosausteher Zutritl.- Der össenilichen Besichtigung darf e,ne Leiche nur mit Benehmiaung de» Q«. lsundheiULmt« autgsjetzt werde». Den Angehörigen ist e« gestattet, den Aufbahrung«, und EinsegnnngSraum. ge- gebcnensall« auch die Isolierzelle, mit Blumen und Kränzen auSznschmücken. Ebenso ist e« mit Genehmigung de» Bür» !germeister» gestattet. Bcgräbni«seierlichkei. ten anstatt am Grabe in der Leichenhalle abzuhalten. 8 n. Die Verbringung de« Sarge« »on der Leichenhalle >>>m Grab erfolgt durch da« gemeindlich« Begräbnlspersonal. 8 18- Znwiderbandlnngen werden gemäß 8 W «bl. 8 PolStrGB. mit Geld bi, ,u RM. 50— bestraft, sofern nicht nach an. deren ftrafgesetzlichen Bestimmungen fchwe. rere Strafen verwirkt stnd. Außerdem kann hi« Erfüllung der Bestimmungen dieser ortspolizeilichen Vorschrift gemäß 8 80 PolStrGB. erzwungen werd n. 8 18. Diese ortSpolizcisiche Vorschrift tritt am Tage nach ihrer Berössentlichung in Kraft. Malsch, den 4. Oktober 1088. Der vstrgermeifter: Hornberger. Vorstehend« »rtrpolizeiliche Vorschrift, di« durch Erlaß de« Herrn Landeikommistär» in Karlsruhe vom IS. 16. 86 für vollzieh, dar erklärt wurde, wird hiermtt »ffentlich bekannt gemacht. <68488) Malsch, den 88. Nov e mbe r 166». Der VRrgermelster« Hornberger. Amtl iche Versfeigerungen C T 2 ZwangS-Berfteigenini. BD. 16/86. J7nt Verfahren ter KwanaSvoll- strcckuna fall da» auf den Namen de» Eduard Söbria lau«. Dav«- ziermeifter in Lahr, eingetragene, unten beschriebene Grundstück durch das Unterzeichnete Notariat versteigert werden am <08840 Donnerstag, 19. Fanuar 1989. »ormittaaS 10 Uhr in den Dtcnsträumen des Notariat» in Labr. Der BersteiaerunaSvermerk ist am 80. Juni 1036 in daS Grundbuch einaetraaen worben. ^ 3n dir Mitteilungen deS Grundbuchamts und die übrigen Nachwei- fungen über das Grundstück, insbesondere in die SchäbunaSur- kund«, kann jedermann Einstcht nehmen. . , Recht«, die zur Beit der Eintragung de» BersteiaerunaSvermerk» au» dem Grundbuch nicht zu ersehen waren. Nnd spätestens im Bersteige» rungStcrmin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anznmel- den und. wenn der Gläubiger widerspricht. glaubhaft zu machen. Andernfalls werden diele Rechte bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Berteilun« deS Berfteiaernnaserlö- feS dem Ansprüche deS Glänbiaer» und den übrigen Rechten nackae- fctz« werden. Wer ein Recht hat. da» der Brr- steiaeruna des Grundstücks oder de» nach 8 55 Kw.B.G. haftenden Zubehör» entaeaensteht. wird anfae- fordert vor der Erteilung deS Zuschlag» die. Rufhebuna oder einstweilige Einstellung deS Verfahrens berbejzuführen. widrigenfalls für daS Recht der BerfteiaerunaSerlö» an die Stelle de» versteigerten Gegenstandes tritt. IRiincImM 3 üuft£t£tt£ bringt beute: Honrnn ■Sl/1; Uv» GrundstÜcksbefchrieb: Gemarkung fahr, Grundbuch Labr Band 72 0eft 1: Lab.-Nr. 506^1: 60 am Hofreit« mit Gebäulichkeiten. Schlollerstraste 12. Auf der Hofreite sieben: ») ein 8stöck Wohnhaus mit Eifen- balkenkeller und Kniestock. d> ein 2stöck. Küchenanbau mit Zimmer. e) ein Istöck. Abortanba«. DchäbunaSwert: 7 800 RM EinbeitSwert: 7 100 RM. von Homsposs- penleiter Feigenbutz im Aufträge der Ortsgruppe der NSDAP. Karlsruhe-Daxlanden für seine schlichten, aufrichtigen Worte, den Herren Träger und Uentner im Aufträge von Betriehsfiihrer und .Gefolgschaft der Fa. Deutsch- Koloniale Gerb- u. Farbstoff-Werke Karlsruhe Rheinhafen für die Khrnng und Kranzniederlegung, dem Reiterverein Daxlanden, sowie seinen Schulkameraden de« Jahrganges 11HW—19(W für die ehrende Kranzniederlegung, und zuletzt, aber nicht weniger Dank all denen, die ihm in so zahlreicher Weise durch Teilnahme am Begräbnis die letzte Eifere erwiesen haben. Für die Hinterbliebenen: Konrad Scliwall, Schmiedmeister und Familie. Karlsruhe Daxlanden. 23. November 1938. DKW. ober Opel. 2- oder 4-Sitzer. gut erhalten. (9295 Wiesen tal, Oberdorfstr. 26. lonoere All ocruiiigeno uno rcauuereno aut verz-, Nerven- u. Bervauungi._ feit. Regelmäßig genommen, beseitigt er diese Begleiterscheinungen aus natürliche Weise, indem er die Tätigkeit von Herz. Nerven und Magen günstig beeinflußt. So schreibt Frau Arno Jacobs, Hausfrau. Düren, Bliimenthalslraße 14, am 8. 12. 37: „Nach einer schweren Krankheit blieben bei mir Herzschwäche sowie Herzbeklemmungen zurück. Ich litt deshalb sehr unter Tchlaslosigkeit und Nervenbeschwerden. Da nahm ich Klosterfrau-Melissengeist. Mit dem Erfolg bin ich sehr zufrieden. Ich nehme dreimal täglich einen Teelösfel voll ans einen Eßiössel Wasser. Bei besonderen Anlässen reibe ich auch die Herzgegend mit Klostersrau-Melissengeist ein. Ich kann Klostersrau-Melissengeist aufs wärmste empschlen und füge noch hinzu, daß ich ihn bereits über ein halbes Jahr regelmäßig einnchme." Weiter Herr Joses Stummel (Bild nebenstehend), Maler, Köln-Ehren seid, Thebäer» str. 76, am 15. 12. 37: „Ich litt seit längerer Zeit an Herzbeschwerden und hatte mit Atcninotzukämplcn. Radfahren konnte ich kaum noch. JchnahmdarausKlostersrau- Melisscngcist u. stelle heute nach einigen Monaten sest. daß ich von mcinemLeiden so gut wie säst nichts mehr spüre.' Wenn Tie auch an Herzbeschwerden leiden, die nicht aus organischen Fehlern beruhen, machen Sie einmal einen Versuch mit Klostersrau-Melissengeist. 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Oberkirch, den 20. November 1938. In tiefer Trauer: Wilhelm Hafner und Tochter Ulla, Oberkirch Mathilde Zaiss, Wwe., Karlsruhe Familie Walter Zaiss, Karlsruhe Die Beisetzung fand in aller Stille statt. 9085 Danksagung. Für die vielen wohltuenden Beweise aufrichtiger Teilnahme, die wir in so überaus großer Zahl beim Tode meines geliebten Mannes, meines herzensguten Vaters (88934) Fg Hermann Reiss Oberpostschaffner entgegennehmen durften, sprechen wir anf diesem Wege unseren tiefgefühlten Dank aus. Wir danken besonders dem stellv. Kreisleiter Pg. Kalmbachor für den ehrenvollen Nachruf. Wir danken ferner Herrn Postrat Liibke für die ehrenden Worte an der Bahre des Verstorbenen, und dem Gesangverein „Frohsinn“ für die erhebenden Trauerweisen. Herzlichen Dank der Ortsgruppe Baden-Baden III der NSDAP., die durch Ortsgruppenleiter Pg. Herbold dem toten Parteigenossen die letzte Ehre erweisen ließ, der Partei und ihren Gliederungen für die Teilnahme am Leichenbegängnis und den Kranzniederlegungen, der Gesellschaft „Fidolitas“, der Gemeinde Weinbergstraße. und nicht zuletzt seinen Kameraden vom Politischen Leiterkorps und vom Postamt Baden-Baden für die vielen Beweise treuer Anhänglichkeit und unerschütterlicher Kameradschaft. In tiefstem Leid namens der Angehörigen: Frau Marie Reiss, geh. Steinei Bsden-Baden, 23. November 1938. 5obiM' Niano« Mordion Verdi. 41 Tasten. 120 Baste zu verkaufen. (98904) Erwin DitteS, DiedelSheinz. Hauptstraße 61. Ceuth Sestel, Thaifekongue ertra billig nur vom Fachmann Polstermeister Köhler. Telef. 4419. Schützenstraße 25. (9315) Schreibmaich. v. 30 J( an zu verk. Verleih Monat 6 A. «eilet, Waldstr. 66. (9341) Sofa neu aufgearb.. mod. Bezug (antik), sehr billig. Köhler, Schützenstraße 25. (9316) neu, prächtig. 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So vermißt man auch drüben über dem Tal um die «Uchterne Kirche mit dem hohen Turm die Rahmung und §.chBnmenfassung dieses neueren Bauwerks mit den bei- > " Rriegerehrenmalen und dem steilen, stützenden Tamm "Bch Baum- und Heckenbewuchs, der nunmehr nachgeholt «Fd. Tie «ine vom Sturm verschonte Linde vor der £ wurde geschützt, der Steilhang zum Dorf herunter sa eine Ligusterschnitthecke bekommen, während an den Zerghängen die Wildhecken angenehm empfunden^wer- in Ruit sowie die gut wirkenden Trocken-Stcin- nauern. Aber mehr Holzzäune möchte man künftig sehen »lt Drahtgeflechte: der Schulgarten wird damit den i?ng machen. t i„ störend durchschneidet das ganze Dorf- und Talbild Höhe ö i € Eisenbahnlinie und ^doch es nur ein« Gestaltung dieser technnchen Lrnre Strauch und Baum nach dem Beispiel der Autobahn lu« öer Fremdkörper wäre erträglich und die Entzaube- mts? ber Landschaft vermieden! Noch eine zweite tech- 7 ^/U^e rMfef firtrf Mtrrfi Mp SlT?H‘tp h-e§ ^ale9. die •eint ^inie reißt hart durch die Mitte des Tales, die Ni ik,vstromleitung, die man heute am Hang entlang legen de» sie fast unsichtbar bliebe. Ruit, — das hat dj, ,-stigang ergeben —, hat alle natürlichen Vorzüge für Entwicklung des Fremdenverkehrs, als schlicht-echter Wungso.rt, und wi.. ‘ i'ch ' „,."••'»<.« 1 , unu wird dahingehend jegliche Hilfe der -/?rhe erfahren und alle Stellen sollen dazu mitbchllj- K'in, entu° tt 'st entzückt, wenn man durchs Dorf dem Vach Uq rQ l[ 1( i »der durch das schmale, uralte eitcngützchen nirtT 1 ^ dazu spazieren geht. Drei b e s o n d e r s d c n k- ^ würdige Häuser wurden bestaunt und unter gestellt: Das Haus mit dem alemaiinisdren Fach- °»s 1003, daneben das Haus mit Fachwcrk und “ - ' ‘ .r. -» — Nieia'^lastikcn aus 1722 und dann, gegenüber dem Lü,„"!wft erneuerten Fachwerkhaus des Gasthauses zum bas Hans Nr. 34 mit seinem originellen Treppen- UcS'H. Auch das Rathaus ist ei» Mustcrstttck vvn Fach- iet D i e noch verputzte» F a ch w e r k h a u - 3ei° erden mit der Zeit alle wieder frei- dj- ,3 t und die vielen Handwerker und Dorfbewohner, iistd ^"""ksam der Führung durch ihr Törschen folgten, X>iir,?u ? selbst überzeugt, daß dann Ruit eine LehenS- dijr!,:§ eii ersten Ranges wird. Eine Todsünde wider die tufie Baugesinnung wurde allgemein bedauert ge- weins^oenüber dem guten Vorbild des heimeligen ge- Vada?°s'lichen Backhauses: Ein größerer und ein kleiner kiea», "'baukastcn. die den beseelte» Dorfangerraum ab- 'tttSM' Unb nun wenigstens durch Verpflanzung etwas ^std-s Är gemacht werden, während ein noch^dort stetig Wellblechhäuschen ganz verschwindet, «o rettet takt^..'watbcwutztes Torf seinen ursprünglichen Cha- 3^“ ?eginn des Umgangs erläuterte der Lanbrat im bwls die wirttchaftliche Struktur Ruits, das fast nur bäuerliche Bewohner hat und eine seit einem Menschenalter stetig bleibende Volkszahl um 700 herum. Den Ausklang des für Ruits Zukunftsbild so entscheidenden Tages bildete der Dorsgemeiuschafts- ab e nd in der „Rose", der fast die ganze Gemeinde vereinigte. Lanörat Wenz hielt in seiner Rede nicht zurück mit seinem Lobe über das wohlgepflegte Dorf und seine heimatliebenden Bewohner. Nach ausführlid>en Darlegungen über den Natur- und Heimatschutzwillcn des Staates und des neuen Naturschutzgesetzes gab er Winke und Wege an, wie Ruit, das mit die besten Verhältnisse in seinem Bezirke habe, immer schöner werden sann, wozu die Naturschutzstelle und die Vaupflege gerne die Hand reichen. Baurat S ch m i d e r - Karlsruhe gab dazu noch Einzelhinweise zur Erhaltung der Eigenart von Ruit, das stch gehütet habe vor unpassenden Entlehnungen aus der Stadt und dessen Handwerker sich im allgemeinen einen guten Sinn bewahrten. Hauptlehrer Frank zeigte farbige Lichtbilder mit Beispielen und Gegenbeispielen aus jedem Dorf des Bezirks, die die Gedanken und Anregungen des Vorredners augenfällig ergänzten durch die bei den Umgängen gewonnenen Erfahrungen und Eindrücke. Der Lehrer des Dorfs, Leiser erzählte von der Geschichte Ruits, das erstmals 1219 urkundlich genannt ist und munterte die Volksgenosse,, auf zur Mitwirkung an der noch zu schreibenden Dorfchronik. Bürgermeister Pflüger, dessen außerordentlich zielbewußtes und rühriges Schaffen zum Wohle der Gcineinde vom Landrat anerkannt wurde, sprach ebenfalls im Lauf des Abends, der eine Herzlichkeit und Einmütigkeit aller Dorfbewohner auch in der Darbietung des Unterhaltungsprogramms zeigte, das guten Geschmack verriet und guten .Heimatgcist. Die Jugend tat sich dabei sehr hervor, Schülerinnen und Schüler, Turner, der Bund deutscher Mädchen mit Reigen, und der gemischte Chor mit Volksliedern. Dieses Dorf im engen Salzachtal. das hart werken muß auf kärglichem Boden, ist reich an inneren Merten und ein hochzuschähender Zuwachs für den Amtsbezirk Pforzheim, in den es mit Freuden ausgenommen wurde. Wegen fahrlässiger Körperverletzung sowie Uebertre- tung der Straßenverkehrsordnung stand vor dem Karlsruher Schöffengericht der 25 Jahre alte ledige Kraftfahrer Alfred B. Der Angeklagte, welcher bei einer Karlsruher Kohlensirma beschäftigt war, steuerte am 14. Oktober d. I. gegen 19 Uhr einen Lastkraftwagen von Neumalsch nach Ettlingen, obwohl er etwa 2 Liter Bier getrunken und unter erheblicher alkoholischer Einwirkung stand. Hinter Brnchhauscn überholte er mit übermäßiger Geschwindigkeit einen Lastwagen und fuhr dabei soweit nach links, daß ein entgegenkommender Radfahrer, um nicht angefahren zu werden, in den Straßengraben fahren mußte und stürzte. Darauf hat der Angeklagte seine Fahrt mit gleich- bleibender Geschwindigkeit von 00 Kilometer, nunmehr auch im Zickzack fahrend, fortgesetzt, so daß er einen Kilometer weiter auf einen ihm entgegenkommenden Lastkraftwagen auffnhr, diesen an der Seite streifte und beschädigte und sodann einen gleichfalls ihm entgegenkommenden Lastkraftwagen mit derartiger Wucht erfaßte, daß dessen Kühlerhaube ins Ackerfeld flog und sein eigener Wagen zertrümmert wurde. Hierbei wurde sein Beifahrer. über dem das Führerhaus zusammcnstürzte. verletzt. Der Beifahrer des anderen Lastkraftwagens trug Schnitt-, munden am Kopf davon. Der Angeklagte hatte an diesem Tage eine Fahrt nach Rastatt erledigt und befand sich zwischen 0 und 7 Uhr nachmittags auf der Rückfahrt. Er hatte etwa zwei Liter Bier getrunken. Den gefährdeten Radfabrer hat er überhaupt nicht bemerkt und will durch die Scheinwerfer ent- aegenkommender Fahrzeuge geblendet worden sein. Die Blutprobe ergab 1.32 Gramm promille Alkoholgehalt. Nach den Ausführungen des wissenschaftlichen Sachverständigen muß man 1 promille Alkohol schon als die höchst „iläMrie Mrenze anseben. Der Anaeklaate hätte sich mit dieser Alkoholmenge nicht mehr am Steuer setzen dürfen. Er war nicht mehr fahr- und verkehrssicher. -r,er Staatsanwalt beantragte vier Monate Gefängnis. Das Schöffengericht sprach gegen den Angeklagten eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten zwei Wochen abzüglich fünf Wochen Untersuchungshaft aus. In den Urtcils- gründen wurde betont, daß ein Fahrer, der in alkoholischem Zustand derartige Unfälle verursacht, immer mit Gefängnisstrafe zu rechnen hat. Der Angeklagte war Dann wird man Ihre» Händen die Tagesarbeit nicht ansehen. Mit Nivea-Creme gepflegte Haut wird widerstandsfähig u. geschmeidig. nicht mehr zur sicheren Führung des Kraftwagens in der Lage. Er hätte die Pflicht gehabt, besonders vorsichtig und langsam zu fahren. Statt dessen fuhr er mit der erheblichen Keschwindigkeit von 60 Kilometer. Achtung, Suöetenöeutsche! Wie bereits bekannt finden am Sonntag, dem 4. Dezember die Ergänzungswahlen der Sudetendeutschen zum Großdcutschen Reichstag statt. Der Landrat und der Oberbürgermeister von Karlsruhe erlassen in der heutigen Nummer unserer Zeitung eine Bekanntmachung, auf die wir alle wahlberechtigten Sudetendeutsche besonders Hinweisen. Ein floiies Leben mii fremden Geldern Neun Monate „Lrholung^ für eine kleine Hochstaplerin Die 23i8hrige ledige Alice St. aus Mannheim war Angestellte einer Karlsruher Firma mit 180 RM. Ge» halt seit Mitte November vorigen Jahres. Plötzlich erfaßte sie die Neigung, mehr scheine» ,n wolle» als sie ist und um die große Dame spielen zu können, vergriff sie sich au Geldern der Firma. Sie entnahm von Januar bis 10 Oktober 1038 ans der von ihr verwalteten Kaffe nach und nach Beträge bis zu 600 RM., bis Ne sich schließlich insgesamt 3075.85 RM. angceignct hatte: nicht genug damit, stahl sic einem Arbeitskamcrade» aus dessen Schreibtisch 300 RM.. die sich dieser erspart hatte. Das Geld verbrauchte sic in leichtsinniger Weise in einigen Monate». Sie gab es mit vollen Händen aus «nd verbrauchte beträchtliche Summen für Kleider und Wäsche. Nach den Feststellungen ihres Verteidigers hat die Angeklagte aus einer Erbschaft etwa 5000 RM. zu erwarten, so daß Aussicht besteht, daß der veruntreut« Betrag ersetzt werden wird. In der Wohnung der Angeklagten wurden Briese gefunden, die sie an sich selbst geschrieben hatte und Aus -er Albtalpforie Ettlingen M. Ettlingen, 23. Nov. (Der letzte Kommandeur der EttlingerUnieroffizierschul e gestorben.) In Baden-Baden ist Oberst a. D. von Hügel, wo er seinen Lebensabend verbrachte, gestorben. Der Genannte war der letzte Kommandeur der ehemaligen Untcroffizierschule Ettlingen. Noch im Jahre 1035 nahm der Verstorbene an einer Wiedersehensfeier der Unteroffizierschüler hier teil und hat damit seine Anhänglichkeit zu seiner alten Garnison und seine Schüler zum Ausdruck gebracht. Hauptlehrer Becker gestorben Im Alter von 59 Jahren verstarb Hauptlehrer Bek- ker nach einer schivercn Krankheit. Er war seit 18 Jahren in Ettlingen tätig. Auszeichnung Reichsbahngehilfc Josef Kraus in Ettlingen erhielt für 25jährige treue Dienstleistung das silberne Ehrenzeichen verliehen. Unsere Glückwünsche. AusderHI. . Der Bann 109 Karlsruhe führt vom 20. Dezember 1938 bis 3. Januar 1939 folgende Skilagcr durch: In Schonach für 15 RM. Auf dem Polizeiheim am Fcldberg für 30 RM. Dieses Lager gilt insbesondere als Trainingslager kür gute Skiläufer und als Vorbereitung für die Bann- und Gebietswettkämpfe der Hitlerjugend Baben. Die fachmännische Ausbildung mit Betreuung der Hitlerjugend liegt in den Händen des bekannten Karlsruher Skiläufer Alfred Dahringer und des Bannführers E s ch l e. Ein weiteres Skilagcr wird im Arlberggebiet durchgeführt. Die Teilnehmerzahl ist hierbei allerdings beschränkt. Es kommen nur geübte Läufer in Frage. Die Leitung dieses Hochgcbirgs-Skilagers hat Gefvlgschafts- führer Volker Weiß- Ettlingen. Dieser ist zugleich In- gendwart beim hiesigen Skiklub. Anmeldungen für sämtliche 3 Skilagcr nimmt bis zum 5. Dezember 1938 der Standortführer der Ettlingcr HI. — Weiß — entgegen. Der 5. Dezember ist der letzte Termin. Beim Geldvcrwalter der Gefolgschaft 21/109, Alfred Grein er, Hcllbcrg, sind HI.-Lcistnngsbüchcr für das HI.-Lcistungsabzeichen und HI.-Schießbüchlcin für die HI.-Schießauszeichnung zu erhalten. Znnftabcnd der Skihasen Wir machen nochmals auf den am kommenden Samstag stattfindendcn Zunftabcnd der hiesigen Skiklubs aufmerksam. Es wird ein gemütlicher Abend werden. Sportvorschau Am kommenden Sonntagnachmittag treten unsere Ekt- linger Fußballer zu esttem weiteren Heimspiel gegen Beiertheim auf dem Platze beim Gaswerk an. Der Gegner steht in der Tabelle nahe Ettlingen und wird alles versuchen, beide Punkte mit nach Hause zu nehmen. Ettlingen selbst dürfte sich die Gelegenheit zu einem weiteren Gewinn nicht entgehen lassen. Die einheimischen Fußballanhänger werden wiederum in großer Zahl erscheinen, um ihrer Mannschaft das Rückgrat zu stärken. in denen sie sich als „gnädige Frau Baronin" Lucaniz" ansprach! In einem der Briese heißt es: „Sehr geehrtq Frau Baronin, gnädige Frau! Teile Ihnen ergebenst mit,' daß Ihre Angelegenheit zwischen der Ungarischen Nationalbank und der Deutschen Bank zur beiderseitigen Zufriedenheit erledigt ist." Als ihr diese Briefe vorgehalten wurden, bezeichnet« sic diese als „Spielerei". Vorsitzender: „Andere Leute bezeichnen das als Hochstapelei!" Di« Ermittlungen ergaben weiter, daß sie im Büro ihrer Firma Falschbuchungen vorgeuommen hat, um ihre Buchführung „stimmend" zu machen und das Verschwinden der erheblichen Beträge zu verschleiern. Sie will sich darauf berufen, daß sie das Geld habe ersetzen wollen. Offenbar entsprang ihre Handlungsweise einer Großmanniucht und dem Streben, ein lnkuriöscs und flottes Leben als große Dame führen zu können. Im übrigen kann sic ihre Verfehlungen nicht leugnen. Vor Gericht trat sie recht theatralisch ans: sie zeigte wenig Einsicht in das Verwerfliche ihrer Handlungsweise. Lächelnd gab sie ihre Antworte» und tat so, als ginge sie die ganze Sache wenig an. Einen besonders üblen Eindruck macht« der Diebstahl zum Nachteil ihres Arbeitskameradcn, zu dem sie selbst einmal gesagt hatte: „Wie kann man nur so leichtsinnig sei» und erspartes C)eld im offenen Schreibtisch liegen lassen!" Ter Staatsanwalt kennzeichnet« die Verfehlungen der Angeklagten als groben Vertrauensmitzbrauch der Angeklagten, die nach Hochstaplerart über ihr« Vcrhältniffe habe leben wollen. Entsprechend dem Antrag des Anklagevertreters sprach das Schöffengericht gegen die Angeklagte wegen Untreue in Tateinheit mit Unterschlagung, sowie wegen Diebstahls eine Gefängnisstrafe von neun Monaten, sowie eine Geldstrafe von 300 RM. aus Die Geldstrafe sowie zwei Wodien der Freiheitsstrafe gelten durch die fort- dauernde Untersuchungshaft als verbüßt. Zugunsten der Angeklagten wurde angenommen, daß der Schaden gedeckt werden kann. Besonders erschwerend fiel der Diebstahl gegenüber einem Arbeitskameraden in di« Waagschale. Seite 10 / Donn e rs t a g, 24. November 1938 iverstlirtt Karlsruhe-Land Vforzheimer Allerlei Pforzheim» SS. Nov. Nicht nur viele, sondern auch ungewöhnliche Ereignisse haben wir in Pforzheim erlebt in diesen Tagen. Am Hellen Sonntagmorgen lockte ein prachtvoller Regenbogen aus dem Bett, der sich vom Erz- kovs "zum Weiherüerg über das Nagoldtal gespannt hatte und auch sonst eine wundersame Farbenstimmung in her feuchten.Luft im Gefolge hatte. Und am Abend zog das Meteor seinen grellen Schein hinter sich her am eben verdunkelten Firmament im klaren Sternenbild, von Nord nach Süd. Inzwischen stürmte und schneite es mit einer Heftigkeit, die die Menschen in die wärmenden Stuben trieb und in Kürze eine weiße Decke über unsere Höhen legte. Manchen hat eS „verschnupft", aber schön war's doch, wen» der Mintcrzauber auch rasch ersoff im nassen Gras. Auf dem Buckenberg waT Vereidigung in der Kaserne, zu der das Bataillon viele Besucher bekam von her Stadt. Es waren dabei der Kreisleiter, der Landrat, der Polizeidirektor, der Stadlvorstand, hie Führer der SA. und her ff, die Abordnungen aller Gliederungen der Partei, der Schulen und weitere Gäste. Oberstleutnant Teichmann, her Bataillonsführer, trat vor seine Rekruten, die im weiten Hofe angetreten waren und sprach zu ihnen von ihrer neue» Heimat, dedc Kaserne, und dem Sinn des Eides. Er hob die Pflichten deS deutsche» Soldaten hervor, von denen ein Unbekannter heute Führer des geeinten Volkes und erstarkten Vaterlandes und Oberbefehlshaber der Wehrmacht ist. Nach dem feierlichen Schwure lenkte der Kommandant die Blicke seiner jungen Kameraden auf die ereignisreiche letzte Vergangenheit des qroßdeutschen Reiches, zu dessen Werde» die Wehrmacht zweimal eingesetzt war. Oberstleutnant T e i ch m a n n ist der Nachfolger des Obersten Dallmer-Zerbe, der soeben von Pforzheim schied und der erste Kommandeur der Garnison Pforzheim war. Im Goldenen Buch der Stadt steht sein Name als geschichtliche Erinnerung geschrieben und sein Bild hat der sichere Silberstift in der Hand des Künstlers und Schuldirektors Herrmann verewigt für die Stadt, das im Rathaus eine Wand ziert. Mit hem Oberst haben fünf weitere Offiziere unsere Schwarzwaldftadt verlassen, um neuen Aufgaben entgegenzugehen, die sich mit Pforzheim wie mit einer Heimat verbunden fühlten, darunter auch der hier sehr beliebt gewesene Major H i r s« m e n z e l. Wie der feierliche Tag auf dem Buckenberg bewies, seht der neue Führer der Soldaten die schöne Tradition fort, di« wir Oberst Dallmer-Zerbe verdanken, der die ä dee der Volksverbundenheit zwischen Wehrmacht und tadteinwohnern zur Tat hat werden lassen bei jedem gebotenen Anlaß. Oberstleutnant Teichmann ist Schwabe und war nach Dienstleistungen in der Kadettenanstalt Karlsruhe in Norbdeutschland und in verschiedenen Posten sonst im Reich. 80 Jahre Turngemeinde 1888 50. Geburtstag feiert« durch einen Festabend im Sral des „Brauhauskeller" di« Turngemeinde 1888. Als Gäste konnte sie auch den Oberbürgermeister begrüßen und den Turnvater Schimpf, den Ehrenkreisführer und Haupt- förüerer der edlen Turncrci im Pforzheim?« Gebiet. Die Festrede des Vorsitzers I. Schwemmte frischte in den vielen anwesenden alten Freunden des Vereins viele Erinnerungen an die Geschichte der Gemeinde auf. Elf von den Gründern leben noch. Für den Kreisleiter sprach Ausbildungsleiter Stein- l anü herzliche Glückwunschworte und die Bruüervereine schlossen sich mit Wünschen und Geschenken an. Oberbürgermeister Kürz anerkannte die treue Arbeit des Vereins im Dienst der Körperschulung. Ein buntes Unterhaltungsprogramm mit turnerischen Leistungen verknüpft, füllte den Abend angenehm aus, den der Sängerbund 1881 durch Chorwerk« und Volkslieder verschönte. Di« Kapelle Wald hatte im zweiten Teil viel dankbar angenommene Arbeit beim Tanz. Zur Feier des Jubiläums wurden folgende Ehrungen vorgenommen: Oberturnwart F. Kolb wurde zum Ehren- turnwart ernannt. Mit der goldenen Vereinsnadel wurde G. Kusterer ausgezeichnet. Für langjährige treue Dienste erhielten Diplome A. Herrmann und E. Iourdan. Die Silbernadel mit Diplom erhielten für 28jährige Mitgliedschaft A. Herb, K. Heizmann, E. Ernst: Diplom« wurden überreicht an K. Dürr, E. Iäckle, M. Iäcklc, A. Gasser, W. Nolthenius, E. Kindler. Vier Turnern und einer Turnerin wurde die Silbernadel angesteckt, für 18- jährige Mitgliedschaft. Kreischrenbriefe erhielten G. Kusterer, F. Kolb, R. Bauscher. E. Wirsching. Zum Novemberball des Skiklubs, der alljährlich die „Saison" einleitet für die Schirgler im Hotel Post, erschien mitten in den Festeszauber ein Begrüßungstelegramm des alten Mitglieds und Schneeschuhkameraden Dr. T o d t. Vorsitzer Wolf sprach zu Beginn kurz über die Arbeit im vergangenen Jahr. Allgemeiner Frohsinn und Tanz beschloß den Abend, an dem es auch Ehrungen gab. Die Silbernadel des Klubs empfingen für 25jährtge Mitgliedschaft K. Kaspar, M. Lichten- fels, L. Reichenbach, C. Schäfer, R. Waibel und drei Sportlerinnen, M. Kohlschein, A. Meyle, T. Berger. Die besonderen Verdienste um das Bereinsgcdeihen wuroen anerkannt den Mitgliedern A. Volz, A. Prier. R. Schweizer. R. Maier und Lotte Kallenbcrger. Der Turnverein Brötzingen 1880 hielt einen wohlgelungenen Kameradschaftsabend mit Sportdarbietungen des Nachwuchses beiderlei Geschlechts und einem humoristischen Programm, das die Kapelle des NS.-Kraftfahrkorps noch bereicherte. Ehrungen erfolgten für 80jährige Mitgliedschaft für A. Klittich, H. Kühn, I. Lauich, G. Klittich, A Klausner; für 30 Mitgliedsjahre K. Fuchs, E. Hildinger, K. Hochmuth, E. Eüerle. Frau Lore Lansche und Frl. H. Klüppel wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Reichshandwerksmeister Schramm besuchte Pforzheim Er traf mit Oberregierungsrat Schmidt, dem Sachbearbeiter des Fachschulwesens in Baden am Dienstagabend in Pforzheim ein zur Besichtigung der Fachschulen. In der Gewerbeschule I mar eine größere Anzahl Gäste zur Begrüßung erschienen, die unter Führung von Ge- iverbeschuldirektor Baumgartner die Fachschulen im Betrieb besichtigten. Der Stolz des industriellen Pforzheims ist die Leistungsfähigkeit der neuen Berüfsfach- schule für die Feinmeßwerk-Industrie, die jetzt die neuesten Maschinen hat und in der auf den Tausendstel- Millimeter genau gearbeitet wird. Ein zweijähriger Lehrgang bildet die Borlehre für die Praxis. In kurzer Zeit wird noch eine Meisterschule aufgebaut, die mit den Lehrlingen zusammenarbettet. Die zahlreichen Gäste nahmen den Eindruck mit, daß sehr erhebliche Fortschritte in allen neuen Fachschularten zu verzeichnen sind. Auch die hervorragend ausgcbaute Goldschmtedefchule hatte Lehrer. Schüler und Aussiellunasfäle vorbereitet für den Betuch des Rcichsinnungsmeisters, der sich so unter der Führung von Direktor Hermann ein Bild machen konnte von den besonderen Anftrengunaen Pforzhei-ns um einen hochqualifizierten Edelmeiall-Handwerkernach- wuchs und seine gründliche theoretische und praktische Ausbildung. Rund um den Turmberg Z. Bevghause». 23. Nov. (D i e n st d e r PL.) Am Sonntag, 20. November 1038, hielt der Ortsgruppenleiter mit den PL., die zahlreich angetreten waren, auf dem Platz am „Hopfenberg" Formaldienst, Sport und Schießlehre ab. Angetrcten wurde hierzu um halb 0 Uhr. Der Dienst hat allen Teilnehmern gut gefallen. lE l t ei n a b e n d.j Heute, Donnerstag, 24. Nov. 1938, ist im „Adler", 20.15 Uhr, ein Elternsprechabend über Berufsergreifung. Ausbildung usw. unserer Mädchen. Es spricht zu den Schülerinnen der 8. Klasse und ihren Eltern die Iungmädel-Untergauführerin Else Wickert. Es wird zu diesem Abend frdl, und dringend eingeladen. (Schulungsabend.) Am Freitag, 25. November 1938, spricht bei einem Schulungsabend im „Bären", 20 Uhr, Pg. H o t o p - Karlsruhe über „Adolf Hitlers Leben, sein Werk und Aufbau der NSDAP." Für PL. und Warte ist Erscheinen Pflicht. Uniform! (F i l m v o r a n z e i g e n.) Für den 3. Dezember 1938 ist der Film „Schimmelkrieg in der Holledau", für den 17. Dezember 1938 „Patrioten" durch die Gaufilmstelle angezeigt. (Hohe Geburtstage.) Wir gratulieren herzlich und wünschen noch gesegnete Jahre: Karl Frdr. Rau pp, Oclmüller, zum 77. Geburtstag am 22. November 1938 und Frau Mina H a u ck, geb. Ludwig. Witwe, zum 79. Geburtstag am 26. November 1938. Berghausen, 23. Nov. (Goldene Hochzeit.) Die Eheleute Josef Strobel, pens. Rottenführer, Jöhlingcr Straße 38, feiern am. 27. November das Fest ihrer Goldenen Hochzeit in guter Gesundheit. Söllingen, 28. Nov. (Einladung.) Der hiesige Kaninchenzüchter-Verein hat sich auch in diesem Jahre durch Schaustellung seiner Diere und der Darstellung über die vielerlei Verwertung der gewonnenen Nebenprodukte am Sonntag, den 27. November, zur Aufgabe gemacht, den hiesigen Einwohnern die Wichtigkeit der -Kleintierhaltung vor Augen zu führen. In der Ausstellung rver- den Tiere gezeigt, die auf Leistung und Schönheit gezüchtet sind. Die Leistungszucht wird durch Darstellung verschiedener Rassen die Besucher der Ausstellung darin unterrichten, wie sie am besten die höchstmögliche Rentabilität in ihrer Kleintierhaltung erzielen können. Da wir uns heute mehr denn je auf Selbstversorgung etnstellen müssen und die Kleintierzucht hierzu «in wesentlicher Faktor bildet, sollte sich jeder Einwohner unserer Gemeinde angelegen sein lassen, die Ausstellung zu besuchen. Ucber die Auswertung der Kleintierhaltung nach allen möglichen Richtungen finden sich Werbeschriften vor und werden den Besuchern ausgehändigt. W Hohenwettersbach, 23. Nov. (T r c u d i e n st e h r e n- zeichen.) Unser Kassenleiter Pg. Friedrich Kraut wurde für 25jährig« Dienstzeit im Zollamt mit dem Treu- dienstchrenzeichen ausgezeichnet. Wir gratulieren. (U e b u n g.) Am kommenden Sonntagnachmittag hält die Freiw. Feuerwehr hier ihre diesjährige Spätjahrsschlußübung ab. Th. Stupscrich. 23. Nov. (Vom Luftschutz.) Am Montagabend ging an der hiesigen Luftschutzfchule der 2. Lehrgang zu Ende. Der Führer der Feuerlöfchpolizei, Pg. Bürgermeister Alois Becker, sprach über die Brandbekämpfung. Der Redner legte größten Wert aus die Unterwerfung der Bekämpfung der Entstehungsbrände. Praktische Löschübungen mit diesen Bekämpfungsmitteln schlossen sich diesem lehrreichen Vortrag an. K. Mutschelbach, 23. Nov (Hohes Alter.) Am lebten Samstag feierte der älteste Mann des DorkeS, Johann Georg Ludwig, bei geistiger und körperlicher Gesundheit und Frische seinen 88. Geburtstag. Wir wünschen dem Hochbetagten einen noch recht sonnigen Lebensabend. — Ihren 85. Geburtstag kann morgen unser« Mitbürgerin Frau Karoltna Maier Witwe begehen. Die betagte Frau erfreut sich einer in diesem Alter seltenen geistigen Frische. Unfern herzlichen Glückwunsch. Umschau in Wössingen H. Wössingen, 23. Nov. (Appell der Politischen Leiter.) Die Pol. Leiter der Ortsgruppe der NSDAP, hatten sich zu einem Appell am Samstagabend im Parteilokal elngefunden. Ortsgruppenleiter Pg. Böckle sprach über die Gestaltung, den Sinn und Zweck der Appelle der Pol. Leiter, die allmonatlich stattfinden. Der Politische Leiter hat in seinem Hoheitsgebiet die Vg. stets so aufzuklären, daß sie jederzeit genau im Bild sind, warum diese oder jene Maßnahme getroffen wird. An die Parteianwärter richtete Ortsgruppenleiter Böckle Mahnworte, mitzuarbeiten, damit das große Werk unseres Führers gelinge. Erfreulicherweise ergab die Feststellung, daß sich nahezu alle PA. als Pol. Leiter meldeten und dadurch die Möglichkeit gegeben ist, den Ortsgruppenstab mit einer Anzahl junger Pol. Leiter zu ergänzen. (Bunter Abend.) Die NSG. ,4kvaft durch Freude" veranstaltet am kommenden Sonntagabend, 8 Uhr, im Gasthaus „Zum Ochsen" wieder einen „BuntenAbend". Das Programm wird wieder von der Künstlergruppe „Standaro" bestritten. Die Künstler sind uns mit ihren sehr guten Leistungen bereits bekannt, weshalb sich ein Besuch des Abends lohnen wird. Die Einwohnerschaft wird hierzu freundlichst eingeladen. als unaufdringlich-anschmiegsam« und sicher führende ,,, gleiterin bewähren konnte. Die Geigerin trat c» mals selbständig mit ihrer Kunst vor die breit« Oeste lichkeit und bewies sich als ein zu den schönsten Hofi»^> gen berechtigendes Talent, daS sein Debüt mit Ausze> nung bestand. In einer sehr geschmack- und anfprucks" , len VortragSsolge konnte sie alle Vorzüge ihres SP>° ^ aufleuchten lassen: die saubere, klare Bogenfüyrung...^ schönen reinen Strich, die sichere Grifftechnik, die 29»^ des Ausdrucks und die schwungvolle Gestaltung.J* darf auch das vorzüglich klingende Instrument nicht »$ erwähnt bleiben. Die „Sonate a-dur ov. 30 Nr. 1 z. e i Beethoven leitet« den Abend ein mit dem wunder ^ ausgedeuteten Adagio, dann folgte die „Sonate g-Dur 78" von Brahms, wobei die schwungvoll-sanglichen v lobiengänge des ersten und die sauberen DoppelgrM-.^e zweiten Satzes besonders begeisterten. Schließlich di« „Sonate ES-Dur op. 18" von Richard S t r a u B Abschluß und Höhepunkt in dem feurigen und mitre>n^( den Spiel beider Künstlerinnen, deren Zusammen'^, ideal aufeinander abgestimmt und von der Geme>nw^> feit der Auffassung getragen war. Die große, freudig * gehende Hörerschaft dankte mit herzlichem Beifall. , Der „Tag der deutschen Hausmusik" bescherte "" einen vorbildlichen: „Musik-Abend der Hitlerjugend" in Verbindung mit der Kreismusikerschaft der BDM., Untergau 172 und der Iugendgruppe der 7 ,$> Frauenschaft. Erwin Albert Karst hatte für tungweisenden Abend eine sehr seinsinnige, volkstuw Vortragsfolge ausgestellt, die in der Hauptsache kaUw^^ kanntes, überaus wertvolles musikalisches Gut 0 flI t< Meister aufwies, dem er sich mit liebevoller Torge.^, nahm und daS Verständnis dafür bei den Ausübcw^^ die mit spürbarer Lust und Freude bei der Sache w» (t # als auch bet den sehr zahlreichen, willig folgenden zu wecken wußte. Neben Orchcstermerken standen -igt für Klavier, ein Terzett für Violinen, ein Menue» Streichquartett, besonders gut ansprechende, bewuw.^ n < pflegte Blockflötenmusik u. a. Mit dem gemeinsam genen Dchlußlicd: „Ade zur guten Nacht", das Aus»" ^s,k und Hörer wirklich zu einer Gemeinschaft der H»^«zgni' verband, fand der Abend einen feinen Abschluß. ^ tzn' führer C o n t i n i hatte zu Beginn in einer spräche auf die Verpflichtung jedes Deutschen des deutschen Geistesgutes im nationalsozialistische»^^-' hingewiesen, wozu für die deutsche Familie auchdie musik gehört, di« er in seiner Bedeutung besonders » „ strich. Kurt Amerb»>* * Sette 11 / Donnerstag, 24. November 1938 SklMkkk Unterhaltung Seltsame Untreue VON HERMANN ERIS BUSSE war ht 6ft Zeit zwischen Sommer und Herbst, als Hirt wochenlang um einer Bezauberung willen „üie gleiche Landschaft fuhr mit seinem raschen wertvollen Wagen. Meistens machte er sich gegen Mittag fahrtberett und oohrt« zu ungewisier Stunde abends, nachts oder in der dämmernden Frühe erst zurück. Bisweilen begleitete ihn lerne Frau, ruhig und mit heiterem Herzen sich seiner "ebenden Freude an der für ihn neü und tief entdeckten Landschaft freuend. Ei« fuhren zwischen Rheinstrom und Wald in der wei- £ n Ebene leicht dahin, durch Feld- und Wiestnland, «auernflur, an steilen doch nicht hohen Weinhügeln vor- oel. über altertümlich«, behäbige und krumme Brücken, r.^ch klein«, vom Fleiß und der lebenstüchtigen Gründ- "chkett ihrer Bewohner belebt« und geartete Städte, durch allerlei Dörfer. Wenn sie die Hauptstraße verließen, durchs Ried, nahe Rheinwald zu fahren, so schreckten sie manchmal die ichonsten Fasanen auf. Ganze Familien dieser prächtigen Einwanderer zogen mit langen Schritten zwischen Hopfen- und Tabakfeldern dem bergenden Auenwald zu. Gerold Hirt sah sich von eigenen Gestalten und Plänen, ^as das Tal und seine Welt betraf, leidenschaftlich be- ■ kllhrt, dem hatte er zu folgen. Stets wenn dies schöpfe- Vssche Vorfühlen in ihm zum Vortreiben wurde, spürte Oi« Frau, daß sie ihn nun am besten allein ließ, und üe erfand allerlei Abhaltungen, damit er zu überzeugen svar,' denn er kannte sich wohl weniger gut. ober er bekannte «s nicht. , Und so fuhr er viele Male allein in di« ferne Landschaft und ließ sich von ihrem Geist und ihrem Gesicht va'allen wie ein blühender Baum von Bienen befallen wird. Nun geschah «S einmal, er hatte «S nach MttternoOt werden lasten, von Freunden in Offenburg aufgehalten, oaß ein Mädchen an der Straße stand. Es winkte kurz vor -er gebogen laufenden alten Steinbrücke beim Nepo- wuk^ wo schon mancher unachtsam« Fahrer, gleichviel, ob ^ Steuer oder Zügel in der Hand gehabt, wenn nicht das >^b«n so doch Vlut ließ. Viel Jugend war darunter, innge Männer, die geglaubt hatten, des schweren Orte- «auer Weines in jeder Lag« Meister zu werden. , Es stand «in Mädchen also da, kurz vor Beginn der krummen, weißen Brückenwange und winkt«. Gerold hielt wahrhaftig an, als habe er das erwartet, öffnet« den Schlag und ließ eS wortlos ein. Es hatte, soviel er beim «nfahren erspähen konnte, ein schmales, blaffes Gesicht, vus ihm bekannt vorkam, vor allem das Lächeln kannte kr. und das leise, fast unhörbare Räuspern, das es beim vfiedersetzen hören ließ, war ihm auch bekannt. Es war Uentlich froh über dieses klein« Abenteuer. Das leicht« A'Ng neben ihm atmet« doch wenigstens und atmete so- »l«lch dt« lähmend« Einsamkeit weg, di« ihn wie bleierne Wtüdigkeit hatte belasten wollen. Der Nebel wurde dich- p* und stieg höher. Wie Hausschemen, auf kellerfenster- wsen Fundamenten, standen di« Nebelwände neben der Kratze, die sein Scheinwerfer schuf. Er mußt« ganz langem fahren und mit angespannter Aufmerksamkeit. Zweimal legte ihm di« still« Mitfahrerin die Hand "Us s«jn« jm Handschuh steckend« Rechte, und er sah dann ?uch im letzten Augenblick, daß ein Gefährt vor ihm hervor. Es war unmöglich, dies früher zu erkennen. Die v»nü war leicht gewesen und ohne Druck, ihre Kühle ?kang durch das Leder seines Handschuhs, aber darnach orannt« diese Kühle, wie wenn sie entzündet wäre. ^ Er sah rasch zu der Fremden hin, ihr in den Schoß, ^ort hielt sie auf hellem Kleid di« Hände offen wie eine ^wal«. Er sah auf ihre Brust, die voll war und ruhig okwete. Er sah in ihr seitliches Antlitz, es war nicht gütlich ggi« kam denn das, er sah doch Hände und valSansah viel deutlicher? B Nebel lichtete sich ein wenig. Gerold atmete auf, r»d er fragte sie, wie weit sie mitfahren müsse und wolle. gab ganz leise, fast stimmlos Antwort: „Bald, wenn "rr Nebel uns nur noch bis zum Mund reicht.* Jetzt reichte er bis ans Wageudach. war kein vertrautes oder zum mindesten ver- »?uendes Gespräch. Es schlief auch wieder ein. Ist das J.”® traurig? sann Gerold am Steuer. Ist di« Frau s""v«' ist das Mädchen bang? Etwas war mit ihr loS, <»«<;• ">ürd« sie, die einen fremden Autofahrer bei Nacht "v>«lt, doch eifrig dankbar Rede und Antwort stehen. * Nebel wurde noch einmal wattedick, aber über a» ! Schicht schauten di« Köpfe der weißen Warnhölzer vkn Kurven. Jetzt konnten sie manchmal sehen, daß fr "sie Vögel mit wetten Schwingen über di« Lichtbah» tna m Und einmal sahen sie fast einer mächtigen Eule in? Gesicht, die auf einer Warnstange saß, an die Gerold vo» I säst zu nahe hingefahren war. Als di« Lichter Li " Emmendingen rotäugig aus dem Dunst starrten, legte d«z ^tfahrerin leicht die kühl brennende Hand auf die 8 Syrers und begehrte auszusteigen. s»s'^L"?r zu jetzig sagte sie leise, sie zischte «in wenig, fast lautlos den Wagenschlag, „fahr nicht zu schnell, geht jetzt weg.* Na», wt danke und kein Vergeltsgott sagte sie. nicht Gut- wr und nicht wohin, fragt« sie. sah ihr nach, wie sie in einem seitlich abbieg«nd«n verschwand, «in« helle Gestalt, mädchenhaft rank, doch blj-^vsg schleppend im Schritt. Ein sonderbarer Duft au» lm Wagen zurück. Er fuhr hellwach gespannt und und ,****«1 öen kurzen Weg noch heim. Als er ausstieg den Wagen ging in di« Garage, sah er. daß «in batte Etwas ähnliches sich in der Tür verklemmt 6*1,'. Er nahm «S an sich. Es war sehr dünn, «in tu i[mÜ* svst. Er steckte es in die inner« Rocktasche, lächelt« Eiü"V^Erbar«r Freude vor sich hin, er spürte bas Lächeln. i«s cr-"kine Leidenschaft übcrlächelte «S. die aus dem Dust Huches jhu angehaucht. im Haus begrüßt« ihn di« Frau mit stiller we»e»"?khkeit. Sie habe sich Sorge gemacht, sagt« sie. wird? t- 8 Nebels, der doch sicher an manchen Stellen sie/ dick gewesen sei. Mehr verriet sie nicht, nicht wie schr»^,.^,ngst um ihn durch all« Räume getrieben und mit Bildern genarrt hat. Er liebte furchtsam« Es r" nicht: sie machten ihn nervös. »u,,,."*9 ihm auf der Zunge, von seinem Abenteuer so v«>k^?"n. aber etwas Unnennbares hemmte ihn. und Tg-, er es auf den anderen Tag. Auch am anderen Ez «vatte er keine Lust dazu. Er wunderte sich darüber, »u ihm sogar unmöglich vor, der Frau das Tuch ps Er nahm es sorglich aus der Rocktasche und Oh zwischen seinen Selbstbindern und Handschuhen. t w»!w Scham dazu bestimmte oder eine sonderbare klebni?w Geheimnis, fragte er sich nicht, ihm schien das unantastbar, mit berichtenden Worten nicht zu Einf.^u. Alles war geschehen in großer Lauterkeit und Was auch wäre, genau genommen, vor der I bn Frau zu verstecken gewesen? 8i«r selber wuchs jedoch eine eigentümliche Neu- "Ut«r^ .vatte «in, Woche lang die Reihe der Fahrten tineg »n^beu müssen aus vielerlei Gründen. Doch als ?*g«nS nach grauem Regentag mit mildem Auf- » der Himmel frei und licht wurde, beschloß er, das liebe Tal zu besuchen. Die Frau war abgehalten, mitzureifen. Es war ihm beinahe recht, daß heißt, halb hätte er ihr Mitkommon gewünscht, weil es ihm schien, als könne sie wohl die ausgewachsene Unruhe von ihm nehmen. die ihn. während er zur Fahrt rüstete, sonderbar stark befiel, fast abergläubisch der fremden Mitfahreriu gedenkend. Dabei erregt« ihn der Gedanke, ob er sie wohl jemals, womöglich auf der Heimkehr wieder sehen würde, ja mit Notwendigkeit wieder sehen mußte, um ihr das Tuch zurückzugeben. Er kramte es heimlich aus dem Kasten hervor und steckte es hastig in die Tasche seines Automantels. Er ahnte nicht, baß die Frau sein« Schubladen dann und wann ordnend durchsah und dabei das Tuch längst mit slüchtigem Staunen dort vorgcfunden hatte. Sie nahm es damals nicht an sich, sondern ließ es liegen und vergaß es wohl wieder. Gerold Hirt fuhr ab. mit den liebsten Wünschen der sorglichen Frau bedacht. Er mußte immer wieder unterwegs gegen eine« leisen Druck auf seine Stimmung an- kämpsen. Es war gewiß nur die Auswirkung seines Ver- schweigenS, dem er durch das Mitnehmen des TucheS den Unterton von Untreue der allzu Ahnungslosen gegenüber gegeben hatte. Abermals verzögerte sich die Heimkehr, und wie im Gleichspiel manchen Geschehens spannten sich die Vachläufe und niederen Wiese« wieder voll Nebeltuch, daS in leisem ebenem Gewoge bald halbmannshoch, bald übermannshoch' mit sanfter Zähigkeit Straßenränder und Brückengeländer einwob in graue, halllos« Masse seines Gespinustes. t _ Gerold glühten die Ohren vor erregter Spannung. Aus der Brusttasche duftete leise und bekannt daS zarte Tuch des fremden Mädchens. Sie hatte ihn betört, dies« Nebelhexe, erkannt« er lächelnd. Es war schwer zu fahren. Er fuhr mit oorgebeugtem Kopf und suchte mit brennenden Auge« die dichten Flöre zu durchdringen. ES gab bisweilen Strecken, di« nebel- frei üalagen im vollen Mondlicht einer herrlichen Nacht, in deren Gewölbe deutlich die Sterne Hingen wie an unsichtbaren Fäden ins All gehängt. Aber er wußte genau, an welcher Stell« die klare Welt wieder ein Ende hatte. Und wieder legte sich ihm auf die Stirn über die Augen die Schwere wie ein allzu fest sitzender Reif, und ein gefährlicher Wunsch befiel ihn, die Augen »u schließen. Er blinzelte und verlor sofort die Spannung. Ach was, Mädchen hin, Mädchen her, er würde jetzt an den Straßenrand fahre« und halten und ein wenig schlafen, denn der Nebel hockte jetzt dick und hoch getürmt vor dem Kühler und rieselte in hellen Tropfen an der Scheibe nieder. Er lenkte mit abgeblendeten Lichtern rechts zur Seit« und brachte den Wagen zum Stehen. Ach. das war ein vernünftiger Gedanke. Ja, die Zauber!« nahm ihm das vom Munde und sagte es mit leichter, säst zischend leiser Stimme, als sie zu ihm in den Wagen stieg. Nun war sie wieder da. Cr sah das Profil, es war fei« und doch groß gezeichnet, er hatte es noch genau vom letztenmal im Gedächtnis, es zwang ihn auch nachzustnnen, wo er es schon einmal gesehen haben könnte. Sie saß ganz still neben ihm, etwas Bezwingendes ging von ihr aus, das ihm daS Reden, das fragende Eindringen in ihr Woher und Wohin verbot. In der nächtlichen Still«, Gefangene des Nebels, saßen sie im Wagen wie zwei Seelen im Gebäus, stumm und doch seltsam bewegt. Bor dem rötlichen Licht der Scheinwerfer fi«l die gewobene Feuchte, l«tse sickert« es an den Scheiben hernieder in klaren Tropfen. Ein Tier mit Geweih, zu groß schien eS für ein Reh, kam in die unklare Helle vor dem Kühler, stutzte kurz und verschwand ins Grau. Gerobb vernahm das Tuten vorbei fahrender Wagen, aber er hatt« noch keinen Willen, selber weiter zu fahren. Rebe« ihm saß die Fremde, und wenn er, die Hand ans Steuerrad legend, sich ermannen wollte, nun doch den Weg zu wagen, rührte sie ihn mit der ihren an und er ließ ab. Die Still« ton Wagen war so tief und stumm wie ein« große, glücklich« Geborgenheit. Gerold Hirt war es zumute, als habe er di« Geliebte neben sich, eine selige Liebesgewißhcit. die Zeit und Raum zunichte macht« mrt ihrem Dasein, ihrer mütterlichen Treue. Der harte Schrei eines Boschhorns riß ihn plötzlich aus der Entsiikkung. Noch im Wachwerden vernahm er, wie das Mädchen sagte: Es ist Zeit. Uird er spürte, wie es ihm mit leichtem Abschiedsdruck das Knie berührte. Ein großer Ueberlandzug rasselte vorüber, und die Straße ruht« hell und nebelfrei unterm blausilbernen Mondhimmel. Das Mädchen war fort. Von dem rechten Bord zweigte ein Weg ab, der längs eines Wassergrabens lies, von Büschen und Pappeln besäumt, auf eine Ortschaft zu. deren Dächer im Mondlicht glänzten. Er spähte den Weg hinunter, aber es lief niemand auf ihm davon, ja er fuhr jetzt, plötzlich leidenschaftlich wach, den holperigen Weg bis zu den Häufern hinein. In einem ßinzigen Giebel saß ein Fensterkreuz im Licht, vor dem ein Vogel hin und her flog, ein Käuzchen. Da stirbt wohl jemand, dachte er, seltsam ernüchtert. Mühsam konnte er auf der schmalen Straße wenden und gewann mit raschem Entschluß di« Autostraße wieder. Die Uhr im Wagen stand. Wie spät konnte es wohl sein? Das plagte ihn. Er hielt a« und holte seine Taschenuhr hervor. Ein« Armbanduhr müsse er anschaffen, da habe «r nicht diese Umstände, beschloß «r ärgerlich. Es ging dem Morgen zu. Als er schalten wollt«, fi«l sein Blick auf die Seite, wo das seltsame Mädchen gesessen hatte, und er entdeckte das feine Schleicrtuch. Mi« kam es dort hin? Sie mußte es ihm aus der Tasche gezogen haben. Und er konnte für flüchtige Minnt«n glauben, ei« Schemen habe ihn genarrt. Hier zum abermaligen Unterpfand ließ sie ihm daS zarte, duftende Tuch zurück. Hastig steckte er eS in die Seitentasche des MantelS: denn «s schien ihm mit eins, als brenne es ihm in die Finger. Er war nahe daran. eS aus dem Fenster zu werfen: aber dann hätte «r es bereuen müssen . . . Während er in großer Geschwindigkeit die Fahrt zum Ziele führte, kehrten ihm die kühlen Männergedanken zurück. Dem Spuk, dem unheimlich holden, mußte «r auf den Grund gehen. Er kam hellwach an, verwahrte den Wagen, begrüßte, munter sein Mißgeschick berichtend, die Frau, ohne di« fremde Bezauberung zu erwähnen. Die Frau lächelte still, nahm ihm den Mantel ab und fragte gleich darauf, de« zarten Schal an einem heraushängenden Zipfel aus der Tasche ziehend: „Sag. Lieber, nimmst du mein Tuch eigentlich als Talisman mit auf deine Fahrten?* .^Dein Tuch?*-mit weiten ahnenden Auge» starrte der Mann si« an. lind gestand ihr, noch eh« der Tag mit zag«m Sicht heraufstieg seine seltsame Untreue. (g^Aehnn,Use. in &ng£Uctleit J&faiigssclli&ss&in Die Luche nach dem Goldhort Heinrichs VH. / Eine halbe Milliarde eingemauert- — aber wo? Irgendwo unter dem alten Palast von Richmond liegt in einer Geheimkammer tief in der Erde «in unermeßlicher Goldschatz, so besagt es die Ueberlieferung. Heinrich VI l., Ser geizigste und habgierigste aller englischen Könige, ließ diesen Schatz um die Wende des 15. Jahrhunderts vergraben. Er dürfte heute einen Wert von fast einer halben Milliarde nach deutschem Gelde haben — allein die Vorsorge des geizigen Königs gegen einen Raub war allzu gründlich. Die Pläne der unterirdischen Schloßanlagen sind verloren gegangen und soviel man auch nachgeforscht und nachgegraben hat — der Schatz ist bis auf den heutigen Tag verschwunden geblieben. Gehelmkammern and Befestigungsanlagen Immerhin haben die Nachforschungen recht bemerkenswerte Erkenntnisse' über die Gewohnheit englischer Herrscher erbracht, ihre Schlösser durch zahlreiche unterirdische Gänge. Gemächer, Geheimkammern und Befestigungsanlagen zu sichern. Denn so, wie der Palast von Richmond, von dem heute nur noch wenige Gebäudereste stehen, riesige unterirdische Anlagen aufweist, so sind auch viele andere englische Königsschlösser über ganzen Systemen unterirdischer Gänge errichtet, von denen man aber bis beute nur wenige erforschen konnte. Die Schlösser bergen unzählige Geheimnisse und so ist es verständlich, daß sich die Sage ihrer bemächtigt hat und vieles zu berichten weiß, was der sachlichen Geschichtsforschung nicht standhält. Da ist beispielsweise Schloß Hampton Court, der Palast, in dem Eduard VI. unter der Pflege seiner Amme Mistreß Ann Penn seine früheste Kindheit verbrachte. Heute wird Schloß Hampton Court von Kron- pensionären, vor allem von Witwen im Weltkrieg« gefallener Offiziere, bewohnt. Der ehemalige Herrschersitz lst damit zu einem stillen Altersheim geworden, aber der Geist der alten Königszeit ist in den winkligen Gän- gen, den verborgenen Tapetentüren, den unterirdischen Kammern und Verließen des Schlosses noch immer lebendig. Die Amme des KOnigs geht um Vor noch nicht langer Zeit wurde wegen baulicher Veränderungen das Grab der Mistreß Penn auf dem Friedhof des Schlosses verlegt. Seitdem war es in Hampton Court nicht mehr geheuer. Des Nachts hörte man in den Galerien und Korridoren schlürfende Schritte, geisterhaftes Stöhnen und das Klappen von Türen, die keines Menschen Hand berührt hatte. Mehrere alte Damen wollten auch eine gespenstische Gestalt gefehen haben, die ganz dem in der Gemäldegalerie hängenden Bild der Mistreß Penn glich. Die Amme des Königs, deren Grab man erbrochen hatte, fand jetzt keine Ruhe mehr! Sie wandelte nachts durch das Schloß und irgendwo, niemand konnte die Lage des Zimmers angeben, saß sie viele Stunden am Spinnrad und spann. Es hat sie niemand dabei gesehen, aber das Spinngeräusch war nur allzu deutlich Nacht für Nacht zu hören! Und als ob alle diese abergläubischen Behauptungen ihre Bestätigung finden sollten, entdeckte man kürzlich bei Bauarbeiten im Schloß ein Geheimzimmer, dessen Türen und Fenster schon seit Jahrhunderten vermauert sind, und in dessen Mitte ein kleiner Schemel und ein Spinnrad aus der Tudorzeit stand. So viele Jahre mußte an diesem Spinnrad gesponnen worden sein, daß sich unter dem Tretbrett deS Rades im steinernen Fußboden eine tiefe Höhlung vom Fuß der Spinnerin befand! Die Höhlung aber schien so frisch, als hätte erst gestern ein Fuß darin geruht! Seit dieser Entdeckung aber werden die geisterhaften Geräusche in Schloß Hampton Court nicht mehr gehört. Die Abergläubischen unter den alten Pensionären sind überzeugt, daß Mistr«ß Penn nun endlich doch wieder Ruhe gefunden Hat... Zahllos sind auch die unterirdischen Gänge, di« von dem alten Schloß Whitehall ausssehen. Wenn in der Nähe dieses Schlosses ein Haus abgerissen wird, dann darf man beinahe mit Sicherheit darauf rechnen, daß man wieder einen bisher unbekannten unterirdischen Gang entdecken wird. Daß man dies unterirdisch« Gangsystem noch immer nicht restlos erforscht hat. ist darauf zurückzuführen. daß die Eingänge und Ausgänge schon vor Jahrhun. üerten sehr geschickt vermauert wurden. Man findet sie meist nur durch Zufall. vor Keilte» der Vergessenen Ein unterirdischer Gang führt vom Whitehall-Palast zum St.-James-Palast, ein anderer zum Buckingham- Palast. ein dritter zum Gebäude der General-Zahlmeisterei. König Heinrich IV. war der Herrscher, auf dessen Veranlassung alle diefe Gäng« gegraben wurden. Er liebte es offenbar sehr, von der Oefsentlichkeit ungesehen, weit« Entfernungen innerhalb der Stadt zurückzulegen. Ein allgemeines verständnisinniges Schmunzeln bat übrigens die Aufdeckung eines Ganges erregt, der vom Hause Mrs. SiddonS, einer berühmten Schauspielerin zur Zeit Heinrich IV. zu einem Nachbarhaus führt, das dem König gehörte... Von allen ehemaligen und jetzigen Königsschlössern birgt der Tower von London die dunkelst«« und tragischsten Geheimnisse. Auch hier finden sich beute immer wieder unbekannte unterirdische Gänge. Kammern und Kerker. die vor Jahrhuird«rten In die gewaltigen normant- schen Dteinfundamcnte getrieben wurden. Als der neue Wachraum des inneren Bailey, zwischen dem White Tower und dem Bloosy Tower gebaut 'wurde, stieß man auf einen Gang, der schräg in das Mauerwerk hinabführte und schließlich vo» einem senkrechten Schacht endete. Der Fuß des Schachtes aber war zu «inem opa- len Kerker ausgebaut. dessen Längsseite etwas über zwei Meter mißt. Dies war der .^Kerker der Vergessenen*, von dem schon die Neberlieferung berichtet. Der Kerker befindet sich fünf Meter unter der Erde, kann nur von oben erreicht werden und ist fast vollkommen dunkel. Die Gefangenen, die hier festgehalten wurden, sahen das Tageslicht nicht wieder, denn sie blieben in dem Verließ angeschmiedet bis sie starben. Rätsel nm die Kronjawelen Neben vielen ähnlichen, von Zeit zu Zeit ans Licht kommenden Geheimnissen der Vergangenheit birgt der Tower auch «in Geheimnis der Jetztzeit, das schon manchem Kopfzerbrechen bereitet bat. Es ist das Geheimnis der Englischen Kronjuwelen. Bis vor rund dreißig Jahren wurden die Kronjuwe- len der Oefsentlichkeit gezeigt, ohne daß si« durch irgendwelche technischen Vorrichtungen gegen Diebstahl geschützt waren. Man war der Ueberzeugung. daß ein« stark« Wache ausreichend Schutz bot. Als dann aber im Jahre 1007 die Kronjuwelen von Dublin im Dublin Castle gestohlen wurden, beschloß König Eduard VII. eine Schutzvorrichtung für die Englischen Kronjuwelen konstrui«ren zu lassen. Den Bauauftrag erhielt eine berühmte «ng- lische Gcldschkankfirina, die dann auch die Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit des Königs löst«. Heut« liegen die Englischen Kronjuwelen im Wake- field Tower jedermann zur Schau aus. Lediglich ein achteckiger Glasschrank mit stählernen Verstrebungen ist über den glitzernden und funkelnden Herrlichkeiten errichtet. Dieser Glaskasten scheint sich auf den ersten Blick kaum von den üblichen Glaskästen der Museen zu unterscheiden. Und doch ist noch nie «in Einbruch versucht worden. Die gefährlichsten EinbruchSspezialiste» haben sich schon diesen Glaskasten gründlich betrachtet. Aber keiner von ihnen ist hinter sein Geheimnis gekommen. Niemand kann genau sagen, ob der Ndensch. der einen Einbruch wagen sollte, auf der Stelle guillotiniert oder durch elektrischen Strom getötet wird... Aber so stark der Toiver auch ist und so sicher der achteckige Glaskasten s«inen kostbaren Inhalt auch birgt, während des Weltkrieges bat man es doch voraezoaen, die Juwelen in eine unterirdische Kammer d«s Windsor- Schlosses zu verschließen! Schmied und Maler Grönlandkolonist«» kannte« keine Zahnschmerzen Hubert Salentin, der bekannte Genremaler, war zuerst ein in seiner ganzen Zunft wegen s«iner großen Kunstfertigkeit weit berühmter Schmied, der in Köln mit 28 Jahren sein Meisterwerk in Gestalt einer jetzt noch dort stehenden Pumpe schmiedet« und erst dann zur Malerakademie nach Düsseldorf kam. Einst machte Salentin mit guten Freunden «ine Eifelfahrt: wegen eines heraufziehenden Gewitters traten sie in ein«r Schmiede unter. Während eS nun draußen regnete, sahen sie am Amboß dem Meister zu, wie er Hufnägel schmiedete. Aus einem Draht, den «r im Feuer zur Weißglut brachte, schlug der Schmied jedesmal mit vier Schlägen einen Nagel fertig. Auf eine Frage erklärte er, daß ein guter Hufnagel in vier Schlägen geschmiedet werden müsse, sonst würde er überhaupt nicht fertig. Da mischte sich Salentin «in und meint«, daß man daS wohl auch mit drei Schlägen machen könne. Der Schmied lachte: „Ja, Här, daS versuchen's enns . . .* Staunend hörte der Lehrjunge auf, den Blasebalg zu ziehen, als er sah. wi« der ,finge Här' sich d«n Rock aus- zog und die Hemdärmel aufkrempelte. Der Meister aber zeigte lächelnd, wi« der fremde Herr den Draht in eine Zange nehmen müsse. „So Jung', nu bla» ennSl* sagte Salentin und stieß den Draht ins Feuer. Der Junge tat das, und als der Draht glüht«, schlug, — päng, päng, päng — Salentin jedesmal mit drei Schlägen seinen Nagel fertig. Sprachlos sah der Schmied zu, ergriff dann aber den fremden Herrn beim Arm und schrie: -Här. Ihr seid der Düwel, oder Ihr seid der Salentin I* Roe. Dir Lleberlegung Zu dem zeitweise in sehr bescheidenen Verhältnissen lebenden Philosophen Johann Jakob Wagner kam ein Bekannter und meinte, der nebenan wohnende reiche Kaufmann Bracht könnt« sehr wohl auch etwas für den Gelehrten und sein Werk tun.,. . .. Er gibt doch auch bereitwillig allen Stadtarmenl* „Sr wird sich überlegen*, antwortet« Wagner bedächtig, ,/caß er selbst einmal ein solcher werden könnte. . . ein Philosoph jedoch ni«l* «. R. Zwei schwedische Gelehrte Curt Mellqurst und Torsten Sandberg, haben jetzt eine zweijährige Untersuchung von 1450 menschlichen Zähnen beendet, die sich im Museum zu Kopenhagen befinden. Ties« Zähne gehörten einst skandinavischen Kolonisten, die zwischen 1000 und 1500 nach der Zeitwende ans Grönland siedelt«». Die beiden Gelehrten stellten fest, daß an keinem einzigen dieser Zähne die Spur einer Erkrankung durch Aushöhlung zu erkennen war. Mit ^i«ser Feststellung haben sie sich aber nicht begnügt. Sie haben ferner 18000 Zähne von Menschen untersucht, die zur gleichen Zeit, als die Kolonisten in Grönland lebten, ihr Daiein in Südschweden führten. Dabei landen sie, daß d>ese Südschweden erhebliche Zahnschäden auiwiesen, wenn auch nicht in dem Niaße, wie sie heute unter der dortigen und überhaupt unter der europäischen Bevölkerung verbreitet sind. Die beiden Forscher kamen zu dem Ergebnis, daß die skandinavischen Grönlandkolonistcn sich ihre guten Zähne deswegen ohne Schaden erhielten, weil sie fast nur Fleisch genossen haben. In jedem Jahr werden die südlichen Länder, besonders der Orient, von Heu- Heuschreckcnöl für Flugzeug« schreckcnplagen stark heimgesucht. Man kam auf die Idee, daS ölhaltig« Fett, das in dem Heuschrecken enthalten ist, für technische Zwecke auszunutzen. Man verwendet es jetzt hauptsächlich zum Oelen von Flugzeugen, weil es die Eigenschaft hat. auch in größter Höhe seinen flüssigen Zustand zu behalten. Mutter und Tochter im Leben und Beruf als Rivalinnen! £in '#ansttj&rM-T i&pl, in;!!:::::: iiitl Eine berühmte Schauspielerin muß erleben, dbß ihre schöne und begabte Tochter ihr den Ruhm als Schauspielerin und das Herz des Geliebten streitig macht. Ehrgeiz und Leidenschaft Kämpfen gegen das Gefühl der Mutterliebe. Ein dramatischer Film aus dem Theatermilieu, von dem schon alle Zeitungen in Bild und Wort berichteten! In den Hauptrollens OLGA TSCHECHOWA IRENE v. MEYENDORFF PAUL KLINGER WALTER JAN S S EN Meute Erstaufführung ! Beginn 4.00, 6.10, 8.30 Uhr - Jugendliche nicht zugelassen I Samstag und Sonntag abends 8.30 Uhr numerierte Plätze PALI m Heute letztmals I Dec Optimist' Der Film mit dem großen Heilerkeits - Erfolg, mit Viktor de Kowa, Th. Lingen, H. Porten Beginn: 4.00, 6.10. 8.30 Uhr Jugendl. über 14 Jahre zugelass. Konservatorium Post für Musik Dir. Herrn. 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Große- HauS In Anwesenheit deS Präsidenten der RsrchStheaterkammer Geschlossene Feftvorstellung rum Jahrestag der NSG ..Kraft durch Freude" Der von Lonjumeau Komische Oper von Adam. Anfang 29 Uhr. Ende 22.30 Uhr. Kein Kartenverkauf im Staatstheater. Fr. 25. Nov.: Zum Volkstag deutscher Kunst der Reichs- kulturkammer und der DAF.—NSG. „KdF.", Volks- theat'erveranstaltung zu KdF.-Preisen (1.60): Der Mann Von 50 Jahren. Knmmerlviele im KÜnstlerhanS Mlirgnerite: 3 Lustspiel von Schwiefert Regie: Baumbach. Mitwirkende: Ewig, Kioebie, Mathias, Prüter, Stockder. (98359, Anfang 20 Uhr. End« 22.15 Uhr. Preise: 2.25, 1.75, 1.25 RM. Sonntag. 27. Nov: Marguerit«: 8. NS.-Bund Deutscher Technik Krelswaltung Karlsruhe. Heute abend 29 Uhr 15 findet im Grashofhörsaal der Technischen Hochschule die erste •Mitglieder- (DerSammlung des Winterhalb jahres 1938/39 statt. Es spricht Herr Dr. Karl Burk, Lübeck über „TH* Entstehung des Adolf* Hitler- and Hermann- Görlng-Koogea — ein Erfolg deutscher Technik 44 (Vortrag mit Lichtbildern) Die Teilnahme sämtlicher Mitglieder dee NS.-Buadee Deutscher Technik, Krelswaltnng Karlsruhe, ist Pflicht! (9891t 0 6 r e k •. Kretswalter. W Er hat sich heldenmütig In Gefahr R begeben, der „mutige“ Lord Ben- ^ ton, um einen Gesellschafts* Skandal zu vermelden ... und landet im Kerker bei Wasser und | Brot... aber, bitte, nicht darüber sprechen; denn... J| „E \SSS^ Mrs* Einer der größten Lacherfolge der letzten Jahrei M motten in tcstauffüficung)! 9 Gleichzeitig in beiden Theatern: RESI* GLORIA ctuuetO Volltext-Buchungsautomat Euklid-Rechenmaschinen und Automaten Multiscript Endlosformular-Maschine am 24., 25. u. 26. November In Karlsruhe Colosseum, Waldstraße. Mercedes Büromaschinenwerke Aktiengesellschaft VerkaufsbUro Mannheim 98523 Heute letzter Tag! 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