\ fShm>Veriag GmbH. KaHsrafiÄ Kauf: Lmnmstratzr 3—5, Fernsprecher 7927, o 3,7929, 7930,7931, 8902 und 8903. Postscheckkonto 2988. Bankverbindungen Badische Dank, Karlrrud« .^ädtische Sparkasse, Karlsruve, Girokonto Nr. 796. tot, !>> ftlettung: Anschrist und Fcrnswechnummern Aerlag (siede oben) Schlutzzeite» der Schristleitnng einzelne Ausgabe: 17 Uhr am Vortag der Er- i. Sprechstunden täglich von 11—12 Uhr. ! , eitung: HanS Graf Zieischach, Berlin L Oottenstratze 82. Auswärtige Geschäst^stcllcn Aweig- > 2 prccvliunocn lagticvvon I 1 —iz uqt. weumei sL,".U^>>ung: HanS Graf Zieischach, Berlin SW. 68. o»>!,.?^eustrabr 82. Auswärtige Geschäftsstellen, Zweig. i(»?"^stellen und BezirkSschriftleitungen in Bruchsal, Mneggerplatz 6/7, Fernsprecher 2323. In Rastatt: Bahn. traste 23, Fernsprecher 2711,'2715. In Baden-Baden: »Zkienialer Straße 2. Fernsprecher 2126. In Osfenburg: ,,?"0'Hitler-Haus, Fernsprecher Rr. 2171. „Der Fiihrcr- ?>eint wöchentlich 7mal als Morgenzciliing, Schalter- !>.Mn der Hauptgeschästsstclle, der Bezirks- und Zweig- LeichastSstellen: Werktäglich durchgehend von 8—18 Uhr. u gS p re i S: MonatlichRM.2.00 ei»schlieK>Ich30Pfg. KMerlohn bei Trägerzustellung, — Bei Postzustellung 1 ’ 70 zuzüglich 12 Pfg. Zustellgcbiihr, — Abbestellungen tir» n bis spätestens 20. eines jede» Monats für den senden Monat erfolgen. Bei Nichterscheinen Infolge k,«> ler Gewalt, bei Störungen oder dergleichen besteht „!?>.A»spruch auf Lieferung der Zciknng oder aus Riick- n '^'ung des Bezugspreises, Feldpostliescrungenan Wehr- «Ul^angedörige übernimmt der Verlag für monatlich 2.00 ohne weitere Nebenkosten. Ter sonstige Slrets- ^ndversand von einzelnen Nummern erfolgt stets nur «gen vorherige Einsendung von 20 Psg. in Briefmarken. ^j®*elpreis 10 RpL Außerhalb Badens IS Rpf. DAS HAUPTORGAN1P DER NSDAP GAU BADEN DER BADISCHE ,3= STAATSANZEIGER Karlsruhe, Montag, den 4. M&rz 1940 Ausg.t Merkur-Rundschaä „Der Führer' erscheint in 1 Anrgabeu: „Gauhanptstadt NarlSrnhe' für den Stadtbezirk und den »reis ttarlSrnhe sowie sür den kkreiS Psorzveim. ..klraichgau und Brnh- rai»' für de» »reis Bruchsal. .,Merkur-3!n»dscha»' sür die Kreise »tastatt—Baden-Baden und Bilbl. „Ans der Ortenan' sür die Kreise Osscilburg, Kehl, Lahr nnd Wolsach. Anzeigenpreise: Siche Preisliste Nr. 12 vcim 2». Februar 19(0. Tie 15gelpaltcne Millinictcrzeile «Klcin- Ilmlte 22 Millimeter) kostet im Anzeigenteil der Gesamt- anslage 18 Psg. In der Ausgabe „Ganhauptstadl Karls, ruhe': 11 Psg. In de» BezirkSanSgaben .«ralchga» nnd Brnhrain', „Merkur-Rundschau- und ,,AuS der Ortenan": 7 PI». Für „Kleine Anzeiaen' und Familieuanzeigc» gelten rrmästigle Grundpreise laut Preisliste. Anzeigen im Textteil: die 5gcspattene. 70 Millimeter breite Zeile: 90 Psg. Mengenavschiüste sür die Gesamtanfiage mU> A»S. gäbe „GanHauptstadt Karlsruhe" nach Ttassel li; sür die übrigen BezirkSanSgaben nach Stassel A Auzeigenschiub- zeite»: Um 12 Uhr am Vortag des tfrscheineuS. Für die MontagauSgade: SamStagS 19 Uhr. Todesanzeigen und sonstige unaufschiebbare Anzeigen für die MontagauSgabe müssen biS längstens 16 Ubr sonntags als Manuskript im Verlagshaus eingegangcn sein. Textteil und Slreiscn- anzcigen werden nur in einer Mindesthöhe von 20 Millimeter und nur sür die Gesamtaustage angenommen. Plah-, Sah- und Termiüwünsche ohne Verbindlichkeit. Bei unverlangt eingehenden Manuskripten kann keinesfalls eine Gewähr sür die Rückgabe derselben übernommen werden. EisüllungSort und Gerichtsstand ist Karlsruhe. 14. Jahrgang / Folge 63 i 1 Empfang für San» Mach in Berlin ¥*} Staatssekretär im Auswärtigen Amt Frei- Tlfk d. Weizsäcker, im Gespräch mit dem Propa- Sandaches der slowakischen Regierung und Ober- ^mmandierendcn der Hlinka-Garde, Sano Mach, °e> dem Empsang, der zu Ehren de« Gastes ftatt- In der Witt« der slowakische Schriststeller ^>1Per. (Scherl-Bilderdienst-M.) ^»»,„I„„„IIUI»IIN»III»»»»IIII»IINII»III»IIIII»I»»IU»»I»»IIN ^vei Vorpostenboote und elf Handels- schiffe angegriffen k Berlin, 8. Mär,. Das Oberkommando Wehrmacht gibt bekannt: Hj* 1 « der Westfront keine besonderen Ereig» tz^ie 8 n f t w a f f e klärte in der Zeit vor Morgengrauen bis znm Spätnachmittag des » über der gesamten Nordsee ans. Bor der .Ntischeu Ostkiiste worden zwei Borposten« >^te nnd elf bewaffnete oder im Geleit iah» /"de Handelsschiffe angegriffen nnd teils v e r» "«kt, teils schwer getroffen, ».tagsüber wnrde über Rordostsrankreich bis § die Gegend Paris ansgeklärt. Bei der ^knzüberwachnng fanden verschiedene Lust» ?«ft>se an der deutsch-französischen Grenze Mt. Hierbei worden drei französische 5 -ügzenge dnrch dentsche Jäger ab ge« gossen, zwei dentsche Aufklärer werden "rmibt. Flakfeuer weckte die Engländer H-W. Kopenhagen, 4. März. Bon englischer ftte wird zugegeben, daß erneut deutsche "eger am Samstag vor der englischen und Attischen Ostküste tätig waren. Die Küsten- oölkerung wurde schon früh am Morgen Uch Geschützseuer geweckt. Ueber die Ergebne des deutschen Angriffs schweigt sich Eng- ^>d diesmal vorsichtshalber aus. Der Tod an (Englands Küste * AMsterda«, 3. März. Der britische 1170 ^T.-Dampfer „Albano" ist nach einer 2un« '«et Meldung in der Nordsee auf eine Ji«e gelaufen und gesunken. ZebnMann ;* Besatzung wurden von-einem Trawler auf- ^ften. Man nimmt an. dass auch der. Rest ;* Besatzung von einem Kriegsschiff in Sicheret gebracht werden konnte. Aie Reeder des norwegischen Dampfschiffes °llja" (1259 BRT.i teilen mit, es lägen trif- ^ Gründe sür die Vermutung vor. daß das ^iff mit seiner Ladung Salz u n t e r g e - ®«flett sei. Seit dem 0. Februar habe man “I* dem Schiff nichts mehr gehört. Die Beding des Schisses bestand aus 18 Mann. Asie Besatzung des norwegischen Dampfers «eftfofj" (1388 BRT.l ist in Kirkwall (Eng- ‘W gelandet. Das Schiff ist gesunken. ^>wei griechische Dampfer. „PanachrandoS 2* BRT.j und „Flora Nomikou" (2012 BRT.j ^ seit langem überfällig und gelten als an Alands Küste verloren gegangen. Dumner Welles bei Rudolf Heß und Söring Berlin, 3. März. Der UnterstaatSsekretS, Ministeriums des Auswärtigen der Ber» ,«>gten Staaten von Amerika, Sumner Wel» wurde am Sonntagvormittag vom Stell- .Kreter des Führers der NSDAP., Reichs» '«ister Rudolf Heß, zu einer einstündigen , terredung empfangen. Am Sonntagmittag '«rde Sumner Welles von Generalfeldmar» G ö r i n g in Karinhall zu einer längeren ^spräche empfangen. Aus Berlin abgereist * Berlin, 3. März. Der UnterstaatSsekretär Ministeriums des Auswärtigen der Ber» ä n *8ten Staaten von Amerika Mr. Sumner .^es. verließ am Sonntagabend nach itägtg « m Aufenthalt die RetchS- ^?vftta»t in Richtung Basel. Jn# Auftrag de» Reichsministers de» An»» kf^igen, v. Ribbentrop, hatten sich ber xaatssekretär de» Auswärtigen Amte«, v. Aftäcker, und der Chef des Protokoll», Getter v. Doernberg. auf dem Bahnhof ein- ^«den. Bon amerikanischer Seite waren ^ BeschästSträger der Vereinigten Staaten Amerika. Mr. Kirk. und die Miialtoder der ^iranischen Botschaft erschienen. Vamum Roms iralen proleswole überreichl / llnverschSmle völkenechlroerletzunz Englands / «Zegllche üeallion berechllgl" W. L. Rom, 1. März. Die italienisch« Reaiernng hat wegen der Berletznng des Völkerrechts dnrch England, dnrch seine Maßnahmen gegen die italienische Schisfahrt nnd gegen die überseeischen Kohlenznsnhren via Rotterdam nach Italien am Sonntag dem britischen Geschäftsträger eine Protestnote ansgehändigt. Der To« der Note wird als energisch bezeichnet. Sie enthält eine juristische, ins Einzelne gehend« Darstellung des völkerrechtswidrigen Borgehen Englands. Bereits am 34. November 1889 hatte sich Außenminister Ciano den französischen und den englischen Botschafter kommen laffen und sie vor den Konsequenzen gewarnt, die im Zusam- menhang mit der Blockadeverschärfung entstehen könnten. Zwei Wochen später wurden die Plutokratien durch den Jaschistischen Großrat gewarnt, der öffentlich erklärte, daß Italien in der bestimmtesten Form seinen Seeverkehr ebenso aus Gründen des nationalen Ansehens wie der unbestreitbaren Lebensnotwendigkeit für Italien schützen würde. Trotzdem haben die britischen Plutokraten nun offiziell mitgeteilt, daß man die italienischen Schiffe, die in Rotterdam Kohlen laden, vom 1. März ab der Banngutkontrolle gegen deutsche Exportwaren unterziehen werde. Die Reaktion in Italien auf den ErpreffungS- versuch Englands äußert sich in tiefgreifender Erbitterung gegen England. Der Plan, Italien solle England Waffen liefern, um dafür höchst zweifelhafte Kohlenliefe- rungen aus Wales auszutauschen, bedeutet nichts anderes, als Italien für England arbeiten zu lassen, damit London im entscheidenden Augenblick je nach Willkür Italien einen Teil der für seine Industrie wichtigen Kohle entziehen kann. Der diplomatische Schritt Italiens hat daher ebenso den Charakter des Protestes gegen die Rechtsvergewaltigung wie der energischen Warnung, auf keinen Fall Italiens Geduld zu überschätzen. Gefährliche Probe für Roms Langmut Im Sinne dieser Warnung äußert sich „Regime Fascista" mit der Andeutung, daß die von England gegenüber Italien angewandten Methoden Roms Langmut auf eine äußerst gefährliche Probe stellen. Hunderte von italienischen Schiften seien anaeüal- ten und kontrolliert worden. U.m eines Baum- wollballens willen hätten italienische Schifte die längste Zeit in britischen Häfen zubringen müssen. Jetzt gehe England noch weiter, anscheinend in dem Wahn, das Nein Italiens auf den Wunsch Englands nach italienischen Waf- feukieferungen umzustimmen. Die italienische Regierung erblicke in der Enftcheidung Lon- W. L. Rom, 4. März. Italien hat mit großer Aufmerksamkeit die deutsche Bilanz über di« ersten sechs Krtegsmonate studiert. Den deutschen Erfolgen fügt das italienische Urteil sest- stellenü hinzu, daß die demokratischen Hoffnungen auf die Blockade verschwunden sind. Die Seekriegsführung gegen eines der wichtigsten Nervenzentren der englischen Macht, habe dieser unübersehbaren Schaden zugefügt, schreibt „Telegrapho", und die englischen Thesen von den Demokratien als Verteidigern der Zivilisation haben einen geradezu eklatanten Schiffbruch erlitten. DaS Blatt kündigt England an, daß es auch tn Zukunft seine politischen Jrrtümer mit gewal- tigen Verlusten seiner Handelsmarine bitter bezahlen müsse. ^siesto del Carlino^ verweist auf die unbestreitbare militärische Ueberle» genheit Deutschlands und den Zusammenbruch der englischen Blockade. Um sich für diese Illusion schadlos zu halten, ruinierten donS eine unverschämte Verletzung des internationalen Rechts. England wolle vorsätzlich einen Akt der Heraus- forderuna wie der Anmaßung begehen. „Angesichts dieser Vorgänge wissen wir nicht, welche Ausmaße der Konflikt noch nehmen kann. Wenn der Kampf nicht gegen Heere, sondern gegen die wehrlose Bevölkerung geführt wird, ist jede Reaktion dagegen berechtig 1.* Diesen Ausführungen von Minister Fa- rinacci schließt „Gazetta del Popolo^ in einer Londoner Korrespondenz die handgreifliche Warnung an die englischen Politik er an, sich die Situation genau zu überlegen. „zumal England sicherlich nicht vergessen wird, daß es die untätig im Nahen Osten befindlichen Heere unterhalten muß. deren Zufuhren über das Mittelmeer kommen und eine Verschlechterung der Beziehungen zu Rom schon deshalb nicht gerade ratsam wärr^. Auch die ganze übrige faschistische Presse wendet sich in aller Schärfe gegen diese an die F.F. Leipzig. ». März. Di« am Sonntag- vormittag durch Reichsminister Dr. Goebbels feierlich erösfnete KriegsfrÜhjahrsmeffe in Leipzig zeigt mit aller Deutlichkeit die Wirkungslosigkeit der englischen Blockadeabsichten gegen Deutschland. Trotz des auf sie ansgeübten starken englischen Druckes denken die Neutralen nicht daran, ihre wirtschaftliche« Berbindnngen mit Deutschland abreißen zu lassen. Ans der einen Seite stellt das neutrale Ausland seine Erzeugnisse zur Schau, ans der anderen entsendet es seine Einkäufer. Es steht einwandfrei fest, daß eine erstaunlich große ZahlauSländischerKauf- leute in Leipzig weilt, und heute ein- gezogene Erkundigungen bei besonders export- orientierten deuftcheu Industriezweigen haben die beiden plutokratischen Regime den neutra- len Handel, um sich selbst zu bereichern. Bei der kommenden Neugestaltung Europa» aber würde Italien ein entscheidendes Wort mit- sprechen. „London hat sich verspekuliert" O. Sch. Bern, 4. März. Mehrere Schweizer Blätter haben über das Wochenende in Leitartikeln eine Bilanz des ersten Kriegshalbjah- res gezogen. Die „Nationalzeitung" in Basel weist darauf hin. daß sich England mit seiner ursprünglichen Parole „Kampf dem nationalsozialistischen Regime" verspekuliert habe. Die britische Propaganda habe auf das deutsche Volk keinerlei Eindruck gemacht. Die Mitteilung des Oberkommandos der deutschen Wehrmacht über den Verlauf des ersten Kriegshalb- jahres wird in der Schweizer Presse stark beachtet. Die Blätter bringen die Erfolgsbilanz in größeren Auszügen, wobei sie zahlreiche Stellen in Fettdruck hervorheben. Sanktionen erinnernden Methoden Englands und stellt eindeutig fest, daß die Engländer in keiner Weise die Rechte der Neutralen und der nichtkriegführenden Länder respektieren. „Diesen Krieg", schreibt „Tevere" an die englische Adresse, „den man nicht in seinen zuständigen Grenzen und mit dem eigentlichen Gegner anszufechten wagt, möchte man am liebsten in ein anderes Land abwälzen, um die Konsequenzen und Bedingungen zu erleichtern oder um auf diese Art Profit für die Plutokratien herauszuschlagen." Als erste Reaktion auf die Haltung Italiens verzeichnet man die unverhüllte Enttäuschung in Paris, das alle Hoffnungen, Italien durch Wirtschaftsbruck von seinem außenpolitischen Kurs abbringen zu können, nun entschwinden sieht. Ltrlaubssperre in Italien W. L. 3kom, 4. März. Das italienische Kriegsministertum gibt bekannt, daß mit Beginn des 1. März alle Urlaubsbewilligungen für die Soldaten eingestellt wurden, um eine regelmäßige Ausbildung der Truppen zu sichern und damit die Heerseinheiten sich völlig ihrer militärischen Vorbereitung widmen können. vielfach überraschend hohe Einzelaufträge erkennen laffen. Wie üblich, sind die Holländer besonders stark vertreten. Die neuen Wirtschaftsvercinbarungen mit Italien haben einen steigenden Zustrom von italienischen Einkäufern nach Leipzig gebracht. Aus den südosteuropäischen Staaten waren bereits am Samstag über tausend Einkäufer anwesend. Die nordischen Staaten sind mit mehr als 800 Einkäufern vertreten, eine Zahl, die der der Vorjahre entspricht. Auch Belgier, Schweizer, Esten, Letten und Litauer sind in grober Anzahl nach Leipzig gekommen. Die inländischen Einkäufer sind in solchen Massen erschienen, daß am Sonntag der Verkehr in der Stadt und in den Messehäusern Formen angenommen hat. die einen Ueberblick nur schwer gestatteten. Es gab vielfach an den Ständen und in den Messehäusern Stockungen Das Warenangebot steht ebenso wie die Zahl der Aussteller der Frühsahrsmeffe 1939 nicht nach. Trotz des Kriegszustandes ist also di« deutsche Erzeugung an Kultur- und Gebrauchsgütern sehr stark. Man konnte beobachten, wie an den einzelnen Ständen ununterbrochen Geschäfte abgewickelt wurden. Die Frage nach der Ursache dieses besonders starken Andranges am ersten Messetag läßt sich dahingehend beantworten, daß jeder Geschäftsmann seine Bestellungen möglichst schnell aufgeben will. Allgemein konnte man die Zufriedenheit darüber auSsprechen hören, daß die Messe trotz des Krieges abaehalssen wird, und jeder einzelne bemüht sich, Material- ver!knappung und Personalmangel »um Trotz die Kundcnwünsche möglichst zu befriedigen. Die bereits allbekannten oder neu geschaffenen snnthetischen Werkstoffe ipringen überall da in di« Bresche, wo natürliche Rohstoffe nicht aus- reichen, ohne daß die Oualität der Erzeugnisse dadurch Einbußen erleidet. Vorherrschend war am ersten Messetag die Bedarssdeckuna durch das Inland, aber auch das neutrale Ausland hat in verschiedenen Gewerbezweigen schon befriedigend in das Messegeschäft eingeariften. (Ueber die Eröffnungsrede des Reichsmini- sterS Dr. Goebbels berichten wir auf Seite 2.j Starker Eindruck der deutschen Erfolge Italien zur deutschen Bilanz über die ersten sechs Kriegsmonate vlockadetraume sind ausgettaumt reinige, KnegsfOlhjahi'Smeffe auf vollen Toure« (WWIffipf! l». 'V "W % 'ßi " \ Der Besuch de» GeneralfeldmarschallS Sörin» bei seinen Fliegern an der Westsront Stnts: Der «eueKUfewnuarsch-» tn «etttbft mit Flieger». - Recht»: Unterhaltmra mit einen Dom Seüldfluq »urüdaete -> ^ •V Sie Waffe der Wahrheit Die Berichte des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht haben sich mit ihrer knappen, soldatischen Sprache und durch ihre Beschränkung auf einwandfrei vollzogene Tatsachen vom ersten Tage des uns aufgezwungenen Krieges an nicht nur beim deutschen Volk unbedingte Autorität erworben. Neben ihrer eigenen Unbestechlichkeit gegenüber der Wahrheit hat dazu vor allem auch die Tatsache bci- getragen, daß die Berichte der Oberkommandos unserer Gegner aus den ersten Kriegswochen Musterbeispiele der Verdichtung von Wunschtraumen waren und als solche auch im Auslande erkannt werden mußten. Wir erinnern uns noch, mit welcher Instinktlosigkeit die polnischen .Siegesmeldungen" bis nach dem Fall von Warschau von der Feii»dpropaganda aufgegrissen und in allen Weltsprachen verbreitet wurden. Wir wissen noch, welche akrobatischen Verrenkungen die Presse und der lltundsunk unserer Feinde dann tagelang machen mußten, um allmählich ihre bisherigen blumigen Schilderungen der Kriegslage mit den wahren Ereignissen halbwegs in Einklang zu bringen. Wir erinnern daran, daß der Kommandant von Warschau nach seiner eigenen Darstellung die Stadt nur deshalb nicht übergab, weil Londoner -Sendungen in polnischer Sprache allen Ernstes die Landung starker britischer Streitkräste in Danzig gemeldet hatten, und er deshalb jede Stunde auf das Eintreffen der britischen .Llefreier" gehofft hatte. Wir haben auch jene merkwürdigen französischen .^Bulletins" von der Westfront aus den ersten Tagen des Krieges noch nicht vergessen, in denen nacheinander von der „Ueberschreitung der Piosel", vom „Durchbruch französischer Truppen durch den Westwall an zahlreichen Stellen" und zuletzt fnaut von einem „raschen französischen Vormarsch auf Würzburg" die Rede ivar» — Unberührt von solchem Geschwätz redeten dis Berichte des deutschen Oberkommandos weiter die knappe Sprache der Tatsachen, ohne auch nur ein einziges Mal di« gegnerischen Phantasien überhaupt »u erwähnen, geschweige denn zu dementieren. Gerade dadurch aber hielt sich die deutsche Kriegsführuna eine der schärfsten Was. fen scharf, die es im Kriege unserer Zeit gibtr die Waffe der Wahrheit. Auf diesem Hintergrund wird die Bedeutung des gestrigen zusammenfassenden Berichtes unseres Oberkommandos der Wehrmacht über die ersten sechs Kriegsmonate besonders deutlich. Auch er ist wieder ein schwerer Schlag mit der Waffe de^ Wahrheit gegen unsere Feinde. Gewiß, sie werden ihn abzuwchren versuchen, indem sie diesen Bericht wieder ganz oder zum größten Teil unterschlagen. Entscheidend aber ist, daß sie damit die unwiderlegbare Wahrheit unterschlagen und somit auf dem gefährlichen Weg der bewußten Täuschung ihrer Völker über die wahre Kriegslage wcitcrge- trieben werden. Entscheidend ist, daß der Poilu. der auf Urlaub kommt, über den Frontverlauf und die Kriegslage am Westwall Satz für Satz nur bestätigen kann, was das deutsche Oberkommando darüber verlautbarte. Entscheidend ist. daß Herr Churchill nicht ein einziges der von den Deuftchen als versenkt gemeldeten britischen Kriegsschiffe mehr zur Parade kommandieren kann. Entscheidend ist. daß die 532 feindlichen und dem Feind dienstbar gewesenen Handelsschiffe mit ihrer Ladung eben tatsächlich auf dem Meeresgrund liegen und nie mehr für England Frachten laden werden. Entscheidend ist, daß die insgesamt 835 Flugzeuge des Feindes eben wirklich vernichtet wurden, bevor sie vom deutschen Oberkommando der Wehrmacht als. vernichtet gemeldet wurden. Und noch entscheidender ist, daß alle diese deutschen Erfolge tatsächlich mit so verhältnismäßig geringen eigenen Verlusten erkauft wurden, daß sie in keinem Verhältnis stehen zu der Kapazität der deutschen Kriegsproduktion und noch weniger zu den Unterhausredcn britischer Maulhelden. Sie mögen sich nun drüben wegden und drehen, wie sie wollen. Es mag ihrer Zensur gelingen, das Rekanntwerden dieses ebenso knappen wie inhaltsschweren Berichtes unseres deuftchen Oberkommandos bis zu einem gewissen Grade zu verhindern. Die darin aus- gesprochenen Tatsachen schaffen sie damit nicht aus der Welt. Den unbändigen Glauben des deutschen Volkes an die Schlagkraft seiner Wehr und Waften können sie dadurch nur bestärken, und auch seine Bereitschaft, jeden Tag neue und schwerste Opfer auf sich zu nehmen, ist durch kein Lügenmanöver zu erschüttern. Das ist die Wahrheit: Sechs Monate Krieg haben mit ihren Ereignissen bewiesen, daß Deutschland diesesmal wie noch nie gerüstet war zu dem ihm aufgezwungenen Kampf um sein Lebensrecht. Daß diese sechs Monate außerdem dazu benützt wurden, aus Grund der praktischen Kampferfahrungen die deutsche Rüstung tn jeder Beziehung noch zu vervollkommnen, stellt der Bericht des Oberkomman- .do» ber Wehrmacht ausdrücklich fest. Und oa wir die zuständigen deuftchen Stellen dafür kennen, daß sie in dieser Beziehung lieber gar nicht» als ein Wort zuviel sagen, schauen wir mit fester Zuversicht allen kommenden Ereignissen entgegen. Sie werden auch unsere See- len und Herzen gewappnet und gerüstet ftn- den. Fritz Kaiser. Seite 2 tlet führte 3K o n I g g, X MS„ Englands Vloclade ist nicht zum Zug gekommen Llnvenninderte Qualitätsarbeit auch mitten im Kriege — Or. Goebbels bei der Eröffnung der Leipziger Messe * Leipzig, 0. März. Am Sonntagvormittag wurde die Frühjahrsmesse 1910 im festlich geschmückte« Saal des Gewandhauses feierlich durch Reichsminister Dr. Goebbels eröffnet. Einleitend spielte bas Stadt- und Gewandhausorchester unter Leitung von Professor Hermann Abendroth das festliche Präludium von Richard Strauß. Rach Begrüßungsworten des Präsidenten des Leipziger Messeamtes, Ludwig Fichte, nahm Reichsminister Dr. Goebbels das Wort. ,Er schilderte zunächst, wie die Eröffnung der Leipziger Frühjahrs- mcflevon jeher ein nationalpolitisches Ereignis er st er Ordnung im deutschen Wirtschaftsleben gewesen sei und wie sie insbesondere in den Jahren nach der Machtübernahme durch den Führer im In- und Auslände stets allerstürkste Beachtung gefunden habe. Denn sie stelle eine Gesamtschau der wirtschaftlichen Möglichkeiten und Beziehungen des Reiches zu anderen Ländern in weitestem Umfange dar. So sei sie sozusagen die Visitenkarte, die die deutsche Wirtschaft alljährlich der Welt überreiche. Eescheiterte Plutokratenpläne Der Minister gab dann eine grundsätzliche Darlegung der Einstellung, die Deutschland der Wirtschaft gegenüber eingenommen habe. Niemals habe das Reich in ihr ein politisches Kampfinstrument gesehen,' nur als Quelle der Arbeit, der Ernährung und des nationalen Wohlstandes habe sie dem deutschen.Volke gedient. Die plutokratischen Mächte de« europäischen Westens aber hätten dem auf nationale Selbsthilfe basierenden Versuch der Ausgleichung sozialer Spannungen nur n e i d - und haßerfüllt gegenüb erge st an- den. Sie hätten nicht wahrhaben wollen, daß auch dies nur ein Beweis für unseren Willen war, ein starkes, unabhängiges, in seiner eigenen Sicherheit ruhendes Deutschland auf friedliche Weise aufzubauen. So hätten sie auf die immer und immer wiederholten Friedensbe- mühungen des Führers stets nur mit eisiger Ablehnung oder gar mit offenem Hohn und zynischer Verachtung geantwortet. Allerdings könne man fetzt schon einbentig fcststclle«, daß der Plan der britische« Pluto» kratie vollkommen gescheitert sei, Deutschland «och einmal wie 1917 und 1918 wirtschaftlich ab, zuwürgen» nm es dann Englands politisch-imperialen Zielen gefügig zu machen. Englands Blockade fei nicht zum Zuge gekommen : infolge rechtzeitiger und vorsorglicher Gegenmaßnahmen sei es diesmal völlig unmöglich, Deutschland ernährungspolitisch ans» zuhnngcr«. Als geschlossene nationale Gemeinschaft nnd in einer militärischen Bereitschaft, die ihre Durchschlagskraft im Feldzug der 18 Tage in Polen bereits bewiese« habe, stehe das deutsche Volk de« kriegerischen Ereignissen diesmal i« ruhiger «nb souveräner Sicherheit gegenüber. Bei einer solche« Haltung habe auch die feindliche Lügenpropaganda nicht die geringste Aussicht auf Erfolg. Das deutsche Volk in seiner Gesamtheit kämpfe heute ausschließlich für de» Sieg und kein Deutscher zweifle an ber siegreichen Beendigung des Krieges. Dabei gehe öaS Leben trotz der Umstellung auf den Krieg seinen normalen Gang weiter und so könne auch die Leipziger Frühjahrs, mcffe mit nur geringen Einschränkungen gleich wie im Frieden eröffnet und durchgeführt werden. Die besondere Bedeutung der diersährigeu Leipziger Frühjahrsmesse sei darin zu sehen, daß das Reich mit ihr den Beioeis erbringe, daß es cntschloffen und säbig sei. auch mitten im Kriege weiterhin eine unverminderte Qualitätsarbeit zu leisten. Geordnet und stark erfüllten Deutschlands Handelsplätze auch fetzt ihre lebenswichtigen Funktionen. Die Auöstel- lerzahl und die belegte Ausstellunaöslüche seien in diesem Jahre fast gleich so koch wie früher. Ein beredtes Zeugnis dafür, daß stärkster englischer Truck das Ausland von der Erkenntnis nickt habe abbringen können, daß es daö Reich wirtschaftlich genau so nötig habe wie Deutschlaich daS Ausland brauche, sei die ausländische Beteiligung an dieser Melle. 0411 Ausstellern auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1939 stünden diesmal wieder nahezu 6499 geaenüber, 27t Ausstellern ausländischer Rohstoffe n>ch Nahrungsmittel ans dem Jahre 1939 in diesem Jahre ruich 299. So betrage die GcsaintanS- stellerzahl diesmal 6000 gegenüber 6082 im Jahre 1939. Auch in diesem Jahre sei eine Ansstcllunqssläche von ruich 110 0t)0 Rech- nungsmctcrn belegt ivorden. Zahlreiche Länder seien ans der Bieste vertreten, 15 von ihnen auch diesmal wieder mit Kollektiv-Ausstellungen oder offiziellen Vertretungen. Diese Zahlen seien der beste Beweis dafür, daß Deutschland seine Wirtschaft auch im Kriege intakt gehalten habe, daß sie aus höchste» Toure« laufe, daß Deutschland in seiner Wirtschaft ein geschätzter Han- delspartuer sei, mit dem man engste Verbindung ansrecht erhalten müste, und daß neben einem zäh schassenden Binnenhandel der deutsche Außenhandel auch im Kriege außerordentlich aktiv geblieben sei. Auf wirksamste Weise werde durch diese Leipziger Frühjahrsmesse der katastrophale Blockadeirrtum der britischen Plutokratie ad absurdum geführt. England habe eben nicht mehr das Deutschland von 1914/18 vor sich, das sich nur zögernd und deshalb mit seinen Abwehrmaßnahmen immer hinter der Entwicklung herhinkcnd gegen die brutalen britischen Blockadeabstchtcn zu wehren mußte. Diesmal leien durch eine weitblickende ngtionalsozialistische deutsche Staatsftthrnna schon vorbeugend alle nötigen Maßnahmen getroffen morden, um die englischen Blockadeabsichten zu durchkreuzen, upd so seien die hinterhältigen wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen Englands von vornherein zur Aussichtslosigkeit verurteilt. HL8. Kopenhagen, 4. März. Die englisch« Botschaft in Washington hat die amerikanische« Oelgesellschasten davon unterrichtet» daß für unbegrenzte Zeit keine Hoffnung anf Gewährung von Ravycerts für Schmleröl-Berschisfun« gen «ach Holland, Belgien «nd Dänemark gemacht werde» könne. Die englische Regierung begründet diesen Schritt damit, eine Untersuchung (!) habe ergeben, daß die Schmterölvorräte m diesen Ländern noch für mehrere Monate ausreichend seien. Sie werde versuchen, mit Hollands, Belgiens und Dänemarks Importeuren über die „normalen" Einfuhren nach diesen Ländern eine Uebereinkunft zu erzielen. England wirft sich also zum Richter darüber auf. welche Etnfuhrbedürfniste der neutralen Länder befriedigt werden dürfen und welche nicht. Die Oelversorgung ber Neutralen hängt von dem Wohlwollen der englischen Blockabe- stellen ab. Das englische Blockadeministerium macht sich auf diesem wichtigen Gebiet offen zum Wirtschaftsdiktator der Neutralen — jener Neutralen, welche es gleichzeitig als von Deutschland bedrobt erklärt und denen das Navycertsystem angeblich Schutz gewähren soll. Nicht Schutz, sondern Unterwerfung und Ausplünderung, da» ist der Sinn des englischen Blockadesystems. Die fetzige Regelung ist aber ebenso demütigend für Sie amerikanischen Exporteure. Abgesehen von dem Versuch, die Neutralen auf einem weiteren Gebiet der britischen Diktatur zu unterwerfen, steckt hinter diesen Maßnahmen auch noch eine andere Ueberlegung der Engländer: Sie wollen bet den enormen Berlusten an TankschtffSraum um jeden Preis Tankschiffe für ihren eigenen Bedarf erpressen. Da sie neutrale Tankschiffe auf normalem Wege schwerlich chartern können, weil die Neutralen die vorhandene Tonnage für sich selbst benötigen, sprechen sie den Neutralen einfach die Erlaubnis zur Selbstversorgung ab, Dieser in seiner Frechheit schwer zu über- bietenbe Schritt, der bezeichnenderweise milder Blockade gegen Italien znsammenfällt. würde in einer objektiv unterrichteten und urteilenden Welt zur sofortigen Verdammung aller englischen Ansprüche auf Wahruna des Völker- rechts und zum Durchschauen der englischen Weltdiktatnrpläne führen. Aber die dänische Presse beispielsweise begnügt sich damit, den Scklaa gegen die Oelversorgung ihres Landes einfach zu registrieren, ohne ein einziges Wort dagegen zu sagen. Statt dessen halten Koven- hagencr Blätter eS für angebracht, gegen die In Deutschland habe auch die Umstellung ber schon seit Beginn des Vierjahresplanes in weitestem Umfange wehrhaften Wirtschaft auf eigentliche Kriegswirtschaft nur verhältnismäßig geringe Reibungen mit sich gebracht. So habe Deutschland, das noch Ende Dezember 1933 4 959 909 Arbeitslose zählte, Ende Dezember 1939 nur noch 128 000 freigesetztc Arbeitskräfte aufzuweiscn gehabt, von denen nur 18 900 voll rinsatzfähtg gewesen seien: England dagegen habe noch am 31. Januar 1940 1 380 000 Ar- beitslose gezählt. Der Reichtum eines Volkes sei eben nicht in seinen Devisen- und Goldvorräten, auch nicht ausschließlich in seinen weit verstreuten Rohstoffgebietin zu suchen: er beruhe vielmehr im wesentlichen auf der an- gesetzten und nutzbar gemachten Arbeitskraft seiner Bürger. Dr. Goebbels schilderte dann, wie die deut- schcWerkstoff-, Zcllwoll-, Buna- und Treibstoff- Erzeugung gerade in den Kriegsmonaten einen bisher kaum für möglich gehaltenen Umfang erreicht habe und wies an Hand von Zahlen nach, welche Zunahme der deutschen Produktionskraft allein die Rückgltederunavon Ostoberschlesien, Posen und West- vreuß en bedeutet. Durch die Rückalieberung dieser deutscher^ Provinzen sei naturgemäß die Kapazität der deutschen Wirtschaft außerordentlich gestiegen. Aber wichtigste Voraussetzung für die Standfestigkeit der deutschen Wirtschaft wie für die Durchhaltekraft des deutschen Volke- übersachlichen Erklärungen Dr. Goebbels' über den Begriff der wahren Neutralität »u polemisieren (1). . London schweigt sich aus H. 58. Kopenhagen, 4. März. London schweigt sich über den am Sonntagvormittag übergebenen italienischen Protest gegen die englische Kotzlenblockade vollkommen aus. Die Empörung der italienischen Prelle über die Druckanmen- dung hinsichtlich der italienisch-englischen Handelsbeziehungen scheint daher einige Wirkung gehabt zu haben, ebenfo die italienischen Hinweise auf die Möglichkeit von Kohlenkäufen in den Vereinigten Staaten. Der Londoner Vertreter der Kovenhagener „National Tidenbe" behauptet, man sei in London jedoch der Ansicht, daß Italien sich zum Schluß doch beugen nnd die Kohlenkäufe in England tätiaen werde, Italienische Kreise in London haben jedoch, dem „Politiken"-Vcrtreter zufolge. England bereits darauf htngewiesen, daß im Falle italienischer Kohlenkäufe in England dieses nichts anderes dafür erhalten würde als Svaghettis nnd Zitronen. England wolle jedoch, so betont anch dieser neutrale Beobachter, die Fortsetzung der Handelsbeziehungen mit Italien nur. wenn es dort auch Waffen kaufen könne. Beide Länder seiest offenbar entschlollen, die Kraftprobe bis zum entscheidenden Punkt zu treiben. * Berlin, 8. März. ES war eine stolze Bilanz. mit der das 84. Wunschkonzert des Deutschlandsenders für die Wehrmacht im Groben Saal der Berliner Philharmonie eröffnet wurde. In den bisherigen 83 Sendungen find mehr als vier Millionen RM. tu einer Unsumme von Geld- und Sachspenden eingegangen, davon allein 624 990 RM. von Freunden im Auölauöe. Es sind die Wünsche von 83 000 Soldaten bezw. Soldatengemeinschaften erfüllt worden, und 0657 neugeborene SolLatenlinder wurden bei diesen festlichen Sonntagsoeranstaltungcn gleichsam aus der Taufe gehoben. Durch den Sprung vom Sende- saal des Funkhauses ■ zur Phtlhgrmonie mit ihrem bedeutend größeren Raum kann nun noch vielen hundert Urlaubern mehr das Erlebnis des Wunschkonzertes an Ort und Stelle geboten werden. Haupt, fei ihre von höchstem nationalen Ar» beitSethos erfüllte Ordnung. Denn der Krieg zwischen Deutschland und der englischen Pln- tokratic sei ja bekanntlich auch eine waffen- mäßige Auseinandersetzung zwischen dem deutschen Sozialstaat und dem englischen Kapitalismus. Deutschlands Wirtschaftsstürke sei das Ergebnis der zusannnengefaßten Arbeitskraft von 80 Millionen Menschen. In ihrem Schutz und ihrer Pflege gerade auch im Kriege sähe der Nationalsozialismus die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg der deutschen Wirtschaft. So werde in einer großzügigen Familien Unterstützung für die Familien gesorgt, deren Ernährer eingezogen'sei, während in England das Ringen der Arbeiter um selbstverständliche Lebensrechte noch bis heute ohne nennenswerten Erfolg geblieben sei. Im Gegensatz zu England seien in Deutschland Kriegsgewinnlertnm und Profttsägeret sowie schwindelerregende Dividcndenhascherci längst überwunden. Bei uns sei es unmöglich, daß eine Fabrik, wie die Werkzeugmaschinenfabrik Cravon Brothers, Manchester, 23,5 und die Flugzeugfabrik Hawker Siddeley Aireraft Company gar 42,5 Prozent Dividende ausschüttet. In diesem Kriege aber werde bas Volk siegen, da» den größte» soziale» Ausgleich «nd damit der Welt gegenüber die kraftvollste nationale Einheit besitze. DeS Reiches Wirtschaft sei gesund» seine Währung konsolidiert, seine Volksgemeinschaft gehärtet und sein Willen unerschütterlich: der Sieg sei ihm sicher. Man solle im übrigen nicht nur Wert auf Hilfsmittel materieller Art legen. Die Geschichte beweise, baß Kriege am Ende immer von Männern entschieden nnd gewonnen worden seien. Das größte nationale Kapital also» daS ei« Volk besitzen könne, fei ein Man«, der führt, darum vor allem fei das deutfche Volk in seiner Gesamtheit des Sieges gewiß. Für diese« Sieg und damit für die endgültige Befreiung des deutfche« Volkes werde auch die diesjährige Leipziger Frühjahrsmesse zum Einsatz gebracht. plutokralische „Geschäfte^ Bö. Den Haag, 4. März. Die Untersuchung der Regierungöschiebungen gewiller englischer Unternehmen,' die Scotlanb-Bard auf Grund der Enthüllungen im Unterhaus einleiten mußte, hat jetzt ergeben, daß die Firmen, die mit der Regierung ins Geschäft kommen wollten, hohe Beträge als Provisionen an die Vermittler bezahlen mußten. Die betreffenden Firmen haben ihrerseits die Provisionen anf die Produktionskosten aufgeschlagen und von der Regierung in den meisten Fällen auch bewilligt erhalten. Außerdem hat die Polizei festgestellt, daß die Finanzagenten kapitalschwachrn Betrieben Gelder zu Wuchcr- zinsen geliehen haben. Die Polizeiberichte, die hohe Politiker und Abgeordnete, wie die Opposition im Parlament behauptete, stark belasten sollen, sind von der Polizei an die Vorgesetzten Behörden weitergeleitet worden. Es erscheint jedoch mehr als fraglich, ob die Behörden gegen die Schieber gerichtlich Vorgehen werden. Munttionsmtnister Bürgin hat offenbar — aus begreiflichen Gründen! — kein Intereste daran, derart schmutzige Geschäfte aufzudecken, deren Entlarvung für gewiffe Plutokraten höchst peinlich wäre. Inmitten der Besucher weilte an diesem Sonntag Kapitänleutnant Herbert Schnitze. Als der vom Führer mit dem Ritterkreuz ausgezeichnete U-Boot-Kommandant am Mikrophon erschien, umbrandete ihn stärkster Jubel. Kapitänleutnant Schnitze grüßte namens seiner Besatzung die dem Wunschkonzert zu Wasser, zu Lande und in der Lust lauschenden Hörer und in Sonderheit seine Kameraden von der Il-Boot-Wasfc, denen er unter donnerndem Beifall den alten Kampfruf auf den Weg gab: „Heil, Sieg und fette Beute!" Für die Sendungen aus der Philharmonie bildete da» hervorragende Programm des 34. Wunschkonzertes einen glanzvollen Auftakt. In die Tausende, ja Zehntausende gehen die einzelnen Summen, die wiederum von Betriebsgemeinschaften aus allen deutschen Gauen der guten Sache zirslossen. Auch von den Reichsdeutschen im Ausland sind wieder wertvollste Spenden etngegangen. Neuer Schlag gegen dle Neukralen England sperrt ÄSA.-Oelausfuhr / Kon tröge über Holland, Belgien, Dänemark 33 Konzerte brachten vier Millionen Mark Kapitänleutnant Herbert Schnitze als Cast des Wunschkonzerts Englischer 500C* Deutsche Flugzeuge greifen im Kai * ... 3. Mär, lPK.) Die schwere Niederlage, die unsere Luftwaffe in den letzten Tagen englischen Seestreitkräftcn, bewaffneten Handels- dampfcrn und versprengten Geleitzügen erneut bcibrgchte, hat dem englischen Lügenmini- stcrium Veranlallung gegeben, neue Seiten im Lügenalbum zu füllen. Vorsichtig — noch etwas gelähmt — werben die Verluste, wie üblich, umschrieben: Von den Frachtern X npd ?) fehlt jede Nachricht. Dampfer Z ist nach einem Zusammenstoß in ber Themse-Mündung gesunken . . . Der Schreck mag dem Tommy aber doch in die Glieder gefahren sein, als heute sogar Kampfflugzeuge bis weit in den Kanal hinein bald bis zur französischen Küste vordrangen nnd schwerste Schläge gegen bewaffnete Hanöclsdampfcr -austeilten. Dabei wurde ein 5909-BR.-Ton»er nach heftiger Gegenwehr versenkt. Kein „Zusammenstoß", Herr Churchill! In der Dämmerung anfblitzendc Scheinwerfer konnten dem deutschen Angriff natürlich keinen Abbruch tun. Es war eine schwierige nnd doch schöne Aufgabe, die von der einen Besatzung zu lösen war: „Aufklärung in der Themse-Mündung, im Kanal und Jagd auf bewaffnete englische Schiffe." Ein eiserner Wille beseelte die Männer, als sie ihr Ziel anflogen. Die Mehrzahl von.ihnen trägt das Eiserne Kreuz und ist schon oft au der englischen Küste gewesen. Born in der Kanzel sitzt ber Beobachter, ber sich im Spanien» krieg als „Eiserner Gustav" einen Namen »rächte. Die Besatzung ist stolz auf ihn: „Er geht ran wie Blücher, mit unheimlicher Präzision sitzen seine Bomben. — So kennen ihn die Männer. Tonner versenkt al und an der französischen Küste an „EinwunderbaresGebtettstder Kanal" meint ber Bordmechaniker, während die anderen mit den Gläsern das Master in der Dämmerung absuchen. Wo sind die einst }c zahlreichen Schiffe an dieser Stelle des Kanals? — Verschwunden! Es dauert noch einige Zeit, dann wird eS lebhafter. Hier gibt es keinen Spazicrflug mehr. Das ist ein Unternehmen für handfeste Kerle, die der Gefahr ins Auge schauen und sie bannen. Alle Nerven sind angespannt. Einer schaut links, der andere rechts- und von der englischen Küste her suchen Scheinwerfer in ber Dämmerung den Himmel ab. Da unten ist eS inzwischen lebendig geworben. Also heißt es auf der Hut sein. Zunächst schwimmen da allerdings nur „billige Kühne", wie der Flugzeugführer die kleinen Schiffe bezeichnet. Die Besatzung ist schon auf größere „Brocken" aus. „Na nu, da unten ... da ist daS Nichtige . . schätze 4 -5009 BNT. — den nehme» wir an." Der dunkle Punkt wird immer größer. Unser Flugzengsnhrcr schlägt eine leichte Kurve. Ter „Kahn" muß „beschnuppert" werden. Schon ist der Deutsche gesehen worden. Gepfefferte Grüße fliegen ihm entgegen. Gleich daraus erhält der englische Pirat seine Ontttung: DaS völkerrechtswidrige Gebaren muß ihm natürlich versalzen werben. Her«» . . . Anfl«« . . . . ein Druck auf de« Abwurfknopf und dt« erste Bombe nimmt haargenau Kurs auf de» Engländer, schlägt mitten auf die Back. Der Engländer wehrt sich trotz aufsteigender weißer Rauchwolken seiner Haut, schießt auS allen Rohren! Ein zweiter Anflug! Treffer! Noch einmal. Auch die dritte Bombe sitzt. Daö ganze Schiff scheint sich unter den Explosionen aufzubäumen. Unser Kampfflugzeug macht, hochge- hoben von dem gewaltigen Luftdruck, ein paar Sprünge. Unten ein lodernder Trümmerhaufen! Zwei Stichflammen schießen hoch, vermischen sich mit dem weißen und schwarzen Qualm zu einer prächtig-schaurigen Farven- symphonte! DaS Schiff ist verloren: in wenigen Minuten ist sein Schicksal besiegelt. Eilig rettet die Mannschaft stch tn die Boote. ES bat. so spüren ste, doch schon Nachteile, auf bewaffneten Han- betsdampfrrn zu fahren! Kurs Nordost! Die Besatzung ist bester Laune. Draußen pfeift ein eisiger Wind. Von der englischen Küste her wetterleuchtet es wieder. Scheinwerfer recken erneut ihre weißen Finger in den Himmel, suchen mit breitem und schmalem Lichtkegel den Horizont ab. Vergeblich! Uns treffen sie nicht! Dort nnten liegen die Minensperren, UnkS die der Engländer, rechts in weiter Ferne die der Niederländer. Bon Holland her dringt strahlende Helle. Der Kanal ist längst palliert. Kein Tommy ließ sich sehen, kein Jäger und Luftzcrstörer brauste heran. Unten aber, da scheint in der Dämmerung ein englischer Zerstörer sein Heil in der Flucht zu suchen. Er hat die deutsche Maschine erkannt und gerät in höchste Aufregung. Der dunkclgran aufgewühlte Wasser- strelfen am Heck zeichnet seinen Fluchtweg ab. „Ein lohnender Flug, eine feine Sache, tm Kanal englische Ptrate» »n-jagen!" Mit diesen Worte« klettern die Bier an» ihrem Flugzeug, von der Bodemnannschast herzlich beglückwünscht. Uebrr die ausgezeichnete Stimmung unserer Kampfflieger nach diesem Flug brauche» wir da nicht m berichten ... Peter vohlschetd. Ein Zranzose heruntergeholt DsP. K.) Gleichmäßig brummt der Motor und zieht Kilometer um Kilometer durch die herbe Schönheit der Landschaft immer steiler werdende Serpentinen empor. Ortschaft auf Ortschaft wird durchfahren. Immer einsamer wird die Gegend. Wo liegt die Flak-Battcrte, die einen französischen Flieger vom Typ „Po- tez 63" herunterholte? Neben einer gut getarnten Baracke taucht ein Posten aus. „Hallo Posten! Liegt hier die Batterie, die das französische Flugzeug abschoß?" .jawohl, Herr Leutnant!" Warten, warten... Die Straße schlängelt sich zwischen Baustellen und Baracken durch, an den Bunkern und Geschützen vorbei. Tief in die Erde eingcgra- ben liegt der Unterstand, ein mächtiger Betonklotz. Eine steile Treppe hinab, einige tastende Schritte, den langen Hebel der Bunkertür her- nntergebrttckt. Ta sitzen am schmalen Tisch um die Petroleumlampe zwei Offiziere. Batteriechef und Batterieoffizier berichten: „Wochen- nnd monatelang liegen wir schon hier und warten und warten. Gestern machen wir beide unseren täglichen Gang durch die Stellung und kommen gegen Mittag wieder in unseren Bunker. Da — kurz hintereinander mehrere dumpfe Schläge! Auf und rauS! Mit zwei Sätzen die Treppe hinauf, schon gellt der Alarmruf ber Flak: Fliegeralarm!!! Die Geschützbedienungen stehen schon an ihren Geschützen. Wir nehmen unS gar nicht die Zeit, »ach dem Himmel z» sehen, und rennen im höchste» Tempo zur Befehlsstelle. Da» Feuer- leitgerät hat da« Ziel bereit» ausgenommen, und nun sehe« wir am blauen Himmel etnen glitzernden Punkt. Im Feldstecher sind die weißen Ringe der Kokarde deutlich zu erkennen. SS ist eine „Potez 68". d&tiica qafagis Der „junge" Halifax. Die Red«,^ Außenminister Lord Halifax vor einige« ** gen in Oxford hielt, hat dieüritik einiger gerer Engländer herausgefordert. Der da» Expreß" stellt nun fest» es sei lächeE wenn Lord Halifax behaupte, baß die jung« «eratio« in England etwas mit der Leit«*» des Krieges z« tun habe. Diese Feststella»« trifft zu, den« dieser Krieg Englands ist ledR lich die Angelegenheit rachsüchtiger Greise besitzlüstcrner Plertokrate«, denen das ML sozialistische Deutschland als eine Gesahk >“ ihre bisherige Herrschaft erscheint. Ungenügend. Im französische« sind jetzt einige Angaben über die Finanz».^ Frankreichs gemacht worben. Danach die Haushaltsbilanz von 1989 mit eine« samtdefizit von 123 Milliarde» ab. Da da" »nr vier ttricgsmonate enthalte» sind nnbj\ Kricgsausgabeu von Monat zu Monat 9»", f werden, so läßt sich leicht erkenne«, wie «» ' der Finanzwirtschast Frankreichs ansste» Nach dem „Petit Danphinois" sind die mentarischcu Finauzsachleute der Ansicht, ***■ alle bisherigen Regiernngsmaßnahme» vo», ungenügend find. — Das dürste aller«« richtig sei«. „Freiheit". Ein hübscher Fall bemokrA scher Freiheit wird aus St. Quentin ««««!**•£ Dort wollte ein Militärarzt im Frontnrla« seine Frau besuchen. Um aber die Ei«r0>L erlanbnis zu bekommen, mußte er eine Besw^, «igung seiner eigene« Fra» beibringe«, da» ^ bereit sei, ihn in ihrem Hanse ausznnehme«: *" Freiheit demokratisch! Sklave». In dem von französische« vital ausgebentetc» Zementwerk La Dal*4 tienne in Schbineuik in Jugoslawien sind Arbeiter unter verdächtige« Umständen be«, während zehn weitere Arbeiter schwer e» krankt sind. Die Untersuchung ergab, daß y französische Betriebsleitung, gegen deren kratische Methode« die Belegschaft erst kürzt«* in einem Streik protestierte» in sträflicher SB* 1 ’ notwendige Vorsichtsmaßnahme» für di« ™ beiter an den Hochöfen vernachläsiigt hatte Für die französischen Plutokraten sind diese schassende« Mensche» nichts weiter Sklave». Abschied Gano Machs von Berlin * Berlin» 8. März. Am Sonntagabend.^7, ließ der Oberkomman-blerende der Hliw^ Garde und Propagandachef der ftowaktM Regierung, Sano Mach, mit seiner BegleitE die Reichshauptstadt, in der er einige Tage v* Gast der Retchsrcgierung geweilt hatte. ^ Im Aufträge des Reichsministers des Wr, wärtigen v. Ribbentrop hatte sich der stellve^ tretende Chef des Protokolls, LegattonSrat " Haler», zu seiner Verabschiedung eingesuiwe-'' Während seines Aufenthaltes in der^ wurde Herr Mach vom llieichsmintster des wärtigen im Auswärtigen Amt empfanE Ferner stattete er dem RetchSminister IjL Volksanfklärung und Propaganda, Dr. Be(S, Stabschef Lutze und /f-Gruppenfübrc Hcydrich Besuche ab und batte Gelegenok'^ Einrichtungen des WintcrhtlfSwerkeS und oc Hitlerjugend kenncnzulernen. Von Berlin aus begibt sich Herr Mach München, wo er nach einem Empfang Ministerpräsident Sicbcrt an den Ebrcnte»^ peln ber Gefallenen der Bewegung etm» Kranz niederlogen wird. Rückzug der Finnen . * Stockholm, 3. Riärz. Nach Pkeldungen der finnisch-schwedischen Grenze haben sich 'L finnischen Truppen aus ihrer zweiten Ber^ dignngslinie auf der Karelischen Landenge »•£ rückgezogen. Diese Linie begann 12 Kilo«e^„ südlich von Viipuri lWiborgj im Wiborg Busen und endete am Westufer deS Vuor> Flusies tn der Höhe bet SeeS Aepräpää. 4 jj Finnen haben dadurch eine sandreiche ^ verhältnismäßig flache Gegend aufsesev und sich auf die dritte Verte»« gungSlinie zurückgezogen, die vermutlich von den Höhen bei Viipuri bi» den Buoksi-Bergen erstreckt, und zwar öu». ein sehr zerklüftetes und bergiges Gebiet. 4 neue finnische Stellung wird auf dem recor Flügel durch die Stadt Vtipurt flankiert auf dem linken Flügel durch das Fluß- " Seensystem des Vuoksi. ,i — » ■ ■ i . . ■ nu ll» i vcriaa: ,.tziitt,rcr".vcrlaa GmbH., «arlSru»-. X ( rl lafl«btt(ftoi: tfmll Mm». Hauvtl-drtlnctnr: vr • Reuslycler. iRotatioiiiDuicf: eUbiDCftbcutftfK ®tuo* aiftloBöqtfcüfrtind mbH., ftarlitube. ichon dt e ersten Schüsse fitze Feuer sret! Der Abschuß des ersten zes kracht, die anderen folgen. Granate Granate verläßt die Rohre. Gleich die Sprcngwolken liegen gut am Flugzeug, nächsten noch besser. Da — verdammt — ^ feindliche Maschine in dieser verfluchten »Lj tzen Wolke verschwunden! So ein Pech! D« man. nun nach endlosem Warten einmal i?’^ genhcit, einen Gegner vor die Rohre S» kommen, und nun muß er den Dusel have» entwischen. Plötzlich ein vielstimmiger «- 1 ?L« -— aus der Wolke schießt steil ba» pJjjj, zeug nach unten! Wir starren uns fast bte^ gen aus. Wird er sich noch einmal fange"- Sj# es nur ein schlauer Trick des feindliche» loten, um uns zu täuschen? Jiein, fast sene^^ stürzt das feindliche Flugzeug zu Vodc «■ schreien vor Freude wie die Wilden. Unir» ster Abschuß!" Tb. Wandere^ kurze kulturnochrichten ^ »kelnkunstbühnc für Deyau. Auf Anrcguva p»c Gaulcicer unb Retchrstallhatter Jordan >*•_»*» Gaubaiiptstabt Dessau demnächst das Friedrich--«-" crSssnct. Tie TAF. unb die Thcalerstistuna .„,n- übcrein, in diesem neuen Theater hochwertiae kunst zu bieten. Dar Tessauer Theater |elabe». d«S lebhaften Kulturaustausch«« zwtschr» f p* »nd de« befreundeten Italien würbe der Theaterwissenschaft"»-« Jnstitu« der Untveri»»' ^ »nd »h,Dramaturg her Deutschen Ratioua^'^a«^ Weimar, Dr. zur Redde, (»ed-rener vadener! )i**j\* Vortrag über „Deutsche und Itallenisch« L>petU^^.5l*- vergangenhelt und Gegenwart- tm «tut für Kunst, nnd Kulturwissenschaft nach -> ^ggz. geladen. SR o n I g ft, 'L März 1940 MERKUR-RUNDSCHAU Seite 3 3m Dienste des deukschen Sozialismus 17 Volksgenossen und Volksgenossinnen K. Bühl. Im Rahmen einer schlichten Keier- Nunde, zu der sich auch die KreiSamtsleiter « o r n e r und R i n g w a l b eingefunden halsen, überreichte stellvertretender Kreislciter Maier am Sonntagvormittag im RathauS- E iaal in Bühl 17 verdienten Männern und rauen des Kreises Bühl, die innerhalb der S.-Bolkswohlfahrt und der NS.-Frauenschast oder für eine dieser beiden großen Hilfsorganisationen seit Jahren treu und gewissenhaft ihren Dienst versehen und sich in hervorragender Weise auf dem Gebiet der BolkSwohlfahrt betätigt haben, das Ehrenzeichen für Bolks- vilege. In seiner Ansprache würdigte der stellvertretende Kreisleiter Maier die stille, selbstlose Arbeit dieser Volksgenossen und BolkSgenosstnnen im Dienste des deutschen Sozialismus, hob ihren Einsatz und ihre Opfer- sreudigkeit hervor und bezetchnete die ihnen jetzt zuteil werdende Ehrung als verdiente Anerkennung. So wie der Soldat an der Krönt für seine besonderen Leistungen, für seinen Einsatz und seine Tapferkeit belohnt werbe, so sei auch diese Ehrung zu verstehen. Wie jede Ehrung den Soldat verpflichte, so schließe auch die Ueberreichung der Ehrenzeichen für Volks- pflege neue Verpflichtungen und Aufgaben in sich. Mit dem gleichen Ernst, mit noch größerer Hingabe und Opferfreubigkeit, als bisher müßten die Männer und Frauen fortan dem deutschen Sozialismus dienen und dadurch ihre Treue dem Führer gegenüber bekunden. Pg. Maier rief sodann die einzelnen Männer und Krauen auf, die durch Ueberreichung eines erhielten das Ehrenzeichen für Volkspflege äußeren Zeichens der Anerkennung für ihre Arbeit geehrt werden sollten, und übergab ihnen, verbunden mit seinen persönlichen Glückwünschen, die Medaille für DolkSpflege. Dar Ehrenzeichen erhielten: Arthur MtenbaP, Bühl Jesesine Herrmann, OttenhSfen, Friedrich Hiiker, Lt- ienbösen. Karl Huck, Varnhalt, Roman Madlinacr, Dasbach, Friedrich Rösch, Schwär,ach, Heinrich Seiler, Ottersweier. Wilhelm Schindel«, «rotzwoter, August Schlund, Mörbach, Karl Draub, WaNuilm, Josef Walter. Sin,beim, Frau Ws- Moll. Achern, grau Kun,, TaSbachried, Paula Roch, Achern (Schwester), grau Schmitz, Oberfosbach, Frau Therese Schneider. Katzpel- rodeck, und Frau Steck, Lberachenr. Siaben Sie nock 1-Mark-Stücke? Mit dem 1. Mär» sind die 1-Mark-Stücke aus Nickel außer Kurs gesetzt worden und haben ihren Charakter als gesetzliches ZahlungS- mittel verloren. Volksgenossen, die noch jetzt ,n L.® e ^ oon solchen außer Kur» gesetzten I-Mark-Stückcn sind, werden jedoch nicht geschädigt, denn die Einlösung der Münzen ist noch bis zum 81. Mai möglich. Die Reich»- und Landeskassen nehmen die Ntckelmark bis zu diesem Termin in vollem Nennwert in Zahlung. Andere Stellen'allerdings nehmen das Geldstück nicht mehr an. Jedem Volksgenossen, der noch im Besitz von Nickelmark ist, ist zu empfehlen, die Stücke so bald als möglich ein- zutauschen, denn nach dem 81. Mai ist das nicht mehr möglich und die Münze besitzt von da ab nur noch ihren Materialwert. Ministerpräsident Köhler in Radolfzell Radolfzell. (Eigener Bericht.) Zu einer Ar, beitstagung versammelten sich am Sonntag in Radolfzell im Scheffelhof die Politischen Leiter der Kreise Konstanz. Ueberlingen, Stockach und Donaueschingen. Nach der Begrüßung durch KreiSleiter Woll und einem Referat von Dr. Landgraf hielt Ministerpräsident Walter Köhler das Hauptreferat des Tages über die wirtschaftliche Lage unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse im Grenzgau Baden. Am Nachmittag fand die Tagung ihre Fortsetzung durch ein Referat des Partergenos- sen Merk von der Landesbauernschaft Baden über unsere Ernährungslage. Aus seinen Ausführungen konnte man die Gewißheit empfangen, daß Deutschland auch tn ernährungSpoli- tischer Hinsicht vorbildlich gerüstet ist und alle bisher getroffenen Maßnahmen sich bestens bewährt haben. Die Tagung fand ihren AuSklang in einer Betrachtung des Gauschulungsleiters Pg. Hartlieb über die Grundgesetze unserer weltanschaulichen Kriegsführung. * :: Karlsruhe. (Abschlußprüfungenam EtaatStechnikum.) Nach Beendigung des Wintersemesters legten am Badischen EtaatStechnikum 184 Studierende ihre Abschlußprüfung ab. Wie sehr die deutsche Jugend die technischen Berufe bejaht, geht aus der bisher unerreichten Zahl von mehr als 200 Neuanmeldungen hervor. An den ErfassungS- tagen, die an die Stelle der bisher burchgr- führten Einführungslager treten, wurde den jungen Kameraden ein Bild vom studentischen Schassen und den Pflichten des deutschen Studenten in der Gegenwart gegeben. Bühler Sonntagsspiegel St Bühl. Die fünfte Re ichs st ratzen- sammln»« für das Kricgswinterhilsswerk sah am gestrigen Sonntag die Kriegsopfer, bi« Kinderreichen und die Amtsträger deö Reichs- lnft-schutzbundeS in tatkräftigem Einsatz auf dem Posten. Nachdem schon am SamStag die schönen Glasaözetchen begeisterte Abnehmer gefunden hatten, wurden gestern die letzten Bestände abgesetzt und an den Monn gebracht. Die Abzeichen mit allerlei bekanntem und unbekanntem Getier rund um den Dorftcich nahmen sich auf Rock- und Mantelkragen sehr geschmackvoll aus. T-abei begnügten sich viele Volksgenossen nicht nur mit einem einzigen derartigen Abzeichen, sondern legten sich gleich eine ganze Serie dieser schönen runden Gläser zu und ließen nicht eher locker, bis sie auch noch die fehlende Libelle oder Eidechse besaßen. AIS bann die Abzeichenvevkäufcr restlos ausverkanft waren, verlegten sie sich ausschließlich auf das Gammeln. Dabei fanden sie meist gebefreudige Spender, die immer noch einen kupfernen Pfennig. einen Künfer oder gar «inen Zehner übrig hatten. Am Abend konnte der eine und der andere Sammler mit einem „gewichtigen* Gammelergebnis zur AbliefcrunaSstclle ziehen und dort den Erfolg seiner hingehenden SamS- tagS- und Sonntagsarbeit abliefern. . Um die 10. Bormittagsstunde fand in der Stadthalle eine stilvolle Morgenfeier statt, die von Jungvolk und Jungmäbel fein gestaltet wurde und zusammen mit dem am Samstagnachmittag burchgeführten Sternmarsch und anschließendem Ervffnungsappell auf dem RathauSplatz einen eindrucksvollen Auftakt der Woche der Pimpfe und Jungmäbel bildete. Die Moraenfeicr stand unter dem Leitgedanken »Heimat" und fand ihren Höhepunkt in der mitreißenden Ansprache von Oberstfclümetster P r e u ß, Kappelwindeck. Wir werden auf diese Feier noch besonders »uvückkormnen. Ebenfalls in den Vormittagsstunden überreichte im Rathaussaal stellvertretender Kreisleiter Mater einer größeren Anzahl von Männern und Krauen auS dem Kreis Bühl kür ihre Verdienste auf dem Gebiete der Volks- wo-hlfahrt baSEHrcnzeichenfürVolks- pflege. Uobcr diese Feier berichten wir gesondert. Bon sonstigen GonntagSveranstaltungen seien noch die Vorführungen dcS Lichtspielhauses erwähnt. das mit der Aufnahme des Tobisfilms »Die goldene MaSke" allen Filmfreundeu eine willkommene und dankbar begrüßte Abwechslung bot. Bühl. (Betagte Volksgenosse n.) Heute Montag. 4. März, kann Lokomotivführer a. D. O t t o K u n z, Kirchgaßweg 2, in Gesundheit und Frische seinen 77. Geburtstag feiern. Dem ÄlterSjubilar, der mit zu den ältesten „Kührer"-Lesern in Bühl zählt, unse» ren herzlichen Glückwunsch! Gleich großer Rüstigkeit erfreut sich der Bruder dieses Altersjubilars. Hermann Kunz, der am 4. April seinen 74. Geburtstag begehen kann. Hermann Kunz betrieb früher in Muggensturm eine Wirtschaft und verbringt jetzt seinen Lebensabend hier in Bühl. Bühl. (Todesfall.) Nach kurzem schwerem Leiden ist gestern eine bekannte Bühler Krau, Maria B e r t s ch geb. Graf. Alt-Rären- wirttn, gestorben. Bor einigen Wochen erlitt sie in Karlsruhe auf der Straße einen Schlaganfall, so daß sie ins dortige Krankenhaus etn- geliefert werden mußte. An den Kolgen dieses Schlagänfalls ist Krau Bertsch jetzt in ihrer Bühler Heimat gestorben. Der Heimgegangenen werden alle, die sie kannten, ein ehrendes Andenken bewahren. * Der erfolgreichste Glücksman« der Kriegs- winterhilse-Lotterte im ganzen Reich wohnt in Stuttgart. Nach der Retchsliste vom 31. Januar hatte er 58 600 Lose ab ge setzt. Heidelberg. (Sommertagszug.) Gestern fand tn Heidelberg trotz der Kriegszeit der traditionelle Sommertagszug statt. Lahr. (Todesfall.) Nach kurzer, schwerer Krankheit ist im Alter von 58 Jahren der Be- tricbssührer der Ka. Moritz Schauenburg, in deren Verlag die „Lahrer Zeituna" erscheint, Hauptmann z. V. Carl Selb, gestorben. Seit sieben Jahren stand der Entschlafene an der Spitze der genannten Kirma und seiner Tatkraft war es zu danken, daß der Betrieb auch Wer schwere Zetten ungefährdet htnweggcführt werden konnte. Jhringe» (Kaiserstuhl). (Kind tödlich verbrüht.) In einem unbewachten Augenblick fam das in der Wiege liegende einjährige Kind des Landwirts Adolf Bühler so nabe an den Kochherd« daß es einen daraus siebenden Topf mit kochendem Wasser an sich ziehen konnte. Das Ktn>d erlitt so schwere Verbrühungen. daß es starb. fufiball rund um Nastalt Bezi rksklass«: FT. Rastatt — Cf®. Baden-Baden 8:3 VfB, Gaagenau — FT. Lichiental 9:8 Dpvgg, B,-Baden — FV. Kuppenheim 0:1 abgebr. Da« BezirksNasseshiel In Rastatt nahm einen lehr flotten verlauf. Beide Mannschaften spielken einen rech« slüiiigen und auch ideenreichen Fußball. Di« Playell hatte ein klein wenig mehr dom Spiel konllt« stch aber Segen die «»«gezeichnete GäNehinicrmannIchatl nicht immer durchsetzen. Vom Anspiel weg ging di« Playelf in Führung. Da« verdroß die Gäste aber ntchi. Sie kamen immer besser ins Spiel und erzielten bald den verdienten Ausgleich. Ein Slstnelerstrafstoft »erhall Rastatt erneut zur Führung. Im Anschluß an einen Badener Eckball siel der neuerlich« Ausgleich für die Gäste. Bet Halbzeit führt« die Platzmannschast mit 3:2. Mit dem Wind als Bundesgenossen drehte Rastatt nach Halbzeit auf. Baden blieb aber durch railve Vorstöße immer gesührltch, und als Folge eines solch sorschen Vorstoßes erzielte die Gästeels dann den Ausgleich. der insofern verdient war, als der Spielleiter einen klaren Elfmeter vor Halbzeit für dl« Gaste nicht »ab. Auf dem Waldsportplatz In Gaagenau lieferten sich di« beiden Gegner den schönsten Kampf dieser Dvtelzett. Lichtental war trotz der zahlenmäßig hoben Niederlage ein Gegner, der (ich erst mit dem Abpfiss des Schiedsrichters geschlagen gab, Gaagenau hat also die Gelegenheit zur Verbesserung de« Torverhältnisses wahrgenommen und wird auch fernerhin der stärkste Widersacher Kuppenbeim« bleiben. Uever das Spiel in Baden-Baden ist leider nicht viel zu berichten. In der ersten Spielhälste schoß Kuppcn- beim ein Tor, das anerkannt wurde, Ein Gegentor der Platzelf anerkannte der Spielleiter nicht, wa« ihm daS Mißfallen der Zuschauer eintrug. Er ließ aber bis Halb, zeit wetteridtelen. pfiff dann sedoch da« Spiel nicht mehr an. In der Tabelle werten wir den Spielau«- gang vorläufig nicht, Spiel« gew. un, Verl. 9 6 0 8 FV, Kuppenheim VfB. Gaagenau FT. Rastatt Cf«. Baden Epvga Baden FT Lichtenial Tore Pkte, «2:25 12 33:17 33:27 19:21 17:20 15:49 11 11 9 5 2 Ta« abgebrochen« Spiel Tvvaa. Baden — Kuppenbeim ist in der Tabelle nicht »«werict. Die Kreisklalieipiel«: Staffel 1: Durmersheim — Oetigbelm 2:8 Rauental — Malsch 0-3 Rauental J»d,—Mals» Jgd. «:1 Der Tabellenführer Oetigheim mußt« sich in Durmersheim anstrengen, um weiterbtn ungetchlagen bleiben zu können. DaS Spiel wurde von beiden Seiten mit allem Einsatz durchgekührt. Der knappe Steg Octig- heims ist verdient. Rauental probierte es mit neuen Spielern, di« aber nur bedingt das hielten, wa» man sich von ihnen versprach. Die 3 Tore schoß Malsch bereit« in den ersten «5 Minuten. Rach Halbzeit hielt Rauental« Hintermannschaft tedem gegnerischen Druck stand. Die Tabelle: Oetigheim Muggensturm Durmersheim Malsch Rauental «taffe« -2: Spiele gew. un. 5 5 6 « 6 4 8 3 2 0 Verl. 0 1 6 Tore Pkte. 16:11 27:8 21:21 11:5 688 2:2 1:9 Rieder»«»! — Hörden Rotenfels — Gernsbach Um ein Haar wäre der Tabelleniührer der Staffel 2 In Niedcrbuhl gestrauchelt. Niederbübl batte die Schlapp« des letzten Sonntag« gut Uberslanden. Die Mannschaft verausgabte sich aber in der ersten Halbzeit, die st- mit 2:0 für st» entschied, zu stark. Die beiden AuSgleicbsiore Hördens hätten vielleicht verhindert werden können. Dir letzt« Enticheidung um den Stas- fclsieg wird nun erst Im Spiel Gernsbach — Hörden fallen. Gernsbachs Mannschaft war in ausgezeichneter Fonri. Sie brauchte stch nicht vollauSzugebcn. um sicherer und verdienter Sieger zu werden. Die Tabelle: Spiele gew. un, Hörden Gernsbach Niederbübl Bischweier Rotenfels l l Verl. 0 1 2 5 6 Tore Pkt«. 23:9 28:10 17:17 i m Staffel 3: Fautenbach — Lauf (Lauf nicht angetreten) Die Tabelle lassen wir bis zur Entscheidung Uber das ausgefallene Spiel Faulenbach Lauf, zu dem Laus nicht angetreten ts«, unverändert. Die Holmenkol-Skirennc« bei Oslo wurden mit dem 18-Km.-Langlaus fortgesetzt. Sieger des Speziallaufcs wurde der Norweger OlafOekcn tn 1:05:58 Std. vor seinem Landsmann Weltmeister Lars Bergendahl und den beiden Schweden Dahlquiit und Hansson. Bet den Kombinations-Läufern erzielte der schwedische Meister John Westberg mit 1:08:54 Std. die weitaus beste Zeit. 9 na Verwandlung der Herzen Vornan von OturtZiesel < 44 . Fortsetzung) Er erinnerte sich der Frage Höllers nach her Begleitung. Ein Schimmer von Hoffnung stieg in ihm auf. daß sie ihm verzeihen würde, ja vielleicht auch helfen könnte, wenn er ihr davon erzählte. Er stand schon zwei Stufen über ihr, als er stch nochmals lebhaft ümwandte. Sie kam ihm langsam nach. „Sie können mich gar nicht verstehen, Frau Hella?* hat er. „Nein*, sagte sie. Die sprach mit einer ablehnenden Härte, die er noch nie an ihr gehört hatte. Er wurde ungeduldig. Seine Unsicherheit machte ihn besonders empfindlich. --Und wenn ich Sie bitte, mich am Klavier zu hegletten? Ich habe mit Hüller schon kurz darüber gesprochen.* Sie sab ihn ratlos an. Da» kam zu überraschend, als daß sie es sofort ganz begriffen hätte. Er mußte über ihr Erstaunen lächeln. „Wollen Sie nicht?" bat er. ^etne Stimme war schmeichelnd. Sie starrte JSit etwas fassungslos an und fühlte, wie seine Iiorte und Blicke sie entwaffncten. „Ach, Frau Hella*, wiederholte er seine Krage, als sie noch sistmer schwieg, «ich mutz doch in meine Klasse. Jagen Sie schnell, wollen Sie mich begleiten. Hier in München und später vielleicht in andren Städten, wenn ich Erfolg habe?* Er "gte eine Hand auf ihren Arm und zog sie siöher an stch heran. „Sie können mich doch siicht im Stich lasten*, drängte er. Sie sah ihn °it und schüttelte ein wenig den Kopf. „Sie Wissen wohl*, sagte sie mit dem Versuch zu Kerzen, „daß ich Ihnen nichts abschlagen kan».* «Sie sind also einverstanden?* fragte er aüf- ?kvienb. Nun war schon alles viel leichter und "kffer. Sie sagte noch nichts. Aber ihr Gesicht Urheberrecht 1938:0. Janke, Leipzig gab ihm die Antwort. „Danke. Krag Hella", sagte er und beugte sich über ihre Hand. „Aus nachher im Lehrerzimmer!" Sie nickte etwas müde und sab ihm nach, wie er die Treppen hinauflief, mehrere Stufen im Sprunge nehmend wie ein übermütiger Junge. Der er ja noch war, dachte sie. Während sie ins Lehrerzimmer im ersten Stock hkNaufging, wurde ihr auf einmal bewußt, was sie mit ihrer stummen Zusage angerichtct batte. Nun konnte sie nicht mehr zurück. ES war unmöglich, ihn wieder zu enttäuschen. Ja, sie hätte eS auch gar nicht mehr gekonnt. Denn was kam nun? WaS war die Folge ihrer Zusage? SS fuhr ihr heiß in die Wangen. Sie würde mit ihm zusammen spielen, ja, sie würben einer auf den anderen angewiesen sein, zusammengeschlosten gegen die Menschen, die seiner, ihrer Kunst, lauschen würden. Und wenn seine Träume wahr wurden. wenn er sich die Konzertsäle eroberte, dann würde sie an seiner Seite sein. Sie würde seine Erfolge erleben. Sie wußte auf einmal mit erschütterlicher Sicherheit, daß sie kommen würden. Sie hatte ihn erst vor einigen Tagen wieder spielen hören. Sie hatte auf Rechenbauer im Vorzimmer gewartet, und drinnen hatte Dieter seine Stunde bei ihm gehabt. Sein Spiel war so gewesen, daß ihr bas Herz zu klopfen begonnen hatte. Er würde sich durchsetzen. Und sie würde immer neben ihm stehen. Sie würden zusammen reisen, von Stadt zu Stabt, von Land zu Land. Sie würbe ihn nicht nur auf dem Klavier begleiten, sie würbe auch seine Hoffnungen, seine Enttäuschungen und Erfolge teilen. Sie würde ihn behüten und lieben dürfen. Und niemand würde ihm näher sein, niemand ihn von ihr lösen können. Hella lehnte sich an die Wand. Sie verbarg ihr Gesicht in den Händen. War eS sündhaft, solchen Träumen nachzuhängen, an solche Zukunft zu denken? Schritte, die den Gang entlang kamen, schreckten sie auf. Es war Direktor Rechenbauer. Er grüßte sie schon von weitem. Als er näher kam und ihr Gesicht sah. schüttelte er den Kopf. Vergeblich suchte sie hinter einem Lächeln ihre Aufregung zu verbergen. Er nahm sie am Arm und führte sie in sein gegenüberliegendes Zimmer. „Kind, liebe Frau Hella, waö haben Sie?" sagte er Sie mußte sich in einen bequemen Sessel setzen, den er an die Seite seine» Schreibtisches gezogen hatte. „Ach, danke, Herr Direktor." Sie mühte sich um ihre Kastung. „Es ist schon vorüber, eS war nichts." „Haben Sie kein Vertrauen zu mir?" fragte er vorwurfsvoll. „Aber ja", bat sie- verlegen. „Hm. ich bin doch in den Jahren", scherzte er. „wo so junge Krauen das allmählich zu mir haben könnten." Sie ließ den Kopf sinken und schwieg. Er wartete eine Weile. .Hst eS mit Herrn Vorwerk etwas?" fragte er behutsam. „Er stürmte eben an mir vorbei in seine Gei» genklaste und bekam einen roten Kopf, als er mich sah." Sie blickte ihn erschrocken an. „Sie haben mit ihm schon gesprochen?" entfuhr eS ihr. Er schüttelte den Kopf und zog an seinem Bart, während er sie von unten her prüfend betrachtete. „Also doch?" Sie widersprach zuerst heftig. Aber das Rot, das in ihr Gesicht stieg, strafte sie Lügen. „Nun aber heraus mit der Sprache, junge Krau", sagte er mit betontem Ernst. Sie versuchte ein Lachen, aber e» kam nicht über die Mundwinkel hinaus. Sie überlegte, daß eS sinnlos war, sich weiter zu verstellen. Der alte Herr hatte sie (singst durchschaut. Vielleicht war es besser, wenn er eS aus ihrem Munde erfuhr. Wer weiß, wie Dieter daS wieder anfing. Dann schied er vielleicht noch in Unfrieden von Rechenbauer. Sie hatte die Möglichkeit, dies zu verhindern. So Hie Meisterstkasten der stitlor-Zugend Gute Leistungen in den Endkämpfen --- Baden» Jugend sportlich auf der Höhe Die Gauhauptstadt Karlsruhe staud auch gestcr«, dem letzten Kampftag der Hallenmeisterschafte« der badischen Hitler-Juaeud. wieder ganz im Zeichen dieser Wettkämpfe. In allen Straßen der Stadt sah man die Jnnaen und Mädel, die aus ganz Baden hcrbetgeeilt waren, um sich hier aus sportlichem Gebiet zu mcffeu. Rur die Beste« der einzelne» Banne im Gebiet Rade« 21 konnte» z« diesen entscheidende« Kämpfe« zugelasten werde». Ein erfreuliches Zeichen ist, daß im allgemeine« die Lcistnnge» gegenüber dem Borjahre ziemlich verbeffert wurden, was beweist, daß in allen Banne« eifrig Sport gepflegt wird. Gute Leistungen der Turner Nachdem am Samstagnachmittaa in allen Kampfarten die Ausscheiöungskämvse beendet werden konnten, «alt es nun gestern vormittag die Gebietssieger zu ermitteln. Die Turner führten ihre Entschcidungskämpse in der großen Turnhalle der Hochschule für Lehrerbildung durch. Tie Leistungen, die hier die jungen Sportler an den Tag legten waren erstaunlich. Bewundernswert war die Sicherheit und Exaktheit sowie die Körperbeberrschuna der Hitler-Jungen, die alle Uebungen trotz der Schwierigkeit in tadelloser Haltung auSführ- tcn. Im Geräteturnen siegte die Mannschait des BanneS 171 (Mannheim) mit 806,5 Punkten, und die Mannschaft des Bannes 407 (Bil- lingen) mit 644 Punkten. Gebietssieaer im Einzelkampf wurde Werner Pfitzenmcier Bann 171. Tv. 46 Mannheim, mit 135,5 P. In der Turnhalle der Goctheschule standen die jungen Schwerathleten im Kamps um den Titel als GebictSmeister. Im Gewichtheben, das in 6 Klassen auSgetragcn wurde, nahmen insgesamt 60 Wettkämpfer teil. In den einzelnen GewichtSklaffen gab eS durchweg neue Meister, lediglich Köhler vom Bann 171 (Mannheim) konnte im Schwergewicht mit 585 PfuW seinen Titel erfolgreich verteidigen. Fritz Erb aus Lahr im Bantamgewicht und Erich Fehrenbach aus Tennenbronn im Federgewicht sind zwei kräftige Burschen, die ihre Leistungen noch weit verbessern können. Der Meister im Leichtgewicht, Anton Leuthe au» Singen, vollbrachte mit 435 Pfund eine fabelhafte Leistung. Im Mittelgewicht wurde in Böhler au» Mannheim mit 440 Pfund auch ein neuer Meister ermittelt. Willi Moritz ans Feudenheim, -er Meister dieser Klasse im Vorjahr, sicherte sich den Titel im Halbschwergewicht. Im Mannschaftsgewichtheben wurde der Bann 171 (Mannheim) mit 2200 Pfund Ge- bictömeister. Wicfentals Ringer in Front An der gleichen Kampfstätte wurden auch die Kämpfe im Ringen durchaoführt. In 8 Ge- wichtSklasten kämpften 94 Hitlerjungen. Bei bissen Kämpfen mar es wirklich eine Freude zu sehen, mit welchem Schneid und Elan hier gekämpft wurde. Man sah nichts von Punkte- yolen, alles drängte auf klare Entscheidungen. Zwei der Jungen, die beiden BereinSkamera- üen Müllich und Schweikert aus Wiesental. standen bereits vor zwei Wochen in der deutschen Nationalmannschaft gegen Italien. Schweikert konnte sich ohne Kchlpunkt in seiner Klasse den Meistertitel holen. Im Foder- gswicht konnte Wiesental durch Emil Heilig einen weiteren Meister stellen. Hart wurde tm Halbschwergewicht gekämpft. Ewald Heilig aus Wiesental wurde vor Moritz aus Keudenheim Sieger. Im Leichtgewicht wurde Müllich auS Wiesental Sieger vor Staiger au» Tennenbronn. Im Schwergewicht siegte Dufsner aus Kreiburg-Haslach vor Wittmer aus Äiesental. Wiesental geht also mit der besten Tagesleistung von 4 Meistern und einem zweiten Platz auß dem Kampf im Ringen hervor, den zweiten Platz belegt Keudenheim, das einen großartigen Nachwuchs aufweisen kann. Bet Boxe« und Kechte« In der Turnhalle des Hochschulstadions wurden die Endkämpfe im Boxen ausgetraaen, wozu sich sehr viele Karlsruher eingcfundcn hatten. In 11 Gewichtsklassen kämpften hier die Besten um den GsbietSmeister. Alle Kämpfe wurden sauber und ordentlich durchasührt. Einige mußten vor Ablauf der dritten Runde durch Niederschlag oder Abbruch beendet werden. AlS Gebietssieger gingen hervor: Papiergewicht: Lindenmayer, Singen, Bann 114: Klic- gengewicht: Htltl, Mannheim, Bann 171; Bantamgewicht: Hatterscheidt, Kreiburg, Bann 113: Ksdergewicht: Schweizer,Pforzheim. Bann 172: Leichtgewicht: Kuchs. Konstanz. Bann 114; Wel- tergewtcht: Etzel. Meinheim. Bann 171: Mittelgewicht A: Rietschle, Singen, Bann 114; Mittelgewicht B; Maier. Singen. Bann 114: Halbschwergewicht A: Bott. Pforzheim, Bann 172: Halbschwergewicht B: Kaupp, Pforzheim, Bann 172: Schwergewicht: Senftlcber, Karlsruhe« Bann 109. Schließlich wurde in der kleinen Turnhalle der Hochschule für Lehrerbildung auch das K echten beendet und die Gebietssieger ermittelt. Auch hier müssen wir das Können unserer Jugend loben, besonders aber wollen wir hier das Turchhaltcn bis zum Letzten, wovon alle Kämpfer beseelt waren. Herausstellen. Im Klo- rett-Einzelkampf der HK. wurde HanS-Wolf- gang Hungerer, Bann 113 (Freiburger Tur- nerschast) GsbictSsiegcr, im Florett-Einzcl- kampf des BDM. Erika Meiser. Untergau 171 (Tv. Weinheim) und im Florett-Einzelkampf des BDM.-Wcrk .„Glaube und Schönheit" Friedel Schmidt, Untergau 109 (KDB. 46, Karlsruhe). Leistungsschau der Resten Im Mittelpunkt der Hallcnmeistcrschasten stand die große Leistungsschau, die alle Wettkämpfer am Sonntagnachmittag in der Festhalle vereinte. Sie wurde von dem K.- Führer des Gebiete- Baden 21, Oberbannsüh- rer Karl Eschle, mit einer kurzen Ansprache eröffnet, in der er aus die große Schlagkraft der Hitlerjugend hinwies. Nach einem schneidigen Marsch, gespielt vom Musikzug des Bannes 109 (Karlsruhe), zeigten die als Sieger hervorgegangencn badischen Wettkämpfer ihr Können. Zuerst waren cs die Rodcnturncr, die -Mi sehr schwierigen Uebungen die Aufmerb samkeit aller Anwesenden auf sich lenkten. Dann zeigten die Gewichtheber ihre große Lei- stnngskraft, mit der sic spielend leicht auch die schwersten Gewichte stemmten. Bei den Bar- rcnübungen der Turner sah man ziemlich schwere Uebungen, die die jungen Sportler mit Eleganz ausführten. Zwei Boxkämpfe gaben einen überzeugenden Ausschnitt aus den am Bormittaa mit aller Härte durchgeführten Endkämpfen. Mit einigen schönen Spielen, wobei ein Rugby-Spiel besonders großen Beifall fand, werteten die Karlsruher Pimpfe ans. DaS Tischspringen zeigte die Sprungkraft, die die Jungen trotz ihres jugendlichen Alter- schön besitzen. Mit Interesse wurden die spannenden Enbkämpfe im Mannschaftsrtngen verfolgt, wobei der tapfer durchhaltenden Mannschaft deS Bannes 406 (Bruchsal) der Sieg nicht zu nehmen war. Mit 6:2 war sie der Mannschaft des Banne? 171 (Mannheim) weit überlegen. Dann riffen die Neckturner, die fabelhaft au-gcführten Uebungen zur Schau brachten, die Anwesenden zu immer neuen BeifallSbezeugungcn hin. Mannheim siegt im Handballspiel Das Hauptercignis der Leistungsschau bildete das Hallenhandball-Städtespiel der Jugendmannschaften des Banues 171 (Mannheim) und des Bannes 109 (Karlsruhe.) Nachstehende Mannschaften standen sich gegenüber: Bann 171 (Mannheim): Werle; Kürschner, Staubter; Sulzbach, Naber» Bauder; Hoffmeister, Huber, Treiber, Kirch- stätter. Bann 109 (Karlsruhe): Tröndle; Bauer, Bergmalcr; Ottc, Roth, Rüger; Herz, R. Krämer, W.'Krämer, Badsching. Mannheim zeigte bald schöne Stürmerletstungen und wurde auch durch Tore belohnt. Die flinken Mannheimer Stürmer sind der etwas schwerfälligen Karlsruher Verteidigung überlegen. Aber der Karlsruher Sturm kommt trotzdem manchmal schön vors gegnerische Tor, so daß der ausgezeichnete Mannheimer Hüter nur mit Mühe retten konnte. Allmählich fand sich die Karlsruher Mannschaft und kam durch den Rechtsaußen zu einem Tor. In einem fabelhaften Durchsptel erhöhte Mannheim- Linksaußen auf 3:1. Durch einen unhaltbar verwandelten Strafstoß kam Karlsruhe auf 2:3 heran und wenig später gelang der Ausgleich. Rach Halbzeit erzielt Mannheim zwei weitere Tore. Dann kann der Karlsruher LinkSaußen auf 4:5 einholen. Drei weitere Tore sicherten mit dem Stande von 4:8 Mannheim» Sieg. Der Karlsruher Sturm kann zwar auf 6:8 aufholen, kann jedoch den Mannheimern den Sieg nicht mehr streitig machen. Anschließend marschierten die bei den Meisterschaften siegreich hervorgegangenen Wettkämpfer zur Siegerehrung auf. Nachdem der K.-Kührer des Gebietes Baden 21, Oberbannführer Eschle, den Siegern ihre Urkunden auS- gehändigt hatte, richtete er an sic noch Worte des Tankes. Mit dem Tieg Heil auf den Führer, den Nationalliebern und dem Engellanb- lied schloß die Leistungsschau. —okl. Fl’Uhtaltl’SklJr f«*>on olde Mnilche» haben che» Xofc rinnjianranur wendPIejl eriannt. - Rehme» Ei, läflltd) eine Mesieripitze Heidekr-nli So fördert die Echiackenaueschei. dun«, real Darmlöiigieit u. Berdauun, an.t>etbcflcrt Uolilallliaft die üUilweschassenheit. In Apoth. »rag„ Reiormh. »villnnl oll begann sie schließlich zu sprechen. Sie sagte ihm, was sie eben von Borwerk erfahren hatte. Rechenbauer murmelte nur etwas. Aber er blieb ganz ruhig. Deine Augen wandten stch von ihr ab und starrten zum Fenster. Sie fühlte, wie betroffen er war. Sie versuchte, Dieter zu entschuldigen. Alles, was sie über ihn wußte, und mehr, was sie ahnte, führte sie zu seinen Gunsten an. „Er hat einen guten Anwalt gefunden, der junge Herr", unterbrach Rechenbauer sie mit schwerer Stimme. Sein Gesicht war mehr traurta alS böse. „Sie mögen recht haben", fuhr sie unbeirrt fort. „Er hätte doch vorher mit Ihnen sprechen können. Aber er scheint ein wenig überrumpelt worben zu sein." Rechenbauer lächelte nachsichtig. Hastiger setzte sie fort: „Aber sehen Sie doch ein, er paßt doch nicht so tn daS Leben draußen an der Isar. Er ist empfindsam und etwas scheu. Er ist eben ein Künstler." „Huldigen Sie auch der Auffassung, daß Künstler allr ein bißchen verrückt sein müssen", sagte er hart. „Nein", verbesserte sie, „daS meinte ich sa nicht." „Oder, daß sie Sonderrechte haben, daß sie mehr sind als andere Menschen, nur, weil ihnen der liebe Gott ganz gegen Verdienst und Gerechtigkeit etwas in den Schoß geworfen hat, mit dem sie dann meistens Schindluder treiben." Hella schwieg vor der Heftigkeit, mit der er dies sagte. Sie sah ihn mit großen Augen an. „Ja, sehen Sie nur, junge Frau, bas sind so heutige Ansichten. Aber diese Ansichten taugen nichts. Sie machen die Kunst zu einer Ware. Sie zerstören die Ehrfurcht und die Verantwortung. Warum soll er nicht dort draußen in dieses Leben passen? Sagen Sie doch: warum? Die haben mir sehr viel und sehr genau von den zwanzig jungen Männern erzählt. Ich habe mir das sehr gut gemerkt. DaS ist endlich einmal eine ordentliche Sache, ein Lichtblick. Etwas, bei dem man wieder anfängt, einigen Glauben an die Jugend, wtcder- zufinden und an die Zukunft." Er schwieg einen Augenblick, weil er sah, wie sehr er sic erschreckt hatte. Er stand auf, stellte sich vor sie hin, griff nach ihrer Hand und nahm sie zwischen seine schweren runden Finger. „Ach ich bin ein Barbar, denken Sie, nicht wahr, ein altmodischer Herr, den man nicht ganz ernst nehmen darf? Aber habe ich nicht recht? Sie selbst haben mit einer so schönen und herzlichen Begeisterung von dieser Siedlung gesprochen, die doch, wenn ich mich recht entsinne, eigentlich Ihre Idee ist. Nun haben Sie", er zögerte ein wenig, fuhr aber rasch mit einem offenen Blick auf sie fort, „eine etwas persönliche Bindung zu dem jungen Mann, und gleich wird alles über den Haufen geworfen, was früher gut und groß war." „Das sind eben bie Frauen", sagte Hella mit einem Lächeln, in dem sie sich wiederfand. Sie erhob sich und ließ ihm ihre Hand. Sie standen nebeneinander. Er erinnerte sie einen Augenblick an ihren Bater, wenn er auch kleiner und dicker mar. Sie war ihm im Grunde ihres Herzens für diese Predigt Lankbar. ,^>a", sagte er leise und etwas meloncholisch, ,cha haben Sie wieder recht." Sie merkte weniger den Bovwurf als da» Derföhnliche in seinen. Worten. „Er ist nicht verrückt, er ist nur sehr benimgestoßen worden, lieber Direktor, und er ist vor allem allein." Rechenbauer sah sie wieder groß an. Sr wollte etwas erwidern. Aber dann unterließ er eS mit einem ka«m merklichen Zucken der Achseln. „Wollen Sie sich nun damit abfinden?" bak Hella. Er blickte nachdenklich vor sich hin. „Ist er nicht reis für ein öfscntliches Auftreten?" fraqte sie. .^Können Sie auten Gewissen- verneinen, daß er schon das Recht dazu hat?" „Er ist zu juna", widersprach Rechenbauer nochmals. „Juna? Ist das ein Nachteil? Seine Kunst schöpft ihre größte Kraft aus schwerem Schicksal. Soll das nicht aenügen?" (Kortsetzung folgt.) Seite 4 DerMrec Montag, 4. März 19Ä Badens fufiballelf siegt Gau Mitte in Mannheim In dem Bestreben, den Fußballspielbetricb auch während der Kriegszeit möglichst lebhaft zu gestalten, hatten die Sportbereiche Baden und Mitte neben ihren Kriegsmeisterschaftsspielen vor längerer Zeit einen Freunbschafts- kampf ihrer beiden Gauvertretungen vereinbart, der am ersten Märzsonntag im Mannheimer Stadion vor 8000 Zuschauern zum Austrag kam. Die beiden Gegner benutzten dieses Spiel dazu, neben alten bewährten Kämpen auch eine Anzahl Nachwuchsspieler, die sich schon mehrfach hervorgetan hatten, nunmehr einer schwereren Belastungsprobe zu unterziehen. Was den Gau B^den anlangt, so darf bei ihm dieses „Experiment" als geglückt bezeichnet werden. Beim Gau Mitte dagegen darf man in Anbetracht der hohen 2:7-Nieder- lage, mit der er schließlich abziehen mußte, über dieses Problem zumindest geteilter Meinung sein, freilich muß dabei gleich gesagt werden, daß die Mitteldeutschen Gäste unverdient hoch geschlagen wurden,' denn in der ersten Halbzeit sah es durchaus nicht nach einem so hohen und glatten Sieg der Badener aus. Im Gegenteil, schon zur Pause mußte man bei einem 4:0-Stand für Baden ehrlicherweise zugestehen, daß dieses Ergebnis absolut nicht dem Spielverlauf entsprach. Aber wie es oft ist: Die eine Mannschaft ist im Feldspiel überlegen und die andere schießt dafür die Tore.. I Und so wurden es schließlich in 90 Minuten neun Tore, von denen eben auf „Konto Mitte" deren nur zwei gebucht werden konnten. Badens Elf setzte sich aus sieben Spielern des Sportvereins Walühof, drei Spielern des Meisters VfR. und dem beim VfB. Mühlburg spielenden Erfurter Franke zusammen, bei dem Bereich Mitte bildeten der Meisterverein Jena und Dessau 08 mit vier bzw. drei Spielern den Kern der Mannschaft. Empfindlich geschwächt war die Gäste-Elf durch das Fehlen ihres Rekordtorschützen Bachmann (1. Sportverein Jena), der gegenwärtig mit 20 Toren sogar die Liste der Torschützen der gesamten deutschen Fußballbereichsklasse anführt. Die besten Noten verdienten sich beim Sieger der tadellos sich haltende Torwart Drayß, Mittelläufer Heermann, der das Spielgeschehen überlegen diktierte, und im Sturm die Waldhofcr Eberhard und Erb sowie der als Gastspieler beim VfR. Mannheim wirkende Stuttgarter Kickersmann Sing, der namentlich in der zweiten Spielhälfte ein enormes Pensum Arbeit bewältigte. Die Mitte-Mannschaft war nach dem anfänglichen „Strohfeuer" der ersten halben Stunde allzu unausgeglichen, um aus ihr Leute mit besonderen Leistungen hervorheben zu können. Gesagt werden muß, daß der Je- naer Torwart Patzel ausgesprochen schwach gewesen ist und mindestens zwei Tore hätte verhüten müssen. Erst in der 32. Minute siel bas erste Tor, das Badens Rechtsaußen Eberhard schoß. Die dadurch in den Reihen der Gäste entstandene Verwirrung nutzte Sing sofort aus, um Nummer 2 zu schießen. Acht Minuten später ließ Patzel einen nicht einmal scharfen Schuß Erbs durch die Hände ins Tor gleiten und zwei Minuten vor dom Pausenpsiff des einwandfrei überlegen 7:2 geschlagen leitenden Frankfurter Schiedsrichters Piroth erhöhte wieder Sing das Ergebnis aus 4:0. Sechs Minuten nach Wiederbeginn stellte Erb mit einem „typischen Waldhoftor" das Resultat auf 5:0. Der gleiche Spieler verwandelte in der 67. Minute einen Strafstoß von der Elfmetermarke aus zum 6. Tor für die badische Elf, nachdem Schneider den Ball zunächst auf den Mann geschossen hatte. In den letzten zehn Minuten des Spieles gab es dann noch drei Tore, wobei endlich auch die Mitteldeutschen auf ihre Kosten kamen: Zuerst brachte Franke einen schönen Nachschuß im Tor unter, dann mußte sich bei einem Stand von 0:7 Drayß durch den Magdeburger Grzetschik zum ersten und sechs Minuten vor Spielende durch den Jenaer König zum zweiten Male geschlagen bekennen. H. H. Sch. Mühlburg gewinnt 2:1 Das letzte noch rückständige Gauligaspiel der Gruppe Mittelbaden führte gestern den Rastatter FC. nochmals nach Karlsruhe. Das Treffen hatte durch die neuen Bestimmungen über den Abstieg einige Bedeutung gewonnen, da sich Rastatt im Falle eines Sieges noch hätte retten können. Die Gäste gingen denn auch von Anfang an recht flink ins Spiel, doch hielt der heimische Hüter mit Glück und Geschick sein Tor rein. Auf der Gegenseite schoß Krahl hoch darüber, war aber endlich in der 32. Minute der Glückliche, der eine schöne Hcr- eingabe des im Sturm wirkenden Stefan mit Kopfball zum 1:0 einlenken konnte. Eine Minute vor Halbzeit aber kam Rastatts eifriger Rechtsaußen Reuter durch und knallte entschlossen zum Ausgleich ein. Nach der Pause spielten die Rastatter einige Zeit klar überPhönix — Achern 5:3 DaS erste Auftreten der Acherner Mannschaft in Karlsruhe zum Freundschaftsspiel gegen Phönix hatte rund 800 Zuschauer ange- lockt, die voll auf ihre Rechnung kamen. Die Erfolge/die Achern bisher erzielt hat, resultieren aus einem soliden Spiel, das die ganze Mannschaft leistet. In allen Reihen gut besetzt, verfügen sie über einen flinken Sturm mit ausgezeichneten Flügeln, bei dem besonders der einarmige Linksaußen Boffelmann ein hervorragender Techniker ist und in der Mitte der Karlsruher Brecht die Fünferreihe immer wieder zum Einsatz führt. Auch die Läuferreihe und die Abwehr sowie der Torhüter paffen sich gut an. Bei Phönix stand der Offenburgcr Merz auf dem Mittelläuferposten, leistete guten Aufbau und konnte besonders nach dem Seitenwechsel den Jnnensturm des Gegners immer fassen, so daß es mit dem Toreschießen der Gäste vorbei war. Joram stand im Sturm, mit Heiser und Lahr, Jäckel und Schweigert. Die fünf fanden sich aber erst nach der Pause, als Noe noch hineinwechselte. Von Anfang an sah man ein gefälliges Spiel von beiden Seiten, Achern war etwas schneller am Ball und leicht überlegen, erzielte auch in der 30. Minute durch Brecht im Nachschuß den legen, da die ersatzgeschwSchte VfB.-Elf sich völlig aus dem Konzept bringen ließ. Reuter findet, zweimal frei vor dem Tor, sein Ziel nicht, aus der Gegenseite rettet der rechte Verteidiger nur noch mit Kopfball auf der Linie. Zwei, drei Ecken erzwingen die Rastatter, Speck hat allerhand Arbeit. Recht unerwartet kommt aber in dieser Drangperiode der Gäste plötzlich Mühlburgs Siegestor durch einen flachen Fernschuß Strittmatters zustande, den der von der Sonne geblendete Gästetorwart widerstandslos passieren läßt. Bei Mühlburg, das nun ungeschlagen die Gauligaspiele beendet hat, machte sich in der Hintermannschaft das' Fehlen Rinks lebhaft bemerkbar. In der Läuferreihe ragte Moser durch außerordentlichen Eifer hervor. Der Sturm ließ viele Wünsche offen und wird in dieser Notaufstellung kaum für die Endspiele genügen. Hoffentlich hat unser mittelbadischer Meister in den nächsten wichtigen Kämpfen wieder einige seiner Stammstürmer zur Verfügung. . Rastatt hätte ein Unentschieden durchaus verdient gemacht. Die Elf ist nicht so schlecht, wie es nach der Tabelle den Anschein haben könnte. Besonders gefielen die beiden schlagsicheren Verteidiger, die eifrig deckenden Außenläufer und der Sturmführer Doderer, der einige kernige Schüsse von sich gab. Auf jeden Fall wird man die Elf, vor allem wenn sie im Spiel noch etwas ruhiger wird, nach Kriegsende gern in der Gauklaffe Wiedersehen. —z. Der Schlutzftand der Gauliga Mittelbadeu Spiele gew. un. Verl. Tore Pkte. VfB. MÜHlburg 10 7 3 — 30:15 17 Birkenfell» 10 6 3 1 24:10 15 Pforzheim 10 6 2 2 33:24 14 Phönir 10 3 2 5 16;19 8 am. 10 2 0 8 23:45 4 Rastatt 10 1 0 9 19:32 2 Führungstreffer. Zwei Minuten darauf fand der Ausgleich durch Heiser statt, der in das vom Torwächter verlassene Heiligtum einschießen konnte. Dann passierte Noe ein Schnitzer, beim Abwehren eines Balles schlug er denselben in das eigene Tor. Für Achern eine billige Führung, die sich im Anschluß an einen Strafstoß durch den Rechtsaußen auf 3:1 erhöhte. So ging es in die Pause. Man glaubte an eine Phönixniederlage. Achern blieb weiter stark im Angriff. Doch bann kam Phönix besser ins Spiel. Innerhalb zwölf Mtnuten schossen sie 4 Tore. Die Schützen waren Heiser, zweimal Lahr und Iöckel. Achern setzte sich voll ein, eine Verbesserung des Ergebnisses zu erzielen, doch die Phönixabwehr zeigte große Sicherheit, und mit dem 8:3-Siege für die Karlsruher wurde das schöne Treffen beendet. —o. I« Turin fand vor 40 000 Zuschauern -er mit Spannung erwartete Fußball-Länderkampf zwischen Italien und der Schweiz statt. Die Italiener, die ihre stärkste Mannschaft aufgvbo- ten hatten, um Revanche für ihre letzte unerwartete Niederlage in Zürich zu nehmen, mußten sich gegen die überraschend starken Schweizer mit einem 1:1 unentschieden begnügen. lorlmifmeister am feldberg Christ! Cranz und Ernst Rominger badische Meister Am zweiten Tag der Kriegsskimeisterschaftcn in den alpinen Laufarten für den Gau Baden wurden am 3. März die Torläufe durchgeführt und zwar auf der mit 23 Toren gezeichneten Laufstrecke im Skistadion im Fahler Loch. Bei den Frauen zeigte Christi Cranz ohne Konkurrenz ihre überlegene Fahrweise und erzielte mit zwei Läufen von 52,8 und 54 Sekunden und der Gesamtzeit von 106,8 Sekunden die beste Tagesleistung sowohl in den Einzelläufen wie im Gesamtergebnis. Bei den Männern vertauschten in der Klaffe 1 Dr. Vetter, ^-Sportgemeinschaft Karlsruhe und Ernst Rominger, Sktzunft Feldberg, ihre Rollen aus dem Abfahrtslauf, indem sich hier Dr. Vetter an die Spitze setzte und in zwei schönen Läufen von 57,5 und 63,0 Sekunden die Gesamtzeit von 110,5 Sekunden erreichte. Rominger hatte mit 56,5 und 56,2 Sekunden die Gesamtzeit von 112,7 Sekunden. In der Klaffe 2 blieb die Reihenfolge des Abfahrtslaufes erhalten und zwar als erster Karl Herzog, Wintersportverein Furtwangen, mit 67,0 und 60,0 und Gesamtzeit 127,0 Sekunden. Als zweiter Alfred Dahringer, Skiklub Karlsruhe. mit 71,0 und 79,6 und Gesamtzeit 140,6 Sekunden. In der Klasse 3 gab es wieder ver- Erste ftuttfte um den Tschammer-polal Am gestrigen Sonntag wurden die Tscha-m- mer-Pokalspiele begonnen, bei denen teilweise die Bezirksklasse unter sich spielte und teilweise Bezirksklasse und Kreisklaffe einander gegenüberstanden. Fast durchweg haben die Bezirksklassenvereine sich die Weiterbeteiligung gesichert. Bei einzelnen Treffen kam es zu sehr hohen Torziffern für die Bezirksklaffe, worin sich der Unterschied der Klasse sehr deutlich widerspiegelt. Germania Durlach — VfR. Durlach 5:1 Viktoria Berghausen— SpVg. Söllingen 8:2 Nordstern Rintheim — SpV. Aue 0:3 VfL. Grötzingen — Viktoria Hagsfeld 8:1 FC. Neureut — FV. Neureut 12:1 Blankenloch — Eggenstein 9:2 Frankonia Karlsruhe — FC. Karlsruhe 4:1 Beiertheim — Olympia 4:1 Daxlanden — Weingarten 10:1 Südstern — Reichsbahn T.- u. SpV. 9:1 Philippsburg — Oberhausen ausgefallen Germania Forst — VfB. Bruchsal 3:6 Wiesental — Germania Karlsdorf 6:1 SpV. Mörsch — FB. Ettlingen 0:5 Grünwettersbach — Post-SV. Karlsruhe 1:2. Lazek—Wallner unentschieden Berufsboxkämvfe in Berlin Mit einem abwechslungsreichen Berussbox- abend, der mit seinen sportlich interessanten Kämpfen einen etwas besseren Besuch verdient gehabt hätte, wartete am Samstag die Berliner Deutschlandballe auf. If Hauptkampf des Abends standen sich Er- Europameister Heinz Lazek (Wiens und der schiedene Verschiebungen. An die Spitze setzte sich mit einer guten Leistung der Nachwuchs« läufer Axel Fischer, Skiklub Freiburg, mit 73,7 und 68 und einer Gesamtzeit von 131,3 Sekunden, mithin die viertbeste Zeit in der Gesamtwertung. Nach ihm kam H. Hillemanns, Skiklub Freiburg, mit 66,5 und 70,4, Gesamtzeit 136,9 Sekunden. An dritter Stelle Kurt Grie- ßer, Skizunft Feldberg, mit' 65,2 und 73,6, Gesamtzeit 138,8 Sekunden. Vierter Oskar Dorer, Wintersportverein Furtwangen, mit 77,0 und 76,9, Gesamtzeit 143,9 Sekunden. I» weiterer Folge die beiden Hinterzartene« Eduard Kaltenbach und Ernst Schwörer. Die Kombination ergab bei den Frauen Christi Cranz als Siegerin mit der Note 4,26,9. Bei den Männern wurde Erster Ernst Rominger, Skizunst Feldborg mit Note 5.42.6. Zweiter Dr. Robert Vetter ^-Sportgemeinschaft Karlsruhe Note 6,49,8. An dritter Stelle Eduard Kaltenbach, Skiklub Hinterzarten mit Note 6,45,3. 4. H. Hillemanns, Skiklub Freiburg Note 6,46,9. 5. Axel Fischer, Skiklub Freiburg mit Note 6,54,2 und 6. Karl Herzog, Wintersportverein Furtwangen Note 7,24,4. rbg. Düsseldorfer Paul Wallner im Schwergewicht gegenüber. Wie schon vor einigen Wochen gegen den deutschen Meister Walter Neu« sel, so erwies sich Wallner auch im Kampf gegen Lazek als «in beherzter und starker Kämpfer. Das nach 12 Runden verkündete Unentschieden wurde allerdings der großen Leistung! des Wieners nicht gerecht und war für den Düsseldorfer, der gegen Schluß des Kampfes mit einem geschloffenen rechten Auge fast kampfunfähig war, sehr schmeichelhaft. Lazek präsentierte sich in glänzender Form und hatte cs mit seinem vorzüglichen technischen Rüstzeug wirklich nicht nötig, sich durch Klammern und Nachschlagen die Sympathien zu verderben- Immer wieder schoß der Wiener linke Gerade in das Gesicht Wallners und Serien wirkungsvoller Haken gegen den Kopf des Düsseldorfers hinterlteßcn deutliche Spuren. Schwach war Lazek von der sechsten bis achten Runde, besonders in der 7. Runde brachten ihn einig« schwere Rechte Wallners stark in Verlegenheit Der Rest stand aber wieder im Zeichen de« Wieners und so überraschte es gewaltig, als das Unentschieden verkündet wurde. Badens beste Eisläufer In Mannheim fanden am Wochenende di« Meisterschaften der Gaue Baden. Württsmbergi und Südwest im Eiskunst- bis Eisschnellaufe» statt. Für den Gau Baden ergaben die Wettkämpfe folgende Sieger: Männer: 1. Kirrt Sönning, Mannheim: 2. Willi Hallstrut, Frei- burg. — Frauen: 1. Gisela Walter, Konstanz! 2. Inge Summ. Konstanz. — Junioren: 1. Kurt Ludwig, Mannheim: 2. Gert Krauß. Mannheim. — Juniorinnen: 1. Lore Veith, Mannheim: 2. Dorle Schreiber, Billingen. — Paarlauf: Deißler/Ludwig, Mannheim. — Schnelllauf: 1. H. Metz. Mannheim: 2. Walter Gerst- ner, Mannheim: 3. Adolf Wieber, Konstanz. Baden-Baden in Baden-Baden* Kurhaus: 20 Uhr Kammarmusikaband das Sadan-Badanar Straichquartatts Kurhaus: 16 Uhr Konzart das Sinfonla- und Kurorchastars Auralia-Uchtspfala: 16.30, 18.45 u. 20.50 Uhr „Dar singende Tor ** Fllmpalast: 16.30, 18.45 u. 20.50 Uhr „Faidzug In Pole«** Kino des Westens: u hr „Parksiraße 13* Werktags ab 20.30 Uhr, Samstags und Sonntags ab 19.00 Uhr spielt die Hauskapelle Donnerstag, dan 7. Mürz Im Rastaurant „Krokodil** Baden-Baden. Großer Lichtbilder*Vortrag von Fred Oswald, Hamburg Die vielseitige Silvretta Beginn 20.30 Uhr (475) Deutscher Alpenverein Schiclub Zweig Baden-Baden Baden-Baden Gäste herzlich willkommen! Eintritt freil Gernsbach Deutsche Arbeitsfront NS. Gemeinschaft Kraft durch Freude eernsbsch, im LOwensaale Dienstag, dan S. Mirz 1948 Kindervorstellung, nachm. 5 Uhr Film-. mit Alisa KBrner, Märchenerzählerin. Eintritt 20 Pfg. Geschwist. 10 Pfg. Abends 20.00 Uhr Varietg Ingo Eintritt: Militär frei, Zivil 50 Pfg. Wec auf Anzeigen ueczidktet, verzichtet auf einen guten Teil seiner Slratzensperrung Wegen dringender Reparatur- ardeiten an der Wasserleitung ist die Schlotzstraße in Gernsbach und zwar von der Hofstätte bis »um Aufgang nach Schloß Eberstein vom Montag, den 4. bis einschließlich Mittwoch, den 8. Mär, 1940 für den gesamten Fahrzeugverkehr g e- sperr t. (25003) Gernsbach, den 2. Mär, 1940. Der Bürgermeister. I. B. F r e u 1 . Beigeordneter. geschäftlichen irlolaesII Rastatt Sdilon-üdihpiek RASTATT Bl* Mittwoch verlängert, täglich I Uhr: Mutterliebe mit Khtho Dorsch in der Hauptrolle. Ufa-Wochenichau. Ufa-Kulturfilm. RES I RASTATT Ab heute bis Mittwodi täglich S U h r t,Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern" „Paradies der Junggesellen“ Eta Hetaz-ROhmann-SpItzenfllm der „Terra*'. Nicht Jeder Schuh barm ein Treffer »ela. tr ROhmannftlr* aber trifft mitten In* Schwane lachee — lachen und nochmal* lechen : Amtliche '■Anzeigen FREIBUBG Arbeit-Vergebung: Im öffentt. Wettbe- werb babe ich nachstehende Arbeiten zu vergeben: Umbau der Widerlager einer Eisenbahnbrucke mit eisernem Ueberbau von 19.5 m l. W. Die Vergebung un- terliegt den Be- stimmungen der Ver. ordnung Nr. 25 des ReichSkommisiarS für Preisüberwachung vom 29. 3. 35. Verordnung zur Ergän- zung der Verordnung über Preis- bindungen und gegen Verteuerung der Bedarfsdeckung — Angebot-Unterlagen sind, solange vorrä. tig. beim Reichs- bahnbaubüro Hüfin- aen erhältlich, woselbst auch Planunterlagen und die AuSfüyrungSbedin- gungen aufliegen. Die Angebote sind spätesten- bis zum 13. März 1940 — 11 Ubr postfrei in verschlossenem Um- schlag mit der Aufschrift „Brückener- neuerung* an daS Reichsbahnbetriebsamt Ireiburg 2 Dilhelmstrahe 48 einzureichen. Ostens 5lellen Staatstljcater Großes Hau» Montag, 4. Mir,. Montag, ©onbermiete 19.30—22 Uhr Zum letzten Male! MadameButterflyOp.». Puenni Dienstag. 5. Marz 19.30 bis nach 23 Uhr »Me RSuber" >»» ewn Mittwoch. Mir, 19.30—21.30 4. Smfoilie-Koiizeri Solist: Prof. Wilhelm Kempff (out Klavier) Kleines The ater Mittwoch, t. Mär, 19.30—21.30 Trockenkursur Ski-Lustf». ». Bortfekbt S-mtztag. 9. Mär, 19.30—21.30 vorftellnng f. da« Keieatz.Wiater. hilfswert 1939/40 Trockenkursu» Män n lieh Gesucht aus 1. 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Graf Alt-Biren-Wirtin FOr die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Bruders und Schwagers in Alter voo 62 Jahren. BOfeL den 1 MSrz 194a 174120) Karl Bennetz Familie Fritz Mfihl, Berlin Familie Heinz Vogel, Bretton Familie Carl Waltos, Bühl an* Verwamdto. sowie für die vielen Krenz- und Blumenspenden und die Begleitung zur letzten RuhestBtte sprechen «Ar hiermit entere« herrlichste« Dank eua. (59994) Familto Karl Ruch and Auguata Bannatz.