MtowTertag CmbR. Karlsruhe 79 »* LiJ! M ö u i : Lammstrabe 3—6, Fernsprecher 7927, »arlzM 7930, 7931, 8*0 und 8903. Postscheckkonto 2988, 6 „ tvj» ttv ’ r * * v ' * *• H Jj, <*U)UMU» UHU tJViH{VlVU/UUIIUIU:Ml für v,* 1 « 1 ® (stehe oben). 2ck>l»b;ciicn der Schristleltung schein-s.»ln;elne Ausgabe: 17 Uhr am Vortag des Er- tz!bri,,? Sprechstunden täglich von 11—12Uhr. Berliner ed-,r»»"ung: Hans Graf bicischach. Berlin SW. 68. «eW?,Uu!.»atze 82. Auswärtige Geschästssicllen, Rweig. bob-r„ ^^EN und Bezirksschrisllcitungcn in Bruchsal, do,lW 9 "plaH 6 / 7 , Fernsprecher 2323 In Rastalt: Bahn- rich^.^.-Scrnsprechcr Nr. 2711. In Baden-Baden: «tfctiVi, 7 . ^ua, I,cr»,precvcr vir. 21/4. ,L>cr iluhrer- stiin!,-» .wöchentlich 7mal als Morgcnzcitung. Scknilter. geich.V dei Hauptgeschäfisstelle. der Bezirks- und Zweig- Kei„M>klle„: Werktäglich 8.00—12.30 und 11—18 116t. Zt&nJ, ^vreis: MonatlichRM.2.00 ctnschlietzlich!Z0Pfg. RMbei Trägerzustellung. — Bei Postzustcllung vlün,r Zuzüglich 12 Pfg. Zustcllgebiihr. — Slbbcstellunge» sola°>,ü. spätestens 20 . eines jeden Monats siir den Monat erfolgen. Bei Nichterscheinen infolge kein «„,^^uult. bei Störungen oder dergleichen besteht «rsin,,.. b^uch auf Lieferung der Acilung oder ans Rück- "" des Bezugspreises Fcldpostltcfcrungen anWehr- RM oL?börige übernimmt der Verlag ftir monatlich danbn^, "bne weitere Nebenkosten. Der sonstige Streif- . l ^OCrfötlh tlrtt» oirtiAldnn avfrtlAf f tut# m«»i» ttai* bon einzelnen Nummern erkolgt stets nur vorherige Einsendung von 20 Pfg. in Bricsnlarkcn. ^r,lprs1s 10 Rpf. Außerhalb Badens 15 Bpi. DAS HAUPTORGAN w DER NSDAP GAU BADEN OER BADISCHE STAATSANZEIGER Karlsruhe, Donnerstag, den 31. Oktober 1940 HAOPTAOSGABB Gauhauptstadt Karlsruhe ..Der Führer' erscheint in 4 Ausgaben: „Gauhauptsiadt Karlsruhe" siir den Stadtbezirk und den Kreis Karlsruhe sowie siir den NreiS Psorzhciin. ..Uraichgau und Brnh- raiu" siir den «reis Bruchsal. „Merknr-biundscha»' für die Kreise Raslalt—Baden-Baden und Bühl. „Ans der Ortenau" für die Kreise Ofsenburg. Kehl und Lahr. Anzeigenpreise: Siche Preisliste Nr. 12 vom 2'). Februar 1910. Die Ibgcspallenc Milliniclcrzeilc (Kleiu- spalte 22 Millimeter) kostet im Anzeigenteil der Gesamt, anslage 18 Psg. In der ?lusgabe „Gauhanplsiadt Karls, ruhe": 11 Psg. I» den Bezirksansgaben .Kraichgan »ud Bruhraiu", „Merkur-Nundlchau" und „2lns dcrOrlcuau": 7 Psg. Für „Kleine Sl,«zeigen" und Familicuanzeigcu gel» len ermäszigte Grundpreise laut Preisliste. Anzeige» im Tcxllcll: die Sgespaltene. 70 Millimelcr breite Zeile: 90 Psg. Meugenabschlüsse für die Gesamtauflage und Aus. gäbe „Gauhanplsiadt Karlsruhe" nach Slassel 6 ; für die übrige» Bezirksausgaben nach Stasjcl A Anzcigcnschlusz. rcileu: Um 12 Uhr am Vorlaa des Erscheinens. Für die Montagausgabe: Samstags 19 Uhr. Todesanzeigen und sonstige unaufschiebbare Anzeigen sür die Mvniagausaave müssen bis längstens 16 Uhr sonntags als Manuskript im Verlagshaus eingcgangen sein. Texlteil und Ttreiscn» anzeigcu werden nur in einer Mindesthöhe von 20 Millimeter und nur slir die Gesamtauflage angeuommcn. Plah., Satz, und Terminwünsche oone Verbindlichkeit. Bei unverlangt elngehenden Riannskripten kann keines- falls eine Gewähr sür die Rückgabe derselbe» übernommen werde», vkrsüllungsort und Ecrichisstand ist Karlsruhe. 14. Jahrgang / Folge 300 widerstand der griechischen Aachhnken gebrachen / Albanische Miliz entschied den erste« Znsammenstotz / Alottenftallan prenesa das erste offenflnzlei griechischem Gebiet fortgesetzt Imbei de« Widerstand ' ^ ' b»te« gebrochen. n,. R * « t 80. Okt. Der italienische Wehrmacht- ^Ncht vom Mittwoch hat folgende« Wortlaut: Ea«nt^ ^"l»tq»artier der Wehrmacht gibt be- » ^?^re Truppe» habe« den B o r m a r s ch »«s * * i ~ j. 11 fortgesetzt feindlicher Nach- . N o r d a f r i k a habe« seindliche Lnst- l,;^rsse ans Bardia und Tobrnk zwei Tote und 'chte Schäden zur Folge gehabt. Dstasrika sind zwei mit halbmotori- ä^e« Kräften versuchte feindliche Angriffe bei n»« uei sowie zwischen Caflala nnd Sabdera »»i ^ dichte» eigenen Berlnstcn glatt a b- a»i «lagen worden. Feindliche Lnstangrifse "ffab habe« leichte Schäden, aber keine ^pser iut Folge gehabt. * ^3.2. Rom, 31. Okt. Bet dem Vormarsch ^ie norbgriechischen Provinzen Epirus ■w Thessalonien benutzten die italienischen Dnce, meinen herzlichsten Dank für den lalüv uud die Gastsrenndschast, die mir in Florenz znteil wnrde. Der stür- ei» 'kubel der Florentiner Bevölkerung ist »ika^weis. daß die Politik des dentsch-italie- , { J?* Bündniffes, deren völlige Ueber» " i m m n u g wir in diese» Besprechungen sestftelle« konnten, im Herze« Ihres ^ verankert ist. Mit de« Waffen unserer Btfrü*und dem Glauben unserer Böller niemals mehr der Sieg dens i.^cn. In kameradschaftlicher Berbnn- ^»eit grüße ich Sie. Dnce. Adolf Hitler." kativ am Jonischen Meer »wss^ Prevesa ... _.... _... ®>8 un ® or f u und Cephalonia, die etwa IM Gr-« Kilometer von der südalbanischen entfernt ist. Die Flottenstation Prevcsa "3ieft ?u^ Vorbereitung am 28. Oktober laut ^ierj carlino" von der Luftwaffe bombar- zz??,^ich davon war dir 22 M0 Einwohner ^ilvw i Provinzstabt I a n n i n a, etwa 60 das oi‘? r ® on der albanischen Grenze entfernt, der » • du dem in den Tälern deö Drim und itgr-^?luca zwei Straßen führen. Von dem Aufmarschzentrum in Südost- ftrori Coritza, führt eine Straße nach Ca- an der Bistritza, die in den Golf von ^vnikj mündet. toiet« « alle Gefechte werben in Italien bis- alba«»?E Einzelheiten bekanntgegeben. Die degrüLi E Bevölkerung in Nordgriechenland iich»Mc die einzelnen italienischen Truppen davir^ und improvisierte italienische und al- Fahne», um ihrer Freude sichtbaren sta^hfl^ du geben. Der italienische General- Hl in Aioanien, «Viacomon«, oegao uw de« z Operationsgebiet der italienischen Trup- itmi.^useits der Grenze und ttbcrbrachte den NpS ä - >cn Soldaten die Grüße des Königs 5der?i Duce. Italienische Luftwaffenverbände "vgen indeffen ganz Griechenland von den cr in Albanien, Giacomoni, begab sich Norbprovinzen bis zum Peloponnes. Dabei wurden ausschließlich militärische Ziele und zwar vor allem Flottenstationen angegriffen. Im Vordergrund stehen die schweren Angriffe auf die Flottenstützpunkte von Prevcsa und auf Patras am Kanal von Korinth. In Prevcsa wurde die Mole durch Volltreffer zerstört, ebenso erlitt der moderne Flugplatz Patoi bei Athen schwere Zerstörungen, als Rollfelder und Unterkünfte mit Spreng- und Brandbomben belegt wurden. Den Anlagen am Kanal von Korinth näherte sich die italienische Staffel in gnoßer Höhe, um sodann im Sturzflug ihre Ziele anzugreifen. Griechischer Dampfer beschlagnahmt verdächtiger Eile abgefertigt, im Gegensatz zu ihren sonst üblichen Methoden, derart kostbare Ladungen zu stehlen. Griechischer Widerstand aussichtslos Hn. Rom, 31. Okt. Von den tollen Lügen, die London über Griechenland in die Welt setzt, wird mit besonderem Eifer eine Falschmeldung über angebliches Eindringen griechischer Streitkräfte nach Albanien verbreitet. An amtlicher römischer Stelle erklärt man, daß diese Nachricht jeder Grundlage entbehrt. Radio London hat englische Truppenlandungen in Saloniki und auf den Cykladen bisher dementiert. Die Widerstandsmöglichkeiten des auf sich allein gestellten griechischen Heeres erscheint also aussichtslos. Bei einem Friedcnsstand von 11 Divisionen mit 39 Regimentern hat das griechische Heer ausgedehnte Grenzen zu verteidigen. Gegenwärtig dürfte Griechenland etwa 600 900 Mann unter den Waffen haben, doch ist davon nach Bewaffnung und Ausbildung wohl nur die Hälfte in der ersten Linie einsatzfähig. Von den griechischen Seestreitkräften kommen nur ein Schlachtschiff mit 13 000 T., 2 Kreuzer, 16 Torpedoboote und 6 Unterseeboote in betracht. Noch geringfügiger ist die griechische Luftflotte. Die Militärflugzeuge aller Arten und Typen erreichen zusammengerechnet nur etwa 200 Maschinen. W.L. Rom, 31. Okt. Von der italienischen Seekontrolle in der Straße von Meffina wurde der griechische Dampfer „Attiki" angehalten und seine Ladung von 2000 Tonnen Stahl, Eisen, Kupfer und Gummireifen beschlagnahmt. Als Fahrgäste befanden sich nicht weniger als 400 Matrosen an Bord, die sämtlich von torpedierten Schiffen der Atlantikroute stammen und von Lissabon durch die „Attiki" nach Athen transportiert werden sollten. Die Ladung im Werte von etwa 11 Millionen Lire war für die Engländer im Ostmittelmeer bestimmt. Das ergibt sich klar aus dem Verhalten der englischen Kontrollbehörben in Gibraltar. Diese hatten das Schiff nämlich in Kriegsschiff versenk ln lleberfee 450003B1 Mehrere hunderttausend Kilogramm Bomben auf London 47 Feindflugzeuge vernichtet — RAF. suchte wieder Wohnhäuser als Ziel * B e r l i«. 30. Okt. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Ei« in überseeische« Gewässer« operierendes «riegsschifs meldet die Versenkung von drei bewassnete« seindliche« Handelsschissen mit 18 400 BRT. — Damit hat dieses Schiff bisher i« s g e s a m t 45 000 B R T. versenkt. „Schwüle ln London Arbeiter beklagen sich über mangelnden Schutz / Beaoerbrook schicktAuimkeragenten H. W. Stockholm, 31. Okt. Der englische Flugzeugbeschasfungsminister Lord Beaver- brook hat eine interessante Maßnahme ergriffen, um die Nnzusriedenheit unter der englischen Rüstungsarbeiterschaft zu beheben und die von ihm stets geforderte, aber immer schwer durchführbare Aufrechterhaltung der vollen Arbeit trotz der dauernden Lnstangrifse zu sichern. Er hat eine Reihe von Gewerkschaftsfunktionären aufgeboten, die von einer Flugzeugfabrik zur anderen reisen und der Arbeiterschaft zurcben müsien, sie sollen vor allem die Sicherheitsverhältniffe untersuchen und zwischen Arbeitern und Fabrikleitungen vermitteln. Ein erstes neutrales Zeugnis über daS Sicht barwerdcnvonUnruheerschei- nungen in der englischen Arbeiterschaft wird in einem Londoner Bericht einer schwedischen Zeitung geliefert, deren Vertreter in England nach dem Besuch in einem von ihm nicht näher genannten — mutmaßlich mittelenglischen — Fabrikbetrieb über „schwüle Mißstimmung" unter der dortigen Arbeiterschaft berichtet. Die Ursache liegt nach seiner Darstellung vor allem in dem Mangel an ausreichenden Schutzmaßnahmen gegen Bombenangriffe. So hatte die Fabrik noch keine Schutznetze unter den Glasdächern, wie es bei den heftigen Luftangriffen als un> entbehrlich gilt, um schwere Schäden für die Arbeiter durch herumsliegende Glassplitter zu vermeiden. Die Sicherheitsmaßnahmen seien in vieler Hinsicht mangelhaft. Ueberüauvt sei is Problem der Produktionserhöhnng für England noch immer daS brennendste von allen. Der schwedische Gewährsmann berichtet auch über schwere Mißstände, die durch den Mangel an Schutzräumen in London hervor- gerusen worden seien. So ist es jetzt üblich, daß man bereits um 9 Uhr morgens Schlangen oor^ vielen Untergrundbahnstationen anstehen sieht. Eine unglaubliche Menge an Arbeitskraft gehe allein durch dieses Anstehen vor den Schutzräumen verloren, da Zehntausende von Frauen sonst in der Kriegsindustrie verwendet werden könnten. Die vielfachen Verheißungen von Regierungsseite, für den Bau von Schuhräumen zu sorgen, seien bisher unerfüllt geblieben. „Daily Mail" richtet einen scharfen Angriff gegen die Armeeleitung im Kriegsministerium, weil sie es abgelehnt habe, Soldaten zur Ablösung der überarbeiteten und völlig erschöpften Luftschutz- und Feuerlöschmannschaften oder anderer Kräfte der zivilen Verteidigung in den hart bombardierten Gebieten freizu- geben. Nach Ansicht des KriegsministeriumS sei es unmöglich, die Ausbildung der Truppen zu unterbrechen. Das sei aber, so sagt „Daily Mail", der reine Bluff. Die Aufräumungsarbeiten unter den bombardierten Ruinen gehen äußerst langsam voran. Von vielen Seiten werde militärische Hilfe verlangt. „Daily Herald" erwähnt als Beispiel für Ver- säumniffe zum Schaden des Landes den Fall einer Bäckerei in Ostlondon, die vor sieben Wochen bei einem Bombardement beschädigt wurde. Seitdem habe man die dortigen Vorräte an Mehl, Zucker und Fett unter den Trümmern liegen lallen. Ei« Unterseeboot versenkte ei« großes bewaffnetes Handelsschiff von 10 500 BRT. Kampfverbände warfen auch gestern zahlreiche Bomben anf London nnd erzielte« vor allem in der Gegend der West-India-Docks nnd des Waterloo-Bahnhofes Treffer. Es konnte« Stichflamme« nnd «ene Brände beobachtet werben. Anch sonstige kriegswichtige Ziele Süd-Englands» wie der Kriegshasen von Portsmouth nnd ein Munitionslager in Great- Aarmonth, wnrde« mit Erfolg bombardiert. Vor Ramsgate erhielte« zwei Schisse Treffer nnd bliebe« nnter starker Ranch- entwicklnng liege». An diese» Unternehmungen beteiligte sich auch das italienische Fliegerkorps. In de« Abendstunde« gelang es bei Angriffen anf mehrere Flngplätze in den östliche» Grafschaften der britischen Insel. Hallen nnd Unterkünfte durch Bombentreffer in Brand z« setzen nnd zahlreiche Flugzeuge am Roden zn zerstören und zn beschädige». Im Laufe des Tages kam es mehrfach zn heftigen Lnftkämpse«. In der Nacht steigerte« sich die Angriffe ans London. Zur Vergeltung englischer Nachtangriffe anf deutsche Wohnviertel wurden wieder mehrere hunderttausend Kilogramm Bomben abgcworscn. Zn beiden Seiten der Themse entstanden zahlreiche neue Brände in Dock- nnd Industrieanlagen. Weiter bombardierten Kampssliegerverbände de« Hafen von Liverpool sowie die Industriegebiete von Birmingham nnd Coventry, ferner kriegswichtige Ziele in Nord-England. Zahlreiche britische Häsen wurden vermint. Britische Flugzeuge flogen im Schutz der Nacht in Belgien, Holland nnd das Reichsgebiet ein. Ihre Bomben richteten, wie gewöhnlich, keinen nennenswerten Schaden an kriegswichtige» Zielen an. Bei der Zerstörung eines frei liegenden Rancrnhan- s e s wnrde« sechs Erwachsene nnd zwei Kinder getötet. In andere« Orten sind einige Wohnhäuser beschädigt «nd mehrere Personen, darunter einige Holländer, getötet oder verletzt worden. Der Gegner verlor gestern insgesamt 47 Flugzeuge, davon wurden 19 im Lnst- kamps abgeschosie«, 28 durch Flak oder am Boden zerstört. 17 deutsche Flugzeuge werden ver- — Mit. ü mmm DLL ÄSS-^- ■ t*"*' ' -t Die Begeisterung um den Führer nnd de« Dnce in Floren, Links: Eine nniitberschbar« Menschenmenge jubelt vor dem Dalazzo Vecchio in Zlorcnz dem Führer und Mussolini »n. — Rechts: Duce danken ans dem Balkon des Palazzo Vecchio für die Kundgebungen der Bevölkerung. Der Führer und der (Preile-Hossmann. 2) Griechenlands schuld Von Wolfdieter von Langen, Born Fast fünf Monate lang hat sich Italien um eine Politik des ruhigen Zuwartens gegenüber Griechenlands bemüht, in der Hoffnung, daß in Athen der gesunde Menschenverstand schließlich doch noch den Sieg über Englands Störungen und Intrigen davontragen möge. Griechenland hat sich dagegen auf englischen Rat und in dem törichten Glauben an die sogenannte englische Garantie vom Juni 1989 in einer Politik der Nadelstiche gegen die faschistische Großmacht gefallen, die auf die Dauer unmöglich ohne ernste Rückwirkungen auf die Beziehungen Rom—Athen bleiben konnte. Mehrfach von Rom wegen der unhaltbaren Lage der albanischen Minderheit in den griechischen Nordprovinzen angemahnt, hat Athen nichts beffercs gewußt, als durch Komitatschi-Banden und systematischen Terror in der Ciamuria die Situation der Albaner erst recht kritisch zu gestalten. Italien hat auch bann noch zugewartet, als die faschistische Preffe bereits auf Grund ein- wandfreier Dokumente Nachweisen konnte, daß die Morde und beständigen Unruhen an der albanischen Südgrenze Teile eines großangelegten Programms waren. Dieses Programm wurde in London entworfen, da unverzüglich mit der Nachricht von der Ermor- düng des albanischen Minberheitcnführers Daud Hodscha durch bezahlte griechische Agenten London von einem angeblichen offenen Aufruhr in Albanien sprach, den niederzuschlagen Italien die größte Mühe habe. Erst 20 Tage nach der Ermordung Daud Hodschas hat die italienische Regierung, im Besitz genauer Unterlagen, Vorstellungen in Athen erhoben, und zwar immer noch in jenem Wunsch nach Freundschaft und Zusammenarbeit, den Rom mehrfach ausdrückte, -Athen jedoch auf Grund seiner „Garantie" und im Glauben an die längst zerschlagene Einkreisungsfront gegen die Achse in den Wind schlagen zn dürfen vermeinte. Bereits zu dieser Zeit, Mitte August, sprach man in Griechenland offen von einer bevorstehenden Annektierung der Südgebiete Albaniens durch Griechenland, Aeußerungcn, die die faschistische Regierung aufmerksam machen mußten und Italien zur Anwendung aller geeigneten Sicherheitsmaßnahmen an der albanischen Südgrenze zwangen. Bei dieser Politik gegen Albanien, deren Vorsatz, Italien zu provozieren, uon Woche zu Woche deutlicher wurde, hanoelt es sich jedoch nur um ein Teil- stück jener Politik, die nach außen unter der Maske der strengsten Neutralität die Engländer im östlichen Mittelmeer bereitwillig unterstützte. Mit dem ersten Tag seit dem Eintritt Italiens in den Krieg haben griechische Behörden den Engländern jede nur mögliche Unter st ützung gewährt und Hunderte von Stützpunkten englischen Flottcnstreitkräf- len und der RAF. zur Verfügung gestellt. Eine besondere Schlüsselstellung hatte hierbei die große. Insel Kreta. Diese Tatsache führte dazu, daß die Meerenge zwischen den griechischen Inseln von Kythera und Kreta geradezu zum neuralgischen Punkt der ganzen Kriegführung im Ostmittelmeer wurde. Die Engländer beobachteten auch hier ihr beliebtes Prinzip „liit und run“ shauen und davonlau- fen), indem die englischen Flottenverbändc von Alexandria aus Vorstöße in das östliche Mittelmeer versuchten, um bei Gegenwehr auszureiben und zwar in den Schutz der griechischen Neutralität. Die Zahl der britischen Flotteneinheiten, die seit dem 10. Juni 1940 bis heute im Schutz der griechischen Flagge an der griechischen Küste ankerten, Proviant übernahmen und Ausbesierungsarbeiten vornehmen ließen, dürfte alle Einheiten der englischen Ostmittelmeerflotte umfassen. Die wenigen englischen Handelsschiffe, die im östlichen Mittelmeer fuhren, nahmen fast immer ihre Fracht in griechischen Häfen gemeinsam mit den griechischen Dampfern, die trotz des gewaltigen Risikos für Englands Geld fuhren. Daß es sich dabei nur um den berühmten Geschäftssinn der Levantiner gehandelt habe, möglichst große Geschäfte zu machen, ist füglich zu bezweifeln, da die Verluste der griechischen Han- dclsschiffahrt enorm waren. Es ist nicht eine einzige Anordnung der Regierung von Athen bekannt geworden, die diese, einer direkten Intervention griechischer Stellen sür England gleichkommende Haltung jemals tadelte. In der griechischen Politik gegen Albanien wie in dieser Politik im Mittelmeer bestand dementsprechend ein offensichtliches und direktes Einvernehmen Griechenlands mit dem Feind Italiens. Unter dem Schutz der griechischen Neutralität konnte die englische Flottensührung im Ostmittelmeer Griechenlands Küsten und Inseln als eng» Seite 2 DerMree ’ Ssitnetsffig, 81 Okkoöer lische Stützpunkte betrachten. Der mit englischem Geld organisierte griechische Spionage- und Propagandadienst lieferte immer urner dem Deckmantel der Neutralität Griechenlands den Engländern Material an die Hand und endlich ist Griechenland immer häufiger als Blockadebrecher im Dienste Englands gegen Italien aufgetreten. Alles in allem zeigte die Athener Regierung gegenüber englischem Druck eine Nachgiebigkeit und ein Zuvorkommen, das gegenüber der Neutralität ein Verbreche n, gegenüber dem Frieden Griechenlands eine tödliche Hypothek werden muhte, die sie eines Tages wohl oder übel einzulösen hatte. Angesichts dieser Lage war es klar, daß für Rom die Zeit deö geduldigen Zuwartens vorbei und die Stunde des Handelns gekommen war, um im Ostmittelmeer und an der albanischen Grenze endlich klare Fronten zu schassen. Die zum Schutz der nationalen Sicherheit Albaniens und.des Sieges der Achse getroffenen italienischen militärischen Maßnahmen werden das Problem Griechenland in Kürze eliminieren. Die Schuld liegt klar: Griechenland will mit der nie ausgekündiqten Garantie bad Opfer Englands sein und ist e? geworden: als das letzte Opfer einer verzweifelt nach Hilfe suchenden britischen Politik wird Griechenland die Rechnung zu bezahlen haben, deren einzelne Posten teils böswillig teils fahrlässig von ihm gehäuft wurden in der törichten Hoffnung, Italien mit England betrügen zu können. Churchill will sich wieder blamieren * Stockholm, 8(1. Oft. Nach einem Bericht von „Stockholm Tidningen" aus London beschäftigt man sich in englischen Kreisen mit den Aussichten einer britischen Hilfeleistung für Grie chenland. nachdem Italien den monatelangen Machenschaften und Intrigen der Londoner Kriegsbrandstifter in diesem Lande durch einen energischen Gegenschlaq zuvorgekommen ist. In London kenne man das Risiko, aber man kenne auch die Chancen Man richte besonders seinen Blick daraus. »aßdieseAktionvon Churchill selb st geleitet werde, der schon im vorigen Kriege die Gallipoli Pläne eingeleitet habe. Dies gebe dem englischen Vertrauen neuen Halt l!s. Churchill werde daS Risiko im Balkankrieq auf sich nehmen. Daß der alte Kriegsverbrecher Churchill bedenkenlos daS Riüko des neuen durch seine Schuld entstandenen Balkankrieaes übernimmt, ist nicht weiter verwunderlich. Dagegen ist eS im größten Grade verblüffend, daf> ausgerechnet die Tatsache der persönlichen Aktion durch Churchill und die Erinnerung an Galli- poli ein Grund zu besonderem Vertrauen sein soll. Sollte man in London wirklich vergehen haben, bah das seinerzeit von Churchill inszenierte Gallivoli-Nnternahmen mit einer Katastrophe endete, die ein Gegenstück nur in „den siegreichen Rückzügen" von AndalsneS und Dünkirchen im gegenwärtigen Kriege gefunden hat? Minen an griechischen Küsten H. W. Stockholm, 81. Oft. Die englische Flotte hat, wie in London bekanntgegeben wirb, als erste Aktion bei der Durchführung der Intervention in Griechenland umfangreiche Minenlegungen in griechischen Gewässern durchgeführt. Das erste der beiden Minen- selber, die von London amtlich bekannt gemacht werben, liegt vor der Westküste Griechenlands und blockiert den Hafen von Korinth. DaS zweite soll sich südöstlich von Athen erstrecken England treibt wieder sein altes Spiel * Rom, 80. Okt. Tie hochoffiziöse Informationsagentur ARCI. lNr. 4s schreibt: „Italien verfolgt mit einer Mischung von Ekel und Belästigung das übliche Spiel der britischen Presse und des englischen Rundfunk, das sich natürlich im großen Stil in bezug auf die Ereignisse in Griechenland wiederholt, bas zuerst von England zur Provokation veranlaßt und setzt von Churchill aufgefordert wurde, sich mit seinen eigenen heroischen Eigenschaften selbst zu helfen. Es ist selbstverständlich, dah gemäß den Londoner Zeitungen die griechischen Soldaten und ihre Generäle unerhört tüchtig sind. Die „Times" lobt ihre früheren Heldentaten und Unbesiegbarkeit in den höchsten Tönen. Die anderen Zeitungen sehen allgemein eine Reihe von blitzartigen Siegen voraus, einen immer glänzender als den anderen — Siege, die nur vergleichbar sind mit denen, die die Abessinier 1038 gegen die Italiener davontruqen, jedoch nur in den Spalten der englischen Presse. Schließlich werben die Griechen, um den Italienern jedenfalls einen Trost zu gewährtn, unseren Truppen erlauben, in Athen einzuziehen, ebenso wie der Negus seligen Angedenkens die Serie seiner Erfolge damit abschloh, überstürzt aus Addis Abeba zu flüchten und den Legionären zu erlauben, dort durch die Straßen zu paradieren." Zur Wachablösung in der Faschistischen Partei Hn. Rom, 80. Okt. Zur „Wachablösung" in der inneren Leitung der faschistischen Partei Italiens widmet die gesamte italienische Presse dem nach 13monatiger Amtszeit aus der Funktion des Parteisekretärs ausscheidendenMinister M u t i überaus herzliche Worte. Nichts kennzeichnet Ettore Muti, der als heldenhafter Teilnehmer an fünf Kriegen die Generation Mussolinis verkörpere, besser als lein vom Duce genehmigter Wunsch, sich wieder ausschließlich der Luftwaffe widmen zu dürfen, schreiben die faschistischen Zeitungen. MntiS Werk, auf Vereinfachung des Verwaltungsapparates und Erhöhung der Schlagkraft der Partei gerichtet, werde durch seinen Nachfolger Serena, der vor seiner Ernennung zum Minister für öffentliche Arbeiten bereits stellvertretender Parteisekretär war, in der glei- chen Linie fortgesetzt werden. Adelchi Serena, der aus den Abruzzen stammt, hat die faschistische Partei bereits während des Abessinien- feldzuges vertretungsweise geleitet. Der neu- Minister für öfsentliche Arbeiten, Ingenieur Giuseppe Gorla, ist in Mailand geboren und hat den Weltkrieg als Alvtni-Ofsizier mitgemacht. Seit 1987 ist Gorla Leiter des faschistischen Ingenieursyndikates. Reichserziehungsminister Rust im Elsah O Straßburg, 81. Okt. Der ReichserziehungS- minister Rust befindet sich zur Zeit auf einer Reise ins Elsaß. Am Mittwoch kam er in Straßburg an, wo er die Stadt, das Münster und eine Schule besichtigte. Am Mittag war er beim Chef der Zivilverwaltung Gauletter und Uetchsstalthalter Rodert Wagner Gag. bomben ans Mittel- und Sübengland Wieder deutsch-italienische Tagesangriffe am Mittwoch — London hatte bis mittag zwei Alarme HW. Stockholm. 81. Okt. Am Mittwoch drangen, wie englische Meldungen besage», große deutsche Luststreitkräste über die Südoftküste. Rach englischen Agenturmel- dungeu seien hierbei wieder italienische Bomber beobachtet worden, die sich unler Bedeckung deutscher JägerverbLnde befunden hätten. Bei diesen Flügen, die offensichtlich der bewaffneten Aufklärung dienten, wollen die Engländer insofern „Erfolge" davongetragen haben, als die feindlichen Luststreitkräfte zum Äbdre- hen gezwungen worden seien. Die Engländer müssen aber selbst Bombenangriffe auf eine ganze Reihe von ivichtigen Punkten des Landes verzeichnen, so auf Mittelengland nnd die Südküste. Auch die Industriegebiete längs des Mersey-Flusses hatten einen kurzen Tagesangriff. In Mittelengland wurden Brandbomben abgeworfen, besonders gegen zwei Industriestädte. London hatte bis zum Mittag bereits zwei Alarme, In der Nacht zum Mittwoch richteten sich die deutschen Luftangriffe, den amtlichen englischen Darstellungen zufolge, vor allem gegen London und Südostengland. Sie waren im ersten Teil der Nacht zugegebenermaßen äußerst heftig. London nicht das alleinige Ziel Ergänzt werden diese Meldungen durch einen Bericht der „New Bork Times", in dem der Londoner Korrespondent mitteilt, daß bei den starken Tagesangriffen am Dienstag mehr als 260 Flugzeuge eingesetzt gewesen seien. Eine Welle habe aus italienischen Bombern bestanden. In der Bekanntgabe der Schwierigkeiten, die durch die Bombenangriffe entständen, so meldet das Blatt, seien die amtlichen Stellen sehr vorsichtig und ließen nur Kleinigkeiten laut werden. So habe der Kongreß der Gewerkschaf, ten eine Reihe von Konferenzen angekündigt, um die Probleme zu beraten, die sich aus dem Verlust der Arbeitszeit bei den Angriffen ergeben haben. Weiter wird gemeldet, daß das Autobuspersonal sich geweigert hätte, nachts zu fahren. Auch „United Preß" meldet, daß weitverzweigte, auf Schottland, Wales, Liverpool und Ost-England in der Nacht zum Mittwoch erfolgte Angriffe zeigten, daß London nicht mehr das alleinige Ziel der deutschen Bomber sei. Die „geringen Schäden" Ein aufschlußreicher Bericht über die Auswirkungen der ständigen deutschen Luftangriffe findet sich in der „Times". Darin wird vor allem die völlige Desorganisation des Po st- und Telegraphenverkehrs nachgewiesen. Man liest dort eine Klage eines bekannten Verlegers, der mitteilt, daß er an einem Freitag seine Bank in Zentral-London beauftragte, ihm bestimmte Angaben brieflich nach Hampfteab zu übersenden, ko daß er sie am SamStag in Händen habe. Tie Bank habe dies auch getan, aber den Brief habe er erst mit der zweiten Post am darauffolgenden Dienstag erhalten. Der Brief habe für jede Meile seiner Reise einen volle» Tag benötigt. Unter vielen anderen beschwert sich der Sekretär eines großen Handelshauses darüber, daß es seit Wochen nicht möglich sei, irgendeine Telephonverbindung weder mit dem Lager noch mit der City zu bekommen. Eine Besserung dieser Verhältnisse werde amtlich nicht in Aussicht gestellt. „Wir haben es schon längst aufgegcben", so schreibt der Sekretär, „Telegramme zu versenden, da sie Tage (nicht Stunden) zu spät ankommen. Ein in London am Samstagnachmittag aufgegebener Brief wurde unserem Büro in der City erst am Tienstagvormittag ausgeliefert." Diese englischen Beschwerden zeigen objektiv und deutlich, wie sich die „geringen Gebäude- schäben", die das britische Luftfahrtministeriuu, bekannt gibt, auf das geschäftliche Leben in London auswirken. Aeue Schandtat der RAA. Britische Flieger wollten Körner-Gedenkstätte zerstören * Schwerin (Mecklbg.), 30. Okt. Die nächtlichen Angriffe der RAF., die angeblich militärischen Zielen zugedacht sind, in Wirklichkeit aber — eine immer wieder an Hand der britischen Bombeneinschläge bestätigte Tatsache — wahllos auf zivile Anlagen aller Art angelegt werden, haben schon mehrfach deutsche Weihe- stätten heimgesucht, die mit dem deutschen Empfinden eng verbunden sind. Das Goethe- Haus in Weimar, die Bismarck-Gruft in Sachsenwalde bei Friedrichsruh, der Bückeberg und das Brandenburger Tor, um nur diese vier britischen Anschläge aus den letzten Wochen zu nennen, haben die durch nichts gehemmte Bedenkenlosigkeit der britischen Flieger zu spüren bekommen, und die Bombentrichter. die hierbei von den Engländern verursacht wurden, belasten für immer den Namen England. Die Planmäßigkeit gerade solcher Bombenwürfe auf deutsche Weihestätten sind unverkennbar. Weimar, Friedrichsruh, Bückeberg. Brandenburger Tor — daS hat Athens erster Lustalarm Truppenkordon «m die italienische Gesandtschaft Hn. Rom. 80. Okt. Auf dem Umweg über Belgrad erfährt man. daß in der griechischen Hauptstadt am Montag um 6.30 Uhr früh der erste Luftalarm gegeben wurde. Kein Flugzeug erschien jedoch über Athen. Um 10 Uhr des gleichen Tages kam es zu einem zweiten Alarm. Diesmal traten die Flakbatterien in Aktion. Die italienische Luftwaffe begann mir der Bombardierung des Flugplatzes Batoi und überflog Athen, ohne jedoch Bomben abzuwerfen. Auch die Anlagen des Kanals von Korinth sollen angegriffen morden sein. In der italienischen Gesandtschaft in Athen befindet sich ein Teil der italienischen Kolonie. Das Gebäude ist von einem Truppenkordon umgeben. Aehnlsche Vorsichtsmaßnahmen wurden entsprechend der internationalen Regel in Rom getroffen. Ueber die Lage an der bulgarisch-griechischen Grenze erführt man. daß die Bahn- und Lustverbindungen unterbrochen bleiben. Der Orientexpreß verkehrt nur bis zur lebten bulgarischen Station. Die Fernsprechverbindungen zwischen Sofia und Athen sind wieder ausgenommen worden, doch darf weder italienisch noch deutsch telephoniert werden. Tie griechischen Schiffe ans hoher See sind vom britischen Rundfunk aufgeforbert worden, englische, amerikanische oder niederländische Häfen anzulaufen, Häsen in Frankreich und in den franzö- sischen Kolonien jedoch zu vermeiden. Auf den amerikanischen Börsen sind alle griechischen Titel von einem gewaltigen Kurssturz erfaßt worden. Die englische Agitation ist ungeschickt genug, an die der Kulturwelt unauslöschlich im Gedächtnis haftenden britischen Kunstschändungen in Griechenland zu erinnern, indem sie von einem angeblichen „italienischen Angriff auf die älteste Zivilisation des Westens" faselt. Italiens Aktion richtet sich aber bekanntlich nicht gegen das Parthenon und di« AkrovoliS, sondern gegen die faktisch bereits an England abgetretenen Mittelmeerstützvunkte. Die italienische Besetzung geht inzwischen nach Lichtbildern zu schließen, die in der italienischen Presse veröffentlicht »»erden, ganz unpathetisch aber programmgemäß weiter. Der 28 . Oktober in Athen Hn. Rom, 31. Okt. Ueber den Verlauf des 28. Oktober in Athen dringen jetzt die ersten Einzelheiten nach Rom. Sie lassen erkennen, baß die griechische Regierung durch das italienische Ultimatum keineswegs überrascht worden ist. Die Aufruse König Georgs und Metaxas' an das griechische Volk waren schon längst gedruckt: Der Tag der Proklamation wurde, wie man deutlich feststellen konnte, mit dem Datumsstempel hinzugefügt. Auf den Militärflugplätzen, vor allem tn Patot, waren seit Tagen Flakbatterien in Stellung gebracht, und auch die polizeilichen Vorkehrungen für den Fall des Kriegsausbruchs lagen fertig ausgcarbeitet in der Schreibtischlade des Unterstaatssekretärs Magnadakis. Seit Tagen hatten die polizeilichen Formationen Weisung erhalten, bei Kundgebungen vorerst neben der griechischen nur die südslawische und die türkische Fahne mitzuführen. Die englische Flagge durste erst nach Anordnung der englischen Gesandtschaft gezeigt werden. Tatsächlich tauchten bei den StraßenkundgebuN- gen, die sich in Athen am ganzen Montag abspielten, die englischen Farben erst nachmittags auf. Alles war auf eine britische Landung gefaßt. Wie früher in Norwegen und Holland bestand die Ueberraschung bei den Komplizen Londons nur darin, daß der Gegner den englischen Plänen zuvorkam. Athen wachte am Montag um 4 Uhr früh diirch den Lärm der Polizeiautos auf. die die Straßen durchfuhren. Der Regierungssitz Me- taxas' und die italienische Gesandtschaft wurden sofort aesichert. Der griechische M t niste r r a t. »er von 4 bis 6 Uhr früh tagte, ist allen Anzeichen zufolge keineswegs so einhellia verlaufen, wie die griechische Presse voraeben möchte. Es steht fest, dah einige Minister nicht auf »«« lausenden gehalten worden waren und sich für die Annahme der italienischen Forderungen einsetzten. Zu einer dramatischen Szene soll es zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Gouverneur von Athen. Constantin K o tz i a s gekommen sein, der in seiner Eigenschaft als Minister an der Kabinettsberatung teilnahm. Kotzias aalt seit langem als Anhänger der Achse und war deswegen von Metaxas in den letzten Monaten unter Hausarrest gestellt worden. Man spricht überdies von einem Telephonanruf des griechischen Ministerpräsidenten an den stellvertretenden Gcneralstabsches Plitas, der ohne Antwort blieb. Auch Plitas galt als Anhänger Italiens. Die persönliche Stellung des Kronprinzen gilt als besonders delikat. Metaxas soll sich England gegenüber verpflichtet haben, sowohl den König als auch den Diadochen, das heißt den Erbprinzen, nach Kreta bringen zu lassen. Jedenfalls wurde sofort nach Ueberreichung des Ultimatums die Residenz des Diadochen durch Militär umstellt. Brände und Explosionen bezeichneten auch hier den erfolgreichen Verlauf der Angriffe auf die Hafenanlagen. Die griechische Luftabwehr scheint, den italienischen Berichten zufolge, dabei nicht in Aktion getreten zu sein. zu in nichts, gar nichts mit militärischen Zielen tun. nein, hier sollten britische Bomben, blinder Wut geschleudert, das deutsche Empfin den treffen und schwer verletzen. In der Nacht zum Mittwoch haben die Engländer auf derselben Linie der Kulturschmach eine neue Schandtat vollbracht, indem sie diesmal darauf aus waren, Theodor Körners Grabstätte in Wöbbelin, nahe Ludwigslust in Mecklenburg, zu zerstören. Dort, wo der Kämpfer und Dichter des Freiheitskrieges von 1818, der seinem Volke und den deutschen Soldaten die schönsten Freiheits- und Soldatenlieder schenkte, beigesetzt wurde, nachdem er unweit des benachbarten Gadebusch tödlich verwundet worden war, ist in den letzten Jahren eine der schönsten neuen Gedenkstätten entstanden. Auf Anregung des mecklenburgischen Gauleiters Hildebrand wurde das Körnergrab zum Mittelpunkt eines Ehrenhains, den man aus 1000 jungen Eichen errichtete, dazu kam eine Ehrenhalle, so daß insgesamt eine wsir- dige Gedächtnis- und Versammlungsstätte des Gaues Mecklenburg, der das Vermächtnis Theodor Körners für ganz Großdeutschland in treue Obhut übernahm, entstand. Daß das mit einem mtlttärischen Ziel nichts zu schaffen hat, braucht kaum gesagt zu werden. Gleichwohl — oder gerade deshalb — haben britische Flieger in der Nacht zum heutigen Mittwoch versucht, hier ein neues Vernichtungswerk anzustiften. Daß das Kür- nergrab von ihren Sprengbomben nicht getroffen wurde, hat gewiß nicht :n der englischen Absicht gelegen. Statt dessen kam ein in der Nähe befindliches Bauernhaus schwer zu Schaden. wobei zwei Familien, bestehend aus sechs Erwachsenen und zwei Kindern, den Tod fanden. Die Sinnlosigkeit der britischen Bombenwürfe ist durch diese Untat aufs neue kraß erwiesen. Weimar, Friedrichsruh, Bückeberg, Brandenburger Tor. Wöbbelin — das sind leuchtende deutsche Namen, die niemals ein Brite verdunkeln kann. Wer gegen sie etwas unternimmt, der schändet sich selbst. DaS blieb der Rayol Air Force überlassen. Wir wollen es uns meLken. Schwedische Journalisten bei Dr. Goebbels * Berlin, 30. Okt. Reichsminister Dr. Goebbels empfing am Mittwoch eine Abordnung schwedischer Journalisten, die auf Einladung der Reichsregierung eine Studienreise durch Deutschland machen. Rumänien auf der Seite der Achse Kritik an Griechenlands Haltung — Orientschiffahrt eingestellt Mne. lienische Bnkarest, 81. Okt. Der griechisch-tta- Konflikt hat zur völligen Einstellung der rumänischen Schiffahrt nach dem Border- orient geführt. Die in den türkischen Häfen liegenden rumänischen Schisse sind nach Konstanza zurückbeordert worden. Griechenlands Haltung gegenüber England hat in Bukarest peinliches Aussehen hervorgerufen, da man hier sehr wohl das ganze Ausmaß der Gefahr erkennt, die in einem Festsetzen der Briten auf der Balkanhalbinsel liegt. Die griechische Haltung findet daher nicht nur bei der rumänischen Regierung, sondern auch bei den breiten Massen der Bevölkerung allgemeine A blehnung. Inden Kom. mentgren der Presse kommt das deutlich zum Ausdruck. Di« „Porunca Vremii" macht in einem Artikel darauf aufmerksam, daß von allen Südoststaaten, die früher im Fahrwasser der Westmächte schwammen, nur Rumänien einen klaren und eindeutigen Absprung gefunden habe. Die griechische Regierung, so hebt „Cuvan- tul" hervor, habe nichts unternommen, um die britische Flotte an der Besetzung der griechischen Territorialgewüsser zu hindern. Die Borbereitungen der englischen Streitkräfte in Aegypten hätten klar ans die Absicht der Briten hingedeutet, Kreta und andere griechische Inseln zu besetzen und den Krieg gegen Ita- lien von griechischen Stützpunkten aus zu füh- reu. Auch der „Timpul" unterstreicht, daß Griechenland sich einer Verständigung verschlossen habe. Der „Curentul", daS Blatt des rumänischen Außenministeriums, kommt ebenfalls zu der Schlußfolgerung, daß die letzte strate- gische Position Englands auf dem Balkan unbedingt beseitigt werben müsse. Das Blatt betont mit Nachdruck, baß Rumänien bedingungslos auf seiten der Achse stehe. Es habe seine Außenpolitik endgültig nach dieser Seite orientiert und müsse trachten, durch seinen Beitrag, den es zu leisten gewillt sei, seine Interessen von morgen zu sichern. Die schwersten Verluste werden verschwiegen Ein erstes Teilgeständnis zur Eeleitzug-Ka tastrophe — Frei erfundene U-Bootverluste * B 11 11 n, 80. Okt. Im Rahmen ihrer wöchentlichen Berluststatistik macht die britische Admiralität setzt zum erste» Male einige, wenn auch unvollständige Mitteilungen über die ungewöhnlich hohe« Verluste, die vor zehn Tagen eingetreteu waren. Auch jetzt wird die Doppekkatastrophe der von unseren Unterseebooten in den Nächten zum 19. und zum 20. 10. vernichteten G e l e i t z ü g e nicht ausdrücklich erwähnt. Die britische Admiralität beschränkt sich darauf, die Verluste der am 21. 10. endenden Berichtswoche auf 44 Schisse mit 198 000 Tonnen anzuaeben. In Wirklichkeit betrug allein an den beiden genannten Tagen der feindliche Handelsschiffsverlust 327 000 B R T. Davon wurden allein in den beiden Geleitzügen 43 Schisse mit 260 009 BRT. versenkt. Aber selbst zu dickem Teilgeständnis mutz die britische Admiralität zugebesi, daß dies der schwerste Wochenverlust seit Kriegs- ausbruch war mit Ausnahme der am 23. 6. endenden sogenannten Woche von Dünkirchen, als die Verluste unter angeblicher Einrechnung der Evakuterungsverluste von London mit 210 000 Tonnen angegeben worden waren. Nach der Rechnung der britischen Admiralität waren die Verluste der Oktober-Rekordwoche fast vier- mal so groß alS der durchschnittlich bisher zu- gegebene Wochenverlust seit Kriegsausbruch. Zur Beruhigung des britischen Publikums wird den englischen Zeitungen „von zuständiger Seite" erklärt, daß die britischen Verluste in dieser Woche durch eine starke U-Boot-Kon- zentration an einer besonderen Stelle des Atlantik zu erklären seien. Diese Unterseeboote hätten Erfolge erzielt, jedoch nicht ohne eigene Verluste. Diese angeblichen Verluste sind völlig frei erfunden, lediglich um das englische Volk zu trösten und der steigenden Kritik an den Maßregeln der britischen Admiralität zu begegnen. Diese Absicht geht deutlich genug daraus hervor, daß die Admiralität ein förmliches Versprechen abgeben muß, sich zu bessern. Es heißt nämlich in der Erklärung der Admi- ralitätt zum Schluß, cs leien besondere Borsichtsmaßnahmen getroffen morden, um ähnlich schwere Verluste tn Zukunft zu verhindern. Nach diesem TeilgeständniS zu urteilen, dürften sich diese Vorsichtsmaßnahmen auf das Gebiet der Berichterstattung beziehen. Die britische Admiralität bedauert, tn Zukunft noch weniaer Verluste »»geben zu dürfen als bisher. Mixed Piddes Englands übliche Hilf«— . F.M. ,3ir stehen in diesem Kampf am Eurer Seite. Zweifellos werden wir fl^were Prüfungen durchzumachen haben, aber wi werden sie in dem festen Glauben bestehen, »a« daß der Sieg durch die bauernd wachienoe Stärke der freien Völker sicher ist." So veiv» cs in einem Brief, den King Georg d t e Griechen gerichtet hat. Und Churchii», der natürlich auch nicht fehlen darf, fairt y* einer Botschaft an den griechischen Minister Präsidenten Metaxas: ,Mir kämpfen einen gemeinsamen Feind, nnd wir werden in einen gemeinsamen Sieg teilen." Die mes", „Daily Telegraph" und „Daily Mau aber erklären, England werde Griechenlaiw bedrohte Heimat der Kunst und der Zivilisation in jeder Hinsicht unterstützen und appellieren warmen Worten an .den Mut, die TapserA und den kriegerischen Geist der griechischen«»' mee". Nicht uninteressant sind in diesem Zusamw«"' hang englische Aeußerungen. durch welche •>' in der italienischen Note ausgeführte TatsE der von Griechenland preisgegebenen und wy* den Engländern skrupellos mißbrauchten a»>» chischen Neutralität volle Bestätigung fuw"' Bereits nach dem mißlungenen Unternehwc gegen Dckkar schrieb die „Times" in Artikel, der sich mit der Suche nach neuen »w satzpunkten einer englischen Aktivität besE und dabei di« strategische Lage im Aegauwe» Meer untersuchte: „Eine Besetzung flrieAtt®' Inseln durch britische Streitkräft«, vir allem aber ihre Verwendung als LuftstützPUm,» würde Englands Stellung im mittelmeer au f Kosten se ine Feinde erheblich stärken. Eine sol«° Aktion müßte auf Grund eines ariem»'«»" Hilfsbegehrens oder eines feindlichen Drua auf Griechenland und dessen hieraus rosuit' render Handlungsunfähigkeit sofort in Gang in setzt werden." Diese dunklen Absschten met z, r , heute erneut vom „Daily Telearaph" un« strichen, der schreibt: „Vom englischen und a»r chischen Generalstab sind längst flemeinl« Pläne ausgearb eitet worden, die ihre Verwirklichung finden werden. Engl«" hat bereits sein äußerstes getan, um Gr'e«ev land mit starker Küstenartillerie zu versev« Auf jeden Fall wird die englische Sin« ^ Griechenland ihre wirksamste Form in der tensivicrung der englischen Operationen Italien finden." „Daily Erpreß" weist m fern Zusammenhang darauf hin, daß in ", letzten Zeit die enalische Mittelmeerslort« Alexandria durch die modernsten Schisse "V Georg-V.-Klasse unter dem Befehl des Adw rals Cunninghäm verstärkt worden lei. -und was dahinter st eckt! DaS Schicksal Griechenlands wird tedoS U Lande entschieden. Und hier bietet sich wenn man den Millen voraussetzen wollte kaum eine Möglichkeit für wirksame b r i t i s ch e S t l f e. Denn En» land braucht an der ägyptischen Front und seinen anderen Stellungen im Mittelrneerrau jeden einzelnen Mann so bitter nötig, daß ein Freistellen von wesentlichen Kräften '"V:,., griechischen Kriegsschauplatz gar nicht zu oc ten ist. Natürlich kann England eine Reihe v Inseln im Aegäischen Meer besetzen, aber mit wird es zn einer unheilvollen ZerspnA rung seiner nicht unbegrenzten Seestreitkrai im Mittelmeer gezwungen, die zudem iw "»»" bereich der italienischen Luftwaffe operiere müssen. Schwedische Korrespondenten wew» bereits aus London, daß die englische «dw ralität erklärt habe, Flottenoperationen in w griechischen Gewässern seien als überaus s«w> rig anzusehen. In bezug auf Aktionen enalii« Truppen auf griechischem Boden beabsia»w man, größte Zurückhaltung zu zeig» ' Falls Truppenlandungen stattfinden würden« könnte dies nur „in begrenztem Umfang s schehen. „Stockholm Tidningen" meldet London, man erkläre dort, „es werde Sa« der Griechen fein, die Kämpfe zu Lande » führen". Und „Dagens Nyheter" gibt die «»> sassung englischer Sachverständiger wieder, ,.a gegenüber den griechischen Aussichten, länge» Zeit dem italienischen Angriff standhalten * können, nicht allzu hoffnungsvoll sind". Um so hoffnungsvoller ist man in London i« anderer Richtung. Der Londoner Rundfunk e klärte, „die griechische HandelSflot umfasse 800 Schiffe (die Zahl ist übertrievew Schrl.) mit 2 Millionen Tonnen: es sei sehr kostbare Flotte". Für England natüruw- Es ist freilich recht fraglich, wieviele biel Schiffe England „erben" wirb, denn sie best»", sich zu einem großen Teil in Räumen, in ", der britische Arm nicht mehr reicht. Beze"? nenö ist jedenfalls der unverhüllte, bnu»a Egoismus, der aus dieser Haltung Griechenland, das ist eine in der neutral» Presse verschiedentlich geäußerte Meinung. w> . „bas Norwegen des Südostens" sein. Es w« jetzt genau so. wie manche andern vor ibw. fahren, wohin eS führt, wenn man eine *»>* lische Garantie in der Tasche hat. Das « t zige, was ihm in vollem Umfange garaun^, wird, ist die Freiheit, seine Haut für den & tischen Imperialismus zu Markte tragen » dürfen. . •** „Wir werben nicht davonlaufen Die Nachrichtensperre der englischen Reg»^ rung wirb zusehends schärfer und lätzt «»» essante Rückschlüsse auf den wachsenden u fang dessen zu, was es in England zu verm lichen gibt. Ein aus London in Lissabon ^ kommender amerikanischer Journalist oc tet. daß das amerikanische Generalkonsular < Angehörigen der UTA.-Kolonie, soweit t»« . möglich, zum Verlassen der Stadt hat, „da die Lebensgefahr täg I > w stündlich wachse und keinerlei Ga» für daS Leben amerikanischer Bürger übernommen werden könne. Wer icbo« . ß ^ e aller Warnungen in London bleibe. > sich wenigstens unter allen Umständen — die steigende Seuchengefabr impfen lau» Am Sonntag stand Lovdsiogelbew ^ Attlee am Mikrophon und berichte» Rahmen der amtlichen Stimmungsmaw ,J>ie großen Fortschritte der britischen « gungen". Allerdings gab er zu: wird noch in schwierige Situationen kom« wit unwahrscheinlich klingt), .ao» . (was nicht laufen nicht dürft- sein denn zu Fuß kommt selHst ein Lor ^ bewahrer nicht übers Wasser, auch er w» davon". Auch daS einem Schiiflein fahren. Beilaa: Navrer.Verla» __ Bireftot Emtl Münz. Kauvttchrlf Karlsrube J?,,,»««»- ellcr: t»™"* Her>/Kk, Druck- und Seftüfdwft «dtz„ Kärltrub«. ^ R. St Ri 13 gültig . GmbH., --i _ _tu. «MnjptH&rlftltltcr: Rorarlantdruck: «üvwcNdeutlide Druck- / Donnerstag, 31. Oktober 1940 DerMree Seite 3 Die Fünf vom Fernsprechtrup p I Störunyssucher raus! Leitungsbau im Feuer vor Dünkirchen — Das sind unsere Nachrichtentruppen Von Kriegsberi cht erGerhard S chad tE«-- 6en tünf Mann des Fernsprech- viit ^ ^trägt jeder das E.K. II. Sie waren Polen, Holland, Belgien und Frank- lak »- . te gefahrvoll und anstrengend der Ein- iei ^^ser Nachrichtenmänner ist, darüber kann r Gefreite D. allerhand erzählen: ^jdtufge Kilometer vor Dünkirchen konnten fc» ^"olich ein paar Stunden schlafen, nach- h.L ">ir einen langen Nachtmavsch hinter uns cr.f'" und 18 Stunden aus den Beinen waren, fr i,aa , e Flieger kreisten über uns, aber wir «i» ml tier ist di« Vermittlung. Mann 1 mir folgen!" Leitung gestört! , Wir sind uns darüber klar, daß dieser Ein- tz.^.U'cht leicht sein wird. Das Gelände ist von oru» Kanälen durchzogen. Der Feind hat getan, um uns den Angriff zu erschweren, ^onell geht der Bau vorwärts. Wir springen Gräben, und bei jedem Sprung schla- „ " ..uns die 35 Pfund schweren Kabel ganz .!"uundtg ins Kreuz. Aber das sind wir ja ö^uhut,' Hauptsache, wir haben erst die Ver- «i.u^ung zum Bataillon, dann wird ja wieder °u>he sein. So hofften wir wenigstens. \ht Wirklichkeit sah es dann aber ganz an- aus. Als wir zum ersten Bataillonsge- stand kommen, will der Truppführer ge- (ffl* melden: „Verbindung vorhanden"! Da Lp®»it fest, daß d i« Leitung gestört ^-..Wütend fahrt der Tvuppführer herum und rUllt: Stürungssucher raus! Aber außer ihm m nur noch der Mann 1 am Gefechtsstand. Die »!„.uungssucher sind noch nicht da — Funkver- oindung klappt auch nicht. To bletbt nichts anderes übrig, als den ?kann 1, der noch pustend und schwitzend da- als Störungssucher zurückzuschicken. In ?uer Eil« rast dieser also den Weg, den er mwn im Laufschritt bis hierher gemacht hatte, ^och einmal zurück. Gerade als der Bataillons'- »mmandeur über die fehlende Verbindung 'khlmpfen will, können wir ihm melden: „V e r- °'.ndung vorhanden". Der zurückge- uhlckte Störungsfucher kommt gerade wieder uu, als xs >-eißt: Nächster Gefechtsstand indem ?uö dem Gebäude. Wir sollen vorausbauen, ° er Bataillons stab wird später Nachfolgen. . hinten kommt auch schon unser Kabel- ""6er mit zwei Trommeln auf dem Rücken ""gewetzt. Auch er muß gleich wieder mit nach ""ne. Auf unserer Strecke liegt unangench- Aes MG.-Feuer, aber wir müssen hindurch. jp 1 dem sprungweisen Vorbauen ist plötzlich 7?» Kabel abgeschlagen. Mann 1 fliegt jäm- ^erlich auf den Rücken und bleibt in einem ^Mserloch liegen. Zu allem Unheil wird jetzt noch von hinten feste gekurbelt, so daß der ^belträger und Mann I, die jetzt gemein- ^aftlich versuchen, das Kabel wieder flott zu ordentlich elektrische Schläge bekom- »°n. Was sie aussprechen sind nicht gerade Kosenamen. Endlich kommen auch unsere Festleger, schwer Kabeln bepackt, an. Unsere Sorge um Anbelnachschub ist damit behoben. Wir errei- «>en den neuen Gefechtsstand noch vor Ankunft Bacaillonsstabes, machen Leitungsprobe, «ver — verdammt nochmal — schon wieder ,*•*ne Verbindung! Da weder Störungsfucher noch Gerät im Augenblick vorhanden "nd. will der Truppführer abwarten. Er hofft, ,nß die nachkommenden Festleger die Störung "Eseitigen. Und richtig, nach kurzer Zeit kommen -je beiden Festleger mit einer abrollenden ^ommel an und bauen also den letzten Kilo- Zkter nochmal. Ueber das alte Kabel war eine »mupenzugmaschine gefahren, wodurch es un- "auchbar wurde. Die Verbindung jutn Regiment . Nach getaner Arbeit legen wir uns wieder n Deckung und schlafen sofort ein. Auf einmal geht die Hölle los. Mörderisches MG.- ^Euer> Zwei Kameraden bekommen Kopf- und ^chläfenschüffe. Als nun auch noch starkes Ar- ^ueriefeuer einsetzt, hilft nur mehr eingraben, ^uf einmal ein furchtbarer Krach: Der Muni- wnswagen, hinter dem einige Mann Deckung Leucht hatten, fliegt in die Luft. Er hat einen Volltreffer bekommen. .Peilten in diesen Höllenlärm hinein ertönt hoarmungslos der Ruf des Truppführers: Morung. Störungssucher raus!" Es "wt nichts andere übrig, zwei Mann müssen »"dem Störungsgerät an den Kabeln cnt- langlaufen. Es geht nicht um das Leben des einzelnen, das Leben hunderter Kameraden kann davon abhängen, ob die Verbindung einige Minuten früher oder später wiederhergestellt wird. In den frühen Morgenstunden wird unser Gefechtsstand wieder vorverlegt. Für uns heißt das Weiterbauen. Unser kleiner Trupp tut ganz allein seine Arbeit. Obwohl wir dabei hartnäckig von einem versteckten MG. immer wieder beharkt werden, immer wieder zu Boden müssen, erreichen wir unser Ziel und glauben nun Ruhe zu haben. Wir können nun schon die Umrisse von Dünkirchen sehen und machen nochmals den Versuch zu schlafen, da hören wir schon wieder die Stimme unseres Herrn: Fertig machen zum Bauen. Es ist nicht weit bis zum nächsten Gefechtsstand, zu dem wir müssen, aber feindlicher MG.-Befchuß zwingt uns immer wieder zu Boden zu gehen oder auf allen Vieren im Graben zu kriechen. Kurz vor unserem Ziel, einem kleinen Haus, müssen wir die Straße überaueren. Der Truppführer befiehlt den Männern, im Graben liegen zu bleiben. Er selbst will mit Mann 1 in einem Sprung die Straße nehmen. Es wird so viel Kabel nachgezogcu. daß es für diesen Sprung über die Straße ausreichen muß. Dann springen die beiden Männer hoch und verschwinden im anderen Straßengraben. Es hat geklappt. Die restlichen Männer lassen ssch nicht halten, sse kommen hinter ihrem Unteroffizier her. Als wir dem Bataillonskommandeur melden: „Verbindung zum Regiment vorhanden", drückt er uns lachend die Hand und hält mit seiner Anerkennung nicht zurück. Lange dauert unsere Freude nicht, denn wieder heißt es: Störung — Störungssucher raus! und ohne ein Wort zu verlieren, nehmen die beiden ihr Gerät und tippeln los. Als sse heil und hungrig zurückkommen, drücken ihnen die Kameraden einige Brötchen m die Hand. Sie haben noch nicht fertiggegessen- da müssen sse schon wieder zurück. Starkes Artil- leriefouer setzt ein, immer näher kommen die Einschläge. Wir steigen in den Keller und denken an unsere beiden Kameraden, die draußen die Leitung entlanglaufen. Doch wieder kommen sie gut zurück. Inzwischen ist es Mitternacht geworden, der Gefechtsstand wird neuerdings gewechselt. Wir bauen weiter. Um 2 Uhr ist die Leitung wieder zerstört. Es hilft nichts, der Lchaden muß behoben werden. Drei Kilometer sind die Stö- rungssucher durch starkes Artillerie- und MG.- Feuer gelaufen, bis sie die Stelle finden. Noch bevor sie zu uns zurückkommen, ist die Zeitung durch Einschläge aufs neue zerris- s e n. Sie kommen müde und abgespannt am Gefechtsstand an, freuen ssch. endlich schlafen zu können, aber der Truppftthrer muß ihnen mitteilen. daß das Kabel wieder zerrissen ist. Wir getrauen uqs gar nicht recht, den beiden Kameraden in die Augen zu schaueu. Aber wir hören nur zwei Paar Hacken zusammcn- schlagen, dann hauen die beiden wieder ab. Erst am frühen Morgen kehren sse zurück und endlich können sie ssch der verdienten Ruhe hingeben. Einige Stunden später fahren wir nach Dünkirchen hinein, über dem die weiße Flagge weht. Die Stadt ist in unserer Hand. Daß auch wir zu diesem Erfolg beitragen durften, macht uns stolz und glücklich. Wieder Briten Bomben auf ölbweden Angriffsversuch auf Dänemark — Statt dessen Helstngborg bombardiert H.W. Stockholm, 80. Okt. Englische Flugzeuge haben in der Nacht zum Mittwoch wieder einmal über schwedischem Gebiet Bomben abgeworfen. Die neue schwere Neutralitätsverletzung durch die englische Luftwaffe, die auf diese Weise immer von neuem den Nachweis führt, wie schlecht ihr Orientierungsvermögen und wie offensichtlich ihr Wille ist, offene Städte zu bombardieren, wird allerdings von schwedischer Seite wie üblich mit großem Zartgefühl Ä, Der Kanal von Korinth Nach dem Bericht der italienifchen Wehrmacht haben die italienischen Flu-meuge di« Anlagen längs des Kanals von Korinth bombardiert. Alle Flugzeuge kehrten wieder zurück, — Unsere Aufnahme ,eia> den berühmten Kanal von Korinch. der ries in dar Land ein- ge-schnittcn ist. (Schcrl-Bilderdienst-M.) behandelt. Die schwedischen amtlichen Berichte und die Darstellungen in der Stockholmer Presse sprechen nur von „unbekannten" Flugzeugen. Bereits aus der Darstellung des schwedischen Wehrministeriums geht jedoch hervor, daß es sich um englische F l lr g z e u g e gehandelt haben muß, die einen Angriffsversuch auf Dänemark öurchführten. Es ist die Rede von einem „unbekannten Flugzeug, bas am Dienstag, spät abends, von Norden kommend, über den Oeresund flog, von Scheinwerfern auf der dänischen Seite erfaßt wurde und hierauf nach dem schwedischen Hel- sirrgoorg entkam. In der 11. Abendstunde wurde vor dem Hafen von Helsingborg zunächst eine Leuchtbombe abgeworsen, dann drei Sprengbomben, dann wieder eine Leuchtbombe, diesmal direkt über der Stadt. Die Sprengbomben krepierten zum Glück im Wasser kurz außerhalb des Strandes. Das Flugzeug wurde von Flakartillerie abgewiesen und verschwand bann in nordwestlicher Richtung. Der amtliche schwedische Bericht schließt mit dem Hinweis, daß eine Untersuchung im Gange sei, um die Nationalität der Bomben und des Flugzeuges festzustellen. Nach Berichten der schwedischen Presse handelt es sich nicht nur um ein Flugzeug, sondern um einen ganzen Verband von sieben bis acht Flugzeugen, der zunächst über Helsingörs beschossen worden sei und dann nach Schweden herüberschwenkte. Eines der Flugzeuge dieser Gruppe habe die Bomben über schwedischem Gebiet abgeworfen. Während der nächsten halben Stunde wurde in Helstngborg kräftiges Geschützfeuer vom dänischen Helsingörs herüber vernommen, ein weiterer Beweis dafür, baß es sich um englische Flugzeuge handelte, die offensichtlich bestimmte Punkte in Dänemark angreifen wollten. Nach den schwedischen Berichten war eine der Bomben so schweren Kalibers, daß in großen Teilen der Stadt die Häuser erzitterten und daß ein Teil der Bevölkerung an eine Explosion im Hafen glaubte. Die neuen Bombenabwürfe haben größte Aufregung unter den Einwohnern von Helsingborg hervorgerufen. England ohne Seidenstrümpfe * Genf. 39. Okt. Die Presse des stolzen britischen Imperiums, dessen unerschöpfliche Rohstoffvorräte der Londoner Nachrichtendienst zu Beginn des Krieges so laut zu rühmen wußte muß jetzt die Bevölkerung darauf vorberetten. daß der Verkauf von Seidenstrümpfen und seidener Unterwäsche ab 1. Dezember dieses Jahres verboten werden würde. Auch auf diesem Gebiet scheint einiges nicht so gelaufen zu sein wie man es erträumte. & •••* ■unt Jahrestag des Generalgouvernements Mir einem Siaarsakr «ul der Burg zu Krakau wurde der KadreStaa des Generalgouvernements teft- lieb veaänaen. Unter Bild zeigt Generalqmnverneur Dr. Frank bei feiner Anivrawe airlatzlicb der Ueber- nvbm« der Hodeitstav-ne der N-DDAP. Hinter ihm von links nach reshtS SiabS-chef der SA. Viktor Luv«, Re-ichsminifter Dr. Frank. StaatstekreiSr Stuewrdt, General Dalueae. und ReiKSie-ter Hünlein. (Presse-Hoitmaml) Drei Svilftres gegen eine Do Die Geschichte eines ungleichen Kampfes über London Von Kriegsberichter Robert Baur P.K. Vor wenigen Minuten ist die letzte Maschine, die zum Angriff gegen London gestartet war, zurückgekehrt. Ebenso elegant und leicht wie die erste Maschine, die ohne jede Feindberührung ihren Auftrag erfüllen konnte, landet die zweite auf dem Platz. Wir wundern uns, denn wir wissen durch Funkspruch, daß die Besatzung einen unerhört schweren Kampf gegen einen übermächtigen Gegner hat überstehen müssen, ehe sie den Rückflug antreten konnte. Der Kampf hat seine Opfer gefordert, der Beobachter ist im Luftkampf über London gefallen, der Bordfunker blutet am Kopf und an beiden Händen. Und die Maschine? Herrgott, wir haben schon manche zerzauste Maschine aus unseren Rollfeldern gesehen, so aber wie diese Do, so kam noch keine nach Hause. Faustgroße Löcher, die über die ganze Maschine verteilt dicht nebeneinander liegen, zeugen von der Schwere des Kampfes mit drei englischen Jägern, die ihrer Beute sicher waren. Rumpf, Kanzel, Tragflächen, ja sogar die Luftschrauben, sind vollkommen durchlöchert. Wir haben es rasch aufgegeben, die einzelnen Einschüsse zu zählen, wir kommen doch nicht damit zu Ende, es sind ihrer zu viele, es gibt keine noch so kleine Fläche an der Maschine, die frei von Einschüssen ist. Bon Wolke -u Wolke vorwärts Leutnant B., der Kommandant der ersten Maschine, ist mit seiner Besatzung im Schutze der dichten Wolkendecke, die sich weit bis nach- Mittelengland dehnte, glatt und ohne jede Feindberührung bis über London gekommen. Wie ein Infanterist jede noch lo kleine Bodenmöglichkeit geschickt ausnutzt, arbeitet sich Leutnant B. von Wolke zu Wolke vorwärts. Meist hängt die Maschine in dem dichten Grau, nur für kurze Augenblicke steckt sie „die Nase aus dem Dreck". Dann blicken die Augen aller fiebernd den weiten Horizont ah nach Sperrballonen und feindlichen Jägern. Hoch über sich erkennt Leutnant B. am blauen Himmel die Spuren feindlicher Jäger. Jetzt weiß er, daß er nur dann seinen Angriff auf London erfolgreich ausführen kann, wenn er äußerst geschickt zu Werke geht. Ziel erkennen und werfen ist eins Ein Blick auf die Uhr zeigt dem Flugzeugführer, daß er bereits über dem Weichbild Londons sein muß. Er gibt ein Kommando, die Bombenschächte werden geöffnet, um sofort werfen zu können, wenn die Wolkendecke rissig wird. Und die tapfere Besatzung hat Glück- Das undurchdringliche Grau reißt für einen Augenblick auf, ganz deutlich erkennen die Männer unter sich eine ausgedehnte Bahnan- lage, eine große Fabrikanlage mit einer riesigen Montagehalle. Das Ziel erkennen und sofort werfen ist eins. Die Reihe läuft quer durch die große Montagehalle, aus der zuerst Qualm und dann Flammen herausschlagen. Mehr können die Männer in der Maschine nicht beobachten, denn Leutnant B. hat die Do bereits wieder in die schützende Wolkenbank zurückgerissen. Drei englische Jäger, die aus ungefähr tausend Meter Entfernung zum Angriff ansetzen, verlieren die deutsche Kampfmaschine wieder aus den Augen. Sie wüssen sie im Schutz der Wolken ziehen lassen. Tödlich getroffen finkt er zusammen Die zweite To muß von den nun aufmerksam gewordenen feindlichen Jägern bereits auf dem Anflug auf London gesichtet worden sein, denn in dem gleichen Augenhlick, in dem die Bomben aus den Schächten gleiten, wird die Besatzung von einem mit großer Wucht aus allernächster Nähe durchgcführten Angriff auf ihre Maschine überrascht. Von vorne und von hinten schlagen die MG.-Garben der drei Spit- fires, die urplötzlich aus der Wolkenschicht heraus vor der Maschine austauchen, in Rumpf. Tragflächen und Kanzel. Ehe der Beobachter zum MG. greifen kann, sinkt er tödlich getroffen zusammen. Ter Bordfunker und Fliegerschütze tobt, weil sein MG. klemmt. Endlich läßt sich die angeschoffene Waffe wieder bewegen und es ist keine Sekunde zu früh, denn der Gegner setzt bereits zum zweiten Angriff an, Von hinten tanzt eine Spitfire wie eine Libelle auf die Maschine zu, der Borbschütze sieht drüben die MG.s ausblitzeck und dann klatscht es wieder in die To, ist wieder das verteufelt unangenehme Geräusch der Aufschläge zu hören. Nur kurze Zeit, denn bann bellt das MG. des Bordschützen auf, der den Angreifer aufs Korn genommen hat. Die Garben müssen gut sitzen, denn der Jäger läßt sofort von der Maschine ab, kurvt zur Seite. Getroffen? Die beiden anderen, die die Do wiederum von der Seite gepackt haben, lassen ebenfalls von der Maschine ab und verschwinden in der Dunstschicht, die nun auch wieder die schwergetroffene Maschine vor neuerlichen Angriffen schützt. Der Gegner, der nur infolge der unsichtigen Wetterlage seinen überraschenden Angriff hatte führen können und wohl auch die Trefferwirkung seiner MG. beobachten konnte, wirb keinen Augenblick daran gezweifelt haben, daß er den ungleichen Kampf über London für sich entscheiden konnte, aber die Kaltblütigkeit und Aufmerksamkeit der Besatzung, die Konstruktion und die tadellose Arbeit deutscher Techniker und Werkleute haben ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht. Trotz völ- licher Durchlöcherung der Maschine fiel kein lebenswichtiger Teil aus. Der Bodenschütze und Flugzeugführer haben ihre Schuldigkeit getan. - 400 Kilo von der Metallspende gestohlen Zum Tode verurteilt mi. Kattowitz, 80. Okt. Das Sondergericht in Kattowitz verurteilte den 28jährigen Angeklag- ten Joseph Wackermann aus Schiendoch- lowitz, der sich wegen Verbrechen gegen die Verordnung zum Schutz der Mctallspend« des deutschen Volkes zu verantworten hatte, zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Wackermann hatte in seiner Arbeitsstelle in der Bismarckhütte insgesamt 400 Kilogramm Kupfer, Messing, sowie Zinn von der Metall- spende entwendet und etwa 60 Kilogramm davon an einen Schrotthändler für RM. 72.— verkauft. Als er die restlichen 840 Kilogramm die er bei sich zu Hause verwahrte, ebenfalls verkaufen wollte, wurde er von der Polizei verhaftet. Ulenn klrboitskloidung so richtig ..speckig" ist ..... und man fich fast geniert, sie zur lOäfche fressen für iMi. Und dabei gebt die iMi- zu geben, dann ist iMi gerade richtig. lOäfche so einfach und bequem vor steh. 5ie A fett- und Schmierstecke, klebrige Krusten, erfordert roeder Seife noch tvaschpuloer. zähhaftender Schmutz und eicoeisthaltige ist sehr ergiebig, also im wahren Sinne Rückstände, — das alles ist gefundenes des Wortes ein ^billiges Vergnügens! Seite 4 KARLSRUHE-LAND Donnerskag, 31. Oktober 1940 Blick vom Turmöerg sch. Kleiusteiubach. (Politischer-Leiter- Appell.) Am Freitagabend rief Ortsgrup- venleiter und Bürgermeister Ga uh sämtliche Politischen Leiter »um fälligen Monatsappell in das HJ.-Heim zusammen. Pg. Gauh eröffnete den gutbesuchten Appell. Er streifte in kurzen Zügen die Verdunklungsfrage und sprach dann über die Außenpolitische Lage. Zum Schluß wurden noch einige Richtlinien über die Arbeit innerhalb der Partei gegeben. (Kaninchen- und Geflügelzuchtverein.) Am Samstag und Sonntag veranstaltete der hiesige Kleintierzuchtverein seine diesjährige Lokalausstellung im Ochsensaal. Neben sämtlichen Raffen von Kaninchen war auch Geflügel zur Schau gestellt. Auch der neugegründete Verein Mutschelbach beteiligte sich an dieser Ausstellung. Ausgezeichnet wurden Gustav Eberle, 1. Ehrenpreis; Julius Bihler, 2. Ehrenpreis. lSvort.) Am Sonntag trafen sich hier auf eigenem Gelände die hiesige Elf gegen VfR. Durlach. Ter Gegner erwies sich als eine spielstarke Mannschaft, die überraschend mit 0:2 in Führung ging. Tie Freude dauerte aber nicht lange und in kurzen Abständen konnte Kleinsteinbach den Ausgleich erzielen. Vis zum Spielende konnte Kleinsteinbach noch zwei weitere Tore erzielen, so daß sich Durlach mit 4:2 geschlagen geben muhte. Somit steht die hiesige Elf bis beute ungeschlagen an der Spitze ihrer Gruppe. Söllingen. (Amtsleiter-Bespre- chunq.) Morgen Freitag, den 1. November, abends 8 Uhr. findet im Rathaussaal eine Besprechung der Pol. Leiter statt, zu welcher alle Zellen- und Blockleiter zu erscheinen haben. Wegen wichtiger Tagesordnung ist cS Pflicht eines jeden, pünktlich zu erscheinen. z. Ruhheim. iBom Gesangverein.) In der am Sonntag abgehaltenen Versammlung deS Gesangvereins „Frohsinn" wurde beschlossen/ ab Tonnerstag die regelmähigen Singstunden wieder auszunehmen. BDM.-Aührerinnentagung im Untergau 109 BTM.- und BTM.-Werksführertnnen deS Untergaues 109Karlsruhe vereinigten sich zu einer Arbeitstagung. Tie Morgenfeier wurde musikalisch auSgestaltet von den Führerinnen der Reichsrundfunkspielschar Karlsruhe unter Leitung von Marthel Herr, die Untergaufüh- rerin Marilie Werber sprach dabei über ein Wort von der Freiheit von Hölderlin. An die schöne Feierstunde schloß sich eine Stunde gemeinsamen Singens an und eine Arbeitsbesprechung. Der Nachmittag brachte eine Schulung über das Elsaß. Tina Weih, die WS- Stellenleiterin im Untergau, zeigte an Hand der geographischen Lage des Landes und der Geschichte auf, dah bas Elsah trotz aller gestellten Ansprüche der Franzosen nur deutsche? Land fein konnte und sein kann. Den letzten Teil der Tagung füllte eine Stunde praktischer Arbeitsanleitungen aus für die Werkarbeit, mit der sich jede Gruppe bis Weihnachten beschäftigen wird. Für die Werkarbeit zu Weihnachten gilt die Parole: Jedes Mädel muß ein Stück für das WHW. arbeiten, sei es ein Kleidungsstück, besonders für Kinder, oder Spielzeug, oder sonst etwas Nützliches. Wa. Rheinwafferstände vom 80. Oktober. Konstanz 860, + 2, Rheinfelden 226, —2, Breisach 106, — 7, Kehl 256, —12, Strahburg 255, —18, KarlSruhe-Maxau 411, —5, Mannheim 815, — 19. (Tnitft -na. _ -1 Gute Cigaretten in stets unveränderter Qualität*) ATIKAH 5 * /War früher unmöglich erschien, ist heule Talsachegeworden: durch die enormen FoNschritte moderner Technik sind heute die Hersteller von Oualität»» Eigoretten in der Lage. Schwankungen im Geschmack oder im GehaÜ praktisch vollkommen ourzuschalten. Ml Bomben und Granaten siir den Sieg Die Parole für den Jede Zeit schuf sich ihre Waffen. Steinschleuder, Ger und Axt. Armbrust und Wurfmaschine waren di« ersten primitiven Waffen unserer Vorfahren. Sie erfüllten ihre Ausgabe die Scholle zu schützen und den Feind zu treffen. Aber so wie sich der Krieg aus dem Kamps von Tausenden oder Zehntausenden von Söldnern zu einem Wafsengawg der Völker von Hundcrttausenden und Millionen entwickelte, wie die Entfernungen aneinander heranwuchsen und Schnelligkeit in phantastischer Weise Brücken über Raum und Zeit schägt, steigert sich auch die tödliche Gewalt der Waffen. Tod säen sie aus 6000 Meter Höhe vom Himmel herab, und über Meere hinweg reichen die Ge- schoffe mächtiger Kanonenschlünde. Dem deutschen Soldaten stehen seine Waffen zur Seite: das Geschoh, die Granate, das Torpedo, die Fliegerbombe und die Seemine. Unser« Wehrmacht hat diese Waffen zu brauchen gelernt. Todesmutig stoßen di« Flieger mit ihren Lasten verderbenbringenden Stahls bis in das Herz des Feindes vor. werfen die Infanteristen ihre Handgranaten in die feindlichen Gräben, jagen unsere kühnen U-Boote ihre Torpedos in den Leib feindlicher Schiffe. Unser Bolksheer vereint beides in höchster Weise: Mut und Waffe. Von seinem Mute sühlen sich auch die durchdrungen, die keine Waffen tragen. Sie würden ihn beweisen zu jeder Stunde, die man sie ruft . . . 2. und 3. Novembet Und man ruft uns! Zwar nicht in diesem Falle, um uns in der Heimat in tödlicher Gefahr zu bewähren, sondern um uns bei der kommenden Reichsstrahensammlung durch ein äußeres Zeichen — die kleine Nachbildung feiner Waffen — zu der inneren Haltung des Soldaten zu bekennen; seiner Tapferkeit, seiner Pflichttreue und — zu dem Willen, im Dienst an unserem Volke zu erfüllen, was die Front uns im Schutze ihrer Waffen zu tun übrig läßt. 45 Millionen „Bomben und Granaten^ werden zwei Tage lang nicht Tod und Verderben bringen, sondern dem Leben dienen. Sie werden nicht vernichten und zerstören — sondern durch das Kriegs-WHW. aufbauen: Wahrzeichen junger, aufstrebender- Kräfte, Pflegestätte des Lebens für Mütter und Kinder, für Kranke und Genesende und für dic Tausende, die der Ruf des großen deutschen Vaterlandes von fern her heimkehren hieß. Mit Bomben und Granaten für den Sieg des Lebens! heißt die Parole am 2. und 3. November. Jedes Geschoß wird sein Ziel finden! Jede Bombe einschlagen! Jedes Torpedo treffen! Wir sind es unserer tapferen Wehrmacht schuldig, daß wir selbst die spielzeugkleinen Nachbildungen seiner Waffen würdig zum Siege führen. Baden - wehrgeographisch gesehen Lichtbildervortrag von Oberregierungsrat Walter Am fünften Abend der Kulturpolitischen Vorlesungsreihe der Fridericiana war der Hörsaal 16 des Aulabaues wiederum überfült, diesmal von Hörern, di« hauptsächlich dem NS.-Lehrerbund angehörten. Aus einer überragenden Sachkenntnis heraus, die mit jedem Satze «ine unendlich liebevolle, gründliche und vielseitige Durchforschung unserer badischen Heimat verriet, behandelte Oberregierungsrat Michael Walter an -Hand eines umfangreichen Bildmaterials die badische Landschaft unter dem Gesichtspunkt ihres Wehrcharakters. Di« Zwischen- und Verkehrslage Badens und seine bisherige Stellung als Grenzland geben der Ansicht Gewicht, daß hier ein selten anschauliches und aufschlußreiches Beispiel für den Nachweis der Grundsätze und Möglichkeiten jeglicher Kriegführung gegeben ist. Der Redner hat eS tatsächlich vermocht, in nahezu zwei Stunden daS ganze badische Land unter Einbeziehung notwendiger Teile Württembergs wehrgeographisch zu durchpslügen. Dabei war eS für die Anwesenden durch die Fülle deS Dargebotenen nicht immer leicht, der Vielzahl der Namen und besonderen Geschehnisse mit der gleichen angespannten Aufmerk, samkeit zu folgen. An der eingehenden Darstellung der Schlacht von Malsch am 9. Juli 1796 konnte der Redner einmal alle für eine planmäßige strategische Führung unerläßlichen Richtpunkte aufzeigen. Im übrigen bleibt es immer wertvoll zu wissen und verdient die höchste Bewunderung, daß zu allen Zeiten das Entscheidende bei der Gestaltung einer Landschaft durch die menschliche Hand doch letztlich der militärische Standpunkt gewesen ist. Ihm sind die Anlage von Städten und Dörfern, alle Formen der menschlichen Ansiedlung unterwor- fen. Wer sich, durch den Besuch dieses Vortrages angeregt, noch näher mit diesen Stoffen beschäftigen will, dem empfehlen wir das von Generalselbmarschall von Reichenau im Eher- Verlag herausgegebene kriegswisienschaftliche Werk „Schlachtfelder zwischen Alpen und Main". Die nächste kulturpolitische Vorlesung hält Ministerialrat Prof. Dr. A s a l über da? Thema „Altes und neues Rechtsdenken" am Montag, den 4. November. Kurt Knittel. Ans Dem Alblal m. Ettlingen. lZumGastspielberBa- dischen L a n d es b ü h n e.) Die Komödie ,Linder. Kinder" ober „Die Sterne lügen nicht", die am kommenden Samstagabend in der Stadthalle zur Aufführung gelangt, wird fraglos den Zuschauern einen außergewöhnlich vergnügten Abend bereiten. Diese ausgelassene Komödie bat sich in der Darbietung der Badischen Bühne bisher ungewöhnlich erfolgreich bewährt. Lachstürme, Beifall auf offener Szene waren die Begleiterscheinungen der durchweg glänzenden Aufnahme. Bestimmt wird man auch bei uns in Ettlingen noch lange an diesen vielbelachten Abend zurückdenken können und die NSG. „Kraft durch Freude" sowie die Badische Landesbühne werben sich sicher viele neue Freunde dadurch erwerben. Wir machen darauf aufmerksam, baß die Vorstellung pünktlich um 10,90 Uhr beginnt. Saalöffnung 18,45 Uhr. Der Vorverkauf im Zigarrengeschäft Krause hat bereits am Montag begonnen. Wir geben noch die Namen der Künstler bekannt, die uns in Ettlingen durch ihre Leistungen am Samstagabend viel Frohsinn und Heiterkeit bereiten werden: Erika Gutmann. Else Stalinski, Ilse Köhler, Ilse Hummel, Arthur Chwalek, Fritz Krehl und Johannes Bergfeldt. (Sing- und Spielabend des H I. - O r ch e st e r s.) Am 10. November, abends 148 Uhr, findet in der Aula der Hindenburg- Oberschule ein Sina- und Spielabend des HJ.- Orchefters unter Mitwirkung eines BDM.- Sinakreises statt. iWHW. -Mitteilungen.) Ausgabe der Wertgutscheine für Monat Oktober an die Betreuten: Ettlingen-Ost: Heute Donnerstag, den 31. Oktober: Ettlingen-West: Freitag, 1. November, nachmittag von 3 bis 4 Uhr, in der Geschäftsstelle der NSB. Die Kontrollkarte ist ist mitzubringen. (Standesamtliche Nachrichten.) Geburten: Waltraud Gertrud, Vater Wilhelm Nagel in Spielberg; Klaus Peter, Vater Albert Amandus Ulsamer, Ettlingen, Asam- weg 7. Eheschließungen: Hermann Müller und Elise Ege, Ettlingen, Badenertorstraße 20; Hermann Kurt Otto Laier und Mathilde Marie Koch, Ettlingen, Pulvergartenstraße 10. Todesfälle: Ignaz Walzer, Ettlingen, Spinnerei, 82 Jahre alt. Eheaufgebote: Kaufmann Mar Eugen Hans Vater, Karlsruhe. Am Staotgarten 11, und Martha Magdalena Kirchenbauer, Ettlingen, Gartenstratze 13. (Ernennung.) Assesior Hellmuth Stol- zenberger an der Hindenburg-Oberschule in Ettlingen wurde zum Studienrat ernannt. m. Ettlingen. (Unfall.) Am Mittwochfrüh 6.50 Uhr, stieß auf der Albtalstraße beim Wattberg, ein Motorradfahrer auf «in stadt- wärts fahrendes Milchfuhrwerk auf. Der Fahrer erlitt nur geringe Verletzungen. e. Bnseubach. (K a n i n ch e n s ch a u.) Die Zucht- und Werbeschau des Kaninchenzttchter- vereins am Sonntag mar für den Verein fo- ivohl wie für die einzelnen Züchter in jeder Hinsicht ein voller Erfolg. Rund 400 Personen besuchten die Ausstellung, die durchweg mit erstklassigem Tiermaterial beschickt war. Ins- aesamt waren 81 Zuchttiere, davon 47 Jungtiere ausgestellt. 31 Züchter konnten mit Preise» bedacht werden, davon 5 mit Ehrenpreisen, sechs mit l. und zehn mit II. und zwölf mit IH. Preisen. Vervollständigt war die Ausstellung mit einer sehr intereffanten Schau von Erzeugnisien jeglicher Art aus Fellen. Das Ergebnis der Werbeschau war für die Züchter ein weiterer Ansporn zu intensiver Arbeit im Interesse des Volksganzen, für die Besucher aber ein Anreiz, sich auch der Kaninchenzucht zu widmen. (Vom Sport.) Der Fußballklub konnte auch beim sonntäglichen Spiel gegen Mörsch auf hiesigem Platz nicht zu einem Erfolg kommen. In der ersten Hälfte zeigte die hiesige Elf ein zügiges und gefälliges Spiel und konnte auch den ersten Treffer beim Gegner unterbringen. In der zweiten Hälfte gefiel sich Busenbach in Ueberkombinationen. Durch unnötige Umstellungen verfielen die Aktionen des Sturmes in matte Angriffe. Trotzdem gelang es der Elf, bis 10 Minuten vor Schluß das 1:0 zu halten. Mörsch, das zeitweise unnötig hart spielte, setzte alles auf eine Karte und konnte bis zum Schluß mit 2 Treffern die Punkte an sich reißen. (Kinder aus dem Elsaß.) Seit einigen Tagen weilen bei hiesigen Volksgenossen fünf Kinder aus dem Elsaß zur Erholung. Wir wünschen den Kindern, die 4—5 Wochen hier untergebracht sind, gute Erholung und glückliche, frohe Tage bei ihren Gasteltern. (Todesfall.) Nach längerer Krankheit starb im Alter von 75 Jahren unser Mitbürger Alois Vogel. Ein Menschenalter lang versah er die Instandhaltung des hiesigen Wasier- Mit dem Motorrad tödlich verunglückt Der 29 Jahre alte bei der Reichsbahn be- schäftigte Wagenreiniger Stefan Käst aus Ettlingen ist in der vorletzten Nacht auf der Heimfahrt von Karlsruhe mit dem Motorrad tödlich verunglückt. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen neben seinem Fahrzeug aufgesunden und ist in der Frühe in einem Karlsruher Krankenhaus gestorben. Betriebsappell beim Postamt 1 Aus Anlaß der Ueberreichung von Treu- üienstehrenzeichen für 25- und 40jährige Dienstzeit an drei Kam'eraden und der Einsetzung eines neuen Betriebsobmanns trat die Gefolgschaft des Postamts 1 zu einem Betriebsappell zusammen, an dem auch der Kreisobmann der DAF., Pg. H i n tz e, teilnahm. Nach Begrüßung der Gäste und der Gefolg- schastsmitglieder überreichte der Betriebsführer, Postamtmann Pg. Burgard, den Jubi- laren die Auszeichnungen; er sprach ihnen den Dank für ihre aufopfernde, treue Mitarbeit aus und überbrachte ihnen gleichzeitig die Anerkennung und die Glückwünsche des Reichspostministers und deS Präsidenten der Reichspostbirektion Karlsruhe. Auch Kreisobmann Pg. Hintze sprach den ausgezeichneten Kameraden seine Anerkennung aus. Rückschauend auf di« in den letzten sieben Jahren geleistete Aufbauarbeit stellte Pg. Hintze fest, daß bas ganze deutsche Volk auf seinem Posten gestanden hat. Es gilt aber auch weiterhin für jeden einzelnen, auch in der kommenden Zeit voll und ganz seine Pflicht zu tun und treu und einsatzbereit hinter unserem Führer zu stehen. In von Herzen kommenden und zu Herzen dringenden Worten sprach Pg. Hintze zu den Gefolgschaftsmitgliedern von den Pflichten, die jeder zu erfüllen hat an dem Platze, auf den er gestellt worden ist. Pg. Burgard begrüßte den neu ernannten Betriebsobmann und forderte die gesamte Gefolgschaft auf, auch weiterhin treu und einsatzbereit mitzuarbeiten am Aufbauwerk unseres Führ,erS. kurze Stadtnarkrickten Mit dem goldenen Trendienstehrenzeiche« für 40jährige Dienstzeit wurde der Kanzleiobersekretär im Finanzministerium Julius Mattes, Artilleriestraße 3, ausgezeichnet. Der Ruhetag aus der Messe findet, wie unS das Polizeipräsidium mitteilt, auf Wunsch der Wirtschaftskammer Baben, ambulantes Gewerbe, und der DAF. nunmehr nicht am Freitag. sondern bereits heute, Donnerstag, statt. Die Betriebe auf dem Skagerrakplatz sind also heute nachmittag geschlossen. Die Feuerfchntzpolizei griff gestern abend bei einem Autobrand auf der Reichsautobahn helfend ein. Ei« Zusammenstoß zwischen einem Pferdefuhrwerk und einem Straßenbahnzug erfolgte gestern früh gegen 7 Uhr Ecke Kreuz, und Kriegsstraße, weil der Lenker des Fuhrwckrks die Vorfahrt verletzt hatte. An dem Pferoe- fuhrwerk entstand leichter Sachschaden. Ans den Gerichtssälen: Lange Finger — lange Strafe Als mehrfacher Kahrraddieb hatte sich..'!" dem Einzelrichter beim Amtsgericht der 2c»a0- rige Albert R- zu verantworten. Der Ange- klagte hatte im Sommer dieses Jahres in""' halb vier Wochen zum Teil während der Nachtzeit insgesamt sechs Fahrräder entwendet. Tce gestohlenen Räder verkaufte er unter foliche" Vorspiegelungen weiter, wobei er jedesmal b^ hauptete, der Eigentümer zu sein. Wie vorn Staatsanwalt heantragt, verurteilte ihn da» Gericht wegen Diebstahls in sechs Fällen, Betrugs in fünf Fällen und versuchten Betrugs in einem Falle zu einer Gesamtgefängnjsstrate von zwei Jahren. Nachspiel eines Seitenfprungs Auf Seitenwegen der Untreue lernte der Ehemann B. das blonde Fräulein S. kennen- Im Kino begann der Roman und nach drei- viertel Jahren ging das Verhältnis in die Brüche. Aber die Folgen blieben. Fräulein ®- glaubt, baß das zu erwartende Kind den Ehemann B. zum Vater haben müsse. Ob dies stimmt, wird der Unterhaltsprozeß entscheiden müsien. Es ist nicht verwunderlich, daß es unter diesen Umständen zwischen den Rivalinnen Streitigkeiten kam und allerlei wenig schmeichelhafte Aeußerungen hinüber und herüber fielen. Es wurde festgestellt, daß Fräulein in der Wohnung ihrer Schneiderin über Fra" B. ausgesagt hat, diese „fette S . . ." habe es früher mit einem Juden gehabt und von diesem Stoffe geschenkt erhalten, die sie sich verdient" habe. Andererseits hat sich Frau B- über ihre Nebenbuhlerin nicht gerade feinfühlig ausgedrückt. Aus ihrem Sprachsckav .wurden die Worte „Scherben". „Socken" un» andere festgenagelt. Dies war der Sachverhalt, um den sich Beleidigungsklage und die Widerklage zwischen den beiden Prozeßgegnerinnen drehte, die sich vor dem Amtsgericht gegenüberstanden. Die Verhandlung endete damit, daß beide Parteien verurteilt wurden: Die Beklagte S. erhielt einen Denkzettel wegen übler Nachrede von 20 Mark, ihre Gegnerin kam wegen Beleidigung mit 5 Mark Geldstrafe davon. Beide teilen sich in die Kosten im Verhältnis von vier zu eins. Teure Schwarzfahrt auf der Straßenbahn Als Straßenbahn-Schwarzfahrer hatte fi® vor der Strafabteilung des Amtsgerichts der bisher unbestrafte 40 Jahre alte August F. verantworten. Die Anklage lautete auf öffentliche Urkundenfälschung, Betrugsversuch und falsche Namensangabe. Der Angeklagte fubr mit der Linie 3 der Karlsruher Straßenbahn von der Klauprechtstraße bis zur Hauptpost.. Dem Schaffner zeigte er zwei gebrauchte Fahrscheine mit einem Fahrscheinheftchendeckel vor. Wie der Schaffner sofort erkannte, waren d«e blauen Ankreuzungsstriche auf den Fahrscheinen auSradiert. Er sagte dem Fahrgast, daß die Fahrscheine ungültig seien, während Ser geklagte behauptete, der Schein sei noch nicht benützt. Bei der Haltestelle Kriegsstraße r>et der Schaffner einen Polizeibeamten herein, dem der Schwarzfahrer einen falschen Namen angab und behauptete, er sei der Schreiner Rudolf Flammer aus Neu-Ostheim. Bei der Hauptpost sprang der Angeklagte von dem fahrenden Wagen und suchte zu flüchten wurde jedoch vom Polizeibeamten eingeholt. Er entwich ein zweitesmal und rannte in den Hv' der Hauptpost hinein, wo er unter Mitwirkung eines Soldaten, der sich an der Berfolguna «*• teiligte. wieder geschnappt werden konnte. Die kurze Schwarzfahrt — normalerweise hätte der Fahrpreis 15 Pfg. betragen! — den Angeklagten teuer zu stehen. Er wurde wegen erschwerter Urkundenfälschung in Tateinheit mit Betrugsversuch und falscher Na- mensangabe zu drei Monaten Gefängnis und 15 Mark Geldstrafe verurteilt. Badisches Staatstheater. Im Großen Hau^ gelangt heute abend um 19 Uhr als 4. Bvr- stellung der Donnerstag-Stamm-Miete die komische Oper „Die pfiffige Magd" von Julius Weismann zur Aufführung. — Im Kleine" Theater (Eintracht) findet SamStag die EE aufführung des Lustspiels mit Musik ..Besu« am Abend" von Hugo Engelbrecht und W»" Kollo statt. _ M i kr o fein- starkwirksam, gegen Zahnsteinansatz» zahnfteischkräfti gend, mild aromatisch, - und so« preiswert! Des silberne Spiel Roman einer Eiskunstläuferin / Von E. O. Single (7. Fortsetzung) Helen kam mit einem gehäuften Ballen deS weißen feuchten Flaums zurlick. Sie lieh sich auf die Knie nieder und rieb selbst Stirn und Wangen des noch immer leblos Daliegenden ab. Der Trainer mußte ihm während ihrer kurzen Abwesenheit das Herz abgelauscht haben, denn das Zebra-Trikot war über der Brust aufgcriffen, und ein leinerner Beutel, wie ihn Soldaten zu tragen pflegen, hing heraus. „Das ist ja ein ganz junger Mensch!" sagte Helen bestürzt, und betrachtete voll Mitleid bas magere Iungengesicht. das ganz voller Schatten war und noch jetzt etwas Trutziges, fast Ber- biffenes hatte. Der Hanfbart hatte zusammen mit Scheithauers Hemd die Kopfunterlage abgeben müsien. „Mathias Borovic aus Olten!" stellte der Trainer vor. „Pfandschein über ein goldenes Armband von neun Gramm, zehn Frank in bar und ein Füllfederhalter! Letzterer vermutlich zum Autogrammgeben! Auch traurig, so ein EiSclown!" .ckier können wir ihn ja nicht liegen lasien", meinte Helen hilflos und beklommen. Dieser tragische Vorfall, inmitten der verschwenderi- schen Lichtpracht dieser Alpenlandschast. hatte etwas Niederschmetterndes für sie gehabt. Alle ihr eigenen Sorgen und Kümmernisse waren daneben für den Augenblick klein und nichtssagend aeworden. „Sind die von der Wirtschaft denn immer noch nicht da?" begehrte Scheithauer auf. Er meinte die kleine Teestube, die zum Eisplatz gehörte. „Das ist doch nicht steril", sagte Helen altgescheit und wollte dem Trainer den Streifen weißen Stoff aus der Hand winden, den er aus seinem Unterhemd geriffcn hatte und eben im Begrisf war. dem Verletzten um den Kopf zu binden. „Daß dich mal nur nichts beißt!" schüttelte sie Scheithauer unwirsch ab. „Kommt das denn an sein Wehweh überhaupt hin!" Während Helen hinüber in ihre Kabine fuhr, um die Schuhe zu wechseln, mühte Scheithauer sich ab, den Bewußtlosen Huckepack zu nehmen. Aber erst, als seine Schülerin zurückkehrte, war er glücklich soweit. Der Fremde hing, manchmal schwach stöhnend, die Arme schlaff vornüber geworfen, auf seinem Rücken. Es war ein sonderbarer kleiner Zug, der sich da über die Eisbahn in Marsch setzte: voran, mit nacktem, behaartem Oberkörper der athletische Scheithauer, an seinem Hals hängend der leblose Harlekin, hinter ihnen das junge Mädchen, in der einen Hand die hohen, weißen Chromlederstiesel mit den Schlittschuhen daran, in der anderen den verbogenen Schirm des Clowns. An der Unfallstelle zurück blieb nur der rote Fez. Wie ein häßlicher Klecks lag er auf dem schimmernden Eis. Schon beim Ueberqueren der Poststratze gab es einiges Aufsehen und eine kleine Menschenansammlung. aber das war nichts gegen die Sensation, die ihre Ankunft im „Kulm" hervorrief. Der entsetzte Portier versuchte zwar, den Trauerzug noch mit einer wilden, beschwörenden Handbewegnng von der Haupttreppe wegzulenken. Aber Scheithauer marschierte unentwegt au ihm vorbei die veloursbelegte Treppe hinauf, mitten durch eine starrende Gaffe von Neugier und stummer Betretenheit. Eine junge Frau schrie leise auf und wandte sich ab. Der sofort erschienene Direktor nahm, obgleich er selbst nicht mehr der Jüngste war, mehrere Stiegen astf einmal, um Scheithauer einzu- holen. Helen war nicht mit nach oben gegangen. Sie saß auf der alten geschnitzten Bündner Truhe in der Diele und sah mit leeren Augen vor sich hin. Niemand achtete auf sie. Es wurde gerade nach einem Arzt telephoniert. Unter den um- herstehcnden Gästen, die, entsprechend ihrer Jahre und Neigungen, mehr oder minder sportlich kostümiert waren, begannen sich halblaute Debatten zu entspinnen: Wer war der Mann? Wahrscheinlich am Nothorn abgestürzt? Aber doch kein Hotelgast? Nein! „Sicher ein Betrunkener!" sagte schaudernd eine pausbäckige Holländerin. Dann kam der Direktor zurück und beschwichtigte: Gar nichts geschehen! Alles in herrlichster Ordnung! Wäre Musik da gewesen. er hätte einen Tusch befohlen. Ja, wer war der Mann? Mathias Borovic aus Olten. Helen hatte komischerweise den Namen behalten, das andere ebenfalls: ein Pfandschein, zehn Franken! „Auch traurig, so ein EiSclown!" hatte Scheithauer gesagt . . . „Hallo, Helen!" schreckte sie der ahnungslose Tarka auf, der schon in aller Frühe der Bar einen Besuch abgcstattet hatte und dadurch um das Ereignis dieses Morgens gekommen war. Seit Zürich gehörte er wieder wie selbstverständlich zur Ervebition. „Bitte, Tarka!" sagte Helen, „ich habe eben einen Halbtoten hierher tragen helfen." Sie griff sich mit einer erschöpften Bewegung, die übrigens nicht ganz echt war. an die Stirn. „Lasien Sie mich jetzt gefälligst einen Augenblick in Frieden." Die kleine gemütliche Vorhalle mit den bunten Läufern, der altdeutschen Laterne oben am Deckengebälk und den vergilbten Stahlstichen an den Wänden, hatte sich langsam wieder geleert. Durch die Glastür konnte man in den großen, lichtburchfluteten schwedischen Salon sehen, wo die Leute schon wieder Zeitung lasen. „Was hast du tragen helfen? fragte der Amerikaner verblüfft. Helen hlieb nichts anderes übrig, als in großen Zügen zu berichten. „Vielleicht ist er jetzt fchon tot", fchloß sie in düsterer Uebertreibung. Aber Eisclowns interesiierten Tarka wenig, auch nicht, wenn sie sich vor lauter Eifer die Köpfe einrannten. Er fuchte sich neben Selen auf der Truhe einen Platz. Aber es gab keinen. Also zog er nur seine taubenblauen Hosen am Gürtel hoch und packte seine eigene Neuigkeit aus: ,^Jch habe einen Tausender für dich!" sagte er. „Die halten mich nämlich für deinen Manager hier!" „Wer?" fragte daS junge Mädchen gleichgültig und überhaupt nicht bei der Sache. „Das Hotelbüro! Dafür haben sie aber auch ein großartiges Plakat gemacht: Schaulaufen von ungarischer Meisterin Helen KomSzä, daily von zehn bis elf. In der Mitte ist eine rote Sonne angebracht oder ein Komet, ich weiß nicht genau." Tarka sprach ein wüstes Gemisch von Bron- xer Amerikanisch. Pariser Patois und allerlei deutschen Brocken aus der Zunftsprache. Ebenso wenig wie diese verschiedenen Idiome paßte alles andere an ihm zusammen: die kurzgeschorene rötliche Haarbürste auf seinem Kopf zu dem seinen Seidenhemd, der flotte, dunkelbraune Janker zu den sommersprossigen Farmerhänden. Nur Banknotenbündel standen ihm gut an. besonders ein solch dickes und umfangreiches. wie er es jetzt aus der Tasche zog und Helen in den Schoß warf. „Das ist nicht für mich", sagte das junge Mädchen langsam, mit zurückgepretztem Wem. ,Hch veranstalte keine bezahlten Schauläufe- Jch bin Amateurin. Wo ist bas Plakat?" Aber siehe da: daS Plakat existiert! Es war sogar ein merkwürdig gutes und Wirkung» volles Reklamebilb! Die von Tarka erwähn»« Sonne entpuppte sich als ein Scheinwerfer kreis auf einem dunklen Spiegel, darin e> leichtgeschürztes Elfenwesen eine Pirou drehte, aber ihr Name stand um so richtige., da: „Helen Komszs, täglich von zehn bis e Uhr." „Wer hat das gemacht? Ich verklage die Leute!" Ja, wer? Die Aufklärung wurde der e zürnten Helen zwar sofort und sogar von rufener Seite zuteil, aber sie lautete fo uns heuerlich, daß sie lange nur wie betäubt stehen konnte. Ein junger Mann in den C' r . r informierte sie über den Sachverhalt mit ganzen untadeligen Höflichkeit eines Beam der Frembenindustrie. Ein freundliches Entgegenkommen von dame Hordai, die mit der Hotelleitung I" r von Vierge her bekannt sei. Uebrigens ein kurzes Laufen vormittags. Kein elg« ltches Engagement! Dafür war die Elsr ^ nerin da! Tie Gäste würden sicher enrz sein! Ein so berühmter Name! ,Hst dabei etwa noch freies Wohnen für und meinen Lehrer mit einbegriffen? ~ Helen starr, mit gefrorenen Lippen. Der junge Mann behauptete, hierüber n ^ auf dem laufenden zu sein. Aber es i sicherlich anzunehmen, daß auch mit der Frau Mutter des gnädigen bestens geregelt worden sei, meinte er. - gens nur eine Kleinigkeit! Da» » schätze sich glücklich . . . und so weiter - • ' ^ Es war wie im Roman. Der Mann p auch genau so gestelzt und zierlich- 0 tSvrtievuna ^"erstaa. 31. Oktober 1916 DerMrec Sette 8 Do besuch bei Kindergruppen der AS-Arauenschasl Hier sind die Kleinen jeden Mittwochnachmittag gut aufgehoben . großen Karlsruher Schulhof strü- ben___„„__ ätapr 0 !.^ r jj6 en Nachmittag viele Buben und ftiäufe»». 0le belaöen mit großen Blumen- Ktäufe«*. r l v uc veiaoen nur ^roven outmen ch-n En buntes Papier verpackten Pack- 'ifrtop ■benn ihr vor?" fragen wir sie "Nein "Habt ihr denn Schule?" — kett" ’J i tr aehen zu den Soldaten ins Laza- Da' n ri£ ?°ll Eifer. Elidel x immer dabei, die Jungen und schon Kindergruppen der NS.-Frauen- i« nn eS klilt, den Soldaten eine Freude ez n er ? etu Und auch die Verwundeten haben ssliae,, "n die Kinder kommen, ein Liedchen ^idar-tn"? P ez Blockflöte eines blasen, ein llur>»,»!?' £ l. aufführen und sonst allerhand kigen-^"p.lreiben. Werden sie doch an ihre stichn." „ , "ber erinnert, die zu Hause sehn- fojott p« ÖU e bereit« 9?; nnn ns* t( >, -~“viiua)e uie «ew Zusammenkommen. . aRnöel ~ r ~ te ge- haben als Tracht rot-weiß wenn » Dirndlkleiöchen, die Buben sollen, nnh z,, £ Krieg erst vorbei ist. weiße Hemden den «"Nkle Höschen bekommen. Sie treiben in Sen ,aar Stunden lauter Sachen, die sie mö- -ibchen Turnen, Singen, die Musikbe- Wach.« lsrnen Blockflöte spielen, die Mädel brr?» ^,'ven Ringelreihen — von dem die grö- won-i. '"Üben natürlich nichts mehr wissen Dinn-l. 'vEshalb man sie mit ..männlicheren" kinär?» beschäftigt. Immerhin will man die ij. Art möglichst lang lebendig erhalten, ah,„fvsEre Jugend früher nur allzu schnell helfen trachtete. icrn ° bies auch bei unseren Karlsruher Kin- ir>," völlig gelungen ist. zeigt ein Blick in "aturlich-fröhlichen Betrieb der Kindergruppen. Da lassen sich die Kinder mit andächtiger Aufmerksamkeit unsere ewig schönen deutschen Märchen erzählen, da sitzen sie zusammen an kleinen Tischen und basteln mit einem erstaunlichen Geschick. Für die Betreuung der Kinder haben sich als Kindergruppenleiterinnen des Deutschen Frauenwerks Angehörige der Iugendgruppe der NS.-Frauenschaft, Kindergärtnerinnen der NSB., Frauen und Bräute von SA.- und tt- Männern zur Verfügung gestellt. Die Kindergruppen der NS.-Frauenschaft schließen sich die Lücken zwischen dem NSB.-Kindergarten und der Hitlerjugend. E. D. An alle Mütter Badens Ein Ausruf der Gausraueuschastsleiteri» Denkt daran, badische Mütter, daß es vom 6. bis zum 10. Lebensjahr kein Kind geben darf, das nicht den Weg in die Kinbergruppen der NS.-Frauenschaft findet. Hier ler- nen die Buben und Mädel bei Beschäftigung und frohem Spiel, sich in die Kameradschaft einfügen. Hier wird die Liebe zum Führer in ihnen geweckt und hier wird ihnen das Ge schehen unserer Zeit ihrem Alter und Verständ nis entsprechend nahegebracht. Kein Bub und kein Mädel wird einmal die Erinnerung an die Kindergruppenzeit missen wollen, die die Grundlage schafft für das Hin einwachsen in die große Gemeinschaft unseres Volkes. gez.: Elsa v. B a l tz, Gausrauenschaftsleiterin. Jas waren sonderbare Sillen aus den Farmen Elsäsiische Flüchtlinge erzählen von ihrem Aufenthalt in Jnnerfranlreich Jetzt sind bald alle Grenzland bewohn«! auS dem Elsaß, die ein Jahr hindurch in die ärmste Gegend Frankreichs verbannt waren, wieder daheim. Dieser Zwangsaufenthalt hat den Elsässern gar manchen Eindruck hinterlassen, von dem sie immer wieder erzählen, und man kann diesen Leuten die Freude vom Gesicht ablescn, wieder im befreiten, deutschen Elsaß zu sein. Viele Männer haben in den Farmen, von denen es im Aufnahmebezirk der Flüchtlinge recht viele gibt, von morgens früh bis abends spät gearbeitet. Sie sind dafür verköstigt worden, aber derart, daß sie am liebsten darauf verzichtet hätten. Mittags gab es als Haupt, gericht eine Art Brockensuppe mit etwas Ge- müse dazu. Vom Kochen haben die innersran- zösischen Bäuerinnen keine Ahnung und manche erfahrene elsäsiische Hausfrau konnte hier mit ihrer Kochkunst Bewunderung Hervorrufen. Frühaufsteher sind die französischen Bauern auch keine,' sollte noch so dringende Arbeit besorgt werden, der zweirädrige Karren wurde doch nicht früher angespannt als gewöhnlich Was heute nicht geht, wird, morgen gemacht! Auch ein aufziehendes schweres Gewitter vermochte die Bauern nicht aus der Ruhe zu bringen, wenn auch das Heu noch eine Taufe Einst aus Schleichwegen nach Karlsruhe ^in Kapitel trüber Vergangenheit — Wei henburgs Wandlung vom Gestern zum Heute Lr^stenburg. Weißenburg, diese alte Stätte tz^zicher Kultur, bot in den letzten zwanzig Eureg v io gut wie nichts von Belang. Der kul- Niedergang hielt mit dem Wirtschaft- Zer « ^^hritt. Das theaterliebenbe Weißenbur- Tb-^vblikum war auf den Besuch auswärtiger ger ^ angewiesen. Der Besuch des Straßbur. n>it 7V" "ttheaters war von Weitzenburg aus h»nzn ^n Schwierigkeiten verbunden. Bei- -eg , «gen und Schritte in dieser Hinsicht blie- ma»„solglos. Wirtschaftlich waren wir abge- lw, vnd kulturell sollten wir eingesargt iustz»?: Da man unfern gerechten Wünschen an -e^vöiger Stelle keinerlei Verständnis entgc- avs wußten Theaterfreunde schließlich icn Art Abhilfe zu schaffen. Sie bega- 8 t ins nahe pfälzische Grenzdorf Schwei- N,i..vnd nahmen an den KbF.-Fahrten ins den her Staatstheater teil, daS den ^iassern dieselben Begünstigungen bot, wie ttnj Ätschen Volksgenossen. Verdächtigungen Atrk,7i £ ?unziationen führten jedoch bald zum i?* dieser Theaterfahrten. Man wollte nicht, tzt^ £ Elsässer am Kulturleben ihrer deutschen »lltn,v^ £ ^drüder teilnahmen, man wollte vor l»nz »verhindern, daß sie daS neue Deutsch- ° kennen lernten. ßenzk ssroße Wende hat auch unter diese Wei- Ms Leidenszeit endgültig den Schluß- Ä»,„gezogen. Nun ist nicht nur der Weg zum S deS deutschen Theaters frei, sondern ti Dheatertruppen geben bei uns ihre z "rrgen. Am Sonntagabend gastierte die hr H^dje Theatertruppe, das Elsässer Thea- pe ,, 5 ?vurg, in unserer Stadt. Es war zugleich krh. :' te Vorstellung dieser Art seit der Rück- 1 der Bevölkerung. eines Heidelberger Gelehrten ieitxt-dr^erg. In -er Universität fand eine ?kin>^ Senatssitzung statt zu Ehren von Ge- ft* an. »rofessor Dr. August Wagenmann, Privatdozent an die 50 Jahren als Heidelberg kam und nach längerem Wirken in Jena wiederum, vor gerade 80 Jahren, endgültig nach Heidelberg zurückkehrte, um die Leitung der Universitätsaugenklinik zu übernehmen, die er bis vor einigen Jahren innehattet Die Göttinger Universität hätte schon dieser Tage Wagenmann sein goldenes Doktordiplom überreicht. In der heutigen Feier drückte nun zuerst der Rektor der Universität. Staatsminister Prof. Dr. Schmitthenne r. den Dank und Glückwunsch der Heidelberger Hochschule an den berühmten Gelehrten aus, um ihm dann die Ernennung zum Ehrensenator der Universität bekanntzugeben. Dank u>«d Glückwünsche sprachen weiter Dozentenbundführer Prof. Schmitthuber, Studentenführer Jung, Prof. Odenwaldt als Dekan der medizinischen Fakultät. Prof. Engelktng als jetziger Direktor der Augenklinik. Kreisleiter Seiler als Vertreter der Partei und Oberbürgermeister Dr. Neinhaus für die Stadt Heidelberg, aus. Sie alle rühmten die Verdienste des Gelehrten, der in der ganzen Welt einen geachteten Na- men als Augenarzt und Verfasser wissenschaftlicher Werke auf dem Gebiet der Augenheil- kunde-hat und zugleich viele Jahre lang Bor- sitzßender der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft war. Der Oberbürgermeister überreichte außerdem Geheimrat Wagenmann eine der seltenen Graimberaichen Kupferstiche vom Heidelberger Schloß. Am Schluß bankte Geheimat Wagenmann für die Ehrung. Mauuheim. sIn kochende Lauge ge- st ü r z t.) Der 81 Jahre alte Arbeiters. Herm aus Ketsch fiel bei Ausübung seiner Arbeit-in kochende Lauge und erlitt so schwere Verbrennungen, baß er bald darauf starb. Hockcnheim. sBeide Beine gebrochen.) Auf dem Heimweg von Neulußheim wurde Frau Lichtenberg von einem Personenkraftwagen angefahren und schwer verletzt. Sie brach beide Beine. über sich ergehen lassen mußte. Die elsäflischen Bauern haben dieser Lotterwirtschaft kopfschüt telnd zugesehen. Biele landwirtschaftliche Be triebe stehen dort leer, die Gebäude brechen zusamme nund Jungvolk, das der Scholle treu bleibt, ist nur selten zu finden. Nur alte ge brechliche Menschen, die an das Leben keine großen Ansprüche stellen und auch vom Fort schritt nichts kennen, halten mühsam einen un wirtschaftlichen Betrieb aufrecht. Man versuchte mit allerlei verlockenden Mitteln die Elsässer von der Heimreise ins Elsaß abzuhalten und versprach ihnen Boden und Geld. Aber keiner blieb, jeder wollte in seine geliebte elsäsiische Heimat zurück. Staatssekretär Kleinmann in der Eauschule Walbach Eine Besichtigungsfahrt durch daS Elsaß nahm der Staatssekretär im ReichsvePkehrS Ministerium, K l e i n m a n n. zum Anlaß, der Gauschul« Walbach der NSDAP., Amt für Beamte, in Walbach im Münstertal einen Besuch abzustatten. Die Lehrgangsteilnehmer waren vor der Gauschule angetreten, unter ihnen auch 30 Ncichsbeamte. Der Staatssekretär richtete nach einer eingehenden Besichtigung sämtlicher Einrichtungen der Gauschule im Hörsaal an die elsäffischen Beamten eine kurze Ansprache, in der er seiner Freude darüber Ausdruck gab, in welch vorzüglicher Weis« die elsässischen Beamten in den Geist des Nationalsozialismus und des Großdeutschen Reiches hineinwachsen. „Ihre deutsche Seele", so sagte der Staatssekretär u. a., „wird hier wieder frei gelegt. Sorgen Sie auch dafür, daß dies überall dort der Fall ist, wo Sie mit Ihren Kameraden in der engeren Heimat zufammenleben." Der Leiter des Amtes für Beamte der NSDAP„ Gau Baden, Gauamtsleiter Pg. Mauch, sprach im Verlauf deS gleichen Tages ebenfalls zu den elsässischen Beamten. Er wies sie auf di« Aufgaben und Pflichten hin. die sie im Staate Adolf Hitlers zu erfüllen haben. Nordbadisches Landdiensttreffen -okl. Heidelberg. Zu einer zweitägigen Tagung weilten die Mädels der nordbadischen Lawddienstlager der HI. in Heidelberg. Die Tagung diente der Ausrichtung für die kommende Winterarbeit. Der Samstagnachmittag und Abend war ausgefüllt mit frohem Dingen und Musizieren. Am Sonntagvormittag vereinten sich die Mädels vor der Bismarcksäule zu einer eindrucksvollen Morgenfeier, in deren Mittelpunkt die Landdienstbeauftragte des Gebietes Baden 21, Gertrud Frey, an die Mädels anspornende Worte richtete. Am Nachmittag nahmen die Mädels geschlossen an der agrarpolitischen Tagung in der Heidelberger Universität teil, in der namhafte Männer von Partei und Staat das Wort ergriffen. Zwei Klatschbasen, die den Zug nicht hörten Sondershause«. Ein kaum glaublicher Vorfall ereignete sich an einem schrankenlosen Bahnübergang in Rottleben im elsäffischen Kreis Sonbershausen. Zwei Einwohnerinnen, die sich sehr viel Interessantes zu erzählen hatten, hatten sich dazu ausgerechnet die Gleise dieses Bahnüberganges erwählt. Sie ereiferten sich in ihrem Schwätzchen so, daß sie bas Pfeifen und Pusten des sich nähernden Zuges vollkommen überhörten. Dem Lokomotivführer blieb nichts anderes übrig, als den ganzen Zug vor den beiden Frauen anzuhalten. Erst ein« rauhe Männerstimme vermochte die beiden Basen aus ihrer Versunkenheit aufzuschrecken. Der Strafbefehl wird nicht auf sich warten lassen. Er ist sicher das kleinere Uebel, denn die Folgen hätten auch leicht sehr viel ernster sein können. ' Der sterbende fätinrid) Bon Jürgen Hahn-Butry Jahre sind vergangen, feit nrir ein Kriegskamerad vom Tode des Fähnrichs erzählte. Ich habe den Namen vergessen und auch den des Garderegiments, dem er angehörte. Doch di« Schilderung seines Sterbens beim Vormarsch 1814 in Belgien wird mir immer als «in Beispiel wahrhaft soldatischer Haltung in der Erinnerung bleiben. Do ungefähr war der Bericht meines Kameraden: Ein preußisches Gardevcigiment hat gestürmt. Es hat seine Aufgabe, wie noch immer in der Geschichte der Garde, gelöst. Hunderte haben dabei die Erfüllung ihres Lebens gewonnen. Nun geht am Abend der Bataillonskommandeur den Sturmweg nach rückwärts. Er ist gezeichnet durch die dunklen Gestalten, die bewegungslos und doch noch im Tode hincingestarrt in den Rhythmus des Stürmens am Boden liegen. Sanitäter hasten im Laufschritt mit ihren Bahren über daS Feld, bücken sich hier und dort und verharren nur selten, wenn sie einen Mann finden, der noch atmet. Den legen sie dann mit vorsichtigen Händen auf ihr schmales Trägheit und schreiten ' behutsam mit stoß- wiegenden Hüften, wie Mütter, die ein neues Leben hüten. Die Augen deS Kommandanten sind ver- schleiert. Jeder von denen, die dort liegen und niemals mehr aufstehen, hat ein vertrautes Gesicht, ist ein Stück von ihm selbst. Da sieht er den Fähnrich. Er liegt auf der linken Seite, ein blondhaariger, neunzehnjähriger Junge, schmal und feingliedrig mit einem noch weichen, unaufgeschlossenen Mund. Der Kommandeur kniet sich zu ihm hin, beugt sich über ihn. Ein Granatsplitter hat die rechte Schulter zerrissen. DaS Blut steht neben ihm in einer trWen Lache. Der Major dreht den Fähnrich auf den Rük- ken und beugt sich über ihn. um zu horchen, ob das Herz noch schlägt. Da wacht der Junge auf, erkennt den Kommandeur. Erst geht ein leiseS Erschrecken über das blaffe Gesicht, dann steigt langsam Röte in die Wangen. .Lkch kann nicht ausstehen, Herr Major!" Etwas wie Scham ist in dem Flüstern. Der Kommandeur streicht ihm mit der Hand über die Stirne. „Haben Sie einen Wunsch, Fähnrich?" Der ftunge blickt seinen BataillonSchef mit großen Augen an. „Nein, danke. Herr Major." Und wieder fragt der Offizier: „Wollen Sie etwas Schokolade?" Er sucht in der Tasche seines WaffenrockcS. „Oder kann ich Ihnen sonst irgend eine Erleichterung verschaffen, bis die Krankenträger kommen?" Da spielt ein zaghaftes Lächeln um den Mund des Jungen, und seine Stimme fragt leis«: „Dann bitte ich Herrn Major um eine Zigarette!" Der Kommandeur nimmt die Zigarette auS dem Etui und zündet sie sich an. Brennend gibt er sie dem Schwerverwundeten zwischen die Lippen. Der dankt mit den Augen. Ter Major sieht noch, daß es dem Fähnrich gelingt, die Linke zum Munde zu führen, und geht dann fort. Er findet auch zwei Sanitäter mit einer leeren Tragbahre und kehrt mit ihnen zum Fähnrich zurück. Schon von ferne sieht er, daß er noch immer raucht. Wieder steht er vor ihm. Da macht der Fähnrich gerade den letzten Zug aus der herabgebrannten Zigarette. Mit einem seltsam klaren Blick schaut er den Kommandeur an. ^fch danke Herrn Major!" Fast laut bat er die Worte gesprochen. Nun nimmt die Hand, ohne zu zittern, das kleine Ende der Zigarette aus dem Munde und senkt sie langsam zur Erde. Die zivei langgestreckten Finger tunken den glühenden Tabäk so sorgsam in das Blut am Boden, als löschten sie die Zigarette in der Aschenschalc eines Salons. Dann legt sich die leere Hand dicht an den Körper. Der Leib des Jungen streckt sich lang. Der Kommandeur beugt sich über ihn. Da sinkt der blonde Kops langsam zur Seite. Der Fähnrich ist tot. On. Ein Prediger in der Wüste John Milton geihelte die Habsucht und Unmoral der Engländer Es hat in der englischen Geschichte nur wenige aufrechte Männer gegeben, die eS wagten, ihren eigenen Landsleuten den Spiegel vorzuhalten. Zu ihnen gehörte u. a. Lord Byron, der seinen Zeitgenossen Lord Elgin öffentlich als Tempelschänder und Vandalen brandmarkte, als dieser'die berühmten Bildwerke des Parthenon von der Akropolis in Athen geraubt hatte, und vor allem der berühmte Dichter John Milton. Dieser haßte und höhnte die blutbefleckte Krone des Inselreiches, geißelte mit puritanischer Strenge die Habsucht und Unmoral der Britten und zog sich hierdurch natürlich viele Anfeindungen und Verfolgungen zu. Milton wurde am 8. Dezember 1608 in London als Sohn einer begüterten Familie geboren. Seine Erziehung erhielt er zuerst im Elternhaus, dann in der Schule von St. Paul, bis er 1624 in seinem 16. Lebensjahr in das Christchurch College zu Cambridge eintrat. Dort setzte der frühreife Jüngling, unberührt von dem jugendlichen Treiben seiner Altersgenossen, sein bereits in London begonnenes Studium der alten Klassiker fort, versuchte sich selbst schon als Dichter in lateinischer wie englischer Sprache und bewies dabei einen so eisernen Fleiß, daß er davon augenleidend wurde. Wegen seiner mädchenhaften Scheu und Zurückhaltung wurde der begabte Literat damals von seinen Kameraden mit Scherz oft die „Lady of Christchurch" genannt. Später hat dann Milton, der sich allmählich vom Puritaner zum Quäker verwandelte, eine große Anzahl grundlegender Werke von teilweise so „staatsgefährlichem" Inhalt geschrieben, daß diese auf Befehl deS Parlaments öffentlich durch den Henker verbrannt wurden, Ihr Verfasser wurde sogar verhaftet, jedoch bald wieder freigelassen und auch von allen Rechtsfolgen seiner „Untaten" entbunden. Charakteristisch für die Beurteilung seiner eigenen Landsleute ist u. a. der 1649 ettchienene „Bilderstürmer", in dem Milton treffende Worte über die Schwäche fand, welche die großen öffentlichen Sünden eidbrüchiger Fürsten über die kleinen Tugenden ihrer Häuslichkeit ver- gißt. Viele Stellen in den Werken dieses Dichters könnten heute geschrieben worden sein, so aktuell und zeitgemäß muten sie an. Milton, der dreimal verheiratet war und sein HauS durch den großen Londoner Stabt- brand von 1666, sein Vermögen aber durch die Wirren der Bürgerkriege verlor, war kein glücklicher Lebensabend beschieden. Völlig erblindet und von schwerer Gicht heimgesucht, starb der Dichter am 8. November 1674 im Alter von 66 Jahren zu Bunhill Ficlds bei London. In der Westminsterabtei hat man ihm 1737 ein Denkmal gesetzt. Miltons dichterische Hinterlassenschaft verrät bei aller puritanischer Unduldsamkeit, die in seinen Schriften oft zutage tritt, heute noch den sprühenden Feuergeist und die schrankenlose Phantasie dieses Mannes, der zu Lebzeiten seinen Landsleuicn so schwer zu schaffen machte. Wagners Antwort Richard Wagner war allezeit von der heiligen Sendung des wahren Künstlers durchdrungen und wußte seinen Standpunkt auch schcn zu einer Zeit, da er noch nicht als der Schöpfer seiner Musiköramen berühmt war, zu rvahren. Während seiner kapellmeisterlichcn Tätigkeit am Theater in Riga geriet er einmal mit dem Theaterbirektor von Holtet in eine heftige Meinungsverschiedenheit. Hin und her ging die Rede. Schließlich hoffte Holtet, seinen Gegner dadurch einzuschüchtern, daß er ihm zurief: Sie vergessen anscheinend ganz, daß ich Ihr Vorgesetzter hin!" Wagner rief zurück: „Sie irren sich ganz gewaltig! DaS find Sie nicht und werden Sie niemals sein!" „Was behaupten Sie da?" sagte von Holtet, nach Luft ringend. ,^>ch wiederhole, daß Sie nicht mein Vorgesetzter sind!" entgegnete Wagner scharf. „Sie sind nur der Pächter meines Talentes, das ich Ihnen jederzeit wieder entziehen kann!" I SCHWARZKOPF SCHAUMPON e£as gesund und fcAär* Odyssee eines Schauspielers Die Irrfahrten Rudolf Försters — Aus Amerika nach Deutschland zurück Förster, soeben nach einer abenteuerlichen Ufo 1 2, <,u * Amerika zurückgekebrt, wurde von der i»r inehrere Film« verpslichlei. auf den Tag genau, drei Jahre, Beiern* Förster seinen Wohnsitz in der Aosts>,,,ark verlieb, um einem amerikanischen Zi^vi vo "^ag Folge zu leisten. Sein letzter »n £ fn »ganzen großen Torheiten" smit ,'s,.-.«omödie „Towarisch" — in der Berliner von Curt Götz dargestellt — auf Ä^ri.n r' 1 •ton. и, "kdo^"aiplelreise durch die größten Städte L^'Eas barzustellen, und zwar in eng- ..T, Drache. Ae ,,.st £ Rudolf Förster also nach Neuyork. §i>rdt ^-/stnen, daß es drei Jahre dauern tz'rnd ® u seiner Rückkehr nach Deutschland. zEfttllt o?^öay wurde das Ensemble zusammen- e F en Star der Künstler sein sollte. Nn, K?"ierweise war auch seine Partnerin к. ^lieu "Ä:^ancrin, sondern sie stammte aus „"tsta Abbau, so lautete ihr Künst- i'tnit '* übrigens in Berlin bekannt, wo Mann, dem Dramatiker Piran- ^i>nb- 4 . Ere Jahr gelebt hatte und durch ihre Ä,^faü» ""st istr strahlend blondes Haar oft Eiem^EN war, wenn sie mit Pirandello in »tz LL.', ^ Tbeaterpremieren erschien. , ^?stspielreise nahm in Detroit ihren im m^'^rlreiie nanm in u,>eiron ryrer (Ate« ging kreuz und quer durch die Der- iAüch „Staaten, Verlockende Anaebote lagen n»">sio^° £ und riesen in die amerikanische C'.. und Rudolf Förster unterschrieb der ihn aus zwölf Monate an mns großen Hollywooder Firmen verpflichtete. Statt in die Alpen zurück ging die Reise also, im politischen Hochsommer des Jahres 1838, in den filmenden Westen Amerikas, an die Sonnenküste des Atlantischen Ozeans. Rudolf Förster hatte als Deutscher keine Schwierigkeiten in Hollywood, nur konnte er kaum filmen. Fast in jedem Manuskript, das man ihm anbot, war eine politische Bosheit versteckt. Viele hochbezahlte Vorträge mußte er ablehnen, viele Rollen ausschlagen. So kam es, daß er nur in einem einzigen Film mitwirkte, der den Titel „Die Straße der verlorenen Menschen" führte und in dem Anna May Wong seine Partnerin war. Als der Hollywood-Vertrag abgelaufen war, trat Förster die Heimreise an. Sie sollte fast eine Odyssee werben. Sie dauerte ein ganzes Jahr. In den ersten Septembertagen des Jahres 1888, kurz nach Kriegsbeginn, kam er nach Neuyork zurück. Auf einem neutralen Schiff hatte er die Ueberfahrt gebucht. Sie sollte am 16. September beginnen. Das Schiff fuhr ab. doch ohne Rudolf Förster. Die Gesellschaft hatte sich aus Angst vor den englischen Seepiraten, die alle Schiffe auf hohem Meer anhielten und nach „verdächtigen" Passagieren untersuchten, geweigert, den unbequemen Fahr- gast mitzunehmen. Förster mußte warten, bis sich ihm eine sichere Gelegenheit zur Heimreise bot. Die Engländer behaupten zwar, die Meere zu be- herrschen: daß es ihnen nicht gelingt, beweist nicht zuletzt die abenteuerliche Fahrt, die Förster am 1. Juli dieses Jahres in Neuyork antrat. Als er in Aokohama landete, wurde er vom japanischen Rundfunk befragt, und berichtete im Mikrophon über seine Erlebnisse. 16 Tage fuhr er über den Pazifik, auf einem nördlichen Kurs, durch Nebel und Kälte hindurch. DaS Schiff war geheizt, den Wintermantel trug man auf Deck, doch kaum die Hand vor den Augen war in diesem Nebel zu sehen. Ohne Uebergang ging eS aus diesem Polarklima in die Tropenhitze von 40 Grad Reaumur, die in Tokio herrschte. Es war eine Reise rund um die Welt, die Förster zurücklegte, nicht in 80 Tagen, wie Jules Berne es erzählt hat, immerhin dauerte es sieben Wochen mit längerem oder kürzerem Aufenthalt in den großen Städten wie Chardin, der Lichterstadt im Fernen Osten, wo er zum erstenmal wieder in einem von Deutschen geleiteten Kino einen deutschen Film sah, in Moskau, wo man „Eugen Onegin" in der russischen StaatSoper gab. in Wilna, wo der Anschluß versäumt wurde. Und bann fuhr eines TageS spät in der Nacht am Bahnhof Friedrichstraße ein Fernzug ein. Ekn. Deulschlandfahrl elsässtscher Künstler beginnt Aus Einladung von Reichsminister Dr. Goebbels w'rd, wie wir schon vor kurzem berichteten, eine Vertretung der elsässischen bil- Senden Künstler unter der Führung des Kul- turreserenten Stähle der Abteilung Volksaufklärung und Propaganda beim Chef der Zi- vilverwaltung eine Teutfchlandfahrt durchführen. Die Reise beginnt am Donnerstag, den 31. Oktober und endet am 5. November. Die beiden ersten Tage verbringen die Künstler in München, wo neben dem Besuch des Hauses der Deutschen Kunst, der Besichtigung der Füb- rerbauten und des Königlichen Platzes ein Kameradschaftsabend im Künstlerbaus am Lehnbach-Platz vorgesehen ist. Die nächsten beiden Tage gelten der Stadt der ReichSvartci- tage und dem Besuch deS RetchspartettagSge- ländes. Den Abschluß der Teutschlandsabrt bildet ein Empfang beim Reichsminister für Bolksaufklärunq und Propaganda im Kron- faal des ReichSvropagandaministeriumS. Musikpflege in Mannheim Die Stadt Mannheim veranstaltet in diesem Winter unter der Gesamtleitung von StaatSkapellmeister Karl Elmendorfs zwei Rethen von Symphoniekonzerten. Die acht Dienstags-Konzerte setzen die Tradition der „Musikalischen Akademie" fort. Das Programm bringt außer bekannten klassischen Werken die Uraufführung „Capriccio und Finale" von Wolfgang Forstner sowie als Erstaufführungen die Erste Symphonie von Franz Schmidt und die Dritte Symphonie von Alexander Skrjabin. Je eines dieser Konzerte wird von Oswald Kabasta und Dr. Karl Böhm geleitet. Die sechs Sonntagskonzerte dienen im besonderen Maße der Förderung deS zeitgenössischen Schaffens. Als Uraufführung erklingen hier „Drei Sonette für Gesang und Orchester" von Franz von Hoeßlin, als Erstaufführungen: „Passagaclta und Fuge nach Frescobalöi" von Karl Höllcr, „Concerto grosso" von Kurt Heffenberg, Symphonie in C-dur von Hans Pfitzner, Lieder und Gesänge von Wilhelm Petersen, alte Tänze und Arien von Ottorino Resphighi, das Violoncello-Konzert von Serge Bortkiewicz und die Serenade op. 11 von Eugen Bodart. Besonders bemerkenswert ist auch die Darbietung der selten zu hörenden Serenaden in E-bur von Dvorak und in C-Üur von Robert Fuchs sowie die späte Erstaufführung der fragmentarischen Auferstehungskantate „Lazarus" von Schubert.: Eine Hugo-Wolf-Uraufführung In seinem Zweiten Philharmonischen Konzert brachte Osivald Kabasta in der Münchener Tonhalle zwei Sätze einer Jugendarbeit des großen Liederkomponisten zu Gehör: Scherzo und Finale für großes Orchester, von Wolf mit siebzehn Jahren geschaffen und kürzlich erst durch Helmut Schulz herausgegeben. Die Sätze entstammen zwei verschiedenen Symphonien in G-Moll und B-Dur und vermitteln einen guten Eindruck von der frühreifen Kraft des Meisters in der Bewältigung großer Orchestermassen. Kdt Andersen-Briefe aufgefunden Das H. C. Andersen-HauS zu Odense ist um einen wertvollen Beitrag zur Erforschung deS Lebens und Wirkens des liebenswürdigen dänischen Märchendichters bereichert worden. Die Gesellschaft der Wissenschaften schenkte dem Museum ISO Briefe, des Dichters, die durch einen Zufall auf Borreby. südlich von Skcls- kör, aufgefunden worden sind. Die Briese wurden von dem Dichter in den Jahren zwischen 1855 und 1874 an Frau Henriette Sca- venius gerichtet. ^ W. P. «l« Ausdruck der dcuts-v-butgarischen Freundschaft und in Anerkennung ihrer großen Verdienste um die Wissenschasi bat die Schtcstsche Friedrtch-WildelmL- Univcrstiäi in BrcLiau stvei bulgarischen Gelehrien, Prosestor Dr. Stranski und Professor Dr. kkonsulofs von der UniverstiSi Solia di« Ehrendokiorwürde verlieben. kkin Rastermesfcr aus der Bronzezeit. Beim Durch- suwcn ans einer neuentdeckien vorgeschichtlichen Bestat- tungSstüiie fand man auf einer Feldmark in der Näh« von Bad QldeSlo« (Holst.) in der Knochcnasche ein stark mit Patina überzogener Rastermcsser aus der Bronzezeit Das interestanteste Stück ist 8 Zim. lang und endet in einem spiralförmigen GrM. sl. Karl Elmendorfs wurde soeben cingeladen, Ansong Dezember mehrere FestspielaufMhrungen von Wagners „Siegfried' in Bologna zu dirigieren. Seite 6 DerLülrrec Dann erstag, NI. Oktober 2^. JCampfi um die punkte. Kleines Futzball-Meisterschafts Programm am Sonntag Die Reichsbundpokal-Zwifchenrunöe mit ihren fünf Begegnungen in Mannheim, München, Hamburg, Breslau und Stettin sowie der Agramer Länderkampf zwischen Deutschland und Jugoslawien lassen di« Meisterschaftskämpfe stark in den Hintergrund treten. Von den süddeutschen Bereichen find Südwest und Hessen ganz ohne Punktespiele. In Baden, Bayern urH Württemberg ist das Programm erheblich eingeschränkt und nur im Elsaß stehen fast alle Mannschaften der Bereichsklasse im Kampf um die Punkte. In Freibarg and Karlsruhe DaS Mannheimer Reichsbundpokaltreffen zwischen Baden und Brandenburg beherrscht natürlich am Sonntag den badischen Fußball. So gibt es nur zwei Punktekämpfe der Bereichsklasse, an denen durchweg Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte beteiligt find. Der Freiburger FE. empfängt im Mösle- Stadion den Karlsruher FV.. gegen den er kaum einen Punkt abgeben wird. Der FFC. hat Gelegenheit, seine Stellung wesentlich zu verbessern. Auch Phönix Karlsruhe steht gegen den 1. FC. Birkenfeld, der durch Einberufungen weiter geschwächt worden ist. vor einem neuen Erfolg. GroßkSmpfe in Schiltigheim and Mülhausen Die Mannschaften der elsässischen Fußball- Bereichsklasse stehen am Sonntag fast vollzählig im Meisterschaftskampf. In der Abteilung 1 pausieren lediglich der mit 8:0 Punkten führende RSC. Straßburg, der in Ludwkgshafen ein Freundschaftsspiel austrägt, und Mars Bischheim. ° Das bedeutendste Tressen ist das zwischen dem SC. Schiltigheim und der Straßburger ff. Schiltigheim hat nach der knappen Niederlage gegen den RSC. wieder einen schönen Sieg in Schlettstadt davongetragen. ein Beweis, daß die Mannschaft kaum etwas von ihrem Selbstvertrauen eingebüßt hat. Die ff-Männer werden sehr gut spielen müssen, wenn sie beide Punkte mit nach Hause nehmen wollen. — Weiter treffen sich in dieser Abteilung FC. Hagenau — SB. Straßburg und FC. Bischweiler — SC. Schlettstadt. Hagenau und . Schlettstadt müßten gewinnen. — In der Abteilung 2 kommt es zu der mit Spannung erwarteten Begegnung zwischen dem FC. Mülhausen <4:0 Punktes und dem SB. Wittenheim (6:0), der für die weiter« Tabellenführung entscheidend ist. Mülhausen gilt als Favorit. Im Lokaltreffen zwischen FC. Kolmar und SBgq. Kolmar ist die SBgg. etwas höher einzuschätzen. Weiter treffen sich FC. St. Ludwig und SB. Dörnach. Jpaht in J£äh&e Schlesiens Fußballelf zum Pokalkampf gegen Württemberg am kommenden Sonntag in Breslau steht wie folgt: Mettke: Kopva — Ku- bus: Wydra lalle BfR. Gleiwitz) — Pietz IT : Melkonian (HSV.s — Adamkiewicz (HS Vs. — Manja (Eimsbüttels — Woitkowiak (Rothenburgsort) — Eddelbüttel (Wilhelmsburg). Die dentsche Handball-Elf zum Länderkampf gegen Dänemark am 17. November in Kopenhagen hat voraussichtlich folgendes Aussehen: Lüdicke (Dessau): Ruck (Wcißenselss, Knackmuß (Magdeburgs: Dittrich (Leipzigs, Brinkmann (Kattowitzs, Pfitzner (Berlin): Karsten (Magdeburg), Kuchenbecker (Berlins, Sutter (Mannheims, Brüntgens (Lintforts, Hofmann (Leipzigs. Deutschland und Finnland bestreiten am 24. November in Berlin einen Länderkampf im Kegeln. Am 20. November treten die Finnen in Stockholm gegen Schweden an. Eine Tennis-Wcttkampsreise nach Schweden und Norwegen hat der italienische Tennisverband beschlossen. Del Bello und Romanoni sowie voraussichtlich Quintavalle werden im kommenden Monat die Skandinavienreise an treten. Die Rad-Saalsportmeisterschafte« in Hannover haben eine so vorzügliche Besetzung zu erwarten, daß das Programm auf zwei Tage ausgedehnt werden mußte. Die Ausscheidungen finden nun am 30. November, die Titelkämpfe am 1. Dezember statt. Der schwedische Kraulschwimmer Per Olos Olffon wartete in Stockholm mit einer seinen Leistung auf. Er gewann ein 100-Meter-Ren- nen in 50,5 Sekunden. Die bekannte schwedische Rekordschwimmerin Gundol Söderberg war über 200-Meter-Kraul in 2:42,0 Minuten erfolgreich. **'*}'& Deutschlands Wcltmeifterpaar hat geheiratet Die Olvmpiasieger und Weltmeister im EiSkunst-Paar- lausen Mari Herber und Ernst Baier, di« seit Jahren in ihrer sportlichen Kunst unerreicht sind, haben in München geheiratet. (Stherl-M.) Großdeutsches Schachturnier im Generalgouvernement Max Eisinger spielt mit Auf Einladung des Generalgouverneurs Dr. Frank führt der Grobdeutsche Schachbund in der Zeit vom 3. bis 17. November ein Meisterturnier im Generalgouvernement durch. Es werden die 12 stärksten deutschen Schachmeister teilnehmen. K i e n i n g e r - Köln, der neue Meister von Grobdeutschland, trifft abermals mit Schmidt-Danzig zusammen, vor dem er im August in Bad Oeynhausen nach schwerem Zweikampf nur mit knappem Vorspung siegen konnte. Mit Bogoljubow -Krakau, Richter-Berlin und Ahues-Köniqsberg treten drei Deutschlandmeister früherer Jahre zum Kampfe an. Die weiteren Teilnehmer Lok- venc-Wien, Gilg-Troppau, Eisinger- Karlsruhe, Rellstab-Berlin, Müller-Wien und Köhler-München sind durchweg Meister, die in den letzten Jahren besonders erfolgreich waren. Als 12. Teilnehmer soll der neu«^ Stadtmeister von Krakau zugelaffen werben. Das Turnier beginnt in Krakau, wo die drei ersten Runden ausgetragen werden. Es folgen drei Runden in Krynica, zwei in Radom und die letzten drei in Warschau. Neben dem Meisterturnier sollen Schachveranstaltungen für die Wehrmacht, Simultanspiele usw. durchae- führt werden.- Kampf der Kohlenverschwendang! Ein eisernes Kriegsgebot — Kohle sparen, wo es irgend möglich ist Großdeutschland ist reich an Kohle. Nach menschlichem Ermessen haben wir für Jahrtausende genug an diesem wertvollen Brenn- und Rohstoff. Die Kohlenproduktion ist auf die neueste Stuf« der Technik gehoben. Und dennoch heißt es: Kohle sparen. Kampf der Verschwendung auch auf diesem Gebiete der nationalen Rohstosfwirtschaft. Kohle ist nicht nur Brennstoff. Sie ist wertvoller Rohstoff und die Basis für eine großartige chemische Industrie. Kohl« wird veredelt zu Kunststoffen zu Farben und Heilmitteln, zu Treibstoffen für das Heer und di« Wirtschaft und in Verbindung mit Kalk zu künstlichem Kautschuk, der dem natürlichen überlegen ist. Uebrigens hat die vielseitige chemisch« Verwendung der Kohle zu «inem Vorurteil geführt. Man sagt, durch die Chemie habe sich die Bedeutung der Kohle grundsätzlich gewandelt. Sie sei in erster Linie «in Rohstoff für die Veredelung und chemische Weiterverarbeitung und dann erst Brennstoff. So ist das aber nicht. Denn von der gesamten deutschen Kohlenförderung kommen nur etwa 5 bis 6 Prozent in die chemischen Fabriken. Kohle ist nach wie vor in e r st e r Linie ein Brennstoff. Sie wird in Wärme und Kraft verwandelt. Aus Kohle stammt das Gas und der elektrische Strom. Kohlenfeuer lodern unter den Keffeln der Industrie, der Eisenbahn und der Schifffahrt. Aber vor allem ist die Kohle der wichtigste Wärmespender für Heim und Herd. Erst kommt der feste Brennstoff und dann die anderen Wärmeträger Holz. Tors, Gas und Strom. Daß wir sparsam mit den schwarzen und braunen Freunden der Hausfrau umgehen müssen, hat seine grundsätzlichen und aus der Zeit verständlichen Gründe. D«r Kampf gegen die Verschwendung auf allen Gebieten ist «ine nationale Verpflichtung. Denn wir denken alle wie der Techniker: nichts soll umkommen und alles soll aufs beste verwertet werden. Das ist ein ehernes Gesetz der Volkswirtschaft. Und ihm untersteht auch die Hauswirtschaft. Deshalb haben seit längerer Zeit die Kohlenproduzenten daraus gedrungen, daß die Technik bessere Herde unb Oefen herstellt, die mit weniger Brennstoff mehr leisten, und daß die Hausfrauen zu einem richtigen Heizen erzogen werden. Das ist das eine. Und das andere ist dies: Zu Kriegszeiten arbeitet die Kohlenproduktion mit Hochdruck. Es wird ja auch mehr Kohle gebraucht. Die Armee braucht zusätzlich Brennstoff. Deutsche Kohle wird nach Europa anderswo hingeliefert. Das hat seine guten wirtschaftlichen und politischen Gründe. Alle Transportmittel sind auf das äußerste angespannt. Es kann nicht mehr Kohle verteilt werden, als durch die oberste ^ schaftsführung vorgesehen ist. Deshalb ' „ ein eisernes Kri.egsgebot, Kob Wirt' sparen, wo immer es geht. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die einer samen Brennstoffverwendung hindernd Wege stehen. Tie Schornsteine sind kavuti. , je , verunreinigt, die Herd- und Ofentüren i®. abgedichtet usw. usw. Hausfrauen auch nicht UN0 AUU'll sie Vielfach wissen daß durch einfache ^lausiraurn auaj ruu;i, vub üwa ; m „fitflfl Kniffe beim Feueranmachen, bei der Regc> und beim Halten der Wärme Vorzügliches erreichen ist. Deshalb nun ist ein kleines *' lein erschienen, das in anregender und fl*», licher Form alle über die Kunst des ifwljß < Heizens unterrichtet. Es heißt: „Wie öe»ie richtig?" und ist vom Reichsausschuß ' Volkswirtschaftliche Aufklärung herausgesft worden. Plutokratie läßt den Arbeiter zahlen Die am 21. Oktober eingeführte neue „Luk!?.' steuer" auf Schuhe, Kleider, Anzüge usw- hat biePreiseeinergroßenÄnzahl f e „ brauchsgüter in England anste>S . lassen. Die Aufwärtsbewegung ist aber n nicht abgeschlossen, so daß sich die Verteuern des Arbeiterhaushalts in vollem Umfang n nicht absehen läßt. Gleichzeitig mit der t- führung der neuen Luxussteuer traten > t Heren Steuern vom Arbeitslohn in Kraft- englische Arbeiter wirb also durch die ® j,s, gebungsmaschinerie seiner Plutokratie ^ zeitig von zwei Seiten in dieZa uh genommen: von der Steuerseite und von „. eV Preisseite. Durch die neue Luxussteuer w den die ohnehin schon seit Kriegsanfang rro lich gestiegenen Preise zusätzlich um w »z - 33 u. H. erhöht. Die englische Finanzprc" selbst hat die vorher schon eingetretene -L teuerung im Großhandel auf 87 v. H.-.in^,^» zelhandel auf 20 v. H. berechnet. Die . erhöhung betrage demgegenüber* nur 1- Nun ist der englische Index besonders 0 ^" dig, er bleibt bestimmt für London uno,,ü,. bombardierten Gebiete weit hinter der & « lichkeit zurück. Aber selbst wenn man ihn korrekt unterstellt, so bedeutet er, daß der < beiter für eine Ware, die bet Kriegsausor 10 Schillinge kostete, jetzt einschließft^. neuen Luxussteuer rund 14 bzw. 16 ^ g 0 (jn zu zahlen hat. Gleichzeitig hat er seinen zwar in einigen Gewerben aber dieses Mehr hat ihm eryoo«» - iratie aocr vreses tvceyr yar rym die Plutor schleunigst wieder weggesteuert. So ist &ie Wunder, daß sich in der Arbeiterschaft ^ Stimmen mehren, dir die Abwälzung , Kriegslasten auf die Schultern der rnin >^ t .itir mittelten Bevölkerung einer heftigen »r unterziehen. __- de**Jrucftfti Hör ff#« ; 1 £fe€KANN€ ,,< ££€ f ' : TOnJtlöcmneckßW • tie kmunlicii iß: killi# - f.' ’ \ ■ tf/fe:', ' . v. ;'v : ' / Fragen Sie bei Ihrem Kaufmann dahach! A t ssräulcin I “ ,^,et . sofort oder i'ftiÜM* ! Angebote #&. | an gubr.-V -n^_. ff t ä n I * rill- «, *4- avf unter 1? gbe> fführer-Verlaa^—- Elsasserin' ' ElellAf.». gerei oder mitt-0 uo» im ,bot- K-schoü """ d.« Ossene Stellen Männlich wir Wen junT ‘ V“ Eintritt: Dreher Feinmechaniker Elektromechaniker Versuchsmechaniker Zahnradfräser Werkzeugmacher Galvaniseure Kontrolleure ferner: «mos 3 Maschinenzeichner für Vorrichtungsbau 1 Konstrukteur für Werkzeuge und Vorrichtungen 1 Dreherei-Vorarbeiter 1 Lagerist für umfangr. 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Im Faid» Albert Krug und Frau Anna, gab. WOrz Irwin Schneider und Frau Marl», geb. WOrz Familie Scheidt. *** Belietzung Fand In aller Stille In DOtteldorf ttatt. Todesanzeige. Untere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter und GroBmutter Frau Elisabeth Voigt Wwe. »Hk 1 ? von ihrem tchwaren Leiden durch einen tanften Tod no *t. (4S329 p^ltruhe-ROppurr, den SO. Oktober 1940. ^■auenttr. 17 Für die trauernden Hinterbliebenen: Helene Voigt ^•rbettattung: Freitag, 11.30 Uhr. Tödes-Anzeige. Am 28. Oktober 1940 verschied plötzlich und unerwartet nach einem arbeitsreichen laben mein lieber Vater, Großvater, (44874 Schwiegervater, Bruder und Onkel Heinrich Lang sen. MetigermeUter Im Alter von 74 Jahren. Karltnih», den 30. Oktober 1940. Krlegxtr. 183 Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Lang jun. Die Besetzung hat In alter Stille »tattgetunden. Todesanzeige — Danksagung Nach längerem schwerem Leiden ist unsere liebe Schwester un4 Tante (15415 Marie Eckert am 2S. Oktober 1940 In die ewig» Heimat abgerufen worden. Allen Freunden und Bekannten, welche der Heben Entschlafenen im Leben und Sterben Liebet erwiesen haben, den Schwestern im St. Franziskuthaus und Stadt. Krankenhaus für alle Pflege unsere herzlichsten Dank. Karl Eckert und Tochter Lina Lisel Lehmann, geb. Nold Karlsruhe, den 30. Oktober 1940. DANKSAGUNG IfljL**** vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem allzu- Mut? n Heimgang meiner lieben Frau, unterer herzensguten u nd TaM° ch, ® r ' Schwe,ter ' Schwiegertochter, Schwägerin „ F rau Anna La über geb water alian meinen herzlichsten Dank. Besonderen Dank HerrI W Fv, H9rrn Kaplan Dr. Morath für seine erhebenden Worte, für hi 0"ektor Wantier vom StSdt. Steueramt, Herrn Bobeck r Uf»t * Gesamtbelegschaft der Städt. Straßenbahn, den Be- ®Üro« #rad#n und Kameradinnen vom Stadt. Steueramt, Abt. Üetri.w*? 11 ®^ und vom Finanzamt, Abt. Steuerkarten, der °*führuog und Gefolgschaft der Firma Geschw. Hoff- di* ' d ® r Hausgemeinschaft und darüber hinaus allen denen, men* Är ^uren Verstorbenen durch schöne Kranz- und Bfu- Q , eiti > 4 e K den vadachten und sie auf ihrem letzten Gang be- *• heben. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: 1 ^. " ,l1 Lauber und Tochter Hlldngard, nebst Angehörigen, “ruhe, Waldhornstr. 15, den 30. Oktober 1940. Am 29. Oktober verschied schnell und unerwartet Infolge eines Herzschlages mein» Heb» Frau, unser» herzensgut» Mutter, Schwiegermutter, Schwester und Schwägerin Frau Anna Werle gab. Schieise ' Im Alter von 52 Jahren. (45557 Karlsnihe-arUnwInkel, Margarethenstr. 4. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet am 2. November, 14 Uhr, aut dem Mühlburgar Friedhof statt. Suche für sofort oder spätestens auf 1. Dezember 1940 schöne 3 Aimmerwodnung mit Bad. tn «nt. Laae. möas. Babn» bofnäbe. Anaebote mit Preisangabe unt. 1648t an Niübrer-Berlaa Kbr. mrf sofort oder später gesucht. Angebote unter ti 45*60 an den üübrer-Berlag K«rlSrube. 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