''Hi) , mm tn cit gäict ■ ■ öa jie :tud] auf-, ‘ , Von dein kirg-1 die Ä'tiiieriü dass '? (fleck ül: erbeutet >en gefangen ge*, Mg. tlich.) Meldung s tet im« Washing- ] ugton findet ei» i : m der Ant» !gen statt, wen» überreicht würde, t Wilson, Lloyd r. Tic Antwort eutsprechn und >er Friede ns fiele Volker über dir » Ter Minister rn früh ni'.t Be- ch Brest-Llrowsk ich.) Wie „So- des holländrsch- nait von der eren Kongreß in kandinavisch-hol» en Sitzung, daß :dem sollen Ver- wglich auch für r überlegen. Zu tidningen" noch, 2Ü. Januar vor ie Stellung der den solle. Viel- iahnung des all-'- Reichstags, des- -strecken werden? ! Der „Vorwärts" f verrate, daß in . auch kern Ge° f rf vorgeherrscht, -s Dr. v. Kühl* : ische Wirkungen habe zweifellos 1 keinung waren, jehandelt we»de. .! ^ Hermann Kadet; j jf arlSruhe, Luisen« luisenstr. 24. & ! mittel sab ri | u j bringe«. I Zimier t r i Sesmi* Bmii .MM" E. D. >»tag, de« I. 17 , abeudS 1774 enknnft Vorstand. Pferde er«, di« zur ! ung nicht ver» eben stets an» ' )n dem Sartenamt »he. starker Blittt» SolkSfreund» 2055 ksruve. t, Architekt st» echnerlehrling. ^ll, Lokomotiv» Otto Scläfer brikurbeiterm. Gertrud, alt iter. Rath«, No. 4 » Karlsruhe, Samstag den S. Januar )?]$. 3$. Ta^irg; Tageszettung für Das werktätige Volk Mttetvaöens. ivezugSprels: Abgeholt in der Geschäftsstelle, in Ablagen od. am Postschalter monatl 3,30 M - Zugestellt durch unsere Träger 1,20 bezw. 3,60 durch die Post 1,24 oK b ezw. 3,72 JL ; durch die Feldpost 1,25 -K bezw. vorauszahlbar. Ausgabe: Werktag mittags. Geschäftszeit drd—%1 u. 2^-H6 Uhr abends. Frrnsvr. Geschäftsstelle Nr. 128. Redaktion Nr. 48t Anzeigen: Die 6spaU. Kolonelzeile ad. deren Raum 20 X Plotzcmzcigen billiger. Bei Wiederholungen entjpr. Rabatt. Schluß d. Annahme d-9 Uhr vorm„ für groß. nmer Aufträge nachm, zuvor — Druck ». Berlin: Buckdru i Geck L Cie., Karlsruhe MeOmdrtrast anb Merftm-r- msgWeit. Von Richard Gädke. Die Frage nach den tiefsten Ursachen des russischen Frie- densbedürfmsses ist nicht nur geschichtlich und politisch interessant,, sondern auch militärisch. Denn sie berührt das Problem von Sieg und Niederlage überhaupt, nicht nur den Gewinn oder Verlust eines Feldzuges, sondern schon den taktischen Erfolg des Kampfes auf dem Schlachtfelde. Hier- iwer herrschen die unklarsten Vorstellungen, auch unter Schriftstellern, die sich für Fachleute halten. So kommt es, doß unzählige Male in den kritischen Jahren 1916 und in der ersten Hälfte des Jahres 1917 an mich die Frage gerichtet wcrden^konnte: „Glauben Sie denn noch an die Möglichkeit eines Sieges der Mittelmächte?" Und ich darauf nur ant- wcrten konnte: „Das kommt ganz darauf an, was Sie unter Sieg verstehen." Denn der Sieg hat seine verschiedensten Abstufungen und darum auch seine verschicdendsten Auswirkungen. Er kann sogar durch seine fehlerhafte Behandlung schließlich noch in eine Niederlage einmünden. Schon der Sieg auf dein Schlachtfeld!, der unmitelbare Erfolg überlegener Waffenwirkung oder Waffen überlegener Führung oder von beiden, führt ja in den meisten Fällen keineswegs zur vollständigen Vernichtung des geschlagenen Heeres, wie bei Cannä, wo mehr als die Hälfte,der Römer ermordet den Boden deckten, oder wie ähnlich bei T a n n e n b e r g, wo neben zahllosen Erschlagenen mehr, als 90 000 Gefangene m den Händen der Deutschen blieben. Schon die Schlackt bei Sedan verlief etwas anders. Es war die Ueberzeu- g u n g, daß die Fortsetzung der Schleicht mrr mit der körperlichen Vernichtung des Heeres enden könne, die die französischen Führer zur Waffenstreckung bewog. Das Heer war in Geist und Zusammenhalt derart zerrüttet, daß es zu weiterem Kampfe unfähig geworden war. In den allermeisten Fällen beruht der Sieg nur auf der Erkenntnis der feindlichen Heeresleitung, daß die Fortsetzung der Schlacht an der gegebenen Stelle ungünstig geworden fei, daß man darum die Wahlstatt verlassen müsse, um das Glück anderswo von neuem zu versuchen. Bei St. Privat, am 18. August 1870 war nur ein Teil des französischen Heeres wirklich geschlagen und der Raumgewinn der Deutschen betrug weit weniger, als der von Engländern und Franzosen an der Somme wie in Flandern m den Jahren 1916 und 1917. Aber Bazaine gab damals daS Schlachtfeld auf und schloß sich in Metz ein, während die Deutschen in diesem Weltkriege trotzig und ungebrochen ihren Gegnern in Nahkampfstellung gegenüber verbleiben. Wir hatten damals den Zweck unseres Angriffes erreicht, die Gegner ihn diesmal verfehlt. Darum verbuchten wir 1870 mit vollem Rechte einen Sieg und weisen jenen jetzt einen Mißerfolg zu. Wenn der Sieg schon auf dem Schlachtfelde in vielen Fällen nicht ausschließlich, manchmal sogar zum geringsten Teile in der greifbaren körperlichen Schädigung des feindlichen Heeres besteht, öfter aber in der seelischen Beeinflussung der Masse, in der Beugung des Willens und der Entschlossenheit der Führer, so gilt dies in erhöhtem Maße für den Verlauf eines ganzen Feldzuges oder gar eines Krieges. Ein Volk, dos Widerstand leisten wi l l, wird kaum jemals völlig niedergeworfen werden können, durch noch so viele Siege auf dem Schlachfelde nicht. Es ist die Einwirkung aus die Vorstellungskraft, auf die Seele der Masse, Not und Leiden, Aussichtslosigkeit, es ist gelegentlich nur ein Wandel in den Anschauungen über wünschenswerte oder erreichbare Kriegs- ziele, dre über Gewinn oder Verlust eines Krieges entscheiden, ja es kann der größere Haß gegen die eigene Regierung als gegen den äußeren Feind ein Volk znm Senken der Waffen veranlassen. Ebensogut aber kann der Haß gegen den Feind, der feste Wille, trotz alledem und alledem Sieger zu bleiben, der Schutz der eigenen Freiheit und Unabhängigkeit, die Verteidigung von Lebensbedürfnissen der Heiinat. der Kampf um die nationale Ehre selbst ein vielmals geschlagenes Volk zum äußersten Widerstande entflammen. An dein stählernen Panzer zerbricht das scharfe Schwert, an dem trotzigen Herzen der Niederwerfungswille des Feindes. Was anders hat uns Deutschen die Kraft verliehen, uns gegen eine Welt von Feinden siegreich zu behaupten. Ter Sieg iit einem Kriege ist fast stets nur ein beschränkter und bleibt abhängig von den Bedingungen, die man dem Besiegten auferlegen will. Fast niemals bat man ohne folgenschweren Irrtum das Recht Ai sagen: „Ich bin der Sieger und der andere hat zu erfüllen, was ick ihm auferlege". Das hochmütige „vac victis" hat keine glückliche Rolle in der Weltgeschichte gespielt. Der „Vorwärts" hat in seiner Nummer vom 31. Dezember 1917 zutreffend gesagt: „Die Wirkung der Schläge hängt nicht alleine von ihrer eigenen Wucht ob. sondern von der Beschaffenheit der Materie, die ■ sie treffen." Die russische eRvolution ist nickt eine Wirkung der Mißerfolge der russischen.Angriffe im Jahr 1916 gewesen und sie haben den Kriegswillen des damals führenden Bürgertums noch nicht gebrochen Sondern der Friedens w i Ile des schwachen Zaren war cs, die zutage getretene Unfähigkeit, Bestechlichkeit. Diebslust seines Beamtentums, das Versagen der Eisenbahnen, des gesamten Versorgungs- und Verpsle- gungsdienstes daheim wie im Felde gaben der Duma den Entschlich und die Kraft, dem Despotismus im Innern den Krieg anzusagen. Aber in diesem Kampfe wurde der Sieg nicht errungen durch das Bürgertum, sondern durch die Massen, die auf die Straße gingen, er war nur möglich durch den offenen Beistand des Heeres. Auf dessen Gesinnung haben die Niederlagen sicher nachhaltigen Einfluß ausgeübt. Aber nicht sie alleinl Tie rohen Mittel, die Kosaken und Gendarmen, die Kmite und die Maschinengewehre mit denen man sie in den Kampf trieb, die Abwesenheit aller idealen und sittlichen Mächte, die sie hätten zur Höhe der Vaterlandsliebe emporheben können, waren die tieferliegenden Ursachen. Die Intellektuellen, die Studenten, die Rechtsanwälte. Kaufleute, denen man die Unteroffizier- und LeutnantZstellen ausgezwungen hatte, weil das Berussoffizier-Korps auf den Schlachtfeldern lag, sie bildeten den Sauerteig der Revo- lution. Das zarische Regiment hatte sich selbst sein Grab gegraben. Der Fähnrich Krylenko ist jetzt der Oberbefehlshaber des russischen Heeres. Die Anarchie im Heere, die aus diese» Gegensätzen entstand, lähmte dann natürlich die Kraft des russischen -Heeres. Doch keineswegs unbedingt! Die Kadetten, die zunächst an die Spitze der Regierung traten, wollten mit aller Kraft den Krieg fortsetzen, und der Sozialrevolutionär Kerenski in der Weise der französischen Jakobiner gleichfalls. Noch einmal riß Kornilow das Heer zu einem großen Angriffe fort, der nickt ohne Anfangserfolge blieb und in dem beträchtliche Teile des Heeres mit großer Tapferkeit fochten. Er wurde dann schwer.geschlagen, doch traten noch später die Russen und Rumänen in der Wallachei zu neuen Angriffen an. Unsere glänzenden Erfolge im Norden haben schließlich ungeheuren Eindruck auf Volk und Heer gemacht und es in der Ueber- zeugung bestärkt, sich für die Interessen- der verhaßten. Engländer nicht iveiter schlagen zu wollen. Aber die Veröffentlichung der Geheimdokumente hat uns bewiesen, daß Kcrenski noch kurz vor seinem Sturze einen neuen großen Angriff für 1918 plante. Die Widerstandskraft und Widerstandsmöglichkeit des russischen Heeres und Volkes waren damals also noch nicht unbedingt gebrochen. Dian darf dabei nie vergessen, daß es hierbei nicht allein auf unsere Ueberzeugung ankommt, sondern in hohem Maße auch auf die der andern. Wir haben durchaus das Recht anzu nehmen, daß auch ein neuer Angriff des russischen Heeres zusmmengebrochen wäre, aber die Gegner mögen anderer Auffassung sein, wenn auch in völliger Verkennung der wirklichen Loge. Sie mochten sogar von vornherein mit der eigenen Niederlage rechnen und doch den Widerstand fortsetzen, und doch den neuen Angriff wagen, in der Annahme, daß die Aufopferung des eigenen Heeres den Bundesgenossen wirksame Hilfe gewesen und dadurch auch einen Umschwung für das eigene Kriegsglück herbeiführen werde. Das mag vollkommen verkehrt sein; aber der Feldherr muß auch mit Fehlern des Gegners rechnen. So ist es richtig, daß es nicht alleine auf die Größe der eigenen Siege ankommt, sondern auf den Eindruck, den sie auf die andern ausüben. Erst der Sieg der Bolschewist brachte in der Leitung Rußlands eine ganz -andere Auffassung von Völkerglück, von Freiheit und Selbstbestimmungsrecht zur Herrschaft, er wies jenen sofort gewaltige Aufgaben im Innern zu, bestärkte sie in der Ueberzeugung, daß die Neuordnung des Staates und seiner sozialen Struktur wesentlicher fei, als die Fortsetzung des Krieges. Er hat zweifellos auch den Widerwillen des Heeres gegen weitere kriegerische Abenteuer derart gestärkt äiß jede kommende Regierung von dieser Friedenssehnsnch: der bewaffneten Massen ausgehen und sie auf ihrer Politik gründen muß. Und weil unsere großen militärischen Siege nun diese anders gerichtete Auffassung der herrschenden Macht in Rußland stoßen, deirum dürfen wir hoffen, daß die Frie- densverhandlungen zu einem günstigen Ende führen werden. Untere Wasfenerfolge und die Erfolge der russischen Revolution liaben den Friedensgedanken in gegenseitiger Eindringung gefördert. Deutscher Sieg und russische Revolution stehen nebeneinander als Friedensbringer', die Materie, ans die unter Sieg Eindruck gemacht hat, ist gegenwärtig eine andere als zur Zeit der Miljukow. Kornilow, Kerenski. Daraus folgt dann freilich auch, daß unsere Frie- densbedingungen mit den Auffassungen dieser Regierungen rechnen müssen. kB. z.) Der Reichst^ und die Friedens - “ , " „ . Berlin, 3. Januar. Dsr Hauptausschuß des Reichstags trat am Donnerstag nachmittag um 3 Uhr in Gegenwart des Reichskanzlers Grafen von H e.r t l i n g zusammen. Gegenstand der Tagesordnung find die Friedensverhaadlungen. Der Vorsitzende Abg. Fehrenbach (Zentr.) eröffnet die Sitzung mit den besten Neujahrswünschen für die Vertreter der Regierung und des Reichstags. Die Wünsche der ReichstagSabgeordneten und deS ganzen Volkes begleiten die Vertreter der deutschen Regierung nach Brest-Litowsk, die durch ihre Verhandlungen wieder gute Beziehungen mit dem russischen Volk anzuknüpfen suchen. 06 die West machte den Verhandlungen beitreten, steht noch nicht fest, wenn nicht, so dürfte eS sie noch sehr gereuen, die Friedenshand zurückgewiesen zu haben. Der Vorsitzende gibt sodann emen kurzen Bericht über die vorausgcgangene Sitzung des Ael- testenrates. Hierauf ergreift der Reichskanzler das Wort und begrüßt es mit Befriedigung, daß durch den Zusammentritt des Hauptaus- schufies die Möglichkeit gegeben sei, zwischen de Reichsleitung und der Volksvertretung vertrauensvoll über die wichtigen und folgenschweren Entscheidungen in Verbindung zu treten, die gegenwärtig zu erörtern seien Die Regierung werde diese Gelegenheit benutzen, um Mitteilungen über den bisherigen Gang der Friedensverhandlungen zu machen und Wünsche und Anregungen der Volksvertreter entgegenzunehmen. Ter Staatssekretär des Auswärtigen Amtes sei gestern nach einem zweitägigen Aufenthalt in Berlin wieder nach Brest-Litowsk zurückgelehrt. Zu seinem Bedauern könne er daher nicht selbst über den bisherigen Gang der Verhandlungen mit Rußland berichten. Statt seiner wird der Unterftaats- sckretär des Auswärtigen Amts Frhr. v. d. Busschc diese Aufgabe übernehmen. Unterstaatssekretär im. Auswärtigen Amt Freiherr von dem DuSsche: Da ich den Verhandlungen in Brest-Litowsk n-cht beigewohnt habe, kann ich ihren Gang nicht so schildern, wie es Staatssekretär v. Kühlmann getan hätte. Die Waffenstillstandsverhandlungen nahmen einen verhältnismäßig glatten Verlauf, ebenso die entsprechenden Verhandlungen für die Südostfront in Foc- sani. Die Oeffentlichkeit.ist über den Gang der Verhandlungen eingehender unterrichtet als sonst üblich. Auch das bedeutet eine Schwierigkeit, weil, dadurch, die Entente die Möglichkeit erhält, störend einzuwirken. Den ersten Gegenstand der Verhandlungen bildeten die bekannten Vorschläge der russischen Abordnung. Darauf erfolgte die gleichfalls bekannte gründliche Erklärung der Verbündeten vom 25. Dezember Die zunächst beratenen'Einzelstagen, nämlich die GevictS-rage,. bereiten große Schwierigkeiten, indem d>e Russen das Selbitbestimmungsrecht der Völker in den M'ttelpunkt rückten. Pratlisch haben die Russen dieses Recht neuerdinaS Finnland zugestandeu. Ueber die wirtschaftlichen Verhandlungen in Brest machte der UnterftaatSsekrelär längere vertraulicbe Mitteilungen. Die gleich nach Abschluß des Waffenstillstandes eingesetzte Spez-alkommifsion, z. B. zu Regelung der Gefangenenstage, habe eine schwere Aufgabe zu lösen. Abg. Fehrenbach schlägt vor, zunächst die politischen Fragen zu behandeln. Eine längere GcschäftSordnungSdebatte beftäftigte sich mit dem Verlangen der Kommisiion, Material zu erhalten, über die gefaßten Beschliiffe auf wirtschaftlichem Gebiet sowie eine Zusammenstellung von Nachrichten, die der deutschen Presse vorenthalten wurden, obwohl sie in der neutralen und feindlichen Presse mitgeteilt sind. Abg. Grzberger (Zentr.): DaS Vorgehen der Vertreter Deutschlands in Brest-Litowsk findet im allgemeinen unsere Zustimmung. Das Erstaiknen in vielen Kreisen unseres Volkes über die Erklärung der deutschen Delegation ist begreiflich, aber taktisch war die Erklärung richtig. Was die Entente tun wird, müssen wir abwar- ten, dock» wünschen wir, daß nach Ablauf der Frist weiter verhandelt wird um zum Frieden zu kommen. Wir wünschen eine Ver:- ständigung mit dem ganzen russischen Volk damit nicht Reibflächen zurückbleiben oder neue entstehen. Die Möglichkeit hierzu ist gegeben. Ter Kern bildet das Selbstbestimmungsrecht -der Völker, dem wir uns ohne Vorbehalt in der Auffassung anschließen müssen, wie sie in Brest-Litowsk von beiden Seiten anerkannt lvorden ist. Die noch bestehenden Differenzen hinsichtlirch der besetzten Gebiete sid im Grund eine Formstage, über die man sich verständigen kann Tie Behandlung des litauischen Landesrats durch die Militärverwaltung ist nicht zu bill'gen, ja gar nicht zu verstehen. Eine Schwierigkeit wird die Frage macke, wann die Gebiete geräumt werden sollen. Am richtigsten wird es fe : n, wenn das in bestimmter kurzer Frist nach der russischen Demobilisierung geschieht, aus diese Weise können wir zu einem dauernden Frieden mit Rußland kommen. Der Redner verbre'tet sich ausführlich über die polnische Fra. ge. Eine Grundlage für das friedliche Zusammenleben der Völker.lasse sich finden, und auch Rußland wird zufrieden gestellt werden können, sodaß Garantien für einen dauernden Frieden gv geben seien. Reicbschatzsekretär Graf v. Rödern: Der litauische La.n- d es rat wird in den nächsten Ta gen zuiammentreten. Er was berits im Dezember versammelt und hat selbst den Wunsch gehabt, im Jnauar die eigentlichen Sitzungen aufzunebmen. Abg. Tr. David (Soz.): WaZ der Unterswatssekretär mitgetcilt hat, war ausnahmslos bekannt. Man sollte mit der Geheimdiplomatle endgültig aufräumen. Der Grundsatz der Selbstbestimmung der Völker wird van cAlldeutschen wütend, als eine weltfremde Doktrin bekämpft, .^utläckilich ist sie eminent praktisch, denn sonst bleibt Sr. 4. S?ntn?ta& den 5. Januar 1918. Seite 2. ! » uur ein Gewaftfriede, der aussichtslos ist und nie dauernd sein würde. Der Grundsatz ist auch ein ethischer, das sollte man endlich anerkennen. Endlich bleibt er die einzige Garantie, daß der Friedensschluß mit Rußland erzielt wird, mögen die Verhältnisse dort kommen wie sie wollen, denn die Bevölkerungen sind die letzte Instanz. Damit erreichen wir die Auslösung der uns uinschließenden Koalition für alle Zeiten. Mit den W- deutschen sich hierüber zu verständigen,- erscheint allerdings aus- sichtslos. lieber die praktische Durchführung des Selbstbestimmungsrrchts besteht allerdings noch eine Differenz, über deren Gründe wir uns noch nicht klar sind. Wie steht es mit den in Polen, Li- tauen und Kurland angeblich bereits gefaßten Beschlüssen, die uns nicht mitgeteilt sind? Bei der Durchführung des Zetbst- bestimmungsrechts verlangen wir, daß es offen und klar zugeht. Auch den Schein muß man meiden, das verlangt unter Ansehen im Ausland, auch das Ansehen des Reichstags, der seine Auffassung am 19. Juli ausgesprochen hat. Tie Vertretungen in Polen, Liwuen und Kurland reichen nicht aus, aber man kann an sie mknüpfen und sie ausbauen, sodaß sie sich aus allen Parteien des Landes zusaminem'etzen. Sie müssen sich ergänzen, um als Vorinstanz gelten zu können; dann entscheidet endgültig eine verfassunggebende Versammlung. Geht es bei der Wahl der letzteren chrlich demokratisch zu, so ist ihre Abstimmung besser als ein etivaigcs Referendum. Tie übrigen Fragen lassen sich dann verhältnismäßig leicht losen. Tie Grenzfestsetzung müssen Deutschland und Rußland im Einverständnis vornehmen. Ten einheimischen Vertretungen inuß sehr bald die Verwaltung übertragen werden. Am besten überlasien wir die Lösung der P o l e n fr a g e den Polen selbst. Hoffentlich ist die Sache mit dem litauischen Landesrat nun in Ordnung. Die Zusammensetzung der kurländischen Landes- Vertretung genügt nicht als Ausschuß der Vosssvertretuna. In den übrigen Gebieten liegt noch alle? im Nebel. Durch Ver» ständ'gung läßt äch etwas schassen, was bester ist als aste stra- tegi'chen Grenzsicherunaen. Tie van der annerionsitischen Presse empfohlene Positik dagegen wäre verhängnisvoll. Tie Ortsverlcgung vom Birrbuud abgelchnt. Brest-Litowsk, 4. Jan. (WTB. Nicht amtlich.) Der Vor sitzende der russischen Delegation hat am 4. ds. Mts. aus Petersburg an die Bevollmächtigten der Vierbundsmächte in Brest-Litowsk eine Depesche gerichtet, in der er unter Berufung auf den Beschluß der Regierung der russischen Republik oorschlägt, die Verhandlungen im neutralen Auslande fortzu- Kietzen. In Erwiderung hierauf hoben die Delegationen der i DierbundSmächte an Herrn Joffe am 4. ds. Mts. telegraphier!, !datz sie jede Verlegung des Verhandlungsortes ablehnen, da bindend vereinbart worden sei, die Verhandlungen am 5. Januar in Brest-LitowSk wieder aufzunehmen. Eins vedrohnnq der Weikerverharrd- lunien. Berlin, 4. Jan. (WTB. Rickst-mtlick.) Ter Hauv^auS- Mm# beS RcickStaaeS trat beute Bonnittag 10 vbr zu einer neuen Beratung zusammen. IssS erster St ebner svrach Graf Westarp über dir FrlrdenSverhandlungcn in Breft.Litow'k Im An'tblnß an seine gestrigen Autzfvbrungen ergriff Reichskanzler De. Graf von Her t l i n g bar Wort zu folgenden Erklärungen: „De r Herr Vorredner hatte di« Güte, an daS zu erinnern, waS ich gestern am Schlüsse meiner kurzen einleitenden Worte sagte, daß daS, was gestern galt, vielleicht beute nicht mehr gelten würde und daß wir immer mit der Möglichkeit von Zwischenfällen zu rechne« hätten. Gin solcher Zw'chenfall scheint ringe» tretenzusei». Schon früher hatte dir rassische Regierung während den Verhandlungen wiederholt den Wunsch aussprrchen lassen, baß die ver- handlugen von Brest-LttowSk verlegt und an einem neutra'rn Ort, etwa Stockholm, sortgeseßt werden milchten. Jetzt ist dieser Vorschlag ausdrücklich gemacht worden. Die russische Regierung schlägt dir Verlegung der Verhandlungen von Breft-Li- towsk nach Stockholm vor. Ganz abgesehen davon, daß wir nicht in der Lage sind, unsvondenRusien vorschreibenzu laffen, wo wir dir Verhandlungen weiter führen sollen, darf ich darauf Hinweisen, daß die Verlegung der Verhandlungen nach Stockholm zu nuSer. ordentlichen Schwierigkeiten führen würde. Ich will «ur die Schwierigkeit anführen» daß die birette Verbindung, die die »erhandelnden Delegierten mit ihren Hauptstädten Berlin, Wien, Sofia, Konstantinopel und Petersburg haben müssen — die direkten Verbindungen, die in Brest-LitowSk angelegt worden sind, suktio- «ieren gut — in Stockholm auf Schwierigkeiten stoße« würde. Schon dieser eine Punkt führt dazu, datzwirnichtdaraufrin. gehr« können. Dazu kommt, daß die Machenschaften der En- te«te, Mißtrauen zu säen zwischen der russischen Regierung, ihren Vertretern u. uns, dort neuenvodengewinnen würden. Ich habe daher den Staatssekretär jwn Kühlmann b e- mrftragt, diesen Vorschlag abznlehnen (Bravo.) Inzwischen sind in Brest-Ltowsk Vertreter der Ukraine eingetroffen und zwar nicht nur als Sachverständige, sonder» mit Vollmachten zu Verhandlungen auSgestattet. Wir werden ganz ruhig «st den Vertretern der Ukraine weiter verhandeln. Ich stige noch hinzu, daß von Petersburg mitgete lt worden ist, die russische Regierung könne auf Punkt 1 und 2 unserer Lorschlägenicht ringrhen. Diese beiden Punkte beziehen sich auf die Modalstätrn der Räumung der Gebiete und Vornahme von Volksabstimmungen. In der russischen Presse wird unz rnsinuirrr. daß in diese« Punkten 1 und 2 auSgr- driickt fei» daß wir uns in illoyaler Weise unserer Zusage betreffend da» SelbstbesttmmnngSrecht der Völker entziehen wollen. Ich !««ß d ese Insinuation zurückweisen. Punkt 1 nnd 2 sind lediglich ,d»rch praktische Erwägunge« bestimmt; wir können davon nicht abgehe«. Ich glaube» meine Herren, wir lönne» ge.rost abwarte«, -Wie dieser Zwischenfall weiter verlaufe» wird. Wir stütze« nn» ,'«»f unsere Machtstellung, auf unsere loyale Gesinnung und aus unter gute- Recht." (Lebhaftes Bravo!) Die Einberufung des Reichstags. X Der AeltestcnauSschutz deS Reichstags beriet am Donnerstag nachmittag über die Geschäftslage. Die beiden sozialistischen Frat. tionen batten beantragt, das Plenum des Reichstags sofort im Anschluß cm den HauptauSschutz e nzuderufen. Die bürgerlichen Parteien nahmen gegen den An.rag Stellung. Der Vertreter der dcutsch-konservativen Fraktion meinte, es könnte sich vielleicht dis Notwendigkeit Herausstellen, den Reichstag emzuberufen. Vorläufig halte aber auch seine Fraktion dies nicht für erforderlich. Tie Mehrheit kam daher überein, daß von einer Einberufung des ,Plenums vorläufig Abstand genommen werden, dagegen der HauptauSschuß eingehende Beratungen pflegen solle. Diese werden zunächst bis in die nächste Woche hinein dauern und sollen in oier Abschnit.en erfolgen: einzelne Abschnitte dürsten mehr als eine Sitzung in Anspruch nehmen, zumal da die S'tzungen mrt Rücksicht auf eventuelle Fraktionsberatungen nicht zu weit ausgedehnt werden sollen. Me vier Abschnitte betreffen die polnische Frage, den Gefangenenaustausch, die Handelspolitik und Rechtsfragen Kriegsnachrichten. Deutscher Saaesseridt WTB. Großes Hauptquarüer, 4. Jan. (Amtlich.) L^eftlrch r Kr.egsschauvla». Fast an der ganzen Front kam es zu lebhaften Äänlpfen der beiderseitigen Artillerien. Klares Frostwetter begünstigte ihre Tätigkeit. Bei englischen Vorstößen, die östlich von Ipern und nördlich vom La Basfee-Kanal scheiterten, sowie bei eigenen erfolgreichen Unternehmungen südlich von Moeuöres und in der Champagne wurden Gefangene und einige Maschinengewehre eingebracht. Seit dem 1. Januar verloren unsere Gegner im Lustkamps und durch Ab'chuß von der Erde 23 Flugzeuge und zwei Fesselballone. Oberleutnant Lörzer errang seinen 20. Luststeg. Oestlicher Kriegsschauplatz Nichts Neues. An der Mazedonischen und italienischen Front keine besonderen Ereignisse. Der 1. Grneralauartirrmrister: Ludendorff. TcweS und da^ Gswöloc beim Beginn des Mittelschiffes, das sich j so stark gesenkt hat, daß man es sofort stützen oder abtragen muß. Bombenfplitier uns S.'c'tic trafen all die schönen Gebäude, die sich s in der Nähe befinden, so das erzbischöfliche Pala's und den Monte , di Pieta Die Bombe, d'e auf die Eremitanikirche geschleudert 'wurde, fiel glü (f £idjcni>c: f c ein ge Meter neben dem Heiligtuus nieder. Diejenige, die für die Basilika de? Heiligen Antonius bestimmt war, und die auf die Salr stei frei, zerstörte die klein? Steinmauer, die dicke einfriedigt, auf mehrere Meter, und Splitter traten die Basilika, wodurct' die bronzene Tür zerschmctterr wurde. Im Innern des Tempels wurden die Eisenrahmen aller Fenster gegen die Gemälde und Skulpturen geschleudert, d'e glücklicherweise nur wenig beschädigt wurden. Schaden wurde auch an dem Steinsockel der Reiterstatue ungerichtet, die Donatella zu Ehren Gattamclatas geschaffen hat, sowie an den Häusern hinter der Statue, An der beu «scharten Staue des Heiligen Georg und in der Scuola del Santo wurden durch den heftigen Luftdruck Teile von Fensterläden, Sche'ben sowie Fetzen von Gemälden herumer- gerijsen. Im Museo Ewico wurden einige Gemälde, die man dort gelassen hatte, und das Portal beschädigt. Ter »Osservatore ''.omano" veröffentlicht folgende offizielle Note: Me amtlichen Berichte melden neue Fliegerangriffe, insbesondere gegen Padua, mit Opfern unter der Zivilbevölkerung und Beschädigung der Kirchen und Tennnmcr, die eine Zierde der Stadt sind. Diese Angriffe rufen allgemeinen Seiner,; und allgemeine Mißbilligung hervor. Wir glauben zu wissen, daß der Heilige Stuhl außer den Aeußerungen des Bedauerns, die er an die Bischöfe von Padua und Treviso rich et, nicht verfehlt hat, die Aufmerksamkeit der Regierungen der Zentralmächtc und des Kaisers von Oesterreich auf diese Tatsachen zu lenken wobei er sie ersuchte, sich künftig solcher Methoden zu enthalten die, ohne militärische Vorteile zu gewähren, unschuldige Opfer Hervorrufen und Kirchen und wertvolle Kunstdcnkmäler beschädigen und hie deshalb vom Völkerrecht nicht gerechtfertigt werden können. -kr. 4. Feindliche Fliegerangriffe. Karlsruhe, 4. Jan. (WTB. Amtlich.) Beabsichtigte Fliegerangriffe in der vergangene« Rächt auf Mannheim, Rastatt nnd Fr«iburg scheiterten an unserem Abwehrfeuer. Einige abgrworfene Bomben verursachten fei. nen oder ganz unerheblichen Schaden. Ei« seindÜche» Flugzeug stürzte südlich Mmucheim-Ludwigshafrn brennend ab. Die Insassen sind tot. _ Die englischen Verluste bei Cambrai. Berlin, 4. Jan. (WTB. Nicht amtlich,) Vom 20. November 1917 bis 2. Januar 1918 haben die Engländer allein auf dem Schlachtfelds östlich Cambrai 227 Offiziere, 9600 Mann Gefangene verloren. An Beute wurde ihnen während der Cambrai-Kämpfe 172 Geschütze, 724 Maschinengewehre und 19 Minenwerfer abgenomme»; außerdem eroberten die siegreichen deutschen 'Truppen, die den Anfangserfolg der Engländer in kurzer Zeit in eine außergewöhnlich blutige Niederlage verwandelten, 32 deutsche Geschütze zurück, die bei dem ersten englischen Einbruch in die Hände des Feindes gefallen waren. Von den über 300 eingesetzten Tanks verloren die Engländer 107, von denen 75 hinter den deutschen Linien in unsere Hand fielen, während 32 zwischen den englischen und deutschen Gräben zertrümmert und zerschossen liegen geblieben sind. Berlin, 4. Jan. Folgende Aussagen gefangener englischer Offiziere bestätigen aufs neue die unerhört schweren Verluste der Engländer bei Cambrai. DaS schneidige und geschickte Vorgehen der deutschen Infanterie, besonders die Schnelligkeit und die Wucht des JnsanteriestoßeS, hätten den auch in weiter rückwärtigen Stellung stehenden Infanterie-, Maich'nengewehr- und Artillerie-Verbände keine Zeit zur nachdrücklichen Verteidigung gegeben und in vielen Fall?" daS geordnete Zurücknehmen dieser Verbände unmöglich gemacht. Die Wirkung des deuftchcn Artillerie- und Minen- feuers s-aen die englischen Artillerie- und Jnfanterikstellun- aen ?e- W* überall verheerend gewesen und baffe schwerste Opker gifordert. D'e deuffchen Flieger seien vrllkomm'n dir Herren der Lnff. Auf dem rechten englischen Flügel hätten vor allem d'e 55., 12, und Teile der 20. englischen Divisionen schwere Verluste erlitten. Tie 165. und 166. Brigade müßten als vollkommen vernichtet gelten. Von allen eingesetzten engl'-chen Div'sto-en hätten aber bei weitem die 12. und 29. Division d'e schwersten Verluste erlitten, ine 38. und 86, Brigade der 12, D'vision und Teile der 37. Brigode seien auf ge rieben. B-r pp guv'siou ffaten die -Haupwer» lüste während der lvä^-ren KomRe um MetznierrS ein. Weitere schwere Derlusße baffen die 6 . 59.. 47 . 2,. 56. Ditt'sion, vor allem die 1. und 3. GWbe’irigöbe, die überstürzt bei Gonze- court eingesetzt wurde, ersitten. Dazu bemerkt die .Frankfurter Zeitung": Der Vatikan hat eS bisher, so viel öffentlich bekannt geworden ist, nicht für nötig geholten, gegen die Beschießung offener deutscher Städte zu protestieren, auch dann nicht, wenn ihnen, wie am FronleichnamStage in Karlsruhe, eme große Zahl unschuldiger Kinder zum Opfer fiel. Man darf aber kaum annehmen, daß der Papst das Leben dieser Kinder geringer eirsschätzt. al» die Kirchen von Padua. und daß er etwa die Gefährdung des Freiburger Münsters nicht ebensosehr bedauert wie die der Meisterwerke Donatellos GtpüoS und MontegnaS. Ten Schmerz des Oberhauptes der ka tbolisckn Kirche über die durch den Krieg in der Lust hevbeigeführ- ten Verwüstungen wird man in Deutschland sicherlich verstehe» und in weiten Kreisen teilen. Vielleicht findet der Vatikan, der scdrn mehrmals Abmachungen zwischen den Kriegführenden zugunsten der Gefangenen und Internierten erleichtert hat. in seiner neutralen Stellung die Möglichkeit. auf den Abschluß internationaler Vereitlbarungen zum Schutz der Zivilbevölkerung und der gefährdeten Kunstwerke hmzuwirken. Ei« russisches Dekret geA» Rumänien. Petersburg, 4. Jan. (WTB. Nicht amtlich.) Der Dollskommissär für auswärtige Angelen» heiten gibt folgende Mitteilung bekannt: Das Dorf Leowo und einige Dörfer in Bessarabien sind durch rumänische Truppen besetzt und einige Revolutionäre erschossen worden. Nach einer authentischen Mitteilung Illden die Rumänen durch einen rumänischen Oberst und einen rumänischen General alle Mitglieder des Ausschusses nach Jassy ein, wobei sie ihnen völlige Sicherheit gewährleisteten. Indessen wurde der ganze Ausschuß in Jassy fest- genommen, alle Mitglieder von ihnen vor die Behörden gebracht. Die rumänischen Behörden ersuchten, alle zu erschießen, aber die Kosaken besannen sich eines besseren und hinderten sie daran. Derartige verbrecherische Handlungen kön- nen nicht geduldet werden. Wir ersuchen den Herrn rumänischen, Gesandten, uns heute noch mitzuteilen, welche Maßnahmen bis jetzt ergriffen worden sind, uni die verbrecherischen Elements, dre rumänischen Offiziere und Beamten dafür zur Rechenschaft zu ziehen, daß sie die Hand gegen die russische j Revolution erhoben haben. Wir halten es für dringend geboten. die rumänische Gesandtschaft zu benachrichtigen, daß die russische Republik keinerlei Unterdrückung mehr dulden wird, nicht nur gegen russische Revolutionäre, sondern auch gegen rumänische Revolutionäre und Sozialisten. Jeder nt» «ionische Soldat findet die Unterstützring der Macht der russischen Sovjets gegen die Willkür der reaktionären rumänischen Bürokratie. Wir erachten eS für nötig, den rumänischen Behörden durch ihre Gesandtschaft mitzuteilen, daß die Macht der Sovjets auch vor den stärksten Maßnahmen gegen die ni* manischen Verschwörer und Gegenrcvolutionäre, die Helfershelfer der Kaledin-Tfcherbatscheff und der Rada nicht zurück» schrecken wird. Unerwartete Wirkung des „Siegs". Berlin» 4. Jan. Infolge der englischen Niederlage bei Cambrai sind nachdem der erste englische AngrisiSersolg auf dem Ichlach'fe'de voreilig in London unter Glockengeläut«: und in den Reden Lloyd Georges als größter Sieg des Jahres gefeiert wurde, nunmehr 6 englische Generale und eine große Anzahl englischer GeneralstabSosfizicre abgesetzt. Die Luftangriffe auf Padua. Sasel. 2. Jan. (Prrv.-Tek.) Eine ani Montag in Rom ver- öffentkickitr off'ziöse Rote besagt: Der Feind bekundet jeden Lag in klarer Weise seinen Willen, in Padua die heiligsten Andenken und die kostbarsten Schätze der religiösen Kunst zu zerstören, um derentwillen diese Stadt in der ganzen katholischen Welt bekannt ist. In der letzten Nacht wurde eme Bombe auf den Dom abgeworfen, eine andere auf die Basilika des Heiligen Antmnu» und eine andere auf die Kircke der Eremitant (Augustiner), die die berühmten Fresken von Andrea Mantegna birgt. Nur d'e erste traf ihr Ziel und zerstörte etwa Ist Meter de» Giebel» der Fassade de» BÄschewistische Bewegungen in der Ukraine und in Fmnlaud. JK. Entgegen den Bestrebungen der ukrainischen Zentral? rada, die — vielleicht in Gemeinschaft mit Anhängern Kale- dins und Abgesandten der Entente — die vollständige Unab- hängi^kest Finnlands erstrebt, hat sich in Charkow eine neue ukrainische Regierung gebildet, die rein proletoriichen Charakter tragt und in enger Verbindung mit der Petersburger Regierung der Volkskommissare die politische Kleinherri'chast der Arbeite: und Soldaten in der Ukraine anstrebt. Eine ähnliche Entwicklung vollzieht sich gegenwärtig in Finnland. Dort waren ursprüngliche sozialistische und bürgerliche Partei darin einig, daß die gegenwärtige Krsi« dazu auS- genutzt werden sollte, Finnland vollständig von Rußland zu trennen und als neuen unabhängigen Staat zu konstitu-eren. Zu diesem Zweck sollte u. a. die Entfernung der russischen Truppen aus Finnland durchgesetzt werden. Neuerdings scheint aber ein Teil der sinnlichen Sozmüsten umae'chrt das Verbleiben der russischen Truppen im Lande dringend zu wünschen. um auch hier die Hisse der rusi'schen Soldaten und Matrosen im Kampfe geaen die finnische Banrgeo'ne zu erhalten. DaS Pwgrmnm der Bolschewik:, d^e wfialen G-geniätz? pwren die nationalen ansmlvielen, scheint hier in einem gewesen Umfange erfolgreich gewesen zu sein. Abgeschlossen sind diele Bewegungen natürssch wed»r in der Ukraine, noch in Finnland, und die weitere Entwicklung i der Ereignisse, muß abgewartet werden. WTB. So empfing folg bin sicher, b\ des Volkes i sein, wenn ii Großbritanni schlusies übe in den Verei Pflicht setze, ten Friei und Ehre au wie den kleii Botschaft nar geschätzt und Bern, 4. oeruhigt sich nicht. Sie e malisten und einigen be'on auf der Wes Energie zu c A m e r i k a n ftont sei n'ch ferner ihrersei Lrobei Aus den schrift di Ltahl-Jn E i s e n h ü t; Oberste Heer gründung ve Lchwerindust tung der fr, legungen, die in dem Him daß die deut Eisenerzverso, dieser Abhän sondern auch Zweifel und ! besondere aui des jetzigen ) Wendigkeit bei in das beutid Zukunft der: schen Wehr kann. Namit arbeitenden £ zweigen die ‘ Konen Angeh! finden. Die Wirtschaft das Feschalter Vorteil haben vhorhaltigen ! nen, das unsc Becken von 2 werden nach Konen Tonne inbalt beremfr dieses Bezffls fttt nach Wes nkreid dem fcu: zun Skr. 4. SamAag, den "5. Januar 1918. Seite 3. Eine Botschaft Wilsons. WTB. London, 4. Jan. Reutermeldung. Lloyd George empfing folgende Botschaft des Präsidenten Wilson: „Ich bin sicher, der Dolmetscher sowohl der Gefühle und Absichten des Volkes der Vereinigten Staaten wie meiner eigenen zu sein, wenn ich Ihnen durch Sie der Regierung und dem Volke Großbritanniens die Botschaft der Zuneigung und des Entschlusses übersende imd weiterhin jede Hand und Hilfsquelle in den Bereinigten Staaten an die gebieterische Aufgabe und Pflicht setze, für die Well einen ehrenhaften und dauerhaften Frieden zu erkämpfen, der sich auf der Gerechtigkeit und Ehre aufbaut und der Welt und den Völkern, den großen wie den kleinen, eine gleiche Behandlung sichert. Ihre eigene Bossckiaft namens des britischen Kriegskabinetts wird hoch ein- geschätzt und findet bei uns einen freundlichen Wiederhall". Tie Hoffnungen der Franzosen. Bern, 4. Jan. (WTB.) Die französische Presse oeruhigt sich über den Abschluß des Waffenstillstandes nicht. Sie ergeht sich in scharfen Ausfällen gegen die Maxi- malisten und betrachtet die Folgen des Waffenstillstandes in einigen besonderen Puntten. Tie erwarteten Rückwirkungen aui der Westfront geben der Preffe Anlaß, an Frankreichs Energie zu appellieren. Man müsse setzt durchhalten, bis die Amerikaner kommen. Ein Durchbrechen an der Westfront sei nicht »u befürchten, dagegen würden wobl die Amerikaner ihrerseits den Durchbruch bewerkstelligen können. >ken von Briey und Longwy zu überlassen, fo ! würde es uns nicht ganz den 3. Teil seiner Erzschätze abtreten, und Deutschland könnte sein Erzvorkommen und damit seine , Eisenkräfte verdoppeln. Trotzdem hätte Deutschland künftig ! in seinen Bodenschätzen keine größeren Erzvorräte und bei wei- ! tem nicht so gute Erzsorten wie Frankreich. I Danach scheint also der Krieg für eine Handvoll deutscher ' Großkapitalisten der Eisen- und Stahlindustrie weiter geführt . werden zu sollen, bis deren Zukunft gesichert ist. . Der Hinweis auf die dauernde Arbeit und das gute Auskom- I men, das 2 Millionen Arbeiter und ff—8 Millionen Angehörigen dadurch finden, ist ein schlauer Trick: damit glaubt man die Arbeiter für den Raub interessieren zu können. Wenn wtr alles erobern wollen, was Deutschland xicht hat, dann müssen wir die ganze Welt erobern, auch das Land wo der Pfeffer wächst. Deutschland ist ohne Briey und Longwy groß und mächtig geworden. Die Arbeiter werden nach wie vor gedrückt. auch wenn ffe mit ihrem Blute für die Industriellen die . Reichtümer Frankreichs erobern. Croberungsplüne der deutschen Schwerindustrie. * Karlsruhe, 4. Jan. 1918. Auf den Redaktionstisch ist uns eine Abschrift der Denkschrift des Vereins Deutscher Eisen- und stahl-Industrieller und des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute geflogen, die an die Reichs- und Oberste Heeresleitung gerichtet ist. Unter eingehender Begründung verweisen darin die genannten Organisationen der Schwerindustrie auf die außerordentliche wirtschaftliche Bedeutung der französisch-lothringischen Eisenerzbecken. Ihre Darlegungen, die sich auf sorgfältige Untersuchungen stützen, gipfeln in dem Hinweis auf die jedem Fachmann bekannte Taffache, daß die deuffche Eisenindustrie in erheblichem Maße von der Eisenerzversorgung durch das Auslarid abhängig ist. Daß in dieser Abhängigkeit große Gefahren nicht nur wirffchastlicher, sondern auch politischer Art enthalten sind, unterllegt keinem Zweifel und wird in der Denffchrist des näheren dargelegt, insbesondere auch unter Hinweis auf die Erfahrungen während des jetzigen Krieges. Die Denkschrift folgert daraus die Notwendigkeit der Einverleibung der Becken von Briey und Longwy in das deuffche Reichsgebiet. Sie hebt hervor, daß dadurch die Zukunft der deutschen Eisenindustrie und auch der deutschen Wehrkraft auf ein Jahrhundert sichergestellt werden kann. Namit würden dann in der Eisen erzeugenden und verarbeitenden Industrie und den ihr nahestehenden Wirffchatts- zwcigen die 2 Millionen deuffche Arbeiter mit 6 bis 8 Millionen Angehörigen dauernd Arbeit und gutes Auskommen finden. Die Denkschrift führt weiter aus, daß auch die L a n d- wirtschaft und die deuffche Volksernährung durch das FeWalten am Besitz von Briey und Longwy einen großen Vorteil haben würden. Denn bei der Verhüttung der phos- vhorhaltigen lothringischen Erze wird das Thomasmehl gewonnen, das unserm Ackerboden am meisten not tut. Die in den Becken von Briey und Longwy anstehenden Eisenerzmengen werden nach den bisherigen Foffchungen ans etwa 2086 Millionen Tonnen mit ungefähr 930 Millionen Tonnen Eifen- inbalt veranschlagt. Wahrscheinlich sind die Eisenerzvorräte dieses BezffkZ aber, noch erheblich größer, denn die Vorkommen W nach Westen hin noch nicht tief genug erforscht. Würde! s^ankreich gezwungen werden, uns die Sef* 1 Deutsches Reich. Alldeutsche Propaganda in der Kaserne. Im Gang vor der Kanzlei der Genesungskompagnie des Ersatz-Bataillons des 10. bayerischen Jnf.-Regiments in der Konviktskaserne zu Ingolstadt ist, wie der „Franks. Ztg." mitgeteilt wird, ein großes Plakat angebracht mit folgendem Inhalt: Kameraden? Es geht ums Ganze! Aufklärung tut dringend not. Unwissenheit ist in dieser Stunde, die über alle Zukunft entscheidet, doppelte Schande! Fort mir Stumpfheit und Gleichgültigkeit! Lest alle ohne Ausnahme von heute ab die echt deutschen Blätter, die in der Kompagniekänzlei für jedermann unentgeltlich ausliegen: Die „München-Augsburger Abendzeitung", Die „Deutsche Zeitung". Dann gebt sie weiter! Ingolstadt, 6. 9. 17. gez. Habenicht, Hauptmann und Kompagnieführer. Die „Deuffche Zeitung" ist ein alldeutsches Organ, das von einer Gruppe kapitalkräftiger und kapitalisttsch interessierter Leute eigens zu dem Zweck finanziert wurde, um die bisherige Annexionspolitik der Alldeutschen noch zu übertrumpfen. Bemerkenswert ist es, daß als ihr einziges würdiges Seitenstück durch Kompagniebefehl die „Müncben-Augsburger Abendztg." erklärt wird, die nach langem, schmerzhaftem Lavieren zwischen rechts und links. nun zielsicher ins alldeutsche Fahrwasser zu steuern scheint. Der „Bayr. Kurier" wird Platzen vor Neid. Wir haben jedoch Grund zu der Annahme, daß solche Empfehlungen die gewünschte Wirkung nicht haven. Tie in den breiten Volksmassen berffchende Stimmung ist den Mdeuttchen trotz aller ihrer nervösen Reffame n'cht günstig. Das wird auch der „Franks. Zta." bestäffgt, deren Einsender noch schreibt, daß er Kompagnie-Büchereien kenne, die in der Hauptsache aus Broschüren und Flugschriften des alldeutschen Lebmann-Ver- laaes bestünden, und für solche Kompagnien werde auch?ie „Deuffche Zeitung" gehalten. Aber in der Kompagnie, der er angeböre, sei die Bücherei seit ihrem Bestehen noch von keinem Soldaten benützt und die „Deutsche Zeitting" niemals gelesen worden. Eine neue Finna. Die Annexionisten treten bekanntlich unter den ven'chie- densten Firmen auf, um damit eine Macht vorzutäuschen, die gar nicht hinter ihnen steht. Die neueste Firma lautet: „Freier Ausschuß für einen Arbeiterftieden", der sich anmaßt, im Namen von 300 000 Arbeitern zu sprechen, die offenbar zum weitaus größten Teil ihren Wohnsitz auf dem Mond hoben. Diese sagenhaften Dreihunderttausend halten es für notwendig, ihrer Entrüstung über den Verzicht auf einen deutschen Sieg Ausdruck zu geoen mit dem Hinzusügen: „Deutschland hört damit aus. eine Weltmacht zu sein, Deutschlands Wirtschaftsleben wird zugrunde gehen, Deutschlands Arbeiterschaft wird auswandern müssen, um Brot und Verd:enst zu. finden, oder aber sie muß in Not und Elend verkümmern". Selber in die Granattrichter zu steigen, um doA unter Einsetzung des Lebens ihr Ziel kämpfend zu erreichen, das fällt den „Treihundcrttausend" nicht ein. srus der prrrter. Dr. Max Maurenbrecher ist Wanderredner für die Vaterlandsvartei. Manche Geno'vn erinneru- sich noch, als 1903 der Zusammenb uch der Nationalsozialen Partei erfolgte, traten eine Anzahl der Anhänger Naumanns zu uns über, wlkhreud sich die meisten, darunter Naumann selbst, den Fortschrittlern anschlosscn. Der Traum eines nationalen Sozialismus, die Vermählung von Demokratie und Kaisertum, schienen ihre litt Möglichkeit erwiesen zu haben. Wir nahmen die Schwarmgeister zwar nicht mit großem Vergnügen, aber wir »ahmen sie in der Hoffnung, daß sie sich in der proletari schen Bewegung schon Wirklichkeitsünn genug ancig"eu würden, um brauchbare Glieder unserer Partei zu werden. Zweifellos am sympatischsten war uns Max Maurenbrecher. Die Partei übertrug ihm. eine große Naturgeschichte des Hohenzollerntums zu schreiben und erledigte diese Aufgabe, den Umständen entsprechend, in einwaiw freier Weise. Tie Gastrolle, die Maurenbrech r in unserer Partei spielte, war nicht lange, aber sie führte sä» aufwärts, um vor Erreichung der spitze abzubrechen. Maurenbrecher wurde schließlich freireligiöser Prediger in Mannheim, doch wurde damals schon eine Betätigung in der Partei ui t mehr gewünscht. Dann schied er aus ohne beiderseitiges Bedauern. Ta die Vatcrlaiidspartci nach dem Kriege auchört, kann seine Station bei ihr nur kurz fein. _ Do den. Tie mittleren Städte und die Arbeiten des badischen Landtags. Zu dem nationalliüemleu Antrag auf Reform der Städie- und Gemeindeordnung wurden u. a. folgende Bemerkungen gemacht. Es wurde die Hoffnung ausgesprochen, daß auch die Städte mit unter 4000 Einwohnern der Tiädtcordnung der mittleren Städte unterstellt werden können. Hinsichlich der Aufhebung der Klassenwahl war der Ausschuß der Ar.sicht, daß man bei Einführung geeigneter Kaueelen gegen diese Aend-e- rung nichts einzuweuden hätte. Ten Vorschlag, lediglich den seit 10 Jahren ansässigen eine zweite Stimme geben, hielt man nicht für ausreichend genug. Man glaubte, der Zeitpunkt könnte niedriger gegriffen werden. Daneben sollte aber den Wählern, die mit Grundbesitz in d§r Gemeinde angesessen sind, eine besondere Stimme gegeben werden, ha diese in ganz anderer Weise mit der Gemeinde verknüpft seien als scne. die nur mobiles Vermögen in der Gemeinde, wenn auch noch so viel, besitzen. (!) Für das Frauenstimmrecht konnte sich der Ausschuß nicht ausiprcchen. (!) Wenn auch von verschiedenen Seiten auf die Gründe hingewicien wurde, die dafür wracken, sow ar man der Ansicht, daß die Gründe dagegen doch übcr- wiegen. Insbesondere hielt man es für schwierig, nur einen' Teil der Frauen — der selbständigen — das Stimmrecht zu verleihen, da es unmöglich sei, dabei eine gerechte Grenze zu ziehen. Bei all dem war man nicht gegen eine stärekre .H^ran- holnng der Frauen zur Tätigkeit in Gemeindeangelegenheiten nach den Erfolgen, die man mit den Frauen während des Krieges gemacht hat. Man glaubte über diese Heranhclung nnd die Auslci'e der Geiiicindwerwaltung überlassen zu müffen. Hinsichtlich der Wabl der Bürgermeister konnte man der direkten Wahl der Bürgermeister nicht zustimmen. Man war der Die Karriere des Qcmt Jfaak König. Eine österreichische Köpenickinde. In einer der letzen Sitzungen des österreichischen Abgeordnetenhauses erzählte der bürgerliche Abgeordnete Prof. Dr. H a l b a n diese köstliche Geschickte: „Ein gewisser Isaak König, jüdischer Privatlehrer, der vor dem Kriege subsistenzlos als Geschirrwäscher in einer jüdischen Volksküche arbeitete, ist als Infanterist eingerückt, ans unbekannte Weise — ich stütze mich auf das Gerichtsurteil — bis zum Zugs- ,sichrer vorgerückt, sodann legal zum Feldwebel 'befördert worden. Anläßlich der Superarbitrierung hat er sich eigenmächtig die Charge eines Kadett-Feldwebels beigelegt, stellte sich in dieser Eigenschaft beim Landcsverteidigungsministerium vor und bat um entsprechende Verwendung; er wurde belehrt, daß er nur für den Kall der Gesundung eine Verwendung finden und zum Landsturm- keutnaut designiert werden könnte. - Er verschaffte sich beim Wiener öcmdsturmbezirkskominando ein TienstmuglichkcitszeugniS, wurde zum Ladsturmleutnant designiert und nach neuerlicher Superarbitrierung — Sie sehen, meine Herren, daß er dreimal seinen Gesundheitszustand wechselte — der Zensur in Bielitz, sodann kn Neusandec zugeteilt. Wie Sie sehen, ein gut geeignter Zensor! In Neusandec ist die Zensurstelle auf seine auffallenden stilistffchen Orthographischen Fehler aufmerksam gemacht worden; er wurde verhört und in Haft genommen, seine Beförderung zum Offizier tvnrde annulliert. Es gelang ihm aber, zu entkommen, sich auf lmbekannte Weise ohne jüdwede Legitimation einem nach Graz dirigierten Krankentransport anzuschließen, in dem er sich als Kadett Joseph Neumann ausgab. Er erhielt einen offenen Befehl nach Przemysl auf den Namen Doktor Joseph Neumann. Da ihm Przemysl gefährlich schien, zog er es vor, nach PrzemySlaay ku gehen, wo er sich beim Etappcnkommando meldete, ohne daß man Jtort den Unterschied zwischen Przemysl und Przemyslany beachtet hätte. Deni Etappenkommando legte er einen Dienstzettel dar, wonach er diesem Kommando zur Sammlung von Materiasien -ugeteilt sei; der von ihm gefälsckte Dienstzettel, der dem Gerichts- äkt bestiegt, strotzte von orthographischen Fehlern, was aber unbe- C chtet blieb. Man gab ihm sogar sechs Mann zur Verfügung, ohne Uüi nur zu erheben, wer ihn geschickt habe. Mit diesem Streifkommando durchsuchte er die Gegend nach Vieh, beanstandete dessen „Kricgskmd", läßt der Verfasser gleich wie in seinen früheren Ar- Herkunft als russisch, konfiszierte Viebstücke, versteigerte sie äffeni- beiten „Tautropfe" „Waldmeischivr", „Sonneblume" usw unge- l'ch, was ihm 43 000 Kronen einbracbte, die er nickt verrechneie, hemmt seiner frohen Laune die Zügel schießen. Allem, was in und mis denen er drei Monate hindurch den Unterhalt seiner diesen Zeiten geschieht, weiß er auch eine heitere Seite abzugewm- Truvpe, um die sich kein Kommando mehr kümmerte, bestritt Sodann übersiedelte er.nach Gliniany, legte LeutnantSumform und Dekorationen an und etablierte dort ein selbständiges Etappenstationskommando, in welcher Funktion er sich zum Oberleutnant beförderte. Er schaffte eine Amtstafel und Stampiglien an. Das Vorgesetzte Etavvenkommanldo der zweiten Armee (Feldmar- fchalleutnant v. Schilbatwkvl hat offenbar nickt einmal nackge- forscht, über wessen Befehl diese neue Etappenstelle enfftanden war, u. auch das in Gliniany befindliche Kavalleriedetachement xicß diese eigenmächtige „Gründung" unangefochten. Als die Brandschatzungen zu immer größeren Klagen führten, ließ sich der erwähnte General zu einer Disitierung herbei, ohne auch aus diesem Anlaß zu erheben, ob in Gliniany überhaupt eine Etappenstation legal bestehe! Die Bisitierung fiel glänzend aus, die Beschwerdeführer wurden mit Strafe bedroht und der allein kompetente Chef, ein Feldmarschalleutnant, erklärte. Dr. Neumann sei der ,^ediegrndstr Offizier" seines Etappenbereiches. Um sich gegen doch mögliche Verdächtigungen zu schützen, sagte dieser ge- digendste Offizier, daß er eigentlich der 9. Armee angehöre und fragte, ob er zu ihr zurückkehren solle. Es wurde ihm bedeutet, daß er bleibe« solle, !da er sich so gut bewähre. Dieses „Bewähren" bestand in einer großarttgen Sckneidigkeit, in Verhängung von Prügelstrafen usw. Erst ein Zufall mackste seinem Treiben ein Ende; ein Intendant schöpfte Verdacht wegen des Vorschusses von 175 000 Kronen, die die Operationskasse König zum Ankauf von Kartoffeln überwiesen hatte, und ein Kadett, der ihn aus Neusandec kannte, hätte ihn entlarvt, so daß Neumann vorzog. zu fliehen, wodurch er dem Gericht verfiel. Aber über sechs Monate war die Bevölkerung diesem Menschen ausgeliefert." nen, mit Frohmut und Humor umwebt er alle die klemen und großen Nöte des täglichen Lebens. Eine köstsscke Schilderung ist z. B. „Tie adliche Ziege" oder „Im Iabre 1917", „Ter Kommunalverband" usf. uff., wir erwähnen nur diese drei Gedickte, weil sic das stattliche Bändchen eröffnen, es würde zu weit führen, auch nur auszugsweise die reiche Sammlung des 100 Seiten starken Büchleins w-ederzugebeg. Neben diesen.bumoristiscken Schilderungen der täglichen Gesckebrnsse finden wir in der Sammlung aber auch eine reiche Anzahl prächtiger Naturschilderungen, die uns den Verfasser als ebenso feinen Naturbeobackster zeigen, dem besonders „sein" Albtal" innig ans Herz gewachsen ist. Auch dieser neue „Romeo" wird dem Dichter die alten Freunde bewahren und ihn, neue zuführen. Von der Neuen Zeit ist soeben das 14. Heft vom 1. Band des 36. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt des Heftes heben wir hervor: Die Geheimdokumente des russischen Auswärtigen Amts. Von Dr. Ludwig Quessel. — Die Agrarfrage in Rußland. Von E. N. Verow. I. — Ein Bärendienst. Von Hans Marckwald. — Agrarisches zur preußischen Verfassungsreform. Von Max Quarck, M. d. R. — AuS unserer Bücherei. Von Edgar Steiger (München). Die »Neue Zett" erscheint wöchentlich einmal und ist durch alle Buckhandlungen, Poftanstalten und Kolporteure zum Preis« von M 3.90 das Vierteljahr zu beziehen; jedoch kann dieselbe bei der Post nur pro Ouartal abonn-ert werden. Tos einzeln« Heft kostet 30 Pfg. Probenummern stehen jederzeit zur Verfügung Die Reujahrsnummrr des „Wahren Jakob" ist soeben erschienen. Der Preis der Nummer ist 15 Pf. Probenummern sind jederzeit durch den Verlag I. H. W. Dietz Nachf. G. m. b. H. in Stuttgart, sowie von allen Buchhandlungen und Kolporteuren zu beziehen. Von der Gleichheit, Zeitschrift für Arbeiterfrauen und Arbeiterinnen, ist uns soeben Nr. 7 des 28. Jahrgangs zugegangen. Die ^Gleichheit erscheint alle 14 Tage einmal. Preis der Num- Eingegangene Bücher und gettfchriffen. (Alle hier ver-richneten und besprochenen Bücher und &tt> schritte« können von -er Parteckuckchanidlung bezogen werden.! Schwertlilie betitelt sich das neue Gedichtbändchen unseres einheimischen Dialektdichters Romeo (Fritz Römhildt), das im mer 10 Pf. Durch die Post bezogen beträgt der Abonnementspreis Verlage der Hosbuchhandlung von Friedrich Gutsch in Karlsruhe vierteljährlich ohne Bestellgeld 55 Pf.; unter Kreuzband 85 Pf. erschienen ist. Auch m dieser Gedichtsammlung. seinem vierten iJabresabonnement 2.60 Mk. Nr. 4. Samstag, den 5. Januar 1918. Leite 4. , Ansicht, daß^sie vielleicht im Interesse der Bürgermeister liege und seine Stellung gegenüber dem Bürgercmsschuß stärken werde, aber man zweifelte daran, daß sie dem Interesse der Gemeinden dienen würde. Wünsche nach einer Aendening de§ Aufbaues u. der gegenseitigen Stellung der bürgerlichen Kollegien glaubte der Ausschuß nicht äußern zu sollen, da in den mittleren Städten erhebliche Klagen über die jetzt geltende Ordnung nicht hervorgetreten sind. Hinsichtlich der Anpasiung der Gemeindebesteuerung an die durch den Krieg geschaffenen Verhältnisse glaubte man, daß es besonders notwendig wäre, zu ermöglichen, daß für den Hausbesitzer Erleichterungen geschaffen werden sollen, ohne daß diese Erleichterungen aus den gesamten Liegenschaftsbesitz ausgedehnt werden. Der national- liberale Antrag auf Erhöhung der Sätze der Gemeindcgebüh- renordnung hielt der Ausschuß für begründet, da der Geldwert sich sicherlich nie wieder so erhöhen wird, daß man einmal eine jetzt vorgenommene mäßige Erhöhung der Gcmcindegebühren eis zu weitgehend betrachten wird. Karlsruhe, 4. Jan. (WTB. Amtlich.) Auf der Strecke Dur- Mersheim—Karlsruhe ritz sich gestern abend der hinterste Teil eines Güterzuges ab, in den dann der von Rastatt kommende Schnellzug hineinfuhr. Sechs Wagen des Güterzuges wurden teil- loeise mehr oder weniger beschädigt. Beide Gleise waren kurze .Seit gesperrt. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. * Billingen, 4. Jan. In Hausenvorwald ist ein hübsches Kleeblatt in Gestalt von drei „Damen" sestgenommen worden. Sie iparen im „Adler" eingekehrt und hatten sich ein Abcndesien bestellt. Einigen Gästen fielen die „Damen" auf und dre Untersuchung ergab, daß man es mit einem Mädchen und zwei in Frauenkleider gesteckten Franzosen zu tun hatte, die aus einem Gefangenenlager durchgeorannt waren. * Altdorf bei Ettenheim, 4. Jan. Durch Feuer wurden die beiden Anwesen des Schreiners Albert Köhringer und der Witwe Philipp Bauer völlig zerstört. Die Brandbeschädigten tonnten gar nichts retten. * Singen a. H., 4. Jan. Die seit dem 20 November v. I. vermißte Ehefrau Schroff geb Ehinger ist beim Rochen vor der Mühle in Rielasingen angetrieben und geländet worden. * Konstanz, 4. Jan. In Frauenfeld (Schweiz) verschluckte das Dienstmädchen Marie Metzger m der Nacht sein falsches Gebiß. Am nächsten Morgen starb das Mädchen nach mehrstündigem Todeskainpfe. * Heidelberg, 4. Jan. Infolge des Kohlenmangels bleiben die diesigen Schulen auch die nächste Woche noch geschlossen. Der Beginn des Unterrichts ist auf Montag, 14. Januar, festgesetzt. * Fahrplanänderungen. Pom 7. Januar ab wird der Per- svnenzug 933 anstatt ab Ackern Werktags in nachstehendem Fahrplan ab Appenweier geführt: Appeniveier ab 5.17 Ubr, Renchen ab 5.27 Uhr, Oensbach ad 5.32, Achern an 5.38 Uhr, ab 5.40 Uhr vormittags und weiter wie vorgesehen. flus der StQdt. * Karlsruhe» 4. Januar. Ein. Appell an die Wohlhabenden. Die Reichsbekleidungsstelle redet den beffersituierten ftrctfen folgendermaßen ins Gewissen: „Wie man vielfach aus Aeuherun- gen in derPresse ersehen kann, lätzt die Abgabe getragener Kleidung trotz aller Ermahnungen in manchen Srädten noch immer zu wünschen übrig. Da? ist um so bedauerlicher, als dre abgetragene Kleidung vor allem für die minderbemittelte Bevölkerung in erster Linie für entlassene Krieger zur Wiederverteilung kommen soll. Bei den hohen Preisen sin- viele garnicht in der Lage, neue Kleidungsstücke zu erwerben Tabei verfügen viele Angehörige der wohlhabenden Stände über alte Bekleidungsgegenstände, für die sie gar keine Verwertung mehr haben. Aus reiner Bequemlichkeit aber scheuen sie davor zurück, den Weg nach der Alt- klciderstelle anzutrcten und laßen die Sachen lieber nutzlos in den Schränken hängen. Das Gemeinsamkeitsgefühl ist bei diesen Volksgenossen leider noch nicht genügend entwickelt. Selbst angesichts der Opfer, die von unseren Brüdern an der Front täglich und stündlich gebracht werden, fühlen sie nicht die geringste Veranlassung, auch ihrerseits ein wenig dazu beizutragen, das Vaterland in seinem wirtschaftlichen Kampf hinter der Front zu unterstützen. Ein solches beschämendes Verhalten kann nian gerade bei den Schichten der Bevölkerung bootachten, deren wirtschaftliche Verhältnisse durch den Krieg keinerlei ungünstige Veränderung erfahren haben. Sie aber haben in allererster Linie die Pflicht, die Lage ihrer bedürftigen Mtibürger lindern zu helfen. Dre Streckung unserer Vorräte an Web-, Wirk-, Strick- und Schuh- ~ «TrTh IT L lhelmme «ckreher. Hof-schau,piel,o„stz>use. Das Adreßbuch ser Flickenoberteil nach sechs Monaten noch weiter brauchbar ist. Eine fünfköpfige Familie muß danach mit einem Halb- jahrs-Schuhbudget von niindestens 100 Mk. reumen — wer kann sich das leisten? Der Hauptteil der Bevölkerung, mit einem Jahreseinkommen von unter 4000 Mk., gewiß nichtl Und da glaubt man noch, durch Bezugscheinpfficht eine Ham- sterspcrre errichten zu muffen! Im Ernst gesprochen: diese Prelle sind völlig unverständlich und einer Prüfung durch die Behörden unbedingt bedürftig. Ergänzung des RnrgeranSschuffes. Anstelle d-S in den Stadtrat gewählten Stadtverordneten, Geschäftsführers Heinrich Sauer, wird Schmied Bernhard Kruse als nächster der gleichen Wal'lvorschlaaSlifte anaebör"nder Bewerber der sozialdemokratischen Partei zum Stadtverordneten berufen. Wärmehallen. Die in der Hardtstraße-Schule (Stadtteil Mühlburg), Turnhalle und in der Uhkand-^ckule 2, Schützenstraße, Turnhalle, eingerichteten Wärmehallen werden aufgehoben, da dieselben kaum benützt werden. Gassperre. Wir macken auf eine wichtige Bekanntmachung des städt. Gas-, Wasser- und Elektrizitätsamtes aufmerksam, stur Vermeidung von Unglückskällen sind während der Sperrzeiten alle Kashahnen geschlossen zu halten und alle Zündflammen abmstellen. Erhöhung der Höchstpreise für Zündhölzer, Die im Dezember 1910 festgesetzten Höchstpreise für Zündhölzer enffprechen nickt mehr den inzwischen erheblich gestiegenen Herstellungskosten. Der Reichskanzler hat daher, wie aus Berlin berichtet wird, die geltenden Höchstpreise um je 50 Mk. für die ganze Kiste oder entsprechende Packung^lum 25 Mk. bei Verpackung in Schachteln oder Koffern zu je 300 Stück) und die Zuschläge für imprägnierte, bunte und für flache Hölzer um je 20 Mk. erhöht. Entsprechend sind die Klein- handel shöchstpreise für das Pack zu 10 Schachteln um je 5 Pfg. heraufgesetzt worden. Für eine Schachtel Sicherheitszündhölzer öder überall entzündbare Hölzer beträgt der Höchstpreis jetzt 5 Pfg., früher für zwei Schachteln 9 Pfg. Für zwei Schachteln imprägnierte, bunte oder flache Hölzer beträgt der Höchstpreis jetzt 11 Pfg. früher für eine Schachtel 5 Pfg. Der Handel mit Gewürzen. Vom 1. Jamlar ab müssen Gewürze und Gewürzeriatzmittel in Packungen abgeaeben werden die den Kleinverkaufspreis in deutscher Währung, diejenige Firma, die Ware herstellt oder unter ihrem Namen in den Verkehr bringt, den Inhalt nach deutschem Gewicht oder Matz, die Zeit der Herstellung oder Füllung nach Monat und Jahr in deutscher Sprache angeben. Soweit Packungen und Behältnisse, die diesen Vorschrif. ten nicht entsprechen, vor dem 1. Januar 1918 in den Verkehr gebracht wor!«n sind, dürfen sie noch bis zum 15. Februar ein- fchlietzliL feilgehalten und verkauft werden. Konservenbüchsen die wenigstens zum größten Teil aus Weißblech bestcben, dürften sich jetzt wieder in manchen Haushaltungen angefammrlt haben. Der Bedarf der Heeresverwaltung nach solchen Büchsen ist immer noch sehr groß Wer sie umgehend oibliefert, bandelt im vaterländischen Interesse. Die Büchsen vor der Ablieferung reinigen I Die städtische Annahmestelle (Karlftr. 30) zahlt auf Wunsch ffir je 5 Kilo 25 Pf. Großh. Hoftheatrr. Heute SamStag, den 5. Januar bewirb sich Gada Sprengel vom Wilhelmstheater in Magdeburg als Adele in Fledermaus um die Stellung der Soubrette für die Sommerspielzeit 191? im städtischen KonzertbauS. In dieser Vorstellung singen die Herren Neugebauer und Setchel dre Partien de? Eisenstein und Alfred. Elisabeth Friedrich hat den Prinzen OrlofSky übernommen. Sonntaa, den 6. Januar fingt die Altistin Frau Elia Güther- Vetter in »er Aufführung von „Tristan und Isolde" auf Berpfiich- tug, die Partie der Brangäne. Die Urmifführung von „Meister Guido" -an Hermann Noetzel, welche für die laufende Spielzeit m AuSsick- genommen war, soll nach dem Wuri'che des Komponisten verschoben werden, aber unmittelbar nach Beendigung des Krieges auf der hiesigen Hofbühnc stattfinden. Sinfoniekonzert deS Hoforchesters. Am kommenden Mittwoch, 9. findet daS 4. Sinfon'ekonzcrt der Hoffapelle unter der Leitung des Herrn Howperndirektors Batoleris statt. Es aelangen unter Mitwirkung von Herrn Hofrat Professor v. Ordenstein, von Frau Lauer-Kottlar und den Herren Rengebauer und Ziegler wer hier rock nicht zu Gebör gebrachte Arien von Mozart und außerdem cm Jnstrumentalwerken je eine Sinfonie von Haydn, Mozart und Beetboben zur Auffübruna. Almanach und Adresbnch deS Großberzoalichen Hoftbraters. Als unentbehrlicher Führer für jeden Theaterfreund erscheint auch in die'em Jahre Mieder, nun in seinem 68. Jab-gang, der Alma- nach und Adreßbuch des Großh Hoftbeaters, herauSgeaeben von T-orschuttgsitckle für Terti eri-i». Zu Anwesenheit des Sma suriisisiers Tr Frssr. v. Bodinnn, deS stellvertretenden omm. «»-enerals Jsbert. eine- ei:tr tec§ der Reichsbetleidungsitelle und zahlreicher bed.uleiuer Jn- öu'.EieUer wurde nach einer Be prcchmin im Ministerium des Innern und einem Vortrag des Zrofesiors Dr. klbbe» lode an der technischen Hochschule hier üb r die bi«- i herigen Arbeiten de: liier ,eil Jahres rist beslehenden Forschungsnelle für Te: ti.ersa-?. ein Verein gegründet, der den Ausbau dieser Forfckuugsstelle durch Errichtung eines Forschuugsmst.tuleS für Te-tileriaizilo.se übernimmt. Unfälle. Gestern vormittag glitt eine KausinannS- witwe am dem Gehweg der Leerderstraße auS.^siürz'.e zu I Boden und zog sich einen -nterarmvrnch zu. Sie wurde ^ mittelst Sanuäcsaulos nach dem Krankenhaus ver rächt — Gestern vormittag stürzte eine Stra enbaenschaffnerin im Stratzenbahnoepot hier rüalings in eine 1 Meter tiefe Grude, erlitt e>ne Gehirnerschütterung und fand Ausnahme im Städt. Kran.enhaus. Sir Lsge im neuen MW). tzxplojionsunglnck. — 2000 Kosaken getötet. WTB. Stockholm, 3. Jan. (Nicht amtlich.) Wie „Djelo Naroda" erklärt, hat am 23. Dezember auf bt» Starion Botschanovka eine Explosion staltgefunden, bei der 3 Militärzüge mit Kosaken, die imch dem Tondistrikt zurückkehren wollten, vernichtet wurden. 2 000 Mann fanden den Tod. WTB. Amsterdam, 4. Jan. (Nicht amtlich.) Die „Times" melden aus Petersburg: Berichte aus dem Süden bestätigen, daß Charkow jetzt ganz in den Händen der Maximalisten ist, die dort ansehnliche Streilkräste zusammenziehen. Die Kosakcnbezirkc haben Kaledin für die Verteidigung ihres Gebietes so gut wie diktatorische Vollmacht gegeben. Es kam zu Gefechten zwischen Kosaken, die gegen Kaie- din sind, und Anhängern Kalcdins. Das Programm der Arbeiterpartei. London, 3. Jan. (Reuter.) Die Arbeiterpartei hat für den am 2. Juni slattfindcnden Partcikongretz folgendes Programm für ihre Politik nach dem .Kriege ausgestellt: Die neue Gesellschaftsordnung darf nicht auf indwidnalistischer und kapitalistischer Produktion, sondern nur auf Koopo ration und Verteilung nicht aufgezwungenrr Herr schaff oder unterworfenen Völkern, unterworfenen Kolonien, unterworfenen Klassen, auf Rechtlosigkeit der Frau, sondern sie muß ans Gleichheit und Freiheit begründet sein. In dem Programm wird dir allgemeine Einsuh ung vo» Mindest lohnen und die 'Verschaffung von ArbeitSarlr genheit für die Soldaten und Arbeiter b-i der Demobillsie- rnng empfohlen. Tic Arb-itszrit fall auf 48 Stunden in der Woche beschränkt wirr en. Ter Bergbau, das Eisenbahnwesen, d's Elrk! izitätswcsen und die Versicherung sollen verstaatlicht werden. Tie Ei"snßrung von Schutzzöllen wird abgc- lehnt und dafür eine Besteuerung des Kapitals gefordert. Letzte Nachrichten. Dis neuesten Versenkungen. WTB. Berlin, 4. Jan. ^Amtlich.) Im östlichen Aer- melknnal sind von unseren N-Booten kürzlich 2100«>BRT. vernichtet worden. Sämtliche Schiffe waren schwerbela- den und bewaffnet und '»wen bis auf eine« unter starker Sicherung. Ein tie'beladener, bewa Meter. großer Tank- dampfer der Kurs auf Eherburg hatte, wurde aus einem starken, d irch viele Fischdamnfer und schnelle U-Bootszer- störer gesicherten Geleitzug herausgeschossen. An dem Erfolg, der unter erschwerenden Verhä'tniffen erzwungen und darmn um so aner'enuensiverter ist, war in erster Linie rin kleines U-Boot beteiligt, das unter der schneidigen Führung seines Komiuandanten, T berlcutnants zur See Steiudorff, im Dezember v rigen Jahres durch schnelles Arbeiten in zwei Unteruehmuugen lnsges.mt l-2500 BRT. vernichtet hat. ... Ter Chcs des Admiralstabs der Marine. Oie Friedensbewegung. waren d,e durch d,c Abgabe getragener Kle.dnng wesentlrch gef°r-^gt ^ ^ständ-ges Verzeichnis des gesamten am Haftbeater wird 'st. wie schon oftmals ansgefuhrt worden ist eme der.^ Personals, sowobl in der Verwaltung. last auf der Bühne, mchckgsten Kriegsaufgaben der Bevölkerung -m Jnlande. Durch technischen Personals, des Orchesters und des Ballets. Ferner die Bestimmungen der Reichsbekle.dungsstelle sind d,e Preise, d,e ^^ j*« Buchstet» über die Personal-Veränderungen im ver- n.r abgegebene Altkleider gezahlt werden, so wesentlich erhöht wor- Offenen Jahre, über di- Jubiläen einzelner Mitglieder, bringt das den, daß jedermann ohne Schaden seine entbehrlichen Altsachen ab liefern kann. Ein besonderes Opfer bedeutet also diese Abgabe >iicht; vielmehr ist cs dro Pflicht eines jeden, der entbehrliche Kleidungsstücke besitzt, sie der Allgemeinheit zuzuführen. Nur, wenn jedermann im großen und im kleinen in jeder Hinsicht seine Pflicht tut, ist unser wirtschaftliches Durchtzalten in diefeni Kriege gewährleistet." Wir sind nach allen Erfahrungen nicht optimistisch genug, zu glauben, daß dieser Appell helfen wird. Ohne Zwangsmaßnahmen wird nichts erreicht werden. Warum scheut mcm vor ihnen immer noch zurück? * Der unerschwingliche Einheitsschuh. Wir lesen in einein Berliner Blatte: Der neue Einheitsjchuh, hecgestcllt aus Holz, Papier, Stoff-Mfällen und -Flicken, aus Material, das durch weg von der Heeresverwaltung zu gewiß niedrigsten Preisen zur Verfügung gestellt wird soll in der einfachsten, derbsten Ausführung für Erwachsene 17 bis 22 Mk.. ftir Kinder 10,50 bis 13 Mk. kosten. Das sind die Mindestpreise, darunter gibt es überhaupt keinen Schuh. Es ist, soweit man das bei Schuhen sagen kann, auf der Hand liegend, daß dies unmögliche Preise sind. Sie sind nicht nur unerschwinglich für dte ärmsten Volksschichten (denen vielleicht bei Nachweis der Mittellosigkeit und Bedürftigkeit auf andere Weise geholfen wird), sie sind auch noch völlig unerschwinglich für den kleinen Mittelstand und die Beamtenfamilien. Man rechne das nur einmal nach: Die Holzsohle hat nur eine Lebensdauer von vier bis fünf Wochen, ihre Erneuerung kostet jedesmal eme Mark. Ein paar Kinderschuhe, Anfang Januar gekauft, kosten also bis Ende Juni 16 bis 20 Mk. und es ist durchaus ftaolich. ob die« Verzeichnis der verschiedenen scyia^en Vereininunaen und ihrer Vorstände; den Beschluß bildet das chronologische Verzeichn t der im Hoftheater und im Tbeater in Baden-Baden iw Jahre 1917 gegebenen Vorstellungen, sowie der-enigen im KonzerthauS und der auswärtigen Gastspiele. Ein gedrängter Ueberblick w'rd w gegeben über die gesamte, reichhaltige und vielgestaltige Tätigkeit des Hof- cheaterSbetriebs; jeder Theaterfreund wird das B>"chclchen gern zur Hanid nehmen und mit Interesse st nd'e- en. V er kt sei noch, daß der A'manach in diesem Jahre nicht lolportiert w>d. sondern l in den Musikalienhandlungen, im Zigarrenae'chäst des Herr» I Heller, sowie an der TageS- und Abendkasse zu haben ist. I Fußball Wetffvielr. Am kommc-den Sonntaa treffen sich mif dem K. F. V. Spielplätze an der verk. Hardtstraße gegenüber der > Telegrafenkaserne in der Pokalendrrinde zur Feststellung des Gausiegers der F. C. Phönix und F. B. Beiertheim. Be'-de Vereine spielten vergangenen Sonntag um die Gaumeister'chaft der Herbst- verbandswettspiele und gewann Phönix 3:0. In der B-Klasse erledigen ihr fälliges Verbandswettsp el auk dem Mühlburgcr Spielplätze der F. C. Südstern Karlsruhe gegen V. f. B. Gagqenau, Südftern nimmt in der Tabelle der B-Klaffe einen ersten Platz tat und trfflt im Sp'el gegen Gaggenau auf einen der besten Geg-l ner seiner Klaffe. Beide Sp'ele beginnen um halb 3 Uhr. Um 1 Uhr treffen sich auf deni Mühlburger Spielplatze F. T. Mühlburg 2 — F. V. Be'erthcim 2, auf dem V. f. B. Spielplätze Germania Durlach 2 — V. F. B. 2. Die Lurrum-Lichffpieke bringen in ihrem ne"?n Programm da» Grbirgsdrama „Im Banne der Pflicht" von Ludwig Anzengruber, für die Filmbühne bearbeitet und inszeniert von Luise Kolm und I. Fleck, in den Hauptrollen dargestellt von ersten Wiener Künstlern. Außerdem die übrigen Darbietungen. Berlin, 5. Jan. Der Petersburger „Pravda'' zufolge bewilligte die russische Regierung, wie dem „Berliner Tageblatt" von der scljwcizerischen Grenze berichtet wird, keine Fristverlängerung an sie Alliierten. Berlin, 5. Ja». Nach dem „Berliner Tageblatt" be- richtet die Londoner „Mor.ring Post", daß die bevorstehende neue aintliche Crklänrng der Alliierten über die Bedingungen, unter denen sie zuFriedrnsbrsprechungrn bereit sind, keine Acndcrnng der bisherigen Erklärungen der Entente in der Frage der Kriegsziele bringt. Jnfvigcdeffrn ist der Gegensatz der Grundsätze znischen den beiden Mächtegruppen vorläufig noch unübcrb.nckbnr. Berlin, 5. Jan. Wie ver'cksebene Morgenblättrr berichteten, befindet sich rügenblicklich ein offizieller Vertreter der Bolschewikiregiernng in Dänemark, nm wegen Verlegung dcr Friedcusoerhandlungeu »ach Kopei-hage» Besprechungen aiffzunelttiien _ Verantwortlich: Für den redaktionellen Teil Hermann K.wel; 'ür den Inseratenteil Gustav Krüger, beide in Karlsruhe, Luisen« straße 24. _ I" oe. UVl ri.Jiniiif.: a N: W IV 300/ .2. 17 KRA vom 22. Dezember 1917 ist eine allgemeine Beschlagnahme aller Arten von neuen und gebrauchten Segeltuchen, abgcpnßlen Segeln, einschließlich Liektauen, Zelten, auch Zirkus- und Schautudenzel'en, Zeltüberdachungen, Markisen, Planen, auch Wagendccken, Theater- kulissen uno Panoramaleinen angcordne:. Trotz der Beschlagnahme ist die Wertervrrwcnvung der Gcgenitänte für ihren bisherigen Zweck gestattet, inStzelonkere auch in gewerblichen Betrieben. Die im Haushalt befindlichen und für ihn bestinimten Gcgenst-ivde sind von der Beschlagnahme an«oenommen Fisberei, Schiffahrt und Schuhindustrie sind ourch besondere Vorschriften bc.ücksichtigt. Monatliche VestanSsineldungen sind voroeschr>.be>i, und zwar erstmalig dis zum 10. Januar 1918 nach dein Stoi.de vom 1. Januar 1918. Bezüglich aller Einze"'e'ten wird auf Vr Bekanntmachung selbst verwiesen, deren genaue: Woctlaut bei den Vürüermeister- ömtern und Volizeibeliörgen einzn>elen ist. 2167 Nr. Nach Gasabnk anderunc dem wul füll- uni gelöst, m amt! verbünde abnehme einrichtui Gasamt gen Wirt Ka StSd Die ( 3. ds. Ä verboten, dringende Antrag i werden, zeichnete Zur während schloffen ; zusiellen. Die E Deauftrac Zuwiderh zu erwarl Kar SDt. Die gem in den Aja ge i bis 60. Srp.e> schirme, Stü schied ne Tasi d.rgl. werden Mannschaftt strsße 71 , r Karlsr Das m an M Eiamstag An ^eie bornlittagS > Anzeigen. Ter SS Ihr» Erc Andtaw Cat «atten die in Dtrdt üb« «ch n Dank a> KarlSri tum sofortig Leite 4. H Anwesenheit . des stkllver- ^ ertr- ters der duienner Jn- n Äinisurium orS Dr. Ubbe- üb r die bisst bestehende» gegründet, der rrid)tung eines innnimt. : Slnnf.imum5* utS, stürzte zn i. Sie wurde s ver rächt — schaffnerin im 1 Meter tiefe td fand Auf- getötet. amtlich.) Wie fei»,der aus de» stattgcfunde», die nach dem erden. 2 00V amtlich.) Die :id|te aus dem tt den Händen itkräste zusam- stir die Vertei- »ollmacht gege- :e gegen Kaie- eiterpartei hat g r e tz folgen- ege ausgestellt: dioidnalistischn ms Koopo ngener Herr neu Kolonien. Hran, sondern egründet sein, nfüh ung vo» ^ ArbeitSarle Demobilifie- tunden in der scnbahnwesen, >llcn verstaat- n wird abgc- * gefordert. m, ,en. istlichen Wer> 21000BRT. schwerbela- unter starker TO!»,et Tank. i aus einem U'Bootszer- i ^erhä'tnissen ster ist, war , >s unter der berlcutnants ahreS durch ! msges.lint r Mariae. vda^' zufolge rliner Tage- wird, keine geblatt" be. >evorstehcnde ; Brdingun- it sind, keine iente in der er 'Hegensatz n vorläufig nblätter be- * Vertreter i Verlegung s-rcchungeu unnn K.idclr !ahe, Luisen« KRA vom aller Arten Regeln, ein- ckuücnzei'en, en, Thcater- ffchlagnahme r bisherigen treten. Die Gegenstände Sckiffabrt te.ückstchtigt. > zwar erst» i 1. Januar ”ntmack'',ng iüermeister- 2167 Nr. *. Bekanntmachung. Nach § 4 der Gasbezugsordnung ist es den Gasabnehmern untersagt, irgend welche Veränderungen am Gasmesser vorzunehmen. Trotz- dem wurden in letzter Zeit wiederholt die Auf- füll- und Entleerungsschrauben an Gasmessern gelöst, wodurch Gasausströmungen entstanden. Mit Rücksicht auf die mit Gasausströmungen verbundenen Gefahren ersuchen wir die Gas- abnehmer, jeden unbefugten Eingriff in die Gas» einrichtungcn zu Unterlasten und Störungen beim Gasamt anzumelden, welches für Abhilfe sorgen wird. 2178 Karlsruhe, den 4. Januar 1918. StSbt Ga>, nt! i EleKlrlk'WiMt. 1 _ ,j- ;!(f v ", Gassperre betreffend. Die Entnahme von Gas während der am 2. ds. Mts. bebanntgegebenen Sperrzeiten ist verboten. Ausnahmen können nur in besonder? dringenden Fällen auf ausführlich begründeten Antrag in jederzeit wider» uflicherweise gestattet werden. Anträge sind schriftlich an das Unterzeichnete Amt einzureichen. Zur Vermeidung von Unglücksfällen sind während der Sperrzeiten alle Gashahnen geschlossen zu halten und alle Zündflammen ab- zuslellen. Die Einhaltung der Vorschriften wird durch Beauftragte des Gasamtes überwacht werden. Zuwiderhandelnde haben den Entzug des Gases zu erwarten. 2166 Karlsruhe, den 4. Januar 1918 ED!. Wiffer- M SEiM-imi. Bekanntmachung. Fundsachen. Die gemäh »nserer Bekanntmachung vom S. Oktober H. I». in den Wogen der städt. Strahenbohn in der Zeit vom l. Juli bii vo. September gefundenen Gegenständ«: Damen» und Herren- fdiirme, Stecke. Nuclsäcke. Körte, Bücher. Kleidungsstücke, ver« schied, ne Taschen- und Geldbeutel, Schmucksachen. Geschirre unk d-rgl. werden am 17. Januar 101* vormittags 0 Uhr im Ranufchaft-rauin unseres Verwaltungsgebäude- Tulln» . strafte 71, öffentlich meistbietend gegen Barzahlung vrrsteiaert. Karlsruhe, den L0. Dezember 1917. Lt'14 Städtisches Bahnamt. Bekanntmachung. Das Standesamt ist in Zukunft für da» Publikum an Werktagen von O—12 und 8—5 Uhr, Samstags vo» 9—18 und V, 4—5 Uhr geöffnet. An Feiertage», die auf Werktage fallen, von 8—9 Nhr vormittags nur für die Entgegennahme von Sterbefalls- Auzeigeu. 215» Ter Vorstand und stellv. Standesbeamte: Krutina. Danksagung. Ihr« Ercellen, die Fr^u LberktbofmeiKeri« Gräfin Audlaw kat mir im Andenken an ihren unlängst verewigten batte» die «.u mne von HO ' ""f :»r Verwendung für die Armen der Stidt überleben. Für di.se re.che spende spreche ich herz- "ch n Dank a»4. Karlsruhe, den 4. Jan»ar 1918. 215? Der Oberbürgermeister. Hausmädchen pun sofortigen Elutr'tt sucht 2160 Städt. Araukenkau» Samstag. si. Januar 1818. -’.v Sätr 5. i An die Mit«. AMekime« Md BetkiMMe der IeWev WOn- Md MnittWsMken. Da die Hindernisse, welche der Wiederaufnahme der Arbeit gleich nach Jahresbeginn entgegenstanden, noch immer nicht behoben sind muß der Betrieb in sämtlichen Werkstätten der Firma in Karlsruhe und Grötzingen noch weiter und zwar bis zum Lst^annar^lM8^ eingestellt bleiben. Wiederaufnahme der Arbeit am Donnerstag den 10. Januar ISIS. An diesem Tage haben die für die Tagesschicht eingeteilten Personen morgens X Ahr, die für die Nachtschicht bestimmten, abends X Ahr pünktlich zu erscheinen. 2195 Karlsruhe, den 4. Januar 1917. Seiilflhe Waffen- und MMousfadMe«. - und elektr. Lichtbäder kür Herren und Danen M-MMM. ununterbrochen Jeu ganzen Tag g "finet 2170 Residenz-Theater _ Waldatraaae Alleinige* ErstaiifFiihrungarerht! der Henny Porten-Serie 1917/18 4. rilm Henny Porten Die Faust des Riesen Bearbeitung dei Romans von Rudolf Strati in 2 Teilen 1. TeU t Akte Darsteller: 21771 Henny Porten, Herr von Winterstein Rudolf Biebraeh, Herr Rlemann. Als Einlage an Werktagen sofern Sitzplätze frei- Diebe und Diebe Eine Komödie in 4 Akten mit Magnus Stifter, Hanny Weisse, Arnold Korff, Hugo Werner-Kahle in den Hauptrollen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag den v. Januar, vorm. 10 Uhr, im Saale. Hebelstrafte 81, 2. Stock, Sonntagsfeier = „Das Ich und das All-. === (Silbert Texaner). 216--' Eintritt frei. Käste wtllkommeu. Dnttkürdeite« alle». Ar: liefert schnell und billig Bllchdmlkttki BslltssrkMtz Soeben erschienen- '7^9-ß n IT Aber die Verhandlungen des Parteitages in Wiirzdurg vom 14. bis 80. Oktober Preis Mk. (nach auswärts 30 Pfg. Porto). Uuseumssaat Donnerstag, 10 Januar 7 l A Uht abends HEITERER ABEND Jos. Plaut Heues literarisches and musikalisches Programm. Karten ? 3. 2,1 in der Hofmusikalienhdlg. Fr. Ooerl Urossherz. E Hoftheater. Wie erhalte ich als Kriegsbeschädigter oder als Kriegerwitwe eine Uepitalobfrnsung an stelle von Krisgsversorgung? (Mit amtlicher Genehmigung.) IM- Zweite erweiterte Auflage. -MM Preis VO Pfg., nach auswärts und in« Feld IO Pfg. Porto. Die freie Durg von Rob. Nrumbach. Preis Mk. 1.50 (nach auswärts und in» Feld 10 Pfg. Porto). (fine Erzählung, die im groften ganzen die Studentenzeit des verstorbe-n-n Genossen Dr Ludwig Frunk rehondelt. Wir können das äufterst intereffant versaftte Äerkchen zur Anschaffung bestens empfehlen. Buchhandlung Volksfreund ttutfenftsafce 84 Televbon ISA. Spielplan vom 6. bis 14. Januar. Sonntag, 6. Jan., im Hoftheater. C. 2b. „Tristan und Isolde" b—y a 10; im KonzerthauS: „Im weihen Röhl". Ü7— 9. — Montag, 7. Jan. A. 27. „D:e Braut von Messina". 7—%10. — Dienstag. 8. Jan B. 27. „Hans Herling". 7—10. — Mittwoch, 9. Jan, 4. Dinfoniekonzert. Solisten: Kammersängerin Lauer-Kottlar, Hoi- rat Prof. Ordenstein, Hofopernsänger Neugebauer und Ziegler, Leitung: Hofopernüirektor CortoleziZ. Haydn, Sinfonie Nr. 8 B-dur; Mozart, 1. Arie: Ich gehe, wohin doch ihr Götter (zum erstenmal), 2. Rezitatrv und Rondo „Mich zu trennen von dir, zage nicht" lzu:n erstenmal), 3. Sinfonie Nr. 33 B-dur, 4, Rezitativ und Arie „Wehe mir! Wre, träum ich oder wach ich" (zum erstenmal, v. Terzett „Willst du mein Liebchen sein" (zum erstenmal), Beethoven. Sinfonie Nr. b op. 87. 7 bis nach 9 — Donnerstag. 10. Jan., Sondervorstellung (vierte mit Platzmiete für Schüler), „Könige". Wl bis nach 9. — Freitag. 11. Jan. C. 28. „Tiefland". 7—5410. — Samstag. 12. Jan. P 26. Zum erstenmal: „Der Augenblick", Lustspiel in b Akten nach Goethe von Hermann Bahr. I bis nach 0. — Sonntag, 13. Jan., im Hoftheater. A. 28. „Fahrende Musikanten". )47—9; im Konzerthauö „Heimat". 547 bis gegen 9. — Montag, 14. Jan. C 27. „Der Augenblick". 7 bis nach 0 Uhr. — Im Grotzh. Theater in Baden-Baden: Dienstag, 8. Im: „Heimat", Schauspiel von Sudermann. 547 bis gegen 9, 3181 Rr. 4. SamShig, den ö. Januar 1918. - " Seite st. V83S Täglich abends pünktlich 8 Uhr g£ Vorstellung. 3 Sonntag, den 6. Januar 1918 2 Vorstellungen nachmittags 4 Uhr and abends 8 Uhr. Palast- li: Theater •Karlsruhe Tel. 2502 Kasseöffnung V-3 Uhr. iiiimHiiitiiiiiiiiiniiiimiiiiiiiiiiHiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiumimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Herrenstr. 11 Anfang 3 Uhr. Von Samstag bis einschl. Dienstag i Der* Sultan wenJohore Ein Drama in 3 Akten von Rudolf Kurtz. Das bestausgestattete Film werk schildert den Glanz und die Pracht Indiens. 2180 Harry Liedike u. fCitfy Oewale in dem Lustspiel Das fidele Gefängnis nach der Operette Die Fledermaus in 3 Akten von Ernst Liebitsch und Hans Kräly. Wider «erfteizemz. Am Mittwoch» 16. Ja». 1018, vorm, von 9 Uhr an findet im Kassenlokal de« Leihhauses: Schwanenstr. 6,1. Stock, die öffentliche Versteigerung der verfallenen Pfänder Nr. 5481 bi, mit Nr. 7182 gegen Barzahlung statt. Das Versteigerungslokal wird ", Stunde vor Versteigerungsbeginn geöffnet. 2164 Die nasse bleibt am Ber» steigernngstage, sowie am Nachmittag des vorhergehenden Tages geschloffen. Karlsruhe» 5. Jan. 1918t Stadt. Pfandleihkaffe. I vrijrs ftassenöffnung Vs 3 Uhr Täglich Anfang 3 Uhr Ab heute! 3m Banne der Pflicht (Hand und Herz) Drama in 4 Akten von Iindwigf Anzengruber. In den Hauptrollen: Wilhelm Klitsch, Marie Marchal, Josef Reithofer. Valdbrand Schauspiel in 3 Akten. 2176 Jeder Dame, welche ihr ausgefallenes Haar einsendet, fertige schöne Zöpfe» Haarkette»» Pnppenperüeken »sw. billigst an Defekte Haar arbeiten reparier« billig. Karl Mösch, Friseur Aue bei Durlach. LISI Beschlagene CW-Lchen rechts und links für Strohschuhe und HauSschusterei statt Dreibock gibt bis zu Größe 48, d >« Stück Mk. 1.—, unbeschlagene Mk.—.50, so lange Vorrat reicht, ab Bad. Frauenverein Z Abt. Schuhfltlkeres 3 Zähringerstratze 84. Daniels Konfektionshaus Wilhelmstr. 34, 1 Tr. 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Vater Karl Glaser. Schlosser. Ma thilde Helene. Vater Albert Friedrich Haibl. Schreiner. Her Otto. Vater Arthur Link. Bäcker. Gustav Karl. Vater Guss Godel, Hausdiener. Helene Frieda, Vater Wilhelm Hüllmann. Schlosser. Walter Alfred Paul. Vater Alfred Neuhellec. Buchbinder- meister. Herbert Johann. Vater Johann Christian D eher, F> ' mann. Irma Erna. Vater Wilhelm Augenstein. Schlosser. Hein- Hermann, Vater Hermann Ebeling. Kaufmann. p Todesfälle. Wilhelmine Hammer, alt 71 Jahre, Eheftau von Hermann Hammer, Privatmann. Josef Hoferer, Bahnwart a. D. Witwer, alt 83 Jahre. Ignaz Hammer, Landwirt. Witwer, all 57 Jahre. Karoline Zippcrle», Privatiere. alt 68 Jahre, ledig. Luise , Schmitt, alt 80 Jahre. Witwe von Johann Schmitt,' Schuhs machermeister. Luise, alt 8 Jahre. Vater Anton Unser. TaglöhnSL Wilhelm Kugel, Fabrikarbeiter, ledig, alt 33 Jahre.