No. 751. Karlsruhe, Samstag den 17. flugust l-is. ZS. ^llttrg.' Tageszeitung für üas werktütige Volk Wtteldaöens. Dqa>»prei»: Lbgeholt in der Geschäftsstelle, in Ablagen od. am Postjchalter monatt. tUO 46 Uhr abend». Kerns,».: Geschäft,stelle Rr. 128. Redaktion »r. «81. vazeige»: Die 6jpalt. Kolooclzeile od. deren Raum 20^. Platzanzergen drlllger. Vei Wiederholungen entspr. Rabatt. Schluß d. Annahme'/,» Uhr vorm., für grog- Aufträge nachm, zuvor. — Druck u. Serins: Blnbdruckerei Geck & Sie., Karlsruhe^» Die neuen Rroneu. r Karlsruhe, 17. August. Im Osten haben die Zimmerleute viel zu tun, Throne ,pnd Galgen sind die gesuchtesten Artikel. Mit bec So» zigsmacherei soll es jetzt im Eiltempo gehen; Finnland soll schon Anfang September seinen neuen Gebieter von Sattes Gnaden erhalten, mit den Litauern wird fleißig verhandelt, um zugleich mit den neuen ihnen anbefohlenen Münz-, Maß-, Gewichts-, Zoll- und Militärkonventionen das neue Königreich fertig zu machen und ähnlich liegt es auch in Polen, wo mit größter Beschleunigung an der Lösung der Thronfrage und der mit ihnen zusammenhängenden Fragen gearbeitet wird. Bliebe allenfalls noch Kurland, bei dem MN noch nicht recht weiß, ob man schon Liv- und Esthland, fce nach dem Brester Vertrag zweifellos nach Rußland gehören, ohne weiteres dazu nehmen kann, und die Ukraine, die für deutsche Königsexperimente noch nicht ganz reif zu sein scheint. Auf alle Fälle aber ist das, was jetzt im Osten getrieben wird, schlimmster Unfug und eine schwere Gefahr für die Zukunft des deutschen Volkes. Alle diese Throne und Thrönchen, die da aufgebaut werden sollen, ruhen nicht aus dem Volkswillen, sondern auf der Macht der deutschen Bajonette. Man komme nicht- mit dem Einwand, daß so und so viele Senate, Staatsräte, Nationalräte usw. als Vertreter ihres Volkes mit. dieser Angelegenheit sich befaßt haben. Das ist, sehr höflich ausgedrückt, optische Täuschung. In jedem eroberten Lande finden sich einzelne Personen oder auch ganze Bevölkerungsschichten, die geneigt find, mit dem Eroberer zu paktieren. Und nicht immer ist es persönlicher Eigennutz, der sie dazu treibt, mitunter glauben sie auch den Interessen ihres eigenen Landes richtig zu dienen, indem sie mit den nun einmal gegebenen Machtverhältnissen rechnen. Wie weit diese Anpassung, die man heutzutage „Aktivismus" nennt, gehen kann, weiß man aus der Zeit der n a p o l e o n i s ch e n Kriege. Fürsten und Bolksstämme unterwarfen sich willig der neuen Gewalt, die Presse jubelte ihr entgegen, aus West- frien und anderen Ländern kamen die Deputationen zu Napo-' leon, die ihn baten, ihre Länder mit neuen Verfassungen zu beglücken. Als die Russen in Galizien waren, ließ sich der Zar in kpmberg als Befreier und Einiger aller Ukrainer feiern. Hätte die russische Herrschaft in Galizien solange gedauert, wie jetzt schon die deutsche in Belgien und in den russischen Ostprovin- M, so würde der rutheniiche Aktivismus gewiß noch eine ganz andere Ausbreitung gefunden haben. Ja, wer Kreiselt daran, wenn es den Feinden gelungen wäre, von Ost und West in Deutschland einzumarschieren und jahrelang hier seine mili- üirische Gewalt aufrecht zu erhalten, so würde sich auch hierzulande ein ganz hübscher „Aktivismus" entwickelt haben. Im Osten stehen die Dinge nun so, daß nur ganz dünne bevölkerungsschichten mit dem deutschen Eroberer kooperieren, während natürlich allen anderen jede Gelegenheit fehll, ihre entgegengesetzte Meinung zum Ausdruck zu bringen. Es liest sich ganz hüb'ch, wenn beispielsweise im finnischen Senat ein biederer Altfinne meint, vor ein bischen Staatsstreich brauche man jetzt keine Angst mehr zu haben, da die Sozialisten ja aufxxrieben seien. In derselben Lage wie die Sozialisten der russischen Randländer befinden sich aber auch die zahlreichen bürgerlichen Temokraten, die von der Aufrichtung neuer Monarchien nichts wissen wollen, und die BevNkerungsichichten, deren Wunsch auf die Wiedervereinigung mit Rußland gerichtet ist. Sie alle haben nichts zu sagen und ihre Stimme klingt in der sog. Volksstimme nicht mit, diese Dolksstimme wird viel- mchr ausschließlich von denen präsentiert, die scheinbar so wollen wie die fremden militärischen Befehlshaber. Man darf sich aber keinen Augenblick auch darüber täuschen, baß diese Uebereinstimmung nur eine scheinbare ist. De »Aktivisten" wollen in Wirklichkeit etwas ganz anderes, als tvas man in Berlin will. Sie wollen ihrem Lande soviel Selbständigkeit und soviel Befreiung vom Truck der Besetzung schassen, als dies unter den gegebenen Umständen möglich ist, und mit den Umständen wird sich auch ihr sehr clostiiches Pro- Sramm ändern. So gibt es in Wirklichkeit im Osten über- baupt keine Bevölkerungsschichten, auf die sich die deutsche Macht stützen kann, wenn es einmal ernst wird. Sind diese Tatsachen richtig und sie lassen sich ja kaum bewerten, so erhellt aus ihnen die ganze entsetzliche Gefährlichkeit einer Politik, die darauf ausgeht, diesen innerlich ^^erstrebenden Völkern Monarchien aufzuoktroieren. Diese Monarchien werden keinen Augenblick länger existieren können, als die deutsche Macht sie hält, es wäre denn, sie machten Gemeinschaft mit den nationalen Strömungen und wendeten sich mit diesen gegen die deutsche Macht, der sie ihre Entstehung verdanken. Die Voraussetzung für die Erhaltung der Anarchischen Neuschöpfungen im Osten ist die Ausrichtung £rar dauernden deutschen Militärherrschaft nicht nur im Osten, Widern auch im Westen. Es ist ganz selbstverständlich, daß Deutschland von den Westmächten die Anerkennung der Neu- wonarchien nicht früher erlangen kann, als bis die Westmächte beständig geschlagen sind. Wir fragen, ob das deutsche Volk bat, noch jahrelang Krieg zu führen, damit irgend, ein Karl August Theodor oder Friedrich Heinrich Wilhelm Ernst, beiden Fällen wurden Gefangene gemacht. Unsere Batterien - - -- " - "' ’ " -- Abschnitt Vieux Bcrquin, wobei ste efangene machten. Wir machten nordwestlich von Loches einer, erfolgreichen Vorstoß und fügten dem Feinde Verluste zu. auf dom ihm neug^tmmerten Thrönchen sitzen bleiben kann?:erzielten Fortschritte im Abschnitt Vieux Wer nur einen Rest von Verstand behalten hat, muß mit Gefangene machten. Wir machten nordwest der Energie der VerKoeiflung dafür «intreten, daß eine weitere Bindung der deutschen Politik im Osten vermieden wird und daß die offenen Fragen offen gelassen werden, bis es Zeit wird, sich an den allgemeinen Konferenztisch zu fetzen. »utscher Siittlerift. Großes Hauptquartier, 16. Aug. (WTB. Amtlich.) Westlicher Ikriegsschaupl«!,. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht: Vorfeldkämpfe am Kemmel und bei Vieux Berquin. Stärkere Vorstöße des Feindes südlich der Lys, bei Ayette und nördlich der A n c r e wurden abgewiesen. Heeresgruppe Boehn: Westlich von Rohe und südwestlich von N o y o n heftiger Feuerkampf, dem beiderseits der A v r e gegen Lassigny und aus den Höhen westlich der Oise feindliche Angriffe folgten. Südlich von Th i e s c o u r t blieb das Gehöft Atteche in Händen des Feindes. Im übrigen schlugen wir seine Angriffe vor unseren Kampfstellungen teilweise im Gegenstoß zurück. Schwere Verluste erlitt der Feind in den Kämpfen um L a s s i g ny. Hier stürmte er bis zu sechsmal vergeblich an und wurde nach zehnstündigem erbittertem Kampf in seine Ausgangsstellungen zurückgeworfen. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz: An der Vesle nahm die Feuertätigkeit am Abend zu und blieb auch die Nacht hindurch lebhaft. m Wir schossen gestern 24 feindliche Flugzeug e a b. Leutnant U d e t errang seinen 54. und 55., Oberleut- nant Koennecke und Loerzer errangen ihren 30., Leutnant Hecke! seinen 22. und 23., Leutnant Roeth seinen 21. Lustsieg. Der 1. Generalqmirtirrmkister: Ludendirss. Fliegerangriffe auf Mannheim- Ludwigshafen. Karlsruhe, 16. Aug. (WTB.) Heute Nacht wurden Mannheim-Ludwigshafen von feindlichen Fliegern angegriffen. Es wurde einiger Sachschaden durch Bombenabwurf angerichtet. Personen wurden nicht verletzt. Auch heute Vormittag versuchte eine größere Anzahl feindlicher Flieger Mannheim-Ludwigshafen anzugreifen. Sic wurden aber durch unsere Abwehrmittel am Bombenabwurf gehindert. Dabei wurden drei feindliche Flugzeuge abgeschossen, (g. K.) Fliegerangriff auf Paris. WTB. Paris, 16. Aug. Reuter. Einige Flugzeuge warfen mehrere Bomben in der Umgegend von Paris ab. Einige Opfer und Sachschaden wurden gemeldet. Deutscher Abendberichk. WTB. Berlin, 16. Aug., abends. (Amtlich.) Beiderseits der Avne sind starke feindliche Angriffe unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert. Oesterreich-ungarischer Tagesbericht. WTB. Wien, 16. Aug. Amtlich wird verlautbart: Italienischer Kriegsschauplatz: Neue italienische Angriffe gegen die Montozzv-Stellung scheiterten au der tapferen Gegenivchr unserer Abteilungen des 1. Kaiserschützen-Rqrs. Sonft verlief im Tonal e-Abschnitt der gestrige Tag atme besondere Kemtshandluneen. Aus dem Monte Cimone wurden feindliche Sturmiruppen al getnirsrn. Albanien: Unverändert. Der Chef des GeneralstaL». Türkischer Bericht. WTB. Konstantinopel, 16. Aug. Amtlicher Bericht vom 16. August: Palästinafront: In der vergangenen Nacht wurden Vorstöße stärkerer feindlicher Abteilungen westlich der Straße Jerusalem-Nablus von uns abgcwiesen. Heftiges feind, liches Artilleriefeuer an verschiedenen Stellen der Front wurde Neue Versenkungen. ^.erlin, 15. Aug. (WTB. Amtlich.) Im Mittel- meer versenkten unsere U-Boote aus stark gesicherten Gelnt- zügen sechs wertvolle Dampfer von zusammen 22 000 B.R.T., darunter einen vollbesetzten Trup. pentransporter von mindestens 6000 B.R.T. WTB. Berlin, 16. Aug. (Amtlich.) Im östlichen Mittele meer versenkten unsere U-Boote neuerdings 15000 B.RT. Der Chef des Admiralstabs der Marine. * WTB. Bern, 16. Aug. Der „Temps" meldet aus Rio de Janeiro: Nach der Agencia American« kam der englische Dampfer „Ardgrange" mit 28 Schiffbrüchigen des italienischen Dampfers „Giuseppe" in Rio de Janeiro an, der 200 Meilen von der Küste nach der Explosion einer Dynaimtbombe gesunken war. Der italienische Dampfer hat Buenos Aires. mit Getreideladung für die Alliierten verlassen. S:eben Schiffbrüchige starben. Die Ueberlebenden erklären, die Bombe sei während des Ladens des Schiffes in Buenos Aires gelegt worden. Haag, 16. Aug. (Privattelegramm.) Aus Hock van Holland wird gemeldet: Gestern Nachmittag sind hier drei englische Schiffe in einem Geleitzug angelangt. Zwei englische Torpedoboote wurden aus diesem Geleitzuge in der Näh« von Scheweningen herausgeschossen. Vier Mann ertranken. Bestes Einvernehmen! WTB. Großes Hauptquartier, 16. Aug. (Amtlich.) De erneute Zusammenkunst der erlauchten Souveräne hat das innige Einvernehmen und die Ueberetnstiminung in Bezug auf die militärischen und politischen Aufgaben wieder zutage treten lassen, auch die gleiche und treueste Auslegung des Bündnisses festgestellt. Das Zusammensein der, Monarchen war von der Herzlichkeit getragen, die ihren persönlichen BeziehunMn und den Interessen ihrer Völker entsprechen. Die leitenden Staats- niänner und die militärischen Spitzen haben eine gründliche und fruchtbare Aussprache gepflogen. Der k. u. k. Minister des k. u. k. Hauses und des Ministeriums des Aeuhern, Graf Burian und der Generaloberst Frhr. von Arz sind von Sr M. dem deutschen Kaiser in besonderer Audienz empfangen worden. Desgleichen hat S. M. der Kaiser und König Karl den Reichskanzler Grafen Hertling und Generatfeldmar» schall von Hindenburg empfangen. Der deutsch-ftanzösische GefangeuemmÄausch. WTB. Berlin, 16. Aug. (Nicht amtlich.) Die „Nordd. Allg. Ztg." schreibt über den deutsch-französischen Gefangenenaustausch, daß Frankreich den Abtransport vorübergehend eingestellt habe. Als Gru-nd gibt die französische Regerung an, daß in Deutschland franMüche Offiziere zurückbehalten wurden, die länger in Kriegsgefangenschaft waren als andere, bereits inzwischen in der Schweiz internierte Kameraden. Di« „Nordd. Allg. Ztg." bemerkt dazu: Es ist allerdings zutreffend, daß die Reihenfolge in einigen Ausnahmefällen durchbrochen wurde. Dies erklärt sich aber, wie auch der französischen Regierung bekannt ist, daraus, daß in Versa mm lungsla gern unter den fränzösi'chen Offizieren die l pa n i sch e G r i pP e in scksverer Form ausbrach, sodaß die von ihr befallenen 'Offiziere nicht transportfähig waren und Zurückbleiben mußten und durch erst kurze Zeit gefangene Kameraden erseht werden mußten. Der wahre Grund des Verhaltens der französischen Regierung liegt darin, daß die französi'che Heeresverwaltung außerstande ist, den Abtransport m der vereinbarten Zeit durchzuführen. Mit dem Bau des Uebernahmelagers an der Grenze, der in Deutschland selbstverständlich seit langem ferLg^ gestellt wurde, ist m Frankreich erst jetzt begonnen worden.' Tie Zusammensetzung der ersten Offizierszüge bietet Frank-, reich den willkommenen Vorwand, soine Schttld an der Verzögerung der Transporte vor der fränzösi'chen BevWmrng zv verbergen und auf Deutschland zu verschieben. D?r Wirtschaftskrieg. WTB. Rotterdam ,14. Aug. Nichtamtlich. De« „Nterrve, Rotterdamschen Courant" zufolge enthalten die heutigen „TimeS^ von uns kräftig erwiedert. Bei Aneze zwang unsere Ar anl«(!li(l) des bereits gemeldeten Telearamms ihres Washinytonee tillerie ein englisches Flugzeug zur Landung in unserem Bereich. Korrespondenten einen Leitartikel mit der Ueberschrift „Ein Wirt! Von den übrigen Fronten nichts Neues. Tie feindlichen Heeresberichte. schaftsveckband der Alliierten". Die „Times" legen den Nachdruck darauf, über die Rohstoffe eine entsprechende Kontrolle au^a- üben, um den Alliierten den Vorrang zu sichern und bei den WTB. Paris, 16. Aug. Amtlicher Bericht von gestern Abend: ^riedensverl«ndlunpen. sowie für die Zeit nachher gegen die Im Laufe des Tages gestattete uns eine einzige Kampfhandlung Deutschen eine wirksame Karte in der Hand zu haben. Die Fortschritte in dem waldigen Massiv zwischen der Matz und der i „Times" sind aber sehr enttäuscht über die Erklärung ihres Kor«. Oise zu machen. Nordwestlich Ribecourt bemächtigten wir spornten, daß die Amerikaner für die imperialistische Vorzug», uns der Meierei Atteche und der Meierei Morolihe, die vom p 0 jitif nichts übrig haben. Sie schreiben: Deutschland versteht Feinde energisch verteidigt wurden. Wir machten Gefangene, «uf .fciefe Sßolttif gut, denn es hat aus der Laxheit der britischen Re- der übrigen Front fft kein wichtiges Ereignis zu melden. ! gieruugspolitik vor dem Kriege so viel wie möglich Nutzen gezogen. WTB. Londvn, 16. Aug. Amtlicher Bericht von gestern Abend: Deutschland sieht sehr gut ein. daß die Einführung von Reichs- Canadier nahmen Diamery undParviles. Wir schoben Vorzugszöllen ein Zeichen der Zeit ist, daß die Regierung und da» mrsere Linie» ein kurzes Stück südöstlich von Prohart vor. In..Voll von England nicht länger bereit sind, auf Kosten der «eüo. Nr. 181. Samstag, den 17. August 1918. f 11 —II i ——————■«, nalen Sicherheit fce gegenwärtigen Lebensbedingungen verzudehat ten. daß sie vielmehr entschlossen sind. Rohstoffe für die eigene In" duftrie und Material für die Volksernährung nicht ausländischen HandelskombiNationen, die darauf ausgehen, sich ihrer mit Hilfe des Staates zu bemächtigen, zu überlasten. Alle anderen Völker der Welt hätten schon lange vor dem Kriege dafür gesorgt, daß so etwa» nicht möglich ist, und wahrscheinlich habe auch jene« andere SSoII außer den Deutschen sehr gut eingesehen, was für eine Gefahr die Weigerung Englands, bei seiner alten Politik zu bleiben, in sich birgt. Wenn das britische Reich wie vor dem Kriege an dem freien HarrdekSdogma hartnäckig srsthält, wird e» nur em schwacher Partner einer Abkommens der Alliierten für die Verwertung von Rohstoffen werden können und wird infolge seiner wirtschaftlichen Wehrlosigkeit nur eine Wiederholung der deutschen WirtschaftS- pÄitik, wie sie vo.r dem Kriege war, hervorufen. Klemk KritWi-richttt. Lerkin, IS. Aug. Dem .Berk. Lokakanzeiger" wird aus Genf gemeldet: Aus Marokko werden fortgesetzt Kämpfe mit eingeborenen Heereshaufen gemeldet, denen es gelang, mehrere, den Franzosen ergebene Stammführer zu töten. Lern, 16. Aug. (WTB. Nicht amtlich.) Französische Blätter melden, daß einer der besten Flieger der Bereinigten Staaten, Alan Wicskow, im Sommegebiet im Lustkamps gefallen ist. »ondon, 13. Aug. (WTB.) DaS Reutersche Büro erfährt: Eine britische Truppenabteilung ist von Bagdad an das Kaspische Meer vorgerückt und ist von dort in einem Dampfer nach Baku verschickt worden. >vo sie bei der Verteidigung der Stadt Hilfe leistet. London, 16, Aug. (WTB) Die .Times" teilen mit: Um die Fortdauer der Beratungen zwischen den Vertretern (Großbritanniens und den Vertretern der Dominion» zu sichern, hat das ReichSkriegskabinett beschlossen, daß alle Dominions durch einen M i n i st e r, der feinen dauernden Sitz in London haben wird, vertreten fein sollen. Das Reichskriegskabinett wird von Zeit zu Zeit mit diesem Minister gemeinsame Sitzungen abhasten. Die Lage in “Rußland, Die Kräfte der Tjchecho-Tlovakr«. Die kommunistische „Prawda" stellt fest, daß das englijch- kanzöfische Vorgehen. wie das der von den „Verbündeten" gelungenen Tschecho-Zlovaken von dem Wunsche eingegeben fft, tu Rußland die alle monarchistische Regierungssorm wieder herzusftüen. Als Beweis hierfür führt die „Prawda" die Tat» koche an, daß die Engländer freundschaftliche Beziehungen mit dem Zaren general Gut ko angeknüpst hätten. Angesichts dieses Umstandes ruft das revolutionäre Organ der lin- -ken Marxisten Rußlands energisch zum Kampf. „Es ist noch Zeit, Arbeiter und Besitzlose, den Ueberfall dieser gemeinen Schar abzuwehren". lesen wir in einer der letzten Nummern drr „Pwwda".. „Der Rücken der Tschecho-Slovaken ist hart bedroht. „Die Hilfe der Japaner ist weit und unverläßlich. Für Engländer und Franzosen ist das Fortschreiten vom Weißen Meer nach Süden sehr schwierig. Ihr Rücken ist eben» alls bedroht, — Tie Arbeiter Englands und Frankreichs regen sich — Erhebe Dich nur arbeitendes Volk, in Deiner ganzen Erötze, Dieser Sieg", so fährt der Artikel fort, „wird der Anfang vieler Siege sein." Was die Tschecho-Slovaken im besonderen betrifft, so dürfte noch Behauptung der „Prawda" bei verstärktem Druck der roten Armee von -er Frontteite die Situation im Rücken der Tichchv-Slovaken sehr bedenklich für sie werden und eine Auflösung derselben bedeuten. Es genügt zunächst, die Wolga von ihnen zu säubern, damit die Arbeiter Sibiriens und des Ural der Scavjet-Republik zu Hilft kommen könnten, indem sie den Räubern des Imperialismus in den Rücken füllen. Wie von Reisenden aus jener Gegend versichert wird, wird dis Bevölkerung des Ural und Sibiriens sich bei der erstbesten Gelegenheit gegen diese Söldner des Kapitals erheben — nur müßten an der Front unsere Truppen schnell losschlagen und die „Weiße Garde" bedrängen. Der Lseckefrlh. Von Walter Neter. (Fortsetzung.) Daran vornehmlich mußte der Totengräber denken, wenn tur. der Schwer- frichtuna kr sagt: ur er hat e» Stellen zeigen. I draußen an nt Mißtrauen fftung für die rn. damit der ewalt in eine itärische Hand nd in zweiter wiederum zu ür dar Land, :n und guten ker Wille die Äedankeu au» und schnelle» igen Rückfichte. parteilich«, anverhüllten :n der Be» re Form der ganz offen- zesehen. Da» ksfeindlichen itmeg". frortff, 3t«' mberlein Beeidigung' >st zulässigen in Tay G» r ist inner» 1 Zeitungm.- zs le cm 25t bet* industriellen : i de» Reich», n der Zen» m durchweg nde nächster wird. Mm» luSwärttgen f, nach den VoiKvsrtts »! schien sein f beim »o- Blüteiffar- Wie ernste lodeSkampft rächst g. liÄmchmen. d RörgM. I schien der zu haben. , ganz dort > purpurne d dem sin» *r ernsten nach FE staunenden ziednchmen nne hinab» wenn die» raufziiehen» wunkt. wo Punkt hin» entschwun» gröber d« :n auf die htver nickt Jeleitworl» am ^ ein Besuch nk an da» e «n mü» d der ziel» lkckt. In Schweizerische Koloniengründung. WTD. Bern, 14. Aug. Nichtamtlich. Schweiz. Dep.-Agentur. des Genfer Staatsrates de Rochaix angenommen durch den der Bundesrat eingelaüen wurde, die Frage zu prüfen, ob nicht mit Zustimmung der in Frage kommenden Regierungen in einer nicht allzuentfernten Kolonie der Anbau von Brotgetreide vorzunehmen sei, um die Schweizer Getreidcversorgung zu beheben. Die mit der näheren Prüfung betraute Fachkommissionn nahm heute den 'Bericht des Staatsrptes Rochaix über seine zum Zwecke näherer Fühlung mit der französischen Regierung unternommenen Reise nach Paris entgegen. Auf die Mitteilung von Rochaix, daß die französische Regierung dem Plane einer schweizerischen Kolonie in Marokko sympathisch gegenüberstehe und sie nach Kräften för Sern wolle, beschloß die Kommission, beim Bundesrat zu beantrag gen, eine besondere Studienkommission nach Marokko zu entsenden. Gleich^itig beschloß die Kommission, *von vem analogen Projekt einer schweizerischen landwirtschaftlichen Kolonie in der Ukraine Abstand zu nehmen mit Rücksicht aus die unsicheren poft fischen Verhältnisse dieses Landes. für unsere Soldaten. Urlaub nach Straßburg. Infolge kriegsministerieller Verfügung bedarf die Zur er senachdemFestungsbereich Straß b u rg — mit Ausnahme des Kreises Molsheim — m Zukunft nicht mehr der Genehmigung des Gouvernement». Es empfiehl sich daher, um Verzögerungen zu vermeiden, Urlaubsgesuche beim Truppenteil des zu Beurlaubenden unmittelbar einzureichen. (Straßb. Post".) Duden. Freihäfen am Oberrhein. * Einer Korrespondenz der „Neuen Zür. Ztg." Nr. 1047 ocm 9. d. Mts.) über „Schweizerische Freihäfen" entnehmen wir die folgenden, im badischen Lande u. E. besonderer Beachtung würdigen Ausführungen: „Die Schweizerische Handelsbörse in Bern hat beim Bundesrat in einer ausführlichen Eingabe die Errichtung schweizerischer Handelsfreihäfen in Basel, Genf und Locarno angeregt sowie die Vermehrung der Lagerhäuser im Landesin- nern unter tunlichster Berücksichtigung des Instituts der fielen Einlagerung. Die Bestrebungen wollen die Schweiz nach dem Kriege zum großen Waren st avelplatz machend Es wird insbesondere argumentiert, daß wegen der Möglichkeit der Aufspeicherung großer Gütermengen schweizerische Freihäfen an den Eingangstoren der Schweiz für Lebensmittelversorgung unserer Bevölkerung und für die Rohstoffversorgung unserer Industrie wertvoll und zeitgemäß seien, und daß in Kriegszeiten solche Warenlager innerhalb der Landesgrenzen erfahrungsgemäß von großer Bedeutung für die wirtschaftliche und politische Existenz des Landes sein können, wie dies die ersten Monate des Weltkrieges bewiesen haben. Die Eingabe stützt sich ferner auf die Annahme, daß mit der Schaffung von Binnenwasserstraßen (Rhein, Rhone, Po) und der Oeffnung des direkten Zuganges zum freien Meere die.Schweiz sich dank billiger Wafferfiachten und wegen ihrer besondern verkehrsgeographischen Lage in zunehmendem Maße zum internationalen Handelsplatz werde entwickeln können. Man erinnert sich, daß anläßlich der Behandlung der Rheinhafensubvention in der Junisession der eidgenössischen Räte Herr Nationalrat Hirter die Freihafenfiage ebenfalls anschnitt und auch bereits den Wunsch aussprach, daß dem Rheinhafen in Kleinhüningen der Charakter eines Freihafens verliehen werde. Herr Bundesrat Ador gab darauf die Erklärung ab. daß der Bundesrot dieser wichtigen Frage alle Aufmerksamkeit schenken werde. Herr Feigenwinter hielt dafür, daß der Freihafen schon in der Subventionsvorlage Vorbehalten werden sollte. Herr Will, der Kommissionspräsident für die Rheinhafenangelegenheit, hob seinerseits die große Tragweite der Freihafenfrage, namentlich in zollpolitischer Hinsicht, hervor, indem er feststellte, daß die Wichtigkeit der Sache eine separate Behandlung rechtfertige, und daß die Freihafenfiage durch den Subventionsbeschluß jedenfalls in keiner Weise präjudiziert werde." Der Aufsatz geht dann des näheren auf das Wesen und die wirtschaftspolitische Bedeutung der sog. Freihafen (Frei- bezirke usw.) als Zollausschlutzgebiete an Handelsplätzen, sowie der Freilagerhäuser im Binnenland ein, und bezeichnet dann, abgesehen von der billigen Wasserkraft, auf die mit der schrittweisen Verwirklichung der sHveizerischen Binnenschifffahrtsprojekte in naher Zeit gerechnet werden könne, an der Hand der erwähnten Eingabe der Schweizerischen Handels börse als bereits erfüllte Vorbedingungen zur Errichtung schweizerischer Freihäfen die folgenden: 1. die beispiellose handelsgeographische Lage der Schweiz, 2. den wachsenden Umfang der auswärtigen Handelsbeziehungen der Schweiz, 3. die Organisation des schweizerischen Handels standes in kaufmännischer und finanzieller Beziehung, 4. die hochstehende und entwicklungsfähige Industrie, 5. das entwickelte Verkehrsnetz der Schweiz nach allen Richtungen. Der Aufsatz des Zür.cher Blattes schließt m»t d-a folgtriiut Re- sum« der Eingabe der Schweiz. Handelsbörse: .. . . Die Behörden sollten sich unseres Erachtens schon im jetzigen Zeitpunkt, wo die schiffahris- und handelspolitischen Fragen notwendig einen immer breiteren Raum in der Diskussion über die Friedenswirtschaft und ihre Gesetzgebung einnehmen, für die Errichtung schweizerischer Freihafenbezirke grundsätzlich nussprechen. Dies gilt in erster Linie für Basel, wo die Freihafenfiage im Zusammenhang mit den Hafenbauten aktuell geworden ist, während für die anderen Cinfahrts- und Umschlags Plätze, wie Genf und Locarno, die Einrichtung jedenfalls prinzipiell in Aussicht genommen werde.' soll. Parallel ist auch die Vermehrung der Lagerhäuser im Innern des Landes anzustreben, wobei das Institut der fieien Einlagerung weitmöglichst Platz greifen sollte. Durch diese Dokumentierung einer liberalen und weitblickenden Verkehrspolitik sichern wir den Binnenschiff fahrtsbestrebungen von vornherein die notwendige Unterstützung und die Sympathien der spweizerischen Handelswelt und der aufgeklärten Wirtschastskreise überhaupt." Die Budgetkvmmission der Zweiten Kammer naftm am gestrigen Freitag nachmittag ihre Arbeiten wieder auf. Auf der Tagesordnung stand die Beratung des Bier st e u e r g e s e tz e s. Die Summen, die Baden aus der Biersteuer herausholen will, sind ganz ungeheuerlich Im Durch schnitt der Jahre 1912 und 1913 hat Baden an die Reichskasse einen Biersteuerausgleichungsbetrag von 5360582 Mark entrichtet. Nach dm Annahme des BiersteuerM-etzes im Reichstag wäre dieser Ausgleichungsbetrag für Baden künftig auf 16 348 530 Mk., also um 10 997 947 Mk. höher zu veranschlagen. Die durchchnittlich Reineinnahme Badens an Biersteuer in den Jahren 1912 und 1913 hat sich auf rund 11840 917 Mk. belaufen; sie würde also um rund 4 507 613 Mark hinter dem künftig an die Reichsküsse abzuführenden Ausgleichungsbetrag Zurückbleiben. Für diesen Betrag sowie für den Betrag von rund 6,5 Millionen, den Baden seither aus der Biersteuer in die badische Staatskasse geleitet hat, also für einen Gesamtbetrag von rund 11 Millionen Mark soll Ersatz beschafft werden. Das Gesetz soll bereits am 1. Oktober 1918 in Kraft treten. In Württemberg und Bayern soll die erhöhte Bi-ersteuer erst vom 1. April- 1919 ab zur Erhebung kommen Die badischen Biertrinker sollen also ein halbes Jahr ftüher Opfer bringen. Bei den bürgerlichen Parteien hat der Gesetzentwurf im allgemeinen eine günstige Aufnahme gefunden. Mt seiner Annahme kann sicher gerechnet werden. Einen ablehnenden Standpunkt nahmen die sozialdemokratischen Vertreter ein. Interessant ist die Tatsache, daß ein Vertreter der nationalliberalen Fraktion außerdem für ne Erhöhung des festgesetzten Bierhöchst greises eingetreten ist. , Nach Beendigung der allgemeinen Aussprache wurde in die Einzelberatung eingetreten. Die Abstimmung über den wichst gen 8 4, der di-e Höhe der Steuersätze bestimmt, wurde ausgesetzt. Für Bier, das von Brauereien an ihre Angestellten und Arbeiter als Haustrunk abgegeben wird, wird die Steuer nicht erhoben. Prompt erledigt. ? Offenburg, 16. Aug. Die Notiz in der Donnerstags- Nummer des „Volksfreund" über die durch Fliegeralarm Theater. Kaast mb Wissenschaft. Die Dollarprinzessin. Man mag über die neueren Erzeugnisse der beiden erfolgreichsten Komponisten auf dem Operettenmarkte, Lehar und Fall, denken wie man will, man kann dennoch nicht umhin, wenn man von den guten, alten Operetten spricht, auch i£)re, Namen neben Sen Strauß, Millöcker usw. zu nennen. Man merkt immer wie der, wenn eines »hier älteren Werke aufgeführt wird, wie minderwertig die neuzeitliche Ware ist. Und mit um so größerer Freude stellt man dann fest, daß der Geschmack des Publikums doch noch nicht ganz verdorben ist, wenn man sicht, wie auch diese alten Werke immer noch die alte Anziehungskraft ausüben, wie an den ersten Tagen ihres Erscheinens. Wie die „Fledermaus" am Mittwoch, so fand auch die „Dollarprinzessin" am Donnerstag ein vollbesetztes Haus, das sich an- den kleinen und großen Leiden und Freuden der amerikanischen Millialdärsfamilie Couders herzlich freute und sich aufs beste untechielt, wenn auch die Aufführung noch manche Wünscke offen ließ. Frl. B r e e litt leider starx amte enwr plötzlichen Heiserkeit, man muß ihr ja Dann! wissen, daß sie dennoch so tapfer durchhielt, aber die Aufführung litt stark unter diesem Mitzgeschik der Künlerin. Diee übrigen Darsteller bcfiie- digten vollauf, es seien die Herren Neugebauer u. Sehdel, ve rtenstein und Hanke- u. Herr F r i es e genannt und von «n^ weMichen Darstellernn Frl. Berndt, Paulmann und Fasching er. Herr Kusterer dirigierte mit feinem Verständnis jür die Feinheiten der Partitur wenn auch manchmal ^r»as zu „trftelig", wodurch das Tempo stark verschleppt wurde, das Orchester spielte sehr sauber. Die Bühnenausstattung des Herrn Hanke war milliadärmäßig und dem „Milieu,, angepatzt. __ h. w. flus aller Welt, Erdbeben. Der Seismograph der Könnigstublwarte in Heidel- registrierte am 15. August nachmittags ein heftiges Fern- ** &en , dessen Einsatz auf 2.27 Uhr fiel, das Maximum auf 3.19 ist auf 15 000 Kilometer Entfernung zu suchen. Abends 8.20 Uhr zeigte der Apparat ein zweites fernes aber schwaches Beben an. — Die Erdbebenwarte Hohenheim meldet: Gestern Mit- tag zwischen 2 Uhr 1 Min. und 2 Mn. (Sommerzeit) begannen die Jstrumente der Erdbebenwarte ein sehr starkes Fernbeben aufzuzeichnen. Die Entfernung des Herdes wird zu 9300 Kilometer berechnet. Er befindet sich wahrscheinlich in Japan. Fliegerunglück in Marseille. Ein von einem Fluge zurückkehrendes Flugzeug stieß bei der Landung gegen einen Leitungsdraht der Straßenbahn. Zwei Straßenbahnwagen verbrannten. Vier Fahrgäste wurden getötet, einige verletzt. Die beiden Flieger erlitten schwere Brandwunden. Die unabkömmlichen Fürstendenkmäler. Gegenwärtig werden die Denkmäler m Deutschland ge mustert. Eine Kommission von Sachverständigen prüft sie auf ihre Kriegsbrauchbarkeit. Was tauglich befunden wird, kommt zur Schmelze. Es scheint nun, daß in dieser Kommission der Aberglaube herrscht, Fürftcndenkmäter wären ein für allemal unabkömmlich. Die letzte Entscheidung der Kommission hat in der getreuen Stadt Köln heftige Erregung ausgelöst, weil sie dahin ging, daß von allen in Köln aufgestellten Denkmälern die Standbilder dreier hochverdienter kölnischer Bürger zuerst eingeschmolzen werden müßten. Es sind das die Standbilder von Wallraff, Richartz und Kolping, drei Männer, auf die jeder Kölner ohne Unterschied der sonstigen Anschauungen stolz ist. Im Kölner Stadtparlament gab es wegen dieser Entscheidung der'Musterungskommission eine sehr lebhafte Aussprache. Unsere Genossen wiesen auf die grobe Rücksichtslosigkeit hin, die in dieser Entscheidung liegt und fanden dabei die Unterstützung der Zentrumspartei. Statt der drei volkstümlichen Denkmäler hätten sich leicht andere Standbilder finden lasten. Auch in Köln mangelt es nich an bronzenen Fürsten zu Fuß und zu Roß, die Kölns Bürgerschaft leichter vermißt als die drei Zeugen lokaler Tüchtigkeit und Strebsamkeit. Es wurde auf die Erzbilder der Kölner Rhein, brücke angespielt und ein sonst sehr patriotisches Blatt empfahl besonders das Standbild Wilhelms besten „herausfordernde Haltung" hcrvorgehoben wird. eingeschränkten Vesperpausen in der Be-, triebswerk statte der Gr. StaatSei senbLth- neu hat die beabsichtigte Wirkung bereits getan: noch am gleichen Tage wurde der Arbeiterschaft mitgeteilt, daß die. an dieser Stelle gerügte Verfügung zurückgezogen worden sei, da sie sich mit der Arbeitsordnung in denWa§ stätten nicht vereinbaren lasse. Damit ist der alte Zu» stand wiederhergestellt, von dem jedoch durchrurs nicht etwa behauptet werden soll, daß er mit seinen nur einviertelstündigen Vesperpausen, die zudem durch Friiherbegm« der Nachmittagsarbeit auf effektiv neun Arbeitsstunde« Weder eingebracht werden müssen, als für die Belegschaft besonders erfreulich und vernünftigen sozialen Anforderungen genügend bezeichnet werden könnte. Immerhin: daS rasche Eingreifen der Vorgesetzten Behörde (offenbar in Karlsruhe) im vorliegenden Fall soll anerkannt, anderseits der Arbeiterschaft aber an diesem Beispiel auch wieder gezeigt werden, wie wertvoll für sie ihre Presse ist, die zu unterstützen und immer weiter zu verbreiten sie allen Anlaß hat. Sofortige Anmeldung zur Reichsweinsteuer. Am 1. Sepj, d§. Js. tritt das Reichs gchetz über die Weinsteuer in Kraft: das bad. Weinsteuergesetz verliät seine Gültigkeft. Was nun vor allem und noch vor dem 1. September geschehen muß, ist die Anmeldung aller derjenigen, die nach dem Gesetz als Hersteller oder Händler zu behandeln sind. Demgemäß müssen sich alle Winzer, di« gewerbsmäßig W-ein in Berkehr bringen, sofort bei dem für ihren Wohnsitz zuständigen Finanzamt oder Haupt» freue ramt anmelden. Dasselbe gilt für alle Wirte, Weinffein- verkäuser, Weingroßhändler, sowie für die gewerbsmäßigen Hersteller von Obstwein, Beerenwein und dergl. Allen anmeldepflichtigen Personen ist dringend zu raten, daß sie die rechtzeitige Anmeldung nicht versäumen, da sie sonst unter Um* ständen ernstliche Nachteile erleiden. Bühl, 16. Aug. Die Zweschgenernte ist in vollem Gange. DaS ^Ergebnis ist laut „Bad. Nachr." über Erwarten gut, da die Witte' rung während des Sommers der Entwicklung der Früchte günstig war. In den niederen Lagen insbesondere, wo die BHume geschützt stehen, hat sich daS Erträgnis teilweise bis zu einer Volls ernte gesteigert. Kehl, 16. Aug. Vermißt wird der 29 Jahre alle Matrose Jakob Lenz aus Neckarsteinach, der sich zuletzt auf dem Rheinschiff Fendel 46" befand. Man nimmt an, daß der junge Mann, als er vom Einkäufen von Brot zurückkehrte, vom Laufbrett abgestürzt und ertrunken ist. Lahr. 16. Aug. Das Ersatzbataillon deS Jnfanterie-Regt. Nr 171 gibt bekannt, daß in der Nacht von dem 9. auf 10. August ein großer Posten wollene Decken und leinener Bett- Un $, Hand tüer aus der Kaserne entwendet wurden. Aus die Ermittlung der Täter wurde eine Belohnung ausgesetzt. Freiburg, 16. Aug. Der Militärverwaltung wurden aus einem in der Sedanstraße gelegenen Keller durch Einbruch größere Mengen Lebensmittel gestohlen. Stockach, 16. Aug. Durch Brandschaden wurde die Roggenernte von etwa 10 Morgen und viele andere Früchte sowie der- chiedene landwirtschaftliche Geräte und Machinen vernichtet. Das Feuer entstand durch den Leichtsinn eines Knaben, der ein Wespennest ansbrennen wollte. Leimen b. Heidelberg, 17. Aug. Durch Feuer wurden hier vier Scheunen, die den Landwirten Kokb, Wittmann, Herbold und August Krafts Erben gehören, eingeäschert. Der Gesamtschaden wird auf 15 000 Mk. geschätzt. Mannheim, 16. Aug. Wie der Polizeibericht meldet, erlitt bei dem in der vergangenen Nacht erfolgten feindlichen Fliegerangriff die 48jährige Ehefrau des Hilfsarbeiters Philipp Guckenhan, Mutter von fünf Kindern, einen Schlaganfall, welcher den sofortigen Tod der Frau herbeiführte. — Gestern ist beim Baden im Neckar ein lljähriger Schüler, dessen Vater, Richard Schwab, im Feld» teht, ertrunken. Keine freie Eisenbahnfahrt. Für Reisen zur Abholung oder zum Ordnen des Nachlasses gefallener Krieger und ähnliche Reisen gewährt die Eisenbahnverwaltnng nach den bestehenden Bestimmungen keine fieie Fahrt. Dahingehende Gesuche sind nutzlos. Bei Reisen zum Besuch kranker und verwundeter oder zur Beerdigung verstorbener Krieger wird der halbe Fahrpreis bewilligt. , Kriegsmoral mit doppelte«: Boden, k. Mannheim, 14. Aug. Der Metallarbeiter Franz Ichwaninger wurde dieser Tage hier wegen gewerbsmäßigen Schleichhandels zu 1400 M. GÄdstrafe (bezw. 100 Tage Gefängnis im Falle der UnbeibrinKchkeit) lerurteilt. Er hatte in einem Waggon Most, den er als im Aufträge der Firma, bai der er beschäftigt ist, gekauft und zum Ber« jandt nach Mannheim freibekomrnen hatte, für ettiche hundert Mark Schmuggelware (Schinken, Dörrfleisch, Branntwein, Weißmehl, Bohnen, Grieß usw.) verstaut, war dabei aber von der Bahnverwaltung erwischt worden. D:^ Schmuggelware wurde beschlagnahmt, Schwamng-er zur Anzeige gebracht. Das Gericht stellte sich aus den Standpunkt, Schwcmmger habe zu Privatzwecken und nicht zum Wähle der Arbeiterschaft, wie er vergab, „gehamstert". Er hat neben der genannten hohen Geldstrafe auch di« Gerichtskosten und den bei der Bermrße» rung der beschlagnahmten Lebensmittel durch das Mannheimer Lebensmittela-mt entstandenen Ueberpreis-Verlust zu trage«. — Der Fall erregt in hiesigen Arbeiterkreisen deshalb begreifliches Aufsehen-, weil Schwaninger, seither einer der eifrigsten und bekanntesten Vertreter der hiesigen „Unabhängigen", eS noch vor kaum 8 Tagen, in der großen Ernährungs-Demonstra- ionsversammlung des Gewerkschaftskartells im Rosengarten, für gut befunden chatte, über die schlechte Kriegsmoral — älterer Leute vom Leder zu ziehen. Eine bSse Überraschung wartete der Frau des Hafenarbeiters Martin Sack, als sie unlängst nach längerer Abwesenheit — weil ihr Mann an der Front war, 'hatte sie sich zu ihren Eltern aufs Land begeben — in ihre Wohnung zurückkehrte. Sie fand diese ausgeplündert und beschmutzt vor. KKleider, Wäsche, Haushaltungsgegenstände, alles war gestohlen. Wegen dieses Diebstahls wurde der 21jährige Jngenieurschüler Ph. Koch aus Neulußheim vor der Strafkammer in Mannheim zu 1%, Jahren Gefängnis und eine Frau Karoline Nikoley, welche die Diebe in die Woh nung eingelassen hatte, zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Die anderen Mitglieder der Diebesgesellschaft erhielten mehrmonatige Gefängnisstrafen und der Schlaffer Eduard Bastian von Marm- beim einer der Harwtbeteiliaten 3 Jahre Gefängnis Rr. 19). Ta mst sg , W» 17. August 1318. Sette 4 ZriLtzes sich h-« VerMtM« guch stk hi, FtM«r>k!W^Mtz immer F-lm bearbeitet. mit L. Haid ÄS Hattptdarfiellcrrn; „Proppen u. ir-n/iiiwwt-tvoiT. fn fiat hncfi fiiä iefet noch immer iunatriicfic Pröppchen" :it etr zwciakuges ^ussipiel mit Anna Muller-^tncke iungünstiMr Kestgtre». so hat doch hiZ setzt noch, immer sungsrische Pröppchen nt mit irp'ipr Mitbilfe einiaer erwachsener Freunde, Km 1t etr zwctaMges Im Reside«»-Theater, Watdstratze, erringt zurzeit ein Schau- 5 ZUS der Varreu Wirtschaftliche Rück- und Ausblicke in Baden. SV. Lfferckmrg, 16. Versammlung des e>nes autzerordeMlich starken Besttches zu erfreuen und nahm: - ' ht h«h. * * -m ar»« ‘i V v*4>tt v l!'W* 5 * T+'^'Vjy.* «r»..• |^ ~j - - \r -* i >.. .. / ~ ' " . L r iK> ' a. s ,, , ... ... A ,■ 'tavker und unöer.\oa: zur Sache zu stehen, sollte unsere Bewegung 'und Filmamt bringt Aufnahmen von dar Halbinsel Krim, von stattete gleichzeitig auch den Bericht vom kurzltchen JggefJtjSS. ?)«%. Iftc*mte bleS BalaMm, bis Batdar. ^ '. Das K-rrlruher Kefidcuz-Enfemble gibt heute und morgen Wieder Vorstellungen im ..Apolle-Thcater", Warienstrqhe. Nach iu^r Hinsicht^ ^r 13 yahre En Fmunde wurden letzthin auch noch durch die,$emt Walter Tchm-dthäßl«e E-«d tfW °usgebaute fflln ff tSSi« m iEimückungrord« Aerrakcht. Angesichts solcher Umstände hieß es.Filmstück. ..Hin vttharrgn svylle-r Funke ,m 4 Wen - Das Wh. beim basten parteigenössischen Ge.st einen erfreulichen Verlauf. Der Vorsitzende Gen. Ettwein er«i^ stattete gleichzeitig auch den Bericht vom kürzlich«»! Landes Partei tag und ging dabei in gründlichen, vmj«^ 7^^'^^'H"AeMakeitt viel praktischem Verständnis zeugenden Ausführungen inSbe»,"^.?^ TEkra: als t>orher. ^ r F st gk | sondere auf die Ernährungsfragen ein. Di« Arbeit der ha» manisch verlaufenen Offenburger Landestagung fand die ein- mutige Zustimmung der Versammelten. ReichstaKabx>. Oskar Geck schickte seinem Referat eine kurze Persönliche Erklärung gegen die vom „Alten Offenburger" gegen ihn unternommen« Verleumdung voraus, er habe seine Freifahrten als Abgeordneter zu „Hamsterfahrten" mißbraucht. Er habe bisher zu den Aversen persönlichen Anwürsen des genannten Blättchens aus «besiegenden Gründen geschwiegen, den vorliegenden empfinde er jedoch als eine ehenrührige Herabwürdigung, der er kurz und bündig die bestimmte und unzweideutige Erklärung entgegensetze: Die Behauptungen des „Alten Offenburger" sind von AbisZerlogen.er (Redner) habe überhaupt noch keinen einzigen Kilometer „Hamsterfahrten" unternommen, könne also zu diesem Zwecke auch nicht seine Freifahrtkcrrte „mißbraucht" haben (für deren Benützung, da diese ihm jederzeit und überall hin völlig frei siche, er übrigens Memandem Rechenschaft schuldig sei)/ Damit sei für ihn, wie Wohl auch für jeden andern anständigen Menschen, diese Sache, cm die er nur mit Widerwillen herangegangen sei, ein für allemal erlchigt. Zum Thema seines Referates: „Wirtschaftliche Rück- und Ausblicke in Baden" übergehend, knüpfte Genosse Geck an die Zeit an, als vor 100 Jahren Baden mit als erster deutscher Staat eine Verfassung verliehen bekam und skizzierte mit knappen, aber markanten Strichen die wirtschaftliche Entwicklung, die unser engeres Heimatland in dieser Zeitspanne durchlaufen hat: vom nahezu ausschließlichen Agrarlande zu starker Jndustriealisierung, für welch letztere jetzt, nach dem Abschluß des Krieges, eine neue besonders wichtige Epoche anbrechen werde. Ursprünglich, infolge seiner meer- und binnenverkchrssernen Lage und mangels der gewerbewichtigsten Hilss- und Rohstoffe (Kohle, Ei'en usw.) größeren Jndu- sirieansiedelungen nur sclMer zugänglich, habe Baden sich dank seiner bevorzugten georgraphiichen Gestaltung (Rheincbene, Neckartal, größere Schwarzwaldflußläler, Seegegend) in landwirtschaftlicher Hinsicht durch Oualitätsbau (Tabak, Hanf, Hopsen, Wein usw.) hervorgetan und die stark vertretenen Industrien der Steine, des Holzes und des Fremden- und Kurbetriebs seine gleichfalls auf die geologische und physikalische Eigenart des Landes zurückzuführen. Mit zu den ältesten groß- industriellen Ansiedelungen im Lande gehörten die auf die Eigenschaft Badens als eines Grenzlandes zurückzuführenden sog. Fiüalindustrien des Wiesentals und Basler RheinwinkeLs (Webwaren, Schokolade), die von französischen (okerelsässi'chen) und schweizerischen Unternehmern zum Zwecke der Zollersparnisse heniberverpflanzt wurden. Dazu kam das heute größte Industriebecken des Landes, das von Mannheim, aufgebaut auf dem Ausbau der Rheinwasserstraße, die die Zufuhren der wichtigsten Roh- und HWstoffe (für die Metall- und chemische Industrie besonders) außerordentlich erleichtert und verbilligt habe. Die zunehmende steuerliche Belastung der Dabakfabrißrde durch das Reich habe endlich die früher vornehmlich an den See- Plätzen Hamburg und Bremen einheimische Tabakindustrie immer mehr nach dem Süden mit seinen billigeren Arbeitslöhnen getrieben und diese Industrie speziell auch in Baden zu relativ großer Bedeutung gebracht. Immerhin fei das Tempo der Jndustriealisierung des ursprünglich fast durchveg kleinbäuerlichen Landes ini Lause der letztverlossenen 100 Jahre ein recht bedächtiges gewesen, erst recht bedächtig im Vergleich mit dem, das jetzt, nach dem Kriege, eingeschlagen zu werden verspreche, wenn es Deutschland gelinge, einen halbwegs günstigen Frieden zu erlangen und alle die großen Wasserstraßen- und Wasserkraftbaupläne zu verwirklichen, die heute im Vordergründe der wirtschasts- und oerkehrspolstischen Erörterungen Südwestdeutschlands stehen: den Ausbau des Oberheins zur Großschiffahrt bis in den Bodens«« und die Gewinnung von vrelleicht einer halben Million Pferdestärken- an Wasserkräften aus dem aus gebauten Rheinstrom. In Verbindung mit dem feiner vorläufigen Vollendung entgegen- gehenden staatlichen Murgkraflwerk, den projektierten Neckar» krastwerken und vielleicht noch einem zweiten großen Tebirgs- krastwerk an der oberen Wutach mit dem Titisee als natürlichem Staubecken eröffne die Eimpannung des gefällstarken, nsit konstantem Wasserzufluß ausgestatteten Alpenstromes unterem badischen Hände unübersehbare wirtschaftliche Entwicklungsaussichten. Die Emanzipation von der immer ^ttrer werdenden Kohle werde durch sie ungemein stark gefördert und die Zufuhr von Rohstoffen zur Fabrikation wie die Abfuhr der Fertigfabrrkate ganz gewaltig verbilligt. Gegenüber der gerade für den deutschen Süden immer drückender werdende Wirtschaftskonkurrenz des Mittel- und insbesondere des Nie- derrheins seien diese Vorteile nicht hoch genug anzuichlogen und würden auch bei der Wiederherstellung des durch den Krieg stark verschobenen wirtschaftlichen Gleichgewichts der einzelnen Reichsteil« ein« bedeutungsvolle Rolle spielen. Der Redner schloß seinen hochinteressanten Vortrag mit einer kurzen Skiz- zicrung der mannigfachen wichtigen Aufgaben, die sich aus de- ser Situation für die Arbeiterschaft und ihre Vertrestr in den Parlamenten, auf den Rathäusern usw. ergäben und mit der Mabnuno an die Destammelten, den kleinlichen Zani und die persönlichen Verlästerungen anderen Leuten zu überlassen und statt dessen an der Wiederaufrichlung der alten sieggewohnten Partei zu arbeiten, damit wir den kommenden Pflichten gewappnet geaenüberständen. Roch kurzer Diskussion schloß der Vorsitzende Ettwein mit dem Dank an^ den Referenten die vorzüglich verlaufene und vom besten Geist getragene Versammlung. trat die Fugenddewesuntz i«§ nm Artzettsjqhr. — - „ ... . , m . Die Zahl per Abonnenten der „Arbeiter-Jugend" Se-itzem Erfolg der EröffnunjMorstellungen ist «>n guter Besuch der stus ver Stsvr, * Karlgrube» 17. August. Die Arbriterjugrndbewegung in Karlsruhe 191718. Aus Karlsruhe wird der „Arbeiterjugend" geschrieben: Die Bewegung unseres Jungvolks hat sich auch in diesem Be- idbteiafic . *twe trug 157, neun mehr als am Arcfang des Geschäftsjahres. Das Lokal war an 4S Abenden geöffnet und war im ganzen hon ASL3 Jugendlichen besucht, darunter IM männliche und 728 weibliche. Die geistige AuSbikdung der Jugend wurde, durch t ® Vorträge gefördert, an denen 4W Zuhörer teiknahmen. Weiterhin wurden tm Lokal abgehalten: Vorlesungen, RezitatBnen, Spiele, sowie Beratungen über dag jeweilige MonatSProgramm. Großen Anklang fanden auch die Spaziergänge, verbunden mit Spielen im Freien. Nur der Besuch der Weihnachtsfeier ließ zu wünschen übrig. Der körperlichen Ausbildung der Jugend dienten eine ZweitageSwur in die Pfalz und sieben PageStouren mit zusammen 127 Teilnehmern. Bei dieser Gelegenheit sei auch des Touristenvereins „Die Naturfreunde" gedacht, der unsere« Jn- gendlichen in seinem UntexkunstshauS im Schwarzbachtak (Schwarzwald) die gleichen Vergünstigungen gewährt wie seinen eigenen Mitgliedern. Außerdem besucht ein großer Teil unserer Anhänger eifrig die Turn- und Spiekabende der Freien Turner- schaft Die Bibliothek wurde neu hergerichtet; hierzu üherwies uttS die Parteileitung 100 Mk., wofür wir auch an dieser Stekke Tank sagen. Die Benutzung der Bibliothek ist sehr rege. An unsere Soldaten wird, soweit Adressen bekannt sind, die „Arbeiter- Jugend" kostenlos gesandt; auch der schriftliche Berkehr mit den Feldgrauen ist lebhaft. Leider wurden auch Wir von Verlusten nicht verschont; es fielen, soweit uns bekannt, dem Völkergemetzel zum Opfer die Jugendgenossen Tschum, Haag, Farrenkopf und Seih. Me vier waren arbeitSfreudige Anhänger unserer Sache und manche Hoffnung ist mit ihnen dahingegangen. Wir werden ihrer und ihrer Arbeit stet» gedenken. Eine starke Beeinträchtigung hat der Besuch unserer Veranstaltungen durch die Fliegergefahr und die dadurch bedingte Einschränkung der Beleuchtung der Straßen erfahren. Wiederholt mußten wir, statt daß wir unserer idealen Arbeit obliegen konnten, den Abend stundenlang im Keller verbringen.. Des weiteren war die Nachtarbeit in der Munitionsindustrie nicht geeignet, die Be- sucherzahl bei unfern Zusammenkünften günstig zu beeinflußen. Denn trotzdem unsere Arbeit Fortschritte gemacht hat, so ist dies sehr erfreulich und hoffentlich für alle unsere Freunde ein Ansporn, in ihrer weiteren Mitarbeit nicht zu erlahmen. Dann wird unsere Arbeit im laufenden Geschäftsjahr von noch größerem Erfolg gekrönt sein. Stadtrat Käppelc ß. Im Alter von 61 Jahren ist gestern nach längerem schweren Leiden Stadtrat Ludwig Käppele, eine bekannte und geschätzte Persönlichkeit unserer Stadt, gestorben. Stadtrat Käppele war früher Besitzer eines - der größten Wurstfabrikation-sgeschäfte hier, das er vor mehreren Jahren an die Firma Gärtner verkaufte. Mit großer Hingebung widmete er sich den verschiedensten Genieindeangelegenheiten, war Mitglied einer Reihe städtischer Kommissionen und hat während deS Krieges sich vor allem erfolgreich in kriegswirtschaftlichen Kommissionen betätigt. Tie Kriegsspeisung wurde von ihm ins Leben gerufen. Er war ein Förderer aller gemeinnützigen Bestrebungen, überall betätigte er sich aufs eifrigste, mit unermüdlicher Arbeitsfreude. Politisch gehörte der Verstorbene der nationalliberalen Pater cm, die ebenfalls in ihm eine geschätzte Arbeitskraft verliert. Immer wieder Beruhigungspillen. Durch verschiedene Zeitungen wird die Mitteilung veröffentlicht, daß durch die jetzt betriebene Kleiderqbgabe der Reichsbekleidungsstelle etwa der Bdarf eiires halben Jahres gedeckt würde, und man daher mit einer Wiederholung der Kleidersammlung zu rechnen habe. Die Reichsbekleidungsstelle erklärt demgegenüber, daß sie dir Wiederholung einer derartigen Kleidersammlung für.die Arbeiter nicht beabsichtige. — Die Botschaft hör ich wohl, allein. Drucksachen nach Finnland. Nach Finnland sind fortan Drucksachen, Zeitungen und Bücher usw. zugelaffen. Die Gebühren sinh die des Deltposwerkehrs. Außer den sonst im AuSlandkver- kehr genehmigten Sprachen ist die russische, für geschäftliche Drucksachen (Warenangebote, Preisverzeichnisse usw.) auch die finnische Sprache gestattet. Neuausgabe des RcichskursbucheS. Vom B^chs-KurSbuch erscheint Anfang Oktober eine neue Ausgabe zum Preise vo 6 Mark. Postverkehr m't dem unbesetzten Rumänien und Besiarabicn. Nach dem unbesetzten Rumänien und Beffarabien werden gewöhnliche offene Briefe und Postkarten befördert. Zugelaffen sind die deutsche, die rumänische und die französische Sprache. Die Sendungen siiw nach den Sätzen des Weltpostverkehrs freizumachen. Erste Mvrgenaufführung im Stadt. KonzerthauS. Am Sonntag, vormittags 11 Uhr, findet eine Morgenaufführung statt, und zwar zugunsten des Oesterreichisch-Ungarischen Roten Kreuzes. Hoftheaterdirektor Cortelezis wird zwei beliebte Ope- retten-Ouvertüren dirigieren (Fledermaus unh Die schöne Ga lathee), gespielt vom gesamten Orchester des Großh. Hoftheaters. Ferner wird die Tanzkümtlerin Frl. Mola Heermann auftre- ten. Weitere Mitwirkende sind: Frl. Br er, Frl. Bernd t, die Herren Glaser, Sende, Malh-Motta, Norden, und Schwerdt. Herr Sckiwerdt singt drei Lieder von Artur Kusterer, deren Begleitung der Komponist übernommen hat. Die Leitung der Veranstaltung hat Herr Norden, der einzelnen Darbietungen Veranstaltungen zu erwarte«. ; Auszeichnung. Krankenträger Rudolf B o b e k. Angestellter unseres Geschäfts, wurde mit der badischen silbernen Bechienst- medaisie ausgezeichnet. - Seftellnng mm Kleinmohnum, sttzantea. Das Hpchbauamt hat im Auftrag des Stadtrats geprüft, ob nicht bei Errichtung von Kkeimmchnungen statt Backsteinen im Hinblick auf die außerordentliche Verteuerung dieses Baustoffes wieder dix billigere Lehm- Stampf-Bauweise angewendet werde« könnte. Das Amt hat die Frage bejaht und schlägt dem Stadtrat vor. zunächst einen Versuch lmit der Erstellung von drei KleirUvchnhäusern mit Lehm-Stampf- Wänden (Lehwdrahtbauten) und Kalk-Sand-Stampf-Wän-den zu machen. Diese Versuchsbauten sollen im Stadtteil Daxlanden aus ftädt. Gelände erdichtet werden. Die auf insgesamt 30 000 Mk. veranWagten Koste« — hei Verwendung von Backsteinen würden dieselben um mindestens 1L 060 Mk. höher zu stehen kommen —, werden beim Bürgerausschuß angefordert. Fußball-Wettspiele. Spannende Treffen bringt der kommende Sonntag. Neben einem Privatspiel, das der hiesige Fußballklub Phönix Allemania gegen den bekannten Sportverein Mann- heim-Waldhof auf dem K. F. V. Platze austrägt, begegnen sich auf dem Spielplätze in Mihlburg V. f. B, Karlsruhe und F. C. Mühkburg im Entscheidungsspiele um den vom Kriegssportausschuß gestifteten Pokal. Beide Vereine stehen mit gleicher Punktzahl an der Spitze der Tabelle. Das Spiel dürfte äußerst interessant werden. In Durlach begegnen sich Südstern Karlsruhe und Germania Durlach. Die Spiele der 1. Mannschaften beginnen um 4, die der 2. um halb 3 Ähr, während die Schüler des F. C. Mühl- bürg und V. f. B, sich abends nm 6 Uhr treffen. Um die Gau- meiswrschaft der Klasse A S spielt Phönix-Allemania 8 gegen Germania Brötzingen 3 um 8 Uhr nachmittags auf dem Spielplatzee des Karlsruher Fußballvereins Lebensmüde. Am Donnerstag nachmittag wurde im Mitteldecken de» hiesigen Rheinhafens vpn einer Schutzmannspatroille ein 23 Jghre altes wohnungsloses Mädchen aus Oelbronn aus- gegriffep, welches sich dort aus unbekannter, Gründen ertränken wollte, Durch Selbstentzündung gerieten in einem Fabrikanwesen im Rheinhafen in per Nacht vom 1ö. zum 16 dS. Mts. Warenvorr rate im Werte von etwa 13 000 Mk. in Brand. DaS Feuer wurde von Per Feuerwache gelöscht. Setzte Nvchrtctztea- Friedensbemühungen. Stockholm, 11. Aug. (Privattelegramm.) In der schwedischen Presse werden immer mehr Stimmen laut, welche eine Friedensakticm der schwedischen Regierung befürworten. So sührie das Blatt der Linkssozialisten ..Poliftken" in einem Leitartikel aus, daß die Fortsetzung des Weltkrieges sinnlos wäre und. meint, wenn jetzt die Regierung eines^ neutwlen Landes, deren Leitung allem Verdarbt einer Zeigen» nütz'.gen Nebenabsicht unmöglich mache, zwischen die kämpfenden Machtgruppen mit einem Vorschlag zu einem Wrifsensiillstand treten würde, so' wäre das eine Tat, nach der man sich im Stillen nicht nur in den neutralen Ländern, sondern auch unter den kriegführenden Staaten gesehnt habe. Warum sollte nicht Schweden die Initiative ergreifen, die ihm jedensialls viel Ehre und Tank eiK» bringen würde. — Auch „Dagens Nyheter" ist der Ansicht, daß der rechte Augenblick für ein neutrales Eingreifen zwecks ftrie- densvermittlung gekommen sei. — „Sdenska Morgenbladet* fordert zu einer Kundgebung für den Frieden und der Ab> icndung einer Deputation an den König auf. Brief toasten der Redaktion. ®fr. B. Es gibt für ein Regiment mir eine Kokarde; in einem preußischen Truppenteil haben Sie also auch preußische Kokarden zu tragen. K. F. Lüttich. Es steht Ihnen dasselbe zu, wie den andern Leuten; eine Ausnahme kann es da nicht geben. Eventuell haben Sie Ersatz in bar zu beanspruchen. Schweinemastverträge betr. Anonyme? können wir nicht verwerten. Sie müssen uns Ihren Namen mitteilen. Verantwortlich: Für den redaktionellen Teil Hermann Winter; für den Inseratenteil Gustav Krüaer. beide in Karlsruhe, Luckem strotze «4 _, "Vereinsanzeifiier. Bruchsal (Soz. Verein). Heute Abend 8 Uhr Bersammlun» in der Pfalz. 4493 Der Vorstand. — Geschästsjub länm In diesen Tagen konnte das weitbekannte und angesehene Karlsruher Geschäftshaus Rudolf Vieser, Kaiserstreße 163, auf sein dreißigjähriges Bestehen zurück» blicken. Als Gemischtwarengeschäfi mit Kurz-, Weiß- und Woll- waren gegründet, hob es sich unter der tatkräftigen Führung des Inhabers und seiner Gattin aus kleinsten Derbältniffen bald empor, nahm nach der Erweiterung des Betriebes durch kunfwolle Handarbeiten, dem Frau Vieser mit großer Sachkenntnis und Energie Vorstand, einen bedeutenden Aufschwung und gewann sväter in Garn- und Strumpfwaren eine führende Stelle. Von überall her wird der F^rma das größte Vertrauen entgegen gebracht. Sie war auch die erste, die in Karlsruhe dasfür die Be- Die Begleitung i kleidungsfrage so wicht-ge und erfolgreiche Verfahren der am Flügel führt Hofkapellmeister Strumpferneuerung eingeführt hat. Im Januar /eses Jahres Schweppe durch. Da die Aufführung einem wohltätigen Zwecke-wurde die erste Maschine mit Motorbetrieb aufgestellt und heute, dient -und bei kleinen Preisen vor sich geht, darf man wohl anneh"-j kaum ein halbes Jahr später, lauten schon 15 Maschinen, die von men, daß das Haus ausverkauft wird. j 80 Leuten bedient werden. Die Arbeiten, nach gesetzlich geschützten Konzert im Stadtgarten. Am Sonntag den 18. Atlgust. nach- ^ Methoden bergest eilt, zeigen die beste Ausführung und haben den mittags von halb 4 Uhr bis 7 Uhr finden bei schönem Wetter; guten Rus des HauleS nobb weiter befestigen helfen, auch jenseits „Volkstümliche Musikaufführungen" der Feuerwehr und Bürger- Badens. Denn in allen größeren Städten der angrenzenden Länder kapelle statt. (Näheres im Anzeigeteik.) - i mußten Annahmestellen errichtet tverden, um der Nachfrage zu Luxeumlichspiele, Kaiserstratze 168. Aus dem Programm ab ^ genügen. So blickt d'e Ftrma Rudolf Bie>er bet - steht das große Filmwerk „Der S-char-dfleck", das bekanuteste! Jabre ihi heute f Bie>er beute auf d e dreißig ihres Bestebens zurück als auf eine Zeit steter Entw'ckltmg, Obgleich mit der lanaen Dauer des j Werk oo ünr Gewährten vünflletn ür den kraftvollen Aufütuhou und rastloser sruckibrinaender Tä.ipkeit. Samstag, den 17. August 1918. Seite 5. Nr. m. Mmmllkl-Wckiliiq in der Asche so« 18. bis 28. «ilM 1818. i. 1. Graupenmehl V» Pfund zum Preis von S Pfg. gegen hie Marke E Nr. 9a. 2. Kochfertige Suppen (eigene Herstellung) Vs Pfund zum Preis von 32 Pfg. gegen die Marke F Nr. 92. 3. Marmelade V* Pfund zum Preis von 46 Pfg. gegen die Marke 0 Nr. 92. 4. Fett 125 gr gegen di« Fettmarken 0 und v Nr. 92 und zwar in den Fettverkaufsstellen Nr. 201—286 a Dienstag bis Donnerstag Nr. 237—265 Donnerstag bis Samstag Nr. 286- 291 Samstag bi« Dienstag den 37. «ug. 1918. In den Geschäften Nr. 223 bi« 288» wird Landbutter» in den übrigen Geschäften Tafelbutter abgegeben. 5. Eier 1 Inlands«! zum Preis von 98 Pfg. gegen die Eier- markenLu.L Rr.92 ab Mittwoch. Sammelmarken werden mit drei Giern für 5 Personen eingelost. Es können u«r die Gierverteilungsgeschäfte 1—Ä4Ä einschl. mit Gier« beliefert werde«, die übrige« Verkaufsstellen werden später beliefert, hierüber erfolgt besouder« Bekanntmachung. 6. Kindernährmittel 1 Paket von 250 g zu 90 Pfg. gegen die Zusatz- marke für Kindernährmittel B Nr. 93. 7. Dörrgemüse (Gelbrüben) V* Pfund zu Ml. 1.—, markeufrei. 8. Sauerkraut markenfrei in den flädt. BerkaufSstellen. Preis 25 Pfg. für das Pfund. s. Kartoffeln 4 Pfund Früh-Kartoffeln gegen die Kartoffelmark, v Nr. 92 (ohne Anhang), ferner als Ersatz für di, Mangels Anfuhr ausfallende Meng« Kartoffeln 350 ge Die Stadtverwaltung Karlsruhe sucht einige im Kcmz- leidienst erfahrene Beamte, die die Gabelsbergersche Stenographie beherrschen und die Schreibmaschine bedienen können, zu dauernder Anstellung. Bewerbungen mit Lebenslauf, Ge- haitsforderung und Angabe des Militärverhältnisses sind innerhalb 10 Tagen beim städtischen Kontrollbüro einzureichen. Karlsruhe, den 15. August 1918. 4501 Der Ttadtrat. + lele halte« lieh kür W l»l«atsa:irsK* 9 T bleic hsüch tig, magenkrank, die in Wirklichkeit mit Spul* und MadenwUrmern behaftet sind Kennzeichen des Leidens sind: Abgang von nudelartigen, platten Stöcken, Schleim. Würmern, hAufig Blässe des Gesichts, matter Blick, blaue Ringe um die Augen, meistens Abmagerung, belegte Zunge, Apetitlosigkeit abwechselnd mit Heisshunger, üebelkeit bei nüchternem Magen, -Speichelfluss, Aufsteigen eines Kn iuqIs zum Halse, Sodbrennen, Autstossen, Kopfschmerzen, Herz* klopfen, unregelmässiger Stuhlgang, Jucken am Mastdarm und in der Nase, wellenförmige Bewegungen u. Schmerzen im Leibe. Dauer der Knr ca. 2 Stunden. Reh. Schneider in Karlsruhe, Kaiserstrasse 40, Spezial * Behandlung gegen Wurmleiden und Stoffwert sei - Itörungen aller Art. Sprechzeit: früh bis 9 Uhr, 1—4 Uhr, Samstag nachmittags und Sonntags nicht. 4491 :Ohne Fleischmarken!; Nr. 92 (ohne Anhang) Mangels Anfuhr auSfall,« koch'ertige Suppen gegen den Anhang der Kartoffel- marke IX Nr. 93. Beides in den Kartoffelverkaufs- stellen. >10. Teigwaren Vs Pfund gegen die Tonder-Marke A Nr. 92. Preis 12 Pfg. für Vt Pfund Wasjerwar« und 17 Pfg. für V i Pfuny AuSzugSware. ( 11 . Kerzen 1 Stück gegen die Haoshattmark« Nr. 14. Ferner als Eonderznweifuug (Ersatz für die ausfallend« Fleischmenge): >12. Haushaltungsmehl SäO gr Kopfmeuge gegen die Sondermarke 8 Nr. 93 in den Bäckereigeschäften. 1L Die Verteilung der Waren erfolgt ah Dienstag, den 89. August ISIS. Ul. unter 1 bis 6 oufgrführte« Lebensmittel: &i« städtische« Berkanfsstellen kaiseesteast« 74, Setegkrahe 8«, ßtarlftrafte SS und di» Filiale der Firma tzlfannkuch n. (£o., Rheiaftraff« «S. Für Fett ferner di» städt. Berkaufsstelle Butterblume, Smalftnsiraße 29. IV. ,Frist für »drechnnn, und Ablieferung der Marke«, Imr Fett jeweils 2 Tag« nach Ablauf der Verkaufszeit und ftür die anderen Waren: Mittwoch, den 29. August 1918- V. Für die Woche vom SöftlngplS 1. September ISIS find Itdr Verteilung vorgesehen: Speisewirtschaft Sofienetr. 73j Eingang Lessingstraa«« Telefon Ni», SI82 — siehe rotes Schild in Türhöhe — Heute wieder prima Junges Rosstleisch eigene frische Bohlaohtung, Deutsches Beefsteak mit neuen Kartoffeln, Salat oder Gemüse. Frische Flelaehküoh!« sehr empfehlenswert für Touren, da sehr haltbar, Goulasch .*. Sauerbraten kräftige feite Fleischbrühe ä 30 Pfg. Frühstiieksportionen ä SO Pfg. vun 10—12 Uhr Geöffnet von morgens 10 Uhr bis abends 10 Uhr. Essen zu jeder Tageszeit auch ausser dem Haus. Um gütigen Zuspruch bittet A. Adler, 4461 Alles markenfrei! Dörrgemüse Fett Sauerkraut Kindernührmtttel Kartoffeln 1 Graupen Vs Pfd. I Kochfertige Suppen Vs Pfund I Zucker 500 g (800 g gewöhn« Inch« Menge und 200 g Son« I°erznlage.s IKattoffelstärkemehk Kopfmen« lk '/» Pfund. Karlsruhe, den 15. August 1948 4503 Nahruugsmittelamt der Stadt KarlStmh«. ebenso tife und Beschaffenheit vom KeiegS-An-fchnft genehmigt. Großbetrieben, Fabriken, Werkstätten. Lazaretten. Erholungsheime», Sa- "> Hot els, Ka ffees, Kantinen usw. «mpfe hlen in Erman gelung von W Prima Fett-Seife« "WM Xt bürklich brauchbaren und vielbegehrten parfümierten Toilette-Waschmittel. Si« kaufen, prüfen Sie erst Qualität mit einem Probend» von 20 Toilettestücke gegen Nachnahme von 8.00 M. Sendungen nur gegen Lorelnsendung des Betrages, ^vandelsstätte Gehr. Hochheimer, Kamen t. Westf. "«to: Gewerbebank Kamen. Postscheckkonto; Cola 40426. Vertreter überan gedE. 4415 Lbft-VerteilWg ioMfig, Sen 18 . August feie I ii tr» BerIlufrfesMeii Rr. i.,Z, n |i PW Msxerge gegen fit List- marfee Nr. t Karlsruhe, den 17. August 19i8. 4506 ffsdrmigr«MeliiUt der Stadt Karlsmht. Jüngere Mädchen finde« leichte Beschäftigung. F. Volff & Sof)n G. m. b. H. Toilettenseisensabrik, m Städtisches Konzerthaus. Samstag, den 17. August 1918, 7« 8 Uhr 4604 Gastsglit dar TanzkQnstteria Viola Haarmaon. Die Fledermaus. Sonntag, den 18. August, vormittags 11 Uhr Bunte XorgemulWrnurg zu Gunsten des österr.-unyar, Roten Kremes. Sonntag, den 18. August, abends 7,7 Uhr Die Doüminzessin. iveifteo Koje. Verkauf von weißem Käse in den Fettverkaufsstellen Nr. 149 bis 169 einschl. von Samstag, den 17. bis Dienstag, den 20. Aug. 1918 einschl. cm die eingtragene Kundschaft gegen die Lebensmittelmarke 1 Nr. 92. Kopfmenge 14 Pfund; Preis 1 Mk. für das Pfund. Karlsruhe, den 16. August 1918. 4502 Nahrungsmittelamt der Stadt Karlsruhe. Apollo-Theater ■ " " » i Marienstrasse 16, — .. > > ■■ ■vnramnwaniH J Zerrissene |_ ■Strümpfe! 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Lehrplan unentgeltlich. 4S#, Es fann jn im £ en Pro :Iirt vfi ^ des poli Mnanwärk lephan, durch seil und gar polnische upflanzung »l eines ! .. wä re. Las Koni xche Lösung Ladung Pole also daß d »er übei iinan war Nun aus H istie gebil dann fiii Indes i (polnisches i nicht halt allem die aus de dadurch i würde, i jÄbständigi ’ von Ufr, sieht, bild hin eine D eü^ :n, wenn Eine be daß nur e .tges Polen Wen dürfte, ttöeren Groß! verbände, seien dne Grenzsich Eedietsstreif i, iwernde unhei l°nd bedeutet h Bon solcher tett ist nun n: Wien Vertrete dem Ha up .'kehrt sein. Wmmewden po testen Stadtgarten Karlsruhe« Nur bei schönem Wetter Sonntag» den 18. August 1918, nachm, von 3‘A—7 Uhr- llDlbliiinl. MlljlkallNIjlllllgk» auSgeführt von der Feuerwehr- und Bürgerkapelle Musikleiter: Herr Kgl. Militärobermusikmeister a. D. H. Liese- Eintrittspreise: Inhaber von Stadtgarten-Jahreskarten.. Soldaten vom Feldwebel abwärts u. Kinder unter 10 Jahren 40* Sonstige Besucher . BortragS-Ordnung 10 Pfennig. so ist gm ohne i veis den bereit Iche auf «igen Ra ' Ob die W Haupts ,4 als die Mcht, ^ht und ^«Prisse , Ärchsten uvWschen «nigreich ^ E der polr «gung «nt. i lesen. Samstag, Sen 17. Anglist 1918 I indenVttkMfMWflenRr.M„L, 1571 js PW Äeflfmetige gegen die W- mrde M. i. ' letzt er > den Z N Wied .sehr d:e n Atniss ^ durch i werde ^sse stet Karlsruhe, den 17. August 19i8. 44971 NabnmgzmMelami der Stadt Karlsruhe. i