Abonnemcnlspreis: Vierteljährlich 1 ^ 10 H. Im Reichsgebiet 1 35 ^ ohne Bestellgeld. LiurüSungsgeLühr: Die viergespaltene Zeile oder deren Raum 9 H, Reklamezeile 80 »-»L 65 HagesneuigLelten. Bade«. L. Durlach, 17. März. Seme Großherzogliche Hoheit Prinz Max von Baden haben der städtischen Sparkasse 50 Mark als Spende für den hiesigen Markgrafenbrunnen überweisen lassen. ss8 Mär; !St4. Stallgebäude und Vorräten, dein Gg. Fa ißt gehörig, vollständig eingeäscherr. Der Schaden wird auf ungefähr 40000 geschätzt. Unter dem Verdacht der Brandstiftung wurde der Mühlenbesitzer Faißt verhaftet. — Ferner sind durch Feuer 2 Scheunen und 1 Wohnhaus zerstört worden. Der Schaden beträgt in diesem Fall ungefähr 80 000 Man vermutet Brandstiftung. -«» Mannheim, 17. März. Bei Waldhof wurde in einein Düngerhaufen der rechte Fuß mit Unterschenkel eines anscheinend neugeborenen Kindes aufgefunden. Ob ein Mord vorliegt, muß die Untersuchung ergeben. /X Malsch, 17. März. Auf der Landstraße Rastatt-Ettlingen kam der bei der Ett- linger Huttenkreuzbrauerei beschäftigte Bier- führerMaier unter sein Bierfuhrwerk, wurde überfahren und starb an den erlittenen schweren Verletzungen. Q Kehl, 17. März. Der Bürgerausschuß hat in seiner gestrigen Sitzung die Amtsent- lassung des in Konstanz zum Oberbürgermeister gewählten Bürgermeisters Dietrich einstimmig genehmigt. Oberbürgermeister Dietrich hielt eine Ansprache, in der er dem Bürgerausschuß für das stets entgegengebrachte Vertrauen dankte. Eine Kommission aus 6 Mitgliedern des Gemeinderats und 7 des Bürger- ausfchusses wurde zur Beratung der Nachfolgerfrage eingesetzt. Badenweiler. 17. März. Das bekannte Schwarzwaldhotel wird am 28. April zwangsweise versteigert werden. Der Schätzungswert beträgt mit Zubehör 397 000 — Das Schlößchen „Bürgeln" auf der öhe, auf einem Vorberge des Blauen zwischen andern und Badenweiler gelegen, ist vor einigen Jahren in Privatbesitz des Frhrn. von Gleichenstein übergegangen und dadurch der Oeffentlichkeit entzogen worden. Der alemannische Dichter Hebel schon hat bekanntlich die malerische, im Hochwald gelegene einstige Sommerresidenz der Aebte von St. Blasien in einem „Vielleicht haben Sie jedoch vergessen, daß Sie mich damals kurzerhand verabschiedeten?" Ihre Augen glühten wie Kohlen. „Nein," sagte sie verhalten, mit bebender Stimme. „Nein, ich vergaß es nicht, denn ich allein weiß, was mich dieser Schritt gekostet hat." „Warum taten Sie es dann?" „Weil ich fühlte, daß Klaus Ruthart meiner überdrüssig wurde, und weil ich zu stolz war, zu denen zu gehören, die er kaltblütig verließ." Er legte plötzlich den Arm fest um ihre Taille und führte sie davon. „War das wirklich Ihr einziger Beweggrund?" „Glauben Sie, ich demütige mich zum Scherz vor Ihnen?" „Ich glaubte damals, Sie hätten Ihre Gunst einem anderen zugewandt." Sie lachte hart auf. „Meine Gunst vielleicht — meine Liebe nicht, die hat nie einem anderen gehört, als Klaus Ruthart." „Charlotte!" Er rief es seltsam berührt. Welcher Mann bliebe kalt einem solchen Geständnis gegenüber! Sie blieb stehen und sah ihm Plötzlich stolz und kalt ins Gesicht. „Ich mag nicht mehr tanzen, mir ist zu heiß." Redaktion, Druck und Verlag von Adolf Dups, Mittelstraße 6, Durlach. — Fernsprecher Nr. 804. Anzeigen-Annahme bis vormittags 10 Uhr, größere Anzeigen tags zuvor erbeten. _ 85 Jahrgang anmutigen Gedichtchen besungen. Nun wurden auf Bürgeln für einige 100000 Mk. sehr umfangreiche bauliche Veränderungen vorge- nommen, die ihrer Beendigung entgegengehen. Der neue Besitzer wird bis 1. Mai, wie man hört, aufziehen — und die Besucher, die bei einem Glas köstlichen Markgräfler von der Schloßterrasse das herrliche Panorama der Schweizer Alpen oder des Schwarzwaldes genießen wollen, müssen künftighin unverrichteter Dinge wieder ab ziehen. Ein solch herrliches Plätzchen hätte der Oeffentlichkeit nicht vorenthalten werden sollen. Deutsches Reich. * Berlin, 17. März. Unter Donner und Blitz setzte nachmittags ein lebhafte» Schneetreiben ein. Danzig, 16. März. Ein trauriges Verhängnis hat die Frau eines Beamten hier getroffen. Die Dame hatte im Fasching einen Zopf aus frisch importiertem Chinesenhaar getragen: bald nachher zeigten sich bei ihr Krankheitserscheinungen am Kopf, verbunden mit starkem Haarausfall. Durch ärztliche Untersuchungen wurde festgestellt, daß durch den Chinesenzopf auf die unglückliche Frau Lepra übertragen wurde. Die Kranke wurde bereits einem Lepraheim zugeführt. * Kiel, 17. März. Das Oberkriegsgericht der Marinestation der Ostsee hat den Marinezahlmeister Bok von der Marinestation Sonderburg wegen Unterschlagung im Amt verbunden mit falscher Buchführung zu 1 Jahr 8 Monaten Gefängnis verurteilt. * Braunschweig, 18. März. Die Herzogin wurde heute morgen 5 Uhr von einem Prinzen entbunden. Neustrelitz, 17. März. Der Großherzog hat sich heute einer Darmoperation durch Geh. Rat Prof. Bier aus Berlin unterziehen müssen. * Rochlitz, 17. März. (Vorläufiges amtliches Wahlergebnis.) Bei der Reichstags- „Darf ich Sie hinüberführen in eins der Nebenzimmer? Da ist es sicher kühler." Sie neigte nur zustimmend den Kopf. Schweigend schritten sie in ein kleines, im maurischen Stil dekoriertes Zimmer. Dort ließ sich Charlotte Marlow in einen Sessel gleiten. Sie waren beide allein. Von drüben tönten die Klänge des Fledermauswalzers herüber und das Summen von Menschenstimmen. Klaus blieb dicht vor der Künstlerin stehen und sah auf sie herab. Sie war ein schönes, verführerisches Weib, und ihr ernstes, fast finsteres Gesicht verriet ihm, daß sie um ihn litt — heute noch. „Charlotte." „Was wollen Sie noch von mir?" fragte sie heiser. „Darf ich Ihnen ein wenig hier Gesellschaft leisten?" „Nein — lassen Sie mich allein." „Warum so grausam?" suchte er zu scherzen. Sie fuhr auf. „Lassen Sie diesen Ton — mir ist sehr ernst zumute. Gehen Sie! Und freuen Sie sich, daß ich Sie freiwillig gehen lasse." Er zögerte noch. So abweisend ihre Worte klangen, ihr Tonfall und ihre Augen hielten ihn fest. ersatzwühl im 11, sächsischen Wahlkreis wurden im ganzen 27 231 gültige Stimmen abgegeben. Davon erhielten: Parteisekretär Ryssel (Svz.) 12 0.77, Generalleutnant z, D- von Liebert (Reichspartei) 8642 und Kaufmann Ritzschke (National) 6512 Stimmen, Es hat somit Stichwahl zwischen Ryssel und Liebert stattzufinden, * Posen, 17, März. Bei der heutigen Reichstagsersatzwahl im 2. Posener Wahlkreis (Obörnik - Samter - Birnbaum - Schwerin a, Warthe), die durch die Mandatsniederlegung des Reichstagsabg. Mielczynski erforderlich geworden war. wurden abgegeben für Rittergutsbesitzer Ha za-Nadlitz (k'ons.) 13019, für Prälat Klos (Pole) 16438, für Schulz (Soz,) 636 Stimmen, Klos ist somit gewählt. * Prenzlau, 18. März. Gestern vormittag durchzogen 4 Zigeuner die Stadt, die überall wertvolle Münzen anboten. Man laubte, daß man eine Spur der Einbrecher abe, die vor einigen Tagen aus dem Lübecker Museum eine wertvolle Münzensammlung gestohlen hatten. Ein Zigeuner wurde verhaftet. Man fand bei ihm 12 wertvolle Münzen, von denen die eine den Namen Lübeck trug. Seine 3 Spießgesellen find entflohen. Oefterreichikche Monarchie Triest, 17. März. Erzherzog Franz Ferdinand hat. gestern nachmittag von Miramare aus an Bord der Nacht „Lacrorna" eine Fahrt durch den Golf unternommen. Beim Vorbeifahren der „Lacroma" feuerte der auf der hiesigen Reede vor Anker liegende deutsche Kreuzer „Breslau", der einige Wochen auf der Werst San Marco in Reparatur und gestern nach einer Probefahrt auf der Reede vor Anker gegangen war, den üblichen Geschützsalut. Der Erzherzog besuchte den Kommandanten der „Breslau". Bei der Abfahrt erneuerte die „Breslau" den Geschützsalut. Der Erzherzog kehrte sodann nach Miramare zurück, Frankreich. * Paris, 18. März. Gestern abend und gestern nacht fanden auf dem großen Boulevard von der Action fran;aise veranstaltete Kundgebungen gegen Caillaux statt. Die Manifestanten riefen: „Nieder mit Caillaux!" und „Nieder mit der Republik! Es lebe der König!" Sie wurden wiederholt von der Polizei zerstreut, die im ganzen fünfzehn Verhaftungen vornahm. * Paris, 18. März. Gestern abend ist es vor der Wohnung Caillaux' wiederholt zu feindlichen Kundgebungen gekommen; die Polizei zerstreute die Menge. * Paris, 18. März. Gestern begab sich ein Deutscher, namens Wilhelm Kebbel, auf das deutsche Generalkonsulat und bat darum, nach Deutschland zurückgeschickt zu werden. Als ihm der Sekretär erklärte, daß er schon das zweite Mal mit einem solchen Ansuchen komme und ihn auffordcrte, sich an „Soll ich wirklich gehen?" Sie antwortete ihm nicht, sah nur mit halbgeschlossenen Augen zu ihm auf. Etwas in dem Ausdruck dieser Augen bannte ihn. ES erinnerte ihn an vergangene süße Stunden. Versteckte Glut, verhaltene Leidenschaft sprach daraus und entflammte feine Sinne. Er beugte sich über sie, wie fragend. „Charlotte!" Sie lachte leise auf. Ein sonderbar aufreizendes Lachen war es. Ihre Augen blieben halb geschlossen, ohne sich von ihm zu wenden. Sie dehnte sich wie ein Kätzchen in ihrem Sessel, und dann sang sie leise, mit einem eigenen sinnbetörenden Klang in der Stimme: „Der Liebste mein? Wenn ich ihn hätte! Ich jagt' ihn gestern erst davon!" Das Blut schoß ihm bei ihrem Gebaren zu Kopfe. Regina war in diesem Moment ganz vergessen. Seine Augen brannten verlangend in die der Sängerin. Er griff nach ihrer Hand und bedeckte sie mit heißen Küssen. Ihre Augen blitzten einen Moment im stolzen Triumph auf. Dann zog sie brüsk ihre Hand zurück. „Lassen Sie das. Entfernen Sie sich!" „Charlotte, Ihre Augen reden eine andere Sprache. Sie locken, mich Ihrem Befehl zu trotzen." den deutschen Hilfsverein zu wenden, zerschlug Kebbel vor Wut die Fensterscheiben und warf alles auf die Straße, was er erlangen konnte. Schließlich wurde er von dem Personal des Generalkonsulates der Polizei übergeben, Vnglarrv. * London, 18. März, Als der König und die Königin gestern der Morgen- Vorstellung im Palladiumtheater beiwohnten, begann eme Frauenstimmrechtlerin im 1,Rang über Frau Pankhurst eine Ansprache an das Herrscherpaar zu halten. Sie wurde durch zornige Zurufe seitens des Publikums unterbrochen und von einem Polizisten schleunigst abgeführt, Italien. * Rom. 17. März. Wie Giornale d'Jtalia erfährt, haben heute Martini und Ciuffelli zugesagt, in ein Kabinet Salandra einzutreten. Die Krise nähere sich daher nunmehr der endgültigen Lösung. Das Blatt bezeichnet folgende Verteilung der Portefeuilles als wahrscheinlich: Salandra Vorsitz und Inneres, di San Giuliano Aeußeres, Martini Kolonien. Rubini Schatz , Millo Marine, General Grandi Krieg. Afrika. * Kapstadt, 18. März. Auf eine Anfrage bezüglich der kürzlich nach Deutschland gegebenen Aufträge für Lokomotiven und Waggons erklärte der Eisenbahnminister im Abgeordnetenhause, daß die deutschen Angebote für Lokomotiven und Waggons niedriger als die britischen gewesen seien. Die Regierung habe alle Aufträge, soweit es ihr möglich gewesen sei, nach England gegeben; sie ser jedoch letzthin mit den steigenden englischen Preisen unzufrieden gewesen, Der Verdacht scheine ihr nicht unberechtigt zu sein, daß die englischen Bewerber in Bezug aus die Aufträge gemeinsame Sachs machten. Amerika * New-Jork, 18. März. Das Studentinnenhaus in Welle ley ist gestern vormittag ausgebrannt. 250 Studentinnen und etwa 100 Lehrer und Beamte konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen Badischer Lavdtaq Karlsruhe, 17. März. (il. Kammer.) Der Präsident eröffnet die Sitzung um 9,20 Uhr. Am Regierungstisch: v. Bodman und Regierungsvertreter. Vor Eintritt in die Tagesordnung ergreift auf die kurze Anfrage des Abg. Köhler (Ztr.) Minister v. Bodman das Wort: Eine Kommission unter dem Vorsitz des Direktors der geologischen Anstalt zu Freiburg ist eingesetzt, welche die Ursache des Unfalls in Vormberg untersuchen soll. Ist der staatliche Steinbruchsbetrieb an dein Unglück schuld, so wird der Staat vollen Ersatz für alle entstandenen Kosten zu leisten haben. Kommen sonstige Elementarschäden in Betracht, „Besser, Sie lassen sich dadurch nicht verlocken, Klaus Ruthart. Fliehen Sie, so lange es noch Zeit ist. Sie sehen, ich bin ehrlich und warne Sie!" „Was könnte mir drohen,wenn ich hier bliebe?" „Man nennt mich die beste Carmen der Gegenwart — dazu muß man selbst ein wenig Carmen sein. Also, seien Sie auf der Hut! „Liebst Du mich nicht, bin ich entflammt, und wenn ich lieb', nimm Dich in acht." Auch meine Liebe fragt nicht nach Gesetz und Macht. Sie hat etwas zigeunerhaftes. Zigeuner nehmen es mit fremdem Eigentum nicht so genau." „Und wenn ich es darauf ankommen ließe?" Sie warf sich Plötzlich wie gelangweilt in ihren Sessel zurück und sah an ihm vorbei, als wenn er gar nicht anwesend wäre. Sie wippte mit den Fußspitzen auf und ab und summte eine Melodie aus „Carmen" vor sich hin, und dann wiederholte sie dieselbe mit deutlicher Textaussprache: „Wann ich Lieb Euch schenk' ? Fürwahr, das weiß ich nicht. Wohl niemals vielleicht — 'S kann morgen schon sein — Lins weiß ich gewiß: Heute? — Nein! Ja, die Liebe hat Lunte Flügel, Solch «inen Vogel zähmt man schwer: Haltet fest sie mit Band und Zügel, Wenn si« nicht will, kommt sie nicht her.' K(anS sah wie gebannt nach ihr hin. Wie sie bei ein leisen Sang den Oberkörper leicht so kann die Gebäudeversicherung Ersatz leisten. Daneben wird, wenn ausgiebiger Schadenersatz nicht erfolgt, der Staat helfend ein- greifen. Den Betroffenen wird eine volle Hilfe zuteil werden. Hierauf wird die Land- wirtschaftSdebatte fortgesetzt. Nächste Sitzung Mittwoch 9 Uhr. * * Karlsruhe, 17. März. Die Wahlprüfungskommission der 2. Kammer hat die Wahl des ?lbg. Muser (F. V.) im Wahlkreis Offenburg-Stadt für gültig erklärt. iQt Karlsruhe, 17. März. Die Budgetkommission der 2. Kammer verabschiedete in ihrer heutigen Sitzung zuerst das Dotationsgesetz. In einer Zuschrift der Regierung wurde erklärt, daß eine Verlängerung des Gesetzes bis Ende des Jahres 192.9 nicht erwünscht sei. Der Antrag des Zentrums auf Verlängerung des Gesetzes bis zum Jahre 1930 wird mit 8 gegen 9 Stimmen abgelehnt. Die Regierungsvorlage, die eine Verlängerung des Gesetzes bis 1924 vorsieht, wird mit 13 gegen 4 Stimmen angenommen. Geschäftliche Mitteilungen. X Durlach, 18. März. Das am vergangenen Sonntag in der „Blume" stattge- sundene „Münchner Oktoberfest" hatte sich, wie vorauszusehen war, eines äußerst lebhaften Besuches zu erfreuen, der sich gegen die Abendstunden zu einem wahren Massenandrang steigerte. Das ganze Arrangement des Festes muß aber auch in jeder Beziehung als tadellos bezeichnet werden und gereicht Herrn Mannherz nur zur Ehre. Demgemäß herrschte auch bis zum Schluß eine äußerst feucht-fröhliche Stimmung, und daß dem Doppelbock wacker zugesprochen wurde, bewies am Montag die vor der „Blume" aufgestapelte eminente Anzahl leerer Fässer. Den Hauptanteil an dem guten Gelingen des Festes trägt das Train-Trompeter-Korps, das unter der taktvollen Leitung seines umsichtigen Führers Herrn Böhmer wirklich Musterhaftes leistete, was allgemein lobend erwähnt wurde. Schlager folgte auf Schlager und der Beifall wollte kein Ende nehmen, trotz der ungezählten Zugaben der wackeren Trompeter. Einen weiteren Clou bildete die Brauergesellen-Truppe, dar- estellt von Mitgliedern des Kraft Sportklubs, ie mit ihrer staunenerregenden Faßriege hervorragendes boten und einen wahren Beifallssturm entfesselten, wozu der grandiose geschmackvolle Aufzug wesentlich beitrug. Gemeinsame Chorlieder und originelle Humoristen und Salonredner sorgten für den weiteren Teil der Unterhaltung, sodaß es an Abwechselung nicht fehlte und daher alles großartig verlief. Zum Schluß sei noch lobend die schöne, geschmackvolle Saaldekoration des Herrn . Gärtnermeisters Klenert erwähnt, die allseitig Anfang fand. hin und her bewegte! — Welch sinnbetörender Klang in ihrer Stimme lag. Es brachte ihn um alle Besinnung. „Charlotte, galt das Lied mir?" Sie wandte sich wie erstaunt nach ihm um. „Ah, Sie sind immer noch hier? Gehen Sie, mein Herr, Ihre schöneFcau wird Sie vermissen." „Jetzt will ich nicht!" Sie richtete sich steif empor. „Mein Herr, ich will allein sein! Respektieren Sie den Wunsch einer Dame. Sonst zwingen Sie mich, dies Zimmer zu verlassen." Er verbeugte sich und ging stumm davon. Sie sah ihm mit blitzenden Augen nach, und ein stolzes Lächeln flog über ihr Gesicht. „So leicht soll Dir der Sieg diesmal nicht werden, Klaus Ruthart," dachte sie, trotz ihrer berechnenden Koketterie voll Erregung. „Dir steht der Sinn nur nach Unerreichbarem, damit werde ich rechnen. Charlotte Marlow hat inzwischen gelernt, wie man Männer Deines Schlages fesselt. Du sollst voll glühender Sehnsucht nach mir verlangen, trotz Deiner schönen Frau mit der kalten Tugendmiene. Wollen sehen, wer mächtiger ist, sie oder ich? Es lohnt, sich schon mit ihr zu rivalisieren und — ein wenig schneller schlägt mein Herz heute noch für Klaus Ruthart als für alle anderen." (Fortsetzung folgt.) SlMV'tzMPrM Die Wäsche-Annahme der Krageuwäschmi Schokpp Karlsruhe befindet sich noch Kerrenstraße 8 hier bei Tapezier Krenkmlnin. Dur lach Fahrnis-Bersteigerung. Im Auftrag versteigert der Unterzeichnete wegen Wegzugs Freitag de» LS. d. Mt-., vormittags 9 Uhr beginnend, Adlerstraße Nr. 13, 1. Srock, folgende Fahrnisse gegen Barzahlung : 1 Sofa, 1 ausgerichtetes Bett. 3 Bettladen mit Rost. 1 Nähmaschine , 1 Schuhmacher- Nähmaschine. Schuhmacherwerkzeug, 6 Stühle. 3 Kommoden. 2tünge Kästen, 1 Näh tisch, l Regulator, 1 Wasch- ti'ck, 2 Wanduhren. 1 ovaler, 2 0 Tische, 1 Wage, l Küchen- schran^ 1 Küchenschaft, 1 eis. Herd, l kl. Handwagen, F°-ld M. 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