LZ Rastatt. 18. Sept. Das schon so oft .gerügte Spielen mit Schußwaffen hat hier wieder zu einem tödlichen Ungiückssall oesührt. In einer Wirtschaft zeigte ein Gast rine Pistole. Während einer den Patronenrahmen ans der Pistole entfernte, nahm der 63jährige Oberpostschaffner a. D. W. Kalkbrenner die Waffe in die Hand und drückte los. Das Geschoß traf den 69jährigen verwitweten Taglöhner Franz Baumann in den .ls und führte den sofortigen Tod herber, -w unvorsichtige Schütze wurde festgenommen. Deutsches Reich. Schloß Friedrichshof, 17. Sept. Verletzten Sohne Prinz Friedrich Wilhelm im gleichen Zimmer gepflegt. Prinz Friedrich Wilhelm hofft, irr einer Woche transportfähig zu sein, damit er nach Schloß Friedrichshof zu weiterer Pflege geschafft werden kann. Prinz Friedrich Karl kehrt nach Wiederherstellung von seiner Verwundung zu seinem Regiment zurück. Berlin, 18. Sept. In der neuesten Nummer des „Kircheu-Anzeigers für die Erzdiözese Köln" bespricht Kardinal Hartmann die Papstwahl. Er erklärte, der neue Papst habe ein warmes väterliches Herz für die Katholiken Deutschlands, ihre Nöte und Bedrängnis. Jns- - - - 8er Käsner Err- burg erfolgte ein Dsichbruch. Die gefährdeten Stellen konnten noch nicht abgsdämmt werden. Das Vieh konnte von den Weiden noch nicht in Sicherheit gebracht werden. Ein Dienstmädchen ist ertrunken. W.T.B. Straßburg, 19. Sept. Wie das Kriegsgericht Straßburg bekannt gibt, ist gegen den Rechtsanwalt Justizrat Blumenthal Untersuchung wegen Hochverrates und Landesverrates eingeleitet und sein Vermögen mit Beschlag belegt worden. Schweiz. Zürich, 18. Sept. Der Prinz zu Wied, der bisherige Fürst von Albanien, ist mit Ge- tolae im Lotel National abgestiegen, um sich a zu begeben. - 143 - ches Jerßündigungsölatt lin dk!i ImtsdkMk MkiüL. Erscheint wöchentlich 1—2 mal je nach Bedarf. Bezugspreis für Einzelbezng durch die Post oder den Verlag vierteljährlich 1 Mk. Anzeigenpreis: Die einspaltige Zeile oder deren Raum 15 Pfg. Druck und Verlag von Adolf Dup« Rr. 59. Samstag, 19. September 1914. Das Hilfs-Ansbildungsperfonal bei den Ersatztruppen. Mit seiner unerschöpflichen, lebenstrahlenden Volkskraft verteidigt Deutschland seine Grenzen gegen eine Welt von Feinden ringsum. Ein Kampf ist es gegen die niedrigsten Leidenschaften der Menschheit, gegen Neid, Mißgunst, Habgier, Rachsucht. Den ruhmreichen Siegesnachrichten aus West und Ost trat die Kunde zur Seite von der schier grenzenlosen Opferwilligkeit und begeisterten Dienstbereitschaft des gesamten Volkes ohne jeden trennenden Unterschied. Ein Ruhmesblatt in der Geschichte des deutschen Volkes. Wo immer nur Kraft sich regt, ist sie dem Dienst des bedrohten Vaterlandes geweiht. Das höchste Alter wetteifert mit der Jugend. Der Wille zur Bereitschaft beherrscht alle. Die oberste Heeresleitung wurde der Volksbereitschaft führender Geist. Es galt, neue Verwendungsmöglichkeiten zu schaffen, um jede sich bietende Kraft auszunützen, dabei doch berechtigten, durch Alters- und Gesundheitsrücksichten, wie häuslichen Sorgen bedingten Wünschen Rechnung zu tragen. In diesem Sinne hat das Stellvertretende Generalkommando XIV. Armeekorps die Aufstellung eines zahlreichen Hilfs-Ausbildungspersonals geschaffen, das zwar nicht ,felddienstfähig, die Aufgabe erhält, dem feld- dienstfähigen Personal zur wirksamen und wesentlichen Hilfe und Entlastung zu dienen. Ungemein zahlreich sind hierzu die Anmeldungen aus allen Schichten der Bevölkerung und aus allen Teilen des Großherzogtums beim Stellvertretenden Generalkommando des XIV. Armeekorps erfolgt. Wichtige Aufgaben, dem Ernst der Zeit entsprechend, sind von dem Hilfs-Ausbildungspersonal zu lösen. Seine Wirksamkeit kann von wesentlichem Nutzen für das Vaterland werden. Die Beorderung bewirken die Bezirkskommandos. Die Besoldung regelt sich nach den Gebührnisnachweisungen (Beiheft zur Kriegs- Besoldungs - Vorschrift vom 29. 12. 1887) Seite 25, durch einen abzuschließenden Vertrag zwischen der Truppe und dem sich Meldenden. Weitere Auskunft erteilt Abteilung II a des Stellvertretenden Generalkommandos. Naturalleistungen für die bewaffnete Macht betreffend. An die Gemeinderäte des Bezirks und das Stabhalteramt Hohenwettersbach: Unter Bezugnahme auf die Bekanntmachung obigen Betreffs vom 22. August ds. Js. — amtliches Verkündigungsblatt Nr. 54 — machen wir darauf aufmerksam, daß an die Stelle der dort erwähnten Bekanntmachung vom 4. Februar 1914 — Staatsanzeiger Nr. 38, U. Bl. — jetzt die Bekanntmachung vom 7. September 1914, die Kriegsleistungen betreffend, — Staatsanzeiger Nr. 246 vom 9. September 1914 — getreten ist. Durlach den 9. September 1914. Großherzogliches Bezirksamt. Naturalleistungen für die bewaffnete Macht betreffend. Aufgrund des 8 11 Satz 2 des Kriegsleistungsgesetzes vom 13. Juni 1873 (Reichsgesetzblatt Seite 129 u. f.) in Verbindung mit der Bekanntmachung Gr. Ministeriums des Innern, die Bestimmung der Hauptmarktorte betr., vom 1. September 1914 (amtliches Verk.Bl. Nr. 56) gelten für Rauhfutter (Fou- rage), das durch Ankauf beschafft werden mußte, für den Amtsbezirk Durlach für Pfin zstratze 17. Stühle werden gut uüd billig geflochten von Ivau Lmiu» Herrenstraße 25. 18- bis 28.— das Stück zu verkaufen. Kul, Weinhandlung, Ettlingen. Eine frischmilchende, HDgut gewöhnte Schaff- -«^'kuh zu verkaufen bei Michael Doll, Stnpferich. am Montag ve« 2 t. Septemöer. Frau _ Werderstraße 13 II. Moöerve K-AMtwchMN mit Centralheizung und sämtlichem Zubehör auf sofort oder 1. Oktober zu vermieten. Näheres Hauptstraße 81, 2 St pkt-Bericht. 19. Sept. Der heutige war befahren mit 39 md 303 Ferkelschweinen. 39 Läuferschweine und 216 zahlt wurde für das Paar — 70 für das Paar 2 Geschäftsgang langsam. 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Die Direktion der Adria hat jedoch weiterhin erfahren, daß das Schiff versenkt worden ist und erklärt, hierfür Beweise zu haben, die zur Grundlage von Schadenersatzansprüchen Deeignet sind. Die Mannschaft des Schiffes ist gerettet worden. W-T.B. London, 19.Sept. Die Admiralität gibt bekannt, daß das Schulschiff „Fis- gard II." im Kanal bei einem Sturm gesunkenist. Von der Besatzung von 64 Manu sind 21 ertrunken. Das Schiff ist ein als Hulk für Maschinenpersonal benutztes altes Passagierschiff und hieß früher „Jnvisible". W.T.B. London, 18.Sept. (Nicht amtlich.) lieber die Behandlung der deutschen Gefangenen in England schreibt die „Evenina News": Die Gefangenen dürfen spielen, Zeitungen lesen - Stadt gehen, um Einkäst erhalten alle während der schüft eine bestimmte Ä entsprechend. Für etwa! sie Bezahlung, die sie für können. Die Gefangenem Rationen wie die brit sö Freunde können ihnen por Sie selbst können Pakete falls portofrei fortschicken, empfangen, dem Gotte Sterben sie im Lager, so tärischen Ehren wie die begraben. W.T.B. Berlin, 18. Präsidium der Natii die Hinterbliebenen Gefallenen haben derR von Bethmann Hollweg un Staatssekretär des Innen des Staatsministeriums, E übernommen Gaben werk Das Bureau befindet sich * Berlin, 19. Sept. über die Feldpost schv Schott der „Vossischen j im Feldzug 1870 regeli richten von zu Hause best die Armeen allerdings sei die Verbindungen und dst auch sehr viel besser gest der sehr mangelhaften 8z in den Schwierigkeiten, > fähigkeit, sie zu überwiö es geführt haben, wenn k versagt hätte? klebrigen Feldpost verbefserungsbed Lande ist es auch. Warur so schlecht mit Beamten be die dem Publikum diene Linie sich berufen fühlen, besonders wenn sie es stellenlose Leute, die verwendet werden können. Wenn die Behörden sagen, sie könnten nicht, dann wollen sie nicht, oder blinder Bureau- kratismus trägt dis Schuld. Ihn abzustreifen, sollte eine der ersten Lehren des Krieges sein. iten. HagesrrsuigK B«Srs. 4« Durlach, 19. Sept. sEin Durlacher mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet). Dem Herrn Gewerbelehrer und Oberleutnant d. L. KarlHiller von hier wurde vor einigen Tagen für hervorragende Leistungen vor dem Feinde das Eiserne Kreuz verliehen. Unsere herzlichste Gratulation dem wackeren Kämpfer für diese ehrenvollste aller Auszeichnungen. x- D'irlnck io - -- Versammlung vorzuschlagcn, für Kriegs»,wer- stützungen an Familien im Felde stehenden Arbeitern und Beamten der Gesellschaft 80000 Mark zu bewilligen. ^ * Karlsruhe, 18. Sept. Dem heutigen Ltadtratsbencht zufolge hat der verstorbene Ehrenbürger der Stadt, Kunstmaler Wilhelm Klose, der Stadtgemeinde Karlsruhe testamentarisch die Summe von 500000 Mark z» dem Zweck vermacht, daß aus den Zinsen des Kapitals die Stadt durch monumentale Werke der Plastik und Malerei verschönert werde. ^ Bruchsal, 18. Sept. Durch eine Todesanzeige wurde in den hiesigen Zeitungen bekannt gegeben, daß der Reservist Friedrich Ruhfer, Ingenieur bei der Bruchsaler Maschinenfabrik, im Kampf fürs Vaterland 144 - 1914 5 Mk 80 Pf. 5Mk. 40 Pf. 6 Mk. 50 Pf. 8 Mk. 50 Pf. 5 Mk. 80 Pf. Das von Frau von A gezogene Fräulein von 8 nicht geschwiegen, wer k mit solch wuchtigem G Frauenseele auch wohl eri Mit jungfräulicher SH außerordentlich vorsichtig, deutungen, hingeworfene A spielungen, von der einsti, Durchlaucht des Prinzen, Fräulein von Hilders und seltsamen Gerücht gespro, Fräulein zu einer Zeit, wo sollte, in Halle gesehen hak in einer Verfassung, die — lein errötete, wenn sie k berührte — doch nur Gat waren Zeuginnen Vorhand« Halle gesehen haben wollt Man lauschte diesen teilungen halb gläubig, k doch mit Interesse, und v« timen Kreisen. Die D Prinzen Karl war bekanm genug, unv vv nun wahr oder nicht, pikant war die Geschichte doch. Also diese herbe Tugend? Ah, also sie auch? O, o, und dieser Einfaltspinsel von Oberhofmarschall! War ihm zu gönnen! die Woche vom 6. bis 12. September die folgenden Vergütungssätze: für 100 kg Roggenstroh alter Ernte « Roggenstroh neuer Ernte „ „ „ Heu alter Ernte und für" die Woche vom IS. bis 19. September 1914: für 100 kg Roggenstroh alter Ernte ,, » Roggenstroh neuer Ernte 5 Mk. 40 Pf. „ „ „ Heu neuer Ernte 7 Mk. — Pf. Durlach den 18. September 1914. Großherzogliches Bezirksamt. Maul- und Klauenseuche detr. Die im städtischen Schlacht- und Viehhof Karlsruhe ausgebrochene Maul- und Klauenseuche ist erloschen. Die am 4. d. Mts. vom Amt Karlsruhe verhängte Sperre wurde wieder aufgehoben. Durlach den 10. September 1914. Großherzogliches Bezirksamt. Die Ausstellung von Jagdpässen detr. Gemäß 8 42 Abs. 2 der Vollzugsverordnung zum Jagdgesetz bringen wir zur allgemeinen Kenntnis, daß für das laufende Jagdjahr — 1. Februar 1914 bis 31. Januar 1915 — von uns seit 3. März 1914 bis heute au folgende Personen Jagdpässe ausgestellt worden sind. (Vergl. auch diesseitige Bekanntmachung vom 3. März 1914.) Nach Formular l: Freiherr von Wilczeck Bernhard Kuno, Major, Karlsruhe Stalder Anton, Jagdaufseher, Hohenwettersbach Fröhlich Friedrich, Jagdaufseher. Palmbach KieS Jakob, Forstwart, Langenstembach Schäfer August, Forstwart, Obermutschelbach Krieger Philipp, Bauurternehmer, Durlach Freiherr von Billiez, Hauptmann, Karlsruhe Dehm Martin, Kaufmann, Wöschbach Friedlein Hermann, Metzger, Aue Stutz Philipp, Metzger, Grötzingen Katz Karl Johann Wilhelm, Waldhüter, Durlach Wenz Johann Christof, Modellschremer, Söllingen Freiherr von Hoiningen gen. Huene Ernst, General der Infanterie, Karlsruhe von Radowitz Josef Maria, Rittmeister, Ludwigsburg Langenberg Balduin, Obermeister, Durlach Fix Eugen Michael, Oberingenieur, Karlsruhe konrad Albert, Maurer, Wöschbach Dürr Paul. Hauptmann, Karlsruhe von stummer, Major, Karlsruhe Horst Ritter-Eder von Oetinger, General-Major, Karlsruhe Konstandin Philipp Jak., Waldhüter, Untermutschelbach Kindler Heinrich, Bürgermeister, Wolfartsweier Bürck August, Jagdhüter, Karlsruhe Becker MathäuS, Waldhüter, Stupferich Klenert Gustav, Metzger, Aue Schneider Ernst, Forstwart. Königsbach Freiherr Viktor von Schilling, Hohenwettersbach Gaßner Karl Friedrich, Landwirt, Söllingen Semmler Karl, Techniker, Durlach. Nach Formular II: Knoll Max Rudolf, Forstpraktikant, Langensteinbach Gorenflo Viktor Theodor, Architekt, Durlach Lust Jakob, Landwirt, Hohenwettersbach Rorther Wilhelm, Apotheker, Langensteinbach Langer Max, Forstassessor, Langensteinbach Volk Karl Josef, Landwirt, Jöhlingen Winter Gustav, Ingenieur, Dm lach Frey Christof Heinrich, Metzger, Söllingen Weiß Franz Christof, Schreinermeister, Söllingen Wippert Martin, Maurerpolier, Wöschbach Lust Philipp, Landwirt, Hohenwettersbach Bohmüller Karl, Gipsermeister, Jöhlingen Kirchenbauer Albert, Bauunternehmer, Söllingen Rammler Hermann, Kaufmann, Stuttgart Häffner Franz Michael, Werkmeister, Durlach Hof Emil, Maler, Grötzingen Eßwein Ludwig, Müller, Jöhlingen Enderle Karl, Fabrikarbeiter, Weingarten Holzmann Robert Albert, Kaufmann, Karlsruhe Pawlik Max, Forstkandidat, Grötzingen Wächter Josef, PflSiterermeister, Wöschbach Schäfer Friedrich, Metzgermeister, Wilferdingen Armbrust Otto, Rechtsagent, Frankental Ziegler Martin, Malermeister, Wöschbach. Durlach den 10. September 1914. _Großherzogliches Bezirksamt._ Lekanntmachung. Die diesjährigen Hebammenprüfungen, 'zu welchen die Hebammen mit allen ihren Gerätschaften und Diensterfordernissen zu erscheinen haben, werden am Menstag de« 22. und Samstag den 28. d. Mts., jeweils von vormittags 10 Uhr ab, im Gasthause zur Krone hier stattfinden und zwar mit den Hebammen von Aue, Berghausen, Durlach, Grötzingen, Grünwettersbach, Jöhlingen, Königsbach, Langensteinbach und Weingarten am Dienstag den 22., mit den übrigen Samstag den 26. d. Mts. Jnbezug auf Reisekosten und Tagegelder, bleiben die bisherigen Bestimmungen in Geltung. Die Bürgermeisterämter werden ersucht, die diensttuenden Hebammen ihrer Gemeinden auf vorstehendes besonders aufmerksam zu machen. Durlach den 15. September 1914. Dr. Geyer, Gr. Bezirksarzt. kommene Veranlassung zu wltzlg sein sollenden Bemerkungen der boshaftesten Art. * * * In ihrem Arbeitszimmer saß die Frau, mit der sich böse Zungen zurzeit so liebevoll beschäftigten, und schrieb. „Was ruft mir nur fortwährend die Bilder der Vergessenheit empor? Ach, daß man nicht vergessen kann!" (Fortsetzung folgt.)