r en Haft von W. erhalten ?c 7. 1 ! ! 18. liuit Bezugspreis: Vierteljährlich 1 Mk. 60 Pfg. Im Reichsgebiet 1 Mk. 90 Psg. ohne Bestellgeld. EinrückungSgebühr: Die viergespaltene Zeile oder deren Raum 9 Pfg., Reklamezeile SO Pfg. (Tageblatt) mit amtlichem Verkündigungsblatt für den Amtsbezirk Durlach. Schristleitung, Druck und Verlag von Adolf Dup», Mittelstraße 6, Durlach. — Fernsprecher Nr. 204. Anzeigen-Annahme bis 10 Uhr vormittag», größere Anzeigen tags zuvor erbeten. F 212 Dienstag, den 11. September 1917. 89. Jahrgang Bor einem Jahre. 12. September 1916. Erbitterte Kämpfe zwischen CombleS und Somme. Zusammenbruch eines russischen Vorstoßes zwischen Smotree und der Goldenen Bistritz. — Deutsche Seeflugzeuge greifen im Rigaischen Meerbusen feindliche Teestreitkräfte mit Erfolg an. Vom Weltkrieg. Deutscher Abendbericht. W.T.B. Berlin, 16. Sept, abends. (Amtl.) Vor Verdun scheiterte morgens ein starker Angriff der Franzosen am Chaumewalde. Sonst im Westen und Osten nichts Besonderes. «ft * W.T.B. Berlin, 10. Sept. (Amtlich.) 1) Im Sperrgebiet um England wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote 27000 Br.R.T. vernichtet Unter den versenkten Schiffen befindet sich der bewaffnete englische Dampfer „Cymrian", Ladung Kohlen von Newport nach Dublin, der durch Fox- glove geleitete englische Segler „Cooroy", sowie zwei tiefbeladene englische große Dampfer, die au» Geleitzügen heraus geschossen wurden. 2) Marineflugzeuge versenkten am 9. September, nachmittags, in der Themse- mündung einen englischen Dampfer. Der Chef deS Admiralstabs der Marine. W.T B. Paris, 10. Sept. (Agence HavaS.) Das große Patrouillenschiff „Soloist am 22. August von einem Unterseeboot im Mittelmeer torpediert worden und sofort gesunken. Es hatte 257 Personen an Bord, Besatzung und Passagiere. 38 Personen werden vermißt, von denen 37 der Kriegsmarine angehören und eine ein serbischer Offizier war. 4 serbische Offiziere find von dem Unterseeboot gefangen genommen worden. Berlin, 9. Sept. Wie wenig im französischen Heer die unfinnige Behauptung der französischen Presse, die Deutschen hätten den an. Dom von St. Quentin angesteckt, geglaubt wird, zeigen die Aussagen von Gefangenen vom Jnf.-Regt. Nr. 137, die am 28. August bei Servais von den Deutschen eingebracht wurden. Die Leute erklärten übereinstimmend, daß kein Mann von ihrem Regiment diese Schauergeschichten geglaubt habe. Als Gegenbeweis führen sie das lieber- zeugendste an, was es gibt, nämlich ihre seit Wochen täglich gemachte Beobachtung, wie die französischen Granaten in die unglückliche Stadt und in der Gegend des Doms einschlugen. Von der schweizerischen Grenze, 10. Sept. Der Schweizer Preßtelegraph meldet: Die französischen Berichterstatter der großen Blätter kritisieren auffallend die neueste Verdunoffensive und die Führung des Generals Petain. Sie weisen darauf hin, daß ein Gegensatz zwischen der Frühjahrsoffensive, in welcher das Ereignis gleich Null war, und der gegenwärtigen nicht bestehe. Die Verluste der Franzosen in den gegenwärtigen Kämpfen bei Verdun seien außerordentlich schwer gewesen. Der erzielte Geländegewinn stehe ganz außer Verhältnis zu den erlittenen Verlusten. An einem der letzten Tage betrugen beispielsweise die französischen Verluste 20 000 Mann bei einem Krästeeinsatz von 100000 Mann. Köln, 10. Sept. Tie „Kölnische Zeitung" meldet au» Stockholm: Ein glaubwürdiger Neutraler, der das Eintreffen der ersten Nachrichten über die Niederlage bei Riga in Petersburg noch miterlebt, schildert deren Wirkung auf die Hauptstadt als geradezu katastrophal. Die infolge Unterernährung äußerst nervöse Bevölkerung übertrieb die Nachrichten ins Ungeheuerliche. Alle fürchteten, daß der Vormarsch der Deutschen gegen Petersburg drohe und verknüpften damit die Hoffnung, daß dann der Krieg zu Ende gehen werde. In den Straßen bildeten sich Gruppen, die „Nieder mit dem Krieg! Nieder mit mit KerenSki!" schrien und schnellen Zulauf von Soldaten erhielten. W.T.B. Stockholm. 9. Sept. (Pet. Tel.- Ag.) Ministerpräsident Kerenskihat folgende Kundmachung erlassen: Am 8. September kam das Dumamitglied Lwow nach Petersburg und forderte mich im Namen des Generals Kornilow auf. die gesamte Zivil- und Militärgewalt- dem Generalissimus zu übergeben, der nach seinem Gutdünken eine neue Regierung wählen wird. Die Richtigkeit dieser Aufforderung Lwows wurde mir dann durch General Kornilow selbst in einer Mitteilung durch den direkten Telegraphendraht zwischen Petersburg und Generalstab bestätigt. Da ich diese an die vorläufige Regierung zu Händen meiner Person gerichtete Aufforderung als Versuch gewisser Bevölkerungskreise betrachte, die schwierige Lage des Landes zu benutzen, um dort einen Zustand herzustellen, der den Eroberungen der Revolution widerspricht, hielt e». die provisorische Regierung für notwendig, für das Wohl des Vaterlandes und die Freiheit des republikanischen Regierungssystems mich damit zu betrauen, dringende unabweiSliche Maßnahmen zu ergreifen, um alle Anschläge gegen die höchste Gewalt und gegen die von der Revolution eroberten Bürgerrechte an der Wurzel abzuschneiden. Daher ergreife ich für die Aufrechterhaltung der Freiheit und der öffentlichen Ordnung im Lande alle Maßnahmen, die ich der Bevölkerung zu gegebener Zeit ankündigen werde. Gleichzeitig befehle ich: Erstens: General Kornilow hat sein Amt dem General KlembowSky, dem Oberbefehlshaber der den Zugang zu Petersburg sperrenden Armeen der Nordfront zu übergeben und General KlembowSky soll vorläufig die Befugnisse eines Ge - bgegeber^ ling, Tel. 384- !g . zehör per rieten ge' . 536 ao en e 24, oßkaserne^ verschollen. Original-Roman von H. CourthS-Mahler. Wortfe-rm,.) Von Hans von Kreuzbergs Schlafzimmer war ein elektrischer Klingelzug nach LilianS Schlafzimmer gelegt worden, damit sie Charles auch in der Nacht zu jeder Zeit wecken konnte, wenn der Vater einen Anfall bekam. Da jeder dieser Anfälle den Tod ihres Vaters herbeiführen konnte, wollte Lilian unbedingt jedesmal gerufen werden. Es war eine rauhe Herbstnacht, als Lilian durch diese Klingel aus dem Schlafe aufgeschreckt wurde. Hastig fuhr sie empor. Sie wußte sogleich, weshalb sie gerufen wurde. Eilig warf sie einen pelzgefütterten Mor- zenrock über das spitzenbesetzte Nachthemd. Dieser Morgenrock lag stets für solche Fälle bereit. Sie schlüpfte in weiche Pelzschuhe, die zum gleichen Zweck bereit standen, und eilte m das Zimmer deS Vaters hinüber. Sie fand ihn, von Charles aufgerichtet und mit Kissen unterstützt, im Bett sitzend, mit schreckhaft gerötetem Gesicht und qualvoll nach Atem ringend. Lilian kannte diesen besorgniserregenden „Mein lieber, armer Papa!" Zitternd tasteten die Vaterhände über ihren blonden Kopf, von dem die langen, schweren Flechten über den pelzgefütterten Morgenrock herabglitten. „Ruhig — tapfer — mein — oeli-^-' Kind!" stieß er mühsam herv Sie lächelte ihm tapfer zu die kalten Hände. „Ist e» schlimm, mein , flüsterte sie zärtlich. Diese zärtlichen Worte wa die der Vater hörte. Er sank in die Kissen zurüv faßte ihn und legte sein Ht Schulter. Noch einmal glitt die Hand über die seiner Tochter. „Gott — segne — dich — stieß er mühsam, kaum verst Dann fiel seine Hand sch. Haupt fiel zurück und ein Zuckt ging durch den Körper. Lilian sah erschrocken auf in seine brechenden Augen Hinei „Vater — Vater!" Wie ein jammernder Schrei i ihre Lippen. Aber der Vater h Sie erzitterte, wie unter einem grausamen Streich. Mit einer unendlicb lichen Bewegung schst Augen und sank w schluchzen in die ' b>§ » Lr Lr «S * Lr " A§^ § « EZKM L KZMrZtz. r.LZ L §rigd,tSsl - «-S«"»,.§ZMjj NucrS M S »» x- .«S- 8 4» Lk»» rrL. ffcKAS neralissimus übernehmen, jedoch in Pskow bleiben. Zweiter s: Ich verhänge den Kriegszustand über Stadt und Bezirk Petersburg. Ich fordere alle Bürger auf, zur Auf- rechterhaltung der notwendigen Ordnung und für das Heil des Vaterlandes mitzuwirken. Die Armee und Flotte fordere ich auf, ruhig und getreu ihre Pflicht zur Verteidigung des Vaterlandes gegen den äußeren Feind zu erfüllen. * Berlin, 11 Sept. „Kornilow vor dem Rubikon" überschreibt die „Post" einen Artikel, in dem sie sagt: So bald sind keine endgültigen Ergebnisse in dem staatlichen Leben Rußlands zu erreichen — sehr zum Trost des Deutschen Reiches, dessen glückliches Ueber- gewicht im Osten durch kaum eine Wandlung mehr zerrüttet werden kann. Es ist nicht mehr Weltpolitik, was man in Rußland macht, auch dann nicht, wenn Kornilow den Rubikon wirklich überschreitet. — Die „Germania" sagt: Für uns ist der Weg gewiesen, in Umsicht und Tatkraft unsere militärische Stellung auf russischem Boden auszubauen, soweit es unsere Heeresleitung für nützlich und notwendig hält. Alles andere wird sich dann von selbst ergeben. Hages-Hleuigkeiten. Baden. Karlsruhe, 10. Sept. („Karlsr. Ztg.") Ihre Königlichen Hoheiten der Großherzog und die Großherzogin begaben sich gestern von Schloß Eberstein nach Karlsruhe und besuchten daselbst im Gedächtnis an den Geburtstag des hochseligen Großherzogs die Grabkapelle. Die Rückreise nach Schloß Eberstein erfolgte am Abend. H: Karlsruhe, 11. Sept. Das Großherzogspaar hat der Prinz-Max- Sammlung für deutsche Kriegsgefangene 10000 ^Mk. zugewendet. Die Großherzogin Luise hat die gleiche Summe gespendet. ^ Karlsruhe, 10. Sept. In der Nähe des Marktplatzes wurde am Sonntag mittag ein junger Mann von einem elektr. Straßenbahnwagen überfahren und sofort getötet. Hugsweier bei Lahr, 10. Sept. Einem hiesigen Landwirt wurde in seinem Rebstück das gesamte Erträgnis an Trauben, das etwa 150 Liter Wein ergeben hätte, abgeschnitten und gestohlen. K Kehl, 10. Sept. Bei der Versteigerung des Erträgnisses der städt. Obstbäume wurde ein Erlös von 3500 Mk. erzielt. Die Gesamternte der Obstbäume war auf 700 Mark veranschlagt. Deutsches Reich. W. T. B. Berlin, 10. Sept. (Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser ist von der Reise an die Ostfront nach Potsdam zurückgekehrt. W.T.B. Berlin, 10. Sept. Die „Nordd. Allg. Zeitung" schreibt: Die Mitglieder des deutschen Reichstags und die Bevollmächtigten zum Bundesrat, die den freien Ausschuß bilden, versammelten sich. heute unter dem Vorsitz des Reichs- bAglers in dessen Haus zur Besprechung s .. -- . — Fs Mannes, dem sie ihr Leben lang ser Liebe und Treue angehangen tte Hm versprochen, Lilian zu stützen löstM, wenn er abgerufen würde. >Hie ihren eigenen Jammer lFiiit lieben, zärtlichen Worten. Tante Stasi verließ siKMr, um sich anzukleiden. geschehen auch jetzt Ler einen eugte MKitji der deutschen Antwort auf die Kundgebung des Papstes In mehrstündiger eingehender Beratung wurden die Verhandlungen unter sorgfältiger Prüfung der vorgebrachten Gesichtspunkte zu Ende geführt. * Berlin, 11. Sept. Unter der Ueber- schrift „EinAufruf zur Sammlung der Geister" veröffentlicht die „Tägliche Rundschau" eine gemeinsame Kundgebung des Herzogs Johann Albrecht zu Mecklenburg und des Großadmirals von Tirpitz, in der es heißt: Wie vor hundert Jahren zur Zeit der Befreiungskriege ergeht auch jetzt wieder aus Ostpreußen der Ruf an ganz Deutschland zur Sammlung aller vaterländischen Kräfte, denn das Vaterland ist in Gefahr. Der an uns ergangenen Aufforderung, die Führung der Deutschen Vaterlandspartei zu übernehmen, folgen wir in dem vollen Bewußtsein des Ernstes der Stunde. Die Feinde, voran Präsident Wilson, bauen auf deutsche Kurzsichtigkeit und hoffen, mit ihrer Hilfe den Sieg zu erschleichen. Sie sollen sich täuschen! Die Kriegslage ist gut. Die Ernährungsschwierigkeiten können und werden wir überwinden. Zu glauben, wir könnten auf dem von einer Mehrheit des Reichstages neuerdings eingeschlagenen Wege dem von allen ersehnten Frieden näher zu kommen, wäre ein verhängnisvoller Irrtum. Der Aufruf wendet sich an die Landsleute in Nord und Süd, in Ost und West, sich einmütig in der Deutschen Vaterlandspartei zusammenzuscharen. damit der Welt bewiesen werde, daß wir uns durch niemand und durch nichts von dem festen Willen abbringen lassen, zu siegen und keinen Hungerfrieden, sondern einen Frieden zu erringen, der uns freie Entwickelung und neue Blüte sichere. WTB. Halberstadt, 10. Sept. Der Magistrat beschloß, dem Generalfeldmarschall von Hindenburg das Ehrenbürgerrecht der Stadt Halberstadt zu verleihen. * Berlin, 11. Sept. Mit Revolvern bewaffnete Räuber überfielen in Westfalen einen Werksckassenboten und entrissen ihm ^ 000 Mk. Lohngelder. München, 10. Sept. Der bayerische Divisionskommandeur Generalleutnant von Wenninger, Ritter des Ordens kour 1s msrits und des bayerischen militärischen Max- Josef-Ordens, ist, 57 Jahre alt, gestern gefallen. Beim Begehen der Stellung hatte ihm ein Schenkelschuß die Schlagader getroffen. Der. tapfere General ist aus der Kavallerie hervorgegangen. Auch ein Sohn fand vor kurzem den Heldentod. Rußland. * Berlin, 11. Sept. Wie sich der „Berl. Lokalanz." melden läßt, ist die Vergnügungssucht in Petersburg ins ungemessene gestiegen. Die Weinlokale und Kabaretts sind die ganze Nacht offen. Wein und Sekt fließen in Strömen. Mitteilungen aus der Gemeinderatsfitzung vom 7. Sept. 1917 (Amtlicher Bericht). Einwohnerzahl nach dem Abschluß der polizeilichen Meldestelle für den Monat August: 15 095. Das Besuch des Wirts Leonhard Dingeldein um Uebertragung der Wirtsckaftskonzession mit Branntweinausschank von der Wirtschaft zum „Tannhäuser" nach der Wirtschaft zum „Schweizerhaus" wird Gr. Bezirksamt unbeanstandet oorgelegt. Der Stadtrat Karlsruhe teilt mit, daß infolge der Einführung der Kohlensteuer und des weiteren Stei- genS der Erzeugungskosten sowie der behördlichen Einschränkung der Stromabgabe wegen der Kohlenknappheit die Strompreise in Karlsruhe und Durlach mit Wirkung vom 1 September d Js. wie folgt erhöht worden sind: Lichtstrompreis 55 H (statt bisher 50 H), Kraftstrompreis 28 H (statt bisher 25 -H) für die Xvet. Der Gemeinderat erklärt sich in Berücksichtigung der außergewöhnlichen Verhältnisse mit dieser Erhöhung einverstanden. Mit dem Artilleriedepot Karlsruhe wird wegen Errichtung einer Förderbahn nach dem Killisfeld sowie wegen Verpachtung des hierzu erforderlichen Ge- ländestreifens im Waldüistrikt Oberwald ein Vertrag vorbehaltlich der Zustimmung des Bürgerausschusses abgeschlossen. Die Versteigerung des Erträgnisses der städt. Obst- bäume, die einen Erlös von insgesamt 16361 -F erbracht hat, wird genehmigt. Desgleichen der Ankauf eines Zuchtbockes. Neueste DratztderiMLs. W.T.B. Größe-Hauptquartier, 11. Sept. vormittags. (Amtlich.) Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Der Artilleriekampf in Flandern erreichte an der Küste und im Bogen von Apern zeitweilig große Stärke. Vorstöße der Engländer südöstlich von Langemark und nördlich von Frezenberg wurden zurückgewiesen. Bei Villeret nordwestlich von St. Quentin entspannen sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig ausgingen. Heeresgruppe deutscher Kronprinz! Unternehmungen französischer Erkundungstrupps, meist durch heftiger Feuer vorbereitet, wurden nordwestlich von Reims und in mehreren Abschnitten der Champagne zum Scheitern gebracht. Auf dem östlichen MaaSufer griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosses-Walde bis zum Chaume-Walde (3V, km) an. Südlich des Wavrille-WaldeS in unsere Kampfzone eingedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen. An der übrigen Front brachen die französischen Sturmwellen in unserem Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende Angriffsversuche der Gegner schlugen stets fehl. Im Nachdrängen schoben wir an einigen Punkten unsere Linien vor. * * * Leutnant Boß schoß gestern 3 feindliche Flieger ab; er erhöhte dadurch die Zahl seiner Lustsiege ans 45. Oestlicher Kriegsschauplatz Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Zwischen den russischen und unseren Stellungen vom Meere bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Vortruppen. Der Feind büßte Gefangene ein. Vorstöße russischer Streifabteilungen im Waldgebiet nördlich von Husiatyn und am unteren Zbrucz wurden abgewiesen. Front deSGeneraloberstenErzherzog Josef. Im Südostzipfel der Bukowina sind die Russen zum Angriff übergegangen- Sie errangen nur örtliche Vorteile bei Sölka. Zwischen TrotuH- und Oitoz-Tal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher Nicht wiederholt. Mazedonische Front: Im Berggelände südöstlich des Ochrida- Sees verwehrten deutsche und österreich-ungarische Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen. Der l. Generalquartietmeister: Lützendorf. Berschie»e«es. — Die Kaiserin ist jetzt von ihrer Rheinlandreise zu längerem Herbstaufenthalt in Potsdam wieder eingetroffen. — Der Reichstag wird am 26. Sept. wieder zu einer Tagung zusammentreten. Ein Gesetz über eine Veränderung der Reichstags- Wahlkreise zugunsten der großen Städte steht in Aussicht. — Die Waffenstadt Solingen wird dem Generalfeldmarschall vonHindenburg zum 70. Geburtstag einen Ehrensäbel überreichen. — In Bukarest hat eine neue Zeitung zu erscheinen begonnen, als deren Programm der Anschluß Rumäniens an die Mittelmächte befürwortet wird; Herausgeber ist Professor Stere. — Einziehung der 25 Pfennig- Stücke. Die dieser Tage durch die Blätter gegangene Nachricht, daß die 25 Pfennig-Stücke wieder in Umlauf gesetzt würden, um dem Kleingeldmangel abzuhelfen, beruht auf einem Irrtum. Gerade das Gegenteil ist der Fall. Die 25 Pfennig-Stücke werden sämtlich eingezogen und eingeschmolzen. Lk ^ L. Kl ist gestern mittag von der Werder straße bis zum Städt. Verkauf verlöre« gegangen. Abzugeben gegen Belohnung Werderstraße 3, 4 Stock. Gm Fünfmarkschein verloren gegangen im Städtischen Verkauf. Äbzugeben Weiherstratze 7. 2 St Ein 6V, em langer Schlüssel verlöre«. Geg. Belohnung abzug. an Nr. 537 Verl, d. Bl. _ Eine Uhr wurde heute morgen auf dem Abort hinterm Rathaus liegen gelassen. Der ehrliche Finder wolle dieselbe gegen Belohnung au f der Wachtstube abqeben Diejenige Person, welche gestern vormittag zwischen 11 u. 12 Uhr beim städt. Kartoffelverkauf ihr altes Leiterwägelchen gegen ein ne«es vertauscht hat, wird ersucht, dasselbe sofort zurückzu- brinqen, andernfalls Anzeige erfolgt. Weiugarterftr. 44, 1. St Wir suchen: Monteure Schlaffer Dreher Horizontalbohrer ferner Einrichter und Kontrolleure. Badische Maschinenfabrik lZeboldweikj Lurlach. Mehrere tüchtige CigsirreV- u. WickelMScher sowie 1 Deckblattmacher werden per sofort gesucht bei Friedr. Walter, Wilhelmstr. 3, Seitenbau, 2. Stack. ZUM MM« im Alter von 14 Jahren an finden Beschäftigung bei F. Wolfs Sohn G. m. b. H. Karlsruhe Durlacher Allee 31/33 Junges kinderloses Ehepaar (Frau Durlacherin) sucht zum 1. Oktober d. I gesundes Mädchen aus gutem Haus, nicht unter 16 I., woselbst Gelegenheit geboten ist, die feine Damenschneiderei zu erlernen. Familienanschluß, gute Behandlung Angebote mit Gehaltsansprüchen an Frau E. Spezinger, Berlin, tLharlottenstraße 99 _ Freu oöer MWil für vor- und nachmittags sofort gesucht. Zu erfragen Weiherstraße 8, 2 St Wrall siler Möklche» ffür einige Stunden des Tags gesucht _Hauptstraße 1«. DamklsKoMtmshms Karlsruhe Wilhelmstratze 34, 1 Treppe Plüsch - Garnituren in großer Auswahl. Kriegsangehörige AuSnohmevreise. kinslmmger 8sStzui> zu verkaufen Weiherstratze 13 III Maßnahme« z«m Schutz -ege« feindliche Mcger. Wir haben die Wahrnehmung gemacht, daß unsere Anordnung vom 4. September ds. IS. über die Abblendung der Lichtquellen in den Häusern von einem großen Teil der Bevölkerung noch nicht beachtet wird Im Interesse der öffentlichen Sicherheit richten wir hiermit nochmals die dringende Warnung an die Bevölkerung, die erlassenen Vorschriften genau zu befolgen, da wir andernfalls mit polizeilichen Strafen Vorgehen müßten. Die Schutzmannschaft ist angewiesen, eine genaue Kontrolle über die Ein Haltung der Abblendungsvorschriften auszuüben und Zuwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Durlach, den 11. September 1917. Das Bürgermeisteramt: _kr Zierau. _ BekttNntNmchuug. Auf Grund von Z 108 Ziffer 5 PSt.G.B. wird hiermit zur Verhütung von Unglücksfällen das Anzünden von Feuer auf freiem Felde in den Gewannen „auf den Listen" und „auf dem Lohn" im Umkreis von 150 w von der Fabrikanlage der Firma Gustav Unter- berg hier untersagt. Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft. Durlach, den 11. September 1917. Das Bürgermeisteramt: kr. Zierau. Mekcrnntrnachung. Wir setzen die Wasserabnehmer davon in Kenntnis, daß von Dienstag, den 11. bis einschl. Donnerstag, den 13. ds. Mts., jeweils in der Zeit von 7—9,12 Uhr vormittags und 1—6 Uhr nachmittags die Wasserrohrleitungen gespült werden Da kurze Unterbrechungen des Wafferzufluffes dabei nicht zu vermeiden sind und sich unter Umständen Trübungen des Wassers bemerkbar machen, ist es zweckmäßig, das Wasser zu Kochzwecken vor oder nach den für die Spülung festgesetzten Zeilen zu entnehmen. Durlach, den 8. September 1917. _ Städt. Wasserwerk. _ Verkehr mit Wed-, Wirk- und StiNmeeo. Die zunehmende Knappheit an Stoffen zur Herstellung neuer Kleidungs- und Wäschestücke sowie der herrschende Ledermangel macht die Heranziehung der noch in der Bevölkerung vorhandenen Bestände an alten Kleidern, Wäschestücken und Schuhwerk namentlich zur Versorgung der minderbemittelten Bevölkerung notwendig. Wir machen deshalb die Bevölkerung wiederholt darauf aufmerksam, baß das städt. Gaswerk hier als Annahmestelle für getragene Kleidungs- und Wäschestück; sowie Schuhwerk bestellt ist. Die Annahm ezsit ist festgesetzt jeweils auf Donnerstag nachmittag von 2—4 Uhr. Abgesehen von Schuhwaren, die in jeder Beschaffenheit angenommen werden, nimmt die Annahmestelle nur solche Gegenstände an, die sich wieder zu gebrauchsfähigen Sachen, wenn auch unter Zuhilfenahme von Ersatzstücken (Flicken) Herstellen lassen. Wäschestücke müssen in gewaschenem Zustand abgeliefert werden, ämtliche Kleidungs- und Wäschestücke werden durch den Kommunal« verband vor der Bearbeitung desinfiziert. Die Annahme der getragenen Kleidungs- und Wäschestücke erfolgt grundsätzlich gegen Entgelt, sofern dis Stücke nicht unentgelllich angeboten werden. . Die Feststellung des für die abgelieferten Gegenstände zu zch- lenden Preises geschieht im Wege der Abschätzung durch Sachverständige» die vom Kvmmunalverband bestellt und zur gewissenhaften Ausübung ihres Amtes verpflichtet sind. Der im Wege der Abschätzung sestgestellte Preis ist sowohl für den Veräußerer wie für den Kommnnalverband bindend. Nach einer mit dem Kommunalverdand Durlach-Land getroffenen Vereinbarung kann auch die Bevölkerung des Landbezirks ihre ge- tragenen Kleidungsstücke und Schuh waren bei der oben dezeichneten Annahmestelle zur Ablieferung bringen Durlach, den 10. September 1917. Kommunalverband Dnrlach - Stadt, kr. Zierau. eicht! : ^ger Stcno- nM 9 W» in Gabelt graphie uM Maschinenschreiben erteilt Fräulein gründlich und rasch fördernd, ebensoBuchsührung,Rechtschreiben, Schön» und Rundschrift. Laut Zeugnisse überraschende Erfolge. Früher Dürrbachstr., jetzt Grötzingerstratze 21 (Eingang Werderstr.), 3. Stock. Anmeldungen jederzeit. " ö «x»«xxxM0tx;rxxxxxxA2i2 0 kür Herbst unä Sinter ist das sisvorit ftloösn Mum kreis 80 kl, in AroLarti»er Vielseitigkeit soeben ersebienen. kavorit- 8ebnitte, erprobt unä gelobt, sinä kür äie Lrmssebneiäerei «lie beste Hille, besonäsrs aueb für L.b- unä Hwünäerungen. klrbLltlieb bei L LlolbsruauuQ, klouptstr 50. MW Karlsruhe Wilhelmstr. 34. 1 Treppe Jackenkleider ^ 65.00 an Wintermäntel ^ 22.73 an Plüschpaletots ^6 45.66 an Wasserdichte Ripsmäntel45.66 an Regenhautmäntel 55.66 an Schwarze Jacken ^ 25.75 an Kleiderröcke 22.75 an Kindermäntel. Kinderjäckchen Pelerinen und Lodenmäntel Blusen in allen Stoffarten Unterröcke, schwarz und farbig. — Keine Ladenspesen. — Städtischer Werkanf. Krrtterausgabe morgen vormittag an die Buchstaben §vi>, §t und I. Weichkäse morgen vormittag an die Buchstaben 8 und 1 Durlach, den 11. September 1917. Kommnnalverband Durlach-Stadt. Mekanntnrnchunpi. Ausbringung vsn Schlachtvieh betr. Fleischbeschauer Kurz in Grötzingen wird an Stelle des bisherigen Aufkäufers Ludwig Palm zum Aufkäufer von Groß- und Kleinvieh (Schlachtvieh) für die Gemeinde Grötzrngen bestellt. Durlach, den 5. September 1917. Kommnnalverband Dnrlach-Land, Abt, n krivst-Unisi-sickt in Maschinenschreiben. Stenographie, Schönschreiben re. wird bei sorgfältiger schneller Ausbildung zu mäßigen Preisen erteilt. Anmeldungen von 6Vr Uhr abends Schlotzstratze Ä ll Suche sogleich oder zum 15. September eine saubere, ehrliche Wonaisfrau _ Dürrbachstraße 17. Zu mietrn gesucht. 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Sanier, Möbelfabrik, Auerstraße 48. i r- lissimuj leiben. ^k^anksagung. Von der Ruhestätte unserer innigst-' iE geliebten, fluten, unvergeßlichen Gattin, ^Tochter, Schwester, Schwägerin, Enkelin, '8- Nichte und Tante Auije Rttlsfer geh. Kleiber heimgekehrt, sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten für die außerordentlich wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme an unserem unersetzlichen schweren Verluste auf diesem Wegs innigsten Dank Besonders danken wir Herrn Kirchenrat Meyer für die trostreichen Worte, Schwester Anna für ihre aufopfernde Pflege, ihren Schulfreundinnen für die schöne Kranzniederlegung, sowie für die sonstigen vielen Blumenspenden von nah und fern und allen denen, die sie zur letzten Ruhestätte begleiteten. Durlach, den 10. September 1917. Die tieftrarrernderr Hinterbliebenen: August Kayser. Familie August Kleiber. Familie Wilhelm Barthlott. Sttttt zeöev besonderen Anzeige. Hobes Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten teilen wir in tiefstem Schmerze mit, daß nach Gottes unerforschlichem Ratschluß unsere liebe, treubesorgte, unvergeßliche Gattin. Mutter, Großmutter, Schwiegermutter und Tante »KM MM geb. Rleirert heute nachmittag V,1 Uhr von ihrem schweren mit großer Geduld ertragenen Leiden in die ewige Heimat abgerufen wurde. Durlach, den 10. September 1917. Um stille Teilnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen : Emil Meier, Werkführer, u. Kinder. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, statt. Trauerhaus: Kelterstraße 7, 2. Stock. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem herben Verluste unseres lieben pulen Vaters, Großvaters, Schwiegervater-,^ Bruders, Schwagers und Onkels Ich« Mosdluiker sprechen wir auf diesem Wege unfern herzlichsten Dank aus. Besonderen Dank der Direktion der Maschinenfabrik Gritzner und seinen Arbeitskollegen für die Kranzniederlegung am Grabe, für die trostreichen Worte des Herrn Kaplan, die liebevolle Pflege der Schwestern des städt. Krankenhauses, sowie allen denen, welche den Entschlafenen zur letzten Ruhestätte begleiteten. Durlach, den 11. September 1917. Die trauernde» Hinterbliebene«. va.irks 8 ,U«u>«. Für die so vielseitige herzliche Teilnahme und zBlumenspenden beim Verluste unseres lieben Kindes sprechen wir unfern herzlichen Dank aus. Durlach, den 11. September 1917. Familien Moll Lrhmtt M Mols Woks. Wirte-Verein Nuriucii. Kommenden Mittwoch, den 12. September, nachmittags 3 Uhr, findet in Karlsruhe im Saale der Alte» Brauerei Kümmerer bei Kollege Schleicher die Gründungsversammlurrg der Emkaufs- gerwfferrfchsft der Gastwirte Badens statt, wozu wir unsere Kollegen freundlichst einladen und bitten um zahlreiches Erscheinen. Der Vorstand. Die GoLdrüftung »i« b «vre -ie Wasfen-Rüftung »nd der Heldenmut! «nserer Soldaten den Rrieg gewinnen helfen! Wer noch Goldschmuck, goldene Ketten und andere Gold- Gegenstand«, sowie wertvollere Juwelen besitzt, verkaufe sie bei! der Goldankanfsstelle gegen den Goldwert. Jeder Mann jggs es dem anderen, Keine Kran ««he zurück. Irn 4. Lriegsja^r,M«« jedermann missen, -atz! die Goldabgab« M» Reichsbank Pflicht -er DahrDjNGebliebenen ist. GeschüftSstunden der «old-Annahmestelle Durlach — Ett- 1 lingerstr. 4 — Mittwochs jeweils von 5—7 Uhr. !k Mll »«MM, ruch jugendliche, finden sofort Beschäftigung. S. Ls vo., ^.-S. Fabrik bei Wolfartsweier. Todes - Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht, daß eS Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigst- geliebte Tochter im Atter von 13V, Jahren nach kurzer Krankheit zu sich zu nehmen. Grötzingen, den 11. September 1917. In tiefem Schmerz: Ludwig Kumm nebst Iran unö Sohn. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. d. Mts., nachmittags 4 Uhr, statt. Vtr gevädrea Kr keläer rum Lveclrs äsr Lsttviunmg äer V. äte vorsusstoLMed Im September S. I. artig eiegt vtrS, 4 ^ "/«. 2 ü»sv» bis rum Lstedmwgstags. Siiöllsutseks llkconlo- Ls 8 kll 8 okakt /t-.K. Vep 08 it 6 nks 886 Durlseli - .- - stsuptrirsL» 32, -. - >