Tageblatt. 8 . SrsÄ«»r täzltch. Preis vterteijsyrltch to Dsrlach 1 Ml. S N Im Reicht gebiet Ml. I.iü> ohne BrsteLgeu Freitag dm 8. Fanuar ?. Aas Ausrand im Jahre 1903. (Schluß.) Das eigentliche Schmerzenskind Europas ist aber auch in diesem Jahre, wie leider immer, der Balkan gewesen. Die Unruhen in Mazedonien wuchsen zu einem blutigen Aufstande an, dessen Charakter durch die Attentate auf die russischen Konsuln in Mitrowitza und Monastir, durch verschiedene Anschläge auf die Orientbahn und durch dos Christen Mossacre in Beyrut gekennzeichnet wurde. Indessen ist cs der energischen Politik des „orientalischen Zweibundes", Rußland und Oesterreich-Ungarn, gelungen, nicht nur den Ausbruch des kriegerischen Konfliktes zwischen der Türkei und dem nach Mazedonien lüsternen Bulgaiien zu unterdrücken, sondern auch die Pforte wenigstens im Prinzip zur Annahme des Reform-Programms zu zwingen. Uebcr die Art und den Umfang der Durchführung dieses Programms sind freilich die Akten noch immer nicht geschloffen. In Bulgarien und Griechenland dauern die inneren Krisen immer noch fort, aber den ersten Rang nahm und nimmt iu dieser Beziehung Serbien ein. Die am 11. Juni erfolgte Ermordung des serbischen Königspaares bildet das dunkelste Blatt in der Geschichte des per stoffenen Jahres. Diese furchtbare Bluttat brachte zwar den Prinzen Peter Karageorgiewitsch auf den seit langen Jahren erstrebten serbischen Königsthron, aber König Peter, der noch ganz unter der Botmäßigkeit der Königsmörder steht, ist in Serbien nicht auf Rosen gebettet. Der amerikanische Kontinent, der sich zu Beginn des Jahres im Zeichen des Venezuela- Konfliktes befand, stand am Schluß des Jahres und steht noch im Zeichen des Panama- Konfliktes. Da dir Vereinigten Staaten von Amerika sich mit Kolumbien nicht über den Bau des Panama-Kanals einigen konnten, spielten die smarten Arnkees ein wenig „Vorsehung". Die Provinz Panama riß sich von Kolumbien los, und der neue Freistaat Panama machte mit den Amerikanern auf eigene Faust das Kanalgeschäft. Sowohl diese Streitigkeiten wie die blutigen Wirren auf San Domingo dauern zur Zeil noch fort. In Afrika stand in diesem Jahre die marokkanische Frage im Vord.rgrund. Die übliche R volution in Marokko nahm diesmal einen solchen Umfang an, daß die rivalisierenden Mächte Frankreich, England und Spanien schon die Zeit gekommen glauoten, den „Nachlaß" des Sullans zu „regulieren". Indessen erwies sich doch zum Schluß gerade diese Eifersucht als das für den Sullan günstige Moment, das abermals die Verlagung der marokkanischen Frage herbeiiührte. Freilich ist nicht zu verk-nnen, daß Frankreich in diesem Wettlauf seinem Haopr- nebenbuhler England um ein gutes Stück vorausgekommen ist. England bemühte sich in diesem Jahre, nach Möglichkeit die Wunden zu heilen, die der blutige Burenkiieg den südafrikanischen Ländern geschlagen halte. Aber der Erfolg dieser Bemühungen ist bisher nur gering, und die Lage in Südafrika ist so trostlos, wie sie nur jemals war. Den Somali- Feldzug führte England mit wechselndem Erfolge fort. Die englischen Meldungen über den Aufstand der Bondelzwarts in Deutsch Südwestafrika haben sich erfreulicherweise als stark übertrieben herausgestellt. In Asien hat sich der scharfe Konflikt zwischen Rußland und Japan, der schon zu Beginn des Jahr>s eins tzle, in bedrohlicher Weise verschärft. Die Russen haben nicht nur ihre Zusage, die Mandschurei zu räumen, nicht wahr gemacht, sondern sie haben zugleich ihre Hände nach Korea ausgestrcckt, das Japan als seine Interessensphäre betrachtet. Während das ohnmächtige China außer stände ist, den russischen Eivderungsp-änen Widerstand ent- gegenzusetzen, hat Japan sich auigeraffl, um s-in Prestige als ostasiatische Vormacht nicht völlig vernichten zu lassen. Japans Hoffnung, hierbei eine Stütze an England zu finden, wurde freilich arg getäuscht, denn dieses hält eS für ratsamer, während dieser Zeit in Tibet im Trüben zu fischen. Noch ist es ungewiß, ob der ostastarische Korstikr schiedlich, friedlich ausgehen oder ob er sich zu einem kriegerischen Zusammenstoß verschä fen wird, und wir nehmen oiesen Konflikt als unerfreuliche Erbschaft aus dem Iah-? 1903 in das Jadr 1904 hinüber. EinrückimgrgrbLhr per »iergespaltene Zeile s Pf. Inserate ertittet »um bis spätestens ll> Uhr vormittags. IM. Bade». Karlsruhe, 7. Jan. Die Kronprinzessin von Schweden trifft morgen mittag zu längerem Aufenthalt beim GroßherzogSpaar hier ein. -j- Karlsruhe, 7. Jan. Vor der hiesigen Strafkammer hatten sich heute der 20 Jahre alte Student Friedrich Wieland, Sohn des Medizinalrats Wieland in Konstanz, und der 44Jahre altefrühere Forstaffcsior,jetzigerPrivatier Paul Kleinklaus aus Hagenau, hier wohnhaft, wegen fahrlässiger Tötung zu verantworten. Wieland wohnte bei Kleinklaus in Miete. Der bedauernswerte Vorfall spielte sich am 29. Nov. in der Wohnung des letzteren ab. Dieser ließ ein geladenes Gewehr unver- wahrt an der Wand hängen. In dem Zimmer befand sich die 22 Jahre alte Ladnerin Ernestine Flohs aus Sckopsheim, die bei ihrer ebenfalls bti der Familie Kleinklaus wohnenden Schwester auf Besuch weilte. Wieland nahm das Gewehr von der Wand, ohne zu wissen, daß es geladen war. Er zielte im Scherze auf das Mädchen und drückte ab. Dasselbe brach, von einer Schrotladung getroffen, zusammen und starb nach wenigen Minuten. Das Urteil lautete gegen Wieland auf 9 Monate Gefängnis, gegen Kleinklaus auf 1 Monat Gefängnis. L. Durlach, 6. Jan. Im Jahre 1903 kamen auf dem hiesigen Standesamte 454 Geburten, 111 Eheschließungen und 22S Sterb- fälle zum Eintrag. -j- Rastatt, 7. Jan. Der 10 jährige Sohn des Schneiders Bauer in Aua. Rh. vergnügte sich aus dem zugefrorenen Altrhein; an einer l-cken Stelle brach das Eis und der Knabe ertrank. -st Lahr, 7. Jan. Wie die „Pom. Reichsp." erfährt, hat der Kaiser zu Weihnachten die in Stettin lebende Witwe eines Veteranen von 1813/15 mit einer reichen Gabe aus seiner Schatulle bedacht. Es dürfte interessieren, daß auch Lahr die Witwe eines Veteranen von 1813/15 beherbergt, nämlich Frau Marie Gautier g-b. Grttb. Meirilletorr. 6 ) Herjensrütscl. R«««n nach dem Französischen von Ll»r« Rh ei na». (Fortsetzung.) Im ersten Stockwerk des Schlößchens befand sich ein viereckiges Vorzimmer mit vier Türen, die nach verschiedenen Gemächern führten. Als die Eltern ihre Zimmer ausgesucht, weckte Vtkivr den Bruder mit vieler Mühe aus dem Schlafe und redete ihm ernstlich und liebevoll zu, doch den Wünschen seines Vaters mehr Rechnung zu tragen. „Versuche doch, Arthur, Dich wie ein Gentleman zu benehmen," schloß er seine Ermahnungen. „Du bist 20 Jahre alt und trotz allem der Baron von Vedelles." „Ach ja, das weiß ich sehr wohl," versetzte dieser. „Aber bitte, Viktor, fange nicht auch Du an, mir zu predigen. Jedermann mäkelt an mir herum; selbst der alte Vincenz brummte über etwas, als ich beim Abendessen war. Was er wollte, verstand ich nicht; wenn die Leute mich doch nur in Ruhe lassen würden!" „Armer Junge!" sagte Viktor für sich; „es ist unmöglich, Eindruck auf ihn zu machen. Wir muffen Nachsicht mit seinen Schwächen haben." Damit war die Unterredung beendet. Die Brüder schüttelten einander die Hand; Viklvr betrat sein schön mööl'eries Schlafzimmer tm ersten Swck, während Arthur droben eine Art großer Rumpelkammer aufsuchte, die er zu seinem Schlafgemach erwählt, nachdem er von seiner Mutter Erlaubnis erhalten, sie nach Belieben einzurichten. Seine erste Idee war gewesen, dieses Zimmer mit bunten, an Stangen hängenden Vorhängen Mlhrmals zu teilen. Diese alten ausrangierten Sloffe, welche früher in den untern Räumen als Wandbekleidung gedient, repräsentierten eine reiche Abwechselung an biblischen, historischen, mythologischen und Jagdszenen. Obgleich verblichen und etwas fadenscheinig, machten sie immer noch, selbst bei Tage, hübschen Effekt; des Abends aber, bei dem malten flackernden Scheine einer einzigen Kerze, boten sie einen seltsamen, phantastischen Anblick dar — weiße Federn nickten von den Helmen der Ritter; ein Rudel Hunde stürzte sich auf einen wilden Bären; Abrahams Schwert schien sich auf Isaak herabzusenken; Ritter, Jäger und Patriarchen sahen aus, als ob sie geheimnisvolle Unterredungen miteinander führten. Arlhur fühtie sich offenbar sehr wohl unter diesen schattenhaften Erscheinungen, denn er suchte oft frühe am Abend schon sein Zimmer auf und seine Mutter fand ihn manchmal ganz versunken in den Anblick Rebekka's am Brunnen oder des kleinen David mit der Schleuder. Außer einem Bett, einer Toilette und einigen Stühlen befand sich nichts in dem Zimmer, das den Namen Möbel verdiente. In einer dunklen Ecke stand ein altes, lackiertes Klavier, daS einst das Glück einer Ahnherrin der Vermonts ausgemacht haben mochte. Arthur hatte das Instrument erbarmungslos seiner letzten Saiten beraubt und benutzte den leeeen Kasten als Aufbewahrungsort seiner Muscheln, Steine und getrockneten Blumen. Auf Böcken ruhende Bretter dienten als Tisch, welchen Massen von Büchern in trostlosem Durcheinander bedeckten. Vergebens hatte der alte Vincenz um die Erlaubnis gebeten, sie zu ordnen und zu sortieren. Gerade über dieser unordentlichen Bibliothek entfaltete der Akazienzweig von der Terrasse seinen Blüten- und Blätterschwuck. Arthur litt nicht, daß man daran rührte. Er erklärte dies für den hübschesten Einrichkungs- gegenstaud seines Zimmers. Eine alt- Staffelet, eine Geige und mehrere Kisten mit unvollendeten Skizzen und anderen unmöglichen Dingen ver- Elzach, 6. Jan. In der Kirche vom Tode ereilt. Der ledige Andreas Schätzte (Brost Andreas) von Elzach wurde heute früh in der Kirche während des Hauptgotlesdienstes vom Schlage getroffen. Man brachte ihn in das benachbarte Gasthaus zur Krone, wo er alsbald verschied. Der Verblichene war 68 Jahre alt. Vom Schwarzwald, 6. Jan. Aus dem Höllental kommt die Nachricht, daß der Hirschsprungfelsen zusammcngestürzt und infolgedessen der Durchgangsverkehr auf der Höllentalbahn gestört sei. Der Personenverkehr wird durch Umsteigen an der Unfallstelle aufrecht erhalten. Der Hirschsprungfelsen befindet sich unweit der Station Höllsteig, dem wildesten und engsten Teil des Höllentals; die Felsen beider Talwände treten sehr nahe zusammen. Auf hohem Fels bezeichnet ein hölzerner Hirsch die Stelle, an der der Sage nach ein Hirsch den Sprung auf den gegenüberliegendem Felsen gewagt haben soll. Ueberlingen, 7. Jan. Bei der heute dahier stattgehabten Wahl eines Abgeordneten zur Zweiten Kammer für den von seinem Mandat znrückgetretenen Geh. Finanzrat Hug stimmten von 152 Wahlmännern 150 ab. 13S Stimmen fielen auf Oberamtsricher Büchner. Deutsches Reich. * Berlin, 8. Jan. Die Morgenblätter erfahren, daß der Kaiser dem Frankfurter Arzt vr. Spieß, der ihn in der letzten Zeit behandelte, aus Anerkennung sein lebensgroßes Brustbildnis mit eigenhändiger Widmung schenkte. * Berlin, 7. Jan. Die „Post" schreibt, nach einer Mitteilung des ersten Staatsanwalts am Landgericht II Berlin seien Ermittelungen darüber im Gange, ob anläßlich der Abgeordnetenwahl im Kreise Teltow am 20. November 1903 strafbare Handlungen vorgekommen seien. * Berlin, 7. Jan. Das Polizeipräsidium teilt mit: In dem Bestreben, die Gewährleistung für die Feuersicherheit der hiesigen Theater möglichst zu verstärken, ordnete der Polizeipräsident an, daß die bisher lediglich von der Feuerwehr ausgeübte Kontrolle zukünftig von Beamten der Schutzmannschaft und der Feuerwehr bewirkt werde. Kassenöffnung und Einlaß des Publikums darf allabendlich erst nach einer eingehenden Prüfung der Theaterräume stattfinden, wobei die Schutzmannschaft vorwiegend das Zuschauerhaus, die Feuerwehr das Bühnenhaus zu untersuchen hat. Um ein sicheres Funktionieren des eisernen Vorhanges zu gewährleisten, ist der Vorhang nicht nur wie bisher, am Schluß der Vorstellung, sondern auch in den großen Pausen herabzulassen. Es steht zu hoffen, daß diese Maßnahmen in Verbindung mit der Tatsache, daß während der Vorstellung eine Feuerwache auf der Bühne an- wesen d ist, dem Publikum das Gefühl der vollständigten die Ausstattung dieses merkwürdigen Schlafgemaches. Etwa eine Stunde, nachdem Arthur dieses aufgesucht, als die Lichter im Hause sämtlich erloschen waren, öffnete er leise seine Türe und schlich die Treppe hinunter. Einen Augenblick verweilte er auf dem Treppenabsatz des ersten Stockwerkes, um zu lauschen, ob niemand wache. Alles war totenstill, und nachdem Arthur im Dunkeln seinen Jagdrock gesucht, den er auf dem Sofa im Speisesaal zurückgelaffen, durchschritt er leise die Halle und trat durch die vordere Türe, die er sorgsam hinter sich abschloß, in's Freie. Dann rannte er die Allee hinunter, öffnete das Tor in der gleichen, geräuschlosen Weise und stürmte einen kleinen Fußpfad entlang, der durch die Olivenwälder an das Meer führte. 3. Kapitel. Am folgenden Tage war das Wetter herrlich. Ein milder, nächtlicher Regenschauer hatte der Luft alle Schärfe genommen; der kurz andauernden Herrschaft des Mistral waren nicht allzu viele Blüten zum Opfer gefallen und die warmen Sonnenstrahlen zwangen die Knospen der Orangenbäume, sich zu öffnen. Die Luft war mit Wohlgerüchen erfüllt; überall beeilten sich die Gärtner, die Bäume ihrer schützenden Strohhülle zn entkleiden. Der Frühling hatte Sicherheit in den hiesigen Theatern geben und auch für den Fall einer scheinbaren Gefahr das Entstehen einer Panik verhüten wird. * Berlin, 8. Jan. Der Ueberschuß der Städteausstellung beträgt 204900 Mark, wovon 98900 den beteiligten Städten als Kostendcitrag zurückgezahlt werden. Der Rest verbleibt der Stadt Dresden zu gemeinnützigen Zwecken. * Berlin, 8. Jan. Das Tageblatt meldet: Das Gesuch des Oldenburger Oberlehrers Ries, der wegen Beleidigung eines Ministers zu Gefängnisstrafe verurteilt worden war, um Umwandlung dieser Strafe in Geldstrafe oder Festungshaft wurde abgelehnt. * Düsseldorf, 8. Jan. (Berl. Tagbl.) Infolge der Fortdauer des Crimmitschauer Streiks beschloß eine Anzahl niederrheinischer Textil-Industrieller die Errichtung eigener Feingarnspinnereien und -Färbereien, um sich unabhängig von den sächsischen Garnen zu machen. * München, 7. Jan. Bei der heutigen Vorstandswahl zum Gemeindebevollmächtigt en-Kollegium erklärte der bisherige erste Vorsteher, Kommerzienrat Seyboth, der Bruder des früheren Reichstagsabgeordneten Seyboth, mit dem er übrigens seit Jahren nur in losen Beziehungen gestanden habe, daß er auf eine Wiederwahl verzichte. Demgegenüber erklärten die Liberalen und das Zentrum, trotz dieser Erklärung Seyboth wiederwählen zu wollen. Seyboth wurde hierauf wiedergewählt und nahm die Wahl an. * Ebingen, 7. Jan. Der 17 jährige Sohn des Uhrmachers Haalts wurde von seinem Vater wegen seines leichtsinnigen Lebenswandels gezüchtigt. Er ergriff ein geladenes Gewehr und erschoß seinen Vater. Der Mörder wurde verhaftet. Frankreich. * Paris, 7. Jan. Die Leichenfeier für die Prinzessin Mathilde fand in der Kirche Saint Gratien, dem Wunsche der Verblichenen entsprechend, in aller Stille statt. An der Feier nahmen Kaiserin Eugenie, die Prinzessinnen Klothilde und Lätitia und der deutsche Botschafter Fürst Radoliu teil, der im Namen des deutschen Kaisers einen prachtvollen aus Rosen, Flieder und Veilchen gewundenen Kranz, dessen weiße Schleife den Namenszug des Kaisers trägt, nach Saint Gratien gesandt hatte. Fürst Radolin wird der morgigen offiziellen Feier in der Kirche St. Philipp de Roule als Vertreter des Kaisers beiwohnen. * Paris, 7. Jan. Graf Primoli, Neffe der verstorbenen Prinzessin Mathilde, begab sich heute nachmittag im Aufträge der Kaiserin Eugenie zum deutschen Botschafter Fürsten Radolin, um ihm mitzuteilen, daß die Beileidsbezeugung und die Kranzspende des Kaisers Wilhelm die Kaiserin überaus aerührt hätten den Sieg davongetragen und triumphierte über den Winter. Die gräfliche Familie saß beim Frühstück, ein Mahl, das stets sehr schweigsam zu verlaufen pflegte. Der Graf war in seine Pariser Zeitungen vertieft, Arthur aß mit gutem Appetit und starrte auf die Blumenbeete hinaus, nur die Gräfin und ihr ältester Sohn wechselten gelegentlich einige Worte mit einander. Es hatte Frau von Vedelles sich nach seinen Wünschen betreffs der weiteren Einrichtung seines Zimmers erkundigt, als Viktor sie durch die Bemerkung erschreckte: „Mache Dir vorläufig keine Unkosten, liebe Mutter, da ich ja doch nur wenige Tage hier sein werde." „Nur wenige Tage? Du willst wieder Weggehen?" fragte sie mit niedergeschlagener Miene. „Ich ahnte nichts davon." „Ich hatte die Absicht, heute noch mit Dir zn sprechen, Leonore," nahm der alte Graf, von seiner Zeitung aufblickend, das Wort, „Viktor wünscht nach Paris zurückzukehren und ich kann ihm nur beistimmen. Er verliert seine Zeit hier und die Zeit ist kostbar." „Ich vermute, er langweilt sich hier," sagte die Gräfin, kaum im Stande, ihre Tränen zu unterdrücken. „Und wenn es so wäre, meine Liebe, wenn dieses müßige Leben auf dem Lande ihm nicht !und daß sie den Botschafter bitte, ihren tiefsten Dank dem Kaiser zu übermitteln. Rußland. * Petersburg, 7. Jan. Das Auswärtige Amt erhielt ein Telegramm aus Tokio, daß Baron Rosen gestern die Antwort Rußlands auf die japanische Note dem japanischen Kabinett überreichte. Griechenland. Athen, 6. Jan. In Burgas zerfetzten drei bulgarische Offiziere die Portraits des Kronprinzen und der Kronprinzessin von Griechenland. Der dortige konsularische Vertreter Griechenlands hat Genugtuung verlangt. Amerika. * New-Jork, 7. Jan. Nach einem Telegramm der „Associated Preß" aus Tokio verlautet aus guter Quelle, Rußlands Antwort laute unbefriedigend, besonders hinsichtlich Koreas. Weiter heißt es in dem Telegramm, Rußland habe den Wunsch ausgedrückt, die Meinungsverschiedenheiten möchten auf friedlichem Wege geregelt werden. Solange die Aussicht auf estst solche Regelung bleibe, werde Japan die Verhandlungen fortsetzen, aber das japanische Ministerium sei gegen eine lange Hinausschiebung der Regelung. Asten. * Tokio, 8. Jan. Der Minister des Auswärtigen und der russische Gesandte hatten gestern nachmittag in der russischen Gesandtschaft eine Bespre chung, da Baron von Rosen noch immer unwohl ist. Die russische Antwort wird geheim gehalten. Gestern wurde eine Sitzung abgehalten, welcher der Ministerpräsident, die Minister des Auswärtigen, deS Kriegs und der Marine, sowie hervorragende Persönlichkeiten beiwohnten. Heute wird voraussichtlich eine Sitzung der allen Staatsmänner stattfinden. An der vorgestrigen Börse erholte» sich die Kurse, gaben aber an der gestriges wieder nach. In der Bevölkerung ist die Stimmung sehr unruhig. Verschiedenes. Berlin, 5. Jan. Ein Weihnachtsgeschenk des Kronprinzen erhielt der im letzten Herbst entlassene Reservist Otto Heinrich aus Steinbrücken. Er diente seiner Zeit bei der 2. Kompagnie des 1. Garde-Regiments zu Fuß, bei der der Kronprinz den 1. Zug führte, und marschierte als rechter Flügelmann stets uebe« dem Thronerben. Hierbei hatte er den Vorzug, dem Kronprinzen persönlich näher bekannt z« werden, der ihm nun zu Weihnachten sein Oel- bild mit handschriftlicher Widmung und Festgruß übersandte. — Außer den bereits gemeldeten Verabschiedungen im Forbach er Trat nbataillo« Nr. 16 ist auch noch der Rittmeister Bändel mit Pension verabschiedet worden. Damit sind von den O^fineren des Bataillons, welche die zusagte, so würde ich^hn durchaus nicht darüber tadeln. Ein Mann in Vtktor's Alter muß a» die Zukunft denken und sich seinem Berufe widmen. Viktor hat die Rechte studiert, er hat entschiedenes Rednertalent und andere Fähigkeiten, die ihm überall Erfolge sichern. Aber wenn er hier im Parke promeniert, wird er sich weder einen Ruf, noch zukünftige Wähler erwerben und ich hoffe, daß er dereinst einen Sitz in der Kammer einnehmen wird." „Glaubst Du dies wirklich?" rief Frau vo» Vedelles, ganz begeistert über diese Aussicht. „Arthur! stelle Dir vor, Dein Bruder würde eines Tages Deputierter sein! Wäre dies nicht eine große Ehre?" „Eine große Ehre in der Tat, Mutter," versetzte der Gefragte, eifrig weiter essend. „Erwartest Du, bei Arthur Ehrgeiz für seinen Bruder zu finden?" fragte der Graf i» bitterem Tone. „Hätte er doch nur ein Fünkchen davon für seine eigene Person!" Arthur nahm keine Notiz von seines Vaters kränkender Bemerkung und das Frühstück ging schweigend zu Ende. Als Frau von Vedelles sich vom Tische erhob, sah sie drei Personen die Allee heraufkommen. (Fortsetzung folgt.) Rangliste für 1603 aufweist, nur noch der Rittmeister Haegele und der Leutnant v. Fieunuing übrig geblieben, abgesehen von dem OderliUlnaitt Hertz, der bei der Bespannungsabteilung des Fußoitillerie-Regiments Nr. 6 in Metz kommandiert ist. — In Müllheim a. d. Ruhr ist die Witwe Menninger im Alter von 103 Jahren gestorben. — ÄohlfeileTheatervorstellungcn. In dem Bestreben, das Theater zu einem Bildung? mittel des Volks zu machen, haben die Berner Behörden beschlossen, daß alle Plätze im Theater zu dem gleichmäßigen Preis von 50 Centimes an 2 Tagen der Woche verkauft werden sollen. Unter der Aufsicht des Direktors werden die Billets in Umschläge gesteckt und in dieser Form an das Publikum verkauft. Der Plan hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, besonders bei den arbeitenden Klasstn. Damit nicht Billethändler die Billets erwerben können, führt man den Grund;atz durch, nur je ein Billet für eine Person zu geben, und der Theaterbesucher weiß erst, wenn er ins Theater kommt, welchen Piatz er erhält. Geistige Getränke werden nicht verkauft und Freibillets nicht aus- gegeben. Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen; aber ein Restrvefond und freiwillige Beiträge genügen, den Fehlbetrag zu decken. Ein Freund dieser Bestrebungen hat dem Theater vor wenigen Tagen 20 000 Frank hierfür überwiesen. _ Eingesandt. Durlach, 8. Jan. Wie man hört, zirkuliert z. Zt. unter den hiesigen Bürgerausschuß Mitgliedern eine Eingabe, die zur nächsten Sitzung dem Gemeinderat unterbreitet werden soll, in welcher die Erhöhung der Zahl der Gemeinderäte von 10, wie bisher, auf 12 beantragt wird. Der Antrag ist damit begründet, daß bei der großen Ausdehnung, welche die hiesige Stabt in den letzten 10 Jahren erfahren hat und ganz besonders mit Rücksicht auf die hochwichtigen Fragen und Anforderungen, die alle z. Zt. an die Stadtverwaltung herantreten, es höchst gerechtfertigt erscheint, wenn die verantwortungsvollen Geschäfte von einem erweiterten Kollegium beraten und behandelt werden. Die hiesige Einwohnerschaft habe sich gegen früher um bas doppelte vermehrt, also bereits die Zahl 12000 überschritten, und ebenso seien der Stadt durch die Errichtung des Wasserwerks, der Sparkasse und Ankauf des Gaswerks nicht zu unterschätzende Vcrwaltungsgcschäfte erwachsen, die sich im Lause der nächsten Jahre durch Errichtung eines neuen modernen Krankenhauses und Schlachthauses noch wesentlich erhöhen würden. Es wird in der Eingabe noch weiter hervorgehoben, daß durch die Umlegungen von Gelände zu neuen Stadtvierteln und Straßenanlagen, die Kanalisation und sonst noch verschiedene Projekte, Unternehmungen vorliegen, die, da sie alle in den Säckel der Umlagezablcr sehr einschneidend wirken, reiflicher Erwägung bedürfen und bedingen, daß, wenn wie es ja nie verhindert werden kann, auch der eine oder der andere Gemeinderat mal krankheitshalber oder geschäftlich verhindert ist, den Sitzungen anznwohnen, dennoch eine entsprechende Anzahl Gemeinderäte anwesend find. So wie man durch die Vergrößerung des Verwaltungskörpers dazu genötigt war, die Zahl der städtischen Beamten zu erhöhen und den Rürgerausschuß zu vermehren, so wird es jetzt nur eine ganz natürliche Folge sein, daß auch die Zahl der Gemeinderäte den derzeitigen Verhältnissen an- zupasscn ist. In dem Nachbarstädtchen Rastatt z. B. hat man schon seit dem Jahre 1870 die Zahl der Gemeinderäte auf 14 erhöht und seit dieser Zeit auch deren Gehalt auf 103 Mark pro Mitglied per Jahr normiert. In Hauptsache gebt man aber hier von der Ansicht aus, daß durch die Erhöhung der Zahl der Gemeinderäte auch die verschiedenen Ressorts eine bessere Verteilung finden können und daß der Gemeinderat an und für sich durch die beantragte Erweiterung überhaupt eine tatkräftige Unterstützung in seinen ganzen Amtshandlungen erfahren soll. Nach unserem Dafürhalten kann der Antrag der bktnffenden Bürgerausschußmitglieder nür begrüßt werden und wünschen wir nur, daß derselbe auch im Gemeinderat die richtige Würdigung findet. -r. AmtsverkündigungsblatL für den Amtsbezirk Dirrlach. Amtliche KekmMtMüchNNMN. Bekanntmachung. Das Gesuch -es Kronenwirts Georg Adam Kröner in Wilferdingen um Errichtung einer Schlachtstätte betreffend. Nr. 44,047. Kronenwirt Georg Adam Kröner in Wilferdingen beabsichtigt auf dem Hinteren Hof seiner Wirtschaft daselbst eine Schlächterei zu errichten. Dies wird mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß etwaige Einwendungen gegen die neue Anlage bei dem Unterzeichneten Bezirksamt oder dem Gemeinderat Wilferdingen binnen 14 Tagen nach Ablauf desjenigen Tages, an welchem die vorliegende Nummer des Amtsverkündigungsblattes ausgegeben wurde, anzubringen sind, widrigenfalls alle nicht auf privatrechtlichen Titeln beruhenden Einwendungen als versäumt gelten. Der Plan liegt auf dem Rathaus in Wilferdingen und auf der diesseitigen Kanzlei zur Einsicht offen. Durlach den 2. Januar 1904. Großherzogliches Bezirksamt: .__ Hepp- _ Fundgut betreffend. Nr. 93. Die Bürgermeisterämter des Bezirks werden an die Vorlage der gemäß der diesseitigen Verfügungen vom 18. November 1899 Nr. 32,063 (Durlacher Wochenblatt 1899 Nr. 275) und vom 24. Dezember 1900 Nr. 38,383 (Hektogramm) zu erstattenden Anzeige mit dem Anfügen erinnert, daß die Berichterstattung spätestens binnen 8 Tagen zu erfolgen hat. Durlach den 5. Januar 1904. Großherzogliches Bezirksamt: HePP DieBezirksbauschätzer für den Amtsbezirk Tnrl ach vtr. ! - Nr. 142. Infolge Ablebens des Bezirksbauschätzers Christof Bull hier ist die Stelle eines Bezirksbauschätzers für den diesseitigen Amtsbezirk neu zu besetzen. Bewerbungen sind unter Vorlage von Zeugnissen über die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten innerhalb 14 Tagen anher einzureichen. Durlach den 4. Januar 1904. Grotzherzogliches Bezirksamt: Hepp. Gr. BadischeStaatseisenbahnen. , Das Bahnwartshaus samt freistehendem Stallgebäude am ehemaligen Einmündungsbogen der Brettener Bahn in den Bahnhof -oruchsal und an der neuen Büchenauer Straßenüberführung hier ge- Aen. soll Montag de« 11. Jannar, vormittags 10 Uhr, auf em Pla^ auf Abbruch öffentlich versteigert werden. , . -Die Bedingungen können bis dahin auf der Kanzlei der unter- I "dbn Stelle eingesehen werden, auch findet deren Bekanntgabe vor ver Versteigerung statt. Wegen Einsichtnahme der Gebäude wende man sich an Herrn Bahnmeister Dörflinger hier. Bruchsal den 2. Januar 1904. Z>er Orotzh. Nahnöarrinspektor. Holz-Versteigerung. Das Großh. Forstamt Durlach versteigert am Dienstag den 12. Jannar 1904. vormittags Haid 11 Uhr. auf dem Rathause zu Wössingen aus Domänenwald Hohberg Abteilung 6 von einer Lichtung: 188 Ster buchenes, 6 Ster eichenes, 24 Ster gemischtes Scheitholz, 5 Ster buchenes, 24 Ster gemischtes Prügelholz, 675 buchene, 475 gemischte Wellen, 2 Lose Schlagraum. Aus den Abteilungen 2, 9 und 10 von einer Durchforstung, einer Läuterung, von Windfällen: 3 fichtene Baustangen, 2 Ster forlenes Scheitholz, 1 Ster buchenes, 1 Ster gemischtes Prügelholz, 12 Faschinenhaufen, 1 Los Schlagraum. Domänenwaldhüter Volk in Wöschbach zeigt das Holz auf Verlangen vor. Wuhhol'z -Werfleigerung. Gr. Forstamt Pforzheim versteigert aus Domänenwald Hagenschieß (4—10 Lm zur Bahn) mit Borgfristbewilligung am Mittwoch den 13. Januar d. I., morgens 9 Uhr, im Seehaus: 147 Nadelstämme I.—HI-, 461 dto. IV., 67 Nadelsägholz I.—III-, 6543 meist fichtene Baustangen l. u. H., 6203 tannene und fichtene Hopfenstangen I-, 4370 dto. II., 4375 dto. III., 4980 dto. IV., 7770 Reb-, 3900 Bohnenstecken. Auskunft und Gesamtlistenauszug bei Forstwart Kramer auf Seehaus.__ Privat - ArrzeigM. Eine schöne Wohnung (Mansarde) von 2 Zimmern, Küche ist an eine kleine Familie sofort oder auf 1. Aprilz u vermieten _Grötzingerstraße 27. Eine Mansardenwohnung von 2 Zimmern, Küche und aller Zugehör an eine ruhige Familie auf 1. April zu vermieten. Zu erfragen Mittelstraße 9, 2 St Eine Wohnung von 2 Zimmern nebst Zubehör im Hinterhaus ist an eine ruhige Familie auf 1. April zu vermieten. Zu erfragen _Amalienstratze 22. Wegen Versetzung ist eine schöne Wohnung von 3 Zimmern, Küche und allem Zugehör sofort oder 1. April zu vermieten. Näheres _Hauptstraße 26. Gin Kleiner Laden, 2 Zimmer, Küche, Keller, Speicher nebst einer Werkstätte auf 1. April zu vermieten. Zu erfragen Hauptstraße 02. Zu vermieten eine Wohnung von 4 Zimmern und Zubehör per 1. April und ein heizb. möbl. Zimmer per sofort __ Hauptstraße 74. Killisfeldstraße 16 ist eine Mansarden-Wohnung von 3 Zimmern, Küche, Keller, Speicher und Anteil an der Waschküche aiff 1. April zu vermieten. _ Eine Wohnung mit 3 Zimmern, Küche, Keller und Speicher hat auf 1. April zu vermieten Friedrich Meier, Ettlingerstr. 9 s. Eine Wohnung, bestehend aus 2 Zimmern, Küche und Speicher, ist auf 1. April zu vermieten _ Vstnzstraße 77. Eine Wohnung von 1 Zimmer, Alkov und sonstigem Zubehör ist auf 1. April billig zu vermieten Baseltor 12 a, Eingang Gartenstr. Ein heizbares Zimmer ist an 2 anständige Arbeiter zu vermieten WüMraße 4, 3. St. halbjährig. zuverkaufen Sedoldstratze 9. 1 t Samstag den 9. Januar, abends s,9 Uhr findet im Vereir.s- loka! (Graf) unsere riesjäbrige Generalversammlung statt. D:e Kameraden werden zu zahlreicher Beteiligung höflichst eingeladen. _ Der Borstand. Perm sllr Hmöopllttzje vvd Katurhkl!!uindrDmll!ch,k.N Unsere ordentl. jährliche Mitgliederversammlung, Heneralver sammkung findet am Samstag, 9. Januar 1994, abends 'z9 Uhr, im Nebenzimmer zum „Krokodil" hier statt. Tagesordnung: 1. Berichterstattung des Ausschusses und der Revisoren. 2. Antrag eines Mitgliedes auf Aenderung des 8 7 der Satzung. 3. Neuwahl der ausscheidenden Ausschußmitglieder. 4. Wahl der Revisoren und eines Vertreters zum Verbandstage. 5. Besprechung von Angelegenheiten unserer Vereinssache. Die Mitglieder sind hierzu freund- lichst eingeladen. _ Der Bo rstand. Kranken-Unterstützungs- Verein Turlach. Sonntag den 19. Januar d. I., nachmittags 2 Uhr, findet im Gasthaus „zum Meyerhof" unsere diesjährige Generalversammlung statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Schriftführers. 2. Bericht des Kassierers. 3. Bericht der Rechnungsprüfer. 4. Neuwahl der ausscheidenden Vorstandsmitglieder. 5. Neuwahl der Rechnungsprüfer. 6. Anträge. 7. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Anträge sind bis längstens 6. Januar schriftlich beim 1. Vorstand einzureichen. Zu dieser Versammlung sind sämtliche Mitglieder des Vereins freundlichst eingeläden. _ Der Vorstand. Amtrrlie ZterdelsSM Titz Off«»iba8otl wird Samstag ausgehauen bei LL.rs^xvr»!' Zksii s . Metzger L Wurstler, _ Haupt st ratze 29. __ Große frische Sendung IM-Wel in Originalkörben von 60—80 Pfd., Brutto für Netto ä Pfd. 14—15 H, sn ästail ü Pfd. 18 H, jMschk OliilM, 10 Stück 38 H, 10 Stück extra 48 H-, per Stück 4 und 5 empfiehlt LlULtkV 2LM3.KL, Hauptstraße 63. Großherzoglicher Hoflieferant. empfiehlt von großen Treibjagden HO«! Mn! auch zerlegt, Ziemer, Schlegel, Hlagont. IL L» K» Ziemer, Schlegest ^ W äge. Aill!8o!i«sin, Hlücke», Keule«, Auge, Köpfe. Hirsche, Fasanen, Rebhühner, Haselhühner, Schneehühner,Birkhähnen Krammetsvögel. SInasskungVi» L st/slksnsusn KZnsv, knien L ?oulsi»«i!en, junge Ksknsn, Suppenküknee. Wari ser Kop fsalat. Alle Sorte« lebende und lebendfrische slurr- ^ Zeejizcde. Me Mrrrri 8s«rr. Sämtliche Stammgäste sind auf Samstag abend zu einem Faß Freibier freundlichst eingeladen. Hk. korlensnüllen. Samstag abend u. Sonntag früh: Hköückene Msche und warme Knöchel. ksrlks»; rvr lrnbr. Jeden Donnerstag abend 8^ Uhr, beginnend am 14. d. Mts., findet ein Unterrichtskurs statt. Thema: „Wie man bei Erkrankungen die erste Hilfe selbst leisten kann". Zutritt ist jedermann, auch Damen, gestattet. 8vlt«r. Frische Faibbütter zum Auskochen, per Pfd. Mk. 1.05, bei Mehrabnahme billiger, empfiehlt Hauptstraße 35. Gesucht ein braves evangel. Mädchen, welches kochen kann und die häuslichen Arbeiten versteht, in angenehme Stelle bei gutem Gehalt auf 1. Februar d. I. Zu erfragen bei der Exped. d. Bl. Wotznungs-Hesuch. Junge Eheleute suchen zum 1. April eine Wohnung von 3 bis! 4 Zimmern, Gasleitung rc. Offerten! mit Preisangabe beliebe man unter ^ v. 3. in der Exped. d. Bl. abzugeben. ^ Eine Wohnung von 2 Zimmern, l möglichst mit Glasabschluß, wird ^ zum 1. April zu miete« gesucht.! Offerten mit Preisangabe unter iO. N. 100 an die Expedition dieses Blattes erbeten. _^ Freundliche Wohnung von! 3 Zimmern mit Glasabschluß von kinderlosen Eheleuten per 1. April zu mieten gesucht. Offerten mit P reisangabe an die Exped. d . Bl. Zu mieten gesucht eine Werkstatt mit oder ohne Wohnung an der Hauptstraße sofort oder später. O fferten an die Exped. unter 10 3. Ein Spezereiladen mit Flaschenbier aus 1. April oder 1. Juli zu mieten gesucht. Zu er- srag en bei der Exped. d. Bl. Größeres AmrskN 8rjW. Zur Beschäftigung von 60—80 Personen werden größere Lokalitäten zu mieten gesucht, event Kauf nicht ausgeschlossen. Offerten an die Expedition dieses Blattes. Gebrauchte, guterhaltene Hovel- bank zu kaufen gesucht. Offerten mit Preisangabe an die Exp. ds. Bl. erbeten. _. Gin reinlicher Junge wird zum Weckaustragen gesucht. Fried. Traut, Bäckermeister, Herrenstraße 9. Geschickte Weißnäherin, die im Anfertigen und Ausbessern der Wäsche tüchtig und erfahren ist, sucht noch Arbeit in und außer dem Hause. Näheres in der Exp. d. Bl. ^sinrts lMsclnmgen von äer Itisegrorrksnckuiig Lse! Zelmüer, ?»Icets L 10, 20, 30, 50 n. 60 H. z ktt. » 70, 80, 90, 1. , 1.30. V. klL. L 45 enixüeklt ru Originalgroison in ststs t'riseker Varo 6 vMm! Ü 6 MMW, vurMl I>. 11 4 8 8 Sonntagschule. Jungfrouenvcrcin. Predigt: Pred. Deez. Mifsionsverein. Gebetsversammlung. Jünglingsverein. , N. A. Dienstag „ Donnerst.« 8 Freitag „ 8 Wolfartsweier: Sonntaa N. 1,3 Uhr: Predigt: Pred. Deeg. Redaktor», Drnck und Verlag von A. Hup», Durläs^ Durlach. Gin Spezereiladen mit Wohnung, Magazin, Küche, Keller, Speicher, Mansardenzimmer ist auf 1. Juli 1904 zu vermieten, Hausverkauf nicht ausgeschlossen. Näheres bei Karl Dumberth z um K ai serhof in Grö hingen. Schwarze Militär - Mäntel billig abzugeben. Wo, sagt dis Ex pedition dieses Blattes. _ Evangelischer Gottesdienst. Sonntag den 10. Januar 1904, In Durlach: Vormittags: Herr Stadtpfarrer Specht. Nachmittags: Christenlehre: Derselbe. Nachm. 2z Uhr: Herr Stadtvikar Renner. In Wolfartsweier: Herr Stadtvikar Renner. _ Evangel. Vereinshans. Sonntag 11 Uhr: Sonntagschule. „ 1,8 „ Biblischer Vortrag. Montag 8 „ Gebetstunde. Dienstag 8 „ Jünglings-Abend. Mittwoch 8 „ Bibelstunde. Donnerst. 8 „ Singstunde. Freitag 8 „ Sonntagschulvorbereitg. Friedenskapelle. Sonntag V. s-10 Uhr: Predigt: Pred. Deeg.