Micher Wchenmtt. Tageblatt. ^8 40 . täglich. örei» vierteljährlich tu Durluch 1 Mk-S Ps zm ReichsaeLiei Ml. 1.»b ohne Bestellgeld. Mittwoch dm 17. Februar «iurückuugSgerühr per otergespaltcue 4 tttl i Zeile s Pf. Inserate erbittet mau bi» I >111/I. späteste«» io Uhr vormittag». u. vv ^ dagesneuigkeilen. Bade«. -s- Karlsruhe, 16. Febr. Herr Finanzminister vr. Buchenberger verbrachte eine gute Nacht. Die Temperatur betrug heute früh 37,7. Das Allgemeinbefinden des Kranken ist unverändert. -s- Karlsruhe, 16 . Febr. Der von der Großen Karnevalsgesellschaft am heutigen Fastnacht-Dienstag veranstaltete Fastnachtszug nahm einen in jeder Hinsicht großartigen Verlauf. Es waren über 60 Gruppen am Zuge beteiligt. Leider wurde die Fastnachtsstimmung durch das unwirtliche Wetter sehr beeinträchtigt. * Durlach, 17. Febr. Wie wir hören, soll die hiesige Dampfziegelei um die Summe von 190000 Mk. und die Obermühle des Herrn August Geyer um 56 000 Mk. in den Besitz der Stadt übergegangen sein. „" Durlach, 17. Febr. Gestern nachmittag zwischen 5 und 6 Uhr brachte sich de: Oberamtsrichter o. D. K. Wielandt im Gewann „Weißen Rainle" Gemarkung Durlach durch einen Revolverschuß am Kopf eine schwere Verletzung bei, so daß der Tod um 9 Uhr abends eintrat. Ueber die Beweggründe zu dieser Tat ist näheres nicht bekannt. y Durlach, 17. Febr. sSaisontheater in Durlach-4 Nachdem über den Trubel der Fastnachtstage Frau Hennig ihre bisher so beliebten Aufführungen unterbrach, eröffnet sie den Reigen der Vorstellungen am Freitag wieder im „Grünen Hof" mit L'Arrongss Meisterlustspiel „Doktor Klaus", in dessen Titelrolle uns der sich als Graf Traft in der „Ehre", Herr Erich Harden, als neue Glanzleistung vorführt. Reger Besuch wird bei diesem ausgezeichneten Theaterabend nicht fehlen, und nach dem lauten Trubel der Fastnachtstage wird Doktor Klaus eine hochamüsante Erholungskur sein. Schon beute bemerken wir, daß Sonntag abend der Grüne Hof-Saal anderweit besetzt ist und deshalb Frau Hennig den Festh allen-Saal für diesen Abend gewonnen hat. Nachmittags findet aber im Grünen Hof- Saal eine der beliebten H en nig'schen Kinder- Ikeuilleton. 40) Herzensrätsel. Roman nach dem Französischen von Clara Rheinau. (Fortsetzung.) Hedwig nahm das Buch, welches einen so tiefen Eindruck auf sie gemacht und mehrere andere Bände, in welchen sie Notizen und Anmerkungen von Arthurs Hand bemerkt, mit in ihr Schlafzimmer. (.Beim Durchblättern entdeckte ße auch mehrere unvollendete Gedichte, die sie mit hochklopfendem Herzen las, denn sie gemährten ihr einen Einblick in die Geheimnisse seiner Seele. . Die Nacht brachte eine völlige Umwandlung >n der jungen Frau hervor. Während der nächsten drei Tage, die sie ganz allein verlebte, kam ihr gar manches schöne sinnige Wort, manch Meise Lehre ihrer Tante Mede wieder in den Sinn, auf die sie zu der Zeit, da sie gesprochen Morden, kaum Wert gelegt. Es schien ihr, als sie zum erstenmal wirklich denken, lesen und oeten könne. Glühender religiöser Eifer erwachte M ihrem Herzen, aber gleichzeitig dämmerte eine Ane, wenn auch irdische Neigung darin auf. ^>e hatte in dem Leben der hl. Elisabeth ent- vorstellungen statt. (Diesmal Dornröschen.) Bei beiden Vorstellungen wird Frau Hennig wieder gewiß bet der Beliebtheit der Gesellschaft volle Häuser erzielen, was der strebsamen Direktion nach den Pausetagcn der Fastnachts- Vergnügungen wohl zu wünschen und zu gönnen ist. -s- Heidelberg, 16. Febr. Die hiesigen Universitätskliniken sind zur Zeit dermaßen mit Leidenden jeder Art überfüllt, daß Raum und Lagerstätten für neu auszunehmende Kranke nur noS in beschränktem Maße vorhanden sind. Da das Pflegepersonal zur Bedienung der Kranken nicht mehr ausreichte, mußten aushilfs weise Krankenschwestern von Frankfurt a. M. eingestellt werden. -s- Heidelberg, 16. Febr. Nach dem Voranschlag für 1904 wird der Um läge fuß von 46 auf 50 Pfg. erhöht. -s- Heidelberg, 16. Febr. Bei den Aufräumungsarbeiten im Steinbruch in Leimen (Cementwerk) stieß man auf 2 uralte Kalköfen, welche nach dem Urteil der Sachverständigen zweifellos römischen Ursprungs sind. Die Oefen besitzen einen Durchmesser von 22 w und sind in ihrem unteren Teile in die Muschelkalkschichten des Bruches eingegraben. Außerdem fanden sich 2 Schlüssel, die in ihrer eigentümlichen Form auffallend einem im Landesmuseum in Karlsruhe aufbewahrten römischen Schlüssel gleichen. Leider fallen die Oefen bei der fortschreitenden Arbeit im Bruch der Vernichtung anheim. Freiburg, 14. Febr. Für einen jungem Metzgergesellen nahm der heutige Preismaskenball in der Festhalle ein schreckliches Ende. Der Bursche war als Metzger erschienen, der wohl weniger auf einen Preis als auf flotte Tänze rechnete. An seinem Gürtel hing ein Stahl, der ihm beim Tanzen hinderlich gewesen sein mag; denn er steckte den Stahl mit der Spitze nach oben, und das war unvorsichtig. Mit einem Male klang ein gräßlicher Schrei durch die Halle: der Metzger war gestürzt und der Stahl war ihm in die linke Seite des Leibes gedrungen. Wie verlautet, soll der Metzger an den Verletzungen nicht zu Grunde deckt, daß diese beiden Gefühle nicht unvereinbar sind. Eine neue seltsame Glücksempfindung, welche selbst der Gedanke an eine leidensvolle Zukunft nicht zu trüben vermochte, durchdrang ihre Seele. Mochte cs Gottes Wille sein, daß die Wolke, die über ihrem Leben hing, sich nie zerteilte, daß er, dem alle Fasern ihres Herzens jetzt in Liebe sich zuwandten, nie zu ihr zurückkehrte, sie hatte Höheres, Größeres kennen lernen als irdische Liebe, als irdisches Glück, ein Lichtstrahl vom Himmel hatte die Finsternis von ihrem Lebenspfad verscheucht. Als Hedwig einige Tage später ihrer geliebten Tante Mede bis zum Gartentore entgegenlief, bemerkten die scharfen Augen der alten Dame sogleich, daß mit ihrem Liebling eine große Veränderung vorgegangen. Das weiche, lächelnde Kindergesicht war bleicher, als sie es je gesehen, in den dunkelblauen Augen lag ein Ausdruck, den sie früher nicht darin bemerkt. Selbst ihre Stimme schien einen andern Ton erhalten zu haben. Anfangs sprachen die beiden nur von gleich- giltigen Dingen, wie Leute, die sich sehnen und doch fürchten, ein wichtigeres Tema zu berühren. Nach einer Weile führte Hedwig ihre Tonte hinauf in das Zimmer, das sie neben ihrem eigenen Schlafgemach für sie hergerichtet, drängte gehen; eine Lähmung der Seite sei aber nicht ausgeschlossen. Deutsches Reich. * Berlin, 16. Febr. Die Budget- kommtssion des Reichstags nahm einstimmig eine Resolution Groebcr und Speck an, nach der mittellosenEltern, die ihre beim Heer schwer erkrankten Söhne besuchen, eine Reichsbeihtlse gewährt werden soll. * Berlin, 16. Febr. Wie die Blätter melden, verübte der Direktor der Viktoria- Speicher-Gesellschaft Rudolf Fließ in einem Anfall von Schwermut Selbstmord. Berlin, 16 Febr. Der kommandierende General des 19. Armeekorps, General von Treitschke, tritt am 1. April in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird, nach dem „Lok.- Anz.", Generalleutnant Vitztum von Eckstädt, Kommandeur der 40. Division in Chemnitz. Königsberg, 15. Febr. Der anläßlich der Kontfeier zum Professor ernannte 76 jährige hiesige Privatlehrer und Kantforscher Emil Arnoldt hat, der „K. Hart. Ztg." zufolge, die Annahme des Titels ab ge lehnt. Arnoldt war in den siebziger Jahren von der hiesigen Universität, wo er habilitiert war, mehrfach für eine Professur vorgeschlagen, vom Ministerium aber zmückgewiesen worden. * Gölttngen, 17. Febr. Bei Bursfelde stürzte ein Automobil in die Weser. Der Chauffeur ist ertrunken, 2 Insassen wurden gerettet. Oesterreichischr Monarchie. * Wien, 16. Febr. Der Kaiser hat heute die erste Ausfahrt nach seiner letzten Erkrankung unternommen. Schweiz. * Zürich, 15. Febr. Die „Zur. Ztg." meldet aus Samaden (Ober-Engadin): Eine Gesellschaft von St. Moritzer Kurgästen, 4 Herren und 2 Damen, die Sonntags eine Skitour ins Saludertal oberhalb Celerina machte, wurde dort zwischen der oberen und unteren Alp von einem Schneerutsch überrascht. 5 Teilnehmer entrannen der Gefahr. Ein Herr Wienand aus Rheydt wurde verschüttet und konnte erst nach mehreren Stunden durcb Ret tunasmann- sie in den bequemen Armsessel neben dem geöffneten Fenster und nahm dann auf einem niederen Stühlchen zu ihren Füßen Platz, wie sie es in ihrer Kindheit zu tun pflegte. Das süße, blasse Gesichtchen war zu dem gütigen alten Antlitz emporgerichtet, das so ruhig und gedankenvoll zu dem Liebling niederblickte. Mise Mede sehnte sich, zu fragen: „Bist Du glücklich, mein Kind?" aber sie fühlte nicht Vertrauen genug, daß die Frage bejahend beantwortet werden könne und unterließ sie deshalb. „Dein Gatte ist wohl auf einer seiner langen Wanderungen abwesend, die er so sehr zu lieben scheint, wie Du mir schreibst?" sagte sie endlich. „Wird er zum Diner heimkehren? Ich möchte einmal näher bekannt werden mit meinem Neffen." Zwei große Tränen rannen langsam über Hedwigs Wangen, die in plötzlicher Röte auf- flammtcn. „Tante Mede, ich habe Dir so vieles zu sagen, Dich so vieles zu fragen. Mein Herz ist voll neuer Gedanken und Regungen, ist weiß kaum, wie ich Dir erzählen soll, was passiert ist." „Passiert, mein Kind? Du hast mir doch nichts schlimmes mitzuteilen?" „Arthur hat mich verlassen." „Dich verlassen? Allmächtiger Himmel, Hedwig, was meinst Du damit? Wann? Wieso?" schäften von St. Moritz und Celerina tot aus dem Schnee hervorgezogen werden. Die Leiche wurde nach St. Moritz verbracht. -j- Schaffhausen, 16 . Febr. Bei der am Sonntag stattgehobten Volks-Abstimmung des Kantons Schaffhausen wegen des Bahn- daues Schaffhausen-Schleitheim wurden 4267 Zettel mit „ja" und 2861 Zettel mit „nein" abgegeben. Die Erbauung der Bahn mit Anschluß an die Wutachtalbahn ist nunmehr als gesichert zu betrachten. Frankreich. Paris, 16. Febr. In Colombes bei Paris find dreizehn Pfleglinge des Gemeindekindergartens einer von heftigen Vergiftungserscheinungen begleiteten Masern- epidemie erlegen. Wie der „Matin" berichtet, hat die Untersuchung ergeben, daß die Krankheit durch den Genuß ungereinigter Milch verursacht worden sei. England. London, 15. Febr. Lord Roberts, der Generaladjutant Sir T. Kelly-Kenny und eine gröbere Anzahl höherer Offiziere fanden am vergangenen Freitag bei ihrer Ankunft im Kriegsministerium Briefe vor, worin ihnen in schroffer amtlicher Form mitgeteilt wird, daß man ihrer Dienste nicht mehr bedürfe. Lord Roberts und die anderen derart verabschiedeten Offiziere verließen sofort das Kriegsministerium. Die „Daily News" bemerken zu dieser Angelegenheit: „Diese einzig dastehende Behandlung dieser öffentlichen Beamten, die man entlassen hat, ohne ein Wort der Anerkennung oder die geringste Andeutung, daß man ihre Dienste in irgend einer anderen Eigenschaft benötigen könne, wird im ganzen Lande einen Sturm der Entrüstung Hervorrufen." London. 16. Febr. Der „Standard" ist in der Lage mitzu eilen, daß der Herzog von Connaught für den Posten des Generalinspektors der Truppen ausersehen ist. Der Aufstand in Dentsch-Südwestafrika. * Berlin, 16. Febr. Wie der „Lok.-Anz." aus Okahandja meldet, batte die Kompagnie Fischet am 14. Februar zwischen Seeis und Windhoek auf dem Wege nach Gobabis ein Borpostengeplänkel, wobei die Seesoldaten Mahnke, Luttermüller und Schneider fielen, Seesoldat Henze schwer, Gefreiter Arndt leicht verwundet wurden. * Berlin, 16. Febr. Wolffbureau meldet: „Oberst Leutwein telegraphiert unter dem 16. Februar folgendes: Am 16 . und 19. Januar hatte die Kompagnie von Outjo Gefechte südlich und östlich dieses Platzes. Der Feind wuide zurückgcschlagcn. Verwundet: Hauptmann KItefoth, Feldwebel Glazel. Als ermordet gemeldet: Ansiedler Karl Behre aus Eutin; Peter, Farm von Petersdorff; Franz Boettcher-Hamburg, Schwarz, Farm Sav annes: Paul Hoy, frühe rer Eisenbahnuntcr- „Vor vier Togen." „Und wohin hat er sich begeben?" „Nach Marseille." „Mit wem?" „Ich weiß es nicht bestimmt; ich glaube, er weilt bei einem Freund, einem Herrn von Beimont." „Mein liebes Kind, Du hättest ihn nicht von Dir lassen sollen," sagte die alte Dame mit besorgter Miene. „Wer weiß, ob er im Stande ist, für sich zu sorgen." „O Tante Mede," rief Hedwig, „Du und wir alle, ja seine eigene Familie, haben Arthur ganz verkannt — wir waren in einem merkwürdigen Irrtum befangen, den ich zu spät entdeckt habe. Ach ja, leider zu spät!" Hedwig barg mit unterdrücktem Schluchzen ihr Gesicht in der Tante Schoß. „Sprich, mein Kind, Du beunruhigst mich. Hat er denn ganz den Verstand verloren?" „O nein, Tante Mede, er ist so klar im Geiste wie wir auch, ja von besonderer Intelligenz. Dabei ist er so gut und mitleidig — so recht der Mann, den eine Frau lieben und bewundern könnte. Und hätte ich ihm an jenem Tage unserer Ziviltrauung nicht gezeigt, daß ich ihn hasse und verabscheue — es war, ehe Du kamst und mit mir sprachest, Tante Mede, — so wäre ich vielleicht die glücklichste der Frauen osfizier, Frau Hcy gerettet. Outjo ist nicht direkt bedroht. Gobabis ist infolge Rückzuges des Feindes frei. Die nach Outjo geplante Expedition ist im Gange. Die nach Gobabis abgesandte Expedition setzt ihren Marsch dorthin fort behufs Säuberung des ganzen Distrikts." *Okohandja, 17. Febr. (Lokal-Anz.) Gestern wurde von 9 Uhr morgens ab Geschützfeuer aus der Richtung von Otjimbingwe nach Barmen zu gehört. Das Feuer stammte vermutlich von der Kolonne des Kapitänleutnants Gygas, bei der sich auch die Oberleutnants Kuhn und Ritter von der Schutztruppe befinden. Der russisch-japanische Krieg. Stockhsolm, 15. Febr. Der Petersburger Korrespondent des „Aftonbladet" telegraphiert, daß in PortsArthur große Veruntreuungen entdeckt worden seien. Proviant und Kohlen seien nur zur Hälfte vorhanden und die Verteidigung daher äußerst gefährdet. Konstantinopel, 16. Febr. Das neuerdings aufgetauchte Gerücht, daß Rußland die Durchfahrt durch die Dardanellen zu erreichen suche, wird von türkischer wie russischer Seite entschieden in Abrede gestellt. * Söul, 16. Febr. Der französische Kreuzer „Pascal" ist heute morgen von Tschemulpo nach Tschifu abgegangen. An Bord befinden sich der russische Gesandte Paw- low mit Familie, zahlreiche russische Flüchtlinge und die Ueberlebenden vom Kreuzer „Warjag" und „Forejetz". Die Abfahrt des „Pascal" hat sich seil dem 12. Februar durch von den Japanern gemachte Einwendungen gegen die zur Beförderung der Flüchtlinge getroffenen Vorkehrungen verzögert. * San Francisco, 16. Febr. (Reuter.) Die Spediteure der Ladung Büchsenkonserven, die auf dem Dampfer „Coptie" für die Russen nach Port Arthur verschifft war, erhielten die Nachricht, die Ladung sei in Nagasaki von den Japanern beschlagnahmt worden. In der nächsten Woche soll mit dem Dampfer „Cisina" eine Ladung von 1 Million Pfund Pöckelflcisch abgehen und nach Shanghai con- signiert werden, um von dort nach Port Arthur befördert zu werden, in der Hoffnung, daß eine Beschlagnahme dieser Sendung vermieden werde. * Jokohama, 16. Febr. Die japanischen Kreuzer „Ntschin" und,Kasuga" sind heute morgen in Jokosuka angekommen. * Aokohama, 17. Febr. (Voss. Z'g.) Die innere Anleihe von 100600000 I.-e hat vollen Er folg gehabt. Die Nawrichten- zensur wird streng gehandhabt. * London, 17. Febr. Nach einer Meldung aus New Uork verlautet in Söul gerüchtweise, daß russtiche Schiffe in Aagampho von den japanischen Kriegsschiffen eingeschlossen seien. * London, 17. Febr. (Lok.-Anz.) Aus Tientsin wird gemeldet, die Japaner h arren geworden. Aber jetzt ist es vorbei mit dieser Art von Glück." Sie hielt inne, aber ein Blick in die sorgenvollen Züge der alten Dame ließ sie fortsahren: „Sobald wir hier ankamen, gab er mir diesen Brief." Sie legte ihn in Tante Mede's Hand und wartete, bis sie ihn gelesen. Dann erzählte sie weiter: „Arthur handelte nach dem, was er geschrieben. Der Form wegen blieb er hier bis vergangenen Montag, aber wir sprachen kaum ein paar Worte mit einander. Ich glaube, weil ich so unglücklich aussah, faßte er die Meinung, ich könne seinen Anblick nicht ertragen, und ging weg. Ich werde ihn nie Wiedersehen." „Dies folgt noch nicht daraus," sagte Tante Mede und schien einige Minuten ganz in Gedanken versunken. „Aber was brachte Dich außer diesem Briefe — der in der Tat beweist, wie sehr wir ihn verkannten — auf den Gedanken, ihn für gut und intelligent zu halten, da Ihr doch kaum zusammen sprächet, wie Du sagst!" In einfacher, ungekünstelter Weise erzählte nun Hedwig von Arthurs Unterhaltungen mit der kleinen Gaishirtin, von den Versen, die sie gefunden; von dem Portrait, das er von Fräulein von Vermont gezeichnet, von seiner leiden- nunmehr die Landung aller für Korea bestimmten Truppen bewirkt, die auf 100 000 Mann geschätzt werden. Sie seien in 2 Linien ausgestellt, die 1. südlich vom Ualu, die andre nördlich von Söul. * Niutschwang, 17. Febr. Die hiesigen Befestigungen werden von den Russen verstärkt. Aus Port Arthur wird gemeldet, daß der Statthalter in Begleitung seines Generalstabes von dort nach Chardin abgereist sei. * Kronstadt, 17. Febr. Admiral Akarow ist gestern nach Ostasten abgereist. Verschiedenes. — Aus St. Ingbert (Pfalz), 15. Febr. wird über eine schauerliche Bluttat nach einem Ball berichtet. Ein 20 Jahre alter Glasmacher hat einem anderen Glasmacher den Hals durchschnitten, sodaß dieser einige Stunden darauf verstarb. Die Tat geschah aus Eifersucht. — Man hat berechnet, daß es in den Vereinigten Staaten von Nordamerika gegenwärtig etwa vier Millionen Junggesellen gibt, die über 30 Jahre alt find. Dabei ist k in Mangel an heiratsfähigen, wohl aber an häuslich erzogenen Mädchen! x Mer wird stegen? Macht- und Bildungsverhältnisse Rußlands und Japans. Es ist begreiflich, daß bei Ausbruch von Feindseligkeiten diese Frage auf Tausenden von Lippen schwebt; meist aber diktiert nicht der Verstand, die ruhige, kalte Überlegung die Antwort in dieser heikeln Sache, sondern das Gefühl, die Sympathie oder Antipathie. Man glaubt gar zu gern, was mau wünscht. 1866 glaubten Millionen, Preußen unterliege, es müsse einfach von Oesterreich und den mir- verbündeten Staaten totgedrückt werden: sie glaubten dies, weil — sie es sehnlichst wünschten. Es kam bekanntlich anders. Der Erfolg baut sich nicht auf aus Gefühle für und wider, auf Meinungen, sondern sein Geheimnis liegt in der genügenden, bis ins einzelne eingreifenden Vorbereitung, darin, daß der in Tätigkeit gesetzte Apparat bis zam kleinsten Rädchen tadellos funkuoniert, darin, daß man den Gegner nicht unterschätzt. Der Konflikt der beiden Großmächte Rußland und Japan war oorauszusehen, unvermeidlich, er war, wie man im gewöhnlichen Leben zu sagen pflegt, „nur eine Frage der Zeit", er lag in der Luft. Nach dieser Richtung hin hat Japan offenbar gut daran getan, endlich loszuschlagen, the sein gewaltiger G-gncr das strittige Terrarn mit Truppen überschwemmte. Der Krieg selbst war eine politische Notwendigkeit: weil nicht zwei Staaten zugleich die Vorherrschaft in Ostasten haben können. Das erkannten die Japaner seit langem schaftlichen Verehrung für sie. Fast Wort für Wort wiederholte sie, was die alte Babette von Arthur gesprochen und berichtete zuletzt von Herrn von Belmont's Brief, der Helles Licht in die traurige Sache brachte. Es konnte kein Zweifel mehr bestehen, daß jene, welche die Mattigkeit eines geschwächten Gehirnes und die phantastischen Eigenheiten einer poetischen Natur für Beweise einer geistigen Gestörtheit gehalten» in einem fatalen Irrtum besangen gewesen waren. „Ich verstehe alles," rief Mise Mede, als Hedwig geendigt, „es kann alles noch gut werden. Aber, mein geliebtes Kind, wenn Du wüßtest, wie mein altes Herz blutet bei dem Gedanken an das, was Du zu leiden hattest und vielleicht noch zu leiden haben wirst, mein armer, süßer Liebling!" Länger konnte die alte Dame ihre Fassung nicht mehr bewahren; sie ließ den Tränen freien Lauf, welche reichlich über ihre runzelvollen Wangen rannen. (Fortsetzung folgt.) Verschiedenes. — Im Wiener Burgtheater wurde „Rose Bernd" von Gerhard Hauptmann ohneErsolg aufgeführt; selbst die Anwesenheit des Verfassers vermochte das Stück nicht zu retten. i k und ließen sich durch die Friedensschalmeien an der Newa und die vom — Fncdcnszaren in Szene Setzte Haager Friedenskonferenz glücklicherweise nicht cinlullen. Vom Standpunkt des Menschentums, tzer Kultur, des Fortschritts ist es zu wünschen, daß dem russischen Bären einmal tüchtig das Fell geklopft wird. Anstatt darnach -m trachten, weitere Länder zu annektieren, wäre für Rußland angebrachter, seinen um 200 Jahr zurückstehendcn. heute noch absolut regierten Staat endlich einmal zu reformieren, für geordnete Rechtspflege, ein geordnetes Verwallungswesen, für die Volksbildung im eigenen Lande zu sorgen. Denn nach dieser Richtung hin sieht es in Rußland einfach noch traurig aus: unter Millionen seiner Bewohner herrscht in geistiger wie Materiell, r Hinsicht das fürchterlichste Elend; Millionen schmachten in Hungers- und Bildungs- not; die Rechtspflege kennt als höchstes Ideal die Verbannung nach Sibirien, die russische Geistlichkeit, im allgemeinen in der Bildung selbst ticsstehend, selbst im Aberglauben ver- sumpft, erhält das Volk im grassesten Aberglauben und Fanatismus; die Bestechlichkeit der russischen Beamten und die großartigen Unterschleife vieler derselben sind bekannt und sprich- s wörtlich geworden, ebenso das Regiment der Knute. Der Herrscher aller Neusten hat freilich keine leichte Aufgabe; widerstrebt er den Reformen, befreit er das untere Volk nicht aus den Händen des Adels, Klerus und Knutentums, so läuft er Gefahr, ein Opfer der Nihilisten zu werden — stellt er sich auf die Seite des Volkes, so droht ihm Revolution von oben, und in Moskau oder Petersburg versteht man sich darauf nach berühmten alten Mustern! Wie viel anders, günstiger liegen die Dinge in Japan! Mit einem wahren Heißhunger verschlangen die Japaner, nachdem der alte Bann gebrochen, europäische Bildung, und stellen hierin das mächtige Zarenreich in Schatten. Es wird sich nun zeigen, welches Volk obsiegt, das nach jeder Richtung hin bevormundete, gekantete oder das in freiheitlicher Entwickelung, in nationaler Begeisterung auf den Kampfplatz tretende; es wird sich zeigen müssen, ob ein durch Knute und Verbannung zur Knechtschaft und knechtischer Empfindung erzogenes, in geistiger Beziehung künstlich zurückgehaltcnes Volk auf die Dauer einem bildungs- und fmtschrittsfreundlichen Volk wird widerstehen, obsiegen können. Nach — allerdings unkontrollierbaren Berichten — verfügt Rußland im Bezirk der beiden sibirischen Armeekorps über etwa 150 000 Mann Infanterie, 17 ooo Mann Kavallerie, 9000 Mann Feld- und 7000 Mann Festungsartillerie 183 000 Mann. Rechnet man die zum Schutze der Eisenbahn nötigen, ebenso die notwendigerweise in den einzelnen Garnisonen zurückzubleibenden Truppenkontingente ab, so dürfte die für den Feldzug sofort aktionssähige Truppenmacht loo ooo Mann nicht übersteigen. Der Transport von Moskau nach Port Arthur dauert aus der schwach- und nur eingleisig gebauten sibirischen Bahn volle 4 Wochen. Das seit 1'^ Monaten auf Kriegsfuß gebrachte japanische Feldheer beträgt 230 ooo Mann; es kann sofort auf dem Kriegsschauplatz erscheinen. Die heimischen Gestade bewachen eine Flotte, eine Reserve von 35 000 Mann und der Landsturm 130000 Mann. Das Gewehr der Japaner mit einem 6,5 wm Geschoß ist dem russischen mit 7,62 mm überlegen; auch die japanische Artillerie soll modernere Geschütze besitzen als die russische. (Schluß folgt.) Arntsverkündigungshratt für den Amtsbezirk Drrrlsch. ArMiche HekamrtmachANKSA. Den Vertrieb von Waren nach dem sog. Schnee- ballensystenr betreffend. Nr. 4136. Nach uns gewordener Mitteilung versucht das Geschäftshaus Nartlw vex in Laris, rue äs kortliien 37, seidene Unterröcke auf dem Wege des sog. Schneeballenverfahrens an deutsche Empfänger abzusetzen. Wir weisen darauf hin, daß der gewerbsmäßige Vertrieb von Gutscheinen nach dem sog. Schneeballen(Hydra-, Gella-, Lawinen-)system sowohl nach Z 286 Abs. 2 R.St.G.B. als unerlaubte Ausspielung als auch nach 8 22 ff. des Reichsstempelgesetzes vom 27. April 1894 strafbar ist, wie bereits durch Entscheidungen des höchsten Gerichtshofs festgestellt wurde. Dur lach den 3. Februar 1904. Großherzogliches Bezirksamt: __ HePP- _ Die Zurückstellung (Klassifikation) der Mannschaften der Reserve, Ersatzreserve, Marineersatzreserve, Landwehr und Seewehr, sowie der ausgebildeten Mannschaften des Landsturms H. Aufgebots rücksichtlich ihrer häuslichen Verhältnisse im Fall einer Mobilmachung oder notwendigen Verstärkung des Heeres oder der Marine betreffend. An die Gemeinderäte des Bezirks: Nr. 614 w. Diejenigen Mannschaften der Reserve, Marinereserve, Ersatzreserve, Marineersatzreserve, Landwehr, Seewehr, sowie ausgebildete Landsturmpflichtige des ll. Aufgebots, welche für den Fall einer Einberufung gelegentlich notwendiger Verstärkungen oder etwaiger Mobilmachung des Heeres — nicht gelegentlich der regelmäßigen Hebungen — in Rücksicht auf ihre häuslichen und gewerblichen Verhältnisse einen Anspruch auf Zurückstellung im Sinne der ßZ 122, 123 der Wehrordnung geltend machen wollen, werden aufgefordert, ihre Gesuche sogleich beim Gemeinderat ihres Wohnortes einzureichen. Die Gemeinderäte haben die eingekommenen Gesuche nach Z 123 Ziff. 1 der Wehrordnung genau zu prüfen und sodann umgehend hierher vorzulegen. Ueber die Gesuche wird die verstärkte Ersatzkommission am Donnerstag den 10. März d. I., vormittags, anläßlich der Losungstagfahrt entscheiden. Die Gemeinderäte des Bezirks werden beauftragt, vorstehende Bekanntmachung in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt N machen. Durlach den 12. Februar 1904. Per Kivilvorsißende der Krsatzkommisston: _ HePP- _ Nachrichten über die Einstellung in Unteroffizierschulen. Die Unterofsizierschulen haben die Bestimmung, junge Leute, die das wehrpflichtige Alter erreicht haben, und die sich dem Militärstande widmen wollen, kostenfrei zu Unteroffizieren heranzubilden. Der Aufenthalt w der Unteroffizierschule dauert im allgemeinen drei Jahre. ^ Der in die Unteroffizierschule Einzustellcr.de muß das wehrpflichtige A-ter erreicht haben, also mindestens 17 Jahre alt sein, darf aber das ^0- Jahr noch nicht vollendet haben. Er muß mindestens 154 cm groß, vollkommen gesund, frei von körperlichen Gebrechen, sowie wahrnehmbaren Klagen zu chronischen Krankheiten sein und die Brauchbarkeit für den Friedensdienst der Infanterie besitzen. Der Einzustellende muß sich tadellos geführt haben, lateinische und deutsche Schrift mit einiger Sicherheit lesen und schreiben können und in den vier Grundrechnungsarten bewandert sein. Wer in eine Unteroifizierschule ausgenommen zu werden wünscht, hat sich bei dem Bezirkskommando seines Aufenthaltsortes persönlich zu melden und hierbei folgende Schriftstücke vorzulegen: a. einen von dem Civilvorsitzcnden der Ersatzkommission seines Aushebungsbezirks ausgestellten Meldeschein, b. den Konficmationsschein oder einen Ausweis über den Empfang der ersten Kommunion, o. etwa vorhandene Schulzeugnisse, ä. eine amtliche Bescheinigung über die bisherige Beschäftigungsweise, über früher überstandene Krankheiten und etwaige erbliche Belastung. Die Einstellung von Freiwilligen in die Unterofsizierschulen in Biebrich und Marienwerder findet im Monat Oktober, in die Unteroffizierschule in Ettlingen im Monat April statt. Während ihrer Dienstzeit in der Unteroffizierschule erhalten bei guter Führung Unterostzierschüler, die in die Heimat beurlaubt werden, eins einmalige Reisecntschädignng. _ DurkcrcH. Zwangs - Versteigerung. Nr. 2624. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in Durlach belegene, im Grundbuche von Durlach zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Friedrich Letter er, Bäcker in Durlach, eingetragene, nachstehend beschriebene Grundstück am Samstag den 20. Februar 1004, vormittags l;10 Uhr, durch bas Unterzeichnete Notariat in dessen Diensttäumen, Sophien- straße 4, 1. St-, in Durlach versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 25. November 1903 in daS Grundbuch eingetragen worden. Die Einsicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, sowie der übrigen, das Grundstück betreffenden Nachweisungcn, insbesondere der Schätzungsurkunde ist jedermann gestattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Steigerungsvermerkes aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungs- erlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens hcrbeizuführe», widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Beschreibung des zu versteigernden Grundstückes: Grundbuch von Duuach, Band 11, Hett 13, Bestandsverzeichnis I. Lgrb. Nr. 6018. 9,30 ür, 3 ar 02 gm Hofraite, 3 ar 25 ga» Hausgarten, 3 ar 03 gm Hausgarten oben am Grötzinger Weg, es. Nr. 6016a, as. 6019—1621. Auf der Hofraite: ». ein zweistöckiges Hinterhaus mit Eisenbalkenkeller und angebautem Abtritt, d. mehrere Gewächshäuser, geschätzt ohne Zubehörstücke z» 15 000 Mark, und mit Znbehörstücken zu 17 004 Mark. Durlach den 31. D«zember 1903. HroM. Notariat Purkach I als Nollstreckrrrrgsgericht: Würth. KkkliilutmMiiiig. Nr. 1046. Der auf morgen den 18. d. Mts. anberaumte Versteigerungstermin des Guts „Werrabronn" im Rathause zu Weingarten findet nicht statt. Dur lach den 17. Februar 1904. Großh. Notariat m: Lange. Brauerei roter Löwen. Morgen (Donnerstag): Krosses kelilsoktlest. Hierzu ladet freundlichst ein KkkauntmAW Nachdem durch Entschließung Großh. Bezirksamts hier vom 28. Januar 1904 Nr. 2475 die am 24. Dezember 1903 stattgehabte Wahl der Vertreter der Arbeitnehmer zur Generalversammlung der Ortskrankenkasse Durlach für ungültig erklärt worden ist, hat eine Neuwahl derselben stattzufinden. Es sind zu wählen: 44 Vertreter der Kassenmitglieder. Zur Vornahme der Wahl dieser Vertreter wird Termin bestimmt auf Donnerstag den 18. Februar 1004, nachmittags von 4 bis 7 Uhr, in die städtische Turnhalle. Die Wahl ist eine geheime und wird durch Stimmzettel in der Weise vorgenommen, daß jeder Stimmberechtigte 44 Personen auf seinem beschriebenen oder bedruckten Zettel wählt. Wahlberechtigt und wählbar sind nur diejenigen Kassenmitglieder (männliche und weibliche), welche großjährig und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Die Liste der Kasseumitglieder liegt von heute an bis zum Tage der Wahl in dem Kassenzimmer der bisherigen Gemeindekrankenkasse während der üblichen Geschäftsstunden auf. Mitglieder, welche bis zum Tage der Wahl nicht in die Wählerliste eingetragen sind, können zur Wahl nicht zugelassen werden. Durlach den 9. Februar 1904. Der Bürgermeister: Reichardt. Die Schlachtvieh- und Fleischbeschau betreffend. Die Stelle des Freibankmetzgers ist zu vergeben. Geeignete Bewerber wollen ihre Gesuche mit Angabe ihrer Ansprüche bis längstens 20. d. Mts. schriftlich auf dem Rathaus einreichen. Durlach den 9. Februar 1904. Der Gemeinderat: __ Reichardt. _Walch. SPielberg. Kol'z-Mersteigerung. Die Gemeinde Spielberg versteigert in ihrem Gemeindewald am Samstag den 2V. Februar d. Js. mit Borgfrist bis 1. September d. Js.: ' 1. 9 Stück Eichen Hl., 54 IV. und 140 V. Klasse, 2. 3 „ Buchen I., 6 II. Klasse, 3. 3 „ Fichten III., 50 IV., 95 V. Klasse, 4. 3 „ Lärchen V. Klasse, 5. 3 „ Forlen-Abschnitte II. Klasse. Montag den 22. Februar d. Js.: 6. 47 Stück Baustangen I., 210 II. Klasse, 7. 220 „ Hagstangen, 8. 63 „ Hopfenstangen I-, 74 II., 145 III., 195 IV. Klasse, 9. 290 „ Rebstecken I., 365 II. Klasse, 10. 1375 „ Bohnenstecken, 11. 115 „ Hagstecken. z Die Zusammenkunft ist an genannten Tagen vormittags 9 Uhr beim Rathaus. Spielberg den 15. Februar 1904. Der Gemeinderal: Höfel, Bürgermeister. Höfel, Ratschreiber. Dnrlach. Zwangs-Versteigerung. Freitag den 10. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, werde ich im Rathause zu Durlach gegen bare Zahlung im Vollstreckungswege öffentlich versteigern: 1 Bandsäge, 1 Schreibtisch, 7 forlene Dielen, 30 Ster Holz und zwar: Oberwald Nr. 866, 722, 82, 496, 783, 250, 650, 1027, 88, 754, 842; Bergwald: Nr. 201, 147, 210, 198; Grauacker Nr. 160; Vokkenau Nr. 201. Privat - AazeigeK. Eine Wohnung von 2 Zimmern im 1. Stock auf 1. April zu vermieten Aue, Waldhornstraße S7. Eine gesunde freundliche Wohnung im 1. Stock mit allem Zugehör ist auf 1. April zu vermieten. Näheres Oießerei Mohr. Eine Wohnung von 2 geräumigen Zimmern, großer Küche, Keller, Speicher und Schweinstall ist auf 1. April oder früher zu vermieten Baseltorstraße 30, 3 St Durlach. 17. FeSr. 1904. Later, Gerichtsvollzieher. Nipp lotKI einem guten Zins- Wkl Msti zahler 200 Mark gegen doppelte Sicherung. Offerten an die Expedition d. Bl. erbeten. Schellfische, Cabliau, Backfische, Schollen, Stockfische (Tittlinge) treffen heute ein bei _ Z Kn Gicht, Glik-kmißk», KopffchmkM ktc. Z ^ ist Einreibung mit § llvstZteg'Z KsZtsmengsist § d (ges. geschützt und mehrf. prämiirt) ein ausgezeichnetes Linderungsmittel. 3 L Destillat aus den Blüthen SOL und Früchten 10 ss der wilden Kastanien. Z -Z Alkoholgehalt 60 8. « Z_Zu haben: «. Rl. tzinhorn-Apolheke, Durlach. Geschäfts - Empfehlung. Einem verehrl. hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Anzeige, daß ich am hiesigen Platze ein angefangen habe. Es wird mein Bestreben sein, durch prompte und gewissenhafte Bedienung die Zufriedenheit meiner Kundschaft zu erwerben und sehe ich geneigten Aufträgen gerne entgegen. Meine Wohnung bleibt wie bisher Sophienstraße 7, der Lagerraum rc. befindet sich Sophienstraße 10. Hochachtungsvoll »okol, MaumumAer, langjähriger Geschäftsführer im Baugeschäft des f Hrn. CH. Bull. Durlach den 1. Februar 1904. W KiklMen I». Hirak. mit Bügelverschluß b. A ^ II.- koi-öeguxflsseßen 1. x 8.- V. „ . „ 9.— halbw. mit Hebelverschluß V- t. ^ 12.- Atte Sorten Flaschen bei grüß. Quant. Wsggonpreis und Firma gratis. I-.-Löcdsr glatte x 5.- gerippte „ . 6.— Ecken- scidcl schwere Qual. 0. ^ 17.- */,»» » » 20. „ » 22.- 8 VvLLvi' flacki, 20—23em A 5.- OLLrLsirlA.iL Lorn crrn Markt. Honig. Dunkeln Gannenhonig und Hellen Alütenßonig gibt ab _ Volk, Werderstr. 6 II. feinsr bimburger, per Laib 40 sphilixp Lnger L Filialen. Schwemefleisch und Speck, per Pfund 64 H, ist an den Markttagen auf dem Marktplatz und fortwährend Wilhelmstraße 7 zu haben. Ferner sind daselbst hausgemachte Leber- «nd Griebenwürste zu haben. Minier - GelüWmiii. Diese Woche keine Gesang- Probe. Per Worstand. M. 65000 bs,-. Gewtnnziehnng a. M. bereits Donnerstag /«kV. Nur noch wenige Zeller Lose L 2 Mk. bei SankgesckSkt, Ksrwrulie. Beneidet smd alle, die eine zarte, weiße Haut, rosiges, jugendfrischcs Aussehen u. ein Gesicht ohne Sommersprossen und Hautunieinigkeiten haben, daher gebrauchen Sie Radebeuler 8tMiiMä-lti1!6Wil6d-8kjfk von Bergmann L Co., Radebenl, mit echter Schutzmarke: Steckenpferd. L St. 50 Pf. in beiden Apotheken. Im Ausschtachten empfiehlt sich Kar l Stork, Wilhelmstr. 7. Ein ordentliches Mädchen, das sich willig allen häuslichen Arbeiten unterzieht, wird auf 15. März oder 1. April gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. -^Rattcil-Gift staatlich bestätigt das sicherste Mittel zur schnellen und vollständigen Aus« rottung. Echt Packet 60 u. 100 H Zu haben Einhorn-Apotheke nd C. Schweizer. Mschenkirche. Donnerstag, 18. Februar, abends V-8 Uhr: Herr Dekan Sebaktipn, Druck und VeÄa, von »»Hup», Durkuch.