Tageblatt. "MU 99 >--rtchrtsj rLtzttch. LriÄ si-rrÄjahrlich « DirrraÄ 1 ML S! Km ReichLgrbir! ML 1.LS oh«k Brtzrllzr! Tonnerstag dm 28. April SisrüämrrrarrLtzr prr -»t-rzesPaltm-r Hciir o Pf. Inserate erSirtet men bi» fpLtefteu» tt> Uhr dsruiittag». HagLSnZuigKeiten. Baden. -j- Karlsruhe, 27. April. Der Großherzog und die Großberzogin sind aus Ouchy wieder hier eiugetroffen. — v. Woikowsky-Biedau, Major, Vorstand der Militär-Lehrschmiede in Berlin, »ou dem Kommando zur Dienstleistung bet der Militär-Veterinärakademie enthoben und zum Kommandeur des Trainbataillons Nr. 14 ernannt. — Schön born, Kommandeur des Trainbataillons Nr. 14 in Genehmigung seines Abschiedsgesuches unter Verleihung des Charakters als Oberstleutnant z. Dtsp. gestellt. -st Karlsruhe, 27. April. (Badischer Frauenverrin, Unterabteilung Mädchen- sürsorge.) Die Mädchenfürsorge, welche sich zum Zwecke setzte, der Schule entlassene arme oder sittlich gefährdete Mädchen zu bewahren, zu retten und ihnen zu einem auskömmlichen Lebensberufe zu verhelfen, — sie hat dieses Jahr wieder 147 der Schule entlassene Mädchen in Fürsorge übernommen — steht sich genötigt, «uch die Gesundheitspflege ihrer Schützlinge in ihre Tätigkeit einzubeziehen und will arme, der Erholung und Kräftigung bedürftige Mädchen für einige Zeit auf das Land schicken. Zu diesem Zwecke hat sie ein Erholungsheim in Marxzell, dem lieblichen, waldreichen Albtal, für gleichzeitige Aufnahme von 7 Mädchen eingerichtet. Die Mittel hiesür sind durch freiwillige Gaben aufzubringen. Es ergeht an edle Menschenfreunde, die ein Herz voll Mitleid mit den armen kränklichen und schwächlichen Mädchen haben und bereit sind, mitzuhelfen, daß dieselben körperlich gekräftigt einer Berufstätigkeit sich widmen können» die freundliche und dringende Bitte, das Unternehmen durch gütige Gaben unterstützen zu wollen. Das Erholungsheim wird am 1. Mai eröffnet werden. Dur lach, 27. April. Großes Aufsehen erregt in unserer Stadt die Verhaftung des Malt. Arztes Schiemer. Wie dem „Bad. Ldsb." zufolge bestimmt verlautet, soll sich der Arzt der Beihilfe eines Verbrechens gegen das keimende Leben schuldig gemacht habe n. — Der «Bad. IleuiLketorr. 42) Der Majoratsherr. Roman von L. Jdler-Derelli. (Fortsetzung.) Vierzehntes Kapitel. Am andern Vormittag begaben sich die vier Männer in das Schloß Thurin und verlangten die gnädige Frau zu sprechen. Westen folgte rasch dem voraufgehenden Diener und trat fast zu gleicher Zeit mit demselben ein. Frau Antonie war nicht allein. Eine alte Krau in Bauerntracht saß ihr gegenüber, welche beim Eintritt der Männer eiligst aufstand und das Zimmer zu verlassen suchte. Aber Feldman» hielt sie mit einem raschen Griff zurück. »Hoho!" rief er stb-rrascht. „Die Frau Müller aus Moosbrück! Herr Assessor, die Frau muß unbedingt hier bleiben!" Und mit eiserner Hand hielt er das sich heftig sträubende Weib fest. Antonie hatte sich erhoben, ihre Augen Mühten vor Bosheit. Sie wußte, was folgen Wurde. Die Gegenwart des Bauern sagte ihr Ldsd." meldet weiter: Nach uns gewordenen Mitteilungen hängt diese Verhaftung mit der kürzlichcn Auffindung einer Kindsleiche in der Alb zusammen. Der Polizei gelang cs, in einem in Karlsruhe wohnhaften Dienstmädchen diejenige Person zu ermitteln, welche das noch nicht ganz ausgeiragene Kind in die Alb geworfen hatte. Das Mädchen gestand dies ein und gab auch zu, die Mutter des Kindes zu sein. Ihre weitere Mitteilung bot Grund zur Verhaftung des Durlacher Arztes. Der Vater des Kindes ist ein Student. Das Mädchen befindet sich in Untersuchungshaft. -st Frei bürg, 27. April. Der Einjährig- Freiwillige Paul Liermann aus Kolmar, ein Stiefsohn des dort wohnenden Reichstags- abgeordncten Preiß, hat dadurch Selbstmord verübt, daß er sich laut „Brsg. Ztg." die Pulsader an der linken Hand öffnete und eine Schußwunde in die Schläfe beibrachte. Liermann stand beim JnfanterieMegiment Nr. 113. Motiv der Tat ist unbekannt. Deutsches Reich. * Berlin, 27. April. Der Reichskanzler Graf von Bülow ist heute abend zur Begrüßung Sr. M. des Kaisers nach Karlsruhe abgereist. * Berlin, 28. April. Dem gestern von dem Staatssekretär Posadawsky veranstalteten parlamentarischen Abend wohnten bet die Staatssekretäre Richthofen, Tirpttz, Krätke und Nieberdtng, die Minister v. Hammerstein, Studt, Möller, sowie Budde, der Oberbürgermeister Kirschner, der Rektor der Universität, Vertreter der parlamentarischen Parteien des Reichstags und Landtags, sowie der Wissenschaft, Kunst und Hochfinanz. * Berlin. 28. April. Der „Vorwärts" meldet: Bei der 3. Lesung des Etat wird die sozialdemokratische Fraktion Mißstände in den Gefängnissen zur Sprache bringen. -f- Frankfurt a. O., 28. April. Der Hausierer Bernder, der kürzlich seine beiden Kinder ermordete, wurde als irrsinnig einer Heilanstalt überw i esen. _ genug, aber sie wollte ihre Stellung verteidigen bis aufs äußerste. „Was verschafft mir die Ehre Ihres Besuchs, meine Herren?" fragte sie mit höflicher Kälte. „Und was bedeutet das ungezogene Betragen dieses Menschen, den ich nicht kenne?" „Lassen Sie die Frau los, Feldmann; sie wird hier bleiben!" sagte Westen sehr bestimmt. „Wenn Sie es wünschen, natürlich," ent- gegnete Antonie spöttisch, und ein fast unmerk- licher Blick streifte die alte Frau, die sich schweigend in eine Fensternische zurückzog. «Ein leichtes Spiel haben wir hier keineswegs!" flüsterte Herr von Blomen seinem Schwiegersohn zu. „Sie ist auf alles gefaßt und im Verteidigungszustand. Das lehrt ein Blick auf sie. Wie will Kurt da ein Zugeständnis herausbringen?" „Ich habe Ihnen einige Fragen vorzulegen, gnädige Frau," begann der Assessor in geschäftsmäßigem Tone, „und ich muß Sie bitten, mir dieselben der Wahrheit gemäß zu beantworten." „Diese Anrede, an eine Dame gerichtet, wäre im allgemeinen eine Beleidigung," erwiderte Antonie mit schneidendem Hohn, „indessen — vier Männer gegen eine Frau, cs ist kein Zweifel, auf welcher Seite da das Recht liegt!" Ihre Augen hefteten sich funkelnd auf Eberhard, der zu Boden sah und schwieg. * Plauen i. V., 27. April. Dem „Voigtl. Anzeiger" zufolge wurden hier in der vergangenen Nacht kurz nach 4 Uhr 3 starke Erdstöße verspürt. * Görlitz, 27. April. Der Zugführer Gustav Finke, der im Dezember 1903 aus einem Packwagen Schmucksachen, Galanteriewaren und Lebensmittel gestohlen hatte, wurde von der Strafkammer wegen Unterschlagung im Amte zum 2 Jahren 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Nürnberg, 27. April. Zwei Realschüler hatten am Dienstag eine Schulstrafe zu verbüßen. Kurz gegen 6 Uhr fand man den einen, der eine Sublimatlösung verschluckt hatte, tot vor, während der andere, welcher das Gift im Munde behalten hatte, gerettet werden konnte. Oesterreichische Monarchie. * Debreczin, 28. April. Der allgemeine Aus stand ist seit gestern beendet. Sämtliche Arbeiter traten wieder die Arbeit an. Spanien. * Alicante, 27. April. Infolge deS gestrigen Anschlags auf den Eisenbahnzug, in welchem sich der Ministerpräsident Maura befand, wurden 15 Personen verhaftet. Italien. * Venedig, 27. April. Der deutsche Kaiser verließ das Palais Morostni um 3 Uhr 45 Min. und begab sich in einer Pinaffe durch den Canale grande nach dem Bahnhofe. Geschmückte Gondeln geleiteten das Boot. Das Publikum an den Ufern, Brücken und Fenstern feierte den Kaiser durch begeisterte Zurufe. Vor dem Bahnhof stand eine Ehrenwache. Auf dem Perron waren die Spitzen der Behörden, Herren und Damen der vcnetianischen Gesellschaft versammelt, von denen sich der Kaiser aufs Liebenswürdigste verabschiedete. Der Sonderzug verließ Venedig um 4 Uhr, um über Basel nach Schlettstadt zu gehe», wo der Kaiser die Hochkönigsburg besichtigen will. Der Sonderzug trifft morgen nachmittag 5 Uhr in Karlsruhe ein. * Rom, 27. April. Präsident Loubet besuchte heute morgen die Villa Medici, wo ihm der frühere französische Minister Lockroy eine „Sind Ihnen die Statuten der Familie Thurin bekannt?" fragte Kurt von Westen, ohne von ihrem hämischen Ausfall Notiz zu nehmen. „Hinreichend, denn ich bin seit fünf Jahren Frau von Thurin," war die hochfahrende Entgegnung. „Dann kennen Sie also auch genau die Bestimmungen über die Erbfolge in Bezug auf den Besitz des Majorats?" Wieder traf ein rascher Blick Antonies die unscheinbare Frau am Fenster, die Alte nickte kaum merkbar, aber der Assessor erspähte es; es herrschte also ein Einverständnis zwischen beiden. „Ich kenne diese Bestimmungen," gab Antonie zur Antwort. „Nur dann vererbt sich das Majorat, wenn die Mutter des Erben aus höherem Bürgerstande ist," fuhr Westen fort. „Nun?" fragte Antonie ungeduldig. „Sind Sie die Tochter des verstorbenen Oberförsters Wendt aus Moosbrück?" fragte der Jurist weiter. „Ich werde den Herren meinen Taufschein vorlegen," eutgegneie die Witwe spöttisch. „Der Taufschein genügt in diesem Falle nicht," erwiderte Westen vollkommen ruhig. „Es liegt eine Täuschung vor, die der Taufschein Nachbildung des von der fran.wsisch-italienisLe:'. Liga der Stadl Nom geschenkten Standbildes Victor Hugos überreichte. Präsident Loubet sagte in seiner Rede u. a., die heurige Kundgebung sei ihm ein Beweis, daß die Ideen der Verbrüderung und der allgemeinen Fliedensstiftung die ganze Welt erfüllen. Darcui besuchte Präsident Loubet dcn Palast der schömn Künste, wo ihm ein prächtiges Album als Andenken übergeben wurde. Loubet betonte in seinem Dank die brüderliche Innigkeit der italienischen und französischen Künstler. Der König begab sich heute morgen zur Jagd nach Castel-Porziano. * Rom, 28. April. Präsident Loubet gab in der französischen Botschaft ein Diner zu Ehren des italienischen Köniqs- paarcs. Es nahmen teil das Königspaar, der Graf vou Thurin, die Minister Giolitti, Luzzatti, sowie Rudini und Visconti Venosta, die Präsidenten der Kammern und des Senats, zahlreiche Mitglieder der römischen Gesellschaft mit ihren Damen. Nach dem Diner fand Empfang statt. Der Palazzo Farnese war glänzend erleuchtet. Rrchlarrd. Petersburg, 26. April. Als der Generalleutnant Strandmann gestern nachmittag von einem Spaziergang nach Hause zurückkehlte, fand er seine Gattin und den Kammerdiener ermordet vor. In allen Zimmern waren dis Schränke erbrochen, zahlreiche Wertgegenstände und eine große Geldsumme geraubt. Die beiden Opfer wurden mit einer Axt erschlagen. * Petersburg, 28. April. Im chemischen Laboratorium zu Kronstadt, wo große Dynamitvorräte lagern, brach Feuer aus. Großes Unglück wurde durch rechtzeitiges Löschen des Feuers verhindert. * Warschau, 27. April. (Rufs. Telegr.- Ag ) Heute nachmittag um 4 Uhr wurden in der Dvorsky-Straße der Adjunkt des Chefs der Geheimpolizei, der Adjunkt des Polizeikommissars und zwei Polizisten beim Eintritt in das Haus Nr. 6 von einer Bande mit Revolvern und Messern angefallen. Die beiden ersteren wurden gelötet und ein Polizist schwer und ein anderer leicht verwundet. 4 Mitglieder der Bande wurden verhaftet. Amerika. * Washington, 28. April. Der Senat nahm einen Gesetzentwurf an, wonach Gegenstände für die Weltausstellung in St. Louis zollfrei sind. New Aork, 26. April. Durch einen Zyklon im Indianer-Territorium wurden 11 Personen getötet und zahlreiche Häuser zerstört. Aus ganz Texas werden gleichfalls große Verheerungen gemeldet. Der Aufstand in Deutfch-Südwestafrika. Berlin, 27. April. Nach der Rückkehr des Kaisers werden wahrscheinlich neue Truppeu- Verstäikunge n für Süd west-Afrika bc- vur bestätigen würde. Sie sind allerdings offiziell die Tochter des Oberförsters, Sie sind aber nur adoptiert und Adoption berechtigt nicht zum Besitz des Majorats. Feldmanu treten Sie jetzt vor und legen Sie Ihr Zeugnis ab!" Ruhig und klar setzte der Bauer den Sachverhalt auseinander. Antoines Herz klopfte stürmisch; abwechselnd wurde sie rot und blaß; bei diesem so bestimmten Zeugnis verlor sie Loch die Fassung. Ein warnender Blick der Alten traf sie. Als Feldmann geendet hatte, legte er zum Beweis seiner Rede die goldene Kette auf den Tisch. Der Assessor betrachtete sie genau und reichte sie dann den anderen Herren. „Das Beweisstück ist zweifellos!" sagte er. „Auf der Goldplatte am Schloß steht der Name des rechtmäßigen Besitzers. Können Sie diese Anklagen entkräften, Frau von Thurin?" Ehe Antonie jedoch antworten konnte, trat rasch die alte Frau vor. „Entschuldigen Sie, Herr Assessor, daß ich rede, ehe man mich gefragt hat," rief sie, „aber der Mann da greift in erster Linie mich an, denn ich soll ja doch wohl den Tausch verübt haben. Es ist lächerlich, die gnädige Frau nach dieser Sache zu fragen. Soll sie etwa wissen, wo sie ihre ersten Lebensstunden zugebracht hat? Wenn jemand den Herrn Assessor danach fragen schlossen werden. Auch ist damit za r.chnen, daß au Stelle d.s angeblich wegen Krankheit hcim- kehrenden Oberst Dürr ein höherer Truppen- Kommandcur, man nennt den General van Trotha, in das Aufstaudsgebiet gesandt werden wird, dem der Göuverneur Leutwein sich uvtcr- zuordneu hätte. Berlin, 27. April. Der „Lok.-Anz." meldet, daß außer bei der Kolonne Glasenapp auch unter den übrigen Marinctruppcn der Typhus in bedenklichem Umfange ausgebrochen sei. ? Berlin, 28. April. Das „Tageblatt" teilt mit, die Krankheit des aus Südwestafrika heimkehrenden Obersten Dürr ist ein Herzleiden. Der russisch-japanische Krieg. * Petersburg, 27. April. Vizeadmiral Skrydlow hat heute die Residenz verlaßen, um sich über Sewastopol nach dem Kriegsschauplatz zu begeben. Auf den Straßen bereitete ihm das Publikum Ovationen. Auf dem Bahnhof war Großfürst Alexander Michaelowitsch, Admiral Avelan, der Chef des Generalstabs der Marine, Noschdestwenskij, und viele andere zur Verabschiedung erschienen. Der Metropolit überreichte ihm ein Heiligenbild. Petersburg, 27. April. Der Privat- korrcspondent des „Matin" will aus guter Quelle erfahren haben, daß das russische Geschwader von Wladiwostok am 25. April 4 japanische Transportschiffe mit 4000 Mann in den Grund gebohrt habe. Berschie-e«es. — Eine Famtlientragödie hat sich Dienstag in Nauen bei Spansau abgespielt. Dort erschlug die 36 jährige Ehefrau eines Dachdeckers ihren Mann mit einem Beil und verübte dann Selbstmord durch Aufhängen. Beide Ehegatten scheinen des Lebens überdrüssig geworden zu sein und beschlossen zu haben, gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. — Im Armenhaus zu Pest wurde eine Frau ausgenommen, die angab, daß sie 105 Jahre alt sei, doch war aus ihren Papieren ersichtlich, daß sie im Jahr 1783 geboren war, also 116 Jahre alt ist. Auf die Frage, warum sie ihr Alter nur mit 105 Jahren angegeben habe, erwiderte sie, sie habe sich geschämt, daß sie so alt sei. Die Greistn ist verhältnismäßig rüstig, obwohl sie seit 30 Jahren wegen eines doppelseitigen Herzklappenfchlers in ärztlicher Behandlung steht. Bereirts-Rachrichterr. -i. Dur lach, 26. April. Am vergangenen Sonntag abend hielt der Gesangverein „Lyra" im Gasthaus zur Blume seine Frühjahrs- Abendunterhaltung ab. Trotzdem — wie man so zu sagen pflegt — überall etwas los war, füllten sich die Räume so rasch, daß bei Beginn des Programms schon fast kein Plätzchen würde, er wüßte es ebensowenig. Also lasten Sie doch Frau von Thurm ganz aus dem Spiel und fragen Sie gefälligst mich. Und ich antworte dem Bauer Feldmann, daß die ganze Geschichte, die er da hervorgebracht hat, nicht wahr ist! Es ist alles von Anfang bis zu Ende erlogen! Wie will denn Fcldmann beweisen, daß zuerst ein anderes Kind dagewesen ist, als das, welches nachher mit meiner Schwester zusammen begraben wurde?" „Ich will es beschwören!" antwortete der Bauer ruhig. Die Alte lachte kurz auf. „Deswegen ist es doch noch nicht wahr! Schwören können Sie, soviel Sie wollen, aber der Beweis fehlt," triumphierte sie. „Und die Kette?" fragte der Assessor. „Wie kommt der Zeuge zu der Kette?" „Die Kette wurde vermißt," erwiderte die Alte, höhnisch grinsend. „Es wurde damals viel danach gesucht und keiner konnte sie finden. Jetzt kommt es heraus, daß sie also gestohlen worden ist!" Feldmann hielt an sich, obgleich es in ihm gährte. „Sie vergessen, Frau Müller, daß ich, als das Schmuckstück verloren ging, gar nicht anehr im Dienst des Oberförsters stand, folglich auch nicht sein Haus betrat," entgegnet« er ruhig. mehr zu erhaschen war, und mußten manche, die sich auch einige Stunden bei der „Lyra" amüsieren wollten, wegen Mange! an Ranm leider zurückgewiesen werden. Pünktlich wurde begonnen und das Programm flott durchgesührl. Der erste Vorstand begrüßte mit herzlichen Worten die Erschienenen und konnte die freudige Mitteilung machen, daß die Zahl der Sänger in den letzten Wochen von 56 auf nahezu 8« gestiegen ist, und richtete am Schluffe seiner Ansprache die Mahnung an die Mitglieder, treu und fest zur Fahne der „Lyra" zu stehen. Nun folgten die einzelnen Nummern des Programms rasch aufeinander und waren es besonders die Männerchöre, die das Ohr der Zuhörer fesselten. Mit dem „Fröhlingslied" eröffnete der starke Chor den gesanglichen Teil. Ihm folgten „Das stille Tal", „Waldesrauschen", „Ich kehre wieder" und der „Waldkönig", und können wir hier nur zum Ausdruck bringen, daß sämtliche Chöie in durchaus präziser Weise und mit großer Ruhe zum Vortrag gelangten. Besonders die beiden letzten Chöre bildeten die Glanznummern dcs( Abends. Der Vsreinsdirigent, H^rrDtetz, hatte in der Zusammenstellung wie auch in der Auswahl der Lieder eine glückliche Hand und führte die einzelnen Chöre mit seiner Sängerschar sehr gut durch. Als Abwechslung wurden noch einige Kouplcts zum Vortrag gebracht, die in ihrer durchweg urkomischen Weise die Lachmusk>ln der Zuhörer unaufhörlich fesselten. Auch ein Theaterstück durfte natürlich nickt fehlen. „Robert und Bertram, die lustigen Vagabunden", cm kleiner Schwank, ging über die Bretter. Dir Darsteller boten ihr bestes und ernteten große» Beifall. Den Schluß bildete ein Tänzchen, das in der üblichen Weise verlief. Alles in allem kann der Gesangverein „Lyra" auf den schönen Familienabend stolz sein und sei an dieser Stelle dem Dirigenten, sowie den Säugern, ferner allen Mitwirkendcn herzlicher Dank gesagt. -L. Durlach, 28. Apiil. Am letzten Sonntag abend veranstaltete der hiesige Männer- Gesangverein im Saale des „roten Löwen" eine Abendnnterhaltung, die in allen ihre» Teilen einen glänzenden Verlauf nahm; zu derselben hatten sich die Mitglieder nebst Familienangehörigen so zahlreich eingefunden, daß der Saal und der noch verfügbare Nebenraum dicht besetzt waren. Das sehr reichhaltige Programm, das nicht weniger als 15 Nummern aufwies, enthielt eine Reihe von schönen Männerchören, Baritonsolis und komischen Vorträgen, sowie 2 laktige Theaterstücke, welch sämtliche Darbietungen den Zuhörern einen überaus genußreichen Abend boten. Die Männerchöre „Freude in Ehren" von T. Spohn, „Spielmanns Wanderlied" von M. Thiede, „Das Felsenkrcuz" von K. Kreutzer und das von dem Karlsruher Komponisten Fr. Käser vor nicht langer Zeit komponierte alte schöne Volkslied „Zu Slraß- burg auf der langen Brück" wurden unter der tüchtigen Leitung des Dirigenten Herrn Gg . „Einerlei," rief die Alte, in Hellen Zorn geratend, „die Kette wurde gestohlen und heute findet sich der Dieb. Und so ein Mensch will noch ehrliche Leute verdächtigen!" Im Nebenzimmer entstand plötzlich ein wüster Lärm, man hörte die scheltende Stimme des Bedienten; eine fremde Männerstimme antwortete heftig, bei deren Klang Fra» von Thurin leichenblaß wurde. Im nächsten Moment ward die Tür aufgerissen und, gefolgt von dem Diener, der ihn vergebens zurückzuhalten versuchte, stürzte ein Mann herein, eine abgemagerte, elende Gestalt; die Röte der Schwindsucht brannte auf den eingesunkenen Wangen. Die Alte ballte die Faust vor Wut, als sie den Eindringling erblickte. „Bringen Sie den Menschen hinaus, er ist ein Wahnsinniger!" zis-^ie sie. Der Fremde, ein 4 junger Mann, beachtete sie gar nicht. Er pürzte vielmehr einzig auf Frau von Thurin zu und warf sich vor ihr nieder, mit flehender Gebärde die Hände zu ihr emporstrrckend. Der Knieende ließ Antonie keine Zeit M Abwehr. (Fortsetzung folgt.) AßaniS reLi iööu m-o cnZdiuckrv.ll zu Gehö- acbrachr un2 UM deren Vomag gleichzeitig ^reuanis ab von der mrständnisvollkn, bewährlen Leitung d's Dingten, sowie von dem „Können" der ottmals erprobten Sänger, wofür ihnen der «bührendc große Applaus nicht ausdlicd. Des w iteren verdienen die von dem Vrreinssolisten L-rrn L. Schindel recht trefflich zu Gehör gebrachten Baritonsolis hcrvorgehobcn zu werden.- M Posie „Monsieur Herkules Uff glänzend von flatten. Als besonders gelungen muß das Lustspiel „Keine Hochzeitsreise» bezeichnet werden; die ganze Aufführung war von großem Lach- erfolg begleitet uvd ernteten die Mitwirkendcn reichen Beifall- Aus dem Teil der komischen Vorträge, die wahre Lachsalvm unter den Zuhörern Hervorrufen, mögen hier noch genannt sein: „Die 3 Gebrüder Dick von der Negiment?- nmsik», -Die 3 alten Jüngern", „Rentier Goltlieb Krause und sein Regenschirm", „Blase mann im Verhör", „Friede! und Christel, der Rekruten Heimweh", „Hohe Freiheit?- und Schuldrcffuren im Zokus". Wir wünschen dem strebsamen Verein, daß ihm seine Kräfte, über die er verfügt und durch deren Eigenschaft er in gesanglicher wie theatralischer Beziehung stets vortreffliches zu leisten vermag, auch dis in ferne Zeit in derselben Eintracht erhalten bleiben wögen, und rufen ihm eingedenk dessen zum Schluß ein vivLt, tloreat, eroseat zu! -1- Dur! ach, 27. April. Die freiw. Feuerwehr Durlach hielt am Montag ihre erste Vierteljahrs-Uedung auf dem N bungsplatze ab. Derselben wohnten auf Einladung Herr Amtmann Hepp als Vertreter des Großd, Bezirksamts, sowie auch die Gemcinde- räte Herr Kindler und Herr Licktenauer als Vertreter des Gcmeinderats mit Interesse an. Diese 1. Hebung wurde, wie alljährlich, als Schulübung unter dem Kommando des 1. Kommandanten Herrn Karl Preiß abgehalten, um die verschiedenen Gerätschaften nach der Wintcrzeit wieder zu prüien. Zn diesem Zwecke wurden die 6 Züge des Korps einzeln vorgenommen, worauf zum Schliffs ein Gffcmk- angriff erfolgte, wobei es sich zeigte, Latz sämtliche Gerätschaften gut funktionierten. Bei Kamerad Adjutant Dill versammelten sich adcndS von 8 Uhr ab die Mannschaften, wo beim Konzertieren der Feuerwchrkapelle die 1. Viertel- jahrsübung ihren Abschluß fand. Markt-Bericht. (-) Durlach, 27. April. Der heutige Virü- markt war befahren mit: Ochsen 0, Farren 1, Kühen 276, Kalbinncu 15, Jungvieh 31, Kälber 69. Verkauft wurden: Ochsen 0, Farren v» Kühe 262, Kalbinncu 13, Jungvieh 16, Kälber 60. Preise wurden erzielt: Ochse» —, Farren —, ln. Kühe 280—400 »«, Ila. Kühe 170—260*«,Ka!bimien 300—370*«, Jungvieh 130—160 Kälber 20—60 *« Die Zufuhrorte lagen in den Bezirken Brette», Bruchsal, Durlach und Ettlingen. Die Absatzgebiete waren ^ Elsaß und Lothringen, .V Hessen, L Baden. AmLsserkKrrVigttngsblatL für den AmLsLezirk DRrLach. Amtliche HeksNIttMachULLgLU. Den Voranschlag der Handwerkskammer Karlsruhe für 1. April 1994—1905 betreffend. Nr. 13,568, Wir geben gemäß ß 7 der Verordnung vom 9. April 1900, die Ausführung des Reichsgesetzes vom 26. Juli 1897 über die Abänderung der Gewerbeordnung betr., bekannt, daß der Anteil des Amtsbezirks Durlach an den von den Gemeinden zu tragenden Kosten der Handwerkskammer für die Kreise Karlsruhe und Baden für die Zeit vom 1. April 1904 bis 31. März 1905 mit -11 Mk. -1 Pfg. sich auf die einzelnen Gemeinden des Amts- bezirks, wie folgt, verteilt: Aue . Mk. 24.82. Palmbach . . . . . Mk. 11.68. Auerbach . . . . . „ 4.88. Singen .... 16.06. Berghausen . . . . ' t» 4161. Söllingen . . . 78.73. Durlach .... . . „ 228.49. Spielberg . . . 20.44. Grötzingen . . . . „ 58.40. Stupferich . . . 2482. Gcünwettersbach . - ' „ 21.90. Untermutschelbach . . . „ 8 76. Hohenwettersbach . . „ 8.«3. Weingarten . . . 81.03. Jöhlingen . . . . . „ 49.64. Wilferdingen . . . . „ 49.64. Kleinsteinbach . . . . „ 10.95. Wöschbach . . . 19.71. Königsbach . . . . . „ 60.59. Wolfartsweier . . 5.84. Langensteinbach - - „ 90.52 Mk. 911.04. Durlach den 18. April 1904. Grotzherzogliches Bezirksamt: Turban. Wolfartsweier. wangs -Wersteigerung. Nr. 2298. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung Wolfartsweier belegene, im Grundbuche von Wolfartsweier zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Andreas Supper, Taglöhners in Rintheim, eingetragene, nachstehend beschriebene Grundstück am Freitag den IN. Juni 19-4, vormittags S Uhr, durch das Unterzeichnete Notariat im Rathause zu Wolfartsweier versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 25. April 1904 in das Grundbuch eingetragen worden. Die Einsicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, sowie der übrigen das Grundstück betreffenden Nachweisungen, insbesondere der Schätzungsurkunde ist jedermann gestattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgesordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Beschreibung des Grundstücks: L.-B. Nr. 1391. 7 a 83 gm Ackerland, Kreuzäcker, Schätzung 270 Mk. Hierzu Miteigentum an dem Weg L.-B. Nr. 1382. Durlach den 27. April 1904. Hroßh. Notariat H als WoWreLungsgericht: Schilling. Ktkanntmihliiifl. In unserem Betriebe sind sämtliche Stellen besetzt. Bewerbungen um Anstellung und Vormerkung sind zur Zeit zwecklos. Städtisches Stratzenbahnamt Karlsruhe. Gewerbeschule Durlach. Das Schuljahr 1903/04 hat am 17. April durch eine Ausstellung der Schülerarbeiten seinen Abschluß gefunden. Die nachstehend verzeichneten Schüler erhielten, als Anerkennung für Fleiß und gutes Betragen, eine Anerkennung. 1. Preise erhielten, a- aus der III. Klaffe: Dill, Otto, bei Maschinenfabrik Gritzner A.-G. hier. Erkmann, Karl, bei Maurerm. A. Hill in Weingarten. Kayser, Heinrich, bei Glaserm. H. Kayser hier. Sandholzer, Max, bei Maschinenfabrik Gritzner A.-G. hier. Schäfer, Otto, bei Mechaniker Legier u. Cie. hier. Schöner, Philipp, bei Eisenwerk Söllingen. Stöffler, Friedrich, bei Maschinenfabrik Gritzner A.-G. hier. b. aus der ll. Klaffe: Burst, Jakob, bei Malerm. L. Hessel in Karlsruhe. Hummel, Max, bei der Bad. Maschinenfabrik hier. Ketterer, Fried., bei H. Boit u. Sühne, Orgelfabrik hier. Manz, Karl, bei Maschinenfabrik Gritzner A.-G. hier. Nöltner, Theodor, bei Schlosserm. K. Bolzhauser in Weingarten. Völker, Karl, bei Bahnmeister Kohnle hier. Zipper, Gustav, bei der Bad. Maschinenfabrik hier. 2. Belobt wurden, a. aus der ll. Klasse: Erkmann, Friedrich, bei Schlosserm. K. Bolzhauser in Weingarten. Mall, Rudolf, bei Schlosserm. K. Kußmaul in Söllingen, d. aus der I. Klasse: Ammann, Wilh., bei Schreinerm. L. Falkner hier. Dollinger, Wilh., bei der Bad. Maschinenfabrik hier. Faas, Friedrich, bei Maurerm. W. Granget in Palmbach. Hafner, Max, bei Lithograph Luger hier. Höcker, Wilhelm, bei oer Bad. Maschinenfabrik hier. Kirchgcßner, Ludwig, bei Schreinerm. Kirchgeßner hier. Klecmann, Wilhelm, bei Maurerm. K. Bleß in Karlsruhe. Knappschneider, August, bei Windenmacher Knappschneider hier. Koch, Lorenz, bei Schlosserm. K. Herr hier. Langendorf, Karl, bei Maurerm. A. Wenner in Aue. Lehberger, Philipp, bei Zimmerm. PH. Lehberger hier. Ritter, Karl, bei Maschinenfabrik Gritzner A.-G. hier. Sautter, Karl, bei Gärtner Hertel sen. hier. Schnurr, Albert, bei Maschinenfabrik Gritzner A.-G. hier. Wagner, Richard, bei Mechaniker Falkner hier. Das neue Schuljahr beginnt am Montag den 2. Mai d. I« Die neu eintretenden Schüler haben sich an diesem Tage mit Papier, Schreibfeder und Bleistift versehen, pünktlich morgen- 8 Uhr, im Gewerbeschulgebüude einzufinden. Bezüglich des Schulbesuches lautet der 8 1 des Ortsstatuts: Die in den hiesigen Gewerbebetrieben (Handwerk- und Fabrikbetrieb) beschäftigten Arbeiter (Lehrlinge, Gesellen, Gehilfen, jugendliche Hilfsarbeiter u. dergl.) sind verpflichtet, die Gewerbeschule in ihren 3 Jahreskursen, jedoch nicht über das vollendete 18. Lebensjahr hinaus, zu besuchen. Dieser Verpflichtung unterliegen die Arbeiter folgender Gewerbeunternehmer nicht: Asphalteure, Bäcker, Bierbrauer, Brenner, Bürstenmacher, Cigarrenmacher, Färber, Fischer, Friseure, Gemüsegärtner^ Gerber, Hutmacher, Kappenmacher, Korbmacher, Kürschner, Messerschmiede, Metzger, Nagelschmiede, Schirmmacher, Seifensieder, Seiler, Siebmacher, Weber, Wirte. Die Entlassung aus der Schule findet regelmäßig nur am Ende des Schuljahres statt; Schüler aber, die im Laufe eines solchen das 18. Lebensjahr vollenden würden, sind auf Verlangen am Schluffe des diesem Zeitpunkt vorhergehenden Schuljahres zu entlassen. Auch für die probeweise in einem gewerbeschulpflichtigen Betriebe beschäftigten jungen Leute gilt der Gewerbeschulzwang. Der Gewerbeschulvorstand: _G. Bader. _ Die Lieferung von 5 Mhülttdisußröiktn ist zu vergeben. Schriftliche Angebote sind unter Anschluß von Stoff- «- Mustern bis längstens Montag de« 2. Mai I. Js., abends S Uhr, hierher einzureichen. Dur lach den 26. April 1904. Der Gemeinderat. Wilferdiugeu. MhssLMU-Vtt-ltzk?M!s. ^ Die Gemeinde Wil- ferdingen versteigert am Montag den 2. Mai Js., nachmittags 3^ Uhr, im Hofe des Farrenhalters einen zum Schlachten geeigneten JUndsfarren, Wolfartsweier, 26. April 1964. Der Gemeinderat: Schäfe r, Bürgermeist er. Privat - ArrzeigsK. Stelle Gesuch. Ein anständiges Klsrlvkisn, welches das Kochen gelernt hat, sucht bei kl. Haushalt den ganzen Tag Stelle. Zu erfragen _ Aillisfeldstratze 17. Laufmädchen-Gesuch. Zur Verrichtung häuslicher Arbeiten und Beaufsichtigung von Kindern wird ein Laufmädchen gesucht. Adressen abzugeben bei der Epp, ds. Bl. Herr sucht 1 oder 2 Zimmer, hübsch eingerichtet, womöglich mit Klavier, bis 15. Mai zu mieten. Offerten mit Preisangabe unter ?. U. an die Exped. d. Bl. _ SI»up!r» pr. Laib L 34 Uasquay L Lindner, Consum-Geschäft. bestes Eier - Konservierungsmittel, 1 Paket zu 120 Stück kostet 15 H Philipp Luger L Filialen. Oe»ver^scrttist 8 ^urteR Nuriucil. Freitag den 28. April, abends 8 Uhr, im „Alten Fritz Kombinierte Gewerkschaftsversammlung. Tagesordnung: Die projektierte Errichtung eines Gewerkschaftshauses. In Anbetracht der hochwichtigen Tagesordnung werden sämtliche politisch und gewerkschaftlich organisierten Arbeiter zu zahlreichem Besuche dringend eingeladen. Nichtorganisierte haben keinen Zutritt. __Pie AarteMo rnmi ssion. Is. sft . Sommer-Malta-Kartossel Citronen — Orangen ^ sst. Speise-Zwiebel ^ »I»«». Hh. Guü. Kl««. ——- berükml durck 6üte und ViUiqksit, ist dis beste kür VVäscks und kZaus jeder ständige Verbraucber erkütt eine wer tvolle, gut gekende Ueinontoir, rnit Sprur>xcisc!> Danksagung. Für die zahlreichen Beweist he-zischer Tcilmhme an dem uns so schwer bs- rrcfstreii Verluste unserer lieben Gattin und Mutter I-UISS für die Pflege der barmherzigen Schwestern, die vielen ihr erwiesenen Liebesgaben, die zahlreichen Blumenlpmden, sowie für die Begleitung zur l tz en Ruhestätte sprechen wir unfern herzlichen Dank aus Durlach, 27. April 1904. Die trauernden Hinterbliebenen: Hermann Hirt u:.d Kinder. Ä i» s. Danksagung. Für die v'elen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden unseres geliebten Gatten und Vaters Friedrich Sarer. Monteur, für die Blumeufpendcu, die zahlreiche Leichenbcglcitung. insbesondere für den erhebenden GrabgesangderSängerableilung des hiesigen Turnvereins und des Gesangvereins Liedertast!, sowie für die trostreiche Grabrede des Herrn Dekan Meyer sag? ich meinen herzlichen Dank. Aue, 27. April 1904. Die trauernde Gattin: Lisette SaLer Witwe. A.-L. EsiMLiL. Heut e abend: Clubsitzuug. Heute (Donnerstag): Zeblsetittsst. K. Wettach r. Schwanen. Den feinste« WM!. Äiskkll bei Hofliestrant. Velarifiae« klülip» liiM L Hink». Bettnäfien. riert Prosp., Zeugnisse rc. frei durch Herm. Marburg, Frankf«rt a. M>, Allerbeiligenstraße 76 _ Ein Mädchen für die Küche zum sofortigen Eintritt gesucht. Gasthaus;«r Krone. Stadt Durlach. Sllwdesöuchs -Auszüge. Geboren r 18. Aprit: Maria Anna, Vat. Moritz Heit« tinger, Mineralwasserfabri- kaitt. 21. „ Frieda Christine, Vat. Albert Karl Friedrich Schober, Fabrikarbeiter. 22. „ Luise Rosa, Vat. Martin Braun, Fabrikarbeiter. 23. „ Theodor Kaiser von Aldingen lWnrttb.h Kaufmani!, und Clconore Henriette Sophie Maurer von Lstheim tElsaß- Lothringen). 25. „ Lorenz Mangel, vertu. Weichenwärter, und Katharina Biedermann. beide von Unter- grombacb. ^_ KedLkttoa. Lruik uu^ Verlag o»» A. vupt, Vurlach»