MÄchttUMcheiiM. Tageblatt. M. Kr»ir »ierteljl . 8« «otchkzrbirt »>!ch-i>«r ii «elj^rlich i» »zedier ML i- iLglich. kl Derriach 1 Mi. r V LAi ohne Beftellzeu Samstag den 7. Mai PagesKeuigSerte«. Bade«. 4 -Karlsruhe, 6. Mai. Heute gaben die Serlreter der Großh. Regierung, darunter Minister v. Dusch, in der Schulkommission Erklärungen auf die vo» den Nationalliberalen, Demokraten und Abg. Frühauf eingereichten Schulanträge ab. Darnach ist die Regierung damit einverstanden, die Höchstzahl der einem Lehrer zuzuweisenden Kinder von 100—130 auf 70—100 herabzumindern und die wöchentliche Stundenzahl von 16 auf 20 zu erhöhen. Die Einreihung der Lehrer i» den Gehaltstarif erscheint dem Minister der Erwägung wert, jedoch vermag er persönlich sich von deren Notwendigkeit oder Zweckmäßigkeit nicht zu überzeugen. Eine Erhöhung der Gehälter aus dem j tzigen Landtag lehnt die Regierung angesichts der Finanzlage unbedingt ab. Doch ist es nicht ausgeschlossen, daß die Regierung auf dem »ächsten Landtage ihrerseits einen dahingehenden Gutwurf einbringt, welcher jedoch keinesfalls den im Antrag Frühauf enthaltenen Forderungen wsbesondere nicht der Zubilligung des Höchstgehaltes au Lehrer schon mit 44 Lebensjahren, sondern etwa wir in Hessen mit 52 Jahre» entsprechen dürfte. Weiter hält die Regierung unbedingt au dem heutigen Charakter der Volksschule als einer vom Staat zu unterstützenden Semeindeanstalt fest, deren Kosten auch künftig prinzipiell und zum größten Teil von den Gemeinden aufzubrtngen find, während der Staat auch zu den künftig etwa zu übernehmenden Mehrkosten «ur Zuschüsse gibt. Aus der Kommission wurde diese Stellungnahme der Regierung dahin gekennzeichnet: Zwei Jahre lang geschieht garnichtS, im dritten Jahre vielleicht etwas! Deutsches Reich. * Berlin, 7. Mai. DaS „Marineverordnungsblatt" meldet: Mit Kaiser!. Genehmigung scheiden die Kriegsschiffe „König Wilhelm", „Kaiser", „Deutschland", „Merkur", „Alexandria" und „Zielen" aus der Klaffe der großen und kleinen Kreuzer aus über, und treten zu den Hafeuschiffen „Zielen" zu den Spezialschiffen. * Kiel, 6. Mai. Oberst Dürr tritt am 10. Mai einen ihm bewilligten 45 tägigen Vorurlaub innerhalb der Grenzen des Deutschen Reiches an. ' Greifswald, 7. Mai. Eine Frau Kluß wurde wegen tödlicher Mißhandlung eines Pflegekindes zu 7 Jahres 2 Monaten Zuchthaus verurteilt. * Dresden, 7. Mai. Der Direktor des „Jnvalidendank". Leutnant a. D. Reinhold, vergiftete sich mit Blausäure, vermutlich wegen zerrütteter Vermögensverhältnifse. Homburg, 6. Mai. Im benachbarten Friedrichsdorf stürzten sich, wie die Frkf. Ztg. meldet, gestern abend die 50 jährige Frau des Hutmochers Krug und ihre 16 jährige Tochter nach einer heftigen Familienscene mit dem Gatten und Vater in den Weiher deS Bleichplatzes und ertranken. * München, 6. Mai. Die Beisetzung Leubachs findet Sonntag nachmittag 4 Uhr statt. Der Magistrat beschloß zu Ehren des Verstorbenen eine Straße Lenbach st ratze zu nennen und stellte eine große Grabstätte zur Verfügung. Bürgermeister Brunner widmete dem Verewigten einen sehr warmen Nachruf und betonte, Leubachs Tod sei für das öffentliche Leben und die Bürgerschaft Münchens ein unersetzlicher Verlust. Holland. * Haag, 6. Mai. Königin Wtlhelmine leidet an Entzündung des äußeren Gehörganges, die mit erhöhter Temperatur verbunden ist. * Scheveningen, 6. Mat. Eine große Feuersbrunst zerstörte mehrere ausgedehnte, für den hiesigen Heringsfischereibetrieb gehörige Baulichkeiten. Dadurch erleidet die Heringsfischerei beträchtlichen Schaden. Eeandinadien. * Alesund, 7. Mai. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, an Personen, welche vom Brandunglück betroffen worden sind, und um Unterstützungen nachsuchen, Geldbeträge, und zwar für den Erwachsenen 50 Kronen, für je ein Kind 30 Kronen zu verteilen. Per- Aeuillelorr. 5) Rittmeister «inarms Geschichte. Rrvelle v»n Earl Eassau. (Kortsetzunz.) Zugleich teilte er mir aber mit, daß eine weder das Leid, noch die Freude mit mir teilen könne: die liebe Großmama sei vor vier Wochen gestorben. Dagegen schrieb Egon, Alix verfolge auf der Karte, nach meinen Briefen vor der Schlacht, lebhaft die Wegstrecke, welche mein Regiment zurücklegte; sie sei erst zur Ruhe gekommen, nachdem mein letzter Brief eingetroffen. Wenn sie nicht schreibe, so sei die Ursache davon, daß sie selbst schwer leidend sei, nach dem Tode der Großmutter aber doppelt. Ob er kommen dürfte, «ich zu besuchen? Ich ließ bejahend antworten. Liebte mich denn wirklich Alix? Hatte sie etwas an mir bemerkt? Ich war unruhig, ich muß Gewißheit haben. Aber Egon kam uicht. Er entschuldigte stch mit allerlei Ausflüchten. Da trat wieder dasselbe Gefühl von etwas Fremdem, Gemachtem, etwas Heimlichem in meinem Herzen in die Erscheinung, was ich auch schon früher empfunden hatte. Aber ich genas, denn ich wollte genesen. Schon war der Tag meiner Abreise vom Oberarzt festgesetzt, da überreichte man mir das eiserne Kreuz erster Klaffe. Das stimmte mich wieder heiterer und hielt mich noch einen ganzen Tag in Diedenhofen fest; andern Tags sollte ich die Fahrt nach der Heimat antreten. Da fragt man nach mir. Ich springe auf und — Egon steht vor mir in Trauer. „Du — Vetter?" „Ja, ich!" entgegnete er wehmütig. „Und Alix?" „Ich bringe Dir ihre Grüße!" Er wendete sich dabei ab. Nun reisten wir zusammen fort. Egon mußte mir sehr viel erzählen und von Stunde zu Stunde näherten wir uns mit dem Schnellzug mehr der Heimat. Aber in Hannover mußten wir Nachtquartier machen. Als wir im Hotel zusammen das Abendbrot verzehrt hatten, schien eS mir, als wenn Egon zusammenbräche. „Bist Du krank?" fragte ich. „Ich glaube fast." «Sieh mich Krüppel an und fafle Rnt, der Mensch kann viel ertragen." soneu und deren Hausfrauen und Kinder, deren Vermögen über 10000 Kronen und deren Einkommen über 2000 Kronen beträgt, sind ausgeschloffen. Außerdem kommen nur Personen in Betracht, welche wesentliche Verluste erlitten haben. Der Betrieb der Volksküche wird fortgesetzt. Spanien. * Barcelona, 7. Mai. Gestern abend explodierte vor einer hiesigen Jesuiteu- schule eine Dyuamitbombe, kurz bevor die Zöglinge die Anstalt verließen. Der Vorflur wurde beschädigt, das Dach stürzte ein, der Pförtner wurde leicht verletzt. Der Urheber ist noch nicht ermittelt. Der Aufstand in Deutsch-Südtoestafrika. Trier, 6. Mai. General v. Trotha schifft sich am 20. Mai in Hamburg nach Deutsch- Südwestafrika ein. — In einem der „Deutschen Kolonialztg." zur Verfügung gestellten Briefe lesen wir: Es kann heute noch niemand ungefährdet den Häuserkreis von Windhuk verlassen, geschweige denn wieder auf die Farm ziehen. Wenn auch für die Farmer noch kein Vieh wieder zur Stelle ist, so würden diese doch wenigstens gern mit den Aufräumungsarbeiten beginnen, aber das ist zur Zeit noch nicht möglich. So unglaublich eS klingen mag, so ist es doch Tatsache, daß aus der nächsten Nähe der Häuser von Windhuk alle paar Tage mal, zuweilen am Hellen Tage, Vieh gestohlen und weggetriebcn wird, während es kaum jemals gelingt, der Viehdiebe mit ihrer Beute habhaft zu werden. Ehe die betreffende Meldung erfolgt, eine Patrouille beritten gemacht und abgeschickt werden kann, hat die Bande gewöhnlich einen derartigen Vorsprung, daß sie in dem bergigen und steinigen Gelände, in dem mit Pferden an sich nur langsam vorwärts zu kommen ist, besonders, wenn man dabei eine sehr schwer erkennbare Spur halten muß, bis zu Sonnenuntergang nicht mehr eingeholt werden können. Der Vorsprung einer Nacht aber, während deren die Spur nicht verfolgt werden kann, macht die Jagd am nächsten Tage so ziemlich Er lächelte wehmütig: „Du ahnst nicht!" „Was, Du leidest?" Er nickte, faßte dann in die Brusttasche und überreichte mir ein versiegeltes Schriftstück. „Lies das, Vetter! Gute Nacht!" Er ging, auch ich suchte mein Zimmer auf. „Das Schriftstück habe ich hier!" Er schritt dabet nach dem Schreibtisch und reichte es Gustav, er selbst aber ging mit der Pfeife in den Garten. Gustav von Sollet las: „Lieber Vetter Kurt! Ich habe mir gleich gedacht, daß ich, wenn ich Dich leidend und krank, wie Du bist, wiedersehe. Dir nicht alles sagen könnte, wie ich es wohl müßte — ich habe in dieser Vorahnung alles ausgeschrieben, um es Dir bei geeigneter Gelegenheit zu übergeben, damit Du es lesen kannst. Der Zeitpunkt ist gekommen. Lies und richte, ob Du mir verzeihen kannst; kannst Du es, so rufe mich zu Dir — tust Du dies nicht, so reise ich allein und einsam der Heimat zu. Und nnn zur Sache: Es war Großmamas Herzenswunsch, Alix vor ihrem Scheiden aus dieser Welt versorgt zu sehen. Du hießest bei uns zu Hause nur der „tolle Kurt", wie anderswo der „tolle Sandow". — Alix schien dennoch für Dich eine Vorliebe zu haben — und ich, der stille sicher aussichtslos. Meistens sind cs kleinere be- waffnete Trupps, die büm Ar.schl.ichen sich vor unseren Patrouillen leichter in dem wilden Gelände verstecken können und darum selten erwischt werden. — Die nächste Postverbindung für Briel- sendungen nach Swakopmund u. s. w. wird hergestellt durch den am 14. Mai von Southampton nach Kapstadt abfahrenden englischen Dampfer, mit Anschluß in Kapstadt an den Reichspostdampfer „Kronprinz-, Ankunft in Swakopmurrd etwa am 2. Juni. Letzte Be- förlurungsgklegcnheüelr am 13. Mai ab Köln 6 Uhr i Min. nachmittags, ab Oberhaus?« 7 Uhr 54 Min. abends, ab Berlin 11 Uhr 23 Min. vormittags. Der russisch-japanische Krieg. Petersburg, 6. Mai. Der russische Gesandte in Peking erhielt den Auftrag, der chinesischen Regierung nochmals dringend ans Herz zu legen, sich streng neutral zu verhalten und die russenfeindlich-n Aktionen des Generals Ma und des Vijtkönigs Juanschikai energisch zu verbalen, da gerade j:tzt, wo die Russen Mißerfolge erlitten haben, besonders schwere Folgen sür C^ina bei einer rufsenfeind- lichen Haltung eintreten müssen. Petersburg, 6. Mai. Es verlautet, der Zar werde am 12. Mai eine ausseheuerrigende Erklärung anläßlich der großen Truppenschau erlassen. Es sei möglich, daß er die Mobilisierung der gesummten russsichen Armee bekannt geben werde. — General Kuropatkin hat bei der Rote-Kreuz-Gesellschaft Bettzeug sür weitere 1000 Betten gefordert. Die Südwestbahn und die transkaukasische Bahn wurden mit Sanitäts- zügcn ausgestatlet. Tokio, 5. Mai. Amtlich wird bekannt gegeben, daß die Japaner gestern auf der Halbinsel Liaotung zu landen begonnen haben. Der Ort der Landung und die Truppenstärke werden geheim gehalten. * Tokio, 6. Mai. (Reuter.) General Kuroki meldet einen blutigen Zusammenstoß während des russischen Rückzugs am Sonntag. Eine große Abteilung Russen hielt eine kleinere Abteilung Russen sür Japaner und tötete 110 derselben, 70 wurden verwundet. — Die artilleristische Ueb erlegen heit der Japaner über die Russen in den Kämpfen an der Aalumündung wird einmal der größeren Zahl der von den Japanern in die vordere Linie herangibrachten Geschütze und dann dem besseren japanischen „Arisaka-Geschütz" überhaupt zugeschrieben: die Japaner hatten beim Angriffe 18 Batterien Feldarüllerie mit 108 Arisaka- Geschützcn zur Stelle. Dieses Arisaka-Geschütz, Modell 1898, ist durchaus von japanischen Offizieren und Ingenieuren konstruiert; ein Schnellfeuergeschütz von 7,5 Zentimeter, mit hydraulischer Bremse. Zuerst ließ Japan die Geschütze bei Krupp in Essen Herstellen, dann aber ausschließlich im eigener: Lande, und zwar in der Geschützwerkstatr von Osaka, nur das Metall wurde aus Deutschland. England und Frankreich bezogen. Die staatlichen Pulverfabriken in Jtobaschi und Jwashani liefern das ranchschwache Pulver. Wersch reSe^es. — Der „Ross. Zig.- wird geschrieben: Zum Gedächtnis des berühmten Altertumsforschers Heinrich Schliemann, der von 1835—1842 bei einer kaufmännischen Firma in Fürstenberg Läng war, soll in Fürstenberg eine Erinnerungstafel gestiftet werden. Diese Tafel, die daS noch heute erhaltene Haus, in dem Schliemann dos kaufmännische Gewerbe erlernte, schmücken wird, soll im Monat Juni enthüllt werden. — Das Landgericht in Halberstadt verurteilte der Lehrer Jandt wegen ähnlicher Verbrechen wie di; von Dippsld begangenen zu zwei Jahren Gefängnis und fünf Jahren Ehrverlust und ordnete die sofortige Verhaftung an. — In Gießen verhandelte die Strafkammer gegen die Wahrsagerin und Kartenschlägerin Bind aus Vilbel. Die Lind hatte großen Zulauf und ließ sich ihren Schwindel teuer bezahlen. Ihre Wahrsagern hat noch ein Menschenleben gefordert. Die Hauptzeugin, die 60 jährige Witwe Klöß, sprang aus Gram über den Verlust ihres Vermögens, das sie für die Kartenschlägerei geopfert hat. bei Vilbel in die Nied. Die Bind wurde zu 3'^ Jahren Gefängnis verurteilt. — ,Ll»äe in Hkrursii^, dieser für Waren deutschen Ursprungs, die nach England eingeführt werden, vorgeschriebcne Vermerk, wird den englischen Kaufleuten sehr unbequem, da er seinen beabsichtigten Zweck, auf den Käufer abschreckend zu wirken, nicht nur nicht erfüllt, sondern sogar als Empfehlung wirkt. Die Erzeugnisse des Auslandes sind eben nicht immer „billig und schlecht," wie der englische Fabrikant in seiner Ueberhebung glaubte. Der gesetzgeberische Fehlschlog soll nun korrigiert werden, und es ist am 3. Mai im Unterhaus der Antrag gestellt worden, den bctr. Paragraphen des Gesetzes über die Handelsmarken dahin abzuändern, daß in Zukunft alle fremden Fabrikate die Bezeichnung ,lmxc>rtsä° oder .Naäe udroaä' zu tragen haben, die Angabe des Ursprungslandes aber fortfalle. Freilich wird den deutschen Fabrikanten kaum verwehrt werden können, über das Erfordernis des Gesetzes hinaus das in Osrmuiy' gleichfalls beizu- bchalten und die bewährte Reklamewirkung dieser Bezeichnung sich zugut kommen zu lassen. Bereins-Nachrichterr. -ri> Durlach, 6. Mai. Am verflossenen Sonntag hielt der Verein für National» Stenographie Heidelberg ein öffentliches Preis-Wettschreiben mit Schüler- vorsührung ab, an welchem sich auch der National- Stenographen-VkreinDurlach beteiligte. Als erster Punkt der Verariftattun« wurde ein Dauer-Dikiat von einer Viertelstunde in der Schnelligkeit von 150 Silben in der Minute gegeben (kleine Praktiker-Prüfung), sg, dann folgte ein Dauer-Diktat von einer halben Stunde in der Schnelligkeit von 200 Silben i» der Minute (große Praktiker-Prüfung), welche von einigen Damen und Herren des Vereins Heidelberg abgelegt wurden. Darauf führte Herr Reallehrer Götz von Heidelberg ca. 30 Schüler aus verschiedenen Klassen im Alter von 11 bis 14 Jahren vor, welchen für ihre hohe Leistungen von Fachleuten wie Laien großer Beifall zuteil wurde. Nun folgte das eigentliche Wettschrciben. woran sich auch genannte Schüler bis zu einer Geschwindlgkeitsstufe von 150 Silben in der Minute beteiligten. Aus dem Protokoll des Preisgerichts ist noch zu entnehmen, daß der National-Stenographen-Verein Durlach dabei sehr gul abgeschilitten hat, indem von den 6 a« Wettschrciben beteiligten Herren j- ein Preis errungen wurde, darunter 5 erste und 1 zweiter. Der Nattonal-Stenographen-Verein Durlach darf sich seines Erfolges nur freuen; er zeigt dem Laien wie dem Fachmann deutlich, mir welchem Fleiß und mit welcher Pünktlichkeit in dem erst seit 5 Monaten bestehenden Verein gearbeitet wird. Möge der junge strebsame Verein unler seiner Löchrigen Leitung weiter blühen, wachsen und gedeih'n! ..Schrift Heil!" Spirlplan des Grotzh. Hoftheaters Karlsruhe. Dienstag, 10. Mai. 8. 55. Grobe Preise. II. Ta-: Siegfried in 3 A. 6 bis halb 11. Donnerstag, 12. Mai. X. 56. Grobe Preis«. !!!. Tag: Götterdämmerung in 1 Vorspiel und 8 A. 6 bis II. Freitag, 13. Mai. 8. 57. Mittel-Preise. Tante Akzise, Zeitbild in 4 A. von A. Paul. 7 bis gegen halb 10. Samstag, 14. Mai. 56. Mittel-Preise. Zn« 1. Male: George Pandi«, Lustspiel in 3 A. von Moliere, übersetzt von Ludwig Fulda. — Neu einstudiert: Z»er Arzt wider Wille», Lastspie! in 2 A. von Moliöre, nach Baudissins Uebersetzung für die moderne Bühne bearbeitet von Heinrich Richter. 7 bis 9. Sonntag. 15. Mai. 8. 56. Mittel-Preise. Aie »erkaufte Araul, komische Oper in 3 A. von K. Sabina, deutsch von Max Kalbeck, Musik von Smetana. Halb 7 dis nach 9. Markt-Bericht. (-) Durlach, 7. Mai. Der heutige Schweinemarkt war befahren mit 66 Läuferschweinen und 235 Ferkelschweinen. Verkauft wurden 66 Läuferschweine und 235 Ferkelschweine. Bezahlt wurde für das Paar Läufer- schweine 30—65 , für das Paar Ferkelschweine 22—26 Ein großer Teil der Nachfrage, besonders nach Ferkelschweinen, konnte wegen der schwachen Zufuhr nicht gedeckt werden. SerteXimIeenatirmig. Stubenhocker, liebte sie rasend. Da kam Deine Verlobung mit Aglaja Mowbroy dazwischen. Damals folgte Alix, die Gute, dem Wunsch der Großmama und reichte mir zu einer stillen Verlobung die Hand. Sie zog auch ihr Wort nicht zurück, als Du nach Deinem Sturz beim Wettrennen an Leib und Seele genesen wieder in die Residenz abgingst und dann zur Armee reistest. Ich schwacher Mensch, denn Professor Rüttinger stellte fest, daß ich herzleidend bin, fühlte mich doch stark genug, Alix zu beschützen. Seitdem Du fort warst und Großmama krank wurde, drang sie unablässig auf unsere Verehelichung in aller Stille. Ich war töricht genug, ihr beizustimmen, und so fügte sich denn Alix nach ihrer stillen Weise in alles. Hätte ich gewußt, was ich nun weiß, ich hätte sie gewiß nicht beim Wort fest;: chatten, denn Alix liebte Dich, hatte Dich von jeher geliebt, wie ihre Briefe, die ich aufbcwahre, beweisen. Mitten in all den Siegesjubel siel unsere in aller Stille begangene Hochzeit. Aber cs war eine traurige Feier, denn gleich nach der Heimkehr von der Trauung erkrankte Alix gefährlich. Kurt, Kurt, fasse Dich! Drei Tage nach Großmamas Beerdigung stieg die Blutwärme aus einen Grad, der das Schlimmste zu befürchten Veranlassung gab. Ich wurde an ihr Bett gerufen und matt sagte sie: „Egon, kannst Du mir verzeihen, daß ich ihn lieber gehabt habe?" Ich kniete darauf weinend vor ihrem Bette nieder. „Bringe ihm hierdurch meine letzten Grüße," flüsterte sie, „und bitte ihn, daß auch er mir verzeiht." Am Abend war sie mit einem Lächeln auf dem Engelsangcstcht entschlafen. Drei Tage danach begruben wir sie neben der Großmama. Kurt, mein Junge, fasse Dich! Siehe, der kleine Muskel, den die Aerzte Herz nennen, ist bei mir erlahmt; der Schmerz um sie, die wir beide geliebt, hat mir den Rest gegeben: .nicht lange und Du bist im Besitz nicht nur meines gesamten Nachlasses, sondern auch der Andenken, welche Alix, die nun Verklärte, hinterlaffen hat. Kannst Du mir denn wiiklrch zürnen? Nein, ich weiß, Du bist edel, Du wirst mir auch verzeihen. Ich erwarte Deinen Ruf. Egon." Gustav von Sallet hatte diese Zeilen klopfenden Herzens gelesen. Jetzt trat Kurt von Sandow wieder herein. „Hast Du gelesen?" „Ja — armer Vetter!" „Das sagst Du wohl, Gustav — aber bedenke, ich habe die Erinnerung, und die ist ein köstlicher Schatz!" Er wandelte nun langsam auf und ab im Zimmer. „Sieh, zuerst raste ich, wütete ich gegen mich selbst, ja, ich wollte zum Revolver greifen; aber Gott behütete mich davor! Hatte ich mein Glück nicht selbst verspielt? War dieses Schicksal nicht gerechte Vergeltung? — Aber toi, tot — es war entsetzlich! Was ich in dieser Nacht meines Lebens gelitten, wiegt alles andere, was ich an Leid erfahren, tausendfach auf. Egon grollte ich zuerst fürchterlich, dann aber gedachte ich auch seines Leids, seiner traurigen Zukunft. Ich wurde jetzt immer milder, die Tränen stoffen, und am frühen Morgen schon klopfte ich lche an sein Zimmer. (Schluß folgt.) Verschiedenes. — Die Königin von Rumänien, Carmen Sylva, hat ihr prächtiges Schloß Sozenheim am Rhein zu einem Heim für arme Schriftsteller aller Nationen bestimmt, die zu alt oder zu schwach sind, um noch sür sich selbst sorgen zu können. AmtsverkNRViKrrrrgsSlaLt fÄN den Amtsbezirk Drrrlach. 'Amtliche KSkamÄmnchMMR. ^ Mainimchuiiz. Rr. 1542. Nachgenanntes Grundstück der Gemarkung Durlach, als: Lagerbuch Nr. 29 882 a Hofraite mit Gebäuden — Pfarrhaus und Hausgarten im Ortsetter, mit Herrenstratze Nr. 6 bezeichnet, es. Nr. 58 (Herrenstraße) und Rr. 28 (Philchp Friedrich) as. Nr. 35 (Stadt Durlach mit Töchterschule), welches bisher im Grundbuche nicht eingetragen war, soll auf Grund der gepflogenen Ermittelung als Eigentum des Gr. Domänen- ärars eingetragen werden. Etwaige Einwendungen gegen die Eintragung des Eigentums sind spätestens binnen zwei Wochen beim Grundbuchamt zur Kenntnis zu bringen. Durlach den 7. Mm 1904. Grundbuchamt: __ Person. _ " Die Stelle eines technischen Assistenten beim Stadtbauamt "ist mit einem zuverlässigen Tiefbautechniker alsbald neu zu besetzen. Verlangt wird praktische Erfahrung im Tiefbauwesen, saubere Handschrift, Fertigkeit im Planzeichnen, sowie vollständige Sicherheit in nivellitischeu Arbeiten. Die Anstellung geschieht zunächst probeweise; bei Bewährung kann definitive Anstellung und Einreihung in das Beamtenstatut erfolgen. Schriftliche Bewerbungen nebst Lebenslauf und Zeugnisabschriften sind unter Angabe der Gehaltsansprüche und des Zeitpunktes, an welchem der Eintritt erfolgen kann, bis zum 21. d. M. hierher einzureichen. Persönliche Vorstellung ist vorerst nicht erwünscht. Durlach den 6. Mai 1904. Stadtbauamt: __ L. Hauck. _ Aufgebot. ?!l86k-PMS-ll6l, ».L »>» gibt und verhindert das schnelle Abnutzen der Fußböden. Pfleger den verschollenen Bierbrauer Wilhelm Kober, geboren am 14. Januar 1844 in Wöschbach, zuletzt wohnhaft m- Weingarten, für tot zu erklären.! Der bezeichnet^ Verschollene wird ^ aufgefordert, sich spätestens in dem! auf Montag den 16. Januar 19V5, vormittags 9 Uhr, vor dem Unterzeichneten Gericht —! 1. Stock Zimmer Nr. 6 — an-, beraumten Aufgebotstermin zu melden, widrigenfalls die Todes-! erklärung erfolgen wird. An alle, welche Auskunft über! Leben oder Tod des Verschollenen s zu erteilen vermögen, ergeht die Aufforderung, spätestens im Auf-! gebotstermin dem Gericht Anzeige ! zu machen. Durlach, 2. Mai 1904. Großh. Amtsgericht: gez. Nebel. Dies veröffentlicht Der Gerichtsschreiber Frank. Uasquay L Lindner, Consum-Geschäft. Große Würzekrafl! 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