Tageblatt. 'ML ^ 124 . «rsch-irt tSzltch. P«t» vierttlMrlich i» D»rl,ch IMl-SPI Am «-iH»g»Sirt Mk. 1.» ohne «rftellgew. Montag -en 3V. Mai Mnrückm-raevühr per vtergespalten« Zeile S Pf- Fufcrate erbittet ma» bi» spütestcu» 10 Uhr vormittag». 1904 . HagesnerrLgkeile». Bade»». Karlsruhe, 28. Mai. Staatsminister v. Brauer ist gestern abend mit seiner Gemahlin hier eingetroffen und hat die Regierung s- gefchäfte wieder übernommen. f Karlsruhe, 29. Mai. In Karlsruhe- Mühlburg konnten die Wilhelm Ruf Eheleute das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begehen. * Karlsruhe, 29. Mai. Ueber die Gewitter, verbunden mit Wolkenbrüchen und Hagelschlag, die vorgestern und gestern im badischen Oberlande niedergegangen sind, laufen erst jetzt ausführliche Meldungen ein, die den angerichteten Schaden als überaus groß bezeichnen. Im Konstanzer Kreise, in den Bezirken Meßkirch und Stockach, sowie in der Gegend von Sigmaringen hat das Unwetter am ärgsten gewütet. Im Tale von Zisenhausen- Hoppetenzell ging ein furchtbarer Wolkenbruch nieder. In Zisenhausen stieg das Wasser so schnell, daß Böllerschüsse abgefeuert werden mußten, um Hilfe herbeizurufcn. Zwei Wohnhäuser stürzten ein. In Stockach wurde ein ganzer Stadtteil unter Wasser gesetzt. Von den Wassermafsen wurden vier Brücken fortgerisscn. Die Bewohner konnten sich nur mit Mühe retten. In Meßkirch wurden die Straßen durch die Flut teilweise einen Dieter tief aufgerissen. An vielen Stellen stand das Vieh bis an den Hals im Wasser. Eine Anzahl Schweine und Schafe ertranken. Mehrere Häuser sind dem Einsturz nahe. In Leibertingen ist durch Hagelschlag die ganze Ernte vernichtet. Mehrere Fabrikbetriebe haben die Arbeit eingestellt. Verschiedene Häuser mußten geräumt werden. X Durlach, 30. Mai. ^Fahnenweihe des Kath. Arbeiter-Vereins Durlach. ^ Vom schönsten Wetter begünstigt, feierte der erst vor 2 Jahren gegründete Kathol. Arbeiterverein gestern seine Fahnenweihe. Um 29 Uhr wurde die Fahne unter Vorantritt einer Musikkapelle vom Vereinlokal in die Kirche verbracht, woran sich ein Gottesdienst schloß. Nach Be- cndigung desselben wur den dis von auswärts Jeuilletorr. 15) Im Banne -er Schuld. Kriminalerzählung von A. Nikola. (Fortsetzung.) «Ich weiß nicht, ob ich das zulasten darf," sprach jener unschlüssig. „Nur wenige Minuten. Sie können an der Türe stehen bleiben. Glauben Sie nicht, daß ich daran dächte, mich Ihnen durch die Flucht zu entziehen. Ich gebe Ihnen mein Wort als Edelmann. Nur gewähren Sie mir noch eine kurze Unterredung mit meiner Mutter." Der Beamte gab nach kurzem Bedenken nach. Die Tote wurde fortgebracht, die Menge zerstreute sich. Die Baronin war in höchstem Entsetzen in das Haus zurückgekehrt, aber Jlka hielt sich in Alfons Nähe. Die Seufzer und Tränen steigerten sich zu lautem, bitterem Schluchzen, als der Trauerzug, der aus dem Schloßherrn, seinen drei Wächtern, seiner Mutter und dem Mädchen, das ihn liebte, bestand, durch das Portal des Hauses schritt. Alfons öffnete die Tür eines kleinen Vorzimmers, das nach dem Wohnzimmer führte. „Ich will nur wenige Minuten mit meiner Mutter reden," sagte er. „Stellen Sie einen erschienenen Vereine empfangen und '^12 Uhr im „Grünen Hof" das Festesten abgehalten. Gegen 2 Uhr war gemeinsamer Kirchgang mit Festpredigt und Fahnenweihe. Nach dem Gottesdienst fand die Uebergabe der Fahne statt und hierauf bewegte sich der Festzug durch die Kelter- und Herrenstraße, sowie die Hauptstraße zum Grünen Hof. Bon 3—6 Uhr war Konzert, zu welchem nur Mitglieder der eingeladenen hiesigen und auswärtigen Vereine, sowie Personen mit spezieller Einladung Zutritt hatten. Abends begann der Festball. Das Fest verlief in schönster Weise. (Ein weiterer Bericht folgt morgen.) -s- Mannheim, 29. Mai. Das Mannheimer Doppelfest. Zur Einweihung der Johanntskirche auf dem Lindenhof und»des August Lamey-Denkmals trafen heute früh 9,13 Uhr in Vertretung des Grobherzogspaares der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin. begleitet von Hofmarschall von Frey- stedt, Ordonnanzoffizier von Göler und der Hofdame von Göler hier ein. Auf dem Bahnhofe waren zum Empfange u. a. anwesend: Oberbürgermeister Beck und Landeskommissär Pfisterer. Vom Bahnhöfe begaben sich die hohen Herrschaften zunächst ins Schloß und nach kurzem Aufenthalt daselbst, vom Publikum lebhaft begrüßt, nach der Johanntskirche. Am Eingänge derselben wurden sie erwartet vom Landeskommissär Pfisterer, Oberbürgermeister Beck, der Kirchenbehörde und Herrn Moser von der bauführenden Firma Curicl L Moser-Karlsruhe. Nach der Uebergabe der Schlüssel an Herrn Stadtpfarrer Hitzig hielt Oberkirchenrat Rein- muth in Vertretung des erkrankten Prälaten Oehler die Weiherede und nach dem Gesang eines Liedes Stadtvikar Sauerbrunn die Festrede. Darauf folgte eine Cantate, gesungen vom Kirchenchor Lindenhof und Herrn Opernsänger Cromer. An den Gottesdienst anschließend fand eine Trauung und 13 Taufen statt. Um 12 Uhr war die Feierlichkeit beendet. Von der Kirche begaben sich das Erbgroßherzogspaar nach dem Schloß und von da bald darauf zum Denkmalsplatze am Heidelberger Tor zur Einweihungsfeier des Lamey-Denkmals. Die Feier begann um 1 Uhr. Hier erwarteten das hohe Paar die Spitzen der Stadtgemeinde und Militärbehörden, die Minister vr. Schenkel und vr. Dusch, die früheren Minister Ellstätter und vr. Eisenlohr, der frühere badische Gesandte v. Jagemanu, der Erbauer des Denkmals, Professor Moest-Karls- ruhe, Professor Laband-Straßburg, Oberbürgermeister Gönner, die Angehörigen der Familie Lamey, mit denen sich das Erbgroßherzogspaar längere Zeit unterhielt. Die Festrede hielt Rechtsanwalt König. Der Oberbürgermeister übernahm sodann in einer längeren Ansprache das Denkmal in den Schutz der Stadt. Der Gesangverein „Liedertafel" und die Grenadierkapelle verschönten die Feier durch einige Vorträge. Am Denkmal legten Kränze nieder: Die Kreisausschüsse von Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe, Mosbach, die Städte Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg, Frciburg, die nat.-lib. Partei Mannheim, Badens, die Familie Lamey und Kiefer, Gesangverein „Concordia" Freiburg re. Kurz nach 2 Uhr begaben sich die hohen Herrschaften nach dem Bahnhof, von wo gegen 23 Uhr die Rückkehr nach Karlsruhe erfolgte. -st Konstanz, 29. Mai. Aus Furcht vor einer zu erwartenden leichten Strafe hat sich der Musketier Hügel von der 7. Kompagnie des Jnf.-Regts. Nr. 114 „Kaiser Friedrich" mit seinem Dienstgewehr erschossen. Hügel stammt aus Oberschlesten und arbeitete früher als Gärtnergeselle auf der Insel Mainau. — Für die Befestigungsanlagen auf dem Istein (bei Basel auf dem badischen Rheinufcr) ist, wie der „Allg. Ztg." mitgeteilt wird, ein Nebenartilleriedepot in Ehingen errichtet worden. Deutsches Reich. * Berlin, 29. Mai. In Anwesenheit des Kaisers und der Kaiserin, der Kabinettschefs, des Reichskanzlers Grafen Bülow, des Staatssekretärs v. Richthofen, der Minister v. Rheinbaben und v. Hammerstern fand heute mittag die Enthüllung des Denkmals des jugendlichen großen Kürfürsten von Professor Jancnsch an der Lennestraße statt. Der Kaiser unterhielt sich eingehend mit dem Künstler. Ihrer Leute an diese Tür, den anderen unter das Fenster; dann sind Sie sicher, daß ich keinen Fluchtversuch mache." Im nächsten Augenblick waren Mutter und Sohn allein. Dreizehntes Kapitel. Frau Blandas Herz erfüllte die zärtlichste Mutterliebe. Sobald sie allein waren, schlang sie ihre Arme um ihn, bedeckte sein Gesicht mit Küsten und Tränen und drückte ihn an die Brust, als wäre er noch ein Kind. Sie flüsterte ihm einige Worte ins Ohr, küßte sein bleiches Gesicht und sein lockiges Haar. Mochten andere ihm noch so schweres zur Last legen, ihr war er stets der vergötterten Sohn. Er machte sich leise aus ihren ihn zärtlich umschlingenden Armen los und blickte in das tiefbekümmerte Gesicht, in dem nie wieder das Licht des Glückes leuchten würde. „Mutter", sagte er, „ich habe nicht viel Zeit und muß Dir alles sagen. Setz' Dich nieder und laß mich zu Deinen Füßen knieen — laß mich meinen Kopf auf Deinen Schoß legen, wie ich als Kind zu tun pflegte, wenn ich des Spielens müde war. Mutter, es ist zum letzten Male." Sie setzte sich auf den Stuhl, den er ihr hingeschoben hatte. Draußen im Hellen Sonnenschein stand der Gerichtsbeamte und wandte kein Auge von dem Fenster. Alfons kniete zu ihren Füßen nieder und legte seinen Kopf in ihren Schoß; ehe er sprach, weinte er Tränen, wie sie wohl selten ein Mann weint, Tränen, die seinen ganzen Körper von Schluchzen erschütterten. Als seine leidenschaftlichen Tränen sich erschöpft hatten, erzählte er die Geschichte seiner wahnsinnigen Liebe, seiner übereilten Heirat, seines unbeschreiblichen Elends und seiner Verzweiflung. Frau Blanda erhöhte den Kummer des Unglücklichen durch kein vorwurfsvolles Wort! Sie bog ihr schönes Antlitz über sein gesenktes Haupt und lauschte seinem Bericht mit von Liebe und Verzweiflung zerrissenem Herzen. „Es war meine eigene Schuld, Mutter," sagte er, „ich dünkte mich klüger als Du, und sollte meine Torheit büßen." „Du ließest sie in ComoS" fragte seine Mutter sanft, „wie kam sie hierher — in den See „Ach, ich vergaß, ich habe Dir meine Geschichte erst halb erzählt," antwortete er; „ich wollte Dir alles sagen, doch ich verschob diese schwere Aufgabe von Tag zu Tag; und dann brachte die Zeitung jene unglückselige Nachricht. Ich hatte gehofft, Margarete würde nichts davon erfahren, doch ein unglücklicher Zufall spielte ihr das betreffende Blatt in die Hände. * Berlin, 29. Mai. Die «Voss. Zig." meldet aus Würzburg: In Untersranken, besonders Teilen der Rhön und des Spessart, gingen schwere Wolkenbrüche nieder, die bedeutenden Schaden anrichteten. Die Bahnverbindungen sind mehrfach unterbrochen. Der Expreßzug Ostende-Wien erlitt erhebliche Verspätung. Auch aus dem Isartal werden schwere Gewitter gemeldet. * Neu-Strelitz, 30. Mai. Der Großherzog ist gestern nacht 10^ Uhr verschieden. fGroßherzog Friedrich Wilhelm, geb. 17. Okt. 1819, vermählt mit Augusta, Prinzessin von Groß-Britannien; ihm folgt auf den Thron Großherzog Adolf Friedrich, geb. 22. Juli 1848, vermählt mit Elisabeth, Prinzessin von Anhalts * Beuthen (Oberschl.), 29. Mai. Heute früh 5 Uhr brach in der hiesigen Gastwirtsausstellung, die heute geschlossen werden sollte, Feuer aus, wodurch ein Teil der Ausstellung vollständig vernichtet wurde. Man vermutet Brandstiftung. Der Schaden ist bedeutend. München, 26. Mai. Das deutsche Schützenfest soll im Jahr 1906 in München abgehaiten werden. Die Hauptschützengesellschast München will 50 000 Mk., der Münchener Schützenbund 20 000 Mk. zur würdigen Ausgestaltung des Festes zeichnen. Der Magistrat und das Gemeindekollegium beschlossen, wie die »Münch. Neuest. Nachr." melden, als Garantie- fonds der Stadtgemeinde einen Betrag von 50 000 Mk. zu zeichnen. * Liedenzell (Schwarzwald), 29. Mai. Hier fand heute zur Feier der dreihundertjährigen Zugehörigkeit zu Württemberg in Anwesenheit des Königs ein großes Jubelfest statt. Nach der Uebergabe einer Huldigungsadresse auf dem Rathaus nahm der König im Kurpark einen großartigen Festzug entgegen. Straßburg, 28. Mai. Zur Wahl Basser- manns in Frankfurt a. O. schreibt die „Soziale Praxis": Der Wiedereintritt Bassermanns in den Reichstag ist ein Ereignis, das die bürgerlichen Sozialpoliker aller Richtungen freudig begrüßen müssen. Seine Wahlniederlage in Karlsruhe und Roesickes Tod hatten in die Reihen entschlossener, kenntnisreicher und erfahrener Sozialpolitiker im Parlament sehr empfindliche Lücken gerissen. Nun kehrt Bassermann nach glänzendem Siege in Frankfurt a. O. in den Reichstag zurück, in dem er während der Legislaturperiode von 1898—1903 die maßgebende Führung der nationalliberalen Partei in sozialpolitischen Fragen inncgehabt hatte. Wir dürfen erwarten, daß ihm auch das gleiche Amt in der Fraktion zufällt. Er kommt gerade noch rechtzeitig, um bei der weiteren Beratung der Kaufmannsgeriche im Plenum, die nach dcr Pfingstpause stattfinden wird, mitzuwirken; bekanntlich hat er seit einer Reihe vvn Jahren nachdrücklich für diese Institution plädiert, und so wird er jetzt das seinig e dazu beitra gen — Arme Margarete! Sie reiste sofort ab, begab sich zuerst nach S . . ., von dort aus schrieb sie mir, — Du selbst brachtest mir den Brief, Mutter — daß sie am selben Abend hier in Hartendorf sein werde und mich sprechen müsse. Das war am Abend jenes Balles. Der Gedanke eines Auftritts vor Jlka war mir unerträglich. Ich mußte sie vom Bahnhof abholen, wenn ich verhindern wollte, daß sie hierherkam. Ich schwöre Dir, daß ich auf dem Wege dahin keinen anderen Gedanken hatte, als ihr freundlich und geduldig begegnen zu wollen. Aber ach, zu meinem Unglück war sie in schlechtester Laune, und — ich schäme mich, es Dir zu gestehen, sic hatte sich offenbar mit Wein Mut zugetrunken. Wir schritten unter den hohen Bäumen auf der Westseite des Parks dahin. Erst da vermochte ich ein vernünftiges Wort aus ihr herauszubekommen. Gewiß zum zwanzigsten Male fragte ich sie, was sie herge- geführt habe; da zog sie das unglückliche Zeitungsblatt aus der Tasche und schrie: „Das! — Das!" „Da war mir mit einemmale olles klar. Das ist ein falsches Gerücht, Margarete," sagte ich; »das müßtest Du doch wissen." „Gut," versetzte sie, „ich will glauben, daß es nicht wahr ist, wenn Du mich in Dein Haus können, die Vorlage durch manche Klippen, die ihr noch entgegenstehen, in den Hafen zu bringen. Dänemark. * Kopenhagen, 30. Mai. Der internationale Tuberkulose-Kongreß wurde, nachdem in einer letzten Sitzung die fremden Vertreter über den Kampf gegen die Tuberkulose in den einzelnen Ländern berichtet, durch den Oberbürgermeister geschloffen. Spante«. * Madrid, 30. Mai. Die deutschen Offiziere, welche dem König im Auftrag des deutschen Kaisers Uniform und Ehrenzeichen eines deutschen Admirals überbringen, werden heute vormittag vom König empfangen werden. Italien. — In scharfem Gegensatz zur vatikanischen Protestnote nimmt an der Eröffnung der touristischen Ausstellung in Bologna neben dem Könige auch der Kardinal Svampa teil. Svampa sagte in seiner Antwort auf die Einladung, er mache sich eine Pflicht daraus, sich zum Rathaus zu begeben, um dem König die Huldigung seines untertänigen Gehorsams darzubringeu. Der Fall ist deshalb besonders bemerkenswert, weil Svampa bisher als intransigent galt und Bologna ehemals zum Kirchenstaat gehörte. Nach dem klerikalen „A»venire d'Jtalia" nimmt Svampa auch an der königlichen Prunktafel teil. Der russisch-japanische Krieg. * Tokio, 29. Mai. (Reuter.) Man glaubt, daß General Stössel die bei Kinlschau geschlagenen russischen Truppen befehligte und daß die Verteidiger Kintschaus der Hauptbestandteil der Besatzung von Port Arthur waren. Die russischen Verluste werden auf 2000 Mann geschätzt. * Tokio, 29. Mai, mittags. (Reuter.) Die Verluste der Japaner bet dem Kampfe um den Nanschauhügel bei Kintschau werden jetzt auf 3500 Mann geschätzt. Von der Zahl der genommenen russischen Geschütze heißt es jetzt, dieselbe betrage mehr als zwanzig. * Tokio, 30. Mai. (Reuter.) General Oku hat an die Bevölkerung von Liaotung eine Erklärung gerichtet, in der er einerseits Schutz des Lebens und Eigentums verspricht, sowie Entschädigung für etwa durch die Japaner erlittenen Schaden, andererseits aber schwere Strafen androht, wenn die Bewohner die Russen unterstützen. Verschiedenes. — Ein Hof ohne Frauen. Der Tod der Prinzessin Johann Georg von Sachsen, der Gemahlin des zweiten Sohnes des Königs von Sachsen, erfolgte so unerwartet und plötzlich, daß von den Verwandten der hohen Patientin niemand an wesend sein konnte; nur 2 Kranken- führen und dem geschminkten stolzen Fräulein sagen willst, daß ich Deine Frau bin!" „Ich werde nichts derart tun." sprach ich ruhig. „Morgen wirst Du mehr wieder Du selbst sein, dann wollen wir sehen, was das Beste ist zu tun." „Währenddem gingen wir ganz dicht am Wasser entlang, — ja, einmal machte ich sie darauf aufmerksam, daß ihr Kleid das Wasser streife, und sie zog es zurück. Was ste veran- laßte, — wenn es nicht der offenbar im Ueber- maß genossene Wein war, — ich weiß es nicht, genug, plötzlich fing ste an, Dich und Jlka zu schmähen. Vergebens bat ich sie, ihre Stimme zu dämpfen. Und ich — Gott verzeih es mir! — ich war immer heftig und ungeduldig — ich zitterte vor Erregung und das Blut kochte mir in den Adern. Vielleicht hatte auch ich in falschen Reizmitteln Kräfte gesucht. Genug, sie sagte Jlka die schändlichsten Dinge nach, doch konnte sie sich nicht auf ihren Namen entsinnen." „Gib mir die Zeitung," schrie ste, „daß ich ihren Namen lesen und den Himmel anflehen kann, daß er sie vernichte." „Natürlich wollte ich ihr das Blatt nicht geben, sie sollte Jlka nicht schmähen. Ich schwöre Dir, daß ich nicht im entferntesten daran dachte, Pflegerinnen waren um sie beschäftigt. Nach der Operation erhielt sich die Temperatur fortgesetzt auf über 100, was Komplikationen befürchten ließ. Der Tod erfolgte dadurch, daß eine größere Anzahl Blutgerinnsel aus dem Unterleib in das rechte Herz und von da in die Lunge geriet. Da auf den Unglückstag gerade der Geburtstag des sächsischen Kronprinzen fiel, mußte die Gratulationskour abgesagt werden. Die einzige weibliche Repräsentantin der königl. Familie ist gegenwärtig Prinzessin Mathilde, die 40 Jahre zählt und unvermählt geblieben ist. Der König ist bekanntlich seit langen Jahren verwitwet, der Kronprinz geschieden, der dritte Sohn des Königs, Prinz Max, ist Priester: somit sind sämtliche Mitglieder des sächsischen Königshauses gegenwärtig ohne Gattin. — Der „Naturmensch" Nagel ist von seiner Frau verlassen worden, wie sie mitteill, weil Nagel ihr neugeborenes Kind „fortwährend mit kaltem Wasser abhärtete", und weil er ein Verschwender sei. Er habe sich ein Billard ange- schaffi, ein Klavier gekauft und in ähnlicher Weise das reichlich erworbene Geld — im Monat 1500 Mk. — vergeudet. Auch das Naturmenschenleben gefiel ihr nicht länger. — Das Wetter im Juni soll nach Otto Falbs Prognose im ersten Drittel des Monats ziemlich trocken sein, in den beiden letzten Dritteln dürfen wir uns dagegen auf recht zahlreiche Niederschläge mit vereinzelten Gewittern gefaßt machen. Den 13. Juni bezeichnet Falb als einen kritischen Termin zweiter, den 27. (also den Siebenschläfer!) als einen solchen dritter Ordnung. Dem hundertjährigen Kalender nach müßte der Juni erst kühles Wetter (Reif), vom 9. ab aber Wärme bringen. Badischer Landtag. Karlsruhe, 28. Mai. s84. Sitzung der II. Kammer.) Präsident Gönner eröffnet die Sitzung um 9 Uhr. Am Regierungstisch Finanzminister Becker und Staatsrat Reinhardt. Abg. Kriechle erstattet Bericht über das Budget der Forst- und Domänenverwaltung. Die Mehreinnahmen belaufen sich auf über 8 Millionen Mark und differieren nur gering mit den Reineinnahmen der verflossenen Budget- Periode. Einen Wunsch aus allen Parteien möchte er heute Vorbringen, einen Besuch der Brauerei Rothans noch auf das Programm dieses Landtages zu setzen. Staatsrat Reinhardt erklärt, daß die Frage dieses Ausfluges sehr gerne einer Prüfung seitens der Regierung unterzogen werde. Abg. Frühauf bespricht die Frage der Besörderungsverhältnisie der höheren Beamten der Forstverwaltung. Die Neustadter Versammlung der Forstbeamten verlange Vermehrung der Forstämter um 20, er dürfe dabei auch darauf Hinweisen, daß die in Frage kommenden Beamten nicht an die Kammer ihr ein Leid zuzufügen. Aber plötzlich stürzte sie sich laut schreiend mit aller Gewalt auf mich, um mir das Blatt zu entreißen; ich suchte mich von ihr loszumachen und stieß ste zurück, da strauchelte sie rückwärts und fiel mit einem lauten Schrei ins Wasser. Ich hatte nicht daran gedacht, sie hineinzustürzen, ja, ich wußte kaum, daß wir dem Rande so nahe waren, aber — ich rettete sie auch nicht. — „Im Fallen hatte sie sich an mich geklammert und dadurch die Manschette mit dem Knopfe abgerissen. Wodurch sie wie ein Stein in die Tiefe sank, ohne noch einmal zum Vorschein zu kommen, vermag ich nicht zu sagen. Mehrere Minuten lang blieb ich auf derselben Stelle stehen; wäre ste wieder zum Vorschein gekommen, so hätte ich sie gerettet. Aber ich stürzte mich ihr nicht nach und trage insofern die Schuld an ihrem Tode. Ach, Mutter, lieber hätte ich jede Folter ertragen, als das gelitten, was ich seitdem gelitten habe. Hier fand ich keine Ruhe, darum ging ich fort; aber das Furchtbare, was geschehen, verfolgte mich, und von Gespenstern gejagt, von tausend Furien gepeitscht, kam ich zurück." (Fortsetzung folgt.) «.1, üew-'ndet hätlkn, sondern an die Regierung. Kmaisrät Neinhardt ver breit-t sich über die Anstellunasverhältuisse. Wegen der Budgeilage mustte man sich mit den bestehenden etatmäßiges begnügen- Eine Vermchumg der Forstel.. sei in Aussicht genommen. Redner möchte dauernd hervorheben, daß die Budgetkommission bei den Neubauten von Dienstgebäudcn ca. 10 T in Abzug gebracht habe. Den dienstlichen Bedürfnissen entspreche dieser Abstrich leider garnicht. Abo- Armbrust er befürwortet die Einführung der Selbstregie in den Gemcindejagden. Abg. Riefferle bringt den Wunsch des badischen Forsioereins zur Sprache, der sich dahin ausgesprochen, daß die Vorbildung auf den Universitäten vorgenommen werde. Er wünsche, daß die Regierung diese Frage prüfen möge. Redner wendet sich gegen die Einführung der Regicjagden, die das Forstwesen nur noch weiter belaste. Abg. Kopf hält es gleichfalls für geboten, baß die Frage der Vorbildung der Forstbeamten geprüft werde. Auch er möchte dem Gebiet der Regiejagd eine gewisse Zurückhaltung gewahrt wissen; jedenfalls sollte man von dem Abgebeu der Jagden unter der Hand absehen. Das beste aber sei, wenn man den Weg der öffentlichen Versteigerungen betrete, wie er im Jagdgesetz vorgesehen sei. Was die Rothaus - Brauerei betreffe, so sollte man die Frage doch erwägen, ob nicht ein Verkauf anzustreben sei, da der Staatsbetrieb ein teuerer sei, wie ein privater. Staatsrat Reinhardt hält es im Interesse der Forstverwaltung für geboten, daß Forstbetrieb und Jagdvrrwaltung in einer Hand seien, und tritt für die Regie- jagd ein, die auch von anderen Staaten mit Erfolg eingeführt worden sei. Montag 4 Uhr Fortsetzung. Liegenschaftskäufe zu Durlach im Monat April 1994. Der Grundstücke Name, Stand und Wohnort Name, Stand und Wohnort LZ S Prei». Laserruch Nr. ! Flächeninhalt, Kulturart und Gewann. des bisherigen Eigentümers. des neuen Eigentümers. AZ Z 382d 2,45 » Hofr. m. Geb. Amalienstratze. Wilhelm Matt, Fabrikschlosser, und Ad. Wüst Ehel. Gottlieb Kübler und Ehefrau, geb. Wunderlich. Kauf. 42060 am 15,06 » Äcker in der Höhe. Karl Steinmetz, Weinhändler hier. Gustav Kleiber, Landwirt Eheleute hier. 730 66 4,40 » Haus Ortsetter Kelterstraße. Joh. Gg. Schreiber Wtb. und Luise Sophie Schreiber. August Kleiber, Landwirt Eheleute hier. 10 600 3626 3,93 » Wiese an der Geroldshecke. Heinrich Brecht, Fabrikarbeiter, Hagsfeld. Wilhelm Pallmer!I, Hagsfeld. 50 3806 17,00 » Wiese auf der Breit. dto. Jakob Eiscle Eheleute, Hagsfeld. 26S 7769 39,15 s Acker auf der Hochstätt. Gottlieb Dessecker, Architekt, Karlsruhe. August Gerhard Witwe, Karlsruhe. 2 500 4008 123,48 » Wiese auf der Breit. Karl Steinmetz, Weinbändler hier. Stadtgemeinde Durlach. 9 200 67S3 7,82 » Weinberg im obern alten Berg. Gabriel Kühnle Wtb., geb. Groncr hier. dto. 1173« 5825 0,79 » Gartenland am Kalkofen. Jakob Kreutz Eheleute und Karolinc Kreutz. dto. ^2647.8« 5825 2,24 » dto. dto. dto. 5826a 2,59 » dto. Adolf Betz, Gärtner hier. dto. 2760 5827» 1,48 » Hofraite daselbst. Philipp Süß und Heinrich Weil, Fabrikanten. dto. 1480 5828 0,36 » Acker daselbst. Friedrich Krait, Wirt hier. dto. 380 660» 16,12 » Haus m. Garten Ehrlesgärten. Karl Order, Gärtner hier. Franz Josef Steuftenagel und Ehefrau hier. 13750 1337b 6,80 » Haus m. Garten auf der Höfen. Jakob Erhard Meier, Landwirt hier. Friedrich Weigel, Landwirt Eheleute hier. 12 000 5427 9,46 » Weinberg im obern Dcchantsberg. dto. dto. 100 5576 10,53 » Weinberg an der Ettlingerstraße. dto. dto. 400 1801 7,19 » Acker in der Beun. Friedrick Ostermeier, Privat hier. Friedrich Trautwein, Zicgeleibesitzer hier. 700 9189 13,29 » Wiese in der Bennenau. Julius Frick, Fabrikarbeiter, Blankenloch. Ernst Kämmerer, Bahnarbeiter, u.Ehefr., Blankenloch. 100 263» 0,92 » Hofr. m. Geb. Ortsetter Psinzstr. Ludwig Ammann, Dreher hier. Karl Fr. Semmler, Fabrikarbeiter Eheleute hier. 263d 0,24 » Hausgarte» daselbst. dto. dto. 13 00« 294 0,37 » Hofraite mit Gebäuden daselbst. dto. dto. 1 1897 16,38 » Acker auf der unteren Reuth. Wilhelm Bodenmiillcr, Wirt hier. Philipp Knobloch, Fuhrunternehmer Eheleute hier. 80« 7468 13,67 » Acker im untern Dechantsberg. Jakob Friedrich Forschner, Dreher hier. dto. ' 250 AMtsverküKdig«ngshlKtL fÄV de« Amtsbezirk DrzrSach. Amtliche HekauntMachNRgeu. SkkallnIiMiluz. Da zu dem am 17. Juni d. I. in der Nähe von Homburg v. d. H. geplanten internationalen Motorwagen-Wettfahren um den Gordon-Bennett-Preis voraussichtlich Motorfahrzeuge in großer Zahl zusammenströmen werden, ist für das Königreich Preußen mit Wirkung für die Monate Juni und Juli d. I. die Anordnung getroffen worden, daß jedes nicht bei der zuständigen preußischen Behörde registrierte, der Beförderung von Personen dienende Kraftfahrzeug, welches vorübergehend im Preußischen Staatsgebiete verwendet wird, mit einem polizeilichen Kennzeichen versehen sein muß, welches aus den (lateinischen) Buchstaben 6. 8. und einer Erkennungsnummer besteht. In dieser Beziehung ist bestimmt: „Das Kennzeichen ist auf weißem Grunde in schwarzer 12 ein hoher und im Grundstrich 2 ein starker Schrift an der Rückseite des Fahrzeugs nach außen hin an leicht sichtbarer Stelle in kreisrunder Form entweder auf der Wandung des Fahrzeugs selbst oder auf einer mit diesem durch Schrauben mit versenkten Köpfen verbundenen Tafel mit möglichst glatter Oberfläche anzubringen. Die Buchstaben müssen über der Erkennungsnummer stehen. Der Abstand zwischen den Buchstaben, zwischen diesen und der Erkennungsnummer sowie zwischen den einzelnen Ziffern der Erkennungsnummer muß 2 em betragen. Die Anbringung von Verzierungen auf dem weißen Grunde und an dem Kennzeichen ist unzulässig. Während der Dunkelheit ist das Kennzeichen zu beleuchten. Außer dem Kennzeichen dürfen andere Bezeichnungen, auch wenn sie in der Heimat des Kraftfahrzeugs vorgeschrieben sind, nicht geführt werden." Für diejenigen nicht preußischen Kraftfahrzeuge, welche die Erkennungsnummer nicht durch Vermittlung des deutschen Automobilklubs oder der ausländischen Klubs zugewiesen bekommen, kann dieselbe bei dem Königlich Preußischen Polizeipräsidium in Frankfurt a. M. (Neue Zeile Nr. 60) erwirkt werden. Der Antrag auf Vermittlung einer solchen Erkennungsnummer ist von den im Großherzogtum Baden sich aufhaltenden Besitzern von Motorfahrzeugen bei der.: Bezirksamt des Wohnorts zu stellen, bei welchem die in 8 4 der La rdesverordnung vom 26. März 1901 (Ges. u. V O-Blatt S. 385) Dorgeschriebene Anzeige erstattet worden ist. Karlsruhe den 24. Mai 1904. Großherzogliches Ministerium des Innern: _ Schenkel. _ Durlach. Iwcrngs -Werfteigsrung. Nr. 1022. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Durlach belesenen, im Grundbuche von Durlach zur Zeit der Eintragung des Veriteigerungsvermerkes auf den Namen des Bäckermeisters Hermann Heid in Durlach eingetragenen, nachstehend beschriebenen Grundstücke am Samstag den 4. Juni 1SS4, vormittags 1« Uhr, durch das Unterzeichnete Notariat in dessen Diensträumen — Sophiea- straße 4 I — in Durlach versteigert werden. Der Versteigerungsvermeik ist am 27. Februar 1904 in daS Grundbuch eingetragen worden. Die Einsicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, sowie der übrigen die Grundstücke betreffenden Nachweisungen, insbesondere der Schätzungsurkunde ist jedermann gestattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses jdem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nach- gcsetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens hcrbeizuführeu. widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle deL versteigerten Gegenstandes tritt. Beschreibung der zu versteigernden Grundstücke: Grundbuch von Durlach Band 25 Heft 5 Bestandsverzeichnis I. Lgb. Nr. 146. 4,12 a Hofraite 4m Ortsetter an Schätzung, der Hauptstraße; hierauf steht: a. ein zweistöckiges Wohnhaus mit halber Einfahrt nebst zweistöckigem Seitenbau mit Wohnung, Bäckerei und Stallung; b. ein zweistöckiges Oekonomiegebäude mit Balkenkeller, Remis- und Schweinstallung 30 000 Die Zubehörstücke sind geschätzt zu . . . 2 090 » Lgb. Nr. 2195. 18,54 a Wiese im Lenzenhub . 800 » Lgb. Nr. 2512. 21.06 a Ackerland im breiten Wasen 800 » Lgb. Nr. 45l5. 10,43 a Ackerland in den hohen Erlen. 700 . Summa 34 390 Dur lach den 19. April 1904. Hroßh. Notariat Aurlach I als Vossstreckungsgericht: _ Würtb. _ Gras-Versteigerung. Mittwoch den 1 . Juni -. Js., vormittags 11 Uhr» gelangt im früher Markgräfl. Rebengut auf dem Turmberg die diesjährige Gras- und Klee-Nutzung zur öffentlichen Versteigerung. Augustenberg den 30. Mai 1904. Grotzh. Bad. Landes-Versnchsanstalt Urrgirstenberg: I. V. Tümmler, Weinbau-Assistent. Durlach. Freiwillige GruuWckr - Derftkigcr«»g. Der Gemeinschaftsauseinandersetzung halber lassen die Erben des Werkmeisters Christof Friedrich Bull in Durlach die nachbeschriebenen zum Nachlasse gehörigen Grundstücke am Mittwoch den 1. Juni 1SV4, nachmittags 3 Uhr, durch das Unterzeichnete Notariat auf dem Rathause in Durlach (Zimmer Nr. 9) zum letztenmal öffentlich versteigern. Der Zuschlag erfolgt mit Bedenkfrist von 14 Tagen dem Höchstgebot. Meschreivnng der Grundstücke: Gemarkung Durlach. Anschlag. 1. Lgb. Nr. 364 6. 2 a 77 gm Hofraite auf den Hinterwiesen am Badhausweg, worauf steht: s. ein 2stöck. Wohnhaus mit gewölbtem Keller, b. ein 2stöck. Hintergebäude mit Wohnung und Balkenkeller und Treppenhaus . 24 000Mk. 2. Lgb. Nr. 1052 o. 10 a 59 qm Hausgarten im Ortsetter, worauf steht: ein Istöck. Gartenhaus mit Vorbau und gewölbtem Keller. 9 000 „ 3. Lgb. Nr. 5771. 14 a 69 qm Hofraite im kurzen Pfad, worauf steht: eine Istöck. Faßremise mit gewölbtem Keller . 10000 „ 4. Lgb. Nr. 1025. Hofraite 1,64 a, Hausgarten 0,53 a, zusammen 2,17 a, im Ortsetter an der Bäderstraße. Auf der Hofraite steht: ein 3stöck. Wohnhaus mit Eisenbalkenkeller . 17000 „ 5. Lgb. Nr. 1040 e. Hofraite 1,69 a, Hausgarten 2,86 a, zusammen 4,55 a, im Ortsetter. Auf der Hofraite steht: ein Istöck. Wohnhaus (Villa) mit Kniestock und Balkenkeller, Sophienstraße 11 ... 13000 „ 6. Lgb. Nr. 1040 k. Hofraite 1,80 a, Hausgarten 2,80 a, zusammen 4,60 a, im Ortsetter. Auf der Hofraite steht: ein 2stöck. Wohnhaus (Villa) mit gewölbtem Keller, Sophienstraße 9 . 19 600 „ 7. Lgb. Nr. 1152. 1 a 67 qm Hofraite im Ortsetter an der Jägerstraße. Auf der Hofraite steht: a. ein 1 istöck. Wohnhaus mit Anbau, k. ein Schopf. 10000 „ 8. Lgb. Nr. 7588 a. Ackerland 52,81 a, Steinbruch 17,10 a, zusammen 69,91 a, im Lerchenberg .... 25500Mk. Lgb. Nr. 7608. 15 a 96 qm Ackerland im Lerchenberg .... 500 „ Lgb. Nr. 7606. 13 a 50 qm Ackerland allda. 400 „ Lgb. Nr. 7577. 21 a 42 qm Oedung im Bergfeld. 100 „ zusammen 26500 „ einen Steinbruch bildend, in welchem roter Pfinztäler Sandstein gebrochen wird. Das Material wurde auf der Gewerbe- und Industrie-Ausstellung Durlach im Jahre 1903 mit der goldenen Medaille ausgezeichnet. 9. Lgb. Nr. 7580 a. 33 a 56 qm Ackerland im 10. Lgb. Nr. 7867. 31 L 68 qm' Ackerland im Kochsacker . 500 „ 11. Lgb. Nr. 7943 e. 18 s, 08 qm Ackerland im Geiger. 250 „ 12. Lgb. Nr. 5616. 7 a 07 qm Ackerland in der untern Luß. 900 „ Gemarkung Aue. 13. Lgb. Nr. 1414. 14 a 01 qm Acker in den Nahenhausen auf die Hausenbrücke .... 400 „ Durlach den 16. Mai 1904. Grotzh. Notariat i: _ Würth. _ Die Hundstaxe betreffend. Die Besitzer von Hunden werden darauf hingewiesen, daß bei Vermeiden der einfachen Taxnachzahlung und der doppelten Taxentrichtung als Strafe, neben welcher die Einziehung der Hunde, für welche die Taxe nicht rechtzeitig bezahlt wird, angeordnet werden kann, jeder üSer sechs Wochen alte Knnd in der ersten Kälfte des Monats Juni öei der Steuereinnehmerei am Hrt des Wohnsitzes oder des dauernden Aufenthalts des Besitzers anzumelden und für denselöen gleichzeitig die vorgeschrieöene Kare zu entrichte» ist. Ueber sechs Wochen alte Hunde, welche nach diesem Termin bis zum 31. Mai des nächsten Jahres in Besitz genommen oder in die Gemeinde eingebracht werden, sind innerhalb 4 Wochen nach der Besitzerlangung bezw. der Einbringung, Hunde, welche erst nach dem Anmeldetermin das Alter von sechs Wochen erreichen, innerhalb 4 Wochen nach diesem Zeitpunkt anzumelden. Der Besitzer eines Hundes Hai hinsichtlich der Taxe den Rückgriff auf den Eigentümer. Durlach den 16. Mai 1904. Der Bürgermeister. §rki>»hch-LiefttW. Der Kathol. Oberstiftungsrat bedarf für den Winter 1904/5 140 Ster buchenes nicht geflößtes Scheiterholz vom Hieb 1903/4. Die zur Uebernahme der Lieferung Lusttragenden wollen ihre Angebote schriftlich und verschlossen mit der Aufschrift „Brennholzlieferung für den Kathol. Oberstistungsrat" bei der Expediteur dieser Stelle, wo die Bedingungen eingesehen werden können, innerhalb 10 Tagen einreichen. Karlsruhe, 27. Mai 1904. Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Be- machen wir die traurige Mit- i teilung, daß unser lieber Sohn srlLOla O-isss, Fabrikarbeiter, heute nachmittag ^3 Uhr nach langem schweren Leiden im Alter von 16 Jahren sanft entschlafen ist. Aue. 29. Mai 1904. Die trauernden Eltern und Geschwister. Die Beerdigung findet Dienstag den 31. Mai, abends 6)/ Uhr, statt. Marktpreise. z Kilogr. Schweineschmalz SO Pf., Butter Rk. 1.10. 10 St. Eier 70 Pf., 20 Liter Kartoffeln 100 Pf.. SO Kilogr. Heu M. 3.-, )0 Kilogr. Roggenstroh Mk. 2.10 40 Kilogr. Dinkelstroh Mk. 1.75, 4 Ster Buchenholz (vor das Haus gebracht) 48 Mk. t Ster Tannenholz Mk. 86, 4 Ster Forlenhol» Mk. 36. Durlach, 28. Mai 1904. Das Bürgermeisteramt. üs ist villliöML sieb obve LrÄIiranx eine Vorstellung von äea unverzleicklieben IVirlrungM gegen »lls liLntnnreiniglceitsn, Lusseblüxo ete. cker Ilsrüe i»i< I xiI.xgtl u»>l ILrvii- von Sergmsnn L Co., Serlin kM., vorm, prsnkfurt a. N. rn rnselieu. ?reis per Meli 50 ktx. bei: O. Drogerie. Privat-Anzeigr«. Aue. Kkleidjgvllgs-Zurjickushulk. Die beleidigenden Aeußerungen, die ich gegen Ludwig Berggötz gemacht habe, nehme ich reuevoll und als unwahr zurück und zahle als Sühne 20 Mk. für die Kleinkinderschule Aue, sowie die erwachsenen Kosten. Paul Hartman», Küfer fsinsten l-imburger, 1 Laib 50 H, Laib 25 H, Oobsknmsulsslst, per Pfund 35 10-Pfund-Faß 2,90 bei Hhilixp Lirger L Filialen. Aue. Wohnung zu vermieten. 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