AWM" Tageblatt. HW ^ 213. MLNVW Montag dm 12. September TageLKLttigKeiLeN. Bade». ff Karlsruhe, 11. Sept. Die Feier des Geburtstages unseres Laudesherrn nahm auf der Mainau den üblichen Verlauf. An der Mittagstafel nahmen außer den Groß- herzoglichen und Erbgroßherzoglichen Herrschaften teil der Großherzog und die Großherzogin von Sachsen, sowie Prinzessin Neuß. Außerdem war die Prinzessin Wilhelm von Salem auf der Mainau erschienen. Um 4 Uhr unternahmen die Großh. Herrschaften mit ihren Gästen und sämtlichen Hausbewohnern, sowie mehreren geladenen Personen eine Rundfahrt mit Dampfboot durch den Ueberlinger See, wobei in Bodman und lleberlingen gelandet wurde. Die Rückkehr nach der Mainau erfolgte gegen 7 Uhr. ff Karlsruhe, 11. Sept. Wie die „Karlsr. Ztg." meldet ist der Beginn der diesjährigen Spätjahrsprüfung der Rechtskandt- daten auf Freitag den 21. Oktober festgesetzt worden. § Karlsruhe, 10.Sept. fFerienstraf- kammer.s Ein Streit, der am 22. November v. Js. in der Wirtschaft „zum Adler" in Grün- wetlersbach zwischen dem 21 Jahre alten Cigarrenmacher Gustav Wolfin ger aus Grünwettersbach und dem 13 Jahre älteren Steinhauer Karl Konstantin von da entstanden war, nahm für letzteren einen verhängnisvollen Ausgang. Wolfinger hatte den Konstantin in der genannten Wirtschaft so lange gereizt, bis dieser die Geduld verlor und ihm eine Ohrfeige gab. Daraufhin ergriff Wolfinger sein Bierglas und warf es seinem Gegner au den Kopf. Konstantin wurde auf das linke Auge getroffen und ss schwer verletzt, daß er auf diesem Auge das Sehvermögen verlor. Wegen seiner folgefchweren Tat stand Wolfinger heute vor der Strafkammer. Diese verurteilte ihn zu 1 Jahr Gefängnis, abzüglich 1 Monat Untersuchungshaft. — Aktuar Gottlob Walch, zuletzt beim Amtsgericht Mannheim, derzeit beurlaubt und Ratschreiber in Durlach, wurde dem Amts- gericht Freiburg zugewiesen. * Durlach, 10. Sept. Der Samstag vor 8 Tagen auf der Karlsruhe-Durlacher Straße von einem Automobil überfahrene Arbeiter Letzte von Rintheim ist in einem Karlsruher Krankenhaus au Blutvergiftung gestorben. Hoffentlich hat der ihn vertretende Rechtsanwalt für diesen schlimmsten Fall und Ausgang bei Vereinbarung der momentanen Entschädigung von 350 Mk. sich einen Vorbehalt ausbedungen. Leßle wird als ein braver Mensch geschildert; er hinterläßt eine Witwe mit mehreren Kindern. L. Durlach, 11. Sept. Wir wollen nicht verfehlen, die Leser unseres Blattes auf die Tanzreformatorin Jsadora Duncan aufmerksam zu machen, welche am 13. ds. Mts., Dienstag abend 8 Uhr (Kaffeeröffnung 7^ Uhr, Preise 10 Mark bis 1 Mark), in der Karlsruher Festhalle auftritt. In der ganzen Kulturwelt erregt sie berechtigtes Aufsehen und fand auch in Baden-Baden, wo sie kürzlich dreimal auftrat, stürmischen Beifall. Als Gegnerin des modernen Tanzes hatte sie den Mut, mit Trikot, Schnürleib und Balletrock zu brechen. Ihr Gewand besteht nur aus einem den Oberkörper verhüllenden Flor. Den Sinn für die Schönheit des menschlichen Körpers zu wecken und durch Bewegungen, welche genau den Geist jedes Musikstückes wiedergeben, Komponisten wie Chopin und Beethoven auch dem Auge nahezubringen, dabei alle klassisch schönen Stellungen antiker Statuen ins Leben zu rufen, erachtet sie sür ihre heilige Lebensaufgabe. Die keusche Mädchenhaftigkeit, künstlerische und moralische Reinheit, die ihr ganzes Auftreten atmet, steht in schreiendem Gegensatz zu dem Sinnenreiz des modernen Ballets. Allen Künstlern, Musikern und Freunden menschlicher Schönheit und antiker Natürlichkeit empfehlen wir dringend diese bloß einmalige Gelegenheit. )( Durlach, 12. Sept. Der Evangelische Arbeiter- und Handwerkerverein unternahm gestern einen Besuch in Speyer, um die neuerbaute Protestationskirche und den alt- ehrwürdigen Dom mit den Kaisergräbern der Salier und Hohenstaufen zu besichtigen. Die Protestationskirche erregt bei manchen Anstoß und zwar ihres Namens wegen, und diese St«Lckmrr»z«rü-i per vier,esp»lte»» geil» » Ps. Inserat» erbittet man bi» s-Ltesteu» 10 Uhr vormittag». IM. finden den Namen „Gedächtntskirche" schöner, paffender, milder, versöhnlicher.-Sehr logisch! Da könnte und müßte man dann aber auch den Namen „Protestanten" umändern, etwa in: „Gedächtnischristen". Diese Kirche ist ein Gedächtnismal an eine Tat, und diese mutige Tat war und ist und bleibt: die Prote- statiou, und der einzig richtige Name für die Kirche ist also: ProteAationskirche. Kein vernünftiger Mensch kann daran Anstoß finden und die bestehenden Gegensätze werden auch durch einen konzilianteren Namen nicht verkleistert. ff Pforzheim, 10. Sept. Gestern stürzte das 3 jährige Kind des Aug. Maier hier vom 2. Stockwerk in den Hof, woselbst cs sich einen Schädelbruch zuzog und bald darauf starb. ff Mannheim, 10. Sept. Eine gemeingefährliche Hochstaplerin stand heute in der Person der 30 Jahre alten verheirateten Emilie Ziegler aus Neukirch vor der hiesigen Strafkammer. Die genannte hatte neben anderen Schwindeleien und Wechselfälschungen eine alte Dienstmagd, die hier diente, um ihre gesamten Ersparnisse im Betrage von ca. 3000 Mk. beschwindelt. Das Urteil lautet auf 4 Jahre Gefängnis. ff Mannheim, 10. Sept. Als vor einigen Tagen der Besitzer eines dort vor Anker liegenden Schiffes auf dasselbe zurückkehrte, fand er das Nestchen leer; seine Frau hatte das Weite gesucht; gleichzeitig war eine Summe von 1000 Mk. verschwunden, eine Kassette mit 20 000 Mk. war dagegen unberührt geblieben. Als der Mann sich behufs Anstellung der nötigen Recherchen wieder an Land begab und später zurückkehrte, war auch die genannte Kassette nicht mehr vorhanden. Seitens der Gendarmerie erfolgte nun die Verhaftung zweier Matrosen, die im Verdachte der Mithilfe bezw. der Beihilfe an dem Diebstahle stehen. ff Oberachern, 10. Sept. Gestern mittag erstickte der 78 jährige Christian Falk. Beim Mittagessen war ihm ein Stückchen Brot in die Luftröhre geraten, das er nicht mehr herausbrachte und der Tod infolgedessen nach einiger Zeit eintrat. MeiriLetorr. 16) Der Stein des Anstoßes. Erzählung von L. Jd-ler iU. Derelli.) (Fortsetzung.) Man ging zu Tische. Der Doktor bemächtigte sich der Unterhaltung und bald mußte der Baumeister erkennen, daß der ihm so fremde Mann eine ganz bestimmte Absicht hegte. Er brachte die Rede auf die Tochter des Landrats, Fräulein Lydia von Buring, und bezeichnet! Hallern als einen Verehrer dieser Dame. „Sie find sehr Hahn im Korbe in dieser Familie!" schloß er lachend, „und man denkt in Scharfenberg allgemein, Sie werden Ihren Aufenthalt im Städtchen mit einer Verlobung abschließen." Kornelie sah schweigend vor sich nieder, sie wußte, daß dies Gerücht nicht wahr sein konnte, aber wie kam der Doktor dazu, es zu behaupten? ' „Wer denkt das?" fragte Hallern scharf. „Alle!" meinte der Doktor gleichmütig und knackte eine Nuß auf. „Und wo gab ich Veranlassung zu einem solchen Gerücht?" fragte der junge Herr weiter, das Blut stieg ihm in die Stirn. Doktor Kurze sah mit gutgespieltem Erstaunen empor. „Entschuldigen Sie, wenn ich zu weit ging. Es ist auch schließlich nicht recht, wenn man vorher von solchen zarten Dingen spricht." Und ohne eine Antwort abzuwarten, wandte er sich an Marianne: „Sehen Sie, gnädiges Fräulein, nun, wo die Eisenbahn sicher ist, kommt auch sofort die Industrie. Was meinen Sie zu Lüchow, können Sie sich denken, daß Lüchow binnen kurzem Fabrik- und Handelsstadt sein wird?" Lüchow war ein kleiner, elender Flecken, der sich den Namen einer Stadt anmaßte, in Wahrheit aber nichts war, als ein etwas größeres, überaus einsam gelegenes Dorf. Etliche Kramläden und ein paar Gasthöfe zeichneten cs vor den andern Dörfern aus, aber diese Vorzüge waren so primitiver Natur, daß sie nur von den ganz einfachen Landleuten benutzt wurden. Kornelie lachte. „Ehe Lüchow Welt- und Handelsstadt wird, gehen vielleicht noch einige Jahrhunderte vorüber." „Lachen Sie nicht, gnädiges Fräulein," sagte der Doktor ganz ernst. „Die Damen kennen Robertshöh? das Landgut in der Nähe der Stadt?" „Jawohl!" versetzte Marianne. „Soll von dort etwa das Heil für Lüchow kommen? Auf Robertshöh ist bis jetzt noch jeder Besitzer bankrott geworden." „Aber nun wird die Sache anders angefaßt!" rief Kurze energisch. „Das Gut ist vorige Woche verkauft, an Industrielle aus Berlin, die Herren Sperber und Kompagnon. Mächtig reiche Leute!" „Und diese kaufen hier ein Gut?" fragte der Baumeister ungläubig. „Reiche Herren aus Berlin?" „Ganz gewiß! Großartig wird eS, denn die verstehen die Sache. Herr Sperber bleibt in Berlin, der Kompagnon ist schon eingetroffen, ein Herr Karmann, unverheirateter Mann, allerliebster Junggeselle und eine famose Partie für die hiesige Damenwelt. An solchen Herren hat es ja unserer Gegend gefehlt." „Ich dächte nicht!" sagte Kornelie trocken, „bis jetzt hat sie niemand vermißt." „Nun, Fräulein, für Sie ist ja Herr Karmann vielleicht auch weniger. So eine junge Dame gehört in die Stadt, wo sie Vergnügen hat, wo sie steht und gesehen wird." Kornelie lachte. „So will ich mir keine Hoffnungen auf Herrn Karmann machen!" ent- gegnete sie belustigt und ein neckender Blick streifte den Baumeister. „Was wollen denn nun aber diese Herren hier?" fragte Marianne. * Reichenau, 10. Scpt. Mit der Weinlese dürste hier in etwa 14 Togen begonnen werden. Die Qualität könne als eine recht gute bezeichnet werden» da sich die Trauben in letzter Zeit noch sehr schön entwickeln konnten. Was die Quantität« nbetrifft, ist ein Zweidrittel Herbst zu erwarten. Deutsches Reick. * Kiel, 11 . Sept. Die „Hohenzollern" mit dem Kaiser und dem Prinzen Heinrich von Preußen an Bord lief um 82 Uhr vormittags in den hiesigen Halen ein. Die Festung Friedrichsort feuerte den Kaisersalut. Prinz Heinrich begab sich alsbald in das Schloß. * Kiel, 11. Sept. Heute vormittag zehn Uhr fand an Bord der „Hohenzollern" Gottesdienst statt. Am nachmittag, kurz nach zwei Uhr. begab sich der Kaiser von der „Hohenzollern", von dem zahlreich erschienenen Publikum auf das lebhafteste begrüßt, nach dem Bahnhofe und reiste mittels Sonderzuges nach Schwerin ab. Die Batterien der Festung Friedrtchsort und der kleine Kreuzer „Hamburg" feuerten wiederum den Kaisersalut. Am Bahnhofe hatten sich zur Verabschiedung Prinzessin Heinrich von Preußen, der Großherzog von Hessen, sowie die Spitzen der Behörden eiogefunden. Prinz Heinrich von Preußen begleitet den Kaiser bis Lübeck. In Ploen wird die Kaiserin den kaiserlichen Sonderzug besteigen, um gemeinsam mit dem Kaiser nach Schwerin zu reisen. * Schwerin, 11. Sept. Heute nachmittag 4^ Uhr fuhren der Kronprinz, Herzogin Cecilie und die Grobherzogin - Mutter dem Kaiser und der Kaiserin mit einem Sonderzug bis zur Station Kleinen entgegen. * Schwerin, 11. Scpt. Die Stadt trägt reichen Flaggenschmuck. Auf dem Bahnhofplatz und in den Straßen harrt eine dichtgedrängte Menschenmenge der AnkunftderMajestäten. Als um 52 Uhr der Sonderzug mit den Majestäten, dem hohen Brautpaar und der Großherzogin Mutter Anastasia eintral, spielte die Musik den Präsentiermarsch. Die Majestäten entstiegen dem Zug und wurden aufs herzlichste vom Großherzog und der Großherzogin und den übrigen hier weilenden Fürstlichkeiten begrüßt. Abends fand im Goldenen Saale des Groß- herzoglichen Schlosses Galadiner statt. * Schwerin, 12. Sept. Bei dem gestrigen Festmahle im Goldenen Saale des Residenz- schlofses begrüßte der Großherzog den Kaiser und die Kaiserin mit folgender Ansprache: Euer Kaiserliche Majestät und Ihre Majestät die Kaiserin am heutigen Tage hier begrüßen zu können» gereicht uns zu ganz besonderer Freude, und sprechen die Großherzogin und ich für diesen so freundlichen Besuch unfern Dank aus. Euer Majestät diesmaliger Aufenthalt hiersclbst trägt durchaus militärischen Charakter. Werden Eurer Majestät doch von hier aus die großen Herbstübungen des Gardekorps und des 9. K orps leiten. Meine Tru ppen sind stolz dar- „Also hören Sie," entgegnete der Doktor unsäglich wichtig. „In Robertshöh wird eine riesige Dampf-Schneidemühle gebaut, eine ganze Fabrikanlage. Nun bedenken Sie einmal den Holzreichtum der Umgegend. Sperber und Kompagnon kaufen die ganzen Wälder an und lasten sie abholzen, die Stämme wandern in die Schneidemühle, werden dort verarbeitet und gehen von da aus als Bauholz und Bretter auf der neuen Eisenbahn durch die ganze Welt. So wird's gemacht!" schloß der Herr triumphierend. „Da sei Gott vor!" entgegnete Marianne von Marinitzka ganz erschrocken. „Die Gegend hier ist arm und der Boden schlecht, das viele Holz ist noch unser ganzes Glück. Lasten wir die Wälder Niederschlagen, die der armen Bevölkerung immer Arbeit und im Winter eine billige warme Stube gewähren, so zieht der Hunger über das Land. „Korn wächst auf diesem Heideboden nicht, Herr Doktor, das sollten Sie, der Sie schon so lange hier sind, wissen; aber ein Fichtenbaum gedeiht noch und der gibt Schutz und Wärme." Sie hatte sich ganz in Eifer gesprochen, ihre bleichen Wangen röteten sich. Hallern sah sie an. „Sie ist doch noch sehr hübsch!" dachte er und ihren Worten spendete er laute Zustimmung. „Ich glaube, daß Sie > auf, in den Reihen diesls Korps zn stehen und ich Hesse, daß, wie dieselben bei der Altona- Parabe Euer Majestät Anerkennung gefunden haben, sie nunmehr auch draußen im Manöver die Zufriedenheit ihres obersten Kriegsherrn erlangen werden. Wie cs mecklenburgischen Truppen vergönnt war, unter meinem in Gott ruhenden Großvater in vergangenen Zeiten tapfer mitzuwirken, so sind wir Mecklenburger allezeit bereit, unser Leben einzusetzen für unfern Kaiser, für des Vaterlandes Wohlfahrt und Ehre. Wir erheben unsere Gläser auf das Wohl S. M. des Königs und des Kaisers und I. M. der Kaiserin und Königin. Hurra! Der Groß Herzog begrüßte sodann den Kronprinzen mit folgender Rede: Euer Kaiserliche Hoheit kann ich zu meiner innigen Freude als reuren Verlobten meiner vielgeliebten Schwester begrüßen und ich heiße Euer Kaiser!. Hoheit im Namen meines Hauses und meines Landes von ganzem Herzen willkommen. Ich brauche Euer Kaiserliche Hoheit nicht zu ver- > sichern, daß wir das erfreuliche Ereignis Ihrer Verlobung mit um so größerer Freude begrüßt haben, als dadurch die bestehenden verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem erhabenen Hause Hohenzollern und dem meinigen aufs neue enger geknüpft werden. In solchen freudigen Momenten werden unsere Gedanken vor allem zurückgelenkt zu teuern Familienmitgliedern, die nicht mehr unter uns weilen, und wir mästen heute bewegten Herzens daran denken, mit welcher innigen Freude Seine Majestät der hochselige Kaiser Wilhelm Euer Kaiser!. Hoheit erhabener Herr Urgroßvater cs begrüßt haben würden, daß sein Urenkel die gemeinschaftliche Urenkelin seiner beiden geliebten Schwestern, der Kaiserin Alexandra Theodorowna und der Groß- Herzogin-Mutter Alexandrine, zum Lebensbunde heimführt. Wenn ich mich so glücklich schätzen darf, daß wir seit Jahren in treuer Freundschaft verbunden sind, so begrüßt nunmehr mein ganzes Haus hocherfreut Euer Kaiser!. Hoheit als nahen Verwandten und wir hoffen zu Gott, daß es noch glückliche und schöne Zeiten sein werden, die Euer Kaiserlichen Hoheit, wenn Sie bei uns in Mecklenburg weilen, verleben werden. Ich erhebe mein Glas auf das Wohl des hohen Bräutigams, Seiner Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen und Ihrer Hoheit der Herzogin Cecilie. Der Kaiser erwiderte daraufhin mit einem Trinkspruch, der folgendermaßen lautete: Gestatten Eure Kgl. Hoheit, daß ich in meinem Namen, im Namen der Kaiserin und im Nameu meines Sohnes für Ihre Worte aus tiefstem Herzen meinen innigsten Dank ausspreche. Mit hoher Freude haben wir die Kunde vernommen von der Verlobung meines Sohnes mit Ihrer Hoheit der Herzogin Cecilie. Es sind alle liebe und werte Traditionen und Erinnerungen, die Euer Kgl. Hoheit hier aufgefrischt haben. Euer Kgl. Hoheit haben selbst schon unserer hohen für Ihre Heimat durchaus das Richtige erkannt haben," bemerkte er. „Aber, gnädiges Fräulein, Sie müssen nun auch nicht gleich wieder nein sagen," antwortete der Doktor empfindlich. „Die Golyner Forst ist ringsum die größte. So gehen Sie doch mit gutem Beispiel voran, öffnen Sie doch der Industrie den Weg." „Ich werde im Gegenteil mit allen meinen Kräften diesen Plan zu verhindern suchen," entgegnete Marianne bestimmt, „denn ich erkenne ihn als ein Unglück für unsere Gegend, kommt er zustande." Der Stein des Anstoßes! Dieser Gedanke war deutlich auf dem verfinsterten Gesicht des Doktors zu lesen, er wurde sehr verstimmt. Die Herrin von Golyn durchkreuzte seine Pläne weit mehr, als sie selbst ahnte und weit mehr, als sie wissen durfte. Doktor Kurze kannte diesen Herrn Karmann aus früherer Zeit, der alte Bekannte hatte ihn sogleich ausgesucht und sich genau über die ganze Umgegend von ihm unterrichten lassen. Beide Herren waren übereingekommen, Golyn zuerst in Angriff zu nehmen, und wenn der neue Fabrikbesitzer einen vorteilhaften Kauf mit Marianne von Marinitzka obschließen würde, sollten jür Herrn Kurze einige Prozente abfallen. Dieser Verwandten gedacht und ein jeder Blick in die Umgebung öicses Schlaffes erweckt in mir die Erinnerung an schöne vergangene Zeiten. Ich darf von ganzem Herzen meinerseits im Namen meines Hauses Ihre Schwester willkommen heißen und versichere, daß wir sie mit offenen Armen empfangen und sie hoch ehren werden. Der Charakter Ihrer Schwester verbürgt mir das Glück meines Sohnes und damit meines Hauses und des Vaterlandes. Zu kriegerischem Schauen sind wir hierhergekommen, und da darf ich wohl die Erinnerung zurücklenken, daß es wiederholt eine Auszeichnung meines Korps gewesen, unter den Augen des hochseligen Kaisers von Ihrem hochseligen Großvater geführt zu werden. Ich hoffe, daß meine Korps auch vor Ihren Augen Gnade finden werden und das Hiersein dieser Truppen die innigen Beziehungen zwischen unseren Völkern kräftigen und erhalten werde. Die Beziehungen unserer Häuser und unserer Länder sind so innig, so fest und althergebracht, daß ich nicht anders kann, als mein Glas auf ihre Fortdauer zu erheben. Ich bitte, daß Gottes Segen ruhen möge auf Euer Kgl. Hoheit, auf der Grobherzogin und Ihrem Hause und Lande. Das Großherzogliche Haus Hurra! Berlin, 10. Sept. Der „Lokal-Anzeiger" meldet: In einer Unterredung des Vertreters des Blattes mit dem Minister Frhrn. v. Hammerstein erklärte letzterer, er denke gar nicht daran, seinen Abschied zu nehmen, weil nicht der geringste Grund dazu vorliege. * Metz, 11. Scpt. Das in Metz in Dienste« stehende Kinderfräuletn Martha Pester ist mitsamt ihrem Geliebten, einem gewissen August Rolfs, Freitag abend in einem Walde bei Algringen erschossen aufgefunden worden. Beide stammen aus Düren. Es find Beweise dafür vorhanden, daß Rolfs sie und dann sich selbst erschossen hat. Italien. * Rom, 11. Sept. Der „Agenzia Stefan!" wird von dem Marineministerium mitgeteilt: Am 9. September explodierte durch Zufall in der Geschoßkammer des in den Gewässern von Tschemulpo befindlichen italienischen Kriegsschiffes „Marco Polo" ein 152 Millimeter-Geschoß. Es wurde sofort Wasser in die Kammer gelosten, um einem weiteren Unglück vorzubeugen. Von den zuerst in die Kammer geeilten Personen erlitten ein Matrose und zwei Heizer durch die Gase, die sich entwickelten, eine schwere Vergiftung, an der sie starben; 17 Personen erlitten leichtere Vergiftungen und befinden sich auf dem Wege der Besserung. Die Ursache der Explosion ist roch nicht sicher festgestellt; die Untersuchung ist eingeleitet. Türkei. * Konstantinopel, 11. Sept. Ja Smyrna wurden zwei pestverdächtige Gewinn wurde nun durch die bestimmte Weigerung der Dame gleich sehr in Frage gestellt. „Ich hätte sie bester kennen sollen!" dachte der Doktor und biß sich auf die Lippen, „sie sagt zu allem nein! und bleibt der Stein des Anstoßes. Nun, schließlich wird sie tun mästen, was ich haben will, aber mit Vorsicht muß ich doch zu Werke gehen." Er empfahl sich bald, mit erleichtertem Herzen sahen ihn die andern scheiden. Kornelie und Hallern blieben einen Augenblick allein, der letztere trat rasch auf sie zu, nun wollte er keine Minute mehr zögern, die Antwort auf seine Frage mochte ausfallen, wie sie wollte. „Fräulein Kornelie," begann er mit bebender Stimme, „glauben Sie jenem Gerücht, das dieser mir so fremde Doktor über mich in Bezug auf Fräulein von Buring verbreiten wollte?" „Nein!" antwortete Kornelie leise, aber fest. Sie schi! ' die wunderschönen braunen Augen voll zu ihm auf. (Fortsetzung folgt.) Verschiedenes. — Strandwitz. Er: „Gnädiges Fräulein sind gewiß aus Gotha?" Sie: ..Wie kommen Sie darauf?" Er: „Sie sehen so verbrannt aus!" Krankheitsfälle ststgl stellt; Herkünfte von dort werden deshalb ärztlich untersucht und desinfiziert. Amerika. * New-Iork, 10. Segt. Das „Hotel Aster", das zur Zeit größte Hotel New-Iorks, ist heute eröffnet worden. Eigentümer desselben ist Herr Muschenheim, der Besitzer des bekannten Restaurants „Arena" in der 31. Straße. Das Hotel „Astor" ist ein moderner Prachtbau, der einen Kostenaufwand von ungefähr 4 Millionen Dollars erforderte. An der heutigen Eiöffnungs- feier beteiligten sich zahlreiche Persönlichkeiten aller Gesellschaftsklassen. Der russisch-japanische Krieg. * Petersburg, 11. Sept. Der Kaiser hat dieReservemannschaftenvon 22 Kreisen der zum Miliiäedezirk Od:ffr gehörenden Gouvernements Cherson, Beffarabien, Jekaterinoslaw und Taurien und im ganzen Reiche eine Kategorie der Reserveoffiziere zu den Waffen einberufen. * Kronstadt, 11. Sept. Die Ostseeslotte unter Admiral Roschdestwensky ist nachmittags 2 Uhr nach dem äußersten Osten in See gegangen. * Tokio, 11. Scpt. Die Gesamtverluste der japanischen Armee in den Kämpfen um Ltaujang seit dem 26. August werden auf 17,539 Mann beziffert einschließlich 136 Offiziere, die tot, und 464 die verwundet sind. Auf den rechten Flügel der Armee entfallen 4866, am das Zentrum 4992 und auf den linken Flügel 7681 Mann. — Zu den Kämpfen bei Liaojang berichtet der Berichterstatter der Berliner Zeitung „Der Tag" unterm 9 September aus Mukden eine bemerkenswerte Einzelheit: «Am 2. Sept. stürmte das Regiment Wyborg das Dorf Sykwatun. Der Regimentskommandeur versammelte vor dem Abmarsch zum Gefecht das Regiment vor dem deutschen Militärattache Major v. Rurckel und brachte ein Hoch aus Kaiser Wilhelm aus. Bet dem Sturm wurde der Kommandeur am Oberarm verwundet; er behielt jedoch das Kommando bei. Das Regiment verlor 2 Offiziere, 50 Mann, 2 Offiziere, 150 Mann verwundet." Kaiser Wilhelm ist sowohl Chef dicfis 85. Infanterie- Regiments Wyborg, als auch der weiteren russischen Regimenter: St. Petersburger Leib- Garde-Regiment König Friedrich Wilhelm III. und 39. Dragoner-Regiment Narwa. Verschiedenes. — Der Kaiser hat genehmigt, daß, nachdem der erste Teil der Stadtcrweiterung von Metz fertiggestellt und mit Neubauten besetzt ist, dieser den Namen „Kaiser Wilhelms-Ring" erhält. Das ist die erste nalionaldeutsche Straßenbezeichnung in Metz. — Eine auffallende Mitteilung über das Verbot einer Schulfeier am Sedans fest bringt die „Dortmunder Ztg." aus Hombruch (Reg.-Bez. Arnsberg): Als sich am 2. Sept. die Lehrpersonen mit den Schulkindern versammelt hatten, um nach alter Weise den Jahrestag der Kapitulation von Sedan durch Ansprache, Deklamation und Gesang zu feiern, erschien plötzlich ein Polizeibeamter und erklärte, daß laut Nachricht vom Landratsamt in Hörde keine derartige Veranstaltung stattfinden solle. Lehrer und Schüler wußten gainicht, wie ihnen geschah. Nachdem sich das anfängliche Staunen aber einigermaßen gelegt hatte, blieb ihnen nichts anderes übrig, als wieder heimwärts zu steuern. — Ein sehr nützlicher Verein ist in München begründet worden, nämlich ein Verein zur Bekämpfung des schlechten Bierein- s ch e n k e n s. — Höchst sonderbar! Ein hoher Herr besichtigte, so erzählt man der „Tägl. Rundsch.", das Turnen der Rekruten. Unter den Leuten war einer, dessen Turnen vielleicht dem Fürsten imponiert hätte, während die Leistungen der übrigen noch recht mangelhaft waren. Um nun gut „abzuschnciden", beschloß der Hauptmann, diesen einen Mann immer wieder vorturnen zu lassen. Wie gedacht, getan. Alles ging gut. Hoheit verabschiedete sich, befriedigt von den guten Leistungen der Leute, vom Hauptmann, und schloß mit den Worten: „Nur eins, Herr Hauptmann, ist mir aufgefallen: daß die Hosen Ihrer Rekruten olle an derselben Stelle geflickt sind." — Aus Pretoria wird gemeldet: Die Grabstätte des Prinzen Christian von Dänemark, der während des Burenkricges einem Fieber in Pretoria erlegen war, ist von ruchloser Hand zerstört worden. Die Tat ist einige Tage vor Ankunft der Witwe des Prinzen erfolgt, die sich nach Afrika cingeschifft hatte, nm das Grad ihres Gatten zu besuchen. — Der Nachlaß eines Burenobersten: unter dem Hammer. Der Nachlaß des verstorbenen Burenodersten Adolf Schiel wird am 19. September im Spcisesaal zum Bürgerbrsn in Reichenhall zur öffentlichen Versteigerung gelangen. Im Nachlasse befinden sich: Burenhüte, Mützen, Reitstiefel, Uhrkette, Tabakvose, cm Federhalter mit der Inschrift: „St. Helena 1904" und viele andere Gegenstände. — Der französische Gesandte in Tokio hat, wie dem Daily Expreß aus Kobe berichtet wird, die jährliche Pension übermittelt, die der Kaiser von Rußland den beiden Rick- shakulis auszaylen läßt, die bei der Reise des Zaren in Japan dessen Leben retteten. Man wird sich entsinnen, daß damals, als der Zarewitsch den Offu am Ufer des Sees Biwa besuchte, ein verrückt gewordener Polizist sich mit gezogenem Säbel auf ihn stürzte. Die beiden Rick- shakulis waren nicht unerheblich an der Rettung des russischen Thronfolgers beteiligt, und der Zar erwies sich dankbar, indem er beiden Leuten jährlich eine Pension auszahlen ließ, die den Kulis ermöglichte, in für japanische Verhältnisse angenehmer Wohlhabenheit zu leben. Als der Krieg ausbrach, sprachen die beiden Kulis ihre Befürchtung aus, Laß sie nunmehr wohl genötigt sein würden, wieder die R ckfha zu ziehen. D:e Freude der Leute, daß sie sich in dieser Beziehung getäuscht hatten, war groß. die Xinlien gsSeiken ttervorrsgenki vorrügliek bei leisen nick» Vei-Sguung^^^^^^^^vi-ri-kos ' AmtsverkÄudigUNgsblstL für den Amtsbezirk Drrrlach. Amtliche KskarmtwachNNgrrr. KkkinutWchW Die Verwilligung von Gnadengaben an Hinterbliebene etatmäßiger Beamten betreffend. Nr. 32,384. Unter Bezugnahme auf den zweiten Absatz von Art. 30 des Etatgesetzes vom 24. Juli 1888 — Gesetzes- und Verordnungsblatt Seite 518 —, welcher lautet: Gnadengaben können im Falle eines dringenden Bedürfnisses in einmaligen Beträgen oder in stets widerruflicher Weise ver- willigt werden an: 1. Witwen etatmäßiger Beamten; 2. solche hinterlassene ledige Söhne und Töchter etatmäßiger Beamten, welche das 18. Lebensjahr zurückgelegt haben, oder deren Mutter nicht mehr lebt; 3. ausnahmsweise auch an Witwen solcher etatmäßigen Beamten, welche gegen ihren Willen aus dem staatlichen Dienst entlassen worden sind; und auf die landesherrliche Verordnung vom 14. Oktober 1889 (Gesetzes- und Verordnungsblatt Seite 231) wird hierdurch bekannt gemacht, daß Gesuche um Verwilligung solcher Gnadengaben, abgesehen von dringlichen Fällen, alljährlich im Laufe des Monats Oktober und zwar in der Regel bei dem Großherzoglichen Bezirksamt einzureichen sind. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß die Genehmigung einer Gnadengabe, wenn nicht die Zuweisung ausdrücklich auf längere Zeit ausgesprochen ist, alljährlich von Neuem nachgesucht werden muß, und daß in allen Fällen die Verwilligung ^ Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs erfolgt. Durlach den 6. September 1904. Grotzherzogliches Bezirksamt: -Hepp. Grünwettersbach. Awangs-Mersteigerung. Nr. 4242. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Gemarkung Grünwettersbach belegene, im Grundbuche von Grünwettersbach zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Christian Konrad Krauß, Wirts in Grünwettersbach, und dessen Ehefrau Emma geb. Schieß eingetragene, nachstehend beschriebene Grundstück am Samstag de« 5. November 1SV4, vormittags S Nhr, durch das Unterzeichnete Notariat im Rathause zu Grünwettersbach versteigert werden. Der Versteigerungsvermerk ist am 6. September 1904 in das Grundbuch eingetragen worden. Die Einsicht der Mitteilungen des Grundbuchamts, sowie der übrigen das Grundstück betreffenden Nachweisungen, insbesondere der Schätzungsurkunde ist jedermann gestattet. Es ergeht die Aufforderung, Rechte, soweit sie zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, spätestens im Versteigerungstermine vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegenstehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Beschreibung des zu versteigernden Grundstücks: Lgb. Nr. 222. 3 a 18 gm Hofraite im Ortsetter mit Wirtshaus zur Krone. Hierauf steht ein zweistöckiges Wohnhau» mit gewölbtem Keller und Stall mit Heuboden. Ohne Zubehör geschätzt zu . . . . Mk. 20,000.—. Mit Zubehör geschätzt zu . . . . Mk. 20,233.91. Dur lach den 10. September 1904. Hroßß. Notariat Pnrlach II als Vossflrecknngsgericht: _ Schilling. _ Bekanntmachung. Die Stadt Durlach läßt am Mittwoch den 14. September, vormittags 9 Uhr» in Nagels Halle in Durlach öffentlich versteigern: Abteilung I Oberwald, Schlag 19, 20, 14: 10 Lose Streugras, 2 Lose Streugrashausen, 2 Lose Aspenreis, 15 Lose Psriemenhaufen. Abteilung VII Bergwald, Schlag 30: 8 Lose Psriemenhaufen. Durlach den 12. September 1904. Da» Bürgermeisteramt. Marktpreise. 2 Kilogr. Schweineschmalz 98 Pf^ Butter M. 1.2b. 10 St. Eier 85 Pf., 20 Liter Kartoffeln 1 Mk., 50 Kilogr. Hm Mk. 3.—, SO Ailogr. Roggenstroh Mk. 2.—. SO Kilogr. Dmkelstroh Mk. 1.75, 4 Ster Buchenholz (vor das Haus gebracht) 46 Mk. 4 Ster Tannenholz Mk. 40, 4 Ster Forlen bol? Mk. 40. Durlach, 10. Sept. 1904. DaS Bürgermeisteramt. _ Weingarten. Jagd-Verpachtung. Die Ausübung der Jagd auf hiesiger Gemarkung .wird in 4 Di- 'strikten, wovon Jagddistrikt I 586 dg,, „ II 984 dg, „ III 488 dg, „ IV 865 dg umfaßt, am Donnerstag de« 22. Sept., vormittags 112 Uhr, auf dem Rathaus dahier auf weitere 6 Jahre öffentlich verpachtet. Der Entwurf des Jagdpachtvertrags liegt zur Einsicht auf dem Rathaus hier auf. Weingarten, 10, Sept. 1904. Der Gemeinderat: _ Koch. _ Durlach. Zwangs-Versteigerung. Dienstag den 13. d. Mts., nachmittags 2 Uhr, werde ich beim Rathause zu Durlach gegen bare Zahlung im Vollstreckungswege öffentlich versteigern: 1 Spiegelschrank und das Kartoffelerträgnis von 8 Ar Acker. Durlach, 12. Sept. 1904. Laier, _Gerichtsvollzieher._ Privat-Anzeigen. Geehrten Damen und Herren zur Nachricht, daß der Tanz- Knrfus von L. Lerch am Dienstag den 13. September im Saale „zum Amalienbad" beginnt. Schulbücher in neuesten Auflagen und Schulartikel nach Vorschrift für das 1*1 habe ich auf Lager und bitte um gütigen Zuspruch. r. V. I-nxor, Kcke Zehnt- und Spitalstraße. einzig bewährtes Mittel gegen MMdercknerckra 1.—, 1.8O. ÜUCII 57 pklM NsupkLki'.lb.' Ielepdon^6 Stühle jeder Art erden geflochten und repariert. Ls. Hartwig, Seffelmacher, Lammftraß e 34. Friedenskapelle < Seboldstraße). Wontag de« 12. September, abends 8), Ahr: Predigt von Prediger G. Heinmiller ans Lleveland in Amerika. Jedermann ist herzlich eingeladen. Völlig. Voi-iÄig. empüsblt silmtliebs ZckathSctier aaS LedmMrl narrN VorsoLrttt vürlred. iLarL HVaiL am Nnrkt. AerzNicüe Anzeige. Von Dienstag, 13. September ab werde ich meine ärztliche Tätigkeit wieder ausüben. I-onssIvr, Arzt. fpLnrösisetiep Unlerpiekt ürd von einem gebildeten Herrn illigst erteilt. Off. u. 0. k. 456 n die Expedition d. Bl. 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