5. Jahrgang / Nummer 47 St Druck u. Verl.: Badendruck GmbH., Karlsruhe, Lammstr. lb-S. Tel. 4051-55. Ausg. Karlsruhe. Khe-Land. Pforzheim (Eber- steinstr. 18). Bruchsal (Friediichstr 16). Rastaf (Hansiakobstr 1) qBADISCHED NEUESTE NACH Karlsruhe, Dienstag, 7. März 1950 telpr 15 Pfg. Monatl. Bezugspr. DM 2.40 Postbezug DM 2.2t gl. Zustellgebühr Anzeigenpr.: 1 mm Höhe f8gesp.) Khe 'Sal/Mittelbad —.90. Pforzh — 40. nur Mittelbad —.20 DV *5 V'“’ lit hten Botschafter kommen — Gesandte gehen Österreichs 1. Botsdiafter seit 1938, Schnid, in Paris bei Staatspräsident A n r i o 1. — USA - Gesandter H e a t h verlies Bulgarien nach Abbruch der Beziehungen (rechts), (dpa) Britisches Parlament eröffnet Thronrede König Georgs VI.: Begrenztes Gesetzgebungsprogramm London, 6. März (dpa). In der Thron- | übrigen Staaten des Nordatlantikpaktes rede, mit der König Georg VI. am Montag das neue britische Parlament eröffnete, zeichnete er für die bevorstehende Sitzungszeit ein „begrenztes Gesetzgebungsprogramm“. Wenn jedoch die Vollbeschäftigung und der nationale Wohlstand neue Maßnahmen notwendig machen sollten, so hieß es in der Rede, würde die Regierung nicht zögern, „solche dem Parlameht vorzulegen, auch wenn sie dadurch als streitsüchtig erscheinen sollte“. In der ganzen Rede fand sich kein Hinweis auf die Stahlindustrie, die im Oktober verstaatlicht werden soll, wogegen sowohl die konservative Opposition als auch die wenigen Liberalen im Unterhaus unentwegt gekämpft hatten. In der Thronrede wird im einzelnen folgendes ausgeführt: Großbritannien erkennt an, daß sein Dollarmangel abermals durch großzügige Hilfe der USA Tödlicher k.o. Uelzen, 6. März (AP). Bei einem Preisboxen in der „Gladiatorenschau “ des sogenannten Kiekemarktes in Uelzen am Sonntagabend, brach der 19jährige Arbeiter Rudolf Jakob nach einem nur 30 Sekunden währenden Boxkampf tot zusammen. Der aus der Ostzone stammende Jakob, der bereits am Mittag einen Boxkampf in der „ Gladiatorenschau “ ausgetragen hatte, beteiligte sich zwecks Erringung des ausgesetzten 200 DM-Gewinns am Abend erneut. Nach dreißig Sekunden war er von mehreren Körper- und Kopfschlägen so schwer getroffen, daß er bis neun zu Boden mußte. Er stand noch einmal auf, brach aber dann tot zusammen. und Kanadas gemildert worden ist. In Anknüpfung an die Commonwealth- Außenministerkonferenz in Colombo wird mit einer Zusammenarbeit der einzelnen Commonwealth - Regierungen in gemeinsam interessierenden südost- asiatiscben Angelegenheiten gerechnet. Die britische Regierung wird weiterhin für die UNO eintreten. Vor allem müsse das Problem der Atomenergie durch ein internationales Abkommen zur Kontrolle und Beaufsichtigung ihrer Produktion gelöst werden. Zu den und der Brüsseler Verträge soll enge Fühlung gehalten werden. Für die Kolonialgebiete ist wirtschaftliche und soziale Förderung vorgesehen. „Die Bildung einer westdeutschen Bundesregierung hat es ermöglicht, Verantwortlichkeiten, die die Westalliierten trugen, stufenweise auf die Deutschen zu übertragen. Als Ergebnis hat die britische Regierung ihre Verwaltungskosten in Deutschland erheblich vermindern können.“ König Georg erklärte, daß die britische Regierung auch künftig von ganzem Herzen die Organisation für europäische wirtschaftliche Zusammenarbeit unterstützen werde, von der man ein neues europäisches Zahlungssystem erwarte. Weiter solle auch für den Erfolg des Europarates gearbeitet werden. Keine sofortige Verstaatlichung der Stahlindustrie Premierminister Attlee erklärte am Montag im Anschluß an die Thronrede König Georgs VI. vor dem Unterhaus, es bleibe zwar die Absicht der Labourregierung, die Stahlindustrie zu verstaatlichen. „Es wird jedoch in dieser Sache in nächster Zukunft nichts veranlaßt werden.“ Eden für konstruktive Opposition Anthony Eden drückte am Montag die Erwartung aus, das Gleichgewicht der Parteien im neuen Unterhaus möge zu einer „starken und einfallsreichen“ Außenpolitik führen. Der stellvertretende konservative Oppositionsführer sprach im Unterhaus in der Debatte, die sich an die Thronrede König Georgs VI. anschloß. Er verpflichtete die konservative Opposition darauf, sich nicht in „Opposition üjm jeden Preis“ zu verlieren. Pigon: Angriff auf Vietnam Kriegsgrund für Frankreich Paris, 6. März (dpa). Ein Angriff des kommunistischen Chinas gegen Vietnam würde von Frankreich als „Casus Belli“ angesehen werden, erklärte am Sonntag in Neu-Delhi der französische Hohe Kommissar in Indochina. Pignon, der zu längeren Beratungen in Paris weilte, wo er auch vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuß in der Generalsaffäre ausgesagt hat, befand sich auf dem Rückflug nach Saigon. Außenminister-Treffen am 12. April Paris, 6. März (AP). Die Außenminister Großbritanniens, Frankreichs und der USA werden am 12. April in London Zusammentreffen, wie aus unterrichteten französischen Kreisen am Montag verlautete. Zur gleichen Zeit werden in London die Außenminister der 12 Atlantikpaktstaaten zusammentreten, um die gemeinsamen Probleme der Verteidigung zu besprechen. Die Außenminister werden nach Mitteilung des Gewährmannes den „gesamten Kreis internationaler Angelegenheiten, insbesondere aber die deutsche und die indonesische Frage, durchbesprechen“. Vertrauensfrage für Bidault Paris, 6. März (dpa). Der französische Ministerpräsident Bidault stellte in der Nationalversammlung zur Antisabotagevorlage die Vertrauensfrage. Da erst nach Ablauf vor 24 Stunden über den Antrag abgestimmt werden kann, wurde die „Dauerdebatte“ über die Vorlage unterbrochen, die sich bereits seit Freitag hingeschleppt natte. Mit allen Mitteln hatten die Kommunisten versucht, die Verabschiedung der Vorlage hinauszuzögern. Sie brachten ganze Serien von Zusatzanträgen ein, von denen halbstündlich einer von der Mehrheit des Hauses abgelehnt wurde. Den Rekord in der Verzögerungstaktik hält der kommunistische Abgeordnete Rene Lamps, der seine Ansprache in der Nacht zum Montag um drei Uhr früh begann und sechs Stunden redete. Nachdem er sich ausführlich über sämtliche Probleme der französischen Innenpolitik ausgelassen hatte, ging er dazu über, Auszüge aus der Kominform-Zeitung, dem Wahlprogramm der bolschewistischen Partei und bolschewistischen Erlassen zu verlesen. Die Abgeordneten der Regierungspartei gaben es später auf, Lamps Redestrom zu unterbrechen. Laut AP betrachteten die Kommunisten die Stellung der Vertrauensfrage durch Bidault als einen Sieg ihrer Obstruktionspolitik und verließen die Marseillaise singend den Sitzungssaal. Saarabkommen - politischer Erfolg der Russen Dr. Schumacher: Es gibt keine deutsche Einneit ohne die Einheit der Alliierten Düsseldorf, 6. März (dpa). Der SPD- Vorsitzende, Dr. Kurt Schumacher, be- zeichnete am Sonntag das Saarabkommen als „den ersten großen außenpolitischen Erfolg der Sowjetrussen und der Nationalisten in Deutschland“. Auf dem SPD-Bezirksdelegiertentag in Neuß sagte Dr. Schumacher, der Weg, das Saargebiet aus dem deutschen Staatsgebilde herauszulösen, sei der Weg der Zerstörung des europäischen Gedankens. Der SPD-Vorsitzende wandte sich dagegen, daß Deutschland bei der Regelung der Saarfrage überhaupt nicht gehört wurde. „Nicht das Verhältnis der Alliierten untereinander, sondern das Verhältnis der Sieger zu Deutschland ist es, das die politische Front gegenüber dem Osten entstehen läßt. Im Interesse Europas müssen Frankreich und Deutschland in nächster Zeit an einen Tisch kommen.“ Die Ansicht, daß die Saarfrage zwar wichtig, Europa aber noch wichtiger sei, ist nach Dr. Schumacher falsch. Eine politische Verständigung könne nicht dadurch eingeleitet werden, daß europäische Kardinalprobleme autarkisch gelöst werden. In einer kurzen Pressekonferenz meinte Dr. Schumacher, daß ein Abkommen über die Saargruben zwischen Frankreich und Deutschland, „etwa als Faustpfand für Reparationen“, durchaus möglich sei. Zur Innenpolitik erklärte Schumacher: „Wir sind bereit, die sachlichen Voraussetzungen für eine Regierungsneubildung zu prüfen, aber erst dann, wenn das Volk durch Neuwahlen uns den Auftrag gegeben hat, gestaltend mitzuwirken.“ Die Regierung müsse klar sehen, daß die soziale Frage die nationale Frage sei. Die Regierung habe auf keinem Gebiet der Sozialpolitik eine In Erwartung des angelsächsischen Echos Drahtbericht unseres Bonner Dr. A. R. - Redaktionsmitglieds Bonn, 6. März. Die SPD-Fraktion tritt I vertrag das gewünschte Entgegenkom- am Dienstag zur Beratung der durch ! men an Deutschland geworden sei, wird Initiative ergriffen. Die Opposition sei in allen entscheidenden Fragen früher aufgestanden als die Regierung. Nach einer erneuten Kritik an der Steuerreform nahm Dr. Schumacher zur Einheit Deutschlands Stellung. Der Vorschlag McCloys, Gesamtwahlen in Deutschland zu veranstalten, sei zu begrüßen, aber er könne nicht an deutsche Stellen, sondern nur an die sowjetische Regierung gerichtet werden. „Es gibt keine deutsche Einheit ohne die Einheit der Alliierten.“ Um die Einheit wieder herzustellen, müßten nach Ansicht Schumachers drei Bedingungen erfüllt werden. In der Bundesrepublik müsse größte staatspolitische Freiheit herrschen, die eine Anziehungskraft auf das deutsche Volk in der Sowjetzone ausübt. Als zweite Bedingung nannte Schumacher eine vernünftige Praktik der westlichen Besatzungsmächte gegenüber Deutschland, die auf den Osten anziehend wirken würde. Drittens müsse im Westen die soziale Gerechtigkeit herrschen. Die Sowjets wünschten sich nichts besseres für ihre den Pariser Saarvertrag entstandenen Lage zusammen. Die anderen Fraktionen des Bundestages warten die Ausführungen des Bundeskanzlers vor dem auswärtigen Ausschuß am Donnerstag ab. Man kann damit rechnen, daß das Haus einmütig den Saarvertrag mißbilligen wird. Offensichtlich hatte Dr. Adenauer gehofft, die Dringlichkeit seiner Bitte an Außenminister Schuman im persönlichen Gespräch, die Saarfrage bis nach dem Beitritt Deutschlands zum Europarat ruhen zu lassen, könnte zum Verzicht auf manche französischen Pläne bei den Verhandlungen mit der saarländischen Delegation führen. Die von französischer Seite bekundete Auffassung, daß die ausdrückliche Erwähnung der Notwendigkeit einer Bestätigung der Abmachungen durch den Friedensin deutschen Regierungskreisen für unrichtig erklärt. Der Kanzler fühlt sich aufs tiefste über die französische Haltung enttäuscht. Um so gespannter wird in deutschen Regierungskreisen auf die Stellungnahme der beiden anderen Westallüer- ten gewartet, zumal Dr. Adenauer ausdrücklich erklärt hat, daß die Bundesregierung ohne die Zustimmung Englands und Amerikas die Pariser Abmachungen als völkerrechtlich ungültig betrachte. Der Ausfall der angelsächsischen Stellungnahme wird aber auch eine Rolle für die Erwägungen der Bundesregierung über einen Beitritt der Bundesrepublik zum Europarat spielen. In Regierungskreisen wird dazu gesagt, daß Dr. Adenauer immer schon 9 992 DM im ersten Rang Stuttgart, 6. März (dpa). Je 9992 DM zahlt der württ.-badische Fußball-Toto im I. Rang an 20 Gewinner. Im II. Rang erhielten 422 Gewinner je 473 DM und im III. Rang 4150 Gewinner je 48 DM. Propaganda, als die unsoziale Praxis im Westen. ... und dazu noch Glückwünsche? Sulzbach, 6. März (AP). Der Justizminister der Saar-Regierung, Dr. Heinz Braun, bezeichnete am Sonnl das Saar-Abkommen als ein Beispiel für das Strom der Vertriebenen nicht zu halten Versuchen die Sowjets die westdeutsche Wirtschaft zu gefährden? Bonn, 6. März (AP). Die Bundesregierung hat der Hohen Kommission mitgeteilt, daß der Zustrom der Ausgewiesenen aus den polnisch besetzten Gebieten von deutscher Seite nicht auf gehalten werden könne. Die Hohe Kommission hatte am Samstag die Bundesregierung angewiesen, außer 'iner vereinbarten Quote von 25 000 registrierten Flüchtlingen keine Ausgewiesenen aufzunehmen Weiter war in dem alliierten Schreiben mitgeteilt worden, daß die Polen die gesamte deutsche Bevölkerung der polnisch besetzten Gebiete ausweisen wollten. Der Sprecher des Flüchtlingsministeriums erklärte dazu, daß die sowjetischen und polnischen Regierungen durch diese Maßnahmen offensichtich die Oder-Neiße-Linie als endgültige Grenze Ostdeutschlands festlegen wollten. Alliierte Kreise hatten die Ausweisungen als einen sowjetischen Versuch ausgelegt, die westdeutsche Wirtschaft durch weitere heimatlose und arbeitslose Flüchtlinge zu gefährden. Nach Schätzung des Flüchtlingsmini- steriums beläuft sich die Zahl der noch In den polnisch-besetzten Gebiete!} ansässigen Deutschen auf 400 000 bis 500 000. Der Sprecher meinte, daß die gegenwärtige Ausweisungsaktion zum Ziel hat, die restlichen Deutschen aus den polnisch-besetzten Gebieten zu entfernen. Ein zweiter Zug mit 198 Ausge-vie- senen aus Polen traf am Montag in Heiligenstadt kurz vor der Grenze zur britischen Zone ein. Nur eine Familie, die die Sondererlaubnis des Internationalen Roten Kreuzes hatte, wurde von den britischen Stellen die Einreise nach Westdeutschland erlaubt. Britische Grenzbeamte verweigerten unter Hinweis auf Anordnung dem zweiten Flüchtlingszug die Einreise. Die Angehörigen des eisten Transports sind inzwischen in das Bundesgebiet weitergeleitet worden. Die Behörden der Ostzone haben sich bereit erklärt, die Flüchtlinge, die an der westdeutschen Zonengrenze abgewiesen würden, in Ostdeutschland aufzunehmen. eine Regelung der Saarfrage in dem übrige Europa. In naher Zukunft,_sagte jetzt erfolgten Sinne als eine Gefähr- ! er. müßten Frankreich, Großbritannien, düng des europäischen Zusammen- j Westdeutschland und alle anderen Schlusses bezeichnet habe. Es liegt auf ! Länder Westeuropas, wenn sie weiter- der Hand, daß unter dieser Gefährdung ' bestehen wollten, einer europäischen ein Fernbleiben der Bundesrepublik vom Europarat zu verstehen ist. Saar-Sondersitzung des Bundestages am 10. März Der Ältestenrat des Bundestages beschloß Freitagnacht, das Plenum für den 10. Marz zu einer Sonder-Sit- z u n g nach Bonn einzuberufen. Bundeskanzler Adenauer wird dann eine Regierungserklärung zu den saarländisch-französischen Verträgen abgeben. Lebrun gestorben Paris, 6. März (dpa). Der frühere fran- föderativen Republik die gleichen Souveränitätsrechte übertragen, die die Saar jetzt an Frankreich abgegeben habe. Braun versicherte, daß durch das Abkommen die Drohung einer Annexion des Saargebietes durch Frankreich ausgeschaltet worden sei, Deshalb habe er von der deutschen Bundesregierung in Bonn Glückwunschtelegramme statt der erfolgten Angriffe erwartet. Saar-Bergbaugewerkschaft protestiert gegen Verpachtung der Saargruben Saarbrücken, 6. März (dpa). Der Vor- Demontageproteste in Nord und Süd Verwaltungsgebäude in Watenstedt-Salzgitter gestürmt die Bundesflagge mit Trauerflor auf —-- Um 'Tele^tamm 5 tll - Prag. Die Schließung der römisch- dienst zusammenzulegen. Das Bundesver- katholisch-theologischen Fakultäten zweier kehrsministerium soll federführend sein, tschechoslowakischer Universitäten ist (dpa) vom Erziehungsminister angeordnet wor -1 Bonn. Der erste Lehrgang für Anden. (AP) Wärter des Auswärtigen Dienstes der B»n- ! desregierung beginnt am 11. April in der K . h * r . 1 ü\ Der , gesamte Nachrichten- staatlichen Akademie für Verwaltungsverkehr im Sudan kam am Sonntag dun* wissenschaften S p e ye r . (dpa) e.uen Streik von 50 000 bis 70 000 Arbei- , Düsseldorf. Eine Gruppe von zwölf fern zum Stillstand. (AP) . holländischen Parlamentariern verschiede- Tirana. Friedenskongreß in Anwesen- j ner politischer Richtungen begannen eine heit von 350 Delegierten, darunter Ver- j zehntägige Reise durch Westdeutschland, treter der Sowjetzonenrepublik, eröffnet, um sich über die deutschen Verhältnisse (dpa) Stuttgart. Der ehemalige stellv. Leiter des württ.-badischen Befreiungsministeriums, Andreas Rapp, der im Zusammenhang mit der Stuttgarter Entnazifizie- rungsaffäre verhaftet worden war, ist am Montag auf freien Fuß gesetzt worden, (dpa) Freiburg. Die badische Landesregie- zu informieren und mit deutschen Politikern zusammenzutreffen. (AP) Hannover. In den Kohlengruben von Broey in der Tschechoslowakei sind noch 7000 deutsche Kriegsgefangene beschäftigt. (dpa) Hamburg. Der britische Verleger Victor Gollaricz, der am Sonntagabend in Hamburg eintraf, will am Dienstag Flüchtlingslager in Schleswig-Holstein be- rung gedachte am Sonntag des ersten sichtigen, (dpa) deutschen Reichspräsidenten Friedrich Kiel. Für die Flüchtlinge im Bundes- Ebert. (dpa) Neustadt ». d. Haardt. Die Meteoro logentagung beschloß, die Wetterdienste der drei Westzonen zum Bundesweiter- den. (dpa) gebiet sind nach Mitteilang des Bundes- Flüchtlingsministers Dr. Hans Lukasthek bisher 4,5 Millionen DM ausgegeben wor- Watenstedt-Salzgitter, 6. März (dpa). Etwa 1000 Arbeiter der Reichswerke stürmten am Montag ein Verwaltungsgebäude der Werke, in dem sich unter anderem die Verwaltungsstelle der Demontagekommission befindet. Akten. Schreibmaschinen und Telefone wurden aus den Fenstern geworfen und vor dem, Gebäude in Brand gesteckt. Die meisten Angehörigen der Demontagekommission hatten das Haus verlassen. Vor dem Gebäude stehende ausländische Kraftwagen wurden umgestürzt und die Scheiben zertrümmert. Als gegen 17 Uhr starke Polizeiaufgebote eintrafen, zerstreute sich die Menge. Die Polizei rückte um 18 Uhr ab, nachdem die Ruhe wieder hergestellt war. Uber 1000 Arbeiter drangen in die zur Sprengung vorbereitete Kokerei 2 ein und rissen die bereits angeschlagenen Zündschnüre ab. Zwei Mann des ausländischen Wachkommandos wurden verprügelt und in die Flucht geschlagen. Das deutsche Sprengkommando flüchtete ebenfalls. Die britische Demontageleitung alarmierte die Polizei, die mit zwei Sprengkommandos in die Kokerei einrückte. Um 16 Uhr herrschte wieder völlige Ruhe. Die Sprengung war für 17 Uhr vorgesehen. Demontageprotest in Töging München, 6. März (AP). Alle Fabriksirenen im Kreis München begannen am Montagmorgen zu heulen und auf dem Aluminiumwerk Töging wurde Halbmast gesetzt, um gegen den für Montag früh angesetzten Demontagebeginn jn Töging zu protestieren. Auf dem Werksgelände versammelten sich rund 1000 Arbeiter zu einer Kundgebung gegen die amerikanische Anordnung, die den Abbruch des modernsten Ofenhauses des Werkes vorsieht. Von amerikanischer Seite wird die Demontage mit der Begrenzung der westdeutschen Aluminiumproduktion erklärt. Kardinal Faulhaber interveniert München, 6. März (CNDi. Das Erzbischöfliche Ordinariat München hat im Auftrag Kardinal Faulhabers ein Schreiben an den amerikanischen Hohen Kommissär McCloy gerichtet, worin angesichts der drohenden Demontage des Ofenhauses III des Aluminium-Werks Töging die dringende Bitte ausgesprochen wird, den Arbeitern des Werkes ihren Arbeitsplatz zu ernalten und von einer Demontage der Halle III abzusehen. Dr. Kaufmann bleibt Finanzminister Karlsruhe, 6. März (BNN). Kurz vor Redaktionsschluß erhalten wir die Information, daß Dr. Edmund Kaufmann doch auf dem Posten des württemberg-badischen Finanzministers verbleiben wird, so daß die auf Seite 2 gemeldeten personellen Vorschläge des CDU-Vorsitzenden Nordbadens als überholt zu betrachten sind. zosische Staatspräsident Albert Lebrun s ( an( j (jes Industrieverbandes Bergbau ™ t , am Montagmorgen im Alter vc*i (j er saarländischen Einheitsgewerkschaft 79 Jahren. Lebrun war 1932 zum Prä- jj at j n e i ner Entschließung gegen die S1 6n ^ ranz ° s f sc ^ en Republik ge- Verpachtung der Saargruben an Frank- wahlt worden. 1940 übergab er sein Amt' reich protestiert. Der Industrieverband an Marschall Petain und zog sich damit betrachtet diese Maßnahme als eine be- aus dem politischen Leben zurück. lastende Hypothek für das" deutsch- Lebrun starb an einer Lungenentzün- , französische Verhältnis. Er warnt die ° le * „ bereit ? * m , ver ß an g enen saarländischen Abgeordneten davor, die Monat ans Bett gefesselt hatte. Die Saargrubenkonvention zu unterzeich- franzosische Nationalversammlung wird nen Kut^ beleuchtet Vor kurzer Zeit hat die südwestdeutsche Presse als Sprachrohr der Öffentlichkeit eine Initiative der ver- der Gewerkschaft öffentliche Dienste, antwortlichen Politiker in den drei an der Transport und Verkehr protestierte am Neugliederungsfrage beteiligten Ländern Montag gegen die Verabschiedung des zur Ingangsetzung der Volksabstim- Beamtengesetzes durch den Bundestag, mung gefordert. Sie hatte dabei ver- Der Verbandsvorstand vertritt die Auf- langt, daß die Entscheidung vom Volk fassung, daß an Stelle dieser „unbe- getroffen würde und das Verfahren de- friedigenden Lösung“ die bisher gültige mokratisch sei. Als Echo kam des rüh- alliierte Verordnung Nr. 15 hätte in; r jg en südwürttembergischen Staatsprä- Kraft bleiben sollen. 1 sidenten Zusage, neue Schritte für das Mit der Tatsache, daß das Bundes- ! Zustandekommen einer Abstimmungsparlament sich geweigert habe, ein Vereinbarung zu unternehmen. Dann über die Frage zu entscheiden haben, ob der frühere Staatspräsident ein Staatsbegräbnis erhalten soll. Gewerkschaft protestiert gegen Beamtengesetz Stuttgart, 6. März (dpa). Der Vorstand blieb es still, bis zum letzten Samstag, an dem sich führende Politiker der drei Regierungsparteien Württemberg - Badens im Klosterstädtchen Maulbronn zum gleichen Zwecke zusammenfanden. Das Tun ist ebenso löblich wie der Beweis des guten Willens, den toten Punkt zu* überwinden. Das soll nun nach der kollegiales und paritätisch zusammen gesetztes Personalamt in das Beamtengesetz einzubauen, sei jeder Willkür Tor und Tür geöffnet. Polnischer Staat übernimmt Kirchenbesitz Warschau, 6. März (AP). Wie der polnische Ministerpräsident Josef Cyran- etwas spärlichen Meldung auf der zwei- kiewicz am Montag vor dem Parlament ten Seite unserer heutigen Ausgabe erklärte, wird der polnische Staat den durch eine Abwandlung der Freuden- Kirchenbesitz übernehmen. Ein dies- Städter Beschlüsse im Sinne der würt- bezügliches Gesetz werft in Kürze vor- 1 temberg-badischen Verfassung und eine gelegt werden. i sanfte Mahnung an Gebhard Müller und Kleine Ländereien zwischen 50 und Leo Wohieb, es mit diesen nicht so ernst 100 Hektar würden den Gemeinde- zu nehmen, geschehen. Das heißt doch Priestern überlassen bleiben, auch die \ wohl für den, der zwischen den Zeilen kirchlichen Gebäude und solche, in 1 zu lesen versteht, daß die 2. Frage in denen Gebetshäuser und Klöster unter- den Freudenstädter Beschlüssen, näm- gebracht sind, bleiben von dieser Maß- j lieh die nach der Wiederherstellung nähme unberührt. I der alten Länder im Falle der Ableh- Aus den Einkünften der vom Staat nung des Südweststaats in Wegfall übernommenen Kirchenländereien soll kommen soll. Damit wäre aber von ein Kirchenfonds finanziert werden, vornherein die Plattform für eine echte Dieser Fonds soll den Priestern die Entscheidung zerstört. Respekt vor der Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge Treue zur Verfassung. Sie rechtfertigt 4 ermöglichen sowie die Zahlung von Pensionen an „verdienstvolle Priester“ gestatten, aber noch lange nicht einen Totschlagsversuch am Geiste der Demokratie und der Fairneß. W. B. Seite 2, Nummer 47 Badische Neueste Nachrichten Dienstag, 7. März 1950 NEUESTE NACHRICHTEN Demaskierte Einheitlei Die vielseitigen Bemühungen um die Einheit Deutschland* werden durch den Vorschlag des Hochkommissars McCloy wieder einmal in den Blickpunkt des allgemeinen Interesses gerückt. Die neuerliche Interpretierung des amerikanischen Standpunktes erhebt gewiß keinen Anspruch darauf, als Novum in der westlichen Besatzungspolitik gewertet zu werden. Im Gegenteil: sie stellt eine Fortsetzung und Unterstreichung der seit Potsdam auf den verschiedensten Außenminister-Konferenzen vertretenen Richtung dar. Es mag interessant sein, die möglichen Motive des McCloy-Vorschlages einer eingehenden Analyse zu unterziehen — so dürfte eine Verbindung zu den in letzter Zeit besonders aktivierten Maßnahmen zur Bildung der „Nationalen Front“ in der Sowjetzone kaum von der Hand zu toeisen sein. Wesentlicher und bemerkenswerter erscheint jedoch eine kritische Betrachtung der Reaktion jenseits des Eisernen Vorhangs. So sieht der Pressechef des Informationsamtes der Ostzonenregierung, Albert Norden, in dem Vorschlag McCloifs einen getarnten Versuch, „ konservative, faschistisch und neonazistische Parteien in Ostdeutschland zu legalisieren.“ Als grundlegende Voraussetzung, über eine gesamtdeutsche Wahl ins Gespräch zu kommen, nannte er den „Abzug der Besatzungstruppen“, Aufhebung des Besatzungs- und Ruhrstatuts, Herstellung des Status quo an der Saar und last not least die Zulassung der „Nationalen Front“ im gesamten Deutschland. Wer die nicht gerade „populär“ zu nennenden Entnazifizierungsmaßnahmen der amerikanischen Militärregierung aus nächster Anschauung miterleben konnte, wird die Behauptung, McCloy wolle mit seinem Vorschlag faschistischen Gruppen eine erweiterte Wirkungsbasis in Mitteldeutschland vorbereiten. einigermaßen erstaunt sein. Im Gegensatz zur „Nationaldemokratischen Partei“ der Sowjetzone existiert bisher im Bundesgebiet keine Partei, die die Aufnahme ehemaliger Nationalsozialisten geradezu zum Progrdmm erhoben hätte. Daß die Gründung der NDP von den Russen wärmstens unterstützt wurde, daß sich das „Führerkorps“ vorwiegend aus ehemaligen AnghÖrigen des „Komittees Freies Deutschland“ rekrutiertespricht für die Qualität dieser SED-Filiale. Die zweite, in der kommunistischen Terminologie immer wieder auftauchende Forderung nach „Abzug der Besatzungstruppen“ ist die für den unpolitischen oder einseitig orientierten Leser gefährlichste, da hier — unter geschickter Ausnutzung des deutschen Nationalgefühls — der Versuch unternommen wird, die Einheit Deutschlands auf Kosten seiner nationalen Unabhängigkeit zu erkaufen. Es kann nicht Oft genug betont werden, daß nach Abzug der westlichen Besatzungstruppen hinter den östlichen Grenzpfählen unseres Vaterlandes eine kommunistische Einigung im US-Bergarbeitentreik Washington, 6. März (dpa). Sieben Stunden, nachdem Präsident Trutnan den Kongreß um Vollmacht für che Übernahme der Bergwerke durch die Regierung ersucht hatte, wurde in der Nacht zum Samstag zwischen den Vertretern der streikenden Bergarbeiter und der 'Bergwerksbesitzer eine grundsätzliche Einigung über einen neuen Arbeitsvertrag erzielt. Die Arbeit in den 1 amerikanischen Bergwerken wird voraussichtlich am Montag wieder aufgenommen werden. McCloys Bericht Uber deutschem Nationalismus New York. 6. März (dpa). US-Hoch- Koinlnissar McCloy flog mit einem Bericht über die nationalsozialistischen Kräfte in der Bundesrepublik nach Washington. Dieser Bericht ist von Spezialisten der Hohen Kommission aus- gearbeitet worden. Es ist die umfassendste Arbeit, die es bisher über dieses Thema gjbt. Über den Inhalt des Berichtes meldet „New York Times“, der etwaige Zusammenschluß der zahlreichen nationalistischen Kräfte in einer einzigen Partei werde als eine Gefahr für die deutsche Demokratie betrachtet. Die jetzt bestehenden nationalistischen Gruppen bereiteten lediglich den Boden vor „für einen künftigen Führer und für eine künftige Partei“. Bei den Besprechungen, die McCloy mit seinen engsten Beratern über diesen Bericht hatte, sei man sich allerdings über die Größe der nationalsozialistischen Gefahr nicht einig gewesen. Griechische Wahlen ohne Störung Athen, 6. März (dpa). Die am Sonntag in Griechenland durchgeführten Parlamentswahlen verliefen nach den bisher vorliegenden Berichten ohne Störung. Umfassende Ergebnisse sind in der Nacht zum Sonntag noch nicht gemeldet worden. Nach Auszählungen aus 55 von den 295 Athener Wahllokalen Rassenversuchsanstalt" Lebensbom e. V. Die durch besondere Geheimhaltungsvorschriften geschützte diskrete Entbindungsanstalt ff München, 6. März. Kurz vor Abschluß I jährlich 50 000 Kindern erstellen. Wir der Entnazifizierung in Westdeutschland werden dafür sorgen, daß jede deutsche läuft gegenwärtig hier die Spruchkam-! Frau nach dem Endsiege 4 Kinder emp- merverhandlung gegen die letzten! fängt!“ Die SS sollte den Grundstein machten Aussagen als „falsche Protokolle“ bezeichnet werden; heute behaupten die Zeugen, daß sie damals von den amerikanischen Üntersuchungs Hauptverantwortlidien des Lebensborn für eine neue Herrenmenschen-Rasse 1 beamten „überfahren“ worden waren. gaben, die das Nürnberger Militärgericht 1947 keiner formalen Belastung beschuldigte, so wirft das jetzige Verfahren doch einige Schlaglichter, die ein bezeichnendes Bild der damaligen Zeit wiedergeben. Allein die Betrachtung der 4 Typen von Betroffenen wäre eine Reise nach München wert „In deara Händ‘ hätt‘ i niat sei“ möag'n“ stöhnten einmal einige Münchnerinnen beim Verlassen des Unerfüllten Zuhörerraumes. Auch ihnen war der verschlagen wirkende, ehemalige SS-Standartenführer Max Sollmann auf die Nerven gegangen, als er erklärt hatte „In Eliteorganisationen gibt es immer tolerante und orthodoxe Menschen. Ich gehöre zu den toleranten.“ Mit gespielter Arroganz sprudelt dem Vorsitzenden auf dessen Fragen Tag, Stunde und Minute irgendwelcher Begebenheiten seines 46jährigen Lebens entgegen. Natürlich war der Lebensborn, dessen Vorsitzender er ab 1940 war, „nur ein rein caritatives Unternehmen“ und im nächsten Augenblick schon erzählt er von einer Autofahrt mit „Heini Himmler“, bei der ihm der „Reichsführer“ im Jahre 1945 seine Pläne für die Erweiterung des Lebensborn entwickelte: „Dort . __ _ _ kommt Ihr Verwaltungsgebäude für liegen in der griechischen Hauptstadt]®®. 0 ® Angestellte- hin“ erklärte ihm e. V., jener Organisation, die 1935 von legen. Der einstige „Tretstrahler-Händ- Heinrich Himmler zum Zwecke der 1er“ aus Bayreuth, Max Sollmann, sollte Förderung der. Geburtenfreudigkeit, die Erfüllung des Kontingentes der Ge- nicht zuletzt der illegitimen, in Deutsch- j burtenkapazität überwachen, land gegründet wurde. Wenngleich auch 1 Der kahlköpfige, 50jährige, ehemalige diesmal wieder nur die Werkzeuge vor sS-Oberführer, I-eiter der Gesundheits- dem Verhandlungstisch sitzen, die wohl- a bteilung des Lebensborn, Dr. Gregor weislich im Mai 1945 die wichtigsten Ebner, fand hier eine „einmalige Ge- Unterlagen den Fluten der Isar über- legenheit, rein nordische Frauen in Ebenso bezeichnend für die Qualität dieser Zeugen aber war eine „Zeugin Jehovas“, die sächselnd erklärte: „Wir durften im Lebensbom sogar Gottesdienste halten, aber Sollmann bat, nicht so laut zu singen.“ Interessanter wurde schon der „Salonlöwe“, auch „Italien-Wolf“ gemannte ( ehemalige „Chef des Stabes beim Reichsgrößerer Zahl ins Reichsgebiet zu depor- i führer SS“ und spätere „Oberbefehlstieren, wenn diese zur Entbindung von haber in Italien, SS-Obergruppenfüh- die Königstreuen Populisten (Volkspartei) an der Spitze. Das amtliche Wahlergebnis wird erst am 20. März vorliegen. Sender „Freies Europa“ New York, 6. März (AP). Eine neue Stimme aus dem Westen wird in Kürze au den Völkern hinter dem eisernen Vorhang sprechen. Es handelt sich um den Sender „Freies Europa“, über den das neu gegründete Nationalkomitee „Freies Europa“ von April an Nachrichten und Aufrufe an die Länder des Ostblocks richten will. Der Standort des Senders wird vorläufig noch geheim gehalten, um Störungen zu verhindern. Im Exil leibende führende Persönlichkeiten aus den sowjetischen Satellitenstaaten, darunter viele ehemalige Regierungsmitglieder, werden zu den Menschen in ihren Heimatländern sprechen. Kirche gegen Demontage Braunschwelg, 6. März (dpa). Die evangelische Landeskirche Braunschweig ■ ließ am Volkstrauertag in allen Kirchen; ihres Gebietes eine Kanzelverkündigung gegen die völlige Demontage der Reichs- ! Himmler auf der Durchfahrt am Mün- Kindern deutscher Soldaten nach Deutschland gebracht würden“. So von ihm jetzt zugegeben, wenn auch bereut, daß er damals die Dinge „etwas zu schief gesehen“ hatte Auch „ein gewisser Wertmaßstab“ wurde bei der von ihm durchgeführten „Eindeutschung“ nicht bestritten. Die „Germanisierung“ und „Umvolkung“ — ausgesuchte Kinder aus den besetzten Balkan-, Ost- und Nordgebieten Europas bekamen deutsche Namen und wurden in Lebensborn- heimen nach den Richtlinien der SS erzogen — sollte ja einmal auf volle Touren kommen. Als Adjutant von Sollmann spielte der jetzt 32jährige Wolfgang Uberschaar eine besondere Rolle bei der „Umvolkung“ von Kindern aus Lidice. Vor der Spruchkammer gibt er den Anschein eines völlig Unschuldigen, der nie ein Wässerchen zu trüben vermag. Die Akten des Vorsitzenden besagen etwas anderes. Die Vierte im Bunde Ist die ehemalige Leiterin des „Heimaufnahme-Wesens“, Inge Viermotz. Prototyp einer ehemaligen BDM-Führerin, donnert sie mit männlichem Organ ihr „Nichtswissen“ über den Verhandlungstisch. Doch auch hier sollen noch einige Papiere sprechen. Das Kennzeichnende der wenigen ge- chener Lenbachplatz. „Ich lasse Ihnen gebenen Zeugenaussagen, daß die im Heime für eine Geburtenkäpazität von Nürnberger Militärgerichtsverfahren ge- Paris ohne Autobus und U-Bahnverkehr Armee stünde, jederzeit bereit, ihre ' werke in Watenstedt-Salzgitter ver lesen. Sie wurde zugleich der britischen Regierung, der Kirche Englands, der Ökumene und der Bundesregierung zugeleitet. iiiiiiimiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiHiiiimiiniiiiimiiiiiiiNiiimiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiimiiiiiii letzten Bundestagswahlen. Die völlige Unsicherheit der Kommunisten im russischen Besatzungsgebiet ist durch nichts besser ,gekennzeichnet als durch die Verzögerung längst fälliger Wahlen. Nur durch „Anerkennung“ von FDGB, FDJ, Frauenbund usw. als den Parteien gleichgestellte Institutionen konnte bisher eine kommunistische „Mehrheit“ vorgetäuscht werden. Es liegt auf der Hand, daß für eine ähnliche Entwicklung in Westdeutschland sämtliche Voraussetzungen fehlen. Aus diesem, und nur aus diesem Grunde muß die Sowjetzonen-Regie- rung nach Argumenten suchen, um eine gesamtdeutsche Regelung nach demokratischen abzubiegen. Hinter der Maske der „Einheit“ erkennen wir die wahren Spalter Deutschlands! W. M. L. Paris, 6. März, (dpa) Die Millionenstadt Paris sah Sich am Montag einer Lage gegenüber, die der Berlins beim S-Bahnstreik im Frühjahr 1949 in vieler Hinsicht glich. Die Arbeiter und Angestellten der Autobus- u. U-Bahn- llnien der französischen Hauptstadt beschlossen am Sonntag auf einer Massenversammlung, von Montag früh 5 Uhr an mit unbegrenzter Frist zur Durchsetzung Ihrer Lohnforderungen zu streiken. Das Verkehrsministerium gab kurze Zeit nach' dem Streikbeschluß bekannt, daß rund 3000 Fahrzeuge aller Art von Montag früh sechs Uhr an zu einem Notdienst eingesetzt wenden, der die Pariser Arbeiter zu ihren. Arbeitsplätzen bringen »oll. Der Fahrpreis auf diesen „Regierungsverkehrsmitteln“ wurde auf 30 Francs (40 Pfennig( festgesetzt. Der Pariser Verkehrsstreik scheint der Auftakt zu einer neuen umfassenden Streikwelle zu werden. Ein Funktionär der kommunistisch beherrschten Transportarbeitergewerkschaft deutete am Sonntag an, daß auch die Straßenbahner ln ganz Frankreich von Montag an streiken würden. Ferner droht ein Teiistreik des Bodenpersonals der beiden großen Pariser Flugplätze Le Bourget und oriy den Luftverkehr Nauheimer Kreis wieder aktiv lahmrulegen Der kommunistische allgemeine französische Gewerkschaftsverband (CGT) gab bekannt, daß 70 Prozent der Angestellten der Pariser Drogerien von Montag an streiken wollen, auch die Textilarbeiter im Gebiet von Lille wurden zum Streik aufgerufen. Der seit, über einer Woche andauernde Metallarbeiterstreik dehnt sich in verschiedenen Teilen Ostfrankreichs aus. Auch die Arbeitet in den Pariser Elek- trizitäts- und Gaswerken sollen für einen Streik gestimmt haben. Das Ergebnis der Abstimmung wird erst im Laufe des Monats bekanntwerden. Machtmittel zur Unterstützung innenpolitischer d. h: kommunistischer Forderungen oder Umsturzversuche in die Waagschale zu werfen. Ohne auf die weiteren, hinlänglich bekannten Argumente der SED und ihrer Tarnorganisationen einzugehen, drängt sich unwillkürlich die Frage auf, warum eigentlich die Anwesenheit von Besatzungstruppen freie und geheime Wahlen ausschließen oder inhibieren soll. Wir haben bei den westdeutschen Wahlen eine Beeinflussung durch die Besatzungsmächte selbst gegenüber einer stark polemisierenden KPD nicht feststellen können. Bei Beurteilung der gegenwärtigen Situation ergibt sich folgendes Bild: Die SED und ihre sowjetischen Freunde müssen sich zwangsläufig solange gegen freie gesamtdeutsche Wahlen wehren, wie eine umfassende kommunistische Einflußnahme unmöglich ist. Das Resultat einer Wahl unter Viermächtekontrolle würde für die SED genau so katastrophal enden wie für die KPD bei den Angleichung an die Verfassung Stuttgart, 6. März (BNN). Am 4. März trafen sich die drei Regierungsparteien von Württemberg und Baden in Maulbronn, um über das Südweststaatproblem zu beraten. Es ging um die Frage, ob die Freudenstädter Beschlüsse als grundlegend anerkannt werden können. Die SPD hatte bekanntlich im Dezember 1949 Einwendungen dagegen erhoben. Das Maulbronner Ergebnis ist, daß jetzt ein neuer Weg gefunden werden soll. Ausgangspunkt der Beratungen waren die Freudenstadter Beschlüsse, Ziel, deren bessere Angleichung an die württ.-badische Verfassung. Man hofft, daß die Regierung in Tübingen und Freiburg nicht all zu strenge Maßstäbe an die Freudenstädter Beschlüsse legen. An der Tagung nahmen von der SPD, Landesvorsitzender Schöttle- Stuttgart, Minister Dr. V e i t-Karlsruhe und Abgeordneter Alex Möller, von der CDU Minister Dr. B e y e r 1 e-Stutt- gart, Abgeordneter Kling. Bürgermeister Heurich, StadtratSprauer, Karlsruhe, von der DVP die Herren Dr. H a u s m a n n-Stuttgart. Dr Keß- 1 e r-■Karlsruhe und Bundestagsabgeordneter Freudenberg teil. Die Konferenz wurde vom Abgeordneten Simpfendörfer geleitet. Eine fünfköpfige Kommission wurde gebildet, der u. a. Dr. Veit. Dr. Hermann Keßler und Bürgermeister Heu- rich angehören. Die Kommission befaßt sich gegenwärtig mit den Abstimmung«, modalitäten und der Fragestellung über die Neugliederung. Wer wird Finanzminister? . Die CDU-Nordbaden hat für den Posten des Finanzministers in Württemberg-Baden den Landrat des Landkreises'Mannheim Valentin G a a, und den Karlsruher Stadtkämmerer Gurk vorgeschlagen. rer" Karl Wolf, der es durchaus für möglich hielt, daß der „Stellvertreter des Führers“, Rudolf Heß einen Befehl ! gegeben hatte, wonach jeder SS-Mann, bevor er zur Front ging, ein Kind zu zeugen hatte. ,Ich kann auch nicht verschweigen, daß der blonde Typ das Erwünschte war“, erklärte er auf die Frage, ob denn eine Auswahl der Mütter für den Lebensbom nach „rassepolitischen Grundsätzen“ stattgefunden hätte. Wieviele Frauen und Kinder durch diese „Rasseversuchsanstalt des dritten Reiches“, den Lebensbom, gegangen sind, wird die Welt nie mehr genauer erfahren. Feststehen dürfte nach den Bergen von Aktenmaterial, das die Spruchkammer mühsam zusammengetragen hat, daß es sich einwandfrei und ausschließlich um eine Aktion der; SS gehandelt hatte. Frauen, die in erb-| biologischer Hinsicht ihren Bedingungen entsprachen, mußten hier, durch besondere Geheimhaltungsvorschriften geschützt, diskret entbinden. Wünschten sie ihre Kinder nicht mitzunehmen, so wurden diese sogenannte „SS-Kinder“. Der zweite Weltkrieg brachte die Aufgabe der „Rückeindeutschung“ von Kindern aus den besetzten Ländern. Um ihre Herkunft zu verschleiern, wurden diese in der Kartei des Lebensborn als sogenannte „bindungslose“ Kinder geführt. Ein eigenes Standesamt bestimmte nach einem ärztlichen Gutachten das Alter, Geburtsort und „Germanischen Namen“. — Außer acht Heimen in Deutschland gab es eine „Zweigstelle“ ln Oslo, in der etwa 6000 Kinder deutscher Soldaten von norwegischen Müttern zur Welt gebracht wurden. W. Hir. Würzburg, 6. März. (AP). In einem offenen Brief an den amerikanischen Höhen Kommissar John J. McCloy erklärte Professor Noack, er lehne „eine einseitige Bindung Westdeutschlands an die Westmfichte ab.“ Eine solche Bindung „würde uns um unsere Einheit und vielleicht um unseren Frieden bringen“. Noack bat McCloy, „die sowjetischen Interessen auf deutschen Boden ernst zu nehmen“. Eine Wiedervereinigung Ostdeutschlands mit einem Westdeutschland, das durch seine politischen Bindungen an die westeuropäischen Staatenorganlsa- tiörten außenpolitisch einseitig festgelegt sei, werde von der Sowjetunion „aller Voraussicht nach niemals zugestanden werden“. Von der amerikanischen Außenpolitik hänge es entscheidend ab „ob Deutschland ein friedliebender demokratischer Staat wird“. In seinem Schreiben an McCloy fordert Noack gesamtdeutsche Wahlen „nach getrennten Listen" im Gegensatz zu einer Einheitsliste wie sie bei den Wahlen im Oktober in der Ostzone aufgestellt werden soll. Was gesamtdeutsche Wahlen betreffe, so stünden 47 Millionen Westdeutsche 18 Millionen Ostdeutschen gegenüber. Selbst ein Ergebnis, das der SED der Sowjetzone einen großen Teil der ostdeutschen Sitze sichert, würde doch in der Gesamtzahl der Abgeordnet. en-Sitze nicht wesentlich ins Gewicht fallen. Professor Noack gäk gegenüber den Tagungsteilnehmern zu, daß der Nau- heimer Kreis infolge seiner Ablehnung durch Ulbricht „am Scheideweg“ Stehe. * Uber das Saarabkommen „L’Aube“ (französisch) vom 6. 3. 50 Der Hinweis des Bundeskanzlers, an der Saar könne nicht mehr von Demokratie geredet werden,, ist nicht einmal die Tinte zu einer Entgegnung wert. „L’Aurore“ (gaullistisch) vom 6. MSrz 1950 Die deutsche Reaktion ist eine wahrhafte Unverschämtheit von Adenauer, Schumacher und Genossen. In Wirklichkeit ist die deutsche Entrüstung geheuchelt; sie ist nur dazu bestimmt, in den Vereinigten Staaten und ln Großbritannien Gegensätze gegen t rankreich zu schaffen. „Le Parisien - Libere (gaullistisch) vom 6. März 1950 Die Bonner Reaktion ist weiter nichts, als viel Lärm um nichts. Die Saarfrage dient in Deutschland der Linken wie der Rechten dazu, mit nationalistischer Propaganda Wähler einzufangen. L’Epoque“ (rechts) vom 6. März 1950 Die Sozialdemokratische Partei in Westdeutschland will diesmal deutlich bekunden, daß sie das nationale Interesse über ihre sozialistischen Forderungen stellt, nachdem ihre politischen Gegner ihr in den Zeiten der Weimarer Republik häufig das Gegenteil vorgeworfen haben. „Times“ (britisch) vom 6. März 1950 Das Vorgehen der französischen Regierung beim Abschluß der Saarkonvention ist vollkommen gerechtfertigt; sie kann in dieser Frage auf die Unterstützung der Verbündeten Frankreichs rechnen. Die Westmächte sind alles in allem mit Deutschland großzügig verfahren und die Autonomie der Saar ist der Preis, den Deutschland für die Gelegenheit zur Freundschaft und zur Zusammenarbeit zu zahlen hat, recht niedrig. Die deutsche Reaktion ist an sich natürlich und die Schwierigkeiten Dr. Adenauers sollten richtig eingeschätzt werden. Es muß jedoch nochmals gefragt werden, ob Deutschlands Bestürzung nicht ein bißchen übertrieben und ob es klug von Dr. Adenauer ist. die Saarfrage so unmittelbar mit der europäischen Einheit zu verbinden. „New York Times* (amerikanisch) vom 6. März 1950 Vom amerikanischen Standpunkt äus ist diese nur dürftig verschleierte Annexion des Saargebietes die Frucht des Sieges und ein Ausgleich für die Schäden, die Deutschland seinem westlichen Nachbarn während des Krieges zugefügt hat. Tatsächlich ist sie nur ein geringer Teil der Entschädigung, die Frankreich zu erlangen suchte; denn mit Hilfe seiner Richelieu - Politik hatte es eigentlich eine vollständige Zerstückelung Deutschlands und die Interna- tionalisierung des Ruhrgebietes unter vorwiegend französischer Kontrolle gewollt. Sonntagsrückfahrkarten zu Ostern Frankfurt a. M„ 6. März (dpa). Sonntagsrückfahrkarten bei der Bundesbahn können im Osterverkehr zur Hinfahrt am 6. April (Gründonnerstag) 12 Uhr bis zum 10. April 24 Uhr (Ostermontag) und zur Rüdefahrt bis zum 11. Apral 24 Uhr benutzt werden. Einige Züge werden auch noch für Sonntagsrückfahrkarten am 1- Geltungstag vor 12 Uhr und am letzten Geltungstag nach 24 Uhr freigegeben. Programm des Katholikentages Passau, 6. März (dpa). Das Lokalkomitee zur Vorbereitung des 74. deutschen Katholikentages ln Passau vom 27. August bis 4. September bezeichnete am Wodienende die Durchführung der Veranstaltung als in jeder Hinsicht gesichert. In den letzten Augusttagen wird in den Pfarreien eine vorbereitende Gebetswoche abgehalten, am 29. August beginnt die Vertretertagung Altötting. Das Gnadenbild wird am 1. September nach Passau gebracht. Der 2. September ist der Verehrung des Gnadenbildes mit einer Mittemachts-Pontifikalmesse gewidmet. Nach einer Jugendkundgebung auf Burg Oberhaus findet am 2. September eine große Festversammlung in der Nibelungen-Halle statt. Der Festgottesdienst am Hauptttag, 3. Sept., findet auf dem Thingplatz statt, wo auch die Schlußkundgebung veranstaltet wird. Am Abend schließt sich ein Empfang der Staatsregierurig an. Nach einem Pontifikai-Requlem am Montag, 4. Sept., ist der Katholikentag offiziell beendet. Anschließend fährt ein Sonderzug zu den Passionsspielen nach Oberammergau, während in Passau selbst Sondertagungen stattfinden. Der ■polizei t nach d j Sinehein i sammelt Erfahrui durchgei lichten, reichte schreibe „Unbe auto in am komm Fahnd sofort i Der i ■ trae w j jedoch suchte Krimina ihm. satne Beide Raüb führt die A düng wagen, i durch Marmhe Jeden nittelgr imt 2. 5u eine ’ostgeld jezählt Das Pos im aefc Weg. ils der D10 fuh Kraftwa Was Deutschland an Eine erstmalige Übersicht, von unse Da es heute als eine feststehende Tatsache gilt, daß die Reparationsleistungen, die Deutschland nach dem ersten Weltkrieg auferlegt worden sind, zum Zusammenbruch der Deutschen Republik führten und damit den Keim zu dem Krieg 1939 legten, hat es nicht an gewichtigen Stimmen gefehlt, die sich gegen eine Wiederholung eines solches Vorganges aussprachen. Obgleich noch keinerlei abschließende Feststellung getroffen wurde, iet es interessant, sich die Leistungen, die von den Deutschen bereits auf das Konto „Reparationen“ bezahlt worden sind, zu vergegenwärtigen, weil sie auch weltpolitisch von größter Bedeutung sind. • Es diene zum Vergleich, was Deutschland 1918 an Reparationen zu leisten hatte: Damals mußte es zunächst sofort fünf Milliarden Dollar bezahlen und im Jahre 1921 setzte nämlich c}ie Londoner Konferenz die deutschen Zahlungen auf 120 Milliarden Goldmark fest. Neben Geld mußten noch Kohle, Holz, Maschinen, Schiffsneubauten, Handelsdampfer und viele andere Werte an die Alliierten geliefert werden. Eine Stimme der „New York Times“ Was nun die gegenwärtigen deutschen Reparationsleistungen betrifft, so sei hier auf einen Leitartikel der „New York Times“ vom 21. Februar 1948 hingewiesen. Darin prägte die New Yorker Zeitung folgenden eindrucksvollen Aus- Reparationen leistete rem Südamerika-Korrespondenten spruch: „Deutschland hat in der Form abgetrennter Gebietsteile und beschlagnahmten Eigentums bereits mehr bezahlt, als je irgendeine andere Nation. Es muß auch bedacht werden, daß alle deutschen Auslandsguthaben, Handelsbeziehungen und Patente beschlagnahmt worden sind, was allein einer Leistung mehrerer Milliarden Dollar gleichkommt. Hinzu kommt der Wert der abgetrenrrten Gebiete, der deutschen Flotte, der Kohle und anderer Produkte.“ Will man aber einen möglichst genauen Einblick in die Leistungen gewinnen, die Deutschland bis heute auf das Konto Reparationen gezahlt hat, dann ist es ungemein aufschlußreich, sich mit der Denkschrift des Bremer Senators G. W. Harmesens zu beschäftigen, die im Aaftrag der Ministerpräsidenten der britisch-amerikanischen Zone unter der sachkundigen Mitwirkung deutscher Experten und wirtschaftswissenschaftlicher Institute entstanden ist. Da es heute ja keine einheitlich geführten Reichsstellen gibt, ist die Arbeit des Senators Harmesens von besonderem Wert. In seiner Denkschrift werden die deutschen Leistungen in vier große Gruppen gegliedert: Entnahmen aus innerdeutschem Volksvermögen, Leistungen aus laufender Produktion, sonstige Leistungen und Vermögensverluste der aus dem Ausland ausgewiesenen Deutschen. Eher zu niedrig als zu hoch gegriffen Sämtliche Berechnungen beruhen also auf einer Basis, die eher als zu niedrig angesehen werden muß. Aus der Aufstellung geht hervor, daß der größte Posten auf die Entnahmen aus dem innerdeutschen Vermögen entfällt, nämlich 40 Milliarden Dollar oder 100 Milliarden Reichsmark nach dem Friedenskurs von 1936. In dieser Summe ist der volkswirtschaftliche Wert der abgetrennten Gebiete mit 30 Milliarden Dollar berechnet, wobei die Aufteilung folgendermaßen vor sich geht: Das Gebiet östlich der Oder-Neiße- Linie mit einem Wert von 28 Milliarden Dollar. Das Saargebiet mit einem solchen von 2 Milliarden Dollar. Bodenschätze sind In diesen Summen nicht einbezogen. Senator Harmesens ging bei seiner Berechnung allein von dem Volkseinkommen dieser Gebiete vor dem Kriege aus. Die deutschen Verluste durch Demontage werden bis 1948 mit 5 Milliarden Dollar angesetzt. In Prozenten ausgedrückt, berechnet Harmesens den Abbau der Industrieanlagen ln Rumpfdeutschland mit 15 Prozent ln der Bi- Zone, in der französischen Zone (ausschließlich der Saar) und Berlin mit 40 Prozent und in der Sowjetzone mit 45 Prozent. Die beschlagnahmten deutschen Auslandswerte werden mit 3,9 Milliarden Dollar angegeben. Dabei ist hervorzuheben, daß es sich nur um die effektiven Zahlenwerte handelt. Ein besonderes Kapitel nehmen noch die sogenannten „verschleierten Reparationszahlungen“ ein, zu denen auch die I Steuererträge gehören, die beispielsweise in der Sowjetzone abgeschöpft werden und 3,8 Milliarden Dollar betragen und zum Ankauf von Vermögensteilen verwendet worden sind. Errechnet man noch den Wert der abgelieferten See- und Binnenschiffe, die Zwangsexporte von Kohle usw., dann erhöhen sich die Werte, die der laufenden Produktion entnommen wurden, auf ca. 4 Milliarden Dollar. Wie vorsichtig Harmesens bei der Berechnung umgeht, beweist seine ziffernmäßige Einschätzung der enteigneten Patente, Betriebsgeheimnisse usw., die er in der Gruppe „sonstige Leistungen“ mit der bescheidenen Summe von 5 Milliarden einsetzt, obgleich ändere sie doppelt so hoch veranschlagten. Ihr wirklicher Wert ist aber mit Ziffern überhaupt nicht auszudrücken. Die Arbeitsleistung, die mit den Demontagen verbunden ist, mußten ebenfalls die Deutschen bezahlen. Harmesens beziffert sie bescheiden mit 3,2 Milliarden Dollar. Die Arbeit der deutschen Kriegsgefangenen Unter die „sonstigen Leistungen“ fällt auch die Arbeit, die die deutschen Kriegsgefangenen bis jetzt für die Alliierten geleistet haben. In der Aufstellung erscheint sie mit rund 2 Milliarden Dollar. Des weiteren sind ln dem Rahmen „sonstige Leistungen“ auch 700 Millionen Dollar eingesetzt, die dem deutschen Volksvermögen durch die Währungs-Manipulationen entzogen wurden. Senator Harmesens rundet das Kapitel „sonstige Leistungen“ mit dem Betrag von 10,9 Milliarden Dollar ab. Die in die dritte Gruppe einbezogenen „Vermögenseinbußen“ der ausgewiesenen Volksdeutschen werden mit 16,2 Milliarden Dollar veranschlagt. Errechnen wir nun den Gesamtbetrag, der sich aus den drei eingangs genannten Hauptgruppen ergibt, dann erhalten wir als Endergebnis der Aufstellung des Senators Harmesens den wahrhaft gigantischen Betrag von 71,1 Milliarden Dollar, der, wie besonders betont werden muß, bis heute — in der kurzen Spanne von kaum drei Jahren tatsächlich geleistet worden ist. Denken wir dagegen an die Summe von 120 Milliarden Goldmark, die im Jahre 1921 als Reparationsforderung genannt wurde, dann mutet diese damals unvorstellbar hoch liegende Summe heute lächerlich klein an, zumal es sich nach dem ersten Weltkrieg um eine Forderung handelte, die über viele Jahrzehnte hin entrichtet werden sollte. Heute hingegen hat Deutschland 177 Milliarden Goldmark in knapp drei Jahren an das Ausland geleistet. Um einen Vergleich dafür zu haben', sei gesagt, daß diese 71,1 Milliarden Dollar etwa viermal dem ganzen Goldschatz der USA gleichkommt! (Copyright PRD) Der letzte „König von Böhmen“ Bordighera (Italien), 6. März. (dpa). In der Nacht zum vergangenen Montag ist Dr. Adolf Fürst zu Schwarzenberg in Bordighera (Italien) gestochen. Mit ihm ist die Fürstenlihie der Schwarzenberg erloschen, die zu den größten deutschen Fürstenhäusern gehörte und deren männliche Vertreter man „die Könige von Böhmen“ nannte. Neue Bücher „Hirth - Vater, Hellmuth, Wolf / Erfinder, Rennfahrer, Flieger“, von L. Heiss, Verlag R. A. Müller, Stuttgart Das vorliegende Buch (Ganzleinen, Pr. DM 12.50) schildert in unterhaltender und Interessanter Weise das Leben der weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Erfinder- und Konstrukteur- familie Hirth, der die Technik zahlreiche fortschrittliche Erfindungen von Format verdankt. Die Hirths, mit Pioniere deutschen Erfindertunis, haben durch ihr Können— nicht zuletzt auch durch ihre liberal« Lebensanschauung — wesentlich dazu bel- getragen, Deutschland« Ansehen in der Welt zu fördern. Der Verfasser versteht es, den Werdegang der drei Hirths — Albert, Hellmuth und Wolfram —, ihr« Schwierigkeiten, Nöte und Kämpfe gegen Voreingenommenheit wirklichkeitsnahe zu vermitteln. -ds- Sowjet - Imperialismus, eine Untersuchung der Ursachen und Wirkungen der bolschewistischen Expansionebestre- bungen, herausgegeben von der „Deutschen Gesellschaft für internationale Politik“. Im Rahmen ihrer umfassenden Aktion im Kampf gegen den Sowjet-Imperialismus verbreitet die „Deutsche Freiheits- liga“ im Augenblick eine Aufklärungsschrift, die in dokumentarisch belegter und sachlich fundierter Weise den ideologischen Wandel aufzeigt, dem der Bolschewismus im Laufe seiner Geschichte unterworfen war. Dieses Bändchen ist in der Tat ein ,Lehrbuch der russischen Sprache“, jener Sprache nämlich, die wir allzu deutlich zu hören und zu spüren bekamen. Ein Aufklärung, wie sie in dieser Publikation vorliegt, ist bei uns nötiger, als jenseits des .Eisernen Vorhanges. Dort dürfte die Maske bereits gefallen sein. Mo: Zut Lc In ver, von pelt daß einer beim daß Als seit bei auf moor an 20 gerin Dr. als Kilc inte vor: Bül 1950 pienstag: März 1950 Badische Neueste Nachrichten Nummer 47, Seite 3 an der lokratie le Tinte Ir* 195* hrhafte Schu- ikeit ist ; sie ist »inigten fensitze b) vom nichts, arfrage wie der sr Pro- 1950 a West- bekun- se über stellt, ihr in : häufig 150 Regie- vention kann in ng der n. Die m mit ind die is, den dt zur beit zu che Reich wierichtig a noch- lds Betrieben ist. die uropäi- i) vom äus ist mexion ;es und eutsch- ährend lieh ist schädi- suchte; Politik :e Zer- iterna- er vorwollt. ►stern Sonn- undes- ir Hin- srstag) Oster- 3 zum . Eini- ntags- ig vor 2 nach •ges Lofcal- deut- i vom chnete ig der ht ge- ird in s Ge— .ugust itting. jmber srrtber ss mit e ge- sbung Sep- ng in Fest- Sept., ;, wo lstal- h ein Nach >ntag, Eiziell Son- na ch assau Inder, Ver- i, Pr. f und weit inaus iteur- •eicho irmat deut- Kön- >eral« i beider ht es, lbert, ierig- inge- rmit- -d*- nter- ngen stre- ieut- Po- ction allseits- SWER FUHR DEM FORD? Ein Tatsachenbericht von Dr. Kurt Joachim Fischer Die Aufklärung des Mannheimer Postraubes vom 9. Juni 1949 Der Chef der Mannheimer Kriminalpolizei war am Morgen des 9- Juni 1949 nach dem nordbadischen Städtchen Sinsheim gefahren, um den dort versammelten Landespolizisten über seine Erfahrungen auf einer kurz vorher durchgeführten Amerika-Reise zu berichten. Noch während des Vortrags erreichte den Polizeirat ein Blitz-Fernschreiben seines Stellvertreters: „Unbekannte Täter beraubten Postauto zwischen L 8 und L 10 stop Täter in amerikanischem Kraftwagen entkommen stop Beute 160 000 DM stop Fahndungsmaßnahmen eingeleitet stop sofort kommen stop“ Der Polizeirat unterbrach seinen Vortrag und raste nach Mannheim zurück: jedoch als er Heidelberg passierte, suchte er den Chef der amerikanischen Kriminalpolizei auf und beriet sich mit ihm. mit dem er schon viele gemeinsame Aktionen bislang durchführte. Beide waren sich darüber einig, daß der Raub kaum von Deutschen durchgeführt sein könne. Immerhin starteten die Amerikaner sofort die Funk-Fahndung nach dem amerikanischen Kraftwagen, einem grauen Ford 48, wie sich durch fernmündliche Verständigung mit Mannheim ergab. Was war geschehen? Jeden Wochentags-Vormittag fuhrein mittelgroßes Postauto von dem Postamt 2. am Mannheimer Hauptbahnhof. zu einer Bank in „M“. um dort die Postgelder einzuzahlen, die in der Nacht' gezählt, sortiert und gebündelt waren. Das Postauto benutzte, da es von Beamten gefahren wurde, stets den gleichen Weg. Darauf spekulierten die Räuber: als der Postwagen zwischen L 8 und L 10 fuhr, überholte ein amerikanischer Kraftwagen, grau, ein Ford 48 mit einer „C“-Nummer den Postwagen und drängte ihn zur Seite, ihn so zum Halten zwingend. Zwei Männer entsprangen dem Kraftwagen, Pistolen in der Hand, in eleganten Anzügen, gebrochen deutsch sprechend und forderten Der Mannheimer Postraub vom 9. Juni 1949, bei dem den Banditen 160 000 DM in die Hände fielen, gehört zu den verwegensten Raubüberfällen der an Gewalttaten gewiß nicht armen Nachkriegsjahre in Deutschland. Am hellen Vormittag wurde zwischen dem Straßenquadrat L 8 und L10 der Postwagen von drei Männern überfallen, die dem Beamten den Postsack mit den Postgeldern entrissen und unerkannt in einem grauen Ford-Wagen mit amerikanischer Nummer entkamen. Monatelang trug die Mannheimer Kriminalpolizei in mühevoller Kleinarbeit Beweisstück um Beweisstück zusammen, bis sie endlich Zuschlägen und die Posträuberbande verhaften konnte. Uber die Fahndungsarbeit der Kriminalpolizei berichtet die „BNN“ in dem heute beginnenden Tatsachenbericht. den Postsack, in dem sich 160 000 DM befanden und der zwischen den Beinen der beiden, rechts neben dem Fahrer sitzenden Beamten stand. Der auf der linken Seite des Postautos, neben dem Fahrer stehende Räuber, riß den Postsack, trotz der sich wehrenden Beamten von der rechten Wagenseite, über das Steuerrad hinweg und die Drei eilten zu dem grauen Ford zurück — denn der Fahrer des Ford war inzwischen ebenfalls ausgestiegen — und unmittelbar danach raste der graue Ford mit den Räubern und der Beute davon. Der Überfall dauerte nach den Angaben der Postbeamten höchstens eine Minute. • Der graue Ford war nach Westen abgebogen, fuhr die Kunststraße, zwischen „N“ und „O“ entlang, kreuzte die Breite Straße und erreichte zwischen den Quadraten >,C“ und „D“ fahrend, bei D 7 den Luisen-Ring. Der Ford wollte hier in den Ring einbiegen. Jedoch ein Fahrzeug kam auf der rechten Ring- Seite entgegen so daß der Fahrer des grauen Ford den Ring querte, dabei tnit 120 Stundenkilometern durch «die Pum- pen-Station einer auf der Ecke der Hafen-Straße stehenden Tankstelle raste, beim Einbiegen in die nach Norden führende Hafen-Straße das Trittbrett ab- riß, um dann durch den Jungbusch, mit unverminderter Geschwindigkeit rasend, über die Jungbusch-Brücke den Neckar querend, nach Norden zu entkommen suchte. Als der graue Ford über die Jungbuschbrücke preschte, sprang ein Verkehrspolizist gerade noch Die beiden Brüder Stuck, Franz und Pitt, Schwarzhändler, Autodiebe, Autobahnräuber, kundschafteten den Postraub aus. Am Tag des Überfalls wartete Franz Stuck (links) vor dem Postamt 2 und gab das verabredete Zeichen für den grauen Ford. Pitt (rechts) sollte mit einem Lastwagen im Mannheimer Waldpark warten, aber er kniff und spielte den interessierten Zuschauer. rechtzeitig zur Seite und notierte die übrigens falsche C-Nummer. das Kennzeichen der amerikanischen Wagen. Dann verschwand der graue Ford — zunächst spurlos — in den nördlichen Stadtteilen Mannheims. • In der Zwischenzeit waren bereits die beraubten Postbeamten bei der Kriminalpolizei in L 6 erschienen und meldeten den unter den Fenstern der Kriminalpolizei durchgeführten Überfall. Die äußerst erregten Postler machten die widersprechendsten Angaben: keiner wußte genau, wie die Räuber aussahen. keine Personenbeschreibung deckte sich, aber der allgemeine Eindruck blieb zunächst der gleiche: die Räuber waren keine Deutschen. Wenigstens DPs‘. wenn nicht Amerikaner. Es mußten, nach der Organisation des Überfalls und nach der Darstellung der Postbeamten Amerikaner sein, die nach Chikagoer Muster ... na ja, kennen wir. m Als der Polizeirat von seiner Sins- heimer Exkursion in Mannheim eintraf, liefen bereits die Fahndungs-Maßnahmen der Kriminalpolizei auf vollen Touren. Die Mannheimer Kriminalpolizei hatte bereits auf allen Polizeinachrichtenlinien den Spruch: „An Alle“ durchgegeben den Tatbestand Umrissen. Parallel dazu liefen die, Funk-Fahndungen der amerikanischen Militär- Polizei nach dem Besitzer des grauen Ford. Abgesehen davon, daß in den nördlich Mannheims gelegenen Orten, auf den Straßen die Streifen der alarmierten Polizei angesetzt waren. Immerhin. als der Polizeirat sich die Meldungen über alle« Veranlaßte anhörte, lagen irgendwelche Erfolgsmeldungen noch nicht vor. So blieb ihm zunächst nichts anderes übrig, als seine Beamten gelassen zu fragen: „Was jetzt?“ Aber es konnte ihm keiner der Mitarbeiter eine Antwort geben. Mit Ausnahme des grauen Ford gab es nichts, an was eich die Kriminalbeamten halten könnten. Es wurde- viel telephoniert. Mit der Post. Mit der amerikanischen Kriminalpolizei, die bald durchgab, daß der graue Ford einem amerikanischen Offizier in Ziwingenberg an der Bergstraße gestohlen -worden sei. Wenigstens ein Anfang — wenig später schon kam die Ergänzungsnachricht durch, daß dem gleichen Leutnant schon sechs Tage vorher einmal ein roter Chevrolet abhanden gekommen war: nur war der im Hüttenfelder Wald, westlich der Autobahn, zwischen Viernheim und Lorch, in einer Schneise versteckt und gut getarnt, am 8. Juni wieder gefunden worden. Gegen 21 Uhr kam die Nachricht, daß unweit dieser Schneise - der graue Ford mit der am Morgen in etwa stimmenden C-Nummer. abgestellt, ungetamt aufgefunden 'worden sei. Der Wagen wäre durch die Militärpohzei bereits nach Bensheim abgeschleppt. • Der amerikanische Major, der die alarmierende Nachricht durchgab, holte die Mannheimer Kriminalbeamten: der graue Ford war bereits nach Zwingenberg an der Bergstraße gebracht worden. Der Mannheimer Fahndungsdienst konnte daher nichts mehr an Spuren sichern: allzu viel Hände hatten bereits an dem grauen Ford herumgefingert. Die Mannheimer Kriminalbeamte!* freuten sich dennoch. Das war doch ein Anfang „Jetzt kriegen wir sie!“ • Es war zwar dann doch nicht eo leicht. Aber immerhin begannen sie nun die Arbeit an dieser Spur 1: Bergstraße. Zunächst wurde der amerikanische Fliegerleutnant eingehend gehört, dem innerhalb weniger Tage zwei Wagen ähnlichen Typs gestohlen worden waren. „Ich hatte am Mittwoch — 8. Juni — Ärger mit meiner Spurstange und lag unter meinem Wagen. Vor meinem Haus in Zwingenberg war das. Es fuhr ein deutscher Kraftwagen vorbei, langsam fuhr er. hielt dann und ein Mann kam auf mich zugelaufen: er konnte mich ja nicht sehen, weil ich doch unter meinem Ford lag. Als er mich bemerkte. kehrte er um und ging wieder zu seinem Wagen. Der fuhr sofort an: also war der Mann, der am Steuer saß. nicht mit dem identisch, der zu mir gekommen war. Nach ein paar Minuten kam der Wagen jedoch wieder zurück und fuhr langsam vorbei. Es war ein Mercedes 170 V mit einer hessischen Nummer AH. die hinten mit einer „27“ aufhörte. Die anderen Zahlen konnte ich nicht erkennen.“ Dann ließ sich der amerikanische Flifegef noch über seinen ersten Chevrolet aus, der rotbraun war. Aber das war dann nicht mehr interessant. Die Mannheimer Kriminalbeamten sammelten die Zigarettenstummel ein. die in dem grauen Ford herumlagen, um sie zu untersuchen. Es kam nichts mehr unter den Joddämpfen heraus. Immerhin konnten sich die Kriminalbeamten nicht recht vorstellen, daß der amerikanische Fliegeroffizier so ohne weiteres eine deutsche Kraftwagentype kenne. Daher legten sie ihm eine dicke Schwarte vor, in der’alle nur überhaupt möglichen deutschen Typen abgebildet waren: es war ein Typen-Buch eines Mannheimer Auto-Werkes. Der amerikanische Leutnant blätterte und zeigte sofort den Mercedes 170 V. „Beg your pardon —“ war alles, was die Mannheimer zu sagen wußten. Was blieb anderes übrig, als alle hessischen Mercedes 170 V vorzunehmen und 2. alle hessischen Nummern, die hinten mit 27 aufhörten. * Weiter: Spur 1: Bergstraße. Ein Sechzehnjähriger meldete sich: am 8. Juni hatte er einen Mann gesehen, mittelgroß, etwas abgerissen — der habe an dem Wagen des Fliegerleutnants gestanden und sich den grauen Ford 48 sehr genau besehen. „Collie hat er geraucht.“ „Wieso?“ „Die grüne Schachtel schaute oben aus der Jacke. Außerdem sprach er sächsisch.“ (Copyright Die Fundgrube, Mannheim) Fortsetzung in der Donnerstagnummer vSayft:-. Patricia Roc, Englands schöne Filmschauspielerin spielt eine entzückende „Geliebte nach Maß“, zusammen mit dem Komiker Stanley Halloway und Nigel Patrick. Bild: Rank iUimuliiuiiuiiill.'lillMilillllllllliiiiillllliiliiiiimiililiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiHiiiiiimiiiimiiiiimiiiiimiiimiiniiiiiiMiiiimmiiiiiuiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiimimmiui Xossettini attackiert Hollywood Reporter-Intrigen und gemeine Gerüchte vor Ingrids Klinik NP-Rom: Roberto RosselUni, der Regisseur des Ingrid-Bergman - Films „Stromboli“, erklärte in einem Interview: „Ich verzichte auf alle Ansprüche auf die Gewinne, die dieser Film in den USA einbringt, weil ich ihn nicht als meinen Film anerkenne.“ Rossellini. griff in seinem Interview — mit der Wochenzeitung „DieNuove“ (Neue Wege) — das „niedrige kulturelle Niveau Hollywoods“ an. Er erklärte: „Die Fassung, wie sie in Europa gezeigt werden wird, ist von den Amerikanern verstümmelt worden. Man hat die Spielzeit um 35 Minuten gekürzt und die verschiedenen Szenen ganz neu zusammengemodelt Ich habe die brutalen und unzivilisierten Methoden Hollywoods am eigenen Leibe kennen- lernen müssen.’ Sie sagten von Ingrid: ,Wir werden ihr nie verzeihen und sie wird die Folgen zu tragen haben. 1 Was mich angeht, so glaubten sie ein leichtes Spiel zu haben, denn ich bin ein kleiner Mann, verglichen mit den Gewaltigen von Hollywood. Sie konnten nicht begreifen. .weshalb ich aus Gründen der künstlerischen Würde auf das Geld, das der Film in den USA einbringt, verzichten konnte. Die Ereignisse meines Privatlebens und meiner Feststellungen sind der Öffentlichkeit entstellt und mit den übelsten Lügen gespickt weitergereicht worden. Das Problem unseres Kindes hätten wir sehr einfach lösen können, aber für uns war es eine Frage der Haltung und des Mutes. Jeder mag urteilen, wie er will meinetwegen in der übelsten Art und Weise. Aber es sind ja noch ganz andere Dinge passiert: Man versuchte nachts auf einer Leiter an einer Mauer der Klinik, hochzuklet- tem. um in das Zimmer einzudringen, in dem eine Frau wenige Stunden vorher einem Kinde das Leben geschenkt hatte. Man setzte Gerüchte in die Welt, ich hätte eine Reportage über mein Privatleben geschrieben, um sie zu Geld zu machen. Das Baby sei verkrüppelt und verunstaltet, erzählte man, um mich zu der Genehmigung für ein paar Fotos zu zwingen. Aber als ich dann den Bildreportern den Zutritt gestattet hatte, wurde ich wegen .exhibitionistiseher Neigungen“ geschmäht.“ Eine entmenschte Mutter München (SWK): Um sich ihres zehn Monate alten Knaben zu entledigen, versuchte eine 32jährige Frau aus Schmiedorf einen Unfall vorzutäuschen. Sie steckte das Kincf mit dem Kopf nach unten in einen gefüllten Wassereimer, verschloß die Wohnung und ging aus. Als sie nach etwa einer halben Stunde zurückkehrte, war der Junge ertrunken. Die polizeiliche Untersuchung ergab jedoch, daß der Knabe nicht in den Eimer gefallen sein konnte und daß somit kein'Unglück, sondern Kindesmord vorlag. Die entmenschte Mutter hat nach ihrer Festnahme ein Geständnis abgelegt. Pferdefleisch mit Veronal Oklahama City (ap): Der aus dem hiesigen Zoo entflohene Leopard, auf den während des Wochenendes eine Großjagd veranstaltet wurde und der durch seine Flucht die gesamte Bevölkerung der Stadt in Schrecken versetzte, ist in den zoologischen Garten zurückgekehrt. Wie der Direktor des Zoos mitteilte. fand man die Raubkatze friedlich schlafend. Sie hatte eine mit einem Schlafmittel präparierte Portion Pferdefleisch, das man als Köder ausgelegt hatte, verzehrt. Noch schlafend wurde der Leopard in seinen Käfig zurückgebracht. Sie machte mehr doilan als j Joe JCouis Ringkäm pferinnen verdienen 20 000 Dollars jährlich — Neue Lieblinge des Sportpublikums Joibringender Kilomefersfein 23,9 Lebensfeindliche Erdstrahlen? — Rätselhafte Autounfälle seit 20 Jahren wir üran die- löti- lges. illen In Nummer 27 der „BNN“ veröffentlichten wir eine Meldung aus Hannover, wonach sich an der Ausfallstraße von Hannover die Zahl der Autounfälle innerhalb eines Jahres nahezu verdoppelt hat. Die Meldung wies darauf hin, daß sich die Unfälle hauptsächlich an einer hundert Meter langen Strecke beim Kilometerstein 22,2 ereignen und daß Niedersachsen damit seinen dritten geheimnisvollen Kilometerstein habe. Als die weiteren Punkte, an denen sich seit fast 20 Jahren laufend schwere Autounfälle ereignen, wurden der Kilometerstein 7,5 auf der Reichsstraße 75 bei Torstedt und der Kilometerstein 23,9 auf der Reichsstraße 6 beim Teufels- moor zwischen Bremen und Bremerhaven bezeichnet und festgestellt, daß an diesen drei Stellen bisher nahezu 20 Menschen durch Unfälle das Leben einbüßten und über 80 Verletzte zu verzeichnen waren. Eine Pforzheimer Wünschelrutengängerin übergab uns hierzu eine Schrift Dr. W. vom Bühl’s, die sich unter der Überschrift „Kampf den lebensfeindlichen Erd-Strahlen!“ bereits vor mehr als 15 Jahren mit den Autounfällen am Kilometerstein 23,9 beschäftigte und interessante Aufschlüsse gibt über die voraussichtlichen Motive. Dr. W. vom Bühl schreibt wörtlich: „Erhebliches Aufsehen haben die durch die ganze Presse gegangenen Berichte über die rätselhafte Häufung von Autounfällen am Kilometerstein 23,9 auf der neuen Autostraße zwischen Bremen und Bremerhaven erregt. Mit Recht, denn in der kurzen Zeit seit dem Ausbau dieser im übrigen schnurgeraden Straße * haben sich beim Kilometerstein 23.9 bereits über 50 Kraftwagen-Unfälle, für die teilweise jede Erklärung fehlt, ereignet. Der Kilometerstein 23,9 unterscheidet sich von den andern Kilometersteinen dieser Straße in gar nichts. Die Ursache der Unfälle gerade in der Nähe dieses Kilometersteins wird nun von ' Rutengängern der Tatsache zugeschrie- j i ben, daß hier und in der Nachbarschaft ; mehrere Stellen mit besonders starker Erdstrahlung vorhanden sind. Diese Erdstrahlen sollen nun nach den Ansichten von Rutengängern bei sensitiven. für solche Strahlungen empfänglichen Kraftfahrern — also durchaus nicht bei jedem Kraftfahrer — eine Nervenerregung und weiterhin einen Armmuskelkrampf auslösen, der zu einem Nachlassen der Sicherheit und dadurch zum Unglück führt Eine Zeitlang sollen die Unglücksfälle aufgehört haben, weil ein Bremer Rutengänger in der Nähe des Kilometersteines einen sogenannten ^Entstrahlungs-Apparat“ vergraben haben soll. Sie sollen dann sofort wieder serienweise aufgetreten sein, als der Apparat wieder entfernt wurde. Wie weit dies zutrifft, konnte ich nicht ermitteln. Tatsache ist aber, daß am 3. 10. 32 — am Tage nach der angeblichen Fort- nahme des Apparats — sich ein neuer Auto-Unfall am Kilometerstein 23,9 ereignete. Am Tage darauf ereignete sich ein ähnliches Unglück, desgleichen am 19. 10. 32, an dem ein Hamburger Wagen „in der Nähe von Kilometerstein 23.9 aus bisher ungeklärter Ursache gegen einen« Baum geschleudert“ wurde. Der Führer des Wagens erklärte einem Presse-Vertreter, daß, „als der Wagen den Unglücksstein noch nicht ganz erreicht hatte, er bereits jede Gewalt über das Fahrzeug verloren hatte“. Die Insassen sind sich im übrigen bei der herrschenden Dunkelheit nicht bewußt geworden, daß sie sich der berüchtigten Gefahrenzone näherten. Die ganze Strecke zwischen Kilometerstein 20 und 30 auf dieser Straße ist nach Angaben von Rutengängern stark bestrahlt. Und in der Tat weist fast jeder Baum Schrammen und andere Spuren von Auto-Z\*sammenstößen auf. An dieser Strecke hat u. a. auch der bekannte Asienforscher Dr. Trinkler zusammen mit seinem Chauffeur Wiedmann den Tod gefunden. Zwischen den genannten Kilometersteinen liegt, wie die „Bremer Nachrichten“ schrieben, „eine wahrhaft tragische Häufung von Unglücksfällen“. Im Zeitalter der Atombombe sind Frauen nicht mehr nur gute Diplomaten. Ärzte. Lehrer. Wissenschaftler, Politiker oder einfach Hausfrau, sondern das „schwache Geschlecht“ schickt sich seit geraumer Zeit bereits an. ein anderes bisher nur für Männer reserviertes Gebiet zu erobern, nämlich den Ringkampf. Ausgerechnet den Berufs- ringkamof. einen Sportzweig, der, wenn er im Freistil ausgeführt wird, reichlich wenig noch mit Sport zu tun hat. denn es geht hierbei rauh zu. Rinpenbrüche. Gehirnerschütterungen, angebissene Finger, Arm- und Beinverletzungen und ausgerupfte Haare sind nicht selten an der Tagesordnung. Es gibt jedoch Frauen, die sich nicht abschrecken lassen und die ohne Gefühlsduselei lieber einig«» Jahre Knochenbrüche und Hautschürfungen ertragen, um anschließend ein sorgenloseres Leben führen zu können. Die heutige Weltmeisterin in Amerika. die jährlich 20 000 Dollars bei dreimaligem Auftreten in der Woche als Ringamazone verdient, war beispielsweise früher eine kleine Laborantin mit einem Wochen verdienst von knapp 35 Dollars. So leicht aber wird man Frauenring- kämoferin nicht. Von den 50—75 Girls, die in den Ver. Staaten bei einem wöchentlichen Einkommen von 200 bis 400 Dollars den Freistilringerberuf ausüben. hat fast jede dieser Amazonen, die übrigens im Zivilleben gut angezogene und absolut nicht vermännlichte Frauen sind, eine lange Vorbereitungszeit durchmachen müssen. Auch der Frauen-Ring- kämnferberuf muß erlernt sein wie jeder andere. Neben dem rein Handwerklichen. der Beherrschung der Griffe und der Ringtaktik müssen die Mädels, ehe sie zum erstenmal vor die Öffentlichkeit treten dürfen, in einjährigen Kursen an Sport- und Gymnastikschulen bei harter Körperschulung den Befähigungsnachweis für diesen schweren Beruf erbringen, der sie später allerdings durch gute Verdienstmöglichkeiten für: vieles entschädigt. Die Girls haben kaum ein Privatleben, müssen m ständigem Training bleiben 'und sind oft durch mehrwöchige Auslandstoumees von zu Hause getrennt- Die gescheiten amerikanischen Manager sind dazu übergegangen. die jungen Damen prozentual an den Einnahmen zu beteiligen. Das erhöht ihren Kampfeseifer und ihren Siegeswillen. Sie wissen ganz genau. daß das Ringergeschäft nur dann auch für sie einen guten Verdienst abwirft wenn das zahlende Publikum (bei einem Gastspiel in Mexiko-City gab es 30 000 Zuschauer u. die Polizei mußte schließlich die Arene schließen, weil noch Tausende Einlaß begehrten) guten Sport zu sehen bekommt. Miß Burke, die derzeitige Weltmeisterin, kann sich dabei rühmen, nicht nur zur selben Zeit wie der Boxerkollege Joe Louis Weltmeister geworden zu sein, sondern darüber hin- aus in ihrer „Regierungszeit“ (die auch hsute noch nicht beendet ist, obwohl sie bereits einen 13jährigen Sohn hat) mehr gute Dollar verdient zu haben, als der „Braune Bomber“. Vielleicht kommt es daher, weil Frauen sparsamer sind, wenn es ums selbstverdiente Geld geht. Die amerikanischen Ringerinnen sind im Gegensatz zu ihren europäischen Kolleginnen keine Schautruppe im üblichen Sinne. Sie stellen eine emstzunehmende Ringkämpfertruppe dar. deren Hauptmerkmal auf Money-maken und seriösem Sport beruht. Eine der besten in diesem etwas ausgefallenen neuen Frauenberuf zählte einmal einem neugierigen Reporter, der sie besuchte, ihre Verletzungen in ihrer bisher 6jäh- rigen Ringer-Laufbahn auf: ein gebrochenes Schlüsselbein. 8 gebrochene Rippen, eine Rückgratverletzung, eine aufgeschlagene Augenbraue und mehrere Ellbogenverletzungen an beiden Armen. Doch sie war nicht sehr bekümmert über diese erlittenen Körperschäden. In wenigen Jahren wird auch sie den Ringkampf sein lassen können. Dann hat sie nämlich genügend ’ Geld verdient. Miß Burke ist seit 14 Jahren unbesiegte Herrscherin unter den Frauen- Gladiatoren. In ihrer Gewichtsklasse aber (sie wiegt rund 120 Pfund) ist die heute 31jährige nicht einmal von männlichen Kollegen bisher auf die Schultern gezwungen worden. Ob sie wohl mit diesen Attributen ausgestattet einen Mann finden wird? — Sie hat bereits einen. Es ist kein geringerer als der mächtigste Frauenringkampf-Promoter in den USA, der selbst einmal aktiver Freistil-Ringer war. Nun mit solchen beruflichen Vorbelastungen versehen, kann es ein Mann schon wagen, eine so gefährliche Amazone zu ehelichen. Abgesehen davon bleibt in diesem Falle das Geld im eigenen Haus. Überraschend schnell hat dieser anfangs so unpopuläre Frauenberuf sich jetzt einen Platz in der Welt erobert. Nicht/ zuletzt durfch die immer vollkommener werdende Einrichtung des Fernsehens. In ganz Amerika. Mexiko. Japan! Australien haben die Freistil- Ringerinnen bereits eine große Anhängerschaft hinter sich. In den USA wur- wenn am gleichen Tage Amazonen ün Außerhalb des Rings ist dte Welt meisterin Miß Burke eine elegante Frau. Sie hat in 14 Jahren mehr Dol lars gebucht als Joe Louis. Streiflichter Der Wirrwarr und das Dunkel um den Brief der Wirtschaftsberater der Hochkommission an die Bundesregierung scheint immerhin auch einige positive Folgen zu zeitigen. Am unerträglichsten an der ganzen Angelegenheit mußte erscheinen, daß Angestellte der verschiedenen Kommissionen sozusagen Privat- politik zu machen suchten. Daß dem wirklich so war, ist nun auch offiziell anerkannt worden: Hochkommissar McCloy hat seine Mitarbeiter angewiesen, daß das „Streufeuer“ nichtautorisierter kritischer Verlautbarungen über die Bundesregierung aufhören müsse. Persönliche Äußerungen sollen damit nicht unterbunden werden. Immerhin wäre es wünschenswert, die Angestellten der Kommissionen hielten sich auch mit persönlichen Äußerungen zurück, da solchen leicht ein nicht zukommendes Gewicht beigemessen wird. Manchmal handelt es sich dabei um Standpunkte, die von dem in der Kommission vorherrschenden abweichen. Wir haben solche bis zur gegenseitigen persönlichen Anfeindung gehenden Differenzen z. B. in der Entkariellierungsabteilung erlebt. Solche Dinge dienen nicht dem Ansehen der Kommission, und es liegt in ihrem eigenen Interesse, daß die Anweisung des USA-Hochkommissars nicht nur befolgt, sondern auch von den anderen Kommissionen — zumal der englischen! — nachgeahmt wird. Jedenfalls dürften künftig deutsche Reaktionen auf einseitige Kritiken von Kcmmissionsdienststellen etwa an der Bundeswirtschaft Politik energischer werden. * Weil ln Deutschland für einige hundert Millionen DM wichtige Nahrungsmittel WIRTSCHAFTSTEIL DER »BNN« Neue Hoffnungen in der Zigarrenindusfrie Neueinstellungen im Kreis Bruchsal - Die Zigarre wirbt Eine Besserung in der Absatzlage bei Zigarren scheint sich nach den vorliegenden Berichten immerhin ln einem Umfang durchzusetzen, daß einem etwa gleich- bleibenden geldlichen Gesamtumsatz des Handels infolge der über die Steuersenkung hinausgehnden Preisermäßigung ein um 30—SO Prozent höherem Mengenumsatz entspräche. Das bedeutet aber höhere Produktionsmöglichkeit der Industrie. Wie wir schon berichteten, sind für den Kreis Bruchsal MO 000 DM kurzfristige ' Regierungs kredite für die Wiedereinstellung von arbeitslosen Tabakarbeitern zur Verfügung gestellt worden, was rund 1700 Arbeiter bei einem Durchschnittskredit von 300 DM (gegebenenfalls für kleinere Betriebe auch mehr) wieder in Arbeit bringen lassen könnte — allerdings rechnet man ln der Industrie aus, daß ein Umsatzkapi'al von 2500 DM nötig sei, um einen Mtmn in Arbeit zu bringen. Diese Entwicklung würde also bedeuten, daß nun eigentlich erst sozusagen eine Ausgangsbasis für die Wiedereroberung verloren gegangener Absatzgebiet geschaffen wäre: einmal Im Hinblick auf das allgemeine Preisniveau (die teren Preislage wird als aussichtsreicher ! Konkurrent der lO-Pfg.-Zigarette ange- 1 sehen. Jedenfalls glaubt man in der Zigarrenindustrie weiterhin, daß es sich nicht um eine endgültige Abkehr vieler Raucher von der Zigarre handele, sondern daß diese größtenteils durch die Steuer- und Preislage bedingt sei, freilich auch mindestens teilweise wieder rilek- I gängig gemacht werden könne. | Dazu wäre freilich eine systema-j tische Werbung nötig, und für die I Zigarrenindustrie stellt sich die dringende ; Setzungen für die Zigarrenindustrie mit | Jahrgänge den höchsten Raucheranteil ihrer weiteren Streuung und ihrer großen Zahl kleiner Betriebe wesen' 11 • i anders liegen. Eine Werbung könnte nur im Verbandsrahmen durchgeführt werden, und sie könnte nicht auf Marken, sondern müßte auf die Gesamtvorteile der Zigarre abgestellt sein. Übrigens wird auch in Industriekreisen selber darauf hingewiesen, daß die teilweise kostspieligen Verpak- kungen noch Verbilligungsmöglichkeiten ließen. Alles in allem preislich subventioniert werden, schreit I Zigarrenpreise liegen im Durchschnitt nun das Ausland ..Dumping“ ur.d verlangt deren Einstellung. Bunde wirtschaftsminister Erhard hat kürzlich daran erinnert, daß in England jährlich 8—9 Mrd. DM für landwirtschaftliche Subventionen au.rge- geben werden. Selbst diese gewaltige Ziffer verblaßt vor dem, was in den angeblich liberalen marktwirtschaftlichen USA an staatlichen Subventionen geleistet wird, hier vorzugsweise ln der Form des Aufkaufs landwirtschaftlicher Produkte zur Stützung von Mindestpreisen. Die hierfür tätige Comodity Credit Corporation hat ihre dadurch entstandenen Schulden auf 6,75 Mrd. Dollar, erhöht. Da die Stützungslager im wahrsten Sinn des Wortes überquellen, werden nun große Ausverkäufe veranstalte^, die d^m Staat riesige Verluste elnbringen. Allein an den S'ützungs- kartoffeln aus der 1949er Ernte verliert die Regierung an die 100 Mil!. Dollar. Was alles in den USA gestü'zt wird, bildet einen langen Katalog. Mehr als eine Aufzählung besagt .aber vielleiht, daß sich darunter auch gefrorene Truthühner befinden, die nunmehr auf die Au-verkaufsliste gesetzt worden sind. Vermutlich dürfte es Zelt gewesen sein. Wenn ein Steuerloh zugestopft werden soll, gehört zu den ers'en Einfällen regelmäßig die sogenannte Luxussteuer. Sie steht jetzt wieder in Erwägung, wie aus angeblich gut unterrih'eten Kreimer, verlauiet. Man hat den F.indruck, als seien in B.onn und Frankfurt lauter Neugeborene an der Arbeit des Kopfzerbrechens. Denn das ganze Kapitel „Luxussteuer“ ist doch gerade erst vor einem Jahr und weniger gründlich durhgearbeitet und das seinerzeitige Projekt fallen gelassen worden. Die Beweisführung der wirtschaftlichen und steuerlichen Unmöglichkeit dieses Bastards einer Steuer war so erdrük- kend, daß sie auf der ganzen Linie durchschlug. Davon will man also heute «hein- bar nihts mehr wissen.. Also wird die ganze Arbeit von vorn anfargen müssen, die weiß Gott rationeller angese*zt werden könnte. Einen großer! Haken scheinen die Herren Finanz .sachverständigen“ auch schon gefunden zu haben: daß man nämlich nicht inländische und ausländische Waren unterschiedlirh behandeln kann, weil im letzteren Fall eine bes'immte Instanz kurz und bündig „no" sagen würde. Nun aber den Ausweg darin suhen zu wollen, daß Waren für den innerdeutschen Verbrauh und für den Export unter- shied'ih behandelt werden sollten, ist die gleihe Kinderei, die schon im Vorjahr als solche nahgewiesen worden ist. Hat man in Bonn und Frankfurt wirklich keine gesheiteren Ideen? etwa auf dem Doppelten der früheren und entsprechen in etwa der sonstigen durchschnittlichen Preiserhöhung) und zum anderen gegenüber der Zigarette. Es wäre zu vermerken, daß sich die Zigarettenindustrie mit der Herstellung der jetzigen Rela'ion von Zigarre zur Zigarette einverstanden erklärt hat; das bedeutet. daß bei einer etwaigen Senkung der Zigare'tensteuer auch die Zlgarren- I Steuer entsprechend weitergeenkt wer- I den müßte. Jedoch besteht vorerst keine ' Aufsicht hierfür. Bei Preisen für Schmug- ■ gelzigare'ten von 3 Pfg. wäre nah An- ! sicht des Bundesfinanzministeriums nur mit einer deutschen 4-Pfg.-Zigarette zu konkurrieren, was einen nicht ausgleichbaren großen Steuerausfall verursachen würde; abgesehen davon, daß angesihts der Verhältnisse bei den DP-Lägern und den Liebesgabeneinfuhren bisher jedes deutsche Vorgehen gegen den Schmuggel unwirksam war. Übrigens wäre die interessante Einzelheit zu ergänzen, daß ein einziges Land gegen die Zigarrensteuersenkung gestimmt hat: Rheinland-Pfalz. Nun auch Absatzwerbung für Zigarren Die neue Konkurrenzlage zwishen Zigarre und Zigarette würde, so hofft man in der Zigarrenindustrie, manchen früheren Zigarren-, jetzigen Zigarettenrauher veranlassen, den persönlichen und preislichen Vorteil je bei Zigarette oder Zigarre zu überprüfen. Gewihtsmäßig gerechnet wäre die Zigarre jedenfalls überlegen. von der Qualitätsfrage ganz .abgesehen. Besonders der Stumpen der un- Frage. neben der nachhaltigen Werbung j hat die Zigarrenindustrie neue Hoffnung, der Zigarettenindus'rie auch eine solhe j Freilih werden viele kleinere Betriebe für die Zigarre zu betreiben. Es ist klar, : sih auch bei einer Bes erung der Pro- daß bei der Kapitalkraft und der Konzen- I duktions- und Absa'zverhältnisse noch in tration der Zigarettenfirmen die Voraus- schwieriger Lage befinden. N. Umsafysteigerung nach Steuersenkung Auh aus Berlin wird von einer Verlagerung vom Zigaretten- und Rauchtabak- Kauf auf Zigarren in kleinen und mittleren Preislagen berihtet. Der Käufer gebe aber im allgemeinen nlht mehr als früher aus, sondern begnüge sih mit dem Mehr an Rauhmaterial, das er jetzt für das gleihe Geld erhält. Aus Frankfurter Tabakeinzelhandelsgeschäften hört man, daß sih der Verkauf von Zigarren, insbesondere von Zigarillos und Stumpen in den Preislagen stellen und mit zunehmendem Alter die Rauherkurve dann abfällt. In don Altersgruppen zwishen 16 und 30 Jahren waren nur 34,9*/» Nichtraucher, zwishen 30 und 50 Jahren 38,7*/», zwishen Mund 65Jahren 47,5*/«. Erst in den Altersgruppen über 65 Jahre senkte sih der Prozentsatz der Nichtraucher wieder auf 43,9*/«. Nah Berufsgruppen betrachtet war die Zahl der Nichtraucher am höhsten bei Steg verkauft Kraftfahrzeugbestände Nah einer Mitteilung, der Steg könnt« sie ihre letzten Bestände von 16 960 Krajy fahrzeugen, darunter 7926 GMC und 21(u Dodge sowie 2843 Anhänger, an eine eng. lisch - schweizerische Finanzgruppe ve£ kaufen. Die gesamten Unkosten der SW dürften dadurch in absehbarer Zeit bei ahtlih fallen, da die Käufergruppe nadj sehs Monaten für das Lager Hitzing«!, und nah zwei Monaten für alle übrigen Kraftfahxzeuglager die Unkosten iiber,j nimmt. Produktionssteigerung bei Auto-Union Nachdem die Auto-Union in mgolstadt im Spätherbst des vergangenen Jahrej die Produk.ion aufnahm, verließen be. reits am 24. Januar das 1000. DKW-Motor- rad und am 14. Februar der 1000. DKW. Shnell-Laster das Band. Die Fertigung wird von Monat nt Monat gesteigert, so daß die vorgesehen« Die bisherigen Erfahrungen mit der vor einem Monat vorgenommenen Zigarrensteuersenkung sheinen die daran geknüpften Erwartungen zu bestätigen. Die tatsächliche Preissenkung ging ja über die anteilige Steuersenkung hinaus. Beobachtungen aus unserem Gebiet könnten darauf shließen lassen, daß die früheren durchschnittlichen Einnahmen im Handel erreiht würden. Das bedeutete etwa eine Umsatzverdoppelung. Hält sie an, so könnte die Industrie ihre Kapazitätsausnutzung von jetzt 40 auf etwa 60*/«'steigern. Wie aus Hamburg berihtet wird, beträgt die Umsatzsteigerung im Durchschnitt zwischen 30 und 40*/«. Besonders von der Preisherabsetzung profitiert haben Zigarillos, die nunmehr bereits zum Stück-* preis von 10 Pfennig zu haben sind. Die Zigarillosrauher rekrutieren sih wohl zum Teil aus dem Personenkreis, dery bisher aus Preisgründen zur Zigarette gegriffen hatte und jetzt wieder zur früher gewohnten kleinen Zigarre zurückkehrt. In Kreisen des Zigarrenhandels ist man der Ansiht, daß die augenblickliche Kauflust des Publikums, in der die Befriedigung eines gewissen Nahholbedarfs zum Ausdruck komme, noch keinen Maßstab für den zukünftigen „normalen“ Zigarrenkonsum abgeben könne. den Landarbeitern und Rentnern (je 54,4 ' Mona^s-Hohstproduktion schon in Kurz« Prozent). Auh unter den Landwirten und errelc ^ 1 86111 durfte. Die Auto-Umon wim Bauern waren 46,6*/* Nich*raucher. Je mehr man sih abe>- den Berufen der Geistesarbeiter zuwendet, um so mehr wächst prozentual die Zahl der Rauher. Von den Arbeitern sind noh 40V« Nichtraucher. Von den Angestellten nur noh 32,7*V Bei den Beamten sind es nur noh 31,1 •/*, während bei den selbständigen Berufen die Ziffer der Nihtrauher auf 28,2 absinkt. Die meisten Raucher aber gibt es unter den freiberuflich Tätigen, von denen nur 20.6°/» Nichtraucher sind. Bemerkenswert ist, daß von den Lehrlingen und Studenten nur 22,5*/» nicht rauhen. Weitere Mittel für Hausratshilfe und Wohnungsbau Wie wir vom Ha uptausgleiehsamt erfahren, sollen jetzt weitere 30 Mill. DM von 10 bis 15 Pfennig merklich belebt hat. für die Hausratshilfe freigegeben werden. '«.'VH*. Wertmäßig seien allergings die Umsätze kaum in die Höhe gegangen. Aus den süddeutschen Großstädten wird ziemlich übereinstimmend über eine stückzahlmäßige Umsatzerhöhung bei Zigarren zwishen 25 und 50*/« berihtet. Von den Zigarrenfabriken im Bünde n e r Gebiet, auf die ungefähr die Hälfte der Zigarrenproduktion im Bundes- Darnit erhöht sih der Gesamtbetrag für diese Hilfsgrupe von 180 auf 210 Mill. DM. Es soll dadurch die Gewähr gegeben werden, daß ein Großteil der bisher unerledigt gebliebenen Anträge auf Hausratshilfe nunmehr ebenfalls befriedigt werden kann. Insgesamt wären rund 70 Mill. DM notwendig, um alle Anträge, die 1 Januar. Im gleichen Monat wurden 351 bis zu dem verfügbaren Antragsstop ein- j Schnellieferwagen gebaut, gereicht worden sind, zu erfüllen. Die | DKW-Schnellaster Tonvo- der Auto-Union dann in der Lage sein, die Lieferfristen wesentlich zu verkürzen. Die Auto-Union bringt ihren DKW-Schneli-Laster-Vi-Ton- ner auh in verschiedener. Sonder-Aus- führungen heraus, u. a. als DKW-Bus mit 8 Si'zen, DKW-Kombiwagen, ferner als Krankenwagen. Metzgerwagen usw., neben den bekannten Serien-Ausführungen als Kasten- und Pritschenwagen. Die Auto-Union stellte im Februar 1003 Motorräder her, 43 “/« mehr als im gebiet entfällt, verlautet, daß die Läger nah Auszahlung der 30 Mill. DM noh | Nah Angaben des Verbandes der Fahr- inzwishen durh Abrufe des Handels stark geschrumpft sind. Auh neue Bestellungen gingen in erheblichem Umfange ein, ohne daß die Fabrikanten allerdings bisher shon Neueinstellungen von Facharbeitern in größerem Umfange vorgenommen haben. Wer raucht? - Wer raucht nicht? In einer Repräsentativbefragung hat 1 der Bevölkerung waren also Nihtrauher verbleibenden Restforderungen von rund rad- und Motorradindustrie wurden im 40 Mill. DM können erst zu einem spä- Januar im Bundesgebiet 49 601 Markenteren Zeitpunkt befriedigt werden, wenn fahrräder, 657 Fahrradanhänger, 10 248 neue Soforthilfemittel eingehen. Das Sdiorthilfeamt wird ferner bis zum 31. März 80 Mill. DM an die Länder für den sozialen Wohnungsbau abzweigen. Dies wird voraussichtlich die erste größere Rate sein, die für diese Zwecke zur Verfügung stehen wird. Die Gelder wer- die EMNID, das Bielefelder Institut für Marktforschung und Marktbeobachtung, für das Bundesgebiet untersucht, in welchem Umfang und in weihen Schichten der Bevölkerung zur Zeit Tabakwaren verbrauht werden und mit welchem Prozentsatz an Rauhem bzw. Nichtrauchern zu rehnen ist. Im Gesamtdurhshnitt des Bundesgebietes wurden dabei Anfang Februar 59,7*/« der Bevölkerung im Alter von über 16 Jahren als Rauher ermittelt. 40,3*/« Motorräder, 3780 Motorfahrräder, 122 Motorroller, 269 Seitenwagen und 671 Fahr- radhilfsmotore hergestellt. Wildschapbach-Erz Die „Wildschapbach-Erzbergbau GmbH.“ hat dieser Tage bei der Gemeinde Schap- ! und beim Bergbauamt Freiburg den ringer als bei den Frauen. Während nur 10,5V« der befragten Männer nicht rauhten, waren es bei den Frauen 68,2*/*. Das heißt, daß also doch auh fast jede dritte Frau z. Zt. rauht. Im Rahmen der einzelnen Altersgruppen stieg der Prozentsatz der Nihtrauher von den jungen Jahrgängen bis zum 65. Lebensjahr laufend an. Es dürfte überraschend sein, daß gerade die jungen Bau einer Erzwäsche beantragt. Die Gesellschaft baut einen sih quer durh das Wildschapbach-Tal ziehenden Bleierzgang _. „ . . „ , , , . , ab, der mit sehs km der längste Erzgang d 5,l Ch n 2 :des Shwarzwaldes ist. Der Bleiglanz des davon profltiern. Schweizer Nachkriegskonjunktur Deutscher Außenhandel 1949 / Rückgang im Januar Die Ein- und Ausfuhr hat im Januar i etwa 825 Mill. Dollar, die Ausfuhr nah gegenüber dem Dezember um 15 bzw. 9 den USA erreichte dagegen nur 47,4 Mill. Prozent abgenomen. Die Einfuhr betrug Dollar. Hierzu kommen außerdem noh mit 965 Millionen DM noh immer mehr die sogenannten unsihtbaren Exporte wie als das Doppelte der Ausfuhr, die sih auf Hafengebühren, Einnahmen aus dem 443 Millionen DM belief Die Ein- und Fremdenverkehr, Dienstleistungen für das Handelsspannen sollen überprüft werden Die Entwicklung der Handelsspannen bei Lebensmitteln und bei allen lebensnotwendigen Erzeugnissen soll nah einem Antrag des Ausschusses für Wirtschaftspolitik des Bundestages durh laufende Beobachtungen überprüft, und Preistreibereien sowie Kettenhandel sollen verhindert werden. Zu diesem Zwecke sind Erzeuger- und Großhandelspreise fortlaufend zu veröffentlichen. Die Regierung wird ersucht, dem Ausschuß für Wirtschaftspolitik bis zum 1. Juli 1950 über ihre Beobachtungen und Maßnahmen zu berichten. Ausfuhr war im Dezember 1,137 Mill. DM bzw. 485 Mill. DM. Im ganzen betrachtet haben die Lebensmitteleinfuhren stärker angenommen als die Einfuhr von Rohstoffen und Halbwaren. Der Hauptteil des Rüdeganges bei der Ausfuhr fiel auf Steinkohlen, Schrott, Hopfen und Roheisen. Westdeutschlands Außenhandelsdefizit lag im Jahre 194!) mit 1,114 Mill. Dollar um 29 Prozent höher als im vorhergehenden Jahr. Westdeutschland hat 1949 etwa doppelt soviel ein- wie ausgeführt. Der gesamte Warenumsatz des westdeutschen Außenhandels betrug 3,360 Mül. Dollar. Davon entfallen 2,237 Mäll. auf Importe und 1,123 Mill. auf Exporte. Die Importe sind im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent gestiegen, die Exporte jedoch um 60 Prozent. Im Außenhandel mit den Marshallplanländern erzielte die Bundesrepublik einen Überschuß. An die Länder außerhalb des Sterlingblocks wurden Waren im Werte von 788,8 Mill. Dollar exportiert, während die Einfuhren 777,5 Mill. Dollar ausmachten. Mehr als 90 Prozent der Importe aus den USA wurden durch den Marshallplan oder andere ausländische Hilfe bezahlt. Die gesamte Einfuhr aus den USA betrug Besatzungspersonal und Barüberweisungen aus den Vereinigten Staaten. Der Handel mit Osteuropa und Südamerika erfuhr, wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, im vergangenen Jahr eine starke Belebung. Die Einfuhr von Luxuswaren Die Einfuhr Von Luxuswaren betrug im Jahre 1949 auf den Kopf der Bevölkerung umgerechnet nach den Angaben von Bun- deswirtachaf«minister Prof. Erhard 1,35 Dollar gegenüber 10,80 Dollar in Großbritannien. Nach dem letzten vorliegenden Ergebnis des BEM vom Dezember 1949 umfaßte die Genußmitteleinfuhr 0,754, Hüte 0,622, Felle zu Pelzwerk (roh) geht nunmehr ihrem Ende za, und in allen Industriezweigen ist praktisch ein Produktionsrückgang eingetreten. Obwohl der Umfang dieses Rückganges unterschiedlich ist, wird mit einer weiteren Produktionsminderung gerechnet werden müssen, erklärte der schweizerische Wirtschafts- minäster, Bundesrat Rodolphe Rubattel. Die Arbeitslosigkeit bewege sich jedoch in Grenzen und die gegenwärtige Wirtschaftslage gebe zu übertriebener Besorgnis keinen Wildschapbachtals enthält bis zu 76 V« Blei, während der Bleigehalt der übrigen im Bundesgebiet abgebauten Bleierze nur etwa 62 V« beträgt. Wirtschaftsliteratur Gesetz über die Beschäftigung Schwerbeschädigter. Mit Ausführungsverordnung, Gesetzergänzung, Durchführungsverordnung und Erläuterung. Bearbeitet von Norbert Berger. Inngau-Verlag in Rosenheim. Taschenausgabe 1.20 DM. Wußten Sie schon? Zusammenstellung und Erklärung von Abkürzungen. der USA im Laufe der letzten 30 Jahre führte immer wieder zur Errichtung neuer Industrieanlagen und zur Gründung neuer Produktionszentren. Zur Zeit vollzieht sich in den Südstaaten eine Entwicklung, die diese Regionen zu den stärksten Industriezentren zu machen verspricht, die die Vereinigtes) Staaten besitzen, wenn man vom Staate New York absieht. Im Verlaufe von zehn Jahren nahm die industrielle Tätigkeit in den „ »» n n„n «T«/ a „„„„„«„r, Südstaaten der östlichen Hälfte um etwa 7 Mül. Dollar oder 4,7 •/. der gesamten bl£ ^ Prozent zu Hand Hand mJt Ernahrungsemfuhr, _davon^ an Kakao und der iTldustrfelIen Entwicklung der Gebiete geht der Wohnungsbau. Ungeheure Summen sind für diesen Zweck ausgegeben worden. Eine sehr günstige Entwicklung nahmen die Unternehmen der Holz-, der Papier- und vor allem der Bekleidungs- __ _ Anlaß. Weder die günstigen noch die un- 6,44, Felle zu Pelzwerk (bearbeitet) 0,284, ' günstigen Folgen der Währungsabwertun- Pelzwaren 0,126, Kinderspielzeug und S«n im September hatten die erwarteten Christbaumschmuck 0,005, Musikinstru- starken Auswirkungen auf die schweimente 0,119, Edelmetallwaren und vergol- j zerische Wirtschaft. Die Wettbewerbsfähig- , - dete und versilberte Waren 0,007, Leder- 1 keit der Schweiz sei nicht ernstlich gefällt- ) Herausgegehen von Erich Vollbach. Georg waren 0 14 und kosmetische Erzeugnisse ■ <3e h so daß man der kommenden Entwick- I Siemens Verlagsbuchhandlung, Berlin und 0,03 Mill. Dollar. lung mit Ruhe entgegensehen könne. I Bielefeld. 1.75 DM. Neue Industriezentren in den USA Die schnelle wirtschaftliche Entwicklung Kut^Q Wlttichantlnot/jan Kakaoerzeugnissen 3,333, Kaffee 2,344, Tee 0,24, Wein 1,023 und Branntwein 0,6 Mill. Dollar. Auf den Sektor der Luxuswaren — die in der Außenhandelsstatistik nicht gesondert ausgewiesen werden — entfielen auf die Dezember-Einfuhr 3 589 000 Dollar oder 2,9 •/• der gewerblichen Einfuhr. Im etn- Der Schadensverlauf in der Feuerversicherung ergibt für 1949 eine Gesamtsumme von 177,192 Mill. DM. Davon entfallen 50*/« auf die Industriefeuerversicherung mit 88,722 Mill. DM, und auf die Landwirtschaft 54,385 Mill. DM. Die westdeutsche Rohstahlproduktion stellte sich im Februar auf .900 1791 gegen 906 0001 im Januar 1950. Die arbeitstägliche Rohstahlproduktion erreichte 37 507 gegen 34 8461 im Januar. Im deutschen Bundesgebiet gibt es rund 100 000 selbständige ambulante Betriebe, in denen einschließlich der Familienangehörigen etwa eine halbe Million Menschen tätig sind. Die Meldung, daß die Post vom 1. 3. an die Versicherung internationaler Luft- und Schuhindustrie. An der atlantischen Postsendungen bis zu 10 000 DM über- Küste befinden sich zahlreiche Wollspinne- nehme, wird von der Hauptverwaltung reien und Webereien in unmittelbarer für das Post- und Femmeldewesen demen- Seidengespinste mit 0,416, Gewebe aus die industrielle Verarbeitung der gewon-1 Die Dr. Ing. Porsche KG. in Stutt- Seide und Kunstseide mit 0,645, Strick-1 neneh Rohbaumwolle an Ort und Stelle 1 gart-Zuffenhausen hat die Serienproduk- waxen aus Seide, Kunstseide und Zellwolle erfolgen kann. I tion eines neuen Zweisitzer-Sportwagens aufgenommen, der zum Preise von 9660 DM auf den Markt kommen soll. Der Vierzylinder-Boxer-Heckmotor leistet bei 1131 ccm Hubraum 40 PS. Das Fahrzeug soll nach Angaben der Werksleitung eine Höchstgeschwindigkeit von 140 Stiem erreichen und nur sieben bis acht Liter Benzin auf 100 km verbrauchen Das Grundkapital der NSU-Werke AG., Neckarsulm (8 Mill. RM) wird im Verhältnis 1:1 auf DM umgestellt werden. Als erste Rate des der Deutschen Bundesbahn zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in Aussicht gestellten Sonderkredits von 250 Mlillionen DM sind 75 Millionen DM zur Verfügung gestellt worden. Für jede Million Mark Kredit können 330 Arbeitskräfte von März bis Dezember dieses Jahres bei Oberbauarbeiten beschäftigt werden. Mit dem gleichen Betrag lassen sich für sonstige Bahnbauten 320 und für Brückenbauten 280 Menschen einstellen. In Italien wurden Ende 1949 insgesamt 2 055 606 Arbeitslose gezählt. (Ende 1948 2161 271) 2uf Teilung der Süddeutschen Oberliga In Stuttgart kam die Oberliga zum Leben und am gleichen Ort findet sie auch ihr Ende, falls der erweiterte Vorstand des Süddeutschen Fußballverbandes am 18. März diesen Vorschlag billigt, was nicht zu bezweifeln ist. Der Plan einer Süddeutschen Oberliga schwebte schon 15 Jahre vor ihrer Gründung den Fußballfreunden als erstrebenswerte Ideallösung vor. Sie war nicht nur das Ideal für die Spitzenvereine, sondern auch für die Zuschauer. Leider verhinderten bei der Gründung die Zonengrenzen die Zusammenfassung aller süddeutschen Vereine. Nachdem der SFV weder auf den Beinen steht und die Grenzpfähle im eigenen Land nur noch symbolischen Charakter tragen, mußte eine Lösung gefunden werden, die ebenfalls dem Süddeutschen Fußballverband angehörenden Vereine der Pfalz, Rheinhessen und Südbaden einzugliedern Daß die Oberliga unter diesen Umständen nicht ewig fortbestehen kann, war klar Die Zusammenfassung aller süddeutschen Vereine geht über eine Spielgruppe, auch wenn ihre Zusammensetzung noch so ideal ist. Als eine Überraschung kann also die vorgeschlagene Neuregelung nicht gewertet werden. Überraschend war nur. cfyß die Vernunft einen so schnellen Sieg errang. Das spricht für die Männer des SFV. * Durch die Zweiteilung der höchsten Spielklasse wird sich auch die zweite Division viel leichter errichten lassen. Zunächst gilt es. die Masse der Vereine in der zweiten Spielk'.asse unterzubrin- I gen. Wenn auch sämtliche Landesligen in Unkenntnis der kommenden Dinge zunächst Vertragsspielertum und zweite Division ablehnten, so war .doch auch bei der Tagung des badischen Fußball- verbandes in Bruchsal klar zu erkennen, daß sich überraschend viele Vereine, trotz einstweiliger Ablehnung, bereitfanden, auf jedes Risiko einzugehen, nur um in der zweiten Division spielen zu können. Die Arbeitstagung in Stuttgart brachte etwas Licht in die noch dunklen Kulissen. Nachdem man weiß, daß vier Gruppen vorgesehen sind, lassen sich verschwommene Umrisse über die später noch zu erstehende Form erkennen. Zunächst wird wohl nicht mehr als eine erweiterte Landesliga herauskommen. Man wird gut daran tun. wenn man. wie vorgesehen, weitgehendst die Spielstärke der Vereine berücksichtigt, denn nur dann wird es gelingen, möglichst schnell die Spreu vom Weizen zu trennen Auch in der zweiten Spielklasse sollte es nicht auf die Masse, sondern auf die Qualität ankommen. • Daß man sich so geheimnisvoll über das Ergebnis der Tagung ausschwieg. ist nicht ganz verständlich. Es scheint,, daß die Wände im Reichsbahnhotel in Stuttgart Ohren haben, denn Korrespondenzen, Nachrichtenagenturen und auch die Fachpresse berichteten umgehend mehr oder weniger ausführlich über das Ergebnis, das Geheimnis bleiben sollte. Das Warum ist nicht ganz klar, denn die Vertreter sollen sich doch diesbezüglich mit den Vereinen noch besprechen. Schließlich zeugt der Vorschlag von gesunder Überlegung und ist frei von Egoismus. Das müssen selbst evtl. Gegner dieser Neuregelung zuerkennen. Deshalb wäre es besser gewesen, wenn sich der SFV dazu entschlossen hätte ein Kommunique herauszugeben. Anderntags konnte man das Ergebnis ja doch in allen Zeitungen leser\. Trotz Schweigepflicht. Fliegende Menschen Bei der Internationalen Ski-Flugwoche in Oberstdorf wurden ingesamt 443 Flüge durchgeführt, 210mal überflogen die Springer die 100-Meter- Marke. Da der sportliche Wert solcher Veranstaltungen etwas zweifelhaft ist, spricht man nicht selten von Sensationslust. Fast so alt wie das Skispringen ist der Wunsch des Menschen, Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit zu finden unter Anwendung aerodynamischer Gesetze. Daß man es in Oberstdorf nicht wegen einem sensationslüsternen Publikum tat, bewies die Gründlichkeit, mit der die Windverhältnisse laufend überprüft wurden. Tatsächlich gab es trotz der enormen Weiten keine schlimmeren Sturzverletzungen als bei den Skispringen auf den gewöhnlichen Schanzen. Da bei ist zu berücksichtigen, daß die Fluggeschwindigkeiten je nach Weite zwischen 100 und 130 Stdkm liegen. Die Physiker errethneten, daß die Springer beim Aufsprung einen Druck von nahezu 3 Zentnern abzufangen haben. Während der Ski-Flugwoche kam es in Oberstdorf zu einem Zwischenfall. Das Skispringen war längst beendet und die Besenkommandos glätteten bereits die Strecke zu neuen Taten. Da löste sich ein dunkler Punkt vom Sprungturm, sauste in rasender Fahrt auf den Schanzentisch zu. Geistesgegenwärtig rissen einige den am Schanzentisch vorgelegten Sperrbalken zurück. Schon In fast horizontaler Lage segelt der Schwede Netzei der Rekordmarke zu. 135 Meter zeigte die Weitentafel an. 2 Ä - '• brauste der Unbekannte heran, flog elegant durch die Luft und setzte nach 87 m sicher auf, ohne zu stürzen. Die Besenkommandos stoben ob des unerwarteten Springers in wilder Flucht auseinander. Der Unbekannte war ein ,17jähriger aus Isny. der bei der Internationalen Ski-Flugwoche keine Starterlaubnis erhalten hatte. Er wollte eben auch einmal fliegen, was allerdings nicht •so glimpflich abgelaufen wäre, wenn man seine Absichten nicht rechtzeitig erkannt hätte. Die Jugend verlor einen Freund Am Samstag starb Emil Lepper t. Er zählte zu den Pionieren des Phönix Karlsruhe, dem er über 40 Jahre bei Auf und Ab die Treue hielt. Vor kurzem wurde er beim 55. Jubiläum der Schwarz-Blauen mit der goldenen Vereinsnadel geehrt. Mit besonderer Liebe wandte er sich der Jugend zu. Emil Leppert war nicht nur ihr sportlicher Betreuer, sondern auch ihr Erzieher. Ob seiner offenen, sachlichen Art war er allseits geschätzt und beliebt. Dem Fußball blieb er treu und betätigte sich auch noch im höchsten Alter aktiv. Emil Leppert trat als Förderer des Fußballsports nach außen weniger in Erscheinung, leistete aber in der Verbreitung des Sportgedankens unschätzbare Aufbau- und Erziehungsarbeit. Schiedsrichter sind St. Pauli böse Sie waren es schon oft mit Recht, ln diesem Falle scheinen es die Hamburger Schiedsrichter nicht zu sein. Sie nehmen St. Pauli übel, daß sie beim Gastspiel der Argentinier den bekannten engli- | sehen Hauptmann Crane mit der Leitung betrauten. Crane leitete bekanntlich schon zahlreiche Auswahlspiele und Verbandstreffen mit Geschick und Können. Daß St. Pauli keinen Hamburger Schiedsrichter anforderte, wird als „Mißachtung ihrer sportlichen Behörde" betrachtet. Der ehrwürdige St. Bürokratius soll mit Hilfe der Hamburger Pfeifenmänner nun auch im Sport sein Unwesen treiben. Wenn der Neuaufbau sich so schnell vollzog, dann nur deshalb, weil man ganz unbürokratisch zu Werk ging. Der Formfehler der Nordoberligisten dürfte mit etwas Vernunft ohne langwierige Verhandlungen vor dem Hamburger Schiedsrichterausschuß beizulegen sein. Ein internationales Spiel sollte von einem Schiedsrichter von Format geleitet werden. Wir besitzen nicht viele solcher Pfeifenmänner. Auch im Norden nicht. 80 000 in Stuttgart Die Karten-Nachfrage zum Pokalendspiel Bayern gegen Südwest übertraf alle Erwartungen. Das Interesse ist größer als beim Endspiel um die Deutsche Fußballmeisterschaft, und wenn man alle Kartenbestellungen berücksichtigen könnte, so gäbe es keine Sportanlage ijt ganz Deutschland, die solche Massen fassen kann. Trotz Stahlrohrtribünen mit insgesamt 8000 Plätzen kann der Nachfrage nach Sitzplatzkarten nicht entfernt Rechnung getragen werden. 22 Sonderzüge werden aus Bayern und aus der Pfalz erwartet. Nach Erschöpfung aller Möglichkeiten werden 80 000 Sportbegeisterte dem Treffen beiwohnen können. Paul Schneider TMenstag, 7. März 1950 Badische Neueste Nachrichten Nummer 47, Seite 5 und i t eine e jppe i i der S r Zeit uppe i Krtzir le üibri ten en J ießei W-J K)0 Won nio ferfnist ito-Uni -V4-T0 der-Ai Bus n rner j isw , _ uhrun.fi Febru als den : sr Fahr- den im Marken- 10 248 122 Mo- ’l Fahr- GmbH.“ Schap- urg den Die Ge- irch das erzgang Erzgang anz des •/. Blei, gen im se nur 8 f ti- r. Mit inzung, ■rlä ute- Berger. lenaus- mmen- ungen. Georg in und 9660 Der st bei irzeug t eine n er Liter 5 rk e d im [rden. hen der ällten i sind stellt redit 1 bis bau- glei- lahn- 260 ms- Ende mer nan „Miserere" von Georges Rouault Ausstellung in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe Es gibt in der modernen französischen Kunst wenig Bekenner. Den heutigen französischen Künstler beschäftigen die formalen Probleme, wie man sie auch nennen mag. Aber es gibt immerhin einen, der in einer Zeit, als im deutschen Expressionismus Erscheinungen wie die Käthe Kollwitz oder Emst Barlach mit ihrer leidenschaftlichen Verfechtung sozialer oder religiöser Anliegen in die Breite und in die Tiefe wirkten, ganz ähnliche Fragen in seiner l Kunst aufwarf: Georges Rouault. Er ist 1871 in Paris als. Sohn eines Kunst- i schreiners geboren und kommt später ! zu einem Glasmaler in die Lehre. Der Sinn für das handwerklich Klare und Saubere, insbesondere die auf scharfe Konturierung ausgehende Technik der Glasmalerei, sind heute noch aus seinem Werk zu erspüren, besonders deutlich in den 59 Blättern .se ncs „Miserere“, von denen 45 augenblicklich in der Staatlichen Kunsthalle ausgestellt Wo bleibt die Kunsterziehung? Der Mannheimer Reformplanentwurf eine Fehlkonstruktion ■&a-~ ' Wie uns bekannt wird, wendet sich die Arbeitsgemeinschaft der Kunsterzieher Nordbadens gegen den Mannheimer Reformplanentwurf des Landesverbandes Nordbaden der Lehrer an Höheren Schulen, da in dem Stundentafelentwurf die Kunsterziehung und der Werkunterricht viel zu kurz kommen. Mit diesem Entwurf würde die Kunsterziehung an den Höheren Schulen praktisch nahezu ausge- schaltet zugunsten einer noch einseitigeren reinen Verstandesschulung. Damit wäre eine Entwicklung unterbrochen, die nach dem ersten Weltkriege einsetzte mit dem Ziel einer harmonischen Ausbildung aller Anlagen des jungen Menschen, auch der schöpferischen. Es war eine umwälzende Erkenntnis der modernen Pädagogik, daß es nicht darauf ankomme, das Kind mit einer Fülle von stofflichem Wissensballast ins Leben zu schicken, um aus ihm einen Spezialisten zu machen, der auf seinem beschränkten Sektor Karriere macht, sondern ganze Menschen heranzubilden, die einmal als Persönlichkeit und als Charakter in Erscheinung treten können. Man kann mit der Arbeitsgemeinschaft der Kunsterzieher Nordbadens durchaus der Meinung sein, daß der neue Reform- planentwurf eine verhängnisvolle Entwicklung unseres gesamten Erziehungswesens einzuleiten droht. Der Versuch, die Kunsterziehung an den Höheren Schulen so gut wie auszuschalten, wirkt insofern alarmierend, als erst wenige Wochen vergangen sind, daß die großen Ausstellungen von Schülerzeichnungen aus aller Welt in Mannheim. München und Hamburg geschlossen wurden, Ausstellungen, die die fundamentale Bedeutung der musischen Erziehung im allgemeinen und der bildnerischen im besonderen erwiesen haben. Alle Kultumationen sind längst auf dem Wege, die gewonnenen Erkenntnisse im praktischen Schulunterricht wirksam werden zu lassen, und auch in Deutschland sind seit dem Ende des ersten Weltkrieges Bestrebungen äuf diesem Gebiete am Werke, über die wir in unserem Bericht „Spiegel des Unbewußten“ (BNN Nr. 28 vom 9. II. 50) ausführlich berichtet haben. Wenn solche Bestrebungen schon auf dem Lande von eifrigen Lehrern aufgegriffen werden, so sollte sich erst recht die Höhere Schule nicht ausschließen. Es geht hier weniger um ein System, als um den Geist, in dem der Unterricht erteilt wird, um den Geist des Ganzen, der unter allen Umständen der musischen Erziehung den ihr gebührenden Platz einräumen muß! Dr. G. sind. Diese Blätter, vor längerer Zeit bereits in Köln und dann m vielen anderen Städten gezeigt, u. a. auch in Mannheim, haben endlich auch Karlsruhe erreicht und dürfen als das Bedeutendste angesprochen werden, was moderne Graphik aufzuweisen hat. Die Geschichte dieses bereits in den Jahren des ersten Weltkrieges begon- Warum und wie - Philosophie? Zu Schellings 175. Geburtstag In der Vortragsreihe der Philosophischen Gesellschaft sprach Dr. Carlo H esse m e r anläßlich Schellings 175. Geburtstag. Zunächst gab er seinen Zuhörern zu verstehen, daß das Anliegen seines eigenen philosophischen Bemühens auch dasjenige Schellings gewesen ist. Der philo- ... , . . , , . , sophische Ansatzpunkt indessen wurde an ; nenen Werkes ist geradezu tragisch zu Ha P nd der Philosophie des Sokrates ge- nennen. Der Verleger Ambrolse Vollard sucht Mit der These „Erkenne dich selbst“ hatte den damals noch unbekannten erfährt die Philosophie jene grundlegende und in äußerst bescheidenen Vernält- j Wendung vom objektiven Grundlagen nissen lebenden' Künstler vertraglich i forschen zum subjektiven Freilegen nach völlig in der Hand. Bis zu seinem Tode 1 hatte er die Blätter zurückbehalten in der Hoffnung, mit dem wachsenden Ruhm des Künstlers höhere Preise zu erzielen. Erst mehr als 20 Jahre r.aeh der Vollendung wurde die Serie in Paris gezeigt und erregt seitdem in allen Städten, wo sie ausgestellt wird, die ungeteilte Bewunderung des Publikums. Es handelt sich bei den Blättern nicht um ursprüngliche Schwarzwelß-Zeich- nungen, sondern um Übersetzungen farbiger Kompositionen in die Sprache des Schwarz-Weiß. Hier legt Rouault ein ungeschminktes Bekenntnis zum Christentum ab, zu einem Christentum moderner Prägung, das nicht so sehr gewillt ist, das Leid widerspruchslos hinzunehmen, als vielmehr im Sinne der sozial-ethischen Forderungen dagegen anzukämpfen, der Lüge, Scheinheilig- keit, Verstellung, der Überheblichkeit, Eitelkeit und dem getarnten Unrecht die Maske vom Antlitz zu reißen. Menschen und Zustände in ihrer wider- christlichen Haltung aufzuzeigen. Jede Beschönigung wird vermieden, in krasser Realistik, in einer bis zur Grausamkeit gesteigerten Unmittelbarkeit wird das Leid der Menschheit in ihren mancherlei Formen zum Ausdruck gebracht, immer aber mit dem Blick auf den Erlöser, der gerade im Leid Beispiel und Eleatik hin eine Grundlagenforschung, in der Wende aber wird dem Menschen zum erstenmal die eigentliche Grundwissenschaft aufgezeigt. Das Postulat des Subjektiven bringt aber auch in der Theologie eine Umkehr mit sich, ein Problem, welches dem Vortragenden am stärksten am Herzen lag. Es handelt sich dabei um die Konfrontierung zweier Prinzipien, um die in der Tat gegenwärtig gerungen wird. Heteronome Religion und autonome Ethik scheiden die Geister. Es ist die Frage nach Gott, die an den Menschen gestellt ist, und die er zu entscheiden hat. In den uns bis jetzt bekanntgewordenen Religionssystemen wird der Mensch zum heterono- men Wesen quasi verurteilt, aber diese Unselbständigkeit hebt die Freiheit auf und damit auch jede Verantwortung im Sittichen. Erst die autonome Ethik unter Einbeziehung des sokratischen Daimonions (sv w. Warnung oder Gewissen, innere Stimme) bringt den Menschen zur wahren Gottheit, garantiert die Freiheit und verpflicht ihn im Ethischen. Das System des Redners ist ein dualistisches. Zivilisation und Kultur werden aus der Trieb- lichkeit abgeleitet. Erstere als stausches Weiterschreiten in der Zeit „Fortschritt- genannt, bedeutet Triebbejahung, das Nein zu diesem Ja der Trieblichkeit ist allein Kultur. Von Schelling bekam damit der Hörer also nicht jenen, wie man ihn aus der Philosophiegeschichte kennt, sondern einen Philosophen, dessen Haupt- leistung eine „Philosophie der Offenbarung“ gewesen ist. Das Philosophieren des späten Schelling. an geknöpft an So- Wilh. Christian Griesbach geb. 8. Mai 1772, gest. 16. Mai 1838, von 1809 bis 1812 Bürgermeister, von 1812 bis 1816 Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe/Baden. Gemalt im Auftrag der Stadt Karlsruhe für den großen Rathaussaal von Kunstmaler Camill Macklot. Als Vorbild diente eine Mormorbüste (unbek.“Meister) und eine Stefnzeichnung (Lithographie) Brustbild von Gaston Lenthß. Das Porträt ist z. Zt. im Schaufenster der Kunsthandlung Büchie ausgestellt. (Foto: Walter Schmidt) Die Münchener Symphoniker Vorbild gewesen ist. In ihren klaren, i krates mit dem Wissen des Nichtwissens breiten Konturen, die an die Technik ■ war das Hauptargiiment. die Quintessenz der Glasmalerei erinnern, sind die Gestalten und selbst die wenigen Landschaften unmittelbar ansprechender und angreifender Ausdruck einer am Rande des Chaos schwankenden Welt, Bekenntnis und Testament eines der bedeutendsten Graphiker unserer Jahrhunderts. Dr. G. des Abends; Philosophie, Königin der Wissenschaft, doch nicht mehr Magd der Theologie. „Wandelt euch, das ist die Forderung der Kultur, die an un?er Wissen unabdingbar brandet, gebrande' auch an das subjektive Gewissen eines Schelling. Denn auch über ihn war die Zeit hinweggeschritten. Hüten wir uns, daß die Zeit über uns hinwegschreitetl“ H. C. Die Münchener Symphoniker tragen, wenn wir nicht sehr irren, auch heute noch diesen Namen; insofern bedarf die Konzert - Ankündigung der Münchener Symphoniker nachträglich wohl einer Richtigstellung. Das Konzert selbst unterstrich die Tatsache, daß uns hier nicht jenes Orchester gegenübersaß, das unter Hans Rosbaud und früher unter dem unvergessenen Oswald Kabasta internationalen Ruf erlangt hatte, den es auch heute genießt. Aufstieg eines Kammerorchesters Im August' des Jahres 1946 öffnete sich für einen jungen Musiker aus Stuttgart das Tn- eines K , -ie ( ? c '' , '' f 'vn -enenlage r s auf deutschem Boden. Beglückt über die wiedererlangte Freiheit reis-te er in seine schwer zerstörte Hermaitetadi! zurück und begann kurz nach seinem dreißigstem Geburtstag mit Schwung und Begeisterung einen Plan zu verwirklichen, der ihn im Krieg jahrelang bewegt hatte: Aus wenigen. aber guten Musikern wölke er ein kleines 0-che=‘er zus-rom^ns eilen, mi* dem sich Mufik der Barockzeit und der Kla-'-ik in -- -l - • v >o len ließ. Mit unermüdlicher Mühe suchte er sich allmählich Zehn Mc-nn zusammen, mit denen er, oft unter großen Opfern, Notenmaterial sammelte und Stimmen heraus schrieb Im September 1946 fand im Saal des Stuttgarter Furtbachhauses das erste Konzert statt. Das „Stuttgarter Kammerorchester“ war geboren, und sein Begründer und Dirigent Karl Münch in ge r wurde damit zum erstenmal öffentlich genannt. Da in jener Zgi 1 Konzerte immer gut besucht waren und sich der Ernst und dne Gewissenhaftigkeit von Münch Ingers Musizieren schnell herumsprachen, konnten bald die ersten Fahrten in die Umgebung gewagt werden. Im JuM 1946 organisierte eine Konzertagmtur die erste größere Tournee die den gu*en Ruf des Orchesters, besonders seiner Bach- Programme wegen so verbrel e'e. daß weitere Reisen im Westen bis Frankfurt und Düsseldorf, fan Osten bis München, Regensburg und Landshut, in Norddeutschland aber bis Cuxhaven und Bremen ausgedehnt werden konnten. Im November des Jahres 1946 wurde das „Stuttgarter Kammerorchester“ als erstes deutsche Orcheste nach dem Krieg ins Ausland gerufen. Als Dank der Stadt Stuttgart für die tatkräftige Hilfsaktion der Schweiz für den Wiederaufbau durfte es eine Flugreise nach Zürich unternehmen und lenkte in der dortigen Tonhalle die Aufmerksamkeit der Musiksacbver- ständigen auf sich. Da Münchdngers Konzerte auch über die Sender Stuttgart, München und Frankfurt größte Beachtung fanden, interessierte sich bald das Ausland für ihn und seine hervorragende Schar, die er lm Lauf von vier Jahren durch Umbeseizung und mehrfach mi' der KIangkuV«v bester Streichquartette verglichen. Diese Lei- Wechsel auf ihre heutige Leis-tungshöhe gebracht hatte. So fanden im November 1940 neben zwei Radiosendungen drei Konzerte des Orchesters in Paris statt, das damit zum erstenmal nach dem Krieg ein deutsches Orchester zu hören bekam. Publikum und Presse nehmen diese Abende begeistert auf. Die Musikaeif- schrift „Activitös musicaies“ schrieb damals. daß die Wiedergabe eine Fuge ran Bach „eine Gipfelhöhe erreicht habe“. Die Tageszeitungen berichte'en über den „großen Enthusiasmus“, den „unbeschreiblichen Jubel“ und den „stürmischen Beifall“ des Pariser Publikums, Insbesondere der Jugend, ein Beifall den die Zeitung „Combat“ damit erklärte, daß die Pariser in diesem Bachspiel „die vollendete Verwirklichung ihrer Wünsche“. ja den Inbegriff ihrer Vorstellung von Musik“ gefunden hätten. Selbt die Londoner „Daily Mail“ ließ sich von ihrem Pariser Kritiker überschwenglich berichten. Er schloß seine Schilderung der Konzerte mit den Worten: „Alles zusammen ergab ein sol- ches Musterbeispiel von Schönheit und 1 schließend wird wieder die Schweiz he- , Staatskapellmedster Otto W i r t h e n- s o n brachte an Stelle des plötzlich erkrankten Adolf Mennerich, dadurch eine neue, reizvolle Note in das weniger reizvolle Standard-Programm, daß er die „Kleine Nachtmusik“ und daran anschließend Haydns Abschieüssympho- nie beim trauten Kerzenschein spielen ließ. Wie Anno dazumal bei Papa Haydn löschten im letzten Satze die Musiker, einer nach dem andern, ihr Lichtlein und empfahlen sich. Im übrigen war diese Symphonie die abgerundetste Interpretation von Dirigent und Orchester, mit musikantischer Frische und, insbesondere im ersten Satz, klanglich sehr kompakt durchmusiziert. Mit der Häufigkeit der Begegnungen mit einem Werk wachsen die An- stung ist das persönliche Verdienst Karl sprüche des Hörers. Das galt besonders Mümhingers. eines uoevaus feinsinnigen I für Mozarts kle i ne Nachtmusik, die an Kapellmeisters mat unermuoaxniem Pro- _ ^ . beeifer. Er arbeitet und formt mit we:- j Präzision und kristallklarer Durchsich- chen, schwingenden Händen und sugge- tigkeit nicht alle Wünsche restlos rierl beim einzelnen Spieler den delka- erfüllte, die man in solchem Rahmen ten Klangstan. der ihn zwingt, sich dem Mosaik von Linien und Farben zuobtvoll e.razuordnen. Mag die Arbeit mit einer so erlesenen Schar voll musikalischer Intelligenz, solis ischem Ehrgeiz und beruflichem Ethos auch lekh'er sen, als bei sonstigen Orchestern — entscheidend ist doch die Persönlichkeit eines Dirigen'en, der solche Kräfte zu sammeln und zu führen versteht. Al® Erfolg seiner bisherigen Arbeit tritt Karl Münchringer mit seinem Kammeror- cbes'.er in diesen Tagen che ers'e große Auslamdstoumee an. die nach Spanien. berechtigterweise hegt. Das galt, wenn auch nicht in gleichem £laße, für die Siebente Symphonie von Beethoven, die wir in neuerer Zeit von Matzerath und Krips gehört hätten. Hier schränkte die verlUütnimäßig kleine Besetzung die Wirkung von vornherein ein. Wirthen- son bewegte sich etwa in der Mitte zwischen strenger symphonisch*?—Haltung und leidenschaftlicher Betonung des Rhythmus. Den raschen, impulsgeladenen Tempi standen stark kontra- Geist, von wunderbaren.' Heiterkeit und tiefer Harmonie, daß wir am liebsten wie Goethes Faust ausgerufen hätten: „Verweile doch, dtu bist so schön!“ In der Tat stehen diie Leis* ungen dieses Ensembles von Elilemusikern heute auf kammermusikalischem Gebiet unerreicht da, und nicht umsonst wurde sein Zu- sammenspiel in der franzö -ischen Presse Portugal Frankreich und England führt stierend und allzu schwer wirkend die tti***- Epl,ode " «s «- sucht, um Schall'DLatten zu besp elenw gegenüber, zum Nachteil einer großen, Außerdem wirkt das Orchester im Juli werküberwölbenden Linie, bei den Bachfestilichkeiten in Leipzig mit, Das nicht sehr zahlreiche Publikum und gibt sein erstes Konzert in Berlin, (ob auch das Programm daran schuld Karl MünchingeT wird im Rahmen der war ?) spendete den Gästen aus Mün- ladung des schweizerischen Rundfunks das ^ en starken Beifall, dem wir uns mit dortige Rundfunkorchester dirigieren. Dir R. H. Skandinavische Dichtung Im Amerikahaus las Dr. Fritz Not- hardt F’roben zeitgenössischer skandinavischer Literatur, die er in deutscher Sprache mit großer Wärme für den nördlichen Lebensbereich vortrug. Die Stärke der Nordländer lag von jeher in ihren Schilderungen der einsamen Landschaft und den beglückenden Begegnungen von Mensch und Tier auf Wegen und Jagden. Kaj Munk, der dänische Dorfpfarrer, selbst ein begeisterter Jäger, beschreibt in liebevoller humoristischer Darstellung den Tag eines Weidmanns mit seinen stillen Freuden und heimlichen Überraschungen, in denen er die Wunder der Schöpfung täglich neu erlebt. „Glückhafte Tage“ nennt Munk jene Erlebnisse. Ein weiteres Jagdstück aus Jütland „Die weiße Frau von der Heide“ vertiefte den gewonnenen Eindruck dem Wunsche anschließen, bei gelegentlicher Wiederkehr weniger Bekanntes hören zu dürfen. Man hätte beiderseits mehr Gewinn davon. Eb. Gründgens bleibt bis 1952 in Düsseldorf. skandinavischer Erzählkraft. Ansprechende Der neue Vertrag zwischen Gustaf Gründ- Gedichte von Tove Ditlevsen, die eine für heutige lyrische Druckverhältnisse unerwartete Auflagshöhe erreichten, drückten die reiche Empfindungswelt der Frau unmittelbar und gefühlsstark aus. Hans Christian B r a n e r gehört zu den bedeutendsten europäischen Dichtern, die versucht haben, sich in das labyrinthische Innenleben von Kindern und Jugendlichen hineinzuleben. — Der Vortragende wählte die köstliche Jungengeschichte von den drei Musketieren. Danach las er einen Abschnitt aus dem Erfolgsroman Braners „Der Reiter“, dessen erste Auflage in Dänemark gens und der Stadt Düsseldorf, der den Generalintendanten bis zum Ende der Spielzeit 1951/52 — also für ziwei weitere Jahre — verpflichtet, schaltet alle unmittelbaren Eingriffe von Verwaltungszwi- seheninstanzen in den Bezirk des Theaters aus. Aus den Einzelheiten des Vertrages geht hervor, daß die Generalintendanz als selbständiges Amt unmittelbar dem Oberstadt-Direktor unterstellt ist. Damit entfällt die bisherige Aufteilung in Generalintendanz und Theaterverwaltung. Es ist ein vereinfachter Haushaltsplan vorgesehen, der im Rahmen des bewilligten innerhalb drei- Tagen aufgekauft war. efa. ! Zuschusses beweglich ist. (dpa) f remde Stau Roman von Hörbar« tlolnmaon IM ZIRKUS BRUCK 37. Fortsetzung Aus der Brust des alten Bruck kommt ein Stöhnen. Mit geballten Fäusten schlägt er auf die Tischplatte. „Beweise! Beweise!" R,oloff steht auf. Sein Gesicht ist ruhig. Seine Stimme kühl und ohne Unsicherheit. Nicht einmal am linken Daumen zerrt er. „Ich werde versuchen, diesen letzten Beweis ietzt zu finden Herr Direktor. Die Stunde ist überreif. Denn seit heute abend weiß dieser Mann, daß mit dem Erscheinen meiner Nichte als Peters Gattin, sein Spiel umsonst war. und daß es seit der Verlobung Dr. Helmersens mit Fräulein Reinegg endgültig für ihn verloren ist. Ich möchte nicht die Verzweiflungstat abwarten. zu der dieser Monomane jeden Augenblick schreiten kann.“ Langsam geht er zur Tür. „Warten Sie hier auf mich! Komm. Greif!“ Mit einem Ruch ist der Hund auf den Beinen. Dann fällt die Tür hinter den beiden ins Schloß. Vorsichtig schreitet Roloft durch das Dunkel der Zirkusstadt, Greif begleitet ihn gehorsam. Fuß bei Fuß. Bei einem der großen Reklamewagen bleibt der Kriminalrat stehen. Wie aus dem Boden gewachsen ist plötzlich eine dunkle Gestalt neben ihm. „Nun?“ „Im Wagen ist er nicht. 1 Ich kann ihn nicht finden. Er muß sich hier irgendwo herumtreiben!“ flüstert eine Stimme. „Nützlich und gefährlich zugleich“, brummt der Kriminalrat. „Warten Sie hier. Geschieht etwas Verdächtiges, halten Sie den Mann auf. Im Notfall Pfeifensignal. Ich gehe in den Wagen. Haben Sie den zweiten Schlüssel zurechtgefeilt?“ „Hier, Herr Kriminalrat!“ Rcxloff bekommt etwas Metallenes in die Hand gedrückt Dann ist der Helfer wieder wie von der Erde verschluckt. Auch der Kriminalrat verschwindet mit dem Hund irgendwo im Dunkel der Zirkusstadt. Peter und Helga haben es in der drückenden Stimmung in dem Wohnwagen des Direktors nicht ausgehalten. Sie haben die Tür weit geöffnet und sind auf die kleine Plattform hinausgetreten. Bruck senior hat sich von seiner Aufregung etwas erholt. Ruhig sitzt er in seinem Sessel, nur die zuk- kenden Hände zeugen von der Spannung und Qual, die ihn noch gefangenhalten. Tief atmen Peter und Helga die warme Nachtluft ein. Unwillkürlich finden sich ihre Hände. „Wenn dieses Furchtbare alles vorbei ist“, Helga, sagt er leise, „dann werden wir arbeiten und aulbauen können, dann soll nichts mehr unser Glück trüben!“ „Es wird schön werden, unendlich schön werden mit dir, dieses Leben, Peter —“ Die Frau redet sich, ihre Augen gehen über die Weite der Zirkusstadt. Da erstarrt ihr Blick in jähem Schreck. Ihre Hand fährt empor in der Richtung nach dem großen weißen Zelt, das durch die Nacht schimmert. „Peter, um Gotteswillen, was Ist das — dieser helle Schein- — dieses Flakkern —“ Ein Schrei von den Lippen des Mannes antwortet ihr. „Feuer! Das ist Feuer!“ Sie stürmen von der Plattform hinunter zwischen die Zelte, Ställe und Wagen. Gellend, alarmierend klingen ihre Rufe auf. „Feuer! Feuer! Alarm! Alarm!“ Da schießen schon in jähem Lodern neue Flammen aus dem großen Zelt auf. Der Zirkus wird lebendig. Wagentüren werden aufgerissen. Gellend ertönt eine Signalpfeife. „Feuer! Feuer!“ Jetzt ist schon einer der Nachtwächter zur Feuerglocke gerannt. Ihr kreischendes Wimmern reißt die letzten Schläfer auf. „Feuer, Feuer! Feuer in der Zirkusstadt!“ Peter und Helga sind weitergelaufen in atemloser Hast. Plötzlich ist einer neben ihnen, einer in einer glänzenden Lederjacke. Max Quadde! „Feuerwehr zu mir!“ brüllt er aus vollem Halse. Halbbekleidete Männer eilen herbei. Helga und Peter sind die ersten an der Brandstätte. Nein, da ist noch ein anderer. Ein barhäuptiger Mann, mit einem verzweifelt grinsenden Gesicht. Er hebt die Arme, um einen gefüllten Petroleumkanister in die Flammen zu werfen. Plötzlich aber schießt ein langgestreckter Tierkörper mit wildem Rachegebell auf den Brandstifter zu. Greif will seinem Vergifter an die Kehle. Neben Peter und Helga keucht jemand auf. Es ist der Kriminalrat a. D. Eusebius Roloft Er hat keinen Hut mehr auf dem Kopf, dafür aber eine Pistole in der Hand. Seine Lungen keuchen. Von seinen Lippen kommt ein einziges ingrimmig hervorgestoßenes Wort: „Er!“ Aber er zögert. Er könnte ja den Hund treffen. Da ist es schon zu spät. Der Mann drüben hat unter dem wütenden Bick des Hundes den Kanister fallen lassen. Jetzt greift er einen Knüppel. Krachend saust er auf Greifs Schädel nieder. Aufheulend bricht der Hund zusammen. „Verdammter Mörder!“ ruft der Kri- minalrat und springt .vorwärts. Der Schuß kracht. Aber der Mann ist schon verschwunden in dem Tumult, der jetzt um das in Flammen lodernde große Zelt entsteht. * Peter Bruck ist mit einem einzigen Satz bei dem bewußtlosen Tier, nach dem schon die ersten Flammen gierig lecken. Er nimmt ihn auf die Arme und bringt ihn Helga. „Nach Doktor Helmersens Wagen! Verbinde ihn! Ich bin jetzt hier nötiger!“ Schon wird die Spritze der Zirkusfeuerwehr herangefahren. Geübte Hände führen den Schlauch zum Hydranten, Männer mit Beilen und anderem Gerät eilen herbei. Direktor Brucks befehlende Stimme erschallt. Wilma Stetten stürzt in ihren Tiger-, wagen. Brüllend, irr von Angst, laufen die großen Katzen durcheinander. Neben ihr taucht der Bereiter Fritz Fink huf. „Die Klappen runter!“ schreit sie ihm zu. Man kann sich kaum auf die nächste Entfernung verständigen. Die Tiere sind in dfem Feuerchaos wild und aufgeregt geworden. Aus dem Elefantenstall erklingt das Rumoren und alarmierende Trompeten der Dickhäuter. Die Affen kreischen und jammern in ihren Käfigen. Pferde stampfen wiehernd und zerren an ihren Ketten, aufgeregt von dem beißenden Rauch und dem hellen Flammenscheiri. Ein Trecker bahnt sich einen Weg durch das Gewühl. Max Quadde lenkt ihn mit eiserner Ruhe. Er wird vor den Tigerwagen gespannt, der am nächsten gefährdet ist. Schon schleudern die Schläuche der Zirkusfeuerwehr ihre Wasserstrahlen gegen die Glut. Peter Bruck, barhäuptig, rußgeschwärzt, lenkt den Strahl des ersten Schlauches mit Umsicht. „Kann ich helfen. Peter?“ Plötzlich ist Helga wieder neben ihm, im Ledermantel, die Sanitätstasche umgehängt. Peter weiß nicht, ob er sich freuen oder ärgern soll. „Bei Greif solltest du bleiben!“ schreit er sie an. „Der braucht mich nicht, ist verbunden! Hier ist mein Platz!“ gibt sie zurück als habe sie schon ein halbes Dutzend Zirkusbrände mitgemacht. „Sanität!“ kommt auch schon von irgendwoher die Stimme des Stallmeister Neumann. Helga eilt hin. Sie findet Helmersen über einen bewußtlosen Mann gebeugt. „Rauchvergiftung!“ stellt er sachlich fest und gibt ein paar schnelle Anweisungen. Es ist der Clown Ringli, der ebenso tapfer wie unvorsichtig, sich beim Löschen zu dicht an die Rauchschwaden gewagt hat. Mit halbem Blick sieht Helga noch, wie Gerda Reinegg, eine Axt in der Hand, vorbeieilt, dann muß sie sich um den Bewußtlosen kümmern. Mit einem Male ist der Azt von ihrer Seite. Denn es ist ein neuer gellender Alarmruf erklungen. „Der Pferdestall brennt!“ UTortseUunfi folgt.) Seite 6, Nummer 47 Badische Neueste Nachrichten Dienstag, 7. März 1950 J ii|! tlt u Karlsruhe vorne! Auch auf die Gefahr hin, daß Petrus mich morgen lügen strafen wird, muß ich es sagen: Am Sonntag und gestern hat der Frühling seinen Anfang genommen. Der Schreiber weiß sehr wohl, wie sehr er sich mit dieser Behauptung im Widerspruch zu dem bei uns noch immer gültigen Kalender befindet, der erst heute in vierzehn Tagen Frühling verheißt. Aber fragen Sie die Tausende junger Karlsruher Mütter, die mit einer Dust und einem Behagen, so als ob das Leben nach langem Schlaf jetzt erst wieder begänne, ihre Kinderwagen in die Sonne führten. Sie und auch die ungezählten, im Hardtwald nach den ersten Knospen spähenden Liebespaare werden bestätigen, daß wirklich schon die schönste aller Jahreszeiten begann. Nun die Einleitung geschrieben ist, muß doch zugegeben werden, daß es anderwärts zu dieser Zeit nqph herrlicher Winter war. Ich denke an die noch immer mit tiefem Schnee bedeckten Wälder und Hänge im Schwarzwald, die am Sonntag ihren großen Tag hatten. Nie wohl seit Kriegsbeginn und Kriegsende haben gerade die mittelbadischen Skigebiete, zu denen man von Oberfoühlertal und Achem aus kommen kann, solche Massen an Wintersport- Enthusiasten gesehen wie am letzten Sonntag. Der bis in die letzten Fugen besetzte Tanzexpreß führte seine junge bunte Ware in die Berge, und Omnibusse und Personenkraftwagen in unvorstellbarer Zahl fuhren mittenhlnein in dieses Schnee-Paradies. So kam es dann, daß die Berge und Hänge am Ruhestein, bei Hundseck und besonders bei Unterstmatt und bis heran an die Hornisgrinde einen wahren Besucherrekord auszuhalten hatten. Wohl wissend, daß es vielleicht der letzte diesjährige Ski-Sonntag sein würde, tummelte sich jung und alt unter der strahlenden Sonne und auf dem über Erwarten guten und tiefen Schnee, daß es eine wahre Freude war. Eindeutig aber beherrschten — dies sollte hier gesagt werden — die Karlsruher das Feld. Nicht nur, daß man den ur- brigantinischen Dialekt überall hören konnte: Gerade dort, wo es schwierige Abfahrten zu nehmen galt, triumphierte Karlsruhe in so eindeutiger Weise, daß aus einer Gruppe zuschauender Mannheimer Skiläufer unversehens einer das resignierte Wort prägte: „Heut is Karlsruh' vorne!“ Wenn ein Mannheimer seinen National-Schlachtruf „Männern vorne!“ in solcher Weise abwandelt, so will das etwas heißen. Es war die Bestätigung dafür, daß Jung-Karlsruhe den Skilauf liebt und etwas davon versteht. Wie wär’s, wenn man in dieser unserer braven Stadt allgemein etwa von diesem jugendllehen Elan der Wintersportler übernähme? Wenn man immer daran denken und stets darauf hinarbeiten würde: Karlsruhe vorne...? jw. Pfandhaus - „Bank der Armen ' 1 Not in allen Schichten des Volkes - Ein Besuch in der neuemchteten Karlsruher Darlehensanstalt KARLSRUHE BAUT Gleich nach der Währungsreform wurde in Karlsruhe von den Frauenorganisationen eine Notverkaufsstelle errichtet, deren Aufgabe es war, den Bedürftigen durch uneigennützigen Verkauf der angebotenen Gebrauchsgegenstände Geld zu verschaffen. Diese Einrichtung hat vielen geholfen. Doch nicht immer ist es gelungen, die zur Verfügung stehenden Artikel so schnell zu Geld zu machen, wie es der Verkäufer in manchen Fällen notwendig gehabt hätte. Nun haben wir wieder eine Stelle in Karlsruhe, in der es nicht so langsam, aber auch nicht so imeigennützig zugeht wie in der Notverkaufsstelle. Das alte wenigen Jahren noch als wohlsituiert] und dürfen dann in den Aufbewah- bezeichnen konnte. Nicht nur der Ar- rungsräumen oder Tresors drei Monate beitslose oder der schlecht bezahlte Ar- warten, bis sie ihr Besitzer wieder abbeiter geht heute zum Pfandhaus; auch' holt. Tut er das nicht, so kommen sie viele Kaufleute und Handwerker sind] nach einer kleineren Schonfrist von ei- darunter, deren Arbeit doch nach dem nem Monat unter den Hammer. ;* - Wieviel wird es wohl bringen Pfandhaus in der Schwanenstraße hat seit dem 20. Februar in der Schlachthausstraße 8 seinen Nachfolger gefunden. Damit soll nicht gesagt sein, daß die Wiedereröffnung dieser „Bank der Armen“ eine erfreuliche Errungenschaft sei, wenn auch die neuerliche Notwendigkeit der Pfandhäuser von mancher Seite merkwürdigerweise als ein Zeichen für den wirtschaftlichen Aufschwung gewertet wird. In den Jahren des Geldüberhangs waren die Pfand- und Leihhäuser allerdings illusorisch und sie gingen der Reihe nach ein. Nun, vom sozialem Standpunkt aus gesehen, entwirft die Karlsruher Darlehensanstalt — so nennt sich das neue Pfandhaus — ein äußerst trübes Bild der wirtschaftlichen Lage. Sie zeigt an erschreckenden Beispielen, wie tief die Not auch schon in die Schichten unseres Volkes eingedrungn ist, die man vor alten Grundsatz einmal einen goldenen Boden hatte. Man kann schwer sagen, was in unserer Karlsruher Darlehensanstalt am häufigsten verpfändet wird. Es wird alles, aber auch wirklich alles ange- boten. In den Aufbewahrungsräumen des Pfandhauses hängen und liegen in langen Regalen die verschiedensten Gegenstände. So verschieden wie die angebotenen Artikel, so unterschiedlich ist auch die gesellschaftliche Struktur des Personenkreises, der das Pfandhaus in Anspruch nimmt. Da bringt ein biederer Handwerksmeister einen fast neuen Autoreifen, um mit dem Pfandgeld seine Steuern bezahlen zu können. Ein verhärmter Mann in zerschlissenem Anzug trägt seinen Radioapparat herbei; denn die Miete ist fällig und die Kinder haben Hunger. Und auch manchen Geck sieht man erscheinen, der am Montagmorgen seinen guten Anzug versetzt. Die Ausgaben am Sonntag sind hier wahrscheinlich etwas zu groß gewesen. Aber bei aller Verschiedenheit der Stellung und der Herkunft ist bei den Pfandhausbe- suchem doch etwas Gemeinsames festzustellen: Sie kommen alle ohne Scheu und ohne Vorurteil; denn kein Geld zu haben ist keine Schande mehr. Heutzutage schon gar nicht. Der Vorgang beim Beleihen irgendeines Pfandes selbst' ist einfach und sachlich. Ein Angestellter schätzt — und zwar sehr vorsichtig — den zu beleihenden Gegenstand auf seinen Wert. Von diesem Schätzwert, der meistenteils nur 80 % des Realwertes darstellt, Daß Pfandhäuser keine Wohltätig- keitseiwrichtüngen schlechthin sind, sieht man schon aus dem ersten Satz der für diese Unternehmen geltenden amtlichen Bestimmungen. Es heißt da: Zweck der Pfand- und Leihhäuser ist die Gewährung verzinslicher Darlehen gegen Faustpfänder. Das Wort „verzinslich“ müßte eigentlich groß und fett geschrieben werden. Die Zinsen betragen nämlich monatlich 5°/». Davon werden 4 •/• für Unterhaltungs- und Lagerkosten gerechnet. Man sieht: Kalkulation, Rentabilität und Geschäfts- sicheiheit spielen auch hier eine große Rolle. Es ist verständlich, daß ein Pri- vatuntemehmen wie die Karlsruher Darlehensanstalt seine Unkosten hat und rechnen muß. Die Versicherungsprämien und die Mieten sind teuer. Wir wissen das adle. Dennoch: Es müßte ein Weg gefunden werden, um die Zinsen zu senken. Fünf Prozent im Monat ist viel. Und für den, der sie bezahlen muß, spielt es keine Rolle, wieviel von diesen Zinsen der Unterhalt verschlingt. -r. Auch der Wiederaufbau dieses Gebäudes, des alten Weinbrennerbaues nördlich der Evangelischen Stadtkirche, wird mithelfen, dem Marktplatz sein altes Aussehen wiederzugeben. Früher Lyceum, zuletzt Sitz der Wasser- und Straßenbaudirektion, wird dieses Gebäude nach seiner völligen Wiederherstellung das Staatliche Gesundheitsamt aufnehmen, das gegenwärtig in sehr beengten Verhältnissen in der Röntgenstraße untergebracht ist. Auch hierdurch, werden Wohnungen frei, denn die bisherigen Diensträume befinden sich in Privatwohnungen. Vor wenigen Tagen war.das Richtfest; im Herbst soll das Haus bezugsfertig sein. 1 Neuer SPD-Vorsitzender An Stelle von Stadtrat und Landtagsabgeordneter Gustav Heller, der wegen Arbeitsüberlastung zurückgetreten ist, wurde bei der dieser Tage durchgeführten Generalversammlung der SPD Dipl.- Kaufmann Fritz Corterier zum 1. Vorsitzenden des Ortsvereins Karlsruhe gewählt. Der bisherige zweite Vorsitzende Heinrich Klingele wurde in dieses Amt wiedergewählt. Noch gut abgegangen Auf der Ettlinger Allee geriet ein Personenkraftwagen beim Befahren der Straßenbrücke aus der Fahrbahn auf den Gehweg, durchbrach das Schutzgeländer und stürzte auf den Bahnkörper hinunter. Der Führer des Kraftwagens, der wahrscheinlich unter Alkoholwirkung stand, kam glücklicherweise mit leichteren Verletzungen davon, während der Kraftwagen total beschädigt wurde. — Auf der Einmündung der Georg-Friedrichstraße in die Durlacher Allee stieß eine ET- Kraftdroschke mit einem Personenwagen zusammen. Hierbei erlitten dessen Führer und seine Frau Prellungen und Schnittwunden, während beide Fahrzeuge erheblich beschädigt wurden. Medizinische Tagung in Karlsruhe Am 1. März fand in Karlsruhe in Anwesenheit von Vertretern des Bundesarbeitsministeriums die konstituierende erste Sitzung des Deutschen Ärztlichen Sachverständigenausschusses für Kriegsbeschädigtenversorgung und -begutach- tung statt, dem die auf diesem Gebiet maßgebenden Sachverständigen aus der gesamten Bundesrepublik angehören. Zum Vorsitzenden wurde Dr. Degl- mann, Karlsruhe, gewählt. Bei der Tagung wurden zahlreiche Fragen; die für eine künftige bessere Gestaltung des Versorgungswesens von Bedeutung sind, eingehend besprochen. Literarischer Wettbewerb Ihre Zweimonats-Zeitschrift „Baden“ (Monographie einer Landschaft), die im Karlsruher Verlag G. Braun erscheint, veranstaltete kürzlich einen literarischen Wettbewerb, dessen Ergebnis in der jetzt erschienenen Ausgabe 1 des 2. Jahrgangs veröffentlicht wird. Das Preisrichterkollegium, das sich aus Frau Oeftering, Dr. Meckel, Dr. Knittel, Dr. von Grolman und dem Herausgeber Georg Richter, zusammensetzte, hat aus den über 100 für eine Prämiierung vorgeschlagenen Anekdoten und Kurzgeschichten unserem Stafforter Mitarbeiter H. Schumann einen zweiten Preis zuerkannt für dessen Erzählung: „Der Waldhut des Gra- bener Schultheißen“. „Es war eine bodenlose Unverfrorenheit.. ... daß der Verfasser der unter obigem Titel in der Samstagausgabe erschienenen Leserzuschrift sich, um seine Anonymität nicht kenntlich zu machen, einen falschen Namen und eine falsche Adresse zulegte. So kam es, daß die wirklichen Bewohner des Hauses Daxlander Straße 12, die als Anschrift angegeben worden war, sich vor protestierenden Besuchern kaum retten konnten. Schade, daß wir sie nicht alle dem wirklichen Verfasser zuführen können, der sein Charakterbild mit dieser Vortäuschung einer echten Anschrift nun erst recht bloßgestellt hat. Kleine Moral: Auch Unterschriften schützen die Redaktion nicht vor anonymen Briefschreibern. Bekanntlich haben die Gemeinden der oberen Hardt gegen eine Anordnung der Stadtverwaltung bzw. des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung protestiert, wonach die Karlsruher Endhaltestelle der Postomnibusse aus der oberen Hardt künftig nicht mehr bei der Hauptpost, sondern Ecke Schiller- und Weinbrennerstraße sein dürfe. In einer gemeinsamen Besprechung der an dem gesamten Fragenkomplex „Straßenbahn- und Omnibusverkehr« interessierten Stellen, Stadt, Landrat. Post. Gewerkschaft u. a. am Montagnachmittag (6. 3.) im Karlsruher Rathaus unter dem Vorsitz des Beigeordneten Dr. Ball, kam man leider zu keinem positiven Ergebnis. Bei einer anschließenden Pressekonferenz begründete Oberbaudirektor Dr. M ö h r 1 e die Haltung der Stadtverwaltung bzw. der Straßenbahndirektion in der strittigen Frage der Omnibus-Endhaltestellen. Dr. Möhrle ging aus von der schwierigen finanziellen Lage der Straßenbahn, die durch einen Mehraufwand an Löhnen und erhöhte Strom- und Materialkosten seit der Währungsreform verursacht wurde. Der Nachholbedarf der Straßenbahn ist besonders groß, da in den Kriegs- und Nachkriegsjahren so gut wie keine Reparaturen und Ersatzbe- schaffungen vorgenommen werden konnten. Um die Sicherheit des Straßenbahnverkehrs zu gewährleisten, müssen nun vermehrte Aufwendungen gemacht werden, die auch nach der F ahr preis- KURZE STADTNOTIZEN Das Safe des Pfandhauses ^werden dem Pfandgeber zwischen 25 und 30 °/o ausbezahlt. Bei Schmuckstücken zum Beispiel wird nur der Metallwert belieben. Dafür bezahlt man von Edelmetallen bis zu 80 °/o des Schätzwertes aus. Nachher werden die Pfandgüter fein säuberlich verpackt Badisches Staatstheater. Heute, Dienstag, um 19.30 Uhr „Cavalleria rusticana“ und „Der Bajazzo“ als geschlossene Vorstellung für die Volksbühne. — Mofgen, Mittwoch, um 19.30 Uhr als 13. Vorstellung für che Platzmiete B und bei freiem Kartenverkauf „Das Konzert“, ein Lustspiel von Hermann Bahr. Der Richard Wagner-Verband veranstaltet heute um 19.30 Uhr im kleinen Saal des Studenterahauses ein Konzert der Cellistin Lore Winkler mit Werken von Bach, Beethoven und Hindemith. Am Flügel Frithjof Haas. Volksbildungskurse. Uber „Rundfunk, Wesen und Wirkung“ spricht heute abend um 20 Uhr im Redtenbacher Hörsaal der TH. Prof. Heinrich Raskop, Hamburg, Vorsitzender des Verwaltungsrates des Nordwestdeutschen Rundfunks. „Badener können sich selbst regieren!“ Oberregierungsrat Dr. Werber sprach zu Fragen des Südweststaates Im überfüllten Saale des St. Canisius- hauses sprach am Freitagabend Oberregierungsrat Dr. Werber über die Frage „Wiederherstellung des getrennten Landes Baden oder Südweststaat.“ Baden als Grenzland, so führte der Redner aus, eingebettet zwischen Rhein, Neckar und den Schwarzwaldbergen, war immer und sei auch heute noch ein Musterland. Die Badener forderten für sich nicht mehr, aber auch nicht weni- Eltem protestieren Sauberkeit in der Gutenbergschule — ein „dunkler Punkt“ Der Elternbeirat der Gutenbergschule I protestierte gestern abend in einer Versammlung gegen die Unsauberkeit, die in allen Räumen dieser Schule herrscht. Nicht nur dreimal in der Woche, sondern jeden Tag müßten die Klassenzimmer gereinigt werden. Einstimmig wurde diese Forderung in einer Entschließung angenommen. Die Resolution wird den zuständigen Stellen der Stadtverwaltung und dem Gesundheitsamt vorgelegt. Die Gutenbergschule gehört zu den schwerstgeschädigten Schulen unserer Stadt. Das Übel wäre also nur dann mit der Wurzel ausgerissen. wenn sich die städtischen Stellen zu einem großzügigen Wiederaufbau des ganzen Gebäudes entschließen könnten. So müssen heute immer noch 34 Klassen mit neun Schulräumen auskommen. Das heißt mit anderen Worten, daß tagtäglich 150 Schulkinder in einem Zimmer unterrichtet werden müssen. Wie diese Räume aussehen, wenn sie nur , dreimal wöchentlich gereinigt werden, kann man sich lebhaft vorstellen. Die Gesundheit der Kinder, von der des Lehrpersonals ganz abgesehen, ist in solch total verstaubten Unterrichtsräumen stark gefährdet. Man kann es aus diesem Grunde den Eltern der Schulkinder nicht verübeln, wenn sie mit aller Schärfe gegen die unhaltbaren hygienischen Zustände in der Gutenbergschule ankämpfen. Neben dem Gesetz, das den Schulbesuch zur Pflicht macht, gibt es auch noch strenge Bestimmungen, die die Reinigung der Schulgebäude betreffen. Diese Verordnungen müßten bei dem Mangel an Unterrichtsräumen in der Gutenbergschule wenigstens eingehalten werden. Interessant war, daß der Rektor der Gutenbergschule, der der Versammlung zum Abschluß einen solchen verschmutzten Schulraum vorführen wollte, feststellen konnte, daß sich der vor kurzem noch so unsaubere Raum in ein feines, gefegtes und geöltes Schulzimmer verwandelt hatte. Der Rektor würde sich glücklich schätzen, wenn seine Schule auch an anderen Tagen so blitzblank wäre. Nicht nur bek Protestversamm- lungen 1 -r. ger Selbstberechtigung wie die Würt- temberger oder die Einwohner der „Staaten“ Hamburg oder Bremen. Als bewährte und gute Demokraten wollten sie in baldiger Volksabstimmung über ihre landsmannschaftliche Eigenständigkeit selbst bestimmen und lehnten jede Bevormundung und getarnte Gängelung der biederen Schwaben aus Stuttgart ab. Anschauungsunterricht über die „großzügige“ Fürsorge der Stuttgarter Zentralregierung gegenüber dem „armen“ Baden, sei seit der Verkoppelung von Nord-Württemberg mit Nordbaden seit dem Jahre' 1945 auf allen Gebieten des staatlichen und wirtschaftlichen Lebens in einet Form erteilt worden, die nur schmerzliche und unverlierbare Erinnerungen auslösen konnte. Die Badener wollten und könnten sich selbst regieren; sie seien auf keinen Fall gesonnen, zu einem württembergischen Kolonialbezirk herabzusinken. Im kritischen Vergleich kluger und besonnener und vor allem auch unantastbar sauberer Staatsführung könnte Freiburg gegenüber Stuttgart jederzeit die Probe bestehen. Als Dr. Werber die Verdienste des Staatspräsidenten Wohieb um den südbadischen Landesteil und dessen einfache und anspruchslose Lebenshaltung mit einigen Worten streifte, wurde er durch spontanen Beifall unterbrochen. In der anschließenden Aussprache brachten die Diskussionsredner u. a. zum Ausdruck, daß Staatspräsident Dr. Maier zufolge seiner Verwicklung in die Entnazifizierungsaffäre den letzen Rest des Vertrauens der badischen Bürger und Steuerzahler verloren habe. Es sei erstaunlich, daß Staatspräsident Dr. Maier noch im Amt bleibe. sp. Die Landwirtschaftsschule Augustenberg beendet am Freitag, den 10. 3., ihren diesjährigen Winterkursus mit einer öffentlichen. Schlußprüfung der Schüler und Schülerinnen im Saale der „Blume“ in Durlach, Pfinztalstraße Alle Freunde und Gönner der Schule werden zu der um 10 Uhr beginnenden Veranstaltung eingeladen. Naturfreundegruppe Welherfeld - Dammerstock. Pfarrer H. Kappes hält am Donnerstag, den 9. 3., um 20 Uhr in der Dam- merstockWirtschaft einen Farblichtbildervortrag über „Eine Wanderung durch Palästina und Israel“ und berichtet dazu von seinen Erlebnissen in Palästina. Naturfreundegruppe Rüppurr - Gartenstadt. Der erste Liederabend der neugegründeten Musikgruppe findet am Donnerstag, den 9. 3., um 20 Uhr in der „Krone“ statt. Einen Elternabend veranstaltet die Gewerbeschule II (Maschinenbau, Kraftfahrzeughandwerk und Elektrotechnik) am Freitag, den 10. 3., um 20 Uhr in der Aula der Gewerbeschule, Adlerstraße 29. Bei dieser Zusammenkunft von Eltern und Lehrern sollen Fragen der Ausbildung, Erziehung und Zukunft der Schüler erörtert werden. Außerdem ist die Gründung einer Elternvertretung beabsichtigt. — Die Gewerbeschule I (Stein, Holz und Eisen verarbeitendes Baugewerbe), hält ihren Elternabend am Dienstag, den 14. 3., 20 Uhr, ebenfalls in der Aula der Gewerbeschule ab Landesverband der vertriebenen Deutschen. Die Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Süd findet am Donnerstag, den 9. 3., um 19.30 Uhr im Saal der Walhalla- Gaststätte, Augartenstraße 27’29 — nicht, wie irrtümlich gemeldet, Bannwaldallee 20 — statt. Ei spricht Senator a. D. Franz Scholz, Göppingen. SPD. Die für Donnerstag, den 9. 3., angesetzte Mitgliederversammlung des Bezirksvereins Südstadt findet bereits am Mittwoch, den 8. 3., um 20 Uhr in der „Deutschen Eiche“ statt. Die KPD veranstaltet anläßlich der 40. Wiederkehr des internat. Frauentages am Mittwoch, den 8. 3., um 19 Uhr im „Elefanten“ eine mit Musik und Rezitation umrahmte Frauen- und Friedenskundgebung. Die Ansprache hält Frau Eva Höhn. Schauburg. Ab heute Dienstag das Filmwerk „Via Mala“ nach dem Roman von John Knittel mit Karin Hardt, Hilde Korber, Viktor Staat und Karl Wery. Rheingold. Des großen Erfolges wegen wird der Zarah-Leander-Film „La Habanera“ bis einschließlich Donnerstag verlängert. Atlantik. Bis einschließlich Donnerstag Harry Piel in „Artisten“. Arbeitsjubiläen. Ihr 30jähriges Arbeitsjubiläum feiert am Mittwoch, den 8. 3., Frl. Elise Benz, Akademiestraße 28, als Putzmacherin bei der Firma Geschw. Hoff- mann. Im gleichen Betrieb konnte kürzlich Frl. Elisabeth Busch, Weiherstraße 17, ihr 25jähriges Arbeitsjubiläum begehen. Geburtstag. Seinen 70. Geburtstag leiert Herr Johann Dollinger, Neureuter Straße 235, am Mittwoch, den 8. 3. Wie wird das Wetter? Vorfrühling Vorherpage des Wetteramtes Karlsruhe bis Donnerstag früh: Trocken und überwiegend heiter, in den Niederungen morgens zum Teil Nebel oder Hochftebel. Höchsttemperaturen 12—16 Gaad, nachts nur in gefährdeten Lagen geringfügiger Frost. Schwache Winde aus Ost bis Südost. Schneebericht vom 6. März Sommerberg - Wildbad 7 cm Harsch, Sportmöglichkeit mäßig, +2 Grad, Grünhütte 12 cm Harsch, mäßig, —1 Grad, Kaltenbronn 23 cm, stellenweise Harsch, gut, ±0 Grad, Brend 50 cm Firn, sehr gut. —2 Grad, Schönwald 20 cm Firn, gut, ±0 Grad, Feldberg - Gipfel 95 cm Firn, sehr gut, —2 Grad, Herzogenhorn 95 cm Firn, sehr gut, —2 Grad, Schauinsland 60 cm Firn, sehr gut, +0 Grad, Kandel 50 cm Firn, —3 Grad. Rheinwasserstände 6. März: Konstanz 263 (±0), Breisach US ( + 5), Straßburg 178 (—12), Maxau 360 (—6), Mannheim 222 (—8) Caub 175 (—9). In Wahrung berechtigter Interessen... Warum die Stadt die Endhaltestellen der Post- und Privatomnibuslinien an die Peripherie verweisen muß erhöhung nicht ausgeglichen werden können. Um so mehr muß die Straßenbahn darauf bedacht sein, daß Post- und Privatomnibusse nicht in den Verkehrsbereich der Straßenbahn eingrei- fen. sondern lediglich als Zubringer ihre Fahrgäste dort absetzen bzw. auf- nehmen, wo die Straßenbahn beginnt bzw. aufhört. Die Stadt selbst betreibt ihre drei Omnibuslinien nur als Zubringerlinien aus dem Weiherfeld. aus der Rheinstrandsiedlung und aus Berg- hausen/Grötzingen bis zu den nächsten Haltestellen der Straßenbahn am Hauptbahnhof, „Kühlen Krug“ und Durlach- Tunmfoerg. Eine Verlegung der Endhaltestellen der Post- und anderer Omnibusse an die Peripherie der Stadt darf allerdings nicht auf Kosten der Verkehrsteilnehmer gehen. Dem Vorschlag der Straßenbahndirektion, einen Gemeinschaftstarif zwischen Post und Straßenbahn ähnlich wie mit der Albtalbahn zu schaffen, steht die Post bis jetzt ablehnend gegenüber, da diese kein Risiko eingehen will (trotz ihres glänzenden Briefmarkengeschäfts, das ihr wie keinem anderen Verkehrsunternehmen jederzeit absolut sichere Einnahmen gewährleistet). Zugeständnisse der Straßenbahn an die Post haben begreiflicherweise sofort auch gleichgeartete Forderungen der privaten Omnibusun- temehmer zur Folge. Während die zur Zeit bis in die Stadtmitte verkehrenden 5 Post- und etwa 12 Privatomnibuslinien in der Hauptsache nur Berufsverkehr bewältigen, muß die Straßenbahn den ganzen Tag auch in verkehrsschwachen Zeiten ihren Betrieb aufrecht erhalten und selbst dann fahren, wenn sie keinen Fahrgast hat. Das berechtigt sie als das einzig zuständige örtliche Verkehrsun- temehmen. sich mit allen Rechtsmitteln gegen andere Verkehrsuntemehmen zur Wehr zu setzen, die nach Gutdünken innerhalb des städtischen Verkehrsnetzes Verkehr betreiben; denn nach dem Personenbeförderungsgesetz kann eine bestehende Verkehrseinrichtung Einspruch erheben, wenn bei Eröffnung einer anderen Verkehrslinie ihre berechtigten Interessen gefährdet werden, und diese Interessen sind auch die der Bürgerschaft von Karlsruhe, um deren Geld es letztlich geht; deshalb ist es nicht mehr als recht und billig, wenn die Stadtverwaltung bzw. das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung bestimmt, wo die Post- und privaten Omnibusse in Zukunft ihre Endhaltestellen haben. ' L.A. Libby’s Milch ist reine, konzentrierte Vollmilch, völlig keimfrei und in geschlossener Dose nahezu unbegrenzt haltbar. Libby’s Milch verfeinert Kaifee und Kakao, Suppen, Soßen und Salate. Fettgehalt ?,5 Prozent vorzüglich zum Kochen und Backen Oienstag, 7. März 1950 Badische Neueste Nachrichten Nummer 47, Seite 7 Karlsruher Hafenumschlag | im Februar Im Monat Fe.bruar wurden in den Karlsruher Rheinhäfen insgesamt 81 370 Tonnen umgeschlagen (irn Vormonat 92 451 t). Hiervon entfielen auf die Zu- l^r 60 311 t (70 172 t), auf die Abfuhr jl 059 t (13 275 t). Der Verkehrsrück- gang in der Zufuhr ist in der Haupt- tidie auf eine Verminderung der Ge- (reid i- und Düngemitteleingänge zu- r ückruführen, der jedoch eine gegenüber dem Vormonat beträchtlich erhöhte Zufuhr an festen Brennstoffen gegenübersteht > Die Güterabfuhr weist eine Stei- ; gerung um 77841 auf, verursacht durch ^ n e Belebung der Schrottabfuhr. ; zugefahren frnrden Kehlen j 35416 t (27 145 t), Motorentreibstoffe j 9904 t (8298 t), Getreide und Mehl | 3261 t (17 912 t), Düngemittel 5841 t j (15431 t), Baustoffe 2761 t (4093 t), Pa- ) pier und Zellulose 1300 t (1769 t), son- j stige Güter 2828 t. Abgefahren i wurden Stamm- und Schnittholz 3136 t I (3615 t), Schrott 15 321 t (8267 t), ; gchwefelkiesabbrände 996 t, sonstige i Güter 1626 Tonnen. i frühjahrs- und Damenmodenschau Die von der Karlsruher Damenschneider-Innung gemeinsam mit dem Hauptverband des deutschen Damenschneideihandwerks veranstaltete Frühjahrsund Sommermodenschau verspricht ein modisches Ereignis zu werden. Neben den Modellschöpfungen der Wanderschau des Hauptverbandes, die vornehmlich aus den norddeutschen Modezentren Hamburg und Hannover stammen, werden auch Frühjahrsmodelle namhafter Karlsruher Ateliers vorgeführt. Von besonderem Reiz dürfte deshalb der Vergleich der Arbeiten unserer heimischen Meisterinnen mit den auserlesenen Modellen der Wanderschau sein. Darüber hinaus werden die Vorführungen als Lehrschau für die gesamte Fachwelt von besonderer Bedeutung sein. Die Veranstaltung findet arm Freitag, den 10. März, 16 und 20 Uhr, im Konzert-Kaffee Museum statt Erzeugerpreise für Obst u. Gemüse In der Woche vom 27. Febr. bis 3. März Erzeuger- Verbrau- preisnotie- cherpreise rangen (Kleinver- kaufspreis) 60—75 Im Arbeitsamtsbezirk Kailsiuhe: Effektive Arbeitslosenzahl rund 18000 Der Tiefpunkt ist jedoch überschritten - Niemand will mehr Hausgehilfin werden Mit 16 161 Arbeitslosen wies der Ar- (Februar lauteten diese Zahlen: 729 000 Rosenkohl Gelbe Rüben Sellerie Lauch Spinat Feldsalat Kresse Lattich Rhabarber (Treib) Radieschen (Treib) Zwiebeln Apfel 45—55 10—12 20—25 10—14 25—50 27—30 50—60 22 85—100 120—180 25—50 100—120 90—120 180 20—25 Bd. 20 Bd.35—40 25—30 35—40 12—26 25—50 Die Preisnotierungen verstehen sich per 50 kg hzw. 100 Stüdc/Bund. beitsamtsbezirk Karlsruhe zu Ende Februar gegenüber dem Vormonat eine Steigerung um 282 aus. Damit ist erst- snals das 16. Tausend überschritten. Eine wahrhaft erschreckende Zahl. Aber es ist doch so gut wie sicher, daß damit der Tiefpunkt erreicht bzw. überschritten ist. Der Zugang an Arbeitslosen vom Dezember 1949 zum Januar 1950 betrug nämlich 3678. und es sind Anzeichen dafür vorhanden, daß schon in diesen Tagen, ln denen die Bautätigkeit auf Grund der günstigen Witterung wieder erheblich angezogen hat, die Arbeitslosenzahl etwas gesunken ist. Der bisherige absolute Höchststand war übrigens etwa Mitte Februar erreicht, wo man rund 16 700 Arbeitslose zählte. Und dennoch sind in der jetzigen Zahl von 16 161 nicht alle Arbeitslose enthalten. Man muß billigerweise die ca. 900 Notstandsarbeiter hinzuzählen, die im Grunde nichts anderes als verkappte Arbeitslose sind. Dazu kommt ohne Zweifel noch eine erhebliche Zahl weiterer Erwerbsloser, die beim Arbeitsamt nicht registriert sind. Das Arbeitsamt selbst schätzt, daß es bei Einbeziehung dieser beiden Gruppen innerhalb des Arbeitsamtsbezirks Karlsruhe effektiv etwa 18 000 Arbeitslose gibt. Der Anteil des Arbeitsamtebezirks Karlsruhe an der Gesamt-Arbeitslosenziffer in Württemberg-Baden ist freilich, wenn man etwa die Zahlen vom August vergangenen Jahres zur Hilfe nimmt, etwas zurückgegangen, nämlich von 18,5% auf 17,9°/«. Man hofft, daß die Saisonausfälle im Baugewerbe, in der Zucker- und Tabakindustrie bald einer Normalbeschäftigung Platz machen werden. Zwar könne die Auswirkung des für den Kreis Bruchsal gewährten Kredits noch nicht vorausgese-, hen werden, aber man hoffe, daß die Tabakindustrie doch den größten Teil der in der Philippsburger Gegend erwerbslosen 1700 Zigarrenmacher wird aufnehmen können. Ein gewisser Optimismus resultiert aus dem großen Bauprogramm der Bundesregierung, doch ist zu berücksichtigen, daß die entsprechenden Gelder sich noch nicht an den Stellen befinden, die sie einsetzen, so daß die positiven Auswirkungen wohl erst nach einiger Zeit, vielleicht sogar erst nach einigen Monaten zu spüren sein werden. Wie sehr sich die Ausgaben für Erwerbslose vermehrt haben, geht aus einem Vergleich mit den Leistungen des Arbeitsamtsbezirks im April 1949 und dem Februar ds. Js. hervor. Damals waren für Arbeitslosen-Untepßtützung 512 000 DM und für Arbeitslosenfürsorge 62 700 DM zu bezahlen. Im DM für Arbeitslosenunterstützung und 394 000 DM für Arbeitslosenfürsorge. Diese Zahlen werden im März noch an- wachsen, da eine große Zahl von Ariträ- ged noch nicht bearbeitet ist. Die Zahl der Notstandsarbeiter konnte im Februar um rund 100 vergrößert werden. Man wird im März voraussichtlich weitere 300 Notstandsarbeiter beschäftigen können, weil nun auch entgegen den bisherigen Vorschriften nicht lohnintensive Arbeiten, wie z. B. Bauten, durch entsprechende Zuschüsse gefördert werden können. Erfreulicherweise konnte das Arbeitsamt im Februar 335 Stellen mehr vermitteln als im Januar, davon allein 468 Stellen für Angestellte. Wie überhaupt die Abnahme der Arbeitslosenzahl bei Angestellten um 108 die vielleicht bemerkenswerteste Erscheinung der Arbeitsmarktentwicklung des vergangenen Monats darstellt. Bei den Lehrstellen gar ist es, obschon es noch weit über 2000 Lehrstellensuchende gibt, soweit, daß nur wenig Interesse für kaufmännische Lehrstellen besteht. So gibt es gegenwärtig 15 kaufmännische Lehrstellen, die nicht besetzt werden können, weil für sie keine Liebhaber zu finden sind. Zu besetzen sind außerdem noch einige Lehrstellen im Blechner-, Schmied-, Maler-, Bäcker- und Metzgerhandwerk. Auffallend ist, daß es darüber hinaus noch immer eine verhältnismäßig große Zahl offener Stellen gibt, die so gut wie nicht besetzt werden können. Es sind insbesondere die Stellen für Hausgehilfinnen sowie landwirtschaftliche Stellen für Frauen. Die Nachfrage nach Hausgehilfinnen macht dem Arbeitsamt besondere Sorge, da sich nur wenige Mädchen zu dieser Tätigkeit entschließen können. Das Arbeitsamt Karlsruhe ist im übrigen immer mehr dazu übergegangen, Arbeitssuchende nach anderen Arbeitsamtsbezirken zu vermitteln. Seit September’ vergangenen Jahres konnten auf diese Weise 651 Personen untergebracht werden. Gute Erfahrungen hat man hier insbesondere mit jungen Männern gemacht, die in landwirtschaftliche Betriebe Nordwürttembergs kamen. Nach Südbaden konnten eine Reihe von Arbeitsuchenden aus dem Beherbergungs- und Gaststättengewerbe vermittelt werden. Fast erfolglos war hingegen die Werbung für den Ruhrbergbau. Die während fünf Monaten nach der Ruhr verpflichteten 57 Personen bedeuten keine Entlastung des Arbeitsmarktes. Interessant ist zum Schluß, daß nun auch eingesessene deutsche Mädchen die Möglichkeit haben, als Hausgehilfinnen nach England zu gehen. Bisher konnten nur Vertriebene über den Kanal kommen. um dort in der Textil-Industrie eingesetzt zu werden. Große Neigung zu einem längeren England-Besuch dieser Art besteht allerdings, wie bis jetzt beobachtet werden konnte, weder bei der einen noch bei der anderen Gruppe. W. In Vorbereitung: Eine zentrale Heimkehrer-Kartei Auswertung der Registrierung von Vermißten und Kriegsgefangenen Obstbauarbeiten im März Die Witterung der letzten Tage macht es notwendig, dringend auf einige Punkte hinzuweisen, die wir in den Vormonaten schon zur Beachtung empfohlen haben. Durch den verhältnismäßig starken Schneefall und die geschlossene Schneedecke fand vielfach das Wild nichts mehr zu fressen und nahm deshalb mit der Rinde junger Bäume vorlieb. Man tut gut daran, seine .Obstbäume auf Wildverbiß nachzusehen. wo die Rinde ringsum abgenagt ist. hilft meistens nichts mehr: weniger große Verletzungen sind mit Baumiwachs oder Wundsalbe auszustreichen, nachdem die Wundränder vorher mit einem scharfen Messer glattgeschnitten wurden. Die kalten Nächte brachten stellenweise bis zu 16 Grad unter Null, während am Tage unter Sonnenbestrahlung bis zu 20 Grad plus gemessen wurde. Dadurch wurde die Rinde insbesondere auf der Sonnenseite stark gefährdet. Frostrisse sind ebenfalls auszuschneiden und mit einem guten Verstreichmittel zu behandeln. Aus Karlsruher Vortragsälen Flußwasser im Reagenzglas Was Chemierat Dr. E b e 1 i n g im naturwissenschaftlichen Verein am Freitagabend über die Verunreinigung der Gewässer vortrug, zeigte eindrucksvoll die Notwendigkeit laufender wissenschaftlicher Untersuchungen unserer Ströme und Seen. Sie sollen Art und Ausmaß der chemischen Veränderungen feststellen, mit denen der Mensch durch die Abwasser seiner Städte und Fabriken in den natürlichen Kreislauf des Wassers eingreift. Die in den anorganischen Abwassern enthaltenen Salze, Säuren, tonigen Erden und mtneraligen Bestandteile, die wohl umgewandelt, aber nicht abgebaut werden können, schädigen Fischerei und Landwirtschaft. Abwasser zersetzungsfähiger Natur, die von Papier- und Zellstoff- Fabriken, Brauereien, Gerbereien und bei der Herstelung von Zucker und Stärke abfließen, benötigen bei nicht zu geringer Wassertemperatur 20 Tage oder etwa 100 Flußkilometer, um sich in Wasser, Nitrate, Sulfate und Kohlendioxyde abzubauen. Wird bei diesem Oxydationsprozeß der Sauerstoffgehalt des Flußwassers zu weit aufgezehrt, so bilden »ich übelriechende Faulschlammbecken. Auf dem Sauerstoffgehalt, der je nach Temperatur, Schnelligkeit, Besonnung und Bewuchs wechselt, bsruht also die Selbstreinigungskraft eines Gewässers. Seine laufende Überprüfung an Ort und Stelle gibt Aufschluß über den „Gesundheitszustand“ des Wassers. Graphisch dargestellt, gibt die chemische Zusammensetzung ein gutes Bild von der wechselnden Verunreinigung und Selbstreinigung unserer Flüsse während ihres Laufes. So fällt die Sauerstoffkurve des Neckars unterhalb von Stuttgart auf ein Viertel des Bedarfs, stedgt (nach -einem zweiten Tief hinter Heilbronn) dank der sauerstoffreichen Zuflüsse des Odenwaldes wieder an, um dann durch Aufnahme der Abwässer Heidelbergs erneut zu sinken. Belm Rhein, dessen rasche Strömung trotz vieler Industrieabwaseer günstige Sauerstoffverhältnisse gewährleistet, ist die Kurve des durch die oberrheinische Industrie eingeleiteten Chlorids von Interesse. Während die Durchschnittsmenge des an Karlsruhe vorbeigeführten Cholorlds 130 mg/cbm beträgt, fällt sie an jedem Dienstag auf 30 mg, da sich erst dann bei uns die Sonntagsruhe dieser Betriebe auswirkt. Auf anschauliche Weise unterstrichen diese Diagramme die Schlußworte Dr. Ebelings, daß nur sorgfältigste Aufbereitung der Industrieabwässer und verbesserte Kläranlagen unsere Ströme befähigen kann, ihre vielfältigen Aufgaben zu erfüllen. lp. Das Apostelspiel Zu einer Sonderveranstaltung hatte der Schwarzwaidverein am Sonntag abend seine Mitglieder in den Konradin-Kreut- zer-Saal, Wilhelmstr. 14, eingeladen. Eine Pfadfindergruppe spielte Das Apostelspdel“ von Max Mell, des in Marburg an der Drau im Jaihre 1882 geborenen österreichischen Dichters, dessen einfache Sprache und tief- gläubige Gesinnung gerade ln der Fastenzeit die Menschen anzueprechen versteht. Der kleine Einakter führt in eine ganz einsame Bergbauemhütte, die nur einem alten Bauern und seinem Enkelkind als Wohnstätte dient. Zwei verkommene Gesellen, deren Handwerk Raub, Mord und Brandstiftung ist, treten mit der festen Absicht in die ärmliche Stube, auch hier vor keiner Schandtat zurückzuschrecken. Der kindlich fromme Sinn des Mädchens jedoch, das in gläubiger Einfalt keinen Arg vermutet und in den beiden nächtlichen Fremden die Apostel Petrus und Johannes sieht, wendet das drohende Unheil ab. War es zuerst noch ein frivoles Mitspielen der beiden Raubmörder, so ist besonders Johannes ddhh die aus innerstem Herzen und Gemüt sich offenbarende Gläubigkeit dieses unschuldigen Geschöpfe« aufs stärkste erschüttert. Schweigend verlassen sie die Berghütte. Staatsschau- spieler Friedrich Prütsr hatte die Inszenierung übernommen; er sprach die Eingangs- und Schlußworte und gab den Großvater in seiner gewohnt sympathischen Art. Frl. Zorn war eine gläubig starke Maria, und die Herren v. Pfeil und PreuS böten als Johannes und Petrus eine schöne schauspielerische Leistung. Klavierlehrerin Rosa Luckas umrahmte mit Musik von J. S. Bach das tiefgründige Spiel. efa. Karlsruher Filmschau Kurbel: „Eine Nacht im.Separfe“ Vor noch nicht langer Zeit wandte sich „Der wahre Jakob" ln größten Seelennöten, weil auf der Bühne unseres Staatstheaters publik geworden war, daß er, der Sittenstrenge, unbewußt mit seiner Stieftochter geflirtet gehabt hatte, statt zu einem Mo- ralisitenkongreß zu gehen. Wir haben damals Tränen gelacht! Wir können dies heute wieder tun, denn nun ist in der Kurbel ein Berolina-Film angelaufen, der diesen ulkigen Schwank nach Arnold und Bach zum Vorwurf hat. Bobby E. Büthige hat aus dem Stück das Witzigste herausgeholt und mit einer Fülle von neuen Einfällen zu einem bombensicher publikumswirksamen Drehbuch verarbeitet. Das ergibt natürlich im Film ein noch spritzigeres Spiel der Verwechslungen und Verwirrungen und macht dem llebesliüsternen „wahren“ Jakob alias Stadtrat und Hoflieferant Pogge recht tüchtig zu schaffen. Lüthge stürzt ihn und »einen Freund Nickelmann von einer komischen Situation ln die andere, und Hans Deppe inszenierte das so flott und prächtig, daß man sich nur darüber, freuen kann. Daß aber das Publikum in jeder Beziehung auf seine Kosten kommt, sei dies mit Gesang. Tang, ein bißchen Koketterie oder charmant aufgetragener Prüderie, dafür sorgt eine Besetzung, wie wir sie nicht besser finden können: Kurt Seifert, Olga Tschechowa, Sonja Ziemann, Gretl Schörg, Erika von TheUmann, M. Hübner, Paul Hörbiger, Georg Thomalla, R. Schündler, Emst Waldow, Franz Schafheitlin und Otto Falvey. M. M. 1 Vor Frostplatten schützt ein Kalkanstrich: man sollte damit nicht warten, bis die Rinde aufgeplatzt ist. was neben Unkosten auch eine enorme Schwächung des Baume* mit sich bringt. In diesem Monat sind die Arbeiten in der Krone zu Ende zu führen. Hierunter verstehen wir Auslichten. Verjüngen und Winterschnitt. Auch dabei ist eine gute Wundenpflege notwendig. Man vermeidet dadurch die oft weit in den Stamm hineingefaulten Astlöcher, welche für Pilze und tierische Schädlinge oft ideale Brutstätten bilden. Eingetrocknete Früchte sind zu entfernen, ebenso schneidet man Raupennester ab und verbrennt sie. Beim Beerenschnitt im Garten ist wichtig zu wissen, daß in den Triebspitzen der Stachelbeerzweige die Sporen des amerikanischen Stachelbeermehltaus überwintern. Einkürzen, sammeln und vernichten dieser Teile bietet einen gewissen Schutz vor filzartig überzogenen Früchten Die Winterspritzung wird mancherorts bereits beendet sein. Wo nicht, sollte man keine Zeit mehr versäumen. Bei Unterkulturen bietet der noch liegende Schnee einen guten Schutz vor Verbrennungen, wo die Nachpflanzungen nicht durchgefühlt werden konnten, ist im Frühjahr zu pflanzen. Dabei darauf achten, daß die Wurzeln bis auf völlig gesunde Stellen zurückgeschnitten werden. In der Regel müssen die Wurzeln bei der Frühiahrsoflanzung eingeschlämmt werden. Baumgrube groß genug machen! (Maße: 1,60/1,60/0,60 m). Nicht zu tief pflanzen. Bäume locker mit Weide am Pfahl anbinden, damit der Baum sich setzen kann, ohne sich aufzuhängen. Zum Veredeln vorgesehene Bäume sollten während der Saftruhe abgeworfen werden. Mit dieser Arbeit ist keine Zeit mehr zu verlieren, da sonst erhebliche Saft- und Reservestoffverluste eintreten. Die einschlägigen Regeln sind genau zu beachten (Winkel bei Apfel etwas breiter als bei Birne). Hierzu, wie auch zum Veredeln selbst, ist Rat und Hilfe "eines geprüften Baumwar- tes besonders zu empfehlen, wob. Mit dem 1. März hat im ganzen Bundesgebiet die Registrierung der Kriegsgefangenen und Vermißten begonnen, die bis zum 11. März durchgefiährt werden soll. Alle Polizeireviere und Gemeindesekretariate nehmen die Anmeldungen der Familienangehörigen entgegen. Die Aufrufe der Bundesregierune hängen an allen Litfassäulen und an und in allen der Öffentlichkeit zugänglichen Amtsgebäuden. Viele Eltern. Frauen und Kmder. die schon seit Jahren in quälender Ungewißheit leben, sehen einen neuen Hoffnungsschimmer. Durch die Registrierung sollen zuverlässige Unterlagen für weitere amtliche Nachforschungen und für die Betreuung der deutschen Gefangenen im Ausland geschaffen werden. Um eine möglichst schnelle Ermittlung der Ergebnisse und Auswertung der ausgefüllten Kartenvordrucke zu gewährleisten. werden die Unterlagen von den Registrierstellen den Landratsämtern bereits bis zum 15. bzw. 18. März zu-, geleitet. Der in München befindliche zentrale Suchdienst, welcher demnächst durch die große Hamburger Kartei erweitert wird, bereitet sich auf die prak tische Auswertung der jetzt laufenden Registrierung vor. Dieser Suchstelle des Roten Kreuzes ist es bisher schon gelungen, über 300 000 Vermrißtenschick- sale aufzuklären. Nach der Bearbeitung durch die örtlichen Stastistischen Ämter wird der zentrale Suchdienst zunächst die Namen nach Feldpostnummern, Einheiten und Gefangenenlagern ordnen und versuchen. an Hand der aufgestellten Namenslisten die Heimkehrer zu befragen. Man verspricht eich von dieser „optischen Gedächtnisstütze“ wesentlich mehr als von den bisher üblichen allgemeinen Fragestellungen. Damit hierfür auch alle Heimkehrer des Bundesgebiets erfaßt werden können, arbeitet man zur Zeit an einer zentralen Heimkehrerkartei. Wie die zuständigen Stellen in Karlsruhe mitteilen. erfolgen die Anmeldungen zur Registrierung bis jetzt noch sehr schleppend. Von der vermutlichen Zahl der Kriegsgefangenen und Vermißten sind bis zum 4. März erst rund 16*/» zur Anmeldung gelangt. Im Interesse der bedauernswerten Menschen, die seit fünf Jahren noch nicht wieder in die Heimat zurückkehren konnten, wie auch im Interesse dör Angehörigen selbst liegt es. die Registrierung so schnell w : e möglich durchführen zu lassen. Es ist sonst zu befürchten, daß der Andrang in den letzten Tagen vor dem 11. Mär; so stark wird, daß die Angehörigen an den Aufnahmestellen zu lange warten müssen. Sie können dann vielleicht die Eintragungen in die Suchkarten nicht mit jener Ruhe und Genauigkeit machen, die zur erfolgversprechenden Durchführung der Aktion erforderlich sind. Es gilt, allein in Karlsruhe das Schicksal von 3 700 Vermißten zu klären. Es muß erwartet werden, daß sich alle melden, auch diejenigen, die jede Hoffnung auf die Rückkehr eines ihnen nahestehenden Menschen aufgegeben haben. Wenn die genauen Unterlagen vorhanden sind, wird der exakt arbeitende Suchdienst in den kommenden Monaten in die Lage versetzt. auch ihnen letztgültige Gewißheit zu verschaffen. SWK. Die ersten Frühlingskünder (Foto: Lerct) Kleines Schnakenlexikon Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft Karlsruher Schädlingsbekämpfer Von den rund 100 Schnakengattungen, welche die Menschheit in allen Erdteilen so diskret zu schikanieren wissen, sind es nur zwei, die uns in Karlsruhe an- (und auf die Nerven) gehen. Die Haus- und die Wiesenschnake; zoologisch: Culex und Aedes. Beide Gattungen unterscheiden sich lediglich in ihrer Größe voneinander. Die Wiesen- oder Rheinschnake gehört zur größeren Sorte, während die Hausschnake, zwar ein ebenso großes Übel, im Aussehen kleiner ist. • Alle Schnaken entstehen im Wasser. Stagnierende Bewässerungsanlagen, Die heute gebräuchlichen DDT-Mittel sind völlig geruchlos und unschädlich. Ihre Wirksamkeit hält 2 bis 3 Monate, in trockenen Räumen 3 bis 4 Monate. Die Freilandbekämpfung (von den Forstämtern durchgeführt) gilt den Eiablagen der Wiesenschnaken, die sich in Sümpfen, Tümpeln und Vertiefungen der Albwasser festsetzen. Bei diese? ■ überwinter nur die Eier. Gegen Wiesen- und Waldschnaken kann daher nur eine Sommerbekämpfung durchgeführt werden. Die Bekämpfung der Schnakenbrut erfolgt durch Überschichten der Brutstellen mit einem dünnen Häutchen von kurz, alle stehenden Wasser sind ihre Schnakensaprol. Dazu genügen 20 bis Brut- und Eierablegestätten. Aus kaum ■ 30 g pro qm Wasseroberfläche. Larven sichtbaren Eiern entwickeln sich Larven, die je nach der Witterung in 10 bis 20 Tagen in Puppen verwandelt sind, um bald darauf als Schnakenbrut in sanft summenden Schwärmen aufzusteigen. Aus der Kenntnis ihrer Lebensgewohnheiten hat sich nach Erfahrungsberichten eine Art HDV der Schnakenbekämpfung entwickelt. Bei Eintritt der Frostperiode, in der die männliche Hausschnake abstirbt und nur die Weibdien in den Kellern überwintern, ist die beste Zeit für eine wirksame Vernichtung. Damit dürfte auch die Frage geklärt sein, die viele Einwohner unserer Stadt an die Spritzkolonnen der Arbeitsgemeinschaft zur Schädlingsbekämpfung stellen. Warum bekämpft man Schnaken nicht, besser im Sommer? Süddeutscher Rundfunk Mittwoch, 5. März 6.0« Frühmusik, 6.30 Morgengymnastik. 6.40 SOdwestdeutsch« Helmatpost, 6.56 Nachrichten, 7.00 Kath. Morgenandacht, 7.56 Nachrichten, 6.1S Morgenmusik, ».00 Nachrichten, 10.15 Schultumk, 11.00 Sendepause. 11-46 Landfunk. 12.00 NWDR Köln: Musik, 12.45 Nachrichten. 13.00 Echo aus Baden, 13.10 Musik, 14.00 Schufu nk, 14.50 Unterhaltungsmusik, 15.46 Kinderfunk, 16.00 Von Dichtern und Dichtung, 16.16 Konzertstunde, 17.00 Schwarz- walduhren. 17.15 Melodien aus französischen Singspielen. 17.40 Südwestdeutsche Helmatpost, 13.00 Jugendfunk, 18.18 Musik zum Feierabend, 19.00 Stimme Amerikas, 10.30 Innenpolitische Umschau.- 19.45 Nachrichten, 20.00 „Dag vergessene Wort“. 20.40 AbendmusUc, 21.45 Nachrichten, 21.50 Wir denken an Mlttel- utvd Ostdeutschland, 22.00 Zärtliche Welsen, 22.30 Film als Kunst, 22.45 Zeitgenössische Chormustk, 28.00 Technik und Seele, 28.45 Nachrichten. 23.50 Kleine Tagesbilanz, 0.05 Mitternacht in München. 1.00 Sendeschluß. Donnerstag. »• M&n 5.00 Frühmuslk, 6.40 Südwestdeutsche Heimatpost, 6.55 Nachrichten, 7.00 Kath. Morgenandacht. 7.56 Nachrichten. 8.00 Wir wollen helfen, 8.10 Wasserstände, 8.15 Morgenmusik, 9.00 Nachrichten. 10.15 Schulfunk. 10.45 Schumann — Liszt. 11.45 Landfunk, 12.00 Kulturelle Vorschau, 12.05 Musik, 12.46 Nachrichten. 13.00 Echo aus Baden, 13.10 Musik, 14.00 Schulfunk, 16.00 Nachmittagskonzert. 16.50 Für die Frau, 17.05 Hausmusik, 17.40 Stldwestd. Heimatpost, 17.55 Nachrichten, 18.00 Württemberg-Baden, alles vertauscht, 18.30 Alte und neue Liebeslieder, 19.00, Stimme Amerikas. 1930 Sport, 19.45 Nachriarten, 20.00 Frohes Raten — Gute Taten, 30.40 Für die reifere Jugend, 21.45 Nachrichten. 21.50 Sendung der US-Marsha.11- plan-Kommlsaion, 22.00 „Ich aber nannte ein Geschlecht, das starb“, 23.00 Orchesterkonzert, 23.45 Nachrichten. 23.50 Zum Tagesausklang. und Puppen, die zur Atmung an die Wasseroberfläche kommen müssen, ersticken in wenigen Minuten. Eine dritte Sorte von Schnaken, die Anopheles, eine malariaübertragende Fieberschnake, sind zwar in Deutschland ziemlich verbreitet, aber ihr Vorkommen ist örtlich verschieden. Die Angehörigen der US-Besatzungsmacht kennen sie besser und führen einen erfolgreichen „kalten Krieg“ gegen sie. In den nächsten warmen Tagen sind trotz Vorbeugungsmaßnahmen die ersten Sturmwellen der Schnakeninvasion zu erwarten. Aber sie werden in diesem Jahre nicht zur vollen Entfaltung kommen, da sie von der Arbeitsgemeinschaft der Karlsruher Schädlingsbekämpfer größtenteils in den Bereitstellungen vernichtet wurden. Der Rest wird z. Zt. noch am Boden zerstört. Allerdings wird es sich nicht völlig vermeiden lassen, daß auch im kommenden Sommer diverse Schnakengeschwader unser Stadtgebiet anfliegen werden, daß dennoch Legionen von Schnaken vernichtet oder zumindest dezimiert wurden, ist in der Hauptsache der Arbeitsgemeinschaft und den verständnisvollen Bürgern zu danken, die ihre Keller bereitwillig für die nun einmal notwendige Arbeit geöffnet haben. Kr. Herausgeber u. Chefredakteure: W, Baur; I. v.: H. Blume. Chef v. Dienst u. Politik: J. M. Goergen Wirtschaft: Dr Noll. Kultur und Feuilleton: Dr. O. Glllen. Beilegen: H. Doerrschuck. Lokales: J. Werner. 8portS Paul Schneider. Unverl. Manuskripte ohne Gewähr. Nachdruck von Orlglnalberlehten nur mit Quellenangabe, Drude: Badendruck GmbH. Karlsruhe St eilen-Angebote Großen Verdienst buch für Anfänger(in). Näheres unter K 945 K an BNN. TOdit. Olpier ges. Bosch, Karlsr., Karlstr. 1J2a, Telephon 4977. Mechaniker od. Schlosser, nur 1. Kraft, für sofortigen Eintritt ges. 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Das gesamte Handwerk unseres Dienstbezirks steht trauernd an der Bahre dieses uneigennützigen Förderers des Handwerks, der seit dem Zusammenbrucn unermüdlich seine ganze Kraft für den Wiederaufbau der Handwerksorganisation einsetzte. Sein Andenken wird im Handwerk unvergessen bleiben. Handwerkskammer Karlsruhe Di« Beerdigung findet dm Dienstag, dem 7. 3., 12.30 Uhr, auf d. Hauptfriedhof statt. Schneilranker! Unermüdliche Blüherin und eine der schönsten Schlingpflanzen sind die CALYBTEGIEN, auch Schneliranker genannt Den ganzen Sqvnmer hindurch sind sie mit großen Mengen dicht- gefüllter ^artrosa Blüten, die an gefüllte Clematis erinnern, bedeckt. Sie klettern schneit, eignen sich vorzüglich zur Bekleidung von Baikonen, Veranden, Lauben, Spalieren, Mauern und Gräbern. Sind vollständig winterhart u. halten den strengsten Winter jahrelang ohne Deckung aus. 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März, fl vormittags 10.30 Uhr, in der fl SCHAUBUR G| Khe., Marien.tr. 16, Tel. 7986 ein einmaliges Gastspiel LUISE ULLRICH und des Münchener Künstlerensembles düf ’Dt’Uiß M. bis # WiüekAiß Donnerstag, den 9. März 1958 im Saal Kronenhalle, Kronenstr. 3. Die ermäßigten Preise des Winterschaiqverkauts werden audt weiterhin beibehalten I Textilien eingetroffen:_ Unterwäsche für Winter und Sommer Arbeitskleidung z. B. Arbeitskombination 17.50 Guterh. Kinderklappstuhl mit Ausziehtisch zu kauf. ges. Hel. Erb, Hagsfeld, Karlsruher Str. 14a. Flügel od. Tafelklavier v. Gesangverein zu kauf. ges. E3 unter K 948 K an' BNN. Karlsruhe, den 6. März 1950. Beerdigung am Dienstag, dem 7. März 1950, um 14.30 Uhr, Durlach, Bergfriedhof. 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Unerwartet rasch ist nach kurzer, schwerer Krankheit unser lieber Sohn, Bruder und Onkel Anton Liebhauser Metzgermeister kurz vor Vollendung seines 42. Lebensjahres am Morgen des 6. März still und sanft entschlafen. Bauerbadt, 6. März 1950. Die trauernden Hinterbiieb.: Luise Liebhauser geb. Ries und Angehörige. Beerdigung: Mittwoch, 8. 3., 15 Uhr. STATT KARTEN Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Tode meines lieben Mannes Josef Gegenheimer für die schönen Kranzspenden u. Begleitung zur letzten Ruhestätte, sage ich allen herzlichen Dank. Be- sond. Dank auch für den ehr. Nachruf d. Postamtes II und die Kranzniederlegung, sowie auch dem Gesangverein Rheingold für den erhebenden Grabgesang, im Namen aller Angehör.; Frau Franziska Gegenheimer Amtliche Bekanntmachungen Unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Oma Frau Anna Röfjler Wwe geb. GeiBler ist am Samstag im Alter von iTt e 74 Jahren sanft entschlafen. In tiefem Leid: Olga RÖftler Familie Willy RöBler, Köln-Dellbrück, Familie Helene Fischer geb. Rößler Olivos, Argentinien Khe., den 6. März 1950. Hübschstraße 42 Feuerbestattung: Dienstag, den 7. März 1950, 11.30 Uhr. i Die Lackfabrik Kluth, Karlsruhe, Moitkestrafie 18—20, beabsichtigt, in ihrem Betrieb auf dem genannten Anwesen eine Lackküche ein- zurichten, die nach § 16 der Gewerbeordnung genehmigungspflichtig ist. Etwaige Einwendungen gegen das 1 beabsichtigte Bauvorhaben sind binnen 14 Tagen, vom Tage des i Erscheinens dieser Bekanntmachung an gerechnet, schriftlich oder zu ; Protokoll bei der Stadt. Bauaufsichtsbehörde, Neues Rathaus, an- i zubringen, widrigenfalls alle nicht 1 auf privatrechtlichen Titeln ruhen- | den Einwendungen als versäumt ! gelten. . Gesuch und Pläne liegen während dieser Zeit im Neuen Rathaus beim Sekretariat der Bauaufsichtsbehörde i (Zimmer 440) zur Einsichtnahme auf. Karlsruhe, den 3. März 1950. Der Oberbürgermeister. 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Einäscherung findet In aller Stille statt. ■fl| I Unbändig sind sie in ihrer Lebenslust durch diese Nahrung-sie ist reine Energie DANKSAGUNG! Für die erwiesene herz!. Anteilnahme und die schönen Blumenspenden beim Hinscheiden meiner Ib. Frau Sophie lost geb. Zendt spreche ich auf diesem Wege meinen herzlichen Dank aus. Gustav Jost. Khe.-Neureut, Gildestraße 23 Mein lieber Mann, unser lieber Vater, Sohn u. Bruder, Leopold Lutz ge- Ist für immer von uns gangen. In tiefer Trauer: Eva Lutz geb. Heinzerling, Kinder: Lotte u. Kriemhilde. Mutter: Karoline Lutz geb. Nagel u. Geschwister. Hagsfeld, An der Bahn 6a. Beerdigung: Mittwoch, den 8. März, 15 Uhr, Frdh. Hagsf. 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