Verlag n. Scbriftleitung Mannheim. R 3. 14—15 Fernr.-8ammel-Nr. 35421 Erscheinungsweise: 7 X wöchentl. Znr Zelt Ist Anzeigenpreisliste Nr. 13 gültig. - Zahlung»* and Erfüllungsort Mannheim. Samsta|-Ausgab« NS - T AGESZEITIIN G FÜR SMUitter MANNHEIM U. NORDBADEN Bezugspreis frei Baas 2.— RM. einschL Trägerlohn, durch die Post 1.70 RM. (einschließlich 81 Rpfg. Postzeitungsgebühren) zuzüglich 42 Rpfg. Bestellgeld. - Einzelverkaufspreis 10 Rpfg. 12. lahrgang Nummer 212 Mannheim, 12. September 1942 Auf dem Weg des geringsten Widerstandes Neue britisdie Ranbnberfälle / Frankreidi gedenkt der Verteidiger Madagaskars Ersatz für zweite Front? (Von unserer Berliner Schriftleil^ing) Bs. Berlin, 11. September. Stalin, dessen Armeen an der Wolga, im Kaukasus und an der Schwarzmeerküste einen verzweifelten Kampf führen, um bis zum Binbruch des Winters Zeit zu gewinnen, und das drohende Schicksal noch einmal abzuwenden, wird in Churchills neuem Raubzug gegen Madagaskar keinen Ersatz für die im Moskauer Kriegsrat gegenüber Churchill aufs neue geforderte zweite Front sehen. Der englische Ministerpräsident zieht es vor, die leichter zu realisierenden eigennützigen Beschlüsse des in Kairo abgehaltenen Kriegsrates in die „Tat“ umzusetzen. Nach der Katastrophe von Dieppe ist er schnell wieder, seiner alten Methode getreu, den Weg des geringsten Widerstandes gegangen und sucht billigen Lorbeer weit ab von den eigentlichen Fronten. In den frühen Morgenstunden des Donnerstags griff die britische Flotte Madagaskars Küstenstädte Majunge, Morondava und Nosi-Be an. Triumphierend verkündet nun Churchill Im Unterhaus, daß gegen geringfügigen Widerstand die genannten Städte eingenommen worden sind. Die Empörung in Frankreich, und zwar im besetzten wie im imbesetzten Gebiet, ist einmütig und groß. Die französische Regierung in Vichy hat aufs schärfste gegen den neuerlichen Überfall auf Madagaskar protestiert. In Beantwortung einer britischen Note, in der frech behauptet wird, Frankreich habe Japan das Recht zugestanden, Erkundungsflüge über Madagaskar zu» unternehmen, erklärt die französische Regierung, daß an dieser Behauptung kein wahres Wort sei. Ebenso wird die Unterstellung energisch zurückgewiesen, daß japanische U-Boote in den Gewässern um Madagaskar operierten. Die Tatsache, daß die USA, die bis heute noch einen eigenen Geschäftsträger in Vichy unterhalten, dem englischen Übergriff ihre ausdrückliche Billigung erteilt haben, wird mit besonderer Empörung verzeichnet. Die Verlautbarung der französischen Regierung, die von der neuen britischen , Landungsoperation in der Morgenfrühe des 10. September Mitteilung machte, schließt mit den Worten: „Franzosen werden diesen unquaiiflzier- ten Angriff brandmarken, und ihre Gedanken und GefUhle werden bei den heldenmütigen Verteidigern sein, die den ungleichen Kampf für die Interessen und die Ehre Frankreichs auszufechten haben.“ Der erste Überfall auf Madagaskar erfolgte vor reichlich vier Monaten am 5. Mai. Die französischen Land- und Seestreitkräfte setzten dem britischen Landungsversuch in der Couriere-Bai einen unerwarteten Widerstand entgegen, mußten aber am 14. Mai Hamburg, 11. September. (HB-Punk) Heute wurde im Hamburger Rathaus in Anwesenheit des indischen Freiheitsführers Subhas Chandra Bose die „Deutsch- Indische Gesellschaft in Hamburg“ gegründet. Bei der sich anschließenden Gründungsfeier begrüßte Reichsstatthalter Kaufmann die indischen Gäste, zahlreiche Vertreter von Staat, Partei und Wehrmacht sowie führende Persönlichkeiten der an den deutsch-indischen Beziehungen interessierten Kreise aus Wissenschaft, Kunst und Wirtschaft. Der Präsident der Vereinigung zwischenstaatlicher Verbände und Einrichtungen, Vl- Obergruppenführer und General der Polizei Lorenz, betonte in seiner Ansprache, daß die Deutsch-Indische Gesellschaft gerade zu einem Zeitpunkt gegründet werde, wo Indien um seine Freiheit kämpfe. Deutschland bringe dem indischen Freiheitskampf besonderes Verständnis und wärmste Sympathien entgegen. H-Obergruppenführer Lorenz dankte sodann allen Herren, die sich um das Zustandekommen der Deutsch-Indischen Gesellschaft verdient gemacht haben, insbesondere dem Reichsstatthalter Kaufmann* sowie den Staatssekretären Keppler, Gutterer und Conti, die das Ehrenpräsidium der neugegründeten Gesellschaft übernommen haben; in Bürgermeister Krogmanh begrüßte er den Präsidenten der Deutsch-Indischen Gesellschaft. Bürgermeister Krogmann wies anschließend auf die langjährigen geistigen und Diego Suarez aufgeben. Offenbar lag «den Engländern sehr an diesem Hafen auf der Route nach Indien und zum Suezkanal. Nach ihrem Anfangserfolg besetzten die Engländer den äußersten Norden der Insel. Dann ergab sich eine Art Status quo derart, daß die Engländer den nördlichen und die Franzosen den südlichen Teil der Insel beherrschten. Der britische Angriff des 5, Mai wurde am 2. Juli zum Abschluß gebracht durch die Besetzung der Insel Majotte im äußersten Norden der Straße von Mozambique, die Madagaskar vom afrikanischen Kontinent trennt, l^e Hoffnung der Engländer, den Generalgouvemeur Anet, die französischen Kolonisten und die Eingeborenenbevöjkerung von Vichy abtrünnig machen zu können, seheiterte. Der neuerliche Angriff auf Madagaskar hat wohl als nächsten Zweck, alle Häfen in die Hand zu bekommen, die sich als Versorgungsstellen der britischen Schiffe und Konvois eignen, die vom Kap aus in Richtung Rotes Meer fahren. Darüber hinaus ist auch diese typisch englische Aktion ein. Piratenakt großen Stils, dessen Ziel ’die dauernde Inbesitznahme der reichen Kolonie ist, wenn es auch im britischen Kriegsbericht aus Madagaskar vorerst heißt: „Die Regierung Seiner Majestät hat keine territorialen Ansprüche auf Madagaskar. Madagaskar bleibt französisch“. Mit solchen Beteuerungen ist der Weg des Empire gepflastert. . England, das Madagaskar nahm, und die USA, die kürzlich Truppen nach Belgisch- Kongo schickten, versuchen wenigstens aus der großen Konkursmasse ihrer Macht- und Einflußzonen den afrikanischen Kontinent zu sichern. Sie können hier wie in Mittel- und Südamerika und im Mittleren Osten vorerst in Ermangelung eines echten Gegners billige Erfolge erringen, die ihnen aber keinen Ausgleich bieten für die schwären Niederlagen in Asien, in Europa, an den Küsten des Mittelmeeres und die Mißerfolge auf allen sieben Weltmeeren! Die Massaker der britischen Polizei in Indien, das brutale Vorgehen gegen die NSG Straßburg, 11. September. Gauleiter und Reichsstatthdlter Robert Wagner unterrichtete sich gestern persönlich vom Stand der Luftschutzeinrichtungen in Straßburg. In einer Luftschutzpolizei- Unterkunft dankte er in einer Ansprache vor den im Hofe ängetretenen Mannschaften zunächst für deren tapferen Einsatz in Karlsruhe. Er wiederholte dabei die Hauptpunkte seiner soeben veröffentlichten Anweisung für luftschutzmäßiges Verheilten bei Fliegeralarm und Fliegerangriffen. Es könne gar nicht genug Sand und Wasser bereitgestellt werden. Während eines Anwirtschaftlichen Beziehungen zwischen Indien und Deutschland, insbesondere der Handelsstadt Hamburg, hin. Aufgabe der Deutsch-Indischen Gesellschaft werde es sein, die Freundschaft zwischen den beiden Völkern zu vertiefen, in Deutschland Verständnis für den indischen Freiheitskampf zu wecken und um die Verbreitung deutscher Kultur in Indien bemüht zu sein. Sodann sprach der indische Freiheitsführer Subhas Chandra Bose. Er führte unter anderem aus, die Briten hätten, als es ihnen gelungen war, ihre Herrschaft über Indien zu errichten, ihr Bestes getan, um alles Indische als möglichst minderwertig hinzustellen. Als Indien moralische Hilfe brauchte, hätten deutsche Denker und Gelehrte Indien und seine Kultur entdeckt. Dies sei eine Tatsache, die das indische Volk nie vergessen werde. Und dieses kulturelle Band, frei von allen selbstsüchtigen und materiellen Interessen, habe bis heute die Grundlage aller deutsch-indischen Interessen abgegeben. Nach diesem zunächst rein kulturellen Interesse für'Deutschland sei'man in Indien allmählich von der politischen Entwicklung und Erstarkung des deutschen Volkes angezogen worden. Seit 1938 habe er, so erklärte Subhas Chandra Bose, unentwegt die Idee verfochten, daß dieser Krieg'für Indien eine goldene Gelegenheit zur Erringung seiner Unabhän-r gigkeit bedeute und daß Indien sich mit den Feinden des britischen Imperialismus zusammenschließen und mit ihnen kämpfen müsse. Das indische Volk sei überzeugt, daß .Großbritannien in diesem Kriege besiegt werde und daß sein Weltreich der. Auflösung entgegengehe. Bevölkerung des Iran und des Irak steht auf demselben Niveau zynischster und gewissenlosester Kriegführung. Selbst das englische Volk hat allmählich ein klares Gefühl für die zunehmende militärische Ohnmacht Englands. Bezeichnend ist die Tatsache, daß auf dem englischen Gewerkschaftskongreß in Blackpool ein Entschließungsantrag, der die sofortige Organisierung einer zweiten Front verlangte, mit .3 584 000 Stimmen gegen 1526 000 Stimmen abgelehnt wurde. Das ist die Lehre von Dieppe und das Eingeständnis, daß England die Hilfeforderung Stalins nicht erfüllen kann! Verzweifelt hofft man stattdessen in London, daß die Sowjets sich selber helfen und Stalingrad das „rote Verdun“ bleiben möge, an dem sich die deutschen die Zähne ausbeißen. Wie schwer auch der Kampf um diese zentrale letzte Stellung der Sowjets vor der Wolga ist, die Berichte des deutschen Oberkommandos der Wehrmacht machen kein Hehl aus ihrer Härte und Schwere, so wird das Ergebnis der Kämpfe um Stalingrad, wie selbst ein neutraler Beobachter, der militärische Mitarbeiter der schwedischen Zeitung „Dagens Nyheter“ feststellt, „wahrscheinlich ein anderes sein, als bei Verdun“. Ohne daß damit schon ein Ende der Schlacht um das zäh verteidigte Stalingrad abzusehen ist, so bedeutet es doch einen Beweis für den durchaus aussichtsreichen Verlauf der schwersten Schlacht dieser Sommeroffensive, wenn das OKW am Freitag melden kann, daß in harten Kämpfen die Befestigungsanlagen südlich der Stadt durchbrochen wurden und nunmehr auch dort die Wolga erreicht ist» Zwei neue Eichenlaubträger Berlin, 11. Sept (HB-Funk) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Ejiemen Kreuzes an-Raupt- mann Wilcke, Kommodore eines Jagdgeschwaders, und an Hauptmann Müncheberg, stellvertretender Kommodore eines Jagdgeschwaders. griffs dürfte sich niemand von dem Gedanken beherrschen lassen: Wie schütze ich mein eigenes Leben und meinen eigenen Besitz? Vielmehr müsse jeder von dem Gedanken geradezu besessen sein: Wie wende ich die allgemeine Gefahr ab? Alles, was Hände habe, solle sich sofort auf Brandbomben stürzen und sie gegebenenfalls mit Schippen auf die Straße werfen. Wer seine Luftschutzpflicht versäume und bei der Durchführung vorbeugender Maßnahmen nachlässig sei, verrate die Gemeinschaft. Wer in entscheidenden Notfällen ängstlich im Luftschutzkeller bleibe, werde zur Verantwortung gezogen. Hamburg Die Gründung der deutsch-indischen Gesellschaft ist ein Bekenntnis Deutschlands zu dem um seine Freiheit ringenden indischen Volk. Als ein Kulturfaktor ersten Ranges hat Indien den Anspruch darauf, in den Kreis der unabhängigen Nationen zurückzukehren, kraft seiner Volkszahl, seines geistigen Gehaltes und seiner wirtschaftlichen Bedeutung an' der Herstellung einer neuen Weltordnung mitzuwirken. Darin muß man den Sinn dieser Gründung erkennen, die in Hamburg vollzogen wurde. Nicht ohne tiefere Bedeutung ist die H a n s e-' stadt zum Ort de* Kundgebung gewählt worden, denn mannigfach sind die Fäden, die von hier aus mit Indien geknüpft wurden, dessen Kunst und Kultur so viele Bewunderer in Deutschland gefunden haben. Auch die wirtschaftlichen Beziehungen sind vielfältiger Art, beiden "Ländern zu nutzen und immer wieder erneuert, wie oft auch England sie zu stören versuchte. Die Rückkehr Indiens in die Reihe der souveränen Nationen wird die beste Gewähr dafür bieten, daß sich das indische Volk in Zukunft frei und unbeeinflußt entwickeln kann, um jenen Wohlstand zu genießen, den der hohe Stand der Zivilisation allen Völkern bietet. Wenn der größte Teil des indischen. Volkes heute n<5ch in unbeschreiblicher Armut , lebt, so ist dies allein der Haßwille Englands gewesen, das damit aber auch jeglichen Anspruch auf eine führende oder auch nur mitwirkende Rolle in Indien verloren hat. Absage an England und Appell an den Freiheitsgeist der Inder war deshalb auch der Kern der eindrucksvollen. Hamburger Rede Böses. Männer und Maßnahmen Berlin, 11. September. Einige Monate sind vergangen, seit der Verfasser einen Abend mit einem der erfolgreichsten deutschen Jagdflieger verbrachte. Es war der „Jäger von Afrika“, Oberleutnant Hans Joachim Marseille, der in diesen Tagen vom Führer mit den Brillanten zum Eichenlaub mit Schwertern ausgezeichnet wurde. Jetzt hatten wir in Berlin eine Begegnung mit dem Bezwinger des Elbrus, dem Hauptmann einer Gebirgsdivision, Heinz Groth. Und dann die vielen Unterhaltungen mit Freunden und Kameraden, die von der Front kommen, jungen und alten, Schützen und Generalen, Männer aller Wehrmachtsteile aus den verschiedensten Frontabschnitten. Sucht man nach dem Gemeinsamen, was nicht aus den Worten dieser Männer spricht, sondern was ihre Persönlichkeit ausstrahlt, was ihre Taten erklärt, so ist es eben die Persönlichkeit, und zwar genau gesagt, die disziplinierte Persönlichkeit, die also nicht zunächst sich selber sieht, sondern ohne groß davon zu sprechen, die größere Einheit, die Truppe und dann Volk und Reich. Wie erklärt es sich, daß ein Mann an der Afrikafront an §inem Tag ganz allein zwei feindliche Jagdstaffeln abschießen kann, obwohl die englischen und nordamerikanischen Maschinen, mit denen er sich herumzuschlagen hat, kaum seiner Me 109 technisch unterlegen sind? Sieht man dieses angespannte Jägergesicht des jungen Oberleutnants, das in manchen Augenblicken, wo er erzählend den Kampf roit dem Gegner nacherlebt, ungeheure Konzentration zeigt, und ihn dann an einen Falken erinnern läßt, so spürt man, daß man es nicht mit einem Einzelfall zu tun hat, nicht mit einem kriegerischen Genie, sondern mit einem aufs höchste gesteigerten Typus. Marseille ist der Luftkampf gar nicht so leicht geworden. Sein Können ist ihm nicht angeflogen. Die Tatsache, daß er am Beginn seiner Kampftätigkeit in sieben Luftgefechten viermal dem Gegner unterlag, zeigt das. Aber wenn er abgeschossen wurde, litt' darunter sein Kampf- wille nicht. Er verlor nicht an Herz. Der Wille, des Gegners Herr zu werden, steigerte sich und rief ihn dazu, in ruhelosen Nachtstunden jede einzelne Phase, jeden Handgriff des nur wenige Minuten, manchmal nur Sekunden dauernden Duells in der Luft in Gedanken zu überprüfen. Er hat solange überlegt, bis er neue Möglichkeiten fand, die Me, das schnellste Jagdflugzeug der Welt, noch wendiger für den Luftkampf zu steuern und bis er eine Methode entwickelte, die ihm weit größere Abschußmöglichkeiten bot als alles, was er zuvor gelernt hatte. Der Oberleutnant Marseille mit seiner ganz ungewöhnlichen Erfolgsserie an der Afrikafront steht hier als ein Beispiel für viele. Das gleiche gilt von dem Häuptmann der Reserve Heinz Groth, Richter von Zivilberuf, leidenschaftlicher Sportler auf den verschiedensten Gebieten. Die Bezwingung des Elbrus im wüsten Schneesturm, der nur eine Sicht von 2—3 Metern erlaubte, ist eine sportliche Tat, nur eine Zugabe zu einem kühnen militärischen Unternehmen, dfis die Eroberung und Besetzung der Pässe des Elbrusgebietes erstrebte und erreichte. Auch hier ist das Typische wieder, was uns in Hauptmann Heinz Groth in hochgesteigerter Form entgegen tritt: die Härte, die das Letzte aus den Menschen herausholt. Überlegenheit des Willens, die sich mit Überlegenheit des kriegerischen Instinkts und der Intelligenz paart und so die Führerpersönlichkeit entstehen läßt. Wir haben solche Männer nicht nur an der Front. Nicht nur im Soldatischen, das unserem Volk angeboren ist und durch Erziehung der Jahrhunderte zur hohen Form gesteigert wurde, können sie sich auswirken und uns damit eine Überlegenheit geben, die in den Siegen gegen einen zahlenmäßig stärkeren Gegner sich dokumentiert. Es würde nicht schwer fallen, dem auf der p o- litischen Ebene Beispiele anzureihen. Man denke nur an den Reichsmunitionsminister T o d t, oder man denke an Albert Speer. Aber es sind nicht nur die Männer, es sind genau so die Maßnahmen, die uns die Kraft zum Siege geben. Es sind noch nicht sehr viele Jahre vergangen, wö man bei uns vor allem von den Maßnahmen alles erwartete. Das war die Zeit, in der das Verfassungsentwerfen, das Programmschmieden in hoher Blüte stand. Die Engländer ihrerseits haben das Sprichwort „Männer, nicht Maßnahmen“, worauf sie sich viel zugute getan haben und wonach sie sich in ihrem Leben wirklich richteten. Dieser Krieg hat bewiesen, daß die komplizierte Form hochindustrialisierter Massenvölker so nicht zu bewältigen ist, jedenfalls dann nicht, wenn schwierigere Zeiten eintreten. Nation und Staat müssen in ihrer Form aber von vornherein auf diese schwierigen Zeiten, auf Krisenzustande, auf die Existenzprobe, also auf den Krieg ausgerichtet sein. Die autoritäre Regierungsform, die sich nicht neben das Volk stellt, sondern aus dem Volk erwächst und die Energien des Volkes durch Massenorganisationen in Subhas Chandra Bose über deufsdi-indisdie Zusammenarbeit Gründung einer Deutsch-Indischen Gesellschaft in Nadilässigkeif im Lnitsdiuti isl Verrat am Volk! Gauleiter Robert Wagner besichtigt Straßburger Luftschutzeinrichtijngen Bahnen lenkt, wo sie dem Ganzen dienstbar gemacht werden, ist von unseren Feinden als das Ziel herausgestellt worden, gegen das sich angeblich dieser Krieg richtet. Der portugiesische Ministerpräsident, Professor S a 1 a z a r, hat vor einigen Monaten die Engländer in sorgfältig abgewogenen Formulierungen auf die Unsinnigkeit eines solchen Kriegszieles hingewiesen. Er erwähnte, daß Einrichtungen und Formen der autoritären Staaten von dem gleichen England immer' stärker übernommen würden. Von den USA gilt das trotz aller Beschwörungen der Verfassung und der Demokratie vielleicht in noch stärkerem Maße. Das Wirtschafts - und Arbeitsleben wird immer stärker autoritär planend geleitet, wobei über liberale Begriffe der Freizügigkeit und eigenen Entscheidungsgewalt schnell hinweggegangen wird. Nun ist Roosevelt noch einen Schritt weitergegangen, als er dem Kongreß bedeutete, er würde aus eigenem Recht alle nötigen Wirtschaftsmaßnahmen treffen, wenn der Kongreß die Forderungen des Präsidenten nicht bewilligt. Im Prinzip ist damit eine Diktatur des Präsidenten verkündet worden, gleichgültig, ob sie nun in der Form in Erscheinung tritt oder nicht, da ja möglicherweise Roosevelts Drohung ausreicht, um die USA-Abgeordneten ihren englischen Kollegen anzupassen, also zu reinen Jasagern zu machen. Im ersten Weltkrieg, der von unseren Feinden mit der Parole „für parlamentarische Demokratie“ geführt wurde, sind Demokratie und Liberalismus begraben worden. Für die harte revolutionäre Zeit, die 1914 begonnen hat, erwiesen sie sich als unbrauchbar. In den besiegten Völkern, wo der Notstand sofort offen zutage trat, mußten daher zuerst neue Formen entwickelt werden, wobei daran zu erinnern ist, daß Italien auch zu den politischen und wirtschaftlichen Besiegten des ersten Weltkrieges gehörte. So wenig wie jemand in diesem Maschinenzeitalter mit der Handarbeit der Konkurrenz der Maschine standhalten kann, so wenig kann im Krisenfalle heute ein Staat noch mit den politischen Formen des Bieder- wenig kann im Krisenfalle heute ein Staat noch mit den politischen Formen des Biedermeiers oder des Frühkapitalismus sein Dasein behaupten. Unsere Feinde widerlegen daher notgedrungen mit jedem Monat des Krieges immer offener ihre Krlggsparole. Aber ihre Innere Geschlossenheit und damit ihre Erfolgsaussichten in diesem Ringen wachsen mit der Nachahmung erprobter Formen der autoritären Staaten nicht, weil der Gleichgang zwischen Haltung und Wünschen des Volkes und diesen neuen Formen nicht besteht. Was bei uns aus Gefühl und freiem willen der Millionen erwuchs, um dann zur Form der ganzen Nation zu werden, zwingt der Krieg den innerlich widerstrebenden Massen unserer angelsächsischen Feinde auf. Sie übernehmen daher Formen ohne den Geist, der diese Formen erst zu wertvollen Helfern bei der Erringung des Sieges macht. Georg Schröder. Arbeitseinsatz und Leistungssteigerung Weimar, 11. Sept. (HB-Funk) Unter der Leitung des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, Gauleiter und Reichsstatthalter S a u c k e 1, begann am Donnerstag in Weimar eine zweitägige Arbeitstagung der Präsidenten der Landesarbeitsämter, der Reichstreuhänder der Arbeit des Großdeutschen Reiches sowie' aller Leiter der Arbeitsämter. Ihre über die Grenzen des Reiches hinausgehende Bedeutung kommt in der Teilnahme der deutschen Dienststellen des Arbeitseinsatzes in den besetzten Gebieten, im befreundeten und neutralen Ausland zum Ausdruck. Der Präsident des Landesarbeitsamtes Mitteldeutschland, Gauleiter Professor Jung, eröffnete die Tagung, die mit einer Reihe von Fachreferaten führender Männer der Arbeitseinsatzverwaltung und des Arbeitsstabes des Generalbevollmächtigten über Gegenwartsund Zukunftsaufgaben des Arbeitseinsatzes begann. Der stellvertretende Beauftragte für den Vierjahresplan, Staatssekretär Körner, entbot die Grüße des Reichsmarschalls und würdigte dann das Wirken der Arbeitseinsatzbehörden im Rahmen des Vier jahresplanes mit einem kurzen Rückblick auf ihre bisherige Wirksamkeit zur Sicherstellung der erforderlichen Arbeitskräfte für die deutsche Wirtschaft. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter und Reichsstatthalter Sau ekel, dankte seinen Mitarbeitern für die Unterstützung bei der Erfüllung seiner Aufgaben und begründete die Notwendigkeit, der deutschen Wirtschaft alle die Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen, die sie zur Bewältigung ihrer Aufgaben im Kampfe des Reiches .notwendig hat. Zum Schluß sprach Reichsminister und Reichsleiter Rosenberg. Neuer französischer Minister Vichy, 11. September. (HB-Funk) Der franz. Landwirtschafts- und Versorgungsminister le R o y-L a d u r i e hat seinen Rücktritt eingereicht, der von Regierungschef Laval angenommen wurde. Zum Nachfolger wird der bisherige Staatssekretär in den beiden Ministerien, Bonnafous, ernannt werden. Tochter Pandit Nehrus verhaftet Bombay, 11. September. (Eig. Dienst) - Im Verlauf einer Demonstration verhafteten die britischen Behörden die Tochter des Nationalistenführers Pandit Nehru, Frau Indiara Gandhi und deren Gatten, Fe- rote Gandhi. Beide wollten auf einer Protestkundgebung sprechen. Gegen die demonstrierenden Inder ging die britische Polizei mit Lahtis vor. Über die Stadt wurde erneut das polizeiliche Ausgehverbot von 19.30 bis morgens 6 Uhr für eine Woche verhängt. Bombenanschläge auf eine Kaserne ln Damaskus. Auf eine Kaserne in Damaskus wurde ein Bombenanschlag verübt. Sieben Personen wurden dabei getötet und elf Senegalschützen verletzt. Tief unter uns steht Slalingrad in Flammen Rauchfahnen und Feuersglut weisen unseren Nachtjägern den Weg PK. Stalingrad, im September. Durch die mondhelle Sommernacht fliegen wir nach S t a 1 i n g r a d. Es ist heute leicht, den Weg zu finden: der Hümmel wölbt sich sternklar und wolkenlos, im bleichen Licht des Vollmondes hebt sich jede Einzelheit dort unten am Boden scharf ab, das silberne, vielgeschlungene Band von Flüssen glitzert herauf. Überdies kennt jeder Mann der Besatzung das Gelände schon von früheren Flügen. Denn seit über einer Woche bereits dauern die pausenlosen Tag- und Nachtangriffe unserer Luftwaffe gegen die zur Festung ausgebauten Industrie- und Hafenstadt an der Wolga an. Seit über acht Tagen vergeht keine Minute, an der nicht die Motoren deutscher Kampfoder Sturzkampfflugzeuge über der Stadt brummen, die Stalins Namen trägt, und Millionen Kilogramm Sprengstoff sind in Form von Spreng- und Brandbomben' aller Kaliber auf dieses letzte große Widerstandsnest der Bolschewisten an der Schwelle nach ‘ Asien niedergerauscht. Auch unsere „Caesar-Nordpol“ trägt äußer der „Musterkollektion“ ln den Bombenschächten noch einen „schweren Koffer“ unter dem Bauch. Aber diese Last von mehreren Zentnern macht unserer braven He 111 nichts aus. Gleichmäßig, fast einschläfernd, brummen ihre 2000 Pferde starken Motoren, scheinbar mühelos gewinnen wir Höhe. Einige Platzrunden haben wir schon gedreht, denn bis Stalingrad müssen wir soviel Raum zwischen uns und der Erde haben, daß uns die Flak der Sowjets mit ihren Geschützen und Scheinwerfern nicht mehr arg zusetzen kann. Obgleich alle Lichter und Lampen ausge- schaitet sind, ist es so hell im Flugzeug, daß man Zeitung lesen könnte. Der fahle Schein des Mondes fällt durch das Dach des Funkers und die Seitenfenster und hüllt alle Dinge in ein kaltes, bläuliches Licht. Die sonst so vertrauten Waffen, die MGs und die Kanone in der Bodenwanne, werfen fast gespenstische Schlagschatten 1 . Der Fahrtwind braust in den Verkleidungen, wie losgelöst von Zeit und Raum, einsam wie ein Weltraumschiff ziehen wir unsere Bahn. Unsere Gedanken sind noch bei den Kameraden, 1 die unten am Lagerfeuer sitzen. Abends, wenn die Nachtkälte hereinbricht, zünden wir den Holzstoß an 1 und machen damit richtige Soldatenrofnantik lebendig. Dann werden fröhliche Erinnerungen ausgepackt. Erinnerungen an Erlebnisse in Frankreich, in Italien, in Afrika, in Norwegen oder in der deutschen Heimat. Weiß der Himmel, sie sind schon weit herumgekommen, unsere Flieger. So klönen wir, bis eine Besatzung nafch der anderen ins Dunkel verschwindet und zu ihrer Maschine geht. Denn ein Flugzeug nach dem anderen startet in kurzen Zeitabständen zum Flug nach Stalingrad. Der a 11 n ä c h 11 i c h e „T u r n“ Absprunghäfenheimathorst, via Stalingrad ist fast schon zur lieben Gewohnheit geworden. Der Kurs ist ja auch gar nicht zu verfehlen: Vom Die Wolga audi sndlidi Aus dem Führerhauptquartier, 11. Sept Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekadht: Bei Noworossijsk und am Terek-Abschnitt gewinnt der Angriff deutscher und verbündeter Truppen in schweren Kämpfen weiter Raum. Im Festungskampffeld von Stalingrad nimmt die Schlacht ihren Fortgang. In harten Kämpfen wurden Befestigungsanlagen südlich der Stadt durchbrochen und nunmehr auch dort die Wolga erreicht. Entlastungsangriffe des Gegners scheiterten. Kampffliegerkräfte führten heftige Angriffe gegen Schwerpunkte des feindlichen Widerstandes und bekämpften Truppenbereitstellungen des Sowjets. Im Raum von Rschew führten eigene Angriffe zu örtlichen Erfolgen. 'Gegenangriffe des Feindes wurden blutig abgewiesen und dabei 22 Panzer abgeschossen. Südlich des Ladogasees und vor Leningrad scheiterten erneute Angriffe des Feindes. In diesen Kämpfen wurden bei Übersetzversuchen über die Newa 25 Boote der Sowjets vernifhtet. Nach vereinzelten wirkungslosen Tages- von Slalingrad erreidit störflügen griffen Verbände der britischen Luftwaffe in der vergangenen Nacht mehrere Orte Weatdeutschlands an. Vor allem in Wohnvierteln der Stadt Düsseldorf entstanden zahlreiche Brände sowie Saeh- und Gebäudeschäden. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. Nach bisherigen Meldungen schossen Nachtjäger und Flakartillerie 31 der 'angreifenden Flugzeuge ab. Außerdem wurden im Kanal, über der Nordsee und über der Deutschen Bucht durch leichte deutsche See- streitkräfte und Marineartillerie drei feindliche Flugzeuge zum Absturz gebracht. An der englischen Südküste griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge ein britisches Vorpostenboot an, das nach Bombentreffern schwer beschädigt liegen blieb. Bei einem Angriff englischer Schnellboote auf ein deutsches Geleit im Kanal erzielten die deutschen Sicherungsstreitkräfte auf einen der angreifenden Boote so schwere Treffer, daß mit seinem Verlust gerechnet werden kann. Weitere Boote wurden beschädigt. Ein Nacht-Jagdkorps der deutschen Luftwaffe erzielte in der vergangenen Nacht seinen eintausendsten Abschuß. 28 Millionen Besledrangsdollar für Südamerika Der Kampf um die Neutralität / Zum Südamerika-Programm Roosevelts Buenos Aires, 11. Sept. (Eig. Dienst) Argentinien fühlt sich durch den Lauf der Dinge gezwungen, seine außenpolitische Haltung amtlich festzulegen. Vorerst versuchen die Parteien untereinander einmal klarzuwerflen. Die nationaldemokratischen Fraktionen des Senats schlossen sich dem bisher von der argentinischen Regierung gesteuerten Neutralitätskurs an. Die Beschlüsse der Rfb-Konferenz bedeuten keine automatisch bindenden Verpflichtungen für die südamerikanischen Länder, so wurde in einer Fraktionsentschließung erklärt. Die radikalen Parteien sprachen sich, wie nicht anders zu erwarten war, für den Abbruch der Beziehungen zur Achse aus. Die argentinische Regierung verfügte jetzt die Unterbringung der Graf-Spee-Be- satzung in ein Konzentrationslager. Das Südamerika-Programm Washingtons sieht vor, die ibero-amerikanischen Staaten in den Krieg zu hetzen, sich der Rohstoff- und sonstigen Wirtschaftsquellen Südamerikas zu bemächtigen und durch militärische Besetzung die letzten Reste einstiger Unabhängigkeit zu beseitigen. Brasilien war das erste Opfer und wurde bereits in den kolonialen Zustand gedrängt. Roosevelts Kommissar für Südamerika, Nelson Rockefeiler, wird sich mit diesem ersten großen Streich nicht begnügen. Ihm wurde eine Summe von 2 8,6 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt, die die Türen zu anderen südamerikanischen Ländern öffnen sollen. Wie es heißt, sind allein 23 Millionen.davon für die Überwachung des südamerikanischen Rundfunks und zur „Beeinflussung“ der Presse und wesentlicher Persönlichkeiten bestimmt. Brasilien hat das Nachsehen Buenos Aires, 11. Sept. (HB-Funk) Der von Rio de Janeiro nach Sao Paulo abgeflogene Leiter des Büros für die interamerikanische Zusammenarbeit, Nelson Rockefeller, sah sich in Presseerklärungen genötigt, die hochgespannten Erwartungen der Brasilianer auf die „Alliierten im Norden“ wesentlich zu dämpfen. Die Vereinigten Staaten würden wahrscheinlich nicht die erhofften Lieferungen in dem erwünschten Maße durchführen können, weil die Produktion zurückgegangen, und der Schiffsraummangel zu groß sei. Daher müsse Brasilien die benötigten Sachen selbst produzieren. Die ÜSA würden hierzu die notwendigen Fachleute zur Verfügung stellen. Wenn Brasilien mehr Material, vor allem Waffen, fordere, seien diese jedoch leider „nicht ohne weiteres verfügbar“. Neues in wenigen Zeilen Neue Ritterkreuzträger. Der Führer verlieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an: Major d. R. Hans Ritter von Schmidt, Führer eines Infanterie-Regiments; Leutnant d. *R. Rudolf Witsch, Zugführer in einem Infanterie-Regi- ’ment; Oberfeldwebel Weßling, Flugzeugführer in einem Jagdgeschwader Da* E.K. für sechzehnjährigen Hitlerjungen. Der sechzehnjährige Hitlerjunge Günther Harms wurde vom Kommandierenden General des Luftgaues mit dem E.K. II ausgezeichnet. Der als Gärtnerlehrling beschäftigte Junge hatte sich bei einem britischen Terrorangriff auf seinem Posten unerschrocken bewährt und seinen Dienst auch weiter versehen, als er bereits erhebliche Brandwunden davongetragen hatte. Nene Abteilung in der Deutschen Akademie. Im Rahmen der wissenschaftlichen Abteilung der Deutschen Akademie Ist eine Abteilung für deutsche Ostbeziehungen gegründet worden, in die namhafte deutsche Gelehrte berufen wurden. Wesentliches Arbeitsgebiet ist die Untersuchung der Einwirkung des geistigen deutschen Lebens auf den Osten. Japanisches U-Boot versenkte britischen Frachter. Ein britisches Frachtschiff von 10 000 BRT wurde in Höhe der Küste von Motamblque durch ein japanisches Unterseeboot versenkt. •Einzelheiten über die Versenkung sind noch nicht bekannt. Lage ln Bulgarien. Die Regierungsmehrheit des Sobranje hielt ihre erste Sitzung nach den Sommerferien ab, um einen Bericht des Ministerpräsidenten Dr. Filoff über die äußere und innere Lage des Staates anzuhören. Die äußere und innere Lage des Staates bezeichnete Dr. Filoff als äußerst zufriedenstellend. Amtszeit des britischen Unterhauses verlängert. Die Amtszeit des britischen Unterhauses wird verlängert werden. Ministerpräsident Churchill kündigte im Unterhaus an, daß eine entsprechende Vorlage eingebracht werde. Britische Parlamentsabordnung besucht Tschungking. Eine britische Parlamentsdelegation wird auf Wunsch Tschiängkaischeks demnächst Tschungking einen Besuch abstatten. Wie der Sprecher des Unterhauses am Donnerstag mittelte, werden je zwei Mitglieder des Unter- und Oberhauses die Reise nach Tschungking an- treten. Die Nationalschuld der USA. Die Nationalschuld der Vereinigten Staaten ist auf 86,6 Milliarden Dollar gestiegen. Im September 1941 belief sich, wie es In der Meldung aus Washington heißt, die Nationalschuld der USA auf 57,9 Milliarden Dollar. Englisch-amerikanischer Zwischenfall in Ägypten. Bel einer gemeinsamen Sportveranstaltung britischer und amerikanischer Offiziere in Hellopolis bei Kairo kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen amerikanischen und englischen Sportlern. Die Veranstaltung mußte abgebrochen und die militärische Polizei zur Schlichtung der Streitigkeiten herangezogen werden. Don an braucht man sich ungefähr nur an Ä® schwarze Rauchfahne zu halten, die in riesiger Höhe von Stalingrad herüberzieht, und nachher weisen Brände den Weg. Auch wir haben nun den Don bereits -überflogen. „Auf Nachtjäger aufpassen und auf Flakscheinwerfer achten!“ warnt der Flugzeugführer durch die Eigenverständigung. Ja, auf unliebsame Überraschungen muß man immer gefaßt sein, auch in unserer Höhe. Schließlich sind wir über Feindesland. Trotz der heißen Luft, die aus den Rohren der Bordheizung strömt, ist es bitter kalt hier oben; Die Füße werden zu Eisklumpen und in den Fingerspitzen kribbelt die Kälte. Schon- lange haben wir die Atemmasken aufgesetzt, nähren die Lungen aus den Sauerstoffbehältern.' Der schleichende Tod lauert in diesen Höhen. Weit vor uns glimmern rote Pünktchen, werden langsam größer. Wir nähern uns dem Ziel, machen uns fertig zum Angriff. Vorn ln der Kanzel liegt der Beobachter über das Zielgerät gebeugt, ich hocke neben meinem Kameraden in der Bodenwanne, starre angestrengt nach unten. Immer mehr Brände glosen auf, flackern hoch umf sinken wieder zusammen. Ich versuche zu zählen, komme bis 30 und höre dann auf. Es ist ein vergebliches Bemühen. Für jede verlöschende Glut wird ja bald neue entfacht. Manchmal reihen sich die Brände zu rotglühenden Ketten. Ganze Sy-aßen- züge und Industrieviertel müssen da in Flammen stehen. Nun sind wir über dem Zentrum, unter uns brennt Stalingrad! Es ist ein fantastischer, fast schauriger Anblick: Im bleichen Licht des Mondes blitzt und blinkert der breite, mehrarmige Flußlauf der Wolga, von Sandbänken und Inselchen aufgeteilt. Und an seinen Ufern, dort wo sich früher wohl Speicheranlagen ynd Lagerhallen mit Versorgungsmaterial und Rüstungsgerät aller Art erstreckten, dehnt sich jetzt ein glutrotes, waberndes * Feuerband. Die Hölle selbst muß dort unten los sein. Denn wir können ja nur sehen, was an Feuerschein bis zu unseren Höhen heraufdringt. Das Heulen unserer Bomben, ihr krachendes Bersten und die furchtbare Sprengwirkung ihrer Detonationen müssen wir uns noch hinzudenken. Doch wir haben keine Zeit, aus dem dramatischen Bild dort unten uns unseren Gedanken hinzugeben. Ich höre, wie der Beobachter den Anflug korrigiert: „Etwas rechts, Herr Leutnant. Das war zuviel. So, jetzt müßte es hinhauen!“ Da taumeln auch schon plumpe graue Schatten in die Tiefe, unsere Bomben sind aus den Schächten heraus. Es ist, als hätte man unten nur auf dieses Signal gewartet: Plötzlich stechen Scheinwerfer mit ihren blauen Strahlenbündeln in die Luft, suchen am Himmel hin und her, über- .schneiden sich und wandern weiter. Spannung faßt mich: Werden sie unseren Vogel packen mit ihren bleichen Leuchtfingern? Aber sie haben es schwer heute, die helle Mondnacht schluckt das Licht der Scheinwerfer. Vergebens fuchteln sie noch eine Zeit unter uns herum, dann geben sie’s auf. Der Leutnant hat unsere „Cäsar“ indes in einer weiten Kurve auf Heimatkurs gezogen. Wir machen Platz für die nach uns kommenden Kameraden. Denn wir waren ja nur ein Glied in dar langen Kette von Kampfflugzeugen, die in kurzen Abständen 'aufeinanderfolgend die ganze Nacht hindurch über Stalingrad hängt. Am Tage aber greifen geschlossene Verbände, Ketten, Staffeln und ganze Gruppen die Rüstungswerke und Ha- fenanlagen der Stadt an. Kriegsberichter Hans-Joachim V o 11 a n d Krach im Unterhaus Stockholm, 11. Sept. (Eig. Dienst) Zu ungewöhnlich heftigen Zusammenstößen zwischen der Regierung und einigen Abgeordneten kam es am Donnerstagnachmittag im englischen Unterhaus. Im Anschluß an die Indienerklärung Churchills fragte der Labour-Abgeordnete Shinwell die Regierung, ob sie sich darüber im klaren sei, daß diese Erklärung Millionen von Menschen tief erschüttern und enttäuschen müsse, und ob die Regierung der Auffassung sei, daß eine solche Erklärung, welche die Kongreßpartei verletzen müsse, zur Lösung der politischen Lage in Indien beitragen werde. Der linksradikale Abgeordnete Aneurin B e - van richtete daraufhin erneut sehr heftige Angriffe gegen Churchill und verlangte zu wissen, ob die Erklärung Churchills die Billigung des Kriegskabinetts finde und ob Großbritannien tatsächlich dieser blödsinnigen Ausdrucksweise verpflichtet sei. Churchill bezeichnete daraufhin Bevan als gewerbsmäßig unhöflich und wurde in der Zurückweisung dieser Angriffe von der Mehrheit des Unterhauses lebhaft unterstützt. Shinwell fragte schließlich noch, ob die militärischen Verstärkungen, deren Ankunft in Indien Churchill bekanntgegeben habe, zur Verteidigung Indiens gegen die Japaner oder etwa zur Niederschlagung innerer Unruhe bestimmt seien. Churchill versicherte daraufhin, sie seien zum Kampf gegen die Japaner nach Indien geschickt worden. Galbiati in Berlin Berlin, 11. Sept. (HB-Funk) Auf dem mit den italienischen und deutschen Fahnen festlich geschmückten Flughafen Tempelhof traf am Freitagnachmittag zusammen mit Stabschef Lutze der Generalstabschef der faschistischen Miliz, Exz. Generalleutnant Enzo Galbiati, der am Tage zuvor vom Führer zu einer längeren Unterredung empfangea worden war, zu einem Besuch der Reichshauptstadt ein. In seiner Begleitung befanden sich der Kommandeur der Sonderformation „Mussolini“, General Gius, sowie General Romegialli. Kurz darauf gab Botschafter Alfieri in den Räumen der Botschaft zu Ehren des Generalstabschefs der faschistischen Miliz einen Empfang. Groß-Mannheim So sah ein Fremder vor 130 Jahren unser „Männern" Samstag, den 12. September 1942 Verjüngter Altweibersommer Bei tmi daheim in Wald und Wiese, Da strich umher die Kräuter-Liese, Ein altes Weiblein ohne Zähne Mit struppig-grauer Wuschelmähne. Geheimnisvoll war ihr Beginnen; Wir Kinder liefen meist von hinnen — Denn nur bei Leib es-Ach und -Weh, Da tranken wir mal Kräutertee. Beut’ aber traf in Wald und Wiese Ich eine höchst verjüngte Liese, Die, wie ich mit Vergnügen buchte, In ihrer Freizeit Kräuter suchte. Ich war venoundert; aber helle Kam Auskunft: „Für die Sammelstelle!“ Der Wandel hat mich hoch erfreut; Altweibersommer — junge Leut! A. H. Erweiterter Feldpostpäckchenversand Wehrmachtsangehörige und so weiter, denen Zulassungsmarken für Feldpostpäckchen zustehen, erhalten jetzt anstatt einer Zulassungsmarke je Person zwei Stücke im Monat. Jede Zulassungsmarke berechtigt zum Versand eines Feldpostpäckchens im Gewicht von mehr als 100 Gramm bis zu 1000 (Hamm aus der Heimat. Die Versandvorschriften sind dahin erweitert worden, daß auch Feldpostpäckchen bis zum Gewicht von 2000 Gramm zugelassen werden, wenn der Absender auf Päckchen im Gewicht von über 1000 Gramm zwei Zulassungsmarken klebt. Die Preisgebühr für Päckchen im Gewicht von über 1000 Gramm bis 2000 Gramm wird auf vierzig Reichspfennig festgesetzt. Unerschütterlich wie die Front der Waffenträger ist mach die wehrgeistige Abwehrfront. Den Beweis erbringen die Wehrkampftage. Die SA mit ihren Wehrkampfmannschaften nnd die DAF werden durch Massen-ftfann- schaftswehrkämpfe dies dokumentieren. In Mannheim beginnen die Wehrkämpfe am morgigen Sonntag, 8 Uhr, im Stadion. * Wasserstandsbericht vom 11. Septambar. Rhein: Konstane 347 <—1), Rhelnfelden 211 (—1), Breisach IT« (—2), Kehl 242 (—2), Straßburg 238 (—2), Maxau 37t (—4), Mannheim 24» (—2), Kaub 1« (unv.), Köln 103 (—2). — Neckar: Mannheim 24S (unv.). Verdunkelungszeiten: 20.50—6.20 Uhr Damals belebten den Rhein noch große, mit Segeln bespannte Schiffe / Es ist schon Interessant, einen Vergleich über Verhältnisse unserer Vorfahren mit der Jetztzeit anzüstellen, insbesondere, wenn authentische Unterlagen von früher vorliegen. So schildert ein Briefschreiber im Sommer 1812, also vor 130 Jahren, seinen Aufenthalt in Mannheim auf einer Reise, die ihn über Württemberg durch die Neckar-Gegenden führte. In diesem Briefe heißt es wörtlich: „Nun endlich sahen wir das wunderschöne, ganz in einem Garten gegrabene Mannheim! Nicht imstande bin ich, diese schöne freundliche Stadt zu beschreiben. Ihre egale Bauart ist ausgezeichnet; die Straßen führen keine Namen, und man orientiert sich des- ungeachtet sehr leicht, indem man sich nur einzelne Häuser zu merken braucht. ' Gleich nach unserer Ankunft gingen wir ln das Theater, wo die Oper „Joseph und seine Brüder“ gegeben wurde. Das Lokal ist sehr hübsch; das Orchester zahlreich und brav; die Garderobe so kostbar, daß das Publikum mit dem außerordentlichen Aufwande darauf nicht zufrieden scheint. Die Großherzogin (Stephanie), die so gern hier weilt und von den Mannheimern angebetet wird, gibt jährlich 20 000 Gulden, und diese Summe reicht nicht hin, weil der Garderobeaufwand alles übersteigt. Das Stück wurde überhaupt gut gegeben und man bemerkte’an Jedem einzelnen, daß er sich beeiferte, sein Möglichstes zu tun. Den anderen Tag brachte ich damit zu, die hiesige Stadt und Gegend zu durchstreifen. Der Rhein und Neckar umgeben Mannheim von drei Seiten. Das ganze Rheintal wird rechts und links von der Bergstraße und von den vogesischen Gebirgen geschlossen; die Aussicht Ist unbeschreiblich schön, überhaupt, meine ich, ist hier die ganze Atmosphäre anders als bei uns. Die Gärten nehmen kein' Ende. Die Gartenhäuser sind in allen möglichen Stilen erbaut. Dann die großen mit Segeln bespannten Rheinschiffe, der am Rhein und Neckar liegende Hofgarten, die schönen Mannheimerinnen usw. Alles bringt einen in eine ungewohnte Stimmung. Nachmittags ging ich durch prächtige unzählbare Gärten nach Neckarau, einem schönen Dörfchen, eine Stunde von hier, und von da auf das sogenannte Mühlau-Schlößchen, wo ein Kasino etabliert ist. Dieses Schlößchen liegt auf einer 3 /t Stunden breiten Insel, ganz vom Kleine Mannheimer Stadtchronik Verhängnisvolle Lücke in der Verdunkelung Bei Luftangriffen ist es vorgekommen, daß durch den Luftdruck einer Sprengbombe Fenster und Verdunkelungseinrichtungen einer Wohnung eingedrückt wurden und nun helles Licht in die Nacht hinausstrahlte. Der Bewohner hatte wohl vorschriftsmäßig verdunkelt gehabt, ließ jedoch beim Auf suchen des Luftschutzraumes das Licht in der Wohnung brennen. Diese Nachlässigkeit könnte verhängnisvolle Folgen haben. Dag helle Licht weist bei zerstörter Verdunkelungseinrichtung dem Feind den Weg für weitere Bombenabwürfe. Darum: Löscht bei Fliegeralarm alle Lichter in den Wohnungen! Wo Kranke in der Wohnung verbleiben müssen, ist die Lichtquelle so abzudunkeln oder mit dem vorschriftsmäßigen* Blaulicht zu versehen, daß auch in diesem Falle eine Lücke in der Verdunkelung nicht entstehen kann. Bei Hausbegehungen während" des Angriffs können die erforderlichen Lichtquellen nach Bedarf ein- und aiftgeschaltet werden. Verlassene Räume aber dürfen nicht erhellt bleiben. Vermißt. Seit dem Vormittag des 7. September wird der Fabrikarbeiter Oskar Franz Schmitt, geb. 1. März 1884 in Ludwigshafen a. Rh., Lud- Zuchthausstrafen für ungetreue Postbeamte Drei schwere Fälle vor dem Mannheimer Sondergericht wigsplatz 3 wohnhaft, vermißt. Schmitt ist etwa 1,70 m groß, schlank, hat ovale Kopfform, längliches Gesicht, graumeliertes Haar, Stirnglatze und einen etwas hinkenden, schwerfälligen Gang. Er trägt vermutlich weißgelbliche Mütze, gelblich abgewaschenen Hock aus Kordgewebe, neue grünliche Hose, weißrotes Hemd mit festem Kragen und schwarze Arbeitsschuhe. Schmitt ist etwas schwermütig. — Es wird vermutet, daß dem Schmitt ein Unfall zugestoßen ist. Wer von seinem Aufenthalt etwas weiß, wird gebeten, der nächsten Polizeidienststelle oder der Kriminalpolizeistelle Ludwigshafen a. Rh. Mitteilung zu machen. Mit dem EK n und dem Sturmabzeichen wurden O’gefr. Richard Gries, Waldhof, Kattowitzer Zeile 77, sowie Gefr. Georg Benz, Viernheim, Sandstrafle 7, ausgezeichnet. Soldatengrüße von der Front erreichten das „HB“ von U -Oberscharführer Erwin Berger und O’gefr. Otto Hartmann. Wir gratulieren. Heute begeht seinen 81. Geburtstag Oberpostsekretär Balthasar Müller, Bellenstr. 85. Ottomar Querengißner, G 2, 22 , feiert seinen 75. Geburtstag. Das 65. Wiegenfest begeht heute Ludwig Renk, Lange Rötterstraße 108. Die Lagerteilnehmer des KLV-Lagers Kappel senden uns Grüße. Sie teilen mit, daß sie in den ersten vier Wochen bereits prächtig zugenommen haben. Die Eltern können also ohne Sorge sein. Aus dem Justizdienst. Ernannt wurden: Zum Landgerichtsdirektor in Mannheim Landgerichtsrat Dr. Karl Friedrich Gerard, zum Amtsgerichtsrat Gerichtsassessor Dr. Walter Lovisa, zum Staatsanwalt Gerichtsassessor Dr. Günther Saam, zu Justlzöberinspektoren die Justizinspektoren Viktor Bertram, Wilhelm Fuhrmann, Josef Heß, Karl Trlll und Ludwig Uhl ln Mannheim, sowie August Ott ln Weinheim; zum Justizsekretär Justizassistent Rudolf Gindorf; zum Hauptwachtmeister die Ober- wa<4>taieister, Leonhard Gagelstein und Robert Hermann, zur Oberwachtmeisterin die Hilfsaufseherin Emma Katz. Verschiedene ungetreue Postbeamte, die in selbstsüchtiger Weise die Kriegsverhältnisse für sich ausnutzten, hatten sich in der letzten Sitzung des Sondergeriqhts Mannheim wegen schwerer Amtsverfehlungen zu verantworten. Der 55 Jahre alte verheiratete Postbetriebs- wart Martin Schmid aus Hattingen hat in der Zeit von Ende April bis Anfang Juni 1942 als Postbetriebswart beim Hauptpostamt Heidelberg Feldpostpäckchen an sich genommen und unberechtigt geöffnet, die Umhüllungen vernichtet und den Inhalt für sich behalten. Martin Schmid, dessen Amtspflichtverletzung besonders schwer wog, wurde wegen seiner gemeinen Tat als Volksschfidling zu einer Zuchthausstrafe von acht Jahren sowie acht Jahren Ehrverlust verurteilt. Auch der 19 Jahre alte verheiratete Postfacharbeiter Gerhard Bauer aus Riedisheim hat sich in der Zeit von Anfang Juni bis Anfang Juli 1942 beim Postamt Weinheim, wo er als Postfacharbeiter beschäftigt war, an mehreren Feldpostpäckchen vergriffen und sich Schokolade und Sardinen unberechtigterweise angeeignet. Nur seiner Jugend und verhältnismäßigen Unreife hatte er es zu verdanken, daß das Gericht eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr 8 Monaten sowie zwei Jahre Ehrverlust als ausreichende -Tatsühne anrechnen konnte. Die 23 Jahre alte Margareta Dinkel, geb. Oess aus Mannheim hat in der Zeit von Februar 1942 bis Mai 1942 als Postzustellerin beim Hauptpostamt Mannheim in zahlreichen Einzelfällen Beträge aus Feldpostanweisungen in der Gesamthöhe von über 2000 RM nicht an die Empfänger ausgezahlt, sondern für sich behalten und die Empfangsbescheinigungen selbst mit der Unterschrift der Empfänger sowie mit einem Zustellungsvermerk versehen. Gegen Margareta Dinkel, die außerdem noch verschiedene Einschreibebriefe sich unberechtigterweise zugeeignet hatte, wurde als Volksschädling eine Zuchthausstrafe von vier Jahren sowie vier Jahre Ehrverlust ausgesprochen. AUedei aus feudenUeitu Im Alten Schützenhaus ist der neue Eigentümer eingezogen. Nach einer dringend notwendigen Überholung werden die Gasträume am Wochenende wieder geöffnet werden. Möge es dem neuen Besitzer und Wirt gelingen, dieser alten und früher so beliebten Gaststätte wieder Ihr einstmaliges Ansehen als Ausflugsziel der Mannheimer Stadtbewohner zurückzugewinnen, wozu gerade in der jetzigen reiselosen Zeit die beste Vorbedingung gegeben ist. Der „Kochmonat“ August und der jetzige Altweibersommer mit ihren sonnigen warmen Tagen haben an den Garten- und Hausreben ihre Arbeit zur vollsten Zufriedenheit der Besitzer geleistet und die Trauben zur Reife gebracht. Der „Kleinwinzer“ kann heute schon reife süße Trauben ernten. Wohl dem Mannheimer, der jetzt in Feudenheim draußen einen guten Bekannten „unterm Rebdach“ wohnen hat. Lob den Mannheimerinnen Rhein umgeben. Da hat die Kasino-Gesellschaft jeden Mittwoch Tanzpartie, und di* ganze schöne Welt von hier strömt hin, um fröhlich zu sein. Man hat nicht nötig, präsentiert zu werden; jeder ist willkommen, der Fremde ist der erste. Überall herrschen Anstand, Sittlichkeit und ein gewisses Joviales ungeniertes Wesen, was erstaunend bezaubert. Auch fin einem. Museumskonzert war ich. Die Gesellschaft war brillant, und das Schönste von Mannheim versammelt. In jedem weiblichen Anzuge leuchtete ein gewisser Geist von Sparsamkeit hervor, der ungemein gefällt. Niemand trägt kostbare Kämme, Kolliers, Ohrringe. Alles geht einfach und reinlich. Die Haare ohne allen Schmuck niedlich geflochten. Wer schön ist, blribts doch! Um Brillanten zu bewundern, geht wohl kein Mann zur Tür hinaus. Das Konzert wurde mit einer sehr schweren und tiefgedachten Symphonie von Wöhr eröffnet, welche jedoch, meistens von Mitgliedern des Museums, recht brav ausgeführt wurde. Nach einem Dekla- matorium und einer Baß-Arie sangen zwei Spanierinnen, welche hier durchreisen. Ihr Teint ist schwarzgelb, ihre Augen sind voll Feuer, ihr Körper ist wohlgebaut, ihr Betragen sehr naiv, ihre Nationalgesänge sind voll Glut. Zu leben ist’s gut und billig in Mannheim. Besonders sind alle Tücher, Seidenstoffe, Muslin, Batist, Percäle viel wohlfeiler, als an anderen Orten. Ich habe hier ein Monatzimmer zu 8 fl., upd esse im schwarzen Bären (dem späteren „Deutschen Hof“ in C 2) recht gut um 42 Kr. samt Wein ...“ Meldungen ans der Heimat Lebensretter tagen in Heidelberg Heidelberg. Die anerkannten Lebensretter und Mitglieder des Reichsbundes der Inhaber der Rettungsmedaille treffen sich aip kommenden Sonntag, 13. September, 10.30 Uhr, in Heidelberg im Restaurant Köhler. Zu den Aufgaben des Reichsbundes der Inhaber der Rettungsmedaille gehören, den Rettungsgedanken in der Volksgemeinschaft zu vertiefen, die Lebensretter zu ehren, die bei ihrer Opferwilligkeit ihr Leben einbüßten, Unterstützung der unverschuldet ln Not geratenen Lebensretter und Lebensretterinnen und Bearbeitung von Ansprüchen auf Versorgung, welche sich auf einen körperlichen Schaden beziehen, der die Folge einer Rettungstat ist. Karlsruhe. Bei den Aufräumungsarbeiten ereignete sich ein schwerer Unfall, dem zwei Menschenleben zum Opfer fielen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen hatte sich ein Kamin, das umgelegt werden sollte, zu früh gelöst, wobei Scharführer Zimmermann aus Bruchsal so schwer verletzt wurde, daß er bald darauf starb. Auch ein Zuschauer, der Einwohner Wolf aus Karlsruhe, wurde getötet. Der Bevölkerung wird dieser tragische Unfall Anlaß geben, stets bei gefährdeten Stellen, wo Sprengungen usw. vorgenommen werden, den Weisungen der Absperrmannschaften Folge zu leisten und sich ln gebührender Entfernung von der Sprengstelle zu halten. Mosbach. In der Reichsnährstandhalle fand die 125. Absatzveranstaltung des Landesverbandes badischer Rinderzüchter, Abteilung Höhenfleckvieh, statt. Voraus ging eine Sonderkörung, die in zwei Kommissionen durch den Landesfachwart für Rinderzucht vorgenommen wurde. Von unterbadischen Züchtern waren auf getrieben: 7 Bullen der Klasse II, 69 der Klasse III und 45 der Klasse IV. An weiblichen Tieren waren rund 120 Kühe und Kalbinnen aufgetrieben. Bei lebhafter Nachfrage nahm die VeranstaJ tung einen flotten Verlauf. Vier Bullen erhielt« Auszeichnungen, und zwar der des Züchters Wilhelm Leinfried, Neunkirchen, den Ehrenpreis des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft, der des Züchters Eugen Reichert, Fahrenbach, die Große Staatspreismünze, desgleichen der Bulle des Besitzers Michael Link, Steinbach, während der Bulle des Ludwig Graßeck in Merchingen die Kleine Staatspreismünze zugesprochen erhielt. Die Tiere gingen an Käufer aus Baden, Elsaß und der Saarpfalz über. Diese Absatzveranstaltung hatte die außergewöhnlich hohe Besucherzahl von 5- bis 600 Personen aufzuweisen. HkMtUef* vom decge Roman von Gustav Ranker , Copyright by Knorr & Wrth, München 1941 23. Fortsetzung Als sie vor dem Mittagkochen in die Schlaf- kammer trat, sah sie über Hansls Bett das Bild in einem niedlichen Rahmen. Der Bub spielte schon wieder drüben am Bach, wo er sich ein .Wasserrad gemacht hatte. Sie rief den Vater in die Kammer. „Da schau!“ Der Alte schob die Brille auf die Stirne: „Woher hat er das?“ „Wird’s der Sefa abgebettelt haben.“ „Und kein Wort gesagt!“ „Er kommt nicht darüber weg“, meinte sie kummervoll. „Kein Wort spricht er davon, aber ich weiß, in seinem ifinern frißt’s.“ „Er ist halt so wie du, Maria! Du hast auch immer alles in dir herumgeschleppt und nichts geredet.“ „Kann schon sein! Er ist soviel anders geworden seither, der Bub! Bei aller Lustigkeit manchmal so versonnen, und sein Gesicht wird dann fast alt. Wenn er sich einmal aussprechen tät’!“ „Das tut er nur, wenn er selbst will. Herauszwingen kannst ihm nichts.“ „Er glaubt, daß er schuld ist — einmal hat er’s so durchblicken lassen.“ „Ich sprech’ mit ihm.“ „Tu’s, wenn du’s kannst.“ Der Alte nickte. „Ich tu’s — wir wollen eh nächster Tage in die Himbeeren gehen. So im Wald und auf dem Berg redet sich’s leichter.“ Der Alte kehrte wieder zu seiner Arbeit zurück, während Maria in die Küche ging. Sie war froh, daß der Vater mit dem Buben zum Beerenpflücken wollte. Es tat ihm besser, als in der Stube auf dem Schneidertisch hocken. Er war in der letzten Zeit arg zusammengegangen, so ein richtiges altes Manndl geworden. „Zu nix mehr nutz!“ sagte er bitter, wenn seine Hände so zitterten, daß sie nicht mehr einfädeln konnten. Da tat es Maria für ihn. Sie tat noch mehr, wovon er nichts wußte: abends seine Tsrgesarbeit nachprüfen, oft auftrennen und neu nähen. Die Bauern und Holzknechte hielten nicht viel auf Mode, aber es war doch zu befürchten, daß sie die Arbeit des Baderschneiders zurückweisen würden. Er konnte es eben nicht mehr und wollte es doch nicht zugeben. Mit größter Mühe hatte ihn Maria dazu gebracht, ihr das Zuschneiden zu überlassen. Schlecht Genähtes oder Geflicktes kann man verbessern, aber ein verschnittener. Stoff .ist ein für allemal dahin. Er schlief oft ein, mitten am Tag, mitten in der Arbeit, mit gekreuzten Beinen auf dem Tisch sitzend, den Kopf auf die Brust sinken lassend. JDie verbogene Brille hing schief auf der Nase, eine zerbeulte alte Schirmmütze deckte das Haupt, und darunter war ein Kränzel silberweißer, gelockter Haare. Hansl glaubte, noch nie so schöne Haare gesehen zu haben wie die vom Großvater. Jedes einzelne war ein kleines Wunder in seiner Weichheit und lichten Klarheit. Er fragte die Mutter, ob sie,bald auch solches Silberhaar bekommen würde, und die Frage schmerzte Maria, weil sie dadurch an so vieles Unerfüllte ihrer Jugend gemahnt wurde. Es war ihr, als sage das Kind unbewußt, sie habe nichts mehr zu erwarten, als eine alte Frau zu werden. Aber die Arbeit verdrängte zumeist alles törichte Wünschen und wurde immer größer, je hinfälliger der' Vater wurde. Alles lag nun fest auf ihren Schultern, nicht allein das Handwerk, sondern auch Vieh und Felder. Nur die Pflege der Hühner hatte der Alte übernommen. Er empfand das alles selbst und meinte einmal, man solle sich einen Knecht zutun. Maria sah ihn entsetzt an. Ob sie denn Bauern seien? Sie wären doch nur arme Keuschler! „Ja, und wenn jetzt ein Mann da wär’!“ meinte er. „So wie die Mutter und ich gehaust haben, und wie die Großmutter noch gelebt hat, und du klein warst. Damals hat der Besitz und die Schneiderei genau soviel Menschen erhalten wie jetzt, wenn noch ein Knecht dabei wäre!“ Die Berechnung stimmte und stimmte doch wieder nicht. Die Birnbachers hatten, wie alle Leute ihrer Art, von der Hand in den Mund gelebt und.niphts ersparen können. Maria aber sparte, Groschen auf Groschen. Davon sagte sie niemand etwas: es war für den Buben, für die Gstudi, das Studium. Alle Leute, vielleicht sogar der Vater selbst, hätten sie ausgelacht, ja, einen Hochmutsteufel genannt. Ein Kleinkeuschlerbub sollte studieren! Das Sparbuch mit den im Laufe der Jahre zusammengekratzten paar hundert Schillingen war Marias Geheimnis. — Der Lachkristl kam wieder einmal auf den Berg wie so oft. Er taglöhnerte im Tal herum, und es ging ihm recht und schlecht. Hunger litt er nicht, und bekleiden konnte er sich auch. ■ Wie es seine Art war, saß er nicht als Gast ln der Stube, sondern packte selbstverständlich mit an, was eben zu tun war. Maria entleerte die Jauchegrube und trug die Flüssigkeit auf die Felder. Jetzt nahm der Kristl das Faß mit den Tragriemen auf die Schultern. „Ist eigentlich keine Weiberarbeit!“ sagte er. „Wer sollt’ es sonst machen?“ „Ein Mannsbild müßt’ her.“ „Leicht gesagt!“ „Ich wüßt’ dir wen.“ „Wenn du mich verkuppeln willst. Kristl“, lachte sie, „dann gib dir nur keine Müh’, ist umsonst.“ „Verkuppeln!“ meckerte er entrüstet. „Wär 1 nit aus — ich gönn’ dich keinem.“ „Ist recht, daß du dem toten Hans noch immer so Freund bist." Sie gingen aufs Feld, durch vorsichtiges Seitwärtsbeugen goß er gleichmäßig die Jauche aus. Endlich begann er wieder: „Mich wolltest wohl nicht als Knecht haben, Maria?“ „Der Besitz tragt keinen Knecht.“ „Ich verlang’ keinen Lohn, nur das Essen.“ „Aber geh! Willst nackt herumlaufen, keine Pfeife mehr rauchen und nicht mehr am Samstag beim Bierpeter dein Krügel trinken?“ „Darüber könnt’ man ja reden. Es wär’ nur“ — er stolperte über einen Stein, die Jauche gluckste hintenüber — „verdammt, wenn ich jetzt gefallen wär’! — was ich hab’ sagen wollen: wenn ich so mitarbeiten tät’ — du könntest dich mit der Zeit an mich gewöhnen.“ „Ich brauch’ mich nicht an dich gewöhnen, Kristl. Lieber als du mir bist, kannst mir gar nicht werden, verstehst?“ Er verstand und redete nicht mehr davon. Aber helfen kam er immer wieder, wenn er Zeit hatte, und wie es dringend war, als sie heuten, war er drei Tage oben. „Hab’ sonst eh nix zu tun.“ „Du bist ein guter Mensch und tust aus Gutheit lügen. Jetzt, wo unten die Säsong ist und' die vielen Fremden, findest immer Arbeit.“ „Das muß ich besser wissen“, wollte er trotzig sagen und lachte doch unvernünftig, weil das eben seine Krankheit war. Er war auch wieder hier, als der Großvater mit dem Hansl in die Himbeeren ging. „Gib acht auf die Maria!“ sagte der Alte. „Acht geben auf mich tu’ ich selber“, meinte diese. Und der Kristl sah traurig drein, denn wenn er wirklich über etwas lachen wollte, dann konnte er es nicht und schnitt nur wunderliche Grimassen. „Also laß sie nicht im Stich, die Maria!“ forderte Birnbacher hartnäckig. „Meiner Seel’ nicht, bevor die Wintersaat in der Erde ist,“ Denn das wollten die beiden heute tun. (Roman-Fortsetzung folgt) Die Kunst des Spazierengehens Von Wilhelm von Scholz Sehr oft bin ich in meinem Leben in die Lage gekommen: wenn ich gern gereist wäre, wenn ich des Arbeitsalltags recht müde war und glaubte, unbedingt eine Ausspannung durch Ortswechsel zu brauchen, daß ich dann aus beruflichen oder Familiengründen zu Hause bleiben mußte. Da ist mir die Kunst des Spazierengehens als ein segensreicher Ersatz zu Hilfe gekommen und hat mir wahre Ferienerlebnisse gegeben. Vorausschicken muß ich, daß ich die Lust am Spazierengehen, die man beinahe leidenschaftlich nennen könnte, schon vom Vater, Großvater und wahrscheinlich von noch älteren Vorfahren überkommen habe. Natürlich: in der kleinen Stadt, in der meine Voreltern lebten — es war das schlesische Schweidnitz — da war das Spazierengehen so leicht, daß man es von selbst üben mußte. Die ruhevolle Natur, Felder, Wiesen, Dörfer, Wald fingen nahe dem Städtchen an und bedurften keines langen Anmarsches, um neben und um den Wandelnden Wirklichkeit zu werden. Aber dies Spazierengehen ist eigentlich noch nicht das, was man als Kunst des Spazierengehens bezeichnen kann, oder doch jedenfalls nur in bescheidenerem Maße. Für die Spaziergänge im Tiergarten, im Grunewald in Berlin, bei einer kleinen Stadt in der nahen ländlichen Umgebung bedarf es nur der Entspannung — die freilich immer eine Kunst ist. Die Arbeit, gleichviel, welcher Art sie sei, zieht den Blick mehr ins einzelne, das getan werden muß, und entläßt den Menschen schließlich, wenn er sein Tagespensum erledigt hat, verwirrt, ohne Überblick, ohne das Gefühl der Beherrschung alles weiteren. Gewiß ist das zeitweilige Auslöschen im Schlaf das wirksamste Mittel, sein Ich mit allen Kräften wiederherzustellen. Aber der Spaziergang ist kein minder wichtiges. Wenn die Haustür hinter uns ins Schloß gefallen ist und wir in dem kühlen spät-nachmittäglichen Licht, das nur noch über den Dächern zu leben scheint und nicht mehr als Widerscheinhelle zwischen die Steinwände in die Straßen herabsendet, den Spaziergang beginnen, dann kreisen unsere Gedanken zuerst noch um die eben verlassene Arbeit, wiederholen schattenleicht, was wir getan, fliegen prüfend darüber hin oder werden schon vorher vom allgemeinen Leben der Straße, dem Gehen vieler Leute, dem Fahren der Wagen, von Schaufenstern und Auslagen abgelenkt, ohne sich neu zu binden. Sie gleiten in das allgemeine Dasein, füllen sich mit der dem Abend zu wachsenden Beruhigung und entspannen mm die Seele zum genußvollen, kräftigenden Ausschreiten. Bald hat man Rasenflächen, Baumgruppen, geböschte Wasserufer erreicht, kreuzt weiche Reitwege und genießt im Wandeln den Abend, das Gefühl des Lebens und des Aus- ruhens, während der Körper sich vom langen Sitzen oder Stehen durch die leichte Bewegung behaglich zurückgewinnt. Freilich isfr der Genuß und die Befriedigung im abendlichen Spaziergang durch das Bewußtsein des Krieges gemindert. Wir können von dem Gedanken an die gewaltigen Entscheidungen, die jetzt zu erringen sind, wie von dem an unsere Lieben und all unsere Brüder draußen nicht los, spüren doch auch in jedem Herzschlag den das ganze Volk durchpulsenden Willen zum Durchhalten und Sieg, der unzweifelhaft mitschafft im großen Kampf und naturgemäß keine allzutiefe, allzulange Entspannung zuläßt Nur wer die Woche über unmittelbarste, sofort sich verwirklichende Arbeit für den Krieg geleistet hat, wird feiertags spazierengehend der völligen Entspannung teilhaft werden. Nun aber will ich, wie ich es verhieß, von der Form des Spazierengehens sprechen, die uns eine Ferienreise ersetzt, die sich eigentlich mit jenem befreiten ausruhenden Schlendern bekämpft. Der nachmittägliche oder abendliche „Lustwandler“, dessen Lust eben nur das Gehen und das unbestimmte Bewegtwerden vom allgemeinen Leben ist, sieht ein wenig konturiertes fließendes Bild um sich, in dem ihm wohl einmal eine Einzelheit auffällt, das aber im Ganzen doch nur ein weich verschwommenes Umrund ist, das keine Ansprüche stellt, nicht an Beobachtung oder Nachdenken. Gingen wir so in den Ferien? Gingen wir so in einer fremden Stadt, einer fremden Landschaft, in die wir gereist waren? Nein! Da wollten wir vor allem Neues sehen, erleben, Eindrücke sammeln, an denen wir, heimgekehrt, wieder lange zu zehren hätten. Wir wollten uns Stadtbilder, Bauten, Kunstwerke, Landschaftsblicke einprägen und unseren inneren Besitz an Schönheiten der Erde, vor allem des Vaterlandes, mehren. Wenn ich nun nicht in die Ferien reisen konnte, sondern nur einen schönen Sonntag oder freien Nachmittag zur Verfügung hatte, sie mir zu ersetzen, habe ich mich dann in der Stadt, in der ich wohnte, einfach so umgestellt, als ob sie eine mir fremde und neue sei. Und da habe ich angefangen, sie auf meinen Spaziergängen überhaupt erst ken- nenzulemen. Man glaubt nicht, wie wenig man im allgemeinen die Stadt und das Land, worin man lebt, vielleicht seit Jahren lebt, wirklich kennt! Die Hauptsehenswürdigkeiten hat man freilich auswärtigen besuchenden Verwandten oder Freunden gezeigt und dabei auch selbst gesehen. Die Gesamtheit der Stadt oder Landschaft hat man so obenhin aufgenommen. Aber hat man sie sich so zum inneren Besitz werden lassen wie manche auf der Reise besuchte Stadt, in der man nur eine Woche oder ein paar Tage war, und die man mit aller Aufmerksamkeit ansah? Die aufrichtigsten meiner Leser werden sich selbst auf diese Frage mit Nein antworten. Und das kommt eben daher, daß unser gewöhnliches Spazierengehen ein behagliches Hinschlendem ist und das unbestimmte Sehen eines sich ausruhenden Auges. Nun also in der eigenen Heimatstadt nicht «erträumten Blickes zu gedankenlos ruhigem Ausschreiten das Haus verlassen, sondern offenen wachen Auges und nach ein wenig still' versenkter Vorbereitung in die Geschichte, das Wesen der Stadt auf gebrochen! Man wird erstaunt sein, wie neu unsere nächste Umgebung auf einmal 'sein kann, weil man bisher einfach das Wenigste von ihr wirklich sah, wie reich sie ist an Bauten, Denkmälern, an noch durch die heutigen Straßen und ihren Asphalt spürbarem Altertum! Vergangene Zeiten der Stadt, einstige Lebensformen, Künstler, die vor einem oder ein paar Jahrhunderten wirkten, werden in unserem Bewußtsein plötzlich lebendig. Eine Säulenstellung vor einem Hause aus der Zeit Schinkels fällt uns als schön auf, an der wir täglich achtlos vorübergingen. Nun bleiben wir stehen, treten ein paar Schritte zurück, nun sehen wir sie von'der Seite an und machen uns die Gliederung des ganzen Bauwürfels klar. Ein Denkmal an unserem Berufswege war uns immer nur wie ein be- ßen ln ländlicher Einsamkeit wohnt, nicht anders. Es bedarf auch hier nur der eindrück- lichen Beschäftigung mit ihr — nun nicht geschichtlich sondern naturwissenschaftlich, geologisch oder wirtschaftlich oder botanisch! Auch so wird das Sehen mit neuer Bereicherung erfüllt. Zur Kunst und, möchte ich hinzufügen, zum Nutzen des Spazierengehens sei noch ein sehr wichtiges Drittes erwähnt! Ich glaube, Nietzsche hat es gesagt, daß seine besten Gedanken ergangen seien, und Hebbel hat ausgesprochen, daß man ihm, wenn man ihm seine Gehfähigkeit nähme, sein Schaffen rauben würde. Nun brauchen es gewiß nicht gleich große Dichter und Denker zu sein, denen der Spaziergang die schöpferischen Gedanken und Gefühle löst. Jeder von uns — ob als Kaufmann, Arzt, Beamter oder als Familienvater, der Kinder erzieht, als Grundbesitzer, der heute doppelt für den Ertrag seines Bodens verantwortlich ist — braucht gute Gedanken, richtige Entschlüsse und auch neue fruchtbare Einfälle für sein Tun und seinen Beruf. Sie kommen für die überwiegende Mehrzahl der Menschen im Gehen, sei es von innen AUF WACHT /t Von Werner Lürmann Sah einen Ritter reiten Im Mondlicht durch das Land. Vor wälderdunklen Weiten Steil seine Lanze stand. Als ob »ich Fahnen bauschten, Flog’s um den Harnisch her; Und wo er ritt, da rauschten Die Ähren doppelt schwer. Und wo der .Hufschlag schallte, Da wuchsen Frucht und Vieh; Und aus Gebirgen hallte Der Quellen Melodie, Wo auch sein Schatten eilte, Da glänzten Burg und Dom; Wo immer er verweilte, Da sang ein Sagenstrom. Sah einen Recken reiten, Geheimnisvoll auf Wacht, Vor dunklen Wälderbreiten In deutscher Mondesnacht. liebiger Passant, den wir rasch mit einem Blick streiften — nun ist es auf einmal ein Kunstwerk und weiter ein Stück Geschichte für uns; wir nehmen es als' Besitz in uns auf. Ein alter Friedhof, wo wir einmal an stillem sonnigem Ferienvormittag die Grab-r Steininschriften lesen, wird in kleineren Städten zum Blättern in Familienchroniken, in der großen Stadt auch wieder zu einem Lesen ihrer Geschichte; denn von den alten Gräbern sind meist nur die der einst bedeutenden Menschen erhalten. Ich glaube, daß es wenige deutsche Städte gibt, in denen nicht mancherlei baulich und geschichtlich Lehrreiches und Erfülltes dem aufmerksamen Betrachter guten Lohn spendet. Mit der Landschaft ist es für den, der drau- durch das Freiwerden des Geistes in der körperlichen Bewegung, in dem nun das Neue, noch nicht mit dem alltäglich Gewohnten in Zusammenhang Stehende emportauchen kann, oder von außen durch all das Viele, eigene Gedanken Anregende, was dem aufmerksamen Blick begegnet. Es ist wahrscheinlich, daß die Kunst des Spazierengehens bei unseren ruhiger und bescheidener lebenden Vorvätern ohne Lebenshast besser verstanden und mehr geübt wurde als heute — wie bewußt geleiten in den alten Parks und Gärten Architektur und Bildhauerwerk, auch das Wort von Inschriften den sich Ergehenden! — und es ist sicher, daß sie uns in ein eisernes Pflichtzeitalter Gestellten eine noch viel notwendigere Lebepsmitgabe ist! Goethe hält den Rekord / “ chter Die Nachricht, daß der Dramatiker Max D r e y e r als. Achtzigjähriger ein neues Schauspiel „Die Schwestern“ beendet hat, in dessen Mittelpunkt zwischen den Schwestern Lengefeld der Dichter Friedrich Schiller steht, lenkt den Blick auf Dramen überhaupt, die einen Dichter zum Helden eines Bühnenstückes machen. Schiller, der etwa 70mal von anderen Dichtem auf die Bühne gestellt worden ist, u. a. von Heinrich Laube, Martin Greif, Hans Kyser, steht damit nicht an der Spitze. Vielmehr wurde Goethe am häufigsten behandelt. Es gibt ungefähr 100 Goethe- Stücke. Unter deji Autoren finden wir Joh. R. Lenz, Goethes Zeitgenosse, Kotzebue, Gutzkow, Albert Lindner, Paul Alverdes. Sigmund Graft („Begegnung mit Ulrike“, 1938) und Otto Emst Hesse („Frau Aja“, 1942) sind mitgerechnet, obwohl sie mit künstlerischem Takt darauf verzichten, Goethe selbst die Bühne betreten zu lassen; fünf Franzosen haben Goethe in Theaterstücken behandelt. Shakespeare steht in 40 Stücken auf der Bühne, Verfasser dieser Stücke sind u. a. J. F. Schink, L. Tieck, K. v. Holtei, O. E. Hesse, Wolfgang Goetz. Moliöre hat es dagegen nur auf etwa ein Dutzend Stücke gebracht, in welchen er selbst ins Kostüm bemüht wird. Das Leben und Wesen Kleists ist so voller tragischer Spannungen, daß es natürlich die Dichter reftt, ihn in den Mittelpunkt eines Dramas zu stellen. Es geschah in mehr als zwanzig Stücken, unter deren Verfassern man Wilhelm von Polenz, Hans Franck, Jos. Buchhorn, Franz Servaes begegnet. Zu den häufig dramatisierten Dichtergestalten gehören weiter Hans Sachs (Deinhardstein, Martin Greif, Lortzing, Richard Wagner), Torquato Tasso ' auf die Bühne (Goethe, Goldoni, Raupach), Theodor Körner (P. Beyer, Ottomar Enking). Sie bleiben unter und um zwanzig. Lessing und Grabbe sind seltener „verwertet“ als Joh. Chr. Günther, der dem Leben nicht gewachsene Lyriker aus Goethes Jugend (Adolf Bartels, Otto Julius Bierbaum, Max Grube), Wieland seltener als Ferdinand Raimund (Aichinger). Ganz vereinzelt sind Wolfram von Eschenbach, Walther von der Vogelweide, Hölderlin, Georg Büchner, E. T. A. Hoffmann, Grillparzer auf die Bühne oder in das dramaähnliche Buch gekommen. Im Publikum ist das Interesse an solchen Stücken meistens groß, der gestaltende Dichter aber fühlt vor allem die künstlerische Verantwortung dem Problem gegenüber, den schöpferischen Menschen in den geheimnisvollen Vorgängen der Seele und des Geistes darzustellen und die Gefahr geredeten Literaturwissens zu vermeiden. Paul Helwigs neues Lustspiel In der ersten Uraufführung der neuen Düsseldorfer Spielzeit dokumentierte das Schauspielhaus mit Otto Ströhlins dezent ordnender Lustspielregie den betonten Willen zum feingelenkigen Kammerspiel und sicherte dem neuen lustig-unterhaltsamen Stück einen von ununterbrochenem Schmunzeln begleiteten Wirkungserfolg. Zur „Schwarzen Magie“ als den dunklen Mächten im menschlichen Dasein rechnet hier auch die Eifersucht. Durch ihre Mobilmachung als Prüfstein wahrer Liebe werden zwei Paare mit dem Feuerwerk leichter und schwerer gewogener Pointen köstlich durcheinandergewirbelt. Erfolg: die Geister, die man ruft, wird man schwer wieder los, und sie werden doch schließlich restlos ausgekehrt, weil ja ein Lustspiel zur Debatte steht. » - Emst Suter Neue Sänger am Mannheimer Nationaltheater Hans Leyendecker (links), der neuverpflichtete Charakterbariton, stellte sich als Scarpia in Puc- cinis „Tosca“ vor. — Anton John (rechts), der neue lyrische Tenor des Nationaltheaters, als Ta- mino in Mozarts , .Zauberflöte". , Aufn.; K. Klauß (2) Geist und Tat der Jugend Mit der Deutschen Wochenschau erlebte dt# von der Reichsjugendführung herge-' stellte erste Folge der Filmschau „Junget! E u ro p a“ ihre Erstaufführung in den deut-‘ sehen Filmtheatern. Der Bildstreifen, der sechs-* bis zehnmal im Jahr vom Einsatz der Hitlerjugend und der gleithgerichteten Jugendorganisationen der im Kampf stehenden jungen europäischen Nationen berichtet, hat das Ziel, der Elternschaft in die Aufgabenstellung der Jugend Einblick zu gewähren und die Jungen und Mädel selbst noch stärker für den Kriegsdienst zu aktivieren. Der Film hat damit die Mittlerrolle zwischen Elternschaft und Hitler-Jugend übernommen; während 95 Prozent der Angehörigen des Führerkorps der HJ an der Front stehen und dadurch Aufklärungsabende ausfal- len müssen, entwirft der Film ein eindrucksvolles Bild von Notwendigkeit und Auswirkung des vielseitigen Einsatzes der verantwortungsbewußten Jungen und Mädel. Er zeigt, daß die Jugend, für deren Zukunft das gigantische Ringen nicht zuletzt geführt wird, selbst zur wesentlichen Mitarbeit bereit ist. Die Geländeübungen der HJ sind, wie der Film zeigt, keine Kriegs-„Spiele“, sondern eine vormilitärische Erziehung, die bereits hervorragende Ergebnisse gezeigt hat: der Film zeigt HJ-Führer im Regiment Großdeutschland und läßt erleben, wie die Marine-HJ dem Vorbild jener Männer nacheifert, die durch ihre kühnen Waffentaten alle Welt aufhorchen lassen. Die Wehrerziehungsläger der HJ stellen der deutschen Wehrmacht vorgebildete Kräfte zur Verfügung, denen die Grundbegriffe des soldatischen Einsatzes vertraut sind. Auch die Einsatzmöglichkeiten in der Heimat, bei der Feuerwehr, im Verkehrsdienst, bei der Landhilfe im Osten usw. werden beleuchtet. Spürbar wird der Geist, der die Jugend freudig und mit jugend- hafter Begeisterung schaffen und reifen ließ. Trotz Härte der Arbeit, trotz mancher Entbehrungen bestimmt das Lachen das Antlitz der deutschen Jugend, die in schroffem Gegensatz zu den verkommenen und armseligen Geschöpfen des bolschewistischen Rußland steht. Der Film erhielt beim europäischen Jugendfllmwett- bewerb in Florenz den ersten Preis in der Gruppe Dokumentarfilm, und errang die Prädikate staatspolitisch und künstlerisch wertvoll. Deutsche Kunst der Goethe-Zeit Vorträge der Mannheimer Kunsthalle Der starke Besuch, den die Vorträge der Städtischen Kunsthalle Mannheim noch im Frühjahr fanden, rechtfertigt die Veranstaltung von zwei Vortragszyklen auch im kommenden Winter. Die vorweihnachtliche Reihe nimmt die Kunst der Goethe-Zeit . zum Gegenstand. Das Thema ist, wie die Ankündigung der sechs MqrgenVeranstaltungen im Musensaal zeigt, weit gespannt. Das entspricht nicht nur der künstlerischen und ästhetischen Universalität Goethes in seinem Verhältnis zur Architektur, zur Malerei und zur Plastik, sondern auch den großen klassizistischen und romantischen Geistesströmungen, welche die Jahrzehnte um die Wende des achtzehnten Jahrhunderts bewegten. Am Beginn dieses Vortragsringes spricht Richard Benz (Heidelberg) über „Goethe und die bildende Kunst seiner Zeit“ (11. Oktober), die Kunst des Klassizismus be- ■ handelt Viktor D i r k s e n (Wuppertal). Zwei Sönntagsvorträge sind den Hauptvertretem der norddeutschen Romantik Vorbehalten: Philipp Otto Runge, dessen Persönlichkeit und Werk Walter Passarge (Mannheim) darstellt, und Caspar David Friedrich’, dessen Schaffen Oskar Schürer (Darmstadt) würdigt. Themen der beiden abschließenden Vorträge sind die romantische Zeichenkunst (H. Köhn, Essen) und die Gärten der Goethe-Zeit (Fritz M u t h - mann, Krefeld). Beginnend am 10. Januar, führt der zweite Vortragsring der Kunsthalle an bedeutende Kunststätten Italiens, vorwiegend aus den Zeiten, in welchen die italienische Baukunst, Malerei und Plastik entscheidend auf den Kunststil im nördlicheren Europa einwirkte. A. E. Brinckmann (Frankfurt) spricht über „Rom in der Renaissance und im Frühbarock“ sowie über „Rom im Hochbarock und im achtzehnten Jahrhundert“, Walter P a a t z (Heidelberg) über Florenz und Bruno Grimschitz (Wien) über Venedig. Den Vortragsreihen geht als Sonderveranstaltung eine Gedenkstunde zum zehnten Todestage von Max S1 e v o g t, dem großen deutschen Impressionisten, vorauf. In ihr spricht am Todestage Slevogts (20. September) der Direktor der Mannheimer Kunsthalle Dr. Walter Passarge über den Meister und sein Schaffen. Unbekannte Mozart-Tanze „Ausgewählte Tänze“ aus der Ballettmusik „Le gelosie del Seraglio“ von W. A. Mozart wurden im Schloß zu Schleißheim zu klingendem Leben erweckt. Der Stoff des 1771 in Mailand uraufgeführten Balletts ist längst verschollen, von der Musik ist nur noch eine flüchtige Skizze vorhanden, die August Schmid- Lindner als Grundlage für seine ebenso stilvolle wie feinsinnige Ergänzung und Instrumentation diente. Von der türkisch gefärbten Melodik dieser Musik führt die Brücke ohne Umwege zur „Entführung“, deren beschwingte Anmut auch in der schwärmerischen Heiterkeit der Tänze aufklingt. Einst sollen sie dem berühmten Ballettmeister Noverre als Unterlage seiner Kunst gedient haben, und es steht zu erwarten, daß unsere Tänzer mit der gleichen Freude ihre sprühenden Einfälle in Bewegung umsetzen werden. Durch reizvollen Bläsereinsatz gewinnt die Partitur des bis heute unbekannt gebliebenen Werkes an Farbe und Wohllaut. Schmid- Lindner hob das Werk mit seinem Kammerorchester in funkelnder Klangprägung aus der Taufe. Friedrich W. Herzog Kleiner» Kulturspiegel Die Technische Hochschule in Karlsruhe teilt mit, daß der Hochschulbetrieb auch im Wintersemester 1942/43 in vollem Umfange weitergeführt wird. Im 76. Lebensjahr Ist in Wiesbaden der Kunstmaler Carl Watzelhan gestorben. Ein gebürtiger Mainzer, wirkte er bis 1899 in Nordamerika. In Wiesbaden gründete er eine Malerschule, die große Beachtung fand. Dem a. o. Professor Dr. Ernst Merker (Gießen) ist unter Ernennung zum ord. Professor ln der Naturwissenschaftlichen Fakultät an der Universität Freiburg der Lehrstuhl für Forstzoologie übertragen worden. Die Städtischen Bühnen Freiburg bringen zum 50. Geburtstag des in Freiburg geborenen Komponisten Bruno Stürmer in einem unter Leitung von Opemdirektor Bfuno Vondenhoff stehenden Kammerorchesterkonzert Stürmers Konzert für Streichorchester, op. 100 zur Erstaufführung. Die diesjährige Spielzeit wurde mit „Ariadne auf Na- xos“ von Richard Strauß und mit Goethes „Egmont“ eröffnet. An die Kunstschule in Mülhausen wurde der Graphiker Peter Brand (Krefeld) berufen. Die Stadt Mülhausen stiftete der Universität Freiburg einen Preis von 5000 RM. für die beste Arbeit auf dem Gebiet der kommunalen Forschung, deren Ergebnis für den kulturellen Aufbau und die Entwicklung der Stadt Mülhausen und des' Oberrheingebietes, insbesondere des Sundgaues, Bedeutung besitzt. Schutz vor den Banken? Die Hilfskassenrendanten des Reiches Abschluß von Lohnmälzungsverträgen Oer Abschluß von Lohnmälzungsverträgen, das heißt Verträgen, die die Herstellung von JJraumalz aus Braugetreide der Ernte 1942 im Lohn für Rechnung des Auftraggebers zum Gegenstand haben, bedarf laut Anordnung der HV der deutschen Brauwirtschaft der Genehmigung des Vorsitzenden der Hauptvereinigung. Die Genehmigung ist vom Auftraggeber bis spätestens zum 31. Oktober 1942 unter Vorlegung des Lohnmälzungsvertrages in doppelter Ausfertigung bei der HV zu beantragen. Die den Auftrag ausführende Mälzerei' darf mit den Mälzungsarbeiten erst beginnen, wenn ihr vom Auftraggeber eine mit dem Genehmigungsvermerk der HV versehene Ausfertigung des Lohnmäi- zungsvertrages vorgelegt worden ist. Bei bereits früher von der HV genehmigten Lohnmälzungsverträgen von mehr als einjähriger Dauer hat der Auftraggeber die Menge des in der Kampagne 1942/43 auf Grund dieses Vertragsverhältnisses tatsächlich im «Lohn zu ver- mälzenden Braugetreides der Ernte 1942 bis zum 31. Oktober '1942 der HV zu melden. Für die Vermälzung von Braugetreide der Ernte 1942 im Aufträge von Hausbrauern ist der Abschluß eines Lohnmälzungsvertrages nicht erforderlich. Die Verarbeitungsbetriebe sind jedoch verpflichtet, die Gesamthöhe der für Hausbrauer im Lohn vermälzten beziehungsweise der im Umtausch gegen Malz von Hausbrauern angelieferten Mengen von Braugetreide zu Beginn jeden Monats für den vorhergehenden Monat der HV zu melden, erstmalig Anfang Oktober für die bis zum 30. September 1942 seit Beginn der Kampagne vermälzten oder umgetauschten Braugetreidemengen. Eindeckung mit Hopfen. Nach einer Anordnung der HV der deutschen Brauwirtschaft dür-^ fen die Brauereien nur diejenige Menge Hopfen der Ernte 1942 aufnehmen, die ihrem' Bedarfe vom Beginn der diesjährigen Hopfensaison bis zum 31. März 1943 entspricht. Eine Verpflichtung der HV kann Ausnahmen von demVor- ichriften dieser Anordnung zulassen, die am Tage der Verkündung in Kraft getreten ist. Reichsstelle Kautschuk. Zur „Reichsstelle Kautschuk“ "wurden die Reichsstelle für Kautschuk und Asbest und die Reichsstelle für Ruß mit Wirkung vom 15. September vereinigt. Wintershall AG, Berlin-Kassel. Die Hauptversammlung nahm die Kapitalberichtigun| um 25 auf 150 Mill. RM. zur Kenntnis und setzte die Dividende für 1941 auf 5 Prozent fest (im Vorjahr 6 Prozent auf das alte Aktienkapital). Weiter wurde dem Vorstand eine auf fünf Jahre bemessene Ermächtigung erteilt, das Grundkapital um bis zu 50 Mill. RM. zu erhöhen. Zur Begründung dieser Maßnahme wurde darauf hingewiesen, daß die Gesellschaft sich sichern wolle, um für alle Möglichkeiten der späteren Entwicklung gewappnet zu sein. Ein konkreter Anlaß für die Verwendung neuer Mittel liege gegenwärtig nicht vor. Da die besondere ministerielle Genehmigung zur Überschreitung der Höchstzahl der Aufsichtsratsmitglieder abgelaufen ist, sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden: Banfedirektor Otto Bollmann (Hannover), Direktor Ernst Hagemeier (Frankfurt am Main), Frau Maria Marckhoft (Bochum), Bankdirektor Oswald Rösler (Berlin) und Generalkonsul Dr. August Strube (Hemelingen). _ Im Zusammenhang mit der Erörterung der Bankenrationalisierung, die gegenwärtig wieder lebhaft im Gange ist, verdient die Frage beantwortet zu werden, ob denn mit der heutigen Stellung der Banken eine Ausdehnung ihrer Machtposition verbunden ist. Eine interessante Betrachtung über dieses Thema stellt die bekannte Zeitschrift „Die Bank“ in ihrer in diesen Tagen herauskommenden Ausgabe an. Sie weist einleitend darauf hin, daß die Auswirkungen der Kriegsfinanzierung die Bilanzen aller Kreditinstitute stark anschwellen ließen und daß die Bilanzsumme der Filialgroß- banken seit Kriegsbeginn bis Ende 1942 zum Teil schon eine Verdoppelung erfahren haben dürfte. Bei der Beurteilung solcher Ziffern müsse man sich aber darüber klar sein, daß die Einflußsphäre dieser Institute keinesfalls entsprechend dem Bilanzzuwachs gewachsen ist. Ja, man wird bezweifeln dürfen, ob der Einflußbereich mit der Bilanzausweitung der letzten Jahre überhaupt zugenommen hat. Man charakterisiert die kriegsbedingte Stellung der Banken mit Prof. Dr. Hettlage, dem Generalrefe-, renten im Reichsmunitionsministerium, vielleicht am besten als Hilfskassenrend an- ten des R e i c h e s Die allgemeine Verflüssigung der Wirtschaft hat die Bedeutung der Banken als Kreditquelle und damit auch ihren Einfluß auf Industrie und Handel jedenfalls eher gemindert. Die Beschränkung der Anzahlungen für Rüstungsaufträge wird vielleicht zwar die Aussichten auf eine etwas stärkere Wiedereinschaltung der Banken in die Finanzierung wirtschaftlicher Unternehmungen erhöhen, aber sicherlich nur im Sinne einer Intensivierung alter Beziehungen und nicht im Sinne einer Ausdehnung der „Machtpositionen“ der Banken. „Die Bank" stellt dann die Frage, wann denn überhaupt von „Machtpositionen“ gesprochen werden kann. Nach der öffentlichen Meinung dann, wenn die Banken in den Aufsichtsräten vieler Aktiengesellschaften vertreten sind. Mit einer Reihe von Argumenten wird nun dieser Auffassung entgegengetreten. Es wird darauf hingewiesen, daß dasDepotaktienstimm- Zigarrenverpackung wird vereinfacht Schon im März hatte der Leiter der Fachuntergruppe Zigarrenkisten- und Zigarrenein- wickelformen-Industrie eine weitgehende Vereinfachung ln der Verwendung und Herstellung von Zigarrenkisten aus Holz angeordnet. Jetzt ist diese Rationalisierung in der Zigarrenverpackung noch einen Schritt weiter geführt worden. Gemäß dem Worte, daß es im Kriege aut den Gehalt ankommt und nicht auf die äußere Packung. In der neuen Anordnung, die bereits vor kurzem in Kraft getreten ist, heißt es, daß der Aussatz, die Beränderung der Zigarrenkisten Ulit Streifen, Deckelbildern, Etiketten usw. und ähnliche Ausstattungsteile fortzufallen .haben, dagegen sind Staubblatt oder lose Aufleger erlaubt. Vorhandene Klebstoffbestände, soweit sie nicht bei der Aufbrauchung vorhandener bunter Streifen zu benutzen sind, recht der Banken nach dem neuen Aktiengesetz von 1037 eine neue Beurteilung erfordert. Die Hauptversammlung ist ja nicht der oberste Verwaltungsträger der Aktiengesellschaft mehr. Ihr beherrschender Einfluß ist entfallen. Leitung und Geschäftsführung der Aktiengesellschaft liegt jetzt bei dem Vorstande. Es ist also eine starke Verlagerung der Zuständigkeiten eingetteten. Eigentlich ist das Stimmrecht nur noch wichtig im Hinblick auf das Mitbestimmungsrecht, das es bei der Zusammensetzung des Aufsichtsrats gewährt. Zwar ist nicht zu bezweifeln, daß die Banken bei der Ausübung des Depotaktien- stimjprechts auch ihre eigenen Interessen vertreten, es sei denn, daß die Banken an Weisungen der Aktionäre gebunden sind. Diese Vertretung der eigenen Interessen der Banken ist in aller Regel jedoch auch die beste Vertretung der Interessen der freien Aktionäre. Die Erfahrung beweist ferner, daß der Bankmann im Aufsichtsrat für das Unternehmen fast immer den Wert eines zuverlässigen finanziellen und banktechnischen Beraters hat, eines Zubringers auch von geschäftlichen Verbindungen. Die Vertretung der Splitteraktionäre in den Aufsichtsräten gehört zu den treuhänderischen Aufgaben der Banken, denn der einzelne freie Aktionär würde diese Aufgabe fast nie selbst wahrnehmen können, weil seine Stimmenmacht praktisch meist eine Stimmenohnmacht bleibt. Die Tantieme ist daher auch gleichsam eine Gebühr für diese treuhänderische Arbeit. Schließlich ist zu berücksichtigen, daß die Vertretung der Banken in den Aüfsichtsräten häufig überhaupt nur aus flnanzgesohäftlichen Beziehungen zu erklären ist, und weiter ist zu bedenken, daß die Banken meistens auch die gegebenen Vertreter der Gläubigerinteressen sind. Solche und ähnliche Gedanken haben auch da 2 u geführt, daß das Depotstimmrecht der Banken im neuen Aktiengesetz aufrechterhalten worden ist. Das Wort „Schutz vor den Banken?“ umreißt also keinesfalls ein aktuelles wirtschaftspolitisches Problem. Die Diskussion über „Machtpositionen“ der Banken kann, wenn man das alles zusammenfaßt, nicht als aktuell angesprochen werden. dürfen zur Verhütung des Verderbs in den Preislagen von mehr als 20 Rpf. Banderolenpreis bei Zigarren und von mehr als 10 Rpf. Banderolenpreis bei Zigarillos auch zur Beränderung und Ausstattung der Kistchen bis auf weiteres aufgebraucht werden. Die Festsetzung eines Zeitpunktes, von dem ab auch dies nicht mehr gestattet ist, bleibt Vorbehalten. Bei Zigarren von 20 Rpf. und Zigarillos von 10 Rpf. an aufwärts ist die Herstellung genagelter oder gehefteter Halbkabinettkist- c h e n unter folgenden Bedingungen zulässig: Solche Kistchen dürfen nur den bisherigen Beziehern in den bisherigen Sorten und Mengen geliefert werden. Die Lieferung von Halbkabinettformaten ist allgemein verboten; verboten ist auch die Herstellung und Benutzung von Schatullen, Vollkabinettkistchen, geleimten upd gezinkten Kistchen aus Holz. Gleiches gilt auch für Sonderpackungen. ( SPORT UND SPIEL ) Fußball der Kreisklasse Mannheim E. P. Für die Spiele der Kreisklasse Mannheim, in der die bisherige Bezirksklasse sowie die Kreisklassen 1 und 2 aufgegangen sind, ' haben nun zwölf Vereine gemeldet, die am 4. Oktober mit der Pfliqhtspielen beginnen werden. Es sind dies: Phönix Mannheim, FV Weinheim, FVgg. 98 Seckenheim, FV Oftersheim, TV 48 Mannheim, FV Ladenburg, VfB Kurpfalz Neckarau, FV Rohrhof, FV Wiesental, BWG Daimler- Benz, BWG Bopp & Reuther, BWG Hommel- werke. . Von den alten Vereinen vermißt man unter anderen den diesjährigen Meister der Bezirkklasse SC Käfertal, Friedrichsfeld und Ilvesheim, sowie die ewigen Weggenossen 07 und u8 Mannheim, von denen man zumindest die Bildung einer Spielgemeinschaft erwartet hatte. Rund um den Friedrichsplatz E. P. In letzter Stunde hat das Meldeergebnis für das Sonntagnachmittag 14 Uhr zum Austrag kommende Rundstreckenrennen „Rund um den Friedrichsplatz“ noch eine wesentliche Steigerung erfahren, Im Lauf der Senioren über 80 Runden mit 64 km geht nun u. a. auch der Stuttgarter K i m m i g an den Start, so daß mit Hörmann, Bühler, Kittstainer, Traudes, Munk, Knipper, Voggenreiter usw. ein überaus starkes und erste Spitzenklasse darstellendes Feld zu erwarten ist, das für guten Sport garantiert. Im Lauf der Junioren starten u. a. die Erst- placierten des letztsonntäglichen Rennen „Preis der Zukunft“, Kre-Imes, Waibel, Koob, die sich mit Fahrern aus Baden, Pfalz und dem Maingebiet den Rang streitig machen werden. Wer gegen wen? Fußball: VfL Neckarau — FV Daxlanden, VfTuR Feudenheim — VfR Mannheim, Phönix Karlsruhe — SV Waldhof (Meisterschaftsspiele); SV 1898 Schwetzingen — SC Käfertal (Aufstiegspiel). Radfahren: Straßenrennen „Rund um den Friedrichsplatz“. Sport in Kürze Stuttgart und Augsburg tragen am 20. September in der Adolf-Hitler-Kampfbahn einen Fußballstädtekampf aus, der im Mittelpunkt der Stuttgarter WHW-Veranstaltungen stehen wird. Der geplante Gatikampf Württemberg — Elsaß kam nicht zustande. Der Karlshorster „Preußen-Preis“ (30 000 Mk.) wurde am Donnerstag in einem Jagdrennen über 4400 m überraschend von Hero unter W. Schmidt -mit */i Länge gegen den Alpenpreis- Sieger Sifflet gewonnen. Es waren nur vier Pferde am Start. Der 3. Kegel-Länderkampf zwischen Deutschland, Finnland und Schweden findet im nächsten Jahr in Berlin statt, nachdem 1941 Helsinki und kürzlich Stockholm der Schauplatz waren. Hakenkreuzbanner Vertag und Druckerei G.m.b.H. Verlagsdirektor Dr. Walter Mehls (zur Zelt kn Felde), stellvertretender Hauptschriftleiter Dr. Kurt Dammann. Familionanzoigon Unser ‘twöttes Khid Dagmar Elke Herin» ist angekommen. In gro- ßer’FreüaSfjfrtu'Eüike Ffsoher, geb. Mohr (z. Z. Privatentbindungsheim Altendorf, Neckarau (Waldhornstraße 25a), Hermann Fischer (Leutn., z. Z. im Osten). Mannheim (R 7, 49), 10. 9. 1942. Als Verlobte grüßen: Elisabeth Traub - Helmuth Demmer. Mannheim (Schlageterstraße 3), Ludwigshafen* a. Rh. (Falkenstraße 13), 12. September 1942. Wir haben uns verlobt: Friedei Cardano - Paul Schacht (z. Z. Wehrm.). Waldhof (Eichenweg Nr. 3), den 12. September 1942. Wir geben unsere Kriegstrauung bekannt: Hans-Karl Kiefer - Offei Kiefer, geb. Kienzlc. Mannheim, Burgstr. 35-37, Hö- ferstr. 5, den 12. Sept. 1942. Wir haben uns vermählt: Ludwig Hintennach (Uffz.), Friedl Hin- tennach, geb. Kölbl. Mhm.-Nek- karau (Angelstr. 30), 12. 9. 1942. Ihre Vermählung geben bekannt: Georg Schröbel, z. Z. Wehrm., Käthe SchrSbel, geb. Wörz. Mannheim, E 1, 14, 12. Sept. 42. Ihre Kriegstrauung geben bekannt: Hermann Pickartz, Uffz., z. Z. im Felde, Henny Pickartz, geb. Klein. Mannheim-Waldhof, Wachtstr. 10. den 12. Sept. 1942. Wir haben uns vermählt: Hans Bender (z. Z. im Felde), Hannel Bender, geb. Braun. Mannheim (N 4. 5). den 12. September 1942. Kirchl. Trauung Sonntag, den 13. 9. 42, Konkordienkirche 14.00 Als Vermählte grüßen: Kurt Schmitt. Hildegard Schmitt, geb. Hank. Mhm.-Waldhof (Langer Schlag 107), Mannheim (G 5, 8), den 12. September 1942. Wir wurden heute getraut: Ludwig Fritsch, Johanna Fritsch, geb. Zimmermann. Schwäb.-Hall (Spitalmühlenstr. 8), Mannheim (Rheindammstraße 49), 12. 9. 42. Gleichzeitig begeht Georg Zimmermann seinen 75, Geburtstag. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir bestens. August Schäfer (Feldw.) u. Frau Traudel, geb. Hahn. Mannheim, (Max-Josef-Str. 3), 12. Sept. 42. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir unseren herzl. Dank. Uffz. Karl Hägele und Frau. Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich. Ludwig Baus u. Frau Anneliese, geb. Hammelmann. Mhm.-Waldhof, Waldstraße 51, den 12. September 1942. Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Hans Kattermann - Friedei Kattermann, geb. Bi-cMer. Mannhm.- Waldhof, Unter den Birken 23, Feudenheim, den 11. Sept. 1942. Bel den schweren Kämpfen im Osten starh, vier Tage vor Vollendung seines 20. Lebensjahres, Unser IKBer SbBn, BrudW, Enkel und Nene •*' Harbin Eitler - FUtlliar In (inten Infanterie-Regiment lür Führer. Volk und Vaterland den Heldentod. Mhm.-Neckarau (Katharinenstraße 70), Kaltenbach, Berlin, Linz, Karlsbad, Wien, den 11. September 1942. In tiefer Trauer: loset Eislar und Frau Maria, geh. HnwHk, Eltern; Betr. last! Eislar, ■rudtr (z. Z. Wehrm.); Elsa Eislar, Schwester; lullana Eislar, GroBmut- ter; Obltn. Kilian .Eislar und Fam.; Martin Eislar u. Fam.; Otta Eislar; Ferd. Nowotny und Fam.; Franz Hawlik u. Fam.; losaf »arger und Fam.; lastl Hawlik u. Fam.; Ftrd. -Hawlik u. Fam. Wir verlieren in dem Gefallenen einen tüchtigen, lieb. Arbeltskameradeh BetritksIDhrung und Oalolgschaft Hilgtr * Karn, Mannheim. Unlaßbar und unerwartet traf uns die Nachricht, daB mein herzensguter Gatte, unser guter Vater und Sohn. Schwiegersohn, Bruder. Schwager und Onkel SA-ReftanfUlirar Pr. Karl Gumber Gtfrtltar In tlnsm Infanttrie-Reglmtnt Inh. d. Waatwall- u. Varw.-Ahialchans bei den schweren Kämpfen im Osten im Alter von 22Ui Jahren den Heldentod fand. Mhm.-Käferta! (Kurze Mannh. Str. 40), Feudenheim (Sdiarnhorststr. 19), den 12. September 1942. In tieler Trauer: Frau Erna »amhar, gab. Schätzla; Klndar Ursula und Irana; Familie Heinrich Semlier, Eltern; Paul Schätzla (z. Z. Im Osten) und Falb., Schwiegereltern; Fam. Karl Flittertr (Käfertal); Fam. Willy Unk (Feudenheim); Farn. Heb. Sambar (Singen, z. Z. im Osten); Fam. Friadr. Sam- bar (Berlin, z. Z. Wm.); Fam. Willy Klassen (Mannheim); Fam. , Willy Brand (Kisslegg, Ailg., z. Z. Afrika); Anni Samkar; Wllh. Sambar; Ruth Sambar; Inga Schätzla. Mit der Familie trauern um ihren lieben Arbeitskameraden die Batriabsf&hrung u. Stfolgschaft der Rhein. Fapiermanulaktur Harm. Kräht Tiefersdiüttert, unfaßbar u. hart trat uns die schmerzliche Nachricht, daB mein innigstgeliebter, treubesorgter Gatte, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Emil Köhlwr Okargatraltor in einem Planier - Batl. durch ein tragisches ‘Geschick in der Heimat den Tod gefunden hat. Er folgte kurz im Tode seinem Bruder und seinem Schwiegervater. Wer ihn kannte, weiB, was wir verloren. Neckarhausen, den 11. Sept. 1942. GartenstraBe 17. In tieler Trauer Frau Maria Kähler, gab. Zlaher, mit Angahärigan. Beerdigung findet am 12. Sept. 1942, um 18 Uhr, statt. Mit den Hinterbliebenen betrauern an chwir den Verlust unseres treuen Mitarbeiters, der nahezu 18 Jahre bei uns tätig war. Betriebsführung und Salalgschaft Geschwister Witzigmann, R 7, 25 Unlafibar nnd unerwartet erhielten wir die traurige Nachricht, daB mein, lieber Mann, Väter'' seiner 3’ Kinder,' mein lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel „;W ^ Wlill Nfare Bkargalr. in einer Panzarjägar-Kamp. in ded schweren Kämpfen im Osten für sein Vaterland gefallen ist. Mannheim (S 3, 3), den 9. Sept 1942. In tiefem Schmerz:' Maria Nlas und Klndar; Fam. Karl Lähr, Schwiegereltern; Karl Lähr (z. Z. Wehrm.) und Frau; Karallna Bugart, Mutter; Baorg Müller und Frau, Schwester, nahst Verwandten. Unlaßbar hart traf uns die Nachricht, daß unser lieber, guter Sohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Kaufmann Karl Rupp Safrtltar la einer Art.-Aht. bei den schweren Abwehrkämpfen im Osten im 32. Lebensjahre den Heldentod starb. Mannheim, den 11. September 1942. AugartenstraBe 55. In tiefem Leid: laan Rupp u. Frau Maria, gab. Fuchs; Frau Elisabeth Ziaglar, gab. Rupp; Erich Ziaglar und Kinder Wolfgang und Ulrike nabet allen AngahErlgan. Der Trauergottesdienst findet am Montag, 14. Sept., in der St.-Peters-Kirche um 9 Uhr statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. Durch ein tragisches Geschick wurde uns unser lieber, ältester Sohn, mein guter Bruder, Nette und Onkel Engulbarl Schmieg Obargefreltar bei ainer Flak-Batt. genommen. Er gab sein junges Leben für Führer, Volk und Vaterland. Mannheim (U 5, 17). 11. Sept. 1942. In tiefer Trauer: Fam. Wilhalm Schmieg nahst allen AngahErlgan. Statt jeder besonderen Anzeige! Nach einem arbeitsreichen Leben voll treuester Pflichterfüllung ist mein geliebter Mann, unser lieber, guter Vater, Schwiegervater und Opa Franz van Bloedav Studisnrat I. R. kurz vor der Vollendung seines 70. Lebensjahres von uns gegangen. Mannheim, den 10. September 1942. RosengartenstraBe 17. In tiefstem Leid: Frau Xnny v. Bloedau, gab. Schwächt Ernst.von Bloadan (z. Z. im Osten) u. Familiär Familia Max v. Bloedau. Die Feuerbestattung findet in aller Stille statt. • Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen. Todesanzaiga Mein lieber, herzensguter Mann, Bruder, Sohn, Schwager, Schwiegersohn dhnd Onkel Nikolaus Bahn ist gestern nach langem, schwerem Leiden, jedoch unerwartet, im Alter von 41 Jahren rasch von uns gegangen Mannheim, den 11. September 1942. WaldhofstraBe 163. 4 In unsagbarem Schmerz: Katharina lohn, gab. Roda, nahst Verwandten. Beerdigung: Samstag, 2.30 Uhr, Haupt- friedhof. Hart und unfaBbar erreichte uns die schmerzliche Nachricht. daB mein lieber, treuer und berzeps- guter Mahn, mein elnziggeliebter Papa, unser Heber, guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Artur Zoller MS-SchOtze In ainam Infanterie - Ragt, bei den schweren Kämpfen im Osten in treuer PfiidtterfUUung für Führer, Volk und Vaterland im blühenden Alter von 30 Jahren den Heldentod tand. Mannheim (U 4, 22) nnd S 6. 12), Rheinau (Durlacher StraBe 92). In unsagbarem Leid: Frau Maria Zallar, gab. Ochs, and Klein-Carmtn; Bernhard Zallar und Frau Christine, gab. Ehrlar; Philipp Ochs und Frau Frieda, gab. Blass; Gaorg Zallar (z. Z. im Felde); Reinhard Weidmann u. Frau Sustal, gab. Zallar; Anna Ochs und Hans Ochs nahst allen Verwandten. Mit den Hinterbliebenen trauern auth wir um einen braven und fleißigen Mitarbeiter. Führung und Gefolgschaft dar Fa. Motorenwerke Mannheim A.-B. vorm. Benz, Abt. slat. Motorenbau. Tedasanzaiga Heute entschlief nach tanger Krankheit mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Bruder, Onkel, Schwager und QroBvater Pr. Ludwig Bühl Bezirksschamstsinfsgsrrasistar im Alter von 65 Jahren. Mhm.-Sandhofen, den 10. Sept. 1942. KalthorststraBe lb. In tiefer Trauer: Frau Gertrud Bühl, gab. leite; Frau Elisabeth Bär, gab. Bühl, und Fam.; Ptarrer Wllh. Bär (z. Z. Wehrm.); Richard ROM (z. Z. Wehrm.) und Verwandta. Beerdigung: .Sonntagmittag in Adelsheim. Danksagung Für die überaus zahlreichen Beweise mündlicher und schriftlicher Anteilnahme heim Heldentod meines geliebten Mannes, unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Neffen u. Onkels, Maximilian Furrar, Feldw., 0.-A., Zugführer i. e. Fionier-Batl., sagen wir unseren herzlichsten Dank. Mannheim, den 10. September 1942. Sedcenheimer StraBe 78. Frau Irma Furrar, gab. Mltsch, und AngahSriga. ■ Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme sowie für die vielen Kranz- und Blumenspenden beim Heimgang unserer lieben Mutter. Groipmt- ter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwägerin u. Tante, Anna Blechmann Witwe, sagen wir allen herzl. Dank. Besonderen Dank Herrn Stadtpfarrer Lutz für seine liebevollen Worte. Mannheim (M 6, 17), 11. Sept. 1942. Dia trauernden Hinterbliebenen. Danksagung Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher und liebevoller Anteilnahme anläßlich des Heldentodes meines herzensguten, einzigen, unvergeßlichen Sohnes, Enkels uifd Neffen, Ernst Schuhmacher, Oefr. in ein. Panzer-Abt., spreche ich aut diesem Wege meinen herzlichen Dank aus. Edingen, den 8. September 1942. ScbuTstraBe. Frau Margaretha Schuhmacher und alle Angahärigan. Danksagung Wir danken herzlich allen denen, die meiner lieben Schwester;- unsere» gut.’ Schwägerin und Tante. Frau Ottilla Boppra Wwe., die letzte ghre erwie- sün uni durch Kranz- uni Bfntneftspen- den sowie Beileidsbezeigungen ihrer gedacht haben. Heidelberg, den 12. September 1942. Hermann Rias und Kinder. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscbeiden meines lieben Mannes danke ich allen aufs herzlichste. Besonders danke ich der Siedlergemeinschaft, den Hausbewohnern, Betriebslührung und Gefolgschaft der Fa. Meerstetter,. für die vielen Kranz- und Blumenspenden und das ehrende Qeleit. Mhm.-Käfertal (Wormser StraBe 148). Käthe Düstar. Amtl. Bekanntmachungen Verteilung von Obst. Am 11. 9. 1942 erhielten sämtliche Verkaufsstellen des Gemeinschafts-, Werks und der Firma Johann Schreiber im Stadtkern und der Vororte Zuweisung, so daß für diese Verkaufsstellen die 7. Zuteilung bereits als abgeschlossen zu betrachten ist. In der Stadtmitte wurden folgende Kleinverteiler beliefert: 1-5, 7-8, 10-11, 13-19, 21-23, 25, 27-30, 34-40, 451-456, 41, 51, 73 und 74. Wir machen darauf aufmerksam, daß flie werdenden und stillenden Mütter bei jeder Verteilung dort, wo sie ihren Bestellabschnitt abgegeben haben, die festgesetzte Sonderzuteilung von einem Pfund Obst beanspruchen können. Städt. Ernährungsamt Mannheim. Kartoffalvarsorgung. Zum Bezug von je 7 Pfd. Kartoffeln in der Zeit vom 14. 9. 42 bis 26. 9. 42 werden hiermit die Abschnitte 4 (40) und 1 (41) des Bezugsausweises für Speisekartoffeln aufgerufen. Der Abschnitt ist bei Lieferung der Ware durch den Kleinverteiler abzutrennen und zu vernichten. StSdt. Ernährungsamt Mannheim. Viernheim, öffentliche Mahnung. Bezugnehmend auf meine öffentliche Erinnerung vom 3. September 1942 werden hiermit gemahnt: 1. Gewerbesteuer- Vorauszahlung 1942 Rj". 1. u. 2. Rate; 2. Bürgersteuer 1942 Kj. 3. Rate; 3. Musik-Schulgeld Juni-Sept. 1942; 4. Beerdigungskosten bis einschließl. Juli 1942. Eine Einzelmahnung der oben aufgeführten Steuern und Abgaben erfolgt nicht mehr. Ab morgen sind die verordnungsmäßigen Mahngebühren u. gegebenenfalls die bereits automatisch in Kraft getretenen Säumniszuschläge zu entrichten. Nach Ablauf von 10 Tagen ist der kostenpflichtige Einzug im Wege der Beitreibung zu erwarten. Viernheim, 12. Sept. 1942. Der Kassenverwalter. Vlarnhulm. Ausgabe der Lebensmittelkarten. Die Ausgabe der Lebensmittelkarten für die Zeit vom 21. September bis 18. Oktober 1942 erfolgt vom Dienstag, d«*H15.bIy‘Freitag, den 18. September 42, in der Bezugscheinstelle in nachstehender Ordnung. Der Personalausweis ist hierbei vorzulegen. Gruppe I und II: Dienstag und Mittwoch zu den auf den Personalausweisen angegebenen Ausgabezeiten. - Gruppe III (Selbstversorger) Donnerstag, , vorm. 8-12 Uhr, Pers.-Ausw.-Nr. 1-350, 1401-1750, 2801-3150, nachm. 14 bis 17 Uhr Pers.-Ausw.-Nr. 351-700, 1751-2100, 3151-3500. Freitag vorm. 8-12 Uhr Pers.- Ausw.-Nr. 701-1050, .2101-2450) 3501-3850, nachm. 14-17 Uhl Pers.-Ausw.-Nr. 1051-1400, 2451 bis 2800, 8851 bis Schluß. - Im Interesse einer reibungslosen Kartenausgabe wird um genaue Einhaltung der Ausgabezeiten ersucht. Wer seine Lebensmittelkarten nicht zur festgesetzten Zeit abholt, stört die Kartenausgabe u. muß damit rechnen, daß er nicht abgefertigt u. auf einen späteren Zeitpunkt verwiesen wird. Während der Kartenausgabe können weder bei der Kartenstelle - Zimmer 8 - noch bei der Bezugscheinstelle Anträge irgendwelcher Art gestellt werden. Ferner wird wiederholt darauf hingewiesen, daß an diesen Tagen Berichtigungen von Personalausweisen nicht angenommen werden können. - Die Verbraucher haben die Bestellscheine einschließl. der Bestellscheine 41 der Reichseierkarte und der Reichskarte für Marmelade (wahlweise Zucker) sowie die Bestellscheine der Bezugsausweise für Speisekartoffeln bis spätestens 19. September 1942 bei den Verteilern abzugeben. Viernheim, den 9. Sept. 1942. Der Bürgermeister. Anordnungen 0er NSDAP NS-Frauenschaft. Waldpark: Die Hefte Deutsche Hauswirtschaft könn. sof. bei Friedlin abgeholt werden. - Achtung Kindergruppenleiterinnen: 14. 9., 15.30 Uhr, wichtige Besprechung N 5, 1. - Horst-Wessel-Platz: Die Hefte Volks- u. Hauswirtschaft können am sichersten vormitt, bei Stephan, Brahmsstr. 3, abgeholt werden. - Feudenheim-West: 14. 9.. von 16-18 Uhr Abrechnung im Schützenhaus. Vortloigerungen Varrfatgarung. Das Finanzamt Mannheim-Stadt versteigert im Zwangsweg am 22. 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