AMscher Beobachter. ^N1«« 4 Erscheint täglich (Montag ausgenommen). Preis vierteljährlich 2 Mark SV Pfennige, wozu auswärts noch der Postzuschlag kommt. Dienstag, 4. Mai Jnsertionsgebühr die gespaltene Petitzeile »der deren Raum 12 Pfg., Reklamen 25 Pfg., bei öfterer Wiederholung entsprechender Rabatt. 188 «. Zum gegenwärtigen Stadium des Kulturkampfes. (Von einem exilirten Preußen im Wiener „Vaterland".) ES hat Staatsmänner gegeben, welche „Rom demüthigen" wollten bloS aus Haß gegen dieses „Rom", und ohne den Hauptzweck, dadurch ihrem Lande zu nützen. Andere Staatsmänner, wie z. B. Kaiser Diocletian, glaubten durch Bekämpfung des KatholiciSmus den Nutzen des Staates zu fördern. Von Fürst Bismarck hat man, so viel ich weiß, nie bezweifelt, daß er bei allen großen Actionen, auch bei Jnscenesetzung des Culturkampfes das preußische Königreich zu befördern glaubte. Nun, man kann sich irren: alle Welt ist heute wohl darüber einig, daß der Culturkampf bis jetzt dem Staate keinen Nutzen gebracht hat. Dagegen ist man noch nicht so weit gekommen, daß man einsteht: ein Friede mit „Rom", auf der jüngst von Fürst Bismarck proponirten Basis, würde dem preußischen Staate erst recht nichts nützen. Es wundert mich, daß man diesen Gedanken in der preußischen katholischen Presse noch gar nicht erörtert hat. Man kann freilich sagen: „Ein Friede auf jener Basis wird überhaupt nicht zu Stande kommen," und ich gebe das zu. Doch ist es, wie in manchen anderen Fällen, so auch in diesem, durchaus nicht nutzlos, das Unmögliche, sofern es erstrebt wird, einmal als „gegeben" anzusehen, und alsdann die Constquenzen ins Auge zu fassen, welche aus den Prämissen sich logisch ergeben würden. ES hat das nicht immer blos theoretische Bedeutung. Also: Gesetzt, der heilige Vater ginge auf Bis- marck's Insinuationen ein, was wären die Folgen für Preußen? Zunächst würde Fürst Bismarck freilich von einem großen Theile des preußischen Volkes als glorrreicher Triumphator gefeiert werden. Doch das hätte für den Staat selber wohl keine Bedeutung. Man würde bald dazu übergehen müssen, die geschaffene Situation nüchterner zu überschauen. Zuerst mit Befriedigung, bald aber mit ernsten Bedenken, würde man circa acht Millionen Unterthanen erblicken in einer ganz eigenthümlichen Lage und in einer dieser eigenthümlichen Lage völlig entsprechenden Stimmung. In dieser Richtung möchte ich, wenn ich auch nur ein armer exilirter Dorfpriester bin, ebenso richtig urtheilen können — kraft meines katholischen Jnstink'es und gestützt auf meine Kenntniß des katholischen Der Landesbase in's Stammbuch. Nach der Südsee fernen Inseln Wandern Deine Sympathieen! Ach, um Widerhall zu finden, Mühen sie so weit denn ziehen? Deutsches Wesen willst Du pflegen Im — austral'schcn Archipel! Liebe Base, woll' erwägen: Pfleg' es erst an Ort und Stell'. 8. V. Die neuen englischen Minister. Folgende kurze Mittheilungen über die Mitglieder des neuen englischen Cabinets dürften nicht ohne Interesse sein: Der Premierminister (Erste Lord des Schatzamtes) und Sch atz kan zier, William Ewart Gla^- stone, wurde am 29. Dezember 1809 zu Liverpool als Sohn eines reichen Kaufmannes geboren, studirte in Oxford Theologie und trat im Jahre 1834 das erstemal als Abgeordneter für die Stadt Newark, konservativen Grundsätzen huldigend, in das Parla- ment. Er ward noch in demselben Jahre UnterstaatS- sekret^ für die Kolonien. 1841 ward Gladstone unter mPeel Vicepräsident des Handelsamtes, 1843 Präsident dieses Amtes und Mitglied des Cabi- nets. Im Jahre 1845 legte er sein Amt nieder, nahm 1845 aber die Ernennung zum Staatssekretär für die Kolonien von neuem an, welches Amt er im Jahre 1846 durch den Sturz des Ministeriums Peel deutschen Volkes — wie ein hoher protestantischer Staatsmann, selbst wenn er Fürst Bismarck heißt. Die preußischen Katholiken — ich setze voraus, daß sie mst Leo XIII. gezwungen wären, den Frieden zu acceptiren — würden, mit dem Damoklesschwerte über dem Haupte, noch mißtrauischer und verdrossener werden, wie sie es bereits sind in Folge des offenen Culturkampfes, und das Triumph geschrei der Gegner bei ihrem Durchgänge durchs kaudinische Joch würde kaum geeignet sein, an der Sache etwas zu ändern. „Huos eso! Wagt es nicht, euch zu rühren! Schaut, die Ruthe der Mai-Gesetze hängt noch immer hinter dem Spiegel! Wenn ihr euch bemerklich macht, sollt ihr's schon fühlen!" Die Situation selber riefe das acht Millionen freigeborenen, Blut- und Geldsteuern zahlenden Unterthanen jeden Tag von Neuem zu. Das wäre eine Lage, welche man schon im Namen der Menschenwürde uns auch nicht einmal von ferne in Aussicht stellen sollte. Man denke sich in die Lage eines Abgeordneten hinein zur Zeit der der Regierung eingeräumten „diS- cretionären Befugnisse"! Stimmt er mit der Regierung, tönt von links ihm das Wort „Feigling" entgegen, stimmt er gegen die Regierung, so hieße eS von der Rechten: „Vergiß die Ruthe nicht! Die Regierung sieht sich in Anbetracht der „wenig entgegenkommenden" Haltung des Centrums nicht mehr in der Lage rc. rc." Man kennt den Stil der „Norddeutschen Allgemeinen" zum Ueberdruß. Was will Bismarck durch ein Uebereinkommen mit Rom erzielen? Will er die Sympathien der Katholiken für's Wohl und Wehe des Staates gewinnen, so verbrenne er die Ruthe und sage uns: Ihr seid keine Schulbuben, ihr steht nicht unter besonderer Staatsaufsicht, wie des Verrathes Verdächtige, ihr seid mit parlamentarischen Rechten ausgestattet, ihr seid keine Parias. Er zwinge uns nicht zu dem Seufzer: Man meint's übel mit uns, man will uns nimmer wohl; man löst uns die Ketten, wie Geßler sie dem Tell gelöst haben soll, welcher freilich „dem Hute keine Referenz erwiesen", aber im Sturme doch als der beste Erretter erschien. Man löst sie uns, wie man sie dem Bluthund löset, wenn man ihn braucht gegen den Nachbar. Es verräth keine Staatskunst, wenn man uns für immer das Vertrauen nimmt zu unserem Vaterlande! wieder verlor. Unter Lord Aberdeen wurde er dann im Dezember des Jahres 1852 Schatzkanzler, welchen Posten er bis zum Jahre 1855 bekleidete. 1859 übernahm -r unter Lord Palmerstone das Amt des Kanzlers der Schatzkammer und erntete als solcher seiner vorzüglichen Finanzverwaltung wegen viel Lob. Nach und nach ging Gladstone immer mehr in das Lager der fortgeschritteneren Liberalen über, er leitete unter dem Cabinet Ruffel im Jahre 1865 noch die Finanzen, trat 1866, als das Ministerium Derdy-Disraeli an's Ruder kam, aber zurück und von nun an in die entschiedenste Opposition, deren Führer er bald wurde. Im Jahre 1868 mit der Bildung eines neuen Kabinets betraut, leitete er dasselbe bis 16. Februar 1874, an welchem Tage er das Parlament auflöste und seine Entlassung gab, um dem Torykabinet unter Disraeli Platz zu machen. Der Minister des Auswärtigen, Earl George Leveson-Gower Granville, wurde 1815 geboren und im Christchurch-Collegium zu Oxford erzogen. Vom Mai 1835 bis August 1826 Attachb bei der Pariser Gesandtschaft, vom März 1840 bis September 1841 Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amte, vom Mai 1848 bis Dezember 1851 Vicepräsident des Handels- departements und Generalzahlmeister der Truppen, Commissär der Weltausstellungen von 1851 und 1862, Staatssekretär des Aeußern vom Dezember 1851 bis Februar 1852. Lordpräsident des Geheimrathes vom Dezember 1852 bis Juni 1854. Kanzler des Herzog- thumes Lancaster Juni 1854 bis Februar 1855; abermals Präsident des geheimen Rathes vom Februar 1855 bis Februar 1858, zum dritten Male von Juni 1859 bis Juni 1866, von Dezember 1868 bis Juli 1870 Staatssekretär der Colonien, von 1870 bis Tagesbericht. * Karlsruhe, 3. Mai. Deutsches Reich. Der Reichskanzler hat lebhaften Widerspruch gegen den Vorschlag des Senio- renconventS erhoben, wonach die Session des Reichstags am 12. Mai geschlossen und die Steuer» Vorlagen nicht mehr zur Berathung gelangen sollen. Die „Nordd. A. Ztg." bemerkt, „daß diese Entscheidung nicht dem Reichstage, sondern dem Kaiser zustehs." Verfassungsmäßig ist allerdings nur der Kaiser berechtigt, den Reichstag einzuberufen, zu entlassen oder aufzulösen. Der Senioren-Convent des Reichstages hat auch schwerlich einen Beschluß gefaßt, welcher die Deutung zulaffen könnte, als ob er oder der Reichstag jene dem Kaiser zustehende Befugniß usurpiren wolle, vielmehr kann es sich bei der von ihm gefaßten Resolution nur um die Kundgebung eines einhelligen Wunsches oder einer allgemeinen Ueber- zeugung von der Nothwendigkeit einer baldigen Schließung der Reichstags-Session gehandelt haben. Natürlich würde man sich eine solche Meinungsäußerung erspart haben, wenn die kaiserliche Entschließung bereits seststände. — Der Reichskanzler soll, dem„Börs.- Courier" zufolge, parlamentarischen Freunden gegenüber erklärt haben, er würde, wenn eS sein Gesundheitszustand irgend gestattet, bei der nächsten Berathung des Handelsvertrages mit Oesterreich-Ungarn im Reichstage erscheinen, weil er eS angesichts der Vorkommnisse in England für nöthig halte, in voller Oeffentlichkeit und in amtlichem Charakter sich über die politische Lage zu äußern. — Die WahlprüfungS-Commisston des Reichstages hat beschlossen, zu beantragen, die Wahl des Staatsministers Dr. Friedenthal im 11. Wahlkreise des Regierungsbezirks Breslau zu beanstanden. Ein hauptsächlicher Grund hierfür war der Umstand, daß im Neuroder Kreise Stimmzettel, welche auf den social-demokratischen Candidaten Kapell lauteten, durch die amtlichen Organe der Behörden weggenommen sein sollen. Minister- Friedenthal erhielt nur 74 Stimmen über die absolute Majorität. Auch die Wahl des Abg. Vice-Land- maischalls v. Dewitz-Cölpin im Mecklenburg- Strelitz'schen Wahlkreise beantragt die Commission zu beanstanden. — In Bezug auf die Verbreitung un- züchtjger Abbildungen und Schriften hat das Reichsgericht auS Anlaß eines Falls, welcher die Aufnahme einer Anzeige durch eine Zeitung betraf, sich für die Strafbarkeit öffentlicher Ankündigungen von Gegenständen, welche unsittlichen Zwecken dienen, auS- Februar 1874 Staatssekretär des Aeußern. War außerordentlicher Gesandter bei der Krönung deS russischen Kaisers 1856, wurde Kanzler der Londoner Universität 1856 und Lord Warden der fünf Häfen Dezember 1865. Im Unterhause vertrat er von 1837 bis 1840 Morpeth, von 1841 bis 1846 Lichfield, im letztgenannten Jahre folgte er seinem Vater in der Peerwürde. Er war zum ersten Male verheirathet mit der einzigen Tochter und Erbin des Herzogs von Dalberg, welche 1860 starb. Er heirathete 1865 Castalia Rosalin, jüngste Tochter des verstorbenen Walter F. Campell, ESquire of JSlay. Der Minister für Indien, Spencer Compton Cavendish Marqueß of Hartington, ist der älteste Sohn des siebenten Herzogs von Devonshire und der Lady Blanche Georgina, Tochter des Earl of Carlisle. Er wurde am 23. Juli 1833 geboren, im Trinity- Collegium zu Cambridge erzogen, ward 1852 Bac- calaureus Artium, 1854 Magister Artium und 1862 Doctor der Rechte. Er ist Geheimrath, Deputylieute- nant und Friedensrichter vonDerbyshire und Lancashire, Ehrenoberst des zweiten Derbyshire - Milizregimentes und Ehrenoberst des fünften Bataillons der Lancashire- Freischützen. Vom März bis April 1863 war er Admiralitätslord, vom April 1863 bis Juli 1866 KrtegSminister, vom Dezember 1868 bis Jänner 1871 Generalpostmeister, vom Jänner 1871 bis Februar 1874 Chefsekretär für Irland. Begleitete 1856 den Earl Granville zur Krönung nach Rußland. 1877 wurde er zum Lordrector der Universität Glasgow gewählt. Von November 1857 bis November 1868 vertrat er im Unterhause Nordlancashire, fiel bei der in diesem Jahre stattgehabten Wahl durch und wurde Februar 1869 im Radner Distrikt gewählt, den er gesprochen. — Für den socialdemokratischen Wahlsieg in Hamburg nennt man verschiedene Ursachen: 1) die Richter'sche Rede, allerdings wohl geeignet, dem beliebtesten Candidaten das Spiel zu verderben; 2) der Antrag auf Zollanschluß der Vorstadt St. Pauli; dieser Grund würde auch geltend gemacht sein, wenn R«e gewählt wäre; 3) das Socialistengesetz, allerdings eher geeignet, durch den Reiz des Märtyrerthums neue Anhänger zu gewinnen, als Socialdemokraten zu bekehren ; 4) die Nachwahl, welche immer spärlichen Zuspruch fände; gegen diesen Grund spricht das kolossale Anwachsen der socialdemokratischen Stimmenzahl; 5) das Reformjudenthum des Herrn Ree, welches doch aber bei den Liberalen eher eine Empfehlung ist; 6) unsere ganze Politik mit ihrer Börsenfreundlichkeit. Wir bescheiden uns, in diesem Falle die Rolle des kritischen Chronisten zu spielen. Preußen. Bei der im zweiten Frankfurter Wahlkreise (Landsberg-Solkin) stattgehabten Ersatzwahl zum Abgeordnetenhause erhielt der Candidat der Conservativen, Gutsbesitzer Zier old auf Mietzelfelde 257 Stimme«, der liberale Candidat, Stadtrath Röste! 166 Stimmen. Elfterer ist somit gewählt. — Bezüglich der Militärpflicht der Geistlichen wird aus Al lenste in (Ostpreußen) geschrieben, daß der Geistliche Julius KochanowSki seit dem 1. Oktober vorigen Jahres als Einjährig-Freiwilliger in Königsberg dient. Zu demselben Thema berichtet man aus Düsseldorf Folgendes: „Hier genügt gegenwärtig ein katholischer Geistlicher seiner Militärpflicht. Morgens in aller Frühe steht er bei Verschlossenen Thüren vor dem Altäre einer hiesigen Privatkapelle und wenige Stunden später in Reih und Glied, um „langsamen Schritt" und „Parademarsch" zu üben." Selbst die „Kreuzzeitung" wird nun wohl begreifen, daß § 65 des Militärgesetzes katholische Geistliche von der Militärpflicht heute nicht mehr entbindet. — In der „Schles. Volkszeitung" erheben zwei Centrumswähler über dieWahltyrannet der Freiconservativen im Kreuzburg- Rosenberger Wahlkreise folgende Klage: „Wir beide sind Einlieger und haben uns durch Tagearbeit beim hiesigen Dominio ernährt und untere Familie unterhalten, wo der Franz Jurczik eine Familie von Weib und 6 Kindern, der Anton Jura Weib und 4 Kindern zu ernähren und unterhalten hat. Seit der am 13. März gewesenen Wahl sind wir aus der Arbeit verwiesen und bei der jetzigen bedrängten Zeit der größten Noth ausgesetzt. Der Verweis aus der Arbeit geschah aus dem Grunde, weil wir nicht den Prinzen Christian v. Hohenlohe, vielmehr unserem Glauben gemäß den königlichen Kammerherrn Herrn v. Aulock auf Kostau gewcchlt haben, was wir auch stets bei den früheren Wahlen gethan und noch nie unfern römisch-katholischen Glauben verleugnet. Da wir uns in großer Noth und Arbeitslosigkeit befinden, sehen wir uns genöthigt, uns an Ew. Hochwohlgeboren zu wenden und ganz unterthänigst zu bitten, uns hochgeneigtest zu unterstützen event. mit Rath und That beizustehen, um zu einem Broderwerb zu gelangen. Ganz unterthänigste Franz Jurczik. Anton Jura. Die Richtigkeit obiger Angabe bescheinigt. Der Ortsvorstand." Saubere Patrone, diese Herren Freiconservativen! Den beiden Gemaßregelten wird jedenfalls die nöthige Hilfe zu Theil werden. — Wie der „Frankfurter Zeitung" telegraphisch gemeldet wird (ver officiöse bis jetzt vertrat. Bei den Neuwahlen ist er inNord- lancashire mit großer Mehrheit wiedergewählt worden. Der Kriegsminister, Hugh Culling Eardley ChilderS, Sohn des Reverend Eardley Childers zu Contley in Dorkshire, wurde 25. Juni 1827 geboren, in der Cheaurschule und Trinity Collegium zu Cambridge erzogen. Ward Mitglied von Lincolns Jan, aber nicht zum Barrister ernannt. Ging nach Australien und ward Mitglied der Regierung von Victoria von 1851 bis 1857. Nach England zurück- gekehrt, ward er jüngerer Ldmiralitätslord von 1864 bis 1865; Finanzsekretär im Schatzamt von 1865 bis 1866; erster Lord der Admiralität von 1868 bis 1871 und Kanzler des Herzogthums Lancaster, mit einem Sitze im Cabinet, von 1872 bis 1873. Seit 1860 vertritt er Pontrefat im Unterhause. Der Marineminister, Thomas George Baring Earl Northbrook, wurde 1826 geboren und im Christchurchcollegium zu Oxford erzogen. War, ehe er Parlamentsmitglied wurde, nach einander Privatsekretär Labouchere'S im Handelsamte; Sir George Grey's im Staatssekretariat des Innern; des Sir Charles Wood im Indischen Amte und in der Admiralität. Von 1857 bis 1858 Lord der Admiralität, von 1859 bis 1861 UnterstaatSsekretär für Indien, vom Jänner bis Juni 1861 Unterstaatssekretär im Kriegsamte, dann abermals im Indischen Amte. Von 1861 bis Juli 1866 im Staatssekretariat des Innern. Von 1868 bis 1872 im Kriegsamte. Von 1872 bis 1876 Bicekönig von Indien. Im Unterhause vertrat er Penryn und Falmouth von 1857 bis 1865. Der Lord kan zler und Vorsitzende im Oberhause, Roundel Palmer Baron Selborne, wurde 1812 zu Mixbury geboren, zu Winchester im Trinity-Colle- gium und Magdalenen-Collegium zu Oxford erzogen, erwarb sich wegen seiner Kenntniß der klassischen Sprachen wiederholt erste Preise, wurde 1837 Bar- Telegraph beliebt zu schweigen), ist in dem Proceß Karl Mayer gegen den Redacteur der „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", Hr. Ptnd- ter, zu zwei Monaten Gefängnis, Mayer zu zwanzig Mark Geldbuße, mit gegenseitiger Publikation der Urtheile, verurtheilt worden. Bekanntlich hatte das genannte ehrenwerthe Blatt Herrn Mayer der Conspiration mit Frankreich beschuldigt, worauf dieser mit einigen kräftigen, aber wohl verdienten Ausdrücken geantwortet hat. — Auf Grund deSSocia- list enge setz es ist die in Bcaunschweig erschienene, die Ueberschrift: „Wilhelm Bracke, geboren 29. Mat 1842 — gestorben 27. April 1880", führende Druckschrift verboten worden. Bayern- Die „Bayer. Ztg." und der „Münchener Beobachter" sind am 1. Mai zu der „Süddeutschen Post" mit demokratischer Färbung zusammengeschweißt worden. — Der Landtag dürfte um die Juniwende seine Sitzungen wieder aufnehmen, um zunächst den Militäretat pro 1880—1881 zu erledigen. Doch wird die Session nur von kurzer Dauer sein. — Die Tochter der wegen Kindsmord verhafteten Majorin Thann in München wurde nun nach überstandener Krankheit ebenfalls in Untersuchungshaft genommen. Schweiz- Es verlautet, daß in Folge bedenklicher Berichts aus St ab io der Bundesrath am Schluß voriger Woche eine außerordentliche Sitzung gehalten habe, um eine außerordentliche Einberufung der Bundesversammlung in Erwägung zu ziehen für den Fall, daß es zu einer Verurtheilung Mola's käme. Aus Bellinzona wird berichtet, daß Herr Ständerath Blumer in Stabio angekommen sei, um der Entwicklung des Prozesses zu folgen. Man vermuthe, er habe einen mehr oder weniger offiziellen Auftrag erhalten. — Zwischen Frankreich und der Schweiz wurde eine Convention zur Hebung der Fischerei in den französisch-schweizerischen Gewässern abgeschlossen und vom Bundesrath ratifizirt; dieselbe tritt sofort nach der Ratifikation durch die französische Regierung in Kraft. Frankreich. Leon Say ist zum Botschafter in London ernannt worden. — Die äußerste Linke beauftragte den Deputirten Talandier, einen Gesetzentwurf auszuarbeiten, wonach Ausländer nicht mehr willkürlich ausgewiesen werden könnten; in Zukunft soll ein richterliches Erkenntniß maßgebend sein. Holland. Die zweite Kammer genehmigte mit 54 gegen 20 Stimmen die Convention betregs Liquidirung der Luxsmburgis - en Staatsschuld. Vorher gelangte eine Motion zur Annahme, worin constatirt wird, daß die Luxemburg verheißene Repräsentation im Auslände sich auf die Wahrnehmung der speziellen Interessen der luxemburgischen Unterthanen beschränken werde. England- Cowper wurde zum Vicekönig v»n Irland, Ohogan zum Lordkanzler von Irland ernannt. Rußland. Dem „GoloS" wird aus Cherson gemeldet, daß der viel genannte und noch mehr gesuchte Sascha (mit wahrem Namen Jurkowski) der Unteroühler der Chersoner Rentei, aus der 11/2 Millionen von den Nihilisten gestohlen wurden, endlich in Minsk ergriffen worden ist. Er soll nach Odessa gebracht werden wo er vor Gericht gestellt werden soll. Ob die Verhaftung sich bestätigt, bleibt rister, 1849 wurde er königlicher Rath, 1861 Generalanwalt, 1863 in der Ritterstand erhoben, 1863 abermals Generalanwalt, legte 1866 dieses Amt nieder, war 1871 Vertreter der Regierung bet den Verhandlungen wegen des Vertrags von Washington. War Unterhausmitglied für Plymouth von 1847 bis 1852, von 1853 bis 1857 und für Richmond von 1861 bis 1872, wo er zum Peer ernannt wurde. War Lordkanzler im letzten Cabinet Gladstone. Der Minister für Irland, William Edward Förster, wurde am 11. Juli 1818 geboren. Er war von 1865 an Unterstaatssekretär im Kolonialamte, Vicepräsident des UnterrichtSratheS und Mitglied des Geheimraths. 1870 erhielt er einen Sitz im Cabinet. Im Unterhause vertritt er seit 1861 Bradford, wo er eine Kammgarnspinnerei besitzt. Der Minister des Innern, Sir William George Granville Venables Vernon-Harcourt, Sohn des verstorbenen Reverend Vernon-Harcourt, wurde am 14. Oktober 1827 geboren und im Trinity-Collegium zu Cambridge erzogen. 1854 Barrister, 1866 königlicher Rath und Professor deS Völkerrechts an der Universität Cambridge, war er Sollicitor-General vom November 1873—1874. Er verkitt Oxford im Unterhause seit 1868. Er war während der letzten Jahre nächst Gladstone und dem Herzog von «rgyll einer der heftigsten Gegner Lord Beaconsfield's. Als „Htstoricus" ist er als Mitarbeiter der „Times" sehr bekannt geworden. Der Lord Geheimer Siegelbewahrer, der Herzog von Argy ll, ist der vornehmste Edelmann Schottlands und das Haupt des mächtigen Stammes der Campbell. Im englischen Oberhause sitzt er als Baron Sundrige und Hamilton. Sem ältester Sohn, der Marquis of Lorne. ist Gemahl der Prinzessin Luise, Tochter der Königin. Der Herzog wurde 1823 geboren, hat wiederholt einflußreiche abzuwarten; denn sie wurde, gering gerechnet, bis jetzt ein dutzendmal gemeldet und man hatte ihn doch nicht. — In Odessa wird in diesen Tagen ein Prozeß zur Verhandlung gelangen, in welchem abermals vier Polizei-Offiziere, darunter ein Polizeioberst, der Erprlssung, Bedrückung, Freiheitsberaubung rc. beschuldigt und angeklagt find. — Der offiziöse Berichterstatter der „Wiener Abendpost" schreibt aus Petersburg: „Der reiche Fürst Jussupoff hat sich auf eine Einladung des Fürsten v. Bulgarien nach Sofia begeben. Wie verlautet, handelt es sich um die Vermählung der ältern seiner beiden Töchter mit dem Fürsten Alexander. Die Juffupoffs sollen von Abu-Bekr und den Sultanen von Damaskus und Aegypten abstammen. Sicher ist, daß der Ahnherr Aussuff ein Mursa war, welcher über die Nogaier herrschte und 1556 starb. Sein Urenkel Abdul Mursa nahm das Christenthum und den Namen Fürst Dmitry Seiuschewitsch an; er starb 1694. Fürst Nikolai Borissowitsch, dessen Gemahlin eine Tochter des verstorbenen Ober-Kammerherrn Grafen Ribeaupierre ist, besitzt Güter in 15 oder 16 Provinzen und ist der reichste Mann in Rußland. Er soll 2l/s Millionen Rubel Einnahmen haben." Von anderer Seite wird gemeldet, daß der Fürst von Bulgarien sich noch im Laufe des Sommers abermals nach Petersburg begeben werde, um dort die Heirathsangelegenheit in Ordnung zu bringen. Italien. Die MinisterkrisiS ist noch nicht beendigt. Wie versichert wird, wäre Farini mit der Bildung eines CabinetS beauftragt. Gewiß ist nur, daß Minghetti mit dem König die Frage der Berufung eines Geschäftsministeriums erörterte und daß die Präsidenten des Senates und der Kammer sich für eine schleunige Auflösung der Kammer auSsprachen, der König aber noch k-ine Entschließung gefaßt hat. — Aus Livorno wird geschrieben, daß man den Mörder Ferenzona's verhaftet zu haben glaubt, zugleich wird darüber Beschwerde geführt, daß aus Furcht vor den Geheimbündlern die Zeugen mit der Wahrheit nicht heraus wollen. Deutscher Reichstag. §.2. Berlin, 1. Mai. Interpellation Wolffson, betreffend die Einverleibung Attona's und St. Pauli's in dar Zollgebiet. Schatzsekrctär Scholz erklärt sich zur sofortigen Beantwortung der Interpellation bereit. Wolffson begründet seine Interpellation. Die Frage des beabsichtigten Anschlusses berühre bedeutende wirthschaftliche und staatliche Interessen. Was den Anschluß Altona's betreffe, so sei es richtig, daß Altona unter der Conkurrenz zu leiden habe und daß die geschäftlichen Verhältnisse Altona's etwas zurückgegangen seien. Der Zollanschluß Altona's werde demselben aber keinen Vortheil bringen, am allerwenigsten wenn, wie beabsichtigt sei, ein Theil von St. Pauli mit angeschloffen werde, denn dann würde dieser geschäftlich wichtige Theil St. Pauli's Altona nach wie vor Loncurrcnz machen. Altona hätte dazu noch die jetzigen Vortheile seiner Freihafenstellung verloren. Im Interesse Altona's liege also der beabsichtigte Zollanschluß ganz und gar nicht. Man erblicke in den betheiligten Kreisen daher in der beabsichtigten Maßregel einen Schritt, um Hamburg zum Zollanschluß zu nöthigen. Unterstaatssekretär Scholz beantwortet die Interpellation dahin. Nicht im Namen der verbündeten Regierungen, sondern im Aemter im Cabinet bekleidet, zuletzt war er Staatssekretär für Indien. Der Kanzler des Herzogth ums Lancaster, John Bright, ist in Greenbank bei Rochdale 1811 geboren. Er war einer der frühesten und eifrigsten Gegner der Korngesetze. An der Wahlreform und den irischen Landesgesetzen hat er in hervorragender Weise mitgearbeitet. Er war bereits im ersten Cabinet Gladstone's Handelsminister, doch mußte er sich wegen Kränklichkeit mehrere Jahre vollständig von den Geschäften fernhalten. 1874 beim Sturze des Ministeriums Gladstone's war er ebenfalls Kanzler des genannten HerzogthumS, d. h. Minister ohne Portefeuille. Der Earl John Pointy Spencer (Lo-d Präsident des Geheimen RatheS) wurde 1857 UnterhauSmikglied und bekleidete sowohl bei dem Prinz-Gemahl, als auch bei dem Prinzen von Wales die Stelle eines Oberkammerherrn. 1868 wurde Spencer zum Lord Lieutenant von Irland ernannt. Der zum Vicekönig von Indien ernannte MarquiS George Frederiä Samuel Robinson ofRipon führte früher den Namen und Titel eines Earl de Gray and Ripon und wurde 1827 geboren. Er begann seine politische Carrisre 1849 als Attache einer nach Brüssel abgesendeten Specialmission. 1852 wurde er zum Vertreter von Hüll gewählt. 1857 trat er in daS Oberhaus, wurde 186^ Unterstaatssecretär für Indien, 1863 Kri-gssecretär, 1866 Skatssecretär für Indien und 1868 Lord Präsident deS RatheS. Als R'pon nach Abschluß des Washingtoner Vertrages 1871 aus Amerika zurückkehrte, wurde ihm in Anbetracht seiner Verdienste für das Zustandekommen dieses Vertrages das Marquisat verliehen. Seit 1870 war Ripon Großmeister der englischen Freimaurer, w lche Würde er selbstverständlich niederlegte, als er in den Schoß der katholischen Kirche zurückkehrte. Mamen und im Aufträge des Reichskanzlers habe ick auf die Interpellation konform dem Inhalte der gestellten Fragen Folgendes zu antworten: Daß die preußische Regierung beim Bundesrathe den Antrag gestellt, einen Beschluß dahin zu fasten, daß die Stadt Altona und ein Theil der Vorstadt Et. Pauli in das Zollgebiet einzuziehen sei, daß der Einbringung des Antrags nach der Reichsverfastung erforder- liche Separatverhandlungen mit Hamburg nicht vorauSgegangen find und daß der preußische Antrag dahin geht, den Anschluß «ines Theils der Vorstadt St. Pauli eventuell auch ohne Zu« stimmung Hamburgs beschlossen zu sehen, das Alles sind Tatsachen, auf deren Geheimhaltung keinerseits Werth gelegt worden ist, die deshalb auch sehr bald bekannt geworden sind und daher auf die Anfrage des Interpellanten nicht zu bestätigen keine Veranlassung vorliegt. Hierüber hinaus aber in eine Erörterung der allgemein bekannten Thatsachen einzu- gehen, sie zu motiviren oder zu vertheidigcn in rechtlicher oder faktischer Hinsicht muß der Reichskanzer ablehnen, weil er mit der ihm obliegenden Rücksichtnahme auf die Stellung des Bundesraths und auf die Wahrung der Freiheit der Verhand- lungen des Bundesraths nicht vereinbar finden würde, über einen beim Bundesrathe von einem Mitglied des Bundes einge- brachten Antrag vorab mit dem Reichstage zu verhandeln. ^Karsten bedauert die unzureichende Antwort. Er erblicke in dem beabsichtigten Zollanschluß einen weiteren Schritt in dem System, die Hansestädte zum Zollanichlusse zu zwingen. Rickert hält den Reichstag für berechtigt und verpflichtet, eine Interpretation über den Art. 34 der Verfassung vorzunehmen und zu prüfen, ob die beabsichtigte Maßregel nach der Verkäsung berechtigt sei. v. Minnigerode erklärt, die Conser« «atioen erblickten in der Interpellation und deren Besprechung, einen unberechtigten Druck auf die Berathungen des Bundes» rathes. Da keine Vorlage vorhanden sei, so sei die Verhand- lung über den Gegenstand selbst unmöglich, Abg. Richter be- Lauert, daß nur eine Interpellation, nicht ein Antrag eingebracht worden sei, um die Ansicht des Reichstages deutlicher auszudrücken. Abg. Windthor st kommt zu dem Schlüsse, daß St. Pauli zu Hamburg gehöre und nicht ohne Verletzung der Verfassung von Hamburg getrennt werden könne. Wenn über die Abgrenzung des Bezirk« und des Freihandelsgebietes eine Einigung zwischen der Reichsregierung und den Hansestädten nicht entstehe, so könne dies nur auf legislativem Wege erledigt werden. Laster constatirt mit Genugthuung, daß bis jetzt noch nicht eine Stimme des Reichstag sich erhoben habe, um das Vorgehen Preußens als verfassungsmäßig zu vertheidigcn. Hierauf wurde die Diskussion geschlossen. Nach einigen persönlichen Bemerkungen geht der Reichstag zur Fortsetzung der Be- rathung des Viehseuchengesetzes über. Das Gesetz wird in zweiter Lesung unter Ablehnung sämmtlicher Amendements durchweg den Beschlüssen der Commission entsprechend angenommen. Nächste Sitzung Montag. Tagesordnung: Der belgische Handelsvertrag, die Vorlage wegen der Verlängerung der Legislaturperiode und Gewerbeanträge. Vermischte Nachrichten. * Hamburg» 1. Mai. Die „Franks. Ztg." erhält von h,er solgenoes Telegramm: In Folge des Ham- burgischen Widerstandes gegen den Zollanschluß Sanct Pauli's stehen weitere Maßregeln zu erwarten. Vor» läufig sind heute früh auf telegraphische Ordre von Berlin aus sämmtliche bisher für den hiesigen Viehmarkt zugestandenen Abfertigungs-Ecleichterungen sistirt morden. Der Vertrag betreffend die hiesige Zollvereins-Niederlage wurde auf sechs Monate gekündigt. Baden. * Karlsruhe, 30. April. Seine König!. Hoheit der Großherzog haben gnädigst geruht, aus Anlaß des Jahrestages Höchstseines Regierungsantritts, ferner zu verleihen : ». Verdienstmedaillen. I. Die große goldene Verdienstmedaille: den Reallehrern Jakob Riedel an der höheren Bürgerschule m Heidelberg und Ferdinand Heim an der höheren Bürgerschule in Konstanz- II die tleine goldene Verdienstmedaille: den Haupt- lehrern Georg Geiger in Helmstadt, Hermann Hatz in Freiburg und Wilhelm Schilling in Müllheim, dem Amts- dimer Ludwig Eimianer in Emmmdingen, den Straßen- ineistern Jakob Eberhardt in Eppingen und Ambro« Schmitt in Bühl, dem Bahnexpeditor 1. Klaffe Jakob Quenzer in Oberlauchringen, dem Werkmeister Friedrich Ltschamber in Freiburg, den Lokomotivführern Konrad Durbergerl, in Mannheim, Friedrich H o r n u n g und Karl Bürk in Freiburg, dem Stationsmeister Wilhelm Fass in Heidelberg, dem Zugmeister Jakob Dietz in Gernsbach, dem Bahnmeister Johann Friedrich Wangner in Krozingen, dem Culturoberausseher Alexander Waldbart in Karlsruhe, den Zollverwaltern Andreas Schmid in Kleinlaufenburg und Bartlin Tanner in Wertheim: W. die silberne Verdienstmedaille den Gerichtsvollziehern Michael Klee in Schwetzingen und Franz Xaver Be cherer in Offenburg, dem Amtsgerichtsdicnern und Gcfangcnwärtern Georg Baumann in Sinsheim und Josef Kramer in Waldkrrch, den Bürgermeistern Ad. Groß in Unterschwarzach. Ehristian Ph, l, p p z in Oberwittstadt, Wendeln: Kunz in Reichenbach, Johann Frei in Langenbrücken, Bernhard Schily in Dermersbach nnd Placidus Biehler in Eßlingen; dem «mtsdiener Andreas Weiß in Durlachdem Hausdiener Benedikt Weber an der Universität Freiburg: dem Univer- sitätsbibliothek-D-ener Johann Jakob Schenk in Heidelberg- dem Oberschassner Christoph Mayer in Karlsruhe, dem Billetausgeber I. Klasse Konrad Basler in Dogern; dem Schaffner Anton Medard Bürget in Karlsruhe, den Bureaudienern Karl Friedrich Schmitt in Mannheim und Heinrich Schade in Karlsruhe, den Wagenwärtern Ludwig Riffel in Freiburg und Peter Treiber in Heidelberg, dem Bahnwart und Billetausgeber Karl Schilling in Kleinkems, den Bahnwärtern Jakob Kießel Station 3 der Maxaubahn, Albin Widmaier Station 3 der Rcnchthal-Bahn, Mathäus Goos Station 184 der Hauptbahn, Isidor Gebhard Statron 1 der Schwarzwaldbahn, Georg Lehnis Station 242 der Hauptbahn, Friedrich Schmitt Station 244 der Hauptbahn, Gottlieb Bührer Station 246 der Hauptbahn, Josef Fehrenbach Station 8 der Breisacher Bahn, Joachim Keilbuch Station 51 de: Hauptbahn, Andreas Könninger Station 163 der Hauptbahn, Johann Rothaupt Station 195 der Hauptbahn, Leopold Habermann Station 65 der Hauptbahn, Andreas Bühler Station 252 der Hauptbahn, Peter Heim Station 1 der Rhcinbrücken - Bahn, Johann Ehrenfeuchter Station 230 der Hauptbahn und dem Weichenwärter Josef Jtschner Station 1S2 der Hauptbahn, dem Güteraufsehcr Christian Schüler in Denzlingen, dem Güteroberaufseher Johann Seiler in Elzach, den Domänenwaldhütern Peter Kohl in Mückenloch, Georg Peter Sauer in Wilhelmsfcld, Georg Jakob Henselmann in Sexau, den Steuererhebern Johann OetzeI in Tauberbischofsheim, Jakob Mutz in Herbolzheim, Johann Georg Schütt in Alt- freistett, Jakob Strittmatter in Unteribach, den Steueroberaufschern Johann Geiler in Sinsheim, Xaver Schoch in Lahr, den Grenzausschern Anton Ringwald in Wyhlen, Karl Sommerschu auf der Schusterinsel, dem Kaffendiener Martin Hauswirth bei der Generalstaatskasie. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Sich gnädigst bewogen gefunden, dem Büchsenmacher Anton Scherer im 6. badischen Infanterie-Regiment Nr. 114 die silberne Verdienstmedaille zu verleihen; dem Obertelegraphisten Kaspar Herb aus Bruchsal, z. Zt. in Stuttgart, die unterthänigst nachgesuchte Erlaubniß zur Annahme und zum Tragen der ihm von Seiner Majestät dem König von Württemberg verliehenen Königlich Württem- bergischen goldenen Civil-Verdienstmedaille zu ertheilen. — Seine Königliche Hoheit der Großherzog hat am Samstag früh die Meldung des Obersten v. Grol mann s. 1s. suitv des 3. Garderegiments zu Fuß, beauftragt mit der Führung der 55. Jnfanteriebrigave, entgegengrnommen. Im Lause des Vormittags empfing der Großherzog den Staatsminister Turban und den Grneraladjutanten Freiherrn v. Neubronn. Um 2 Uhr begab sich der Großherzog mit dem Erbgroßherzog und der Prinzessin Viktoria nach Baden-Baden zum Besuch Ihrer Majestät der Deutschen Kaiserin, von wo die Rückkunft hierher Abends gegen 9 Uhr erfolgte. * Karlsruhe, 30. April. Der „Staatsanzeiger" Nr. 18 enthält: Unmittelbare allerhöchste Entschließungen Seiner Königlichen Hoheit des Großherzog« : Ordens- und Medaillenverleihungen. Dienst- nachrichten. * Karlsruhe, 30. April. Das „Gesetzes- und Verordnungsblatt" Nr. 17 enthält: Verordnungen des Ministeriums des Innern: die ärztliche Behandlung von armen Kranken betr.; des Handelsministeriums: die Organisation der Rheinbaubezirksbehörden betreffend. I'.L. A«S dem Renchthale, 30. April. Der hochw. Herr Vicar Blattmann in Oppenau, ein aus Bayern wieder hrimgekehrter „Sperrling", hatte die ministerielle Zustellung noch nicht erhalten, daß er zur Ausübung der Seelsorge staatlich zugelaffen sei, resp. die Nachweise der vom Staat verlangten allgemeinen wissenschaftlichen Vorbildung erbracht hat. Die betr. Papiere waren bereit« nach Karlsruhe abgeschickk. Er hat deswegen einfach angefangen, in der Seelsorge zu arbeiten. Nun ist ihm aber durch das Bezirksamt eröffnet woiden, daß er die im Gesetze vom 19. Febr. 1874 angedrohten Strafen zu gewärtigen habe, wenn er ohne die betreffende Zustellung des Ministeriums weiter amtire. Lokales. * Karlsruhe, 3. Mai. (Besuch.) Am nächsten Sonntag, den 9 Mai, wird die Generaldirection der Staatsbahnen zwei Extrazüge hieher gehen kaffen. Der eine wird von Mannheim kommen, Mittags hier eintreffen und Abends etwa gegen 9 Uhr wieder von hier abgehen. Der Fahrpreis wird 1 Mk, hin und zurück betragen. Der andere wird von Pforzheim abgehen und die Person um den billigen Preis von 60 Pfennig hin und zurück befördern. Zwei oder drei Musikcorps werden an diesem Tage im Stadtgarten spielen und Abends wird die Festhalle festlich beleuchtet sein. Außerdem wird dafür Sorge getragen werden, daß sämmtliche hiesige Sammlungen geöffnet sind. (Concerte, Versammlungen» Unterhaltungen rc.) Am Mittwoch, den 12. ds., hält der „Thierschutzverein« im CafS Nowack eine Generalversammlung ab. (Mittheilungen auS den Stadtrathssitzungen vom 22. und 29. April.) Auf Antrag der Baucommission wird bcs»lösten, der Firma Villinger, Kirner n. Comp, in Folge Neuaufbaues ihres Hauses, Kaiserstraße Nr. 120, die Bauprämie zuzusichern. Ein weiteres Gesuch um Zuwendung derBauprämie für den beabsichtigten Neuaufbau eines Hauses in der Spitalstraßc wird ablehnend verbeschieden. — Das grvßh. Bezirksamt theilt den Entwurf einer ortspolizei» lichen Vorschrift, betr. die Reinigung der Bierpressionen, zur Aeußerung mit. Der Stadtrath erklärt sich mit dem Entwürfe, vorbehaltlich einiger Abänderungen, einverstanden. — Nach Anzeige der Direction der Gas- und Wasserwerke hat sich ein Wasserabonnent eine bedeutende Defraudation von Wasser der städtischen Leitung zu Schulden kommen lassen. Es wird beschlossen, denselben in eine Conventionalstrafe von 50 Mark zu Verfällen und die Nachzahlung der unterschlagenen Wasserzinscs im Betrage von etwa 600 M. zu beanspruchen. — Auf Ansuchen des Hauseigenthümers Kaiserstraße Nr. 133 wird beschlossen, den vor diesem Hause befindlichen Schacht der Durlacher Wasserleitung, in Folge beabsichtigter Cementrrung des Gehwegs, von demselben zu entfernen. — Nach erhaltener Mittheilung soll in hiesiger Stadt eine beträchtliche Anzahl von Hunden gehalten werden, die nicht versteuert werden. Es wird an großh. Bezirksamt das Ersuchen gerichtet, die Aufmerksamkeit der Shutzmannschaft hierauf zu lenken. — Herr Prof. Warth, bauleitender Architekt für den Schulhausbau in der Spitalstraße, hat die Mittheilung gemacht, daß dieses Gebäude nunmehr in allen seinen Theilen vollendet sei. Es wird beschlossen, demselben für die Art und Weise der Ausführung des Baues den Dank des Stadtrathes auszusprechen. — Das Gesuch des Bierbrauers Theodor Ziegler von Sinsheim um Erlaubniß zum Betrieb einer Schenkwirthschast mit Branntweinschank in seinem neuerbauten Hause, Werderstraße Nr. 51, wird großh. Bezirksamt zur Verbescheidung vorgelegt. R. (Hoftheater.) Die gestrige Aufführung des „Lohen- grin« ist zu den gelungensten der jüngsten Zeit zu zählen. Herr Stritt, besten Lohengrin wohl zu seinen besten Rollen gehört, war auf der Höhe seiner Ausgabe, ebenso Fräulein Gold- sticker und die Herren Hauser, Staubig! und Harlacher. Chor und Orchester leisteten unter Dessofs's Direction Vorzügliches. Fräulein Pessiack verabschiedete sich als Elsa, und können wir hier konstatiren, daß diese dritte und legte Parthie, die beste während ihres Hierseins war. Schließlich möchten wir auf eine Unsitte Hinweisen, welche sich in neuerer Zeit wieder breit zu machen scheint: nämlich auf das Stuhlgepolter und Säbelgeraffel in Folge zu späten Eintrittes. Es ist dies eine gewisse Rücksichtslosigkeit gegen den Zuhörer, welcher nicht zum Zeit- todtschlagen ins Theater geht, sondern sich eine Leonoren- Ouoerture oder ein Lohengrin-Vorspiel mit Ruhe anhören will, (Brodpreisc.) Vom 1. bis einschließlich 15. Mai kostet 90 Gramm W-'cke (ein Paar) 6 Pfennig. 1 Kilo Halbweiß, brod kostet 3z Pf. 1'/, Kilo Schwarzbrod I. Sorte 44 Pf. 1'/- Kilo Schwarzbrod II. Sorte 36 Pf. (Fleischpreise.) Vom 1. Mai an lostet '/» Kilo Ochsen- fleisch 68 Pfennige. '/- Kilo Schmalfleisch 52 Pf. '/, Kalbfleisch 56 Pf. '/. Schweinefleisch 64 Pf. '/, Kilo Hammel- fleisch 60 Pf. (Strafkammer.) Tagesordnung auf Dienstag, 4. Mai d. I.' Vorm. 9 Uhr. I) Ludwig Bernier von Landau wegen Kuppelei. 2) Philipp Diehm von Miehlen wegen Diebstahls. Vorm. 10 Uhr. 3) Franz Freidel von Kirrlach wegen Körperverletzung. 4) Lisette Mangel von Philippsburg wegen Unterschlagung. Vorm. 10'/. Uhr. 5) Jakob Mayer von Münzesheim wegen Betrugs. Klein« badische Chronik« -b» Mannheim, 2. Mai. Die am Sonntag hier verhafteten Socialisten wurden aus der Haft entlassen; doch werden sich dieselben demnächst vor den Schranken des Gerichts wegen Uebertretung des Socialistengesetzes zu verantworten haben. ) Heidelberg, 30. April. In einem hiesigen Gasthause wurde in einem verschlossenen Zimmer nach Oeffnung desselben die Leiche eines angeblichen Professors Bertrung aus Einbeck in Hannover entkleidet auf dem Boden liegend gefunden, welcher sich mit Cyankali vergiftet haben dürfte, indem noch ein kleines Quantum dieses Giftes im Zimmer vorgefunden wurde. Das Motiv zu dieser That soll nach einer hinterlassenen Notiz Verzweiflung gewesen sein. Derselbe ist noch jung und soll verheirathet sein. Die Leiche wurde in das akademische Krankenhaus verbracht. )( Pforzheim» 29. April. Nachdem die Wanderausstellung des hiesigen Kunstgewerbevereins einer kleinen Auffrischung unterzogen worden ist, wurde dieselbe gestern in Mannheim eröffnet und zwar m dem Laden des Hernz Tapetenfabrikantcn Engelhard gegenüber dem Pfälzerhof. Laut einer Mittheilung des Großh. Ministeriums des Innern ist der Absatz der Loose des Kunstgewerbevereins in Preußen gestattet worden; auch für die Reichslande hat das Lotterie-Comitö die erforderliche Erlaubniß erhalten. Briefkasten der Redaction. H. Dürften gewiß so seltene Ausnahmen sein, daß die „Reqel« durchaus nickt aufaehoben wird._ Redakteur: Alois F. Jüttner. Erledigte Stellen. Emmendingen. Bei der Domäneuverwaltung die Stelle eines er sten Gehilfen . Ganten. Schmid, Leonhard, Lindenwirth von Kniebis (Amt Wolfach) Anmeldetermin 24. Mai, Prüjungstermin 1. Juni, Vorm, halb 9 Uhr. Hofmayer, Mathras, Kaufmann, von Pforzheim (Amt Pforzheim). Anmelsctermin 15,Juni, Prüfungstermin 28.Juni, Vorm. 9 Uhr._ Actiengefellfchaft „Vadenia". Einige Actien unserer Gesellschaft können zum Nennwerthe abgegeben werden. Wir ersuchen etwaige Kaufliebhaver sich an den Unterzeichneten zu wenden. H. Vogel, Direktor. Bekanntmachung. Samstag, den 8. Mai, wird auf dem Micyaelsberge bei Untergrombach das F-st 2.1 „Michaels - Erscheinung" in herkömmlicher Weise abgehalten. Bauarbeilen- Vergebung. Nachstehende Reparaturarbeiten an der Filialkirche in Neufrach, Amt Ueberlingen, und zwar: im Anschlag von: M. Pfg. Maurerarbeiten . . . . . 421. 96 Gypserarbeiten . . . . . 282. 53 Steinhauerarbeiten . . . . 245. 22 Zi mmermannSarbeiten . . . 492. 6 Schreinerarbeiten . . . . 548. 93 Glaserarbeiten . . . . . 150. — Schlvfserarbeiten . . . 35. 60 Blechnerarbeiten . . . 198. 40 Anstreichcrarbeiten . . . . 293. 67 sollen auf dem Wege schriftlichen Ange- botes zur Ausführung vergeben werden. Die Ueberschläge und Bedingungen liegen bei Katholischem Pfarramts in Leutkirch zur Einsicht auf, woselbst auch die in Prozenten des Ueberschlages ausgedrückten schriftlichen Angebote längstens bis Donnerstag» den 13. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit passender Aufschrift versehen, portofrei einzureichen sind. Freiburg, den 28. April 1880. Erzbischöfliches Banamt. _ Baer. _2.1 Bauarbeilen-Vergebung. Zar Instandsetzung des Innern der Filialkirche zu Oberlauda sind nachgenannte Arbeiten, zu welchen die Gemeinde flohndpflichtig ist, zur Ausführung zu vergeben: Anschlag: M. Pf. Verputzarbeit. 420. 70 Tüncherarbeit.519. 39 Angebote hierauf wollen verschlossen und mit Aufschrift „Angebot" versehen längstens bis Samstag, 8. Mai, Vormittags 10 Uhr, bei der katholischen Stiftungs-Commission für Oberlauda zu Lauda eingereicht werden, bei welcher Bedingungen und Ueberschlag eingesehen werden können. 2.2 Mosbach, 28. April 1880. Erzbifchöfl. Bauamt. Lutz. .. , W . . Kerder'sche Werkagshandkmig in Areiöurg (Maden). So.ben erschienen und durch die Unterzeichnete zu beziehen: Delabar, G., Die weitere Ausführung der rechts Winklige« Projcctionsart, nebst einem Anhang über die projectivischen Verwandtschaften der neuern Geometerie und insbesondere über die centrische Colli- neation und Affinität, als Lehrmittel für Lehrer und Schüler an Oberrealschulen,! Industrie- und Gewerbeschulen und andern Mittlern und höher« gewerblichen und technischen Lehranstalten, sowie zum Selbststudium. Mit 183 Figuren auf! 4V lithographirten Zeichnungstafel«. Zweite, vermehrte un» verbesserte! Auflage. 3. Heft der Anleitung zum Linearzeichnen. Quer 8°. (222 S. Text.) Geb. in Halbleinwand M. 5. und deren ln LL»rl8r»I»v (Kaiser str. 154). Kv8le kiiliilcolilo», ckiroot, also oftns HinIgstunA, von äor Xsoffo dsroAsn; IV» 88 l 4 «IllIv», Huvlllvi»- »»>»«! L^vrLv»-LL«L« d i D. H6ri-6U8tl-3.886 30. 5.1 H«RLpI«1»r ^.NAarton8trn886 4. Gesihästsübergabe und Empfehlung. Den hochgeehrten Herrschaften sowie eimm geehrten Publikum zur Nachricht, daß ich urtsr Heutigem das von mir seit vielen Jahren betriebene Bürsten- fabrikations-Geschäf. an Herrn Ferdinand Brender abgetreten habe. Für das mir geschenkte Vertrau.» bestens dankend, bitte icb, solches auch auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Hochachtungsvoll lÄLTrl IstLvIvr, Bürstenmacher. Auf Obiges bezugnehmend, werde ich für die Folge bemüht sein, meine geehrten Kunden auf das Gewissenhafteste zu bedienen, und empfehle mich in allen in mein Fach einschlagenden Arbeiten sowie auch in Reparaturen. Hochachtunasvoll ^vrck1i»L»iLÄ SrviLiIvr- Bürstenmacher 3.2 Kaiserstrabe 207. Die tzew. Kunstwasch-, Fleckenreinigungs- und Dekatur-Anstalt von F. MLUWLOWN, Kreuzstr. 18, gegenüber der Töchterschule, empfiehlt sich im Waschen und Reinigen aller Herren- und Damen-Kleider, seidener Kostüm , Sammt-Paletots, Shawl-Tücher, Teppiche, Vorhänge, Stickereien, Schirme, Handschuhe, Straußfedern u. f. w. 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Glas-, Porzellan- und Steingut-Handlung von VillivAer, Lirimr L 6io. Wir machen hiermit die ergebenste Mit» theilung, daß wir wegen Neubau unseres Hauses in der Kaiserstrabe das Geschäftslokal in die Waldstraße (alte) 39 (früher Schuhmacher Hang 'sches Lokal) vom 23. April ab verlegt haben. 8.K Hochachtungsvollst empfehlen sich Vülingep, Uii'nel' L 6ie. Constantia. Nächsten Mittwoch, den 5. ds., Vereinsabend mit Vortrag. Aktiengesellschaft Die in Karlsruhe wohnhaften Aktionäre werden aus nächsten Mittwoch, den 5. d. M., Abends 8 Uhr, zu einer Besprechung in das Lolal des lathol. Männervereins „Constantia" freundlichst eingeladen. 2.1 Pensionat der Englischen Fräulein 81. AI»rtkdv zu I1t i»8l»t1i»» an der Bergstraße. Das Sommersemester für das Pensionat beginnt mit dem 19. Mai. Die Vorsteherin. Laäevvaiuwu von Zinkblech mit kupfernem Heizofen zu M. 100.— ab Gelingen a. N. Ebenso LaäesliMtz von Zinkblech zu M. 33. — , für Kinder entsprechend billiger. Gegen Nachahmung gesetzlich geschützt. Vertreter für Baden« Blelliel», Hebelstraße 4. Keine ttsueki'Lu unterlasse es, sich mit dem beliebten und wohlschmeckenden dicker-EvIä-LrMe zu versehen. — Nur der mit obigem Fabrikzeichen „Anker" versehene Gold- Kaffee ist echt und rechtfertigt sein großes Renommee. Preis per Packet 20 Pfg. Vorräthig bei 8.8 2Vr. LrnArer' in Großherzogliches Hoftheater. Dienstag, den 4. Mai. Aenderung der Abonnements - Nummer. Zweites Quartal. 64. Abonncments-Vorstellung. Unerträglich» Lustspiel in 1 Act von G- zu Putlitz. Der Damenkrieg. Lustspiel in drei Akten nach Scribe uno Legouvö, übersetzt von Laube. Anfang halb 7 Uhr. _ Theater in Baden. Mittwoch, den 5. Mai. 29. Abonnements- Vorstellung. König Lear. Trauerspiel in 5 Akten von Shakespeare, nach der Ueber- setzung von H. Voß. Anfang 6 Uhr. AwangS- Versteigerungen. Psullendors. Dienstag, 25. Mai, auf dem Rathhause: dem Bierbrauer Theodor Roth: Haus mit Brauerei, Garten, Aecker, Wiesen, Wald. Rnschweiler. Donnerstag, 20. Mai, auf dem Rathhanse: dem Landwirth Joh. Thum im Volzerhof: Haus mrt Oekonomiegebäude, Aecker, Wiesen, Wald. Hüfinge«. Montag, 24. Mai, auf dem Rathhause: dem Kaufmann Joh. Fntschi: Häuser, Garten, Acker, Wiesen. Wiesloch. Samstag, den 15. Mar, auf dem Rathbause: dem Bierbrauer Georg Vollerer von Nußloch: Aecker. Bamlach. Donnerstag, 13. Mai, auf dem Rathhause: dem Mathias Ortlieb: halbe Behausung, Reben, Acker, Matten. Achern. Mittwoch, 12. Mai, auf dem Rath» Hause: den Felix Schmidt, Eheleuten, von Großweier: Garten, Aecker. Pfaffenberg. Freitag, 28. Mai, auf dem Rathhause: dem Anton Kiefer: Aecker,Matten. Atzenvach. Samstag, 29. Mai, auf dem Rathhause: den Balthasar Fromherz, Eheleuten: halbe Behausung, Aecker, Garten, Matten. Wöschbach. .Mittwoch, 12. Mai, auf dem Rathhaufe: dem Schneider Johannes Fuchs: 1 Acker. Bammenthal. Freitag, 14. Mai, auf dem Rathhause: dem Adam Rosenberger: Acker, Wiesen, Garten.