301 Vellage tu Nro. 25 des Großherzoglich Badischen Anzeige - Blatts ixix Den Oüerrhein-Nreis 1838. l. Bekanntmachungen verschie- ** denen Inhalts. Erbvorladung. (8) Eduard Autenrieth von Weisweil, besten Aufenthalt unbekannt ist, wird hiemit ausgefor« dert, seine Erbschastsrechte an die Bcrlastenschast seiner Baters binnen sechs Monaten geltend zu machen, andernfalls die Erbschaft Jenen zugethcilt werden wirb, denen sie gebührt, wenn er zur Zeit der Erbschastserdffnung nicht mehr bei Leben gewesen wäre. Kenzingen den 10. März 1838. Großherzogl. Bezirksamt. Erbvorladung. (2) Der ledige Metzger Michael Holderer von Kippenheim, welcher sich schon vor 33 Jahren aus die Wanderschaft begab, ohne seitd.m eine Nachricht von sich zu geben, wird hiemit- auf« gefordert binnen 6 Monaten bei der Erbtheilung seines verst. BaterS Michael Holderer zu erscheinen, oder wenigstens seinen Aufenthalt onzuzcigen, a!S im NichterscheinungS- Fall die Erbschaft lediglich denjenigen wird zugc- thcilt werden, welchen sie zukäme, wenn derselbe zur Zeit des ErbansallS gar nicht mehr am Leben gewesen wäre. Mahlberg den >5. März >838. GroßhcrzoglicheS AmtSreviforat. Erbvorladung. (3) Die von Glashütten gebürtigen unbekannt wo abwesenden Brüder Markut, KlemenS und Adam Müller oder ihre Abkömmlinge werden aufgcsordert, behusS der Erbtheilung ihrer zu Basel ledig verstorbenen Schwester Helena Müller von Glashütten binnen drei Monaten dahler zu erscheinen und ihre Erbrechte um so mehr geltend zu machen, ansonst wenn sie während dieser Frist nicht dahier erscheinen, oder sich sonst über ihr Leben nicht gültig ausweisen, die Berlaffcnschast der Helena Müller jenen Erben würde zugetheilt werden, welchen sie zukäme, wenn die Borgelatencn zur Zeit deö ErbansallS gar nicht am Leben gewesen wären. Säckingen den 8. März 1838. Großh. AmtSrevisorar. Ausgefundener Leichnam eines Kindes. 02) Heute früh 6 Uhr wurde in dem untern Runzbache unweit hiesiger Stadt der männliche Leichnam eines neugeborenen, völlig ausgetragenen und reisen KindeS, jedoch ohne alle Spuren äußerer Gewalt ausgesunden. Nach dem Ausspruch der GerichtSärzte soll dieser Leichnam erst ganz kurze Zeit im Master gelegen haben. Derselbe war in einen alten durchlöcherten Fetzen von ungebleichtem Halbleinenzeug von 2'/. Ellen Länge und Ellen Breite, durch grüngelbe, braune und weiße Streifen von Wolle in Carreaux getheilt, ringehüllt. Dieser Fetzen, au» 5 gleichartigen Stücken bestehend, ist seiner ganzen Länge nach in der Milte zusammcngenaht, an beiden Enden mit einem Saum versehen und scheint einmal ali Fußteppich oder so eiwaS AehnlicheS gedient zu haben. Wir bringen dies mit dein Ersuchen zur allgemeinen Kenntniß, und insbesondere zu jener der Polizei» und Medicinalbcamten, AlleS, waS zur Entdeckung der zur Zeit noch unbekannten Thäteriu führen könnte, unverweilt anher an- zuzeigcn. Freiburg den 19. März 1836. Großherzogl. Stadtamt. Bekanntmachung. (2) Bei der Bürgermeistcrwahl m Bernau ist der Bürger und Tuchfabrikant Alois Baur 302 von Bernau Innerlehen durch eine sehr große Stimmenmehrheit zum Bürgermeister gewählt und diese Wahl von Staatswegen bestätiget worden. St. Blasien den 13. März 1838. Großhcrzogl. Bezirksamt. B ekanntmachung. (2) Am gestrigen wurde in Griesheim, da der bisherige Bürgermeister KrauS auSgewan- dert ist, der Gemeinderechner Thadaus Fritz von da zum Bürgermeister gewählt, sogleich bestä- tigt und nach geschehener Verpflichtung in den Dienst ringewiesen. Staufen den 9 . März 1836. Großhcrzogl. Bezirksamt. Aufgeh obene.Mundtodterklärung. (2) Die gegen Jakob Geiger, Ulrichssohn von Hasel unterm 4. Mai 1831 Nr. 4324 auSge- sprochene und durch daS KreiSanzcigeblatt Nr. 4l. öffentlich verkündete Mundtodmachung, wird auf erfolgte Befferung desselben, hiermit aufgehoben. Schopfheim den 28. Februar 1838. Großherzogl. Bezirksamt. Aufgehobene Mundtod t-Er kl ärung. ( 3 ) Die - gegen den ledigen Joseph Keucher von Riegel unterm 6. November 1833 erkannte Mundtodterklärung wird hiemit aufgehoben, und demselben die freie Verwaltung seines Vermögens überlaffen. Krnzingen den 8. Marz 1838. Großherzogl. Bezirksamt. Straferkenntniß. ( 2 ) Dragoner Joseph Bretsch von Ehrenstetten bei dem ersten Dragoner - Regiment, welcher der diesseitigen Aufforderung vom 24. Dezember v. I. Nro. 25094 ungeachtet keine Folge geleistet har, wird der Desertion für schuldig, seines Bürgerrechts für verlustig erklärt und in eine Geldstrafe von 1200 fl. auf den etwaigen Erbansall hin verurtheilt, und bleibt die persönliche Bestrafung im BetrctungSfalle Vorbehalten. V. R. W. War andurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Staufen den 12. Marz i838. Großh. Bezirksamt. Erkenntniß. (2) Andurch werden alle diejenigen, welche hei der heutigen Schuldenliquidation des SchlofferS Johann Gutmüller von Bischoffingen, ihre Forderungen an die Gantmaffe nichr angemeldet haben, von derselben ausgeschloffen. SB, R. 23, Breisach den 12 . März ,333. Großherzogl. Bezirksamt. Erkenntniß. (2) Diejenigen Gläubiger, welche in der Gantsache des Metzgers Friedrich Braun von Auggen ihre Forderungen nicht angcmclder haben, werden hiemit von der vorhandenen Masse ausgeschloffen. V. R. W. So geschehen, Müllhcim den 1 . März i'W3. Großherzogl. Bezirksamt. Präklusiv. Be scheid. (2) Nachdein der öffentlichen Aufforderung vom 7, October v. I. Nro. 1421 ohngeachtet bis jetzt keine Ansprüche auf das Zchntabldsunzs- kapital deS evangel. Protest. Schuldienstes in Eschelbach angemeldek worden sind, wird das damals angedrohte Präjudiz für eingetreten erklärt. Wirsloch den 7 . März 1838 . Großherzogl. Bezirksamt. Dienstantrag. ( 2 ) Bei dem Unterzeichneten Amtsrevisorate kann ein im Rechnungsstellen geübtes Individuum in jenem Fache Beschäftigung finden. Besonders wäre ein Subjekt hiezu am geeignesten, welches seinen Wohnsitz hier hat. Wer hiezu Lust hat, wolle sich mit Vorlegung seiner Zeugniffe melden und das Nähere vernehmen. Freiburg den 17. März 1838. Großh. Landamtsrcvisorat. Dakante Lehrerstelle. ( 3 ) An der hiesigen höheren Töchterschule ist auf den 1 . Mai d. I. die Lehrstelle für deutsche Sprache, Rechnen, Geschichte, Geographie, Naturkunde und Kalligraphie mit einem tüchtigen Lehrer wieder zu besetzen, gegen einen jährlichen Gehalt von vierhundert Gulden. Die Bewerber haben sich längstens bi» zum Schluffe dieses MonatS unter Beilegung der erforderlichen Zeugniffe zu melden bei dem Schulinspector Winnefeld. Rastatt den 15. März 1636 . Dienstantrag. ( 3 ) Die erste Gehülfenstellebei hiesiger Domänen. Verwaltung und Forstkaffe, die man mit einem GeschäftSgewandten Cameral.Practikantcn oder Camera! - Scribenten zu besetzen wünscht, ist noch erledig Die hiezu Lusttragenden wollen sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse in Bälde hieher wenden. Der normalmäßige Gehalt wird je nach Be. fähigung um ein angemessenes erhöht. Thiengen den 12. Mörz 1838. Großherzogl. Domäncnverwaltung. Dienst-Antrag. (2) Die erste Aktuarsteile bei hiesigem Bezirks» amte mit einem Gehalte von 450 st. ist erledigt. Man wünscht dieselbe mit einem schon etwas gcülMi Rechtspractikanten in Bälde wieder zu besetzen, und veranlaßt anmit die Comperenten, sich unter Vorlage ihrer Zeugnisse bei dem unter- fertigten Amlsvorstande in srankirten Briefen zu melden. Wicsloch den 16. März 1838 . Großhcrzogl. Bezirksamt. BleibimhauS. Vakantes Theilungs-Commissariat. (2) DaS Theilungs-Commiffariat Stadt Lahr wird bi» i. Juni d. I. erledigt. Lahr den 20. März 1838. Großh. Amtsrevisorat. Geld auSzuleihen. (3) Bei der hiesigen Blinden-Instituts-Kasse liegen 500 fl. gegen gesetzliche Versicherung zum Ausleihen bereit. Freiburg den 19. März 1838. Großh. Domänenverwaltung. Geld auszuleihen. (2) In dem Kirchenfond zu Schlatt sind 100 fl. Kapital auf gesetzliche Versicherung zu 5 lgrubenacker, „ „ 3 Viertel der Bruunenrhem- Acker. Waldung: 3 Morgen auf dem Heidenbuhl, und „ 3 Morgen am Kohlweg, öffentlich zu Eigenthum versteigert, wozu dir m Kaufliebhaber ringeladen werden, Auswärtige aber sich mit legalen VermögenSzeugniffen auszuweisen haben. Hornberg den 14. März 1838. Großherzogl, Amtsrevisorat. Holzversteigerung. ( 5 ) Aus Domänen»Waldungen dcS Forstbe- zirks Kenzingen, auf der Gemarkung Bombach ,m Bombacher Herrschaftswald, werden durch Bezirkssörster Melker, bis Donnerstag den 29 . März d. I., Morgens 9 Uhr, öffentlich versteigert, gegen baare Zahlung vor der Absuhr, U 2 Klafter aspenes und weideneS Prügel« Holz und 1175 Smck weiche Wellen. Zu dieser Verhandlung ist die Zusammenkunft im Holzschlag. Emmendingen den 16 . März. Großherzoglicher Forstamk. Holz-Versteigerung. ( 5 ) Durch die Bezirkssorstei Ländern werden Montag den 26 . März d. 3., aus dem Domänenwalddistrikt Ennerau, (Gemarkung Nieoereggenen), folgende Holzsortimente öffentlich versteigert: 161 Stamm eichenes Bau- und Nutzholz, 1 Stamm forleneSBau. und Nutzholz, K 8 Klafter eichene« Scheitholz, t Klafter sorleneS Scheitholz, 5% Klafter eichenes Prügelholz, 1 Klafter eichenes Stockbolz. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr auf dem Schlage. Kandern den i5. März 1933. Großherzogl. Forstamt. Holz-Versteigerung. ( 2 ) Aus dem hiesigen GemeindL. ^de werden Montag« den 2 . April d. 3., in dem Neucnwald 100 Stamm Tannen, welche sich mehr tbeils zu Säg- und Spaltholz eignen, gegen baare Bezahlung vor der Abfuhr versteigert. Dienstag den 3. April d. Z,, im Mößlinwald 23 Stamm Eichen- und 50 tannrne Sägklötze. Die Versammlung ist an gedachten Tagen jedesmal Morgens 9 Uhr, im LöwemvirH^hauS dahier. Sexau den 15. März i933. 1 Das Bürgermeisteramt. Wagner. Eichen. Stamm-Versteigerung. ( 2 ) Die Gemeinde Schlatt läßt am Montag den 9 . April d. 3-, aus ihrem Eichwald an der Straße gegen Brem- garten gelegen, nachdcngnnte eichene Rutzftämme viro» t,3 Stück in verschiedener QualitL>.»on 10 bis 36 Fuß lang-, auch von 20 bis kO Zoll Durchmesser an Meistgcbot versteigern; Der Anfang geschieht an besagtem Tag, Morgens 9 Uhr, wozu man die Wteigerungslustigen höflichst einladet. Schlatt am 17. März 1638 . S e y w a l d, Bürgermeister. Bau-Accord. ( 2 ) Die für die Etatsjahre 1637 und 1838 genehmigten Reparationsarbeiten an den herrschaftlichen Administrations- und Pfarrgebäuden des diesseitigen Verwaltungsbezirks im Voranschlag zu iyl7 st. 14 kr. werden Donnerstag den 5. April d. Z., Morgens 8 Uhr, auf diesseitiger Kanzlei an tüchtige Handwerker in Steigerung veraccordirt, wozu dieselben eingeladcn werden. Thiengen den 17 . März i833. Großh. Domänenverwaltung. Zehntscheuer-Versteigerung. ( 2 ) Da die vor sich gegangene Versteigerung der dem Großh. Aerar zu Gündlingenzustehenden Zehntscheuer die hohe Genehmigung nicht erhalten bat, so wird dieselbe Donnerstag den 2Y. April d. I., Vormittags 10 Uhr, im Rebstockwuthshause zu Gimdlingen einer nochmaligen Versteigerung aus- gesetzt und dieses hierdurch zur Kenntniß der Kaufiiebhaber gebracht. Die Bezeichnung deS KaufobjektS und die Kaufbedmgungcn können in der Zwischenzeit jeden Tag dahier eingesehen werden. KiechlinSbergen den 17. März 1838. Groß!). Domänenverwaltung. Verlag der Großherzogl. Universität- Buchhandlung und Buchdrucker« der Gebrüder GrooS.