GroßHerzoglich Badisches A«zetge-I-tt für den Neckar.- und Main- und Tauberkttis. No. 91. Dienstag den iS. November 11825. Mir großherzoglich badischem gnädigsten Privilegko. Verordnung. Nachstehende höchste Verordnung wird hiermit zur Belehrung der Steuerpflichtigen öffentlich bekannt gemacht. Mannheim den 4. Nov« lS25. Direktorium deS NeckarkreiseS. fröhlich. Vät. Ullmichek. No. 16173 . Die Erhebung der Gefällsteuer von de» Zins« und Gültberechtigten, Behufs der Rückvergütung an die Zins» und Gülkpflichtigen, welche ihre Grundstücke und Häuser als zinS- und gültfrei versteuert haben, betreffend. No. 6063. Zum Vollzug deS Gesetze- vom 14. Mai d. I., RggSbl. No. 8, welches a. daS Abschreiben der auf Grundstücken und Gebäuden haftenden, der Ablösung «n, terworfenen Gülten und Zinsen an dem Steuerkapital, L die zinS, und guttfreie Besteuerung derselben, c. die Fvrteutrichtung der Gefällsteuer durch die Gült- und Zinsberechtigten, und ä. die Auslieferung deS SteuerbetraqS an die Gült- und ZinSpflichtigen eines jeden SteuerdistriktS, ln ungetrennler Summe anordnet, werden andurch nähere Vorschriften ertheilt. Aufstellung der Gefällsteuerzettel, und Ab, u. Zuschreiben derselben, tz. 1. I. Durch die präparatori'schen Arbeiten, welche nach der Verordnung vom Heutigen, No. 6058. als Einleitung zum Ab- und Zuschreiben pro 1826, unmittelbar vor demselben, oc? «r hmen stnd, werden aus den bisherigen Grund, und Häuserge» fäll-Steuerzettet» jene Gegenstände auSgrschirden, die fernerhin einen Drstandtheil deS Katasters ausmachen. Da hiernach nur noch die im 18, refp. LSfachen Betrage kapitalisirten ablöS, Haren Gülten und Zinsen darin enthalten sind, von welchen die besondere Erhebung der Gefällsteuer zum Zweck de« Rückvergütung an die Gült, und ZinS-pflichtigen Statt findet, so bedarf eS lediglich der Sammlung dieser Skeuerzettel, um daraus daS Hebreqister zu formiren. L. Die Aufstellung der Veränderungslisten und das Ab- und Znschreiben der ZinS- und Gültgefäll-Steuerzettel in der Grund, und Häusersteuer geschieht nach den Grundsätzen und Regeln, welche für daS Ab, und Zuschreiben im Allgemeinen durch die vorliegenden Instruktionen gegeben sind, und gleichzeitig mit demselben. Vergl. die §§• 5, 9, 12, 14, 16, 22, 28, 29, der Instruktion über das Ab, und Zuschreiben in brr Grundsteuer und §$. 6, Iß, 18 in der Häusersteuer. ^ 550 I. Ueb«r die Uebereinstimmung deS TotalSteueekapital« mit dem Total-Steuerkapi» tal de« vorhergehenden Jahr,», nach Abzug der durch di« Veränderungslisten g«ge> bene» Abzüge und Hinzuschlagung der Zugänge, wird «ine summarische Nachwei« sung nach anliegender Form, Beilage No. l- gefertigt. 4. Die Veränderungslisten, die Gefällsteuerzettel, in welchen ab, und zugeschrieben worden ist, und Die summarische Nachweisung werden dem Steuerrevisvr vorgelrgt. Ausstellung deS HebregisterS. §. 2 . Nach vollendetem Ab, und Zuschreiben und Abschluß der Gefällsteuerzettel stellt der Steuerperäguator das Hebregister nach anliegendem Formular, Beilage No- 2, auf, und zwar in derselben Reihenfolge, wie die Steuerpflichtigen in dem General» und Erwerb» steuerkataster amgeführt sind. Dasselbe wird mit den oben bemerkten Vorlagen an de» Steuerrevisor cingesendet. Prüfung der Vorlagen durch den Steuerrevisvr, Genehmigung und Hinausgabe des HebregisterS an die Obereinnehmer. 8» 3» 1. Der Steuerrevisvr prüft dir «l'ngekommenen Vorlagen, fertigt daraus eine Zusam» menstellung nach ObereinnehmereieN und übergiebt diese wie jene, gleich den Ge» neralkatastern und Steuerregistern, dem Kreisdirektorium zur Genehmigung. 2. Nach beigesetzter Genehmigung de- HebregisterS wird dasselbe an den Obereinneh, mer abgegeben. Erhebung, Ablieferung und Vertheilung de« SteuerbetragS an di« Gült-und Zinspflichtig«»« 8. 4. 1. Der Obereinnehmer erhebt die Steuer von den Gült» und Zknsberechtigten im Monat Oktober, und liefere dieselbe im Monat November in ungetrennter Summe ab, ohne den Betrag in die Obereinnehmer«!,Rechnung aufzunehmen. 2. Zur Empfangnahme und weiteren Vertheilung de« Geldes, ist au« der Mitte der Zins» und Gülrpfllchtigen ein Ausschuß von drei Personen zu ernennen, welche den Obereinnehmer auf das Register quittiren« 3. Die Hebregister werden den Jahresrechnungen der Obereinnehmer beigelegt, mit einer Uebersicht über den ganzen Steuerbetrag im Obereinnehmereibezirk. 4. Die Abhörbehörde hat sich zu überzeugen, daß der Obereinnehmer alle« erhoben und abgrliefert hat, wa« nach den Registern zu erheben und abzulirfern war. Gebühren für da« Ab, ». Zu sch reiben u. dl» Aufstellung der Hebregister. §. *. 1. Di« Steuerperäquatore» erhalten L. für das Ab, resp. Zuschreiben eine« Gefall- in de» Grund, und HäusenGefäll» Steuer-Zelteln p. Item l kr. J>. Für den Abschluß der Steuerzettel pr. St. Z. Nr. £ kr. c. Für die Aufstellung de« HebregisterS p. Item (Namen) I kr. Sie legen den Forderungszettel mit ihren Arbeiten dem Steuerrevisor zur Deere, tur vor. 2 . Die Obereinnehmer haben für die Empfangnahme und Ablieferung des Steuerbe, trag- die durch den §. 8. de« provisorischen Reglement« vom 29. Mai 1821 geord» nett Hebgebühr von 4 kr. pr. fl-, aber kein« Jtemgelder, au« der Obereinnehm«, reikaffe zu beziehen. 3. Gelegenheitlich der, durch Verfügung vom 16. Dez. 1817, No. 19764, angeorbne» 55l ten, jährlichen Vorlage über den Betrag der Katasterkosten ist eine Urherstcht über den Betrag der unter I und 2 bemerken Gebühren einzusenden. Karlsruhe den 18. Okr. >825. Finanzministerium, v. Böckh. V6t. Schwarz, Beilage No. I. N a ch w e i s u n g daß daS TotaleSteuerkapital von 1825 mit dem von 1826 nach Abzug der Abgänge und Hinzuschlagung der Zugänge genau übereinstimmt. Grundgefäll' Sleuer,Aa> pital. Häusergefäll- Treuer Kar pital. Summa. fl. kr. fl. kr. fl. kr. 1825 . 17240 6 680 20 17920 26 Abgang... 520 — 45 — 565 — Rest 16720 6 635 20 17355 26 Zugang . 10 — — — 10 — pro 1826 fe. 16720 6 625 20 17365 26 N, h,n 7. Dej. 1825. Steuerperäquator Beilage Ne. 2, .......Kreis. Amt.... Obereinnehmerei.... Steuerdistrikt. Register über die Erhebung der Gefällsteuer von den ZinS- und Gültberechtrgten, zum Zweck der Rück» Vergütung an die ZinS, und Gültpfiichtigen. 1 6 2 6 . Nach dem SteuerauSschreiben Reg. Bl. Nr.... vom. soll erhebe» werden: von 100 fl. Steuerkapital ..kr. o 3 u> 'S Namen der Steuerpflich. tigen. I. Grund- gefäll» Steuerkapital. ll. Häuser- gefall- Steuerka vital. Summe von I. und II. O ja S s SS Steuerbe» trag. fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. fl. kr. I ! | N. den .. Dezember 1825. Steuerperäquator N. Berichtigung. Im Anzeigebl. No. 89, S. 536, Z. 5 v. u. lese man statt Küfer — Eicher. Bekanntmachungen. 1) Karlsruhe. In Untersuchungssachen gegen Konrad Welschinger von Wollma, dingen, wegen Gelübdebruch und gefährli, cher Verwundung, wird ju Folge Beschlusses de« hvchpreißl. HofgerichtS de« Mittelrheins, ä. 6.Rastattden21.v.M., Nro. 1700, Kon, »ad Welschinger aufgefordert, sich binnen 3 Monaten a dato dahier zu sistiren, und über hi» ihm zur Last liegenden Verbrechen j» veranworten, ividrigenfalls er mit seiner Verrheidigung werde ausgeschlossen und däS Rechtliche auf Betreten gegen ihn Vorbehalten werden. Karlsruhe den 5. Novem. der 1825. Großherzogl. Stadtamt. I) Bruchsal- ^Landesverweisung.^ Der unten siqnalisirte Heinrich Furrer, aus Winterthur in der Schweiz, welcher wegen 3. Diebstahl«, von dem Großherzvglich hoch, preißlichen Hofgericht de« Mittelrheins zu 2jähriqer Zuchthausstrafe verurtheilt und seit dem 3. August v. I. dahier eingesessen, wird heut« in Gemäßheit eingefolgten Br, gnadigungSrescriptS entlassen, sofort nach Inhalt de- UrtheilS der Großherzogl. Dad. Lande verwiesen« Dieß wird hiermit öffentlich bekannt gemacht. Personbeschreibung. Heinrich Furrer ist 37 Jahr« alt, von Profession ein Metzger, besetzter Statur, 5' 1" groß, hat schwarze Haare, ein ovale- Gesicht, schmale Stirne, graue Augen, dicke Nase, kleinen Mund, runde- Kinn. Trägt bei der Entlassung einen weißen Stroh« Hut, «in blaugedruckte« Hal-tuch, eine blaugestreifte Weste, einen blauchtuchenen Frack, 1 Pr. grüne Hosen von s. g. Rie- belzeug, leinene Strümpfe und Schuhe« Bruchsal den 6. November 1825. Großh. Zucht, und CorrektivnShauS- Verwaltung. Schnabel. I) Mosbach. Am 2. d. M. Nachmittag« 1 Uhr, wurden untenbeschriebene 6 fette Hämmel, )«2 und 2 aneinander, im Billig« heimer Gemeindswalde mit Stricken angr« bunden gefunden» Der Eigenthümer dieser vermuthlich gestohlenen Hämmel wird hiermit aufgefor» dert, sich binnen 8 Tagen zur RekognvSci- rung derselben, und Geltendmachung seiner Ansprüche dahier zu melden, um so gewis« sre, al« ansonsten weiter« darüber verfügt werden würde. Beschreibung der gefundenen Hämmel. Jede« Stück hat in jedem Ohr «in vier- eckigte« Loch al« Kennzeichen; zwei Stück sind von spanischer, die übrigen vier Stück von innländischer Race. Alle sech« tragen weiße Wolle. Mosbach den 7. Nov. 1825. Großherzogl. Bezirksamt. Schaaff. Vät. Bauer« I) Hornberg. Da der seit dem Feldzug« von 1813 vermißte Soldat bei dem Grvßhl. Badischen Dragoner-Regiment von Frey- städt, Johann Georg Wagner von Schil- tach, der öffentlichen Vorladung vom 18. März 1824, Nro. 1165, ungeachtet sich nicht gemeldet hat, so wird in Folge hoch, sten Erlasse« de« Großhrrzoglich hochprelß- lichen Krieg« - Ministerium« vom 25. Oktober 553 d. I., Nro. 9192, derselbe hkemkt für verschollen erklärt, und dessen Vermögen seinen nächsten Anverwandten in fürsorglichen Besitz gegeben. Hernberg den 7. Novem, der 1825. Großherzogl. Bezirksamt. 1) Waldshut. Der Baumwollentuche Händler Leopold Maier von Oberwihl, wele cher schon längere Zeit von Hau« abwesend ist, ohne Nachricht von seinem Aufenthalte zu geben,-hak binnen 6 Wochen von heute an vor diesseitigem Amte zu erscheinen, und auf «ine eingeklagte Forderung de« Fridolin Dapp von Oberwihl von 296 fl. 22 kr. zu antworten, widrigen« dieselbe für liquid erkannt und der Zugriff auf dessen Vermb» gen verfügt werden würde. Waldrhut den 31. Okt. 1825. Großherzogl. Bezirksamt. 2) Buchen. Da« großh. Direktorium de« Main« und Tauber-Kreise« verordnet durch h. Erlaß vom 9. Juni l. I. k!o. 7173, daß künftighin 4 Viehmärkte, und zwar auf den 20. Febr«, 6. und 90. März und 5. Dezember in Buchen abgehalten, daß je- deSmal damit ein Schweinmarkt verbunden, und zur Ermunterung de« handelnden Publikum« au« der Stadtkasse dahier 3 Prämien, und zwar fürcha« beste Schwein 3 fl., den beste« Frischling 2 fl. und da« deste Paar Ferkel I fl. 21 kr. für die 4 ersten Jahresmärkte bezahlt werden sollen, welche« andurch zur öffentliche« Wissen« 'schaft gebracht wird. Buchen den 22. Ok» tober 1825. Großherzogl. Bezirksamt. Deck. 2) Wert hei m. Da Jakob Koch von Reicholzheim der diesseitigen Auflage vom 16. August v.J. No. 10729, Anzeigeblatt No. 70 u. 71, bisher keine Folge leistete, so wird derselbe andurch für verschollen er« klärt, und sind dessen sich bereit« legiti- mirt habende« Erben i» den fürsorglichen Besitz de« Vermögen« zu setzen. Wertheim den 25. Okt. 1825. Großh. Stadt - und Landamt. Gärtner.. Vät. Stemler. 2) Karlsruhe. Am 1. d. M. wurde deS Nachmittags zwischen Lund 3 Uhr/ in der Behausung des Nogr» und Accisv'S Schwall in Darlanden, während sich derselbe mit seiner Famlie in der Kirche befand , mitrelst Eine beuch«, und durch gewaltsame Erbrechung deS Kasten», worin derselbe die Herrschaft!. Gelder aufbewahrt hatte, von letzteren die Summe von 30 fl. 29 kr«, bestehend in KKro- »enthalern, mehreren halben Kronenthalern und VierundzwanjigkreujerrSlücken entwendet. Da von dem Thäter keine weitere Spur vorhanden ist, al» daß rin Bursche, welcher mit einem langen blautüchenen Rock bekleidet gewesen sey, und eine blaue Mütze mit einem langen Schilde aufgehabt haben soll, der aber nicht näher bezeichnet werdenkann, zurZeit der Entwendung an dem Hause des Bestohlenen gesehen wurde, so wird derser Diebstahl mit dem Ersuchen an sämmt« liche Behörden, auf den Thäter zu fahnden, hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Karlsruhe den 4. November 1825. Großherzogl. Landamt. 2) Kork. ^Präklusiv.Bescheids Die Pfandgerichte der unten genannten Gemeinden d«S hiesigen Amtsbezirk- werden hiermit der Haftbarkeit für diejenigen Unter- pfandSrechte auf Liegenschaften, welche bei den bei Eckartsweier bis 6. Mai 1822, Hohnhurst biS 2. Okt. 1822, Sand bis 14. März 1823, Hesselhurst bis 1. Nov. 1823, Willstett bis 14. Okt. 1824, Kork bi« 17. Aug. 1824, vorgenommenen Unterpsandbuchs » Erneue- ,ungea nicht angemeldet und richtig gestellt worden sind, für entbunden erklärt. Kork den 31. Okt. 1625- Großherzogl. Bezirksamt. Kieffer. 2) Rastatt. I» Folge hoher KrekSdi» rektvrialverfügung vom 20. v.M No. 15497 tinb di« darauf geschehene Erhebungen wird der im Jahr 1814 von dem grvßh. Drage- nerregiment v. Gnisau No. 2 desertirt» Ja« kob Bolz von Bietigheim des Gemeindsbnr- gerrechls für verlustig erklärt, und sein etwa zu hoffende- Vermögen der Konfiskation unterworfen. Rastatt den 31. Okt. 1825. Großherzogl. Oberamt. Müller. 2) Achern. Nachdem Joseph Spieß von Faulenbach, welcher unterm 10. Nov. 1822 durch die öffentlichen Blätter vorgeladen worden, seither nicht erschienen ist, auch nichts von seinem Aufenthalte auSgemiktelt werden konnte, so wird derselbe hiermit für verschollenerklärt, und sein Vermögen seit nen sich gemeldetenAnverwandten gegen Kau« tion in fürsorglichen Besitz gegeben. Achern den 31. Oktb. 1835. Großherzogl. Bezirksamt. 2) Bömberg. Der unten signalisir- te Schreinekgeselle Adam Meyer von Kraut« heim, welcher de» Einbruches in die ältere RegistraturdeS vormaligen OberamtesKraut» heim und der Akten - Entwendung daraus beschuldiget ist, auch sich gleich nach entdeckter Thal, unter dem Vorgeben seine Wanderschaft fortzusetzen, von HauS ent« fernte, wird andurch aufgefordert, von heute an binnen 3 Monaten dahier zu erscheinen, und sich über daS ihm zur Last gelegte Vergehen zu verantworten, andernfalls aber zu gewärtigen, daß gegen ihn in contumaciam werde erkannt werden. Zugleich ersuchen wir sämmtliche Behörden, gedachten SchreinerSgesellen, Adam Mayer, welcher mit einem von disseitiger Stelle am 2- Dezember 1824 ausgestellten Wanderbuche vor» sehen ist, auf Betreten anhalten, und hie» her abliefern zu lassen. Personbeschreibung. Adam Meyer von Krautheim, 20 Jahre alt, 4 Schuh 9 Zoll groß, hat braune ab« geschnittene Haare, bedeckte Stirne, blonde Augenbraunen, dunkle Augen, breite Nase, gewöhnlichen Mund, rundeS Kinn und frische Gesichtsfarbe. Dolberg den 21. Oktober 1825. Großherzogl. Bezirksamt. Ortallo. Veit. Weikum. 555 3> BischofSheim. Da der schon seit 49 Jahren abwesende Ignaz Barrh-lme von GerchSheim auf di- öffentliche Vor« ladung vom 23. Mai 1821 No. 2983 biS jetzt weder Nachricht von sich gegeben hat. noch selbst erschienen ist, so wird derselbe onmit für verschollen erklärt, und dessen Vermögen seinen nächsten Verwantden in fürsorglichen Besitz gegen SicherheirSlei- stung gegeben. BischofSheim den 27, Okt. 1825. Großh. bad. Bezirksamt« Dollmann. 3) Stühffingen. Johann Angst von Obereggingen, Soldat bei der großh. Leibgrenadiergarde zu Karlsruhe, war beordert, einzurücken, und hat unter dem Vorgeben, dieses zu thun, Obereggingen unterm 27» August verlassen, sich aber bisher bei seinem Kommando noch nicht gestellt. Derselbe wird daher aufgefordert, binnen 6 Wochen sich entweder bei dem Kommando der großh. Lefbgrenadiergarde zu Karlsruhe oder bei diesseitigem BezirkSamte zu stellen, widrigen» die in den Landesgesetzen auf die Desertion gesetzten Strafen gegen ihn erkennt werden. Skühlingen den 22- Okt. 1825. Großh. b. fürstl. fürstenb. Bezirksamt. Seng. 3) M e erSbu rg. Unter Bezug auf die unterm 17. Juli v. I. ergangenen Edikka- lien, die Erneuerung der Pfandbücher in mehreren diesseitigen AmtSgemeinden betreffend, werden nun, nachdem die Pfandbuchserneuerung in den Gemeinden Ahausen, Ittendorf, Raderach und Roggenbeuren de« endigt ist, die betreffenden OrtSgerichte hiermit aller Haftungsverbindlichkeit für die innerhalb dem anderaumten Termine nicht erneuerten Pfandrechte auf Liegenschaften, ihreS BanneS entbunden. Verfügt bei großh. Bezirksamt Meersburg, am 24. September 1825. Bader. Untergericht!. Aufforderungen und Kundmachungen. Schulden, Liquidationen. Hierdurch werden alle diejenigen, welche an folgende Personen Forderungen haben, unter dem RechtSnachtheile,auS der vorhandenen Masse sonst keineZahlung zu erhalten, zur Liquidation derselben oorgeladen: AuS dem Oberamt Bruchsal. * 1) zu Bruchsal, an di« in Gant erkannten Johann Anton Zipperleschea Eheleute, auf Donnerstag den 1. Dezbr., Morgens 8 Uhr, auf der Obe.ramlSkanzlek zu Bruchsal. 1) zu Ubstadt, an den in Ganterkannten Nachlaß deS Martin Kirstein, auf Donnerstag den 1. Dez., Morgens 9 Uhr, auf der OderamtSkanzlei zu Bruchsal. 3) zu Oestringen, an den in Gant erkannten Johannes F ö rd er er jun., auf Donnerstag den 17. Nov., Vormittag« 9 Uhr, auf der OderamtSkanzlei zu Bruchsal« 3) zu Bruchsal, an den in Gant erkannten Bürger und Metzger Joh. Adam Bopp, auf Dienstag den 22. Nov., früh 8 Uhr, auf der OderamtSkanzlei zu Bruchsal« Amt Ladenburg. 3) zu Heddesheim, -an den in Gant erkannten Sebastian Fath, auf Freitag den 25. Nov., Morgens 9 Uhr, auf der AmtSkanzlei zu Ladenburg. Landamt Heidelberg. 2) zu Walldorf, an die in Gant erkannte Verlassenschaft der Jakob Lenzschra Wkttwe, auf Mittwoch den 23. Novbr., Nachmittags 2 Uhr, auf der LqndamtSkanj» lei zu Heidelberg. 2) zu Waldorf, an die in Gant erkannte Verlassenschaft deS verstorbenen Christoph Eichhorn, auf Freitag den 25. No, vember, Nachmittag« 2 Uhr, aufderLand, amtSkanzlei zu Heidelberg. Bezirksamt GerlachSheim/ 3) zu GrünSfeldhausen, an di« in Gant erkannte Adam Schenksche Verlas- senschaft, auf Mittwoch den 23. Nov«, Vor- 556 mittag- 9 Uhr, auf der Amtskanzlei zu GerlachSheim- Z) zu Marbach, an die in Gant er» kannten Jvh. MohrS Eheleute, auf Moni tag den 21- Nov., auf der AmtSkanzkek zu GerlachSheim. Amt Mosbach. 2) zu Billigheim, an den in Gant erkannten Schutzjuden Mendl« ReiS, auf Mittwoch den 30. Nov., auf der AmrSkanz- lei zu Mosbach. Bezirksamt TauberbifchofSheim. 2) zu TauberbifchofSheim, an den in Gant erkannten Valentin Schmitt, auf Dienstag den 29 . Nov.,Morgens «Uhr, auf der Amtskanzlei zu TauberbifchofSheim« 3) KulSheim, an den in Gant er« kannten Joseph Backof, auf Dienstag den 22. Nsvbr. auf brr Amtskanzlei zu Tauber« bifchofSheim. Bezirksamt Boxberg. 3) zu KlepSau, an die in Ganterkan». ten Jvh. MetzgerS Eheleute, auf Don- nerstag den 24. Nov., Morgens 9 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Boxberg. 3) zu Gommersdorf, an den in Gant erkannten Franz Ant. Gehrig, auf Montag den 21. Novbr., Morgen- 9 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Boxberg. Erbvorladungen. Folgende schon längst abwesende Personen, «der deren Leibeserben, sollen binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigen» falls dasselbe an ihre bekannte, nächste Ver, wandten gegen Caution wird auSgelirfer» werden: AuS dem Stadt, u. Landamt Wertheim. 1) von Wertheim, Georg Michael Wekester, geboren den 2. Febr. 1791, welcher im Jahr 18Ü9 als HandelSkommi» feine Vaterstadt verließ, ohne bisher Nachricht von sich zu geben, dessen Vermöge» in 106 fl. besteht. Versteigerungen. 31 Billighekm. Gemäß Verfügung großh. Oberamts Mosbach vom IS. v. M. No. 17060, wird Donnerstag den I. Dez. 1825, Mittag- 12 Uhr > auf dem hiesigen Rathhause der Ignaz Schäfersche * Erb' bestand-guls, Antheil auf dem Schmelzen' Hof, bestehend: a) au- Gebäulichkeiten: 1 zweistöckige- Haus, 1 Anbäulein, 2 Scheuern, 2 Keller und 2 Viehställe ic.; sodann: b) auS Grundstücken: 43 Mrg. 26 Rlh. Gärten, Aecker und Wiesen, und 11 Mrg. Wald, an den Meistbietenden, unter de« herkömmlichen Bedingungen versteigert, wo» zu die Kaufliebhaber eingeladen werden. Billigheim den 26. Okr. 1825. Der OrrSvorstand. Vogt L a n ger. Vät. Köhler. Dienstaachrtchren. Da durch die Beförderung d«S'bisherigen Lehrers der Freischule, Elison, auf die 2te Lehrstelle an dem Mannheimer Lehn», stieuee, die Freischulstelle daselbst mit dem Einkommen von 200 fl. erledigt worden ist, so haben sich di« Kompetenten um diese Stelle binnen 4 Wochen unfehlbar zu melden. Der grundherrlich v« Gemming > Stein« eggischen Präsentation deS SchulverwalterS Silber als Lehrer in Reuhausen, ist die Staatsgenehmigung erheilt worden. Da man nothwendig gefunden hat, den Schullehrer Deubel zu Lau',„dach, Amt» Gernsbach, in Ruhe zu fetzen und zu ven, sioniren, so ist dadurch gedachter Schuldienst, welcher 146 fl. einirägt, in Erledigunggekommen. Die Kompetenten haben sich nach Vorschrift bei dem Krei-direkkorium zu melden. Carl HermSdorf, Rrdaktcur.