Großherzoglich Badisches Airzetgeblarr fük den Neckar - und Main - und TauberkrelS. No. 55. Dienstag den 8. Juli 1828. Ml» großherzoglkch badischem gnädigste»» Privilegs«. Verordnung. No 7 Z 47 . Die bei den Kühen vorkommenden Kuhpocke» betr. Durch hohen Ministerialerlaß deS Innern vom is. April l. I., No. 3802, wird ver. fügt, daß nach vorhergeschehener Belehrung über die Merkmal« der Kuhpocken fämmrliche Biehbrsttzer eines jeden Amtsbezirks durch die Aemter und Physikate avfgefordert werden sollen, ein sorgfältiges Augenmerk darauf zu richten, ob sich nicht Kühe finden, von denen der Stoff zur Vaccinativn der Menschen zu erhalten ist, in welchem Falle sogleich Anzeige au das KreiSdireklorium, so wie an die Sanitätskommission zu erstatten sey. ES wird diese hohe Verfügung, welche bereits sämmtlichen Bemtern und Physikate« durch diesseitigen Beschluß vom 5. l. M., No. 6766, zur Nachachtung zugekommen ist, nebst einer Belehrung über die Merkmale der Kuhpvcken, hiermit «och zur öffentlichen KeunlniZ gebracht. Wertheim den 25. Juni 1828. Direktorium bei Main, und TauberkreifeS. v. Berg. Vdt. Gobel. Belehrung über die Merkmale der Kuhpocken. Die Kuhpocken sind eine Ausschlagskrankheit, welch« an den Eutern und den Zitzen milchender Kühe, gemeiniglich im Frühjahr und Borsommer, unter der Gestalt runder, in der Mitte vertiefter, bläulicher, blei- oder silberfarbiger Blattern, mit einer rvthlaufartigen Entzündung umgeben, und einer klaren zuweilen leicht gefärbten Flüssigkeit angefüllt, er. scheinen. Di« davon befallenen Thirre fiebern, find unruhig, niedergeschlagen, fressen wenig oder gar nichts, da» äuge ist trübe, die Milch wird in geringer Meng« abgesondert. Und ist dünn und aufgelößt. ES giebt aber auch unächte Kuhpvcken, die zuweilen eine täuschende Aehnlichkeit mit den ächten haben, deren Verwechslung aber, im Falle man da» von Impfungen veranstalten wollte, die gefährlichsten Folgen haben kann. Dies sind die schwarzen, gelben und weißen Kuhpocken, und die Wundpocken, dann eine andere Art, die von dem Stich oder Biß einer besondern Gattung Fliegen herrührr. Dies« »nächten Kuh, Pocken unterscheiden sich dadurch von den ächten, daß ihnen die bläuliche oder bleiartige Farbe fehlt, daß sie sich schnell in einen trockenen Schorf verwandeln, und daß sie über» Haupt nicht den regelmäßigen Verlauf der ächten haben. Sie entstehen gewöhnlich im Früh, ling, bei Veränderung des Futters, oder wenn eine milchende Kuh ein Paar Tage lang nicht gemolken, und so das Euter von der sich anhäufrvden Milch ausgedehnt und strotzend »vird. 308 Bekanntmachungen. . Karlsruhe. ^Bekanntmachung, dir Einlösung der Großherzoglich Badische« Partial- Obligativnen des AnlehenS zu 6 Millionen Gulden vom Jahr 1303 ^betreffende Unterm 7. Januar dieses Jahres haben wir den Besitzern der noch nicht gezogenen Pa,rial-Obli- gationrn obigen AnlehenS durch öffentliche Bekanntmachung das Anerbieten gemacht, diese Obligationen, welche an der I9ten und rosten Gewinnziehung Theil nehmen und auf di« Jahre 1829 und 1830 durchs Loos zur Heimzahlung verfallen, schon jetzt in ihrem Nenn» werrhe durch Baarzahlung oder mittelst 44pro- zenliger Renren-Scheine einzulösen, und dabei für die noch zu hoffenden Gewinste besondere Prvmessen-Scheine auszustellen. Da dieses Anerbieten auf keinen Termin beschränkt war, so finden wir uns nun zu der Erklärung veranlaßt, daß zwar die Einlösung der Obligationen durch baare Zahlung ihres NennwertheS unter Ertheilungn von Promessen-Scheinen für die bei den künftigen Ziehungen zu hoffenden Gewinnst« noch ferner geschehen werde , daß wir jedoch der Umtau- schung gegen 4sprozentige Renten-Scheine nur noch im Laufe dieses Monats Statt geben können, nach dessen Versiuß alle weiter« Um- tauschungSgesuche abzewiesen werden müssen. Karlsruhe, den 4. Juli 1828. Großh. bad. Amortisations-Casse. Karlsruhe« Der unten signalisirte Johannes Lang von Linkenheim, welcher sich eines Diebstahls mit Einbruch höchst verdächtig gemacht, hat sich aus feiner Heimarh entfernt, ohne daß bisher sein jetziger Aufenthalt entdeckt werden konnte. Wir ersuchen daher sämmtliche PolizeiBe- hvrden, aufdenselben fahnden, ihn ihm Betretungsfall« arretiren und anher abliefern zu lassen. Personbeschreibung. Alter 21 bis 22 Jahre, Größe ungefähr 5' 3", Statur untersetzt, GefichlSform ruod, Gesichtsfarbe gesund, Haare blond. Augeo- braunen blond, Nase groß und lang, Mund groß, Zähne gut, Bart schwach. Besonder« Kennzeichen: ein Brandmal auf dem Rücken des einen FußeS- Ertrug bei seiner Entweichung blautuchene Beinkleider, einen blautuchenen oder leinenen Wamms, eine blau ober griinmanchesterne mit graugelben Pelze verbrämte runde Bauernmütze und eine rorhzeugrne West« mit schwarzen Blumen. Auch Hane derselbe eine blau- kuchene modern zugeschnittene Schildmützr mit einem rochen Streife bei sich. Karlsruhe, den 28. Juni 1823. Großherzogl. Laridamt. v. Fischer. Vdt. Schwab. [55] 1 Wieskoch. ^Fahndung j Jakob Neibert von Eschelbach, dessen Signalement nach seinem Wanderbuche vom 4. Juli 1826 hier folgt» hat sich das Wanderbuch und den Heimakhschein des Schuhmacheigeftllen Franz Falkner von Eschelbach zu verschaffen gewußt, und damit vom Hause entfernt. Sämmtliche polizeilich« Behörden werde« ersucht, auf den wegen Diebstahls kürzlich eingesessenen und gefährlichen Jakob Neibert fahnden zu lassen, und ihn grgrn Ersatz der Kosten anher gefällig abzuliefern. Personbeschreibung Alter 21 Jahre, Statur schwach, Größe 5' 2 ", Gesichtsform länglicht, Farbe gesund, Haare braun, Stirne bedeckt, Augenbraune« braun, Augen braun, Nase lang, Mund ge» wohnlich, Zähne gut, Kinn rund- WieSloch, dm 2 . Juli «828 Großherzogl. Bezirksamt, v- Vogel. Vdi. Gulde. [55]' Ladenburg. Karl Schubach von Heddesheim hat sein Vermögen seinen Gläubigern vorläufig abgetreten, wünscht aber sich wegen eines Nachlasses und Zahlungsfristen mit denselben zu vereinige». Es werden daher sämmtliche Gläubiger desselben auf den 13. August d- I unter dem RechrSnachtheile auf die AmtSkanzlei Morgens 8 Uhr vorgeladen, daß ansonst, wenn keine Vereinbarung zu Stande kommt, die Masse ohne Rücksicht auf sie unter diejenigen, welch« sich bei der Tagfahrt melden, verrheilt werde, im andern Falle aber wird angenommen» als 309 s,ptn sie der Mehrheit belgetreteu. Laden, bürg/ am 4 . Juli 1828 . Grvßherzogl. Bezirksamt. P feiffer. £57}' Eppiogen. Nachdem Freiherr Eberhard von Göler zu Snlzfeld um gerichtliche Liquidation ftiner durch Erbschaft Über, nommenen oder selbst cvnlrahirlen Berbind- lichkeilen angesuchl, und das hochpreisliche Hofgericht des Wilkrl-Rheins diesim Ansuchen mittelst Auftrags an das hiesige Amt willfahrt har, so werden hiemil sämmNiche Gläubiger des Freiherrn Eberhard von Göler aufgefor» dert, am 28. Juli früh 8 Uhr entweder selbst oder durch gehörig Bevollmächtigte auf dahiesiger Amtskanzlei zu erscheinen, und ihre Forderungen unter Vorlage der Beweisurkunden richtig zu stellen. Eppingen, den 27. Juni 1623. Grvßherzogl. Bezirksamt. Orrallo. [55] 1 Schwezingen. Da Georg Adam Gaa von Plankstadt um Zusammenberufung seiner Gläubiger zum Behuf« eines Sluudungs. und Nachlaßvergleiches gebeten hat; so werden dieselben hiermit aufgefordert in der Liquida- tivns-Tagfarlh, Dienstag, den 29 . Juli l. I. Nachmittags 2 Uhr dahier auf dem Bureau zu erscheinen und ihre geneigten Erklärungen abzugeben, als sie sonst auch bei einem un» mittelbar darauf erfolgenden Gantverfahr,n von der gegenwärtigen Masse ausgeschlossen werden würden. Schwezingen, den 30. Mai 1828. Großb. Bezirksamt. Wasmer. E b e r b a ch. [Die Brrlaffenschafts-Theilung der Franz Michael Schvrk jun. Wiltwe von Balsbach berr.] Es werden alle diejenigen, welche an diese Masse eine Forderung haben, hiemil aufgeforderl, solche Montag den 21. Juli 1828. Morgens 8 Uhr in Balsbach vor der eintreffenden Commission anzumelden und unter Vorlage etwa besitzender Beweißurkun- den richtig zu stellen, ansonst bei Verweisung der Schulden keine Rücksicht darauf wird genommen werden. Eberbach den 28. Juni 1828. Grvßh. Amrsrevisvra«, Heß. [55]' Mannheim, vm 87. v. M. wurden mehrere Glaskisten auf eine verdächtige Weise ohne Zoll-Lösung in hiesige Stadt eingebrachl. Da der Eigenthtimer davon bis« her noch nickt bekannt geworden ist, so wird derselbe hiermit aufgefordert, binnen 14 Tagen i dato sich bei Unterzeichneter Stelle z» melden, andernfalls daS Weitere darüber ver« fugt werben wird. Mannheim den l. Juli 1828. Grvßherzogl. Stadtamt. Söldner. Vdt. Bork. [55]' Brette«. In Sachen der Michael FLfferschen Ehefrau Karoline geb. Eckert von Gochsheim gegen ihren Ehemann Michael Fässer von da, Ehescheidung ketr., .wird auf Mittag des grvßherzogl. badischen Hvfgerichts des Mittelrheins zu Rastatt Michael Fässer, von dessen Aufenthalt man bereits seit 4 Jahren in Gochsheim, als feinem eheinaligen ehrliche» Wohnsitze nichts erfahren hat, aufgefor, derk, sich binnen Jahresfrist bei dem Unterzeichneten Amte zu stellen, widrigens er ftir verschollen erklärt, sofort auf den Grund dieser Verschollenheit auf fortgesetzt werdende Ehescheidungsklage seiner Ehefrau, diese alsdann des Ehebandes mit ihm fiir entbunden erklärt, und zur anderweiten Verehelichung ermächtigt werden würde. Bretten den 26. Juni 1828 . Grvßherzogl. Bezirksamt. Ertrl. Vdt. Wagner. [53]* P sorzheim. [Aufforderung.] Franz Mezger von Pforzheim^ Hautboist ater Classe unter dem Großherzoglichen 4ten Linien-Jn- fanterie-Regiment Markgraf Leopold, ist am 30. v. M. aus der Garnison Freiburg entwichen. Derselbe wird andurch vvrgeladen, bei Vermeidung der gesetzlichen Nachtheile, in« nerhalb 6 Wochen zum Regiment zuriickzukeh. ren oder dahier sich zu stellen. Pforzheim, de» 23 -Juni 1828. Grvßherzogl Oberamt. Deimling. Vdt. Sold. [53]* Mannheim. [Landesverweisung.] Sabina Barbara Mozer v»n Obristeufeld, k. WUrtemb. Obcramls Marbach, wurde durch 3tO hohes HvfgerichtlicheS Unheil vom 21 . April d. I. No. 959, l. Sen., zu einer achtwö- chentlichrn gemeinen Gefängnißstrafe verur» theilt, und nach deren Erstehung am 22. Juni l. I., nach einem rveirerem Inhalte genannten hohen UrtheilS, sämmilicher badischen Land« verwiesen. ^ Personbeschreibung. Alter 32 Jahre, Große 5" 2 '^, Statur et> was untersetzr, Haare schwarz, Stirne gerade, Auaenbraunen schwarz, Augen braun, Nase breit, Mund etwas aufgeworfen, Kinn spitz, Gesicht länglich, Farbe gesund, Zöhne gut. Dieselbe war bekleidet mit einem schwär» zeu Merino-Kleid» schwarz casimirnen Halstuch mit Fransen, rvlh carorirtem Schurze, baumwollenen Strümpfen, und Schuhen. Mannheim , den 25. Juni 1828. Großh. Sradlamr. Soldner. V8t. Bork. Bruchsal. [Landesverweisung.! Die unten signalisirte Margarethe Keller von St. An- toni, k. k. Landgericht- Montafon, wurde vermöge Beschlusses großh. Hofgerichrs des MittelrheinS 8. 8. Rastatt 14. Juni 1328, No. 1539, 2. Adtheilung, der großh. Lande verwiesen, nachdem ihr vorher der Rest ihrer wegen Diebstahl und Jaunerei zu Mannheim zu erstehenden Zuchthausstrafe von Sr. kSnigl. Hoheit gnädigst nachgelassen worden war, welches hiermit zur öffentlichen Kenntniß ge» bracht wird. Personb>schreibung. Dieselbe ist 34—35 Jahre alt, 5' 1" groß, hat dunkelbraune gescheitelte Haare, nieder« breite Stirn, blaue Augen, blonde Augen» braunen, stumpfe Nase, etwas großen Mund, aufgeworfene Lippen, rundes Kinn, der ober« Zahn vorn ist etwa- angesteckt, breites volles Gesicht, gesunde Farbe, ohne Abzeichen. Siespricht den schwäbischen Dialekt. Bruchsal den 24. Juni 1828. Großherzogl. Oberamt. G e m e h l. [55]' Reckargemünd. Jakob Möller von Gaiberg wird im ersten Grade für mund» tobt erklärt, was andurch mit dem Beifüge« zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird, daß derselbe ohne Zustimmung deS ihm beigegebe» neu Pflegers, deS Rentmeister- Müller von Gaiberg, keine im Landrecht, Satz s 13 angeführten Rechtsgeschäfte gültig abschließen kann. Neckargemünd, den I. Juli 1626. Großherzogl. Bezirksamt. Lindemann. ' Heidelberg. Da der abwesende Christian Freund von Walddorf auf di« erlassene öffentliche-Aufforderung deS vorhinigen Großh. LandamkS Heidelberg vom 30. August 1824, No. >2585, sich zum Empfange seines ia 136 fl- 57 kr. bestehenden Vermögens weder selbst noch durch einen hinlänglich Bevollmächtigten, oder durch einen seiner allenfallsigen Erben bisher gemeldet hat, so wird er hiemit ebenso für verjchollen erklärt, als fein Vermögen den sich darum gemeldet habenden nächsten Anverwandten gegen Stellung der verordnnngSmäßigen Caution zur nutznießlichen Verwaltung überlassen. Heidelberg, den I. Juli 1828. Großherzogl. Oberamt. Wild. Gruber. Wertheim. Bernhard Schmidt von Gamburg, welcher der öffentlichen Auffor» derung vom 9> Januar >327, No. 673 ungeachtet, sich zum Empfang feines Vermögens nicht gemeldet, auch keine weitere Nachricht über seinen gegenwärtigen Aufenthalt gegeben hat, wird nunmehr für verschollen erklärt und sein Vermögen den nächsten Verwandten gegen Caution in fürsorglichen Besitz gegeben. Wert» heim, den 24. Juni 1828. Großherzogl. Stadt-u. Landamt. Gärtner. * Beck. [53]* Karlsruhe. Da sich Jacob Slv» der von Stafforth ungeachtet der Vorladung vom >6. April v. I. Nh. 4721, innerhalb der gesetzlichen Frist nicht gemeldet hat, so wild er nnnmehr für erschollen erklärt, und sein Vermögen den nächsten Anverwandten gegen Sicherheitsleistung in fürsorglichen Be« sitz gegeben. Karlsruhe, den 18. Juni 1828. Großherzogl. Landamk. ». Fischer. V8t. Schwad. 311 [53]* Hornderg. Unter Bezug auf un- fern Steckbrief vom 28 . v. M. No.4596, bringen wir anmit nachiräglich das Signale» ment des Franz Karl Pfitzer zur öffentlichen Kenntniß. ^ . Derselbe ist fünfzehn Jahre alt, und hat einen geringen Körperbau, «in gesunde- Ge» ficht, braune Augen, blond« Haare, und eine große Nase. Hornberg, den 17. Juni 1828. Großherzogl. Bezirksamt« [533* Tauberbischofsheim. [Straf- «rftnmnig.] Nachdem die beiden RefractairS Martin Stumpf von Diltigheim n»d Michel Jos. Falkenmayer von Königsheim der Edik- talladung vom l7. Hornung l. I. ungeachtet fich bisher immer nicht dahier gestellt haben, so werden sie des Gemeinds-Bürgerrechts für verlustig erklärt, und es wird die gesetzliche Geldstrafe auf den Fall Vorbehalten, wenn ihnen noch Vermögen zukommen sollte. Tauberbischofsheim, den 24 Juni 1828. Großherzvgl. Bezirksamt. Dreyer. [543* Mannheim. Am 85. d. wurde' dahier am Rhein ein schon in Fäulniß Uber» getretener 5' 7" großer, vielleicht 25, 30 oder mehrere Jahre alter, starker männlicher Leichnam ohne Kopfbedeckung gelandet, tiber dessen Herkunft nichts bekannt ist« Derselbe hat braune Kopfhaare, Ohrlecher und soviel man noch erkennen konnte, einen großen Mund und ein« dicke Nase. Bekleidet ist er mit grau tuchenem WammeS, blau tuchener Weste, leinenem Hemd, Sahlband-Hvseoträ- gern, gelben langen Nanquinbeinkleidern, vorgeschuhlen langen, guten Stiefeln, von denen der Absatz de» einen mit Eisen belegt ist. Um den HalS befand sich «ine Schnur, woran ein blaues gelb gestreiftes, gutes Nas» tuch befestigt gewesen ist, io welchem Erde und Sand, an Gewicht 15 — 20 £ haltend, eingebunden war. Dieses wird zum Zweck der Herkunft-Erforschung und Nachricht-Erhebung, in wie weit diese geschrhlich ist, zur vffentli, chen Kennrniß gebracht. Mannheim deu 25. Juni 1828. , Großherzogl. Stsdtamt. WilckenS. Vär. Hoffman«. [54^* Heidelberg. ES wird hiermit zur Kenntniß gebracht, daß die Fvrstverwaltuog t eidelberg, welche bisher ihren Wohnsitz in chwezingen hakte, nun nach Heidelberg ver- legt ist. Heidelberg den 28. Juni 1828. Großherzogliche Forstverwaltung. [541* GerlachSheim. Am 14. d. M. wurde dem Georg Kraft, Metzger zu GrllnS- feld, eine in seiner Wohnstube hängende Sackuhr mit einfachem silbernen Gehäuö und römischen Ziffern ohne weitere Kennzeichen ent» wendet. An der Uhr befand sich auch eine schwere silberne Kette» mit einem messingenen Ring an die Ahr befestigt, so wie der Handgriff von einem früher daran hängenden Petk- schaft. Wir bringen 'diesen Diebstahl zur' Fahndung auf den zur Zeit noch unbekannten Thätcr und die entwendete Uhr zur öffentlichen Kenntniß. GerlachSheim den 26. Juni 18*8. Großherzogl. Bezirksamt. Leiblein. Winkopp. [543* Triberg. sDienstantrag.] Bei der Unterzeichneten Stelle ist ein Theilungßkom- missariat vacant, das sogleich angetreten werden kann. Die Herren Kompetenten belieben sich unter Vorlage der Zeugnisse, in freien Briefen in Bälde dahier zu melden. Triberg den 26. Juni 1828 . Großherzogl. AmtSrevisorar. llntergerichtliche Aufforderungen und Kundmachungen. Schuldenliquidationen. Hierdurch werden alle diejenigen, welche an folgend« Personen Forderungen haben, nnter den« RechtSnachthrile, aus der vorhandenen Masse sonst kein« Zahlung zu erhalten» zur Liquidation derselben vorgeladen: AuS dem Stadkamt Mannheim. [53] 3 zu Mannheim, an den in Gant erkannten Vermögensnachlaß des verlebten MusiklrhrerS Karl Keller, auf Mittwoch deu 23. Juli, früh 10 Uhr, auf der Stadt- amtskanzlei zu Mannheim. Die Aktivmasse besteht in 92 fl. I8kr. Zugleich werden diese« nigen, welche Musikalien oder andere Gegenstände leihweise von dem verlebten Cridar besitzen sollten, aufgefordert, solche dem groß Herz Amtsrevisvrale zuzustellen. ^53]* zu Mannheim, an die in Gant erkannte Verlassenschastswaffe des verstorbenen Silberarbeiters Johann Georg Heilsberg, auf Freitag den I I. Juli, srtih 10 Uhr, auf der Stadtamtskanzlei zu Mannheim. Bezirksamt Gerlachsheim. [50}* zu Königshofen, an den in Gant erkannten Michael Ehrmann, aufMiktwoch den 23. Juli, früh 7 Uhr, auf der Amts- kanzlei zu Gerlachsheim. Bezirksamt Schwezingen. [503 2 zu Neulußheim. an den in Gant erkannten Friedrich Jakob Kuppinger, auf Dienstag den 5. August, Nachmittags 2 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Schwezingen. Zugleich haben die Interessenten bei der Versteigerung der Liegenschaften, welch« ihnen von dem Orts« verstand bekannt gemacht werden wird, sich zu erklären, widrigenfalls solche als von ihnen genehmigt angesehen werden wurde. [50]* zu Plankstadt, an den in Gant erkannte» Georg Adam G aa, aus Dienstag den 29. Juli, Nachmittag» 2 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Schwezingen. Zugleich habe» die Jnteressmten bei der Liegenschaftkver» steigerung, zu welcher sie von dem Orksvvr- stand werden vorgeladen «erden, ihre Erklärung um so gewisser abzugrben, als solche sonst von ihnen als genehmigt angesehen werden wurde. [50]* zuPlankfiadt. Die Kreditoren des verstorbenen Friedrich Gand von Plankstadt, «der dessen Berlassenschaft Konkurs erkannt wurde, haben ihre Ansprüche bei Vermeidung des Ausschlusses von der Masse, welche Übrigens nach Abzug der Kompetenz nur in einem ftlr «ine Kapitalforderung ad 900 fl. verpfän- beten Haufe im Anschlag von demselben Betrage besteht, auf Dienstag den 23 . Juli, Nachmittags 2 Uhr, auf der hiesigen Amrs- kanzlri zu liquidiren und ihre etwaigen Vorzugsrechte auszuführen. Auch haben die In, r«ess«nten bei der Versteigerung, zu welcher 512 sie durch den Ortsvorstand werden vorgekade» werden, zu erscheinen und sich zu erklären, widrigenfalls solche als von ihnen genehmigt angesehen werden wllrde. Obekamt Heidelberq. [51]* auf dem Kohlhofe, an die in Gant erkannte Verlassenschaftsmasse der Joh. H Irlands Willwr, auf Mittwoch der? 23 . Juli, frtih 8 Uhr, auf der O. Amtskanzlei »u Hei. delberg. ^.Bezirksamt Tauberbischofsheim. [51] * zu KiilSheim, an den in Gant erkannten Bürger Wienand Pfohl, auf Mittwoch den 16. Juli, auf der Amtskanzlei zu Tauberbifchvftheim. [53] * zu Tauberbischofsheim, an das in Gant erkannte Vermögen des hiesigen Bürgers und SeifensiedersGeorgVeik Prück- ner, auf Dienstag den 22 . Juli, früh 8 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Tauberbischofshrim. Bezirksamt Osterburken [54] * zu Zimmern, an das in Gant er, kannte Vermögen des Burgers Valiin G ö tz, auf Mittwoch den 30. Juli, früh 9 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Osterburken. [52] * zu Schlierstadt, an dasinGmt erkannte Vermögen der Anton Ebel schen Eheleute, auf Donnerstag den 24. Juli, früh st Uhr, auf der Amtskanzlei zu Osterburken. Bezirksamt Weinheim. [53] * zu Weinheim, an den in Gant erkannten Nachlaß der, Johann Müllers Wittwe, Katharine geborne Bleß, auf Donnerstag den 17 . Juli, früh 8 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Weinheim. Bezirksamt WiSloch. [53]* zu Rauenberg, an den in Gant erkannten Joseph Laler, auf Mittwoch den 33. Juli, Nachmittags 2 Uhr, auf der Amts- kanzle! zu WiSloch. Obera mt Bru ch sa l. [55] * zu Oestringen, an das in Gant erkannte Vermögen deS Bäckers Sebastian Hammer, auf Donnerstag den 24. Juli, früh »Uhr, auf der O Amtskanzlei zu Bruch, sal. [ 52 ]* zu Zentern, an-den in Gant er« kannten Franz Joseph Dutzi, auf Donner» 313 stog bnt S4 Juli, früh 8 Uhr, auf der Ober- AmtSkanzlei zu Bruchsal. UejttfNmt Boxberg. [55]' z» Wvlchingen, an das in Gant erkannie Vtrnivgen des Sebastian Thrvm, auf Mittwoch den 23. Juli, früh 7 Uhr, auf der Amtskanzlti zu Bvrberg. £55J 1 zu Unterbalbach, an die in Ganr erkannte Verlassenschaft des Simon Lukas Moll, auf Montag den 21 . Juli, früh 7 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Borberg. Stadt u. Landamt Wertheim. [55J 1 zu Freudenberg, an den in Gant erkannten Glafermeister Amon Achtstetter, auf Montag den 28. Juli, früh 8 Uhr, auf der Amtskanzlei zu Wertheim. [55] 1 zu Wertheim, an die in Gant erkannte Verkassenschaft desHandlungskvmmis Kaspar v. Daumiiller, auf Montag de» 28. Juli, Nachmittags 2 Uhr, aufder AmkS- kanzkei zu Wertheim. Versteigerungen r54]* Mannheim. Donnerstag den »7. d. M.,.Vormittags tv Uhr, wird bei unter, zeichneter Verwaltung der Säg- undsSchnitt- waarenbedarf pro I. August] 1811-, bestehend in 175 Stück forlenen Dreilingdielen von 16' Länge, ISS s dergleichen von 12' Länge, 300 » tanneuen I6schuhigeu Schleif» dielen, 350 l > » Borden, 100 » s > Latten, 25 ) » » Rahmschmkeln und 150 Schuhen tanneuen szblligem Scheid- hvlz, an den Wenigstnehmrnden in Lieferung begeben «erden. Die Hälfte dieses Bedarfs muß zu Anfang des Monats September d. I.. die andere Hälfte aber zu Anfang des Monats März 1629 in das hiesige Militärmagazin geliefert, dir weitern LieferungSbedingnisse jedoch kön» «tn bis zum Tag der Versteigerung dahier erkundigt werden. Mannheim den 1. Juli 1828. Großh. Kafernen-Verwaltung« Reiff. [54]* Mannheim. Die vom 1. August 18§f benöthigttn etwa 36 Zentner rein abgelegenen Brennöls und ungefähr 2 Zentner Un- schlittlichter, von letzter» 8 Stück auf i Pfund gerechnet, werden Mittwochs den 16. d. M., Nachmittags 2 Uhr, bei diesseitiger Verwaltung an die Wenigstnehmenden zur Lieferung begeben werden, was unter dem Beifügen bekannt gemacht wird, daß die Lieferung des OelS in Parthien von 5—6 Zentnern, jene der Lichter aber von je 50 Ä zu geschehen har. Mannheim den I. Juli 1828. Großh. Kasernenverwaltung. Reiff. [54]* Mannheim. Dienstag de» 22 Juli» Nachmittags 2 Uhr, wird die Lieferung des Brennholzes für die hiesige Zuchthaus»«, stalr von 30 Mäß Buchen-, 100 Maß Sichen- und SO Mäß Birkenholz, auf dem Zuchrhaus- Verwalrungsbureau, Lit Q 6 Mo. > an den Wenigstehmenden mit Rattfikationsvorbehalt öffentlich versteigert, wovon die SleigerungS- liebhaber mit dem Bemerken in Kenntniß gesetzt werden, daß sie die Bedingungen bis zum Steigerungsrage bei Unterzeichneter Stelle ver, nehmen können. Mannheim den 30. Jnni 1828 . Großh. Zuchthaus-Verwaltung. Kiefer. __ [54]* Mannheim. Montag den 21 . Juli, wird di« Lieferung von I Zentner Un- schlittlichter und 2 Zentner Kernseife, so wie auch 10 Ohm Brennöl, wobei 2 Ohm gereinigtes Lampenöl fepn muß, für die hiesige Zuchthausanstalt Nachmittags 2 Uhr auf dem BerwaltungSbureau l,it. Q 6 Mo. 1 an den Wenigstoehmenden mit Ratificationsvorbehalt öffentlich versteigert, und können die Bedingnisse bis zum Versteigerungskage eingefehe« werden. Mannheim den 30. Juni 1828 . Großh. Zuchthaus-Verwaltung. Kiefer. Vät. Melling. 314 [55] 1 Montag den 14. d. M., Morgens 8 Uhr, werden in dem herrschaftlichen Gebäude an der Rheinbrücke die pro 18ZZ herzustellenden Bauarbeiten an den herrschaftlichen Gebäuden dahier, Neckarau und Seck-nheim an tüchtige Gewerbsleute öffentlich versteigert. Mannheim, den 5. Juli 1828 . Großherzogliche Domainen-Verwaltung. Bau- Inspektion. Danninger. Dyckerhoff. s55[' Neckargemünd. [Versteigungverschiedener Baureparaturen pro 18;4 betr.] An den herrschaftlichen Baulichkeiten in Aglaster, Hausen, Bammenthal, Barge«, Haßmersheim und Neckargemünd werden die nörhigen Reparaturen Dienstag den 15. dieses, früh 8 Uhr, im Gasthaus zur Pfalz mit Ratifica- tionS-Borbrhalk an den Wenigstnehmenden mittelst Versteigerung begeben werden; tüchtige Erperten mit Ausweis glaubwürdiger Zeug« nisse werden hiezu mit dem Bemerken eingeladen, daß sie die dieSfallsigen Ueberschläge jeden Tag auf der Schreibstube in den Kanzleistunden von Morgens 8 bis 12 und Nachmittag- von 2 bis 6 Uhr, so wie am Der» steigeruugStag selbst «insehen können. Nrckar- gemünd, den 2. Juli 1828. Großh. Domänenverwaltung. Staaden. Dal lau. Auf Donnerstag den 31. Juli, Mittag» 1 Uhr, werden zu Dallau die Bau- arbeiten für ein neues Schulhau» und Scheuer nach Beschluß großh. Bezirksamtes vom 8. Mai 1828, No. 10431, öffentlich an den We- nigstnehmenden versteigert. Steigerer hat für die Hälfte des Steigpreises Kaution zu stellen. Pläne und Ueberschläge liegen zur Einsicht bei evangelischem Pfarramte» Dallau den 17. Juni 1828. Evangelischer Kirchengemeinderath. Joseph, Pfarrer. Silber. Ludwig. Walter. Dienitnacvricvien. Se. königl. Hoheit der Grvßherzvg haben gnädigst geruht, die erledigte evangelisch« Karl Pfarrei Oberöwisheim >d,m Pfarrkandidaten Georg Friedrich Wolf in Heidelberg huldreichst zu übertragen. : Durch das am 12. April d. I. erfolgte Ab. leben des Kaplan- EndreS in Pfullendorf ist die dortige Nachpredigerpfründe, mit welcher die Verbindlichkeit zur Aushilfe in der Seelsorge, und ein Einkommen von beiläufig 500 fl. verbunden ist, in Erledigung gekommen. Di» Kompetenten um dieselbe haben sich nach der Verordnung im Rggsbl. v I. 1810, No. 38, Art. 2 und 3 zu benehmen. Man hat sich bewogen gefunden, dem Gesuche des Lehrers Xaver Gries,r von Bühl, Amt- Jestetten, um Pensionirung zu willfahren. Dadurch wird der Schul- und Meßnerdienst allda, mit einem beiläufigen Einkommen von 250 fl » erledigt, wovon an den ab- gehenden Lehrer auf dessen Lebenszeit jährlich 50 fl. an Geld, sammr 2 Muth Roggen und i Muth Kern, Schafhauser Maas, abzugeben sind. Die Kvmpetencen um denselben haben sich bei dem Dreisam-Kreitdirektorium nach Vorschrift zu melden. Die fürstliche Leiningenfch« Präsentatio« des bisherigen Pfarrverwesers Franz Valentin Späth zu Dilchband auf die katholische Pfarrei in Srckach hat die StaatSgenehmigung erhalten. Durch die Uebertragung de» Schuldienstes zu St. Landoli« an den bisherigen Lehrer Johann Mayer zu Diersburg ist dieser letztere Schuldienst, mit einem Ertrage von ohnge- fähr 114 fl., in Erledigung gekommen. Di« Kompetenten haben sich bei der fteihrl. von Röderschen Grundherrschaft zu Diersburg als Patron zu melden. Durch di« Zuruhesetzung de» Stadtpfarrers Kuntel in Tauberbischvfsbeim ist die dasig« mit dem landeSherrlicheu Dekanat verbundene Stadtpfarrri, mit eine« beiläufigen Ertrage von 1000 fl., wovon jedoch 200 fl. jährlich au de« prnfivnirten Pfarrer Kuntel abzugeben sind, in Erledigung gekommen. Die Kompetenten haben sich bn der fürstlich leiniugen- fchen StandeSherrschafl nach Vorschrift de« Regierungsblatt» vom Jahr 1810, No. 38, insbesondere Art, r und 3 zu melden. x f, Redakteur. "