Großherzogktch Badische- A«zetg eblarr für den Neckar- und Main- und Tauberkrels. No. 19. Freitag dm 5. März 1830. Mit großherzoglich badische« gnädigste« Privikegio« Verordnung. Die Aus- und Wiedereingangsgüter betr. In Erwägung, daß die Bestimmungen über die AuS - und Wiedereingangsgüter theilS unvollständig find, rheils einer Abänderung bedürfen, wird in Gemäßheit allerhöchster Entschließung Seiner königlichen Hoheit des Großherzogs vom 7. Januar d. I. andurch verordnet: Art. I« Aus» und Wiedereingangsgüter find solche inländische oder bereits mit dem EingangSzvll belegte Güter, welche von einem Orte d«S Landes an «inen andern desselben ohne Zwischenbestimmung durch daS Ausland verfuhrt werden. Solche Guter, wenn sie auf dem Bodens», dem Rhein, Neckar und Main aus einem Ort des Landes an einen andern desselben verfuhrt werden, sind ebenso zu behandeln, als wenn sie durch da« Ausland verfuhrt wurden. Art. 2. Di« AuS- und Wiedereingangsgüter find vom Landzoll frei, sowohl wenn fi« auSgehen, oder vom Ufer zu Schiff verladen werden, als wenn sie wieder ei «gehen, oder vom Schiff wieder ans User gebracht werden, unter den Bedingungen, welche die nachfolgenden Artikel festsrtzen. Art. 3. Vor dem Austritt Uber die Gränze, oder vor der Verladung zu Schiff, hat der Führer der Guter di« Menge und Art derselben, und den Ort der Wiedereinfuhr bei dem Zollamt der LandauStrillstätt« zu erklären. Der Führer der Güter erhält hierauf von diesem Zollamt gegm eine Gebühr von 4 kr. einen Freischein. . Art. 4. Die Wiedereinfuhr darf »ut an jenem Ort geschehen, welcher dazu bezeichnet worden ist. Art. S. Bei der Wiedereinfuhr der Güter, oder ihrer Verbringung vom Schiff ans Land, ist dem Landzollamt der EiotrittSstätte oder des AuSladungSvrteS der Freischein vor- S weisen, und zwar «he die Zollstätte pasfirt ist, oder ehe die Ausladung begonnen hat. iese« hat den Wiedereingang der Güter auf den Frrischein gegen eine Gebühr von 4 kr. * $rt? 6. DaS Landzollamt des AuSgangSorteS hat die Zeit, in welcher die Wiederein» fuhr geschehen muß, nach der Entfernung de« OrtS» wo die Wiedereinfuhr statt haben soll, und nach der Art de« Transports in Tagen za bestimmen, and auf dem Frrischein zu bemerken. Diese Zeitbestimmung muß so geschehen, daß die Wiedereinfuhr innerhalb drrsri- h«a zuverlässig geschehe« kann, wenn nicht «ugrwöhnliche Hindernisse rintreten. Art. 7, Durch dir Nichtbrachtu''-»S mit 8 festgesetzten allgemeine» Regeln so lange in Anwendung kommen muffen, alS über deren Behandlung keine besondere Anordnungen ergangen seyn werden. Karlsruhe den 26- F'br. 1830. Grvßh. Steuer»Direktivn. Bei Verhinderung des Direktors. Ehrmann. Vclr. Danzi. Bekanntmachungen. (Belehrung über die Kennzeichen der HundSwut h.) Zahlreich« und genaue Beobachtungen und Versuche, welche in neuester Zeit an wuth» kranken Hunden gemacht worden sind, haben Resultarr grliefeik, welche mit den früher bestandenen Ansichten Uder die Kennzeichen der SLmh oder Tollheit der Hund« nicht mehr ganz Üdereinstimmen und davon zum Theil wesentlich verschieden sind. — Da «S immerhin von großer Wichtigkeit ist, die Erscheinungen zu ken"'» durch welche sich jene Krankheit charak- irrifirt, so wird Nachstehendes als Belehrung it zur öffentlichen Keontniß gebracht. 99 Es giebt zwei Arten der Wulhkrankhk't. Die rasende und die stille Wuth. Die vorzüglichste» Erscheinungen, wodurch sich die rasende Wulh, welche am häufigsten vvrkowmk, zu erkeuuea giebl, sind folgende: 1) Die Hund« verändern zuerst ihr gewöhnliche» Betragen, werden unruhig und entlaufen nicht selten aus dem Hause ihres Herrn, den sie selbst öfters verkennen und aufallen. 2 ) Bei den allermeisten Hunden mangelt die Freßlust, besonders zu fester Nahrung, vom Anfänge der Krankheit bis zum Lode; dagegen fressen oder verschlingen sie manchmal außergewöhnliche Dinge, z. B. Heiz, Stroh, Leder, Wolle u. dergl. 3) Bei den allermeisten Hunden besteht keine wirkliche Wasserscheu, und es können dieselben auch in jeder Periode der Krankheit Wasser und andere Flüssigkeiten sehen, lecken und saufen. Einzelne leck»,, zwar viel im Wasser, können dasselbe aber wegen Anschwellung der Zunge oder des Rachens nicht hinabschlucken. 4) Eben so ist auch bei den allermeisten Hunden leine wirkliche Scheu vor Licht oder glänzenden Gegenständen vorhanden. 5) Bei allen wurhkranten Hunden aber ist die Stimme und die Art d'S BelleuS auf «ine eig.nlhllmlicre Wesse verändert. Die Töne sind nämlich bald höher, bald tiefer, als im gesunden Zustande des HundeS» und dabei immer etwas rauh und heiser, widerlich und ängstlich klingend. Das Bellen geschieht nicht wie sonst in einzelnen, kur, und deutlich auf einander folgenden Lauten» sondern der erste Anschlag geht immer in ein kurzes Geheul Uber, so daß das Ganz« ein Mittelding zwischen Bellen und Heulen ist. 6) Bei den allermeisten rasend tollen Hunden zeigt sich früher oder später eine Neigung zum Beißen, welche sich zu verschiedenen Zeilen der Krankheit auch in verschiedenen Graden äußert. Am stärksten zeigr sich der Trieb zum Beißen gegen Katzen und ander« Hunte, im hohen Grade der Wuth beißt der Hund auch in leblos« Gegenstände und nicht selten in seinen eigenen Körper» Viel« tolle Hunde schnappen auch häufig in die Luft, als ob p« Fliegen fangen wollten. 7) In den ersten Tagen der Krankheit werde« die Augen der tollen Hunde etwas gerü- thet, und später irtib und maitz auch wird gewöhnlich die Haut an der Stirn in klein« Falten oder Runzeln gezogen, wodurch dieselben «in mürrisches und verdrießliches Ansehen bekommen. 8) Da» Maul der rasend tollen Hunde ist in den alletweisten Fälle« mehr trecken, als feucht, und daher dann auch ohne Schaum oder Geifer. 9) Alle tolle Hund« magern schnell ab. So lange sie noch kräftig sind und nicht verfolgt werden, tragen sie den Schwanz wie sonst und wedeln auch mit demselben; nur wenn schon bedeutende allgemeine Schwäche eingelret.n ist — gegen das Ende der Krankheit — lassen sie den Schwanz schlaff herabhängen. Auch ihr Gang ist im Anfang der Krankheit wir bei den gesunden Hunden, bei längerer Dauer und gegen das Ende derselben aber werden sie am Hintenheil drS Körpers sehr geschwächt, und zuletzt völlig lenden- oder kreuzlahm. >0) In der Regrl zeigen di« gesunden Hunde keine besondere Scheu oder Furcht vor den tollen, und pflegen daher auch meistens vor diesen nicht zu fliehe». Bei der stillen Woth bemerkt man: 1) Ebenfalls ein verändertes Betragen der kranken Thiere; doch sind sie weniger unruhig und lebhaft, dagegen mehr still und traurig, und verkriechen sich in dunkle Wink,!. 2) Bei den still tollen Hunden hängt die Hkuterkinnlade wie gelähmt herab, und es sieht daher auch ihr Maul immer mehr oder weniger offen. Sie können deshalb auch fast gar nichts verschlingen, und eS fließt ihnen nicht selten der eigene Speichel aus dem Maule. AuS dieser Ursache geifern die still tollen Hunde auch weit mehr, als die rasend tollen. 3) AuS eben diesem Grunde können die still tollen Hunde weit weniger beißen und ver« letzen, als die rasenden; jedoch ist dies bei ihnen nicht unmöglich. Auch ist bei denselben der Tri.b zum Beißen geringer, als beb den rasend rolle« Hunden. 100 • 4) Bei still tollen Händen ragt die Zangenspitz« häufig zwischen den Zähnen aus dem Maule hervor. S) Hiuffchtlich der Veränderung der Stimme und des BellenS, de- Mangels der Freß. lust, der Möglichkeit zu saufen rc., der Nichteristeuz der Wasser-, Licht- und Glanzscheue, der schnellen Abmagerung u. dzl. m. verhält «S sich bei den still tollen Hunden, wie bei den rasenden. Karlsruhe den s. Jan. 1830. Ministerium des Inner«. Frhr. v. Berckherm. Vdt. Graf v. Leiningen. No. 133). Vorstehende Belehrung wird zu Jedermanns Nachricht öffentlich bekannt gemacht. Wertheim den 12 . Febr. 1830. Direktorium des Main- und Tauberkreises» v. Berg. V-lr. Göbel. No. I 62 Ö- ES wird hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß künftig all« inländische Handelsleute oder sonstige Personen, welche für ausländische Brandversicherongs- Gesellschaften eine Agentie übernehmen wollen, sich vorher bei den einschlägigen Aemtern zu Melden, und von diesen einen Lizenzschein zu lösen haben. We'theim den 17. Febr. 1830. Direktorium deS Main- und Tauberkreises. *. Berg. Vdt. Göbel. 1) TarlSruhe. Bei der heute erfolgten Sten Serien-Ziehung für bas Jahr 1830 welches hiermit zu CarlSruhe den 966 enthaltend Loos - No. 96501 biS 96600 460 » » 45901 » 46000 452 » x 45101 X 45200 166 ] , 16501 X 16600 629 x • > 62801 X 62909 405 » x 40401 X 40500 834 » » 83301 X 83400 öffentlichen Kenntniß gebracht wird. I. März 1830. Großherzoglich badische Amortisationskasse. Mannheim. Aus der Werkstätte des Schuhmachermeisters Peter Hüttenberger dahier wurde in der Nacht vom 23. auf den 24. d. M. die unten beschriebenen Gegenständ« entwendet. Dieses wird zum Behuf der Fahndung mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß von dem Bestohlenen auf Entdeckung des Diebes «ine Belohnung von einem Dukaten zugefagt ist. Beschreibung der entwendeten Gegenstände. I. zwei Paar schwarz zeugen« Fraurnzim- «erschuhe von sechs Draht. 2. ein Paar neue hohe vorgeschuhte Stiefel, die auf der Sohl« vom Absatz an bis in di« halbe Mitte schwarz auSgeputzt sind, die andere Hälfte der Sohl« ist braun und mit Stiften beschlagen und hatten niedere Absätze. 3 . ferner ein Paar Halbstirfrl, die gleichfalls neu vorgeschuht, mit hohen Absätzen versehe« und diese mit Eisen beschlagen find. Mannheim den 26. Febr. 1830. Großherzogl. Stadtamt. Wundt. Mannheim. In der letzte« Rächt wurden auS einem Privathaus« dahier die nachbe. 101 schrieb««»» Gegenstände entwendet, was zum Behuf der Fahndung hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Beschreibung der entwendeten Gegenstände. I Paar brillantene Ohrringe, länglicht oval, » jour gefaßt, von denen jeder io—1t Brillanten von verschiedener Größe in der Artenthält, daß die größten in der Mitte sich befinden. I große englische Repetiruhr mit goldenem Zifferblatt, römischen Zahlen, welche alle Viertelstunden repetirt, hinten aufgezogen wird und Kch noch in einem besonder» goldenen Gehäuse befindet. Sie schlägt auf Federn. I in der Schweiz gefertigte Damenuhr mit vergoldetem Zifferblatt, an welcher der Deckel durch einen Druck an dem Ringe geöffnet wird. 1 Paar goldene Ohrringe mit blauen Tur- quvisen. I Paar goldene Ohrringe mit Perkocken, letztere von blauen Steinen und mit Rheinkie» srl «ingefaßt. ] einzelner Ohrring von alter Fa?on, dessen Vorderseite wie rin Schild geformt ist, und worauf 24 Rubinen angebracht find, von denen einige eln Vergißmeinnicht bilde». I Vorfiecknadel, deren Knopf ein pensez vorstellt. 1 goldener Fingerring mit einem blauen, grünen und schwarzen Stein, auf denen sich ein Herz, ein Anker nnd ein Kreuz befinden. I goldener Fingerring mit hellbraunen Haa- re« und der Chiffer 7. 8. 1 goldener Fingerring mit der Chiffer 8. R» I Fingerring, welcher zwei verschlossene Hände vorstellt, und in zwei Hälften auSeiu- ander gelegt werden kann. I einfacher goldener Ring mit 10 kleinen Steinen. 1 Ring. um welchen Goldverzierungen in Schlangenform gewunden find. ia—16 Schnüre Glasperlen in rolhe Seide gefaßt. >0 silberne Kaffeelöffel, wovon jeder 3 Loth schwer, auf einem länglichen Wappenschild mit den Anfangsbuchstaben de« Namen« de« EigenlhümerS 7 . 8. gezeichnet ist, und auf dem Stiel den Buchstaben E nebst einem Hammer und einem Adler (wahrscheinlich ArbeitSzei- chen) enthält. Etwa IS fl. an Scheidemünze» worunter 2 Rollen. die eine von s fl., die andere von 10 fl in Sechskreuzerstücken. Ein großer Theil der oben erwähnten Gegenstände befand sich in einem etwa 3 Zoll langen und 2 Zoll breiten Kästchen von Pappendeckel mit hellblauem Papier überzogen, wie solche häufig zum Verpacken von feinem Siegellack gebraucht werden. Mannheim den t. März 1830. Großb. Sradtamk. W u n d t. HUfingen. Karl Kaspar Beck von Una- dingen, welcher bei der Konscripiion pro 1830 dahier nicht erschienen ist, wird hiermit öffentlich vorgeladen, sich binnen 4 Wochen dahier z« stellen, widrigenfalls gegen ihn nach gesetzlicher Vorschrift verfahren wird» Hüfingen den lg F«b^ 1830. Großh. Bezirksamt. Baur. Tryberg. Die bei der am IS. l. M. vor« , gegangenen Rekruten-Aushebung nicht erschienenen KvnscriptionSpflichligen Lorenz HaaS von Nußbach, Anton Scherzioger von Gütenbäch, Hugo Leimgruber von da, Aloys Fehrenbach von Furtwangen und Leopold Fehrenbach von da werden aukgefordert, sich binnen 6 Wochen dahier zu stellen, widrigenfalls di« auf di« Refraktion gesetzte Strafe gegen sie erkannt werden würde. Tryberg den 24. Febr. 1830. Großherzogl. Bezirksamt. ' Bleibimhaus. [ 191 * Typingen. Die unten signalisirte Katharine Merkel von Sulzfeld» welche wegen Vagantenlebens und Diebstählen nach erstandener Strafe unter polizeilich« Aufsicht gestellt war, hat sich kürzlich au« ihrem Hei- mathSort ohne Erlaubniß entfernt und vor ihrem Abgang noch den Heimathfchein der Elisabeth Mohr von Suüfeld, die 154 Jahre alt und kleiner Statur ist, gesunde Gesichtsfarbe, nieder« Stirne, granr Augen, blonde 102 Augenbraunen und Haare, stumpfe Nase, gewöhnlichen Mund und rundes Kinn hat , zu- geeignet und sucht sich wahrscheinlich mit diesem entwendeten Heimarhschein, der Übrigens Mit ihrem Signalement gar nicht überein- stimmt, einen Dienst oder sonstiges Unterkommen zu verschaffen, sofort aus diesem Wege Betrügereien oder andere Veruntreuungen auSzuuben. Sämmtliche Behörden werden daher ersucht, auf diese Person strenge fahnden und dieselbe im BelrrtungSfall« anher abliefern zu kaffen. Personbeschreibung. Dieselbe ist 32 Jahre alt, 4' 95" groß, hat braune Haare» do. Augenbraunen, graue Augen, länglichte und einwärts gebogene Nase, gewöhnlichen Mund» rundes Kinn, gesunde Gesichtsfarbe und gute Zähne. Besondere Kennzeichen: di« linke Hand ist vernarbt. Eppingen den 4. Frbr. 1830. Großhe«ogl. Bezirksamt. Ortallv. [I9] r MoSbach. Der Ziegler Jakob De- grod von MoSbach ist im ersten Grad mund- rodk erklärt, und der Bürger Johann Ludwig Bittrolff von da als Beistand desselben aufgestrllt. Dieses wird mit Bezug auf de» Satz SIS- d«S Landrecht» bekannt gemacht. MoSbach den 26 . Ftbr. 1 830. Großhrrzogl. Bezirksamt» Peter. V6t. Belerlein>. f16]* Bruchsak. (Verschollenheit« Erklärung). Da Valentin Dopfer von Odenheim sich auf die diesseitig« Edikialladung vom 2 . Dezember 1828, Nro. 23481 nicht gestellt hat. so wird derselbe nunmehr für »erschollen erklirr» und verordnet, daß sein Vermögen au seine bekannten nächsten Verwandten io für sorg, lichen Besitz überlasse« «erden soll. Bruchsal de» 30- Januar 1830. Großherzvgl. Oberamt. G e m e h l» Anzeigen. [l9]° Ein eraminirter und recipirter Thek- lwigökvmmiffär» welcher sich durch Zeugnisse Über mehrjährige Dienste-, GtschäftSkeumniffe und Moralität ausweisen kan», wünscht ein TheiluugSkommissariat oder Amtsaktuarial übertragen zu erhalten. Näheres erfahrt man in der Redaktion dieser Blätter. [1S]Es ist eine gute gebrauchte große Hau»« feuerspritze mir Kupfer ausgeschlagenem Kasten und mit Windblase versehen, nebst 16 Schuh .Schlauch und die hierzu gehörigen Mundstücke in l.it. 3 1 No, 5 käuflich zu haben. Untergekichtliche Aufforderungen und Kundmachungen. Echuldraliq uidationen. Hierdurch werden alle diejenige», welch» art folgende Personen Forderungen haben, unter dem Rechtsnachtheil», au» der vorhau» drurn Masse sonst keine Zahlung zu erhalten, zur Liquidation derselben vorgeladen > Bus dem Stadtaml Mannheim. [19]* Zu Mannheim, an daS in Gant erkannte Vermögen de» KaffeewirlhS D. Glänzrr, auf Mittwoch den 31. März, früh 9 Uhr, auf der Stadt-AmtSkanzlei zu Manu- hum» Bezirksamt GerlachSheim. [17] * zu Distelhaufen, an die in Gant erkanntr Verlassenfchaft des Bernhard Slang, auf Montag den >j. März, früh 8 Uhr, auf der AmtSkanzlei zu GerlachSheim. [18] * zu Gerlachrheim, an den in Gant erkannten Georg Waigand, auf Montag den 22 . März, früh 8 Uhr. auf der AmlS- kanzlei zu GerlachSheim. [18]* zu Distelhaufen, an den ,'nGant erkannten Wilhelm Leichtlein, auf Freitag den 26. März, früh 8 Uhr, auf der AmlS- kanzkei zu GerlachSheim. Bezirksamt Achern. [17] * zu Oberachern, an die in Gant erkannt« Verlassenschaft deS verstorbenen Michael fir eitler, auf Mittwoch den 17 . März, auf der AmtSkanzlei zu Achern. Bezirksamt Philippsburg. [18] * zu Philippsburg» an den kn Gant erkanntenOchsenwirth Nikolaus Milch» 103 ans Montag dm 29. März, früh 8 Uhr, auf der AmtSkanzlei zu Philippsburg. Oberaml Bruchsal. [18]* zu Bruchsal, an dm in Gant er» kannten Nachlaß des verstorbenen Nachtwächters Joseph Drißler, auf Donnerstag dm 18. März, früh 8 Uhr, auf der £), AmtSkanzlei zu Bruchsal. Bezirksamt Eberbach. T19] 1 zu Wagenschwend, an di« in Gaur erkannten Jakob Schminscheo Ehe- leme, auf Mittwoch den 31. März, früh 8 Uhr, aus der Amtskanzlei zu Ebeibach. [173* Kanstadt. In Schuldsachm des von Haßmershkim, grvßh. bad. Bezirksamts Mosbach, im vorigen Jahr hierher nach Kaa- stadt ausgewanderrm SchiffmanuS Wilhelm Klee ist der Ganr oberamtsgerichtlich erkannt. Zur Schuldenliquidaiivn, verbunden mit dem Versuch eines Borg- oder Nachlaßvergleichs, ist Tagfahrt auf Montag den 5. April d. I. bestimmt, wobei die Gläubiger und Burgen ihre Forderungen und Ansprüche an die Masse rinzuklagen, soweit es möglich ist, di« Richtigkeit fo wie die Vorzugsrechte sogleich zu erweisen, und daher an jenem Tage Vormittag» 8 Uhr auf dem Raihhause zu Kanstadt, entweder in Person oder durch Bevollmächtigte zu erscheinen haben, oder» wenn nicht b«' sondere Umstände ihre oder ihrer Bevvllmäch, tiglen Gegenwart erfordern, einen schriftlichen 8i«c«ß einreichen können; die aus dm Gerichts» ak>rii nicht bekannten und nicht erscheinenden Gläubiger werden durch ein Erkmotniß, welch«- am Ende der Liquidationshandlung ausgesprochen wird» von der Masse auSge- schloffen werden, so wie von denjenigen Gläubigern, welch« schriftlich liquidirm, im Fall eines Vergleichs, und in Hinsicht auf Genehmigung d«S Verkaufs des Aktivvermögens angenommen werden wi>d, daß sie der Mehrzahl der Gläubiger ihrer Kalhegorie beirrrten. Den 18. F'br. 1830. König!. wtirtembergischkS OberamtSgericht Kanstadt. OberamtSrichter Frey. Crbvorladungen. Folgende schon längst abwesende Person« oder deren Leibeserbeu, sollen binnen zwölf Monaten sich bei der Obrigkeit, unter welcher ihr Vermögen steht, melden, widrigenfalls dasselbe an ihre bekannte, nächste Verwandten gegen Kaution wird ausgeliefert werden r Aus de« Landamt Karlsruhe. [183' von Karlsruhe, Johann Ernst Bürger, Hafner von Profession, welcher im Jahr 1805 unter das k. k. Lstreichisch« Militär ging und seit diesem Jahr nicht- mehr von sich hören ließ, dessen Vermögen in 774 fl. besteht. Bezirksamt WaldShut. [18]* von Bürglen, Johann Hilpert, welcher io dm 1790 r Jahren als Soldat unter das damalige v. Bändersche Regiment gekommen und seit 30 Jahren kein« Nachricht mehr von sich gegeben har, dessen Vermögen in 604 fl. 17 kr. besteht. F. f. BezirksamtHeiligenberg. Il9] 1 von Leilwangen, Bernhard Schönbrod, welcher seit 68 Jahren vva Hause abwesend ist» dessen Vermögen in 231 fl. 30 kr. besteht. Versteigerungen. Odevheim. Am Montag dm 15. März d. I. und an den folgenden Tagen werden in dem Krvnauer Herrschaftewalde 150 Klafter Buchen, 119 » .gut Eichen, 1,9 * t alt Eichen, 41 » Forle», 2650 buchene Welle», 2350 eichene Wellen, der Versteigerung ausgesetzt. Die Steigrrungsliebhaber werdm ring,laden, a» oben benannten Tagen, früh halb s Uhr, und zwar am ersten VerileigerongStagr an der Waghäufeler Straße» b«im Sandbuckel, sich rinjufinven. Obenheim dm 28. Februar 1820. Großh. Forstinfpektioo. Wahl. Schwetzingen. Künftigen Donnerstag dm 11. März werden aus den herrschaftlichen 104 Haard-Waldunge«, Schwetzinger Reviers und zwar aus dem Distrikt große« Holzfchkag: VS. >2,400 Glück forlrne Hopfenstangen und v 550 » r Lrudelstange« öffentlicher Versteigerung ausFrsetzt. Bei guter Witterung wird man die Ber- Handlung früh 9 Uhr im Schlage selbst, bei schlechtem Wetter aber früh >0 Uhr im Gasthaus« zum Ochsen vornehmen; wozu die Liebhaber hiermit eingeladen werden» Schwetzingen den 2. März >830. Großherzogl» Oberforstamr. v. Neubronn. £17]' Eppingen. DaS hvchpreisl. Ministerium des Innern, evangel. Kirchensektlvn, genehmigte durch Rescripk vom I9.v. M., No. 282, daß in der hiesigen vormaligen PeterS- kirche die Wohnung für das evangelische Diakonat, den Schullehrer, so wie die erforderlichen Lehrzimmer eingerichtet werden. Zur Versteigerung dieser bedeutenden Bauarbeiten ist Tagsahlt auf den 15. März, Morgens früh g Uhr, dahier anberaumt, und wird dieses zur Kenntniß der Maurer-, Steinhauer-, Zimmer-, Schreiner-, Schlosser« und Glafer- meister mit dem «„hange gebracht, daß die Pläne und Ueberschläge auf diesseitiger -mtS- kanzlei eingesehen werden können, jeder Steiger auch mit «iuem Certifikat über fjslne Kan- tionSfähigkeit versehen seyn müsse. Da nun durch diese neue Einrichtung die in der eingehenden PetrrSkirche befindliche sehr gute Orgel mit IS Registern, dann eine sehr schone Kanzel nebst Altartisch, der Pfarr- und 40 Kirchenstuhle. Lamperica und 3 Paar Stiegen, 4 neue Thore, 200 Stück Diehlen, 500 Stück Latten, 8 große Kirchenfenster, dann sonstige» Gehölz außer Gebrauch kommen, so wird man diese Geräthschaften den folgenden Tag, nämlich den 16. März, Morgen« früh 9 Uhr, in dem Lokale selbst theilweise mit Ra- tifikativnSvorbehalt versteigern und bringt diese« anmit zur öffentlichen Kenntniß der Stei« geruugslustigen. Eppingen den >9. Februar > 830 . Großherzogs. Bezirksamt« Ortallo. [181* Billigheim, stzvlzversteigerung.] Montag den 15. März, Bormittags >0 Uhr, werden im herrschaftliche« Grubenwald, zwischen Billigheim und Dallau vhweik der von Schefflrnz nach Mosbach führenden Landstra, ße, öffentlich versteigert: 80 Eichenstämme, wovon «in großer Theil zu H-lländerhvlz tauglich ist, nebst 40 Buchstämmen. 60 Klaftern Holz und >2000 Wellen. Billigheim den 23. Febr. >830. DaS Standrsherrl. Rentamt, [181* Gerlachsheim. sFmchtverstekge- ruttg.] Auf Donnerstag den 11. März, früh 10 Uhr, werden in dem Gasthaus zum Stern in Gerlachsheim öffentlich versteigert: 60 Milr. Weizen, 350 » Korn, 200 » Spelz. >50 » Hafer, 20 » Gerste, >2 » Wicken, 6 » Erbsen, 10 » Linsen, 30 » Gewäsch. Der annehmbaren Geboten kann die Ratifikation «och am nämlichen Tage erfolge». Gerlachsheim an der Tauber den 25. Febr. isso. Fürstlich Galmsches Rentamt. Derufeld. D ienftnach richten. Ge. königliche Hoheit haben gnädigst geruht, dir Pfarr« Mühliogen dem Pfarrer Joseph Maier von Linz zu übertragen. Hiedurch wird die Pfarre Linz, Bezirksamts Pfullendvrf, mit einem beiläufigen Einkommen von 7 bis 800 fl. in Geld- und Natural -Fixum, Zehnt, und Güter-Ertrag, erledigt. Die Kompetenten um diese Pfründe haben sich nach Maaßgabe der Verordnung vom Jahr 1610, Regierungsblatt No. 38. insbesondere Art. 2 und 3 zu benehme«. Der Lehr- uud Meßnerdienst zu Ueberlin, ge« am Ried, ist dem Schnlvrrweser in Müh- lingrn Fr. Anton Thnrner, übertragen woldrn. Karl Hrrm-dorf, Redakteur.