Großderzogltw BaotfcyeS An) eige-Glatt für de» XXntevvfytin=M*ti$. 1862 Dienstag den 6. Januar. No. 2. Deka««tmach»»g. Die Besorgung der Decanats-Geschäfie zu Mannheim betreffend. Nr. 27,308. Durch Entschließung de» großherzvglich katholischen OberkirchenrathS vom 16. Deeember d. I., Rr. 31,494, ist daS mit der Beztrksfchnlvisitatur vrrbundene katholische De« cauatMannheim dem Stadtpfarrer Pellisier dahier provisorisch übertragen worden, was man hiermit zur öffentlichen Krnntniß bringt. Mannheim, den 29. December 1851. Großh. Regierung des Unterrheinkrrises. B. B. d. D. Schmitt. AHIeS. Bekanntmachung. Nachstehender Erlaß wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, mit dem Anfügen, daß die in Bataillon« oder Regimenter eingetheilte« Leute sich bet ihren Commandos, die «ach der Reorganisation des Armee-Eorps nicht wieder eingetheilten Leute, bet dem Bureau der frühere« Jnfantirie.Regimenter, dem Commando der Reiterei, oder dem Commando deS Artillerie-Regiments» welche Stellen sämmtlich fich dahier befinden, je nachdem dieselben in einer Waffe dienen, zu melden haben. II. An sämmtlich« Truppen-CowmaudoS. Diejenigen Leute, welche am 1. April k. I. ihr« Dienstzeit beendigen, und durch Vermittlung des Kriegs Ministeriums wieder rinzustehen wünschen, sind, insofern sie de« bestehenden Bestimmungen gemäß, alS Einsteher zugelaffen «erden können, bi« zum 1. Februar k. I. zur Aufnahme in die diesseitige Einsteherltste in Antrag zu bringen. Karlsruhe, de« 29. Deeember 1851. Großh. Kriegs-Miuisterium. B. ». d. P. v. Fadert. Bekanntmachung. ES wird hiermit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß in Gemäßheit Erlasses großherzogk. Finanzministeriums vom 22. März d. 2-, Ne. 2959, dir Leitung der Verwaltung der Reckarbrücke bei DtedeShrim mit Ende deS laufende« Jahres von der großh. Steuerdirectio» an dteffettige Stell« übergeht, die unmittelbare Verwaltung dieser Brück« übrigens Obliegenheit der Oberein« oehmeret Mosbach bleibt, welche bezüglich derselbe» vom 1. Jaauar 1852 an der dtrffritigeu Stelle untergeordnrt ist. Karlsruhe, de« 31. Deeember 1851. Aoll-Dtrectio«. FreuSd orf. rit. Poppe«. « (fl*. 2.) Baearrte Schulstellen Durch dir Versetzung deS HauptlehrerS Carl Brll ist der kath. Schul- und Organisten« dienst zu Hamwrreisenbach, Amt« Neustadt, mit dem Dieostrlnkommrn der ersten Cloffe, nebst freier Wohnung und dem Schulgelde, welches bet einer Zahl von etwa 80 Schul« linder» auf 48 kr. für jedes Kind festgesetzt ist, in Erledigung gekommen. Di« Bewerber um diese« Dienst haben sich durch ihre Be« zirkSschulvisitaturen bet der kath. BezirkSfehul« »tsitatur Neustadt zu Löffingen innerhalb 6 Wochen zu melden. Der kath. Filialschuldienst RiedergebiSbach, AmtS Gückingen, mit dem gesetzlich rrgultrten Dirnsteinkommen erster Claffe, nebst freier Wohnung und dem Schulgeld von 60 bis 70 Kindern a 48 kr. ist in Erledigung gekommen. Di« Bewerber um diese Stelle haben sich durch ihre BezirkSsch. lvisttarurrn bet der kath. Be- ztrkSschulvisitatur Sückingen zu Wehr innerhalb 6 Wochen nach Vorschrift zu melden. Der kaih. Schul-, Meßner» und Orgavi- stendienst zu Zimmern, AmtS Engen, mit dem gesetzlich rrgulirten Einkommen der ersten Claffe, nebst freier Wohnung und dem Schulgeld von etwa 56 Kindern ä 48 kr. ist in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diesen Dienst haben sich durch ihre BrzirkSschulvisitaturen bet der kalh. BrzirkSschulviflkatur Engen zu Honsteitra innerhalb 6 Wochen nach Vorschrift zu melden. Durch daS Ableben deö HauptlehrerS Fried» »ich Melcker ist der katholische Filial-Schul« Dienst zu Sulzbach, Amts Ettlingen, mit dem Einkommen der ersten Claffe, nebst freier Wohnung und dem Schulgelde, welches bet einer Zahl von etwa 36 Schulkindern auf 1 fl. iür jedes Kind festgesetzt ist. erledigt worden. Die Bewerber um diesen Dienst haben sich durch ihre Bezirksschulmsitaturen bei der katholischen BezirkSschuivisitatur Ettlingen, zu Karlsruhe innerhalb 6 Wochen zu melden. Durch die Versetzung deS HauptlehrerS Al« bert Spitzmüller ist der katholische Schul- und Organistendlenst zu Häg, AmtS Schönau, mit dem Diensteinkommen der ersten Claffe, nebst freier Wohnung und dem Schulgelde, welche- det einer Zahl von etwa 80 Schulkindern auf 48 kr. für jedes Kind festgesetzt ist, in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diesen Dienst haben sich durch ihre BezirkSschulvistia. turen bei der kathol. BezirkSschuivisitatur Echo- »au zu Elch sei innerhalb 6 Wochen zu mel« den. Obrigkeitliche Bekanntmachungen. [2]I Nr. 17,962. GerlachSheim. fAuffor« d.rungj Bei der heutigen Aushebung derCon« fcriptionSpflichiigen pro 1852 ist der am 14. April 1831 geborene Pflichtige Jobann Michael Wäppel von Köniqshafen mit LooS No. 46 unentschuldigt auSgeblieben. Derselbe wird hiermit aufgefordert, sich bin« neu 6 Woch-n dahier zu stellen, und seiner ConscriptionSflicht zu genügen, widrigenfalls er als Refrectär erklärt und nach Maaßgabe deS Gesetzes vom vom 5. October 1820, Regierungs« blart No. 15, bestraft werden würde. Zugleich werden die Polizeibehörden ersucht, auf ihn zu fahnden und auf Betreten mittelst Laufpaß hierher zu weisen. GerlachSheim, den 27. Dec. 1851. Großh. Bezirksamt. Schneider. 12]l No. 23420. Gengenbach. fErle« digte Wasenmeisterci.^ Die hiesige Wasenmei» sterei, welche sämmtliche Amlögemeinden umfaßt, ist erledigt, und eS werden Diejenigen, welche deren Ucdertragung wünschen, aufgcfor« dert, sich innerhalb 6 Wochen schriftlich unter Beibringung der Beurkundung über Alter, Der» mögensverhältnisse, angeborenes oder rrworbe« neS Bürgerrecht in einer inländischen Gemeinde und über die Befähigung zu einem solchen Dienste, namentlich die Licenz alS Thierärzte oder Kur» schmiede, portofrei bei der diesseitigen Stelle anzumelden. Gengenbach, den 27. Der. 1851. Großh. Bezirksamt. Bode. [2]t Nr. 29,405. Schwetzingen. [Bnr» pflichtung 1 Heute wurde Valentin Baust von Plankstadt für dir dortiae Gemeinde als Gewemderechner eidlich verpflichtet, waS an- dvrch zur Kenntmß gebracht wird. Schwetzingen, den 31. Der. 1851. Großh. Bezirksamt. D t l g r r. rät. Pitsch. [2] 1 9lr. 38,335. StnSheim. fAufforde« rung, das Einschreiten gegen landesflüchtig« Personen betr.] Beschluß: Bet der am 24. d. M. stattgehabten Aushebung zeigte sich, daß nachstehende außerhalb der Quote bestich« lichen Conscriptionspflichtigen nämlich: 1. Gg. Heinrich Hegel mann von Wald- (Wo. 2t) t angrlloch; 2. Christoph Schall«» von Waldangelloch; 3. Johann Georq Kesrl vonHllS- bach; 4. Johann Michel Wolf von Hoffen» heim; ohne StaatSerlaubniß nach Amerika auS- gewandert stad. ES «erden dieselben daher aufgefordert, sich binnen 6 Wochen zu stellen, «idrigenS sie des Staats- und OriSbürgrr« rechts verlustig erklärt «erden. SinSheim, den 29. Dec. 185l. Großh. Bezirksamt, vr. Wtlhelmt. vät. Bingler. £2Jt Nr. 38,339. SinSheim. £Auffordr- ruug, di« Conscriptivn pro 1852 betr.) Bei der am 24. d. M. stattgehabten Aushebung der EonfcriptionSpfl'chtigrn der AlterSclaff« 1831 sind: 1. Christian Müller von Wald« angrlloch L.-Nr. 4; 2. Jakob Pförtner von Weiler L.-Nr. 21; 3. Johann Georg Rudy von Weiler L.-Nr. 24; 4 Johann Seifert von Rahrbach L.-Nr. 28; 5. Johann Jakob Gefell von Hilsbach L.-Nr. 3l; 6. Johann Adam Grimm von SinSheim L.-Nr. 85; 7, SaloAva Lrdrrmann von Weiler L.-Nr. 75; 8. Johann Breunig von Grombach L.- Nr. 92; 9 Jakob Ziegler von Weiler L.» Nr. 105; 10. Herz Kaufmann von Eich« tershrim L.-Nr. 118; 11. Johann Jakob Bartu sch von Waldangelloch L.-Nr. 149; unrnt» schuldigt ausgeblieben. Es werden daher dieselben hiermit aufgefordrrt, sich binnen 6 Wochen zu stellen, «idrigenS sie in die gesetzlichen Strafen der Refraction verfällt und des Staats« bürgerrechis verlustig erklärt werden. SinSheim, den 29. Dec. 1851. Großh. Bezirksamt, vr. Wilhelm!. rät. Binkler. £2)1 Nr. 136. Stockach. £Aufforderu«g, die Conscription pro 1852 betr) Anton Moll von Stockach, mit L.-Rr. 35, zur Conscrip- lion pro 1852, hat sich bet der Aushebung nicht gestellt und wird aufgefordrrt, sich binnen 6 Wochen bei Vermeidung der auf Re« fractio» yefetzrrn Strafen dahier zu sistirer». Stockach, den 30. Dec. 1851. Großh. Bezirksamt. Otto. [2)1 Nr. 42. Iest, rten. fErkenntniß.) Nachdem der landrsfliichttgr nicht streitbar« Reservist Pius Böbringer von Lottstetten der diesseitigen Aufforderung vom 8. v. M. keine Folge geleistet, so wird derselbe deS SwatSbürzerrechlS für verlustig erklärt und uuter Lerurtheilung iu die Koken In eine Straf« von 1200 fl. verfällt. Jestetten, de« 27. Dec. 1851. Großh. Bezirksamt. Baader. Laur. £2)1 Nr.324. Heidelberg. £E kenntntß.^ G«»rg Mich. Reinhard von Sandhaufen «ird, da er der öffentlich«« Aufforderung vom 9 Oct. d.J. keine Folge geleistet hu, in Gemäßheit des Art. s. Ir. rc. des VI Const .0 EvictS deS badischen StaatSbürgerrechtS für verlustig erklärt. Heidelberg, den 30. Decrmbrr 1851. Großh. Oderamt. K rafft. £2)1 Nr. 121. Neckarbifchofthet«. ^Aufforderung.) Christian L a i«r und dessen IZjähriger Sohn Matheus L a i e r von Haf« feldach haben sich heimlich von Haufe rntferot und sich wahrscheinlich nach Amerika begebe«. Dieselbe« werden aufgefordrrt, sich binnen 3 Monate» dahier zu stellen und über ihre böswillige Entweichung zu verantworten, widrigenfalls sie des StaatSbürgerrechtS für verlustig erklärt und in eine Strafe von 3Proc««t ihres Vermögens verurtheilt würde». NeckarbifcholSheim, de» 30. Deebr. 1851» Großh. Bezirksamt. Benitz. £2^1 Nr. 24,078. Schopfheim. £Auffor» derung.) Johann Jakob O r st e r l t n von Fahr» nau, Soldat der nicht streitbaren Reserve, hat sich im Jahr 1849 unerlaubt von Haut ent» lernt und bisher nicht grstevt. Derselbe «ird ausgrfordert, binnen 6 Wochen sich dahier oder bei dem Bureau der früher« großh. Jnsanterir-Regimenter in Karlsruhe zu stellen, widrigenfalls er, persönlicher Bestrafung vorbehaltlich, noch Art. 4 des Gr« sitzrS vom 5. October 1820 als Deserteur in eine Strafe von 1200 st. verurlheilt uns deS badischen Staarsbürgerrechts für verlustig erklärt würde. Signalement. Alter 28^ Jahre, Größe 5-6" 4'", Körper- bau stark, Gesichtsfarbe gesund, Bugen dunkel, Haare dunkel, Ras« stumpf. Schopfheim, den 24. Dec. 185 l. Großh. Bezirksamt. B. B. d. A. B. vr. B. Fritsch. I. Detter. 8 (Ho. 2.) Zehntablösunge». In Gemäßheit des §. 74 deSZrbntablösungS- gesetzt- wird hiermit öffentlich bekannt gemacht, daß die Ablösung nachbenannter Zehnten endgültig beschlossen wurde: 1) im Bezirksamt Pfnllendvrf: [2]1 zwischen dir königl. württemb. Pfar« rei Pfrrugen und dem fürstl. fürstend. Reut, amt« Hriltgenbrrg; 2) im Bezirksamt B i l l i n g r«: [2]1 zwischen der Pfarrei Neuhousen und de« Güterbefltzrrn ans Obirrschacher Gemarkung, «ege« de- Kleinzrhntrns; Alle diejenigen, die in Hinsicht auf dies« ab» zulösenden Zehnten in deren Eigenschaft als Lehenstück, Stammguts-Theil, Unterpfand u. f. «. Rechte zu haben glauben, «erden daher aufgefordert, solche in einer Frist von 3 Mo- «aten nach den in den §§. 74 bis 77 des Zehntablösungsgesetzes enthaltenen Bestimmungen zu wahren, andernfalls aber sich lediglich an de« Zehntberechtigten zu halten. Untergerichtliche Aufforderungen und Kundmuchungen. Schuldenliqmdaüonen. [2]1 Nr.21,878. NeckarbischofShet«. lGläubiger-Aufforderuvgl Die Johann R tt, tr rS Wtttwe von NeckarbischSfsheim beabsichtigt mit ihren vier Kindern nach Nordamerika auszuwander». Etwaige Gläubiger werden auf- gefordert, ihr« Ansprüche in der ans Freitag, den 16. Januar k. I., früh 8 Uhr, anberanmtrn Tagsahrt dahier anzumrldrn, als man ihue« sonst von hier aus zu ihrer Besrir- digung nicht mehr verhelfen könne. Neckardtschossheim, den 23. Drcbr. 1851. Großh. Bezirksamt. Benitz. [2]i Nr. 55,906. MoSbach. fGiäubiger- Aufforderung.j Die Andreas I o h S Eheleute von Aglasterhausen wollen nach Amerika auS-. wandern. Alle diejenigen, welche Ansprüche an Genannte zu machen haben, werden aufgesor- dert, solche am Mittwoch den 14. Januar 1852, Morgen- 8 Uhr, «m so gewisser dahier geltend zu machen, alS man sonst von hier auS nicht mehr zu ihrer ikefrie- digung verhelfen könnte. MoSbach, den 29. Der. 1851. Großh. Bezirksamt. Bulster. rstt. Eisenhut. Erbvorladungen. [2]1 Nr. 8695. Taubrrbisch ofshe t«. fErbvorladung.j Johann Joseph Krennd- schu h von Uisfigheim, Sohn de- »erstorbenen Bürger- und LandwirthS Johann Joseph Freundschuh von da, welcher vor 9 Jahren »ach Amerika reiSte, hat seither keine Nachricht von sich gegeben und ist dessen Aufenthaltsort unbekannt. Derselbe wird zur Erb- thetlung seine- Vaters, binnen drei Monaten zu erscheinen, mit dem Bedeuten vorgeladrn, daß im Nichterscheinungsfalle sein Erbtheil lediglich denjenigen werde zugetheilt «erden, welchen er zukäme, wenn der Vorgcladene zur Zeit de- Erbansavs gar nicht mehr am Leben gewesen wäre. LaubrrbischofShetm, den 30. Der. 1851. Großh. AwtSrevisorat. Greifs ruberg. Kuhn, Notar. [211 Nr. 8250. Mannheim. [Erbvorla- dong.s Handelsmann Joseph Hirschvon Mannheim, welcher vor ungefähr 20 Jahren sich nach London begeben und angeblich dort gestorben seyn soll, wird zur VerlaffenschastStheilung seines VaterS, des verlebten Bürgers und Han- delSmannS Hapum Hirsch, sowie zur Empfangnahme seines väterlichen Vermögens mit Frist von drei Monaten unter dem Bedeuten vorgeladen, daß im Nichterscheinungsfalle die Erbschaft lediglich denjenigen werde zugetheilt werden, welchen sie zukäme, wenn der Vorgeladene zur Zeit des ErbanfallS gar nicht mehr am Leben gewesen wäre. Mannheim, den 23. Der. 1851. Großh. StadtamtSrevisorat. Winther. Hahn, Assistent. Privat - Anzeiger». [1j2 Kirchhrtm, bet Heidelberg. [Capital auSzulrihrn.s 4600fl. bei Zchntrechurr Bau, mann. Derimttvortlicher Redakteur: Ott» Müller. Ocfl«« der Dnchdrnckerei de» Bürgerh»s»1t«I».