fV o ch e n b l a k k fü r ' Offenburg »«d Lahr. Nro, M i 7. Mittwoch/ -en ifpl 26 . Februar 1817 . Mit Großherz »glich Badischem allergnädigstem Privileg»». Amtliche Bekanntmachungen. Stad?, und Istes Land-Amt Offeilburg. i. f Vorladung.^ Johann Bührle von Dundenheim, gegen 53 Jahre all, hat sich im Jahr 1796, nachdem er mit Abschied aus landeSsürstli- chcn Kriegsdiensten geireteu, in die Fremde bcge- den, und seither nichts mehr von sich hören lassen. Derselbe oder seine etwaige Letbeserven werden anmit edictalircr aufgcfordert, binnen Jahresfrist vom heutigen an, dahier zu erscheinen, und selg unter Pflegschaft des Joseph Schmiedcr von Jchcn- heim befindliches, auf 265 si. 33 kr. sich delan- fendes Vermögen in Empfang zu nehmen, wtdri- gensall» er für verschollen erklärt, und seinen nach. | sten Anverwandten das Vermögen gegen Sicherheitsleistung erngeantwortet werden wird. Offenburg, den 15. Febr. 1817. Großherzogl. Stadt- u. i. Landamt. Meister. Schul den-Liquidationen. All- diejenige«, wclcbe an nachstehende Personen etwa- zu fordern laben, werden andnrch bei Verlust ihrer Forderung zur Liquidation derselben auf nachstehende T»ze und Orie. unter Mitbringung der Beweis« Urkunden voraelade». ,) Anden verstorbenen Schiffer Nikolaus Nrmbru- e r. von Wolfach. binnen a. Wochen a dato vor dem heilungS-Commissariate daselbst, r) A.r ow Gantniaste des Michael Häußler, von Appenweier, auf Dienstag den n Merz i8n, Vormtt- tags 8 Uhr, vor Großherzogl. Amlsreoisorale daselbst. Offenburg den ,o. Febr. isi?. Großherzogl. Stadt - und rstes Landamt. Meister. *>- Versteigerungen. 1. sFrüchte-Versteigerung, j Auf Donnerstag den 6. Merz, Vormittags 10 Uhr, will das Stift in Sulz auf dortiger GemeindS-Stube eine Par- rhie Früchte versteigern lassen; und zwar: 20 Frrl. Waizen, 20 Fril. Halbwatzen, 20Frtl. Gerste und 15 Frtl. Haber. 2. fHolz-Versteigerung.) Donnerstag den 27. d. M. werden in dem herrschaftlichen Kaiserwald, Kappler Reviers, 30 Stämme Nutzholz nebst 9,500 Sr. Mellen, und Freilag den 28. d. eben- daselbst 200 Klafter Brennholz der öffentlichen Versteigerung auögefttzt, und damit jedesmal Morgens 9 Uhr der Anfang gemacht werden. Wovon man die allenfalsigen Steigliebhaber mir dem Bemerken in Kennmiß setzt, daß alle jene, welche als zahlungsfähig nicht hinlänglich bekannt sind, nur umcr Stellung eme» annehmlichen Bürgen, die aber, weiche von früher ersteigertem Holz den Betrag noch schulden, nur gegen gleich baare Zahlung zu dieser Versteigerung zugelassen werden können. Lahr, den 2l. Febr. 1817. Großherzogl. Forst.Inspektion, v. Ritz. 2. sVersteigerung.) Des verstorbenen Rotbaer- ber Christmann WolfkS Witd. geb. Wunderlich will Montags den 3. Merz, des Nachmittags um 2 Uhr, auf hiesigem Ralhhaus aufbjährige Zah- tungstermkne tur eigen ve»sieige»n laßen; 66 1 Sr. 5s Rthn. Acker im untern Gutleutfeld. J 2 - li Acker an der .veidenburg. 2 — 10 ^— Reben und Geläns vornen im Ernec. Lahr, den 19. Februar I8ir. Stadrrath dahier. 3. sHolz-Bersteigerung.) Freitag den 28 . d. M. werden in dem herrschaftlichen Hölzle-Wald, Durbacher Forstes, gegen HO Klafter Hagenbuchen- und Birken-Scheilerholz, nebst 8000 Wellen, an den Meistbietenden öffentlich versteigert. Hiervon setzet man die Liebhaber mit dem Bemerken in Kennlniß, daß die Verkaufv-Handlung an gedachtem Tage früh 9 Uhr in dem Walde selbst vor sich gehen werde, und daß jeder nicht hinlänglich alö zahlungsfähig bekannte Sreigcrer einen hin. länglichen Bürgen zu stellen, oder ein gerichtliches Zeugniß über seine Vermögens. Umstände beizu- bringen habe. Offenburg, den 1 5. Febr. 1817. Großherzogl. Forst-Jnspection. v. Reveu. 3. Lahr. ^Versteigerung.) Der Nagelschmidt Sebastian Liebig will MontagS den 3. Merz zu Dinglingen im WirlhöhauS zur Sonne, unter annehmlichen Bedingungen für ein Eigenthum öffentlich versteigern lassen: 1 Sr. 54 Rthn. Acker im Kleinfeldele an der Landstraße, ohnweit dem Zicgelhof. 2 Sr. 25 Rlhn. Acker allda. 3 Sr. 8 Rrhn. Wiese auf den Stöckmatten. 4 Sr. 35 Rthn. Wiese allda. 3. (Versteigerungen.) Montags den 3. Merz, Nachmittags um 2 Ubr, sollen auf hiesigem Rath- Haus für eigen versteigert werden; 1 ) demHuthmacherJacob Zuber: 4% Rthn. ein halbes Haus und Zugehörde, in der Vogts. Vorstadt. 2) Dem Leineweber Jacob Göhringer, dem Alten: 1 Sr. 1 Ruthe Reben und Geland im Hol. derbcrg. Lahr, den 14. Febr. I8i7. Stadtrach dahier. Stadttaths-Bekanntmachimgeri. fBekanntmachung.j Unter Aufhebung der wegen den Brodkuren rm Wöchcublatt Nro. 15. enthaltenen Berord» nung, in Betreff des großen BrodS aHer den gpfünbigen Laiben, wiro nut Genehmigung Gross 'rzogl. Bezirksamts hiermit Verordner, baß die hiesige Bäcker nach ihrem eigenen Antrag nur eine Sorte Grcsbrod und zwar eur recht gures wohlausgebackerres halbweisses Brob von G gpfündlgeu Saiden, durchaus aber kein großes schwärzeres und noch weniger ein weisses Grosbrod backe» dürfen, bey Vermeidung z fl. Strafe, für jeden Uebertrerungsfail. Der .preis jenes gpftiudigen halbweijsen Brods wird auf 26 kr. festgesetzt. Das vorgeschriebene Gewicht und Preise des Hab- und Milchbrods, auch Mehlsorren, bleiben unverändert stehen, wie solche rm Wochenblatt Nro. 15. angezeigt sind. Lahr, den 25. Februar ,817. Stadtrath dahier» Fischer. 2. (Schulden - Liquidation.) Alle .diejenige, m welche an den verstorbenen Ferdinand H§ -mann w ui Diersburg envas zu fordern haben, werde« eingeladen, ihre Forderungen von jezc bis zum nächsten 1 . Merz bei dem Vogt Baader allda um so gewißer einzugeben, alö ste sonst später nicht mehr damit gehört werden können. Lahr, den 2 ». Febr. isi7. Stadrrath dahier. Fischer. Bekanntmachungen # sArmen-Anstalt.) Für den Monat Merz wird Herr Oberbürgermeister Fischer, zufolge der Stimmenmehrheit, die Geschäfte der Armen- Dcpuration leiten, welches hiermit zur öffenili. chen Kenntniß gebracht wird. Lahr, den 26 . Febr. 1817. Armen . Deputation. 1 . (Anzeige.) Wir haben die Ehre hiemit an. zuzeigen, daß Herr I. Kesselmeyer alö Also. . eie in unsere Handlung eingetreten ist, und wir „eben unserer mechanischen Baumwollspinnerey die Türkengarnfärberey aufs thätigste forlberreiben werden. Scelbach, den 20 . Februar 1817. Langsdorfs & Eomp. 1 . (HauS-Verkauf.) Joh. Georg Geifser in Langenwmkel will a«S oer Hand verkaufen, oder hiö Freylag den 7. Merz versteigern lassen: Eine 67 f ♦ A- zweystöckigke Behausung samt Scheuer und Stallung und 8 Sr. Hofraithe. 1. lRheinschifffahrts Anzeige.^ Schiffer Georg Heck stehet brs u mit dem 7, Merz in rem Hafen zu Freistett nach Mamz und Frankfurt »n La. düng, wozu die tczten Lahrcr Güter Mittwochs vorher, den 5. Merz, abgeyoiet werden sollen. 2. Lahr.fWohnung zu verlehnen.jAufFrauentag habe lch eine schöne Wohnung zu verleimen. am Lindcnbrunnen gelegen, bestehet iu 2 großen Stuben, eine kleine Nebenstube, Küche, Holzbehälr- niß, schöne Trockenbühne, einen Keller, welcher sehr bequem ist. Die Liebhaber belieben solche einzusehn. Scholder, Vater. Z. sSLFtterzeller Mrihlenversieigerung.j Da Un- tcrzeicyüV)km aus nachbeschrtcbcne Mühle ein ansehnliches Gebot geschehen, so hat er stch entschlossen, dieselbe am 24. Marz d. I. zu Schutterzell im TannenwirthShauö, Nachmittags 2 Uhr, als ein Eigenthum der öffentlichen Steigerung, gegen annehmliche Bedingniffe, auszuseycn. Dieselbe besteht in einem zwcystöckigtcn Wohn- Haus, lst mit 8 Mahlgängen, 2 Reibbetter und einer Sägmuhle versehen, uebst einer großen Scheuer, Stallungen, Keller und 6 Sester Gemäß - und Obst, garren, auch haftet auf der Behausung die WirthSgercchtlgkeit. Die Wohnung und der Play sind auch sehr bequem für einen Fabrikanten. Anton Lorber, Müller. 3. Lahr. fAnzcigef Kiefermcister Christmann wird mit Erlaubniß Großherzogl. Bezirks- AmtS, eine von dem besten Büchsenmacher vcr- fertigte, und durch ihre Güte erprobte Stand- flintt, nebst aller Zubehörde, durch den Weg einer Lotterie von 110 Loosen, jedes zu 24 kr., in seinem Hause ausspielen lassen. Sobald die Loose verkauft sind, wird solches durch das Wochen- blatt, und auk welchen Tag die Ziehung geschehen soll, angekündigt werden. 3. Labr. sHeu feil.j Zimmcrmeister Peter hat gutes Untermatteuheu zu verkaufen. 3. Lahr fHandwerkszengfeil.j Eöisteingros- ser Schncidstuhl für eisenc Spindeln nach allen K alibern zu schneiden, so wie auch ein großer Dreh, stuhl mit einem Schwungrad, worauf Walzen und sonstiges Metall gedreht werden kann, nebst einem kleinen Drehstuhl mit Scheibe und Spindeln, für einen Horndreher sehr dienlich, mit verschiedenem Werkzeug zu verkaufen, wovon das Nähere bei Schlossermeister Meincken dahier zu erfahren ist. Die trockene Knochen-Gallerte, oder die Suppen-Tafeln das untrüglichste Mittel - gegen HungerSnolh. fAus dem Frepbnrger Wochenblatts Leider! gründet sich die Gefahr einer Hungers- Noch für die GebirgS-Bewohner auf mehr alS bloße Furcht. Biele nehmen gegenwärtig schon zu den äußersten Mitteln ihre Zuflucht, um daS armselige Leben zu fristen; Tausende suchen ste im AuSwandern. Auch auf dem flachen Laude sängt die Noth an dringender zu werden, nachdem an manchen Orten die Erdäpfel aufgezehrt sind; daS Andringen der Dürftigen in eine in dem Bezirk des ersten Landamccs Freiburg errichtete Ernähr- ungSAustalt ist außerordenmch. Mit Getreide uuo andern theurcu Lebensmitteln wird man diese I Unglücklichen, so wie die Lage der Sache nun einmal ist, nicht hinlänglich uiid lange genug un- lcrftüyen. Ohne allen bedeutenden Kosten-Aufwand würde man Hunderttauseude so lange, als es nöchig sehn wird, mit sogenannter trockener Gallerte, oder Suppen-Tafeln, vor Hnngersnoth schützen können, wenn die Bereitung dieses so kräftigen als gesunden Nahrungsmittels aus Knochen, durchs ganze Land, wo es sich dazu eignet, ohne Zögern einge- suhrt würde. Daneben würde noch die Consum- tion cyeur.r Lebensmittel vermindert. Einrichtung und Verfahrungsarr sind einfach, nicht kostspielig; und über den Erfolg ist kem Zweifel mehr. Ich wünschte in hiesiger Stadt alsobald den Anfang damit zu machen. Den hiesigen Familien, deren edler Bererrwilligkeit, daS Gute zu fördern, eine dürftige Ernähr ungS-An- stalt in der Nähe, von dem schönsten Erfolg gekrönt, Gründung und Fortbestand hauptsächlich verdankt, darf rch wohl, um ste zu ferner» und allgemetiien Abgabe der Knochen, zu diesem frommen Zweck zu bewegen, nicht mehr sa»cn, alSr daß mlt den Knochen die täglich hier noch unbe- nuzt weggeworfen werden, nach sicherer Berechnung, mehrere hundert Menschen erhalte» werden +■ könnte«, -aß in einer Gemeinde des Schwarzwal- -es schon 15 Pferde aus Roch geschlachtet und ge- zeffen worden sind. Nicht bloS starke Familien, wo also in der Regel der Fleisch-Verbranch beoen- tend ist, werde» gebeten die Knochen abzugeben, nur reinlich gehalten, der Gehalt eines einzigen Lochs Knochen ist unter gewissen Umständen hin- reichend, einen Menschen vom Hungertode zu befreien. ES lohnt sich also wohl der Mühe des Sammelns. • Freiburg/ de» 8. Februar 1817. R i e g g e r d t, Land-PhysikuS. Aufforderung an das hiesige Publikum, die Aufbewahrung der Knochen betreffend. Unter Beziehung auf den in Rro. 14. deö Wochenblatts abgedrucktcn (obigen) Aussatz: „Die trockene Knochen-Gallerts wirb anmil bekannt gemacht, daß nunmehr die Anstalt zur Bereitung der Knochen Gallerte in hiesiger Grabt unb zwar in der großen Kaserne unter der unmittelbaren Leitung des Herrn OberamimannS Wunbr und Land-PhystkuS Hr. Dr. Ricggerdl, welche diese Anstalt in Ebringen m»t so gutem Erfolge gegründet haben, wirklich eingerichtet ist. Zur Sammlung der Knochen sind 2 Personen, «ämlrch: Franciöka Buchtnger für die obere, und Barbara Buchinaer für die untere Stabt, aufge- stellt. Das hiesige Publikum, welches jede gemein- nützige Anstalt mit so lobenswürdigem Eifer un- terstuyt, wird dal-er eingclaben, die Knochen von jeder Flcisch-Gattung, reinlich gehalten, aufzu- bewahren und an die obgrnannten Personen abzu- geben, welche auch in kleinen Haushaltungen, in denen der Fleifch-Verbrauch gering ist, zu sam- mein beantragt sind. Auf diese Weise wird die Stadt Freiburg, in welcher die seit längerer Zeit treff.ich zubereime Runiford'sche Suppen täglich mehrere hundert Hungrige stärkt und nährt, zugleich die Rirderla- ge einer allgemeinen Unterstützungs.Anstatt, dir ihre wohltbätige Wirkung nicht nur auf die Um> geqend beschranken, sonieni vorzüglich auf die an den Rand deö höchsten Elends gebrachten Bewoh. «er des Schwarzwalds, unsere bedaurenSwürdl gen Bruder, auSdehneu wird. Denn wahrlich, wo man ein so eckelhafteö, der Gesundheit nach-, theiliges Gemengsei auS Stroh und Heublumen, wie die von dem Walke herabgeschicklen Proben beweisen, anstatt des BrodeS genießt, da muß die Roth den höchsten Grab erreichv^aben. Welche Aufforderung für die-.ni.dlhätigen Bewohner der hiesigen Stadt! Freiburg, den 20. Februar 1817. Grsßycrzogl. Stadt - Amt. S n-nctzier. Auszug aus dem Lahrer Äirchenduche. Febr. Geboren: 0. l?. Sophie Christine; V.: Ludwig Friedrich Pfäfflin, B. u. Fabrickarbeiier dahier. d. 17. Jwilling: August und Mar. Magdalena; V. i Friedrich Schwerkhard, B. u. Weber dyr. d. 18. Katharina EUsavetya; B : Chri,rian Mnllerleile, B. u. Taglvyner öhr } h. 19. Ferdinand; &>.: Johannes Walter, **. u. Schneioer dhr. d. 22. Mar. Magdalena; B : Georg Asal, B. u. Weber dyr. d. 22. Wilheimme; V,: Johann Georg Müller, B. ». Sremhauer dyr. Febr. K 0 p u l i r t: d. Christian Wcckert, Bürgerund Schuhmacher dhr., und Katharina Lang, des verdorbenen Karl Lorenz'Müller, B. n. PrioaiteyrerS dahier, hrnteriastene Wittib. Febr. Gestorben : d. 16. Sophie; V.: Wilhelm Fingado, B. «. Pro- kuraior dahier, att >9 Lage. d. sr. Eiisabecha; B.: Georg Schmidt, Himersaß und Maurer zu Burghemi, alt 2 Jahre 2 Monate ab Lage. F r u cht-Prei s e. Tag. Ort. Stil* i-tt. fl. 1 kr jpaU'* Wniz. fl. jfi'. Koru. Geest. Haber. fl. |t>. st. |fv. st. kr- Febr. 1 Lahr, beste 1‘22 — g i 18. : — — — 15 1- 9 — 1. mittlere k_ -1- :- — - -- — geringe |ia;- lö 1 — — — 11 — — 22. Offeb. beste 2lj- 17 r ~ — 16|- 9 — mittlere _ j_ _ — — — — geringe lh!— >6!— _ — 15 _ 7 30 20. Gegenb.best 21|30 18 — 14 30 16 - r> — mittlere — - -I- — — — — ~ genüge 2lj30 toj- 141 — ilj — —