W v P e n v l a t k für Offen bürg Lahr. G a m ft a g, den 50 . 21. Juni 1817. Mi-k Großherzoglich Badischem allergnädigstem Privileg». D'eisdtrectorial-Bekanntmacbung. Der Chirurg Föhrenbach, zu Mah'-berz, ist wegen wledetholten Pfuschereien zn einer achlmglgen Ltzurm- ftrafe verurtheilt worden. Osseuburz, den 14. Juni 1817. Das Dlreciormm des Kinzig-Kreises. Frhr. v. Sensburg. vdt. Woynkich. Amtlicbe Bekanntmachungen. D r z i r k S - Am t L a h r kBekanntmachungJ Nach hoher KreiSdirettvrial-Der- ftaunq wird hftmit zur «»gemeinen Äenmiiiß gebracht, tw man sich hoher» Orts veranlaßt gefunden, wttlers zu verordnen, daß ausser der bereis festgesetzten Strafe von 25 Rnchstha'.ern und der Cenfiecation der ansge- fawarzt werdenden Früchte, noch besonders für jedes Malter i.s Reichstbaler, wo.on nicht minder dem Denuncianten die Halste zuzufcheiden ist, a!s Strafe erhoben werden sollen, leatzr, . Juni im hiesigen Rathösaale anbcraumt, allwo die Gläubiger vor dem Tdri- lnvgS.Coilimrss.ch erscheinen, und ihre Ferdnun- neir der Strafe des AuoschluffeS richng stellen sollen. Offenburg , den 30. May 1817. Grvßherzogl. Siaot- und i. Landamt. Meister. 2. fSchulden-Liquidation^I Gegen den ledigen Sai ennedcr Malviaö Münch e n dach, qcom ug von Bi-derach, dermalen a»S Hintersast zu Cchittterwald wohnhaft, ist daS Concurs-Benah. reu erkannt, und zur Schmden-Liquidan»,, Do»- n.rnag de.l 26. b. ftstgcfttzl worben, allwo bte Gläubiger vor demTherlungS Comintffir im Adler, wi' thvoausc zu Schutterwald ersaictuen, und ihre Zoroet urigen bei Vermeldung drü gejchlichc» Nachthetts liquid stellen sollen. Offenbuig, den 6. Juni 1817. Großherzogl. Stadt» und isteS Landamt. M e i ft e r. DezirkS-Amt Kenzingen. 2. fSchuldensammlung und Stundnngs.Ver- glttch.^ Georg Ringwald, von Wagenstaor 240 Hat aüs eigener Bewegung um Anordnung einer Schuldensammlung und de» Versuch eures Stundungs-Vergleichs geveien, dei welchem derselbe eine billige Rücklicht von Selten seiner Gläubiger um so gerechter ansprechen zu können glaubt, als nur unabwendbare Noch ailerrey Ung.ackeö ihn in diese ZahluugS-Lerlegenhe.t gebracht haben. Indem nun zu dieser Verhandlung ragsahung auf den 1. Juli I8i7. Vormittags vor das The,. lungs-Commistariat in der Sonne zu Wagenuadi angrordnel wird, werben aüe jene, welche argeno einen Anspruch machen zu können glauben, zur Anmeldung unter dem Nachtheile des sonstigen Ausschlusses vorder etwa entstehenden Gammastr, oder im andern^Kalle, daß ste rem nbschlussr der Anwesenden beistimniend erklärt werden, yrerzu vorgeladcn. Keuzingen, am 14. Juni 1817. Großherzog!. Bezirks - Amt. Wetzet. Versteigerungen. 2. fHäuser. und Güler-Bersteigerung.) Unterzeichneter ist willens, sein Haus auf dem so. geuaunte» Lindenplatz auf Montag den 30. Junr, Nachmittags 2 Uhr, aus hiesigem RaivhauS gegen annehmbare Zahluirqö.Bcdingntste für ein Eigen- thum öffentlich versteigern zu lassen, oder ,nzwl. scheu aus der Hand zu verkaufen; dasselbe besteht in zwei bequemen Wohnungen, nemlich: 1) Das Wohnhaus, welches dermalen Herr Vaihinger bewohnt, und in dem für o Pferde Stallung und Holz-Remise zur Ge- nüge d a ,st. Wegen einem Recht, eme Einfahrt und Eingang von der andern Strasse her, von 9 Schuh breit und ein Stock hoch, in bao HauS zu machen, wird der Platz hiezu als Et- gcnthum mtlverstcigcrt. Sollte dem Eigenrhü mcr der Brunnen vor dem Haus Mißfalle», so hat er das Recht, solchen vor des yerm Bu- chercrS Garceneck versetzen zu lassen. 2) Daö große Wohnhaus, wirklich von Herrn Frevherrn von Ritz bewohnt, mit einem gewölbten Keiler und Chaisen.Remise, nebst Dungplatz «nd für 3 Pferde Stallung. Feiner: 2 Sr. Acker im Durstenfeldele. 2 Sr. 26 Ruthen Acker im Hosenmattenfelb, nur vielen Baumen. Die Baulichkeiten können täglich besehen, und die Bediugrussc erfahren werden bei Johannes Schvlder, Vater. 3. fVcrsteigerunq. 1 Montags de» 30. dieses des Naehmillagv um 2 Uhr unii der HZlaseruiei- tut Daniel Lorenz aus hrestgem Rh'.hpaus für eigen versteigern lasten: 4'/. Ruiyen Haus und Zngehörde an der Spi- calgasse. 4V a Ruthen Haus daselbst, und io Ruthen Hans und Zugehörde hinter der Stadt. Lahr, den 20. Juni 1817. Stadtrath dahier. Bekanntmachungen. sArmen Sachen Unserer Suppen-Anstalt wurden i-eüte von einem Ui'.gemmmen 2 fl. 42 kr. für 1 Scboope» Suppe, und von Herrn Ratysfreuno Anders Wrrt»ve 4o kr. für 2 dergleichen zugcstcUt, weiches dankbar bescheiniget iiayr, den lg. Juni 1817. Die Armen - Deputation. Lahr. (LcscgesellschaftS-Anzeige.) Sämmtliche Herren der hicstgenLese-Gesellschafl werden ersucht, sich nächsten Sonntag 22. Juni Abends um s Uhr in nliferm KonversatlonS-Zimmer gefälligst ein- zufinden. Lahr, den 19. Juni 18>7. Die Kommissarien der hiesigen Lefe-Gesellschaft. 1 . Lahr. (Wohnung zu vrrlehnen.) Jaeob Dorner, Albrea-rs Sohn, ist willens, seine Wobnnllg zu verlehne», welche auf Johanni oder Michaeli bezogen werten kann. 1. Lahr. (Matten zu verlehnen.) Ludwig Srolz har 2 Thauen Matten in 3 Abrbeilunge» und auf verschredenen Plätzen zu verlehnen. 2. Lahr. ^Anzeige.) Andreas Kramer, Huk. machrr, ist wegen feinem Feldbau und fremden 241 Märkte» / die er besticht, mit einem sehr guten P,e»d versehen, und vietel solches zu gelegener Zeit einem »>dcr rein andern zur AuShürfe an, wenn ordentuch dam« umgegangen wird, oder eener seiner Jungen nur einem leichten Karch samt Berner»; oder wohlgemachten Wägelelu davey seyn rann. 2. Labr. sHeu- und Ocbmd GraS feil.1 Gott, lieb Eime -rWitlwe Hai das Heu. und Ochmd- Gras vv» 2 ^5r. 65 Ru.Yen Mailen, auf den Ho- stumatten, zu verlaufen. 2. (Wohnung re-zu verlehnen.) Joh. Andreas Kuliuö istw.uens den untern Stoa feines Dauses nebst einem Stübchen im dnuen Stock, eluer beschlossenen Kammer auf der Bühne, einer Kammer im zweiten Stock, 2 / 3 Theü am Keller, nebst Scheuer, Magazin uno Srallung zu verley- neu, weiches bis Michael» bezogen werden kann, auch kann beliebrgrmaus noch ein schönes Zim- mer im dritten Stock dazu abgegeben werden. 2. Lahr. (Hans zu verlehnen ) Dr. Hänle will jin Haus auf der Allee entweder im Ganzen oder lheüweise verlehnen, nöthigenfaus kann die» auf mehre»e Jahre geschehen. ES kann sogleich bezogen werden. 2. Lahr. (Empfehlung.) Bildhauer Franz Io- seph Gruber, wohnhaft bei Johannes Munch, -empfiehlt sich einem verehrltchcn Publikum in al. len Blldhauerarbeiken, sowohl in Holz als in Stein, und dem in dieses Fach e»nschlagcnde Fassen von Kruzistxen, Postamente», Gestellen zu Stock - und andern Uhren re.; auch macht derselbe Vogel-Ocrgele. Er verspricht billige und prompte Bedienung. 2. Lahr. (Heu- und Oehmd-Kras zu verkau- fcn.) Dag Heu - und Oehmd-Gras von 5 Sester 18 Ruthen Matten, aur der Burg-Mane, ist für dieses Jahr zu verkaufen; die Liebhaber können sich her dem Unterschriebenen melden, und die Conditionen vernehmen. C. Fischer, Oberbürgermeister. 3.iLahr. sStroh fet!.]ChristianHockenjoS hat yalbwaizen'.Slroh zu verkaufen, de» Bosen zu 10 kr. Ueber die größten bis jetzt bekannten Diamanten. Nach der Meinung der besten Kenner und Kunstverständigen belauft fich die Anzahl der bis fetzt bekannlcu großen Diamanten, von 5d Kar al und darüöer, nur auf neunzehn. Zwei davon besin- den sich in England, nämlich de» Ptggvl-Dtamant von 45 Karat, werih L. 10 , 200 , uno ei», anderer «m Besitz der Familie Horusby von ob Karat, werty L. booo. Holland hat nur ernen davon von 3b Karat, den man auf L. 40,5b-> schätzt; seine Gestalt ist conisch; vor Kurzem befand er sich im Besitz der Juwelire, Rundet und Bridge zu London. Frankreich zahlt zwei davon ; den größten kaufte der Herzog von Orlean- währeud der Regentschaft an sich, und daher Hecht ernochjetztder Regent; er wiegt 136'/. Karat, und. wurde aus L. 149,058 Sterling geschätzt. Deutschland kann einen davon aufweisen, von 130*4 Karat, an Werth L. 155,612 Sterling. Rußland ist vorzüglich reich an solchen Edelgesteinen; der größte, den eS hat, befindet sich un Szepter des Kaisers, dreser soll 779 Karat wiegen; ist kieß wahr, s» würde er nach der gebräuchlichen Schätzungsart L.4,859,728Slerlrng werth seyn. DieGeschichte dieses Diamanten ist sehr sonderbar; lange Zeit diente er etuem ostindianischeu Götzen zum Auge, von welchem Ehrenplatz ihn ctn europäischer gemeiner Soldat elUführie. Aus seinen Händen gieng er durch die von verschiedenen andern Personen, die een Werth desselben besser verstanden alS der Soldat, der ihn für eine Kleinigkeit weggab; cndttcn wunde er der Kaiserin Katharina für L. 90,000 Sterling, einen hohen lebenslänglichen Gehalt und m Adelüdiplom verkauft. Unter mehrcrn ander» Diamanten, die sich in Rußland befinden, g»ebr es noch einen, der auf L. 399,800 Sterling geschätzt wird. Der Große S — 242 Moqm bar e*tten roscnmhsri Diamanten, der L. 022.728 Srerling wrrrh ist. Die zwei größten Diamanten rn Persien haben in der hyperbolischen Sprache des OneatS die Dramen »Berg des Gla-izes" und »See des Lichtes ;" der erste ist L. 112,800 Sterling iverkh, der zweite L. J4 ,m 3 Sterling. Die Krone von Portugal besitzt zwei der graften, davon einer noch gar nicht geschlissen ist; wenn wir portugiesischen Nachrichten trauen dürfen, so ist dieser der bis jetzt bekannte größte, soll 16,0 Kar« wiegen, und wäre, selbst wenn wir annehmen, daß er bei dem Schleifen die Hälfte fernes Gewichts verlöre, doch noch L. 5/644,800 Snrlrng mcrch. Ei» kleines Eckchen desselben ist durch die Ungeschrckiheit des Finders, welcher nicht ahnend, welchen Schatz er gefunden habe, mir einem Hammer darauf schlug, beschäm digt; er wurde in Brasilien gefunden. Die Ken. »er sind jedoch in ihren Meinungen über die Exi. sieuz dieses Steines noch sehr gecheüt. Nach ei. »em Modell, waü man davon zeigt, hat der Slem vnseiähr die Gestalt und Große eines Straußen, ries. Der andre Diamant in Pormgal »st im Be sitz des Hanfes Braganza, und wird arrfL. 3uch80O Sterling geschätzt. Hr. Thomson zu London beschäftigt sich damit, Modelle der größten Diamanten zu verferli. gen, er hat nach vielen mühevollen Experimenten eine durchsichtige GlaSpaste entdeckt, welche an speeisifcher Schwere dem Diamanten ganz gleich kommt, d. h 3 \ mal schwerer alS eine gleiche Qu al rät Wassers. Mit vieler Müde har er nun die Farbe, Gestalt, Größe re. eures jeden der vorzüglichsten Diamanten zu erforschen gewußt, und so ist cS ibm gelungen, die täuschendsten Nach, ahnilingcn derselben zu verfertigen. In der kostbaren miueratog.sche« Sammlung des bmufchcn Museums, deren musterhafte Anordnung man dem Hrn. Karl König verdankt, brsirideusicheinige dieser täuschenden bsci-imck«'^ Wir schließen diese AuPblung großer Diamanten mir der Erwähnung emeö der schönsten und größten, welcher sich auf der Insel Borneo in dem Besitz desNchah von Mai ran »Amdct, eine- für seine Dummheit und unmäßiges Opiumcffen berühmten Fürsten auf der westlichen Äusie dieser Insel. Der Diamant soll von dem reinsten und brillantesten Wasser seyn, und wiegt 567 Karat; von Gestalt ist er wie ein Ey, mit einer kleinen Dertiefring am spitzigen Ende. Er ward zu Lau. dak, vor nngeiähr i@o Jahren ge unten, und sein Besitz war die Ursache mehrerer; Kriege mutt den Fürsten der Inselseit feu Jahren ist er jedoch in dem ungestörten Beytz der Martan.Familie. Bor mehreren Jahren sandle der Gouverncü'. von Baiavia eine» ipcrrn Steuvarl dahin, um nä- yere Lrkundlgungcn über die Größe, Echörchttt und den Werth dieftS Diamanie» eiuzuziehen, und ihn, wo möglich, zu erlaufen. Naeidcm Hr. Sreuvart ihn gefthen und geprüft hatte, vot er l5o,oooThaler, 2 voll eg ausacrrijt-.le Kriegs. Schaluppe» mit ihre»Kanone», Puivervorrakh rc., eine gewisse Anzahl großer Schiffokauonc» und eine große Menge Pulver und Kugeln. Der Razah schlug aber dennoch bas Gebot aus, inbun er ,cole Familie n.chk dieses uuschätzdaren Erbklei- nobS berauben wollte: denn die MaGyen messen diesem Dlümanien e>ne Wniiderlraft in der Kur aller Allen von Krantheltcn Key; er w.ri zu die,, scm Endzweck iu blosseö reines Wasser aeiaucht, dessen man sich bann a>6 Medizin dcdlcnr. Das Glück der Mattan.Famrlic glaubt mau aügemcui- hänge au dem Besitz diefes SleincS. O