Mit Großh. Badischem gnädigstem Privilegium rfoooaoaoo oa oo o aooooeQeoo o e ioo ooooooQO O OOOQOoeeiso i sqooeooeoooaooeooeoa^i Nro. 5 t. Samstag, den 16. Dezember, 1820, waooooaeooooaoeooo o oo o oeQoooooooaciOPOoooooa o o o oöoeoocoeoooooooooaoew Kreisdirektorial - Bekanntmachung. X. D. Nro. 1861 5 . Da schon mehrmal in Erfahrung gebracht wurde, daß kranke Personen mittelst Schub von einem Orte zum andern transportirt worden, und wahrend des Transports gestorben sind; so werden nunmehr in Gemäßheit höherer Anordnung Großh. Ministeriums d«S Innern vom 22. v. M. Nro. 12898. sSnimtliche Aemker d-eses Kreises angewiesen, jeden Kranken, der durch den Schub transportirt werden soll, nur dann weiter bringen zu lassen, wenn von dem betreffenden Phytzkat erklärt worden, daß derselbe transportabel sey. Offenburg, den 2. Dezember ,8ao. Großh. Badisches Direktorium deS Kinzig - Kreises. Kirn. Obrigkeitliche Bekanntmachungen.' Schulden-Liq uidationen. Andurch werden alle diejenigen, welche an folgende Personen etwas zu fordern haben, unter dem Präjudiz, von der vorhandenen Masse sonst mit ihren Forderungen ausgeschlossen zu werden, zur Liquidation derselben vorgeladen. — Aus dem Oberamt Offenburg. (1) zu Müllen, an den in Gant erkante» mund- todten Andreas Gebhard, den jünger», auf Mittwoch den 27. Dezember d. I. Morgens 9 Uhr, vor dem Theil. Commissar im AdlerwirlhShause zu Müllen. (') zu Diersburg, an den in Gant erkannten Michael Matz, auf Dienstag den 2ten Jenner >821 vor der Theil. Comm. »m Lindenwirthshause allda. Bezirksamt Bischoffsheim. (>) zu Memvrechlshofen, an den Gantmann Georg Greth, den zweiten, auf Montag den 6ten Jenner »821, auf der Großherzoglichen Amts - Revisorats. Kanzlei zu Bischoffsheim^ (2) zu Scherzheim, an den Gantmann Jakob Eberle, Burger und Schneider , auf Montag den >8. Dezember d. I. auf Großherzogl. AmrSrevisoratS- Kanzlei zu Bischoffsheim. Bezirksamt Lahr. (»). zu Lahr, an den in Gant erkannten Amts- Hatschier Daniel Meurer, auf Donnerstag de» 28. Dezember d. I. Vormittags, wo zugleich ein Borg- und Nachlaßvergleich versucht wird. (>) zu Dinglingen, an den Bürger Christian Gänshirth, auf Dienstag den 2. Jenner >821, vor dem Theil Comm. im dasigen Sonnenwirthshause. (2) zu Lahr, an den in Gant erkannten Burger und Schuster Christi.'» Roman, auf Freitag den 29. Dezember d I. Vormittags, vor dem Großherzogl. AmtS - Revisorat dahier. Bezirksamt Ettenheim. (2) zu Grafenhausen, an den qantmäßigen Frie- dolin Dudihuser, auf Freitag »2ten Dezember d. I. früh 9 Uhr, in der Krone allda; wobei ein Borg» und Nachlaßvertrag erziehlt werden solle. Bezirksamt Neustadt. ( 3 ) zu Eiienbach, an den sich für zahlungsunfähig erklärten Benedikt Kleiser, auf Donnerstag den 2>. Dezember d. I. vor dem Theil. Comm. daselbst. Bezirksamt Pfullendorf. ( 3 ) zu Pfullendorf, an den Burger und Weißgerber Ferdinand Ehren, auf Dienstag den »9. Dez. d. I. in der Amts - Kanzlei daselbst. «äoo ZZZ ooqm ( 3 ) zu Großstadelhofen, an den Johann Reißer, auf Freitag den 23. Dezember d. I. auf der Amts- Kanzlei zu Pfullenderf. ( 3 ) zu Großstadelhofen, an den Joseph Anton Müller, auf Freitag den 29. Dezember d.J. auf der AmtS-Kanzlei zu Pfullendorf. Mundtodt -Erklärungen. Ohne Bewilligung deS Pflegers soll bei Verlust der Forderung, folgenden im ersten Grade für mundtodt erklärten Personen, nichts geborgt oder sonst mit denselben kontrahirt werden. Aus dem Bezirksamt Ettenheim. (0 voF Mahlberg, dem Jakob Scherer, Bürger und Bauer , dessen Aufsicht-. Pfleger der Bürger Jakob Thum von da ist. Bezirksamt Bühl. (1) von Bühl, dem Altsonnenwirth Ignaz Schuh, dessen Rechtsbeistand der Schmiedmeister Franz Anton Wohlgemuth von da ist. Bezirksamt Hornberg. (») von Langenschiltach, dem Uhrenmacher Michael Rosenfelder, dessen Aufsichtspfleger der Bürger Joh. Michael Heinzmann von da ist. (>) Pfullendorf. ^Verschollenheitserklärung ] Da der am >4. August v. I. ediktaliter vorgeladene BlasiuS Böchle von Jllwangen bisher nicht erschienen ist, so wird er hiemit für verschollen erklärt, und sein Vermögen an seine nächsten Verwandten gegen Cautivn abgegeben. Pfullendorf, den 2g. November >820. Großherzogliches Bezirksamt. Kauf-Antrag e. (,) Offenburg. sHolzversteigerung.^ Mittwoch den ,c». Jeziner ,82, und die folgende Tage wird in dem mit höherer Bewilligung auszustocken, den Theil de- ElqrrSweyerer Gemeinde - Waldes eine bedeutende Parthie eichenes Bau, Nuz- u. Brandholz an den Meistbiethenden öffentlich versteigert. Diese Versteigerung wird mit dem zu allgemeiner Kenntniß gebracht, daß die etwaige Liebhaber jedesmal früh um 8 Uhr in dem Walde sich einzufinden haben; unke, dessen aber das Holz in Augenschein nehmen und die nähern Bedinqnisse bei Vogl Kempf zu Elgersweyer vernehmen können. Offenburq, den >3. Dezember >820. Großh. Forst - Inspektion. Bekanntmachungen. ( 3 ) Altenheim, s Anzeige.) Eine Wittwe im Mittelalter, von guter Familie, ganz der deutschen und französischen Sprache mächtig, welche alle nöthi- gen Kenntnisse besitzt die zur Bildung junger Frauenzimmer erforderlich sind, alle feinen weiblichen Arbeiten kennt, auch Unterricht im Klavier und der Vokalmusik geben könnte; wünscht eine Stelle sey in einer Lehranstalt, oder bei einer Herrschaft, dieselbe würde auch als Wirtbschafrerin eintreten, da sie di« Führung eines Haushalt- versteht. Nähere Erkundigung giebt Ausgeber dieses Blattes. ( 3 ) Schultern. sPferdverkauf) Bei Domanial- Verwalter Schmidt in Schutte»« stehen » dreijährige Rappstutte mit weißem Bleß, und 2 anderthalbjährige Fuchsen, Hengst und Stutte, alle drei Pferde vom herrschaftlichen Gestüt, täglich aus freier Hand und in billigen Preisen zu verkaufen. Nachtrag zu den in den vorigen Blättern angezeigten Mitteln gegen da- Aufblähen des Rindviehes. Die Erfahrung will mir noch «ine dringende Bitte abzwingen, die ich an all« verehrlichen Ortsvorsteher ergehen zu lassen. höchst nöthig erachte. Die leidig« Erfahrung belehret unS, daß daS gut« Vieh öfter- bei dem Fehlgehen durch zornige und unbescheidene Hirten mit Steinen und Brügeln geworfen oder so geschlagen wird, daß rS alsdann auS Angst über Stauden und Stöcke springt, wo sich einige in Dornbüschen daS Euter zrrrrissen, die Füsse verstauchen oder gar buglahm werden; die andern aber setzen über Gräben und geben sich bei diesem Sprung solchen Gewalt, daß sie öfters auf der Waide versprengen, oder verwerfen, wenn sie nach Hause kommen, im Stalle; manchmal bekömmt «S auch durch solchen Wurf oder Schlag gefährliche Wunden, wodurch dem Eigenthümer der größte Schaden zugefügt wird. Niemand »vill es gethan haben, und Niemand weis, wie es geschehen ist; es bleibt schon für den armen Land- mann ein Geheimniß. Wer kann und wer soll auf diese schädlich« Gegenstände wachen? Wer kann und 223 wer soll sie zu verhüten, und die Hirten zu verbessern suchen? Jeder wird natürlicher Weise antworten: wer die Gewalt in Händen har, dessen sich ein jeder Ortsvorsteher selbst rühmen wird; denn bie ( 'e haben über den Bürger, so wie über seine Habseligkeiten Sorge zu tragen. Mein unmaßgeblicher Rath war» darum: ein jeder Ortsvorsteher sollte alle Jahr« vor dem Viehaustreiben die Hirten zu sich berufen lassen, und ihnen die ndthigen Befehle verkünden, mit dem Beisatze, daß man sie im Nichterfüllungsfalle zur Vergütung des durch ihre schlechte Sorge verursachten Schadens strenge anhalten werde, da jeder Ligenthümer den Hüterlohn gerne, und nur darum zahlt, damit der Hirt dort sein Vieh besorge, wo eS aus jedes EigenthümerS Augen, und auch aus seiner Sorge ist. Georg Denner, J. u. L. M i s c - l l - n. Dem Verbrecher angemessen« Strafe. Wenn ein Eqyptier einen Sklaven umbrachte, so wurde er hingerichtet; brachte er sein eigenes Kind um, so mußte er drei Tage den Leichnam deS KindeS umarmen. — Wahrlich, die Egyptier verstunden sich auf die Kraft des menschlichen Gefühls ! — Mancher wenigstens würde lieber de» schmerzlichsten To- des sterben, als dies« entsetzliche Umarmung ausstrhen. Unbescheidenheit und Bescheidenheit. Ein junger Offizier legte dem gelehrten Duhamel, um ihn in Verlegenheit zu setzen, eine Frage vor, worauf der bescheiden« Mann die Antwort gab: „ich weiß eS nicht." „Aber, wozu sind Sie Mitglied der Akademie ? “ fragte der anmaffende Frager fort. Einen Augenblick darauf that Duhamel eine Frage an «hn, worauf er sich mit unbestimmten Antworten, die feine Unwissenheit verriethen, zu helfen sucht«. — Mein Herr, versetzte hierauf Duhamel.- „Sie sehen nun , wozu es gut ist, wenn man von der Akademie ist: man lernt dort nur.von dem reden, waS man versteht." DaS holde Angedenken. Ein grünes Band an meine Laute, inkognito üher» sendet, lieh den Stoff zu dieser Dichtung. Angedenken du, verblühter Stunden, Wo die Liebe ihre Weihe sprach. Hältst du grün di« kleine Harf' umwunden, Folgst mir treu durch alle Stürme nach. Ach das Herz —■ noch gängelt's an dem Bande, Das^den Sänger, Theure, euch umschlang. Wenn mich auch die Parze von euch bannte. Doch verhallt nie eurer Liebe Klang. Scherz' ich ki hn daS Band mir zu entstreifen, O da schmiegt eS koiend sich an mich, Fester zieh'» sich dann der Harfe Schleifen Zieh'» den Träumer fort im Wahn an Dich. Meinen Dank empfah' denn innig Gute, Im Gesang fur'S traute Huldgeschenk, Wenn längst schon im Grab der Jüngling ruhte, Bleibe, Edle, dann auch sein gedenk! # ■ O daß ich nicht Deinen Namen wüßte. Hast zu schweigen Dich umsonst gewagt, Als ich einst das Bändchen liebend küßte. Hat es lispelnd mir es doch gesagt. Und seit ist di« Schleife mir so liebe, Ach sie mahnet mich so hold an Euch Ja, wenn auch nichts als das Band mir bliebe, Ich ja hüpf« auf, und fühl' mich reich. Drum so schling dich um den fernen Sänger, Wird's ihm doch so wohl und liebebang. Und du statterst liebelnd länger. Wenn er von Euch, fernen Lieben sang. Wenn dich dann die Saiten leis umbeöen, O wie fühlt die Brust sich schwanenqleich, Könntet ihr dem Lautner Flügel geben. Auf mein Wort — er schwebte siugs zu Euch. Buß. 224 Au s b e r Ferne. Geliebte Stadt, wo ich erblüht Ein lust'ger Sohn der stillen Höre, Wo du, o junges Herz im Sturm geglüht, Dick grüßt noch einmal mein begeistert Lied. Du webst um mich im Nebelflore; Dir sey's gesagt aus voller Brust, Du Zeugin jener goldnen Stunden, Ja Deine Fülle krönte mir die Lust: Und Deine Schmelzen Hab' ich auch gewußt, Als ich vom Freund mich losgewunden. Dort wo der Schwarzwald dämmernd laurt, Um meine Hütte mild« Schatten walten; Dort fächelt, wenn der Jüngling einsam traurt, Und durch dre Laute still «in Lüftchen schaurt, Mir Tröstung zu, ihr Geistgestalren Ihr habt mich mit der Zeit versöhnt, Es dankt Euch^ioch mein trautes Sehnen^ Wenn längst der Genius mein Grab umkrönt Und weinend sich auf meine Urne lehnt Wird er auch sehen Eure Thronen. Buß. R ä t h s . l. Die Zauberwaffe nenne jezt, ' Die, wenn der Böse tückisch jiehlt, Den fernen Feind, noch eh' ers fühlt, Mit gifk'gen Stichen tief verletzt. Sie lauert hinter Perlenreih'n, Verschlossen vom Korallenschrein; Do» von dem Weisen gut geführt. Wird sie zum holden Talisman,,, Nicht mehr verwundet, sanft gerührt Lockt sie die Herzen an. Kannst Du die Zauberwaffe finden i So brauche sie, mirs zu verkünden. Charade. Ich Erste entschließe der Presse, Die Kelter mich rufet ins Daftin. Dir schmeckt ohne mich nicht die Gresse, Du gießst auch in Lampen mich ein. Mein Zweite- ist höher als Thürme Und wahret viel Schäze in sich. Es trozet dem Toben der Stürme Und keuchend besteigest du mich. Das Ganze ein Kunstwerk in hiesiger Stadt, Da- ring» um nur Leichen zur Nachbarschaft hat. Frucht - Brvd - und Fleisch-Preise. Frucht. Preise Sam v 9 st a g D-z Dienstag v. 13 Dez. Fleisch Taxe v. 4 . Dez. Brod-Tare vom 8. Juli. > Fiertel st. kr. fi. .kr. fl. kr. g. kr. DaS Pf. kr. Weißbrod: kr. Waizen . . . 8 3o 7 3o 8 3o 7 3o Ochsenfleisch . 8 7 Lotb für . . . ) Holbwaizen 5 — 4 48 5 — 4 48 Geringeres . — >4 Loch für . . . 2 Korn .... 3 3o — — 3 3o — — Kuhfleisch . . b Halbweiß: 2 « für . b Gerst .... 3 3o _ _ 3 3o — — Kalbfleisch . . 6 detto 4 ^ für . 12 Wellchkorn. . 3 3o — — 3 3o — — Hammelfleisch 6 Schwarz : 2 » für . 4 Haber 7 @. . 2 3b — 2 3o — — Schweinefleisch 8 derto 4 öS für . 3 ( Vckniaben - Preile.) Nindschnialz «4 kr. Schweineschmalz 20 kr. Butter >5 kr. 4 Eye, für 6 kr. Herausgegeben, gedruckt und verlegt von Andreas Patsch in Offenburg.