Mit Groß». Badischem gnädigstem Privilegium. wa9aoooo o o o BQoaoooaooi a oaoiOQOOooeoo w aoe >& ooQoooaioooo o o o oooooo ott ci e e eo > ,> Nro. 29. Samstag, den 19. Juli, 1826. >^ oo asaooooooo Q e Q OO o »»oaoaeooaottoooaioooooaoooooaBOOQooooooeoeoooeoBe^ Obrigkeitliche Bekanntmachungen. Diebstahl. In der Nacht vom >4. auf den » 5 . d. M. wurden in Hofweier entwendet: >. Ein Wagenrad, 2. ein Pferd-Sattel mittlerer Größe mit einem Schwanzriemen, Z. eine Pferd-Siele Noch neu, mit Seitenblätrern und Strängen versehen, 4. eine solche mit Strängen, 5 . ein Pferds-Zaum, b. ein Deichsel Eisen, und 7. eine Radlunte. Sämmtliche Behörden werden ersucht, geeignete Maßregeln zu Entdeckung des Tharers sowohl, als des Entwendeten gefällig anzuordnen, und im Entdeckungsfalle beliebig Nachricht anher mitzutheilen. Offenburg, den >8 Juli >828. Großherzogliches Oberamt. Schulden- Liquidationen. Andurch werden alle diejenigen, welche an folgende Personen etwa» zu fordern haben, unter dem Präjudiz , von der vorhandenen Masse sonst mit ihren For- drrungen ausgeschlossen zu werden, zur Liquidation derselben vorgeladen. — Aus dem Oberanit Offenburg. (2) 20 Fiertel Haber, mit Vorbehalt höherer Genehmiqung gegen ba.-re Zahlung in schicklichen Abrheilungen öffentlich versteigert ; wozu die Liebhaber hiermit eingeladen werden. Ettenheim, den >d. Juli >823. Groich. Domainen - Verwaltung. (>) StadtKehl. fHauS- Versteigerung.^ Montag- den 28 Juli d I. Nachmittags 2 Uhr wird im Gasthause zum Schwerdt dahier öffentlich zu Elgen- thum versteigert und dem Meistbietenden überlassen werden: Eine in die Krämer Jos. Schmcktsche Gantmasse gehörige an der Hauptstraße zu StadtKehl gelegene Behausung nebst Scheuer, Hof und Garten» wozu man die Liebhaber einladet. StadtKehl, den >4. Juli »623. Großherzvglicher Stabtrath. U4 (») Offenburg. [®etfleig«ung.] Freitags den 25. Juli d. I. Nachmittag- s Uhr wird rin Stück Allmendfeld ven >5,3ao Quadrat-Fuß, am Walters- weirer Weg in der Spek, einers. der Weg, anders, zum Lheil Johann Vetter und zum Theil ein Feld- graben, auf dem Platz selbst zu Eigenthum versteigert werden; wozu man die Liebhaber einladet. Offenburg, den 17 . Juli , 8 sZ. Großhrrzoglicher Stadtrath. Bekanntmachungen. (>) Offenburg. sAnzeige.^ Ursula Schreiber, Wittwe des verstorbenen Zimmermeisters Taver Arm- bruster in der Spätalgasse, macht hiemit bekannt, daß sie die Profession mit allem Elfer und Fleiß fortsetzen wird, und verspricht gute Arbeit und billige Preise. Dienst-Gesuch. Ein epaminirter und rezipirter Kameral - Scribent der sich sowohl über Geschäfts - Kenntnisse als auch Fleiß und moralischer Aufführung durch Zeugnisse auS- zuweisen vermag, wünscht bei einer Verrechnung «ine Anstellung zu erhalten. DaS Comptoir dieses Blattes giebt auf Verlangen nähere Auskunft. Gemeinnützige Aussätze. Mittel wider die Mücken-, Ameisen-, Bienen- und Wespenstiche. Wider den Stich der Mücken ist vorzüglich Salmiakgeist das beste Mittel. — Auch heilt Theriak mit süßem Mandelöhl vermischt, den Stich der Mücken sehr bald. — Baumöhl ist auch ein gutes Mittel. Nur hüte man sich wohl, daß man die Mücke, sobald sich dieselbe gesetzt hat, nicht gleich todtschlägt oder abzieht, denn hierdurch wird der Stich jedeSmal schlimmer. Man lasse vielmehr sie sich erst recht satt saugen und wegfliegen; denn sonst bleibt der Stachel mit dem Widerhaken in der Wunde und verursacht «ine Entzündung. Ist man ven einer Biene oder Wespe gestochen worden, so nehme man vor allen Dingen den zurückgebliebenen Stachel heraus, überstreiche die Wunde mit Speichel und reibe diesen mit der Hand auf der Wund« so lange, bis sich der Ort von dem Reiben erhitzt und man es nicht länger aushalten kann. Es entsteht hierdurch nicht die geringste Geschwulst, und auch kein Schmerz weiter. — Oder man reibe sie mit warmen Uri», oder mit Wasser und gestossener Petersilie, oder mit Ohrenschmalz — oder man streiche wiederholt Honig auf die Wunde — oder man leg« Theriak mit Weinessig darauf — oder man drücke kühl« Erd« darauf. Wider Wespenstiche besonders ist kein zuverlässige, res Mittel, als Salmiakgeist. — Oder, man reibe di« Stelle sogleich mit frischer Erde, fange einige Fliegen und zerdrücke diese auf dem Stiche. Der Schmerz verliert sich darnach und die Geschwulst vergeht. Anmerkung. Die alten Römer pflegten, um sich gegen den Stich der Bienen, vorzüglich beim Ausnehmen des HonigS, zu sichern, sich mit dem Saft von Malven und Melisse zu bestreichen. Sonderbar ist die Bemerkung des Plinius in seiner Naturgeschichte (Ilistor. vst. 3o, ib.) daß man bei der Honig -Erndte von Bienen nicht berührt werde, sobald man einen Spechtschnabel bei sich trage. Schilderung der Spanier. Spanien wurde nach und nach von verschiedenen Völkern erobert und bewohnt, und so »heilten »hm seine Ueberwinder einen Theil ihres Charakters mit. Den herrschenden Geschmack, welchen die Spanier für einige Arten von Schauspielen haben, alS die Turniere, laS Pa>as genannt, und die Aufzüge der Mae st ranza, ihre Neigung zu stolzen Titeln, ihre Reihe von Namen ohne Ende, ihre Galanterie und Achtung für die Weiber, ihre» Ausdruck voll Metaphern und Hyperbeln, haben sie lediglich von den Mauern. Die Würde in ihrem Betragen und Reden, die Eifersucht, die sie argwönisch und rachsüchtig macht, haben sie von den Barbaren in Afrika geerbt. Von den Gothen und ihren Vorfahren erhielten sie dir Freimüthigkeit, Rechtschaffenheit und Tapferkeit. Auch schreibt sich von diesen und den R ö- mern ihre enthusiastische Vaterlandsliebe, die Neigung für alles, was groß ist und der Aberglaube her. In Spanien hat jede Provinz ihren eigenthum- Tieften Charakter, und man könnte daher sagen, Spanien sey in eben so viel moralisch« Provinzen abgetheilt, als es geographische hat. Diese Provinzen, welche ehemals fast jede «in besonderes Königreich ausmach- ten, scheinen noch immer den alten Haß gegen einander zu hegen, je nachdem sie mehr oder weniger von einander entfernt sind. Der Katalonier hat die mehrste Industrie; er ist der thätigste und arbeitsamste unter den Spaniern, auch sieht sich diese Provinz noch immer als ein besonderes Volk an, und ist beständig zum Aufruhr bereit. Mehr als einmal hat sie die Absicht gehabt, sich zu einem Freistaat zu machen. Katalonien ist seit einigen Jahrhunderten die Wiege der spanischen Künste und Handwerker gewesen, welche dann einen Grad von Vollkommenheit erlangt haben, den man in dem übrigen Spanien nicht antrifft. Uebrigens ist l i P P V. ein Kompagnie Leibwache errichtete. Ter Graf von Aguilar hakt« alS ein braver Bürger die Freimüthigkeit ihm zu sagen r , Wenn Ew Majestät auf dem Markte von Madrid schliefen Sie wurden daselbst völlig sicher seyn. Dtp treuen Bürger würden, um Ihre Ruhe nicht zu stören, die Geschäfte des Tages später beginnen, und jeder derselben würde die Nackt durch eine Leibwache für Sie seyn! " (Die Fortsetzung folgt.) Grabschrifr für meine verstorbene Schwester M. E. von C. Stille schwebt um diesen Hügel, Denn deS Grabes schwarzes Siegel Schließt ein gute- Mädchen eine Sanft deck' Erde ihr Gebein! — Nicht auf Monumenten leben Ihre Tugend und ihr Streben; Nur in ihrer Freunde Herz Lebt Erinnerung und Schmerz. Diese- Kreuzchrn möge sagen Daß die Eltern um sie klagen; Doch wünscht unser Thränenblick AuS der Gruft st« nicht zurück. Hingepflanzt in diesen Garten Wo die Engel ihrer warten, Reift sie für ein Widersehn; Tugend kann nicht untrrgehn. Still wird einst dies heiße Sehnen Seligkeit muß Gute krönen! Und dem Blick wird'S klar enthüllt WaS die Brust mit Ahnung füllt. Ob in Staub die Leiber sinken, Ueber Gräbernächten winken Uns der Heimath Sternenhöh'n Wo die Lebenspalmen weh'n. Klaus mann- L o g v g r i p h. ES giebt verkehrt erst SchweigenS-Laut; Gleich folgt, wonach der Segler schaut, Umgiebt ihn Nacht und MeereS > Braut; Nun wird'S, was nur zerstört, nie baut. Das Ganze dann macht bochvertraut. Wenn sich deS Schicksals Pfad umgraut. Auflösung der Charade in Nro. 27. Braut-Schatz. Kirchenbuchs - Auszüge. Geborene. Den >2. Juli. Benedikt Gregor, Vater: Benedikt Falk, Bürger und Zimmermeister. Den > 3 . Juli. Franz Joseph Martin und Anna" Ursula, Zwillinge; Vater: TaddäuS Braunstein Bürger und Wundarzt. Getraute. Den >7. Juli. Herr Joseph Ignaz Peter , Großh. Amtmann; mir Fräulein Maria Theresia Kirn. Gestorbene. Den 28. Juni. Karl, 3 Monate alt; Vater: AloiS Bianzano, Bürger und Glasermeister. Den » 3 . Juli. M. Ursula, >4 Jahre und a Monate alt; Vater: Joseph Anton Schwendenmann, Bürger und AckerSma»n. Den > 3 . Juli. Mathias Schremp, Beisaß und Schindelmacher, 87 Jahre alt. Den »7. Juli. Heinrich Theodor, 22 Tage alt; Vater: Michael Burg, Bürger und Metzgerm«,ster. Frucht- Brod-und Fleisch-Preise. Frucht- Preise. Dienstag v. > 5 . Juli. Sam e. 19 st a Jul g . Fletsch Taxe v. 24. Merz. Brod Taxe vom a 3 . Dez. » Fiertel fl. kr. fl. kr. fl- kr. fl. kr. Das Pf. kr. Weißbrod: kr. Waizen . . . st — 8 3 o st 3 o st — Ochsenflrisch . 7 b 1/2 Lvth . . für 1 Kernen . . . 8 3 o — — 8 — — Geringeres . 6 >3 Loth ... — 3 Halbwaizen. . 7 — — — 7 — — — Kuhfleisch . . 6 19 1/2 Loth . . — 3 Korn .... — — Kalbfleisch . . 6 1 & 7 Loth . . — 6 Gerst.... 6 3 o 5 3 o l> — — — Hammelfleisch 7 Halbweiß: 2 & . — 6 Molzer . . . Schweinefleisch tt detto 4 & • —* IS Welschkorn. . 6 — — — 6 — — — Speck geraucht. >4 Schwarz: 2 & , — 5 1/2 Haber 7 S. . 3 42 —- — 3 42 — — Schweineschm. ib detto 4 i!6 . — 1 I (Viktnalien - Preise vom 19. Juli.) Lichter >6 kr. — Butter »5 kr. — Eyer 8 für 6 kr. Redaktion, Druck und Verlag von Andreas Patsch.