uBO B ooo o ooooooooooaooaoao c oooftooooQOOoooooooooaBOOOooooooooiwaoea o B ^ Nro. 21. Samstag, den 27. Mai 1826. ..«oooooO'OQ'Oooooooa i oooooooaoooanaooooooooooooooooooooooooooooooooooooa**» tv^ocmm G \_0 Mit Großh. Badischem gnädigstem Privilegium Kreisdirektorial-Bekanntmachung. (Nro. 7589.) Folgende Mittheilunq des Senats der freien Stadt Bremen an das fötiiaf. würtemberaiscki« Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten wird hiermit zur Warnung und Belehrung aller diesseitigen Untergebenen, in Beziehung auf die hohe Verfügung vom 28. Juni 1824, im Regierungsblatt Nro. XIV öffentlich bekannt gemacht, und dabei den Ortsvorstanden und Beamten empfohlen, sich angelegen seyn zu lasten, ihren Amtsangehörigen zu Vermeidung aller Nachthelle hierüber Aufklärung zu ertherlen. „Nach einer Mittheilung des königlichen Ministeriums der auswärtigen Angelegenheiten hat der Senat der freien Stadt Bremen die Nachricht hieher ertheilk, daß gegen Zu Familien, qrößtenrheils kön. wurkemdergische Unterthanen aus dem Oberamt Mergentheim, welche nach Brasilien auSwandern wollen, nachdem ihnen von dem kaiserl. brasilianischen Agenten von Schaffer di» Aufnahme unter die dortigen Kolonisten zugesichert worden, in dem falschen Wahne, eS werde ihnen eine kostenfreie Ueberfahrt zu Theil, zu Bremen anqekommen seyen, und nun, in die traurigste Lage versetzt, höchst wahrscheinlich qenöthlgel seyn werden, in ihr kaum verlassenes Vaterland zurückzukehren. Zugleich hat derselbe eröffnet, daß »ach den ihm von dem brastlianischen Bevollmächtigten zu Bremen mitqetheilten Bestimmungen nur unverheirakhete junge Leute unter 82 Jahren. welche sich unbedingt dem Dienste des Kaisers widmen wollen, auf eine freie Ueberfahrt Rechnung machen können, daß übrigens selbst von solche» in den ersten zwei Monaten keine weitere angenommen werden, und daß allen übrigen Personen, welche sich darüber ausweisen, daß ihnen das Bürgerrecht in Brasilien gesichert sey. um sich als Kolonisten dort niederzulassen, die Ueberfahrt in den von der Regierung qemietheten Schiffen nur dann ge- starker werde, wenn sie eine Fracht von >20 ft. rheinisch für den Erwachsenen und von der Hälfte für Kinder unter 12 Jahren bezahlen, jedoch so, daß Kinder unter b Jahren frei seyen." Offenburg, den 20. Mai >828. GroßherzoglicheS Direktorium des Kinzig - Kreises. v. SenSburg. Vät. Braunstein. Obrigkeitliche B In Gefolge höherer Anordnung sollen im Laufe dieses Sommers die Vicinal - und Feldweae so viel wie möglich üd-rkieset und in einen bessern Stand gestellt werden. Zu Erleichterung dieses Geschäftes ,st vor allen Dingen nothwendig, daß die Gräben an derlei Wegen von dem Gesträuche gereinigt und sohin auf. gehoben werden. Diejenigen Bürger und Einwohner, welche derartige Graben an ihren Gütern haben, werden somit aufqefordert, solche binnen >4 Tagen zu reinigen und aufzuhrben, widrigenfalls sie zu gewär- ekanntmachunqen. tiqen haben, daß diese Arbeit auf ihre Kossen durch besonder» aufqestellte Tagwerker wird verrichtet werden. Offenburg, den «*, Mai 1826. Der Skadtrarh. Von Grosherzogl. Oberami dahier iss unterm 26. v. M. , Nro. 8''o, die Anordnung getroffen worden, daß die hiesige Stadt ui zwei Tbeil« getheur und jedem Waisenrichter die Hä'ste rücksichtlich ver verkommen, den.^in sein Amt einschtagenden Geschäfte zuqewiei'en werden solle. Diesem verehrlichrn Auftrag« zufolge 8s wird bekannt gemacht, baß dem Schaffner und Waisen richter Dillinger die obere Stadt, wie sie durch das in gerader Richtung durchfließende Bächlein getrennt wird, sammt der Vorstadt, dem Zunftmeister Und Waisenrichrer Beyle aber derjenige Theil, welcher unterhalb diesem Bächlein liegt, zu seinem Wirkungskreise an- und zugewiesen worden seye; an welche sich also bei verkommenden Fällen zu wenden ist. Offenburg, den 19. Mai 1826. Der Stadtrath. Schulden-Liquidationen. Andurch werden all« diejenigen, welch« an folgende Personen etwas zu fordern haben, unter dem Präjudiz, von der vorhandenen Masse sonst mit ihren Forderungen ausgeschloffen zu werden, zur Liquidation derselben vorgrladen. — AuS dem Oberamt Offenburg. Zu Niederschopfheim, an die in Gant erkannte Ehefrau des Mathias Erhard, auf Mittwoch den 3 >. Mai d. I., Morgens 8 Uhr, auf der Oberamts - Kanzlei. Zu Niederschopfheim, an den in Gant erkannten Nachlaß des Mathias Vetter, auf Montag den 5 . Juni d. I., Morgens 8 Uhr, auf der OberamtS - Kanzlei. Zu Durbach, an die in Gant erkannte Wittwe des Theodor Retsch, auf Donnerstag den ss. Juni d. I., Morgen« 6 Uhr, auf der Oberamts-Kanzlei. Zu Durbach, an den in Gant erkannten Nachlaß des Bürgers und Wagnermeisters Franz Rößler, auf Mittwoch den 38. Juni d. I., Morgens 6 Uhr, auf diesseitiger Oberamts - Kanzlei. Bezirksamt Kork. Zu Neumühl, an den in Gant erkannten Georg Brande!, Bürger und Taglöhner, auf Montag den ,9. d. M., auf hiesiger Amtskanzlei. (Gläubiger-Aufforderung.) In Gemäß heit oberamtlichcn Erlasse- vom s 5 . v. M., Nro. 744S, soll auf Antrag der Johanne- Müller'schen Eheleute von Grießheim mit den Gläubigern derselben ein Vergleich versucht werden. Letztere werden daher aufgefordert, sich Montag» den 29. d. M., Morgens 6 Uhr, in dem Adlerwirthshaufe zu Grießheim einzufinden, ihre Forderungen richtig zu stellen, und sich über die gemacht werdenden Vergleichs-Vorschläge vernehmen zu lassen. Offenburg, den > 3 . Mai >826. Grofiherzogl. OberamtS. Revisorat. (Schifffahrt.) Abraham Wolff's Wittwe von Freistett tritt vom »3. bis 29. Juni d. I. mit ihrem Fahrzeuge in Ladung zur Reise nach Mainz und Frankfurt ; wovon Nachricht gegeben wird. Rheinbischvfsheim, den 19. Mai »8sk>. GroschrrzoglicheS Bezirksamt. V e k st e i g e r tt n g e n. (Oekonvmiegebäude-Versteigerung.) Montags den 29. d. M., Nachmittags 2 Uhr, wird in Elgersweier ein neues Pfarr - Oekonemiegebäude, im Anschlag von 64b fl., versteigert werden. Die Steigerung-lustigen haben sich zuvor mit legalen Vermögenszeugnissen oder hinlänglichen Bürgschaften für > Drittel dieser Summe zu versehen. Offenburg, den >8. Mai 1826. Großh. Dowainenverwaltung. (Hofguts-Versteigerung.) DaS der Stadt Offenburg eigenthümlich zustehende und von ihr bisher dem dasigen Sk. Andreas - Hospital durch pactum antichreticuin überlassene Hofqut zu Waltersweier, bestehend in dem sogenannten Schlösschen zu Waltersweier, einem Maier. Wohnhaus sammt Scheuer, Stallungen, Remisen und circa >00 Jeuch Garten, Ackerfeld und Matten, eine halbe Stunde von der Stadt Offenburg entfernt, in einer der schönsten Gegenden des Großherzoqrhums gelegen, wird Mittwochs den 2. August l.J., Morgens 8 Uhr, in loco Waltersweier im Ganzen und, wenn sich dazu kein annehmlicher Käufer finden sollte, in schicklichen Parzellen auf achtjährige, verzinsliche Zahlungs- Termine zu Eigenthum öffentlich versteigert werden. Auswärtige Steigerer haben sich mit Vermögens- Zeugnissen auszuweisen. DaS Nähere kann inzwischen in diesseitiger Ober- arntskanzlei vernommen werden. Offenburg, de» >>. Mai 162b. Grosherzogliches Oberamt. (Matten-Versteigerung.) Die Bernhard Müller'schen Erben dahier wollen künftigen Samstag den 3 . Juni, Nachmittags 2 Uhr, in hiesiger Stadt- Kanzlei zu Eigenthum versteigern lassen: > 1/2 Tauen Malten in der Gifiz, einerseits Hr. Städtmeister Ruderer, anderseits Zunftmeister Kaspar Schwendenman»; angeschlagen zu 40 fl. Offenburg, de» 28. Mai >628. Der Stadtrath. (Bibliothek-Versteigerung.) Hoher Anordnung zufolge wird MontagS den 5 . Juni d.J. die dem hiesigen GywnastiiniSfcnd zugehörige Bibliotheke, welche in theologischen, juridische», medizinischen, philosophischen und historischen Werken besteht, in hiesigem Gymnasiumsgebäude öffentlich versteigert werden; wozu man die Liebhaber einladet. Offenburg, den >>. Mai 182b. Grossh. GymnasiumSfond« Verwaltung. (Holzversteigerung.) Mit höherer Bewilligung lassen die Erben de- verlebten Johann Lienhard auf dem Rittihof dahier, am Montag den 5 . Juni d. I., Morgens 6 Uhr, in dem Rittiwäldrl« beim Rittihof >00 Eichstämme von verschiedener Größe, 83 3 o Klafter schäleicheneS Brennholz, 3 ooo eichene Wellen, Stück Hopfenstangen und 5 oo Stück tan. »ene Ortpfahle gegen gleich baar« Bezahlung versteigern ; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Zunsweier, den 24. Mai 182b. Vogt Hilberer. Bekanntmachungen. (Bada„zeige und Empfehlung.) Der Unterzeichnete Badinhaber deS BadeS Sulzbach ist ge- sonnen, bis künftigen Monat Juni seine Badanstalt zu eröffnen. Dieses Bad, welches 1 1/4 Stunde von der Stadt Oberkirch entfernt ist, ist eine laue Therme von >b Gr. Reaumur; das Waffer ist von einer milden seifenartigen Beschaffenheit, hat, wie es vielfältige Erfahrungen bewiesen haben, eine erweichende, reizmildernde Wirkung, und ist eben daher, nach dem Zeugnist der Sachverständigen, bei Personen, welch« an Nervenschwache leiden, sehr wirksam. Die gute Wirkung davon hat sich auch besonders an jenen gezeigt, welche, was auck in der ganzen Gegend bekannt ist, an Steifheit der Glieder, Gliederschmerzen und an Gicht leidend auf Krücken dahin kamen, und dasselbe wieder ganz gesund verließen. Auch, wird man sich durch Kost, welche auf den Mittag für 3o kr. und auf de» Abend für >9 kr. verabreicht wird, und billige Preise der Zimmer, so wie durch Ordnung und Reinlichkeit in der Bedienung zu empfehlen suchen. Joseph Braun. (Diehlenverkauf.) Der Unterzogene macht hiermit bekannt, dass bei ihm tannene Diehlen verschiedener Größe, in größerer oder kleinerer Quantität, täglich zu kaufen sind; wozu er die Liebhaber hiermit höflichst einladet. Offenburg, den 24. Mai ,82h. Domainenverwaltungs. Diener I e g e l. (B a d a n z e i g e.) Am Montag den 29. d M. wird Unterzeichneter da- hiesige Kinzigbad eröffnen. Ludwig S 0 h l e r. (Meubles-Verkauf.) Ein halb Dutzend mit Rohr geflochtene polirte Sessel, und ein runder Tisch, zum Zusammenlegen eingerichtet, beides von Nußbaumholz und im besten Zustande, sind auS der Hand zu verkaufen. In der Erpedition dieses Blattes können allenfallsige Liebhaber das Nähere erfragen. (An zeige.) Bei Kiefermeister Joseph Schaible dahier ist zu haben: guter ächter Weinessig, die alte Maas zu 8 und >2 kr., auch Spiritus vini zum Auflösen der Politur und sonstigem Gebrauch, die Maas zu > fl., ins Große aber um billiger» Preis. (Billard-Verkauf.) Es ist in der Nabe von Offenburg ein noch ganz gutes Billard mit 5 Ballen und 20 QueuS aus freier Hand zu verkaufen. AuS. geber diese- Blocks sagt von wem. M i s e e l l e n. Unter den mannichfachen Ursachen des schwarzen StaarS ist die Gicht die häuflgste. Dl« Gicht. alS Folge übler Verdauung, Verkalkung u s. w äußert sich gewöhnlich, zuern an den Gliedern, befällt aber auch häufig den Kopf und Nicht selten die Augen. Die Kopf - und Augengicht, diese für baS Gefickt so gefährliche Krankheit, kann leicht erkannt werden, durch Schmerzen in der Stirngegend, >n den Augen und in den Augenhöhlen. Spätere Erscheinungen sind: Entzündungen , Erneiterung des Augenilerns u. f. w. Die Zustande, die dem Leidenden die größte Gefahr drohen, am schwarzen Sraar unheilbar zu erblinden, keinen nicht durch vaS Bewässern der Augen. durch stu,i k,g wirkende Reiz, und andere äußere Mittel gelindert oder geheilt werden, sondern nur allein durch ein recht zeitiges, dem KrankheitS-Charakter entsprechendes, inneres und äußeres Heilverfahren, wodurch die leidenden Augen von dem Gichtstoff befreit werden. Diese Warnung gründet sich auf eine 2«, jährige , vielfach geprüfte. Erfahrung, und verdient von allen an der Kepsgicht Leidenden beherzigt zu werden. Zu den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt Lüttich in den Niederlanden gehören jetzt die Fabriken des Hrn. Cockerill. Seine Fabrik in der Sradr beschäftigt gegen > 3 oo Menschen. Hier werden gioj ten>be,lS Spinnmaschinen und Alle-, was zur Tuchfabrikarion gehört, gefertigt. Seine zweite Fabrik, wo nur Dampfmaschinen gefeiklgk werden, liegt eine kleine Meile von der Stadt Das Fabrikgebäude war kruder der Sitz des FürstbischoffS, jetzt ist eS in ein« Fabrik umqe- schaffen, der selbst die englischen ihren Rang kaum streitig machen. Tritt man jetzt durä, die erste Pforte deS lchloßähnltchen Gebäudes ein, so werden gleich die Füße gelähmt durch den Anblick deS kürzlich vollen, beten und da aufgestellten Lewen, kür Waterloo be. stimmt. Man wird sich einen Beariff von seiner kolos. sale» Größe machen können, wenn man vernimmt, daß er bo,ooo KiloqrameS «.etwa >200 Eir ) sAwer ist. Dabei ist er» waS Entwurf und Ausführuna be. trifft, wahrhaft schön zu nennen. Seme Sletuina ist wohl di« imposanteste, welch« gewählt werde» kennte; sie ist aufrecht und ruhig, den Kopf mit scharfem Blick nach der linken Seite gewendet; die rechte VordH^katze ruht auf einer Kugel« das Festhalren deS wandelbaren Geschickes anzndeuten. Der zweite «rr»e Horrauw ist bestimmt» die Produkte, wie sie aus der Gie»»>ei kommen, in Ordnung ouszustellen. Der dritte Hokronm enthält die rohen Gcfäffe. welche dem Fmel rrozcsse unterworfen werden. T er vierte ist zu selchen Arbeiten bestimmt, welche in Gebäuden nicht Skai' finken kön. neu. Der fünfte enthält die Oesen, »>o e,e EokeS m di« Schmrljvrozesse gefertigt werden. Der sechste 83 umfaßt die Kohlenmine. Ein neuer Hohofen ist vor Kurzem fertig geworden, dessen kolossale thurmähnlicde Gestalt an Aegyptens Pyramiden erinnert. Das Feuer darin wird eine Maschine von >vo Pferde Kraft anfachen. In der unabsehbaren Werkstatte der Schmiede schwingen Hunderte von Schmieden die gewaltigen Hämmer. Wendet man sich nach der ansehnlichen Gesellschaft von Oefen, welche die Frischfeuer enthalten, so glaubt man sich in die feuerspeienden Krater Islands versetzt, und die furchtbaren Stöße des 4000 Kilogr. (80 Ctr.) schweren Hammers, scheint dies zur Gewißheit zu erheben. In der großen Kcsselwerkstatt sind setzt die vier großen Kessel für einen Jndienfahrer in Arbeit. Die voluminösen Gestalte», wo in jedem einige Familien Raum zur Wohnung finden, mästen aufs Neue Staunen. Kommt man in die großen, wohl eingerichteten Gießhäuser, so weiß man nicht, welchem Gegenstände oder welchen Arbeiten- man die Aufmerksamkeit zuerst schenken soll; dann tritt man in die Dreh - und Bohrsäle, worin man Dreh- und Bohrmaschinen zu Dutzenden findet, wovon eine 3 — 5 ooo Rthlr. zu erbauen kostet, und welche alle durch Dampf dirigirt werden. Zehn Dampfmaschinen, worunter zwei jede >00 Pferd« Kraft üben, arbeiten unaufhöilich und vereinigen ihre Kräfte mit denen von > 5 oo Menschen , welch« diese Anstalt beschäftigt. Dutzende von Pferden und Hunderte von Menschen sind stets beschäftigt, die Produkte aus der einen Hand in die andere zu schaffen. Das Ganze gleicht einer kleinen Stadt, oder vielmehr einem in sich abgerundeten kleinen Staate. Sieht man nun, wie dies« großartige Anstalt von dem bescheidnen und anspruchlosen Zehn Cockerill ganz allein betrieben wird, so muß man seiner Einsicht und Ener- gie alle nur mögliche Achtung zollen. Anekdote. Ein Bauer fuhr in H. bei dem UniversitätSgebäude vorbei, als sich eben die Professoren und Studenten ' zu einer Disputation versammelten. AlS er auf feine Frage, was eS hier gebe, hörte, daß heute disputirt werde, und, da er gerate auS dem Wirkhshaufe kam, er eine besondere Neigung dazu bei sich verspürte, so ging er ohne weiterS in den Saal hinein, und verlangte mit zu disputiren. Da es noch nicht angegangen war, so wollten sich die anwesenden Professoren und Studenten einen Spaß mit dem Bauern machen, und bemerkten ihm, daß er mit disputiren könne; es koste j aber eine Karolin; man mache einander Fragen, und wer sie nicht beantworten könne, der habe verloren. Der Bauer war es zufrieden , zählte aus seinem Beutelchen eine Karolin auf de» Tisch, und verlangte aber, daß die Herren auch eine Karolin darneben legten. Als dies geschehen war, fragte ein Professor den Bauern, wie die Mutter Gottes geheißen habe. — „Maria", war seine Antwort. AIS er nun vernahm, daß jetzt das Fragen an ihm sey, so sagte er: „Meine Herren! wie hat meine Mutier geheißen?" Keiner der anwesenden Herren wußte darauf zu antworten; sie sahen einander verlegen an, und endlich brach ein allgemeines Gelächter aus. Der Bauer zog nun seinen Hut ab, strich vom Tlscbe das Geld hinein, wandert« damit ohne weiters zur Thüre hinaus, bei welcher er sich noch einmal umwandte, und sagte: „Adieu, meine Herren! wenn Sie wieder disputiren, so will ich wieder kommen." Kirchenbuchs - Auszüge. G e b o t n e. Den 22. Mai. Joseph Anten; unehelich. Frucht- Brod - und Fletsch - Preise. Frucht- Preise. Dienstag v. 28. Mai. Sam v. 27 st a g Mai. Fleisch -Tare für den Monat Mai. Brod-Tare für den Monat Mai. > Fiertel si. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Da» Pf. kr. Weißbrod: kr. Walzen . . . 7 3 o 7 6 7 45 7 1 5 Mastochfenfl. 7 7 >/?. Loth . . für 1 Kernen . . . 6 42 — b 3 o — — Mastkuhfleisch 6 >5 Loth ... — 2 Halbwaizen. . 6 48 6 24 b 36 6 24 Geringeres . 5 22 1/2 Loth . . — 3 jtvrt .... 5 24 — 5 — — — Kalbfleisch . . 5 > U >5 Loth . . — 6 Gerst.... — — — 5 — — — Hammelfleisch b Halbweiß: 2 % . — 6 Schweinefleisch 7 bette 4 & . — I 2 Welschkrrn. . — _ — »— — — — — Sveck geraucht. »4 Schwarz .* a % . — — Haber 7 S. . 3 >8 — — 3 rs — Schweineschm. ,6 detto 4 % . — 7 t/2 (Viktualien - Preise vom 27. Mai.) Lichter >8 kr. Butter >6 kr. — Eier 9 für 6 kr. Redaktion, Druck und Verlag von Andreas Patsch.