Nw. 26. Dienstag den i. Mai 1832 . h Verordnung. ! Die morgenländische Brechruhr, insbesondere ; deren Ausbruch in Frankreich betreffend. t Durch die ungewöhnlich raschen Fortschritte der Cholera >in Frankreich nach allen Richtungen diese» Königreich» j hin sieht man sich veranlaßt, zu verordnen: - >.) Ganz Frankreich, mit Ausnahme de» oberund niederrheinischen Departement«, ist al» der Cholera ^verdächtig anzusehen und zu behandeln. ; 2.) Allen Reisenden und Thieren, welche au» irgend einem andern Departement, als au» den vorgedachten $«» Ober und NiederrheinS kommen, ist der Eintritt in daS Grofiherzcgihum nur dann gestattet, wenn glaubhaft dargethan werden kann, daß sie unmittelbar vor ihrem Eintritt wenigstens fünf Tage in den Departement- de» Ober- und NiederrheinS zugebracht haben. 3 .) Al» Eingang-Punkte für jene Reisende und Thiere, welche au- den, den letztqedachten Departe. ment» rückwärts liegenden Gegenden kommen, bleiben nach der Verordnung vom 7. d. M. Kehl und Breisach bestimmt. 8 g.) Der Gränzverkehr zwischen den beiderseitigen ^ LandeSbewohnern, also zwischen den ober- und nieder- irheinischen Departement- und dem Großherzoglhum ' ibleibt frei. I 50 Jeder Schiffer, er mag ein inländischer oder ^»«ländischer leyn, der außer bei Breisach einen Mremden, welcher weiter her, al« au- dem Departe- V>rnr de« Ober- und NiederrheinS kömmt, über den Mhein fuhrt, wird in ein» Äirafe von >0 biS 3v fl. «rfällt, welche daS Bezirksamt, vorbehaltlich de« Re> GrseS, zu erkennen hat. ^ Der Schiffer mag sich vor der Ueberfahrt ver- gV'ffern, daß p»r Fremde nicht weiter rückwärts her, «ff» au« dieien Departement« kömmt. Bei Kehl hat Jeder, der aus da« d,e«se,t,qe Ufer herüber will, die dortig« Rhrinbrücke zu passiren. b.) Die zum Zweck de- Gränzverkehr- gestatteten Ueberfahr'en dürfen nur von Morgen- fünf Uhr biö Abend- acht Uhr geschehen. Schiffer, inländische wie ausländische, welche früher oder später beim Uebersetzen betroffen werden, sind von dem Bezirksamte in eine Strafe von fünf bl- zehn Gulden zu Verfällen, vorbehaltlich de- Recurse-. Die Krei-directorien und da- Commando der GenS» d'armerie werden beauftragt, zur genauen Handhabung dieser in die Local - und Anzeigeblätter aufzunehmenbrn Verordnung da« weiter Erforderliche zu verfügen. Karlsruhe, den s 5 . April - 83 ». Großh. Bad. Jmmediat-Commission zur Anordnung der polizeilichen Maaßregeln gegen die Cholera. Winrer. vät. Wolff. (No. 6867.) Vorstehende Verordnung wird sämmt- lichen Ober - und Aemkern de« dieSseitiqen Kreise« zur unverweilten Bekanntmachung und Handhabung derselben in ihren Bezirken andurch eröffnet. Offendurg, den »8. April > 832 . GrvßherzvglicheS Directorium de« Kinzig-Kreise-. I. A. d. D. Gall. Amtliche Bekanntmachungen. (No. >», 38 v.) Nach so eben «inaetroffener Nach, richt werden nunmehr wieder Paff« für Auswanderer nach Nordamerika über Frankreich von der Kön-glich Französ Gesandtschaft visirt, jedoch nur, wenn d»e Auswanderer mit dem vorgeschriebe» nen Reisegeld versehen sind. Unter gleicher Verau-lehung wird auch die Reif» über Bremen N'cht beanstandet, welche indessen kostspieliger und wrbei die Gelegenheit zur Ueberfahrt seltener ist. Die- haben die OrtSvorflände jenen Auswanderern, welch« bereit- ihr Vorhaben eingeleirre haben, sogleich zu eröffnen. Offenburg, den >. Mai >832. Greßherzogl. Oberamt. 104 Gläubige». Aufforderung, i.) Lorenz Hurst und dessen Ehefrau Brigltta Herdwick, s.) Piu» Hund und dessen Ehefrau Ottilia Hafner, 3 . ) Isidor Oestreicher und sein« Ehefrau Gertrud« Trau- — säinmtlich mit Familie, von Renchen; sodann 4. ) Mathäus Schott, Wittwer, und dessen großjäh. riger lediger Sohn Bonifaz Schott von da — sind zur Auswanderung nach Nordamerika entschlossen. Wem zur Zahlung seiner astenfall» zu machen habenden Forderung an vbenbenannke Auswanderer verhelfen werden soll, der hat solche an der auf Monrag den ai. Mai d. Z. von früh b Uhr bi» Abend» 6 Uhr in diesseitiger Kanzlei anberaumren Taqfahrk um so de- stimmier anzumelden, als sonst der VermögenSwegzug denselben gestattet wird. Obertirch, den 24. April >832. Großherzegl. Bezirksamt. Versteigerungen. (Fruchtversteiqerung.) DonnerStagS den »0. Mai, Vormittag» >0 Uhr, wird man auf dem hiesigen Domainen - Verwaltung» - Bureau 3 Malter Waizen und >2 do. Korn gegen baarr Bezahlung malterweise dem Verkauf au», setzen; wozu die Liebhaber hiermit eingeladen werden. Offenburg, den 28. April >832. Großh. Domainen. Verwaltung. (Holzversteigerung.) Freitags den >>. und SamSkagS den >2. Mai werden in den Nordracher GemeindSwalduugen 76> Tannen-Stämme, zu Floß, und Säqholz brauchbar, «» dS Loosen an den Meistbietenden versteigert werden. Zu dieser Steigerung ladet man die Liebhaber unter dem Bemerken ein, daß den ersten Tag di« Zusammenkunft bei der ForsterSwvhnunq zu Nordrach, den zweiten aber auf der Raursch bestimmt seye, und daS Holz vorgezrigt, sodann die näher» Bedingungen eröffnet werden sollen. Öffenburg, den 3 o. April >832. Großherzegl. Forstamt. (HauSversteigerung.) Die Erben der Mich. D«rn«rt'sch,n Wittwe m Gengeubach besitzen «in zweist-rk,q„g Hau» samstit Scheuer u. Stallung, Rro. 7 an der Hauotstraß«, «»eben Handelsmann We>ß und der Klofterqasse. Diei'e» Hau», welche« s,h, geräumig ist , und zu allen Gewerben benutzt werden kann, wird am 2>. Mai, Nachmittag» 2 Uhr, in der Stad« - Kanzlei zu Eigen- thum »ersteigert werden. Gen-enbach, den 28. Avril > 83 ». Bürgermeister U-länder. ( G ütervrrsteigerung.) Am Mittwoch den 9. Mai, Nachmittags 2 Uhr, will der ledige Bürger», sohn August Äkenfuß in hiesige» Stadtkanzlei öffrnt. lich versteigern lassen: >.) % Zeuch Acker am Rittweg, einerf. Zunft, meister 2 lnkvn Förster, anderseits Zunftmeister Lorenz Martin. (Mit Halbwaizen.) 2. ) Va Zeuch in der Löwer, einerseits Barbara Gruber, anders, der Weg. (Mil Halbwaizen.) 3 . ) % Zeuch am Holderstock, einerf. Ignaz Ockeii. fuß von Bühl, anders. Bernhard Seiler. (Mit Waizen und Grundbirnen.) 4. ) 2 Haufen Feld im Heldenrecht, einerf. Barbara Trüber, anders, der Weg. (Mit Grundbirnen.) 5 . ) > Haufen Reben auf der RebmannShalt, einerf. Ursula Pfeffer, anders, unbekannt. b.) > Haufen im Loh, Zelter Banns, einerseits Ursula Pfeffer, anders, unbekannt. 7. ) % Matte auf der Buhlermatte, «iners. Zunftmeister Förster, anders, unbekannt. 8. ) % Zeuch Mattfe-d im Seewinkel, einerseits Georg Pfeffer, anders, unbekannt. Offenburg, den 24. April >832. Der Skadlraih. (Chaiseversteiqerunq.) Die Erben de» verstorbenen Herrn Pfarrers Sreller von ZunSwei'r lasse» am nächsten Montag den 7. b. M. in Offenburg vor dem Gasthaus« zur Sonne eine viersitzige zweispännige Chaise öffentlich versteigern, wozu die Liebhaber e,n- geladen werden. (Weinversteigerunq.) Am SamStaq den 5 . Mai, Vvrmiklaq» >0 Uhr, werden in der Oberbürgermeister Gvktwald'schen Behausung dahier ungefähr >8 Ohm > 83 oer uno »8 Ohm > 83 »er Wein, Fessenbacher und Riedler GewächS, nebst 5 Ohm rothei» Wein vom Zahr >63 >, gegen gleich baare Bezahlung bei der Abfassung, versteigert werten. Offenburg, den 28. April > 332 . B e k a n n t m a ch u n g e n. Die durch di« Pensionirunq der AccisorS Kornmoyer erledigte zweite AcciSstation dahier wirb in cHemääheit hohen Steuerdirectorial. Beschlüsse» vom 2g. d. M., Nro. 646t, mit dem kommenden >. Mai aufgelöst und mit der ersten AcciSstation unter der Dienstfuhrung de« Accifor» »nd Oderzoller» Menno vereinigt; wovon die hiesigen Einwohner andurch >n Kenntmß gesetzt werden. Öffenburg, den 29. Avr l > 83 «. Großb. Obereinnehmerei. (Weinvrrkauk.) 3 " hiesiger Stabt sind 2a Ohm >8ab»r unv >828«, so wie 40 Obm >829er Ortenberger Berawein zu verkaufen; von wem, sagt ! Ausgeber diese» Blatte». 1 05 (Garten j«r miethen.) E» wird ein Garten, wo möglich am vorüberfließenden Wasser, zu miethen gesucht; von wem, sagt Ausgeber dieses Blatte-. Literarische Anzeige. So eben ist die siebente Lieferung von Rottecks allgemeiner Weltgeschichte für alle Stande/ von dm frühesten Zeiten bis zum Jahre 1831, mit Zugrundlegung seines größeren Werkes, ä 18 fr. pr. Hefr bei mir erschienen, und bereit- an alle solide Buchhandlungen versandt. In Offen bürg besorgt fortwährend Friedrich Braun Subscription auf dies höchst wichtige Werk. Stuttgart, den so. April >8Zs. Karl Hoffman». M i s e e l l e n. Die „ deutsche allgemeine Zeitung " Nro. 3o5. vom 28. April enthält folgenden Artikel: Au- dem Badischen, vom s3. April. Die Vorkehrungen gegen das Einschleppen der orientalischen .Brechruhr werden setz« an unserer Gränze mit großem ^rnsse^öetrieben. Personen und Effekten werden durch Räucherungen und Jene zugleich auch durch Waschen mit Chlorkalk deSinficirt, worüber sich manche Reisende, besonder- Damen, bitter beklagen, aber sehr mit Unrecht. Von den Franzosen und Engländern, welche jetzt Pari- und die anqesteckten Deparremente zu Tausenden verlassen, nehmen viele ihren Weg zu unS, und die Stadt Baden soll bereits mit solchen Flüchtlingen ziemlich angefüllt seyn. Unter solchen Umständen kann die Vorsicht nicht leicht zu weit getrieben werden. Inzwischen ist der Verkehr zwischen den Uferbewohnern keineswegs unterbrochen. Zu den löblichen und nach- ahmungswerthen Anstalten in dieser bedenklichen Zeit gehört unstreitig die von der Stadt Offenbura ge. troffenc Einrichtung, nach welcher täglich an die Weinbauern der umliegenden Gemeinden, denen es an Allem fehlt, Rumford'sche Suppen ausgetheilt werten. Möchte diese- humane Beispiel auch anderwärts befolgt werden! Nickt erst, wenn die Cholera schon da ist, und ihre Opfer ergreift, sondern vorher schon muß für bessere Nahrung, Kleidung und Reinlichkeit der ärmer» Klassen geferqt werden. Nur dadurch kann man da« Leben so vieler Menschen erhalten, und dem Verbreiten der Seuche selbst Einhalt thun. Ohne das namenlose Elend der untersten Volksklassen in Paris würde dort die Cholera nicht so schrecklich »m sich greifen. Man muß Augenzeugen hören, um sich einen richtigen Begriff von den Scenen des Eckels und Schrecken« zu machen, welche gegenwärtig die Straßen der Hauptstadt Frankreich- dar'bieten. — Der nun mit dem t. d. M. aufgelöste, 22 Jahr« bestandene . -Kinzig - Kreis hatte nach den neuesten B«- völkerungS - Tabellen folgende Seel »zahl: Das Amt Achern . . . . »7'49«> ».) - - Bischofsheim . . 13,203 3.) . - Bühl . . . . S5.393 4.) - - Ettenheim . . . 19,008 - 5.) * . Gengenbach . . i5,100 b.) . - Haslach . . 9,848 7.) - * Hornberg • . 11,524 8.) - * Kork . . . . 10,482 9-) - Oberamk Lahr .. .*■ 37,080*“ >o.) I Amt Oberkirck 4 . . 30, 137 . Oberamt Offenburg^ ... , 38,783«- ia.) Am« Triberg . . . . 10,335 .3.) - - Wolfach . . . . 9,353 Summ«: 210,409 Zu dem Reaierunasbeiir k Kreibura kommen die drei Aemrek Ettrnheim, HorndergiuMTriberg, mit40,804 Seelen; die übrigen 10 Aemker mit 178,805 Seelen zu dem Regierungsbezirk Rastatt. Einst und jetzt, oder di» Stimmen der Bürger von « 63 s an den Bürger von 1801. (Beschluß.) Der Verfasser gesteht selbst, daß di« Steuern heut zu Tag«, „durch die Zritverhältniss« ge. boten", stärker al-d»e reich-städtischen sepen. Also sind es denn doch die gepriesenen Zeiten, und nicht die verlästerten Menschen, welche unsere Klagerufe rech», fertigen. ES werden dem ärmer» Bürger jene 40 Wach t und Frohndtage inS Andenken gerufen, aber von den jetzigen mehr als 4» Fasttagen desselben, ebenfalls durch di« Zritverhältniss« geboten, stillschweigend hmwrggegangen. Was soll überhaupt da« Lobpreisen einer Zeit, welcher erfreulich« Früchte abzu. ringen, die Gesammtkraft aller Verständigen kaum zureichend ist? Wir wissen, waS unter solchen Verhältnissen unsere Pflicht ist, und das vom Verfasser durch diese Gegenüberstellung der Zeiten beabsichtigt« Resultat wird jedenfaU« seine Wirkung verfehlen. ES erscheint wahrhaft lächerlich, wenn derselbe das Nicht- mehrvorhandenseyn i»ner früher» städtischen Abgaben und von der Uebernabme dieser Lasten durch di» Stadtkasse spricht: ab.rmalS in der Befangenheit, al« wenn dies« Kasse da« Eigenrbum ihrer Verwalter und nicht der Bürger wäre. Zu Allem, waS dir Stadikoss« leistet, ist sie auch verxsiichtet, and es läßt sich leicht Nachweisen, daß sie noch größere Wohlthaten ausspenden könnte. Die Landstraßen haften nicht auf dem städti- scheu Aerarium, und die Verbesserungs-Kosten der 106 Wirinalweg« sind auf daS Bürgerholz geschlagen; zahlt ,n diesem Fall» nicht der Bürger, und meistens der, welcher solcher Wege sich höchsten- zum Betrachten fremden Eigenthum» bedienen borf ‘i Ist e- denn keine hinreichende Beurkundung unsrer bedrangnißvollen Zeit, daß die Stadt keinen Äassenvorrath von 3o,ooo fl. mehr hat, daß sie selbst steuerpflichtig geworden UH Doch dies Alle- weiß jener Verfasser so gut wie wir, und wir bedauern nur, daß die Absicht desselben, durch jenen Aufsatz daS für ein gewisses Collegium verloren gegangen« blinde Vertrauen wieder herzustellen, durchaus mißglückt ist; denn wir sind zwar ebenfalls fest überzeugt, daß eine Obrigkeit und Gesetze bestehen müssen, allein wir wissen auch, wie wert di« GesetzeS- vellstreckungen gehen dürfen, und was eS mit gewissen Gesetzesvollstreckern für eine Bewandtniß habe. Die Predigt über dir Freundschaft und brüderliche Liebe klingt sehr schön, wenn wir nur nicht wüßten, daß bloS >vir Bürger unS gegenseitig brüderlich lieben sollen, während unsere Sradtregenren nur die Selbstliebe kennen, wir wollen allen Privaihaß nach Kräften veibannen, und der Verfasser darf überzeugt seyn, daß wir auch die künftig von unS selbst gewählten Vorgesetzten achten werden» wenn eS unS gelingt, solche auS unserer Mitte zu wählen, und die, der altert Familien-Aristokratie angestammten, Kupp- lereien und geheimen Gunsibezeugungen die Festigkeit der Bürger nicht zu erschüttern im Stande sind. — AlSdann werden wir die Mittel leicht aufftnden können, wodurch den mannigfaltigen Klagen und biltern Beschwerden abgeholfen werden könnt«. BiS dahin wollen wir unS also getrösten, und bieten dem Verfasser freundlich die Hand. mit der Versicherung, daß wir demnächst einige weitere Worte an unsere Mitbürger über die Gegenwart und Zukunft richten wollen, waS zu allerlei Betrachtungen über die leider immer noch spuckende Vergangenheit führen kann, und somit dem Verfasser Veranlassung geben mag, seine olterthüm- liche, hudelnd absprechende Anmaaßung mit einem bürgerfreundlichern Gewand zu bekleiden. C.M. Gerechte Klage einer vornehmen Dame. Nun sage doch eine mir an, Wie soll man sich nur kleiden t Damit man unterscheiden kann UnS von den Bürgersleuten. Seht nur die Jungfer, die da geht, <3ck> glaub' sie heißet Lieschen) Wie zierlich auSqepuht! — und seht Ihr ganz modernes Chemischen! Ja, ja, eS herrscht ein Kleiderstaat In diesen nieder» Klassen, Der geht, wahrhaftig! in der That, . Ganz über alle Maßen. Bekommt man heut' ein neueS Kleid, Gemacht nach neu'ster Mode, Gleich «ragen'S auch die BürgerSleut', Man ärgert sich zu todte. Erhält man heute aus Paris Den schönsten Huk mit Zweigen, Und glaubt nun sicher und gewiß, Er fand' nicht Seinesgleichen: Ja, wei: geirrt, eh' man'« gedacht, Schon in den nächsten Tagen, Da sieht man seine ganze Pracht Von Bürgersfrauen tragen. Die Haarfrisur — und wenn man hat Die neueste auf Erden —■ Doch wird sie von der ganzen Stadt Gar bald getragen werden. Kurz, jede neue Kleidertracht, Selbst auS dem fremd'sten Lande, Wird un» beständig nachgemachk Von Leut' auS niederm Stande. Drum sage nur ein Mensch mir an, Wie soll man sich noch kleiden 1 Damit man unterscheiden kann UnS von den BurgerSleuten. — Frucht-Mittelpreise vom 28. April. Aufschlag Abschlag DaS Malter fl. kr. si. kr. st. kr. Waizen . . . >7 38 — — — 4 Kernen . . . >t» 5o — — — 1 Halbwaizen . . .3 54 — 2 — — Korn .... , > 42 —- — — S Gerste . . . > > 38 — 8 — — Welschkern . . .3 58 — 2 — — Haber . . . 5 24 — 3 — — Victualien - Preise vom 1. Mai. Butter 23 bi« »4 kr , Anken 3a kr., Schweineschmalz 28 kr. pr. — Eier, 7 b>« 8 Sk. für 6 kr. (In No. >4 lehre Brvd-, in No. 22 letzte Fleischtar«.) Buchdruckerei von Patsch.