lochenblatt für die Amtsbezirke Offenburg, ObeEvch, Achern, Rheinbifchofsheim, ' Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 4. Offenburg, dm 28. Januar 1842. Verordnung. Die mehrmalige Benützung der Blutegel betr. Nro. 155. Sämmtliche Phpsikate werden beauftragt, den V Wundärzten und Wundarzneidienern, welche sich mit Application der Blutegel beschäftigen, die mehrmalige Benützung derselben strenge zu untersagen, und ihnen ihre Unbrauchbarmachung mittelst mehrmaligen Durchschneidens, sobald sie abgefallen sind, und nachherigen Wegwerfens an einem geeigneten Orte zur Pflicht zu machen. Karlsruhe, den 6. Januar 1842. Großherzogliche Sanitäts- Commission. Or. Teuffel. vdt. Wvlff. Nro. 176. Vorstehende hohe Verfügung wird den W u n d- ^ ärzren und Wundarzneidienern diesseitigen Physikats- Bezirks zur genauen Nachachtung mit der Aufforderung bekannt gemacht, daß Jeder derselben eine schriftliche Bescheinigung, daß er sie gelesen, innerhalb acht Tagen an die Unterzeichnete Sanitäts-Behörde unfehlbar einzusenden habe. Offenburg, am 25. Januar 1842. Großherzogliches Physikat. Dr. Schneider. Bekanntmachungen. Offenburg. (Fahndungs-Zurücknahme.) Die unterm 12. d. M. Nro. 1079 ausgeschriebene Fahndung wegen einer dem Sebastian Schäfer von Marlen bei Streithändeln entwendeten Sackuhr wird hiermit zurückgenommen, da der Eigenthumer wieder im Besitze seiner Uhr ist. Offenburg, den 23. Jänner 1842. Großherzoglichcs Oberamt. Braunstein. Offen bürg. sFähnvungZ Karl Jakob Schweizer, Metzgerknecht von Hcnerbach (Königreich Württemberg), welcher der Entwendung von 5 Hammelfellen verdächtig ist, hat sich der Untersuchung durch.die Flucht entzogen und den Hund seines Meisters mit sich genommen. Dies wird behufs der Fahndung auf Schweizer, dessen Signalement beigefügt ».M'd, öffentlich bekannt gemacht.'. Offenburg, den 21. Jänner *842. GrvßhcrzoglicheS Oberamt. v. Laroche. Signalement. Schweizer ist 22 Jahre alt, 5^5" groß, von robuster Statur, hat ein ovales Angesicht, braune Haare, gewölbte Stirne, braune Augenbraunen, blaue Augen, mittlere Nase, volle Wangen, kleinen Mund, gute Zähne, rundes Kinn, gerade Beine. Be, seiner Entweichung trug Schweizer gelblichte Hosen, unten mit Leder besetzt, eme» blauen, leinenen, zerrissenen Tschoben, ein blaues baumwollenes, schon abgetragenes Ueber- hemd und eine grüne s. g. östreichische Kappe. Beschreibung des Hundes. Derselbe ist ein Metzgerhund, männlichen Geschlechts, von schwarzer Farbe, um den Hals, auf der Brust und auf der Rase weiß gezeichnet, mit kurzem Schweif, und trägt ein schwarz ledernes Halsband. Rheinbischofs heim. (Fahndung.) Nro. 251. Dem Zimmermeister Georg Lehr von Leutesheim wurde am 2. d.M. Abends eine silberne Taschenuhr nebst Kette aus seinem Schlafzimmer entwendet. Man bringt diesen Diebstahl zum Zweck der Fahndung auf den bis jetzt noch unbekannten Thäter und das Entwendete hiemit zur öffentlichen Kenntniß. Rheinbischofsheim, den 17. Januar 1842. Großherzogl. Bezirksamt. Jägerschmid. Beschreibung der Uhr und Kette. Die Uhr ist von mittlerer Größe, hat.römische Ziffern, welche auf rundgeformter Erhabenheit auf dem emaillirten Zifferblatt stehen. Ein Blumenkränzchen ist in dessen innerm Zirkel abgemalt. An der Uhr hängt eine silberne Kette, welche aus fünf Abtheilungen besteht; drei derselben haben runde Gleiche und die andern zwei solche von geflochtenem Silberdrahk. Ein silberner Schlüssel ist an dieser Kette mittelst eines Springrings befestigt. Offenburg. (Fahndung.) Am 20. d.M., Abends zwischen 6 und 10 Uhr, wurden aus dem Ochsenwirchsbause dahier nachbenannte Gegenstände entwendet: 1) Ein Obcrbett von blau gestreiftem Barchent, mit roth karorirtem halbbaumwollencm Zeug überzogen, ohne Zeichen. 2) Ein großer Pfulben mit gleichem Anzug, mit chemischer Dinte gezeichnet: "Mathias Ries.» 3) Ein kleiner Pfulben wie Nro. 2. 4) Ein feines Leintuch. 5) Ein großer, roth gestreifter Pfulben, gezeichnet: "Mathias Ries», mit weißem Ueberzug, gezeichnet: c. H. 6) Ein kleiner Pfulben von Barchent, wie Nro. 5. Dies wird behufs der Fahndung öffentlich bekannt gemacht. Offenburg, den 21. Jänner 1842. Großherzogliches Oberamt. v. Laroche. [2] Offenburg. (Aufforderung.) Nro. 1368. Die Ehefrau des nach Amerika entwichenen Christian Harter von Diersburg, Maria Anna geb. Rehm von da, hat gebeten, mit den Gläubigern ihres Ehemannes einen Borg- und wo möglich einen Nachlaßvergleich zu versuchen. Diesem Gesuche Statt gebend, fordern wir alle Diejenigen, welche an das Vermögen des entwichenen Christian Harter von Diersburg einen Anspruch zu machen haben, auf, in der aus Freitag den 4. Februar d.J., Vormittags 9 Uhr, 26 zum Versuche eines Borg- und Nachlaßvergleichs ünberaumten Tagfahrk ihre Forderungen schriftlich oder mündlich unter gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln geltend zu machen und sich aus die Vergleichsvorschläge zu erklären/ widrigens angenommen wurde/ sie treten in Beziehung aus den Borgvertrag dem Beschlüsse der Mehrheit bei. Offenburg/ den 17. Jänner 1842. Großherzogliches Oberamt. Braunstein. Oberkirch. (Bürgermeisterwahl.) Nro. 1689. Beider am 21. Jänner d. I. stattgefundenen BürgermeisterwaKl wurde der hiesige Gemeindebürger Gottfried Braun mit überwiegender Stimmenmehrheit zum Bürgermeister gewählt/ von Staatswegen bestätigt und verpflichtet/ was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Oberkirch/ den 21. Jänner 1842. Großherzoglichs Bezirksamt Häfelin. Offenburg. (Gläubiger - Vorladung.) Nro. 2167. Die Joseph Herzog'schen Eheleute von Bohlsbach wollen nach Amerika auswandern; es wird desfalls zur Schuldenliquidation Tagfahrt auf Samstag den 12. Februar d. I./ frühe 9 Uhr/ auf diesseitiger Aintskanzlei anberaumt/ wozu die etwaigen Gläubiger unter dem Rechtsnachtheile/ daß ihnen sonst zu ihrer Forderung nicht mehr verhelfen werden könne/ vorgeladen werden. Offenburg/ den 26. Jänner 1842. Großherzogliches Oberamt. Kern. Offenburg. (Präklusivbescheid.) Nro. 1090. Die Gant des Schlossers Anton Weinkauf von hier betreffend/ werden alle Gläubiger/ welche in der heutigen Liquidations-Tagfahrt ihre Forderungen nicht angemeldet haben/ von der vorhandenen Masse ausgeschlossen. V. R. W. Offenburg/ den 13. Jänner 1842. Großherzogliches Oberamt. v. Laroche. Offen bürg. (Bekanntmachung.) No. 693. Der Bürger Michael Benz von Durbach wird mit Beistimmung der Ehefrau des vermißten Joseph Panther zum Verwalter über das Vermögen der Joseph Panrher'schen Eheleute im Jllen- thal/ Gemeinde Durbach/ ausgestellt/ und dieses mit dem Bemerken bekannt gemacht/ daß nur mit diesem gültige Verhandlungen in Bezug auf dieses Vermögen abgeschlossen und nur an ihn Zahlungen gemacht werden dürfen. Offenburg/ den 10. Jänner 1842. Großherzogliches Oberamt. Kern. (3) Oberkirch. sErbvorladung.f Nro. 32112. Der ledige Schneidergesclle Joseph Meier von Haslach hat sich vor 17 Jahren von Hause entfernt und seither keine Nachricht mehr von sich gegeben. Derselbe wird hicmit aufgcfordert/ sich innerhalb Jahr und Tag zur Selbstverwaltung seines in 335 fl. 51 kr. bestehenden Vermögens zu Hause einzufinden/ widrigenfalls solches seinen Erben in fürsorglichen Besitz übergeben werden wird. Oberkirch/ den 23. Dccember 1841. Großherzvgliches Bezirksamt. Häfelin. Schulden - Liquidationen. Andurch werden alle Diejenigen/ welche aus was immer für einem Grunde an die Masse nachstehender Personen Ansprüche machen wollen/ aufgefordcrt/ solche in der hier unten zum Richrigstellungs- und Vorzugsvcrfahren angeordneten Tagfahrt/ bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant/ persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte/ schriftlich oder mündlich anzumelden/ und zugleich die etwaigen Vorzuas- und Unterpsandsrechte/ unter gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden und Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln/ zu bezeichnen/ wobei bemerkt wird/ daß/ in Bezug auf die Bestimmung des Massepflegers/ Gläubigerausschusses und den etwa zu Stande kommenden Borg- oder Nachlaßvergleich/ die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beigetrcten angesehen werden sollen. Aus dem Oberamt Offenburg (1) an die in Gant erkannte Verlassenschaft des zu Durbach verstorbenen Oberwund - und Hcbarztes August Merk von Freiburg/ auf Donnerstag den 24. Februar d. I./ Vormittags 8 Uhr/ auf diesseitiger Oberamtskanzlei; (2) von Zunsweier/ an den in Gant erkannten Anselm Walter/ auf Montag den 31. d. M./ Vormittags 9 Uhr/ aus diesseitiger Oberamtskanzlei; (3) von Riedle/ an das in Gant erkannte Vermögen des Christian Nock/ auf Donnerstag den 17. Februar d. I./ Vormittags 8 Uhr/ auf diesseitiger Oberamtskanzlei. Aus dem Bezirksamt Kork (3) von Stadt Kehl/ an den in Gant erkannten Wagner Willibald Sailer/, auf Donnerstag den 10. Februar d. I./ Morgens 8 Uh» auf diesseitiger Amtskanzlei. — Aus dem BezirksamtOberkirch (3) von Renchen/ an den in Gant erkannten Handelsmann I. W. Fischer/ auf Montag den 28. Februar d. I./ Morgens 8 Uhr/ auf diesseitiger Amtskanzlei. (3) Oberkirch. sErbvorladungZ Nro. 31379. Johann Adam S tu der von Stadelhofen/ unehelicher Sohn der verstorbenen Agnes geborne Panther/ ließ sich vor ungefähr 63 Jahren zum französischen Militär anwerben und hat seither keine Nachricht von sich gegeben. Derselbe oder dessen Leibes - Erben werden aufgefordert/ sich innerhalb eines Jahres zum Empfang des ihm zugesallenen Vermögens von 400 fl. zu melden/ als er sonst für verschollen erklärt und das Vermögen seinen nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz überwiesen werden wird. Oberkirch/ den 14. Dccember 1841. Großherzvgliches Bezirksamt. Häfelin. Offen bürg. (Bekanntmachung.) Durch hohen Justiz- ministerial-Erlaß vom 7. v.M. u. I. Nro. 5733 sind die beiden bisherigen Theilungs - Commiffäre Friedrich Kölblin von Ottoschwanden und > Eduard Dillinger von Offenburg zu Assistenten bei diesseitiger Stelle ernannt worden. Indem man dieses zur Kenntniß der Oberamlsangehörigen bringt/ wird zugleich bemerkt/ daß diese Assistenten ihren ständigen Wohnsitz hier haben/ und/ außer der uns nach $. 18 der höchsten Verordnung im Regierungsblatt 1841/ Nro. 38/ S. 343 zustchenden Verwendung derselben im Dienste/ dieselben nach §. 19 besagter Verordnung berechtigt sind/ alle Arten der im neuen Sporteltarif nicht aufgeführlen Geschäfte/ als: Vermögens-Aufnahmen/ Privat-Jnventuren/ Liquidationen/ Stellung von Gemeinde-/ Zunft-/ Stistungs- und Privat- Rechnungen/ Fertigung von Gemeindevoranschlügcn/ Schuldentilgungs-Planen / Erneuerung von Güterbejchreibungen/ Gült- und Zinsberainen und Unterpfandsbüchern/ auch Aufstellung von Brandversichcrungs-Katastern und Umlageregistern zu fertigen/ ohne daß sie eines bcsondern Auftrages hiezu von uns bedürfen/ daher sich in benannten Geschäfts-Gattungen zu deren Fertigung direct an dieselben gewendet werden kann. Offenburg/ am 25. Jänner 1842. Großherzvgliches Amtsrevisorat. Killy. s2f Offenburg. (Gläubiger-Aufforderung^ Der unter Rechtsbeistandschaft des Karl Köhler stehende Michael Ehret/ Bürger und Bauer von Niederschopfheim/ beabsichtigt/ sein Vermögen an seine Kinder eigenthümklch abzutreten/ und stellte zum Behuf des Hierwegen vvrzunehmenden Geschäftes/ auf Richtigstellung seiner Schulden/ Antrag. I — 27 Demzufolge werden alle Diejenigen, welche Ansprüche an i denselben machen zu können glauben, aufgefordert, solche am ! Freitag den 4. Febr. d.J. um so gewisser beichem Distrikts-Notar i Brackenheimer, in dem Gemeindehause zu Niederschopfheim i schriftlich oder mündlich anzumelden, als sie sonst bei dem j Uebertragsgeschäfte keine Berücksichtigung finden können. Offenburg, den 17. Jänner 1842. ! Großherzogliches AMtsrevisorat. i Killp. vdt. Brackenheimer, ! Notar. [1] Lahr. (Gläubigeraufruf.) Auf Antrag des verpflichteten Rechtsbeistandcs des Bürgers Johannes Reilter des 2. von Ottenheim hat das Großh. Oberamt durch Beschluß vom 9. d.M. Rro. 532 eine öffentliche Schulden- liquibakion angeordnct. In Folge dieser Anordnung wird nun zur Vornahme der Schuldenliquidation Tagfahrt auf Montag den 14. Februar d.J., Vormittags 9 Uhr, anberaumt, und werden die Gläubiger des,Johannes Reilter des 2. hiemit aufgeforderl, ihre Ansprüche um diese Zeit im Stubenwirthshause zu Ottenheim vor dem Distriktsnotar Karl Stuhl anzumelden und zu begründen, widrigenfalls sie die etwa für fle entstehenden Nachtheile sich selbst zuzuschreiben haben. Lahr, den 21. Jänner 1842. Großherzogliches AMtsrevisorat. Bittmann. Offenburg. Nach der Straßenvrdnung vom 30. Dec. 1834 §. 3 ist das Jagen und Galoppiren, das starke Klatschen mit der Peitsche, so wie auch das rasche Vorfahren mit den leeren Wägen verboten. Man sieht sich veranlaßt, dieses Verbot dahier mit dem Bemerken in Erinnerung zu bringen, daß zur Anzeige gebracht werdende Uebertretungsfälle unnachsichtlich bestraft werden sollen. Zu den hiesigen Gastgebern versieht man sich, daß sie die bei ihnen einkehrenden Kurscher und Fuhrleute hierauf aufmerksam machen. Offenburg, den 26. Jänner 1842. Das Bürgermeisteramt. Löffler. vdt. Huber. Offenburg. (Holzversteigerung.) Durch Bezirksforstei- Verweser Huttenberger werden aus Domainenwalbungen der Bezirksfvrstei Willstatt, Distrikt Endingerwald, Montag den 31. d.M., Dienstag den 1. Februar — sodann Donnerstag den 3. und die folgenden 2 Tage nachfolgende Holzsortimente der öffentlichen Steigerung in kleinen Loosabtheilungen, ausgesetzt: 40 Stämme eichenes Holländer- und Nutzholz. 11 " eschenes Nutzholz. 2 » Birken. 1 V 2 Klafter eschenes Scheitholz. 57 -- eichenes do. 3 „ birkenes do. 313 " erlenes do. 68 „ eichenes Prügelholz. 13 % „ " do. Stockholm 34550 Stuck erlene Wellen. 5825 " eichene do. 15175 „ Dornwellen. Die Zusammenkunft ist jedesmal Morgens 9 Uhr auf der Hicbsstelle, und am ersten Tage, Montag den 31. d. M., wird der Anfang mit dem Stammholz gemacht. Offenburg, den 18. Jäuncr 1842. Großherzogliches Forstanit. von Ritz. [1] Offenburg. (Liegenschafts - Versteigerung.) Die Vormünder der Bierbrauer Karl Laible's Kinder und der Sophia Alexander dahier lassen am Samstag den 12. Febr. d.J., Nachmittags 2 Uhr, auf hiesigem Rathhause — nach vorher erhaltener obervormundschaftlicher Erlaubniß vom 11. d. M. Nro. 796 — nachbeschriebene Güterstucke gegen terminweise Bezahlung, der Erbverkheilung wegen, öffentlich versteigern: Fünf Haufen Reben im Lerchenrain, neben Laubcnwirth Glaser von Zell und Philipp Vogt von Weierbach. Einen Garten im inner» Stadtgraben, neben der Stadtmauer, Blechner Wild und Mehreren. Eine Zeuch Wald im Windsbach, Zeller Gemarkung, neben Michael Bohnert und Michael Falk, beide von Zell. Zu dieser Versteigerung werden die Liebhaber mit dem Beisatze eingeladen, daß die Verkaufsbedingungen unmittelbar vor dem Steigerungsakt verkündet werden. Offenburg, den 20. Jänner 1842. Großherzogliches AMtsrevisorat. Killp. Offenburg. (Hvlztransport.) Montag den 31. d.M., Nachmittags 3 Uhr, wird im Wirkhshause zum Ochsen in Hohnhurst der Transport von 42 Eichstämmen aus dem Endinger Walde auf den Holzplatz für den Eisenbahnbau bei Appenweier versteigert werden. Offcnburg, den 25. Jänner 1842. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspectivn. Föhrenbach. slj Achern. (Gerüstholz-Versteigerung.) Samstag den 12. Februar d. I., Vormittags 10 Uhr, werden die entbehrlichen Gerustmaterialien und Geräthschaften auf dem Bauplatze der Irrenanstalt Jllenau, im Werth von 936 fl., an den Meistbietenden öffentlich versteigert, und hiezu die Liebhaber eingeladen. Achern, den 20. Jänner 1842. Großh. Obereinnehmerci und Baukaffe Jllenau. Fachon. slU Offenburg. (Liegenschafts-Versteigerung.) Am Donnerstag den 17. Februar d.J., Nachmittags 2Uhr, laffen die gesetzlichen Erben der dahier verlebten Cäcilia Basler, gewesenen Wittwe des schon früher verstorbenen Bürgers und Landwirths Johann Adam Krieg von Äohlsbach, im Sonnen- wirthshause allda, nach erhaltener obervormundschaftlicher Erlaubniß vom 20. Jänner d. I. Nro. 1626 — eine starke Zeuch Acker im kleinen Feld, Bohlsbacher Gemarkung, neben der Lache und mehreren Anstößern, der Erbvertheilting wegen öffentlich versteigern; weßhalb die Liebhaber dazu cingeladen werden. Offenburg, den 21. Jänner 1842. Großherzogliches Anits-Revisorat. Killp. [2] Offen bürg. (Bekanntmachung.) Durch hohe Justizministerial-Verfügung vom 4. d.M. (Regierungsblatt Nro. i) ist die Bestimmung getroffen, daß jeder Distrikts. Notar einen Tag in der Woche zu bestimmen habe, an welchem er in seiner Wohnung oder doch in seinem Wohnorte von den Partheien anzutreffen ist, und ist der hiernach zu bestimmende Tag in sämmklichen Gemeinden seines Distriktes bekannt machen zu laffen. Indem der Unterzeichnete nunmehr den jeweiligen Samstag hierzu bestimmt, bringt er dieses auf gegenwärtigem Wege zur Kenntniß der Betreffenden, mit dem Bemerken, daß das Geschäftszimmer des Notars sich zur Zeit in der Bierbrauer Karl Baur'schen Behausung zu Offenburg befinde. Offenburg, den 17. Jänner 1842. Brackenheimer, Notar des zweiten Distrikts im AmtS- revisoratsbezirk Offenburg. [ 1 ] Fessenbach, O. A. Offenburg. (Liegenschaftsve«- steigcrung.) Donnerstag den 10. Februar d. I., Nachmittags 3 Uhr, werden dem Michael Bohnert nachbenannte Liegenschaften im Traubcnwirthshause dahier im Vollstrecküngswege versteigert, wobei bemerkt wird, daß der endgültige Zuschlag um das sich ergebende höchste Gebot erfolge, auch wenn solches unter dem Schätzungspreis bleiben würde. » 28 150 Ruthen Hauö- u. Hofraithe mit dem darauf stehenden > Wohnhaus/ Scheuer/ Stallung und Keller/ im Rieß/ einers. Valentin Hug's Wittib / anders, sich selbst. l2 /te Haufen Reben am Schalkert/ einers. Georg Leitermann / anders. Jakob Kiefer. 167 Ruthen Acker an der Freibühnd/ einerseits Lorenz Hurst/ anderseits Georg Gysi. 14 Haufen Acker in 2 Abtheilungen an der Kuchebuhnd/ einers. sich selbst/ anders. Georg Lilterst. 100 Ruthen Acker und Grasrain im Rieß/ einers. der Weg/ anderseits selbst. 10 Haufen Hofgeländ in 2 Abtheilungen allda , einerseits selbst/ anderseits Michael Lilterst. Fessenbach/ den 25. Jänner 1842. Das Bürgermeisteramt. [2] Offenburg. (Hausversteigerung.) Am Mittwoch den 9. Februar d. I./ Nachmittags 2 Uhr/ wird in hiesigem Gemeindehaus nachbenannte, in die Gantmasse der Schlosser Anton Weinkauf'schen Eheleute dahier gehörige Realität gegen terminweise Zahlung zu Eigenlhum versteigert: Eine zweistöckige Behausung nebst Garrenplatz und einem Hintergebäude — in welchem eine Schlosserwerkstätte eingerichtet ist — in der Kesselgaffe dahier/ einers. Georg Krauß/ anderseits Schuster Johann Baptist Schirrich. Offenburg/ den 15. Januar 1842. Bürgermeisteramt. Löffler. väk. Kornmayer. Cll Stadt Kehl. (Hausversteigerung.) Das zur Verlassenschaft des verstorbenen hiesigen Bürgers und Schlossermeisters Jakob Pörtcher gehörige einstöckige Wohnhaus sammt Hausplatz und Garten/ 2252 Quadratfuß groß/ dahier in der Marktstraße gelegen/ einerseits die Querstraße/ anderseits Jos. Eitel/ vornen die Straße und hinten Gemeindegut/ soll der Erbvertheilung wegen öffentlich versteigert werden. Dazu hat man Tagfahrt auf Mittwoch den 16. Februar d. I./ Nachmittags zwei Uhr/ auf hiesigem Rathhause anberaumt. Die Liebhaber werden mit dem Bemerken eingeladen, daß/ wenn der Schätzungspreis von 1400 fi. oder darüber erzielt wird/ der Zuschlag sogleich erfolgt. - Stadt Kehl/ den 20. Jänner 1842. Der Bürgermeister Krapp. slU Dorf Kehl. (Güterversteigerung.) Die Erben der Salomea Schütterle/ gewesenen Ehefrau des Bäckermeisters Johann Michael Bürkel von hier/ lassen am Samstag den 5. Februar d. I./ Nachmittags 2 Uhr/ im Bärenwirkhshause dahier/ der Erb- theilung wegen/ zu Eigentbum versteigern: 1) Ein zweistöckiges dreigiebelichtcS Wohnhaus mit Hof/ Hofraithe und Garten, neben Mathias Schütterle und Joh. Gerold/ Färber. 2) 2'/^ Viertel Acker im Geigenwinkel/ DorfKehler Banns/ neben Mathias Krauß und Johann Geiler. Dorf Kehl/ den 22. Jänner 1842. Das Bürgermeisteramt. Silber. [11 Nordrach/ Amts Gengenbach. (LiegenschaftSver- -eigerung.) In Folge verehrlicher bezirksamtlicher Verfügung vom 6. Deccmber v. I. Nro. 15937 werden am Dienstag den 1. Februar d. I./ Vormittags 10 Uhr/ auf der Gemeindskanzlei zu Nordrach dem ledigen Mathias Göring von hier folgende Liegenschaften ün Vollstreckunqswege öffentlich versteigert werden: 1) Eii>einstöckiges/ hölzernes/ mit Stroh gedecktes Wohnhaus sammr Scheuer und Stallung/ mit einem halben Morgen Hofraithe/ einerseits der Weg, anderseits sich selbst. 2) Vier Meßle Garten unten an dem Haust/ einer- und anderseits sich selbst. 3) Ein Sester Mattfcld unterhalb des GartenS/ einerseits der eigene Garten/ anderseits daS Bächlein. 4) Eine halbe Zeuch Mattfeld hinter- dem HauS/ einerund anderseits der Weg. 5) Vier Zeuch Ackerfeld oben am Haust/ einerseits Val. Fäger und Consvrten/ anders, der 2Beij. 6) Drei Sester Reutfeld/ einers. Valentin Fäger/ anders. Joseph Ziegler, Der endgültige Zuschlag erfolgt/ wenn der Schätzungspreis oder darüber geboren wird. Nordrach/ den 15. Jänner 1842. Das Bürgermeisteramt. Spitzmüller. slf Oberkirch. (Liegenschafts-Versteigerung.) In Folge richterlicher Verfügung wird am Donnerstag den 24. Februar d.J., Nachmittags 2 Ubr/ im Gasthaust zum Rappen basier, nachbeschriebene/ dem Ciriak Hättig in Gaisbach gehörige Liegenschaft mit dem Bemerken versteigert/ daß der Zuschlag erfolgt/ sobald der Schätzungspreis erreicht oder darüber geboten wird: » Vierzig Haufen Reben sammt einem Zeuch Bergstld/ zum Tbeil mit junaxn Reben angepfianzt/ im obern Hungerberg gelegen/ neben Joseph Ehret/ Altadlerwirth von hier, und Joseph Busam von Gaisbach. Ist ein Erblehengut der Freiherren von Schauenburg/ Dieboldscher Linie/ in Gaisbach. Oberkirch/ den 24. Jänner 1842. Bürgermeisteramt. G. Braun. vctr. F. A. Braun. Osfenburg. (Holzversteigerung.) Im diesjährigen hiesigen Holzschlag in der Gellgerst beim vormaligen Kuhläger wird folgendes Brennholz Mittwochs den 9./ Donnerstags den 10. und Freitage den 11. Februar nächsthin gegen Bezahlung vor der Abfuhr im Stadtwalde versteigert/ und zwar: 72 Klafter buchenes Scheitholz. 79 " eichenes do. 30 >- birkenes do. 9 » erlenes und aspencs Scheitholz. 4 " Akazien-Scheitholz. 82 " eichenes Stockholz. 11 >' birkenes do. 17000 Stück buchene Wellen. 4300 " eichene do. 24000 " gemischte do. Ferner werden versteigert: 5 Bau- und Nutzholzstämme. 19 Akazienstämmchen. 1400 Stück eichene Rebstecken. Die Versteigerung beginnt an obigen Tagen Morgens 8 Uhr/ und die Steigerungslicbhaber werden hiezu mit dem Bemerken eingeladen/ daß die Zusammenkunft frühe 8 Uhr auf der Hiebsstelle nächst dem angrenzenden Stockfelde stattsindet. Offenburg/ den 26. Jan. 1842. Stadtverrechnung. Schweizer. [2] Offenburg. (Pachtversteigerung.) Der Pacht der städtischen Marktgefälle gebt am 1. März d.J. zu Ende/ weßhalb eine weitere Pachtvcrsteigerung/ und zwar: a) vom Getreidemarkt auf 6 Jahre/ li) von den Jahrmärkten und vom Schweinsmarkt auf 3 Jahre, am Montag den 7. Februar d.J./ Nachmittags 3 Uhr/ m diesseitiger Kanzlei stattsindet; wozu die Pachtliebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß inzwischen^die Bedingungen eingesehen werden können, und jeder Steigerer einen zahlungsfähigen Bürgen zu stellen habe. Offenburg, den 19. Jan. 1842. Stadtvm-echnung. Schweizer. 29 — Schutterwald, Oderamts Offenburg. (Holzversteige- rung.) Die hiesige Gemeinde versteigert am 14. Februar, Morgens 9 Uhr, 2t zu Boden liegende Eichstämme, vorzüglich zu Hvlländerholz tauglich, im diesjährigen Gabhvlzschlag. Die Zusammenkunft ist im Ochsenwirrbshause dahier, von wo die Steigliebhaber in den Wald geführt werden. Schutterwald, den 16. Jan. 1842. Das Bürgermeisteramt. B urkle. Appenweier, Oberamts Offenburg. (Holländereichen- und Nutzholz-Versteigerung.) Montags den 3t. d. M., Morgens 9 Uhr, werden in dem hiesigen Gemeindswalde, dem sogenannten Langerst, unweit Legelshurst, 112 Cichstämme gegen vaare Zahlung vor der Abfuhr öffentlich versteigert. Appenweier, den 19. Jan. 1842. Der Gemcinderath. Hodapp. Hesselhurst, Amts Kork. (Eichstämme-Versteigerung.) Die hiesige Gemeinde läßt Montag den' 31. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in ihrem Gemeindswalde 12 Eichstämme, welche sich zu Hollanderholz eignen, in dem diesjährigen Hiebschlag, Abtheilung 7, öffentlich versteigern. „ Die Steiaerungsbedingniffe werden am Steigerungstage eröffnet. Hesselhurst, den 22. Januar 1842. Zockers, Bürgermeister. Offenburg. Bei dem unterm 17. und 24. d.M. vorgenommenen Sturze der in den Gast-, Kranz- und Bierhäusern dahier aufgestellten Armenbüchsen hat sich an Baar- schaft vorgefunden? In der Krone . . Im grünen Baum . Im Schwanen . . °Hei Karl Baur . . Auf der alten Pfalz Auf der neuen Pfalz In der Sonne . . In der Fortuna . . Im Adler.... Bei Johann Volk . Bei Xaver Nerlinger Im Engel . . . Im Ochsen . . . Bei Johann Margetto's Wittw In den drei Königen . Im goldenen Löwen . Im Anker .... Bei Joseph Schucmacher Bei Franz Wigar' Bei Johann Fieß Im Kaiser . . Im Salmen . . In der Zauberflöte '* Im Badischen Hof IM Zähringer Hof \ In der Linde N. Im Zähringrr Hof auf der Kegelbahn zur Eintracht .... Im Gemeindehaus an Strafen fl. 1 — Zusammen . . 40 50 Offenburg, den 25. Januar 1842. Vereinigte Armenfonds - Verwaltung. Durnegger. Offenburg. (Erdäpfel - Verkauf.) Schneidermeister Mantel in der Dorstadt hat 100 Sester Erdapfel a 12 kr. per alten Sester zu verkaufen. [1] Offenburg. (Ofen-Verkauf.) Es ist ein noch wenig gefeuerter Eremitage-Ofen, neuester Facon, um einen annehmbaren Preis zu verkaufen — wo? sägt Ausgeber dieses Blattes. Querbach, Amts Kork. (Wirthschafts- und Fahrniß- Versteigerung.) Am Montag den 7. Februar d. I., Nachmittags 2 Uhr, läßt Steuerperäquator Frosch, gemeinschaftlich mit stinen Kindern, seine in Querbach stehende zweistöckige Behausung, bestehend in 7 heizbaren und 2 andern Zimmern, Tanzboden, 3 Stallungen, Scheuer und zwei großen Schoppen, wobei ein mit Anlagen versehener Gemüö- nebst Baumgarten, circa 1 Morgen groß, versehen mit der ewigen und dahier einzige» Real-Schildgerechtigkeit zum Pflug, zum Gewerbs- betrieb Alles neu eingerichtet, auf vier zahlbare Jahrstermine öffentlich versteigern, oder dasselbe kann auch aus der Hand verkauft werden. Das Haus steht an der Passage der Ortschaften der Aemter Bischofsheim und Kork. Sodann Dienstag den 8. Februar, Morgens 8 Uhr anfangend, werden die vorhandenen Fahrnisse der Versteigerung ausgesetzt, und zwar: Heu, Stroh, ein Haufen Dung, circa 350 Sester Grundbirnen ^17 Malter Haber, Schreinerwerk, Faß- und Bandgeschirr,, Getüch, ein kleiner ausgerüsteter Wagen, ein Karren, Stühle, Sessel, 7 Tische, 2 lange neue Tafeln in einen Saal, 12 lange Stühle, sämmtliche mit Oelfarbe angestrichen, und sonstiger Hausrath. Querbach, den 16. Jänner 1842. Frosch. „ [1] JeMtte». (Anzeige.) Unterzeichneter zeigt an, daß er zur Ausübung des ihm verliehenen Schriftverfassungsrechts in Rechtssachen längstens bis zum 15'. Februar d. I. den angewiesenen Wohnsitz --Gengenbach" beziehen werde. Hofer, Anwalt. [1] Offenburg. (Ball-Anzeige.) Unterzeichnete macht einem verehrlichen Publikum anmit die ergebenste Anzeige, daß sie Sonntags den 6. Febr. öffentlichen Ball geben wird, wozu sie mit dem Anfügen höflichst cinladet, daß auch anständigen Masken der Zutritt gestattet ist. Das Entree kostet für die Person 30 kr. Der Anfang ist Abends bald 8 Uhr. Offenbürg, den 25. Januar 1842. Wittwe Göring, zum Salmen. [1] Offenburg. (Maskenkleider.) Bei Schneidermeister Schwägler in der langen Straße sind über die Ball- und Faschingszeit alle Arten von Maskenkleidern um billige Preise zu haben. [1] Offenburg. (Ballaiizeige.) Am Montag den 7. Februar wird Unterzeichneter öffentlichen Ball geben, wozu er mit dem Anfugen höflichst cinladet, daß auch anständigen Masken die Theilnahme gestattet ist. Eintrittspreis 24 kr. Die Kaffe wird um 7 Uhr geöffnet und die Musik beginnt um halb 8 Uhr. Friedrich Bährle, zum röm. Kaiser.^"' slj Ofsenburg. (Magd-Gesuch.) ES wird eine brave fleißige Magd, welche kochen kann und der übrigen Haushaltung nothigenfalls vorzustehen im Stande ist, und sich hierüber, wie über ihr bisheriges Verhalten auszuweisen vermag, gesucht. Näheres erfährt man im Comptoir dieses Mattes. DU Freiburg. (Dungmehl.) Das wegen seiner außerordentlichen Wirkung so vortheilhaft bekannte, aus Thierknochen verfertigte Dungmehl, wovon nur 5 ü 6 Zentner zur Düngung einer Wiese von 36000 Ouadratschrchen auf 6 bis 7 Jahre, und 4 » 5 Zentner zur Düngung eines Ackerfeldes vom gleichen Gehalte auf 3 bis 4 Jahre erforderlich sind, kann in bester Qualität bei Unterzeichnetem, der Zentner zu 4 fl., gegen baare Zahlung bezogen werden. Ein gewöhnlicher Fruchtsack hält 2 Zentner; es werden aber auf Verlangen Sacke von 1 Zentner dazu gegeben und mit 36 kr. berechnet, dieser Betrag jedoch bei deren Zurückgabe wieder erstattet. Freiburg, den 24. Januar 1842. G. Zuber, Kaiserstraße Nro. 931. 30 [1] Mainz. (Anzeige.) Das Großherzoglich Hessische Staats- Anlehen von Zwei Millionen 375000 Gulden besteht aus 95000 Loosen, jedes ä fl. 25. Die diesjährige Ziehung findet am 13. Februar Statt, und enthält Treffer von fl. 25000, 5000, 2000, 1000 rc. Der geringste Gewinn ist fl. 28 und übersteigt sonach die' Einlage. Für fl. 3. 30 kr. auf ein Loos, für fl. 17. 30 kr. auf sechs Loose und für fl. 35 auf dreizehn Loose kann sich Jedermann in diesjähriger Ziehung betheiligen bei dem Banquierhause I. Nachmann Sf Sohne . in Mainz. NB. Briefe und Gelder werden nur franco angenommen. Die Ziehungslisten werden den Betheiligten nach Erscheinen sogleich eingesandt. [3] Offenburg. (Holzverkauf.) Mehrere Klafter dürres Eichenholz find zu verkaufen. Liebhaber wollen fich an den Pächter des Zwingers wenden. Offenburg. (Bernerwägelchen-Verkauf.) Cs ist ein Bernerwägelchen mit Sitz und Spritzleder zu verkaufen, welches im Gasthause zum Zähringcrhof dahier zur Einsicht steht. [1] Offenburg. (Chaiseverkaus.) Handelsmann Batiiany hat eine noch in gutem Zustande befindliche, vier- fitzige Chaise zu verkaufen. [2] Rottenburg am Neckar. (Musikinstrumenten-Em- pfeblung.) Jakob Schiele, Musikinstrumenten-Fabrikant in Rottenburg am Neckar, hat die Ehre, hicmil anzuzeigen, daß bei ihm ganz neu verfertigte Flöten, Clarinetten, Fagvte, Hörner, Trompeten, Posaunen, Guitarren, Violinen und dergleichen Instrumente um die billigsten Preise zu haben sind. [3] Kehl. (Wagenverkauf.) Bei Michael Schütterle, Blutegelhändler in Dorf Kehl, ist ein noch ganz neuer Blutegelwagen mit Druckfedern und einem beschlüssigen Hinterkasten, der fich sehr gut für einen Kaufmann eignet, um seine Waaren auf die Märkte zu führen, um billigen Preis zu verkaufen. [3] Gengenbach. (Heuverkauf.) Bei Faschinenleger Göppert in Genacnbach sind circa 60 bis 70 Zentner gutes Heu um billigen Preis zu verkaufen. El] Frankfurt. (Anzeige.) Kaiserlich Russische K. Polnische Staats- Anleihe der fl. 300 Loose — Ziehung am 1. März 1842 — worin die Hauptpreise v. fl. 220000, fl. 35000, 2mal fl. 15M0, 3mal fl. 6000, 5mal fl. 3600, 8mal fl. 2000, 20mal fl. l 600, 60mal fl. 800, zusammeri 5900 Gewinnste im Betrag von Drei Millionen und 72000 Gulden p. C. gewonnen werden muffen. — Aktien zu dieser Ziehung sind sowohl einzeln gegen Einsendung von fl. 10 30 kr., als auch bei Uebernahme von sechs Stück gegen fl. 52. 30 kr. direct durch unter- zeichnetes Handlungshaus zu beziehen. I. D. Langenbach Comp., Banquiers in Frankfurt a. M. Offenburg. (Todesanzeige.) Am 12. dieses Monats ist mein ältester Sohn Anton nach einem kurzen Krankenlager in Wien mit Tod abgeaangen. Allen meinen Verwandten und den Freunden und Bekannten des Verewigten mache ich hiermit die für mich so schmerzliche Anzeige mit der Bitte um ihre siille Theilnahme. Anton Nerlinger, Messerschmied. Kork. (Gebäudeverkauf.) Es ist ein anderthalbstöckiges Wohnhaus mit Scheuer, Stallung und Schopf auf den Abbruch zu verkaufen. Nähere Auskunft hierüber gibt Johannes Nessenthaler in Willstätt. Kapitalien auszuleihen. „ , . [3] Bei der badischen allgemeinen Versorgungsanstalr in Karlsruhe sind fortwährend Kapitalien in beliebigen Summen, nur nicht unter 1000 si., aus erste Hypothek, zu gewöhnlicher Verzinsung sowohl, als aus Annuität, zum Ausleihen bereit. Die Verlagsscheine sind entweder dahier oder bei den Geschäftsfreunden der Anstalt portofrei abzugeben, woselbst auch die näheren Bedingungen erhoben werden können. Die Gelder werden ohne den mindesten Abzug baar ausbezahll. Diejenigen, welche Kapitalien auf Annuität auftunchmen wünschen, können das Statut dahier oder bei den Geschäftsfreunden erheben. Karlsruhe, den 21. December. 1841. Der Verwaltungsrath. sl) Von dem Pfarrfond liegen 400 fl. und in der Kaffe des Landkapitels liegen 200 fl. zum Ausleihen bereit. Offenburg, den 26. Jänner 1842. Merfy. [ 2 ] Auf Versicherung sind auszuleihen: a) aus dem hiesigen Kirchenfond. 2800 fl. b) -- " " Armenfond. 2000 - c) " " " Prädicaturfond. 800 - Offenburg, den 19. Januar 1842. Stiftungen - Verwaltung. Durnegger. _ . _ [2] Gegen Obligation können aus hiesiger Sparkasse 1100 fl. und vom Gewerbschulfond 100 fl. dargeliehen werden. Offenburg, am 19. Jan. 1842. Stadtverrechnung. Schweizer. [6] Bon der Gemeindeverrechnung zu Altenheim können 1500 fl. vom Pfarrzehntablösungskapiral aus gesetzliches Unterpfand dargelieven werden. sl) Schustcrmeister Behr in Offenburg hat 500 fl. Pfleg- schlastsgeld auf gesetzliche Versicherung auszuieihen. Di) Bei Gemcinderath Herrel in Legelshurst sind ungefähr 12 bis 1300 fl. Pfleggelder gegen gerichtliche Versicherung, zu 5 pCt. verzinslich, auszuieihen. „ ^ [1] Die Schneiderzunft in Offcnburg hat 400 fl. zu 5 pCt. auf gerichtliche Versicherung auszuleihen. ^ m . Verrechner Joseph Re ul. [ 1 ] Lorenz Siebert in Bohlöbach hat 100 fl. Pflegschafts- geld auf Obligation auszuleihen. „ , , , (1] AmtS-Epequent Stölzel in Willstätt hat als Abwesen- heitspfieger des ledigen Johann JockerS von dort 280 fl. zu 5 pCt. auf Pfandurkunde auszuleihen. fl) Gegen Obligation können 3180 fl. im Ganzen oder theilweise dargeliehen werden. Nähere Auskunft gibt Schaffner Durnegger. (2] Es sind 200 fl. auf Versicherung auszuleihen — wo» sagt Ausgeber dieses Blattes. (3] Aus dem Almosenfond in Appenweier sind auf Obligation 300 fl. zu haben. „ , . , [3] Die Heiligensondsvcrrechnung in Buhl bei Offenburg bat 100 fl. auf Obligation auszuieihen. [3] Aus dem Armenfond in Schutterwald werden 120 fl. auf llnterpfand dargcliehen. (3) Auf gerichtliche Versicherungen sind mehrere Hundert Gulden zu 5 pCt. und über 500 fl. zu 4‘/a auszuleihen — bei wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. — 31 — * Kurze Bemerkungen über Erziehung, vorzüglich in Beziehung auf die Kinderbälle. Man hört allenthalben über Erziehung sprechen, findet aber leider sehr oft, wie die herrlichsten Grundsätze einer guten Erziehung zwar angchört, oft auch angenommen, aber letten ganz ausgeführt werden. Man macht Eltern und Erzieher auf manchen Mißbrauch, auf manches Zweckwidrige in ihrem Verfahren aufmerksam, aber sie sind oft zu sehr von Lieblingsneigungen für ihre Kleinen oder von Dorurtheilen für eine Sache eingenommen, als daß sie sich davon lossagen und etwas Befferes dagegen annehmen könnten. Die Kinderwelt har ihre eigene Sphäre, so wie jedes Alter des menschlichen Lebens; und was in der Shpäre des Jünglings- oder MannesalterS liegt, soll nicht herabgezogen werden in den unschuldsvollen Kreis der Kinder, worin die Entwicklung des Menschen beginnt. Das Kind ist noch ganz Sinnlichkeit, von der cs erst durch stufenweise Entwicklung seiner phvsischen und geistigen Natur allmählig abgelcnkt und zum Höheren herangebildet wird. Dieser Entwicklung darf in keiner Rücksicht zu nahe getreten werden; sie darf nicht durch erkünstelte Mittel eingezwängt, noch viel weniger, gleich einer Treibhauspflanze, zu vorschnellem-Vorwäl-tsschreiten ge- nöthigt werden. Durch das Individuelle eines jeden Kindes bezeichnet die Natur selbst dem aufmerksamen Erzieher den Weg, welchen er einzuschlagcn hat, und wohl ihm, wenn er diesen befolgt! Eine Hauptsache bei der Erziehung, worauf man seine volle Aufmerksamkeit zu richten hat, ist: daß man nebst einem zweckmäßigen Unterrichte, der zunächst die Ausbildung des Verstandes bewährt, auch darauf hinarbeite, den kindlichen Sinn so lange rein und unverdorben zu erhalten, bis sich derselbe allmählig von selbst durch die spätere Entwicklung und Ausbildung der höhern geistigen Vermögen umgestaltcr in ein klares Selbstbewußtsein, in eine Gemüths- und Gefühlsfülle, welche den Jüngling und die Jungfrau stets nur für das Gute und Schöne empfänglich macht, und in schlichter Unbefangenheit, in liebenswürdiger Zartheit und Reinheit hingeleitet auf der jugendlichen Bahn bis zum spätesten Alter. Man bewahre die Zöglinge vor jedem Eindrücke, der zu sehr auf ihre Sinnlichkeit einwirkt, ihre Begierden mehrt, und das Hinwenden zum Sittlichen und Geistigen erschwert^ denn die Eindrücke, welche auf das Kind gemacht werden, sind habhaft sür's Leben; und ein Kind, das mit Lustbarkeiten, die noch größtentheils über seine Sphäre hinausreichcn, vertraut wird, kann in der Folge der Erziehung gar nicht oder nur zur Hälfte und sehr schwer gute Fortschritte machen. Nebst den Eltern und Lehrern sei dem kleinen Zöglinge die freie Natur das Nächste, womit er in Berührung komme. Erstere sind es, die durch ihre Liebe, Sorgfalt und durch ihr Wohlwollen entsprechende Eindrücke auf sic machen sollen; letztere wird durch den Reichthum ihrer Schönheiten, durch das Erhabene, Freie und Große, das sie darbietet, einen erfolgreichen Einfluß gewähren. Aber um wie viel anders sind die gewöhnlichen heut herrschenden Maximen der Erziehung! Man überladet die Kinder mit einer Menge von Gegenständen, die sie kennen müssen, und sucht ihren Geist vor der Zeit zur Reife zu bringen; dabei verwendet man bei dieser voreiligen Entwicklung, oder besser Verwicklung, auf die zweckmäßige körperliche Bildung zu wenig, und „bedenkt nicht, daß nur in einem gesunden, lebensfrischen Körper auch ein kräftiger edler Geist sich entwickeln könne. Ein Körper wird sich da hauptsächlich stark und fortdauernd kräftig entwickeln, wenn anders nicht schon angeerbte Krankheitsstoffe in ihm ruhen, wo durch weise zweckmäßige Anwendung der dienlichsten Mittel von Seite der Eltern und Erzieher daraus hingearbeitet wird. Wer die Natur de» Menschen nur ein wenig kennt, dem wird sie bei einigem Nachdenken und Beobachten die Mittel von selbst darbieten. So deutet die Lebhaftigkeit, das fortwährend Bewegliche und Geschäftige der meisten, ja aller gesunden unverdorbenen Kinder vorzüglich darauf hin, sie außer der nothwendigen Schlafzeir immer zu beschäftigen, sie mehr gehen als sitzen zu machen; es ist dies in der Natur des Kindes, dessen Körper in voller Entwicklung ist, begründet. Die meisten Eltern sind zu ängstlich, und glauben der Gesundheit ihrer Kleinen zu schaden, wenn sie dieselben in der Hitze oder Kälte im Freien herumgehen, ihre Spiele und kleine Leibesübungen machen lassen. Würde man sie von ihrer frühesten Jugend auf an jeden Wechsel der Jahreszeit und der Witterung gewöhnen, ohne sie durch zu leichte oder zu warme Kleidung dagegen zu schützen, hätte man gewiß weniger Krankheiten oder Schwächlichkeiten zu fürchten. Statt diesem aber sehen wir gerade das Gcgentheil. Manche Eltern schicken schon vor den, sechsten Jahre ihre Kinder in die Schule, um, wie sie sagen, zu Hause Ruhe vor ihnen zu habe». Da sitzen sie nun, haben wegen Mangel an Capacikät lange Weile, und inachen den guten Lehrern oder Lehrerinnen manchen Verdruß, den man zum Vortheil derselben, so wie der Kinder hätte verhüten können. Sie stecken die kleinen Körperchen in enge Kleidungen, schnüre» sie bis an den Hals ein; ist es ein wenig kalk, so muß recht dichtes Wollenzeug den Leib verhüllen u. s. w., anstatt durch weite Kleidungsstücke, die eine freie Bewegung gestatten, den Körper frisch und gesund zu erhalten. Sie gewöhnen von der Wiege auf ihre Kinder an Kaffee statt Milch, hitzige Getränke statt Wasser, untergraben schon dadurch die feste Dauer der Gesundheit, und gewöhnen die Kinder an Bedürfnisse, ohne welche sie einstens viel glücklicher sein würden. Um die verkehrte Erziehung noch zu krönen, weiht man diesen schuldlosen Wesen in den erkünstelten Convcrsationston ein, und verschafft ihnen zur Erholung und zum Vergnügen Lustbarkeiten, die sie allmählig von ihrer liebenswürdigen Einfalt und Natürlichkeit abführen, und glaubt dann recht viel Gutes bewirkt zu haben, wenn sich der Kleine so gewandt zu benehmen weiß, wie ein Maine de piaisir. Man führt sie ein in die Zirkel der Erwachsenen, in Theater und Konzerte, und veranstaltet ihnen Bälle. So viele achtungswerthe rechtschaffene Eltern für solch« Kinderbälle auch eingenommen sein mögen, eben so sehr halte ich es für Pflicht, auf den Nachtheil derselben aufmerksam zu machen. Ich besuchte selbst mehrercmal solche Kinder- redouten, sammelte mir manche Bemerkung als unbefangener Beobachter, und kann den bittersten Schmerz nicht unterdrücken über einen so großen Mißgriff in der Erziehung. Denn hier sieht man Knäbchcn von den jüngsten Jahren, ganz zierlich zugestutzt, auf die feinste Manier nach dem sogenannten guten Tone sich um die kleinen Dämchen gleichen Alters bewerben, welche, nach dem neuesten Pariser Modejournal auf- gevutzt, in steife Mieder eingepreßt, damit ja das freie AuS- dehnen und Wachsen der Brust und des Unterleibs der ve»- meintlichen Haltung und Grazie unterliege, die Aufforderung um Tanze nicht minder galant erwiedcrn oder von sich ab- ehnen. Hier hört man sich Artigkeiten sagen sieht Compli- mente wechseln, die Einen zum Erstaunen bringen. Hier fleht man auch bisweilen, wenn ein oder das andere Kind sich etwas plump benimmt, oder aus Unwissenheit sich gegen den Bonton verfehlt, und ihm dafür der Hohn der andern zu Theil wird, entweder Thräncn vergießen, oder das Faustrechi ausübcn. Zuweilen erblickt man auch Pärchen, die recht gerne oft mitsammen ranzen und Blicke wechseln, mehr sagend als man erwarten sollte. Da klagt ein Kind, weil ein anderes ein schöneres Kleid trägt; dort schaut ein anderes staunend in dieser bunten Welt umher, und kann sich keinen deutlichen Begriff machen von dem, was es hier soll und was vorgeht. Es schwebt Alles in gleichsam berauschenden Bildern vor seiner Seele, die das Gesehene noch nicht zu ordnen und mit sich selbst in Einklang zu bringen vermag. Die Freude über alle die kleinen Herrlichkeiten reißt bald hier bald dort eine zärtliche^ — 32 — Mutter hui/ ihr Kind mit Lob über seine Gewandtheit und Geschicklichkeit zu überhäufen, während neben ihr eine Person ein 3 Spannen hohes Mädchen unaufhörlich küßt/ und ihm recht deutlich zu machen sucht, wie schön es sei, wie gut ihm dies Kleidchen stehe, wie allerliebst es tanze, und während an einem andern Orte ein freudiges Gelächter erschallt und Alles über die Verstellungskunst einer bis jetzt nicht erkannten kleinen Maske in Verwunderung ausbricht. Kurz, man findet hier Alles im Kleinen, was je nur die Leidenschaften „der Erwachsenen, der Luxus und der Hang zum Vergnügen ersonnen und ausgeführl hat. (Schluß folgt.) M i s c e l t e n. Ein geistreiches Mädchen wurde von einer Freundin gefragt, ob ste denn wirklich gesonnen sei/ Hrn. M. zu heirathen, einen Mann von den sonderbarsten Eigenschaften. »Ja/" sagte die Befragte/ »um so besser/ wenn er wirklich andern Männern so unähnlich ist/ dann wird er um so eher einen guten Ehemann abgeben." Bei den alten Deutschen herrschte der Gebrauch/ daß Braut und Bräutigam zum Zeichen der Verlobung sich gegenseitig einige Haare ausrausten. Dieser Gebrauch ist noch nicht abgekommen/ nur ist er tu die Ehe übergegangen und es bleibt oft nicht bei eiliigen Haaren. (Sstindischer Rcichthum.) An's Mährchenhasle grämen die Schilderungen der Schätze von Gold und edlen Steinen/ welche die ostindische» Großen zusammengehäuft batten. DaS Vermögen Nadir Schahs, welches er > 74 » mit sich nahm, belief sich auf 4 oo bis 500 Millionen Pfund St. Jahangueir erzählt in seiner Selbstbiogravhie, daß er um seinen Thron, der mit seinem Diadem 4 Millionen Pfd. werth war, eine Plattform errichtete, die vierzig Tonnen Gold schwer war. Als er sich mit seines Ministers Tochter vermählte, machte er ihr ein Brautgeschenk von 7 Millionen Pfund St., worunter unter andern ein Halsschmuck von so Perlen, deren jede 2000 Pfd. geschätzt wurde. Derselbe Souverän errichtete seinem Vater Akbar ein goldenes Grabmvnumcnt, das zu den Wundern Ostindiens gezählt wurde und beinahe zwei Millionen Pfund an Gold kostete. Wohl mochten die Engländer Ostindien den goldenen Osten nennen. (Drucker's Sylvesterfest in Berlin.) Weinhändler Drucker in Berlin hat folgende drollige Einladung hierzu erlassen: Deutschland! ermanne dich, erwache aus deiner Lethargie, welche Jahre lang deinen Geist in khatenloser Nüchternheit gefesselt gehalten hat! Deutschland! bisher hast du meine Worte zwar vernommen, aber unbeachtet vorüber gehen lassen, mein Status bonorum beweist dies zur Genüge. Bewohner Deutschlands! Wenden! Slawen, Priegnitzer, Gothen! und Ihr andern lieben Perlcberger und Uckermärker! werdet am Schluffe dieses Jahres andern SinncS, ahmt Euer» Altvordern, den trinklustigen Germanen, nach, versammelt Euch täglich um meine Fahne, erstürmt, ohne den Frieden Europas zu stören, die in der Postraße Nr. s aufgestellten Batterien, laßt die in Euren Taschen befindlichen fremde» Mächte erbarmungslos aus den Taschen springe». — Ich werde Euch dafür täglich ein illuminirtes Vorbild für das Jahr is4r sein! Venite, bibite collegiales, post multa secula pocula nulla! Freundschaftlichen Gruß. Louis Drucker. AussS Unglück fei gefaßt, denn morgen kann es kommen, Gefaßt wie auf den Gast, der sein will ausgenommen. Doch wie cS kommen kann, so kann'S auch außenbleiben, Und niemals sollst du selbst dein Ungemach betreiben. Sei nur darauf gefaßt, nie sei darum beklommen, Mag nun der leid'ge Gast ausbleiben oder kommen. Kirchenbuchs - Auszüge von Offenburg. Geboren: Den 30. December. Magdalena, von Johann Schirich und Ursula Man; von Rammersweier. „ Den 5. Jan. Adolph; Baker: Johann Nepomuk Krauß, Burger und Glascrmeister. Den 7. — Friedrich; Vater: Alois Eckensels, Bürger und Tagwerker. Den 7. — Karl Johann; Vater: Mathias Schwendemann, Bürger und Ackersmann. Den 9. — Anna Margaretha, von Theresia Pianzano. Den 16. — Hermann; Vater: August Tritschler, Bürger und Silberarbeiter. Den 18. — Albertina Antonia; Vater: Karl Gartenhäuser, Burger und Handelsmann. Gekraut: Den 17. Jan. Georg Buhler, Bürger und Ackcrsmann, mit Theresia Falk von Griesheim. Gestorben: Den 7. Jan. Franz Sales Bürkle, 53 Jahre alt, Bürger und Hafnermeister. Den 9. — Karolina, 2 Jahre alt; Vater: Jakob Birkelbach, Glasmacher. Den 10. — Barvara Schiffler, 57 Jahre alt, Dienstmagd. Den 12. — Theresia geborne Kemps, 24 Jahre und 5 Monate alt, Ehefrau des Johann Baptist Wild, Bürgers und Blechnermeisters. Den 17. — Sophie Scheurer, 20 Jahre und 3 Monate alt, ledige Tochter des Michael Scheurer, weil. Bürgers dahier. Den 19. — Ludwig Valentin Freiherr von Ried, 83 Jahre alt. Frucht-Mittelprei.s e. Ein Malter Offen 22. Jan. bürg 25. Jan. Oberkirch 20. Jan. Sichern 18. Jan. Gengenb. 20. Jan. st. kr. st- kr. ft. kr. st. kr. fl. kr. Walzen. . 13 20 14 35 12 12 — 14 30 Kernen . . — — — — 13 12 — — 13 50 Halbwaizen 7 18 7 12 7 48 — — 8 20 Fees . . . — — — — — -- 4 36 — — Korn . . . 6 33 6 35 5 24 5 30 7 — Gerste . . 5 36 5 55 — — 5 30 — — Welschkorn — — — — 6 48 — — 7 30 Haber . . 3 30 — — 3 48 3 ~ 3 15 Die Marktgerichte. Brod- und Fleischtare für den Zeitraum vom 1. bis mit dem 15. Februar 1842. 1) Brodtare. Weißbrvd: Das 1 kr.Brod soll wägen . . . 4 Loth. „ 2 kr. „ .8 Halb weißbrvd : Der 2 pfundige Laib soll kosten 7<4 kr. •- „ 4 pfundige „ „ . „ 15 » Schwarzbrot, : „ 4vfünvige ,, „ „ 10 „ Das Pfund Mastochsenfleisch soll kosten.10 kr. .. ,, Mastkuhfleisch 8 „ ,, ,, Schweinefleisch ..11 » ,, ,, Kalbfleisch „ 8 „ ,, ,, Hammelfleisch ..6 „ Offenburg? am 28. Jan. 1842. Großherzogliches Oberaml. Kern. 1 Redaction, Druck und Verlag von I. Otteni.