jVocheiiblatt für die Amtsbezirke &ffenbuti\, ObeEvch, Achern, Nheinbifchofs-eim, Kork, Gengenbnch, Haslach und Wolfach. M 24. Offentzurg, den 17. Juni 1842. Bekanntmachungen. Offenburg. Nro. 12981. Wegen der auf den 23.,bis Mit dem 25. d. M. anberaumten Reparation der Brücke über die Schütter, nächst Kittersburg, kann die Landstraße von hier nach Gvldschcuer während dieser 3 Tage nicht befahren werden. Die Bürgermeister haben dieses in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Offenburg, den 15. Juni 1842. Großherzoglicheü Oberamt. Kern. Achern. (Aufforderung und Ansuchen.) In der Untersuchungssache gegen Andreas Graf von Waldulm wegen dritten Diebstahls soll Johann Karcher von Waldulm als Zeuge einvernvmmcn werden. Da derselbe aus seinem Keimathsorte sich entfernt hak und (ein gegenwärtiger Aufenthalt unbekannt ist, so wird er aufgefordert, sich innerhalb 14 Tagen dahier zu stellen. Zugleich werden sämmtliche Polizeibehörden ersucht, den Johann Karcher im Betrerungsfalle anzuweisen, sich unverzüglich anher zu begeben und vor Unterzeichneter Stelle zu sistiren. Achern, den 6. Juni 1842. Großherzogliches Bezirksamt. Bach. Offenburg. (Bürgermeistcrwahl.) Bei der am 10. d. in Hofweier vorgenommenen Bürgermeistcrwahl wurde der dortige Gemcindebürger Blasius Jsenmann als Bürgermeister erwählt, von Staatswcgen bestätigt und sofort verpflichtet und in seinen Dienst eingewiesen, was man andurch bekannt macht. Offenburg, den 14. Juni 1842. GroßherzoglichcS Oberamt. Kern. El] Rheinbischofsheim. (Schuldenliquidation.) Joh. Jakob Ludwig, der ledige Metzger von Lichtenau, erhielt die Bewilligung zur Auswanderung nach Georgien in Nordamerika und zum Wegzuge seines Vermögens. Dessen unbekannte Gläubiger werden daher aufgefordert, in dM auf Samstag den 25. Juni d. I. anberaumten Tagfahrt zur Schuldenliquidation Morgens 7 Uhr dahier zu erscheinen und ihre Rechtsansprüche anzumelden u. zu begründen, widrigenfalls dem Auswanderer seine Reisepaß bchändigt werden soll und den sich später meldenden Gläubigern hierorts nicht mehr zu ihrer Befriedigung verholfen werden könnte. Rheinbischoföbeim, den 4. Juni 1842. Großherzogliches Bezirksamt. I. A. d. O. V. ' Eberlein. [2] Offenburg. (Gläubiger - Aufforderung.) Helena Ferner, gewesene Ehefrau des Bürgers und Taglöhners Valentin Fritsch von Riedle, starb kinderlos. In einem eigenhändigen letzten Willen hat sie ihrer Schwester Monika ein Legat, der noch minveriähngen ledigen Genvfeva Ott von Weierbach dagegen den Rest ihrer Verlaffenfchast vermacht. Der Vormund der Haupterbin Ott hat schon bei Vornahme der Berlaffenschafrs-Auscinandersctzung die auf seine Pflegbefohlene kommende Erbschaft unter Vorsicht des Erbverzeich- niffes angetreten, und jetzt stellt er zur größeren Sicherheit den Antrag, auf Abhaltung einer öffentlichen Schuldenliquidation. Demzufolge werden alle Diejenigen, welche an diese Ver- laffenschaftsmasse Ansprüche zu machen haben, hiermit aufgefordert, solche bis zum 27. Juni d. I. bei dem Distriktsnotar F r i ck dahier um so gewisser anzumelden und zu begründen, als dieselben nur auf denjenigen Thcil des Nachlasses erdalten werden können, welcher nach Befriedigung der Erbschafts- Gläubiger auf die TestamentS-Erben kommen wird, Offenburg, am 4. Juni 1842. Großherzogliches Oberamt. v. Laroche. f2f Gengenbach. (Gläubiger-Aufforderung.) Zur Richtigstellung des Vermögens des im ersten Grade für mundrodt erklärten Hofbauers Hermann Herrmann und seiner Ehefrau Elisabeth« geborne Kuderer von Nordrach ist eine Schuldcnliquidakion nolhwendig, welche aus Mittwoch den 13. Juli, Vormittags 9 Uhr, in Zell auf dem Gemeindehause anbcrauml wird. Demzufolge werden Diejenigen, welche Ansprüche an die Hermann Herrin an »'sehen Eheleute haben, aufgcfvrdert, solche vor dem Distriktsnotar Grazer in Zell auf besagten Tag und Stunde unter Vorlegung ihrer Beweisurkunden um so gewisser anzumelden, als sie sonst die aus ihrer Unterlassung entspringenden Nachtheile sich selbst zuzuschreiben hätten. Gengenbach, am 14. Mai 1842. Großherzoglichcs Bezirksamt. Wasmer. [2] Oberkirch. (Gantedict.) Gegen Kübler Mathias Vollmer von Pcteröthal ist Gant erkannt, und Tagsahrt zum RichtigstellungS- und Vorzugs-Verfahren auf Samstag den 25. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei festgesetzt, wo alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Ansprüche an die Masse zu machen gedenken, solche, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte, welche sie geltend machen wollen, zu bezeichnen haben, und zwar mit gleichzeitiger Vo» legung der Beweisurkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. 184 Zugleich werden in der Tagfahrt ein Maffepfleger und ein Gläubiger-Ausschuß ernannt, Borg- und Nachlaßvergleiche versucht, und sollen in Bezug auf Borgvergleiche und Ernennung des Maffepfiegers und Gläubiger-Ausschusses die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen bei- trerend angesehen werden. Oberkirch, den 6. Mai 1842. Großherzogliches Bezirksamt. Jüngling. [2] Haslach. (Mundtodt-Erklärung.) No.3237. Jakob Dreper von Hausach wird wegen fortgesetzten verschwenderischen Lebenswandels im ersten Grade mundtodt erklärt und ihm Moritz Schmjeder von da als Beistand beigegeben, ohne dessen Mitwirkung derselbe keine der im Landrechtsatz 513 benannten Geschäfte besorgen darf. Haslach, den 24. Mai 1842. Großh. Bad. F. F. Bezirksamt. Dilger. [2] Kork. (Aufforderung.) Die Ehefrau des Jakob Baas 2. zu Legelshurst, Anna Maria Erhardt, ist am 28. Jänner d.J. mit Tod abgegangen. Zu ihrem Nachlaß ist deren Schwester Barbara Erhardt, Johann Lux' Ehefrau, theilweise als gesetzlicher Erbe berufen. Der Aufenthaltsort der Barbara Erhardt ist hierorts unbekannt; sie wird daher aufgefordert, ihre Ansprüche an die Verlaffenschast ihrer Schwester binnen vier Monaten geltend zu machen, andernfalls die Erbschaft lediglich Denjenigen zugetheilt werden würde, denen sie zukäme, wenn Barbara Erhardt zur Zeit des Erbanfalls nicht mehr am Leben gewesen wäre. Kork, den 1. Juni 1842. Großherzogliches Amtsrevisorat. Schweikhart. Offen bürg. (Retour-Briefe.) Die Aufgeber nachstehender dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der darauf hastenden Taxen re., hiemit aufgeforderk. . ^ , . Commando des zweiten Infanterie - Regiments in Durlach. Ferd. Waibel in Triberg. — Hausmanns» Freiburg.— Hrn. Katzenberger in Rastatt. — Th. Korner in Pesth. Amts-Revisorat Freiburg. — Bürgermeisteramt Sexau. Offenburg, den 14. Juni 1842. Großherz^liches Postamt. Offenburg. Nro. 1103. Am Mittwoch den 22. d. M., Vormittags von 7 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 8 Uhr, wird im s. g. Bürgerhof die Hauplhundsmusterung vorgenommen werden, was mit dem Anfügen andurch bekannt gemacht wird, daß die Besitzer von Hunden und Hündinnen, welche über sechs Wochen alt sind, diese bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe von 4 fi. der Commiston vvrzuführen und die gesetzliche Taxe — für einen Hund I st. 30 kr. und für eine Hündin 1 fl. — baar zu bezahlen haben. Offenburg, de» 12. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. I. A. d. B. Förster. Tdt. Huber. Offenburg. (Die Auömittelung der Badplätze für die hiesige Einwohnerschaft.) Nro. 1118. Der allgemeine Badplatz für das männliche Geschlecht ist derselbe, wie das vorige Jahr, und durch 2 Stöcke näher bezeichnet. Man macht übrigens darauf aufmerksam, daß der Muhlbach dortselbst einige tiefe Stellen hat, wohin sich nur Diejenigen, welche im Schwimmen erfahren sind, begeben können. Gleich oberhalb dieses Badplatzcö ist jener für die Schüler des GhmnäsiumS und der höhcrn Bürgerschule, und ist nur für diese bestimmt. Der allgemeine Badplatz für das weibliche Geschlecht ist wieder in dem s.g. Plaulbach hinter den Gärten. Zum Badplatz für Vcrheirarhete männlichen Geschlechts ist der Mühlbach von dem Gerberbach aufwärts bis zur s.g. Fuhrt bestimmt; der Fußpfad hinter dem Holzplatze der Wolfacher Schiffercompagnie darf daher von 8 Uhr AbcnSS nicht mehr begangen, der hier bezeichnete Badplatz selbst aber darf bei Vermeidung einer Strafe von 1 fl. von ledigen jungen Leuten nicht besucht werden. Offenburg, am 15. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. I. A. d. B. Förster. rdt. Huber. [3] Offenburg. (Hausvcrsteigerung.) Justina Burster, gewesene zweite Ehefrau des hiesigen Bürgers und Wagners Martin Heeg, hat ein mit ihrem Manne gemeinschaftlich besessenes Haus sammt Hoftaithe und Gärtchen in der Waffen gaffe, neben Kaminfeger Handschuh gelegen, zur Vererbung pinterlassen. Auf Antrag des Wittwers Heeg sowohl, als im Interesse der minderjährigen Erbin 'Anna Heeg, wird nun benanntes Haus sammt Hoftaithe und Gärtchen, nach vorher eingeholter obervvrmundschaftlicher Crlaubniß v. 31. Mai d. I. Nr. 11994, Dienstag den 21..Juni d.J., Nachmittags 2 Uhr, aus hiesigem Rathhause öffentlich und gegen terminweise Zahlung zu Eigenthum versteigert. Offenburg, den 31. Mai 1842. Großherzogliches Amts - Revisorat. Killy. [1] Offenburg. (Dammbaute.) Die Herstellung der beiderseitigen Dämme zunächst unterhalb der hiesigen Kinzigbrücke — veranschlagt zu 2100 fl. — wird Dienstags den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, >m Gasthause zum Zähringerhof dahier versteigert werden. Offenburg, den 15. Juni 1842. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. Offen bürg. (Abstrichsversteigerung.) Freitag den 21 . d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden zu Kehl im Gasthause zum Rehfuß nachstehende Material-Lieferungen und Arbeiten zur Abänderung der Anfahrt auf die dortige.Schiffbrücke versteigert werden: 1) Die Lieferung und das Kleinschlagcn von 12 Cubikruthen Rheinwacken; 2) die Ausführung von 144 Quadrat-Ruthen Bruchstein- Pflaster an den Dammböschungen — veranschlagt für Material und Arbeitslohn zu 2592 fl. — Offenburg, den 15. Juni 1842. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. Offen bürg. (Accvrdbegebung.) Die Beischaffung der zum Erdtransporte mittelst Rippwagen auf den Eiscnvahn- streckcn von Zimmern biü Appenweier und von da gegen Sand für die Dauer von etwa 3 Monaten erforderlichen Pferde wird künftigen Mittwoch den 22. d. M., Vormittags 10 Uhr, in Appenweier im Gasthause zur Krone (Post) in Accord gegeben werden. Offenburg, den 14. Juni 1842. Groß!). Wasser- und Straßenbau-Zttspeckion. Föhrenbach. Hofweier. (Heugras-Versteigerung.) Am 24. d.M., Nachmittags 1 Uhr, wird das Heugras von circa 100 Tauen Gemeinde,«iesen dahier im s.g. Bruch auf dem Platze um gleich baare Zahlung beim Zuschlag versteigert. Die löblichen Bürgermeisterämter werben ersucht, dieser in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Hofweier, den 12. Juni 1842. Der Gemeindcrach. Jfenmann. rät. Gbppert. 188 Ofsenburg. (Bauarbeiten - Versteigerung.) Künftigen Donnerstag den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr/ wird im Gasthause zum schwarzen Adler dahier die Zimmermanns-Arbeit HUf der Eisenbahn-Sectivn xiii. zur Eiudcckung der Brucken über den Kammbach, Quellbach, Durbach und Appenweierer Dorfbach, und hierauf die Maurer- und Steinhauer-Arbeit auf der Eisenbahn-Sectivn vi. zur Herstellung des Viaducts in der Urloffener und Renchener Vicinalstraße, ferner zur Herstellung der Dohlen über die Abziigs- und WäfferungS- Gräben in Urloffener Gemarkung, bei öffentlicher Verhandlung in Accord gegeben. Die Bauriffe und Veranschlage können vor der Versteigerung auf dem Bureau Unterzeichneter Stelle eingcsehen werden. Offcnburg, den 16. Juni 1842. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspeckion. Aus Auftrag: Bureau-Assistent Belli. [1] Offenburg. (Liegenschaftsversteigerung.) Aus der Verlassenschast des verlebten Bürgers und Wittwers Johann Sälinger von Zell werden auf Antrag der volljährigen und im Interesse der minderjährigen Erben, nach vorher eingeholter obervormundschafrlicher Erlaubniß vom 4. Juni d. I. Nro. 12465, am Montag den 27. Juni d. I., Abends 4 Uhr, im Laubenwirthshause zu Zell, der Crbtheilung wegen, öffentlich versteigert: 1 Haufen Feld auf dem Lohe, Zetter Banns, neben Jos. Fitzkamm und Konrad Basler; Vs Zeuch Waldbofch im Schiffweg, Zeller Banns, neben Isidor Hauser und Joseph Bieser; wozu die Liebhaber eingcladen werden. Offenburg, den 14. Juni 1842. Großherzogliches Amts-Revisorat. Killy. [2] Offenburg. (Fahrnißversteigerung.) An nachbenannten Tagen wird das sämmtliche, den Untermüller Christoph Müller'schen Eheleuten von hier gewesene, nun aber deren Kindern, laut abaeschlossenen Vergleiches, eigen- thumllch zugehörige Mobiliar-Vermögen in der untern Mühle dahier gegen Baarzahlung, der Erbtheilung wegen, öffentlich versteigert, und zwar: Am Montag den 20. d. M., von Morgens 8 bis 12 und Mittags 1 bis 6 Uhr: Weißzeug, Bettwerk, Küchengeschirr und Hausrath. - Am Dienstag den 21. d. M>, von Morgens 8 bis 12 und Mittags 1 bis 6 Uhr: Zwei Pferde, die Pferdgeschirre, eine Kuh, ein Mutterschwein mit 6 Jungen, zwei„ trächtige Mutterschweine, ein Mastschwein, zwei ausgerüstete Wagen, ein Pflug, eine Egge, ein Haufen Dung; sodann Faß- und Bandgeschirr, Schrein- werk und Hausrath. Am Mittwoch den 22. d. M., von Morgens 8 bis 12 und Mittags 1 bis 6 Uhr: Geruch, Schreinwerk, Zinn- und Kupfergeschirr, Porccllan- und Glaswaaren; zuletzt noch Hausrath. Offenburg, am 7. Juni 1842. Grvßherzogliches Amtörevisoral. Killy. [1] Offenburg. (Aeckcrverpachtung.) Am Donnerstag den 30. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden im Rathhaussaale dahier 11 Zeuch Ackerfeld in den s. g. Drachenackern, Waltersweierer Bannes, auf 3 Jahre jeuchweisc in Pacht versteigert; wozu die Pachtlicbhaber mit dem Bemerken ein- g eladcn sind, daß sic sich diese Accker von den städtischen Bannwarten zeigen lassen mögen. Offenvurg, den 14. Juni 1842. Stadtvcivcchnung. Schweizer. [1] Offenburg. (Dammbau - Versteigerung.) Die Voll» endung des linkseitigen Dammes am Bergacher Kinzigdurchstiche, Schwaibacher Gemarkung, veranschlagt .zu 1900 fl>, wird Donnerstag den 30. d. M., Vormittags 9 Uhr, auf dem Platze versteigert werden. Offenburg, den 15. Juni 1842. Großh. Wasser- und Straßenbau-Inspektion/ Föhrenbach. Grosweier, Amts Achern. (Hausversteigerung.) Dem Franz Langcnecker, Bürger und Witrwer dahier, wird in Folge richterlicher Verfügung vom 28. April d. I. Nr. 7389 Mittwoch den 22. d. M., Nachmittags. 2 Uhr, sein hier besitzendes, anderthalbstöckiges Wohnhaus sammt Scheuer, Stallung und Hofraithe, neben Wendelin Kropp's Wittwe und Ambros Hirschauer, unten im Orte Grosweier, im Vollstreckungswege auf hiesigem Rathhause öffentlich versteigert und endgültig zugeschlagen^ wenn der Schätzungspreis, der auf 650 fl. steht, oder darüber geboten wird. Grosweier, den 8. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. Pfeiffer. vät. Hirschauer, Rathsschrbr. slj Gengenbach. (Hausversteigerung.) Aus der Gant- maffe des hiesigen Bürgers und Schmiedmeisters Jakob Breit- haupt wird ,n Folge richterlicher Verfügung vom 4. Mai d. I. Nro. 6094 das untenbeschriebene Wohnhaus Dienstag den 12. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause öffentlich versteigert, wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß der endgültige Zuschlag erfolge, wenn der Schützungspreis erreicht werde. Ein zweistöckiges Wohnhaus nebst Scheuer und Stallung, Nro. 128 oben in der Stadt an der Hauptstraße gelegen, von 10 Ruthen Flächegehalt, nebst einer Hofraithe und einem Gärtchen von 14 Ruthen Flächeinhalt. Der untere Stock von Stein, der obere mit Riegeln gebaut, einers. das obere Thor, anderseits Joseph Müller. Dieses Haus ist zum Betriebe der Schmiedprofession eingerichtet. Gengenbach, den 6. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. Wolf. vär. Rathsschreiber Mayer. [1] Oberkirch. (Heu- und Oehmtgras-Versteigerung.) Montag den 20. Juni d. I., Nachmittag nach 2 Uhr, wird am Hubacker zwischen Oberkirch und Oppenau das diesjährige Heu- und Oehmtgras von circa 16 Morgen Wiesen in Loosabtheilungen versteigert; wozu man die Liebhaber hiermit einladet. Offenburg. (Früchteversteigerung.) Die Meßner-und Bannwarts-Garben, welche von Ausmärkern des hiesigen Bannes zu erheben sind, werden Dienstags den 21. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in diesseitiger Schreibstube versteigert, und die Steigerungslustigen hiezu eingcladen. Offenburg, den 13. Juni 1842. Stadtverrechnung. Schweizer. Offen bürg. (Heu- und Oehmtgrasversteigerung.) Oer Heu- und Oehmtgras-Erwachs von beiläufig 400 Tauen Wiesen im Unterwasser, Niederschopfheimer Bannes, wird Montag den 20. d. M., auf den Wiesen selbst versteigert. Die Verhandlung nimmt Morgens 8 Uhr am Weg, der von Schutterwald nach Dundenheim führt, bei der Schutter- Brücke ihren Anfang, und werden die Steiglustigen hiezu mit dem Bemerken eingeladen, daß die sämmtlichen Wiesen tauenweise ausgelochnet und nummerirt sind. Offenburg, den 11. Juni 1842. Grundherrttch von Frankenstein'sches Rentamt 186 <• [1] Offenburg. (Hausversteigerung.) Am Dienstag den 25. Zuli dieses Jahrs, Nachmittags 2 Uhr, wird in hiesigem Gemeindehaus nachbenannte, dem Gerber Georg Dietsche von Elzach gehörige Realität im Vollstreckungswege gegen baare Zahlung zu Cigenthum versteigert, wobei der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis erreicht wird. Eine zweistöckige Behausung mit einem kleinen Hosraum in der Kinzigvorstadk dahier/ einerseits die Landstraße, anderseits Gerber Joseph Buhler, vornen der Badweg, hinten der Gerberbach, von einem beläufigen Flächeninhalt von 12 Rutben. Hiebei wird bemerkt, daß dieses Haus im vorigen Jahr größten- theils neu hergestellt wurde, und sowobl wegen des unmittelbar hinter demselben befindlichen Gerberbaches, als wegen seiner sonstigen günstigen Lage, zur Einrichtung einer Gerberei, Färberei oder Seifensiederei sich besonders gut eignet. Offenburg, den 15. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. B. V. d. B. Förster. vdt. Kornmayer. [2] Peteröthal, Amts Obcrkirch. (Liegenschafts-Versteigerung.) Dem Bürger und Kübler Mathias Vollmer dahier werden in Folge richterlicher Verfügung vom 6. v. M. Nro. 9511 die unken verzeichneten Liegenschaften Montag den 27. d. M., Vormittags 11, Uhr, im Badwirthshause dahier im Zwangswege öffentlich versteigert, wozu wir die Liebhaber mit dem Bemerken einladen, daß der endgültige Zuschlag erfolge, wenn der Schätzungspreis erreicht werde. 1) Ein zweistöckiges, mit Stroh bedecktes, hölzernes Wohnhaus mit Keller und Stallung unter einem Dach, nebst einem besonders stehenden Waschhaus, worauf eine Wohnung für eine Familie eingerichtet ist, sodann eine von Holz gebaute, besonders stehende Küblerwerkstättc; 2) Ein Gemüsgarten und ein Stück Grasfcld, Alles beisammen in Frciersbacher Gewann liegend, einers. Andreas Keßler's Wittwe, anders. Taglöhner Andr. Huber und Rathsschreiber Fr. £. Müller, oben derselbe, unten die Thalstraße. Petersthal, den 4. Juni 1842. Bürgermeisteramt. Feger. [2] Weier. (Heugrasvcrstcigerung.) Montag den 20. dieses Monats läßt die hiesige Gemeinde den Heugraserwachs ab den Gemcindematten loosweise gegen baare Zahlung versteigern, wobei bemerkt wird, daß die Zusammenkunft beim Schwancnwirtbshause dahier Morgens 9 Uhr stattfindet. Die löblichen Bürgermeisterämter werden dienstfreundschaftlich ersucht, dieses in ihren Gemeinden gefälligst bekannt zu machen. Weier, den 5. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. Wacker. Gaisbach bei Oberkirch. (Heu- und Oehmtgras-Verstei- gerung.) Montag den 20. d. M., Nachmittags präcis 1 Uhr, läßt die grund- und freiherrlich von Schauenburg'schc Verwaltung zu Gaisbach, im Gasthause zum Ochsen in Fernach, das Heu- und Oehmtgras von 26 Morgen Wiesen, meisten- thei's unterhalb der Fernacher Brücke liegend, loosweise, auf Michaeli d.J. zahlbar, öffentlich versteigern; wozu man die diesfallsigen Stcigerungsliebhabcr einladet. Gaisbach, den 11. Juni 1842. Die Verwaltung. K. Heeg. [2] Offenburg. (Gütcrversteigerung.) Am Dienstag den 21. d.M., Nachmittags 2 Uhr, werden in hiesigem,Gemeindehaus aus der Verlaffenschaft der Ehefrau des Müllers Christoph Müller von hier — Ursula gcborne Schneider — der Erbkheilung wegen, auf erfolgtes Nachgebot nochmals versteigert i 1 ) 2 I/q Haufen Reben im Rindfleischgrund, neben Adolph Hell's Erven und Anton Langenberger. 2) 3 Haufen Reben im Spitalberg, neben Joseph Rahner und Maurer Xaver Mösch. 3) 1 Tauen Mattfeld auf der Neumatt — Ortenberger Gemarkung — neben Vogt Kitiratschky's Erben und Anton Bahr von Ortenbcrg. Offenburg, den 7. Juni 1842. Rathsschreiberei. Kornmayer. [1] Nvrdrach, Amts Gengenbach. (Liegenschafts-Vev- steigerung.) In Folge richterlicher Verfügung des Großh. Bezirksamts Gengenbach vom 12. April d.J. Nro. 4912 werden am Dienstag den 5. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, auf der diesseitigen Gemeindskanzlei der ledigen Juliana Spitzmüller von hier folgende Liegenschaften im Vollstreckungs« wege öffentlich versteigert werden: 1) Ein einstöckiges, hölzernes, mit Stroh gedecktes Taglöhnerhaus, einers. und anders, sich selbst. 2) Ein von Stein aufgemaucrkes Backhaus, einers. der Weg, anders, sich selbst. 3) Zwei Meßle Garten hinter dem Haus, einers. der Weg, anders, sich selbst. 4) % Jeuch Mattfeld unten an dem Haus, einers. sich selbst, anders. Hieronimus Bildstein. Dieje Realitäten liegen im Mosbach, im Gewanne vom Straßbach bis Schönwa.d. Der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzung», preis oder darüber geboten wird. Nordrach, den 28. Mai 1842. Das Bürgermeisteramt. Spitzmüller. CI] Obcrkirch. (Brunnenbau - Versteigerung.) In Folge des Gemeinderathsbeschluffes vom 13. August v. I. Nro. 578 und verehrlichen Beschlusses des Großhcrzoglichen Bezirksamts vom 9. Sept. v. I. Nro. 23635 wird nach den von Großh. Oberbaudirectivo genehmigten Plänen die Aufbauung zweier städtischen steinernen Brunnen Dienstag den 28. dieses Monats aus der Rathskanzlei dahier an den Wenigstnehmenden im Abstrich versteigert, wozu die allenfallstgen Liebhaber, eingeladen werden. Pläne und Stcigerungsbcdingniffe können bei den Unterzeichneten eingesehen werden. Oberkirch, den 15. Juni 1842. Aus Auftrag des GemeinderathS: Rath Geldreich. Rath Walz. Hausach, Amts Haslach. (Heugrasversteigcrung.) Gasscnwirth Andreas Schmiedcr in Hausach läßt am Montag den 20. d. M., Nachinittugs 2 Uhr, ungefähr 1200 Ccntner HeugraS gegen baare Bezahlung im Hirschwirthshause daselbst öffentlich versteigern, wozu die Liebhaber cingeladen werden. . [2] Oberkirch. (Bürgermilitär-Requistten-Dersteigerung.) Donnerstag den 23. d.M., Morgens 9 Uhr, werden die dem hiesigen Kirchspiel zugehörigen und abgänglichen Monturstücke, Gewehre, Säbel, Patrontaschen u. Tschakos, auf dem Rathhause dahier versteigert, wozu man die Liebhaber anmit ein- ladet. Oberkirch, den 3. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. G. Braun. v im Rappenwirthshause dahier versteigert: 187 r Ein HauS mit Scheuer und Stallung oben im Dorfe dahier, neben Michael Link und Philipp Lips. 2 Sester Acker in der Hartmatt, neben Stephan Junker und Xaver Kämmerer. 1 Sester Acker auf der Mauer, neben Xaver Scherer und Herrfchaftsgut. 1 Sester 50 Ruthen Matte im Litzelbach, neben Geometer I. Männle von Elgersweier und Johann Walter. 43 Ruthen Acker und Reben auf dem hintern Weingarten, neben Ludwig Schillp und Joseph Siefert. 1 Haufen Reben an der Halt, neben Philippine Christ und Ausstößer. 2 Haufen Reben im Jettenbrunnen, neben Mathias Weghaupt und Michael Stürze!. V 2 Haufen Reben im vorder» Brand, neben Thomas Walter und Johann Huber. V 2 Haufen Reben in der Höll, neben Alois Scherer und Ferdinand Vetter. 1 Sester 25 Ruthen Acker im Gernlöchle, neben Mathias Menzer und Herrschaftsgut. Hiezu werden die Stcigerungsliebhaber mit dem Anfügen eingeladen, daß, wenn der Anschlag oder darüber geboten wird, der endgültige Zuschlag sogleich erfolgt. Zunsweier, am 8. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. Hilberer. vllt. Ruf. Osfenburg. (Früchtevcrsteigerung.) Samstag den 18. d. M-, Vormittags 9 Uhr, werden auf diesseitigem Speicher 32 Malter Waizen, 80 » Korn und 41 " Wickgerste gegen baare Bezahlung bei der Abfassung öffentlich versteigert, wozu man die Liebhaber einladet. Offcnburg, den 6. Juni 1842. St. Andr. Hospitalverwaltung. König. [2] Zunsweier, O.A. Offcnburg. (Liegenschafts-Versteigerung.) Dienstag den 28. d. M., Nachmittags 2 Uhr, werden zufolge richterlicher Verfügung vom 8. Marz d. I. Nro. 6009 dem Johann Vollmer dahier im hiesigen Sonnen- wirthshause im VoUstreckungswege in der Forderungssache des Cyprian Wegmann, derzeit in Reichenbach, nachbenannte Liegenschaften öffentlich versteigert; als: Ein Wohnhaus mit Scheuer und Stallung oben im Dorfe dahier, neben Jakob Bohnert und Lambert Bau. Vi Jeuch Acker auf der Rotherd, neben Adam Lader und Franziska Sieferle. 1 Haufen Reben allda, neben Xaver Anselment und Franz Martin Hummel. V 2 Haufe» Rebfeld auf der Schleife, neben Marx Fehrenbach und dem Güterweg. V 2 Haufen Reben im Baumgarten, neben Anton Vollmer und Lorenz Rappenecker. 1 Haufen Reben im Reberg, neben August Schilly und Johann Huber. 1 Haufen Reben allda, einers. Joseph Schillp, anders. Joseph Vollmer. !4 Jeuch Acker am Spitzwäldele, neben Anton und Simon Vetter. ■ ‘A Jeuch Acker hinter den Gärten, neben Leopold Vollmer und Theresia Lang. 25 Ruthen Reben im Litzelbach, neben Thomas Walter und Gregor Bader. 1 Haufen Reben am Rößle (zehntfrei), neben Matkäus Vollmer und Klemens Liefert. 25 Ruthen Reben im Brand, neben Heinrich Vollmer und Johann Hummel. Zu dieser Versteigerung ladet man die Liebhaber ein. Zunsweier, am 8. Juni 1842. Das Bürgermeisteramt. Hilberer. vdt. Ruf. Windschläg. (Heugras - Versteigerung.) Frau Staat» räthin Ruth läßt am Montag den 20. d.M., Nachmittags 1 Uhr, das Heugras von einem halben Tauen Wiesen aus der Mollenköpf und von einem starken halben Tauen Wiesen hinter der Dirne gegen baare Bezahlung versteigern. slU Offenburg. (Anzeige und Empfthlung.) Unte»- fertigter zeigt hierdurch an, daß er ein Commissionslager von Bauchseife übernommen, wovon er Zufuhre erhalten hat. Er erlaubt sich deßhalb, jene vorzügliche Bauchseife bei ordinärer und feiner Wasche, besonders zum Tuchblcichen, dem geehrten Publikum bestens zu empfehlen; denn nur ein Versuch wird zeigen, wie sehr man mit dieser Bauchseife spart, und die Wasche so wie das Tuch schön und schnell bleicht, und keinen Nachtheil, weder der Wasche noch dem Tuch, mit sich bringt. — Oer Anwendungszettel gibt nähere Verfabrungsart, wie die Bauchseife anzuwenden feie. Auch ist bei dem Unterzeichneten ächter fetter Emmei»- thaler Käse angekommen. Franz Christian Dreher. Freistett. (Rbeinschifffahrts-Anzeige.) David Rohr liegt bis mit dem 28. dieses und David Wolff bis mit dem 12. k. M. Juli dahier in Ladung. Offenburg. (Danksagung.) Für die bei dem Leichen- Begängnisse meiner seligen Großmutter Theresia Hans- jakob, geb. Braun, erwiesene Theilnahme sage ich meinen herzlichen, tiefgefühlten Dank. F. Hansjakob. Die Badanstalt zn Kork tst auch für dieses Jahr bereits wieder eröffnet worden. Sie gewährt dem Publikum eine eben so allgemein nützliche als vortheilhafte Gelegenheit, die für Reinlichkeit des Körpers wie für jeden krankhaften Zustand geeigneten Bäder gebrauchen zu können, da in dieser Anstalt nicht nur die gewöhnlichen warmen Bäder, sondern auch Schwefel-, Stahl-, Dampf-, Dvuche-, aromatischeu. Seifen-Bäder täglich bereitet werden. [3] Offenburg. (Zimmervermiethung.) In Nro. 113 der Metzgergaffe sind zwei schöne Zimmer mit oder ohne Möbel im zweiten Stock, auf die Hauptstraße gehend, für ledige Herren bis Johanni zu vermiethen. Niederschopfheim, O. A. Offenburg. (Klavierverkauf.) Es ist ein noch brauchbares altes Klavier zu verkaufen und das Nähere im Gasthause zum Adler in Niederschopfheim zu erfahren. [3] Offenburg. (Scheuervermiethung.) Zu der bevorstehenden Frucht- und Heuerndte können Diejenigen, die keinen geeigneten Platz zur Aufbewahrung ihrer Garben, noch zum Dreschen haben, in Nro. 113 der Metzgergaffe eine große, geräumige Scheuer, mit einer guten Tenne und einer bequemen Einfahrt versehen, zu den üblichen Conditionen finden. Offenburg. (Köchingesuch.) Auf Johanni wird eine Person, die von honetten Leuten empfohlen werden kann, zum Kochen und zur Hauswirthschast gesucht — von wem? sagt die Redaction dieses Blattes. slj Offenburg. (Branntwein-Verkauf.) Bei Bierbrauer Nerlinger ist sehr guter, probehaltender, ordinärer Branntwein zu baden, und wird von einer Maas bis zum großen Ohm abgegeben. (2] Offenburg. (Kuhverkauf.) Eine schöne, junge, rothscheckige Kuh, großtragend, ist zu verkaufen. Ausgeber dieses Blattes sagt bei wem. s2j Offen bürg. (Anerbieten.) Ein Mädchen vom Lande, unweit hiesiger Stadt, bietet sich als Säugamme an. Nähere Auskunft gibt die Redaction dieses Blattes. slj Offcnburg. (Lehrlingögesucb.) In einem hiesigen Handlungshause kann ein junger Mensch von guter Erziehung und mit de» nöthigen Vorkenntniffen versehen, als Lehrling Aufnahme finden. Näheres bei der Redactjon dieses Blattes. i 188 Offenburg. (Danksagung.) Der Unterzeichnete fühlt sich verpflichtet, für das zahlreiche Geleire der sterblichen Hülle seiner leider zu früh dahingeschiedenen Frau zum Grabe anmit öffentlich seinen Dank auszusprechen. Paul Brost, Küfermeister. Offenburg. (Freischießen.) Sonntags den 19. u. 26. v. M. wird das zweite Freischießen abgehalten und jedesmal die Schießstätte Nachmittags 1 Uhr geöffnet, wozu nran einladet. Offenburg, den 15. Juni 1842. Von Borstandswegen. [2] Offenbara. [Kellervermiethung.] Drehermeister Bischof hat einen abgesonderten Keller zu vermiethen. [2] Offenburg. (Empfehlung.) Da der Unterzeichnete sich dem Geschäfte eines Lvhnkutschers gewidmet hat, so empfiehlt er sich einem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum zu gefälligem Zuspruch, unter Versicherung guter und billiger Bedienung. Andreas Hansmann, wohnhaft dem röm. Kaiser gegenüber. [2) Offenburg. (Wohnungsvermiethuna.) Jvh. Baptist Zinth in der Vorstadt hat den obern Stoik nebst Platz im Keller sogleich oder aus Johanni zu vermiethen. (2) Offenburg. (Anzeige.) Unterzeichneter zeigt anmit ergebenst an, daß er bereitwillig ist, jeden Tag entweder in seinem Haufe in der Metzgergaffe oder im kiesigen Badhause oder in den Wohnungen der Patienten, je nach Verlangen, ,ü schröpfen. Bühler, Wundarzt. (3.) Offenburg. (Wohnuiigsgesuch.) Man wünscht eine Wohnung von drei Zimmern mit freier Aussicht nach der Außenseite der Stadt. Das Nähere ist bei der Redaktion dieses Blattes zu erfahren. s2] Freibarg. (Dungmehl.) Da cs am Vortheilhaftesten ist, die Düngung der Wiesen mit dem wegen seiner vorzüglichen Wirkung bekannten, aus Thierknochcn verfertigten Dungmehl gleich nach der Heu-Erndte vorzunehmen, so ersuche ich hiemit alle Diejenigen, welche ihre Wiesen damit zu düngen wünschen, mir ihre Bestellungen baldigst zu machen, damit ich solche zu rechter Zeit vollziehen kann. Zur Düngung einer Wiese von 36000 Quadrathschuhen auf 6 bis 7 Jahre werden 5 bis 6 Zentner angewendet, und kostet der Zentner hier genommen gegen baare Zahlung 4 st. Aus Verlangen werden Säcke dazu gegeben und mit 36 kr. berechnet, dieser Betrag bei Rückgabe aber wieder erstattet. Freiburg, den 27. Mai 1842. G. Zuber, Kaiserstraße Nro. 031. [3] Offenburg. (Zimmerverniiethung.) In der Stein- »affe ist ein Zimmer für einen ledige» Herrn — sogleich beziehbar — zu vermiethen. Ausgeber dieses sagt von wem. Kapitalien anszulckihen. [1] Auf Versicherung sind auszuleihen: a. aus dem hiesigen Kirchenfond. 1800 fi. — b. » » » Armensond. 2200 fi. — «. " " " Prädicaturfond .... 1200 fi. — Offenburg, den 7. Juni 1842. Stiftungen - Verwaltung. Durnegger. ( 1 ] Aus hiesiger Sparkasse können gegen Obligation 900 fi. m einem oder mehreren Posten dargeliehcn werden. Offenburg, den 15. Juni 1842. Stabtverrechnung. Schweizer. [11 Die Kirchenfonds-Verrechnung in Marlen hak 200 fi. auffgesetzliche Pfandverschreibung auszuleihen. [11 Der diesige Burger und Bauer Bernhard Fischer, als Pfleger für die minderjährigen Kinder des verstorbenen Bernhard Schnurr von hier, hat 1200 fl. Pflegschastsgeld zum Ausleihen parat liegen. Wer solches gegen gerichtliches Unterpfand zu 5 pCt ausnehmen will, hat sich innerhalb 14 Tagen bei der Unterzeichneten Stelle zu melden. Seebach, Amts Achern, den 13. Juni 1842. Bürgermeisteramt. Maier. fl) Vom Kirchenfond in Niederschopfheim können 225 fi. zu 5 pCt. auf gesetzliches Unterpfand dargelieben werden. Kirchenrechncr Köhler. [1] Es sind 550 fi. Privatgeld zu 5 pCt. auf Obligation auszuleihen — von wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. fl] Mehrere Hundert Gulden sind in großen und kleinen Partien aut gerichtliche Versicherungen auszuleihen; bei wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. [2] Gegen gerichtliche Obligation sind 1000 fi. Privatgekd zu 4 !4 pCt. auszuleihen — von wem? sagt die Redaktion. s2] Die Heiligenfonds-Derrechnung in Waltersweier bat 200 fl. zu 5 pCt. auf gerichtliche Versicherung auszuleihen. Rechner Metz. (2] Offenburg. Unterzeichneter hat 173 fl. Pflegschastsgeld gegen Versicherung zum Ausleihen bereit. I. B. Geck, zum Zähringerhof. ä Es sind 300 fl. zu 5 pCt. auf Handschrift mir solider ast auszuleihen — von wem? sagt Ausgeber dieses. s2] Gegen Obligation können zu 5 pCt. 80 bis 90 fi. aus der Pflegschaft der Lamprecht'schen Kinder abgegeben werden bei Messerschmied Augustin Schirrmann in Offenburg. [3] Die Heiligenfondsverrechnung in Bühl bei Offenburg hot 150 fl. zu 5 pCt. auf gerichtliche Versicherung auszuleihen. [3j Vom Heiligenfond in Durbach können 250 fl. zu 5 pCt. auf gesetzliches Unterpfand dargeliehen werden. Rechner Haas. [31 Vom Armenfond in Windschläg werden 300 fl. auf gerichtliche Pfandurkunde zu 5 pCt. dargcliehen. Verrechnet-: Ankerwn-th Glaser. [3] Die Heiligenfonds - Verrechnung in Bohlsbach Hai 100 fl. zu 5 pCt. gegen Einlegung einer gerichtlichen Obligation auszuleihen. [11] Bei der Gemeindeverrechnung in Altenheim können 4200 fl. und vom Pfarrzehntablösungskapital 1600 fl. gegen gerichtliche Versicherung dargeliehen werden. [10] Bei der Kaffe des Landkapitcls liegen 200 fl. zum Ausleihen gegen gerichtlichen Verlag bereit. Offenburg, den 12. April 1842. Mersp. Das Mitleid. (Eine Allegorie.) Als. nach der Erzählung griechischer Dichter, mit der Unschuld das goldene Zeitalter verschwunden, und Asträa, di» Göttin der Gerechtigkeit, von der Erde gewichen war, blieb unter den Sterblichen die Liebe zurück, die bessere Liebe, von Hirten gepflegt, und großgezoqen von der Treue. Anfänglich hatte sie nur die Freude zur Begleiterin, neben welcher sie gern, von einer blühenden Linde beschattet, den Festen der Landleute znsah. Einst aber hörte sie von einem Felsen her, über dessen Gipfel schwärzliche Tannen ragten, und in ein trübes stehendes Gewässer hcrabnickten, eine Stimme leise und klagend, wie der im Schilfe des Gewässers flüsternde Wind. Unwrder- stehlich fühlte die Liebe sich fortgezogcn, und ging dem Trauertone nach. Sie fand einen Jüngling, an den Felsen gelehnt, welcher bald zu den Tannen empor, und bald durch das langsam hin und her wallende Schilf blickte. Als sie näher trat, bemerkte sie auf seiner Stirne einen gewissen Ernst, der für sie etwas Ehrwürdiges hatte; zugleich aber flößten seine blaffen Wangen, sein mattes Auge, der zu stillen Gebeten sich öffnende Mund ihr eine, so noch' nie gesuhlte Zuneigung ein, und be- - t»9 — weiten ihr Innerstes. „Haben sie dich Alle verlassen,?-? fragte die Liebe den wie aus einem tiefen Schlafe erwachetidxn Jüngling. „Alle," versetzte dieser, „und auch Du wirst nicht lauge bei mir weilen." Judeß verklärte sich bas Gesicht des Leidenden in der Nähe der überirdischen milren Gestalt, und in ihrem Herzen sprach eine geheime Stimme: „Verlaß ihn nicht!" Das war die Stimme der Götter; denn sie hatten be- schldssen, daß die Liebe sich mit dem Kummer vermählen und so lang in Einer Hütte bei ihm wohnen sollte, bis die Menschen den Umarmungen Beider ein neues Wesen^verdankten, dessen Wandel unter ihnen ihr Elend erleichterte. So erschien, von dem Kummer gezeugt, am Busen der Liebe genährt, das Mitleid, ein holdes Mädchen, von seinen ersten Gespielen Eleesyne genannt. Bald nach der Geburt des Kindes soll in der Hütte, wo es lag, über seiner Wiege ein Zaunkönig genistet haben; und späterhin, als Eleesyne die matt gewordenen Blumen eines benachbarten Gartens getränkt hatte, und von der Arbeit ausruhte, kam eine vom Habicht ve:frlgte Taube, und rettete sich in ihren Schooß. Die Abkunft des Mädchens verrälh sich in ihrer ganzen Bildung, in jedem .ihrer Züge. Auf der Stirne wohnte des Vaters Ernst, aber mit- weiblichem Reize vereint und durch ihn gemildert; das Auge trauerte, jedoch nicht über eigenes, sondern über fremdes Unglück, und kündigte sanftes Wohlwollen an: auf den Lippen gesellte sich zur Sprache der Wehmuth ein tief in die Seele dringendes süßes Lächeln. Auch flocht sie unter die Cypressen des väterlichen Kranzes die Myrthen ihrer Mutter; that.zuweilen agch pch^Mpsszzknospe hinzu, welcher sie eine weiße Rose zur Nachbarin gab. Unermüdet wanderte nun Eleesyne, um Diejenigen aufzusuchen, die des Trostes bedurften. Einst gelangte sie an ein von den Kriegern in Asche gelegtes und von seinen Einwohnern verlassenes Dorf. Die Felder waren verwüstet; weit und breit hörte man keinen menschlichen Laut. Die Wandernde setzte sich aus die Trümmer eines Hauses, dessen ehemaliger Besitzer oft mit dem Armen sein letztes Brod getheiit hatte, und wandte die Augen gen Himmel. In der Stunde, da sie es that, überfiel den Anführer jener kriegerischen Horden ein ihm unbekannter Schauder, es war ihm, als ob ein Höherer den Fluch über ihn spräche. Sie aber eilte den Geflüchteten nach. Ihr Weg führte sie vor einer Quelle vorbei, die verborgen im Dunkel eines Buchenwalds murmelte. Hier hatte vor Zeiten ein Unglücklicher, zum Danke für manchen ihn tröstenden Gesang, den Musen einen Tempel erbaut, und die Blusen hatten der Quelle die Kraft der Hippokrene verliehen. Da, wo sie hervorsprudelte, setzte sich Eleesyne auf den mit Nachtviolen geschmückten Rasen und ließ eine Thräne hineinfaUen. Seitdem hat mancher Dichter aus ihr geschöpft. Aus ihr begeisterte sich Petrarch zu melodische» Klagen, und Dclis),e,jp.Gesängen, dem Mitleiden eweiht; dem, seinem frühen Tod entgegenfingenden Hölty gab e die zärtlichste» Elegien ein, so wie dem unvergeßlichen Jakobi sein Aschermittwochslied. Noch immer geht mit ihre» Tröstungen Eleesyne umher. Da, wo es ihr vergönnt ist, am Throne zu stehen, heiligt sie den Thron, und dem Fürsten, der auf ihre Worte merken will, beurkundet sie seine Verwandtschaft mit den Unsterblichen. Für die Götter selbst legt sie Zeugniß ab; denn die seligen Götter, welche sie dem Menschengeschlechte zusandten, können nicht die Urheber des menschlichen Elends sein, und so lange sie auf Erden bleibt, wenden die Himmlischen ihr Antlitz nicht von uns weg. —n— L c b e n s i: e g e l n. Wenn man lernt, ohne von dem Erlernten Gebrauch zu mache», ko gleicht man dem Geizhälse, der große Schätze sam> mett, obne sie nützlich anzuwendcn. Wie das Rad, daS am nicisicn Geräusch macht, das schlech, erste am Wagen ist, so sind die Schwätzer und Prahler gewöhnlich diejenigen unter den Menschen, die ain wenigürn trugen. Liebe und fürchte deinen Gott; sei gehorsam gegen dein» Vorgesetzten; ehrerbietig gegen Vornehmere; freundlich gegen deines Gleichen; ohne Grobheit gegen die, so geringer sind, als du; treu und zärtlich gegen deine Familie; dankbar gegen dein.« W^hlthärer; liebreich gegen Freunde, hülfreich und dienstfertig nlr deine Feinde; — guten Menschen ahme nach, schlechte Menschen vermeide; rede zwar von allen Möpschen das Gute, aber sage ihnen nie ihr Böses vor oder nach. Zum Erwerben des Glücks gehört Fleiß und Geduld, und zur Erhaltung desselben Mäßigung und Vorsicht. Niemand soll stolz sein aus das, was er weiß; denn sein Wisse» ist immer sehr wenig gegen das, was er noch zu lernen hat. Der Mensch kann nichts Nützlicheres kennen lernen, als sich selbst und seine eigene Narur. Gar oft erkennt man obne Mühe den einfältigen Mensche» am Fragen uud den Verständigen am Schweigen. Mancke Leiden sind für den Menschen ein Glück, wenn f(int Kurzsichtigkeit dies auch nicht immer einzusehen vermag. Wer Unglück gekostet hat, weiß, wie eS einem Andern schmeckt. Wem sein Vorfahr nickt zur Warnung wird, der wird seinen Nachkommen zur Warnung. Es wird Niemand auf einmal ein vollendeter Bösewicht; das Böse wie das Gute wächst mir den Jahren; darum gebe man die Hoffnung nicht auf, den Fehlenden zu bessern. Dem Diogenes war sein Sclave, der einzige, den er hakte, entlaufen. Jedermann rietb ihm, Nachsuchungen deßhalb anzu- stellen. Er aber erwiederte: es wäre eine Schande, wenn mein Sklave ohne mich leben könnte, und ich nicht ohne meine» Sklaven. M i s c e l l c it. (Gehet hin und rhut desgleichen.) Eine junge Dame i» einer Stadt Thüringens ging aus, ihrem Manne zu dessen Geburtstage ein hübsches Toilettennecessaire zu kaufen, das sie Tags zuvor in einem eleganten Waarcujager gesehen batte. Einige Schritte vor dem Laden begegnete ihr ein Kind Von sechs bis sieben Jahren mit ausdruckvoüen Zügen, aber in Lumpen ge, hüllt und bleich vor Hunger und Entbehrungen. Sre svricht di« Kleine freundlich an und erhält bald die Geschichte langer Leiden einer unglücklichen Familie; sie vergißt darüber den Zweck ihres Ausganges, läßt sich von dem Kinde in ein elendes Zimmerch«« im vierten Stocke eines alte» Hauses führen und sieht dort eine unglückliche Frau und zwei kleine Kinder aus dem ärmlichsten Strohlager. Es waren Mutter und Schwestern der Kleine». Die Dame verließ die Armen, nachdem sie sie reichlich beschenkt hatte. Statt einer Gabe zum Geburtstag überraschte sie ihren Mann mit den Quittungen der Kaufleute, bei denen sie für die arme Familie eingekauft hatte, was diese ihrer dringenden Notb entheben konnte. „Herr Doctor! liebwerthester Herr Doctvrl wie ich Se doch schätze, — wie ich Se dock ehre! — Gott zevor und Se dar. noch. — Aber helfen müssen Se meiner Kalle, — is se mer gar zu lieb, die Kalle. — Verschreiben Sr, was Se nur denken, das ihr nur helfen lhut, — und wenn es soll kosten ä Logedo» der Tropfen, — all's will ick schaffen, so viel Logcdors, so viel Tropfen, und kanen beschnittenen, 'sGotk gelobt! — Janen,— nur schreiben Se! schreiben Se l" Da setzte sich der Doctor und schrieb und reichte dem Israeliten daS Recept dar. »Na, was meinen Se, Herr Doctor! was wird kosten de Latwerge?" — „Höchstens sechs Groschen." — „Na, und wie wird se schmecken, de Latwerge?" — „Wie wird sie schmecken, — schlecht, sehr schleckt, wie jede Latwerge." — „Weih geschrienl Secks Groschen für «bs Schlechtes. Können wir's nicht zur Hälfte machen lassen, das Recevtchcn? — Wenn's er nun nicht schmeckt, der Lall«, was ihn» mer denn mit der Latwerge?" 190 (Pulveristrtes Korkholz.) Bei neueren in England angestellten Versuchen über die Eigenschaft des pulverisirten Korkholzes, auch schwer belastet/ auf dem Wasser stch schwimmend zu crbaiteii/ sank eine mit diesem Material gestopfte Makraze/ welche nur iS Pfund wog/ nicht unter/ obgleich fiiben Personen stch darauf gefetzt hatten. Mit Korkholz gestopfte Matrazcn und Kissen stnd eben so elastisch und weich/ wie die mit Pferdehaar/ und haben überdies den Vorzug/ daß sie durch den Gebrauch nicht hart werden. Demoiselle Goblie/ eine junge Pariser Figurantin/ ist gestorben. Folgender Nachlass wird versteigert: SS perstsch« Shawls, »li> französische Cashemire/ LS türkische Tücher/ tsooo Paar Handschuhe/ S4S» Etuis mit ParsumS, «ooo Paar seidene Schuhe/ »74 Kleider/ fo Mäntel/ io4o Coiffure»/ r»o Bracelets/ s4o Bijouterien und s« brillante Ohrgehänge/ »e Colliers von Per, len und eben fv viele von Diamanten/ s Paar Strümpfe/ drei Hemde»/ «o» gestickte Schnupftücher und 2 weiße Bettüberzüge/ eine ganze Bibliothek frivoler Schriften und ein geschriebenes Gebet/ nicht um Männer/ — sondern um einen Mann. „Gewährt'« Freude?" srägt das Kind. — „Genuss?" der Jüngling. — „Nutzen?" der Mann. — „Ruhe?" der Greis. — Nach dieser Ansicht lobt und tadelt Jeder. Ein amerikanisch« Geistlicher redete vor Kurzem seine Zu- Hörerinnen von der Kanzel herab auf folgende Weise an: „Seid nicht stolz darauf/ dass unser Herr und Heiland nach seiner Auferstehung zuerst einer Frau erschien/ denn er that dies nur zu dem Zwecke/ dass die fröhliche Nachricht um so schneller unter die Leute komme« möchte." In Lyon ist neulich ein Mann/ der in Folge einer Verletzung deS Schädels durch das Zerspringen eines Flintenlaufs sechs Loth Gehirn verloren hatte- nach Verlauf eines Monats »pllkommen genese»/ ohne auch nur die geringste Schwächung seiner früher« Geisteskräfte erlitten zu habe». Dagegen ist neulich in Edingburgh ein Man«/ der sich einen Zahn hatte heraus- reißen lasse»/ an einer dadurch veranlassten Verblutung gestorben. Jean Paul nennt irgendwo die Manier/ selbst Wörter zu schaffen- oder aus mehreren ein Substantiv zu bilden: „Die ^Sörkerselbstzusammenzimmerungsunausstehlichkeit." In der „Schachmaschine" hat der Lieutenant zu dem Liebhaber seiner Schwester zu sagen: „Sic haben die Ehre meiner Schwester zum Fenster hinausgeworfen." Ein Schauspieler, der sehr an Zerstreuung litt, versprach sich und sagte: „Sie haben die Ehre meiner Schwenster, nicht doch. Sie haben die Fenster meiner Schwester zur Ehre, hol's der Gukuk, Sie haben die Schwester meiner Ehre zum Fenster hinausgeworsen — Wenn daS wiehernde Gelächter des Publikums dem verwirrten Sprecher nicht zu Hülfe gekommen wäre, er corrigirte sich wahrscheinlich »och. — An den Bedienten. Johann! dass du das Essen in Bereitschaft hast Punkt drei! Ich speis' um Eins bei Herrn Schmal zu Gast. —«— Charade. Erste Svlbe. Wenn sie mit dem Rechte sich verbindet, Ist ihr stets der Redliche ein Feind; Und die Ruhe und das Glück, es schwindet. Wenn sie mit dem Frieden stch vereint; Und der Mensch verlieret seine Würde, Wenn mit ihr er in Verbindung steht; Tugend sündigt, und die Wahrheit würde Lügen, wenn sie ihr zur Seite geht. zweite Svlbe. Schrecklich, ach, du musst dich selbst verdamme», unglücksel'ger! ihrer stch bewusst. Reue nagt am Herzen, und die Flammen Der Verzweiflung würhe» in der Brust. Mag sie auch in Seide sich verhüllen, Mag sie sich verbergen vor der Welk: Nichts vermag des Herzens Angst zu stillen, Das ihr schreckliches Bewusstsein quält. Das Ganze. Glücklich ist das Ganze: ach, es lächelt Auch in Noth und Tod mit beit'rer Ruh'z Denn ihr herrliches Bewusstsein fächelt Frieden ihr und Trost und Kühlung zu. Ihr Bewusstsein dämpfet jede Klage; Zittern kann sie nimmer; freudig schwingt Sie die Palme, wenn am grossen Tage Des Gerichtes die Posaune klingt. —»— Räthscl. Mit H ist's weich und zart, Und ohne H ist's hart; Mit H ist's oft auch harr, Doch ohne H nie zart. —r Auflösungen in Nro. 23. Zum Gedicht an Herrn A. A.: Ergebenheit. Homonyme und Anagramm: Hasen, Fahne. Frucht-Mittelpreise. Ein Malter Offen ii.Juni bürg j >4.Juni Oberkirch 9. Juni. Achern 14. Jikni. Gengenb. 9. Juni. st. kr. st. kr. st. kr. ft. kr. st. fr. Walzen. . 14 50 14 50 14 — — — 13 40 Kernen . . — — — — 15 — — — 13 30 Halbwaizen 8 30 8 45 8 12 — — 7 28 Fees . . . 4 48 — — Korn . . . 6 48 — — 6 12 6 30 6 42 Gerste . . 5 30 — — — — 6 — — — Welschkorn — — — — — — — — — — Haber . . — — 5 30 — — — — 4 10 Die Marktgerichte. Offenburger Brod- unv Fleischtare für den Zeitraum vom 15. bis mit dem 30. Zuni 1842. 1) Brodtare. Weißbrod: Da« 1 kr. Brod soll wägen ... 4 Loth. ,, 2 kr. „ „ ,, ... 8 /. Halbweißbrod: Der 2pfundige Laib soll kosten „ 4 pfündige „ „ „ Schwarzbrod: „ 4 pfundige „ „ „ 2) Fleischtare. Da« Pfund Mastochsenfleisch soll kosten. „ „ Mastl.uhfleisch „ „. „ „ Schweinefleisch ., .. . » Kalbfleisch „ .. „ „ Hammelfleisch' „ .. Offeuburg, am 15. Jui.'i 1842. Großhcrzoqfiche« Oberamt. Kern. 8 kr. 18 10 .. 11 kr. S > 10 . 7 . S. . Redaction, Druck und Verlag von I. Otteni.