Wochenblatt für die Amtsbezirke Offenburg, Oberkirch, Achsen, Rheinbifchofsheim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 11 . Offenburg, den 17. März 1843 . Bekanntmachungen. Ofsenburg. (Aufforderung.) Rro. 5997. Den Men dieses Monats wurden auf dem hiesigen Graben 235 fl. — größtentheilö in Goldmünzen bestehend — gefunden. Der/ welcher hierauf Anspruch machen kann/ wird aufgefvrdert/ „sich bei der Unterzeichneten Stelle zu melden und seine Ansprüche nachzuweisen/ andernfalls über dieses Geld nach umflossener Zuwartungsfrist gesetzlicher Vorschrift gemäß verfügt wird. Offenburg/ am 15. März 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. [1] Offenburg. (Fahndung.) Rro. 6088. Mathias Herrmann/ Zieglerknechr von Elgersweier/ welcher wegen Diebstahls verurtheilt ist/ hat sich der Erstehung der Strafe durch Entweichung aus seinem Heimatbsort entzogen. Wir ersuchen deßhalb sämmtliche Polizeibehörden/ auf Herrmann/ dessen Signalement nicht angegeben werden kann/ fahnden und ihn im Betretungsfall an uns abliefern zu lassen. Offenburg/ den 10. März 1843. Großherzogliches Oberamt. v. Lgroche. Offenburg. (Aufforderung.) Rro. 5869. Der schon mehrmals wegen Diebstahls bestraften Genofeva Herrlemann von Windschläg wurde eine noch ziemlich neue Bektzüge/ das Oberblatt von mittelfeiner/ das Unterblatt von grober Leinwand/ am untern Ende mit Bändeln besetzt/ abgenommen. Da die Herrlemann der Entwendung dieser Betkzüge/ welche sie am 16. Februar d. I. von einem unbekannten Juden auf der Straße von Offenburg nach Bohlsbach gekauft haben will/ berdächlig ist; so fordern wir den etwaigen Eigenthümer oder Verkäufer derselben auf/ sich alsbald dahier zu melden. Offenburg/ den 9. März 1843. Großherzogliches Oberamt. v. Laroche. Haslach. (Diebstahl.) Rro. 2255. In der Nacht vom 21. auf den 22. d. M. wurden den beiden Hofbauern Math. Nock und Ignaz Weber von Welschsteinach nachbeschriebene Gegenstände entwendet: 1) Eine lange Spannkelw/ gezeichnet mit l. w./ 9 fl. werth. 2) Mutterschaafe im Werthe von 13 fl. 3) Eine Sperketw/ gezeichnet mit iv. W., 3 fl. werth. 4) Eine ditto/ gezeichnet mit F. w./ 3 fl. werth. Dies wird behufs der Fahndung auf das Entwendete und den zur Zeit unbekannten Thäler hiemit zur öffentlichen Kennmiß gebracht. Haslach, den 24. Februar 1843. Großh. Bad. F. F. Bezirksamt. Dilger. Haslach. (Diebstähle.) Rro. 2316. In der Nacht vom 4. auf den 5. Febr. d. I. wurden den auf dem Hofe des Anton Mellert in Oberbach/ Gemeinde Steinach/ wohnenden/ unten benannten Personen nachfolgende Gegenstände entwendet: i. Dem Anton Mellert selbst: 1) Ein neues Mannshemd mit einem baumwollenen Kragen/ gezeichnet vvrnen an der Brust mit A. m. 2) Ein Aschentuch/ zu welchem 8 bis 9 Ellen grober Zwilch verwendet wurde/ noch ziemlich neu. ii. Dem Joseph Decker: 1) Ein Leintuch von 5 Ellen/ zmnlich gebraucht/ gezeichnet mit i. D. 2) Ein Kopfpfulben-Anzug von weißem Zwilch. in. Der Luitgarde Mellert: 1) 11 Weiberbemden/ schon etwas abgetragen/ gezeichnet mit L. M./ wovon fünf etwas geflickt und sechs aber noch ganz brauchbar sind. 2) Drei Tischtüchlein/ jedes von l'Ä Elle/ eines von Reusten- tuch/ die andern zwei von Zwilch und schon sehr abgenützt. 3) Zwei Laibe Schwarzbrod. Haslach/ den 24. Februar 1843. Großherzogl. Bad. F. F. Bezirksamt. Dilger. Sichern. (Diebstahl.) In der Nacht von gestern auf heute wurden auf der Anstalt Jllenau 7 Schinken/ 11 Schwei- nenbüge/ 3 schweinene Rippenstücke/ einige Stücke Spickspeck/ 3 Ochsenzungen und 6 Schweinszungen mittelst Einsteigens aus einer Räucherkammer entwendet. Das Fleisch war beinahe vollkommen geräuchert und hatte im Ganzen ein Gewicht von ungefähr 218 Pfund. Dieses wird hiermit zur Fahndung öffentlich bekannt gemacht. Achern/ den 8. März 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Bach. Achern. (Entmündigung.) Durch diesseitiges Erkenntnis' vom 24. Jänner d. I. wurde Martin Hund von Oensbach wegen Geistesschwäche für entmündigt erklärt und ihm ein Vormund in der Person des Joseph Renner von da bestellt; was hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Achern/ den 7. März 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Bach. [1] Offenburg. (Erbvorladung.) Rro. 5781. Der Schreiner Konstantin Bayer von Hofweier hat sich im Jahre 1830 auf die Wanderschaft und nach Nordamerika begeben/ wo er in der Stadt Louisville längere Zeit gearbeitet und von dort im Jahre 1834 nach Haus geschrieben hat; von da an ist keine Nachricht mehr von ihm eingegangen. Auf Anstehen seiner Verwandten wird derselbe aufgefordert/ binnen Jahresfrist sich dahier einzusinden oder Nachricht von sich zu geben, andernfalls er für verschollen erklärt und sein in 500 fl. be- 84 stehendes Vermögen seinen nächsten Anverwandten in fürsorglichen Besitz gegeben wird. Offenburg, den 9. März 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. Achern. (Aufforderung.) Nro. 3633. Die Erben des Prinzwirlhs Xaver Habich von Sasbach haben dessen Ver- laffenschaft ausgeschlagen und die Wittwe desselben hat um Einweisung in solche gebeten. Es werden daher alle Diejenigen, die an die Verlaffenschaftsmaffe des Prinzwirths Xaver Habich Ansprüche erheben wollen, aufgefvrdert, solche binnen 3 Monaten bei der Theilungsbehörde anzumelden, andernfalls benannte Wittwe in den Besitz und die Gewähr derselben eingewiesen werden wird. Achern, den 1. März 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Bach. [2] Achern. (Entmündigung.) Nro. 3192. Durch diesseitiges Crkenntniß vom 10. d.M. wurde die Crescentia Hund von Obcrachern wegen Geistesschwache für entmündigt erklärt und unter Vormundschaft des Ignaz Krep von da gestellt, was hiermit zur öffentlichen Kennmiß gebracht wird. Achern, den 21. Februar 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Bach. M Oberkirch. (Erbvorladung.) No. 2254. Der schon seit 52 Jahren abwesende Johannes Huber von Petersthal oder dessen Leiseserben werden hiermit aufgefordert, sich binnen Jahresfrist dahier zum Empfang des in 347 fl. 32 kr. bestehenden Vermögens zu melden, widrigenfalls Johann Huber für verschollen erklärt und sein Vermögen seinen nächsten Anverwandten in fürsorglichen Besitz überwiesen werden wird. Oberkirch, den 1. Februar 1843. Großherzvgliches Bezirksamt. Häfelin. [33 Offenburg. (Vermögensverwaltung betr.) Nr.3ü79. Auf Ansuchen der Joseph Panther'schen Ehefrau zu Durbach wurde derselben die Verwaltung des ehelichen Gemeinschaftsvermögens wieder anheimgestellt, was wir unter Zurücknahme des diesseitigen Ausschreibens vom 10. Jänner v. I., Nr. 693, bekannt machen. Offenburg, den 15. Februar 1843. Großherzogl. Oberamt. Kern. s3j Offcnburg. (Entmündigung.) Nro. 3858. Durch Erkenntmß vom 28. v. M>, Nro. 1510, haben wir die Ehefrau des Bürgers Sebastian Armbruster zu Windschläg, Klara geb. Fischer, wegen Geisteskrankheit entmündigt und die Vormundschaft über dieselbe ihrem Ehemanne übertragen, zugleich auch als Aufsichtspfleger deren Bruder Benedikt Fischer bestellt. Offcnburg, den 16. Februar 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. [23 Oberkirch. (Entmündigung.) Nro. 4094. Den Joseph Kammcrer's Eheleuten von hier wurde wegen Alters und Gebrechlichkeit ein Beistand in der Person des Bäckers Augustin Gießler dahier beigegeben, was mit Bezug auf L. R. S. 499 hiemit bekannt gemacht wird. Oberkirch, den 18. Februar 1343. Grvßherzogliches Bezirksamt. Häfelin. Schulden - Liquidationen. , Andurch werden alle Diejenigen, welche aus was immer für,einem Grunde an die Masse' nachstehender Personen Ansprüche machen wollen, aufgcfordert, solche in der hier unten zum Richtigstellungs- und Vorzugsversahren angeordneten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugsund Unterpfandsrechte, unter gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden und Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln, zu bezeichnen, wobei bemerkt wird, daß, in Bezug auf die Bestimmung des Maffepfiegcrs, Gläubigeraus- schuffes und den etwa zu Stande kommenden Borg- oder Nachlaßvergleich, die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beigetreten angesehen werden sollen. Aus dem Bezirksamt Wolfach: [1] von Schapbach, an den in Gant erkannten Maurermeister Rupert Dreher, auf Dienstag den 21. März d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei. Aus dem Ober«ml Offenburg: [2] von Zunsweier, an das in Gant erkannte Vermögen des Taglöhners Konrad Hilberer, auf Freitag den 24. März d.J., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Oberamtskanzlei. Schuldenliquidationen der Auswanderer. Nachstehende Personen haben ihr Ansuchen um Auswan- derungs-Erlaubniß eingereicht. Es werden daher alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde eine Forderung an dieselben zu machen haben, aufgcfordert, solche in der hier unten bezcichneten Tagfahrt auf der betreffenden Amtskanzlei um so gewisser anzumelden und zu begründen, als ihnen sonst später nicht mehr zur Befriedigung verbolfen werden könnte. — Aus dem Oberamt Offenburg: [3] von Urloffen, die ledigen Geschwister Michael und Franziska Knosp, auf Samstag den 18. dieses Monats, Morgens 9 Uhr. [23 Kork. (Gläubiger - Aufforderung.) Diaconus Ludwig Karl Stuckert, zuletzt in Kork angestellt, ist daselbst am 28. Februar gestorben. Er hat sehr wenig Vermögen, aber eine Wittwe mit fünf unversorgten Kindern, wovon das jüngste erst 3 Jahre alt, zurückgelaffen. Von bekannten Creditoren ist bis jetzt kein Anspruch auf das kaum nenncnswerthe Vermögen gemacht worden, aber die Wittwe und der Kinder Pfleger wollen sich so lange aller Verfügung darüber enthalten, bis sic wissen, ob etwaige auswärtige Gläubiger, über welche sie nicht hinlänglich unterrichtet sind, darnach begehren. Auf ihren Antrag ergeht an die Creditoren des Diaconus Stuckert die Aufforderung, ihre erwaigcn Ansprüche, wenn sie solche geltend machen wollen, bis zum 10. April d.J. dem Amtsrevisorat Kork mündlich oder schriftlich anzuzeigen. Erfolgen in dieser Zeit keine Einsprachen gegen die Hinwegnahme des unbedeutenden Nachlasses durch Wittwe und Kinder, so wird man ihn denselben alsdann zuweisen. Kork, den 4. März 1843. Großherzogl. Amtsrevisorat. Schweikhart. Offen bürg. (Den Ausflug der Tauben betr.) No. 572. Die Taubenbesitzer werden andurch aufmerksam gemacht, daß sie ihre Tauben während der Frühjahrssaal bei Vermeidung der geordneten Strafe von fünf Neichsthalern eingesperrl zu halten haben. Offenburg, am 14. März 1843. Das Bürgermeisteramt. Löffler. vdt. Huber. Offenburg. (Retour-Briefe.) Die Aufgeber nachstehender dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der darauf haftenden Taxen rc., hiemit aufgefvrdert. Thalmann in Karlsruhe. — Stöckle in Oberkirch. — Sohler in Zell. — Fritz in Göppingen. — Georg Beck in Dinglingen. Offenburg, den 14. März 1843. Großherzvgliches Postamt. Barth. 8S Achern. (Lieferung von hydraulischem Kalk und von Traß zum Eisenbahnbau.) Zur Gründung und Herstellung verschiedener Brücken- und Dohlenbauren im diesseitigen Bezirke soll die Lieferung von circa 4000 Centnern hydraulischem Kalk und von circa 1000 Centnern Traß im Wege der Sou- misswn an den Wenigstnehmenden vergeben werden. - Die desfallsigen Bedingungen find auf diesseitigem Bureau jederzeit einzusehcn, und die Angebote der zur Uebernahme Lustrragcnden müssen längstens bis zum 8. April d. I., versiegelt und mit der Bezeichnung "Lieferung von Traß oder von hydraulischem Kalk für den Eisenbahnbau-- versehen, portofrei bei unterfertigter Stelle eingereicht werden. Achern, den 14. März 1843. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Cmbdt. Offenburg. (Materialienlieferung.) Künftigen Dienstag den 21. d. M., Vormittags 10 Uhr, werden im Gasthaus zum schwarzen Adler dahier nachbenannte Lieferungen in passenden Abtheilungen öffentlich versteigert: A. Die Lieferung von p. p. 50 Cubik-Ruthen ungeworfener Kies zur Einkiesung der Bahnseckion vil. zwischen Profil 155 und 130 in Offenburger u. Bohlsbacher Gemarkung. B. Die Lieferung von p. p. 50 Cubik-Ruthen Steine zur Fundamentirung der Straßen an und um den Offenburger Stationsplatz. c. Die Lieferung von 55 Cubik-Ruthen Schottersteinen zur Fundamentirung der Bahnseckion vi. auf Appenweierer und Urloffer Gemarkung. D. Die Lieferung der Materialien sammt den Zimmer- mannsarbeilen zur Herstellung der Spundwände um die Pfeiler und Widerlager der Kinzigbrücke in der Seclion viil., wozu 66 Stück 8 Zoll starke und 18 Fuß lange Leitpfähle und circa 1000 Stück 4 Zoll dicke, 5 bis 7 Zoll breite und 12 Fuß lange eichene Spundbohlen, ferner zur Einfassung der Spundwand 1150 laufende Fuß 6 und 8 Zoll starke Spangenhölzer erfordert werden. Offenvurg, den 15. März 1843. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. Offenburg. (Holzversteigerung.) Durch Forstpraktikant Föckler werden aus der Forstdvmäne Lehr, auf der Gemarkung Willstätt, am Donnersrag den 23. d. M. 500 Stück aufrechtstehende Eichen mit circa 100 Maffenklastern in 45 Lovsab- theilungen öffentlich versteigert. Die Eichen sind 40 bis 50 Jahre alt und eignen sich zur Rindennutzung. Oie Zusammenkunft ist am besagten Tage Morgens 9 Uhr in der genannten Forstdvmäne. Offenburg, den 12. März 1843. Großherzogliches Forstamt. von Ritz. £2] Offenburg. (Schwellenholz -Zurichtung für den Cisenbahnbau.) Das Zurichten (Schneiden) von 60,000 laufenden Fuß eichenen Langschweüen für den Eisenbahnbau in der Section vm. wird Dienstag den 21. d. M., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthause zum Schwanen zu Kork veraccordirt werden. Offenburg, den 7. März 1843. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. s2j Offenburg. (Heublumen-Lieferung.) Zur An- blümung der Eisenbahn-Dammböschungen ist noch ein beträchtliches Quantum Heublumen erforderlich, welche in gut gereinigtem Zustande auf den Bahnhöfen zu Appenweier und Offenburg, ferner auf dem Holzplatze zu Kork gegen eine Bezahlung per Sack zu 8 Sester um 30 kr. übernommen werden. Offenburg, den 6. März 1843. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. [2] Offenburg. (Bauaccordbegebung.) Künftigen Samstag den 18. d. M., Vormittags 10 Uhr, wird dahier im Gasthause zum Zähringerhof die Herstellung nachbenannter Arbeiten an dem Hauptgebäude des hiesigen Bahnhofes in Accvrd gegeben werden, nämlich: die Maurerarbeiten, veranschlagt zu 19626 fl. 31 kr., die Steinhauerarbciten, veranschlagt zu 7976 fl. 13 kr., die Zimmermannsarbeiten, veranschlagt zu 4935 fl. 48 kr. Plan und Kostenüberschlag können täglich auf dem diesseitigen Bureau eingefehen werden. Offenburg, den 7. März 1843. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. [2] Offenburg. (Dammarbeiten.) Die Wiederherstellung der durch die jüngsten Hochgewäffer durchbrochenen Kinzig- dämme auf den Gemarkungen von Schwaibach und Gengen- bach, veranschlagt zu 1400 fl., wird Donnerstag den 23. d. M. auf den betreffenden Baustellen versteigert werden. Die Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr am Stelzenberg. Offenburg, den 7. März 1843. Großh. Wasser- und Straßenbau-Jnspection. Föhrenbach. [1] Stadt Zell. (Badwirlhshaus- und Güterversteigerung.) Aus der Verlaffenfchafrsmasse des kinderlos verstorbenen Kleebadwirths Joseph Burger von Zell werden auf Antrag der Erben und Betheiligten Montags den 3. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, in dem Badwirthshause selbst nachbeschriebene Realitäten an den Meistbietenden öffentlich versteigert: 1) Eine zweistöckigte Behausung, mit der Realwirth- schaftsgerechtigkeit zum Kleebad versehen, nebst Scheuer, Stallung, Schopf, Tanzboden und Keller unter dem Hause. 2) Ein einstöckigter, von Stein erbauter Keller und Backofen. 3) Ein zweistöckigtes Badhaus, in welchem sich 8 Badzimmer befinden. 4) Ein hohles, mit Ziegeldach versehenes Gebäude, unter welchem sich der Badwafferkeffel und Brunnen befinden. 5) 4% Sester Matt- und Ackerfeld, Garten und Hof- raithe, an und um die Gebäulichkeiten herum liegend. 5) 4 Zeuch 3 Sester 30 Ruthen Tann- und Elchwald, so wie etwas Reutseld, der Kleebadwald genannt, bei den porbeschriebenen Liegenschaften. Dem Steigerer bietet sich die Gelegenheit dar, alle zum Betrieb der Wirthschaft erforderlichen Geräthschaften aus der vorhandenen Verlaffenschastsmaffe ebenfalls erwerben zu können. Diese Realitäten können inzwischen täglich eingesehen werden, und die Wittwe wird solche auf Verlangen vorweisen und Auskunft ertheilen. Fremde Steigerer haben sich vor der Versteigerung mit legalisirten Vermdgenszeugnissen auszuweisen und der Käufer Bürgschaft zu stellen. Die Kaufliebhaber werden zu dieser Versteigerung eingeladen. Gengenbach, den 5. März 1843. Großherzogliches Amtsrevisorat. Trefzger. [1] Appenweier, O.A. Offenburg. (Hausversteigerung.) Der Erbtdeilung wegen werden aus der Berlaffenschaftsmafft des verstorbenen Philipp Wiedemer von hier Montags den 27. März d. I., Vormittags 8 Uhr, im Rathhause dahier folgende Gebäulichkeiten und Grundstücke öffentlich versteigert, als: Ein Wohnhaus sammt Stallung, nebst einer besonders stehenden Scheuer und Stallung, Hof, Gras- und Ge- müsgarten, im Ort dahier, einers. Franz Sauer, anders. Johannes Götz. Die Bedingungen werden am Steigerungstage bekannt gemacht. Appenweier, den 14. März 1843. Das Bürgermeisteramt. Hodapp. 86 [1] Offenburg. (Liegenschafts - Versteigerung.) Aus der Verlaffenschaftsmasse des Bierbrauers Joseph Wigand von hier und dessen schon früher verstorbener Ehefrau Barbara Dcrndinger werden aüf Antrag der volljährigen Erben und im Interesse der minderjährigen Betheiligten, mit obervormundschaftlicher Erlaubniß vom 8. d. M., Rro. 5379, Dienstags den 4. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, nachbenannre Liegen,chaften, der Erb- theilung wegen, durch den hiesigen Bürgermeister auf dem Gemeindehaus dahier zu Cigcnthum und gegen terminweise Zahlung öffentlich versteigert; als: Nro. 1. Eine Zeuch Acker an der Bühler Straße, auf einer Seite die Bühler, auf der andern Seite die Bohlsbacher Straße, unten Fortunawirkh Pfähler; 2 y 3 mit Waizen angepflanzt und zehntfrei. Nro. 2. 3 Sester Acker und Matte am Rittweg, neben Schneidermeister Walz und dem Waldbach, oben sich ausspitzend, unten der Güterweg; % Zeuch mit Kohlreps angepflanzt. Nro. 3. V 3 Zeuch Acker am Kähnerbach, neben Schustermeister Johann Behr u. Anton Kiefer von Orkenberg, oben Fortuna- wirlh Pfähler, unten der Güterweg, mit Hopfen angepflanzt, nebst 650 Hopfenstangen. Nro. 4. Eine Zeuch Acker am Frauenweg, neben Karl Laible's Kindern und Oeler Henco, unten und oben der Weg; die eine Hälfte ist mit Klee und Korn, und die andere Hälfte mit Waizen angeblümt. Nro. 5. Eine starke halbe Zeuch Acker und Matte im Heldenrecht, neben Handelsmann Rerlinger und andern Anstößern und neben Joseph Durnegger, oben die Saugaffe. Nro. 6. Yi Zeuch Acker in der Wann, neben dem Fessenbacher Weg und Rentamrmann Schuck, unten Johann Sälmger. Nro. 7. V 2 Zeuch Acker auf der Stegermatte, neben Andreas Hansmann und Staatsrath Ruth's Frau Wittwe, unten und oben der Weg; ist mit Klee angepflanzt. Nro. 8. '/ 2 Sester Acker auf den zehn Zeuchen, neben Bäckermeister Georg Burr und Ancon Langenberger, unten und oben der Weg; — ist zehntfrei. Nro. 9. 2 V 2 Haufen Rebfeld im Lerchenrain, neben Lorenz Martin und Melchior Lapp, oben Johann Faist. Nro. l0. 1 Sester Acker auf der Kinzigmatt, neben dem Spital- gute und dem Kinzigdamme, oben Joseph Pfitzmaper. Nro. 11. 1 V 2 Haufen Reben an der Laubengasse, neben Georg Sah! und Norbert Kiefer, oben Georg Broßmer's Erben. Nro. 12. 2 Haufen Reben in der Halb, Ortenberger Banns, neben Joseph Seitermann und Helena Baßler. Nro. 13. 1 Haufen Reben im Hühnerberg, neben Zakob Bruder und Agnes Springmann. Offenburg, den 9. März 1843. Großherzogliches Amtö-Revisorar. I. A. d. A. Distrikts-Notar Fr ick. [2] Kork. (Güterversteigerung.) Aus dem Nachlasse des verlebten Ackersmanns Georg Schneider jung in Sand werden der Erbtbeilung wegen öffentlich versteigert: 1) ‘/ 2 Viertel Acker im Röllefeld, neben Georg Morgen- thaler, — taxirt zu 40 fl. 2) 1 '4 Viertel Acker allda, neben Georg Morgenthaler und der Eisenbahn, — tajrirt zu 80 fl. 3) 2 Viertel Acker im Hornungsfeld, neben Michael Rieber und Michael Steinert's Wittwe, — taxirt zu 120 fl. Die Versteigerungs-Verhandlung findet Samstags den 25. März d. I., Nachmittags 2 Uhr, im grünen Baum in Sand Statt, und es soll der Zuschlag erfolgen, sobald der Schätzungspreis oder darüber geboten wird. Kork, den 28. Februar 1843. Großherzogliches Amtsrevisorat. Schweikhart. Durbach, O. A. Offenburg. (Kiesbeifuhrversteigerung.) Die hiesige s.g. Heimburgerstabsverrechnung läßt Montags den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, die Beifuhr von circa 500 Meß Kies von Ebersweier nach Durbach auf die Straße und Nebenwege in schicklichen Abtheilunzen auf dem Rathszimmer dahier versteigern; wozu man die Fuhrleute hiermit einladet. Durbach, den 13. März 1843. Bürgermeisteramt. - Zeller. [1] Durbach, O. A. Offenburg. (Liegenschaftsvcrstei- aerung.) Aus der Verlassenschaft des verstorbenen hiesigen Bürgers Franz Hettig wird Montags den 3. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Badwirthshause zum Staufenberg dahier, der Erbtheilung wegen, zu Eigenthum versteigert: eine einstöckige Behausung mit Keller, Scheuer und Stallung , nebst zwei an das Haus angebauten Schweinställen im Hilsbach, neben Georg Vogt u. Maurer Andreas Benz; wozu die Kauflustigen eingeladen werden. Durbach, den 13. März 1843. Bürgermeisteramt. Zeller. Niederschopfheim, O. A. Offenburg. (Fahrnißver- steigerung.) Mittwochs den 22. d. M., Vormittags 9 Uhr, taffen die Erben des verstorbenen Franz Winterer vsn hier nachbeschriebene Fahrnisse freiwillig versteigern, nämlich: 1) Bettwerk und Getüch. 2) Schreinerwcrk. 3) Faß- und Bandgeschirr. 4) Feld- und Handgeschirr. 5) Zwei Kühe. 6) Zwei Läuferschweine. 7) Ein vollständiges Schmied-Handwerksgeschirr. 8) Mehrere Wagen Dung. 9) Ein noch neues Dunglachfaß. 10) Ein neuer Wagen. 11) Verschiedener Hausrath. Dieses wollen die löblichen Bürgermeisterämter bekannt machen. Niederschopfheim, den 15. März 1843. Bürgermeisteramt. Ehret. v«n. Bruder. Stadt Bühl. (Fahrnißversteigcrung.) Folgende Gegenstände werden auf nächsten Montag den 20. d. M., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthause zum Löwen dahier zur Versteigerung gegen baare Bezahlung ausgesetzt: Gegen 35 Malter Spelz, 20 » Korn, " 5 " gemischte Frucht, 7 " Gerste, 7 Sester Welschkorn, " 12 " Bohnen, " 35 - Setzkartoffeln, " 4 " Schnitze, 2 Mastschweine, 5 Kühe, 1 großer u. 1. kleiner Wagen und 1 einspänniges Wägelchen mit gedecktem Sitze, ferner gegen 40 Wagen voll Dung. Bühl, den 14. März 1843. Das Bürgermeisteramt. Fischer. Offenburg. (Erdarbeiten-Versteigerung.) Montags den 20. d. M., Vormittags 8 Uhr, wird das Ausgraben der hölzernen Brunnenteicheln längs ber Orkenbcrger Straße, so wie die Herstellung des Straßenbordes und der Ackerschwälle allda, auf dem Platze in Accord versteigert, wozu die Arbeitsleute eingeladen sind. Offenburg, den 14. März 1843. Stadtverrechnung. Schweizer. Offen bürg. (Felderverpachtung.) Am Mittwoch den 22. d.M., Nachmittags 2 Uhr, werden 6 Zeuch vom städtischen Gottswaldftld, und zwar die Loos-Nummern 13, 14, 15, 31, 44 u. 45, an Ort und Stelle in einen neunzährigen Zeitpacht versteigert, wozu die Pachtliebhaber hiermit eingeladen werden. Offenburg, den 14. März 1843. Stadtverrcchnung. Schweizer. Offenburg. (Erdarbeitversteigerung.) Zur theilweisen Cultivirung des alten Kinzigbettes längs des Dammes an den untern Angelmatten wird die desfalls nöthige Erdarbeit, im Voranschlag zu 1140 fl., am nächsten Dienstag den 21. d.M., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Platze lvosweise im Wege des Abstrichs versteigert, wozu die Arbeiter hierdurch eingeladen werden. Offenburg, den 15. März 1843. Stadtverrechnung. Schweizer. Sand, Amts Kork. (Liegenschafts-Versteigerung.) Auf Antrag der Erben des verlebten Michael Steinert 3. von hier werden, der Erbtheilung wegen, Samstags den 25. d. M., Nachmittags 3 Uhr, im grünen Baum dahier nachstehende Liegenschaften öffentlich versteigert: 1) ein Acker von 2 Sester im Roth (hiesiger Gemarkung), neben Georg Jäger u. den Erben selbst, taxirt zu 180 fl., 2) ein Acker von 2 l / a Sester allda, neben Herrn Schullehrer Söhnlin und den Erben selbst, taxirt zu 220 fl.; wobei bemerkt wird, daß, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird, der Zuschlag erfolgt. Sand, den 7. März 1843. Das Bürgermeisteramt. Doll. Offenburg. (Erinnerung.) Wer mit der Zahlung städtischer Gefälle pro 1842 noch im Rückstände ist, wird an deren alsbaldige Berichtigung dringend erinnert. Offenburg, den 15. März 1843. Stadtkaffe - Verrechnung. Schweizer. [ 1 ] Ichenheim. (Pferde- und Fuhr- geschirr-Versteigerung.) Nachdem ich den hier bestehenden Poststall freiwillig abtrete, so verkaufe ich im Wege öffentlicher Steigerung Dienstag den 4. April d. I., Mittags 1 Uhr, gegen baare Zahlung vierzehn sehr brauchbare Pferde in dem Alter von 7 bis 10 Jahren. Ferner zwei gut erhaltene vier- sttzige Chaisen, eine einspännige Chaise, einen ganz ausgerüsteten Bauernwagen, sechszehn Sielen, Kopfgestelle, drei gute Sattel. Der n dinge r. [1] Millstatt. (Hausversteigerung.) Die Amtsschultheiß Wetzel's Erben von hier lassen ihr im Flecken stehendes zweistöckiges Wohnhaus nebst einer besonders stehenden' Scheuer, einem Gemüs- und Baumgarten am Montag den 20. März im Wirthshause zur Krone dahier als Eigenthum versteigern. G engend ach. (Holzversteigerung.) Der Unterzeichnete laßt Donnerstags den 23. d. M., theils bei der Gengenbacher Mühle, theils bei der dortigen Kinzigbrücke, 53 Baustämme und 9 Sägklötze versteigern. Schnellingen, den 14. März 1843. Anion Ziegler, Müller. [1] Offenburg. (Aeckerverpachtung und Rebenverkauf.) Der Unterzeichnete läßt Dienstags den 4. April d. J>, Nachmittags 2 Uhr, in hiesigem Gemeindehause 1) auf 4 Jahre in Pacht versteigern: !4 Jeuch Acker, mit Halbwaizcix.angesäet, auf dem Grün oder bei dem früher» Wasenplatze, !4 Zeuch Acker allda (erst voriges Jahr ganz gedüngt), y 2 Zeuch Acker allda (über Winter gefahren), 2) zu Eigenthum versteigern: 1 Haufen Reben im sogenannten Surludi (Ortenberger Banns), neben Hrn. Joseph Boufleur und Hrn. Kapferer. Offenburg, den 14. März 1843. Franz Wigand. slU Durbach, O. A. Offenburg. (Weinverkauf.) Die Verwaltung des Freiherrn Zorn von Bulach in Durbach hat fortwährend rvthe und weiße Weine verschiedener Qualität, von den Jahrgängen 1834 bis 1842 einschließlich, in großen und kleinen Quantitäten um billige Preise zu verkaufen; was hiedurch zur Kenntniß des verehrlichen Publikums gebracht wird. Durbach, den 12. März 1843. Die Verwaltung. Fernach bei Oberkirch. (Empfehlung.) Der Unterzeichnete empsiehlt sich andurch im Reinigen der Bettfedern und des Flaums, welches mittelst einer Dampfmaschine so bewirkt wird, daß dieselben wieder wie neu werden. Auf Verlangen nehme ich dieses Reinigen in jeder Ortschaft vor. Der Preis ist äußerst billig. Christian Ramm. [1} Erlach bei Renchen. (Bleiche-Empfehlung.) Der Unterzeichnete gibt sich die Ehre, seine schon lange bekannte Bleiche zu Erlach hiermit unter der Zusicherung zu empfehlen, daß er die ihm anvertrauten Bleichgegenstände bestens besorgen wird. — Niederlage ist bei Herrn Aloys Eisele, Schuh- machermeister in Achern. Joseph Pfisterer, Bleicher. , Marlen, O. A. Offenb. (Heuverkauf.) Bei Joseph Kern in Goldscheuer, Georg Krämer und Michael Hige! in Marlen sind 1800 Centner Heu in großen und kleinen Parthien im gewöhnlichen Preis zu verkaufen. — Die löblichen Bürgermeisterämter werden höflich ersucht, dieses in ihren Gemeinden gefällig bekannt zu machen. [1] Offenburg. (Hopfen- u. Kartvffelnverkauf.) Bierbrauer Franz Wigand hat noch mehrere Centner Hopfen, 1842er Gewächs, und einiae Sester auserlesene Peruvianer Kartoffeln zu verkaufen. [1] Renchen. (Empfehlung.) Der Unterzeichnete empfiehlt sich anmit den resp. Gemeinden in allen Pflasterarbeiten, wie auch in Wafferableitungen, sowohl in den Ortschaften, als in Waldungen und auf Wiesen. Er bittet somit um geneigte Aufträge unter Zusicherung guter u. billiger Ausführung. Franz Schärcher, Pflästermeister. slj Offenburg. (Zimmervermiechung.) An der Hauptstraße Nro. 109 ist ein möblirtes Zimmer zu vermiethen und sogleich zu beziehen. Windschläg. (Hanfverkauf.) Im hiesigen Orte sind 100 Schaub weißgerötzrer 1841er Hanf zu verkaufen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. r 88 Kork. (Jagdflinte-rc.Verkauf.) Eine sehr gute doppelläufige Patent-Jagdflinte sammt schön gearbeitetem Pulverhorn, Schrotbemel und Jagdtasche ist um sehr billigen Preis zu verkausen bei M. D. Nessenthaler. Kehl. (Literarische Anzeige.) Bei Unterzeichnetem find Stilling's samnitliche Schriften um die Hälfte des Ladenpreises zu haben. K. Th. Asmus, Buchbinder. Kehl. (Wirthschaftsverpachtung.) In der Stadt Kehl ist ein an der Hauptstraße gelegenes Gasthaus nebst dabei befindlichem Garten zu verpachten. Von wem? sagt die Redaction dieses Blattes. Offenburg. (Gersteverkauf.) Der Niederschopfheimer Bote Ivo Mayer kommt nächsten Dienstag den 2t. d.M. mit mehreren Malter Soatgerste auf den hiesigen Markt, wovon den Kaufliebhabern Rachricht gegeben wird. Schleppdampfschifffahrt zwischen Mainz unv Kehl. Die Mainzer Schleppdampfschiffe haben ihren Dienst für den Gütertransport bereits begonnen, fahren einmal in der Woche sowohl von Mainz als von Kehl ab und legen die Bergfahrt in vier Tagen und die Thalfabrt in zwei Tagen zurück. — Da ich die Agentschaft auf hiesigem Platze übernommen, so sind mir die Thalgüter sammt Frachtbriefen spätestens am Freitag zu übergeben. Kehl, den 13. März 1843. I. Hummel. Osfenburg. (Hausverkauf.) Die Anton Trost'schen Eheleute sind Willens, ihre zweistöckige Behausung in der Fromgaffe, welche für zwei Haushaltungen sehr bequem ist, neben Schuhmachermeistcr Martin und Joseph Kappenberger's Wittwe, theilweise oder im Ganzen unter annehmbaren Bedingungen aus freier Hand zu verkanfen. [1] Offenburg. (Kartoffelnverkauf.) Mehrere Hundert Sester auserlesene Kartoffeln werden zum Verkaufe ausgeboten — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. Hosgul zu verkaufen. Ein im Kinzigthal unweit Zell am Harmersbach gelegenes Hofgut, bestehend in Aeckern, Wiesen, Reben u. Waldungen, ist unter annehmbaren Zahlungs-Bedingungen zu verkaufen; wobei bemerkt wird, daß die Hälfte des Kaufschillings auch gegen billige Verzinsung stehen bleiben kann. — Die Redaction dieses Blattes sagt, an wen sich zu wenden ist. Kapitalien auszulcihen. flj Gegen Obligation können aus hies. Sparkasse 1100 fl. und vom Gewerbschulfond 450 fl. dargeliehen werden. Offenburg, den 15. März 1843. Stadtkaffe- Verrechnung. Schweizer. Bei Unterzeichneter Verrechnung sind immer Kapi- ralien in beliebigen Größen gegen förmliche Pfandurkunde zu haben, wohin sich die Kapitalsuchenden mit Vorlage der Taxationen über die zu verpfändenden Liegenschaften wenden wollen, wobei bemerkt wirb, daß auf Grundstücke vorzügliche Rücksicht genommen wird. Offenburg, den 14. März 1843. Großh. Stiftungsverwaltung. Strobel. [2] Von den diesseitigen Kassen können mehrere Kapitalien auf pfandschastliche Versicherung ausgeliehen werden. Offenburg, den 8. März 1843. Kirchen-, Armen- u. Prädicaturfonds-Verrechnung. Durnegger. f2j Osfenburg. Von hiesiger Schmiedzunfr können sogleich gegen gerichtl. Versicherung 550 fl. dargeliehen werden. Verrechner I. R. Krafft. [9] Bei der badischen allgemeinen Versorgungs-Anstalt in Karlsruhe sind fortwährend Kapitalien in beliebigen Summen, jedoch nicht unter 1000 fl., auf erste Hypothek, zu gewöhnlicher Verzinsung sowohl, als auch auf Annuität, zum Ausleihen bereit. Die Verlagscheine sind dahier auf dem Bureau der Anstalt, auswärts aber bei den Geschäftsfreunden, bei welchen auch die nähern Bedingungen zu erheben sind, portofrei abzugeben. Die Gelder werden ohne Abzug baar ausbezahlt. Diejenigen, welche Kapitalien auf Annuität aufzunehmen wünschen, können das Statut auf dem diesseitigen Bureau, so wie auch bei den betreffenden Geschäftsfreunden erheben. Karlsruhe, im August 1842. Der Verwaltungsrath. fl) Bäckermeister Johann Nepomuk Müller dahier hat 300 fl. Pflegschaftsgeld auf Obligation auszuleihen. [1] Gegen gerichtliche Versicherung können sogleich 200 fl. dargeliehen werden von Waisennchter I. R. Krafft. [2] Gegen Versicherung können 1000 fl. dargeliehen werden, von wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. s2j Der Heiligenfond in Bvhlsbach hat 100 fl. auf Obligation auszuleihen. [3] Bei Kranzwirth Volk in Offenburg sind 100 fl. Pflegschaftsgeld auf Obligation auszuleihen. [3] Es sind 250 fl. Privatgeld zu 5 pCt. auf Obligation auszuleihcn — von wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. Bilder aus dem Leben. In einer Stadt hat ein Bierwirth in der Wirthsstube folgende Inschrift angebracht: Gori furchten macht selig, Bier trinken macht fröhlich. Drum fürchte Gott und trinke Bier, So bist du selig und fröhlich hier. Eine sehr sinnreiche Inschrift, die Nachahmung verdient. Gott hat dem Menschen sehr viele Quellen der Freude und Lust eröffnet; er soll genießen, aber als ein dankbarer und weiser Mensch. Ein Gottesfürchtiger ist ein sittlicher Mensch; er macht keinen Mißbrauch von Gottes Gaben; er trinkt nie mehr, als es sich mit dem Wohle seiner Seele, seines Leibes und dem Wohlstände seines Hauses verträgt. Es ist kein Vorzug des Menschen den Tbieren gegenüber, daß er sich durch Schwelgerei um seine Vernunft bringt, und sich so unter das Vieh stellt, dabei seine Gesundbeit und fein Leben untergräbt; das thut kein Tyier, das lhut nur der Mensch, der sich in seinem Dünkel den Herrn, den König der Erde nennt! Ein berauschter König nimmt sich schlecht aus. Das dürfte er aber wobl erwägen, daß er von Gottes Gnaden Mensch ist! Welch' Unheil, welch' Ungemach ein dem Trünke ergebener Hausvater über sich und die Seinigen bringt, ist leider nur zu bekannt. In den Sprüchen Salomöns, 23. Kap., Vers 29 und 30, lesen wir: --Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klagen? Wo sind Wunden ohne Ursache? Wo sind rothe Augen? Nämlich, wo man bei'm Wein liegt und kommt auszusaufen, das eingeschenkt ist.-- Es gibt solcher Saufbolde, Unholde für Weib und Kinder, Schandflecke unter den Menschen nur zu viele! Wenn die.Lumpenglocke den Trunkenbold nöthigt, die Wirthsstube zu verlassen, schleppt er sich mit dumpfer Seele, schwerem Kopfe, wackelnden Füßen, gleich einer vom Sturm bewegten Vogelscheuche heim. Voll Grimm über seinen verstimmten Leib, über den Verlust beim Würfelspiele oder über was sonst nicht Alles, fällt der Wütherich Weib und Kinder an. Cr schämt sich nicht, daß er seinen Kindern das Bild eines Scheusals darstellt; er fürchtet sich nicht, denen Aergerniß zu geben, die ihm Gott anvertraur hat; er, der sich ein Christ nennt, weiß nichts davon, was die heilige Religion gebietet: --Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst.-- Alles dessen vergessen, was er an dem Traualtäre feierlich vor Gott dem Allmächtiaen verheißen, mißhandelt er 89 Weib und Kinder und bedeckt sie mit Wunden und Schmach. Endlich ermattet, legt sich der Schlauch nieder: weinend sitzt das mißhandelte Weib, nachdem sie wieder Ordnung in die verwüstete Stube gebracht, beim schwachen Lampenscheine und klagt Gott in heißen Zähren ihre Notb. Sie schämt sich vor der Welt, daß ihr Mann ein Unmensch sei! Hat der Unhold seinen Rausch ausgcschlafen, so erkennt er am Morgen, wenn ihn das Thier in seinem Leibe treibt — von einer besseren Gattenliebe kann bei einem so Entmenschten nicht die Rede sein — in seiner Ehefrau nur das Weib! — Er verlangt, daß das Antlitz, das er am vorhergehenden Abend vielleicht angespiecn, freundlich lächle; daß die Arme, die seine ruchlose Hand mit schmerzlichen Streichen überhäuft, ihn liebkose; daß die noch vor wenigen Stunden von ihm Herabgewürdigte ihn als besorgte Hausfrau pflege. Armes, unglückseliges Weib! verwahrloste Kinder! was soll aus euch werden? Schande, dreimal Schande über solchen Mann! Wehe, dreimal Wehe über ihn, wenn einst, aber zu spät, und sei es nur in der Todesstunde, sein Gewissen erwacht! Schon erscheinst du vor dem Richterstuhle des Unerforschlichen, den du in der Tollheit deines Herzens unter dem Beistände deiner Saufkumpane weggewitzelt hast. Du erleidest den Tod, den die Sünde in die Welt gebracht, und erblickst in feurigen Buchstaben über dem Throne des Gerechten: "Wie ihr messet, so soll euch wieder gemessen werden! >• Wehklagend folgen deinem Leichenzuge Kinder und Weib mit in der Brust ersticktem Fluche über dich; du hast sie nach langen Leiden, die sie erlebt, an den Bettelstab gebracht. Dein Haus hast du geschändet, deinen Kindern Aergerniß gegeben, du warst ihnen selbst ein Verführer zum Schlechten; dein Weib ist durch lange Trübsal krank und siech; sie kann den unmündigen Kindern nicht mehr Pflegerin und Nährerin sein. Das Alles hast du verschuldet. Wie verächtlich war dein Leben, wie nichtswürdig dein Thun! Niemand weiht dir bei'm Dahinscheiden eine Thräne der Wehmuth. Wohl, dreimal wohl, daß der Kobold nicht mehr in Haus und Nachbarschaft spuckt. Gott sei seiner armen Seele gnädig! Das ist's, was man hört. Du hättest ein glücklicher Mensch sein können. Sv hast du im ewigen Herzenleide , immer mehr oder weniger deiner Vernunft beraubt, alles Christcnthums vergessen, gelebt, im Leben verachtet, im Tode von Niemand vermißt, als etwa von den Gassenjungen, denen du gleich einem mit Lumpen bedeckten Strohmann, von Innen und Außen besudelt, zur Kurzweil dientest. So dein beflecktes, kurzes Leben, so dein brennender Tod! Spanische Rechtspflege. Die »Gazette des Tribunaux-- erzähl den nachstehenden merkwürdigen Vorfall aus Valadolid. Don Eipitano de Santa C. verlor frühzeitig seinen Barer und gelangte bei seiner Mündigkeit in den Besitz eines unermeßlichen Vermögens, das ihm die Befriedigung aller seiner Launen gestattete. Nur in einem Punkte fand er Widerstand bei seiner Familie, als er sich nämlich in ein schönes junges Mädchen in Valladolid, Zora-de G., verliebte und dieselbe heirathen wollte. Sie stammte aus guter Familie, war schön und reich; aber die Familie des jungen Grafen behauptete, ihre Ellern wären doch nur "neue Christen," da sie von einer maurischen Familie stamme. Der junge Mann ließ sich indeß nicht ab- reden, und die Vermählung fand statt; leider sollte sein Glück von kurzer Dauer sein. Er besuchte an einem heißen Tagt einen seiner Verwandten zugleich mit seiner jungen Frau, die nach der Ankunft unvorsichtiger Weise aß, sofort erkrankte und nach wenigen Tagen starb. Der junge Graf war untröstlich und wurde fast wahnsinnig: nur mit Gewalt konnte man ihn von dem Leichnam seiner geliebten Frau Hinwegreißen. Als er sich einigermaßen gesammelt hatte, nahm er einen alten treuen Diener seines Hauses, Perez, bei Seite und sagte ihm, er könne nicht leben, wenn man ihm nicht wenigstens etwas von seiner Frau lasse, die er so schnell verloren; er möge ihr in der Kapelle, wo die Leiche ausgestellt sei, einen kleinen Finger abschneiden. Perez machte lange Vorstellungen, mußte aber endlich nachgeben und versprechen, den Wunsch seines Gebieters zu erfüllen. Es gelang ihm nicht, seinen Auftrag zu erfüllen, und die junge Gräfin wurde beerdiget. Der Graf machte dem alten Diener die bittersten Vorwürfe, und in der Verzweiflung ging dieser zu dem Todkengräbcr und bewog ihn durch große Versprechungen, ihm zu verschaffen, was sein Herr wünsche. Das Unternehmen gelang diesmal, und Perez kehrte mit dem Todtengräber eben von dem Gottesacker zurück, als eine Patrouille erschien und Beide verhaftete. Die Sache kam vor Gericht und machte das größte Aufsehen. ES wurden die Bestimmungen des spanischen Gesetzbuches über die Verletzungen der Gräber auf die beiden Verhafteten angewendet und Perez zu 300 Piast. Strafe verurtheilt, der Todtengräber aber auf 5 Jahre nach Afrika verbannt. Der junge Graf bezahlte die Strafe für seinen Diener, aber die Begnadigung des Todtengräbers konnte er nicht erlangen, weßhalb er ihm und der Familie des armen Mannes, um ihn einigermaßen zu entschädigen, eine Pension aussetzte. _ M i s c e i l e n. Nach einer Bekanntmachung des Vorstandes der landwirth- schastlichen Bezirksstelle Offcnburg vom 10. d. M., welche den Einwohnern der Stadt und des Oberamtsbezirks Offenburg bereits durch eine besondere Beilage zum Wochenblatt Nro. 10 eröffnet wurde, haben Seine Königliche Hoheit der Großherzog nach höchster Entschließung vom 25, v. M., Nro. 311, gnädigst zu genehmigen geruht: 1) daß das landwirthschaftliche Centralfest in diesem Jahre in Offenburg abgehalten und 2) daß die diesjährige Vertheilung der Prämien für Pferdezucht mir diesem Feste verbunden und dabei auf die Pferdezüchter im Mittelrheinkreise besondere Rücksicht genommen werde. — Dieses bringen wir den übrigen Lesern unseres Blattes noch zur Kenntniß. Wenn man zu ganz gutem Braunbiere Brunnenwasser gießt, um cs zu verdünnen, so wird dasselbe so unangenehm bitter, daß es fast nicht mehr genossen werden kann, und wirkt zugleich so sehr narcvtisch, daß eine weit kleinere Menge berauscht, als von dem nicht mit Brunnenwasser verdünnten. (Mittel, Cichorien unter gemahlenem Kaffee zu entdecken.) Man schüttet den gemahlenen Kaffee in eia Gefäß, das zuvor mit Wasser angefüllr wurde. Ist der Kaffee nicht mit Cichorie vermischt, so bleibt er ziemlich lange auf der Oberfläche schwimmend; enthält er aber Cichorie, so schluckt diese fast äugen, blicklich Wasser ein, fällt zu Boden und färbt das Wasser gelb. Untersucht man das nasse Pulver, welches zu Boden fällt, so sieht man, daß es nicht die Festigkeit des Kaffee's hat, sondern sehr fein ist, wogegen der Käffee sich lange im Wasser hält, ohne daß die Pulverkörner aufgelöset werden. (Mittel, den Schimmel beim Wein wegzufchaffcn.) Nehmet auf ein Fuder ungefähr zwei Pfund rohe Gerste, röstcr diese braun, schüttet sie heiß in einen langen Sack, und hängt sic so heiß in den Wein; über Nacht wird der Geschmack weg sein. Lasset nun den Wein in ein anderes Faß füllen, und alsdann erst die Gerste aus dem Fasse thun. Kleine Menge» Cblvrwasser, um z. B. Obst- oder Wein, flecken auS Weißzeug zu bringe», kann man sich sehr schnell und ohne Mühe bereiten, wenn man 25 Gramme gepulverten Mennig, 4 o Gramme Schwefelsäure, 75 Gramme Kochsalz und 1 Litre Wasser in eine Flasche bringt und zwar die Schwefelsäure zuletzt, das Ganze einigemal tüchtig schüttelt und nach einigem Stehen den Bodensatz abgicßt. Gegen, Mottenfraß empsiehlt Hasset zu Trebitsch in Mähren folgende Zubereitung von Rauchwaaren. Auf ivo Stück kleine Felle nimmt man ‘/i Maas gereinigtes Terpentinöl, eine halbe Maas schwache Lauge von kvhlensaurem Natron und eine 90 Maas einer etwas eingedickten Wermut!)- (Absinthium vulgare) Abkochung. Die Flüssigkeit wird innig gemengt, mit der zur Gerbung bereiteten Lauge zusammen gemischt und damit auf die gewöhnliche Weise verfahren. Bei Tornister, und Lammfellen kann man auf lew Stück 2 Seidel Tervrntinöi, 4 Seidel Natronlauge und doppelt so viel Wermuthabsud gebrauchen, weil diese Felle großer und stärker sind. Die k. k. Monturhauptcommission har die Vorzüglichkeit dieses Verfahrens bestätigt. »WaS ist minorenn;" — fragte ein Evaminator einen Cand. jur. — ,, Schulden machen und Andere bezahlen lassen." — »Was ist denn majorenn;" — „Schulden machen und selbst bezahlen hier unbezahlt lassen." Geburtstage, bemerkt jetzt der Salon, sind für das weibliche Geschlecht bis zum l». etwa Fest- oder Danktage, dann Betrag« und Nack dem zweiten Dutzend Bußtage. Unter den im Monat November zu Bamberg abgestraften Bolizeifreveln bemerkt man drei „wegen vernachlässigter Kinder- Erziehung." Jch'seh's, ich muß zum Eb'stand mich entschließen. Denn aste meine Strümpfe sind — zerrissc». Mittel zum langen Lebe«. (Nach dem Spanischen.) Ruhig und bescheiden lebe», Sick nicht nMlütz alteriren, Gut gelaunt sein und daneben Ja nur nicht mediciniren; Nur den Muih nicht lassen sinke» Bei der kleinsten äußern Regung; Mäßig essen, wenig trinken, Und im Freien viel Bewegung; Nachts zu Hanse, doch am Tage Munt're Arbeit ohne Plage. Der vrojectirte Bahnhof am Rhein vor der Stadt Kehl. Sie sollen ihn nicht haben Den Bahnhof an den Rhein, Sb sie auch wie die Raben Sick heißer darum schrei'». Des ganzen Dorfes Willen Und den der halben Stadt, Den wird der Fürst erfüllen, Nickt hören der Dumme» Rath. Wollt' man den Bahnhof bauen Hinaus auf lockern Grund, Dan» könnte man bald schaue«. Wie er versinkt in Scklund. In Stadt und Dorfes Mitte Da muß der Bahnhof hin; Der braven Bürger Bitte Bestimmt des Fürsten Sinn. Drum jauchzet nicht so frühe Da unten in der Stadt! Unnütz ist eu're Müh« Und euer dummer Rath. Und werdet ihr auch schauen Auf «ns herüber scheel, Wir auf den Fürsten baue«, Der schützt die beide» — Kehl. Kehl, am U. März 1843. Matthias. Charade. Bei Frauen siehst trefflich die Erste geschliffen, Dem Manne har sie schon oft beißend gepsiffen. Und ist sie bei Mädchen gar sentimental, Ack! welches Bcrlangen in schmachtender Qual. Ergreist sie Dick aber oft bitter und grell, So klopfe den Letzten nur tüchtig das Fell, Dies tönet so seltsam, schafft Heh'res zugleich, Und wirket vkr magisch in jeglichem Reich. So wirket die Erste auf's Ganze belebend: Lockt Töne von ihm, so sanft, leise vcrschwebeud, Gleich Harfcngesäusel, von Aeol durckbebt, Der Eisen und Steine, selbst Muscheln belebt. G. Auflösung des Räthsels in Nro. 10: Echo. Kirchenbuchs - Auszüge von Offenburg. Geboren: Den 5. März. Friedrich Anton; Vater: Anton Berenz, Bürger und Schustermeister. Den 6.— Friedrich Gustav; Vater: Joseph Rinderknecht, Bürger und Schneidermeister. Den 7. — Franziska; Vater: Martin Bauer, Bürger und Ackersmann. Gestorben: Den 24. Februar. Jakob Schneider, 21 Jahre 4 Monate alt, Steuerperäquaturgehütse, gebürtig von Eppingen. Den 3. März. Wilhelmine, 4 Monate 5 Tage alt, Tochter der ledigen Magdalena Müller. Den 8, — Karl Theodor, 6 Monate alt, Sohn des Joseph Mösch, Bürgers und Nagelschmieds. Den 10. — Albert, 6 Monate alt, Sohn des Eduard Rehmann, Bürgers und Apothekers. Ten 10. — Victoria geb. Walz, 32 Jahre alt, Ehefran des Alerander Seeger, Bürgers und Adlerwirths. Frucht-Mittelpreise. Ein Matter Ofsenburq Oberkirch Sichern | Gengenb. li.Mrz. 14.Mrz. 9. Mrz. 14. Mrz. I 9. Mrz. st. kr. st. kr. st. kr. st. kr. st. kr. Waizen . . 14 25 14 20 14 6 -- — 14 24 Kernen . . 12 55 12 45 13 36 14 — 13 — Halbwaizen 12 50 12 30 13 25 — - 1 12 12 Fees . . . — — — — — — 6 30 | — — Korn . . . — — — — 11 — 11 - j 11 — Gerste . . 10 6 10 12 — — 11 — — — Welschkorn 12 30 — — — — — - 1 13 — Haber . . 7 12 7 12 7 — 6 30 6 36 Die Marktgerlch te. Haslacher Fleischtare für den Zeitraum vom 1. bis mit dem 31. März 1843. Das Pfund Mastochsensteisch.10 h. „ „ Ochsen- und Mastkuhfleisch.9 „ „ „ gewöhnliches Kuhfleisch.7 .. „ Kalbfleisch.7 „ „ „ Schasflrisch,.6 „ „ „ Schweinefleisch.11 ,, „ „ do. geräuchertes.16 „ Haslach, am 4. März 1843. Großh. Bad. F. F. Bezirksamt. D i l g e r. Hiezu eine Beilage.