Beilage ?um Wochenblatt «M 15. Bekannt»« achung en. s3) Oberkirch. (Kunstmüble-, Hvfguk- und Waldversteigerung.) Da die in Nr. 8, 9 und 10 dieses Blattes auf Montag den 18. und Dienstag den 14. d. M. ausgeschriebenen Versteigerungen des zur Verlaffenschaftsmaffe des Freiherrn Lambert von Schauenburg-Diebold zu Gaisbach gehörigen Hofguts und Waldung in der Gemarkung Seebach im Kapplerthal, sodann der im Orte Fernach liegenden Kunstmühle, das erwünschte Resultat nicht geliefert haben; so werden auf Antrag der Crbintereffenten einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt, und zwar: I. Am Mittwoch den 19. April d. I., Vormittags 10 Uhr, im Pflugwirthshause in Ottenhofen im Kapplerthal: a. das Hofgut samml Zugehörde in der Gemarkung Seebach. — Taxirt zu. 8,700 fi. b. 420 Morgen 314 Ruthen Waldung, in Verbindung mit diesem Hofgute, in 7 Abkhei- lungen. — Taxirt zu. . . 34,695 fl. Zusammen taxirt zu . . 43,395 fl. II. Am Freitag den 21. April d. I., Vormittags 10 Uhr, im Ochsenwirthshause in Fernach: die von Stein neu erbaute Kunstmühle mit Hvfrairhe und den dazu gehörigen Gebäulichkeiten, wozu weiter gehören: a. circa 1 :1 4 Tauen Wiesen, die sogenannte Freimatte, einers. der Mühlebach, anders, die Landstraße; b. circa 3 Tauen Wiesen auf der Plaulmatte, einers. der Mühlebach, anders. Joseph Fies von Fernach — Alles in der Gemarkung Fernach — und zusaminen angeschlagen zu 37,383 fl. Im Falle diese Kunstmühle und Zugehörde bei dieser Versteigerung abermals nicht angebracht werden kann, so wird an diesem Tage zugleich eine Verpachtung derselben versucht werden. Ferner werden wegen einem erfolgten Rachgeboke am Montag den 24. April d. I., Nachmittags 3 Ubr, im Gasthause zum grünen Baum in Urloffen einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt: circa 2 Tauen 1 Viertel 81 Ruthen Wiesen, die Neumatt genannt, Urlvffer Banns. — Angebot 1100 fl. Die Steigerungsbedingungen, so wie auch die Bedingungen zur allenfallsigen Verpachtung der Kunstmühle, werden vor der Versteigerung, beziehungsweise vor der Verpachtung, eröffnet, und können auch vor der Versteigerungstagfahrt schon bei dem Distriktsnotar dahier eingesehen werden. ' Auswärtige Steigerer haben sich mit legalen Vermögens- Zeugnissen zu versehen. Overkirch, den 21. März 1843. Großherzogl. Amtsrevisorat. Schuster. vdt. Warth, Notar. [2] Durbach, O. A. Offenburg. (Holzversteigerung.) Anton Wörner, Hofbauer von Durbach, läßt am Dienstag den 18. d.M., Vormittags 9 Uhr, aus leinen Waldungen an der Brandeck 7000 Stück buchene Wellen mit Borgfrist bis kommende Johanni d. I. rersteigern; wozu die Liebhaber mit dem Anfügen eingeladen werden, daß die Zusammenkunft bei Joseph Eckenfels an der Brandeck statk- findet. Dürbach, den 5. April 1843. Aus Auftrag: Bürgermeister Zeller. [2] Durbach, O.A. Offeiiburg. (Liegenschafts-Versteigerung.) Aus der Verlaffenschaft der Bartholvmä Gallehr- schen Eheleute dahier werden Montags den 24. April d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Lindenwirthshause dahier, nach vorher eingeholter obervormundschaftlicher Genehmigung zu Eigenthum versteigert: 1) eine emstöckigte Behausung mit einer Wagnerwerkstätre, neben Jakob Hummel und Dominikus Winter; sodann ein kleines Nebenhäuslein und 2 Schweinställe, neben Joseph Müller und Dominikus Winter; 2) 3 Haufen Reben im Hartwald, neben Elvgius Kiefer und Franz Baumstark; wozu die Kauflustigen eingeladen werde«. Durbach, am 31. März 1843. Bürgermeisteramt. Zeller. s2g Zell bei Offenburg. (Liegenschafts-Versteigerung.) Zufolge verehelichen Auftrags Großh. wohllöblichen Amts- Revisorats Offenburg vom 24. d.M., Nr. 430, werden aus der Gantmasse des Johann F e y, Bürgers und Rebmanns von Riedle, nachstehende Liegenschaften Dienstags den 17. April l.J., Nachmittags 3 Uhr, im Gemeindehause dahier öffentlich versteigert, wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis erreicht wird. Nr. 1. Ein einstöckiges Wohnhaus samml Keller und Stallung nebst 6 Haufen Feld und Matte im Altenberg, einerseits Ferdinand Rendler, anders. Rudolf Gailer. Nr. 2. % Hausen Reben im Lottersgrund, neben Alois Grvmer und Norbert Rendler. Nr. 3. % Haufen Reben im Bittler (Offenb. Banns)) neben Joseph Buchert. Nr. 4. 1 Haufen Feld im Eckenbosch, einerseits und anderseits imbekannt. Nr. 5. !4 Haufen Reben im Stieg, einer- und anders, unbekannt. Zell, den 28. März 1843. Bürgermeisteramt. Herp. [2] Kork. (Liegenschaftsversteigerung.) Der Erbkheilung wegen werden aus dem Nachlasse des verlebten Joh. Herrel 2. von Bolzhurst nachbeschriebene Liegenschaften Mittwochs den 26. d.M., Nachmittags 2 Uhr, auf dem Nachhause in Legelshurst der Versteigerung ausgesetzt; nämlich: a) Eine einstöckige Behausung mit Scheuer u. Stall, Hof, Hofraikhe und V 2 Viertel Garten, neben Mich. Stölzel und Georg Kvnrad, — taxirt zu 600 fi. b) 2 Viertel Acker in der Beckenbühn, neben Johann Heiz und Friedrich Schmidt, — taxirt zu 300 fi. 0 ) 1 2 /a Viertel Acker auf dem Lutsch, neben Joh. Michael Schädel und Michael Erhardt, — taxirt zu 200 fl. d) 2 Viertel Acker auf der Krähhurst, neben Mich. Herrel und Georg Erhardt, — taxirt zu 150 fl. Dabei bemerkt man, daß der Zuschlag erfolgt, sobald der Schätzungspreis oder darüber geboten wird. Kork, den 4. April 1843. Großherzogliches AnitS-Revisorat. Schweikhart. [3] Bodersweier, Amts Rheinbischofsheim. (Hausund Fahrnißversteigerung.) Die Geschwister Karl und Louise Stölzel von hier lassen wegen Äohnortsveränderung ihr Wohnhaus zu Bodersweier und sämmkliche Fahrnisse einer öffentlichen Steigerung aussetzen. Das Haus ist zweistöckigt, und liegt an der Straße, welche von Bodersweier nach Kork führt. Dazu gehört ein 126 geräumiger Hof und ein Viertel Gartenland. Die Fahrnisse umfassen Alles, was zu einer eingerichteten Haushaltung gehört. Die Steigerungshandlung findet Dienstags den 18. und Mittwochs den 19. April d.Z. zu Bvdersweier, und zwar in der Art Statt, daß am ersten Tage die Fahrnisse im Hause selbst und am zweiten Tage das Haus im Schwanenwirths- hause zu Bvdersweier, Letzteres Nachmittags 2 Uhr, ausgeboten werden. Die Versteigerungs- Bedingniffe find im Hause selbst von den Cigenthümern zu erfragen. . [2] Wagshurst, Bezirksamts Sichern. (Bauaccord-Ver- steigerung.) Am Donnerstag den 20. d. M., Morgens 9 Uhr, wird der Bau eines neuen Oekonomiegebäudes, bestehend in Scheuer und Stallungen, sodann Back- und Waschküche, zu dem neuen Pfarrhause dahier, im hiesigen Engelwirthshause, nach folgendem Ueberschlag der Abstreichsversteigerung aus- gesetzt werden: a. Scheuer und Stallungen: 1) Maurerarbeit . . . 673 fl. 52 kr. 2) Steinkauerarbeit . . 58 - 42 - 3) Zimmerarbeit . . . 1420 - 24 - 4) Schlofferarbeit . . . 34 - 30 - d. Back- und Waschküche: 1) Maurerarbeit . . . 294 fl. 6 kr. 2) Sleinhauerarbeit . . 48 - 8 - 3) Zimmerarbeit . . . 67 - 8 - 4) Schreinerarbeit . . . 6 - 30 - 5) Schlofferarbeit . . . 23 - - - 6) Glaserarbeil. . . . 8 - 46 - - 447 fl. 38 kr. Bauplan und Kostenüberschlag können in der Zwischenzeit auf der hiesigen Rathsstube cingesehen werden. Wagshurst, den 4. April 1843. Das Bürgermeisteramt. Baumert. vär. Zix, Rathsschreiber. Ofsenburg. (Guts- und Branntweinbrennerei- Versteigerung.) Die Unterzeichneten lassen nach getroffenem Uebereinkommniß Montags den 1. Mai d.Z., Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Gemeindehaus freiwillig und öffentlich versteigern: Ein Gebäude mit Brennerei-Einrichtung sammt einem Garten, Feld und Wiesen von circa 3 Morgen. Ersteres ist seit 3 Jahren neu erbaut, mit großartigen Dampfapparaten versehen, und können letztere wegen der vorzüglichen Lage unweit des neu zu errichtenden Bahnhofes sowohl zum Betrieb des bestehenden, als zu jedem beliebigen Etablissement als höchst günstig verwendet werden. Dieses Gut liegt außer der Stadt an der Landstraße, zur Seite des Gasthaufts zum Ochsen und der Bierbrauerei des Herrn Pfähler dahier gegenüber. Die Verkaufsbedingnisse, so wie das Verzeichniß der zur Brennerei gehörigen Geräthe sind auf der Rathsschreiberei niedergelegt. Auswärtige Steigerer haben sich mit legalen Vermögenszeugnissen auszuweifen. Hölzlin Comp. Willstätt. (Gefundene Tabackspseife.) Am jüngst verflossenen Montag den 3. April, frühe Morgens, ist auf der Straße zwischen Griesheim und Willstätt eine mit Silber beschlagene Tabackspfeife mit langem Rohr gefunden worden; der Eigen- thümer derselben kann solche im Gasthause zur Krone in Willstätt in Empfang nehmen Kapitalgesuch. Gegen gute Versicherung wird ein Kapital von 3000 fl. zu einem mäßigen Zinsfuß gesucht. Bei der Redaction dieses Blattes ist das Nähere zu erfragen. [23 Weier, O.A. Offenburg. (Hausversteigerung und Wagenverkauf.) Am Dienstag den 18. d. M., Nachmittags 2 Uhr, läßt Unterzeichneter seine Behausung, zu welcher e»n Morgen Allmendgenuß gehört, im Schwanenwirthshause dahier öffentlich zum Eigenthum versteigern; wozu er die Liebhaber mit dem Anfugen höflich einladet, daß die Bedingungen am Steigerungstage bekannt gemacht werden. Ferner har derselbe einen leichten Wagen sammt Zugehör zu verkaufen. Michael Wacker. [2] Gengenbach. (Anzeige und Empfehlung.) Bei Unterzeichnetem ist aus der Tapetenfabrik des Hrn. M a r ch a l in Kehl eine ganz neue Musterkarte mit den modernsten Dessins zu den billigsten Preisen angekommen. Auf Verlangen wird dieselbe auch über Land geschickt. Maximilian Neumeyer, Buchbinder und Tapezier. [23 Offenburg. (Anzeige und Empfehlung.) Bei Buchbinder Karl Sartori ist aus der Tapetenfabrik des Herrn Marchal in Kehl eine ganz neue Musterkarte von den schönsten Dessins zu den billigsten Preisen angekommen. Auf Verlangen wird dieselbe auch über Land geschickt. [3] Kehl. (Bleich - Anzeige.) Unterzeichneter gibt sich die Ehre, dem verehrlichen Publikum seine schon so lange bekannte Bleiche auch für dieses Jahr wieder bestens zu empfehlen. Niederlagen sind in Offenburg bei Hrn. Handclsm. I. A. Billet. Appenweier - - - Stigier sel.Wtb. Griesheim - - Kronenwirth Wacker. Lichtenau - - Jakob Dieterich. Kehl, den 14. März 1643. I. G. Schmidt. Hagelversicherungs-Verein Freiburg. Nach Rechnungs-Abschluß pro 1842 zählte der Verein 1269 Mitglieder, welche einen Versicherungs-Werth von > 874,474 fl. eingezeichner haben, und ist der voraekommeye I Schadenwerth mir 86 fl. per 100 fl. vergütet worden. Dieses vortheilhaste Resultat, verbunden mit der stets wachsenden Zunahme an Mitgliedern, eröffnet den Theilnetzmern die erfreuliche Aussicht, daß die Hagelschaden-Vergütungen sich immer mehr der vollen Entschädigung nähern, und ist dieses für die noch unversicherten Landwirthe gewiß eine erwünschte Veranlassung, diesem vaterländischen, in öffentlichen Blättern rühmlichst erwähnten Vereine beizutreten. Noch vor Ablauf dieses Monats zahlen die neuen Mitglieder die einfache Einlage: 1) vom 100 fl. Rohertrag bei Hanf, Flachs, Taback und Hopfen 1 fl. 45 kr.; 2) vom 100 fl. Rohertrag bei Reben, Obst, Reps und Mohn 1 fl.; 3) vom 100 fl. Rohertrag bei Früchten im Halm 40 kr.; 4) vom 100 fl. „ bei allen Arten Knollen- und Futter-Gewächsen 20 kr. Offenburg, den 5. April 1843. ' Ferd. Hölzlin, Agent. Redaction, Druck und Verlag von I. Otteni.