iVorhenblatt für die Amtsbezirke Offenburg, Oberkirch, Achern, Nheinbtfchofsheim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 16 . Offenburg, den 21. April 1843 . Bekanntmachungen. Offenburg. Nro. 8957. Man hat mehrfäUig wahr- aenommen, daß die hohe Verordnung — den Aufenthalt Preußischer Unrerthanen im diesseitigen Staatsgebiet betr. — (Verordnungsblatt vom Jahre 1838, Nrv. 2) nicht gehörig befolgt wird, und findet sich daher veranlaßt, diese Verordnung hier wiederholt bekannt zu machen und die Bürgermeister anzuweisen, derselben bei eigener Verantwortung pünktlich nachzukommen und gleich bei dem Eintritt eines Preußischen Unterthans, welcher sich in der Gemeinde aushalten will, die Anzeige davon dem Oberamt zu machen und dessen Paß demselben einzusenden. Offenburg, den 15. April 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. Nro. 29230. Den Aufenthalt Preußischer Untcrthanen im diesseitigen Staatsgebiet betreffend. Unter Bezug auf die im Anzeigeblatt erlassene Verordnung vom 15. December d. I, Nro. 28086, wornach die Großh. Aemter angewiesen worden sind, alle Preußische Untcrthanen, welche sich jeweils in ihrem Amtsbezirke aushalten, vor Ablauf ihrer Pässe oder sonstigen Legitimationsurkunden, wenn sie nicht in angemessener Frist die Erneuerung derselben von ihrer Hcimachsbehorde erlangen, ohne weiteres aus- und in ihre Heimath zurückzuweisen, wird zufolge Entschließung des Großherzoglichcn Ministeriums des Innern vom 8. December d. I., Nro. 11255, den Großh. Ober- und Bezirksämtern weiter aufgetragen, denjenigen Preußischen Unterkhanen, welche mit bereits abgelaufenen oder dem Ablauf nahenden Pässen das Großherzogthum betreten, den Aufenthalt gänzlich zu verweigern und sie erforderlichenfalls unverzüglich dahin, woher sie gekommen sind, zurückzuweisen. Zu obigem Behufe erscheint es angemessen, an denjenigen Orten, wo sich Fremde häufiger aufzuhalten pflegen, über die jeweils daselbst befindlichen Preußischen Unterkhanen und deren hinterlegte Heimarhspapiere eigene Register zu führen, damit die Ortsbehörden durch zeitweise Reproductivn der letztem die nöthige Uebersichr zu erhalten und die geeigneten Vorkehrungen gegen jede etwaige Belästigungen zu treffen im Stande sind. Rastatt, den 29. Deceniber 1837. Großh. Regierung des Mittelrheinkreises. Frhr. v. Rüdr. vdt. Stengel. Oberkirch. (Diebstahl.) Am 24. Februar d. I. wurden von der Kirchenbuhne in Renchen sechs Mannshemden entwendet. s-ämmtliche waren von Reistentuch, haben Aermel ohne Preißchen, Haften oder Knöpfe, und sind blos vornen besetzt. Vier Stück davon sind schon ziemlich gebraucht, unten am Schlitze mit 1. 8. roth gezeichnet, und am Kragen mit Bändern versehen. Die beider» andern sind neu, nicht i gezeichnet, am Kragen mit einem und am Herzschlitze mit zwei Perlm-tierknöpfchen versehen. Dies wird behufs der Fahndung auf die entwendeten Gegenstände und den zur Zeit noch unbekannten Thäter zur öffentlichen Kennlniß gebracht. Oberkirch, den 10. April 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Häselin. Schulden - Liquidationen. Andurch werden alle Diejenigen, welche aus was immer für,,einem Grunde an die Masse nachstehender Personen Ansprüche machen wollen, aufgefvrdert, solche in der hier unten zum Richtigstellungs- und Vorzugsverfahren angeordneten Tagfahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugsund Unterpfandsrechte, unter gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden und Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln, U bezeichnen, wobei bemerkt wird, daß, in Bezug auf die Bestimmung des MaffepflegerS, Gläubigeraus- schuffes und den etwa zu Stande kommenden Borg- oder Nachlaßvergleich, die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beigetreten angesehen werden sollen. Aus dem Oberamt Osfenburg: sls von Fessenbach, an den in Gant erkannten Nachlaß des Peter Humpert, auf Donnerstag den 4. Mai d. I., Vormittags 8 Uhr, aus diesseitiger Oberamtskanzlei; wobei bemerkt wird, daß das Vermögen sehr gering ist. Aus dem Bezirksamt Gengenbach: [1] von Oberharmersbach, an den in Gant erkannten Burger Magnus Winterhalter, auf Mittwoch den 17. Mai d. I., Vormittags 8 Uhr, aus diesseitiger Amtskanzlei; Dü von,Oberharmersbach, an den in Ganterkannten gewesenen Bürgermeister Mathias Lehmann, dessen gegenwärtiger Aufenthaltsort unbekannt ist, und der durch einen für ihn bestellten Pfleger vertreten wird, auf Mittwoch den 10. Mal d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amts- kanzlei. — Aus dem Bezirksamt Wolfach: [3] von Bergzell, an den in Kant erkannten Leibgedinger Joseph Ktlgus, auf Freitag den 28. April d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei. — Aus dem Bezirksamt Oberkirch: slU von Oberkirch, an den in Gant erkannten Handelsmann Franz Joseph Köhler, auf Mittwoch den 7. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei. s2j Offenburg. (Erbvorladung.) Rro. 6765. Joseph Hattich von Durbach, welcher sich vor 18 Jahren von Hause entfernte und seither keine Nachricht mehr von sich gab, wird > auf Antrag seiner Verwandten hiermit aufgeforderr, innerhalb 126 Jahresfrist seinen Aufenthaltsort anher anzuzeigen und das ihm noch während seiner Anwesenheit zu Hause anerfallene elterliche Vermögen in Empfang zu nehmen, widrigenfalls daffelbe den nächsten Jntestaterben in fürsorglichen Besitz gegen Sicherheitsleistung ausgefolgt werden würde. Offenburg, den I. April 1843. Großherzogliches Oberamt. [1] Offenburg. (Erbvorladung.) Rro. 8741. Der Maurer Ferdinand Herrmann von Elgersweier hat sich im Jahr 1833 auf die Wanderschaft begeben und soll nach Amerika gereist sein. Derselbe wird auf Anstehen seiner Verwandten aufgefordert, sich binnen Jahresfrist dahier zu melden und sein anerfallenes Vermögen in Besitz zu nehmen, andernfalls er für verschollen erklärt und sein Vermögen seinen nächsten Verwandten in fürsorglichen Besitz gegen Caution verabfolgt wird. Offenburg, den 12. April 1843. Großherzogliches Oberamr. Kern. 11] Osfenburg. (Mundtodt-Erklärung.) Nro.8771. Durch Crkenntniß vom Heutigen haben wir den Bürger und Rebbauer Bernhard Wiegele von Fessenbach wegen Verschwendung im ersten Grad für mundtodt erklärt und ihm Bartholomäus Kiefer von dort als Rechtsbeistand bestellt, ohne dessen Beiwirkung derselbe keine der im L.R.S. 513 gedachten Rechtsgeschäfte rechtskräftig abzuschließen vermag. Offenburg, den 12. April 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. [13 Achern. (Mundtodt-Erklärung.) Nro. 6161. Andr. Riegelsberger von Famenbach wurde durch diesseitiges Erkenmniß vom 30. v.M., Nro. 5551, wegen Verschwendung im ersten Grade mundtodt erklärt und Anton Riegelsberger von Fautenbach als Aufsichtspfleger für denselben aufgestellt, was hiermit unter Hinweisung auf L.R.S. 513 bekannt gemacht wird. Achern, den 11. April 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Wänker. flU Achern. (Erbvorladung.) Nro. 6278. Ignaz Stöckle, Sohn des gestorbenen Sonnenwirths Ludwig Stöckle dahier, Hai sich im Jahr 1830 nach Nordamerika begeben und seit dieser Zeit keine Nachricht von seinem Aufenthalte seinen Verwandten mitgetheilt. Derselbe wird daher aufgefordert, sich zur Empfangnahme seines in 2516 fl. 13 kr. bestehenden mütterlichen Vermögens binnen einer Frist von 12 Monaten zu melden, andernfalls solches seinen nächsten Verwandten gegen Sicherheitsleistung in fürsorglichen Besitz gegeben werden wird. Achern, den 12. April 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Bach. £2] Wolfach. (Entmündigung.) No. 3810. Die ledigen großiährigen Geschwister Vital, Regina und Helena Armbruste,- zu Oberwolfach sind wegen Blödsinns für entmündigt erklärt und der Bauer Johann Armbruster von da als deren Vormund aufgestellt worden. Wolfach, den 1. April 1843. Großh. Bad. F. F. BezirkÄmit. Fernbach. [3] Oberkirch. (Mundtodt-Erklärung.) Nro. 6495. Wir haben den Bürger Joseph Kunz von Ringelbach wegen verschwenderischen Lebens im ersten Grad für mundtodt erklärt und ihm Georg Eben von da als Pfleger bestellt, ohne dessen Zustimmung keine im L.R.S. 513 bezeichneten Rechtsgeschäfte mit dem Entmündigten abgeschlossen werden können. Dieses wird zur Warnung hiermit öffentlich bekannt gemacht. Oberkirch, den 29. März 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Häfelin. Offenburg. (Retour-Briefe.) Die Aufgeber nachstehender dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der darauf haftenden Taxen rc., hiemit aufgefordert. Jakob Pfau in Wiesbaden. — I. Scheller Sohn in Homburg. — Pier in Limburg. — Ludwig Schmutz in Rasta» — Kohl in Heidelsheim. — Weiß in Ueberlingen. Offenburg, den 15. April 1843. Großherzogliches Postamt. Barth. Offenburg. (Das Steuer-Ab- u. Zuschreiben pro 1844 betreffend.) Nro.96. Zur Vornahme des Ab- u. Zuschrcibens hat man Tagfahrr anberaumt, wie folgt: 1) im Staab Goldscheuer, Montag den 24. d. M., Vormittags 9 Uhr, im Ochsenwirthshause in Marlen; 2) in Ebersweier, Dienstag den 25. d. M., Mittags von 1 bis Abends 5 Uhr, auf dem Gerichtszimmer; 3) in Müllen, ebenfalls Dienstag den 25. d. M., Nachmittags von 3 bis 5 Uhr, im Adlerwirrhshause; 4) in Altenheim mit Rohrburg, Mittwoch den 26. d. M., Morgens von 8 bis Nachmittags 3 Uhr, im Slubenwirthshause in Altenheim; 5) in Niederschopfheim, Donnerstag den 27. d. M., von Morgens 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr, im Gerichtszimmer ; 6) in Zunsweier, Freitag den 28. d. M., von Morgens 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr, im Gerichtszimmer; 7) in Hofweier, Samstag den 29. d.M., von Morgens 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr, im Gerichtszimmer; was andurch zur weitern Verkündung durch die Bürgermeisterämter öffentlich bekannt gemacht wird. Offenburg, den 18. April 1843. Großh. Skeuerperäquatur. Walther. [1] Kehl. (Die Abhaltung eines Wochenmarkts betr.) Die hiesige Stadt wird Donnerstags den 11. Mai d. I. und sofort jeden Donnerstag Wochenmarkt halten, wozu wir die Verkäufer aus der Umgegend mit dem Bemerken einladen, daß der Fruchtmark! im untern Theil des Rathhauses, der Schweinsmarkt neben dem Rathhause und der Dictualienmarkt auf dem Marktplätze abgehalten werden soll. Fällt auf den Donnerstag ein gebotener Feiertag, so wird der Markt Tags zuvor abgehalten. Für die ersten sechs Märkte wird den Verkäufern kein Platzgeld berechnet. Von Seiten der Ortseinwohner wird gewiß Alles aufge- boten werden, um den hieher kommenden Verkäufern Absatz ihrer Produkte zu verschaffen und den Markt in Aufnahme zu bringen, weßhalb wir denn auch zu recht zahlreichem Besuche einladen. Stadt Kehl, den 11. April 1843. Der Gemeinderath. Gaß. vllt. Reiß. Zunsweier, O.A. Offenb. (Gläubiger-Aufforderung.) Alle Diejenigen, welche an die Verlaffenschaft der dahier verlebten Maria Anna Breig, gewesenen Ehefrau des Augustin Huber, eine Forderung zu machen haben, werden aufgefor- derr, solche am nächsten Montag den 24. d. M., Nachmittags 1 Uhr, auf hiesigem Gemeindehause gebörig zu liquidsten, ansonst sie nach geschehener Crbschaststheilung nicht mehr berücksichtigt werden können. Zunsweier, den 19. April 1843. Das Bürgermeisteramt. Hilberer. [1] Reichenbach, O.A. Lahr. (Gläubiger-Aufforderung.) Schmiedmeister Xaver Bolz von Reichenbach, der sein Bürgerrecht dahier aufgeben und sich mit seiner Familie anderwärts bürgerlich niederlaffen will, hat sein ligenschaftliches Vermögen 127 bereits veräußert und seine Gläubiger auf den Erlös also verwiesen/ daß ihm hievon ein reines Kapital von 1300 fl. übrig bleibt; er besteht aber dennoch darauf/ etwa unbekannte Gläubiger zur Liquidation aufzufvrdern. Indem wir diesem Ansuchen entsprechen/ machen wir hiermit öffentlich bekannt/ daß alle jene Gläubiger/ welche an Xaver Bolz, Schmiedmeister zu Reichenbach/ Forderungen zu machen haben/ auf Montag den 8. künftigen Monats Mai bei dem Bürgermeisteramt dahier zu erscheinen und dieselben unrer Vorlegung der Beweisurkunden ordnungsmäßig zu liquidiren haben. Reichcnbach/ den 13. April 1843. Das Bürgermeisteramt. Vetter. Offenburg. (Holzversteigerung.) Durch Bezirksförster Kässer werden aus Dom.Waldungen des Forstbezirks Nordrach Montags den 1. Mai d. I. nachbenannke/ von Windfällen aufbereitete Holz-Sortimente gegen baare Zahlung vor der Abfuhr der öffentlichen Steigerung ausgejetzt: 306 Stämme tannenes Bauholz und 487 Stück tannene Sägklötze. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im Ankerwirthshause auf der Fabrik Nordrach. Offenburg/ den 18. April 1843. Großherzogliches Forstamt. von Ritz. [2] Offenburg. (Bierbrauerei- und Gartenverkauf.) Die Vormünder der Karl Laible's Kinder von hier lasten am Montag den 1. Mai d. 3-, Nachmittags 2 Uhr, aus dem Geineindehaus dahier, durch den hiesigen Bürgermeister, uach- benannte Liegenschaften — nach vorher eingeholter obervormund- schastlicher Erlaubniß vom Heutigen, Nro. 8432, und unter günstigen Bedingungen — öffentlich versteigern: A. Eine zweistöckige Behausung, — das vormalige Gasthaus zur Linde dahier — bestehend in 2 gewölbten Kellern, 3 geräumigen Wirthschaftszimmern, 1 Billardzimmer, sechs Wohnzimmern, 2 Küchen, 5 Kammern und 3 großen Speichern; sodann in 1 Back- u. Waschhaus, in einer Scheuer mit 2 Pferdeställen und einem Kuhstalle, ferner in mehreren Schweinställen, einer Holzremise u. sehr geräumiger Hofraithe. 8. Die Bierbrauerei zur Linde mit ganz bequemer und vortheilhafter Einrichtung, enthaltend einen Lagerbierkeller, 100 Schuh lang, 17 Schuh breit; über demselben einen Iungbierkeller, 105 Schuh lang, 13 Schuh breit; ferner einen Gährkeller, 58 Fuß lang und 13 Fuß breit; einen Malzboden; eine Malzdarre; einen Malzspeicher; sodann eine Küferwerkstätte und ein Wohnzimmer daneben. Die ganze Fläche der Objecte A und B enthält 12,920 □ Fuß. C. Einen Gemüsgarten über dem Stadtgraben, neben dem Mädchenschulhause dahier und neben Benedikt Gaß, rings mit einer steinernen Mauer umgeben; derselbe hak ein geräumiges Gartenhaus mit einem Keller und zwei Zimmern, und eignet sich ganz besonders zur Errichtung einer Sommerwirthschast; er rst 8310 Quadratfuß groß, hoch gelegen und nur 60 Fuß von der Eisenbahnlinie entfernt. D. Sämmtliche zum Betrieb der Bierbrauerei und Wirthschaft gehörige und vorhandene Gerärhschaften u. s. w. Die Verzeichnisse über Letztere, so wie die Versteigerungsbedingungen könne» vom 18. d. M. an täglich bei dem Distriktsnotar Frick in besten Wohnung dahier eingesehen werden. Auswärtige Steigerer haben legale Vermögens- und Sitten- zeugniffe beizubringen und vorzulegen. Offenburg, den 10. April 1843. Großherzogliches Amtsrevisorat. Killy. Zunsweier/ O.A. Offenb. (Liegenschastsversteigerung.) Dienstags den 25. d. M./ Nachmittags 2 Uhr/ lassen die Erb- Jntereffenken der verlebten Maria Anna Breig/ gewesenen Ehefrau des Augustin Huber von hier/ der Erbtheilung wegen/ nachbenannte Liegenschaften als Eigenthum einer öffentlichen Versteigerung im hiesigen Gasthaus zur Sonne aussetzen; als: 1 . Ein Haus sammt Hof und Grasgarten/ einerseits die Dorfstraße/ anderseits Anton Möschle. 2 . 1 Zeuch Acker hinterm Büchert/ einers. Mathias Wetzel/ anders. Friedrich Zapf. 3. 1 Sester Acker vor der Rini/ einerseits selbst/ anderseits Ausstößer. 4. ‘4 Zeuch Acker unter dem Seeweg/ einerseits Herrschaftgut/ anderseits Spitalgut. 5. 4 Zeuch Acker in der Hartmatt/ einers. Sixtus Krämer/ anderseits Michael Kili. 6 . 1 y 2 Sester Acker am Hofweierer Gemeindswald/ einerseits Herrschaftgut/ anderseits selbst. 7. 1 Sester Acker im Färbersacker/ einers. selbst/ anderseits Johann Nepomuk Sohler's Erben. 8 . 1 Haufen Reben im Litzclbach/ einerseits Johann Huber/ anderseits Kasimir May. 9. V 2 Haufen Reben im Hägeiesgarten / einerseits Johann Benz, anderseits Nikolaus Stehle'ö Erben. 10 . 1 Haufen Reben im Litzelbach/ einers. Xaver Anselment/ anderseits Ferdinand Möschle. 11 . 60 Ruthen Reben am Schelmenberg (zehntfrei)/ einers. der Weg/ anderseits mehrere Anstößer. . 12. 4 Tauen Matte int Nächstenbach/ einerseits und anderseits Philipp Stark. 13. 4 Tauen Matte allda/ einers. Rappcnwirth WillmagN/ anderseits Franz Kaiser. Zu dieser Versteigerung werden die Lisbhaber eingeladen. Zunsweier/ am 19. April 1843. „Das Waisengericht. Bürgermeister Hilberer. Waisenrichker Broß. vckt. Ruf. Marlen/ O.A. Offenb. (Wucherstier-Versteigerung.) Nächstkommenden Montag den 24. d.M., Morgens 9 Uhr/ wird dahier ein schöner/ vorzüglich guter Wucherstier/ welcher in diesseitiger Gemeinde entbehrlich ist/ öffentlich versteigert. Marlen/ den 19. April 1843. Das Bürgermeisteramt. Marzluf. - Schutterwald/ O.A. Offenb. (Baureparations-Arbeiten.) Die Reparation des Gemeindehauses dahier/ bestehend in Maurer-/ Zimmermanns- und Schreinerarbeit/ im Voranschlag von 150 fl./ wird nächstkünftigen Montag den 24. d. M./ Morgens 9 Uhr/ in dem hiesigen Rathszimmer an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigert werden. Schutterwald/ den 19- April 1843. Das Bürgermeisteramt. Bürkle. fl) Ohlsbach/ Amts Gengenbach. (Liegenschastsverstei- « .) Dem Schuhmacher Anton Schwab dahier werden ge richterlicher Verfügung v. 26. Jan. d.J./ No. 800/ die unten benannten Liegenschaften Montags den 8. Mai d.J./ Nachmittags 2 Uhr/ in dem hiesigen Rebstockwirthshause im Zwangswege öffentlich versteigert/ wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen 128 werden, daß der endgültige Zuschlag erfolge, wen» der Schätzungspreis erreicht werde. 1) Ein einstöckiges Wohnhaus mit Scheuer u. Stallung, im Dorfe gelegen, einerseits Johannes Fischer, anders. Georg Deuerling. 2) Ein Sester Hofplatz und Gartenfeld, einers. Johann Fischer, anders. Georg Deuerling. Ohlsbach, den 11. April 1843. Das Bürgermeisteramt. Bau. vät. Kann«, Rathsschreiber. [1] Oberkirch. (Fahrniß-, Ladenwaaren- und Liegenschafts-Versteigerung.) In Ganksachen des Handelsmanns Franz Joseph Köhler dahier werden nachbcnannre Fahrnisse, Ladenwaaren und Liegenschaften versteigert, und zwar: Dienstags den 9. Mai d.J., Morgens 8 Uhr, in dessen Behausung: Geruch, Bett- und Schreinwerk, Band- u. Handgeschirr re. Mittwochs den 10. Mai und die folgenden Tage: die vorhandenen Ladenwaaren sammt Laden-Einrichtung. Donnerstags den 18. Mai, Nachmittags 1 Uhr, im Gasthaus zur Linde dahier: i. Ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer und Stallung unter einem Dache, abgesonderter Hotzremise und Schweinställen, einerseits die Straße nach Lantenbach, anderseits ein Wassergraben, oben Franziska Maier, unten der Weg nach Oberdorf. II. V 2 Zeuch Acker auf dem Mittlern Krautschollen, hiesigen. Bannes, einers. der Güterweg, anders, die s.g. Brügelmatte, oben das Pfarrgut, unten Xaver Schrempp. >ii. 'A Jeuch Acker auf dem s.g. Hundsrücken, Gemarkung Stadelhosen, einers. Jakob Burger, anders. Joseph Vogt. iv. 5 Haufen Neben im Elisweiler-Berg, neben Jos. Sester und Anton Braun. v. Circa V 2 Jeuch Reben allda, einers. Joseph Armbruster, anderseits der Güterweg, oben Joseph Schrempp. Dieses wird mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis erreicht oder darüber geboten wird. Oberkirch, den 15. April 1843. Das Bürgermeisteramt. G. Braun. vur. Mast, Rathsschreiber. Schutterwald, O.A. Offenburg. (Dohlenbau-Versteigerung.) Nächstkünftigen Montag den 24. d.M., Morgens 9 Uhr, läßt die hiesige Gemeinde die Herstellung zweier steinerner Deckeldohlen auf den Weg nach Dundenheim, im Voranschlag zu 70 st., an den Wenigstnekmenden öffentl. versteigern. Schutterwald, den 19. April 1843. Das Bürgermeisteramt. Burkle. Offenburg. (Grasversteigerung.) Der Gras-Erwachs an den Kinzigdämmen und im Vorgelände von der Gengenbacher Kinzigbrücke bis zur Griesheimer Brücke wird für das Jahr 1843 versteigert, und zwar: Montags den 24. d. M., Morgens 8 Uhr, von der Gengenbacher Brücke bis zum Offenburger großen Mühlkeich; Dienstags den 25. d. M., früh 7 Uhr, von diesem Teich bis zur Griesheimer Kinzigbrücke; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Offenburg, den 18. April 1843. A. A. W a i b e l. Rammersweier, O.A. Offenburg. (Rinden-Versteigerung.) Die hiesige Gemeinde läßt am Mittwoch den 26. d.M., Nachmittags 3 Uhr, in ihrem Gemeindswalde (den sogenannten Rittackern) von nngefähr 1000 Stämmen Eichen die Rinden bester Qualität an den Meistbietenden öffentlich versteigern; wozu die Liebhaber einaeladen werden. Die löblichen Bürgermeisterämter werden dienstfreund- schafrlich ersucht, dieses gefällig in ihren Gemeinden bekannt zu machen. Rammersweier, den 18. April 1843. Das Bürgermeisteramt. Hausmann. slf Durbach, O.A. Offenburg. (Weinversteigerung.) Am Mittwoch den 17. Mai d. I., Vormittags 10 Uhr, werden von den Rebgütern des Freiherrn Zorn von Bulach selbst gezogene und rein gehaltene Weine, bestehend in vorzüglicher Qualität Klingelberger, Klevner und Ruländer, Durbacher Gewächs, als: 50 neue Ohm 1834er, 100 " " 1835er, 30 " " 1836er, 70 " " 1839er, 40 " " 1840er, 12 " " 1841er, 400 " " 1842er, in dem Wohngebäude des Freiherrn Zorn von Bulach zu Durbach in Abthcilungen von 1 bis 2 Fuder öffentlich versteigert. Hierzu werden die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen, daß nach Beschaffenheit der Concurrenz und dem Bedarf derselben noch ein weiteres Quantum von einigen hundert Ohm der Versteigerung ausgesetzc werden wird. Durbach, den 20. April 1843. Freiherrlich Zorn v. Bulach'sche Verwaltung. Reichert. Strohdach, Amts Gengenbach. (Gebäulichkeiten-Versteigerung.) Dienstags den 25. d.M., Vormittags 10 Uhr, läßt der Unterzeichnete im Kreuzwirthshause zu Strohdach sämmtliche Gebäulichkeiten, welche zum ehemaligen Georg Luchner'schen Hofgut gehörten, zum Abbruch und zu Eigen- khum öffentlich versteigern. Es werden der Versteigerung ausgesetzt: 19,000 Dachziegel, ungefähr 100 Centner Stroh auf den Dächern, 4 Viehställe, 1 Waschhaus und 4 neue Schweinställe mit steinernen Trögen. Zu dieser Versteigerung werden die Steigerungsliebhaber mit dem Bemerken eingeladen, daß die Steigerungsbedingungen jeden Tag bei Paul Schrempp, Kreuzwirth in Strohdach, eingesehen werden können. Fußbach, den 14. April 1843. Karl Zapf, Rebstockwixth. Oberkirch. (Holzversteigerung.) Montags den 24. April d. I., Morgens nach 9 Uhr, werden am Hubacker bei Oberkirch 62 Klafter buchenes Scheiter- und Prügelholz, 11000 Stück buchene Prügel-Wellen, 8 Klafter birkenes Scheiter- und Prügelholz und 950 Stück birkene Wellen gegen baare Zahlung vor der Abfuhr versteigert. Rammersweier. (Schnellwage-Verkauf.) Eine gute Schnellwage, auf welcher von 11 bis 280 Pfund gewogen werden können, ist billigen Preises zu verkaufen: von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. sl^ Offenburg. (Clavierverkauf.) Ein Clavier steht dahier zu verkaufen — bei wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. sIN Offenburg. (Nachricht.) Ein Unterlehrer, in der Umgegend wünscht in hiesiger Stadt Privatunterricht zu er- theilen. Hierauf Reflectirende wollen sich an den Herausgeber dieses Blattes wenden. s3j Offenburg. (Logisvermiethung.) Bei Maler Karl Adam ist der obere Stock seines Hauses auf Johanni zu ver- miechen. 129 Danksagung. Der Unterzeichnete — bei der Aachener und Münchener t euerversicherungsgesellschast für seine Fahrnisse und Mühleinrichtung versichert — hat bei dem, in seinem Hause im Monat Februar stattgehabten Brande, durch Austragen seiner Mobilien u. Abreißen seiner Mühle-Einrichtung, bedeutenden Schaden erlitten; derselbe wurde alsbald durch den Bezirks- Agenten, Herrn Kaufmann Beck in Haslach, zu meiner völligen Zufriedenheit ausgemittelt und bezahlt. Zudem ich der genannten Gesellschaft für die mir so schnell geletsteke Hülse hiermit öffentlich danke, fühle ich mich zugleich verpflichtet, solche der allgemeinen Theilnahme zu empfehlen; denn sie hat auch bei mir den Beweis geliefert, daß der wirklich erlittene Schaden gerne und redlich ersetzt wird. Hofstetten im Amt Haslach, den 6. April 1843. Joseph Bürkle, Müllermeister. Zur Beurkundung: (L. 8.) Der Bürgermeister Fehrenbacher. Feuerversicherungsbank für Deutschland zu Gotha. Mil Bewilligung der Großh. Regierung des Mittelrhein- Kreises zu Rastatt habe ich dem Herrn C. Ruff in Gengenbach Vollmacht ertheilt, um als Agent für obige Feuerversicherungsbank in den Amtsbezirken Gengenbach u. Offenburg zu wirken. Mannheim, den 1. April 1843. Thomas Eller, Hauplagent. In Bezug auf vorstehende Anzeige halte ich mich zur Anmeldung von Mvbilienversicherungen bestens empfohlen. Die durch mich vertretene Gesellschaft bildet eine reine gemeinnützige Anstalt, welche nach 23 jähriger Erfahrung die vollständigste Sicherheit gewährt und so großen Beifall fand, daß das durch sie versicherte Kapital bereits auf fast 500 Millionen Gulden amzewachsen ist. Die Bank in Gotha gleicht in ihrer Verfassung unserer Landes-Assecuranz für Gebäude-Versicherung, die von ihren Theilnehmern auch nur den Betrag begehrt, welchen die vorgefallenen Schäden und die Verwaltungskosten erfordern; sie unterscheidet sich jedoch wesentlich darin von derselben, daß sie jenen Betrag im Voraus und nicht gleichmäßig, sondern nach Verschiedenheit der Gefahr, mithin zu verschiedenen Ansätzen erhebt, dagegen am Ende jeden Jahres ebenfalls öffentlich genaue Rechnung ablegt und das Ersparte, welches in den letzten 16 Jahren, also den enormen Verlust bei dem großen Hamburger Brande mitgerechnet, durchschnittlich 42 pEt. beträgt, jährlich zurückvergütet. Die Statuten und Declarationen der Bank gebe ich un- entgeldlich ab und ertheile auf Anfragen stets bereitwilligst weitere Auskunft. Gengenbach, den 10. April 1843. C. Ruff, Bezirksagent. [2] Offenburg. (Kartoffeln-Verkauf.) Es sind circa 70 bis 80 Sester auserlesene Kartoffeln zu verkaufen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes Literarische Anzeige. Bei G. I. Mauz in Regensburg ist so eben erschienen und bei Fr. Braun in Offenburg vorräthig: Die katholischen Zustände in Baden, zweite Äbtheilung, (als Antwort auf Neben ius' Schrift) mit urkundlichen Beilagen. Preis, elegant brochirt, 1 fl. 12 kr. Anzeige für Gartenfreunde. Im Verlage von H. L. Brönner in Frankfurt a. M. erschien so eben und ist in allen Buchhandlungen zu haben (in Offen bürg bei Fr. Braun): Gartenbuch, oder Anleitung zur Erziehung aller Küchengewächse, Obstbäume und Zierpflanzen. Für Gartenliebhabcr, Gutsbesitzer und angehende Gärtner. Mit einer Beschreibung über die Anlegung englischer Gärten, Baumschulen, Glashäuser rc. und einem Kalender der in jedem Monat zu verrichtenden Arbeiten. Von Joh. Metzger, Großherzogl. Bad. Garten-Jnspector rc. Neue Ausgabe. Mit Abbildungen. Gr. 8. Geh. 1 fl. 12 kr. Jedem Freunde der Gärtnerei können wir dieses reichhaltige und praktische Handbuch empfehlen. Der Verfasser ist bekannt als ein vielbewährter Sachkenner, und es wird aus diesem Gebiete nicht leicht ein besserer Führer zu finden sein. Kork. (Bleich-Anzeige.) Unterzeichneter gibt sich die Ehre, einem geehrten Publikuni auch sür dieses Jahr seine dahier etablirte Naturbleiche auf das Beste zu empfehlen, unter Versicherung guter Besorgung der ihm anvertraut werdenden Bleichgegenstände. Die Tücher rc. können aufgegeben werden: in Oberschopfheim bei Hrn. Jos. Bumiller, Handelsm. - Offenburg - " - Karl Gartenhäuser - - Appenweier - - Georg Feßler - - Griesheim - - Wilhelm Fink - Neufreistetl - - Karl Hauser - - Lichtenau - - Christ. Dietrich - - Schwarzach - - Ludw. Reinfried z. Adler. D. Neffenthaler. Ofsenburg. (Dickrübenverkauf.) Es werden circa 200 Körbe Dickrüben zum Verkaufe avsgeboten — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. Kapitalien auszuleihen. [2] Zu 5 pEt. verzinslich können gegen Obligation ausgeliehen werden: a) vom Gewerbschulfond .... 180 fl. — b) von hiesiger Sparkasse .... 700 fl. — e) von der Stadtkaffe . 1200 fl. — Offenburg, den 12. April 1843. Stadtkaffe- Verrechnung. Schweizer. [2] Bei Almosenpfleger C. F. Spsfermann in Kehl liegen 100 fl. auf gerichtliche Versicherung zu 5 Prvcent zum Ausleihen parat. [2) Handelsmann D. Nerlinger in Offenburg hat 150 fl. PfiegschaftSgeld gegen gerichtliche Versicherung auszuleihen. fl) Die Zunftkaffe in Altenheim hat 120 fl. auf Obligation auszuleihen. David Engel, Zunstrechner. fl) Die Heiligenfonds-Verrechnung in Weier hat 50 fl. auf Obligation auszuleihen. fl) Vom Heiligenfond in Windschläg können 250 fl. auf gerichtliche Versicherung dargeliehen werden. fl) Offenburg. Es sind in hiesiger Stadt 400fl. Privatgeld gegen gerichtliche Versicherung auszuleihen — von wem % jagt Ausgeber dieses Blattes. [2) Auf hinlänglich gerichtliche Versicherungen können bis Ausgang des Monats Mai d. I. 5000 fl. in schicklichen Abtheilungen, so wie auch 150 fl. Kapital gleich ausgeliehen werden. Ausgeber dieses Blattes sagt von wem. 130 [2] Von der Heiligenfonds-Verrechnurm in Grvsweier, Amts Achern, können gegen gerichtliche Pfandversicherung 100 fl., 325 fl., 1000 bis 2000 fl., zu 5 pCt. verzinslich, ausgeliehen werden. Hirschauer, Heiligenfonds- Verrechncr. !2j Bei dem Almosensond in Hesselhurst, AmrS Kork, liegen 100 fl. gegen Obligation zum Ausleihen bereit. Zockers, Almosenrechner. [3] Gegen Versicherung können 1350 fl. ausgeliehen werden. Ausgeber dieses Blattes sagt von wem. Lahr. Lager und Commisstons-Verkauf aus der Fabrik des Herrn Franz Haagen in Cöln am Rhein von gepreßten Bleiröhren in beliebiger Länge, Lichtweire und Wandstärke in mehr als 200 verschiedenen Kalibern; ferner: gepreßten Zinnröhren, verzinnten gepreßten Bteiröhren, Bleidraht, sämmtlich in beliebigen Dimensionen. Der hiesige Verkauf geschieht genau zu dem niedrigsten Preisverhältnisse am Fabrikationsplatze, mit Berburgung des mindestens gleichen Schrittes mit jeder Concurrenz. Nähere Auskunft ertheilen auf gefällige Anfragen bereitwillig: Wtlh. Völker SS Comp., bei welchen sich noch ferner zum Commissions-Verkäufe besinden : Beste baierische Hopfen in verschiedener Gattung, Spiegel in Gold- und Holz-Rahmen aus der Fabrik von I. W. Bürck, Peter Schmuckert's Nachfolger, in Mannheim — Alles zu den Fabrikpreisen. Offenburg. (Einladung.) Künftigen Donnerstag den 27. d. M., Vormittags von 9 bis 12 und Nachmittags von 3 bis 6 Uhr, wird im Knabenschulhause die Prüfung der hiesigen Gewerbschule siattfinden, wozu wir hiemit die Freunde und Gönner dieser Schule einladcn. Offenburg, den 20. April 1843. Der Gewerbschul-Vorstand. Löffler. Mersy. Aachener und Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft. Einige Resultate der Rechnungslegung vom 30. März dieses Jahrs für das Jahr 1842. 1) Reserve für die im Jahre 1843 ablaufenden Versicherungen und für außergewöhnliche Bedürfnisse . . 733,796 fl. 2) Reserve für spätere Jahre, aus eingenommenen u. einzunehmenden Prämien bestehend 1,522,294 - 3) Reserve für unregulirre Ärandschäde» . . 68,250 -- 4) Netto-Prämien und Beiträge der Rückversicherungs-Gesellschaften zu Brandschäden, nebst Zinsüberschüffcn, das Jahr 1842 betreffend, incl. Nebenkosten, und aus voriger Rechnung übertragene Reserve für damals unregulirte Brandschäden, zusammen .„ . 1,333,567 " 5) Brandschäden, Verwaltungskosten u. Rückversicherungs-Prämien des Jahres 1842 . 1,311,249 " 6) Brandschäden, bezahlt bis zum 31. Dec. 1842 5,210,959 -- 7) In Kraft befindliche Versicherungen während des Jahres 1842 . 594,565,489 " Das Sicherheitskapital wird nach Beschluß der Generalversammlung von 2,100,000 fl. an 5 !4 Millionen Gulden erhöht. Die vollständigen Rechnungsabschlüsse, die Statuten, Dersicherungsbedingungen sind bei dem Unterzeichneten, so wie bei allen Agenten der Gesellschaft zur Einsicht zu erhalten. Zur Vermittlung von Versicherungen hält sich empfohlen: Haslach, den 10. April 1843. Die Bezirksagentur für dieKlemter Haslach u. Gengendach. F. W. Beck. Das Hauskreuz, oder: Was vom Brannt- weintriukeu zu halte» sei? (Forr,'etzun>>.) Ein Bauer. Herr Pfarrer, das war eine schöne Geschichte. Aufrichtig gestanden, cs gehl mir eben so, wie diesen amerikanischen Bauern; ich glaubte sonst auch nicht, daß der gemeine Arbeiter ganz ohne Branntwein leben könne. — Aber was wurde denn nun endlich daraus? Der Pfarrer. In jedem Orte wurde die Sache lebhaft besprochen, bald getadelt, bald gelobt. Die Meisten aber machten es so, wie dieser Hausvater; sie versuchten es, denn vorher kann man eigentlich gar nicht darüber urtheilen. Die es aber versuchten, sahen bald ein, daß es recht gut ganz ohne Branntwein gehe, ja besser als sonst. So machten immer Mehre die Erfahrung, daß er völlig entbehrlich sei, und immer Mehre traten daher den Entsagungs-Vereinen bei. Man kann mit Recht sagen: Gort segnete die Sache sicht- barlich! Mit reißender Schnelle verbreiteren sich die Vereine durch das ganze Land: Vornehme und Geringe, Reiche und Arme, Jung und Alt, Männer und Frauen unterschrieben sich und überhaupt Alle, welche auf Zucht und Ordnung in den Häusern und Gemeinden hielten. Es dauerte wenige Jahre, so verstummte auch das Lachen und Spotten der Gegner dieser christlichen Sache, denn sie schämten sich ihres Leichtsinns und ihrer Bosheit. Sobald es erprobt und erwiesen war, daß der Branntwein völlig entbehrlich sei, eben so bald war es auch klar, daß man ihn nur noch trinken wolle aus Wollust. — Am meisten aber trug zu der schnellen Verbreitung der Mäßigkeitsvereine bei, daß die Familien und Gemeinden, welche dem Branntweine gänzlich entsagt hatten, glücklicher, zufriedener und gesunder lebten, als früher! Bei Vielen mehrte sich der Wohlstand täglich. Mancher, der durch seine unordentliche und liederliche Wirchschaft in Schulden gerathen war, kam jetzt wieder heraus. Die Weiber und Kinder so vieler Handwerker, welche früher schlecht gekleidet umher gingen, wurden von Jahre zu Jahre schmucker, denn das Geld, was sie früher den Schenken und Brennern zugewandt, wovon diese ein bequemes Leben führten und ihre Weiber stolz kleideten, dies Geld verwandten sie jetzt auf ihre eigene Familie. Mancher Vater bedauerte jetzt schmerzlich, daß die Mäßigkeitsvereine nicht schon vor 20 Jahren entstanden wären, dann würde er um manchen Thaler reicher sein. Einzelne singen schon an, sich ein kleines Kapitälchen zu sammeln, denn das Geld, was sie früher in Branntwein vertrunken hatten, behielren sie nun in ihrer Tasche, oder legten cs in eine Sparkaffe. Mir einem Worte: der Wohlstand hob sich in den Familien und in den Gemeinden, welche sich zu der Mäßigkeit begeben und das Schnapstrinken wieder abgeschafft hakten. Ein Bauer. Freilich würde man manchen Groschen sparen, wenn man keinen Branntwein mehr tränke; aber so viel würde das doch nicht bringen, zumal für uns mäßigen Trinker. Der Pfarrer. Das kommt auf eine Berechnung an, die wir leicht anstelle» können. Wir wollen die Säufer ganz außer Acht lassen, weil es bei ihnen offenbar ist, daß sie durch den Branntwein immer mehr zurückkommen. Wir wollen nur die mäßigen Trinker nehmen, weil dies doch die Meisten in der Gemeinde sind. Was rechnet man nun -wohl einem mäßigen Trinker täglich zu? Der Handwerker. Das Sprüchwort sagt: ein Viertelchen für den Mann ist nicht zu viel. Ein Bauer. Doch so viel trinkt nicht jeder Bauersmann und Handwerker täglich. Der Handwerker. Wie viel Gelegenheiten und Veranlassungen gibt es aber im Jahr, wo es nicht bei einem Viertel-Schoppen bleibt, und was der Herr weniger trinkt, das trinken oft die Knechte und Taglöhner mehr. Der Bauer. Das ist wohl wahr! 131 Der Pfarrer. Run wir wollen wenig genug annehmen, und eine Jahreszeit in die andere gerechnet, anstatt für den Mann einen Viertel-Schoppen im Durchschnitt täglich zu rechnen, wollen wir dieses Maaß für eine ganze Familie rechnen; so daß ein Meister mit allen Gesellen, ein Bauer nebst allem Gesinde, eine Arbeit und Jahreszeit gegen die andere gerechnet, täglich einen Viertel-Schoppen vertrinkt. Die Anwesenden. Das ist nicht zu viel! Der Pfarrer. Ihr habt um so mehr recht, wenn wir noch in Anschlag bringen, welch' große Menge Schnaps bei Kindtaufen, Eheberedungen, Hochzeiten, Begräbnissen getrunken wird. Auch der Weg an das Landgericht, Rentamt w. kostet manchen Groschen für Schnaps. Was geht beim Bürgermeister, Gemeinderechner, die gewöhnlich Wirtde sind, für Schnaps darauf, da diese Herren ihre Geschäfte meistens in der Wirchssiube verrichten und oft darauf sehen, daß etwas bei ihnen verzehrt wird. Indessen damit uns Niemand der Uebertreibung beschuldige, wollen wir dieses Alles unberücksichtigt lassen und nur einen Viertel-Schoppen für die Familie rechnen. Mehrere. Herr Pfarrer, soll's recht werden, so müssen Sie mehr anfetzen. Der Pfarrer. Rein lieber zu wenig, als zu viel, damit man nicht sage, wir hätten übertrieben. Rehmen wir nun den Viertel-Schoppen, eine Sorte in die andere gerechnet, zu drei Kreuzer, so macht dieses monatlich 1 fl. 30 kr. und zährlich achtzehn Gulden. Alle. Herr Pfarrer, was sagen Sie? Der Pfarrer. Ja! ja! 18 fl. für jede Familie. Ein Bauer. 18 fl. sind ja für manchen Bauer die Steuern auf 1 Jahr und für den Taglöhner auf mehrere Jahre, und für 13 fl. könnte man jährlich das beste fette Schwein in die Küche bekommen. Der Bürgermeister. Es ist ein Jammer, daß bei jetziger Zeit, wo es den Meisten so schwer fällt, Geld für die unentbehrlichsten Bedürfnisse zu erschwingen, für den Schnaps eine so bedeutende Ausgabe verwendet wird. Daß dadurch der Wohlstand sehr leidet und nicht gedeihen kann, sehe ich zu gut ein, zumal wenn wir bedenken, daß nicht blos eine einzelne Familie auf solche Weise ums Geld kommt, sondern alle Familien unserer Gemeinde. In derselben leben, wie ihr wißt, 1000 Seelen oder 190 Familien. Im Durchschnitt täglich einen Viertel-Schoppen, macht für jede Familie 18 fl., das macht für alle, hört! jährlich 3420 fl., die unnörhig für Branntwein in unserer Gemeinde verausgabt werden. Ein Bauer. Das ist ja ganz unverantwortlich! Ein Anderer. Dabei kann unser Dorf nicht weiter kämmen! Ein Dritter. Daher kommt's, daß das Steuer- und Zinsgeben Vielen so sauer wird; daß die Auspfänder nicht aus dem Dorfe kommen und die Schuldbriefe jährlich vergrößert werden müssen. Der Bürgermeister. Meine Berechnung ist gewiß ganz richtig, wenn wir nur denken, was an Sonn - und Festtagen bei den jungen Leuten beim Karten- und Kegelspiel für Branntwein auögegeben wird. . Der Pfarrer. Gibt nun unser Dorf jährlich 3420 fl. für Branntwein unnöthiger Weise aus, so macht dies in zehn Jahren ohne Zinsen 34,200 fl., und da man annimmk, daß jeder Hausvater im Durchschnitt 25 Jahre dem Hauswesen vorsteht, so geben sämmtliche Familien in unserm Dorfe in dieser Zeit 85500 fl., keine Zinsen gerechnet, für Schnaps aus. Ein Bauer. Das ist za entsetzlich! Hätten wir vor 10 Jahren dem Bvanmwem entsagt und das Schnapsgeld gespart, so wären wir eine reiche Gemeinde, könnten ein stattliches Schulhaus bauen, unsere Zehnten ganz leicht ab- lösen, und könnten manches Gute in unserer Gemeinde gestiftet haben. Ein Anderer. Ja, da sieht man, wo das Fe» von unserer Arbeit hinkommt! Das bringen wir den Branntwein- wirthen, die in ihrem Müfsiggang täglich reicher werden, während wir bei unserem Quälen in immer größere Armuth kommen. Der Handwerker. Da so viele Menschen in andern Ländern jetzt ohne Branntwein leben, so sind wir doch eigentlich khörichk, daß wir noch vieles Geld dafür ausgehen: das Schnapsgeld ist wahres Rarrenzeld! Der Pfarrer. Aus folgender Tabelle kann der Bauer, Taglöhner, Knecht, Gesell, Fuhrmann und auch der Soldat ersehen, wie viel er jährlich im mäßigen Branntweintrinken verrhut. Wer täglich vertrinkt der vertrinkt jährlich das macht in zehn Jahren ohne Zinsen das beträgt jährlich in einem Dorfe mit 100 Trinkern für 2 kr. 12 fl. 120 fl. 1200 fl. » 3 " 18 ’< 180 " 1800 -- - 4 " 24 - 240 " 2400 - Ein Bauer. Eine solche Tabelle sollte sich Jedermann an seine Stubenthüre neben dem Haussegen annageln. (Fortsetzung folgt.) M i s c e t l e n. Erfahrene üekonvmen rächen, dieses Jahr besonders die Saamenkarroffeln, ehe man sie legt, dem Luftzug mehrere Tage auszusetzen, um sie zu trocknen und nicht mit den wässerigen Theilen in die Erde zu bringen. Der bekannte Vicomte d'Arlincourk erzählt in feinem „Polarstern," einem Buche, das sich hauvtsächlich mir Rußland beschäftiget, und voll Anekdoten ist, unter Anderen Folgendes: „Ein russischer Minister harre in seinem Vorzimmer einen bejahrten Gelehrten, ein Mitglied der Akademie der Wissenschaften, sehr lange warten lassen. Das nächste Mal, als Kaiser Nikolaus den Minister sah, sagte er zu demselben: Morgen wirst Du zu dem berühmten Akademiker gehen und Dich bei ihm entschuldigen; Leute wie ich und Du giebr es zu Dutzenden, der Gelehrte aber, den Du beleidiget hast, ha: seines Gleichen nicht. " Von Manchester berichtet man folgenden romanhaften, aber als wahr verbürgten Fall. Einem im New-Baile«>Gesängniß in Manchester wegen Desertion insitzenden Manne ist, wie sich jüngst herausgestellk hat, ein Vermögen von mehr als hunderttausend Pfund Sterl. (1,200,000 st.) durch Erbschaft angesallen. Man hat sich an die oberste Kriegsdehörde in London gewendet, um seine Loslassung aus der Haft zu erlangen, damit er ohne Weiteres in den Genuß der Reichthümer komme, di« das Glück so unerwartet ihm zugewendek bat; und wie man erfährt, ist auch der Befehl zu seiner Freilassung erfolgt, und solche bereits geschehen. Der Mann heißt John Flitcroft, und «och als sehr junger Mensch ließ er sich in der königlichen reitenden Artillerie anwerben. Er wurde zwar vor langen Jahren von den Soldaten losgekauft, ließ sich aber wieder anwerben, und hatte seine Miliiärdienstzeik bis aus 2l Tage abgedient, da gerielh er in die Gesellschaft einiger Kameraden, die zu Sbeerneß, wo er selbst lag, ihren erhaltene» Abschied vom Militär noch lustig feierten, und blieb, da er sich im Trinken übernommen hatte, aus seinem Standquartier weg, bis er zuletzt im Fahndungsblatt (the Hue and Cry) als Ausreissec ausgeschrieben wurde. Vor den Folgen seiner Unbesonnenheit erschreckend, machte er sich fort, nach Manchester, unter dem angenommenen Namen Smith, und war dort sechs Jahre, indem er einen Theil dieser Zeit in der Kaserne als Osstziersbedienter »erlebte, ohne daß etwas von seiner Deserkeureigenschaft herausgekommen wäre, bis erst etwa vor « Wochen, wo er dann sestgenommen und in's Gefängniß gesetzt wurde. Das ihm zugesallene Erbe kommt von einem Großvater von ihm her, und erst vor ungefähr einem Jahre ging ein vor dem Kanzleiobergerichr darüber obschwebender Prvceß zu seinen Gunsten aus. Ein Vetter machte sich nun aus, ihn aufzusuchen, was nichts Leichtes war; denn er bereiste fast jeden Theil Eng- 132 lands, Schottlands und Irlands umsonst nach ihm. Er fand mehrere Male seine Spur d,s Manchester; allein da gina sie ihm wieder aus, zweifelsohne wegen der Namensänderung des so mühsam und eifrig Gesuchten. Endlich wurde Letzterer doch durch Anfragen u. s. w., welche in den Manchesterer Blättern eingerückr wurden, aufgefunden. Er ist ein Mann von ganz geringem Wesen und weniger Bildung. «o,ooo Pfund von der Erbschaft werden ihm, wie man hört, baar ausbezahlk, das Uebrige aber in Grundcigenthum in der Nähe Von Ashion- undec-Lvne, zu Eraleybridge (in der engl. Grafschaft Lancaster) zugewiesen werden. Ein Or. Papudopulo-Bretay in Paris bat einen Scbutzküraß aus zusammengepreßtem Baumwollenfilz erfunden, dessen Zweckmäßigkeit sich durch die Von der französischen Akademie angeord- neten Versuche völlig bewährt hat. Mehrere aus einem Soldatengewebr mit gewöhnlicher Feldladung und in nächster Entfernung auf denselben Fleck abgefeuerte Kugeln fügten nämlich einem mit diesem Küraß bekleideten Kalbe nicht die mindeste Beschädigung oder Contuston zu; es schien sogar durch den heftigen Anprall der Kugeln nicht einmal schmerzhaft erschüttert zu werden. Man spricht in Paris von Einführung dieser neuen Schutzwaffe. (Der größte deutsche Tunnel.) Nach dem Themsetunnel in London ist der Eisenbahntunnel bei Königsdorf zwischen Aachen und Köln am längsten. Bei einer Tiefe von 130 Fuß unter der Oberfläche des von ihm durchschnittenen Hügels ist er eioo Fuß — nahe an V 2 Stunde — lang, 24 Fuß breit und 26 Fuß hoch. Der Bau desselben hat ungefähr eine Million Tbaler gekoster. (Ausserordentliche Vitalität unter den Tbieren.) In Tarcie« bei Lyon wurde kürzlich ein Truthahn vermißt. Nach dreißig Tagen fand man ihn in einer Mauerhöble wieder, und ungeachtet das Thier seit dreißig Tagen weder Futter, noch Getränk erhalten, war es noch am Leben und lag zusammengekauert, den Kopf unter einen Flügel gesteckt. Es war aber so abgemagerk, daß es noch kaum 2 Pfund wog, während e§, als es sich verirrte, mindestens lo bis >2 Pfund gewogen haben mußte. (Thätigkeit des Herzens.) Ein Rechenmeister hat her- ausgebracht, daß ein Menschenherz 43,830,000 Male in einem Jahre schlägt. ro Zoll maß. Was würde nun ein Rieß von solchem Papier wiegen? Antwort: 266 ,soo Pfund. — Das heißt in der Thar die Manufaktur auf einen großen Höhepunkt dringen, und wie viel haben wir nicht noch zurückzulegen, um zu einem Endresultat zu gelangen, oder vielmehr: wann und wie werden wir ein solches je erreichen. (Durchsichtige Uhr.) Es kommt noch weit, sehr weit in der Welt! Rebellier in Paris Hai der Academie der Künste und Wissenschaften eine Taschenuhr aus Bergkristall vorgczeigt. Die 2 Zahnräder sind aus Bergkristau, die anderen aus Metall. Die Schrauben sind im Kristall befestigt, die Achsen drehen sich in Rubin; das Stoßwerk ist von Saphir; das Steigrad von Bcrgkristall, die Federn von Gold. Die Uhr geht übrigens vortrefflich, und es dürften sich bald solche Eremplare in Aller Taschen befinden. (Mittel gegen die Ratten.) Diese Tbiere haben gegen ein Kraut, Hundszunge (Cynoglossum otficin.) genannt, von Narur einen solchen Abscheu, daß sic die Gebäude, wohin solche Pflanzen gestreut werden, sogleich verlassen und, so lange diese Pflanzen daliegen, nicht wieder dahin zurückkehren. Diese Pflanzen wachsen auf Wiesen und an Grabenrändern. — Sie müssen im Anfänge des Sommers, d. h. kurz vor oder nach Johannis, gesammelt werden, weil sie da in der stärksten Kraft sind. Die Stengel werden zerquetscht und man streuet sie an den Ort, welchen man säubern will, wo es dann gewiß hilft. Bon der Kraft dieses Mittels hat man Beispiele, wo dasselbe auf Schiffen angewendrt worden ist, auf welchen sich Viele Ratten aufhielte». Kaum hatte man dieses Kraut überall hingestreut, als die Ratten lieber vom Schiffe in das Wasser hinab sprangen und den sichern Tod erwählte», als daß sie länger in der Nähe dieses ihnen so verhaßten Krautes geblieben wären. (Wollene Tücher und andere Zeuge wasserdicht zu machen.) Man taucht dieselben zuerst in eine heiße, jedoch nicht kochende, Auslösung von 6 Lokh Oclseife in iv Pfd. Wasser, der man etwas Leim oder Hausenblase zusetze» kann. Bon hier aus bringe man die Zeuge schnell in eine ebenfalls heiße Auflösung von 12 Lvth Alaun in >o Pfd. Wasser, wo sich dann in ihnen eine Tbonscife bildet, die nun blos des Trocknens und einer gewissen Appretur bedarf. — Auch Papier, welches gut geleimt ist, kann auf diese Weise wasserdicht gemacht werden, und statt des Wachöpapiers dienen. (Mädchen und Uhren.) Junge Mädchen gleichen alten Uhren, sie gehen immer vor.— Eitle Mädchen gleichen Taschenuhren, die lassen sich leicht aufzichen. — Gescheidke Mädchen gleichen Schlaguhren, die schlagen, wenn man sic aufjieht. — Putzsüchtige Mädchen gleichen Thurmuhren, man sicht wohl nach ihnen, «er möchte sie aber ins Haus nehmen? — Schöne Mädchen ohne Verstand gleichen Spieluhren, die wird man bald überdrüssig. — Vorlaute Mädchen gleichen Weckuhren, man hört wohl auf sie, aber nicht gern. — Verwöhnte Mädchen gleichen Sonnenuhren, unter der Haube taugen sie nichts. — Bescheidene Mädchen gleichen Repekiruhren, sie lassen sich nur hören, wenn man sie auffordert. — Anmaßende Mädchen gleichen versetzten Uhren, man läßt sie stehen. .— Moderne Mädchen gleiche« Cylinderuhren, sie find sehr flach. — Reiche Mädchen gleichen goldenen Uhren, da frägr man vor Allem nach dem Goldwerth. — Häusliche Mädchen gleichen Pendeluhren, die gehe« am Sichersten. — Gelehrte Mädchen gleichen Wanduhren, die sind fast nicht zu tragen. (Pavierfabrikation in England.) Dieses Land ist der Heich des Außerordentlichen, des Wunderbaren, des Riesenhaften. So wurde vor etwas längerer Zeit aus der Manufaktur von Eoliato« ein einziger Bogen Papier versendet, der 632 Pfd. wog, und in die Länge iV 2 Meile engl., in die Breite aber So mancher große Man» würde auf dem Sterbebette auf die Unsterblichkeit seines Namens Verzicht leisten, — könnte er damit die Sterblichkeit seiner Seele erkaufen. Auflösung der Charade in Nro. 15: Dornelikrone. Frucht-Mittelpreisc. Ein Malter Walzen. . Kernen . . Halbwalzen Fees . . . Korn . . . Gerste . . Welschkorn Haber . . Offenburg Oberklrch Sichern Gent enb. tS.Apr. l8.Apr. IL.Aprü 18. Aprü 13 J Ipril fl. kr. fl. kr. fl. kr. ft. kr. st. kr. !4 15 14 12 14 40 14 30 14 — — 13 — 14 33 14 — 13 — 12 4 12 — 13 56 12 — 12 — 11 9 — — 11 30 11 30 10 30 10 8 — — — — 9 48 — — 12 30 — — — — 13 30 — — — — — — 7 48 7 — 7 — Di e M »rftj erid te.