tt)ufl)cnl>lrttt für die Amtsbezirke OGenburg, Oberkirch, Acheen, Nheinbifchofsheim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. MS2. Offenburg, Anzeige und Einladung in Bezug auf das am 22. dieses Monats zu feiernde Verfassungsfest. In Folge der in M. 30 dieses Blattes von Seiten „mehrerer Bürger" erschienenen Einladung hat sich am 29. v. M. im Saale des Gasthofes zur Post eine große Anzahl hiesiger Orts- oder Staatsbürger eingefunden, als Generalversammlung sich constituirt und zum obenangedeuteten Zwecke ein Somit« von 11 Mitgliedern aus der Zahl anwesender und abwesender Einwohner ernannt, welche sodann aus ihrer Mitte einen Vorstand sich wählten. Dieses Comit« hat, mit möglicher Berücksichtigung allseitiger, sorgfältig erforschter Wünsche nun ein Programm für das bevorstehende Verfaffungsfest entworfen. Es werden demnach, in Uebereinstimmung mit den bei der ersten Versammlung geäußerten Wünschen und gethanen Zusicherungen, hiermit alle Orts- und Staatsbürger unsrer Stadt, welche für jenes schöne constitutionelle Freudefest sich interessiren, freundlichst eingeladen, nächsten Freitag den 11. d. M., Abends 7 Uhr, im Saale des Gasthofes zum Salmen, als dem gewöhnlichen Locale der Bürgerversammlung, sich einzufinden, um den, wir dürfen dieß zuversichtlich behaupten, durch ver- fasiungstreue Gesinnung gegen Fürst' und Vaterland, durch Liebe zur Eintracht und die reinsten Absichten dictirten Entwurf des Programms zu vernehmen. Offenburg, 7. August 1843. Das Comite. -en M. August 1843. Bekanntmachungen. Offenburg. Nro. 16697. Durch diesseitige Verfügung vom 30. Mai 1836, Nro. 9892, wurde sämmtlichen Wirthen dahier und in der Umgegend unter Androhung einer Strafe von 3 fl. untersagt, an den taubstummen Nepomuk Stiefvater von hier geistige Getränke zu verabreichen. Dieses Verbot wird hiermit unter Ausdehnung auf den ganzen Oberamtsbezirk erneuert und zugleich Jedermann gewarnt, dem taubstummen Nepomuk Stiefvater geistige Getränke zu verabreichen oder zu deren Verabreichung behülflich zu sein. Die Bürgermeister haben dieses den Wirthen gegen Bescheinigung noch besonders zu eröffnen. Offenburg, den 2. August 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. Achern. (Aufforderung und Ansuchen.) In einer dahier anhängigen Untersuchungssache ist die Einvernahme des Anton Faber, von Kirchhardt, Amts Sinsheim, nothwendig. Da dessen jetziger Aufenthaltsort dahier unbekannt ist, so wird derselbe aufgefordert, sich alsbald dahier zu stellen. Zugleich ersuchen wir sämmrliche Polizeibehörden, den Anton Faber im Betretungsfalle hieher zu weisen. Achern, den 26. Juli >843. Großherzvgliches Bezirksamt. Bach. Offenburg. (Fahndung.) Nro. 17,902. Am Montag den 31. v. Mts., Nachmittags 3 Uhr, wurde der hiesige Ziegler Georg Äußler auf der Goldscheuerer Straße zwischen Langhurst und der Ziegelscheuer von zwei Burschen angegriffen, die ihm seine Baarschaft, in 125 fl. bestehend, mit Gewalt adgenvmmen haben. Der eine der Bursche, welcher beiläufig 5' 4" groß sein soll, war mit einem schwarzen Zwilchrock bekleidet, und sein Gehülfe soll etwas kleiner sein. Das Geld bestand in Kronenthalern, kleinen Thalern, Preußischen Thalern, Gulden- und Halbguldenstücken. Wir ersuchen sämmtliche Polizeibehörden, auf die Thäter, so wie auf das Geraubte zu fahnden, und uns ergebendenfallö alsbald Nachricht zugehen zu lassen. Offenburg, den 2. August 1843. Großherzvgliches Oberamt. Kern. Offenburg. (Aufforderung.) Nro. 18,827. Der Lucia Herr von Windschläg wurde am 21. Juni d. I. eine Kette abgenommen, welche dieselbe Tags vorher aus der Straße von Appenweier nach Sand in der Nähe des Windschläger Gemeindewaldes gefunden haben will. Die Kette besteht aus 5 länglichten Gelenken, je 4 Zoll lang und Vj Zoll dick, hat an beiden Enden einen 8 Zoll 272 langen, 1 Zoll dicken Haken, und ist ganz so beschaffen, wie die beim Eisenbahnhau zum Kuppeln der Kippwagen dienenden Ketten. Dies wird mit der Aufforderung zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß sich der etwaige Eigenthümer, oder wer immer über die Kette Auskunft zu geben vermag, alsbald hier zu melden hat. Offenburg, den 1. August 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. Offenburg. (Diebstahl.) Nro. 16905. Dem Franz Hauser von Unlerharmersbach, Zieglergeselle in Riederschopheim, wurde eine Taschenuhr von mittlerer Größe mit silbernem Gehäuse, weißem Zifferblatte, worauf sich schwarze erhabene römische Zahlen und messingene Zeiger befinden, entwendet. Auf dem Zifferblatte ist von der Zahl xn. bis vi. ein feiner Strich sichtbar. An der Uhr befand sich eine bleierne Kette mit messingenem Schlüssel. Die Behörden werden ersucht, auf die entwendete Uhr, so wie auf den zur Zeit noch unbekannten Dieb zu fahnden. Offenburg, den 8* August 1843. Großherzogliches Oberamt. Braunstein. Offenburg. (Diebstahl.) Nro. 17,462. In der Zeit zwischen dem 20. und 30. v. Mts. wurde aus der Scheune des Engelwirths Armöruster dahier eine Wagenkette entwendet. Dieselbe ist etwa 15 Fuß lang, hat länglichte Gelenke, an einem Ende einen Ring, am andern einen Haken mit X. A. gezeichnet. Dies wird behufs der Fahndung bekannt gemacht. Offenburg, den 28. Juli 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. Offenburg. (Diebstähle.) Nro. 17,503. Am 19. d. M. wurden aus dem-Hause des Metzgers Siefert dahier folgende Gegenstände entwendet: I. Dem Kaspar Fritsch von Gaggenau: 1) Sieben Gulden, bestehend in einem 3!4 Gulden-Stück, einem Fünffrankenchaler, einem Gulden-stück u. Münze. 2) Ein Mannshemd von mittelfeiner Leinwand, mit Perl- mutterknöpfchen an Kragen, Brust und Aermeln, am Ende mit F. roth gezeichnet. 3) Eine Kappe von schwarzem Tuch mit rundem, hängendem Boden und einem ledernen, oben und unten schwarz lackirten Schilde. 4) Ein brauner Haarkamm. ii. Dem Joseph Schwab von Durbach. 1) Ein Paar blaue Tuchhosen mit großem Latz, unten und an den Säcken mit Leder besetzt. 2) Ein Rastrmesser mit schwarz beinernem Hefte. 3) 27 Kreuzer Geld. Dies wird behufs der Fahndung bekannt gemacht. Offenburg, den 28. Juli 1843. Großherzogliches Oberamt. Kern. Achern. (Präclusivbescheid.) Nro. 11,058. In der Gant des Andreas Ricgelsberger von Fautenbach werden diejenigen Gläubiger, welche ihre Forderungen :n der heutigen Tagfahrt nicht angemeldet haben, von der vorhandenen Masse ausgeschlossen. B. R. W. Achern, den 14. Juli 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Wänker. [1] Offenburg. (Gläubigeraufforderung.) Der Bürger Johann Roth 2. von Altenheim und dessen Ehefrau Magdalena JockerS wollen mit ihrer Familie nach Nordamerika auswandern. Es wird daher Tagfahrr zu dessen Schulden- Liquidation auf Samstag den 26. d.M., Morgens 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei anberaumt, und werden sämmt- iiche dessen Gläubiger aufgefordert, sich hiebei einznfinden und ihre Forderungen zu liquidiren und richtig zu stellen, andernfalls man ihnen zu ihrer Befriedigung nicht weiter verhelfen kann. Offenburg, den 9. August 1843. Großherzogliches Oberamt. K-ern. Kork. (Gläubiger-Aufforderung.) Georg Zockers und dessen Ehefrau Magdalena geb. Mehne von Hesselhurst haben dahier um die Crlaubniß nachgesucht, nach Nordamerika auswandern zu dürfen. Es werden deßhalb alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde eine Forderung an dieselhen zu machen haben, aufgefordert, solche Mittwochs den 23. d.M., Morgens 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei anzumelden oder zu begründen, als ihnen später sonst nicht mehr zu ihrer Befriedigung verhelfen werden könnte. Kork, den 4. August 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Exter. [2] Oberkirch. (Entmündigung.) Nro. 15,271. Durch Erkenntniß. vom 21. d. M., Rro. 14,876, wurde die-ledige Maria Anna Heimburger von Ringelbach wegen Blödsinns für entmündigt erklärt und unterm Heutigen der Bürger und Rebmann Fidel Gir.inger von da als Pfleger für sie verpflichtet; was hiemit öffentlich bekannt gemacht wird. Oberkirch, den 27. Juli. 1843. Großherzogliches Bezirksamt. Häfelin. [3] Wolfach. (Mundtodt-Crklärung.) Nro. 9688. Joh. Bapt. Schmider, Ziegler und s. g. Erdenbauer zu Ober- wolfach, ist im ersten Grade mundkvdr . erklärt und unter Aufsichtspflegschaft des Sonnenwirths Roman Armbruster in Wolfach gestellt worden. Dies wird in Beziehung auf L.R.S. 513 bekannt gemacht. Wolfach, den 22. Juli 1843. Großh. Bad. F. F. Bezirksamt. Fernbach. [3J Offenburg. (Gläubigeraufforderung.) Nr. 17,323. Die Kinder des verlebten Bürgers- und. Laubenwirths Franz Michael Glaser von Zell, haben heute die väterliche Erbschaft nur mit Vorbehalt der Rechtswohlthat deü Erbverzeichnisses angetreten und gleichzeitig auf Abhaltung einer- öffentlichen Schuldenrichtigstellung angetragen; es werden demnach alle Diejenigen, welche Ansprüche und Forderungen an diese Verlaffenschaftsmasse machen können oder wollen, hiemit aufgefordert, solche Donnerstag den 17. August d. I. vor dem Distriktsnotar Frick im Laubenwirthshause zu Zell um so gewisser anzumelden und zu begründen, als sonst die Ansprüche und Forderungen den Nichtcrscheinenden nur auf denjenigen Theil des Nachlasses erhalten werden, der nach Befriedigung der bekannten Erbschaftsgläubiger auf die Kinder gekommen ist. Offenburg, den 21. Juli 1843. Großherzvgl. Oberamt. Kern. [3} Offenburg. (Schuldner - Aufforderung.) Die gesetzlichen Erben des Bürgers und Laubenwirths Franz Michael Glaser von Zell haben heute die Richtigstellung der Activ- forderungen des Erblassers beantragt; es werden demnach alle Diejenigen, welche an diese Berlassenschast eine Zahlung zu machen haben und schuldig sind, hiemit aufgefordert, am 18. August d. I. vor dem Distriktsnotar Frick im Laubenwirthshause zu Zell zu erscheinen und ihre Schuldigkeit zu zahlen oder richtig zu stellen, wenn sie nicht als säumige. Schuldner belangt werden wollen. Offenburg, den 21. Juli 1843. Großherzogliches Amtsrevisvrat. Killy. 273 Lmrdwirthschaftliche Bekanntmachung. Nro. 170. Die Aufnahmen in den land- wirthschastlichen Verein finden in diesem Jahre nur noch in den Monaten August und September Statt. Wir benachrichtigen hievon die Hrn. Oeko- nomen und Freunde der Landwirthschaft mit dem Anfirgm, daß Diejenigen, welche noch in den Verein ausgenommen zu werden wünschen, ihre Anmeldungen bis Mitte August schriftlich bei Unterzeichneter Stelle einzureichen haben. Offenburg, den 11. Juli 1843. Landwirthschaftliche Bezirksstelle. Der Vor st and: Sraunstein. Der Secretär: Walther. 0} Offenburg. (Die Verbringung des Schuttes und Raumes betr.) Es wird hiermit bekannt gemacht, daß aller Schutt und Raum an das Ende des neuen Weges am Damme unterhalb der Kinzigbrücke und an keinen andern öffentlichen Platz zu bringen ist. Die Dagegenhandelnden sollen in eine Geldstrafe von wenigstens 30 kr. verfällt werden. Offenburg, den 8. August 1843. Das Bürgermeisteramt. Löffler. s2j Offenburg. (Steuer-Ab- und Zuschreiben betreff.) Pr. 1745. Das Ab- u. Zuschreiben in der Grund-, Häuser- und Gewerbsteuer für hiesige Stadt pro 1844 wird a. für die Ortseinwohner Freitags den 18. dieses Monats, b. für die Auswärtigen Samstags den 19. dieses Monats, jedesmal Vor- und Nachmittags in den gewöhnlichen Arbeitsstunden, im städtischen Rathssaale dahier vorgenommen werden, was hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Offenburg, den 1. August 1843. Das Bürgermeisteramt. Löffler. vdt. Huber. Sichern. (Latten- und Pfählelieferung.) Zur Einfriedigung der Eisenbahn in dem Jnspectivns-Bezirk Achern find erforderlich: a) circa 22,000 Stück tannene Latten von 20 Linien Breite, 9 Linien Dicke und 15 Fuß Länge. I,) circa 32,000 Stück tannene runde Pfähle von 5 Fuß Länge und 2‘/ 2 bis 3 Zoll Dicke. Hievon soll 1 Drittel auf den Rencher, 1 Drittel auf den Acherer und 1 Drittel auf den Bühler Materialplatz verbracht werden. Für diese Materiallieferung wird daher Soumission eröffnet, und es sind die Angebote versiegelt mit der Aufschrift: -Latten- oder Pfählelieferung zum Eisenbahnbau" bis zum 14. d. M. anher einzureichen, an welchem Tage Morgens 9 Uhr die Soumittenten zur Einsichtsnahme der Angebote eingeladen werden. Diese Angebote können zu 1 Drittel des ganzen Bedarfs oder für das Quantum auf einen Holzplatz gemacht werden. Die Bedingniffe hiefür sind auf dem diesseitigen Bureau einzusehen. Ackern, den 5. August 1843. Großh. Wasser- u. Straßenbau-Jnspection. Embdt. vär. Brummer. Achern. (Eisenlieferung.) Für die im diesseitigen Jnspec- tions-Bezirke verkommenden Eisenbahnübergänge sind circa 90 Centner Schienen aus gewalztem Eisen erforderlich. Die Dimensionen der Schienen und zwar für die eine Hälfte sind zu 40 Linien Breite und 4 Linien Dicke, für die andere Halste zu 28 Linien Breite und 4 Linien Dicke; die Länge der einzelnen Stäbe wird zu 15 Fuß angenommen. Diese Eisenlieferung soll im Soumiffionswege vergeben werden, und es sind die desfallsigen Angebote, welchen kleine Musterstücke, an denen die Bruchflache ersichtlich ist, beigelegt fein muffen, versiegelt mit der Aufschrift: "Eisenlieferung zum Eifenbahnbau" bis zum 14. d. M. anher einzureichen, an welchem Tage Vormittags 10 Uhr die Eröffnung der Angebote erfolgen wird, zu welcher Verhandlung die Soumittenten erscheinen wollen. Die Bedingungen für diese Lieferung sind zur Einsicht auf diesseitigem Bureau aufgelegt. Achern, den 5. August 1843. Großh. Wasser- u. Straßenbau-Jnspection. Embdt. vckl. Brummer. Achern. (Pfostenliefcrung.) Zu den Bahnübergängen im Acherer Jnspections-Bezirke sind besonders bearbeitete Pfosten nothwendig und zwar: a) 186 Stück Barriere-Pfosten und 1>) 62 Placatstöcke, welche aus Eichenholz angefertigt werden müssen. Diese Lieferung soll im Wege der Soumiffion veraccordirt werden, und es sind daher die Angebote bis zum 14. d. M. verschlossen mit derAufschrift: --Pfvstenlieferung zur Eisenbahn" anher einzureichen. An besagtem Tage Nachmittags 2 Uhr wird die Eröffnung der Angebote stausinden, wozu die Soumittenten eingeladen sind. Die desfallsigen Bedingungen und Zeichnungen können aus dem Jnspectivns-Bureau eingesehen werden. Achern, den 5. August 1843. Großh. Wasser- u. Straßenbau-Jnspection. Embdt. vdt. Brummer. [3] Oberkirch. (Haus- und Güterverstcigerung.) Der Erbtheilung wegen werden aus der Verlaffenschaftsmaffe des verstorbenen Amtsexequenten Jvh. Baptist Deukschle von hier Donnerstags den 17. k. M. August, Nachmittags 2 Uhr, un Wirlhshause zum Badischen Hof folgende Liegenschaften unter annehmbaren Bedingungen zu Eigenthum öffentlich versteigert, als: 1) Eine zweistöckige Behausung mit Stallung, Alles unter einem Dach, mitten in hiesiger Stadt an der Hauptstraße, neben Eisenhändler Leopold Straub und Steuer- peräquatvr Meßner, — tarirt zu .... . 2800 fl. 2) Eine Zeuch Acker am ober» Mühlepfad, neben Georg Straub's Erben und dem sogenannten Wolfsgraben, — taxirl zu. . . 750 fl. Zusammen taxirt zu . . 3550 fl. Hiezu werden die Steiglustigen mit dem Bemerken eingeladen, daß fremde Steigerer mit Vermögens - u. Leumundszeugnissen versehen sein müssen. Dieses wollen die Bürgermeisterämter öffentlich verkünden lassen. Oberkirch, den 24. Juli 1843. Großherzogliches Amtsrevisorat. Schuster. vdt. Warrh, Notar. [2] Offenburg. (Fahrnißversteigerung.) Aus der Ver- laffenschast des verlebten hiesigen Bürgers und gewesenen Handelsmanns Karl Kapferer werden auf den Antrag des Stiftungsverwalters Strobel dahier, als ernannten Treuhänders, an nachbenannten Tagen, in der Behausung des Erblassers, dessen sämimliche Fahrnisse gegen gleich baare Zahlung durch die beiden hiesigen Waisenrichter öffentlich versteigert, und zwar: Am Montag den 14. August d. I., von Morgens 8 bis 12 Uhr und Mittags von 1 bis 6 Uhr: Bettwerk, 274 Weißzeug, Getüch, Schreinwerk, Mannskleider, Silber, Porcellan, Glaswaaren, Zinn und Küchengeschirr. Am Mittwoch den 16. August, von Morgens 8 bis 12 Uhr und Mittags von 1 bis 6 Uhr: Schreinwerk, Feld- und Handgeschirr, Faß- und Bandgeschirr, allerlei Hausrath. Am Donnerstag den 17. August, von Morgens 8 bis 12 Uhr, wie am Montag: Bettwerk, Weißzeug re.; — Nachmittags von 1 bis 6 Uhr: 40 Fässer von verschiedener Große. 6 Ohm Aepfelwein, 9 " 1837er weißer Wein, 12 » 1837er u. 1k42er dito, 4 " 1842er dito, 7 " 1841er u. 1842er dito, 3*4" Klevner, 5y a " 1840er u. 1842er dito, 4 " 1834er Freudenthäler, 4 " 181 ler weißer Wein, 2!4» 1840er u. 1842er rvther Wein, 60 Maas gemischter rvther Wein. Mehrere Guttern voll vorzüglichen Kirschenwaffers, so wie etwas Zwetschgen- u. Träbernwasscr und Hefenbranntwein. Offenburg, den 2. August 1843. Großherzogliches Amtsrevisorat. Killy. vdt. Frick, Notar. [3] Offenburg. (Liegenschafts-Versteigerung.) Auf den Antrag der volljährigen und im Interesse der minderjährigen Erben des verlebten hiesigen Bürgers und Altsonnnenwirths Karl Oßwald werden aus dessen Verlaffenschaft, nach vorher eingeholter obervormundschaftlicher Erlaudniß vom 19. d. M., Nro. 16,423, nachbenannte Liegenschaften in schicklichen Ab- thcilungen durch Distriktsnotar Frick dahier am Samstag den 12. August d. I., der Erbtheilung wegen, öffentlich versteigert, und zwar: 1) s /i Tauen Matten aus dem untern Angel — neben Kronenwirth Bühler und der Stadtgemeinde, oben der Bach. — Die Steigerung beginnt Nachmittags halb 2 Uhr auf der Matte selbst. 2) Die Gemüs-, Baum- und Grasgärten am Kähnerbach, neben Handelsmann Battiany und Adolph Hell's Erben. Diese Versteigerung geht Nachmittags 3 Uhr in den Gärten selbst vor sich. Offenburg, den 23. Juli 1843. Großherzogliches Amtsrevisorat. Killy. [3] Ulm, Amts Oberkirch. (Accordbegebung.) Nach hohem Regierungsbeschluß, d. d. Rastatt dm 4. Juli 1843, Nro. 19,333, sind nachstehende Reparaturen an der Pfarrkirche dahier im Steigerungswege m Accord zu begeben, wozu sich die Steigerungöliebhaber auf Montag den 21. August d. I., Nachmittags 1 Uhr, im Gasthause zum Löwen in Ulm, unter Vorweisung legaler Zeugnisse, einsinden wollen. Ueberschläge und Bedingungen können täglich im Pfarr- hause zu Ulm eingesehen werden. Die einzelnen Arbeiten sind nach dem Voranschlag: Schreinerarbeit.126 fl. — kr. Glaserarbeit. 2 " 43 -> Smnhauerarbeit.24 -- 10 Maurerarbeit. 5 » 18 » Zimmerarbeit.29 " 12 " Blechnerarbeit.80 « — » Schiefcrdcckerarbeit ..... 477 -- — » Summa . . 796 fl. 23 kr. Ulm, den 22. Juli 1843. Der Stiftungsvorstand. Schmidt, Pfarrverweser. [2] Offenburg. (Güterverpachtung.) Am Montag den 14. August nächsthin, Vormittags 9 Uhr, werden im hiesigen Rathhaussaale vom städtischen Gottswälderfeld ca. 60 Jeuch, und zwar die frühem Loosnummern 3 bis mit 17, sodann No. 126 bis mit 134, oder nach der neuen Eintheilung und Vermessung an der obern Wegseite gegen Waltersweier die Loosnummern 3 bis mit 31 und an der untern Wegseite gegen den Wald die Loosnummern 49 bis mit 71, jeuch- weise auf neun Jahre in Pacht versteigert; wozu die Pachtliebhaber mit dem Bemerken eingeladen sind, daß jeder Steigerer einen zahlungsfähigen Bürgen zu stellen hat. Offenburg, den 26. Juli 1843. Stadtverrechnung. Schweizer. [3] Oberkirch. (Fahrniß- u. Liegenschaftsversteigerung.) Aus der Verlaffenschaft des verstorbenen Schlossers Franz Huber werden dem bezirksamtlichen Beschluß zufolge am Donnerstag den 17. August d. I. im Greifenwirths^ Hause dahier 1) Vormittags 9 Uhr folgende Fahrnisse, als: Bettwerk, Mannskleider, Schreinwerk, Küchen-, Feld- und Handgeschirr, Schlofferhandwerksgeschirr, ein Apparat zum Essigsieden nebst den erforderlichen Fässern und gemeiner Hausrath, 2) Nachmittags 2 Uhr nachstehende Liegenschaften, nämlich: a. ein zweistöckiges Wohnhaus mit Scheuer und Stallung, sammt einer Essigsiederei und einem Balkenkeller unter dem Hause, in der Schlvffergaffe neben Ignaz Braun und Jos. Konrad gelegen, b. ungefähr 10 Ruthen Gemüsgarten, auf dem Leimen neben Joseph Wex und der Stadtgemeinde gelegen, im Vollstreckungswege versteigert. Die Liebhaber werden mit dem Bemerken eingeladen, daß der Schätzungspreis der Fahrnisse 773 fl. 6 kr. beträgt; ferner, daß bei den Liegenschaften der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis erreicht wird, und daß fremde Steigerer sich mit legalen Sitten- und Ver- mögenszeugniffen auszuweisen haben. Oberkirch, den 22. Juli 1843. Das Bürgermeisteramt. G. Braun. vdr. Gerstner. El] Fessenbach, O. A. Offenburq. (Liegenschaftsversteigerung.) In Folge oberamtlicher Vollstreckungsverfügung vom 18. Juni V.J., Nro. 14127, werden dem Bürger Mich. Litlerst dahier nachbenannte Liegenschaften Mittwochs den 30. d. M., Nachmittags 2 Uhr, im Traubenwirkhshause dahier einer öffentlichen Steigerung ausgesetzt, mit dem Bemerken, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis erreicht oder darüber geboten wird. 1) 100 Ruthen Hofraithe mit dem darauf stehenden Wohn- hause, Scheuer, Stallung und Keller dahier, einers. Xaver Litterst, anderseits Anton Hurst. 2) Ein und ein halber Haufen Reben am hintern Ries- äckerle, einers. sich selbst, anders. Xaver Wernet. 3) 42 Ruthen Matte allda, einerseits sich selbst, anders, der Weg. 4) 60 Ruthen Acker in der Freibühnd, neben Jakob Hahn und Joseph Basler. 5) Ein halber Haufen Reben am hintern Riesäckerle, neben Andreas Lurk und Joseph Kern. Fessenbach, den 9 August 1843. Das Bürgermeisteramt. Wiegele. Lahr. (Fahrnißversteigerung.) Unterzeichneter läßt am Montag den 14. d. M. folgende Gegenstände gegen Baarzah- lung in der Behausung der Madame Fesch öffentlich versteigern, und zwar: Morgens 8 Uhr: Gold, Silber, Bettwerk,, Geküch, Leinwand und ein im besten Stande erhaltener Flügel; Nachmittags 2 Uhr: eine große Partlne in gutem Stande erhaltene Fässer von 100 bis 15 Oehmle haltend, eine Parthie Faßlager und Lagersteine. Lahr, den 7. August 1843. Der Bevollmächtigte: I. Frick. 278 GrieSherm. (Dungversteigerung.) Montags den 14. d. M., Nachmittags 1 Uhr, wird der Dung vom Wuchervieh bei dem Gemeindestall dahier gegen baare Bezahlung öffentlich versteigert werden. Griesheim, den 8. August 1843. Das Bürgermeisteramt. Ockenfuß. Griesheim. (Wucherstierversteigerung.) Montags den 14. d.M., Nachmittags halb 2 Uhr, wird ein brauchbarer Wucherstier im Gemeindestall dahier gegen baare Bezahlung öffentlich versteigert werden. Griesheim, den 8. August 1843. Das Bürgermeisteramt. Ockenfuß. Offenburg. (Erledigter Straßenwartsdienst.) Der Dienst eines städtischen Straßenwarts wird Montags den 28. d. M., Vormittags 10 Uhr, in diesseitiger Schreibstube für ein weiteres Jahr versteigerungsweise in Accord gegeben; wozu Lusttragende mit dem Anfügen eingeladen werden, daß der Gehalt für nächstablaufendes Jahr 182 fl. 30 kr. beträgt. Offenburg, den 9. August 1843. Stadtverrechnung. Schweizer. Zell, Amts Gengenbach. (Fahrnißversteigerung.) Aus der Erbmasse des verlebten Schmiedmeisters Mathias Damm dahier wird am Mittwoch den 16. d. M., Morgens 8 Uhr, in dessen Behausung gegen gleich baare Be- stihlung an Schmiedhandwerkszeug versteigert: ein großes Schneidzeug, ein kleines do., eine Bohrmaschine, ein Blasbalg, ein Ambos, ein Korn, ein Schraubstock und sonstiges verschiedenes Handwerkszeug ; wozu die Liebhaber eingeladen werben. Zell a.H., den 5. August 1843. Das Bürgermeisteramt. Hertig. vdt. Bruder, Rachsschreiber. Offenburg. (Früchteversteigerung.) Samstags den 19. d.M., Vormittags 9 Uhr, werden in dem Geschäftszimmer der Unterzeichneten Verwaltung circa 32 Malter Walzen und 65 » Halbwaizen öffentlich versteigert werden; wozu man die Liebhaber einladet. Offenburg, den 8. August 1843. St. Andr. Hospitalverwaltung. König. [13 Ossenburg. (Gülerverpachtung.) Unterzeichneter läßt seine eigenthümlichen, nachbenannte» Grundstücke Montags den 21. August d. I., Nachmittags 3 Uhr, in hiesigem Rathhaussaale auf 6 Jahre in Pacht versteigern: 1) 1 Zeuch 11 Ruthen Acker im Galgenfeld, einerseits Joseph Braun und Joseph Schumacher, anderseits Johann Litterst von Rammersweier. 2) 1 Zeuch 1 Viertel 8 Ruthen Acker am RammerS- wcierer Weg, einerseits benannter Weg, anderseits Michael Vetter und Gregor Weber von Elgersweier. 3) 2 Viertel 41 Ruthen Acker an der Buhler Straße, einerseits Wagner Rubi, anderseits Karl Henco. 4) 1 Zeuch Acker auf dem Nußbuckcl, einerf. der Weg, anderseits Toussaint Zerrer. 5) 1 Viertel 37 Ruthen Acker am Rittweg, einerseits die Schuhgaß, anderseits Xaver Göring. 6) 2 Viertel 21 Ruthen in der Löwer, — die Hälfte Acker und die andere Hälfte Matte — einerseits der Schwall, anderseits Herr Pfarrer Schaible. 7) 2 Viertel 6 Ruthen Acker in der untern Löwer, einerf. die alte Straße, anderseits Joseph Schumacher. 8) 66 Ruthen in der untern Löwer, einerseits Tbaddä Liescher, anders. Anton Wächter. 9) 1 Jeuch 86 Ruthen auf der Stegermatt, einerseits Xaver Kaiser, anders, die Karl Laible'schen Kinder. 10) 1 Jeuch 35 Ruthen Acker in der Speck, einerseits Rentamtmann Schuck, anders. Karl Kapferer s Erben. 11) 1 Jeuch 58 Ruthen Acker im Mauchenkoch, einerf. Joseph Battiany, anderseits die Thaddä Siebert'sche Erbschaft. Zu dieser Versteigerung werden die Liebhaber eingeladen. Offenburg, den 5. August 1843. B o u f l e u r. [1) Biberach, AMS Gengenbach. (Hvlzversteigerung.) Donnerstags den 24. d. M., Nachmittags, werden im Wirkhs- hause zur Krone in Biberach nachbenannte Gegenstände versteigert, wozu die Liebhaber eingeladen werden. 1) Ungefähr 24 Klafter vierschühiges, gesägtes Bvchen- und circa 40 Klafter vierschühiges, gesägtes Tannenholz. 2) Mehrere Stämme Nutzholz, bestehend in Ahornen und Buchen. 3) 54 Stämme Sägholz, welch' sämmtliche mit Nummern versehe» sind und auch nach denselben einzeln versteigert werden. Obige Gegenstände befinden sich in dem s. g. Rauchkastengrund der Gemeinde Biberach, wo sie täglich eingesehen werden können. Biberach, den 2. August 1643. E. Krausbeck. Griesbach. (Einladung.) Das Comitü des 'Verfassungs-Jubiläums für das Renchthal hat die Bestimmung getroffen, daß in meinem Gast- und Badhause am 22. d. M. das Festmahl gehalten werden soll. Indem ich diese mir zu Theil gewordene Ehre hiermit veröffentliche, zeige ich an, daß es meine angelegenste Sorge sein wird, mich fo einzurichten, daß sämmtliche Gäste hier ein bequemes Unterkommen und an meiner sowohl im Hause alö im Freien zu gebenden Tafel Raum für sich finden können. Damit ich jedoch in den Stand gesetzt bin, hinsichtlich der reellen, prompten Bedienung allen Anforderungen genügend zu entsprechen, erlaube ich mir, die verehrten Verfaffungsfreunde, welche dem Festmahle beizuwohnen gedenken, höflichst zu bitten, mich acht Tage zuvor von ihrem Eintreffen gefälligst in Kenntniß setzen zu wollen. Griesbach, den 7. August 1843. I. Monsch, Gast- und Badwirth. Oppen au. (Danksagung.) Denjenigen, welche zur Löschung des in der Nacht vom 24. auf den 25. v. M. im Hause meines Nachbars Franz Scheck ausgebrochenen Brandes so wesentlich beitrugen, insbesondere den Herren: Bürgermeister Lehmann, Stadkrath Huber, Badwinb Huber, Rößle- wirth Faißt, die auch mir in aufopfernder Weise zu Hülfe eilten und für die Rettung meines Hauses bedacht waren, fühle ich meinen herzlichsten Dank hiemit öffentlich auszusprechen mich verpflichtet. Oppenau, den 2. August 1843. G. M. Schneider. Meissenheim, O.A. Lahr. (Freischießen.) >Am 13., 20. und 27. d.M. findet bei Mir ein l Scheibenschießen mit glatten Flinten Statt, wozu ' ich alle Schießliebhaber höflichst einladc, und zugleich bitte, auf ihren Hin- und Herreisen nur Hauptstraßen und keine Feldwege zu passiren. Meissenheim, den 4. August 1843. Kämmerer, Adlerwirth. 27 « [1J Offenburg. (Anzeige.) Bewährtes Mückengift- Papibr ist zu haben bei Ferd. Hölzlin. [1] Offenburg. (Zimmer -Dermiethung.) Schneidermeister Martin Huber in der Sreingaffe hat zwei möblirte Zimmer zu vermiethen, welche sogleich bezogen werden können. Offen bürg. (Anzeige und Empfehlung.) Der Unterzeichne« bringt hiermit zur Anzeige, daß er von heute an das Stück ganze Leistnägel zu 2 kr., halbe ditto zu 1 kr., das Hundert Bodennägel zu 24 kr. und das Hundert Latknägel zu 16 kr. verkauft. Anselm Schwab, Nagclschmiedmeister. [2] Offenburg. (Logisvermiethung.) Bei Schustermeister Mahlbacher im Malergäßchen ist der obere Stock mit drei Zimmern, Küche und Holzremise, nebst geschloffenem Keller und Bühne zum Waschtrocknen, zu vermiethen und auf Michaelis zu beziehen. [3] Stadt Kehl. (Anzeige.) Der Unterzeichnete besitzt fortwährend einen Borrath von abgelöschten Steinkohlen aus dm Dampfschiffen, welche für Schmiede, Schioffer und Nagelschmiede sehr gut sind, und welche er zu dem äußerst billigen Preise von 8 kr. für den Korb voll verkauft, wenn ein Quantum zusammen genommen wird. Georg Gerber. Nagelschmiedmeister. [3] Offenburg. (Anzeige und Empfehlung.) Jeden Morgen 7 Ubr wird ein neuer Personenwagen von hier über Labr, Kenzingen nach Freiburg fahren, und durch die getroffene Einrichtung mit dem Freiburger Omnibus auf gleichem Wege täglich 5 Uhr Abends wieder dahier eintreffen. Dem verehrlichen Publikum, so wie Denjenigen, welche uns Gegenstände zur Besorgung für diese Route übergeben wollen, empfehlen wir unsere Reisegelegenheiten unter Zusicherung der billiast gestellten Preise. Abfahrt am Bureau, Hauptstraße Nro. 118. Die Offenburger Kutscher-Gesellschaft. [3] Offenburg. (Repsstroh-Bcrkauf.) 50Wellen Reps- stroh sind zu verkaufen — von wem? sagt Ausgeber d. Blattes. Kapitalien anszuleihen. slj Jakob Wöhrle in Diersburg hat 830 fl. Pfiegschafts- geld auf Obligation auszuleihen. [1] Philipp Kopp in Diersburg, als Pfleger für Christian Wöhrle's Kind, hat 270 fl. auf Unterpfand auszuleihen. [1] Vom Heiligenfond in Ebersweier können 300 fl. und vom dortigen Armenfond 60 fl. auf gerichtliche Pfandverschreibungen dargeliehen werden. stj 200 fl. Privatgeld sind auf Obligation auszuleihen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. [2] Vom Armenfond in Rammersweier können 100 fl. auf gesetzl. Pfandversicherung dargeliehen werden. Verrechnet End. [2] Offenburg. Es sind 500 fl. gegen gute Versicherung hier zum Ausleihen bereit; Näheres ist zu erfragen bei dem Herausgeber dieses Blattes. f2) Bäckermeister Joh. Nep. Müller in Offenburg hat 100 fl. Pfiegschaftsgeld auf Obligation auszuleihen. [2] 600 fl. Privatgeld sind auf gerichtliche Versicherung im Ganzen oder theilweise zu 5 pCt. auszuleihen — von wem? sagt der Herausgeber dieses Blattes. [2] Offenburg. Es sind dahier 2000 fl. Verwaltungsgelder auf Unterpfand auszuleihen — von wem ? sagt die Redaktion dieses Blattes. [2] Küfermeister Xav. Pfitzmaper in Offenburg hat 100 fl. Pfiegschaftsgeld auf Obligation auszuleihen. [3] Schneidermeister Reul in Offenburg hat 300 fl. auf Obligation auszuleihen. [3] 600 fl. Prwatgeld liegen zum Ausleihen gegen gerichtliche Versicherung bereit, — bei wem? ist bei der Redaction öieses Blattes zu erfahren. Das Hauskreuz, oder: Was vom Branntweintrinke» zu halten sei? (Fortsetzung.) Kapitel XIV. Wie das End-Urtheil lautet, und was jetzt aller wahren Christen Pflicht und Schuldigkeit sei. Der Pfarrer. Auch wenn ihr mich nicht darum gebeten hättet, würde ich dieses gethan haben. Es ist als Seelsorger meine Pflicht, dahin zu streben, daß ein Laster gedämpft werde, welches jetzt so weil ausgebreiret ist, und eine so hervorstechende Herrschaft vor allen andern Lastern ausübt, und schädlicher wirkt als alle andern. Ich würde eine schwere Verantwortung auf mich laden, wollte ich nicht öffentlich zeugen gegen em solches Laster! Ich würde beweisen, daß ich ein Miethling und daß ich gleichgültig wäre gegen euer zeitliches und ewiges Wohlergehen, wenn ich euch nicht mirhelftn wollte, daß ein Getränk aus eurer Mitte wieder verbannt würde, welches auf der ganzen Erde und auch in dieser Gemeinde (die mir Gott gegeben hat) so vieles und so großes Unglück anrichret. Glaubt, auch nicht, daß es nach dem göttlichen Gesetze in eure Willkür gestellt ist, ob ihr dem Branntwein entsagen wollt oder nicht. Nach den Entdeckungen und Erfahrungen, die man jetzt gemacht hat, ist der Branntwein offenbar entbehrlich und unnölhig, ist er schädlich und gefährlich — und daher ist es auch zetzt eines jeden Menschen Pflicht und Schuldigkeit, daß er das Trinken desselben unterlasse: Gon fordert es von ihm! 1) Denn bedenkt doch zum ersten, welcher Familienvater (sei erAckersmann oder Taglöhner, sei er Meister oderGesel!) könnte es wohl vor Gott und seinem Gewissen verantworten, wenn er so viele Gulden, und das jährlich, für Branntwein unnöthiger Weise ausgiebt. Kein Spieler vergeudet ja so viel seiner Familie, als der Branntweinrrinker! Wenn der Branntwein nöthig wäre zu eurer Lebenserhaltung, wie Brod und Kleidung, so möchte er noch so viel kosten, cs wäre eine pflichtmäßige, eine nützliche und nöthige Ausgabe. Aber für eine anerkannt entbehrliche Sache, ohne welche jetzt Hunderttausende leben und welche eure Väter gar nicht hatten noch rannten, so viele Gulden jährlich ausgcben, blos um seiner Genußsucht zu fröhnen, das kann Niemand gegen Weib und Kind verantworten. Nanntet ihr doch selber den Branntwein einen "Bankerortmacher;" sollteLs also nicht eure Pflicht sein, demselben zu entsagen? —die Pflicht der Sparsamkeit fordert es ganz offenbar von euch. — 2) Er bringt euch nicht blos um euer Geld, er bringt euch auch um die Gesundheit. Gerade der tägliche, obgleich mäßige Genuß, ist in dieser Beziehung so schädlich. Er verkürzt unvermerkt das Leben um mehrere Jahre und zerstört eure besten Kräfte vor der Zeit. Selbst der mäßige Trinker erscheint früher vor Gottes Richterstuhle als er sollte. Das ist jetzt ausgemacht und gewiß. Die ersten unter den Acrzten haben das auf Cid und Pflicht geradezu ausgesprochen. Da früher das Branntweintrinken nicht so ausgebreitet war, so hatte man die Verwüstungen übersehen, welche er an Leib und Seele des Menschen anrichtet. Jetzt aber liegt die ganze Summe seines Verderbens vor uns. Der Branntwein ist kein Lebenswasser (Aqua vitae), wofür ihn die Brenner und Wirthe trüglich ausgeben, sondern ein Leichen- und Todes- waffer. Wie könnte es also noch in unserer Willkür stehen, denselben beizubehalten oder.nicht? Rein! wollt ihr nicht die deutlichsten Gebote Gones übertreten (2. Mos. 20, 13. Sir. 37, 30) und euch an Leib und Leben versündigen, so dürft ihr den Branntwein nicht mehr trinken. 3) Auch aus einem dritten Grunde ist das eure Pflicht. Ihr bittet Alle: führe uns nicht in Versuchung! Nichts führt aber den Menschen mehr in Versuchung als der Branntwein. Er ist so verführerisch und anlockend, man kann denselben sich so leicht verschaffen und so bald die fleischlichen 278 Lüste in Vieser Hinsicht befriedigen, daß die Menschen in kein Laster unvermerkter, schneller und häufiger gerathen, als in das Laster der Völlerlei und Unmaßigkeit. Die Erfahrung lehrt es ja. Es ist keine Stadt, kein Dorf so klein, wo nicht Säufer waren! Sie alle waren noch vor wenigen Zähren solche mäßige Trinker, wie ihr seid. Viele von ihnen sind übrigens brauchbare und geschickte Menschen, aber dem Branntwein, dem Branntwein können sie nicht widerstehen! Die Versuchung, in welche er den Menschen führt, erscheint alltäglich, und die verführerische Macht, welche er ausübt, ist wahrhaft bezaubernd! Als vernünftige Menschen, als Christen dürft ihr euch nicht unnöthiger Weise in Versuchung und Gefahr begeben, in welcher ihr so leicht umkommen könnt! Darum, ist es jetzt wiederum eure Pfiicht, daß ihr dem Branntwein völlig entsagt, damit ihr entgehet einer großen Versuchung« 4) Und könntet ihr für euch „vielleicht einstehen, so könnt ihr es nicht für eure Kinder, für Brüder und Schwestern, für Nachbarn und Anverwandte. Noch sind sie glücklich und gut, aber wie, wenn sie einst Säufer würden? Welchen Kummer und Gram würden sie euch bereiten, wie unglücklich würden sie sich und die Ihrigen machen? Der Säufer mißhandelt Weib und Kind, legt seine Hand an den greisen Vater! Der Branntwein verführt nicht blos zu Müßiggang und Unzucht, sondern er macht auch Diebe, Räuber und Menschenmörder; er bringt nicht allein in Toll- und Zuchthäuser, sondern er bringt, den Menschen auch an Galgen und Rad! und dies Branntweintrinken ist bei uns im Zunehmen: ihr erklärt selber, in 1ü. Jahren werden noch einmal so viel Säufer im Orte sein! Darum, ihr Väter, ihr Mütter, sucht eure Kinder vor diesem Abgrunde des Verderbens vorüberzuführen. Bedenkt eure Verantwortung, wenn ihr diese gefährlichen Getränke länger unter euch duldet! Oder womit wollt ihr euch entschuldigen vor eurem ewigen Richter, wenn eins eurer Kinder auf jenen. Weg des Elendes gerathen und vielleicht nach 10 Jahren ein Säufer sein sollte. Darum: ihr dürft nicht unthätig bleiben, ihr müßt jetzt dahin streben, daß dieses Getränk auch unter uns wieder abgeschafft werde: ihr seid dies ganz offenbar nicht blos euch selber, ihr seid es auch euren Kindern schuldig, damit ihr sie bewahret vor einer großen Versuchung, die zur Verdammniß so leicht hinführt. 5) Za! das ist der Weg, auf dem die Säufer wandeln. Nicht ich sage dies, sondern das Wort Gottes spricht also (1. Cor. 6, 9).. Wir kennen jetzt schon das Urtheil, das sie vernehmen werden, wir wissen heute schon, welches Schicksal ihnen in der Ewigkeit bevorstcht: das Wort Gottes sagt es und es bleibr unwandelbar gewiß, sie taumeln der ewigen Verdammniß entgegen! — Ihr könnt es, ein Mittel gibt es, aber nur dies Eine, wodurch sie unter Gottes Beistände noch auf einen andern Weg zu leiten sind, es ist die Macht eures guten Exempels. Ihr müßt dem Branntwein entsagen und euch vereinigen zu einem Tugend- und Rettungsbunde: dadurch werden auch sie die Kraft erhalten, euch zu folgen! Tausende von Säufern, die durch kein anderes Mittel hatten bekehrt werden können, sind durch das Vorbild der Mäßigkeits- Vereine gebessert worden! Zhr wißt es so gut als ich, auch unter euch leben Säufer! Könnt ihr also noch zweifelhaft sein, was ihr thun sollt? Seit ihr es nicht diesen Unglücklichen schuldig, dieses einzige Mittel zu ergreifen, um sie für Zeit und Ewigkeit zu retten? Der Christ soll selbst das Leben für die Brüder lassen, und ihr wolltet dieses kleine Opfer der Entbehrung ihnen nicht dringen? O woran sollte man dann noch erkennen, daß ihr Christi Jünger seid? Darum — ihr seid es auch eurem Christenberufe, ihr seid es euren gefallenen Brüdern schuldig — ihr dürft den Branntwein nicht länger trinken, um durch euer erbauliches Vorbild die Säufer zu retten und zu bessern, die unter euch leben. Dies ist die Mahnung, die aus eures Seelsorgers Munde an euch ergeht; der Ruf, den durch ihn Gott und Christus an euch richten; dies ist die Pflicht, die jetzt unabweislich euch Allen obliegt. Zweifelt ihr noch, ob ich die Wahrheit geredet, so fragt euer Gewissen. An dieses wende ich mich, dies möge den Ausspruch thun. Wehe euch, wolltet ihr auf seine Stimme nicht hören., denn sie ist Gottes Stimme! Damit ihr aber an Cxempeln sehen möget, wie viel euer gutes Beispiel vermag, wenn ihr euch zu einem Vereine bildet, und welche glückliche Veränderungen ihr unter euren Mitmenschen, in eurer Gemeinde herbeiführen könnt: so will ich euch noch folgende kleine Geschichten erzählen,, sie werden euch hoffentlich in eurem christlichen Entschlüsse befestigen und eure Liebe zu dieser guten Sache verstärken. (Schluß folgt.) JE i s c e l l c n. Aus Heidelberg wird vom 4. August berichtet: Der 4pfünrige Laib Brod ist von heute an von lS'/^ kr. auf 12 kr. bis zum 17. l. M. durch die Polizei festgesetzt worden. Da aber bei den rasch aufeinander gefolgten steigenden Brodpreisen vor der Ernte die Polizei Die Versicherung gab, daß mit dem Sinken der Früchte ein in gleichem Verhälmiß stehender Abschlag des Brodpreises erfolgen würde, desgleichen die Bäcker in einem öffentlichen Sendschreiben erklärten und sich auf ihre bekannte Redlichkeit beriefen n. s. w.; so meint das Publikum, es sei jetzt an der Zeit, von dieser Versprechung einen wahrhaft liberalen Gebrauch zu machen, und .die Brod- und Fruchtpreise in ein gegenseitig entsprechendes Verhältniß zu bringen. In Speyer kostet der 4pfündige Laib Brod 10 kr. Zu Vienne Kars vor einiger Zeit ein Mann, der die letzten sieben Jahre seines Lebens meistenrhcils im Wasser zugebrachr hat. Er litt an einer Leberkrankheit, und da er in medicinischen Schritten gelesen harre, wie wohlrhärig Bäder bei diesem Zustande wirke», so sing er an, täglich zwei bis drei Stunden im Wasser zuzubringen. Er steigerte grnckntiM die Länge dieses Aufenthaltes, so daß er zuletzt fast den ganzen Tag im Wasser zubrachte und sanft zum ewigen Leben entschlafen in diesem befreundeten Element gefunden wurde. Ein tüchtiger Platzregen während seiner Bestattung bezeugte dessen Gunst auch dem Tobten über das Leben hinaus. Witt man wieder jung werden und kann man stcb's etwas kosten lassen, so reise man nach Paris und erkundige stch nach Madame * *, die in einem pomphaften Prospectus (und man weiß, «in Prospectus lügt nie!) dreierlei Bäder angekündigt hat, welche die Runzeln, die Gebrechlichkeiten, kurz alle Spuren des Alters rein wegwischen und wegwaschen. Die erste der drei Kuren bestehr in zwölf sogenannten Jugendbädern; ste sind »or- bcreitend, und kosten jedes nur «o Franken. Die zweiten zwölf Bäder sind bearbeitend, heißen Eucbaris-Bäder, und kosten jedes gov Franken. Die letzten zwölf stnd vollendend, heißen Calypso- Bäder, und kosten jedes >200 Franken. Für die unbedeutende Summe von 22 , 38 » Franken kann sich also der 70jährige Greis zum raschen Jüngling, und die sojährige Matrone zum kleinen Mädchen umschaffen und umtaufen lassen. — Ein marktfchreiender Mvdehändler schrieb stets über seine Annoncen: „So etwas kömmt nicht wieder!" Eines Morgens fand er seinen Laden erbrochen, die Kaffe geleert und in dem leeren Kasten nur ein Stück aus einem Jntelligenzblatt mit dem Anfang seiner eigenen Anonnce: „So etwas kommt nicht wieder." Am l«. Juli wollte man zu Nantes einen Luftballon steigen lassen. Noch war man mit der Gesammkheit der Vorbereitungen nicht zu Ende, als ein heftiger Windstoß den Ballon den 1« Personen, welche denselben hielten, auS den Händen riß. Ein an dem Ballon bestndliches Eiseu faßte einen dabei stehenden 12jährigen Knaben bei den Kleidern, und führte ihn mit in die Lüste. Der Junge hatte Geistesgegenwart genug, als er sah, daß er nicht mehr entkommen konnre, ein herabbängendes Seil mit beiden Händen festzuhalten. In kurzer Zeit war das Gas im Ballon consumirr; derselbe sank auf eine Ebene herab, und der Knabe kam unbeschädigt davon. 277 Unter dem Namen chemischer Geld ist in Frankreich ein «euer Metall.- ru drei Tbeilea aus seiner eigenen Substanz, aus einem Theil Silber und die anderen Theile aus sonstigen chemische» Substanzen bestellend, comvonirt worden. Es gleicht im Ansetzen völlig dem Golde, ist aber noch wotzlseiler als Silber «nd »erhält sich zum Golde wie der nachgemachte rum ächte» Diamant. Man hat bereits alle mögliche Lurusgegenstände daraus «ngefertigt, und es dürste bald ein wichtiger Handels« arrikel werden. (Die ttzeuere Zeit.) Ei» Schuhmachergeselle hustete bei Tisch gewaltig. „Was ist Ihm?" rief der Meister. „Mir ist etwa» in den unrecht«» Schlund gekommen," antwortete der Geselle. — „Das ging mir noch ab," erwiderte der Meister, »eine« Kerl mit zwei Schlünde» kann ich bei der jetzige» Theuerung Nicht brauchen." (Seltsames Andenken.) Bekanntlich liest Lord Byron zwei seiner in Italien gestorbenen Freunde verbrennen, um ihre Asche mit fick zu »elimrn. Dies erinnert an etwas Aehnliches, was der Marquis Dover d'-Argenson tbat. Er war sehr reich «nd etwa eben so ein Philosovb wie Byron. Er hatte in Ormes ein förmliches Serail, und seine Lieblings-Maitresse war eine Demoiselle Jehau, eine Sckausvielerin. Sie starb, und da sie nicht in geweihter Erde ruhen^durfte, verbrannte er ihren Leichnam r und zwar (als grosteo^beWiker) mit so scharfer Gluth, daß ihre Asche vecglasete. Diese Masse schickte er zum Juwelier und ließ sie als Geschmeide fassen. Das unauflösliche Räthsel. Do» allen Räthseln ist der Tod das größte, Das Alles löst, und das noch Keiner löste. — »— Sänger-Werth. Avollo's gold'ne Flammenbindeu Nur um geweihte Stirn' sich winden, De« Stümver lohnet nie der Kranz; Frei must der Geist die Schwingen schlagen, Den höchste« Liederstug zu wagen Kühn aufwärts bis zum Skernenkranz. War «arm die Liederbrust empfinde», Don freier Lyra Ton verkündet, Dai gibt dem Sänger seinen Werth z Der Dichtung gold'ne Zauberquclle, Fortsvrudelnd ewig klar und belle, Wird rein nur reinem Geist gewährt. K. Das Veilchen «nd die Rose. (Sonett.) Bescheiden glänze das Veilchen auf der Haide; Duftig entblüht's dem dichten Gras und Moose, Wohl stets zufrieden mit dem heitern Loose, Mit welchem es der SckicksalSgott erfreute. Wie »rangt im Hain, gleich »urpurncm Geschmeide, Die düftereiche blätterüvv'ge Rose! Nu» eben weil sie ruht im sichern Sckoostc Der Dornen, manchem holden Kind zu Leide. Im stille» Sckmuek der Demuth glänzt das Veilchen: Mit seinem Lebeassckicksal stets zufrieden, Stirbt es, nachdem es kaum geblüht ei» Weilchen. Die Rose »ränget in der Hochmuth Bilde, Sie bläht sich stolz, sie hat mit Niemand Frieden, Und Manchen wohl ihr Dorn mit Schmerz erfüllte. K. Th. Charade. Wann sich die erste Sylbe neiget, Der letzten Eylben dunkles Paar Vom graue« Himmel niedersteiget, Den Skernenkranz im dunklen Haar; DaS Ganze — als Erinnerungs-Mal Schließt es der sieben heil'ge Zahl. Auslösung der Charade in No. ZI: Schlafkrank. Kirchenbuchs - Auszüge von Offenburg. Geboren: Den 28. Juli. Victoria Margaretha; Vater: Herr Hector Pem-Lafitte, Direktor der Zuckerfabrik dahier. Den 30. — Augusts Victoria; Vater: Wilhelm Lorber, Postillon dahier und Bürger in Schutterzell. Den 3. August. Hermann August; Vater: Joseph Anton Kienzler, Bürger und Schneidermeister. Den 7. — Anton Ferdinand; Vater: Anton Müller, Bürger und Schloffermeifter. Gestorben: Den 28. Zuli. Magdalena Walburga, 1 Zahr 2 Monate alt; Vater: Joseph Moppert, Bürger und Bäckermeister. Den 30. — Magdalena geb. Hetzmann, 75 Jahre alt, Wittwe des Joseph Huber, weil. Bürgers und Tagwerkers in Griesbach. Den 7. August. Sophie, 5 Monate 27 Tage alt; Vater: Xaver Braun, Bürger und Wundarzt. Den 7. — Ursula geb. Mantel, 66 Jahre alt, Ehefrau des hiesigen Bürgers und Küfermeisters Johann Selig. F rucht-Mittel preise. Ein Malter Offenburg Oberkirch Sichern Gengenb. 5. Aug. 8. Aug. 3. August 8. August 3. August st. kr. kr. st. kr. st. kr. st. kr Waizen. . 15 55 15 10 16 36 17 30 16 24 Kernen . . — — — — 16 36 — — 16 12 Halbwaizen 11 25 11 25 14 — — 13 18 Fees . . . — — — -- — — 5 15 — — Korn . . . 9 20 9 20 11 15 9 — 10 — Gerste . . 6 50 5 48 — — 7 — — — Wetschkorn — — — — — — — — — — Haber . . 7 30 — — 9 — 8 24 /ruchtmarkt in Kehl am 3. August. Mittelpreise per Malter: Waizen 16 si. 52 kr., Halbwatzen 13 fi. 45 kr., Korn 7 fl. 30 kr., Haber 8 fl. 10 kr., Gerste 5 fl. 35 tz. Anzeige. Die Buchdruckerei von I. Otteni in Offenburg veranstaltet einen Abdruck der Berfaffungs - Urkunde für das Großherzogthum Baden, als Festgabe auf die am 22. d. M. stattfindende Feier des 23jährigen Bestehens der Verfassung, und sind, vom 16. d. M. an, sauber ausgestattete und in Umschlag geheftete Exemplare zu haben. Hiezu eine Beilage.