a o c urge m N"°- 25. Freitag den 23. Juni 1837» Bekanntmachung. Die Wahl der Lehrftau Euphrosina Oddrighetty zur Vorsteherin des weiblichen Lehr-, und Erziehungs-Instituts dahier hat die landesherrliche Genehmigung erhalten, was hiemit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Offenburg, den 19. Juni 1837. Der Regierungs'.Commissaire Frhr. v. Sensburg. Amtliche Bekanntmachungen. Nro. 12628. Bei der heute stattgehabten Bürger« meisterwahl in Elgersweier wurde der bisherige Raths« schreiber Joseph Männle zum Bürgermeister erwählt, was hiermit öffentlich bekannt gemacht wird. Offenburg, den 19. Zuni 1837. Großherzogliches Oberamt. K e >' n. Nro. 12300. (Edictalladung.) Den 30. Jan. d. I. starb der Kirchenfondsverrechner Sylvester Fritz in Müllen, ohne einen letzten Willen hinterlaffen zu haben. Da der Aufenthalt des gesetzlichen Miterben Adrian Fritz, Bruder des Verlebten, unbekannt ist, so wird dieser auf« gefordert, binnen drei Monaten sich um so gewisser behufs der Erbtheilung dahier zu melden, als sonst die Erbschaft Denjenigen zugetheilt würde, welchen sie zu« fiele, wenn der Vorgeladene nicht mehr am Leben gewesen wäre. Offenburg, den 15. Juni 1837. Großherzogliches Oberamt. Braunstein. vät. Kraft. Postamtliäje Bekanntmachung. Bei Unterzeichneter Stelle sind Briefe unter folgender Adresse retour gekommen, und können gegen Entrichtung des darauf haftenden Pono's zurückgenommen werden; Hrn. Joseph Riethcr in Oberweier. „ A. Scheck in Bremgarten. „ G. Raub in Bruchsal. Mad. Zuflugel in Krotzingen. Offenburg, den 21. Juni 1837. Großherzogliches Postamt. Gaß. Bürgermeisteramts«Bekanntmachungen. Nro. 898. Man bringt den hiesigen Einwohnern die bestehende Polizeivorschrift, nach welcher innerhalb der Stadt und Vorstadt nur im Schritt oder mäßigen Trab geritten werden darf, mit dem Anfügen andurch in Erinnerung, daß die Zuwiderhandelnden unnachsichtlich in eine Geldstrafe von wenigstens 1 fl. 30 kr. verfallt werden sollen. Offenburg, am 14. Juni 1837. Bürgermeister-Amt. K. Burger. vät. Huber. Nro. 899. Da man die Bemerkung gemacht hat, daß ungeachtet der bestehenden Polizeiverordnung oft noch Pferde und bösartiges Rindvieh frei Und ungekoppelt an die Brunnen zum Tränken oder an die Bache getrieben werden, so erneuert man dieselbe mit dem AnfugeN, daß die Uebertretung dieses Verbots mit 30 kr. per Stück bestraft und zugleich der Miethet oder EigeNthümer für jeden entstehenden Schaden haftbar erklärt werde. Wobei auch das Koppeln von mehr als zwei Pferden bei gleicher Strafe untersagt wird. Offenburg, am 14, Juni 1837. BürgerMeister-Amt. K. Burger. vdt. Huber. Nro. 937. Der gleich oberhalb des allgemeinen Badplatzes ausgesteckte Badplatz ist blos für die Schüler des hiesigen Gymnasiums bestimmt, was zur Darnachachtung andurch bekannt gemacht wird. Offenburg, am 21. Juni 1837. Das BürgerMeister-Amt. K. Burger. vät. Huber. Nro. 688. Durch die Ernennung des Stadtrechners König zum Spitalverwälter dahier ist der Stadtrech« Nersdienst erledigt geworden. » Die CompetenteN UM denselben haben sich bis zuM W 6. kommende» Monats einschließlich bei der unterzogenen Behörde schriftlich zu Melde», wobei wir zur Verständigung derselben bemerken, daß der Stadtrechner ein Gemeinde« bürget, im Rechnungswesen gründlich erfahren sein, und auch einige Kenntnisse in der OekoNomie besitzen soll, s» wie eine Eaution von 1200 si. zu leisten hat. Offenburg, am 16. Juni 1837. Der Gemeinderath. K. Burger. vät. Kornmayer. 98 Versteigerungen. (Weinversteigerung.) Dienstag den aasten dieses, Vormittags 9 Uhr, werden in der Behausung des Frecherrn von Neve» in Offenburg gegen 100 Ohm, neuen Maaßes, rein gehaltene Weine von den Jahrgängen >828, i833, 1835 und i83fa, Orrenberger und Durbacher Gewächs, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden; wozu man die Liebhaber einladet. (Heugras-Versteigerung.) Dienstag den 27. dieses, Abends 5 Uhr, wird das Heugras von 3 % Tauen (dem Herrn Hauprmann Leiblin in Karlsruhe gehörigen) Matten auf der obern Kinzigmatt, in der sogenannten Ritti, Offenburger Banns, gegen baare Bezahlung auf dem Platze selbst versteigert; wozu man die Liebhaber ein- ladet. Offenburg, den 22. Juni 1837. Die Verwaltung. Z. Hessel. (Kiesbeifuhr-Versteigerung.) Am Sonntag den 2. Juli d. I., Nachmittags 3 Uhr, wird auf dem Rathszimmer zu Durbach die Beifuhr von 100 Meß Kies, welcher am Plaulrain geladen und auf die Allmend geführt werden muß, an die Wenigstnehmenden öffentlich versteigert. Die löbl. Bürgermeister -Aemter werden ersucht- dieses in ihren Gemeinden gefällig bekannt machen zu lassen. Durbach, am sc>. Juni ,837. Bürgermeister N a s s a ll. (Güterversteigerung.) Der Erbcheilung wegen lassen die mehr- und minderjährigen Erben des verstorbenen Webers Joseph Mayer von Fessenbach folgende Grundstücke Montag den 10. Juli, Vormittags q Uhr, dahier im Traubenwirthshause öffentlich versteigern: 1.) 2 Haufen Rebfeld im Altenberg, neben Joh. Herr und Andreas Oehler. s.) % Haufen Feld am Griesacker, neben Anton ^ Hugle und mehreren Anstößern. 3. ) > Haufen Reben am Schalkert, neben Lehrer Basler und Fabian Fey. 4. ) > Haufen Reben allda, neben Joseph Hahn und Joseph Kern. 5. ) > Vi Haufen Reben am Langenberg, neben Theodor Hug und Anton Schulz. f>.) 1 Haufen Reben in der Halb, neben Anton Göring's Wittib und Anton Hugle's Wittib. 7. ) > Haufen Rebfeld an der Katzhald, neben Valentin Hug und Johannes Hugle. 8. ) » Haufen Rebfeld am obern Loh, neben Handelsmann Georg Burk und mehreren Anstößern. Die Liebhaber werden eingeladen, und die Vorgesetzten wollen dies in ihren Gemeinden verkünden lassen. Fessenbach, den 20. Juni 1837. Bürgermeister-Amt. Hugle. (Fahrn,ßversieigerung.) Am Montag den 26. und Dienstag den 27. d. M., Vormittags von 8 bis 12 Uhr und Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, lassen die Erben des Schmiedmeisters Klotz dahier in dessen Behausung gegen baare Bezahlung versteigern: Bettwerk und Getüch, Kleidungsstücke, Schreinerwerk, Porzellan- und Glaswaaren, Küchengeschirr, Feld- u. Handgeschirr, Faß- u. Bandgeschirr, Schmiedwaaren und andern Hausrath; ferner eine Kuh, 3 Wagen Dung, Yz Zeuch Waizen. Offenburg, am 12. Juni 1837. Rathsschreiberei. Kornmayer. Hausverkauf und Gläubigeraufruf. Aus der Verlassenschaft des verstorbenen AltvogtS Mich. Kitiratschky von Ortenberg wird dessen neu erbaute Behausung mit Scheuer, Stallung und Hofraithe, nebst GemüS- und Baumgarten, ungefähr Yi Zeuch groß, mitten im Dorf an der Landstraße gelegen, einerf. Bürgermeister Harter, anders. Thomas Müller, am Sonntag den 2. k. M. Juli, Nachmittags 3 Uhr, im Gasthaus zum Ochsen daselbst, der Erbtheilung wegen, öffentlicher Versteigerung ausgesetzt; wozu man die Liebhaber einladet. Zugleich werden Diejenigen, welche ihre Forderungen an Kitiratschky noch nicht angemeldet haben, wiederholt aufgefordert, solche bei dem Unterzeichneten bis zu obigem Tage um so gewisser einzugeben, als ein großer Theil der Verlassenschaft ins Ausland ausgefolgt wird. Offenburg, den 22. Juni 1837. Theiltings-Commiffär Mülle r. Privat-Bekanntmachungen. (Anzeige.) Bei Zuckerbäcker Anton Baumann dahier sind wahrend der Kirschenzeit wieder Kirschenkuchen um billige Preise zu haben. (Verkauf.) Es sind dahier Erdäpfel und Stroh zu verkaufen — bei wem, sagt Ausgeber dieses Blattes. (Logisvermiethung.) Bei Maurer Jos. Kappen, berger in der Frommgaffe sind 2 Zimmer mit Küche im obern und 2 Zimmer im untern Stock nebst Platz im Keller zu vermiethen, und sogleich oder auf Michaeli zu beziehen. (Heu- und Oehmtgras-Verkauf.) Das Heu- und Oehmtgras von V 4 Tauen Matt beim Plaulteuch, einerf. Karl Wörter, anders, der Mühlbach, ist um billigen Preis zu kaufen bei Registr. Kraft. (Erdäpfel-Verkauf.) In hiesmer Stadt sind gegen 150 Sester Erdäpfel a 6 kr. pr. Sr. zu verkaufen — bei wem, sagt Ausgeber dieses Blattes. (Scheuervermiethung.) Es ist eine Scheuer nebst Heuboden für dieses Jahr zu vermiethen, und kann sogleich bezogen werden. Ausgeber dieses Blattes gibt nähere Auskunft. l 99 (Wagenverkauf.) Bei Bürgermeister Nassall in Durbach ist ein noch neuer starker Bauernwagen billig zu verkaufen. (Zimm-rvermiethung.) In der Hauptstraße Nro. 102 ist im zweiren Stock ein tapeziertes Zimmer (mit oder ohne Becr und Kost) zu vermiethen, und kann sogleich bezogen werden. (Weinverkauf.) Unterzeichneter verkauft 12 Ohm 1835er und 33 Ohm 1836er Wein in größer» und kleinern Abtheilungen. Ignaz Stebel, derAeltere, Rothgerbermeister. (Pferd-, und Chaise-Verkauf.) Eine schwarze Stutte in bestem Alter und eine einspännige Chaise sind zu verkaufen — bei wem, sagt Ausgeber dieses Blattes. Kapitalien auszuleihen. Im Almosen des Kirchspiels Bodersweier, DecanatS Rheinbischofsheim, liegen i5o fl. zu 5 pCt. auf gerichtliche Obligation zum Ausleihen parat. In Kehl sind 1000 fl. zu 5 pCr. im Ganzen oder theilwe fe gegen gute Versicherung auszuleihen — bei wem, sagt der Herausgeber dieses Blatres. Bei der Kirchenfonds--Verrechnung in Schutterwald sind 55o fl. auszuleihen. Bei Xaver Burg dem Jüngern dahier sind i85 fl. PflegschafrSgeld zu 5 pCt. gegen Obligation zu haben. Aus dem Armensond zu Altenheim sind 100 fl. zu 5 pCr. auf eine gesetzliche Obligation auszuleihen. Bei der sequestrirten Offenburger Rectoratsonds-.Verrechnung in Zell bei Weingarten kann 100 fl. Kapital zu 5 pCt. auf gesetzliche Pfandverschreibung ausgenommen werden. M i s c e l l e n. Schönheida (im sächsischen Erzgebirge), 3 ». Mai. In der Nacht vom 28 . zum 2 g. d. wurde hier ein grauenerregendes Verbrechen begangen. Eine Mutter, Ehefrau eines hiesigen, jetzt auf der Reise sich befindenden, wohlhabenden BlechhändlerS, ersäufte ihre vier Kinder, zwei Knaben und zwei Mädchen, von denen das älteste noch nicht > 4 , das jüngste nicht ganz 3 Jahre alt war, in einem am Walde gelegenen Teiche, und hatte sich dann selbst hineingestürzt. Keine Sorge baue die Frau dazu getrieben, da der Mann als einer der wohlhabenderen Einwohner des Orts bekannt ist, und nur Wahnsinn kann in ihr jedes Muttergefühl erstickt haben, worauf ihre früheren Aeußerungen von Lebensüberdruß und Sterbenwollen, wenn sie nur erst ihre Kinder versorgt hätte, gegen Nachbarn und Bekannte hinzudeuten scheinen. Das eine Mädchen hatte wahrscheinlich geschrieen, denn ihr war der Mund voll Butter gestopft und die Augen verbunden; die Kinder scheinen von der Mutter vorher durch Branntwein betäubt worden zu sein, denn am Ufer fand sich noch eine Flasche mit wenigem davon, sowie eine Laterne und ein Schnellfeuerzeug, vor. Schaudererregend, aber auch zugleich rührend, war es, diese vier Kinder ruhig, wie im Schlafe, nicht weit von der Mutter, ihrer Mörderin, liegen zu sehen; manche Thrane folgte ihnen nach, und allgemein sprach man seinen Abscheu vor solcher Thal einer Mutter aus. Die am folgenden Tage angestellte Section des Körpers der Frau soll durchaus keine organischen Fehler, die auf eine Geisteskrankheit hätten schließen lassen, haben entdecken können, und es bleibt daher immer noch zweifelhaft, ob di« schrecklichste Rohheit, da die Frau von ihrem Manne, wegen Unzufriedenheit in der Ehe, geschieden werden sollte und so durch Lobten der Kinder am Manne Rache ausüben wollte, oder wirkliche Geistesverwirrung die Mutter zu dieser Thar veranlaßt habe. Öffenburg, den > 5 . Juni. sVerspätet.) Die erfreulichen Aussichten, welche die gedeihliche Witterung während der letzten it Tage für das Wachskhum unserer Saaten eröffnet«, sangen bereits an, unsere Hoffnung auf eine baldige, reichlich gesegnete Aernte sicher zu stellen. —■ In herrlicher Blüthe entfalten sich die Aehren der Kornfelder, und verkünden, zur Beruhigung des bereits schon jagenden Sandmannes und des gewerb- fleißigen Hausvaters, daß der große Ernährer dort oben «och immer liebevoll für seine Geschöpfe sorgt, und dem schon wieder sich geregten Wucher zu steuern weiß. — Die Witterung kann nicht günstiger und fruchtbarer sein; denn bei Nacht regnet es, und bei Tage ist durchdringende Wärme. Die ganze Vegetation hat ein so freudiges Aussehen, daß, wen« die Jahrszeit ihr Recht forthin so günstig ausübt, wir mit voller ueberzeugung ei» gesegnete» Jahr zu erwarten haben. Der für verloren gehaltene Weinstock hat sich innerhalb kurzer Zeit auch so hervvrgethan, daß man ihn bei diesem anhaltend günstigen Wetter in unser« Weinbergen in 8 Tagen blühen und in )4 Tagen längstens »erblühen sehen wird. — Dank dafür der liebevollen Vorsehung! Elegie, veranlaß« durch den Hinkrttt de« Herrn Ludwig Christ, Sonnenwirths ln O b e r k i r ch. Wen seh' ich? Frauen zwei in Nachtgewänder«, Die schweren Gangs hinan zur Kirche gehn, Durchflochten schon das Haar mit schwarzen Bänder«, Di« Augen thränenvoll, zur Erde sehn. Die Ein«, glücklich stets in treuem Liebe», Sie schreitet, wie «in Unglück, stumm daher; Aus ihrer Stirne Schwermuth steht'» geschrieben: »Ach, der mich liebte, ist nicht mehr!" Er ist nicht mehr! Und an der Mutter Seite Drei blüh'nde, trauervolle Knäblein gehn; Sie geben ihr das traurig« Geleite, Die vaterlos empor zur Mutter sehn z Und in die Kirche seh' ich Alle trete«, Voran die Mutter, bang und thränenschwer; Doch seufzend spricht sie laut beim frommen Beten: ,Ack, der mich liebte, ist nicht mehr!" Er ist nicht mehr: Betrachtend dann dl« Kleinen, Entflieht der Trost, nur großer wird der Schmerz; Die holden Knaben flehn wohl da, und weinen» Ihr Unglück aber fühlt noch nicht das Herz. Wohl glücklich noch, der Mutter gegenüber, Knicen diese Vaterlosen um fl« her; Sie aber seufzt, im Herzen immer trüber: »Ach, der euch liebte, ist nicht mehr!" Der Edle ist nicht mehr, der Deine Tag« Mit Gatten > und Vaterlieb' erfreut. Er ist der Thränen würdig, werth der Klag«; Doch nicht verzweifeln soll Dein Herz im Leid'! Entschlossenheit soll Deine Vrust erheben — Sie stärkt den tiffiben, schwachen Muth so sehr, Und magst Du klagrn auch, so sprich ergeben: „ Ach, der mich liebte, ist nicht mehr!" Das heil'ge Glück, das Ihn und Dich umschlossen, Der Liebe Glück, nur scheinbar ist's dahin; Blick' auf die Knabe» hold, die Euch entsprossen. In ihnen lebt Sein edler Geist und Sinn. Darum getrost! Mit schönster Lieb« schweben Drei Engel ja, voll Anmuth, um Dich her, und magst Du klagen auch, so sprich ergeben; ,, Ach, der uns liebte, ist nicht mehr l “ Sehnsbach, den i-t. Juni isst. Hofer. Antwort von N. an G. F. auf Nro. 23 dieses BlatteS. M 6 t t o. Erst dann gilt der Mann als Ehrenmann» Wenn er seinem Mitmenschen unter ressen Verfolgung nützen kan». fl. 8. K. Deßhalb, so viel als möglich unter Vermeidung von persönlichem Leid, Wird dem G. F. andurch geantwortet mit aller Freud'l von Fechr' nur besser, al« geschehen, Kämpfe sters, als fester Mann! Dann mußt Du selbst zugestehen, Daß mein Motto nützen kann. Fechte gut an jenem Tage, Wo der Dienst dich höher stellt, Sonst hört man die alte Klage: „ Gleisnerei sei in der Welt." Fechte rasch und kämpfe gut, Dann erst zeigst Du Heldenmuth! Laß doch Deinen Hochmuch fallen! Sei von Falschheit weit entfernt! Du ja selber sagst oft Allen, Daß nur Tugend Gott gefällt. Der Verläumdung sei ein Feinde, Wenn der Klang ein schlechter ist, Dann erwirbst Du Dir auch Freund«, Zeigst Dich endlich als ein Christ. Laß es klingen, wie es klingt, Wenn es Niemand Schaden bringt! Glaubst Du sei'st ein Schwedenkönig ¥ ¥ ¥ — Glaubst Du dies, so irrst Du Dich! Oesters ist der gar zu wenig , Der stolz sagt: „nur ich — nur ich Bin der Mann von gutem Klange, Was ich thu', ist wohlgethan, Schöner klingt's nach dem Gesänge, Alles muß ja schweigen dann!!!" — Sei bescheiden, sei gerecht, Dann erst bist Du Gottes Knecht. Hinter Deinen langen Ohren Scheint zwar Muth, doch schlecht Gefecht! Zwar bist besser auserkoren, Als Dein Bruder. (?) Dies ist recht; Sonst wär's ja ein Schellenklingen: „Kling! Kling! Kling! von keinem Mann, Würde schlechte Früchte bringen. Die der Geist nicht brauchen kann. Lieber Freund! hör: „denke dorr. Wo es nützt, an jenem Ort"!—! — ! Der N. an G. F. Kirchenbuchs-Auszüge. j Geboren: Den 9. Juni. Theresia Theodora; Vater: Zgnaj Rohrer, Bürger und Hafnermeister. Den 17. Zuni. Maria; Vater: Herr Karl Burger, . Bürgermeister dahier. Getraut: . Den 12. Zuni. Franz Joseph Link, Bürger und § 'Ackersmanu, und Elisabeth« Cäcilia Oberle. Den 15. Friedrich Eberhard, Bürger und Müller» meister in Reichenbach bei Gengenbach, und Franziska Müller von Offenburg. Gestorben: Den 8. Juni. Joseph Wild, 17 Tage alt; Vater: Johann Baptist Wild, Bürger und Blechnermeister. Den 12. Karl Burger, 67 Jahre alt, verwiktweter Bürger und Käsehändler. Den 16. Franziska Fischer, 5 Jahre u. 5 Monate alt; Vater: Karl Fischer, Bürger und Gerbermeister. Frucht DaS Malter Waizen . . . Kernen .... Halbwaizen . . Korn .... Gerste .... Welschkern. . . Haber .... Mittelpreise vom 17. Juni. vom 20. Juni. J fl. kr. fl. kr. 10 37 11 9 7 36 7 48 6 50 — — 6 50 6 12 ■— — 7 30 6 — 5 — - einer Beilage. Redaction, Druck und Verlag von I. Otteni.