Beilage zum Offenburger Wochenblatt Nro. 28 Versteigerungen. (Waldverkauf.) Nach hohem Auftrag Greßh. hochlobl. Direction der Forstdomainen und Bergwerke wird von diesseitiger Grelle, in Gemeinschaft mit Groß- herzoglicher BezirkSforstei Allerheiligen, Montag den 24 . d. M., Vormittags um 9 Uhr, im WirihShauS zum Rappen dahier, die eine Viertelstunde von Oberkirch gelegene Herrschaft, liche Waldparcelle Bellenstein, Oberkirchcr Gemarkung, mir einem Flächcngehalt von gemessenen 43 Morgen, 3 Vierrel, 44 Rulhen, allgemeinen badischen MaaßeS, zu ungefähr drei Viertel mit Eichen, Hagebuchen, Birken, Erlen und Nadelholz und zum vierte» Theil mir zahmen Kastanienbäumen bestanden, in mehreren Abrheilungen und im Ganzen, unter Vorbehalt hoher Genehmigung, mittelst öffentlicher Steigerung dem Verkauf ausgefetzt werden. Was wir hiermit zur öffentlichen Kenntnißnahme bringen. Oberkirch, am 10. Juli 1837. Großherzogliche Forstkasse. G e rstn e r. (Brückenbau-Versteigerung.) Die Gemeinde Windschläg läßt am nächsten Sonnrag den >6. dieses, Nachmittags 2 Uhr, in diesseitiger Gerichtsstube, die Herstellung einer Brücke über den sogenannten Durbach an den Wenigstnehmenden öffentlich versteigern. Die Bedingniffe werden am Tag der Versteigerung bekannt gemacht; inzwischen aber können Riß und Ucberschlag auf hiesiger Gerichtsstube eingesehen werden. Windschläg, den >2. Juli 1837. Bürgermeister Ruf. (Wein- und Fässerversteigerung.) Den r. und 2. August d. I. werden in dem Pfarrhause dahier folgende rein gehaltene Weine gegen baare Bezahlung bei der Abfassung öffentlich versteigert, als: 8 Ohm »827er Durbacher, 9 „ » 833 er Zehntwein, 55 „ 1 834 er Thiergärtner und Haslacher, 89 „ 1 835 er „ „ 32 „ > 83 ber ,, ,, auch etwas Hefen und ungefähr 100 Maas Kirschenwasser ; dann ungefähr 5 oo Oehmle in Eisen gebundene, zum Theil noch ganz neue Fässer von verschiedener Größe. Ulm, Bezirksamts Oberkirch, den 5. Juli > 837 . Bürgermeisteramt. A. Brandstetter. vdt. Blust, Rachsschr. (Liegenschafts-Versteigerung.) Simon Fitz- kamm in Rammersweier läßt am nächsten Sonntag den «6. die>es, Nachmittags 2 Uhr, im Kaiserwirchs- hause dortselbst seine sämmtlichen Liegenschaften, bestehend in einem Haus mit Zugehörde, dann Aeckern, Marren, Reben und Waldungen, einer zweiten Versteigerung, ohne Vorbehalt, aussetzen; wobei 3 Zahlungstermine, nämlich auf Martini »838, >889 und 1840 , bestimmt werden. Auch hat derselbe eine gute Milchkuh zu verkaufen. — Die benachbarten löblichen Bürgermeisterämter werden um gefällige Verkündung dieses gebeten. Nro. 980 . (Hausversieigerung.) Am Dienstag den - 8 . d. M., Nachmittags 2 Uhr, lassen die Joseph Anton Schwendemann'schen Kinder dahier in hiesigem Gemeindehaus zu Eigenthum wiederholt versteigern: Ein Wohnhaus sammt Hof, Scheuer und Stallung und Garten in der Bauerngasse dahier, einers. Salmen- wirth Göring, anders. Raver Gailer. Offenburg, am 5. Juli 1887 . Bürgermeister-Amt. I. A. d. B. Hölzlin. vdt. Kornmayer. (AccordVersteigerung.) Dienstag den 18. d.M., Vormittags 10 Uhr, wird in der Schreibstube der Unterzeichneten Verrechnung die Erbauung u. Materiallieferung eines steinernen Abzugdohlens in der Korngaffe dahier im Abstrich öffentlich versteigert, wozu man die Maurer, Steinhauer und Zimmerleure mit dem Bemerken einladet, daß der Plan und Ueberschlag dieses Döhlens inzwischen bei der diesseitigen Verrechnung täglich eingesehen werden können. Die Hauptmateriallieferung besteht in 778 Cubik» fuß Quadersteinen, beiläufig 600 Quadratfuß dreizölligen Flöcklingcn und 10,000 Wackensteinen. Ferner wird zugleich die Lieferung eines 10 Fuß langen steinernen Kähners und eines 7 Fuß langen steinernen Pfostens von 7 Zoll Dicke ebenfalls an den Wenigst» nehmenden versteigert werden. Offenburg, am 5. Jult 1837. Stadtverrechnung. König. V e r m i s ch t e Nachrichten. Man hat die Bemerkung gemacht, daß mehrere Runkelrübenpflanzer ihre Felder nicht genau nach Vorschrift behandeln, und ganze Büschel Pflanzen beisammen stehen lassen: die Rübe kann so nicht gedeihen, und wer einen guten Ertrag von seinem Felde wünscht, muß schnell dafür sorgen, daß auf den Stellen, wo Samen gelegt wurde, nur eine Pflanze stehen bleibt. 0 (Logisvermiethung.) In Nro. 6«) an der Hauptstraße «st der obere Stock, bestehend in 8 «nein-, ander gehenden Zimmern, nebst Küche, Platz im Keller, Platz auf dem Speicher und geschlossener Holzremise, entweder gleich den >. Aug. oder Oct. zu vermiethe». (Anzeige.) Die Unterzeichnete macht einein ver« ehrlichen Publikum die geziemende Anzeige, daß sie das Gewerbe ihres verstorbenen Mannes sortsetzt, und sich beinühen ivird, die Zufriedenheit ihrer verehrten Kunden zu erhalten; daher sie um fernem geneigten Zuspruch bittet. Schlosser Jos. Thalmanns Wittwe. (Logisvermiethung.) In der Stadtrath Maistre« schen Behausung in der Kirchgasse dahier , in welcher sich dermalen das Postamt befindet, sind 3 ganz neu tapezierte, geräumige Zimmer, mit Porzellanöfen, dem nöthigen Hausplatze und sonstigen Bequemlichkeiten, nebst einem besonder!« Eingänge in die kleine Kirch» gasse, versehen, zu vermiethen. Liebhaber hiezu wollen sich beliebigst an mich wenden. Offenburg, am >2. Juli «887. Kornmayer, Rathsschreiber. (Anzeige.) Der Unterzeichnete hat nunmehr die Karl Fvrster'sche Apotheke zum Hirsch auf seinen Na» men übernommen, was er andurch empfehlend zur Anzeige bringt. Offenburg, den 28. Juni 1887. Emil Münster, Apotheker. Kapitalien auszuleihen. Es sind zwei Kapitalien, eines zu 800 fl. und eines zu 3 oo fl., gegen Obligation und Zins zu 5 und nach Umständen auch zu 4 % pCt. dahier lehnungs- weise zu haben. Das Nähere ist auf dem Comptoir dieses Blattes zu erfahren. Aus dem Heiligenfond in Bohlöbach sind 3 oo fl. zu 5 pCt. gegen gesetzliche Pfandvcrsicherung zu haben. Bei Joseph Waidele dahier liegen 400 fl. zu fünf Procenl gegen Obligation zum Ausleihen bereit. Aus dem hiesigen Kirchen-, Armen» und Prädicatur» Fond können mehrere Hundert Gulden auf gerichtliche Versicherung dargeliehen werden. Offenburg, den 6. Juli 1837 . Durnegger. Zu Ortenberg in Nro. 34 sind 1500 fl. Pflegschafts» geld gegen gesetzliches Unterpfand zu 5 pCt. im Ganzen oder theilweise zu haben. Der Unterzeichnete hat >boo fl. Pflegschaftsgelder, ganz oder in Abtheilungen, gegen gerichtliche Pfandur» künde auszuleihen. Offenburg, am 4. Juli 1837. Kornmayer, Rathsschreiber. (Hausvermiethung.) Das ganze Haus de» Hrn. Oberlehrers Gerstner dahier ist zu miethen, und kann am 1. August bezogen werden. Das Nähere er» fährt man bei Unterzeichnetem. A. Ries, Waisenrichter. (Vermiethung.) Ein geräumiges Magazin in der Glasergasse, neben Schneidermeister Mayer, ist zu ver» lehnen — bei wem, sagt Ausgeber dieses Blattes. (Zimmervermiethung u. Dungverkauf.) Karl Weber der Aeltere hat ein niedliches Schlafzimmer für zwei oder 4 Personen zu vermiethen. Auch hat derselbe 2 Wägen guten Kühdung zu verkaufen. Straßburg. (Fahrgelegenheit.) Ein gedeckter Familienwagen fährt alle Tage und zu jeder Stunde vom Auster» litzer Thor an den großen Rhein und wieder zurück. Der Preis ist per Play » Sous oder kr. Pfistere. Johann Christian Fochtenberger in Heilbronn am Neckar, Erfinder und Verfertiger des einzigen kölni» schen Augenwassers. Dieses kölnische Augenwasser ist von dem Königs. Würtemb. Medizinal »Collegium in Stuttgart geprüft und untadelhaft erfunden, auch dessen Verkauf in dem Grvßherzogthum Baden von der Großherzogl. Badischen Sanitais» Commission in Carlsruhe und im Königreich Sachsen auf vorgelegte Proben genehmigt worden, und wurde auch demselben die vollste Anerkennung in» und ausländischer HH. Augenärzte zu Thcil, deßhalb um so gewisser zu empfehlen als vortreffliches Mittel zur Stärkung und Heilung geschwächter, entzündeter und lichtscheuer Augen. Auch ist dieses Wasser beim Beginnen der Badezeit hauptsächlich für Badende nach dem Baden hinsichtlich seiner vortheilhaften Wirkungen beim Gebrauche für Schmerzen und Schwäche in den Gliedern mittelst Ein- reiben derselben mit diesem Wasser sehr empfehlungs» werth. Die gehaltvolle Aechtheit dieses Wassers beurkundet sich auf das unzweideutigste, und durch seine vorzügliche und schnelle Wirksamkeit verschafft es ihm überall Beifall, was die täglich erfreulich einlaufenden Nachrichten beweisen, selbst von hohen Personen, welche hier nicht genannt sein wollen, aber zur Einsicht bei mir vorliegen. Neben oben bemerkten heilsamen Wirkungen dient dieses Wasser wegen seinem äußerst feinen und angenehmen Parfüm zur Toilette. Zu geneigtester Abnahme empfiehlt sich bestens Joh. CH. Fochtenberger, engl. Schrot - und kölnisch Augenwasser-Fabrikant. Bei Kaufmann Sturm in Freudenstadt befindet sich eine Niederlage von diesem kölnischen Augen» wasser, wo es um gleichen Preis bezogen werden kann.