für die Amtsbezirke engeirbach, N— 32. Offenburg, den 9. August 1839. Bekanntmachungen. Nro. 18816. Die Huldigung der jungen Bürger betreffend, werden die Bürgermeister unter Bezug auf die im Anzeigeblatt vom Heutigen, Nro. 63, erlassene hohe Regierungs-Verfügung vom 30. Juli, Nro. 17878, angewiesen, das Verzeichnis; sämmtlicher jungen Bürger, welche den Huldigungseid noch nicht geleistet haben, auf- zustellen und sämmtlich diese auf Donnerstag den 29. d. M., früh 9 llhr, zur Ablegung dieses Eides anher vorzuladen und anzuweisen, sich über die Wichtigkeit des Eides durch Großh. Pfarramt belehren zu lassen, welchem der Bürgermeister das Verzeichniß derselben mit- zutheilen hat, um die Bescheinigung über die geschehene Eidesvorbereitung demselben beisetzen zu wollen. An dem bezeichneten Tage hat der Bürgermeister diese Bürger bei sich zu versammeln und sich mit ihnen hieher zu begeben, und unter Vorlage des von Großh. Pfarramt bescheinigten Verzeichnisses der Abnahme des Huldigungseides beizuwohnen, binnen 10 Tagen aber die Zahl der zu beeidigenden Bürger berichtlich anzuzeigen. Offenburg, den 7. August 1839. Großherzogliches Oberamt. Kern. Offenburg. ^Vorladung und Fahndung.) Soldat Joseph Kail von Hofweier, welcher aus seinem Urlaub desertirt ist, wird aufgefordert, sich binnen 3 Monaten entweder bei diesseitigem Oberamte oder bei seinem Regi- mente zu stellen, andernfalls nach gesetzlicher Vorschrift gegen ihn verfahren wird. Auch werden sämmtliche Polizeibehörden ersucht, auf denselben zu fahnden, ihn im Be- tretungSfalle zu arretiren und ihn entweder an diesseitige Stelle oder an das dritte Infanterie.Regiment zu Rastatt abzuliefern. Offenburg, den 2 . August ,»38. Großherzogliches Oberamt. Kern. Signalement. Größe: s' 5" 2 '"; Körperbau: stark; Gesichtsfarbe: gesund; Augen: grau; Haare: blond; Nase: mittler; Profession: ein Schreiner. Kork. ^Bekanntmachung.) Montags den 31. v. M., Nachts gegen halb 11 Uhr, wurden von dem Postenführer Kollefrath und Grenzaufseher Hansel am Ufer der s.g. ABC-Znsel zwischen Auenheun und Kehl — 40 Pfund fabricirter Taback, eine Hirschhaut von 2 Pfund «sämischgares Leder) und 154 Pfund Salz aufgefunden. Wer hieran Ansprüche zu machen hat, wird aufgefordert, solche innerhalb 6 Wochen dahier geltend zu machen und sich zu rechtfertigen, da sonst angenommen werden soll, daß die Zollgefälle von diesen Waaren unterschlagen worden seien, und deren Confiscation erkannt werden wird. Kork, den 2. August 1839. Großherzogliches Bezirksamt. I. A. d. B. X A. Kraft. Offenburg. sPräclusivbescheid.) Sämmtliche Ere- ditvren, welche bei der heute in der Gant über das Vermögen des Simon Hauser von Fessenbach abgehaltenen Schuldenliquidation ihre Forderungen nicht richtig gestellt haben, werden von der vorhandenen Gantmaffe ausgeschlossen. Offenburg, den 2. August i»39. Großherzogliches Oberamt. Bausch. (1) Haslach. fSchuldenliquidation.) Gegen Bier- wirth Augustin Boos in Hausach haben wir Gant erkannt, und wird nunmehr zum Richtigstellungs- und Vorzugs- Verfahren Tagfahrt auf Mittwoch den 4. September d. I., früh » Uhr, auf diesseitiger Amrskanzlei anberaumt. Alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde Einsprüche an die Masse machen wolle», werden hiermit aufgefordert, solche in der angesetzten Taafahrt i bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant peinlich ' oder durch gehörig Bevollmächtigt« schriftlich oder mündlich anzumelden, zugleich die etwaigen Vorzugs- oder Unterpfandsrechte zu bezeichnen, die der Anmeldende geltend machen will, mit gleichzeitiger Vorlegung der Beweis- Urkunden oder Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln. 126 Ke» der Tagfahrt selbst wird eia Maffepfleger und ein Gläubigerausschuß ernannt, Borg', und Nachlaßvergleiche versucht, und die Nichterscheinenden in Bezug auf Borg« vergleiche und Ernennung deS Maffepfleger- u. Gläubiger« ausschusseS als der Mehrheit der Erschienenen beitretend angesehen »verden. Haslach, den 24. Juli 1839. Großherzogl. Bad. F. F. Bezirksamt. Dilger. £ W * t e u r b 1 1 1 f * J Bei dietseitigem Postamte sind nach, »erjeichnete Briefe retour gekommen, welche gegen Entrichtung de» darauf haftenden Portos wieder abgelangt werden könne«: An den Erhardsfvnd in G e n g e n b a ch. Madame Statt in Weinheim. Oberamt in H « ch i n g e v. Offenburg, den r. August «es«. Großhenogliches Postamt. Nro. 1975. August Schwendenmann von hier hat heute an Anton Schilt von Oberkirch, dermalen Be« stäoder des Gasthauses zum Schwanen dahier, einen halben Tauen Matt auf der Kinzigmatt, neben Wittwe Sohler und Karl Laible dahier, für 2 vo fl. verkauft; was der hiesigen Bürgerschaft behufs der Loosung andurch bekannt gemacht wird. Offenburg, de» 3. August 1839. Das Bürgermeisteramt. I. A. d. B. A. Wiedemer. vdt. Kornmayer. Nro. 1991. Bei der heute stattgehabten Verloosung einer Chatoulle hat die Nummer 76 gewonnen was andurch zur Kenntniß der Loose «Inhaber gebracht wird. Offenburg, am 6. August 1839. Das Bürgermeisteramt. K. Burger. vdt. Huber. Nro. 1996. Bei der heute stattgehabten Ausspielung des von Schreinermeister Schuppler dahier gefertigten Flügel- hat die Nummer 119 gewonnen, was wir an» durch zur Kenntniß der Loose «Inhaber bringen. Offenburg, am 7. August 1839. Das Bürgermeisteramt. K. Burger. vdt. Huber. Landtvirthschaftlicher Bezirksverein. Nro. 146. Bezüglich auf die Ankündigung in Nro. 51 de« Wochenblattes vom 21. Dez. v. I. wird hierdurch bekannt gemacht, daß der diesseitige Bezirksverein noch einen weitern Preis von einem Dukaten für das schönste zivei« bis vttrjährige Pferd auSgesetzt hat, und diesen Preis mit den übrigen Prämien im Monat September d. I. vertheilen wird. Zugleich hat der Verein beschlossen, acht Tage vor dem Feste »ine Prüfung von 1838er Weinen durch sieben bereit- ernannte Sachverständige vornehmen zu lassen, und die Classificirung der eingesendeten Weinproben bei der Preisvenheilung öffentlich zu verkünden. Wir ersuchen die Herren Bürgermeister, dieses in ihren Gemeinden zu publiciren, und Diejenigen, d« sich um Preise bewerben »vollen, darauf aufmerksam zu machen, daß die Anmeldungen längstens bis zum Ivten September d. I. bei dem Unterzeichneten Vorstande schriftlich eingereicht werden müssen. Offenburg, den 4. August 1839. Der Vorstand: Bausch. vdt.Zachmann. Landwirthschasllicher Bezirksverein. Kommenden Samstag den 10. d. M., Nachmittags halb drei Uhr, wird eine Versammlung der VereinS- mitglieder in dem hiesige» Rathhaussaale statt finden, wozu dieselben hiedurch eingeladen werden. Offen bürg, den 6. August 1839. Der Vorstand: Bausch. ydt. Zachmann. Waltersweier. ^Aufforderung.^ Me Diejenigen, welche im Waltersweierer Bann Güter besitzen und die Gräben noch nicht aufgeworfen haben, werden aufgefordert, dieselben innerhalb 14 Tagen herzustellen, ansonst sie zur Strafe angehalten »verden würden. Die betreffenden löblichen Bürgermeisterämter werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden gefälligst bekannt zu machen. Waltersweier, den s. August 1839. Bürgermeister Metz. Offenburg. ^Benutzung der Hanfrötzen betr.^ Die Hanftötzen hiesiger Stadt sind für dieses Jahr auch Aus« wärtigen zur Benutzung wieder geöffnet, und zu bezahlen ist wie fernd: für eine ganze Rotze der Betrag von 2 fl. und für eine halbe oder geringere Rötze i fl. Jedermann hat sich vor der Abfuhr des gerötzteo Hanfe- beim Rötzenaufseher Nepomuk Kern mit Quittung über hieher geleistete Zahlung auszuweisen. Diejenigen löblichen Bürgermeisterämter, welche es dem Interesse der Einwohner angemessen finden, wollen dieses den Letzter« gefällig verkünden lassen. Offevburg, den «. August 1839. Stadtverrechnung. Schweizer. S ch l a t t e n. fFreischießen/s Buschwirth Zoh. B r a ig in Schlotten (Bürgermeisterei Butschbach, Amts Oberkirch) gibt mit amtlicher Bewilligung ein Freischießen, welches am Sonntag den 4. d. M. begonnen hat, jeden Donnerstag und Sonntag fottgesetzt wird, und am Sonntag den 18. d. M. zu Ende geht. Bei diesem Schießen bestehen die Gaben auf der Plankenscheibe in 66 fl. — Das Stechen wird nach dem Ermessen der Schützen bestimmt werden. (i) Offenburg. ^Anzeige.) Ragozzi, so wie verschiedene andere Mineralwasser sind an frischer Füllung wieder eingetroffen bei Ferd. Holzlio. (i) Offenburg. ^Verkaufs« Anzeige.^ Eine Patthie Faßlager nebst einem weingrünen, stark in Eisen gebundenen Faß von 15 neuen Ohm sind j« verkaufen. Ausgeber diese- Blattes sagt wo. t Offenburg. ^Anzeige und Empfehlung.^ Einem verehelichen Publikum bringt der Unterzeichnete anmit geziemend zur Kenntniß, daß er die Gastwirthschaft zum Badischen Hof dahier von dem Eigenthümer, wegen des!A'"Wegzugs, zur künftigen Besorgung über« nommen habe. Zn der Hoffnung, daß das mir bisher geschenkte Zutrauen mir auch ferner noch zugeschieden werde, und mit der Versicherung, daß ich mich stets be« streben werde, den Wünschen der resp. Gäste durch pünktliche und schnelle Bedienung sowohl, als durch Abgabe guter Speisen und Getränke, mit Beobachtung der möglichsten Billigkeit, vollkommen zu entsprechen, empfehle ich mich daher zu recht zahlreichem Besuche. Zugleich mache ich die weiter geziemende Anzeige, daß ich, dieses Wirthschaftsbetriebes ungeachtet, mich noch ferner der Betreibung meines bisherigen Schuhmacher« gewerbeS widmen und durch tüchtige Gehülfen die des« fallsigen Aufträge schnell besorgen werde; daher ich auch Hierwegen meine weitere Empfehlung beifüge. Anton Buhler. (1) IsBedientengesuch.^ Eine Herrschaft sucht einen Bedienten, welcher bei der Feldwirthschaft gedient hat, der auf Michaelis d. I. eintreten kann. Derselbe muß den Ackerbau verstehen und mit Pferden gut umgehen können, dann mit vorzüglichen Zeugnissen versehen sein. Ausgeber dieses BlatteS ertheilt nähere Auskunft. ^Gesuch um" eine« Einftandsmann zum Militär.^ Ein zum Dragoner-Regiment in Karlsruhe beorderter Rekrnt wünscht eine« Einstandsmann zu stelle«. Wer Lust hiezu trägt, wolle sich bei dem Verleger dieses Blattes melden, und zwar aber längstens bis den 13. dieses Monats. Offen bürg. fLogisvermiethung.fi Bei Schuster« Meister Anton Böhler in der Rosengaffe ist der untere Stock mit 5 Zimmern, Küche, sodann ein Mansarten« zimmer im dritten Stock, Platz auf der Bühne und im Keller, nebst einer Scheuer und Stallung für mehrere Stück Rindvieh, Schweinställen ic. und einem geräumigen geschlossenen Hof zu vermiethen, und kann sogleich oder bis Michaelis bezogen werden. ( 2 ) Offenburg. fKaufantrag.fj Durch kaufweise Uebernahme, der Gerberei «Einrichtung des verlebten hiesigen Bürgers Joseph Hättig ist dem Unterzeichneten sein bisheriger Gerbereiplatz nebst Zugehorde in hiesiger Vorstadt entbehrlich geworden, und hat sich deßhalb zum Verkauf des Letztem entschlossen. Derselbe liegt an der Hauptstraße, dickt am Gewerbskanal, mißt ungefähr 60 Ruthen, und besteht weiter in einem gut erhaltenen Gerbhaus mit fünf Sohlledergruben, einer Sauergmbe, zwei Eichern, sieben steinernen Farben und zwei dergleichen von Holz. Damit ist ferner das Lohemühlrecht, so wie der siebente Theil an einer nach neuester Art eingerichteten Lohemühle verbunden; auch werden mehrere Ziehfaß, Bütten und andere Gerbereigeräthschaften milverkauft. Die Kaufgegenstände können jeden Tag eingesehen und ebenso die Bedingungen bei mir vernommen werden. Auswärtige Kaufliebhaber erhalten auf portofreie Anfragen darüber nähere Auskunft. Was insbesondere die Festsetzung der Zahlungstermine anbelangt, so sollen sie den Verhältnissen des Käufers angemessen bestimmt werden. Zu bemerken habe ich noch, daß dieser Gewerbsplatz nicht blos zum bisherigen Gerbereibetrieb, sondern auch zu einer Färberei oder sur einen Seifensieder ganz geeignet und mit geringen Kosten für ein solches Gewerb einrichtbar sei. Offenburg, den 31. Juli 1839. A. Wiedemer, Gerbermeister. (1) Offen bürg. fEmpfehlung.fj Unterzeichneter empfiehlt sich in bester Wasch« so wie Bauchseife, Lichtern und ächter englischer Universal «Glanzwichse von G. Flert« wordt in London, besten Emmenthaler Käsen, so wie feinen Bettfedern und sonst in sein Fach einschlagenden Artikeln. — Den großen Nutzen, welchen Diejenigen haben, die die Bauchseife anstatt der Asche anwenden, werden sie selbsten wahrnehmen, wie viel billiger die Wäsche zu stehen kommt und desto besser ist, wenn sie anstatt i Sester Asche nur 2 Pfund Bauchseife gebrauchen. — In circa 8 Stunden ist die Wäsche gebaucht, während man mit Asche 24 Stunden bauchen muß; dadurch wird nicht allein an Holz und Zeit gewonnen, sondern die Wasche wird viel reiner und bekommt nie Bauchffecken. — Ich garantire, daß meine Bauchseife nichts enthält, was der Wäsche nachtheilig sein kann. Wenn man mehr Bauchseife anwendet, so wird die Lauge starker und besser, und man braucht viel weniger Seife zum Auswaschen, was sich doppelt bezahlt. Franz Ehriftian Dreher. s3) Offen bürg. ^Verkauf einer Kirchenuhr und Empfehlung.^ Bei Unterfertigtem ist eine beinahe ganz neu und solid gefertigte Kirchenuhr, welche mit leichter Mühe auf Verlangen zu Schlagring der halben Stunde eingerichtet werden kann, um billigen Preis zu kaufen; wobei noch bemerkt wird, daß dies Werk ein vierfache- Zeigerwerk zu betreiben geeignet ist. Bei dieser Gelegenheit empfehle ich mich den Herren Ortsvorständen sowohl zu Fertigung neuer als auch zur Ausbesserung alter und schadhatzer Uhrwerke. Michael Krafft, Uhrenmacher. ( 2 ) Offenburg. sKuhverkauf.sl Eine junge groß« tragende Kuh ist zu verkaufen — von wem? sagt Ausgeber dieses BlatteS. ( 2 ) Offenburg. fZimmervermiethung.^ In der Gerbergasse Nro. 384 ist ein moblirtes Zimmer zu vermiethen, welches sogleich bezogen werden kann. Kapitalien auSzuleihen. Es sind 300 bis 400 fl. Privatgeld zu ü Procent gegen Obligation auszuleihen — von wem? sagt Ausgeber dieses Blattes. m ( 2 ) Von der Schneiderzunft in Offenburg werden 200 fl. zu ü pCt. auf gesetzliches Unterpfand dargeliehen. Verrechner Re ul. ( 2 ) Von dem Armenfond in Hofweier können 300 fl. zu s pCt. gegen gesetzliche Pfandversicherung im Ganzen oder theilweise dargeliehen werden. Verrechner Beile. (z) Kranzwirth Joh. Volk in Offenburg hat 200 fl. Pflegschaftsgeld zu 5 pCt. gegen Obligation auszuleihen. Anzeige. Mit hoher Genehmigung des Großh. hohen Justizministeriums erschien in der Chr. Fr. Müller- schen Hofbuchhandlung in Karlsruhe und ist bei Friedrich Braun in Offenburg zu haben: L a n d r e ch t für das Großherzogthum Baden nebst H andelsgesetzen. Taschenformat. Preis 1 fl. 4« kr. (Eingesandt.) Ei scheint, als wolle sich der Graben von seiner bisherigen Ungnade erholen; gesiern Abend war er sehr belebt. Er war aber auch genußreich: Im wundervolle« svmvatbetischen Zu> sammenwirken hallten die reinen Accorde des Münchener Blech« musikvereins herüber; sie schwollen manches Herz und erinnerten eS, trotz aller engherzigen Gewohnheiten, an seine bessere Abkunst. Indem der Edle daS Verdienst — je nach Kräften — unterstützt, erhöht er sich den Genuß, der ihm durch Jenes wird: so soll, wie man hört, eine Gesellschaft zusammengetreten sein, um die jedesmaligen Kosten, welche vorzüglichere Musik« vereine veranlassen, zu trage». Bestätigt sich dieses, so dürsten dem größeren, dort unten genießenden, Publikum noch mehrere dergleichen «Abende werden. Das Gerücht geht, der Graben werde durch GaS beleuchtet. Wir stimmen nickt dafür, indem es einen eigenen Reiz habe« soll, so im lieblichen Dunkel, so »»gekannt lustzuwandeln. Lffenburg. Donnerstag. .r. MLscellen. Vor Kurzem hat sich in einem Städtchen deS Bezirksamts Neustadt ein tragt« komischer Fall begeben, der geeignet ist, die Wichtigkeit deS Studiums der Knochenlehre begreiflich.z» machen. Ein Gendarm des fraglichen Städtchens fand Abends auf der Straß« einen von der Haut entblößten Kopf und brachte denselben sogleich zum praktischen Arzte des Städtchens, welcher in ihm, so viel es die schon hereingebrochen« Dämmerung erlaubte, den Kopf eines Kindes erkannte. Um jedoch seiner Sache ganz sicher zu werden, nahm er de« andern Tages bei dem Gendarm, der den Kopf über Nacht bei sich verwahrte, nochmals eine Untersuchung vor, bei welcher ihm klar wurde, daß derselbe von einem ermordeten Kind herrühre. — Sogleich berichtete der Arzt den Sachverhalt ans Bezirksamt und Physikat, welche auch am nämlichen Tage in Begleitung deS Amtschirurgen in dem Städtchen an« kamen, um die Legalinspeckion vorzuneh Man kann sich leicht verstellen, welche Ueberraschung sich der Anwesenden bemächtigte, als es sich auf den ersten Anblick zeigte, daß das Corpus delicti nicht von einem ermordeten Kind herrühre, sondern von einem getödteten Schaaf. Kirchenbuchs-Auszüge von Offenburg. Geboren: Den 28. Juli. Theresia, von Elisabetha Steigert. Den s. August. August, von Maria Franziska Würth. Getraut: Den 8. August. Michael VA>hr, Großh. Zollverwalter dahier, und Magdalena Monsch. Gestorben: Den 18 , Juli. Victoria Armbruster, 2l Jahre und 10 Monat, alt, ledige Tochter des verlebten hiesigen Bürgers und Holzhändlers Benedikt Armbruster. Den 18. — Elisabetha, 4 Wochen alt; Vater: Franz Joseph Sckaible, Bürger und Sckmiedmeister. Den 3. August. Michael Beck, 3 Jahre alt; Vater: Michael Beck, Bürger und Tagwerkcr. Frucht-Mittelkreise. Ein Malter Offe, 3. Aug. tburg 6. Aua. Oberkirch 1. Aug. Gengenbach 1 . Aug. st. kr. st. kr. fl. kr. fl. kr. Waizen . . 14 15 14 36 14 30 17 12 Kernen . . — — — — 15 30 — — Halbwaizen 10 —■ 10 — 11 30 12 30 Korn . . . 8 30 — — 9 — 10 — Gerste. . . — — — — 6 — — — Welschkorn — — — — — — — — Haber. . . 4 30 4 30 4 24 4 51 Die Marktgerichte. B r 0 d t a r e für die zweite Hälfte deS MonatS August. Weißbrot : Das « kr. Brod soll wägen ... 4 Loth. . 2 kr. H „ . » , , 8 » » 3 kr. „ „ „ ... 12 H 1 * 8 kr. » v n ... 24 „ Halbweißbrod: Der 2 psündige Laib soll tosten . 8 kr. , 4 vsündige „ „ * • i» » Schwarzbrot : „ 4 psündige „ » ,, - i 4 * (Die Fleischtare bleibt für obigen Zeitraum unverändert.) Offenburg, am r. August <839. Großherzoglickes Oberamt. Kern. . Hiezu eine Beilage. Redaktion, Druck und Verlag von I. Otteni. i