Beilage N^44 des Wochenblattes für die Amtsbezirke Offenburg, Oberkirch, Gengenbach, Kork. Universal-Heilmittel gegen die Epilepsie, erfunden durch mehr als LOjährige praktische Erfahrung vr. I. E. Gaudelius, ausübendem Arzte rc. in Frankfurt a. M. Die wichtigste, in ihren Folgen für die ganze Dauer des menschlichen Lebens nicht zu berechnende Krankheitsform ist ohnstreitig die Fallsucht, eine Krankheit, die seit Jahrhunderten schon eine noch nicht gelöste Aufgabe der besten Aerzte aller Zeiten und Nationen geblieben ist, um solche gründlich heilen zu können. Der größte Theil der^Art Betheiligten, welche theils schon viele Jahre, theils aber auch während kürzerer Zeit an diesem heftigen Nervenübel leiden, hoffen sehnlichst nach Hülfe, um auf irgend eine Weise davon befreit zu werden, ja Viele blicken hoffnungslos auch mit bangen Gefühlen in die ferne Zukunft. Vierzig und mehrjährige Erfahrungen, in welchem der Erfinder und praktische Arzt so glücklich gewesen ist, dieses vortreffliche Heilmittel an einer sehr großen Zahl solcher Kranken beiderlei Geschlechts und von jedem Alter mit dem besten Erfolge anzuwenden, ja Solche, denen kein Strahl der Hoffnung zur Wiedergenesung leuchtete, dennoch damit geheilt worden sind, welches ich durch die gültigsten Beispiele, die bei mir in großer Zahl niedergelegt sind, zu beweisen im Stande bin, wovon hierunter einige abgedruckt find, bewogen denselben, um der leidenden Menschheit auch ferner nützlich zu sein, dieses Mittel mit aller Sicherheit zu empfehlen, weßhalb man sich direkt an ihn zu wenden beliebe. Dr. 3. E. Gaudelius , Medicus Ordinarius. Herzlich ausgesprochene Danksagung. , Die gelesensten Blätter Deutschlands haben seit vielen Jahren schon und noch gegenwärtig ihren gefühlvollen Dank für einen wackern Mann öffentlich ausgesprochen, dem mit vollem Recht eine solche Auszeichnung gebührt. Es ist der praktische ?lrzt in Frankfurt a. M., Herr vr. I. E. Gaudelius, welcher eine hohe Reihe von Jahren eine sehr große Zahl epileptischer Kranken beiderlei Geschlechts und von jedem Alter in einem kurzen Zeiträume glücklich und vollkommen geheilt und von diesen Leiden befreite, und solche sich selbst und der Welt als brauchbare Glieder wiedergegeben sahen. Auch mein leiblicher Sohn, welcher Jahre hindurch im höchsten Grad an dieser so bemitleidcnswerthen als auch folgereichen Krankheit litt, befindet sich schon seit bereits einem Jahre gänzlich und vollkommen davon befreit und erfreuet sich eines dauerhaften Wohlergehens. Durchdrungen von Gefühlen des ewig unvergeßlichen Vaterdankes, möge doch dafür die gütige Gottheit diesem so liebevollen Arzte einen reichen Lohn spenden, und sein wirkendes Leben bis zu den spätesten Zeiten sich verlängern. Mit diesen unwandelbaren Gesinnungen zeichnet sich mit aller Hochachtung Staudernheim bei Kreuznach, am 4. März 1839. * Friedrich Köhl. Die Unterschrift des Friedrich Köhl, Schmiedmeister dahier, wird hiermit beglaubigt. A pftxü'... 4 OQA «>» ... ««* r tr»r r. . Af. ./r .'i» (L. S.) Der Landgräflich Hessische Oberschultheiß N. Will. ' 0 t Danksagung an Herrn Dr. x E. G auÄel INS, Mcdicus Ordinarius in Frankfurt am Main. Mit großer Freude und mit höchstem Dank gegen Gott den Allmächtigen , nächst Ihnen, in Betreff der an der Unterzeichneten Christina Wunsch angewandten ärztsichen Hülfe, die an der Fallsucht vier Zahre h^lm, gelitten hat, kann ich Ihnen nun die frohe Nachricht mittheilen, daß ich vermittelst Ihrer vortrefflichen Anwendung, Gott sei Dank! vom 24. September 1837 bis daher gänzlich geheilt bin. Möge der allmächtige Gott Allen und Jeden, welche an gleichem Uebel^ leiden, die Hülfe dieses so verdienten ArzteS zu Theil werden lassen, damit sie sich gleichfalls dieses Glucks erfreuen können. Christina Wunsch. • Der Vater: Bernhard Wunsch. Die Mutter: Marianne Wunsch, geb. Heck. Ottenau, Großherzogthum Baden, den 24. April 1839. ^ Copia Original eines Schreibens des Herrn Cantor Rechner zu Heerbach im Königreich Saiern vom 18. October 1838, gänzliche Herstellung eines ihn betreffenden Individuums durch das von Herrn Dr. Gaudelius erhaltene Heilmittel gegen die Epilepsie betreffend. Wohlgeborner, Hochzuverehrender Herr Doktor! Sie werden sich erinnern, daß ich vor einigen Zähren für einen unglücklichen Knaben, der mit der Epilepsie stark behaftet war, das Universalmittel von Ihnen erhalten habe. Ich kann Ihnen die frohe Botschaft bringen, daß bie« ses Mittel seine Wirkung vollkommen bewährt hat; -— denn dieser junge Mensch hat seit dem Gebrauch desselben nicht den geringsten Anfall mehr bekommen. Er befindet sich sehr wohl, wird groß und stark und wächst zur Freude seiner Eltern heran. Der Vater desselben kann nicht Gott allein, sondern auch Ihnen genug danken, und wünschte sehr, daß Ihr Universal «Heilmittel in öffentlichen Blättern aufs Neue empfohlen würde, damit auch andern Leidenden dadurch eine Wohlthat erwiesen werden könnte. Ist Ihnen nun daran gelegen, den Namen dieses Mannes in ein beliebiges Blatt, am Besten wohl in die Dorfzeitung und den Nürnberger Correspondenten, einrücken zu lassen: Die« ser Mann heißt Heinrich Hängelein und ist Oekonom zu Großgescheid, im Königs. Baier. Landgericht Erlangen. Versteigerungen. Offenburg. fHolzversteigerung.^ Bei der unter dem 24 . vorgenommenen Versteigerung von Stamm tannenem Flößholz und 3^5 S«ück tannenen Säcklötzen ist der Anschlag nicht erreicht worden; wir haben daher zur nochmaligen Versteigernnq Taqfahrt auf Donnerstag de« 7. k. M. November anberauml, und laden die Kaufliebhaber ein, sich am besaaten Tage Morgens ro Uhr im Gasthaus« zum Adler in Genqenbach einzufinden. Offenburg, den 28 . Oclober >83q. Großherzogliches Forstamt. v. Ritz. (0 Nordrach. fLieqenschaftSversteigerung.^ Am Montag den > 8 . November d. I., Vormittags q Uhr, werden auf der Gemeindskanzlei dahier, den Bartho« lomä Dreier'schen Eheleuten folgende Liegenschaften im Vollstreckungswege öffentlich versteigert werden: 1 ) Ein einstöckiges, hölzernes, mit Stroh gedecktes Wohnhaus, nebst ungefähr einem Meßle Hofraithe, stößt überall an sich selbst. s) Drei Meßle Garten vordem Haus, stoßt überall an sich selbst. 3) Ein und eine halbe Zeuch Mattseld un'en an dem Haus, einerseits sich selbst, anderseits 7lnton Herrmanns Wittwe. 4 ) Ein und eine halbe Zeuch Ackerfeld, stoßt einers. an den Weg, anderseits an sich selbst. 5> Sechs Zeuch Reutfeld, einerseits der Weg, anders, sich selbst. Der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzung«, preis oder darüber geboten wird. Nordrach, den > 2 . October ,83y. Bürgermeisteramt. S p i tz m ü ll e r. (>) Ortenberg. fLiegenschaftsverstei'qerung.^ Zn Sachen des Taver Schwendrmann zu Offenburg gegen Fidel Vollmer von Ortenberg werden dem Letztern seine Liegenschaften, zufolge verehrlichen Oberamls« Beschlusses vom «>. d. M., Nro. 28676 , im Wege der Vollstreckung zum zweitenmale der öffentlichen Steigerung ausgesetzt, und hiezu Verhandlung auf den 28 . November d. I. im Gasthause zur Krone dahier, Nachmittags 2 Uhr, angecrdnek. t 0 Die Versteigerung-«Gegenstände sind: >) Ein Haufen Reben in der Duld, neben Kornel Vollmer und der Gaffe. 2 ) Ein Haufen Reben im höllischen Feuer, neben Perer Birk > yd Johann Vollmer. 3) Ein Haufen Reben im Neubann, nebst einem Vorgeländ, neben Gervas Jlg und Anton Kiefers Erben. Die löblichen Bürgermeisterämter werden hiermit *er« sucht, dies in ihren Gemeinden bekannt machen lassen zu wollen. Orienberg, den 24. Oktober 1839. Bürgermeisteramt. Harter. vdt. Oesterle. (>) Kehl. ^Hausversteigerunq.^ In Folge richter- licher Verfügung vom 22 . August d. I., Nro. 6787 , wird das den Herrmann Kempf'schen Eheleuten ange- hörige, einstöckige Wohnhaus, dahier in der Seitenstraße gelegen, im Vollstreckungswege öffentlich versteigert; dazu hat man Tagfahrt auf Montag den November, Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause anberaumt; wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß, wenn der Schätzungspreis oder darüber erlöst wird, der endgültige Zuschlag sogleich erfolgt. Stadt Kehl, den 23.^ Oktober i 83 q. Der Bürgermeister Krapp. (,) Offen bürg. sGarten - Verpachtung.^ Am Dienstag den 12 . November d. I., Nachmittags 2 Uhr, läßt Hr. Bierbrauer Karl Laible dahier auf der Stadlkanzlei auf 5 Jahre in Pacht versteigern: einen mit einem Lattenhag versehenen Garten vor dem Schwabenlhor, nebst einem daranstoßenden Gartenplatz, einers. daS Stegermattgäßle, anders. Eigenlhümer selbst, vornen der Weg in den Krumer. Offenburg, den 3o. Oktober i83q. Rathsschreiberei. Kornmayer. Neufreistet t. sVersteigerung von Confiscaten.^ Mittwoch den 13. November d. Z., Vormittags 9 Uhr, werden auf diesseitigem Bureau gegen gleich baare Zahlung in schicklichen Abtheilungen öffentlich versteigert: 520 Pfund Zucker. 19 Stück große baumwollene Teppiche. 12 Stücke Perkal mit 874 Ellen. 12 „ Kattun mit 1051 „ Neufreistett, den 19. Oktober 1839. Großherzogliches Hauptzollamt. ( 2 ) Zell. sRebenversteigernnq-H Mademoiselle Dorothea Bauer zu Straßburg läßt am 3. November d. I. di« ihr angehörigen, in der Gemarkung Zell im Hungerberg gelegenen eilf Haufen Reben mit Keländ in fünf Abtheilungen, welche bisher Lorenz Echle von da in Pacht hatte, für ein Eigenthum versteigern. Die Liebhaber mögen sich an genanntem Tage Nachmittags 3 Uhr zu Zell auf der Laube einfinden, wo zugleich die Kaufbedingungen bekannt gemacht werden. Zell, den 23 . Oktober i83q. Der Ortsvorstand. (0 Weinversteigerung. Aus der Erbmasse Sr. Ezcellenz des Herrn Staatsraths von Gulat- Wellenburg werden in öffentlicher Steigerung verkauft: a) zu Durbach im Ritterwirthshause, am Mittwoch den 20 . November l. I., Morgens 10 Uhr: 54 Ohm aus lauter edeln Sorten gemischter '83qer Bergmost; b) zu Fessenbach auf dem v. Gulat'schen Hofgute selbst, am Donnerstag den 21 . November l. I., ebenfalls Morgens >o Uhr: 40 Ohm aus lavier edeln Sorten gemischter »83qer Bergmost, 435 Maas geringerer Bergmost, 12 bis 13 Ohm 1637 er do. — aller in kleinern Parthien; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Weingarten, den 3o. Oktober >83q. Basler, Verwalter. (2) Offenburg, sKellervermiethung und Fässer« verkauft Dienstags den 5. künftigen Monats November, Vormittags 9 Uhr, wird auf diesseitiger Kanzlei ein Verpachtungsversuch mit dem herrschaftlichen Keller unter dem Amthaus dahier mit oder ohne Fässer gemacht, und, je nachdem solcher gelingt, zugleich der Verkauf der vorhandenen , mit eisernen Reifen abgebundenen, im besten Zustand erhaltenen Fässer, wovon eines 12 Fuder, vier zwischen 8 und 9 Fuder, drei ,, 4 ,, 5 ,, acht „ 2 ,, 3 ,, fünf „ 2 „ 1 „ drei unter 1 Fuder halten, vorgenommen werden; wozu man die Pacht- respective Kaufliebhaber hiermit einladet. Offenburg, den 22. Oktober 1839. Großh. Domainenverwaltung. Brückner. (2) Offen bürg. sSteinlieferung.^ Dienstag den 5. November, Vormittags 10 Uhr, wird auf diesseitigem Bureau die Lieferung von 100 Stück Feldlochensteinen an den Wenigstnehmenden versteigert; wozu man die Lieferanten einladet. Offenburg, den 23. Oktober 1839. St.Andr. Hospital-Verwaltung. König. (>) Offenburg. sLiegenschaftSversteigerung.^ Die gesetzlichen Erben des verlebten hiesigen Bürgers und Tagwerkers Thomas Gütle lassen am 18. November d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Gemeinde- Hause, nachverzeichnete Antheile an dem mit Martin Schwarz dahier gemeinschaftlich besitzenden Haus sammt Zugehorden, der Erbvertheilung wegen, zum Zweitenmal öffentlicher Steigerung aussetzen, und zwar: >) Den hälftigen Antheil am gemeinschaftlichen Hausplatz, den untern Stock des Hauses und dessen obere Bühne. 2 ) Die linke Hälfte des gewölbten Kellers neben der Hofraithe. 3) Die Hälfte der gemeinschaftlichen Einfahrt und Hofraithe. Diese Objekte liegen im Schutterhof neben Schreiner Maier und Färber Blank. Offenburg, den s5. October 1889 . Großherzogliches Amtsrevisorat. Killy. (>) Zell. fRebenversteigerung.H Nach eingeholter obervormundschaftlicher Genehmigung vom 9 . d. M. läßt der Pfleger der Michael Humberlh'schen Kinder von Fessenbach am >,. November d. I. im Lauben« wirthshause zu Zell freiwillig der Versteigerung aussetzen : einen Haufen Reben am Stein, Gemarkung Zell, einers. Lorenz Schacherer, anders, unbekannt; wozu die Liebhaber höflich einqeladen^ferden. Fessenbach, den 23 . Oktober > 889 . Das Bürgermeisteramt. Durbach. fHolzversteigerung.^ Montag den 11 . November d. I., Vormittags 9 Uhr, läßt Christian Roth vom Zinken Bottenau bei dessen Behausung 70 Klafter birkenes Scheitholz, 10 „ Prügelholz und 1000 Stück Wellen mit Borgfrist bis Martini versteigern. Die Herren Vorgesetzten werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden verkünden zu lassen. Durbach, den 30. October 1839. Bürgermeister Zeller. Anzeige. Das im Monat Mai d. I. bereits angekündigte Aatliolifche Gesang- wö AnöachtMP zur Feier des öffentlichen Gottesdienstes für die Erzdiözese Freiburg, nebst einem schönen Stahlstich als Titelkupfer, wird nun bis Ende deö laufenden Monats im Druck fertig und kann auf diese Zeit ausgegeben werden. Das Format ist mittel Octav, mit mittlerer Schrift, und die Preise sind billigst bestimmt: auf gewöhnlichem gutem Druckpapier zu 36 kr. per Exemplar, -- feinem weißen Druckpapier . zu 45 kr. " " Postpapicr . .... zu fl. 1. 12 kr. " Alle Bestellungen werden der Reihe nach, so wie sie eingchcn, expcdirt, und die Besteller werden ersucht, genau anzugeben, ob sie die Sendungen durch die Post oder durch Fahrgelegenheit zu erhalten wünschen. An den oben bemerkten, mit hoher Erzbischöflicher Genehmigung festgesetzten Preisen, findet kein Abzug statt, und eS wird gebeten, der Bestellung sogleich den vollen Betrag der verlangten Exemplare beizufügcn, oder zu genehmigen, daß derselbe bei der Versendung auf die Pakete nachgenommen wird. Bestellungen auf Rechnung können nicht berücksichtigt werden. Ein vollständiges Melodien-Buch wird in wenigen Monaten Nachfolgen. Karlsruhe, im October 1839. Chr. Fr. Müller'sche Hofbuchhandlung. Ritterstraße Nro. 1. Zu geneigten Bestellungen hierauf empfiehlt sich bestens: Fr. Brami'sche Buchhandlung in Offerrbnrg. Redaetion, Druck und Verlag von I. Otteni.