tl1irrl)cnl>Uitt ' für die Amtsbezirke OffrZrbnrg, DbeEvch, Achevn, Akheinbischofsheim, Kork, Gengenbach, Haslach und Wolfach. M 22. Offenburg, den 31. Mai 1844. Bekanntmachungen. Offenburg. (Fahndung.) Nro. 1461t. Johann Bächle von Kinzigthal, vulgo Holzschuhmüller, KuppelhanS, ist der Theilnahme an einem mit Einbruch verübten Diebstahl verdächtig. Da fein gegenwärtiger Aufenthaltsort unbekannt ist, ersuchen wir sämmtliche Polizeibehörden, auf denselben zu fahnden und ihn im Betremngsfalle hieher ju liefern. Offenburg, den 25. Mai 1844. Großherzogliches Oberamt. Braunstein. Signalement. Alter: etwa 40 Jahre; Größe: 5'6"; Haare: schwarz; Barl: desgleichen, bis unter das Kinn; Gesichtsfarbe: gebräunt, einzelne Stellen roch unterlaufen; Gesichtsform : oval; Statur: schlank. Kleidung. Er trug bald eine Tuchkappe mit Schild und Quaste, blauen Frack, schwarzes Halstuch und rothge- streiste Sommerbosen, bald einen schwarzen Filzhur und einen alten blauen Mantel oder ein blaues Ueberhemd. Oberkirch. sFahndung.s Nro. 9779. Karl Bohnert von Oberdorf, dessen Signalement unten folgt, ist dringend verdächtig, Nachts den 28. v.M. den Polizeidiener Meier von Fernach verwundet zu haben. Da Bohnert sich jedoch indessen heimlich von Haufe entfernt hat, ohne daß sein gegenwärtiger Aufenthalt bekannt ist, so werden sämmtliche Polizeibehörden ersucht, auf denselben zu fahnden und ihn im Bctretungsfalle anher abzuliefern. Oberkirch, den 21. Mai 1844. Großherzogliches Bezirksamt. Häfelin. Signalement. Alter: 24 Jahre; Größe: 5' 5"; Statur: besetzt; Gesichtsform: länglicht; Farbe: gesund; Haare: braun; Augen: grau; Nase: dick; Mund: gewöhnlich; Bart: schwach; Zähne: gut. Besondere Kennzeichen: etwas gebogene Beine. Offenburg. (Fahndung.) Nro. 14386. Die unten signalisirte Franziska Kist von Zell hat sich der gegen sie eingeleiteten Untersuchung wegen Diebstahls durch die Flucht entzogen. Wir ersuchen daher sämmtliche verehelichen Behörden, auf dieselbe zu fahnden und sie im Betretungssalle anher ein- zulieftrn. Offenburg, den 21. Mai 1844. Großherzvgliches Oberamt. Galura. Signalement. Alter: 24 Jahre; Größe: 5' 4"; Haare: blond; Augen: blau; Gesichtsform: oval; Nase und Mund: mittler; Zähne: gut; Kinn: rund; besondere Kennzeichen: keine. Offen bürg. (Abhanden gekommene Effectenbetr.) Der Handwerksbursche Anton Jls von Weißenhorn hat dahier vorgetragen, er seie mit einem Manne und einem Mädchen, die er nicht gekannt, von Steinbach aus nach Achern gefahren, und habe sein Felleisen, IN welchem sich ein vollständiges Sattlerwerkzeug, ein grüner und ein schwarzer Rock, vier Hemden, ein rothes und ein schwarzes Halstuch, zwei Handtücher, zwei Westen, ein Paar Strümpfe, ein Paar schwarze Hosen, ein Paar Stiefel, Bürsten und sonstige Kleinigkeiten befunden haben, auf dem Wägelchen liegen lassen, und sich entfernt, um Arbeit zu suchen. In der Zwischenzeit sei der Mann sortgefahren, und, wie er erfahren, bis in hiesige Stadt. Dieser Mann soll ungefähr 48 Jahre alt sein, braune Haare, dunkelbraunen Backenbart, volles rundes Gesicht und braune Gesichtsfarbe haben. Er trug eine weißgraue Schildkappe, Hosen von gleicher Farbe und einen langen braunen Rock. Das Mädchen ist ungefähr 19 Jahre alt, mittlerer Größe und trug ein gelbes Kleid und ein schwarzes Halstuch mit braunen Blumen. Das Fuhrwerk bestand aus einem Bernerwägelchen für ein Pferd, hatte einen ungepolsterten, nicht angestrichenen Sitz und keinen Kord. Das Pferd daran war ein Fuchs. Diejenigen, welche darüber Auskunft geben können, werden veranlaßt, sogleich die nöthige Mitlheilung anher zu machen. Offenburg, den 29. Mai 1844. Grvßherzogliches Oberamt. Braunstein. Diebstahls - Anzeigen. Nachstehende Diebstähle werden hiermit zur öffentlichen Kenntniß gebracht, und sämmtliche Gerichts- und Polizeibehörden ersucht, auf die Diebe und Besitzer der entwendeten Effecten zu fahnden. Im Bezirksamt Oberkirch. Nro. 9828. In der Nacht vom 10. auf den 11. d.M. wurden dem Anton Gräßig von Mosbach 2 Wagenketten aus dessen Hofe entwendet. Jede dieser Ketten hatte ungefähr 30 Gelenke mittlerer Größe, und waren an dem einen Ende mit einem Haken und am andern Ende mit einem größer» Ringe versehen. Im Bezirksamt Haslach. Nro. 5252. Dem Bürger Willibald Eble von Steinach wurden in der Nach, vom 19. auf den 20. Mai d.J. in seiner Behausung nachbeschriebene Gegenstände entwendet: 1) Ein Sack, mit W. E. bezeichnet, nebst einem darin befindlichen Sester Waizen. • 2) Ein Dangelgeschirr. 3) Ein Weiberrock. Hiebei wird bemerkt, daß der Dieb ein roch und weiß car- rirtes baumwollenes Sacktuch zurückließ. Gant-Edtcte. Andurch werden alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde an die Masse nachstehender Personen Ansprüche machen wollen, aufgefordert, solche in der hier unten zum Richtigstellungs- und Vorzugsverfahren angeordneten Tag- sahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Vorzugs- 190 und Unterpfandsrechte, unter gleichzeitiger Vorlegung der Beweisurkunden und Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln, zu bezeichnen, wobei bemerkt wird, daß, in Bezug auf die Bestimmung des Massepflegers, Gläubigeraus- Ö es und den etwa zu Stande kommenden Borg- oder laßvergleich, die Nichterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beigetreten angesehen werden sollen. Aus dem Bezirksamt Wolsach: [1] von Einbach,, an den in Gam , erkannten Maurermeister Wendelin Schmider, auf Mittwoch den 12. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei. Bezirksamt Oberkirch: [2] von Oberdorf, an den in Gant erkannten Taglvhner Ciriak Roth, auf Dienstag-de« 25. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei; [2] von Oppenau, an die in Gant erkannte Verlassenschaftsmasse des Steinhauers Christian Heizmann, auf Montag den 24. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei. Schuldenliquivationen der Auswanderer. Nachstehende Personen haben ihr Ansuchen um Auswan- derungs-Erlaubniß eingereichk. Es werden daher alle Diejenigen, welche aus was immer für einem Grunde eine Forderung an dieselben zu machen haben, aufgefordert, solche in der hier unten bezeichneten Tagsahrt auf der betreffenden Amtskanzlei um so gewisser anzumelden und zu begründen, als ihnen sonst später nicht mehr zur Befriedigung verholfen werden könnte. — Aus dem Bezirksamt Rheinbischossheim: [1] von Lichtenau, die Glaser Christian Wahl's Eheleute mit ihren Kindern, auf Samstag den 1. Juni d. I., Vormittags 8 Uhr. — Aus dem Oberamt Offenburg: [3] von Griesheim, Martin Menzer, auf Montag den 3. Juni d. I., Morgens 9 Uhr; [3] von Urioffen, Kasimir Wittmeier mit seiner Familie, auf Montag den 3. Juni d. I., Morgens 8 Uhr. fl] Dffen&ura. (Gläubiger-Aufforderung.) Nr. 2386. Genofeva Eisele, Wittwe des verlebten hiesigen Bürgers und Schriftverfassers Anton Rindfleisch, h'ät als Rechtsnachfolgerin desselben auf öffentliche Passivschuldenliguidation angetragen. Es werden Diejenigen, welche Ansprüche auf diese Ver- kassenschast machen wollen und können, hiemit aufgefordert, solche am Samstag den 8. Juni d. I. vor dem Notar Frick dahier in dessen Geschäftszimmer anzumelden und zu begründen, widrigenfalls ihre Ansprüche nur auf denjenigen Theil der Verlassenschaftsmasse erhalten werden, welcher nach Zahlung der angemeldeten Schulden auf die Nechtsnachfolgerin des kinderlosen Erblassers gekommen ist. Offenburg, den 20. Mai 1844. Großherzogliches Oberamt. Galura. fl] Ofsenburg. (Gläubiger-Aufforderung.) Nr. 14349. Die Kinder der verstorbenen Regina Faist, geschiedenen Ehefrau des hiesigen Bürgers und Säcklermeisters Michael Heil, haben die Erbschaft ihrer Mutter mit Vorbehalt des Rechtsvor- theils des Erbverzeichnisses angetreten und gleichzeitig auf Abhaltung einer öffentlichen Passivschuldenliguidation angetragen. Es werden demnach alle Diejenigen, welche Ansprüche an die vorhandene Masse machen können und wollen, hiermit aufgefordert, solche am Samstag den 8. Juni d. I. vor dem Notar Frick in dessen Geschäftszimmer dahier anzumelden und zu begründen, widrigenfalls ihre Ansprüche nur auf denjenigen Theil der Erbmasse erhalten werden, welcher nach Befriedigung der bekannten Gläubiger auf die Erden gekommen ist. Offenburg, den 19. Mai 1844. Großherzogliches Oberamt. Braunstein. fl] Offenburg. (Gläubiger-Aufforderung.) Nr. 2388. Die gesetzlichen Erben des verlebten Bernhard Glaser ledig von Zell haben das Nachlaßvermögen nur untet Vorbehalt der Nechtswohlthat des Erbverzeichnisses angetreten und gleichzeitig de» Antrag auf Vornahme einer Passivschuldenliquida- tivn gestellt. Es werden daher alle Diejenigen, welche Ansprüche an diese Erbmasse machen können oder wollen, hiemit aufgefordert, solche am Montag den 10. Juni d.I., von Morgens 7 bis 12 Uhr, im Gememdehause zu Zell vor dem Distriktsnotar Frick anzumelden und zu begründen, widrigenfalls ihre Ansprüche nur aus denjenigen Theil der Erbschasts- masse erhalten werden, der nach Bezahlung der*angemeldeten Schulden auf die Erben gekommen ist. Offenburg, den 18. Mai 1844. Großherzogliches Oberamt. Galura. fl] Offenburg. (Gläubiger-Aufforderung.) Die volljährigen Erben und der Vormund der minderjährigen Rechtsnachfolger der verlebten Friederika Glaser ledig von Zell haben deren Nachlaßvermögen nur mit Vorbehalt des Rechts- vvrtheils des Erbverzeichnisses angetreten und auf Abhaltung einer öffentlichen Passivschuldenkiquidation angetragen. Alle Diejenigen, welche Ansprüche an diese Erbmasse machen können und wollen, werden hiemit aufgefordert, solche am Dienstag den 11. Juni d.J., von Morgens 7 b,s 12 Uhr, im Gemeindedause zu Zell vor dem Notar Frick anzumelden und zu begründen, widrigenfalls ihre Ansprüche nur auf denjenigen Theil der Erbschaftsmasse erhalten werden, der nach Befriedigung der bekannten Erbschaftsgläubiger auf die Erben gekommen ist. Offenburg, den 18. Mai 1844. Großherzogliches Oberamt. Galura. Offenburg. (Retour-Briefe.) Die Aufgeber nachstehender dahier zur Post gegebenen Briefe, die als unbestellbar zurückgekommen sind, werden zu deren Rückempfang, gegen Entrichtung der darauf hastenden Taxen rc., hiemit aufgefordert. Fr. Manche in Schwenningen. — Xaver Blum in Bühl. Joh. Neef in Konstanz. — Kilian Sveiser in Jnzlingen. — Noppel, Metzger in Radolfzell. — M. Pflüger in Lörrach. Bürgermeisteramt in Oberkirch. — L. N. Jörges in Rippvldsau. Herr Kommissär in Emmendingen. Ossenburg, den 29. Mai 1844. Großherzogliches Postamt. Offenburg. (Waldhüter-Anstellung betr.) Die hiesige Stadt hat zwei Waldhüterstellen anderweit zu besetzen; die hiezu Lusttragenden mögen ihre Gesuche Hierwegen binnen 14 Tagen unter Vorlage ihrer Leumunds- und Befähigungs- Zeugnisse anher einreichen, wobei bemerkt wird, daß bei der Besetzung dieser Stellen brave Jägerbursche vorzugsweise be. rücksichtigt werden. Offenburg, den 20. Mai 1844. Der Gemeinderath. Löffler. vdt. Kornmayer. fl] Offenburg. (Fahrnißversteigerung.) Aus der Verlassenschaftsmasse des verlebten Bürgers und Laubenwirths Franz Michael Glaser von Zell werden am Montag den 10. Juni d.J., Vormittags von 8 bis 12 Uhr, im Lauben» wirthshause zu Zell durch Bürgermeister Herp von da öffentlich und gegen baare Zahlung versteigert,: 18 Weinfässer von verschiedener Große und Güte, fünf Herbstbütten, 55 Ellen gebleichte Leinwand, 142 Clleo Kudertuch und 19 Ellen Baumwvlltuch; was hiemit bekannt gemacht wird. Offenburg, am 23. Mai 1844. Großherzogl. Aintsrevisorat. Killy. Offenburg. (Viehversteigerung.) Am künftigen Dienstag den 4. Juni d.J., Vormittags von 10 bis 12 Uhr, werden aus der Verlaffenschastsmaffe der Xaver Burg's Wittwe, Maria Anna geb. Baumann, im Weidenwirthshause dahier 191 durch Waisenrichter Krafft dahier öffentlich und gegen gleich baare Zahlung versteigert: , , 2 Pfei-oe, 3 Milchkühe, 1 Kalb, 2 Lauferschweme, vier Gänse, 12 Hühner, 1 Hahn; was hiemit bekannt gemacht wird. Offenburg, am 28. Mai 1844. Großherzogl. Amts-Revlsorat. flj Offen bürg. (Fahrnißversteigerung.) Aus dem Nachlasse der Xaver Burg's Wittwe, Maria Anna Baumann, von hier, wecKk^deren samnitliche Fahrnißgegenstände im Gasthaus zur Weide dahier durch die beiden hiesigen Waisenrichter öffentlich u. gegen gleich baare Zahlung versteigert, und zwar: Am Montag den 10. Juni d.J., von Vormittags 8 bis 12 Uhr und Nachmittags 1 bis 6 Uhr: Bettwerk, Getüch und Weißzeug. Am Dienstag den 11. Juni d.J., von Vormittags 8 bis 12 Uhr und Nachmittags 1 bis 6 Uhr: 2 Wägen, Pferd-, Hand- und Feldgcschirr, Schreinwerk und Hausrath. Am Mittwoch den 12. Juni d.J., von Vormittags 8 bis 12 Uhr und Nachmittags 1 bis 6 Uhr: Küchengeschirr, Faß- und Bandgeschirr, Schreinwerk. Am Samstag den 15. Juni d.J., Vormittags von 8 bis 12 Uhr: Weißzeug, Schreinwerk, Hausrath rc.; Nachmittags 1 Uhr: 8 Fässer von verschiedener Größe und Güte; ferner: 1790 Maas 1843er weißer Wein, 650 " 1842er do. do., 250 " 1842er rvther do., 700 " 1840er Klingelberger, 750 " 1840er weißer Wein, 400 " 1837er do. do. Offenburg, den 28. Mai 1844. Grvßherzogliches AmtS-Revisorat. Killy. Kork. (Heugras-Versteigerungen.) Zur Versteigerung des dieslährigen Heugraserwachses der in Selbstadministration stehenden herrschaftlichen .Wiesen, womit jedesmal um 9 Uhr Vormittags der Anfang gemacht wird, haben wir folgende Tagfahrten bestimmt: den 3. Juni d. I. zu Bodersweier im Wirthshause zum Adler, von 47 Morgen, Auenheimer und Bodersweierer Banns; den 5. Juni d. I. zu Sand im Wirthshause zum grünen Baum, von 24 Morgen, Sander Banns; den 6. Juni d. I. zu Sundheim im Wirthshause zum Schwanen, von 92 Morgen, Dorf Kehler Banns; den 7. Juni d. I. zu Sundheim im Wirthshause zum Schwanen, von 110 Morgen, Eckartsweierer Banns; den 8. Juni d. I. zu Neumühl im Wirthshause zum Pflug, von 50 Morgen, Neumühler Banns; den 10. Juni d.J. zu Kork im Wirthshause zum Ochsen, von 41 Morgen, Korker und Querbacher Banns; den 11. Juni d.J. zu Kittersburg im Wirthshause zum Rössel, von 115 Morgen, Hohnhurster Banns; den 12., 13., 14. und 15. Juni d.J. zu Willstätt im Wirthshause zum Rappen, von 509 Morgen, Millstätter und Heffelhurster Banns; den 17., 18. und 19. Juni d.J. zu Holzhausen im Wirths- bause zum grünen Baum, von 510 Morgen Thomaswaldwiesen und 6 Morgen, Diersheimer, Bischöfsheimer, Hausgereuther und Holzhäuser BannS; wozu wir die Steigerungsliebhaber einladen. Kork, den 23. Mai 1844. Großh. Domainen-Verwaltung. . Krämer. B ohlsbach. (Steuerab- u. Zuschreiben betr.) Nächsten Montag den 3. Juni d. I., Nachmittags von 2 his 5 Uhr, wird auf dem Rathszimmer dahier das Ab- und Zuschreiben in der Grundsteuer für die Ausmärker vorgenommen werden; was die löblichen Bürgermeisterämter gehörig verkünden wollen. Bohlsbach, den 29. Mai 1844. Das Bürgermeisteramt. Okensuß. [1] Rust, Amts Ettenheim. (Nutz- und Brennholz-Versteigerung.) Aus den grundherrlich von Böcklin'schen Waldungen zu Rust werden Montags den 10. Juni d.J. 260 Stück schäleichene Nutzholzstämme, welche sich vorzüglich für Eisenbahn- und Brückenbau, sowie für Handwerker eignen, — und Dienstags den 11. Juni d.J. 150 Klafter junges schäleichenes Scheit- u. Prügelholz und 9000 Stück schäleichene Wellen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden. Der Anfang ist jeden Tag Morgens 9 Uhr im Schlag bei der Taubenhütte. Rust, am 22. Mai 1844. Grundherrlich von Böcklin'sche Verwaltung. Maier. [1] Offenburg. (Raigrasversteigerung.) Am nächsten Montag den 3. Juni d. I., Vormittags 9 Uhr, wird im Saale des hiesigen Gemeindehauses der. diesjährige Raigras- Ertrag der städtischen Waldungen versteigert; wozu die Lieh- haber eingeladen werden. Offenburg, den 29. Mai 1844. Das Bürgermeisteramt. Löffler. vdt. Kornmaper. Durbach, O.A. Offenburg. (Holzversteigerung.) In dem Durbacher MooSwald werden Freitags den 7. Juni nachstehende Holzsortimente gegen baare Zahlung vor der Abfuhr versteigert werden: 66 Stück Tannen, welche sich vorzüglich zu Bauholz eignen; 7 Klafter Tannenholz; 350 Stück tannene Wellen und 800 " buchene do. Die Zusammenkunft ist Morge»s^"Utzr"auf^deW-ffsg««M»nten Spänenplatz. Durbach, am 29. Mai 1844. „, Das Bürgermeisteramt. ‘ "' ' Mennle. Müllen. (Heugrasversteigerung.) Am Dienstag den 4. Juni d.J., Nachmittags l Uhr, wird das Heugras auf der obern und unkern Waide und den Gemeindsmakten, sodann von den Erben des Bümermeisters Gebhart dahier das Heugraö auf 7 Y a Morgen Mattfeld, im Adlerwirthshause dahier versteigert werden. Dies wollen die löblichen Bürgermeisterämter in ihren Gemeinden bekannt machen lassen. Müllen, am 28. Mai 1844. Bürgermeisteramt. Gebhart. [3] Stadt Kehl. (Zwangsversteigerung.) In Folge richterlicher Verfügung vom 10. Jänner d. I., Nr. 380, wird Samstags den 15. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, auf dem hiesigen Rathhause öffentlich versteigert: Eine einstöckige Behausung, Eckhaus in der Markrstraße, einerseits Heinrich Steinbach's Wittib, anders. Karolina Wölfie. Der endgültige Zuschlag wird sogleich erfolgen, wenn der Schätzungspreis erzielt wird. Auswärtige wollen sich mit legalisirten Vermogenszeug- niffen versehen. Stadt Kehl, den 7. Mai 1844. Das Bürgermeisteramt. Gaß. vctt. Reiß. t r i — 192 - [1] Offenburg. (Heugrasversteigerung.) AM Dienstag den 4. Juni d. I., Nachmittags 3 Uhr, läßt Karl Leiter von hier in hiesigem Gemeindehaus das Heugras von 8 Tauen Wiesenfeld in der Gifitz loosweise, und von % Tauen in der Löwer gegen baare Zahlung versteigern; was hiermit bekannt gemacht wird. Offenburg, den 29. Mai 1844. Rathsschreiberei. Kornmayer. . Offenburg. (Accordversteigerung.) Die Herstellung eines Lattenhags mit einem Thor tm städtischen Zwinger wird Dienstags den 4. Juni d.J>, Vormitags 10 Uhr, in diesseitiger Schreibstube im Voranschlag zu 94 fl. 42 kr. abstrichsweise versteigert; wozu die Steinbauer-- und Zimmermeister mit dem Bemerken eingeladen sind, daß der Plan und Kostenüberschlag zur Einsicht bereit liegt. Offenburg, den 22 . Mai 1844. Stadtverrechnung. Schweizer. [3] Offenburg. (Verpachtung des städtischen Zwingers.) Der städtische Zwinger neben dem Mühlbache und der Stadtmauer, welcher sich zu einem Aufbewahrungsort für Holz u. dgl. eignet, wird Dienstags den 4. Juni nächsthin, Nachmittags 2 Uhr, im Gemeindehaus dahier, für unbestimmte Zeit, vorbehaltlich sechsmonatlicher Kündigung für beide Theile, in Pacht versteigert; wozu die Pachtliebhaber hiemit eingeladen werden. Offenburg, den 15. Mai 1844. Stadtverrechnung. Schweizer. Offen bürg. (Heugras-Versteigerung.) Der diesjährige Heugras-Erwachs auf den Stadtmatten wird gegen baare Zahlung beim Zuschlag im hiesigen Rachhaussaale wie folgt versteigert: Freitags den 7. Juni nächsthin, Morgens 8 Uhr: vom obern und untern Angel; Nachmittags 2 Uhr: vom Seewinkel, von der Nachtweide l l/ l f i mm tr 1 ~if i n 1 r i nnn i w Montags den 10. Juni: Morgens 8 Uhr: von den Bamböschmatten, vom alten Kinzigbetr und s.g. Kuhläger allda; voudenMatten^. rechts an der Goldscheuerer Landstraße ^beiükr jtip scheuer, im Sauwesen, in der Schlößlebühnd und vom Na^mittag's 2 Uhr: von der Schlangenmatte und von Zeuch in der Gifitz. Es wird hiebei bemerkt, daß die Loose nur auf der Schlangenmatte, von den Lochensteinen aus genommen, landaufwärts und bei allen übrigen Mattendistrikten landabwärts liegen. Die Steigerungsliebhaber sind hiezu eingeladen. Offenburg, den 22. Mai 1844. Stadtverrechnung. Schweizer. Freudenstadt. (Nutzholzverkauf.) Die Stadt verkauft am Mittwoch den 5. Juni d.J., Vormittags 10 Uhr, in öffentlicher Versteigerung auf dem Rathhause aus de» Wald-Distrikten Enzelmannswald, alter Stadtwald und Finkenberg ungefähr, 1000 Sägklotze und 300 Stämme Bauholz, meistens Vierziger; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Freudenstadt, am 24. Mai 1844. Der Sladtrath. Gengenbach. (Wiesenkulturarbeit-Versteigerung.) Am Mittwoch den 5. Juni d. I., Nachmittags 2 Uhr, wird die Kultivirung von beiläufig 15 Morgen Kiesbank bei der hiesigen Sägmühle zu Wiesfeld, im Voranschlag zu 1800 fl., in sechs Loosabtheilungen auf dem Platze selbst öffentlich versteigert werden. ^ Gengenbach, den 25. Mai 1844. " Das Bürgermeisteramt. Wolf. [3] Offenburg. (Hausvermiethung.) Die für hiesige Stadt angekaufte Johann Faist'sche Behausung in der Vorstadt wird sammt Hof- und Gartenplatz, insoweit solcher für die Stadt zur Benützung nicht erforderlich ist, Dienstags den 4. Juni, Nachmittags 2 Uhr, im Rathhaussaale auf unbestimmte Zeit in Miethe versteigert; wozu die Miethliebhaber eingeladen sind. Offenburg, den 15. Mai 1844. Stadkverrechnung. Schweizer. [1] Oberkirch. (Heu- und Oehmtgras-Versteigerung.) Am Donnerstag den 13. Juni d.J., Nachmittags 1 Uhr, wird im Gasthause zum Rappen in Oberkirch von Seiten der grundherrlich von Schauenburg'schen Verwaltung, Diebvld- scher Linie, zu Gaisbach das Heu- und Oehmtgras von den in mehreren Gemarkungen liegenden freiherrlich von Schauenburg'schen Wiesen, aus 50 Loosen bestehend, für das Jahr 1844 an die Meistbietenden öffentlich veesteigert, wozu die Liebhaber mit dem Bemerken eingeladen werden, daß der ausgestellte Wäfferungsknecht Ciriak Huber von Oberkirch-Fernach auf Verlangen sämmtliche in der Nähe liegende Wiesen vorzeigen wird. Oberkirch, am 27. Mai 1844. Grundherr!, v. Schauenburg'sche Verwaltung. K. Kappler. [2] Oberschopfheim, Oberamts Lahr. (Weinversteigerung.) Am Montag den 3. Juni d. I., Morgens 9 Uhr, läßt die hiesige Gemeinde im Adlerwirthshause dahier 200 Ohm 1843er weißen Wein gegen baare Zahlung bei der Abfassung öffentlich versteigern; wozu die Liebhaber eingeladen werden. Oberschopcheim, den 18. Mai 1844. Das Bürgermeisteramt. Samson. slj Ortenberg, Oberamts Offenburg. (Liegenschafts- Versteigerung.) Zufolge oberamtlicher Verfügung vom 28. April d. I., Nro. 11203, werden dem ledigen Mathias Seckinger dahier am Donnerstag den 20. Juni d.J., Vormittags 10 Uhr, aus dem Rathszimmer dahier öffentlich versteigert: 1 Haufen Reben im Roth, neben Simon Herp und Michael Bahr. Ortenberg, den 29. Mai 1844. Das Bürgermeisteramt. A. A. Berg, Rathsschreiber. Offenburg. (Fahrnißvcrsteigerung.) Wegen Abzug läßt der Unterzeichnete in dem Kaufmann Burg'schen Hause, dem schwarzen Adler gegenüber, am Montag den 11. Juni d. I. gegen gleich baare Zahlung öffentlich versteigern: Schreinwerk, Kupferstiche, Vorhänge, Küchengeschirr, Zinn, Porcellan und verschiedenen Hausrach. Barth, Postmeister. [2] Offenburg. (Fahrnißvcrsteigerung.) In der Zuckerfabrik der Herren S. F. Klose Söhne dahier werden am Dienstag den 4. Juni d. I. folgende Fahrnißgegenstände gegen gleich baare Bezahlung an den Meistbietenden öffentlich versteigert, a!S: 1) Vollständige Handwerksgeschirre für Schlosser, Schmiede und Schreiner, worunter sich eine große eichene Eisen- Drehbank, zwei Blasbälge und eine Hobelbank befinden. 2) Eichene Wem- und Branntwcinfäffer zu jeder Größe, so wie dergleichen alte Fässer zu jedem Gebrauchs 3) Eine Anzahl alte eichene Dauben. 4) Eine Anzahl eichene, in Eisen gebundene Eimer,?Kubel und Bottiche. 193 5) Circa 100 Wellen birkene und haselne Reife von 5 bis 14 Schuh Länge. 6) 100 Zopfe Küferbande. 7) Zwei gut erhaltene und solid gearbeitete Flaschenzuge. 8) Zwei gut erhaltene und solid gearbeitete Winden. 9) Ein Brunnen-Gestell mit Eimer. 10) Schaltkärche, Blech- und Holzschaufeln, Stockhauen und Pickel, nebst vielen andern hier nicht benannten Gegenständen. Ferner wird aus freier Hand verkauft: Ein voltrvLmener Destillir-Apparat (nach neuestem Pariser System), sammt 8 tannenen, in Eisen gebundenen Gährungs- bütten, und ein gewöhnlicher, ganz neuer Branntweinkeffel. A. A. E. Kölblin. Sundheim. (Wieseversteigerung.) Der Unterzeichnete »st willens, eine in der Gewann Solling, Dorf Kehler Banns, befindliche zehntfreie Wiese, enthaltend einen neuen badischen Morgen zu 400 Quadratruthen, aus freier Hand Dienstags den 4. Juni öffentlich versteigern zu laffen. Die Liebhaber wollen sich im Gasthause zum Schwanen hier einfindcn, wo die Bedingungen vorgetragen werden. Sundheim, den 27. Mai 1844. Friedrich Rehfus. [1] Offenburg. (Wohnungsvermiethung.) A. Gottwald dahier hat seine Behausung in der Kirchgaffe, enthaltend: im untern Stocke drei Zimmer nebst Küche, im obern Stock acht ineinander gehende Zimmer nebst Küche, zwei Mansardzimmer, drei Kammern und geräumige Speicher, entweder thcilweise, oder im Ganzen mit Hof, Keller und Oekonomiegebäude, bis 1. August d.J. beziehbar, zu vermiethen. slU Kehl. (Warnung.) Da ich meine Wirthschaft zum Schwert dahier verpachtet habe, so warne ich hiemit Jedermann, auf meinen Namen, sei es, wem es auch wolle, zu borgen, indem ich keine Zahlung dafür leiste. Stadt Kehl, den 25. Mai 1844. Wittwe Geyer. sIN Lahr. (Gasthausvcrmiethung.) Das Gasthaus zum wilden Mann mir Bäckereigerechtigkeit an der frequentesten Straße Lahr's ist zu vermiethen und das Nähere bei dem seitherigen Inhaber zu erfragen. Offenburg. (Verlorener Zwilchrock.) Letzten Freitag den 24. Mai hat Vincenz Brüschle von Weier, als er durch hiesige Stadt fuhr, von seinem Wagen einen noch neuen schwarzen Zwilchrock verloren, welchen der redliche Finder bei dem Herausgeber dieses Blattes gegen angemessene Belohnung abgeben wolle. stj Offenburg. (Empfehlung.) Wilhelm Rothmann, neuangehender Glasermeister dahier, empfiehlt sich einem ver- ehrlichen Publikum in allen seinem Geschäfte einschlagenden Arbeiten, und bittet um geneigte Aufträge, welche er gut, prompt und billigst aussühren wird. Seine Wohnung ist im Sebastian Amps'schen Hause in der Predigergaffe. Offenburg. (Ersuchen.) Diejenigen Einleger in die hiesige Sparkasse, welche die am ersten März verfallen gewesenen Zinse ihrer Einlagen nicht ablangten, werden hiermit ersucht, an einem beliebigen Freitage von Morgens 8 bis 12 Uhr mit den Sparbüchlein bei mir sich einzufinden, damit ich die ihnen bereits auf dem Sparkasse-Hauptbuch nach § 16 der Sparkaffe-Statuten zum Kapital geschlagenen Zinse auch gleichlautend in ihr Büchlein einschreiben kann. F. Xav. Fischer. [1] Offenburg. (Wohnungsvermiethung.) In dem Hause Nro. 390 in der Gerbergaffe ist der obere Stock zu vermiethen, bestehend in 3 heizbaren Zimmern, welche auch auf Verlangen tapezirt werde» können, ferner Küche und zwei Kammern, etwas Platz im Keller und geschloffener Hvlzplatz, und kann bis den 1. Juli bezogen werden. Das Nähere bei Oelmüller Henco. [1] Offenburg. (Lehrlings-Gesuch.) In einem hiesigen Handlungshause wird ein junger Mensch, der gute Schulkenntniffe besitzt, als Lehrling gesucht. Das Nähere ist bei der Redaction dieses Blattes zu erfahren. [2] Offenburg. (Wohnungsveränderung.) Einem verehrungswürdigen Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ich meine bisherige Wohnung bei Hrn. Registrator Kraft verlassen und nun mein eigenes Haus in der Frommgasse neben Schuhmachermeister Martin beim Frauenkloster bezogen habe. Zugleich bitte ich um ferner» geneigten Zuspruch. Anton Baumann, Conditor. [3] Offenburg. (Wohnungsvermiethung.) Bei Metzger Monsch ist der obere Stock seines Hauses, bestehend in sechs neu tapezierten Zimmern, welche sämmtlich heizbar sind, nebst Küche, sodann Platz auf der Bühne und Platz im Keller, zu vermiethen, und kann bis den 1. August bewohnt werden. s2j Offen bürg. (Lehrlingsgefuch.) Bei einem hiesigen Nagelschmiedmeister kann ein Lehrling Aufnahme finden. Der Herausgeber dieses Blattes sagt bei welchem. [2] Offen bürg. (Anzeige.) Der Unterzeichnete macht dem verehrlichen hiesigen und auswärtigen Publikum die ergebenste Anzeige, daß bei ihm Tapeten aus den bedeutendsten Fabriken und mit den neuesten Dessins stets zu haben sind. Die Musterkarte hievon gibt er auf Verlangen gerne ab. Friede. B o r h o. Offenburg. (Anzeige.) Fuhrmann Ulrich's Wittwe von Bühl, deren Fuhre jeden Dienstag hieher kommt, hat die Einkehr derselben aus den drei Königen in das Gasthaus zum schwarzen Adler (Post) verlegt, was sie einem verehrungswürdigen Publikum ergebenst anzeigt. Offen bürg. (Empfehlung.) Unterzeichneter macht einem verehrlichen Publikum empfehlend die ergebene Anzeige, daß er sein Geschäft betreibt und bei seinen Eltern im Schreinermeister Kuhn'schen Hause in der Keffelgassr wohnt. Um geneigten Zuspruch bittet: Heinrich Litterst, Nagelschmied. Jll. XJrbmo in Bade u. Fabriktager vou Leinwand und Tafelzeng, ,/hierbacher in Karlsruhe Handtüchern, Strümpfen, Piquv-Decken, Piquö-Röcken, französischen Battisten, leinenen Foulards, Shirtings rc. Die Preise sind billigst berechnet, und Aufträge werden auf's Beste ausgeführt. NB. Zur Anfertigung von Hemden empfehle ich mich angelegentlichst; ich habe die Einrichtung getroffen^ solche auf's Schnellste zu liefern. Patronen dazu habe ich stets das Neueste, was in Paris erscheint. 104 Ortenberg, O. A. Offenburg. (Rebenversteigerung.) Zufolge richterlicher Verfügung vom 13. April d.J., Nr. 10449, wird dem ledigen Silvester Bürkle von hier am Donnerstag den 20. Juni d. I., Vormittags 10 Uhr, auf dem Rathszimmer dahier einer öffentlichen Steigerung ausgesetzt: Haufen Reben in der Grund, neben Michael Zlg und Victoria Bürkle. Ortenberg, den 29. Mai 1844. Das Bürgermeisteramt. A. A. Berg, Rathsschreiber. Durbach. (Baderöffnung.) Nachdem die Badanstalt des Ignaz Brandstetter in Durbach wieder eröffnet ist, so wird auch jeden Montag von Vormittags 9 Uhr bis Nachmittags 4 Uhr durch Chirurg Tees von Offenburg in dieser Badanstalt geschröpft werden. Kehl. (Anzeige.) Beste und fetteste Backsteinkäse sind billig zu haben bei D. Thorwarth in Stadt Kehl. (Zuchtstierverkauf.) Ein schöner schwarzscheckigter Zuchtstier, 1% 3ahr alt, achter Schweizer-Rare, ist zu verkaufen — bei wem? sagt die Redaction dieses Blattes. [3] Offenburg. (Zimmervermiethung.) Bei Martin Handschuh ist ein mdblirtes Zimmer, auf den 1. Juni beziehbar, zu vermiethen. Offenburg. (Dungverkauf.) Ein kleiner Haufen Dung ist zu verkaufen — von wem ? sagt Ausgeber dieses Blattes. Kapitalien auszuleihen. [23 Bei der badischen allgemeinen Versorgungs-Anstalt in Karlsruhe sind fortwährend Kapitalien in beliebigen Summen, jedoch nicht unter 1000 fl., auf erste Hypothek, zu gewöhnlicher Verzinsung sowohl, als auch auf Annuität, zum Ausleihen bereit. Die Verlagscheine sind dahier auf dem Bureau der Anstalt, auswärts aber bei den Geschäftsfreunde«, bei welchen auch die nähern Bedingungen zu erheben sind, portofrei abzugeben. Die Gelder werden ohne Abzug baar ausbezahlt. Diejenigen, welche Kapitalien aus Annuität aufzunehmen wünschen, können das Statut auf dem diesseitigen Bureau, so wie auch bei den betreffenden Geschäftsfreunden erheben. Karlsruhe, im Mai 1844. Der Verwalkungsrath. [1) 2000 fl. sind gegen gerichtliche Versicherung auszu- leihen — von wem? sagt die Redaction dieses Blattes. [1] Gegen gerichtliche Versicherung können 200 fl. Pfleg- schaftsgeld zu 5 pCt dargeliehen werden — von wem? sagt das Comptoir dieses' Blattes. [3} Gegen Obligation sind 500 fl. Privatgeld auszuleihen. Das Comptoir dieses Blattes sagt von wem. [3j Offenburg. Von der hiesigen Metzgerzunst können 350 fl. gegen gerichtliche Versicherung dargeliehen werden. Vcrrechner Mvnsch. [3j Gegen gerichtliches Unterpfand können 2800 fl. ganz oder theilweise ausgeliehen werden — von wem? sagt dir Redaction dieses Blattes. [23 2000 fl. Pfiegschastsgeld sind gegen gerichtliche Versicherung auszuleihen. Ausgeber vieses Blattes sagt von wem. [23 Aus der Kasse des Landkapitels Offenburg sind 400 fl. im Ganzen oder theilweise auszuleihen bei Pfarrer und Kämmerer Stemmer in Durbach. Eingesandt. Der in Nro. 21 dieses Blattes enthaltene „A»L'>k und Bitte an die Christen aller Bekenntnisse aller Länder*»»» Stände", der ohne Zweifel in der Absicht in dieses Localblatt ausgenommen wurde, um dem in demselben gerühmten menschenfreundlichen Unternehmen auch Anklang in unfern Christenherzen zu verschaffen, verdient, wenn man die Sache, um die sich'S eigentlich handelt, nicht blos mit Worten abthun, sondern beim Lichte betrachten will, einige Erläuternng. Bor Allem muß es aufsalle», daß man uns in unserer Zeit, freilich auf eine mildere Weise als es früher gesche.M, zu einem Kreuzzuge aufrufen will, vor der Hand nur in geistigem Zusammenhalten und im Spenden kleiner Gaben bestehend, ohne daß man die in unserm Bildungs-Zustande bestehenden Formen vorzüglich in's Auge faßt. Die ehrenwerthen Männer in Darm- stadt sollten doch wiffen, daß unsere Fürsten in Europa, die zugleich Kriegsherren sind, mit Ausnahme des Sultan in Kon- tinopel, alle auch Christen sind, und daß man nach unser» bestehenden Verhältnissen lediglich ans diplomatischem Wege dem, nach de» Berichten zu schließen, wirklich großen Elende unserer Christenbrüder im Oriente steuern müsse und könne, wenn es nicht zu einem wirklichen Kreuzzuge mit Fahne und Schwert kommen toll. Die Herren, welche den Verein in Darmstadt gebildet haben, und die größtentheils Staats-Angestellte sind, mögen also durch die Cabinete, an deren Spitzen die Fürsten stehen, das zu bewirken suchen, was auch die frommsten Wünsche in den Herzen von Millionen einmal nicht ansrichten können. Der Fingerzeig aber, welcher in diesem Aufrufe liegt, möchte übrigens wohl zu beachten sein, daß, wenn die Politik sich alles Christenthums mehr und inehr entledigt, die Urelemente sich einmal wieder zur Selbsthülfe erheben werden. Wenn wir denn der Ansprache an uns weiter Gehör geben, so stellen wir es den Herren vom Vereine in Darmstadt anheim, ob sie wohl das alte Sprichwort beherzigt haben: „wohlmeinend rath' ich dir, kehw erst vor deiner Thür"; ob sie im Hinblicke aus ihren Odenwald, ihre Wetterau und manches Dörfchen selbst der Provinz Starkenburg, ob sie in Erinnerung an ihre Leinen- und andere Weber und ihre mächtigen Schnapspatrone wohl schon Joh. 12, 8 („die Armen habt ihr allezeit bei euch") sich zu Gemüthe geführt haben? — Wir aber haben nöthig, auf andere Stimmen zu hören. Uns rufen unsere Armen zu, zu deren Unterhalt unsere Fonds bald nicht mehr ausreichen; uns rufen verwaiste Kinder, die entweder wirklich elternlos, oder verstoßen von unnatürlichen Väter» ober Müttern umherirren; uns rufen gewissenlos verlassene Kranke und Elende, welche kaum ihre Blöße decke» können; uns rufen von Verwandten und Angehörigen verlassene, sittlich Gefallene, die ohne liebevolle Theilnahme und Leitung dem Verderben auf's Neue preisgegeben, den Bewahrungs- und Strafanstalten anheim fallen; uud das Alles in unserer nächsten Nähe. Wer Gelegenheit wünscht, seine» milden christlichen Sinn walten zu lassen, der melde sich nur bei den geistlichen oder weltlichen Verwaltungsbehörden der hiesigen Stadt. Wer Mitleid und Erbarmen üben will, braucht mchc die Gränzen unserer Stadt zu überschreiten, braucht sich nicht für Christen im Orient besteuern zu lasse». Weil doch dieses Wort genannt ist, so mag hier auch eine Warnung stehen vor deur auch in unserer Gegend auftauchenden Treiben, der sogenannten Mission Herzen und Gelder zuzuwenden. Heißt bas nicht das Pferd am Schwanz aufzäumen, wenn man in einer fast blutarmen Gemeinde Missions-Gelder einsammelt, während ein großer Theil der Angehörigen derselben unsere Umgegend als Bettler vor den Thüren belagert; wenn man zum ,[Werke der hl. Kindheit" (wie sich ein in neuester Zeit ans Licht tretendes Streben nennt) Beisteuern sammelt, während in einem Jahre in einer zu dem hiesigen Amtsbezirke gehörigen Schule, wie man sagt, über 4000 Schulversäumnisse vorgekommen sind? Wahrlich, das heißt mit einer große» Brille auf der Rase den Himmel stier anschauen, während man de» rauhen Fußpfad nicht beachtet, an dessen ungeschlachtem Material man jeden Augenblick straucheln und fallen kann! Sonderbar, daß auch hierin der bei vielen andern Berau- 195 laffmigen sich kund gebende verkehrte Sinn der Menschen sich zeigt, daß sie itämliu, lieber sich anstellen möchten, nach dem Weitesten zu greifen, das Nächste aber zu vernachlässigen sich nicht scheuen. Freilich läßt sich das Erste mit ein paar schön klingenden Phrasen oder auch einigen Groschen abthun, während das Letzte anhaltende Pflicht- und Liebes-Thätigkeit erfordert. —h — lieber das Heirathen rst ein Büchlein unter dem Titel: "Das neuentdeckte Arca- dien, oder die Kunst, eine schöne Frau zu bekommen," erschienen. Das Büchlein hebt die vvrtheilhasten so wie die Schattenseiten der Weiber, letztere oft in zu grellen Farben, hervor. Wir begnügen uns mit dem bessern Theile und überlassen es den Männern, die sich ihnen im Perspective zeigenden Schattenseiten selbst aufzuhellen und so ihr Lebensglück durch Fleiß im Beruf und gegenseitiges Vertrauen zur beiderseitigen Zufriedenheit zu gründen. Hören wir nun, was Ate und Neuere über das Frauengeschlecht urtheilen: Plato erwähnt der Frauen mit großer Achtung; er will ihnen gleiche Rechte und Erziehung wie den Männern, ja selbst Staatsämter zuertheilt wissen. — Auch Plutarch, S ucidides, Sokrates, Perikles und Demosthenes sprachen äußerst günstig für das zweite Geschlecht aus. „ Plmius erzählt auch als Beleg, daß die Frauen in früheren Zeiten sogar von den Thieren respectirt, daß sie weniger von Löwen angefallen wurden. Wenn der redselige Plinius zun. die Zudringlichkeit unserer Lions, die namentlich nur Frauen verfolgen, gekannt hätte, würde er schwerlich dieser Meinung gewesen sein. Jedoch die goldene Zeit der Frauen brach erst mit dem Ritterthum herein. Die Ritter erhoben die Frauen zu Göttinnen. In dieser Zeit gediehen auch zahllose Schriftsteller, welche die Frauen im Einzelnen und im Ganzen apotheosirten; so z. B. schrieb Agrippa ein dickleibiges Buch "über die Herrlichkeit der Frauen und ihre Erhabenheit über das männliche Geschlecht." — Boccacio erhebt die Frauen zu Engeln. Nicht zu rechnen Ariosto, der in seinem Rolando den Frauen auf alle mögliche Weise zu schmeicheln und ihnen Weihrauch zu streuen bemüht war; und den Schwärmer Petrarka, der m schweisiosen und beschweiften Sonetten, in Balladen und Sestinen das Frauengeschlecht in seiner spröden Laura be- leierte, — und zahllose Troubadours, Minnesänger und das ganze Heer der guten und schlechten Dichter, welche jede cultivirte Nation zur Rettung der Frauen aufzuweisen hat. Albrecht Dürer sagte; „ Ich mag nicht in den Himmel, wenn es da keine Weiber gibt." .Unser unsterblicher Schiller war bekanntlich einer von denjenigen deutschen Dichtern, die am meisten für die Frauen begeistert waren. Wer kennt nicht seine Gedichte, die nur Hochachtung und Liebe für das schöne Geschlecht athmen, und namentlich das: ,,Ehret die Frauen, gesiechten und webe» Himmlische Rosen in's irdische Leben rc." Sigmund von Birken nennt das Weib ein Wunderwerk und einen kurzen Begriff aller Liebhaftigkeiten auf Erden. Der sentimentale Jean Paul bleibt trotz oft anders lautender Äeußerungen doch ein großer Vergötterer des zweiten Geschlechts. Seine Schriften wimmeln von Stellen wie: "vaS weibliche Geschlecht, dieses wärmere, zartere, edlere Geschlecht, — die Frauen sind ein liebliches Geheimniß, nur verhüllt, nicht verschlossen, Frauen und Liebe trennt nur der kalte Verstand." — Ja, er getraut sich auch einmal zu behaupten, daß: "lange Libertinage die Weiber nur klüger, wahrend sie die Männer dümmer macht." — Unsere neueste Literatur hat Legionen von Dichtern und Dichterlingen aufzuweisen, die es sich zum Hauptgeschäfte machten, das Geschlecht der Frauen m Lob und Huldigung einzupöckeln. Einer der aufrichtigsten Verehrer und Bewunderer der Eva- töchter ist der geistreiche M. G. Saphir. Derselbe deffnirt das Weib in folgenden Worten: "Honigseim des Lebens^ Zuckererbse in der Schote des Daseins, Fettauge auf der magern Suppe des Lebens, Hechtleber in der großen irdischen Fastenzeit, Weihnachtsbaum auf dem Kindermarkte der Menschheit und wundervolle Spiralfeder in der großen Weltmaschine." Der große Fichte sagte: »Eine unverheirathete Person ist ein halber Mensch"; auch ich bin vollkommen damtt einverstanden und möchte nun die ganze Welt k tout prix verheirathet sehen; jedoch erlaube ich mir, noch folgende moralisch-philanthropische Betrachtung und Ermahnung bei- zufügen: Der erste Rath, her wohl für Männer zu beachten ist, aber den Frauen nicht gefallen dürfte, ist: ja nicht zu jung zu heirathen. Die Ehe muß der Spätsommer des Lebens sein. Im Frühlinge seiner Lebenshoffnungen thue kein Mann einer Frau das Leiden an, sie zu heirathen. Auf feuerspeienden Bergen stehen zwar die Weinreben der Liebe herrlich und der süße Thränenwein der Leidenschaften träufelt von ihnen hernieder, aber die Hütten des Friedens darf man dort nicht bauen. ___ Jil i $ t e l l e n. Der Regent in Java hat sich der Veränderung wegen ein weibliches Ministerium gewählt und ist zufrieden damit, daß er allen Fürsten den Rath gibt, ihm es nach zu thun; die besten und geschicktesten Diplomaten von der Welt wären die Weiber. (Stahlfedern.) Die Gänse klagen über Zurücksetzung; die Stahlfeder» verdrängen den Kiel, und die Federmesser sind in Ruhestand versetzt worden und rosten. Die Menschheit führt mit Stahlfedern Krieg stakt mit Schwerter«. Der Stahl, der ehedem zur Mordwaffe geschliffen ward, schmiegt sich biegsam in die Feder, und der Degen ist bald nur noch Schmuck und nicht Waffe. Was für eine Zeit ist das! ? Aber die neue Feder ist noch schärfer als das Schwert und noch verwundender, gefähr» licher. Schämen wir uns nicht vor den Wilden, die doch noch wissen, was Waffen sind? Nein! lassen wir ihnen den Toma« hawk und das Scalpirmesser, und unsere» Diplomaten die Stahl- feder. Beide agiren gleich geschickt damit, gleich wirksam. Gleich? 0 nein, unsere Herren der Feder sind mächtiger. Ein junger Rechtsgelehrter in Wien trat «inst bei einem Balle einem Secretär, der sehr dünne Beine hatte, auf einet seiner Fußgestelle. Der Secretär wurde wüthend und fragte: »Na, Sö! glaubens etwa, baß i meine Beine gestohlen Hab?" — »Gott bewahr:" war die Antwort, »hälten's sich doch gewiß da a Paar besser« ausgesucht Di« Zahl der geisteskranke» Frane», — behauptet A. Es- guirot in einer Abhandlung über die Geisteskrankheiten, — ist um ei» Drittel größer als die de« Männer. Als Ursache der Geisteskrankheiten walken bei den Frauen unglückliche Liebe und Eifersucht, bei den Männern Vermögensunfälle und getäuschte» Ehrgeiz unverhältnißmäßig vor. Unter den Männer« liefern die Ehelosen die meisten Irren, unter den Frauen dagegen di« Verheiratheten, — eine Beobachtung, die für di« Männer nicht sehr schmeichelhaft ist. Viele Elter» klagen über dev ungehorsam ihrer Kinder. Allein gar oft könnte man ihnen sagen: »Ihr seid früher gegen den Eigensinn Eurer Kinder zu gehorsam gewesen, darum sind Euch jetzt die Kinder ungehorsam." Der junge Tobias machte seinen alten Vater sehend. Aber gar viele Kinder wissen durch Schmeicheleien die Elker» zu verblenden, daß sie ihr« Fehler übersehen, bis dann beiden das Licht zu spät aufgebt. Darum, Ihr Eltern, trauet nickt zu sehr Euren Kindern, wen» st» Liebe heucheln: Die Gesetz« von Rhode.Island nehmen das dortig« schön« Geschlecht vom Kriegsdienste nickt ans und noch kürzttch wurde» dort mehrere Mädchen als fahnenflüchtig veehafttt. 196 »Welches mag wohl der älteste Ördcn sei« ?" fragte in einer Gesellschaft eine Dam«/ deren Gatte in ihrem Belitz nicht eben glücklich rü nennen war. «Der vom Hauskreuz," so er- wieherte Magister Perstflus. Wie läßt sich ein Buchhändler und Verleger mit einer ge- schminkten Dame vergleichen? — Beide legen auf, jener, wenn dar Alte abgesetzt ist, diese, um dar Alte abzusetzen. New-Bork hat jetzt eine eigene Kegelbahn für das schone Geschlecht. Demnächst soll auch ein Lesezimmer und eine Au> sternhalle für «Damen" errichtet werden. Ei« Seidenwirker in LeedS hat einen Stoff gewebt, der kugelfest macht. Bekanntlich hat man schon öfters gefunden, daß Kugeln von Seide abprallen; der neuerfundene Stoff widersteht selbst den größten. Man hat ein Stück davon an eine Scheibe ausgespannt und mit einem 4s-Pfündcr darauf gefeuert, und stehe da, die Kugel vrallte ertödtet ab, an dem Stoffe selbst aber erkannte man nicht dar geringste Verbrannte. Der Erfinder ist leider über den Erfolg seiner jahrelangen Versuche wahnsinnig geworden; er verlangt ein Königreich, wenn er sein G«> heimniß vreiSgeben soll, widrigenfalls will er auch keinen Zoll breit mehr von dem Zeuge weben. Wenn man bedenkt, daß eine damit eingekleidete Armee die Welt erobern müßte, so erscheint die Forderung einer Königreichs gar nicht so verrückt. Herr X. ist ein großer Verehrer Mozart'«. Kürzlich war sei« Geburtstag; womit konnte ihn seine Gattin mehr erfreue» alr durch die Ausführung einer der wundervollen Dichtungen Mozart's? Sie kleidete ihre drei Töchter als die drei Damen in der Zauberflöte, schickte sie am Morgen des Geburtstages in dar Zimmer des noch schlummernden Vaters, leise treten die Töchter an das Bett, und alS er erwachte, sangen ste daS: «Stirb, ungeheuer!" (Mit diesen Worten beginnt dar Terzett der drei Damen, welche die Schlange tödten, von welcher Ta< mino verfolgt wird.) Die Gattin küßte ihren ausS Tiefste gerührten Gemahl und sagte: «Nimm unser Aller herzliche« Wunsch freudig hin!" (Merkwürdige Idee.) Der Vesuv soll in Zukunft kein Feuer mehr speien; ein Engländer will mit einer kolossalen Dampfmaschine daS Mittelmeer in seinen Krater hineinpumpe» und ihn so auslöschen. Wenn man mit dem Vesuv fertig ist, soll der Aetna an die Reihe kommen und so fort, biS alle Vul- eane todt find!! „Wenn dieser Gedanke Wahrheit würde," meint «in französisches Tageblatt, «so wär's um die Poesie geschehen. Keine Vulcane, keine Ausbrüche, keine Lava mehr! Welch' ein Verlust an Bildern und Farben für Rvmanschreiber und Maler! Schon wird Venedig mit dem Festland« durch eine Eisenbahn verbunden, so daß man nicht mehr ihn der Gondel, sondern im Wagen nach Venedig kommt! S prosaische Zeit! Man denke sich den furchtbaren Vesuv, wie ihm der Rachen mit Wasser gestopft wird, wie er zu einem ganz gemeinen Wasserfasse herabgesetzt wird, und wie man das Wittelmeer so auf Flaschen zieht >." Reise-Anekdote. Am 15. Mai d. I. Abends kam in ein Gasthaus der Vorstadt einer Stadt ein reisender Künstler sammt seiner Gattin und sprach wegen Beherbergung ein. Man sagt ihm dieselbe zu. In den ersten Stunden der hereinbrechenden Nacht fühlt die Frau des Reisenden, welche gesegneten Leibes ist, wahrscheinlich in Folge einer etwas langen Tagreise zu Wagen, daß ihre Stunde der Niederkunst kommen möchte. Der Gatte macht sogleich in Angst und Freude dem Gastgeber Mittheilung von dieser vertrauten Eröffnung.' Dieser, in Vereinigung mit seinem Weibe, freilich kinderlos, aber doch den Namen Christ und Mensch tragend, schimpft und tobt und flucht wie ein Rasender und kündet rund aus unter den roheste» und gemeinsten Ausdrücken die bereits gewährte Herberge auf. Der von Furcht und Hoffnung gequälte Gatte sucht auf der Straße un^>i. der nächsten Nachbarschaft Hülfe und Unterkunft für sein x^»',endeS Weib; und stehe, eine arme, von der Bemühung ihrer Hände mit ihren Kindern lebende Wittwe, ein kleines Häuschen bewohnend, räumt ihr Bette dem in Wehen, unterstützt von der Amme, in tiefster Nacht von der Straße hereinkommenden Weibe ein. Daß der bescheidene Fremde nicht vor Gericht Klage führte gegen den Wirth über diese unmenschliche Mißhandlung, be- weißt, daß er vielmehr Christenstnn hat, als sein Mißhandle», und hat es gewiß auch verhindert, daß derselbe, dadijo.^ unwürdig, einen öffenilichen Gasthof inne zu haben, zur gebuyrenden Strafe gezogen wurde. Eine solche Handlungsweise, wie die dieses Wirthes durch öffentliche Mißbilligung zu brandmarken, dagegen den ächten Christensinn der armen Wittwe anzuerkennen, liegt in der Macht und Pflicht des Publikums. Auflösungen der Charaden in No. 20: Mailand— in No. 2t: Mundtodt. Frucht-Mittelpreise. Ein Malter Offen 25.3»«!. bürg 28.3»«. Oberkirch 15. Mai. Sichern 21. Mai. Gengenb. 23. Mai. fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr. fl. kr. Walzen . . 15 20 15 30 15 18 14 — 15 12 Kernen . . — — — — 15 18 14 — — — Halbwaizen u 12 11 15 11 20 — — 11 — Fees . . . 5 24 Korn . . . 9 25 9 10 9 12 8 — 10 — Gerste . . 9 10 — — — — 8 — — — Welschkorn — — — — 10 — 8 30 — — Haber . . 4 48 4 54 4 48 4 42 5 Haslacher Brod- und Fleischtare für den Zeitraum vom 1. bis mit dem 30. Juni 1844. 1) Brodtare. Ein Pfund Weißbrod soll kosten. Das 1 kr. Brod soll wiegen .... 4 Loth. Ein Pfund Halbweißbrod soll kosten. Der 3 kr. Laib soll wiegen.16 Loth. Zwei Pfund Schwarzbrod sollen kosten . . . Der vierpfündige Laib soll kosten . . . 2) Fleischtare. DaS Pfund Mastochsenfleisch. „ „ Rind- und Maslkuhfleisch . . . „ „ Kuhfleisch. „ „ Kalbfleisch. „ „ Schaffleisch. „ „ Schweinefleisch. „ „ do. geräuchertes . . Haslach, am 24. Mai 1844. Großh. Bad. F. F. Bezirksamt. D i l g e r. 8 kr. 6 kr. 8 kr. 11 kr. 10 „ 7 -. 8 „ 8 13 20 ., Wegen des am künftigen Donnerstag einfallenden «Sr-«?“ Frohnleichnamsfestes können Einrückungen in nächstes Blatt nur bis Mittwoch Mittags 12 Uhr angenommen werden. Hiezu eine Beilage — den Abgang und die Ankunft der Eisenbahnfahrten betreffend. Redaction, Druck und Verlag von Z. Otteni.