v> 6 -ch S- Wochenblatt für tric Amtsbezirke O^enburg, Oberkirck, Ackern, Rheinbisckofsheim, Kork, Gengenback, Haslack und Wolfnch. M 56. Offenburg, den 27. Juli 1849. Bekanntmachungen Oberkirch. Die Gemeinderäthe werden hiemit angewiesen, die an sich genommenen Effecten von Verwundeten und Kranken der Armee, soweit solche nicht an die Mlikär- Lazarethe gleichzeitig mit den Besitzern cingeliefert werden, gehörig zu inventarisiren und aufzubewahren, demnächst aber den Betreffenden bei ihrer Entlassung zurückzustellen. Im Falle de« AbsterbenS, oder wenn der Slgenthümer der Sachen nicht mehr zu ermitteln ist, werden dieselben mit einem Verzeichniß an die Commandanrur, und zwar im Mittelrhein- kreis an die Königlich Preußische Commandantur zu Karlsruhe, und im Unlerrheinkreis an diejenige in Heidelberg ab- geliesert. Hauptquartier Offenburg, den 4. Juli 1849. Oer Generalrommiffär beim Oberkommando der OperakionS-Armee: Schaasf. Nro. 13823. Zufolge Erlasses Großherzogl. Kreisregierung vom 7. d. M. Nro. 16443 wird vorstehende Bekanntmachung zur Nachachtung öffentlich verkündet. Obcrkirch, den 12. Juli 1849. . Großherzogliches Bezirksamt. •A Meßmer. Die Quartierverpflegung der alliirten Truppen betr. Das Ober-Commando der im Großherzogthum operiren- den alliirten Truppen hat unten folgendes Regulativ über die Seitens der einquartirten Militärs im Großherzogthum zu fordernde Quarkierverpflegung aufgestellt, und den Truppen durch die General-Commandos der 3 Armee-Corps zur Nachachrung bekannt machen lassen. Indem ich dieses Regulativ zur allgemeinen Kenntniß bringe, spreche ich dabei die Erwartung aus, daß die Quartierträger diese mäßige Beköstigung jedenfalls in guter Qualität liefern, und die Wohlhabenden ihre Leistungen nicht auf die Forderungen des Regulativs beschränken werden. Hauptquartier Freiburg, den 12. Juli >819. Der General-Commissär im Hauptquartier Seiner Kvnigl. Hoheit des Prinzen von Preußen: S ch a a ff. Regulativ. 1) Zur Quarkierverpflegung ist Jeder berechtigt, der eine dienstliche Stellung bei der Operations-Armee hat und mithin einen Theil derselben ausmacht. 2) Die Einquartirten haben für Mann und Tag neben 2 Pfund Brod anzusprechen: a) zum Frühstück: eine Suppe oder Kaffee; d) zur Mitkagsmahlzeit: Suppe, V- Pfund Rindfleisch, nebst Zugemüse und Salz, so viel zur Sättigung nvthwendig ist; o) zum Abend : ein Gemüse oder eine andere Speise. An Getränken ist für den Mann und Tag zu gewähren: J /3 Schoppen (Vio Quart preußisch) Branntwein, oder l /3 Maas ( 4 /9 Quart preußisch) landesüblichen Wein, oder 2 /3 Maas Bier Ofsiciere haben außerdem zur Mittagsmahlzeit auf ein Gericht mehr Anspruch, und erhalten statt des erwähnten Getränkes für den Tag >/ 2 Maas Wein. Vorstehende Bekanntmachung mit Regulativ wird zufolge Erlasses Großh. Kreisregierung vom 14. d. M. No. 16993 den Amtsgemeinden hiemit zur Kennmißnahme und Nach- achkung eröffnet. Oberkirch, den 20. Juli 1849. Großherzogl. Bezirksamt. Meßmer. Oberkirch. Zufolge Erlasses Großherzogl. Regierung vom 17. d. M. Nro. 17153 werden fämmtliche Bürgermeister angewiesen, die beurlaubten Soldaten der strengsten Aufsicht zu unterziehen, und besonders darüber zu wachen, daß von denselben die in den Urlaubspässen gegebenen Vorschriften genau eingehalten werden. Machen sich dieselben irgend einer Uebertretung von polizeilichen Anordnungen, namentlich Wühlereien oder Aufreizungen schuldig, so sind dieielben zu verhaften und anher einzuliesern. Das Polizeipersonale »st hiernach zu inftruiren und ihm genaue Nachachtung einzuschärfen. Oberkirch, den 21. Juli 1849. Großherzogliches Bezirksamt. Meßmer. ? Obcrkirch. (Bürgermeisterwahl.) Nro. 13980. Bei der beute in Maisenbühl stattgefundenen Bürgermeisterwahl i wurde der Gemeindebürger und Accisor Georg Zerrer von l Herzthal zum Bürgermeister erwählt, als solcher sofort be- > stätigt und in den Dienst eingewiesen, was hiemit zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Oberkirch, den 21. Juli 1849. Großherzogliches Bezirksamt. Meßmer. Ofsenburg. (Fahndung.) No. 20354. Franz Xaver Hansjakob, Rechtskandidat von hier, ist der Theilnahme an den bochverrätherischen Unternehmungen angezeigt und besin- der flcd aus flüchiigem Fuße. Die Behörden werden ersucht, auf ihn zu fahnden, und ihn im Betretungsfalle anher ein- zuliefern. Derselbe ist etwas zu 30 Jahre alt, 5' 4" groß, untersetzter Statur, bat dunkle Haare, blonden Bark, blaue Augen , volles Gesicht und auf der Stirne eine Narbe. Offenburg, den 24. Juli 1849. Großherzogliches Oberamt. Klein. vdt. Jamm. 492 [I] Jforf. (Aufforderung und Fahndung.) Nr. 6649. Der praktische Ar» Karl König zu Willstätl ist beschuldigt, an hochverrätberischen Unternedmungen Tdeil genommen zu haben. Da derselbe in das Ausland sich begeben bat, wird er hiemit aufgesordert, sich um so gewisser binnen Z Wochen dahier einzufinden, und aus die gegen ihn vorliegenden Anschuldigungen sich zu erklären, als sonst gegen ihn nach Acten- lage weiter verfahren werden müßte. Zugleich ersuchen wir alle Gerichts- und Polizeibehörden, auf ihn zu fahnden und denselben iw Betretungsfalle anher vorzuführen, zu welchem Zweck dessen Perfonsbeschrieb beifolgr. «ork, den 21. Juli 1849. Grvßherzogliches Bezirksamt. Bvdmaun. PerfonSbeschrieb. Größe: 5'6"; Alter: 38 Jahre; raiur: stark; Gesichtsform: länglich; Gesichtsfarbe: gesund; aare: blond; Augen: grau; Stirne: frei; Rase: spitz; Kinn: rund; Mund: proportionirt; Zähne: gut; Bart: blond. Besondere Kennzeichen: keine. £1] Kork. (Aufforderung.) Rro. 6849. In Untersuchungssachen gegen den praktischen Arzt Karl König zu Willstätt wegen Theilnahme an hochverrätberischen Unternehmungen haben wir aus das gesammte Vermögen desselben Beschlag gelegt, und fordern deßbalb alle seine Schuldner hie- mlt auf« vis auf weitere diesseitige Verfügungen weder an den prakt. Arzt Karl König, noch an sonst Zemanden Zahlung zu leisten, bei Vermeidung doppelter Zahlung. Kork, den 21. Zuli 1849. Großherzogliches Bezirksamt. Bodmann. Kork. (Fahndung.) Ro. 6871. Gegen den Eisenbahn- Zugmeister Anton Zäckel zu Stadt Kehl haben wir wegen Betheiligung an hochverrätberischen Unternehmungen Untersuchung eingeleitet. Da Jäckel landesflüchtig ist, ersuchen wir sämmtliche Gerichts- und Polizeibehörden, auf denselben zu fahnden und ihn im Betrekungssalle wohlverwahrt anher einliefern zu lassen. Dir fügen den Personsbeschrieb bei. Kork, den 21. Juli 1849. Großherzogliches Bezirksamt. Bo dmann. Personsbeschrieb. Alter: 42 Jahre; Größe: 5'6"; Statur: stark und untersetzt; Gesichtsfarbe: gesund; Gesichtsform: länglich; Haare: schwarz; Augen: braun; Stirne: hoch und flach; Nase: proportionirt; Zähne: gut; Bart: schwarz; Mund: proportionirt; Kinn: rund; besondere Kennzeichen : keine. Kork. (Aufforderung.) Zn Untersuchungssachen gegen den Eisenbahnzuzmeister Anton Jäckel zu Stadt Kehl wegen Lochverrath haben wir dessen gesammtes Vermögen mir Beschlag belegt, und fordern andurch seine sämmtlichen Schuldner auf, bei Vermeidung doppelter Zahlung bis auf weitere diesseitige Verfügung weder an genannten Jäckel noch an sonst Zemanden Zahlung zu leisten. Kork, den 21. Juli 1849. Grvßherzogliches Bezirksamt. Bodmann. Offenburg. (Urtheilsverkündung.) Rro. 20232. Zn Sachen des Hofraths vr. Brandeis von hier gegen Obergerichtsadvocat Zutt von da, wegen Ehrenkränkung, wurde das diesseitige Urtheil vom 19. April d. Z. No. 12814, besagend: --Der Angeklagte sei der Ehrenkränkung des Anklägers schuldig und zu einer dreitägigen bürgerlichen Arreststrafe, sowie zur Tragung der Untersuchung«- u. Straferstehungs- kosten zu verurtheilen--, durch Urtheil de« Großh. KofgerichtS vom 2s- Ra «». Z. Rro. 6955 unter Serfällung des Angeklagten auch in die Kosten des Rekurses bestätigt. Wir machen dieses hiermit dem landesflüchtigen Beklagten anstatt Publikation bekannt. Offenburg, den 20. ZUli 1849. Großherzogliches Oberamt. Klein. väfe. Jamm. [3] Oberkirch. (Die Suspension der Anwälte Werner und Frech betr.) Rr. 13730. Rach Zustizministerläl - Erlaß vom 2. Juli d.Z. Rro. 6224 sind die Anwälte Werner und Frech, die hier ihren Wohnsitz hatten, als suspendirt und ihre Vollmachten als erloschen zu betrachten. Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß den von ihnen vertretenen Parthien überlassen bleibt, sich entweder selbst zu vertreten oder einen andern Anwalt aufzustellen. Oberkirch, den 17. Zuli 1849 Grvßherzogliches Bezirksamt, v. Litschgi. Achern. (Vermögens-Einweisung betr.) Rro. 11768 Die Wittwe des Sebastian Zink, Franziska geb. Zink, von Ottenhösen, hat um Einweisung in den Besitz der Erbschaft ihres Ehemannes den Antrag gestellt. Es werden nun alle Diejenigen, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche auf die Erbschaft zu machen haben, aufgesordert, solche binnen vier Wochen geltend zu machen, widrigenfalls dieselben ausgeschlossen und die Wittwe in den Besitz eingewiesen würde. Achern,.den 12. Juli 1849. Großherzogliches Bezirksamt. Bach. W o l f a ch. (Entmündigung.) Ro. 7733. Die ledige Anastasia Benz von St. Roma», Gemeinde Kinzigthal, wurde wegen Gemüchsschwäche entmündigt und unter Vor- '-y mundschaft des Joseph Faißr von Kinzigthal gestellt, was hiemit veröffentlicht wird. Wolfach, den 18. Zuli 1849. . * Großherzogl. Bezirksamt. Felleisen. [3] Kork. (Persäumungs - Srkennmiß und Urtheil.) , ' Rro 5961. Zn Sachen - * ** der Ehefrau des Schwertwirths Schick zu Stadt Kehl, Franziska geb. Weiler« Klägerin, gegen ihren Ehemann, Beklagten, Dermögcnsabsonderung betr., wird zu Recht erkannt: 1 ) wird der thatsächliche Klagvortrag für zugeftanden und jede Schutzrede dagegen für versäumt erklärt, und demgemäß 2) erkannt, es sei das Vermögen der Klägerin von dem des Beklagten gesetzlicher Ordnung gemäß abzusondern, das Beibringen der Ersteren in die Ehe mit dem Beklagten auf die Summe von 819 fl. festzusetzen und Letzterer für schuldig zu erklären, diese Summe der Klägerin binnen 14 Tagen bei Zwangevermeidung zu ! bezahlen und die Kosten der Verhandlung zu tragen. V. R. W. Kork, den 11. Zuli 1849. j Großherzogl. Bezirksamt. [ Bodmann. t Enrscheidungsgründe. | Zn Erwägung, daß die erhobene Klage in Rechten ge- 1 gründet ist, lL. R. S. 1443, 1441, 1401 ff.); j in Erwägung, daß der Beklagte zur heutigen Tagfahrt : ausweislich de« den Acten beigehefteten Znsinuationsfcheins ! ordnungsmäßig vorgeladen worden, gleichwohl aber unentschuldigt ausgeblieben ist; ' .g Erwägung, daß Klägerin deßdalb um Ausspruch des angedrohten Rechtsnachtheiles gebeten hak, — nach § 253 P. O>, Art. 5. P. Nov., der Kosten wegen nach § 168 und 169 der P. O. wurde wie geschehen erkannt. In fidem Cohaut. U] Kork. (Oeffentliche Vorladung.) > In Sachen deS Joh. Friedr. Schaaff von Dorf Kehl gegen Pelzhändler Gustav Roos von Stadt Kehl, Forderung betreffend, hat Kläger heute dadier vorgetragen: Am 25. Mai 1845 habe er dem Beklagten ein zu 5 pCt. verzinsliche- Darlehen von 850 fl. unter dem Gedinge vierwöchentlicher Aufkündigung gegeben. Davon schulde ihm der Beklagte noch die Reftsumme von 700 fl. nebst Zinsen vom 25. Mai d. I., welche er ungeachtet der geschehenen Aufkündigung noch nicht habe erhalten können, weßhalb er die Bitte stelle, ihn zur Zahlung dieses Betrages nebst Kosten binnen kurzer Frist bei Zwangsver- meidung zu verurrheilen. Mit Bezug auf die gerichtSkundige Landesflüchtigkeit des Beklagten und nach § 272, Ziffer 3 d. P. O. ergeht Beschluß: Nro. 6818. Wird Ladung auf die Klage erkannt, und Tagfabrt zur mündlichen Verhandlung anberaumt auf SamStag den 4. August dieses Jahres, Morgens 8 Uhr, in welcher Beklagter zu erscheinen und sich gesetzlicher Ordnung gemäß auf die Klage vernehmen zu lasten hat, widrigenfalls der thatfächliche Klagvortrag für zugestanden und iede Schutzrede dagegen für versäumt erklärt würde. Kork, den 21. Juli 1849. Großherzogliches Bezirksamt. Bodmann. Gant-Edicte. «ndurch werden alle Diejenigen, welche aus was immer rür einem Grunde an die Masse nachstehender Personen Ansprüche machen wollen, aufgefordert, solche in der hier unten zum Richtigstellungs-und Borzugsverfahren angeordneten Tag- fahrt, bei Vermeidung des Ausschlusses von der Gant, persönlich oder durch gehörig Bevollmächtigte, schriftlich oder mündlich anzumelden, und zugleich die etwaigen Borzugsund Unterpkandsrechte, unter gleichzeitiger Borlegung der Beweisurkunden und Antretung des Beweises mit andern Beweismitteln, zu bezeichnen, wobei bemerkt wird, daß, in Bezug auf die Bestimmung des Maffepflegers, Gläubigerausschusses und den etwa zu Stande kommenden Borg- oder Rachlaßvergleich, die Richterscheinenden als der Mehrheit der Erschienenen beigetreten angesehen werden sollen. Aus dem Oberamt Offenburg: [1] von Elgersweier, an die in Gant erkannte Verlaffen- schaft des Webers Karl Eggs, auf Donnerstag den 16. August 1849, Vormittags 9 Uhr, auf diesseitiger Oberamtskanzlei. Aus dem Bezirksamt Kork: tll von Willstätt, an die in Ganr erkannte Verlaffen- schaft des Webers Jakob Feist, auf Samstag den 25. August, Morgens 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei; [1] von Willstätt, a» die in Gant erkannte Verlaffen- schaft des Taglöbners Georg Staadt, auf Samstag den 25. August, Morgens 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei. Aus dem Bezirksamt Haslach: [1} von Steinach, an den in Gant erkannten Augustin Kraier, auf Dienstag den 21. August 1849, Vormittags 8 Uhr, auf diesseitiger Amtskanzlei. Kehl. (Bekanntmachung.) Rro. 1827. Zur Erleichterung des Berkehrs für die auf der Kvln-Mindener Eisenbahn transttirenden Waaren hat das Königlich Preußische Finanzministerium unter Beistimmung der übrigen BereinSregierungen die Königlich Preußische Provinzial. Steuerdirection zu Köln ermächtigt, fortan und für die Dauer der dänischen Blokade von dem ganzen direkten Transitverkehr der nicht zum Zollverein gehörenden deutschen Staaten mit Belgien und Holland mittelst der Kvln-Mindener Eisenbahn den Transitzoll uner- hoben zu lassen; was hiemit zur Kenntniß des diesseitigen Handelsstandes gebracht wird. Kehl, den 23. Juli 1849. Großherzogliches Hauptzollamt. Offenburg. (Den Eisenbahn-Fahrdienst betreffend.) Ro. 2700. Zufolge höherer Verfügung findet, vom 27. d. M. anfangend, der Eisenbahn-Fahrdienst wieder auf sämmtlichea _Bahnstrecken nach Maaßgabe des ausgegebenen Sommerfahrtenplanes Statt, und können daher auch wieder direkte Fahrbillete nach Karlsruhe und Route ausgegeben werden. Offenburg, den 26. Juli 1849. Großherzogliches Post- und Eisenbahnamt. Weitzel. vdt. Mach«. Offenburg. (Kapital-Aufnahme betr.) Nro. 1425. Die außerordentlichen Gemeindeausgaben einerseits, sowie anderseits der Umstand, daß die Einnahmen der Gcmeinhe- wirthschast sehr spärlich flüssig werden und der Credit selbst reicher Communen nach Außen stockt, veranlaßt uns, die hiesigen Einwohner aufzufordern, etwa parate Geldmittel unserer Stadtkasse gegen Schuldscheine, zu 5 pCt. verzinslich, jedoch gegen die Bedingung zweijähriger Nichtaufkündbarkeit durch den Gläubiger, anzuleihen. Wir thun diesen Schritt im vollen Vertrauen aus di« oft bekundete patriotische Gesinnung unserer Stadt. Offenburg, den 11. Juli 1849. Der Gemeinderath. R e e. vdt. Huber. Offenburg. (Oieprovisorische Besetzung der Gemeinde- Aemter betr.) Nro. 1655. Unter Bezugnahme aus unsere Bekanntmachung vom 11. d. M. (Wvchendl. Rr. 53) machen wir der Bürgerschaft ferner bekannt, daß nunmehr 1 ) Gemeinderath Huber das Fluramt nebst Aufsicht über die städtischen Gebäude und Oekonomie, 2) Gemeinderath Gottwald das Waldmeifteramt und 3) Gemeinderath Bühl er die Aufsicht über die Feuer- löschgerärhschaften und den Bürgerhof — erhielten. Die Respiciate der übrigen Gemeinderäthe bleiben unverändert. Offenburg, den 23. Juli 1849. Der Gemeinde-Rath. A. W jedem er. vdt. Gütle. Ossenburg. (Das Auswannen der Früchte betreffend.) No. 2115. Man fleht sich veranlaßt, die schon in frühern Jahren erlassene Pvlizeivorschrift, wornach Diejenigen, welche Früchte aufwannen, die Wannmühlen so zu stellen oder es sv einzurichten haben, daß der Staub davon nicht auf die Straße und auch nicht in die benachbarten Häuser getrieben wird, den hiesigen Einwohnern mit dem Anfügen in Erinnerung zu bringen, daß die Dawiderhandelnden unnachsicht- lich in eine Strafe von wenigstens 30 kr. verfällt werden sollen. Offenburg, den 25. Juli 1849. Vas Bürgermeisteramt. Der Dienstverweser A. W jedem er. vdt. Huber. Ossenburg. (Gefundene Wasche betr.) No. 2116. Es ist obnlängst bei der sog. Ochlenwaschbritsche ein Weiberrock nebst zwei Hemden gefunden und diesseits zur Aufbewahrung übergeben worden; die Eigenthümerin kann diese Gegenstände dahier ablangen. Offenburg, den 25. Juli 1849. Vas Bürgermeisteramt. Der Vienftverweser A. Wiedemer. vdt. Huber. 494 Offeuburg. (Zweite Mahnung.) Wer an hiesige Stadtkaffe irgend Etwas zu bezahlen hat, wird mit letzter Frist von 10 Tagen unter Klagandrvhung abermals gemahnt. Offenburg, den 21. Juli 1649. Stadt-Verrechnung. Schweizer. [1] Offenburg. (Brennholziieferung.) Nro. 3663. Der Brennholzbedars des hiesigen Gefängnisses und jenes in Gengenbach für den Winter 1849 auf 1650, in ca. 45 Klafter vierfchühigem trockenem Buchenholz bestehend, soll an den Wenigstnedmenden in Accord begeben werden. Angebote hieraus sind bis zum 15. August d. I. bei der diesseitigen Stelle schriftlich einzureichen, woseltst auch die Lieferungsbedingungen eingesehen werden können. Offenburg, den 23. Juli 1849. Großherzvgliche Amtskaffe. Knaufs. [1] Offenburg. (Güterverpachtung.) Donnerstags den 9. August i. 5., Nachmittags 2 Uhr, werden im Kreuz wirthShause zu BohlSbach die auf dortiger Gemarkung liegenden Epitaigüter, bestehend in 32 Morgen 3 Viertel, in einen weitern sechsjährigen Pachk- bestand versteigert; wozu man die Liebhaber mit dem Bemerken einlader, daß jeder Pächter für die richtige Absührung des Pachtzinses einen annehmbaren Bürgen zu stellen habe. Offenburg, den 26. Zull 1849. St. Andr. Hospitalverwaltung. König. jl^Oberkirch. (Liegenschaftsversteigerung.) Der Erb- theilung wegen werden aus der VerlaffenschaftS-Masse der Michael Huber'S Ehefrau, Theresia geh. Müller von Mai- fach, Mittwochs den 8. August d. I-, Morgens 9 Uhr, in dem Geschäftszimmer des DistrictS-Notars Karl Pezvld in Oppenau nachbenannte Liegenschaften versteigert werden, als: 1) Die Hälfte von Vr Morgen Mattfeld bei des Wer- nestbauern Mättle in Maisach, einerseits der Maisachbach, anderseits Georg Huber, — taxirt zu 75 si. 2) Die Hälfte von ca. 1V- Morgen Ackerfeld in der Hügelsbalde in Maisach. einers. Lorenz Huber, anders. Georg Huber, — taxirt zu 125 ß. 3) Die Hälfte von ca. iy 2 Morgen Mattfeld im s. g. Wagenleile, Oppenauer Gemarkung, einers. der Maisachbach, anders. Semeindeguk, taxirt zu 425 si. Sberkirch, den 18. Juli 1849. Grvßherzvgl. Amtsrevisorat. Link. v«it. Pezold. £1] Ortenberg. (Liegenschafts-Versteigerung.) Nach eingeholter obervormundschafrlicher Genehmigung lassen die Erben des verstorbenen Benedikt Luchner von Käfersberg die nachbeschriebenen Liegenschaften am Donnerstag den 9. August d. I.» Nachmittags 2 Uhr, im hiesigen Kronenwirthshause wiederholt der Steigerung aussetzen, und zwar: 1 . Ein Wohnhaus sammt Scheuer und Stallung, Trotte, Waschhaus, Hofraithe und Garten im Käftrsberg, neben Valentin Armbrufter und Nikolaus Werner. 2 . V« Zeuch Acker auf der Steine, neben Johann Frei und Georg Litterst. 3. Vs Zeuch Acker auf dem Galgengrün, neben Simon Herp und Lorenz Münchenbach. 4. Vs Zeuch im Waizenfeld, neben WenzeslauS Kaiser und Zohann Kiefer. 5. V« Zeuch daselbst, neben Georg Münchenbach und Zvh. Sieftrle. 6 . ' Vs Leuch Acker im Lindle, neben Michael Kiefer und Zölestin End. 7. V» Zeuch Acker aus der Steine, neben Agatha Frei und Barkholomä Harters Wittwe. 8 . V- Haufen Reben auf dem Griesacker, nL>n Franz Laule und Zoseph Herp. 9. Vr Haufen Rebplatz daselbst, neben Theresia Berg und Johann Sieftrle. 10 . 1 Hausen Reben im Schinser, neben Bartholomä Herp und Johann Vollmer. 11 . 1 Haufen Reben im neuen Bann, neben Joseph Baumann und Joseph Hansinger. 12. 1 Haufen im Bergle, neben Isidor Kiefer und Anwn Bahr. 13. 1 Haufen im Pfad, neben Xaver Harter und Theodor Luchner. 14. 1 Haufen Reden in der Grund, neben Anton Bahr beiderseits. 15. 1 Haufen Reben auf dem Hund, neben Anton Fnedmann und sich selbst. 16. 1 Hausen Rebplatz allda, neben Theresia Münchenbach und sich selbst. 17. V- Haufen Reben in der Zehntfrei, neben Zsidvr Herr und Kaufmann Köhler von Offenburg. 18. 1 Haufen allda, neben Lorenz Litterst und Michael Glück. 19. 1 Haufen allda, neben Anton Gremminger und Johann Herr von Fessenbach. 20 . 1 Haufen allda, neben Wendelin Sieftrle und Simon Jsenecker. 21 . V- Hausen allda, neben Jvh. Kiefer und Job. Sieftrle. 22 . 1 Haufen Grasplatz allda, neben Johann Vollmer und Zohann Herp. 23. 1 Haufen Reben in den Gemeindereden, neben Mathias Herp und Johannes Frei. 24. 1 Haufen Reden im Riemen, neben Joseph Leirermann und Mathias Herp. 25. V- Haufen Reben im Riemen, neben Baptist Bucherr und dem Weg. 26. V- Haufen allda, neben Anton Gremminger und Mathias V- Hansen in der Spieserels, neben Johann Vogt und Mathias Harter. 28. 1 Haufen Reben im Lenker, neben Conditor Kuenzer von Offenburg und mehreren Anstößern. 29. 1 Haufen Reben im Goldscheurer, neben Bartholomä Riehle und Leopold Leitermann. 495 30- 1 Haufen Reben im Metzle, neben Valentin Herp und Xaver Schmidt. 31. I V- Haufen allda, neben Jakob Gremminger und Helena Münchenbach. vE^I-usen Rebfeld am Bühlweg, neben Lorenz München- b^Maend Kpitalgur. 'Ortenberg, am 25. Zull 1849. Das Bürgermeisteramt. Herp. vdt. Göring, Rathschr. Goldscheuer. (Hausversteigerung.) In Folge richterlicher Verfügung vom 21. April l. 5- Nro. 13769 wird am Montag den >3. August l. I., Nachmittags 2 Uhr, die dem ledigen Ludwig Scheer in Marlen gehörige anderrhalbstöckige Behausung sammt Zugehörde, einer»'. Johann Kutterer, anderseits Johann Scheer, im Dollstreckungswege im Rathhause in Golvscheuer zu Eigenthum versteigert werden. Goldscheuer, den 23. Juli 1849. Gemeinderarh Ruh. [1J Offenburg. (Gürerverpachtung.) Montags den 6. August l. I., Vormittag- 9 Uhr anfangend, werden im Kaiferwirthsbaufe zu Rammersweier die ausdastger Gemarkung liegenden Hospitalselder, bestehend aus 66 Morgen Ackerfeld und 5'/- " Miefen, >n einen weitern sechsjährigen Pachtbestand versteigert! wozu man die Pachtliebhader mit dem Anfügen einladet, daß jeder Pachter für die richtige Bezahlung des Pachtzinses einen annehmbaren Bürgen zu stellen habe. Offenburg, den 26. Juli 1849. St.Andr. Hospital-Verwaltung. König. [31 Ortenberg. (Liegenschaftsversteigerung.) Zufolge richterlicher Verfügung vom 11. Januar d. I. No. 39628, vom 12. April d. I. No. 10720 und vom 27. Juni d. I. Ro. 18403 werden den Philipp Litterst's Eheleuten und den Gottfried Kiefer's Kindern von hier nachbeschriebene Liegenschaften am Montag den 30. d. M., Nachmittags 2 Uhr, im hiesigen Cngelwirthshause im Doll- streckungswege öffentlich versteigert, mir dem Bemerken, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber geboten wird. Die Liegenschaften sind folgende: 1 . Ein Wohnhaus sammt Scheuer und Stallung, Trotte, Hofplatz und Gemüsegarten in der Fröschlach, neben Johann Bürkle und Theodor Luchner. 2 . J 4 Tauen Matte auf der Laubenmatt, neben Bacrholvmä Herp und dem Dorfgraben. 3. Zeuch Acker auf dem Galgengrün, neben Lorenz Grunderger's Erben und Jos. Gremminger. Ortenberg, den 17. Jul, 1849. Das Bürgermeisteramt. Herp. vdt. Göring, , . . Rathschr. [1] Dottelbach, Amts Oberkirch. (Zwangs-Liegenschafsversteigerung.) Da bei der heute dahier abgehaltenen Zwangsversteigerung der, der leb. Gertrud Gmeiner dahier zugehörigen Liegenschaften, wie solche in dem Wochenblatt vom 4. und 11. Mai l. I. Nro. 34 und 36 beschrieben sind, der Schätzungspreis nicht erzielt wurde, so hat man Tagsahrt zur nochmaligen Versteigerung auf Mittwoch den 22. August l.Z., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthause zum Adler dahier anberaumt, mit dem Anfügen, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis auch nicht erreicht wird. vöttelbach, den 18. Juli 1849. Vas Bürgermeisteramt. Ringwald. vor. Straub. [21 Nawsbach, Amts Oberkirch. (Liegenschafts-Versteigerung.) Zufolge verehrlicher Verfügung Großherzoglichen Bezirksamtes Oberkirch vom 3. April 1849 No. 7456 wird am Montag den 30. Juli d. I., Nachmittags 2 Uhr, im Gasthaufe zum Stahlbad in Oppenau dem Bürger Xaver Müller von hier folgende Liegenschaft in 3 Abrheilungen im Zwangswege öffentlich versteigert werden, als: a. Schätzungspreis. 1) Ein geschloffenes Hvfgut, enthaltend: ein zweistöckiges Wohnhaus, neuerbaut, sammt Keller und Stallung unter einem Doch, unten von Stein, oben aus Lehm, nebst Vs Gemüsegarten und 6 Schweinställen, sowie einem besonders stehenden Nebenhaus im Steinenbcch, neben Stephan Huber. 1700 st. 2) 4 Morgen Maktfeld beim Hause an der Ren». 1200 st. 3) 2 Morgen Mattftld an der Rench, neben Andreas Huber. 1000 fl. 4) 1 Morgen Mattfeld im Kuhnbach, neben sich selbst. 200 fi. 5) 4 Morgen Ackerfeld, neben sich selbst . . 700 fl. 6) 20 Morgen Wildberg, neben Andreas Huber und sich selbst. 700 fl. 7) 10 Morgen Hasel- und Eichbösche, neben Anton Schilling in Oppenau und sich selbst . . 700 fl. — 6200 fl. «. 1) 2 Morgen Ackerfeld im Kuhnbach, neben Mathias Maier und sich selbst. 600 fl. 2) 6 Morgen Ackerfeld, neben Mathias Maier und sich selbst. 1500 fl. 3) 4 Morgen Mattfeld, neben sich selbst . . 1000 fl. " 4) i Morgen Acker neben sich selbst ... 200 fl. 5) 10 Morgen Wildberg, neben Anton Maier und sich selbst. . ■ 500 fl. 3800 fl. C. Die Hälfte einer besonders beim Hause stehenden Sägmüble sammt dem nöthjgen Lagerungsplatze für die Sägklötze» neben Stephan Huber . . . 1000 fl. Dabei wird bemerkt, daß der endgültige Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis oder darüber erlöst wird. RamSbach, den 21. Juli 1849. Das Bürgermeisteramt. A. A.: Börsig, Rathschreiber. [11 Offenburg. cGülerverpachtung.) Montags den 6. August, Nachmittags 1 Uhr, werden im Gasthause zum schwarzen Adler (Post) dahier folgende Güter des Herrn Oberftlieutenant« Leiblin zu Karlsruhe für 6 Jahre zehntftei in Pacht versteigert; nämlich: In Offenburger Markung. 3 Viertel 60 Ruthen Acker am Riktweg, einerseits der Kähnerbach, anderseits Schaffner Durnegger. V- Zeuch Acker hinterm Kloster, einerseits der Rittweg, anderseits mehrere Anftößer. 3 Viertel 54 Ruthen Acker allda, neben Kaufmann Reiff's Erben und dem St. Andreas-Hospital. 3 Viertel Acker im Galgenfeld, neben Buchhändler Braun. 2 Zeuch Acker im Bühlerfeld, neben Andreas Fizkamm von Rammersweier und Ignaz Falk im Riedle. 496 3 U Zeuch Acker im Lindleinsgarten, neben der Eisenbahn und Johann Fieß. t Viertel 31 Ruthen Acker allda im Krummer, neben der Eisenbahn und Andreas Huber. 2V- Hausen Redplatz unten am Tannweg beim Riesfeld, neben Simon Kern von Fessenbach. 2 Viertel 59 Ruthen Redplatz am Tannweg beim Weingarten, neben mehreren Anstößern. 40 Ruthen Gartenland im Schleiergrün, neben Zvhann Fieß und Andreas Müller's Wittwe. Bohlsbacher Markung. t Viertel 31 Ruthen Acker beim Frauenbild, neben Andreas Basler und Zosepb Herp von ZeU. ! 2 Viertel 3V- Ruthen Acker beim Kreuzwirthshause, einers. ? die Eisenbahn, anders. N. Wacker'S Erbschaft. ; 1 Viertel 89V- Ruthen Acker allda, neben der Eisenbahn j und Blasius Ritter. ! Bühler Markung. I 1 Viertel TT Ruthen Wiesen im Wörth, einers. Anton ! Wacker'S Erben, anderseits Andreas Wacker. ! Weierer Markung. > 1 Zeuch 63 Ruthen Wiesen beim Brückle, einers. Altvogt Gaß« anderseits Anton Wackrr's Erben. j 1 Zeuch 885/4 Ruthen Wiesen am Angel, einerseits Kauf- i mann Walker von Offenburg, anderseits die Gemeinde Gries- i heim und Wendelin Sachs' Erben von Bühl. j 2 Viertel 30V» Ruthen Wiesen auf der ober» Matt, , neben Kaufmann Battiany von Offendurg und Georg Basler j von Fessenbach. „ , i Cie Pachtliebhaber sind hiezu eingeladen. ! Offenburg, den 25. Zuli >849. - A. «.: Schweizer. i [tl Offenburg. (Güterverpachtung.) Cie städtischen Felder im Ortenberger Grün, 8 Morgen 1 Viertel 36 Ruthen messend, werden Martini d. I. pachtfrei, und deßhalb Montags den 6. August nächsthin- Vormittags 8 Uhr, im Rathbaussaale dahier halbjeuchweise auf weitere 9 Jahre zehntfrei verpachtet, wozu die Pachtliebhader eingeladen sind. Ossenburg, den 25. Juli 1849. Sradkverrechnung. Schweizer. [2! Oberkirch. (Hausvermiethung.) Das Wohnhaus der Glaser Nepomuk Kopp's Wittwe, in hiesiger Stadt am Mühlbach gelegen, einerseits Christian Rock, anders. Ciriak Busam von hier, ist auf mehrere Zahce zu vervachten. Oie dazu Lustkragenden haben sich an Weißgerber Konstantin Roth dahier zu wenden. Oberkirch, den 19. Zuli 1849. Waisenrichter Z a ch m a n n. [2] Offenburg. (Sohlleder-Verkauf.) Bei Unterzeichnetem sind 100 Stück gut ausgegerbte Sohlhäute unter dem gewöhnlichen Preis, sowohl im Einzelnen, als im Ganzen zu verkaufen. A. Wiedemer, Gerbermetster. Ossenburg. (Danksagung.) Den edlen Menschenfreunden, welche meiner abgeschiedenen Frau während deren langen Krankenlagers so vielfache Theilnahme bewiesen und dadurch ihre traurige Lage erleichterten, sowie Denjenigen, welche ihre Leiche zur Ruhestätte geleiteten, sage ich anmit meinen herzlichsten Dank. Baumeister, Eisenbahn - Conduckeur. [31 Offenburg. (WohmmgS- Dermiethung.) Bäcker Burg har den zweiten Stock seines in der Gerberstraße dahier gelegenen Hauses auf Michaeli d. Z. zu vermirthen. I i Offenburg. (Sochingesuch.) Eine tüchtige Kö> V, die schon in Gasthäusern servirt hat, und sich über ihr sittliches Betragen entsprechend auszuweisen vermag, sinder in einem hiesigen Gasthause sogleich eine Stelle. Wo? sagt die Redaction dieses Blattes. Schutterwald. (Mutterschwein-Verkauf.) Bierwirth Mathias Lipps Wittwe hat ein dreijähriges großr^MigeS Mutterschwein zu verkaufen. T .. [11 Offenburg. (Kapitalien-Gesuch.) Für zwei Ge- meinden werden Kapitalposten von 1000 fi. und 1500 st. — ferner für einen Privatmann 15000 st. gegen dreifache Versicherung, in Acker- und WieSfeld bestehend, gesucht. Bon letzterer Summe werden auch theilweise Anlehen angenommen. Gefällige Anträge beliebe man an Buchdrucker Joseph Baumann zu richten, der sich überhaupt zur Unterbringung und Anschaffung von Kapitalien empfiehlt. Verkaufs-Anzeige. Zwölf Stück Herbstbütten, zwei eiserne Walzen sammt Gestell, sowie eine Kartosselwäsche sind zu verkaufen. - Nähere Auskunft ertheilt Buchdrucker Joseph Baumann in Offenburg. [31 Ossenburg. (Anerbieten.) Es wünscht Zewand 1 — 2 Zöglinge des Gymnasiums in Kost und Logis zu nehmen. Wer? sagt der Herausgeber dieses Blattes. [31 Weierbach. (Radfelgenverkauf.) Anwn Sälinger hat ungefähr 300 bis 400 Stück ganz dürre, gut auSgehouene, buchene Radfelgen für Wagner zu verkaufen. [31 Ossenburg. (Dungverkauf.) Zn No. 378 der Gerberstraße sind circa 4 Wagen guter Kuhdung zu kaufen. Eisenbahn - Fahrpläne für den jetzt wieder eingetretenen regelmäßigen Svmmerdienst sind in der Buchdruckerei von Z. Orreni zu haben. Reift-GelMnheit nach New-Vork. Dur» L. W. Renner in Mannheim werden Auswanderer, die sich am Freitag Vormittag angemeldet haben, jeden Samstag Morgen eingeschifft. Derselbe hat zur Sicherheit für die Reisenden eine Caution von 10,000 st. hinterlegt, und macht die billigsten Preise für die Ueberfahrt. Agenten. Zn Achern: Herr Wilhelm Fautz. Zn Haslach: Herr Zraver Gvtterbarm. In Offenburg: Herr Theodor König. Zn Wolfach: Herr I. B. Divell. Schutterwald. (Erwiederung.) Dem Einsender der bescheidenen Anfrage im Wochenblatt Nr. 54, welcher sich nach gewohnter Weise hinter mehrere Bürger versteckt, wozu sogar ein Bürger seinen Namen falsch hergeben mußte, wird hiemit bescheiden erwiedert: Wenn in einer Gemeinde ein gesetzwidriger Austritt statt findet, so wird Einsender, wenn ec nicht voreilig urtbeilen will, aus eigener Erfahrung wissen, daß nicht gerade der Bürgermeister dazu die Erlaudniß gab; daher erkläre ich ihn als einen ehrlosen Derläumder. Bürgermeister Herrmann. [21 Offenburg. sHaus- und Gartenpermiethung.) Frau Amtmann Schmith Wittwe hat ihr Haus in der Gerberstraße sammt einem nahe gelegenen Garten an eine Familie bis t. November zu vermirthen. Zeitungs-Rachrichten. Badische Angelegenheiten. Rastatt ist Montags den 23. Juli Abends 5 Uhr übergegangen und zwar auf Gnade und Ungnade. Die Entwaffnung der Besatzung wurde auf dem Glacis (Festungswalle) vorgenommen; Tiede- mann und andere Führer erschienen zu Wagen und traten ihren Rücknh ^zu Fuß an, und wurden in gutes Verwahr gebracht; die Mannschaft fand ihre Unterkunft in den Kassematten. Zn^statk ist denn auch gehörig für den Wohlstand gesorgt worden, besonders an dem Eigenthum des reichen Kaufmanns Map/r; überhaupt soll nach Aussage von Ueber- läufern in d.ch«r Stadl die furchtbarste Anarchie (Willkür) geherrscht haben; schon am >7. haben sich die badischen Soldaten geweigert, einen befohlenen Ausfall zu machen: --sie müßten einmal wieder Zeit haben, ihre Gewehre zu putzen--, so gaben fle vor; das Mißtrauen gegen die Offfciere nahm täglich zu; selbst die sonst so entschieden gegen Uebergabe eifernde Artillerie soll während der letzten Tage sich anders besonnen haben, sie will aber vorher ihren Verführern zu Leibe rücken: wehe dem, der damit gemeint ist! — Ein trostloser Blick in die Zukunft eröffnet sich uns, wenn man die Verwilderung, die sich sogar der Kinder bemächtigt hat, betrachtet: so hät die Polizei in Mannheim die Plünderer eines in Ladenburg gefallenen Mecklenburgischen Hauptmanns entdeckt: es sind Kinder von Mannheim. Aus Donaueschingen wird unter Anderm berichtet, daß die Schweizer sich den Flüchtigen so geneigt zeigten, daß einige ihnen sogar auf badischem Gebiet entgegengekomwen sind, um denselben die geraubten Pferde und Waffen um einen Spottpreis abzukaufen, damit sie als Schweizer-Eigen- thum hinüber gebracht werden konnten. — Zn dem kleinen Dorfe Kippenheimweiler hat sich die Wehrmannschast von Ettenheim, die sich zu Schergen des Civilcommiffärs, Ad- vocaren Stehlin (des Vicepräsidenten der Constituirenden) hergegeben, ein Denkmal ewiger Schande errichtet; nachdem sie das Dörfchen überwältigt, sich satt gegessen und getrunken, und ihren Sündenlohn von 24 kr. für den Mann in Empfang genommen, gingen einige derselben Nachts vor das Haus eines Bürgers von 60 Jahren, klopften an dem Fensterladen, und als dieser öffnete, streckten sie ihn mit einem Schüsse nieder. Letzte Schicksale der badischen Staatskasse. Diese war mit einer auf 80,000 fi. herabgeschmolzenen Summe in baarem Gelde und mit etwa einer Million Werthpapiere in Freiburg angekommen unter dem Schutze des Finanzministers Hrunisch; dieser hatte sich letztere zu Händen genommen und mit einigen derselben den Versuch gemacht, sie zu verwerthen. Der Kassier Weber machte davon Anzeige bei d em Dictatvr Goeaa , der sogleich Maaßregeln traf, sämmt- Itche Gelder uW'Swatspapiere aus den Fingern des Finanzministers zu retten, und sie theils in eigene Verwahrung zu nehmen, theils unter den Schutz der Bürgerschaft zu stellen. Darüber war Heunisch sehr aufgebracht, allein es half nichts; als er sah, daß er thatsächlich als Finanzminister beseitigt sei, wollte er den Kaffesturz nicht mehr abwar ten, und suchte das Weite. Später zog auch die Hauptkaffe mit den zwei Dictatoren Gvegg und Werner ihres Weges weiter nach Konstanz, wo Go eaa sie ablieferte. D er Hauptkassier Weber aber ging im Belitz tfön sammmchen Ausweispapieren nach Karlsruhe zurück. Heunisch sitzt in Colmar fest, wo er badischerseits wegen Veruntreuung öffentlicher Gelder angeklagt ist. Don Advocar Heunisch haben wir keinen Steckbrief in den öffentlichen Blättern zu Gesicht bekommen: unsere Neugier, zu wissen, ob das rvthe Maal an einem Auge nicht mit der Zeit verwischt sei, ist daher nicht befriedigt. Mit diesem rochen Maal hat es nämlich seine ganz besondere Bewandtniß; es ist ein Andenken von Hecker. Dieser letztere und Heunisch waren im Jahr 1834 auf 1835 beim Landamte in Karlsruhe als Rechtspraktikanten angeftellt. In der NeujahrSnacht war von der Gens d'armerie auf einem Landorte eine Flinte erbeutet und auf das Landamt geliefert worden; mit dieser Flinte spielte ; Hecker auf der Amtsstube, schlug auf Heunisch an, drückte, - in der Meinung, sie sei nicht geladen, los, und zeichnete ? so seinen Freund mit einem rothen Maal an dem einen j Auge: ist daS nicht ein sprechendes und sinnreiches Andenken? ! Hecker hat bald nach diesem Auftritte, der in Karlsruhe nicht ! wenig Scandal verursachte, sich nach Paris begeben, wo er mit der ihm eigenen Energie und einem Ernste, den seine ! Bekannten ihm bisher nicht zugetraut hatten, sich dem Rechts- ! studium widmete, und mit dem Zeugniß des fähigsten Schülers der Pariser Advocatenschule nach einigen Jahren wieder zu- ' rückkehrte. Dieser Schuß bildete den Wendepunkt in Hecker's ! Leben, und da Hecker historisch wurde, so ist dies auch mit diesem Schuß der Fall, denn ohne diesen wäre vielleicht ! Hecker, der damals nichts weniger als liberal war, und ! beim Schoppen weidlich über die damaligen Schreier- ! in der Kammer loszog, in Karlsruhe geblieben und ein - Büreaukrat (d.h. Kanzleimensch) geworden, und der Schuß, der bei Kandern Gagern tödtete, wäre auch nicht gefallen. ! Sv gehr es mit den Schüssen, ! Man kann nicht wissen, ! Ob sie treffen Oder äffen ! Sigel hat von Freiburg aus noch ein großartiges Avancement (Beförderung) unter den Ofsicieren der rückgängigen Armee vorgenommen; so kamen sie denn noch auf ihrem Rückzuge vorwärts, und haben ihre Carrieren aus der Flucht gemacht. — Räubereien auf dem Schlosse Ederftein. Dieses Privateigenthum des Grvßherzvgs wurde nach dem Tressen bei Gernsbach hart mitgenommen. Schon am 14. Mai war das Schloß mit seinen werthvollen Alterthümern und Kunstschätzen unter den Schutz des Gernsbacher Sicherheits- Ausschusses genommen worden, und dem Schlvßvvgt wurde eröffnet, daß er nur die Befehle der provisorischen Regierung anzunehmen habe — bei Vermeidung standrechtlicher Behandlung. Oie zweite Visitation wurde am 16. Mai vorgenommen, die Waffen wurden sorkgeschleppt und alles Uebrige unter Siegel gelegt. Tags darauf war die dritte Visitation, acht Tage später die vierte, wobei aus gesiüch- tetes Geld gefahndet wurde; nach 12 Tagen die fünfte von Maurern mit Brecheisen, wobei dem Schlvßvvgt wieder mit augenblicklichem Erschießen gedroht wurde, wenn er die vergrabenen Schätze nicht hergebe; es wurde im Garten, im Keller, im Stalle gewühlt und gegraben, aber nichts gefunden; nachdem diese Wühler mit --abgesagten Hosen- — wie einer sich ausdrückte — abgezogen waren, unternahm des andern Tages Bürgermeister Roos von Kehl, der mit einem Dietrich kam (so hieß nämlich sein dieses Namens würdiger Geselle) und einer Vollmacht des Kiiegsministers Werner, um alle werthvollen Gegenstände abzu- holen, und führte sie aus einem Wagen mi, fort, das war die sechste Visitation; bald darauf nahin Oberst Blenker mit seiner werkben Ehehältte die siebente Visitation vorlmd führte den Rest mir fort. Nachrichten aus der Schweiz, soweit sie die bad. Angelegenheiten betreffen. Ein alter Schweizerbauer, als er die ersten Flüchtlinge von Konstanz Herkommen sah, schüttelte den Kops mit den Wollen: --Sv? das sind jetzt die düütsche Republikaner? aber die Lüüt sehnt grüüsli us, sie gsalle wer nit! — Die Zahl der Flüchtlinge wird in der Schweiz aus 12 bis 14,000 Mann geschätzt: eben so viele Kostgänger; wie lange sie dorr bleiben, hängt nicht mehr zu entscheiden von den Schweizern ab, sondern von de» Gästen, deren 'Führer freilich mit gespickten Kaffen und ziemlich übermükhig einzogen; Sigel zog in zwei Kaleschen in Zürich ein mit Generalftab und 8 Personen Gefolge; Herr Oberst Weiter- «ich mit Dienerschaft; im vorigen Sommer war er als Flücht- 498 ling von Frankfurt aus in einer Turnjacke gekommen, und war froh um eine Soufleurftelle am Tdeater. AuSgewiefen sollen jedoch werden: Zitz, Brentano, Struve, Goegg, Werner, MieroSlawsky, Sigel, voll, Merfy, Blenker, Millich, Metternich. — Oesterreich. Die Regierung hat eine ernste Note an den Borork der Schweiz ergeben lassen, worin die Ausweisung fämmklicher Flüchtlinge verlangt wird. — Am >5. und 16. Juli fand zwischen Waizen und Pesth eine mörderische Schlacht Statt, in der die Ungarn total geschlagen wurden. Ausland. Die Oberherrschaft des Papstes ist zu Rom am 20. Juli unter Zujauchzen des Volkes verkündigt worden. In der Peterskirche fand zur Feier dieses Ereignisses ein Te- Deum Statt. — Man spricht in Paris davon, daß mit Nächstem die Nation zur Abstimmung über die künftige Re- gierung-sorm aufgefordert werden solle: man vermuther, daß die Monarchie wieder aus der Wahl-Urne hervorgehen werde. Die Nationalversammlung bat dem Vertrag zwischen Frankreich und Bayern bezüglich einer Eisenbahn von Straß- durg nach Speyer ihre Genehmigung versagt. — Die bekannte Lola Monte; hat sich mir einem jungen englischen Garde- Oflficier in London vermählt; dieser besitzt 14,000 Psd. Sterling jährliches Einkommen, für da» Auskommen wollen wir die Gräfin sorgen lassen. Ueber die gegenwärtige Lage der badischen Finanzen. Nericht des Prässdente» des Finanzministeriums. Durchlauchtigster Großherzog, Gnädigster Fürst und Herr! Die nunmehr glücklich besiegte Empörung, durch welche dem sonst so gesegneten Baben tiefe, auf lange hin schmerzhafte Wunden geschlagen worden sind, hat auch den Staats- daushalr des Grvßherzogthums schwer beschädigt. Sehr große Summen von Staatsgeldern wurden gewissenlos verschleudert, noch größere Summen von SkaatSgeldern und Staats- popieren theils heimlich entwendet, theilS offen geraubt. Nedstdem ist der Verlust an Makerialvvrräthen, zumal an jenen der Militärverwaltung, höchst bedeutend. Noch ist es nicht möglich, die ganze Größe des Schadens anzugeden, der in diesen verschiedenen Beziehungen dem Staate zugefügk ward. Auch darf man von der angestrengtesten Fürsorge, welche auf Verfolgung des geraubten Guts und auf Wiedererlangung der entfremdeten Materialvorräthe verwendet wird, hoffen, daß doch noch Manches wiederum werde beigebracht werden. Oeßhalb muß es späterer Vorlage Vorbehalten bleiben, die ganze Größe des Schadens darzustellen, den der Staatshaushalt des Großherzogthums durch die Revolution erlitten hat. Das aber verdient jetzt schon erwähnt zu werden, daß dieser Schaden noch um ein Beträchtliches größer wäre, wenn nicht pflichttreue Beamte Vieles vor der Raubgier der Hvchverräther zu sichern gewußt hätten. > Doch nicht allein die Ermittlung des Schaden«, sondern -noch eine wen wichtigere und dringendere Ausgabe liegt der Finanzverwaltung ob. Der durch die Empörung zerrüttete Staatshaushalt muß ohne Verzug wieder geordnet, und die Staatskasse muß schleunigst in die Lage gesetzt werden, den Anforderungen genügen zu können, welche die Wiederherstellung der verfassungsmäßigen Ordnung und der Fortgang einer geregelten Verwaltung geltend machen. Diese Ausgabe ist es, mir welcher wir uns im gegenwärtigen gehorsamsten Berichte veschäftigen. Die Umstände, unter denen sie zu erledigen ist, sind höchst eigenthümlicher und schwieriger Art. Die Büdgerpenode ist zu drei Verrheilen adgelaufen, ein auch auf das zweite Büd- gerjahr 1849 bezügliches Budget aber gleichwohl «echt *, banden. Oie Stände können jedenfalls in der allernächsten Zeit noch nicht berufen werden. Ein ständischer Ausschuß besteht nicht. Die Vorkehrungen zur Ordnung de« Staatshaushaltes sind ganz unverschieblich. Vom § 66 der Der- faffungsurkunde muß darum in ausgedehnterem Maaße Gebrauch gemacht werden. Auf drei Wegen zugleich muß man die Ausgabe^ lösen suchen: — durch möglichste Beschränkung des SkaatA^Hands, durch Beischassung der nöthigen ordentlichen EmiitstMen, und durch Erlangung außerordentlicher Zuflüsse zur Deckung der vorübergehenden außerordentlichen Last der ^Gegenwart. Den Staatsaufwand, wo immer khunlich, -^. -schränken, hat sich die Regierung bereits zur angelegentlitMen Ausgabe gemacht. Daß deßhalb manche sonst nützliche Verwendung vorläufig wird vertagt werden müssen, ist sehr zu beklagen, aber durchaus nicht zu vermeiden. Don den ordentlichen Einnahmen des Staates hat man vom 1. Januar d. I. an die Fleischaccise aufgegeben, dagegen die Schenkung«- und Erbschastsacclse verdoppelt und eine Capitalsteuer zu erheben beschlossen. Jener Steuerausfall wird aber durch diese neuen Steuereinnahmen nicht ausgeglichen. Zudem haben die großen politischen Ereignisse des verflossenen Jahres auf die Steuererträgnisse wie auf andere Einnahmen des Staates ungünstig eingewirkt. Oer laufende Staatsdedarf konnte darum schon vor der Revolution nur gedeckt werden, indem gleichzeitig ein Theil der außeroident- lichen Mittel hiefür in Anspruch genommen ward. Dieser Zustand unserer Finanzen ist durch die Revolution noch gar sehr verschlimmert werden. Eine weitere ordentliche Steuer auszuschreiden, wäre hienach ganz angemessen. Vor Allem würde sich unseres Erachtens die Wiedereinführung der Fleischaccise empfehlen. Sie hat sechs und dreißig Jahre lang bestanden und ist durch die Aenderungen, die sie >m Laufe dieser Zeit erfahren hat, eine Steuer geworden, die vorzugsweise die wohlhabendern Einwohner traf. Gleichwohl nehmen wir Anstand, die Wiedereinführung der Fleischfteuer jetzt schon unterthänigst in Antrag zu bringen. Einestheils ist es sehr wünschenswerth, die Einführung neuer und wesentliche Abänderungen bestehender Steuern, wenn immer möglich, nicht ohne oorgängige Zustimmung der Stände eintreren zu lassen. Andermheils muß von den Staatsbürgern neben den ordentlichen Steuern noch eine beträchtliche Summe außerordentlicher Steuern beigebracht werden. Zudem hat die Revolution den Erwerb fast Aller sehr fühlbar gemindert und die Lasten fast Aller ganz besonders gesteigert. Möglichste Schonung des Steuervermögens ist daher nicht blos zweckmäßig, sondern selbst dringend »othwendig. Deßhalb nehmen wir denn auch für jetzt von Anträgen aus Einführung neuer oder Erhöhung bestehender ordentlicher Steuern lediglich Umgang. (Schluß folgt.) Fr u ch t- M itt e l p r e se. ll Osfendu rg «Oberkirch Sichern Gengenb. ||21.3uli. 24 Juli. | 19. Juli. 24. Juli. 12. Juli. fl. kr. fl. kr. 1 kr. fl. kr. fl. kr. 13 tö 11 52 12 36 12 16 13 7 — — — — 1 12 36 11 41 11 45 7 52 7 49 i 8 48 8 30 8 43 4 45 — 6 29 6 33 7 30 6 30 7 30 5 18 — — 4 J5 5 - I - 5 - 5 — 4 30 I 8 4 40 - — Waizen. . Kernen. . Korn Gerste Welschkvrn Haber Verantwortlicher Herausgeber. I. Otteni. — Druck und Verlag der Z. Otteni'fchen Buchdrvckerei.