itrg. »er st Amtliches DeMMgungsblatt für den Kreis Offenburg sowie für baS Bezirksamt Md Amtsgericht Offenburg. Ob : tt A ^ Vrf-emt täglich «tt A usnahme Montag» und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 Mark 70 Mennig, durch die Post bezogen im ganzen deutschen Postgebiet 1 Mark SV Pfennig — Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 12 Mennig. Uro. 125. Dffeubueg, Mittwoch den 29. Mai 1878. ch. O ,t i 8.3.! irq. awil bis cs: , d, zlichi' :r ai Stell! :ldb« Ga il. r vt ln d a lrg. Hü stäti r hi rer. Politische Rundschau. Karlsruhe, 27. Mat. (B.L.) In Fortsetzung der Huldigungen für unsere zurückgekchrte LandeS- fürstin wurde Höchstderfelben am Samstag Abend von den hiesigen vereinigten Männergesangvereinen ein Ständchen mit Musik und am Sonn» tag früh durch sämmtliche hiesige Regimentskapellen eine Morgenmustk dargebracht. Abends Festvorstellung im hiesigen Hoftheater. Hierbei war der Empfang unserer Fürstin ein überaus herzlicher und weihevoller. Das überfüllte Haus brachte ihr eine jubelnde Begrüßung dar. Sofort hob sich der Vorhang und das gesammte Personal der Oper, in der Tracht alle Landcs- theile darstellend, stimmte, geführt vom Hol- darrps'S mächtigem Tenor, die Begrüßungshymne aus der aulischen Iphigenie an. Badcnia, Frau Lange, legte die Liebe und den Dank deS Volkes dem geretteten „Kaiserkind" in bewegten und ergreifenden Worten zu Füßen; ein Engel der Rettung, über den Gestalten der badischen Städte und der machtvollen Germania schwebend, vollendete das schöne Bild. ES war eine zauberhafte, in rosigem Licht erstrahlende Gruppe, die Herz und Gemüth gefangen nahm. Als Fest- vorsielluug folgte die „Zauberflöte," eigens vom Großherzog bestimmt, um auch der Kinderwelt den Abend zu erschließen. Die milde, in erhabenem Ernst und volksthümlicher Heiterkeit wechselnde Schönheit deS Werkes entsprach der Stimmung deS Tages. Stuttgart, 27. Mai. Erzherzog Albrecht von Oestrcich ist heute hier angekommen und verweilt einige Tage zum Besuch der königlichen Familie. Berlin, 24. Mai. Daß daS Entlastungs-Gesuch des Kultus-Ministers Dr. Falk das Publikum in so ungewöhnlicher Weise beschäftigt, erklärt sich aus dem Umstande, daß in der erwarteten Entscheidung über dastelbe eine Entscheidung des Kampfes erblickt wird, welcher bei uns schon so lange zwischen den Anhängern des tobten Buchstabens und den Freunden des lebendigen Geistes gekämpft wird. Die große Majorität des Landes, welche der freieren Richtung in kirchlichen Dingen huldigt, steht in dem Rücktritt Falkas die Niederlage des von ihm vertretenen kirchlichen Fortschritts und den Sieg der Partei, die jeden Fortschritt auf dem kirchlichen Boden für eine Sünde hält und das Heil der Kirche nur in der Bindung der Geister an den tobten Buchstaben erblickt. Die letzteren werden um so mehr gefürchtet, als ste in den meisten Provinzial - Synoden die Majorität errungen u. daher auf der General - Synode die Alleinherrschaft haben werden. Der Grund davon, daß Alles so gekommen ist, liegt freilich an den Freisinnigen selbst. Daß sie trotz ihrer Majorität so gewaltig geschlagen worden sind, erklärt sich auS ihrer großen Indifferenz in kirchlichen Dingen, die wieder ihren Grund darin hat, daß ste in ihrer einseitigen Anschauungs - Weise, für welche das Christenthum nur als Religion einen Werth hat, die Kirche als feste Form für dasselbe zu gering schätzen und höchstens als ein Bedürfniß für die Armen an Geist für nöthig halten. Durch diese Anschauungs-Weise wird in unseren Freisinnigen das lebendige Interesse für die bestehende historische Kirche offenbar geschwächt; ja ste haben sich durch diese ihre Anschauung sogar vielfach zu feindseligen Schritten gegen die historische Kirche verleiten laffen. Jedenfalls haben sie versäumt, auf dem Gebiete derselben rechtzeitig eine positive Stellung einzu- nehmen. Ihre Gegner, welche in ihrer entgegengesetzten einseitigen Anschauungs-Weise über der Form den Inhalt, über der Kirche das Christea- thum vergessen, sehen durch das Verhalten der Freisinnigen gerade Das, worauf ste den höchsten Werth legen, die positive historische Kirche, in ihrem Bestehen bedroht, halten die Angriffe auf die historische Kirche gegen die Religion und das Christenthum gerichtet und bekämpfen daher die Unkirchlichen als irreligiöse oder als religionslose Menschen. Da nun Falk als Vertreter der Anschauungs - Weise der Geist - Gläubigen gilt, welche die Buchstaben-Gläubigen als die Quelle alles Nebels betrachten, so erklärt sich daraus die eigenthümliche Spannung, mit welcher beide Parteien auf die Entscheidung der Krisis warten. Es ist zu wünschen, daß Falk in seiner Stellung verbleibe, denn es ist zu fürchten, daß nach seinem Ausscheiden der Kampf zwischen den Parteien des Buchstabens und deS Geistes noch erbitterter werden würde, als cs bisher der Fall war, und daß wir schließlich zu einem weit einseitigeren Kirchen - Regiment gelangen würden, als das jetzige ist. Wie die Sachen jetzt liegen, ist durch die Vertretung der freieren Richtung von Seite der Regierung eine Art Gleichgewicht zwischen dev sich bekämpfenden Parteien ermöglicht, daS beide an das nöthige Maßhalten erinnert und jede zwingt, die Kirchlichkeit in ihrer Weise zu fördern. Auf diese Weise geschieht beiden Prinzipien ihr Recht, dem Geiste wie dem Buchstaben, welcher letztere ja auch seine Bedeutung behalten muß, wenn der Geist sich nicht ins Wesenlose verflüchtigen soll. Nach der gestern im Reichstage abgegebenen Erklärung des Ministers des Innern bleibt Falk im Amte, eine Erklärung, von der man nur wünschen kann, daß sie sich bestätige. Berlin, 25. Mai. Der „Schles. Pr." schreibt man: „In elsässtschen autonomistischen Reichstagskreisen ist man einigermaßen peinlich berührt durch die neuerdings erlangte Gewißheit, daß der Kaiser persönlich von der Umwandlung Elsaß-Lothringens aus einem Reichsland in ein Kronprivzenland nichts hören will. Berlin, 27. Mai. Kultus-Minister Falk tritt eine amtliche Reise an, welche zunächst nach Schlesien geht. Der König hat ihn wiederholt zum Bleiben im Amte aufgefordert. Berlin, 27. Mai. Die Meldung auswärtiger Zeitungen von einer Störung der freundlichen Beziehungen zwischen Deutschland und China wird von bestunterrichteter Seite für vollständig unwahr erklärt; der deutsche Gesandte in Peking hat lediglich eine Urlaubs - Reise angetreten. — DaS vereinzelt an der Börse verbreitete Gerücht von einem Attentat auf den deutschen Kronprinzen ist ohne jeden Anhalt; nirgends an kompetenten Stellen liegt eine derartige Nachricht vor. a d is >nna D f de iO CÖ Des Sohnes Heimkehr. Novelle von Julie von Grotzmann. (Fortsetzung.) „Nun," fragte Herr Trost, „und gingen Ihre Schützlinge ohne Bedenken in Ihren gut gemeinten Vorschlag ein?" „Nein," erwiderte Werner, „es kostete mir unglaubliche Mühe, ste dahin zu bringen. Ich hatte vielleicht zu viel Wärme bei meinem Vorschlag gezeigt, und dies machte Mutter und Tochter demselben abgeneigt. Endlich war es mir aber gelungen. Beide, und besonders die Mutter, von der Lauterkeit meiner Absichten zu überzeugen und ihr Vertrauen wieder zu gewinnen. Die mehr als einfache Wohnung genügte ihren bescheidenen Ansprüchen und Anna'» Fleiß, vereint mit dem ihrer Mutter, verschaffte beiden die hinreichenden Mittel zu ihrem Unterhalt. Als Vermittler dabei ging ich freilich nicht immer ganz kaufmännisch zu Werke, indem ich den geforderten Lohn für ihre Arbeiten oft zu niedrig fand und einen höheren zahlte, überhaupt aber dabei nicht aarz der Wahrheit gemäß verfuhr. Der Ausstattungswäsche, welche meine fleißigen Nähterinen verfertigt haben, soll in meinen Gedanken eine ganz andere als die von mir angegebene Bestimmung zu Theil werden» und hoffe ich dereinst für diese kleine Unwahrhett Verzeihung zu erhalten. Es war mir und ist mir noch die süßest; Unterhaltung» wenn Anna mich über das liebe Mädchen beftagt, für welches ste so fleißig nähet und das nach meiner Angabe die mir werthe Tochter einer alten Freundin ist. Bei der Schilderung, die ich ihr davon entworfen und die ein treues Spiegelbild ihres eigenen schönen Selbst, bemerke ich dann immer mit Entzücken, wie wenig Anna ihre eigenen Vorzüge kennt nnd wie rein und neidlos ihr Gemüth bei Anpreisung vermeintlich fremden WertheS ist. Welche Gefühle und Wünsche bei diesen Wahrnehmungen sich in mir geregt, das bester Herr Trost» habe ich schon genugsam angedeutet." „Aber, wie ich mir leicht denken kann noch nicht am rechten Orte zur Sprache gebracht," fiel Herr Trost ein. „Das liebe Kind hat mein ganzes Herz beim ersten Blick gewonnen, und hätte ich fast Lust Ihr Freiwerber zu werden, versteht sich, daß ich's mir nicht nehmen lasse, dann die Ausstattung zu besorgen und der Braut die Augen über den ihr gespielten Betrug zu öffnen." Werner stand bei dieser Rede einen Augenblick wie ein freudig Ueberraschter vor seinem wohlwollenden Prinzipal, der ihn mit lächelnden Blicken betrachtete, dann aber ergriff er die Hand deffclben. „Verzeihung!" bat er, „wenn meine Liebe zu dem edlen Mädchen mich Ihrer Güte zuvoreilen ließ, ehe ich Ihre väterliche Zustimmung zu meiner Wahl erhalten." „Nun, wenn Ihnen nur die Zustimmung der Geliebten zu Theil geworden ist," entgegnete Herr Trost, „bann will ich ja gern die Segel meiner voreiligen Fürsprache eiaziehen. Es ist, versteht sich, ja um so besser. — Die Sache ist also fertig und abgeschlossen bis auf die priesterliche Einsegnung, deren Bestellung, und das je eher, je lieber, nicht wahr lieber Werner, Sie mir doch nun wenigstens überlassen?" „Wie sehr beschämen Sie mich durch Ihre Güte," stotterte Werner, aber Herr Trost ließ ihn nicht weiter reden. „Still davon," sagte er, ,Si> wissen, ich liebe den Wort- und Complimentenkram nicht. Wir haben aber roch ernste Dinge zu besprechen und da erwarte ich Sie heute Abend oder Morgen in aller Frühe ein Stündchen in meinem Schlafzimmer." Die hellen, von der stnkenden Sonne umglänzten Fenster des Hauses blickten bei diesen Worten den Wanderern schon entgegen. Herr Trost begab sich in sein Gemach. Werner aber, der keine Neigung fühlte der Ruhe zu pflegen, machte roch einen Gang über die nahen Berge, von denen er in das vor ihm liegende Thal und auf die Hütte, welche das theure Bild seiner Gedanken umschloß, mit sehnsüchtigem Herzen, aber — unser Leserinen werden erschrecken — nur mit einem Auge schaute. Das Licht, der Lebensglanz des andern AugeS war erloschen, der kleine Grabeshügel, der den zersprungenen Kristall bedeckte und den im Halbkreis eine dunkle volle Wimper gleich einer Cypreffenpflanz« ung umschattete, entstellte das edle Antlitz nicht; über« Wie«, 27. Mai. Graf Andrafsy wird wahrscheinlich morgen den Delegationen gegenüber in einer Erklärung die Inanspruchnahme des 60- Millionen-Kredits motiviren. Petersburg, 25. Mai. Nachdem die Regierung die Notwendigkeit anerkannt hat, die Aburtheil- ung politischer Attentate und Gewalttätigkeiten gegen Beamte in der Ausübung ihrer Dienstpflicht der Kompetenz der Schwurgerichte zu entziehen, ist man jetzt mit der Ausarbeitung der entsprechenden Spezialentwürfe beschäftigt. Petersburg, 27. Mai. Die eventuelle Besetzung Adakaleh's durch Oestreich dürfte keine Schwierigkeiten Hervorrufen, da dieselbe nach der Agence Russe schon auf früheren Kombinationen zu beruhen scheint. Koustantinopel, 26. Mai. Mahmud Damat Pascha ist zum Seraskier ernannt worden. — Die Russen haben durch ihre letzte militärische Bewegung ihre Truppen noch näher an Konstantinopel herangeschoben, aber nirgends die türkischen Linien überschritten. — Biele Aerzte auS türkischen Spitälern traten in russische Dienste. Paris, 26. Mai. Eine Note des Journal des Debats sagt: Die Reise des Grasen Schu- waloff hatte einen der befriedigendsten Erfolge: Rußland erklärt sich einverstanden den Vertrag von San Stefano auf den Tisch des Kongreffes zu legen. Alle Mächte haben zugestimmt, daß die erste Zusammenkunft der Kongreßmächte in Berlin am 11. Juni stattfinden wird. Newyork, 24. Mai. Nachrichten aus Panama vom 16. d. zufolge ist der von den Delegirten der internationalen Kommission und dem Minister des Auswärtigen der vereinigten Staaten von Columbia abgeschlossene Vertrag wegen Herstellung eines Kanals über den Isthmus von Panama unterzeichnet und ratifizirt worden; die Konzession dauert 99 Jahre vom Tage der Eröffnung des Kanals gerechnet. Telegraphische Nachrichten. Wie«, 27. Mai. Die „Wiener Abendpost" schreibt: Die Meldung des „Journal des Debats," daß die Konferenz als gesichert zu betrachten und bereits formelle Einladungen zur Beschickung derselben ergangen seien, wird heute von mehreren Seiten bestätigt. Wie es scheint, ist (wie ebenfalls bereits gemeldet wurde) bas Datum des 11. Juni für den Zusammentritt des Kongreffes in Aussicht genommen. Wim, 27. Mat. Verläßlicher Quelle zufolge bestätigt es sich, daß die Besetzung von Adakaleh durch östreichische Truppen erfolgt ist. Vermischte Nachrichten. X Offen bürg, 28. Mai. Bei dem heutigen Weinmarkt waren ausgestellt: Rother 2063 Hektoliter, Kltngelberger 220, Cleoner 481, Weißhrrbst 493, Ruländer 10, Weißer 1173 u. Gebrannte Wasser 60 Hektoliter; im Ganzen 4500 Hektoliter. * Offenburg. (Strafkammer vom 14.Mai. dies übte das ihm gebliebene seelenvolle Auge in seinem feuchten Glanze eine so mächtige Anziehungskraft, daß man daS fehlende kaum vermißte. (Fortsetzung folgt.) — (Eine Riesenzeitung.) In Amerika erscheint eine Zeitung, deren Format von den größten bisher erschienenen Journalen nicht annährend erreicht wurde. Äus- gebreitet hält sie bei einem Gewichte von 231 Gramm einen Flächenraum von vier Meiern; sie hat acht Seiten, jede zu zwölf Spalten mit 367 Zeilen, was 4404 Zeilen für die Seite und 35,232 Zeilen für alle acht Seiten ergibt. Der Zeileninhalt wurde also, unter Annahme von 25 Zeilen für die Seite und von nahezu 300 Seiten für den Band, ungefähr fünf Buchbände repräsentiren, was wieder, wenn diese Zeitung nur einmal in der Woche erschiene, in Jahresfrist eine Bibliothek von 260 Bänden bilden, wäre sie aber täglich und mit Ausfall der Sonn- und Festtage an 300 Tagen ausgegcben, einen Bücherschrank mit 1500 Bänden füllen würde. — (Neue Methode zur Entfernung von fremden Körpern auS dem Halse.) Bisher waren zu diesem Zwecke weniger schmerzhafte, als qualvolle und peinliche Operationen nöthig. Alle diese Operationen werden nun zwar nicht in allen, aber doch in dm meisten Fällen Schluß.) Der 29 Jahre alte ledige Mühlarzt Andreas Wößner von Aistaig, welcher schon wiederholt wegen Diebstahls bestraft wurde, hat in der Zeit vom 29./30. August 1876 aus der Behausung des MüllerS Nöltner in Bühl dem Dienstknecht August Hofmann von Schwarzach 10 Mark baar Geld entwendet und am 28. Oktober 1876 einen Rock, eine Hose, Weste und Stiefel, zusammen im Werth von ca. 38 M., die ihm Franz Günthner von Laustetten, damals in Bühlerthal, geliehen hatte, rechtswidrig sich zugeeignet. Der Angeklagte wurde wegen Diebstahls im wiederholten Rückfall unter Annahme mildernder Umstände und wegen Unterschlagung zu einer Gefängnißstrafe von 6 Monaten oerurtheilt. B. Marlen, 27. Mai. Gestern hielt hier unser landw. Bczirksverein die angckändigte Besprechung ab. Der Vorstand desselben, Hr. Oberamtmann Baader, eröffnete dieselbe mit der Sache entsprechenden Worten und begann hierauf Herr Medizinalrath Ly dt in seinen Vortrag über die Pferdezucht. Wir wollen aus der den wichtigen Gegenstand behandelnden Darstellung einiges Hauptsächliche hier zur Mittheilung bringen. Der Herr Redner betonte, daß es nicht allein genüge, nur für fehlerfreie Hengste und Stuten zu sorgen, um ebenso fehlerfreie Nachzucht zu erhalten, sondern, daß zu dieser allerdings nothwendigen Vorbedingung noch die rationelle Verpflegung hinzukommen müsse und schilderte alsdann die Behandlungsweise in den diesbezüglich berühmten Ländern und Gegenden, wie England, der Normandie, dem Orient, auch den nördlichen Gegenden unseres eigenen Reiches, welche auf Grund derselben manche an unfern gezüchteten Pferden anzutreffenden Fehler gar nicht kennen. Der Herr Vortragende zergliederte die Ursachen einiger vorkommmder Uebclstände, wie z. B. daS „Mausern" der Fohlen, das durch kräftige Kost, Hafer statt grobes Futter, so leicht zu verhüten sei, schilderte die nachtheiligen Folgen der „Raufen", des Anbindens im Stalle, der abschüssigen Stallböden und dergleichen, empfahl hiergegen dringend die Errichtung von Fohlenweiden; der Herr Redner machte auf die schon errichteten aufmerksam, z. B. in Rastatt, die zum Theil mit Staatsunterstützung die Fohlen um kleine Beiträge aufnehme. Die Wichtigkeit des Gegenstandes und die für solche Besprechungen besonders wirksame und packende Art der Ausführung erwarben dem Herrn Redner volle Aufmerksamkeit der ausserordentlich zahlreichen Zuhörerschaft. — Kehl, 23. Mai. (Str. Ztg.) Obschon die Arbeiten an der Legung des Schienengeleises der Pferdebahn Kehl-Straßburg von dem Straßburger Steinthor aus durch die Stadt und bis zur Kehler Rheinbrücke hin so ziemlich vollendet sind, werden dennoch diese Strecken nicht, wie Anfangs beabsichtigt war, am nächsten 1. Juni eröffnet, da die Durchführung der Bahn beim Steinthore zur Zeit noch nicht bewerkstelligt werden konnte, indem durch Schleifung des Festungswalles an überflüssig gemacht durch ein Verfahren, welches Dr. Veveridge in New-Arrk Mebic. Record 1877 Nr. 8 empfiehlt und das einfach darin besteht, dem Leidenden Luft in die Ohren zu blasen. Durch dieses leicht und rasch, selbst von Unerfahrenen auSfüh bare Verfahren wird solch starke Refleröeweganq he»vorg rufen, daß in Folge der Muskelbewegung der fremde ft* p r gleichsam herauSgepreßt wird. Diese Mel ho»? st wiederholr mtt den besten Erfolgen angewendet worden. $5— (Vergiftung durch Handschuhe.) Der von Schleswig nach Berlin reisende Major v. I. kaufte in Hamburg ein Paar marineblaue Handschuhe, zog dieselben, in Berlin angekomm n, an und machte damit mehrere Besuche. Bald darauf fühlte er sich unwohl und kam krank in Schleswig wieder an. Auf den Händen bildete sich ein cigen- thümlicher, für den behandelnden Arzt unerklärlicher Ausschlag und eine allgemeine Erschlaffung des Körpers stellte ftch ein. Selbst über die eigentpümtichen Symptome der Krankheit nachdenkend, kommt Hr. v. I. auch auf die neuen Handschuhe, theilt dies seinem Arzt mit. der erst über die Vermathuag lächelt, dann aber doch die Handschuhe zur Untersuchung an den Apotheker Kloster gibt, wonach sich tzerausrestellt hat, daß nicht unbedeutend Arsenik in den Handschuhen vorhanden war. der obengenannten Stelle ein FestuugSgrabe» zugeworfen werden müßte, der vorerst noch als Wafferlauf dienen muß. Von der betreffenden Behörde erhielt darauf hin die Pferdcbahnver- waltung für die Eröffnung der Bahn eine Verlängerungsfrist bis zum 1. Juli nächsthin bewilligt, dennoch glaubt die Verwaltung in der Mitte des nächsten Monats schon die Bahn dem Verkehre übergeben zu können. — Hornberg, 18. Mai. Nach dem E. v. W. ist in der Stuttgarter Kirchenbaulotterie dem Adlerwirth Math. Langenbacher hier der Haupttreffer mit 20,000 M. zugefallen. — Waldshut, 23. Mai. (A.) Heute Nachmittag hätte der Rhein beinahe wieder ein Opfer gefordert. Ein Dienstmädchen fiel beim Schwenken der Wäsche in den Strom und wurde fort- getrieben. Wenn auch vollständig im Wasser, so verhinderten doch die Kleider ein rasches Unter- stnkcn und so wurde die bereits Bewußtlose durch einen Wirbel in ein sog. Hinterwaffer und wieder gegen das Ufer getrieben, wo sie durch den mit einem Haken herbeigeeilten Feilenhaurr Landhcrr wieder an das Ufer gezogen wurde; bald darauf kam ste wieder zur Besinnung. Die Gefahr war groß; allgemein ist die Freude über die glückliche Rettung. — Konstanz, 24. Mai. (Konst. Z.) Heute wurde beim Bettelgäßchen ein zweiter artesischer Brunnen von gleicher Stärke wie der erste ans einer Tiefe von 24 1 /* Meter erbohrt. Der erste hat seit nunmehr 18 Tagen keine Abnahme der Waffermenge gezeigt. — Baden, 24. Mai. Bei der heute statt- gefundenen Stadtverordnetenwah! aus der Klaffe der Mittelbesteuerten gaben von 375 Wahlberechtigten 129 ihre Stimmen ab. Die Vorschlagsliste des nationalliberalen Vereins siegte bei dieser Wahl gleichfalls. — Breiten, 22. Mai. Die heute von dem Bürgeransschuß berathene Vorlage der Errichtung einer städtischen Gasanstalt wurde mit einer Stimme Majorität, derjenigen des Bürgermeisters, angenommen. Angesichts der bedeutenden Vortheile, welche der Betrieb einer Gaseinrtch- tung einer städtischen Verwaltung etnbringen kann, erscheint eine so starke Minorität sehr auffallend. — Heidelberg, 25. Mai. (Kr. Z.) Ihre Majestät die Königin von Schweden hat ihr warmes Jntereffe für unser Gemeinwesen durch eine Schulung von 1000 Mark an die hiesigen Stadtarmen bekundet. — Augsburg, 24. Mai. Ueber das Brandunglück vom Abend des 23. d. schreibt die „A. Allg. Ztg." weiter: „In Folge der Explosionen blieb ein Kaminkehrer (Peter Thumann) todt, während 16 Feuerwehrleute oder Kaminfeger theils schwer, theils leicht verwundet wurden. Des Haus C 256 ist ein noch rauchender Trümmerhaufen, aus welchem heute früh noch das Kochen von Erdöl zu vernehmen war. Von den anstoßenden Gebäuden ist die Rückseite des Schaur'schen Vorderhauses und der Dachstuhl sammt dem oberen Stockwerk des Bäckermeister Grieb'schea Anwesens zerstört. Die Löschmaschi- ncn sind heute Vormittags noch theilwets in Thätigkeit." Ueber alles Lob erhaben ist die aufopfernde, todesmuthige Haltung, welche die freiwillige Feuerwehr unserer Stadt bet der überaus gefährlichen Aufgabe, welche sie zu bewältigen hatte, von Neuem bewährt hat. — Paris, 24. Mai. (Nat. Z.) Eine Anzahl Bilder des deutschen Salons in der Weltausstellung hat bereits zu hohen Preisen Käufer gefunden. An sämmtliche Besitzer ist nunmehr ein Rundschreiben gerichtet worden, um zu erfahren, ob uvd zu welchen Preisen ste geneigt wären, die Gemälde zu verkaufen. — New-Aork, 26. Mai. Ein Tornado richtete in Wisconsin großen Schaden an Eigentum und Saaten an. ES heißt, viele Personen seien getödtet und verletzt. Schützet die nützliche« Vögel und ihre Brut. Sie werden Euch danken durch lieblichen Gesang und reichen Segen an Obst. Bekanntmachungen. 3195.2.2. Wir bringen die Berichtigung der fälligen Umlage wiederholt mit dem Anfügen in Erinnerung, daß die Säumigen die aus Nichtbeachtung auch dieser Mahnung entstehenden Kosten und Unannehmlichkeiten sich lediglich selbst zuschreiben mögen. Offenburg, den 28. Mai 1878. Stadtverrechnung. _ Bü hrer. _ Submis sionvergebnng. 3242.2.1. Die Gemeinde Appenweier vergibt auf dem Wege öffentlicher Submission die Herstellung eines Blitzableiters auf die Pfarrkirche. Die Angebote sind schriftlich, versiegelt, bis längstens Samstag den 1. Juni d. I., Nachm. 1 Uhr, bet dem Bürgermeisteramt abzugeben. Bedingungen und Kostenüberschlag können auf dem Rathhaus dahier eingesehen werden. Appenweier, den 28. Mai 1878. Der Gemeiuderath. _ Graf, Bürgermeister._ Seegrasversteigeruug im Offenburger Stadtwald. 3087.3.3. Das heurige Seegras in den Schlängen 1, 2, 5b., 8, 7, 8, 10, 13, 14, 15, 17b., 20, 21, 22, 23, 24, 25a., etwa 2040 Centner abwersend, wird in schicklichen Loosabtheilungen Samstag den 1. Juni d. I., Nachm. 27a Uhr, im hiesigen Rathhaussaale mit Borgfrist bis zur Nutzung versteigert. Dasselbe ist als sehr gut bekannt und steht Heuer schön. Auswärtige Steigerer haben sich mit beglaubigten Bermigenszeugniffen zu versehen. Offenburg, den 16. Mai 1878. Der Gemeinderath. _ F. Volk. Miltner. Bekanntmachung. 3112.4.4. Samstag de» 8. Juni, Vorm. 10 Uhr, werden im Rathhaussaale zu Offen- durg die dem ProgymnastumSfond gehörigen Güter auf den Gemarkungen Offenburg und Waltersweier auf weitere 6 Jahre, Martini 1878/84 öffentlich verpachtet. Feldhüter Michael Link wird diese Güter auf Verlangen den Pachtlustigen »orzeigen und können die Pachtbebingungen auf dem Bureau der Großh. Domänenverwaltung eingesehen und überhaupt nähere Auskunfr erhoben werden. Offenburg, den 18. Mai 1878. G roßh. Progymnasiumsfondsverwaltung. Heugrasversteigerung. 3204.2.2. Nächsten Samstag den 1. Juni d. I., Vorm. 11 Uhr, läßt Herr H. Pfähler hier das Futter von ca. 5 Zeuch Feld zwischen der Büh- ler- und Bohlsbacher Straße beim Bahnhofe und non ca. 4 Zeuch Feld an der Schuhgaffe zunächst bet Gärtner Schreiber dahier in Loosabtheilungen auf dem Platze selbst versteigern. NB. Es ist kein Wäfferungsfutter; Zusammenkunft auf dem Feld beim Bahnhof. Offenburg, den 26. Mai 1878. ___ A. A.: Weber. Zell a.H. Heugrasversteigeruug. 3211.2.2. Am Freitag den 31. d. M., Nachm. 2 Uhr, lasten Nachstehende im Kleebad daselbst das Heugras öffentlich versteigern: 1) Wilhelm Schöttgen von Zell a. H. von 12 Morgen Wiesen; 2) Albert Sax von Haslach von 7 Morgen Wiesen; 3) Heinrich Fischer jr. von 3 Morgen Wiesen. Hiezu werden Liebhaber höflich eingeladen. Zell a. H., den 25. Mat 1878. Das Bürgermeisteramt. ._ Moßmann. _ Steigerungs-Ankundiguug. 3151.2.2. Nachdem bei der umerm heutigen vorgenommenen Zwangsversteigerung der Behausung des Metzgers Felix Gallus hier aus Niederschopfheim der Anschlag nicht erlöst wurde, wird Tagfahrt zur zweiten Steigerung auf Samstag den 8. Juni d. I., früh 10 Uhr, mit dem Bemerken in's Rathhaus hier anberaumt, daß der Zuschlag erfolgt, wenn der Schätzungspreis auch nicht erlöst wird. Beschreibung: Plan 12, Grdst.-Nro. 588, Gewann Ortsetter: 63 Meter Hofraithe (7 Ruthen), worauf erbaut ist Haus-Nro. 188, Frommgaste, bestehend in a) Wohnhaus zweistöckig mit gewölbtem Keller, b) Anbau mit Zimmer, neben Kaufmann Stählin und Condttor Dau- ner, taxirt zu ... 6900 M. Offenburg, den 18. Mai 1878. Der Großh. Notar _ Berget. _ Heugrasversteigeruug. 3!93.2 2. Die Verwaltung des adeligen Da- menstistes versteigert am Freitag den 31. Mai d. I., Vorm. 9 Uhr beginnend, in der Wirthschaft des Hrn. Heinr. Fischer zu Gröberhof das Heugras von ungefähr 80 Morgen Wiesen vom Gröbergute bei Zell a. H. mit Borgfrist bis Martini d. I., wozu die Steigerungslieühaber andurch etnge- laden werden. __ Fässerverstetgerung. 8235. Mittwoch der: 29. dieses, Nachmittags 2 Uhr, werden im Auftrag des Frhrn. v. Seebach verschiedene große und kleine gut erhaltene Weinfässer gegen Baarzahlung in s. Keller zu Festenbach versteirert. _ 3063.3.3. 1 Myrthen-, 2 Granat und 2 Oleanderbäume, worunter ein weißblühender, sind zu verkaufen — wo? sagt die Exp, d! Bl. Ebersweier. 3241.2.1. Bei Ludwig Eckert Wwe. ist ein fetter Wucherstier zu verkaufen. _ ■ 3238. Ein noch neuer Kinderwagen ist uw billigen Preis zu verkaufen. Nähere Auskunft ertheilt Herr Maler Beile, Gerberstrasie._ 3236. Ein bereits noch neues Auslagefenster mit Läden ist billig zu verkaufen — wo? sagt die Exped. d. Bl. Giftfreies Rattenpulver zur Vertilgung von Ratten und Mäusen. In Büchsen zu 60 Pf. und M. 1. Insektenpulver, ächt kaukasisches, per Flacon 25 Ps. 974.Z.3. _ Bh. Müller Offenburg. Hafer, frisch angekommen, wird in kleinen und großen Quantitäten billigst abgegeben. M. Goldberg, 3079.8.4._Bahnhofstr. 110. 8239. Einen Meßtisch für Geometer hat zu verkaufen Dreher Bischof. _ 3229.2.1. Es ist eine 9jährige, schön gebaute Stute, guter und vertrauter Läufer, auch zu schwerem Zuge geeignet, zu verkaufen — wo? sagt die Exped. d. Bl._ 3217.2.2. Es werden 3000 Mark gegen Sicherheit als Darleihen anfzunehmen gesucht — von wem? sagt die Exped. d. Bl._ 3216.2.2. Eine ruhige kinderlose Familie sucht auf Johanni eine Wohnung von 2 bis 3 Zimmern, Küche fammt Zugehör. Näheres bei der Exped. d. Bl._____ 3171.2.2. Ein reinliches Mädchen aus guter Familie, welches das Kochen gelernt hat, wird für eine kleine Familie in eine größere Stadt Badens aus Johanni gegen hohen Lohn ge sucht. Näheres bet der Exped. d. Bl. Zeugniß. 3132.3.2. Eitlem Herrn Karl Riedel von Of- senburg wird hiemit bescheint, daß im Jahr 1876 ca. 60 Liter der von ihm präparirteu Schwammsäure gegen den im Hauptstattonsgebäude in Offenburg aufgetretenen Schwamm verwendet wurden und bis jetzt sich keine wicder- kehrenden Spuren destelben gezeigt haben. Offenburg, den 7. April 1878. Der Großh. Bezirksbahningenieur für den Bezirk Offenburg, sg ezj Scho ll. Auf Obiges Bezug nehmend, empfehle ich den Herren Baunternehmern und Hausbesitzern weine Schwammsäure als bestes Präservativmittel gegen den Hausschwamm angelegentlichst. Offenburg, den 21. Mai 1878. Carl Riedel. Hamburger I Geld-Loterie, genehmigt und garantirt durch die Regierung, die Ziehungen beginnen am 13. Juni d. J. Die Haupttreffer betragen ev. 375 , 000 , 350 , 000 , 135 , 000 , 80 , 000 , 60 , 000 , 50,000 Reichsmark rc. re. Zusammen enthält diese Loterie 49,600 Gewinne im Betrage von 8 Millionen 608,800 Reichsmark, welche in 7 rasch aufeinanderfolgenden Ziehungsabtheilungen unter Controle der Regierung entschieden werden, der kleinste Gewinn ist bedeutend größer wie der Ankaufspreis eines Loses Laut amtlicher Feststellung kostet: 1 ganzes Orig.-LosM.6. — 1 halbes „ ii 3.— 1 viertel n n 1.50 Gegen Empfang des Betrages in Banknoten, Coupons, Postmarken oder auch p r Postanweisung versendet das Unterzeichnete Bankhaus die Originallose noch rechtzeirtg sür die erste Ziehung nach allen Plätzen. Ausführliche amtliche Verlosungspläne wer den jedem Brief beigelegt und nach jeder Ziehung die ofstc. Ziehungsliste sofort zugesandt. Ueber die gewonnenen Gelder kann so fort disponirt werden. 8 In der zuletzt stattgehabten Zi hung 8 dieser Loterie haben wir , wie allgemein B bekannt, bedeutende Haupt-Treffer ausbe- « zahlt. 8 Haupt-Loterie-Bureau I IsenliiaKUlo.l | Hamburg. | 8 t29.8 2. _ Steiner, Hamburg . 3240. Eine gesunde Amme sucht Stelle. Näheres bei der Exped. d. Bl. Magdeburger Feuerversicherungs-Gesellschaft. 8109.3.2. Nachdem von unseren beiden Agenten in Offenburg der eine, Herr CommisstonLr I. Odert, unsere Vertretung niederlegte, ift Herr Bezirksbauschätzer B. Teilnacht in Offenburg zur gesammten Agenturführung dortselbst für uns bevollmächtigt, was wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß bringen. Karlsruhe, im Mat 1878. Die General Agentur: _ Ludwig Rupp. Bezugnehmend auf Vorstehendes empfehle ich mich zur Vermittlung von Versicherungen und bin zu jeder gewünschten Auskunft gerne bereit. B. Teilnacht. 8244. Ein noch ganz neues Ptanino ist za vermiethen — wo? sagt die Exped. d. Bl. Feuerwehr Offenburg! Heute Mittwoch Abends 8 Uhr- Specialprobe der gesammten Steig» Mannschaft. Freitag Abend 6 Uhr Special- probe der Arbeitsmannschaft» Das Commando. Kräuter-Kümmel-Liqueur, Holländer Pfeffermünz-Liqueur vorzügliches Mittel gegen Unverdaulichkeit und Erkältung des Mayens empfiehlt Ferd. Hanger, Offenburg, 8123.3.2. Lanaestroße beim Kloster. Geschäfts-Empfehlung. 3188.3.2. Einem verehrlichen hie stgen und auswärtigen Publikum mache ich hiermit die ergebenste Anzeige, daß ^ich mich hier als Schneidermeister niedergelassen habe. Ich empfehle mich im Anfertigen von Herren- und Damenkleidern, sowie Uniformen aller Art. Indem ich reelle und gute Bedienung zn- fichere, sehe ich einem geneigten Wohlwollen entgegen. Meine Wohnung befindet stch bei Herren Jos. Hacker u. Sohn, Schmiedmeister, Gerberstr. Offenburg, den 28. Mai 1878. Jos. Stephan. Cli. Lustcurort Schönwald, 3280 Fuß über der Meeresfläche, 1 Stunde von der Bahnstation Trtöerg entfernt, */* Std. über den Waffersällen gelegen. Täglich 2malige Postverbindung. Sehr nahe am Tannenwald. Gartenanlagen beim Gasthause selbst. Für reine Weine, gute Küche und aufmerksame Bedienung ist bestens gesorgt. Pension incl. Zimmer M. 4. 3232.3.1. Syl. Siedle zum Hirsch. 8215.2.2. Ein möblirteS Zimmer ist Badstraße Nr. 621 zu vermiethen. Todesanzeige. 3243. Allen Freunden und Bekannten zeigen wir hiemit an, daß 'unser unvergeßliches Kind Pau- lina nach kurzem aber schweren .Leiden heute Mittag verschieden ist. Um stille Theilnahme bitten die trauernden Eltern: Wilhelm Göring. Paultna Göring. Die Beerdigung findet am Donnerstag, Nachmittags */»4 Uhr, statt. Offenburg, den 28. Mai 1878. Todesanzeige und Danksagung. 3230. Allen meinen Freunden und Mi Bekannten gebe ich hiemit die schmerzliche Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine unvergeßliche und theure Gattin Theresia Ruf, geb. Linert, im Alter von 31'/» Jahren Freitag früh 6 Uhr zu sich abzurufen. Zugleich sage ich Allen, welche stch an der Leichenfeier betheiligt haben, insbesondere noch dem hiestgen Gesangverein für den tiefergrei- senden Gesang hierbei und dem Gemeinderath, sowie Jene«, welche an meinem schweren Verlust so großen Antheil genommen, meinen herzlichsten Dank. Elgersweier, den 26. Mai 1878. Der tieftrauernde Gatte Gg. Friedrich Rus, Bürgermeister, mit Kindern. Zell a. H. Coneert. 8231. Nächsten Donnerstag den 30. d. M. (Auffahrtstag) wird die Unterharmersbacher Musikkapelle im Gasthaus zum Raben ein Con- cert geben. Anfang Mittags 3 Uhr. Eintritt frei. Hiezu ladet höflich ein Heuuiuger zum Raben. Anzeige. 3233. Freitag den 31. Mat wird bei Jakob Huck in Willstätt Kalk ausgetragen. Gothaer Lebensverstcherungs- Bank. Dividende: 41°/» pro 1876, 1877 u. 1878. Zur Vermittlung von Anträgen empfiehlt sich der Agent: H. Rabenstetn, Rentamtmann 1862.3 3. in Offenburg. H - 1852A Radikale Heilung der Brüche von welcher Art, von welcher Größe und welchen Alters sie auch seien. Reue erprobte Bruchbänder, welche die Brüche z-irückhalten als ob ste nie existirt hätten. Zahlreiche Beweise vollständiger Genesung bei Personen jeden Alters stehen zur Verfügung Derjenigen, welche stch darüber Gewißheit verschaffen wollen. Herr Bächler , Bruchbandagist von St. Louis, wird anzutreffen sein Freitag den 3>. Mai und Samstag den 1. Juni im Hotel Wienerhof in Straßburg, sowie Sonntag den 2. Juni im Hotel zum Engel in Meißenburg. 8174 Ktrchenbau - Äoterie zum Ausbau der katholischen Kirche zu Zweibrücken. Ziehung am 3. Geptbr. 1878. Treffer: Mark 40.000., 20,000. re. Auf 20 Lose 1 Treffer. Das Los kostet 2 M. Bet größerer Abnahme Rabatt. Die General-Agentur: Aug. Schüler, B. Schuler'sche Kaufmann. Buchhandlung. 1486.10 9. Zweibrückeu. Geräucherte Ochsenzunge eingetroffen bet Philipp Müller, Hauptstraße, 3095.3.3._Offenburg. Zu verkaufen eine Partial-Obligation der Stadt Offenburg über 500 fl. — wo? sagt die Exped. d. Bl. _ 3198.3.3. 8234. Zwei Zimmer mit Betten hat zu ver- miethen Georg Kienzle. 3228.2.1. Auf nächstes Ziel wird ein zuverlässiger, erfahrener Kutscher gesucht. Näheres bei der Exped. d. Bl. 3208.2.2. Ein junger Mensch von 15 bis 16 Jahren findet dauernde Beschäftigung — wo? sagt die Exped. d. Bl. 3237. Verloren: Brief I. engl. Unterricht. Gefl. Abgabe im Kontor d. Bl. Auszug aus den bürgerlichen Standesregistern der Stadt» gemeinde Offenbur g vom M onat April 1878, Geburtsregister. 3. April. Paul Otto, Vater: Paul Wtll- mann, Uhrmacher hier. 3. „ Emil, Vater: Adolf Wagner, Fabrikarbeiter hier. 4. „ Karl, Vater: Christian Glanz, Hutmacher hier. 4. tt Josefine Frida, Vater: Wilh. Aug. Strohmaier, Tapezier hier. 8. „ Lisette, Vater: Friedrich Hauser, Postschaffner hier. 10. „ Anna, Vater: Georg Eißler, Kü- ferweister hier. 11. „ Erwin, Vater: Erwin Mückle, Schuhmacher hier. 14. „ Salomea Luise, Vater: Ad. Ohne-- mus, Bäcker hier. 15. „ Friedrich, Vater: Karl Scybel, Gc. Oberförster hier. 19. „ Emma, Vater: Josef Kern, Loco- motivheizer hier. 20. „ Elise Marie, Vater: Julius Grimm, Photograph hier. 21. „ Sofie Bertha, Vater: Karl Wilhelm Friedrich, Schreiner hier. 22. „ Marie Charlotte, Vater: Karl Gütle, Weinhändler hier. 26. „ Otto Emil, Vater: Karl' Bürgin, Hutmacher hier. 26. „ Wilhelm Conrad, Vater: Conrad- Dich, Hutmacher hier. 26. „ Juliane Elisabeth, Vater: Heinrich Lipps, Bahnwart hier. 27. „ Sofie Karoline, Vater: David Wursthorn, Hutmacher hier. Eheregister. 23. April. Leo Bilger, Fabrikarbeiter von Ortenberg, mit Rostne Röllig hier. 25. „ Adolf Hacker, Schmiedmeister vom hier, mit Barbara Germann von Achern. Frankfurter Curs vom 27. Mai 1878. Gold. 20 Franks-Stücke . Englisch« Sovereign- Russische Imperialer Holländer 10 fl. Stücke Rand-Dukaten. Dollar« in Gold Badische Staatspapiere. Badische fl. 35-Loose .... , 4«/, Pr. Thlr. 100-L. . - , b«/» Obligationen . . . m 4*/,% do. i. Thlr. . , 4% do. i Mark . . , 3 */»“/» do. 42er . M. 16 20 16 16 9 Pf. 20 ■ 24 31-30 65-70 65 52-57 4 17-20 136 119'/, 103 102 '/, 95 93% 5 Pfandbriefe der Rheinischen Hypothekenbank 101 4'/.'/. , . 9 ßt /* rv-„ ti. Ä. SftS 1 ff.