Der HrlenauerMote. Amtliches Aerkündigungsblatt für den Kreis Offenburg sowie für daS Bezirksamt und Amtsgericht Offenburg. Erschemt täglich mit Ausmchme Montag- und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 Mark 70 Mennig, durch die Post bttvaen im ganz«, deutschen Postgebiet 1 Mark 90 Psennt« — Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 12 Mennig. Nro. 151. jvffe«b«rg, Dienstag den 2. Juli 1878. Politische Rundschau. Stuttgart, 29. Juni. In der Antwort Bismarck' s auf die LudwigSburger Adresse heißt eS: Ich bin mit Ihnen der Ansicht, daß durch die meuchlerischen Anfälle auf Se. Majestät den Kaiser daS deutsche Volk und sein Gemeinwesen angegriffen sind, und werde nach Kräften Mitwirken, die zügellose Agitation zu bekämpfen, als deren Früchte derartige Mordanfälle wir zu betrachten haben. In . diesem Kampf wird das Vertrauen, welches Sie und Ihre Mitbürger mir ausgesprochen, mir Stärkung gewähren. Wärzburg, 26. Juni. Die „Bav." erfährt auS „durchaus zuverlässiger Quelle", daß die amtliche Bekanntmachung der Besetzung des Würzburger Bischofsstuhls in den nächsten Tagen erfolgen wird. Nachdem der Verzicht des P. Ambrosius Käß an höchster Stelle angenommen wurde, weil ihm der hl. Stuhl unter keiner Bedingung seine Bestätigung würde gegeben haben, fiel die Wahl auf den Landtags- Abgeordneten Dom-Kapitular Dr. Josef Anton ^chmid zu Bamberg. Nürnberg, 29. Juni. Die vereinigten Liberalen des Wahlkreises Nürnberg haben heute, nachdem Frankenburger zur Annahme einer Wiederwahl nicht zu vermögen war, den der Fortschrittspartei angehörenden Profeffor Günther (Ansbach) einstimmig zum Reichstagskandidaten aufgestellt. München, 29. Juni. Der große Wahl-Aus- schuß der Liberalen hat sich gestern Abend kon- stituirt und per Acclamation die Aufstellung des Freiherrn v. Stauffenberg als Kandidaten für München I beschlossen. Die Aufstellung eines Kandidaten für München II erfolgt nächste Woche. Berlin, 28. Juni. Die heutige Congreß- Sitzung war ziemlich bewegt. Eine Einigung über die serbischen Grenzen ist noch nicht erreicht. Italien sträubt sich gegen ein europäisches Mandat für Oesterreich zur Besetzung Bosniens und möchte selbst die Erlaubniß erhalten, in Albanien gleichzeitig einzurücken. — Die „Germania" enthält einen scharfen Brief Beinahe geopfert. Roman aus dem Englischen übersetzt von I. I. (Fortsetzung.) „Wenigstens habe ich als Ihr nächster Verwandter und Freund ein Recht, den Grund kennen zu lernen, und ich bestehe daraus jetzt, da Sie mein HauS verlaffen wollen, wo Sie eine glückliche, geehrte und beschützte" — er hielt inne. MrS. La Grands Ohren waren entschieden offen, obwohl ihre Augen zur Erde gerichtet waren; aber die letzten Worte kamen nicht und ste war genöthigt zu antworten. „ES ist sehr schmerzlich für mich, Mr. Nugent, entweder muß ich undankbar erscheinen, oder gewissermaßen daS weibliche Zartgefühl verletzen. Da ich strenge an der Schicklichkeit hänge, will ich offen reden. Ich habe heute Morgen einen Brief von einer entfernten Verwandten und, wie ich glaube, aufrichtigen Freundin erbalten, worin sie mir mittheilte, daß sehr verletzende Gerüchte über mich im Umlauf sind» und ich kann nur weine und meiner Ellinor Ehre wieder Herstellen, wenn ich Ihr Haus sogleich und für immer verlasse." „Elende Verläumd.r!" rief Mr. Nugent heftig, »wie können ste es wagen, eine Dame anzugreifen, die so hoch über jedem Zweifel steht; es ist nur müßiges Geschwätz, von neidischen Zungen erkunden." Diest-Daber's, welcher alle Wedemeyer'schen Anschuldigungen gegen die sogenannten correcten Gründer aufrecht erhält. — Klotz schrieb dem fortschrittlichen Wahl-Comtte im sechsten Berliner Wahlkreis: Er nehme, weil Noth an den Mann gehe, die Candidatur an, obschon er auch im zweiten Wahlkreis sich um das Mandat bewerbe, jedoch nur unter der Voraussetzung, daß nicht Virchow in letzter Stunde sich noch entschließe im sechsten aufzutreten, und daß seine Candidatur der Gesammtheit der liberalen Par tei entspreche. — Heute Nachmittag 3 Uhr überreichte eine Deputation des britischen Anti- Sclaverei-Vercins dem Fürsten Bismarck eine Bittschrift betreffs der Unterdrückung des Scla- ven-Handels im Orient, um diese Frage bei dem Congreß anzuregen. — In der heutigen achten Congreß-Sitzung wurden alle allgemeinen Punkte der bulgarischen Frage gelöst. Die Lösung der serbischen Frage vor der griechischen wurde beschlossen. — Die heutige (achte) Con- greß-Sitzung begann um 2 Uhr und schloß gegen 5 Uhr. Gortschakoff wohnte derselben bei. Berlin, 28. Juni. Der Reichsanzeiger verkündet daS Gesetz betr. die Tabaks Untersuchung und die Ernennung des Grafen S kolbe rg zum Bundesrathsbevöllmächttgten; ferner eine kaiserliche Verordnung betr. die vorübergehende Einführung der Paßpflichtigkeit für Berlin auf Grund des § 9 des Bundcspaß- gesetzes; danach muß bis auf Weiteres jeder in Berlin ankommende Fremde oder Neuanziehende sich durch Paß oder Paßkarte über seine Person ausweisen. — Die Nordd. Allg. Ztg. meldet: Nachdem Seitens des Kongrcßprästdiums die Mittheilung über die berathende Zulassung Griechenlands ergangen ist und gestern von Athen die erforderlichen Beglaubigungen eingelangt sind, werden die Bevollmächtigten des Königs von Griechenland, Delyannis und Rhangabe, nunmehr die bezüglichen Vollmachten überreichen. Berlin, 28. Juni. Gegen den Einmarsch östreichischer Truppen in Bosnien und der Herzegowina wird von keiner Macht Widerspruch erhoben werden. Margarethe achtete eS nicht. Sie schüttelte das Haupt. »ES kann nicht sein, Mr. Nugent, ich bin entschlossen, und nichts kann meinen Entschluß umstoßen; ich gehe in der nächsten Woche oder noch früher, wenn ich meine Vorbereitungen beendigt habe. Mrs. Selwyn kann sehr wohl Clara'S Pflege übernehmen, bis Sie eine Gouvernante gefunden haben." Mr. Nugent antwortete nicht sogleich, er war in tiefes Nachdenken versunken, so daß er die letzten Worte kaum begriffen zu haben schien, und Mrs. La Grand konnte nicht den ersten zweifelnden Ausdruck in seinem Gesichte verstehen. In seinem Innern kämpfte es — ein Kampf zwischen Neigung und Pflicht, zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Dame wurde ungeduldig durch die Ungewißheit, sie rauschte kaum merklich mit ihrem Kleide, wollte aber auch nicht zur Entscheidung drängen, was für ste möglicher Weise nicht vortheilhaft sein konnte. Endlich erwachte er aus langem Nachdenken, und mit einem plötzlichen Aufraffen, als wolle er alle die Sorgen und Zweifel, die sich in ihm erhoben und seinen Entschluß wankend machten, Niederkämpfen, zog er seinen Stuhl etwas näher zu ihr heran. Es lag etwas Unschlükstgkeit in seinem Benehmen, die nach den ersten Worten verschwand. „Margarethe, bleibe." „Ich kann nicht." „Haben Sie keinen anderen Grund, welcher Sie verli«, 29. Juni. Wie gemeldet wird, wurd>- in der gestrigen Kongreß-Sitzung von allen Großmächten das Einschreiten Oestreichs in Bosnien und der Herzegowina als wünschenswerth anerkannt. Einwendungen sind von den Türken erhoben worden. Berlin, 29. Juni. Die Morgenblätter bestätigen, daß die gestrige Kongreß-Sitzung minder glatt verlaufen ist als die früheren. Die Vertreter der Türkei wehrten sich gegen das Oestretch zu ertheilende Mandat, Bosnien zu besetzen, worauf Seitens Rußlands mit execu- tivischer Ausführung des Kongreß Auftrages gedroht wurde. Dieser Modus wurde seitens des Kongreffes abgewiesen, dagegen beschloffen, daß der künftige Statthalter Ost Rumeliens zwar Christ sein müffe, aber vom Sultan ohne Kon- trole der Mächte ernannt werden solle. Berlin, 29. Juni, 10 Uhr Vorm. In dem günstigen Befinden Sr. Maj. des Kaisers ist keine Veränderung eingetreten. Der Kaiser hat gut geschlafen und daS Gehen wird demselben leichter. Berlin, 29. Juni. Der Reichsanzeiger meldet: Bei der vorübergehenden Einführung der Paßpflicht für Berlin handle es uicht um Einrichtung einer Paßkontrole auf den Bahnhöfen, sondern darum, eine Paßkontrole in Verbindung mit einem zweckmäßig zu regelnden Meldewesen auSzuüben und gegen hierbei ermittelte ausweislose Personen nach maßgebenden Vorschriften u. Grundsätzen zu verfahren. — Der Reichsanzeiger enthält eine kaiserliche Verordnung, welche den elsässtsch lothringischen Landesausschuß zum 8. Juli nach Straßburg etnberuft. — Die Stadt- verordneten-Versammlung erklärte sich in einer gestern nicht öffentlichen Sitzung mit der Ausführung eines Kongreß-Bildes einverstanden und bewilligte hierzu die geforderte Summe von 60,000 Mk. Der Magistrat wird nunmehr mit dem Direktor v. Werner die erforderlichen Verabredungen treffen. Wien, 28. Juni. Die Wiener Zeitung veröffentlicht die Vertagung des Reichsrathes vom 27. Juni an auf Weiteres. Mit lebhafter Bezwingt uns zu verlassen, als den Sie eben angegeben?" „Gewiß nicht, was könnte mich anderes bestimmen, einen Ort zu verlaffen, wo ich meinen Wirkungskreis und meine Freude so viele Monate gefunden habe?" „Wenn das der Fall ist Margarethe", antwortete Mr. Nugent, gibt es mir Muth, das auSzusprechen, was auf meinem Herzen liegt. Ich bitte Sie bei mir zu bleiben und den Platz auszufüllen, welchen Sie, seit der schreckliche Verlust mich traf, mit so vieler Aufopferung vorgestanden haben, und ich bitte Sie, mir dieselbe Freundin, Trösterin und Stütze zu sein, die Eie mir bisher gewesen sind. Werden Sie die Beschützerin und Mutter meiner Clara, aber unter einem anderen Namen. Als meine Frau kann kein böses Wort über Sie gesprochen werden, und als meine Frau bitte ich Sie, im Temple Nugent zu bleiben. Ich spreche nicht als eitler Liebhaber, Sie und ich haben noch andere Bande der Liebe, jedes von uns Beiden hat ein liebes Kind, aber dessen ungeachtet können wir uns gegenseitig die noch übrigen Jahre unseres Lebens durch gegenseitige Achtung und Vertrauen angenehm und behaglich machen." Antworte mir nun offen, Margerethe: „Ja oder Nein?" Die Dame sann einen Augenblick nach, allein eS war nur eine Anstandspause; ihre Antwort war schon lange vorher bereit, bevor die Frage gestellt wurde. (Fortsetzung folgt.) friedigung spricht der Kaiser bei dieser Gelegenheit de» Mitgliedern beider Häuser des Reichs- rathcs seine volle Anerkennung und den Dank für den hingebungsvollen Eifer und den patriotischen Geist aus, womit dieselben das schwierige Ausgleichswerk in einer den Interessen beider Theile so wie dem Wohle des Gesammtreichs entsprechenden Weise vollbracht haben. Gleichzeitig veröffentlicht das amtl. Blatt sämmtl. Ausgleichsgesetze. Wie«, 28. Juni. Meldung der Polit. Korr.: Athen, 28. Juni. Die kretenstsche Nationalversammlung überreichte den europäischen Konsuln eine Denkschrift über die von den Türken in den letzten Tagen verübten Barbareien. — Bürgermeister Felder legte aus Gesundheitsrücksichten sein Amt nieder. Wie«, 28. Juni. Tagblatt sagt: jetzt oder nie muß unser Orientmandat zur Geltung gebracht werden. Nur die politische Machtfülle gewährleistet im Orient die Förderung der materiellen Jnteresien. Auch sei es nothwendig, gegen den Slavismus Schutzzölle zu errichten. Athen 29. Juni. Der griechische Konsul von Larisia, von dem britischen Konsul aufgefordert, gegen 20,000 aus Epirus und Thesialien Geflohene zur Rückkehr in die Heimath zu bewegen, wollte hierfür aus Furcht vor neuen Metzeleien die Verantwortung nicht übernehmen. London, 26. Juni. Dem Standard wird aus Rom gemeldet: Garibaldi habe aus Anlaß des Attentats auf Kaiser Wilhelm soeben ein offenes Schreiben erlassen, in welchem er dem Kongresse als bestes Mittel zur Unterdrückung der sozialdemokratischen Bestrebungen die^Abschaffung der stehenden Heere empfiehlt. London, 28. Juni. Schatzkanzler Northcote empfing gestern eine Abordnung von Zucker- interesienten, welche die Aufhebung der Zucker- ausfuhrprämien anstreben. In seiner Erwiderung auf die Ansprache der Abordnung erklärte Northcote: er erkenne die Uebelstände des Aus- suhrprämiensystems an, indeß würde die Einführung von Differentialzöllen großen Schwierigkeiten begegnen. — Reuters Büro meldet aus Konstantinopel vom 27., Abends: Heute früh 7 Uhr besuchte der östreichische Botschafter Zichy den Großvezier. Darauf fand unter dem Vorsitz des Sultans ein außerordentlicher Ministerrath statt, der sich mit der Frage der Besetzung Bosniens und der Herzegowina durch Oestreich beschäftigte und fast den ganzen Tag dauerte. Es verlautet, die türkischen Kongreßbeoollmächtig- ten hätten die Weisung erhalten, sich gegen eine nicht bestimmt begrenzte Dauer der östreichtschen Besetzung auszusprechen. Telegraphische Nachrichten. Berlin, 29. Juni. Im Berliner 6. Wahlkreis hielt gestern Virchow eine große Rede zu Gunsten des Kreisgerichtsraths Klotz. Er sagte: Falk's Verbleiben im Ministerium sei erwünscht, doch könne man diesen nicht halten, indem man ihn, sondern indem man Liberale wähle. Virchow sprach sodann von einer Dynastie Bismarck, die sich vom Vater auf die Söhne vererben solle. Dir Reichsv.'rfasiung sei nach unten Demokra tie, nach oben aber Despotismus; darum werden wir wählen, was uns gefällt. „Wir sind im Gleiten begriffen, jetzt handelt eS sich darum, wer stehen kann, damit wir nicht in den Abgrund rollen. Wählen Sie Männer, die stehen können". Hierauf wurde Klotz von den fortschrittlichen und liberalen Wählern einstimmig als Kandidat verkündet. — Der heutigen Con- greßsttzung wohnten beide Delegirte Griechenlands bei. Heute Morgen tagte eine Lstreichisch- türkische Kommission über die Neubegrenzung Serbiens und Montenegros. Gestern hatte Eng land ein europäisches Mandat für Oestreich vorgeschlagen, die Pforte weigerte sich, und ihre Delegtrten schützten die Nothwendigkett neuer Instruktionen vor, was Bismarck zu erregten Bemerkungen veranlaßte. Elberfeld, 29. Juni. Ueber den Einsturz des Tunnels der Rheinischen Eisenbahn bei Schwelm erfährt die „Elberfelder Zeitung" aus authentischer Quelle, daß der Tunnel in der Länge von circa 30 Metern bei der Verzimmerung eingestürzt sei, indem durch plötzliches Verschieben des Erdreichs die Zimmerung zusammenbrach. Sieben Maurer und ein Bergmann seien verschüttet; die Verunglückten jedenfalls todt; vor 8 bis 10 Tagen könne man zu den Verschütteten nicht gelangen. Berlin, 29. Juni. Im Congreß waren heute die griechischen Delegirten anwesend, welche eine Denkschrift verlasen. Der türkische Einspruch gegen ein europäische Mandat für Oestreich gilt für überwunden. — Der passive Widerstand der türkischen Bevollmächtigten zwingt den Congreß zur Gestattung der östreichischen Besetzung Bos niens behufs Ausführung der gefaßten Beschlüsse. Der Anschluß Bulgariens an Rumänien wird empfohlen. Berlin, 29. Juni. Die heutige 9. Sitzung des Congrcsses, welcher alle Delegirten, auch Fürst Gortschakoff, beiwohnten, begann um 2 Uhr und schloß gegen 4*/* Uhr. Berlin, 29. Juni. In der heutigen Covgrcß- sttzung wurde die griechische Frage nicht erledigt. Der gestern eingcbrachte Antrag, welcher Oestreich beauftragt, in Bosnien und in der Herzegowina einzumarschiren, war von England gestellt und von Deutschland und Frankreich lebhaft unterstützt. Rußland und Italien stimmten ebenfalls bei. Berlin, 1. Juli. Abgesehen von geringen in dem Witterungswechsel begründeten schmerzhaften Empfindungen in den Wundnarben ist das Be finden Sr. Maj. des Kaisers unverändert gut. Dr. v. Lauer. Dr. v. Langenbeck. Dr. Wilms. Wie«, 29. Juni. Die „Polit. Corr." meldet aus Konstantinopel: Die türkischen und diplomatischen Kreise erörtern ernstlich die Frage der Besetzung Bosniens. Graf Zichy bezetchnete Saofet Pascha gegenüber die Maßregel als eine temporäre, welche vor Allem die gesicherte Rückkehr der Flüchtlinge bezwecke. Der vorgestern fiattgefundene große Rath unter dem Vorsitz de- Sultans und unter Beiziehung der Nlemas, Generale und Würdenträger, hat sich gleichfalls mit der erwähnten Frage besaßt. — Türkische Re- kruten treffen fortwährend in Konstanttnopel ein. BerWN«vre »kacprtrvleir Offenburg, 29. Juni. Heute tagte hier der Verein zur Förderung des höhern Töchterschulwesens in Baden, wohl über 40 Herren u. Damen. Hr. Rektor Lang begrüßte die Versammlung Morgens nach 11 Uhr im Saale der höhern Töchterschule der Stadt Offenburg, die stets eine offene Burg für alle Versammlungen und Vereine, welche das geistige und materielle Wohl berathen und bezwecken. — Hierauf setzte Hr. Dekan Zittel in längerem gemüthlichem, aber doch tief ernstem Vortrag den Stand der Bestrebungen des Vereins auseinander u. theilte mit, daß die Errichtung eines Lehrerinen-Seminars und eine feste Regelung der Anstellungsverhältnisse der Leherinen nächstens zu erwarten und damit ein gewisser Abschluß erreicht sei. Indessen werde, hervorgerufen durch die ernste Stimmung in Folge der Attentate und der zu Tag getretenen Verwilderung in gewissen Volkskreisen, auf's neue und mit erhöhtem Nachdruck die Frage aufgeworfen, ob die Schule überhaupt und besonders auch die höhere Töchterschule nicht mehr auf Erziehung als aus Erweiterung des Wissens auszugehen habe. Wenn nun die Eltern die Pflicht der Erziehung einfach auf die Schule abladen und zu dieser sagen wollten: „Hier hast du unsere Kinder, erziehe sie!" — so wäre das gewiß ganz verkehrt; denn die Hauptsorge der Erziehung ruhe immer aus dem Eltern hause und der Familie. Aber doch werde auch die Schule sich der Anwendung des Grundsatzes nicht entziehen können, daß nur ein mit Charaktertüchtigkeit verbundenes Wissen den wahren Menschen ausmache und daß dies demnach ihr Hauptziel sein müsse. In dieser Hinsicht könne dann wohl eine gewisse Beschränkung des Lehrstoffs eintreten und sei eine Trennung auch der Mädchenschulen in mittlere und höhere zu erwarten, da die Bildungsverhältnisse und Bedürfnisse der verschiedenen Bevölkerungskreise eben andere seien. — Nachdem sodann Redner noch begründet hatte, warum der seitherige Vorstand des Vereins sein Amt niederzulegen wünsche, um nämlich einem andern Platz zu machen, der mehr für die Sache thun könne als die mit anderen Geschäften zu sehr überhäuften seitherigen Mitglieder, gab er Herrn Oberlehrer Peter aus Karlsruhe das Wort zu einem Vortrag über den geographischen Unterricht und gewisse darauf bezügliche Thesen, worüber sowie über das geogr. Lehrbuch sich eine längere Verhandlung entspann. (Wir würden auch das Buch von Hummel dem trockenen Seyd- litz entschieden vorziehen.) Einen weiteren mit Beifall aufgenommenen Vortrag über die Erziehung der weiblichen Jugend zur Sitte hielt Frl. Jung, Lehrerin der Mädchenvorschule in Karlsruhe. Zum Präsidenten des Vereins wurde Hr. Rektor Dr. Löh lein Seebild. In Veldes. Wie im Azur die ziehende Silberwolke, Hell und blank wie die schimmernde Wasserlilie, Bote des Himmels zugleich und Blume der Erde, Steuert ein einzelner Schwan durch diese Wellen; Von Balconen herab und Blumenterrassen Streuen ihm weiße Händ: nährende Brodsaat. Feierlich schwebt er heran, fast ohne Regung, Siete Bewegung doch in seliger Ruhe, Gleich dem rückenden Zeiger auf dem Uhrblatt, Gleich dem reisenden Mondesnachen im Aether. Wie du feierlich stolz» o Schwan, dabinziehst, In dem flimmernden Bild ein einsamer Segler, Unter dir die glänzenden Spiegelbilder Blühender Ufer, goldener Himmelswölbung, Mächtiger Berge, die Natur rings thürmte. Freundlicher Stätten, die der Mensch sich geschaffen, Wird des See's krystallener blanker Spiegel Mir zum Spiegel der Zetten und Geschicke Und du selbst ein erhebend und mahnend Sinnbild. Wenn dir Sturm den schneeigen Flaum emporsträubt, Weithin flattert fein schwarzer Wolkenmantel, Und die Wellen wie drohende Fäuste sich ballen, Sieh, da liegt der Spiegel in Splitter zerbrochen, All die glänzenden Bilder sind zerfallen Und versunken in die chaotische Brandung. Doch auch wenn in sonniger Ruhe lautlos Ueber dir tiefblau der Aether sich breitet, Seines Lebens wollusthauchender Athem Leise, leise, wie Blumenduft den See streift. Der so glatt und blank, wie metallgegossen, Daß er sich sanft zu regen beginnt und zu kräuseln; Da auch über den Spiegel wallt ein Beben, Wellengeriesel und glitzernde Flimmerlichter, Reißen tanzende Furchen in seine Flächen Und der Bilder Konturen erfaßt eia Zittern, Daß ihr Band sich löst, in Stücke zerriffen» Daß der Berge Säulen querüber gespalten, Daß die Gletscher zerborsten, die Wälder gebrochen Und zerpflückt und geknickt die Blumen des Ufers. Auf den Höb'n die Burg, im Thal die Hütte, Neben dem Römerstein der blinkende Kirchthurm, Altes und Neues und die Menschheit dazwischen, Alles wankend, zerbröckelnd und zerfallend I Aber feierlich über den Blldertrümmern, Ueber den Schwankenden schwebst du, einsamerLootse, Stete Bewegung in beseligter Ruhe, Blank und rein, wie die schimmernde Wasserlilie, Leuchtend wie im Azur die Silberwolke. Also nagen und rütteln, wie spielende Wellen, Selbst die sonnigste« Stunden an allem Dasein; Durch den lauschenden Weltraum leise rieselt Fort und fort ein Zerbröckeln und Verwittern; Wie Sandkörner im Stundenglase, so rinnen Die Jahrhunderte hin und die Menschengeschlechter. Ueber dem Wellenspiel der fliehenden Stunde, Ueber dem Zeitenschutte und Völkerstrube, Ueber den Urnen aschgewordener Herzen, Ihrem Wünschen und Dulden, Irren und Hoffen Lebt geläutert fort, wonach sie gerungen, Schwebt der Wahrheit ewiger Lichtgedanke, Unaufhaltsam bewegt, doch in seliger Ruhe, An der Weltenuhr bn weifende Zeiger. In der Erdennacht die strahlende Leuchte, Hell und rein wie du, sein liebliches Sinnbild. (Presse.*) Anastasius Grün. Sowohl eine Lehrerversammlung zu Magdeburg als ein Artikel der Badischen Landeszeitung haben neulich die Prügelstrafe alles Ernstes wieder in Betracht gezogen. Wehe, wenn zuletzt der Prügel Führt statt der Vernunft den Zügel; Mit der Freiheit ist's dann aus — Mit der Bildung bleibt zu HauSl ttttffpftntft beS Näthfels in Rr. 143: Hahn. von Karlsruhe gewählt; Hr. Dekan Zittel und Hr. Rektor Specht ließen sich zur Wiederannahme -er Wahl als weitere Ausschußmitglieder bewegen. Um 3 Uhr fand ein gemeinsames Mahl im Schwarzwälderhof statt; Küche und Keller waren gut, besonders reichlich und kräftig aber die Würze er Brandstiftung angeschuldigt ist, geschloffen hier eingeliefert. Der Transport fand von Immenstaad aus über den See statt. Kaum hatte das. Dampfboot die Station verlassen, als der Arrestant auf den Abort geftihrt zu werden verlangte; es mußten daher die Handschellen gelöst werden. Der begleitende Gendarm hielt den Arrestanten fest im Auge, konnte jedoch nicht verhindern, daß derselbe plötzlich und mit Aufbietung aller Kräfte durch das Fenster in den See sprang. Das Dampfschiff hielt alsbald still und die Rettungsgondel wurde herabgelassen. Wetze! wurde trotz seines WtderstandcS von kräftigen Armen gepackt und wieder dem Leben zurückgegeben. Die Kopfbedeckung war dem Arrestanten während dieses Vorganges abhanden gekommen; so hielt derselbe entblößten HaupteS seinen Einzug in das hiesige Amtsgefängniß. — Jlmspan, 25. Juni. (B. L.) Gestern wollte ein Bauernbursche von hier „Fensterln" gehen. Er stellte eine Leiter an Liebchens Fenster, stieg hinauf und hielt sich an der morschen Fensterbrüstung; diese brach, so daß er rücklings herabfiel und dabei das Genick brach. Man bedauert den sonst braven jungen Mann allgemein. — Das königl. Bezirksgericht Kempten hat den Bierbrauer Lorenz Schlechter von Lindau, welcher von einer Berliner Firma ein Hektoltter- faß Glycerin und ein Kilogramm Salicylsäure unter der Deklaration „Holzglasur" bezogen und für fein Bier verwendet hatte, wegen Betrugs zu 21 Tagen Gefängniß und wegen Uebertret- ung des Malzaufschlagsgesetzes in eine Geldstrafe von 4000 Mark verurtheilt. Wegen des letzteren Reates wurden die Lieferanten ebenfalls in eine Geldstrafe von je 100 M. verurtheilt. Die ganze Sache war an das Tageslicht gekommen, weil die Berliner Firma gegen Lorenz Schlechter beim k. Stadtgericht Lindau Klage wegen Forderung gestellt hatte. (Mittel gegen den Biß toller Hunde.) Die Leipziger Zeitung veröffentlicht ein solches von einem sächsischen Förster Namens Ga fiel, einem 82jahrigen Greis, der dasselbe nicht mit in's Grab nehmen will, das er aber bereits seit 50 Jahren benutzt hat, um Menschen und Vieh vor dem schrecklichen Tode in Folge der Wasserscheu zu bewahren. Man nimmt warmen Weinessig und laues Wasser, wäscht damit die Wunde rein aus und trocknet sie. Hierauf gießt man aus die Wunde einige Tropfen Chlorwafsrrstoffsäure.wetl Mineralsäuren das Gift des Speichels zerstören. — Karlsruhe, 28. Juni. Bet der heute stattgehabten Gewinnziehung der gcoßh. badischen 3 5 fl.-Lose fielen auf nachstehende Nummern die höchsten Treffer: 1000 fl. Nr. 50860, 50380, 53399, 57901, 215776, 358076, 358096, 360697, 367178, 378840. . _ Offenburg, 1. Juli. Wasserwärme 16 Grad R. Amtliche Verkündigungen.. Die Floßferien auf der Kinzig betr. Mit Rücksicht auf die derzeitigen Wasserstandsverhältnisse wird der in 8 5 der Kinzigfloßordnung auf -den 1. Juli festgesetzte. Beginn der Floßferien für dieses Jahr auf den 8. Juli hinausgerückt. Karlsruhe, den 28. Juni 1878. Großh. Handelsministerium. Turban. Dr. Pfaff. Nr. 11,221. Dies bringen wir unter Hinweisung auf die diess. Verfügung v. 19. d. M. Amtsverkündigungsblatt Nr. 146 zur öffentlichen Kenntniß. Offenburg, den 30. Juni 1878. Großh. Bezirksamt. Weber. Naturalletstung für das Heer, insbesondere hier Liquidation über verabreichte Marschfourage betr. Nr. 11,187. Behufs Vollzugs von II. Ziff. 4 der V.O. vom 5. April v. I. (Ges.- u. B.O.Bl. S. 104) wird andurch bekannt gemacht, daß der Durchschnittspreis der Fourage im Monat Mai beträgt Hafer 1 Centner 8 M. —. Stroh 1 „ 2 „ 24. Heu 1 „ 2 „ —. Offenburg, den 28. Juni 1878. Gwßh. Bezirksamt. Weber. Bekanntm a^rmgen. Straßrupvlizei betr. 3800.3.2. Nachstehend bringen wir die §§ 5 und 6 der ortspolizeilichen Vorschrift über öffentliche Reinlichkeit in Erinnerung: 8 5 * In den heißen Sömmertagen müssen die Straßen der Stadt zweimal mit frischem Wasser begossen und dabei die Rinnen vor den Häusern und Oekonomtegebäuden gehörig gereinigt werden. 8 6 . Auch sind im Sommer bei Trockenheit die Straßen vor dem Kehren mit Wasser zu begießen. Offenburg, den 28. Juni 1878. Das Bürgermeisteramt. F. Volk. _ Wagn-r. Großh. bad.Staatseisenbahnen. 3838.3.2. Die Bauarbeiten zur Ueberdachung des TrottoirS der Kinzigthalbähn in Offenburg mittelst einer essernen Halle sollen im Submis- stouSweg vergeben werden. Dieselben find veranschlagt: 1. Grab- und Maurerarbeit zu 458 M. 2. Steinhauerarbeit zu . . . 722 „ 3. Zimmerarbeit za ... . 2153 „ 4. Schiefcrdeckerarbeit zu . . 1515 „ 5. Blechnerarbkit zu ... . 562 M, 6. Tünchncrarbeit zu... . 783 „ 7. Eisenkonstruktion: a. Gußeiserarbett zu . . . 12023 kg. b. Echmiedeise, arbeit zu . 7108 „ Die Submissionkverhandlurg findet Donnerftag den 18. Juli d. I., Bormittags 1V Uhr, auf dem G> schäftszimmer des Unterzeichneten statt, woselbst Pläne, Voranschlag und Bedingungen dis dahin eingesehen werden können. Lusttragende Uebernehmer haben ihre Angebote auf Gesammt- oder Einzelarbeite» für die unter 1—6 bezeichneten Ausführungen nach Prozenten deL Voranschlags, für die Eisenkonstruktion für je 100 kg. zu stellen und schriftlich, verstegelt, sowie mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an den Unterzeichneten etnzvsenden. Offenburg, den 27. Juni 1878. Der Grosth. Bezirks-Bahn Ingenieur. 1 Pferd, 2 Ochsen, 4 Kühe, 2 junge Stiere, etliche Schaafe, 7 Schweine, ein großes Quan tum Frucht und Haber auf der Bühne, 1 Bernerwägele, 3 aufgemachte Wägen und sonstige viele Oekonomiegeräthschasten, ferner Faß- und Bandgeschirr, Betten, Kästen und sonstiger Hausrath, gegen Baarzahlnng öffentlich versteigern, wozu Liebhaber eingeladen werden. Leopold Dukas auS Fretburg. 8854.8.1. Bei dem Unterzeichneten »find 4 sprungfähige Zuchteber zu ver- ' kaufen. Sand, den 1. Juli 1878. Fried. Rieder, Bäcker. Rene Bergedung von Wegarbeiten. £850.2.1. Aw Montag den 8. Juli d. I versteigern wir die Herstellung eines neuen Holz abfuhrweges von der Kcrnebene durch den Do- mänenwald in dos Haigerachthal mit einem Gesawmtan schlag von . . . 7500 M in mehreren Loosen. Dowänenwaldhüter Bächle in Häigerach zeigt die Wegltnie vor. Die Zusammenkunft findet Vorm. 9 Uhr im Adler zu Gengcnbach statt. Gengenbach, den 30. Juni 1878. Großh. Bezirks forstet. Schweickhard. Holzversteigerung. 3865. Die Stadtgemeinde Offenburg läßt am Dienstag den 8. d. M., Morgens 10 Uhr, in der alten Landwihrkaserne dahier altes Bauholz gegen Baarzahlnng öffentlich versteigern. Offenburg, den 1. Juni 1878. Der Gemeinderath DaS Stadtbauamt F. Volk. Frühsorger, Bühl bet Offenbvrg. Ttier- Lk Dungversteigerung. 8858.2.1. Die Gemeinde Bühl versteigert am Donnerstag den 4. Juli d. I., Nachm. 1 Uhr, einen fetten Wucherstier. Nach dieser Versteigerung wird ein Haufen Dung bei der Stieistallung öffentlich versteigert, wozu man Liebhaber einladet. Bühl, den 27. Juni 1878. Der Gemeinderath. Gaß. Zrvangsliegenfchafts-Bersteigerung. 8851. In Folge richterlicher Verfügung werden die zur Gantmasse des Kinzigmüllers Wilhelm Rein von hier gehörigen, in Nr. 123, 127 und 132 dieses Blattes näher verzeichn eten Liegenschaften (Kivzigmühle mit Pappdeckelfabrik sammt Maschinen) im Gesammtanschlage von 78476 M. Achtundstebenzigtausendvierhundert- sie ben zig sechs Mark am Montag den 15. Juli d. I., Nachm. 2 Uhr, im Rathszimmer dahier einer nochmaligen Versteigerung ausgesetzt, wobei der Zuschlag erfolgt, auch wenn der SchätzungspreiS nicht erreicht wird, und werden auch dieser zweiten Versteigerung die früher bekannt gemachten Bedingungen zu Grunde gelegt. Gengenbach, den 24. Juni 1878. Der Gr. Vollstreckungsbeamte. _Würtz, Notar._ Oedsbach. Fahrnitzversteigerung. 3804.3.3. Am nächsten l Mittwoch den 8. Juli, Vor ^mittags 9 Uhr, läßt der Unterzeichnete in der Wohnung deS Hokopfbauer in Oedsbach folgende Fahrniffe, als: schottische Häringe find eingettoffen bei Philipp Müller, Offenburg, 8881.3.1. Hauptstraße. 8825.2.2. Verschiedenes Küferwerkzeug ist zu verkaufen. Näheres bei Lindenwirth Hen- ninger in Diersburg. Offenburg. Geld anszuleihen. 8808.2.2. 2000 Mark können gegen Obligation ausgeliehen werden — wo? sagt die Exped. d. Bl. 3852.2.1. Wer eine Drehorgel mit 3 Walzen zu verkaufen hat. saot die Exped. d. Bl. u. trockene Flechten, Salzflutz und .offene Wunden jeder Art «erden sicher geheilt durch daS 'berühmte Echrader'sche Pflaster (Indian-Pflaster). 3863.3.1. Zum Ansetzen und Einmachen empfieblt Nordhäuser Kornbranntwein, Zwetschgen-, Trester- und Welschkornbrauvtwei«, so mte feinsten Weinessig Philipp Müller, Offenburg, Hauptstraße. Gewerbeverew Offenburg. Gesellschaftsabend. 3855.2.1. Der auf den 29. d. M. angefetz Borttag mußte wegen zu geringer Betheiitgun unterbleiben und soll auf mehrseitigen Wuns nunmehr Mittwoch den 8. Juli, Abends 8 Uhr, stattfiuden. Da der Gegenstand des VortragS „Wechf,. und Wechselverkehr* ein für unser heutiges G schäftsleben so ungemein wichtiger ist, glaube, wir auf einen zahlreichen Besuch rechnen z, dürfen. Offenburg, dm 30. Juni 1878. Der Vorstand. 3863.3.1. Ich zeige hiermit an, daß ich nur auch ein Papier-Lager errichtet habe und bitte höflich um geneigter Zuspruch. Offenburg, im Juli 1878. Achtungsvoll Philipp Müller, Hauptstraße. 8 814.2.2 . Ofsenbarg. DW" Ein tüchtiger Küblergeselle findet be gutem Lohn dauernde Beschäftigung bet Kübler Schnaider. Ossenvurg. 8859. In meinem Wohnhause an der Bohls- bacherstraße sind 2 Mansardzimmer mit oder ohne Bett, sogleich beziehbar, zu vermiethen. Anton Burg jr. Wohnungsvermiethung. 3860.3.1. Eine Wohnung mit 5 Zimmern nebst allem Zugehör hat bis 1. Oktbr. d. I. zu vermiethen Zimmermann Lang hier. Wohnung. 3834.3.1. Den zweiten Stock, bestehend ir 6 Zimmern, Küche und Magdkammer, abgeschloffenem Speicher und Keller, hat, auf 1 Oktbr. d. I. beziehbar, zu vermiethen Offenburg. C. Fiirk, Steinstraße. Offenburg. Wohnungsvermiethung. 3853. In der Gärtnergaffe dahier Nr. 28 ist auf den 1. Oktbr. d. I. eine Wohnung mst 5 Zimmern und Zuaehörden zu vermiethen. Sä 6 * 6 O 6 < 3857. Als Verlobte empfehlen sich: güjmwra W^chenheimr Sfilomm Weircheim I Offenburg Freiburg 1. Juli 1878. Herzogi, Braunschweigische Landes- Lotterie ? vom Gtaate genehmigt und garantirt. Dieselbe besteht aus 86,000 Original-Loosen und 44,500 Gewinne«: 1 1 1 1 1 8 3 1 5 12 Haupttreffer eventuell 450,000, a 300,000, ff 'tt tt rt tt rt tt tt tt tt tt n ' tt rt tt tt tt 150,000, 80,000, 60,000, 40,000, 80,000, 25,000, 20 , 000 , 15,000, . Reichsmark u. s. w. 1 22 1 4 62 5 108 213 523 Haupttreffer ä tt tt rt tt rt tt tt tt 12 , 000 , 10 , 000 , 8000, 6000, 6000, 4000, 3000, 2000 , 1000 , Die erste Ziehung findet statt g.M 18. und 19. Jnli 1878, zu welcher ich Original-Loose Ganze Halbe Viertel Achtel 16 Mark 8 Mark 4 Mark 2 Mark gegen Einsendung des Betrages oder Postvorschuß versende. Jeder Spieler erhält die Gewinnlisten gratis! WUh. Basilius. Obereinnehmer der Braunschwetger Landes-Lotterie 3790.12 3. in Braunschweig. Für die Redaktion verantworüich: A. Re,jf. — Druck und Verlag von ».Reiff u St«.