Der GrlenauerAole sowie für dar Bezirksamt «ad Amtsgericht Offenburg. E.Wewt täglich «tt NuSaahv« Montag- und kostet vietteyährlich in Offenburg 1 Mark 70 Pfennig, durch die Post bezogen im ganze« deutschen Postgebirt -Kt 90 Pfennig- — Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 12 Pfennig. 1 Mark Nro. 173. Offenbar-, Samstag den 27. Juli 18787 Bestellungen auf den Ort. Boten für die Monate August und September werden angenommen von allen Postanstalten und Postboten. Politische Rundschau A«S dem Oberelsaß, 21. Juli. (B.L.) In Kalmar ist diesmal in der Person des Kreisdirektors von Mülhausen, Herrn v. Hammerstein, ein Kandidat für die Reichstagswahl aus der Mitte der Deutschen aufgetreten. So ' erfreulich dies einerseits wäre, so zweifelhaft ist es, ob Herr v. Hammerstein, welcher früher Kreisdirektor in Kol- mar war, die geeignete Persönlichkeit ist. Abgesehen von dem farblosen Programm, welches keine Partei befriedigt und sich mur durch die Zustimmung zu den Ausnahmegesetzen gegen die Sozialdemokratie als regierungsfreundlich bezeichnet, glaubt man nicht, daß Herr v. Hammerstein die nöthige Unabhängigkeit besitzt, die gerade hier bei einem Abgeordneten dringend wünschenswerth ist. Hier gilt es nicht blos, „berechtigte Eigenthüm- lichkeiten" des Elsasses zu schützen, sondern auch den unberechtigten und für alle anständigen deutschen Beamten immer unerträglicher werdendm Ansprüchen elsässtscher Wortführer entgegen zu treten, welche deutschfreundliche Gesinnung heucheln und dabei sehnsuchtsvoll nach jenseits der Vogesen blicken, sowie aus eine Beseitigung der von Niemand mehr geleugneten Mißstänbe in der deutschen Verwaltung hinzuwirken. Dresden, 24. Juli. Der Landtag wurde heute Mittag durch den König geschloffen. Die Thronrede dankte den Ständen für die dem Wohle und der Entwickelung des Landes zugewendete Thätig- keit und gedenkt sodann der tiefen Entrüstung, welche die Mordansälle aut den Kaiser in allen Herzen hervorgerufen und spricht die Zuversicht aus, daß die sächsischen Unterthanen trotz der Versuchungen der jetzigen Zeit festhalten, daß Fleiß, gewiffenhaste PflichterWung und Achtung vor dem Gesetz allein zum Ziele führen. Die Thronrede hofft, daß das jüngst abgeschlossene Friedenswerk dazu beitragen werde, erfreulichere Zustände auf wirthschaftlichem Gebiete herbeizuführen. Die Thronrede hebt, hervor, daß durch Bewilligung des Ankaufes der Mehrzahl der Privatbahnen für den Staat die Entwickelung des Eisenbahnwesens erheblich gefördert werde, und hofft, daß bei dem Wiedereintritt normaler Zustände das Verhältniß der Einnahmen zu den Ausgaben der Eisenbahnen sich wieder günstiger gestalten werde. Berlin, 23. Juli. (F.J.) Fürst Bismarck und die leitenden Minister der deutschen Staaten treffen zu einer Anfangs August stattfindenden Konferenz in Heidelberg ein. Es handelt sich um eine Verständigung über die Sozialisten-Vor- lage und Besprechungen betr. die Steuer-, Zoll- und Wirthschafts-Politik des Reichskanzlers. Uebrigens weilt jetzt der bairische Minister Pfretzschner schon in Kissingen, von wo Radowitz heute hier wieder eintraf. Berlin, 24. Juli. (Frkf. I.) Die „Wilhelms- svende" trug nahezu an 3 Mill. M. ein. — Die Wahl Hänel's in Kiel gilt für gesichert, da 3000 Stimmen von der Landespartet zu ihm überginge«. Wie», 24. Juli. Meldungen der Polit. Korr.: Bukarest, 24. d.: Die Russen treffen Vorbereitungen zur Räumung von Jassy und verlassen die Umgegend von Fokschani, indem sie sich gegen Plojesti wenden. Die Besserung im Befinden Bratiano's ist anhaltend. — Athen: Gestern kamen im Piräus 4 französische Panzerfregatten und ein Aviso an; das Erscheinen des franz. Geschwaders bei Athen wird allgemein mit der politischen Sachlage in Verbindung gebracht und steigert noch die seit dem Kongresse so freundliche Sttmmung für Frankreich. — Konstantinopel: Die Pforte verständigte die Athener Regierung amtlich und vertraulich, daß sie vor der Unterzeichnung des Berliner Vertrags die Ausführung der Grenzberichtigung nicht verlangen könne. — Serajewo: Die Stimmung unter den mohame- danischen Volksklassen hat sich vollständig zu Gunsten der östreichischen Besetzung umgewandelt. Daffelbe gilt von den besseren Schichten der Bevölkerung ohne Unterschied der Bekenntnisse, die eine Abordnung zur Begrüßung der östreichischen Truppen nach Wien entsenden wollen, um dem Kaiser die Huldigung der bosnischen Völker darzubringen und dem Grafen Anbraffy für seine Politik zu danken, die Herbeiführung geordneter Zustände in Bosnien bezwecke. Athen, 24. Juli. Auf das Versprechen Englands, eine Vermittelung herbeizuführen und für die neue Organisation Kretas Sorge zu tragen, haben die kretenstfchen Aufrührer die Feindseligkeiten eingestellt. — Die Türken fahren fort, in Theffalien Ortschaften in Brand zu stecken. Rom, 20. Juli. (Köln. Z.) Die Unterhandlungen zwischen der preußischen Regierung und dem heiligen Stuhle dauern fort und da e8 für den Augenblick nicht möglich ist, sich über Prinzipienfragen und Reformen der bestehenden Gesetze zu verständigen, so hat der Papst einen Vergleich vorgeschlagen, nach welchem Preußen die Jurisdiktton des Nuntius in München über die geistlichen Angelegenheiten in Preußen anerkennen solle. Paris, 23. Juli. Die Defense, daS Organ deS Bischofs Dupanloup von Orleans, bringt folgenden auffallenden Drahtbericht aus Rom, 23. Juli: „Der päpstliche Nuntius in München wird nächstens nach Berlin gehen, um ein Abkommen abzuschließen, welches Deutschland den religiösen Frieden wiedergeben wird". Paris, 25. Juli. Die Agentur Havas meldet aus Athen: Die griechische Regierung richtete eine Note an die Pforte, welche, den Berliner Vertrag anrusevd, die Pforte auffordert, Bevollmächtigte zu ernennen, um sich mit griechischen Vertretern über die Grenzbestimmung zu verständigen. Die Pforte antwortete noch nicht. ValencieuueS, 25. Juli. Die allgemeine Lage der Arbeitseinstellung in Anzin hat sich gebessert; überall macht sich eine Wiederaufnahme der Arbeit bemerkbar. Dem Vernehmen nach sind die hauptsächlichsten Anstifter der Arbeitseinstellung sestgenommen. Beinahe geopfert. (Fortsetzung.) Clara wandte sich auf diese freundliche Anrede um und erblickte Charles Fairfar, welcher jetzt ihren Puls befühlte. „Sie find jetzt wohlauf und werden nach wenigen Tagen aus der Krankenstube entlasten. Wie wenig dachte ich daran, daß mein erster Patient in England die kleine Clara sein würde, von der ich meinen Freund Compton so oft habe sprechen hörend Seine Hand ruhete noch immer auf ihrem Puls und ein holdes Lächeln glitt über sein Gesicht. „So," sagte er, „jetzt werde ich nickt mehr mit Ihnen sprechen und auch Lina soll es nicht; ich werde gehen, um eine Medizin zu beraten und alle Sorgen Alwynne's zu beseitigen. Wenn Sie das, was ich Ihnen sende, eingenommen haben werden, dürfen Sie nicht mehr sprechen, bis ich wieder komme.' Und damit verließ er sie. Clara fühlte sich etwas getröstet; wenigstens erinnerte er sich ihrer, er war besorgt um ste, und es war unrecht von ihr, an ihm zu zweifeln und all' fein Jn- tereffe und seine Liebe zu beanspruchen. „Er wird glücklich werden mit diesem schönen Mädchen," dachte ste, und ste wollte lernen in deren Glück glücklich zu sein. Lina kam bald zurück mtt einer Platte, auf welcher «in Glas mit Gelee und eine Flasche Medizin stand. „So, hier ist die Medizin, welche Charles selbst gemischt hat und die Gelee ist bereitet von Mrs. Mason, Eurer alten Haushälterin. Alwynne ließ ste kommen, um dies Hauswesen zu führen, als MrS. Nugent fortging." Clara sah auf zu ihr, zweifelnd, ob ste recht gehört. »Ist ste fort, ist meine Stiefmutter fort?" fragte ste. „Weg für immer, liebe Clara. Du stehst jetzt unter völlig veränderter Vormundschaft und nur Liebe und Sorgfalt sollen Dich fortan umgeben. Später sollst Du nicht mehr sprechen: Charles hat es strenge verboten,' und Lina beugte stch zu ihr nieder und küßte ste saust auf die Stirne. Nachdem ste die Kissen geglättet, setzte ste stch, so daß ste die Patientin sehen konnte, und hatte bald die Freude zu bemerken, wie diese in sanfte» Schlaf fiel. Einige Tage verstrichen und Clara blieb in demselben schwachen nervösen Zustande, welcher dem Di. Fairfar mehr Sorge machte, als der Fieber-Zustand gemacht hatte. Ihre Kräfte waren gänzlich herunter und ihre Nerven so angegriffen, daß große Sorgfalt erforderlich war. Lina bewachte ste wie eine Schwester, aber Clara schien wenig geneigt, ihre Güte zu vergelten mit etwas Anderem als „Du bist ,u gut gegen mich.' Sie sprach selten und schien die Zeit in einer Erstarrung zu verbringen, dabei ihre Augen auf Lina gerichtet und hin und wieder etwas in kaum hörbarem Ton murmelnd. „Charles, dies geht nicht," sagte Lina zu Di. Fairfar, als Clara'S Zustand stch immer noch nicht bester» wollte, „dies arme Kind brütet offenbar über etwas Schreckliches, welches selbst die Nachricht von MrS. Nugent's Abreise nicht gehoben hat. Entweder mußt Du oder Alwynne oder ich etwas thun, um ste diesem Zustande zu entreißen; an Dir als Arzt ist es, zu entscheiden, wer von uns es sein soll." Di. Fairfar sann einen Augenblick nach. „Ich vertraue es Dir an, liebe Lina, ich weiß, ich kann Deinem Tatte und Uttheil vertrauen, um daS Richtige zu treffen." „Ich glaube, ich weiß eine Saite zu berühren, welche zu einer Veränderung in ihrem Zustande führen wird, aber Du mußt mich ermächtigen zu handeln, wie ich es für gut finde" — und ste neigte stch an sein Ohr und flüsterte ihm etwas zu. „Du bist zu erfahren in solchen Symptomen," sagte De. Fairfar, „um getäuscht zu werden, selbst durch diese verschlossene Natur." Eine Viertelstunde später saß Lina vor Clara'S Bett» anscheinend, entschlossen zu einer Unterhaltung mit ihr. „Liebe Clara, ich habe beschlossen, daß Du morgen Dein Bett verlässest. Mr. Cowpton sehnt stch so sehr. Dich zu sehen, und mein Vetter sagt, er könne eS nicht erlauben» bis Du kräftig genug seist, auf dem Soph» zu liegen." Telegraphische Nachrichten. Berlin, 25. Juli. Die „Germania" gesteht an der Spitze ihres Blattes zu, daß neue Verhand- lnngen zwischen dem Vatikan und Deutschland schweben, und ruft den Ultramontan en zu: „ Selbst wenn die Concesstonen des Papstes uns für den Anfang und auf den ersten Blick als zu wett gehend erscheinen sollten, würden diese Zugeständnisse doch zum Heil der katholischen Kirche in Deutschland gereichen". Wahrscheinlich begibt sich der Nuntius Masella nun doch nach Kisstn- gen. — Am Mittwoch ist im Reichskanzleramt unter dem Vorsitz des Unterstaatssckretärs für Elsaß-Lothringen, Herzog, die Erhebungskommission für die Leinen- und Baumwollen-Jndustrie zusammengetreten; dieselbe besteht außer den Abgeordneten aus folgenden Mitgliedern: Regierungsrath Dr.Stüve, Regierungsrath Hegelmeter, sächsischen Geh. Regierungsrath Böttcher, Geh. Commercienrath Heimendahl Crefeld, Commer- cienrath Dr. Websky-Wüstewaltersdorf, dem Direktor der Aktim-Baumwollenspinnerei am Stadtbach, Theodor Häßler in Augsburg, Fabrikant Jean Schlumberger in Gebweiler und Kaufmann von Jakubowski in Homburg; nach dem Beschlüsse des Bundesrathes soll die Erhebung sich auf die gesammte deutsche Baumwollenindustrie, also Spinnerei, Weberei und Druckerei sowie auf die Leinenindustrie erstrecken und namentlich die veränderte Sachlage berücksichtigen, welche durch den Anschluß Elsaß-Lothringens an das deutsche Zollgebiet geschaffen worden ist. Die Kommission wird sich zunächst mit der Aufstellung eines Programms für die Erhebung beschäftigen. Wien, 26. Juli. Die Presse meldet aus Triest: Die Seebchörde verkündet die Schließung des Hafens Kleck und des Kanals von Stagno Pinolo mittels Seeminen._ Verwischte -tachrichte». — Karlsruhe, 23. Juli. Der Staatsanzeiger Nr. 34 vom heutigen enthält die Ernennung des Referendärs Karl Jntlekofer zum Notar für den Distrikt Krotzingen. b. Offenburg, 24. Juli. In der Nr. 68 des Anzeigers, welche auch einen Artikel mit der Ueberschrift „die Blutsteuer" enthält, ist folgendes wörtlich zu lesen: „Der Reichskanzler hat den Reichstag aufgelöst vorzüglich der Liberalen wegen. Er will andere Leute im Reichstag haben, wohlverstanden, nicht blos andere Gesichter, sondern Leute mit anderen, mehr konservativen Gesinnungen. Der verständige Bauer ist nun nicht liberal, sondern konservativ, und von den Bauern hängt eS zum größten Thetl ab, was für Leute in de» Reichstag kommen.- Der Bauer, der katholische Bauer nämlich, wird auch am stärksten durch die „ B l u t st e u e r " in's Mitleid gezogen, weil er in der Regel reich mit Kindern gesegnet ist, und oft mehrere Söhnezum Militär zu schicken hat. Den Bauern ist nicht gedient mit liberalen Abgeordneten, welche in die Militärsachen nichts Hineinreden wollen, Clara öffnete die Augen, welche sie dis dahin halb geschloffen gehalten hatte. »Dein Vetter? nennst Du vi. Fairfax Deinen Vetter?" „Ja," antwortete Lina mit einem Lächeln und er- rölhend, „wen sollte ich sonst meinen?" „Ich — ich dachte, er wäre Dein Bruder," sagte Clara aufgeregt. „Und wie kamst Dn darauf» solches zu glauben? fragte Lina noch tiefer erröthend. Clara blickte ste forschend an. „Weil Alwynne mir sagte, daß seines Freundes Schwester sein Leben gerettet habe u. Du die Lina warst, von der er gesprochen." Eine Röthe flammte in ihrem Gesichte auf, weil sie sich erinnerte, daß dieser Name nur damals ausgesprochen wurde, als Niemand sie in Hörweite vermuthete. Miß Fairfax aber schien es nicht zu bemerken. (Fortsetzung folgt.) — (Ein junger Rechenkünstler.) Eine merkwürdige Erscheinung ist der kleine 4'/zjährige Moritz Frankel aus Fünfktrchen, der sich gegenwärtig in Pest produzirt. Der „Llohd" schreibt darüber: „ES ist beinahe beängstigend zu sehen, wie der Dreikäsehoch die kompliztrtesten Rechnungen mtt ganzen und gebrochenen Zahlen im Kopfe auSführt und, während man noch kaum zur I und hierin alles der Reichsregierung vertrauensselig überlasten. Wenn aber die Bauern ihrer Ernte wegen nicht zur Wahl kommen, dann siegen die liberalen Städter, deren Söhne beim Militär meist „Einjährige" werden. Es rentirt sich also diesmal schon für den Bauer, trotz der Ernte zur Wahlurne zu gehen und einen Zentrumsmann zu wählen. Während der neuen jetzt beginnenden Reichstagsperiode geht das siebenjährige Mtlitärgesetz zu Ende u. muß entschieden werden, wie es künftig in Mi, litärsachrn gehalten werden soll. Die Zentrumsmänner sind nun nicht so unwiffend in Militärsachen wie die Liberalen, welche sagen, ste verstehen nichts davon, und deßhalb alles der Regierung überlaffen." Man liest und ist empört. Der Reichstag wird vom Reichskanzler hetmgeschickt, weil „die Liberalen" ihm nicht in Fügsamkeit den Willen thaten, der Reichskanzler will konservative Leute, welche ihm seinen Willen thun, und das preist der Anzeiger, welcher bisher den Mund so voll nahm, wenn von der Freiheit des Volkes die Rede war. Welches Zetergeschrei hat man bei der letzten Wahl erhoben, weil die Liberalen „dem Bismarck über den Stock gesprungen sind!" Man wittert im schwarzen Lager die Morgenluft der Reaktion; kommen die Conservativen an das Ruder, so kommt auch frisch fromm und froh die Reaktion mit ihrem Wahlspruche „Thron und Altar," die „Kirche" triumphirt wieder brüderlich Hand in Hand mit der Reaktion, die Matgesetze fallen, die Jesuiten kehren wieder und halten Misstonen und die schwarze Polizei breitet segnend wieder ihre liebenswürdigen Fittige über das Land, wie erst 1850 schmachvollen Angedenkens geschehen. Dann heißt es: gut thun; wer redet noch von „Freiheit des Volkes?" Wenn die „Kirche" wieder ihre alte segensreiche Macht hat, was schert ste sich dann um die Freiheit des Landes, ste, welche in den goldenen Zetten der Reaktion schon „ganze Länder aufgefreffen" ? Und „Blutsteuer" muß der Bauer zahlen, weil seine Söhne wie die Kinder anderer Leute beim Militär dienen müssen. Ja, Blutsteuer hat der Bauer lange genug bezahlt, als der steuerfreie Adel und die steuerfreie Geistlichkeit den leibeigenen Bauer durch Abgaben, Gülten Zehnten und Blutzchnten bis auf's Blut ausgesogen haben, so lange bis liberale Männer vom Bauern die entehrende Leibeigenschaft und jene entsetzlich drückenden Lasten nahmen. Und dafür stimmt der Bauer, welcher noch nicht zu Verstand gekommen, heute schwarz gegen die Liberalen aus lauter Dankbarkeit dafür, daß der Liberalismus es war, welcher ihm zu einem menschenwürdigen Dasein verholfen hat. Blutsteuer muß allerdings auch der Bauer zahlen wie jeder andere Wehrpflichtige, wenn sein Vaterland ruft, welchem jeder streitbare Mann Gut und Blut gerne opfert, wenn er Herz u. Sinn für sein Vaterland hat, die man leider unter manchen schwarzen Kutten in Deutschland Hälfte mit dem Nachrechnen fertig ist, triumphirend bereits das Resultat verkündigt. Eigenthümlich und für den Zuschauer peinlich ist es, wie sich der Kleine während der Arbeit benimmt. Keinen Moment bleibt er ruhig, er bewegt Hände und Füße, hie und da Pfeifft er — man erhält den Eindruck, als wäre er geistesabwesend, während man das Gehirn in angestrengtesten Denkthätigkeit zu belauschen glaubt. Wenn er sich manchmal in der Endziffer irrt, starrt er noch wie verloren, vor sich hin er bleibt unruhig, Hände und Füße, der ganze Leib sind in ununterbrochener Bewegung, er ist unwirsch, wenn man zu ihm spricht — dann sagt er stoßweise die korrekte Zahl, er wird wieder ein unbefangenes Kind, das mit einem Stück Papier spielt, während er früher einer knarrend fungirevden Rechenmaschine glich. Im Stadthause wurde dem Knaben das Problem gestellt: X besitze drei Puszten; auf der einen habe er 2347, auf der anderen 1208, auf der dritten 941 Schafe; jedes dieser Schafe brauche täglich 4'/» Kilogramm Salz — wie viel Salz verbrauchen sämmtliche Schafe in einem Jahre? In kaum zwei Minuten erkärte der Knabe, während er immerfort mit den Händen herumsuchtelte, das mache 2,051,300 Kilogramm. Der nachrechnende Beamte irrte sich und wollte den Knaben korrigiren, dieser blieb jedoch bei feiner Behauptung und behielt auch Recht. vergeblich suchen würde. In Frankreich hat jeder Geistliche so viel Vaterlandsliebe, daß er für die Erhöhung der Wehrkraft des Vaterlands und nicht gegen dieselbe predigt, und Landesverräther würde man in Frankreich diejenigen nennen, welche gegen die dort bestehende 4jährige Dienstzeit mit dem gehässigen Schlagworte „Blutstener" das Volk aufwiegeln wollen. Im Jahre 1870 hat sich die Blutsteuer rentirt; hätten wir nicht ein wohlausgerüstetes u. tüchtiges Heer gehabt und die Franzosen hätten gesiegt: wahrlich ste hätten den Deutschen wieder eine Blutsteuer abgezapft, wie ste grausig genug in den Kriegen Ludwigs XIV. und Napoleons I. geschrieben steht, und am schlimmsten wäre dabei wieder der Bauer gefahren! Die Liberalen sagen nicht: „wir verstehen nichts von Mtlitärsachen," sondern sie sagen: wir sind so vernünftig, einzusehen, daß man zur gründlichen und richtige» Beurtheilung mancher Milttärfragen fachmännische Kennt- niffe haben muß, wie solche die Kriegsverwaltung besitzt. In solchen Fragen hören wir auf den Rath dieser sachverständigen Fachleute und schenken ihrem maßgebenden Urtheile Vertrauen. Im blutigen Kriege von 1870 haben wir das Schicksal unseres Vaterlandes, Gut und Blut der Kriegsverwaltung anvertraut und sie hat dieses Vertrauen glorreich gerechtfertigt. Sollen wir ihr heute nicht Vertrauen schenken, wenn ste fordert, was zur Erhaltung und Stärkung unserer kriegsbewährten Wehrkraft nöthig ist? Soll ungerechtfertigtes Mißtrauen etwa der Dank für die großen Opfer und Thaten sein, welche wir mit eigenen Augen gesehen haben? Die liberalen Volksvertreter wollen die Stimmen unserer um das Vaterland so hochverdienten Generäle hören und dann prüfen, ob die Militär- last erleichtert werden kann, ohne die Wehrkraft selbst zu schwächen, wie deutlich die Wahlaufrufe der liberalen Partei besagen. Auf Kosten der deutschen Wehrkraft wollen die Liberalen keine Stimmen erwählen, weil sie solches Treiben tief verabscheuen; die Liberalen machen den Bauern nicht vor, daß sie die Dienstzeit abkürzen werden, weil sie wißen, daß dies zur Zeit ohne Verletzung der heiligen Pflichten gegen das Vaterland schwerlich geschehen kann. Ein konservativer Reichstag würbe durchaus dem Reichskanzler zu Willen sein, und der Reichskanzler will von einer Verkürzung der Dienstzeit und einer namhaften Verminderung des Militärauf- wandes absolut nichts wissen. Verspräche der Reichskanzler aber den Schwarzen, daß er dem Papst und den Bischöfen den Willen thun und zur Schmach und Schande des deutschen Volkes nach Kanossa gehen wolle: wahrhaftig, der Reichskanzler könnte 4 Jahre Dienstzeit fordern, kein schwarzer Zentrumsmann würde ernstlichen Widerspruch erheben, und den geistlichen Herrn läge es nicht so sehr am Herzen, wie lange die Söhne der Bauern beim Militär dienen müssen. Warum hat denn in den 1850er Jahren, als bei uns die Kurie Macht und Gewalt hatte, kein schwarzes Blättlein den Bauern gepredigt, daß die 6- jährige Dienstzeit zu lange sei und daß es ungerecht sei, daß der ärmere Bauer diene und der reichere Mann sich mit 500 fl. loskaufe? Ja Bauer, das ist heute etwas anderes, sagt der geistliche Herr; damals regierten wir mit und über der Regierung, da konnten wir doch nicht gegen die Regierung wühlen; heute aber will die Regierung frei und selbständig sein und die schwarze Polizei nicht mehr wie ftüher gewähren lassen, jetzt predigen wir die Freiheit, jetzt liegt das Wohl des Bauern uns am Herzen, weil wir chre Stimmen brauchen gegen die Regierung! Verstanden? Wenn übrigens die Vertreter einer politischen oder richtiger kirchlichen Partei bei jeder Wahlhetze den Geldbeutel und nicht die Vaterlandsliebe anrufen; wenn sie stets mit den niedrigsten Leidenschaften die Massen auswiegeln und in solcher unwürdigen Bauernfängerei Stimmen zu werben suchm: wahrlich, wahrlich, dann hat man auf ultramontaner Seite selbst das Gefühl, daß die schwarze Sache faul ist, sehr fault — Im nahen Schutterwald soll es neulich bei der ultramontanen Wahlbesprechung etwas lebhaft geworden sein, so daß der Bürgermeister, wie man erzählt, zur Mäßigung mahnen mußte. — Lahr, 24. Juli. (L. Z.) Die Sammlung der „Wilhelmsspende" ergab dahier: 3459 Geber mit 677 Mark 58 Pfennig. — Hornberg, 24. Juli. (33.8.) Gestern Abend veranstaltete der hiesige Männergesangverein in den Anlagen des hiesigen Schloßhotels eine Abendunterhaltung mit Gesangsvorträgen und italienischer Nacht. Der Verein, der sich vor kaum einem Jahre neu bildete und den wir schon einmal zu hören die Gelegenheit hatten, leistete auch jetzt wieder Vorzügliches. Einen wirklich großartigen und prächtigen Anblick gewährte die beügalische Beleuchtung deö so hochinteressanten EisenbahnviaduktS (Thalübergang über das Reichenbachthal). — Das hiesige Städtchen erfreut sich gegenwärtig eines regen Fremdenbesuches. Die Gasihöfe sind sämmtlich ziemlich besetzt; auch sind bereits Privatwohnungen gcmiethet. — Freiburg, 21. Juli. (B.L.) Aus dem gestrigen Hauptwochenmarkte war bereits neuer Weizen zum Verkauf ausgesetzt und ist derselbe sehr schön. Ueberhaupt waren die Klagen über Bekanntmachungen. Nro. 18,718. Die Wittwe des LandwirthS Ludwig Frössel von Kittersburg, Agatha geb. Guth, hat nach Verzicht der nächsten Erben um Einweisung in Besitz und Gewähr der Verlassenschaft ihres f Ehemannes gebeten. Dies wird gemäß L.R.S. 770 bekannt gemacht. Offenburg, den 25. Juni 1878. Großh. Amtsgericht. 8832.3.3. _ Junghanns. _ 4282. Die öffentlichen Prüfungen des Großh. Progymnastums werden Montag den 29. und Dienstag den 30. d. M. jeweils von 8 bis 12 Uhr Morgens und von 3 bis 6 Uhr am Nachmittag abgehalten. Der Schlußakt findet Mittwoch den 31. d. M. Morgens 10 Uhr im Saale zu den 8 Königen statt. Wir laden hierzu die Freunde der Jugendbildung und besonders die Eltern unserer Schüler geziemend ein. Offenburg, dm 26. Juli 1878. Großh. Progymnastumsdirektion. __ Dr. Winnefeld. _ Brodlicferung betr. 4280. Die hiesigen Bäcker werden ersucht, für Lieferung von Schwarz- und Halbweißbrod für die Armen und Anstalten dahier Angebote für kommende nächste 3 Monate vis Ende d. M. anher einzureichen. Offenburg, den 25. Juli 1878. Bes. Stiftungsrath. F. Volk. _ _ Weber. Bekanntmachung. 4286.2.1. Wir machen darauf aufmerksam, daß mit 1. August d. I. der Abfuhrtermin des Schälholzes aus hiesigem Stadtwalde zu Ende ist und wir gegen Säumige alsbald strafend vorgehen mäßtm, da durch Verzögerung der Abfuhr der Stockausschlag zuräckgehalten bezw. beschädigt schlimme Aussichten voreilige und mehr dem Wucher, der sich alsbald kund zu geben beeilt, zuzuschreiben. — Freiburg, 22. Juli. (B.L.) Wie dieS schon lange anderwärts der Fall, sind jetzt bei uns auch die Waldfeste üblich geworden. So hielt gestern Abend der Männergesangverein Con- cordta ein großes Waldfest mit Regimentsmustk, Beleuchtung und Wirtschaft auf der höchsten Höhe des Schloßberges, da wo sich jetzt die neuen großartigen Anlagen befinden, während die Liedertafel ein solches Fest auf der „Rotteckshöhe" (am Fuße des Roßkopses) veranstaltet hatte. Heute Abend aber findet aus der „Glümershöhe" (im Brombergwald) von der Feuerwehr ein Waldfest, verbunden mit italienischer Nacht, Musik und Gesang, statt. Man steht, daß kein Geldmangel vorhanden. — Wyhlen, 20. Juli. (Oberl.B.) Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich gestern beim Baden zweier Mädchen auf der Gewerth-Jnsel im Rheine. Das jüngere von 7 Jahren stieg zuerst in's Wasser, und zwar an einer Sandbank; wahrscheinlich wich der Boden und das Kind sank unter. Dies sehend, wollte das größere von 12 Jahren es retten, sank ebenfalls in die Tiefe und wurde von der Strömung fortgerissen. wird. Offenburg, den 25. Juli 1878. Der Gemeinderath. F. Volk. __ Miltner. 4287.2.1. Die Stadtgemeinde hat einige tausend Centner Seegras, welches theilweise in Kittersburg, in Langhurst und aus dem Spitalhofe untergebracht ist, zu spinnm zu vergeben. Uebernahmslustige, welche in dieser Arbeit Gewandtheit besitzen, wollen sich in Bälde bei Hrn. Waldmeister Geiger melden. Offenburg, den 25. Juli 1878. Der Gemeinderath. F. Volk. Miltner. Holz-8Serttetgeruug ~ 4278. Am Dienstag den 6. August d. I., Dorm, s Uhr, werden im Gasthaus zur Sonne tu Biberach aus den kirchenär- arischen Waldungen mit Borgfrist bis Martini d. I. versteigert: a. aus Erzbach, Gemarkung Biberach, Distrikt I. Abthlg. 1, 2, 8: 51 Ster schäleichene Prügel, 41 Ster schäleichene Bengel, 4 Loose unaufbereitetes Schlag- reisig, geschätzt zu 500 Stück Wellen; 5. aus Distrikt YI., Abthlg. 3, Gem. Schönberg: 2 Ster fchäleichene Stammprügel, 3 Ster schäleichene Astprügel; e. aus Distrikt I., II., IY., Gem. Prinzbach: 2 Ster eichenes Scheiterholz, 31 Ster schäleichenes Prügelholz. Die Waldhüter Schmider in Erzbach und Spänle in Prtnzbach zeigen das Holz auf Verlangen vor. Offenburg, 24. Juli 1878 _ Ev. Stiftungenverwaltung. _ 2.1. Rindenversteigerung. 4264.2.2. Die Gemeinde Nordrach versteigert am Mittwoch den 31. Juli d. I., Dorm. 9 Uhr, - Das jüngere wnrde durch Fischer Grether vo» - Grenzach gelänget und wird morgen beerdigt. Das ältere ist bis jetzt noch nicht aufgefunden. I Möge dieser traurige Unfall zur Vorsicht und ! Warnung dienen! — Durlach, 22.Juli. Die gestern hier stattgehabte Versammlung reichsfteundlicher Wähler, in welcher Ministerialrath v. Stößer sein Programm entwickelte, war von etwa 500 Personen von Stadt und Land besucht. Sie erklärte sich einstimmig zur Kandidatur Stößer und versprach am 30. Juli ihre Schuldigkeit zu thun. — Im Pforzh. Beob. ist starker Kampf gegen Hördt, der, sagt man, der Candidat der vereinigten Demokraten und Socialdemokraten sei. — Mannheim, 23. Juli. (K.W.) Heute Nachmittag ist in unserer Stadt ein gräßliches Verbrechen verübt worden, indem der in den Schwetzinger Gärten wohnhafte Blechner Ritz seinem eigenen 2jährigen Kinde den Hals abgeschnitten hat. Näheres ist über diese That nicht bekannt. Der Mörder konnte nicht in Haft genommen werden, da derselbe krank und bettlägerig ist. — Hagenau, 22. Juli. (Seeb.) An der Hausrebe der Wittwe Kämmerer sind völlig reise Trauben. _ Offenburg, 26. Juli. Wafserwärme 17 Grad 8. in dem Rathhause ca. 200 Ctr. Fichtenrinden, wozu die Stetglusttgen anmit eingeladen werden. Nordrach, den 24. Juli 1878. Das Bürgermeisteramt. _ Spitzmüller. _ Osfenburg. 4285.3.1. Samstag den 3. August, Vorm. 10 Uhr, versteigere ich im hiesigen Rathhaussaale in 3 Abtheilungen das Hafer-Erträgniß ab 31/2 Zeuch Acker, auf der Kinzigmatte gelegen, wozu die Liebhaber eingeladen werden. _ Eduard Stöckle. Aimmermannsgeschirr- SS Holzversteigerung. 4272.2.1. Zimmermeister Feyhl Wwe. hier läßt am Dienstag den 30. Juli d. J„ stütz 8 Uhr anfangend, bei ihrer Behausung neben der neuen Turnhalle hier sämmtliches Zimmer- u. Schreinergeschirr und eine größere Partie Holzsorten gegen Baarzahlung versteigern, und zwar: 1 Flaschenzug mit Seil und Standebaum, 1 Schlagwerk, Deuchel- und andere Bohrer, 5 Hobelbänke, 2 Zimmerwagen, 1 großen neuen Schleifstein, 17 vollständige Bundgeschirre, 2 verschließbare Marktstände, Gerüst- flöcklinge und Zimmerböcke, Leitern, eichene und tannene Flöcklinge, eichene Bodenrippe, Drahtstiften, 1 Winde und sonstiges Zimmer- «nd Schreinergeschirr, 1 Copirpreffe, 1 Bettstatte. verschiedene Tische, 1 Chaffepotgewehr mit Datekan, 1 Sch wein stall, versch. Bücher, dabei Mayers Conversationslexicon, Dr. Mathes illustr. Baulexicon, Lübkes Geschichte der Architektur, Hügel Architekt. Taschenbuch und Moises Taschenbuch für die Bauwerke rc. Offenburg, den 25. Juli 1878. Willstätt. Fahrnißverstergerung. 4275.2.1. Donnerstag den 1. August d. I., Vorm. '/ 2 IO Uhr anfangend, läßt PH. Werner Wwe. von Willstätt in ihrer Behausung folgende Fahrniffe gegen gleich baare Bezahlung öffentlich versteigern: 1 Pflug und Egge, 1 Strohstuhl, 1 ausgerüsteten Leiterwagen, 1 Pferdgeschirr mit Kopsgestell, mehrere Weinfäffer, worunter eines von 1000 Liter, 2 Krautstanden, mehrere alte Ocfen, WirthSttsche und Tafeln, eine Ladeneinrichtung und sonst verschiedenen Haus- rath._ Holzkohlen werden verkauft Klosterstraße 258 in Offenburg. Joh. Neumater, 4015.6.5. Holz- und Kohlenhandlung. Amtliche Verkündigungen. Nro. 21,849. Ist zu O.-Z. 16 S. 16 übertragen S. 1116 des Firmenregisters und zwar weiter übertragen S. 154: „Gustav Schweiß hat sich am 4. Juni 1878 mit Emilie Pfähler von Offenburg ver- heirathet." Nach ihrem Eheverttag werfen die Brautleute je 200 M. in die Gemeinschaft ein und schließen alles gegenwärtige und künftige fahrende Vermögen mit Schulden von der Gemeinschaft aus. Rudolf Karl, welcher bisher mit August Adrion die Collectiv-Procura besorgte, ist gestorben und ist nun August Adrion für sich allein mit der Prokura betraut. Offenburg, den 24. Juli 1878. Großh. Amtsgericht. 4281. Saur. Offenburg . Samstag de« 2 7. Juli 1878 im Dreikönigsaale COtfCERT gegeben von den Herren Speigler (Baß), Gruft Spieß (Violine), Mitglieder der Großh. Hofbühne in Karlsruhe, und Fritz Steinbach (Piano). Anfang Abends 1 laS Uhr. Eintrittskarten zu 1 Mark find an der Kasse zu haben. Näheres besagen die Programme. 4246.2.2. Sommer-Maaren Gengenbach. Wahlversammlung. 4292.2.1. Sonntag den 28. Juli, Nachm. 3 Uhr, findet im Gasthaus zur Sonne dahier eine Wahlversammlung statt, wozu die hiesigen Einwohner und jene der umliegenden Ortschaften fteundlichst eingeladen werden. Gengenbach, den 26. Juli 1878. Der Ausschuß des deutsch- fteisinnigen Vereins. für Herren und Damen verkaufen von jetzt an zu sehr ermäßigten Preisen Gebrüder Bloch 4252.3.2. in Offenburg. Eine große Partie Stickereien (Festons) in den schönsten Desflns empfiehlt zu den Fabrikpreisen Offenburg. Gordian Wülste, 4289.2.1. Klosterstraße. Bad Erlenbad, 4278. Station Acher«. Tafel um 1 Uhr . Sonntag den 28. ds. bei günstiger Witterung Militär-Concert, Ball. Neue la. Holland. Vollhäringe Kronbrand per Stück 15 Pf. bei 4276. Franz Meier, Offenbura. Zahnarzt Ernst Deimling 4265.2.2. aus Karlsruhe fft von Freitag bis Sonntag in Offenburg Hauptstraße Nr. 190 zu treffen. Unter Garantie für besten Ofen- und Herdbrand nimmt Bestellungen auf Ruhrfettschrot, Rnhrstückkohle« und gewaschene Nußkohlen? von heute an, lieferbar sowohl im August als auch im September, zu dem gegenwärtig so günstigen Preisstande entgegen, wobei die Bezüge von Wagenladungen der Art im Preise berücksichtigt werden, daß es sich lohnen dürste, gruppenweise Waggons von 200 Zentner aufzugeben. Offenburg, im Juli 1878. Philipp Müller, 4241.8.2. Hauptstraße. Bierbrauerei gesucht zu kaufen oder z« pachte«. Näheres bei Hrn. Landmann, Keffelgaffe in Offruburg. 4279.2.1. Empfehlung. 4274.2.1. Unterzeichneter empfiehlt einen feinen Weißherbst (Feffenbacher) das Viertel zu 15 Pf., sowie kurz gesägtes Holz per Ctr. 1 M. 50 Pf. Wilh. Göring, Offenburg, Wein, u. Holzhändler, Goldgasse 538. Osfenburg. Empfehlung. 4219.2.2. Unterzeichneter bringt sein Lager in allen Sorten Mehl zu billigen Preisen in empfehlende Erinnerung. Ebenso kann auch Frucht gegen Mehl umgetauscht werden. Diouis Sauer, Bäckerei u. Mehlhandlung, Metzgerstraße Nr. 243. Abfallholz Mk. 4'/' per Maß, ist viel vorräthig zu haben in Gengenbach bei 67.28.Z. •Albert Taubert. Empfehlung. 4288.4.1. Einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum bringe mein Geschäft empfehlend in Erinnerung. Renchen. F. Wehrle, Maler. Offenburg. _ j4 Erntetanz Sonntag den 28. d. im Gasthaus zum HOilClt Kaiser,^ wozu höfischst Anzeige. 4247.8.2. Durch Ankauf einer weiteren, sehr großen Partie I. Qualität gebrauchter, aber noch so gut wie neuer Cauber-Schiefer, welche durch Abbruch von Staatsgebäuden erübrigt wurden, bin ich in der Lage Bauten zu auffallend billigem Preise einzudecken. Für Solidität des Materials wie Arbeit leiste ich jede Garantie. Offenburg, im Juli 1878. H. Wüstenrath. 4225.2.2. Glaser zum Kaiser. Pstästerergesuch. 4254.3.2. Bet Pflästerermeister Roman Eck in Emmendingen können einige gute Arbeiter bei gutem Lohn sogleich Arbeit finden. ^ 4255.2.2. Ein aut Möbl. 7I|r* Zimmer (Eckzimmer) im lÜM^ 2ten Stock ist zu ver- miethe» bei L. Buß» Uhrmacher. WohnnngSvermiethnng. 4290.2.1. Eine geräumige Wohnung mit Küche und Zugehör ist bis 1. Oetbr. zu vermiethen bei L. Hacker, Schreiner. Stetnhauergesuch. 4238. 3.3. 4—6 tüchtige Steinhauer finden sofort dauernde Beschäftigung bet Heinrich L. Hofwan«, Steinhauermeister in Offenburg. 4263.3.2. Eduard Kunz, Angelgasse 687, hat 2 LogiS, jedes mit 2 Zimmern, Küche und I Zugehör zu vermiethen. ] Wahlversammlung. 4283.2.1. Sonntag den 28. dieses findet in Appenweier im Saale zum „Adler" Nachmittags 3 Uhr eine Wahlversammlung statt, wozu die Einwohner von Appenweier und den umliegenden Ortschaften zu recht zahlreichem Besuche einladet: Der Wahlausschuß der nationalliberalen Partei. Wahlversammlung der fteisinnigen Partei Montag den 29. d., Abends V-9 Uhr, in der Brauerei Köhler, wozu sämmtliche Einwohner der hiesigen Stadt dringend zu recht zahlreichem Erscheinen einladet: Offenburg, den 26. Juli 1878. 4284.2.1. Der Wahlausschuß. Militär-Verein Offenburg. Generalversammlung am Donnerstag den 1. August, Abends 8 Uhr, im Bereinslokal. Tagesordnung: Abhaltung des Stiftungsfestes am 4. August, Wahl der Deligirten zum Verbandstag. Der I. Vorstand. Danksagung. 4277. Wir die Unterzeichneten sagen hiermit der hiesigen freiw. Feuerwehr, sowie der Bürgerschaft von hier und den Mannschaften von Schönberg bei Lahr, Entersbach und Steinach — Allen, Allen herzlichsten Dank für ihre Hilfe bei dem Brandnnglücke, welches durch Blitzschlag unseren allernächsten Nachbar I. Kelterer betroffen hat. Btberach, den 25. Juli 1878. F. X. Jehle, Bierbrauer, Erasmus Rtngwalb, Karl Gißler, Josef Jehle. Osfenburg. Kutscher gesucht zum baldigen Eintritt. 4291.3.1._H. Pfähler. Offenburg. Zimmervermietung. 4233.2.2. Ein möblirtes Zimmer in der Hauptstraße Nro. 200 ist bis 1. August zu vermiethen. Für die Redaktion verantwortlich: A. Re'sf. — Druck and Verlag vou Ä« Reiff u Cie.