ciU ilti stet Amtliches Nertrundigungsblatt für den Kreis Offenburg sowie für daS Bezirksamt und Amtsgericht Offcnburg. Erscheint täglich mit AnSnahme MontaaS und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 Mark 70 Pfennig, durch die Post bezogen im ganzen deutschen Postgebiet 1 Mark 90 Pfennig — Einrückungsgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 12 Pfennig. Nro. 261 . Vffs«b«rg, Freitag den 8. November 18787 abati thaui 8.3.2 einge- iburg Politische Wm-sch«u. Karlsruhe, 6. Nov. (44. öffentliche Sitzung der zweiten Kammer unter dem Vorsitze des Geheimraths Lamey) Fortsetzung der Berathung des Berichts der Justizkommission über den Gesetzentwurf die Einführung der Reichs-Justizgesetze betr. Der § 5 des Vorschlages der Justizkommisston wird unverändert, dem Regierungsentwurf gemäß, angenommen; er lautet: Die Schwurgerichte bleiben zuständig für die mit der Presse verübten Verbrechen und Vergehen mit Ausnahme: I) der Fälle des 8 184 des St.-G.-B, 2) der Beleidigungen, welche nicht unter § 196 oder § 197 des St.-G.-B. falle» oder nur im Wege der Prioatklage verfolgt werden, und 3) der Fälle der §8 18 und 28 des Preßgesetzes vom 7. Mai 1874. Der 8 6 lautet nach dem Vorschlag der Kommission: Zur Entscheidung über vermögensrechtltche Ansprüche, deren Gegenstand in Geld oder Geldes werth die Summe von 10 M., in Städten mit mehr als 3000 Einwohnern 30 M., nicht übersteigt, zwischen Parteien, welche in der gleichen Gemeinde ihren Wohnsitz, esne Niederlassung oder im Sinne der §§ 18 und 21 der Z.-Pr.-O. ihren Aufenthalt haben, sind die Bürgermeister, bezw. deren gesetzliche Stellvertreter zuständig. Unter diesen Voraussktzungen kann der Kläger die Entscheidung des Bürgermeisters auch wegen Ansprüchen bis zum Werthe von 80 M. anrufen. Der Abg. Schoch spricht seine Befriedigung über die Erhaltung der Gemeindegerichte u. der Zuständigkeit des Bürgermeisters aus; er halte dies für ein viel beffereS Mittel, der Prozeßsucht entgegenzuwirken, als die vom Abg. Huffschmid belobte Erhöhung von Prozeßkosten; Gemeindegerichte sind am besten in der Lage, manche Prozeffe von al vornherein abzuschneiden. Er findet aber eine bedauerliche Beschränkung in der Bestimmung, daß die Gemeindegertchte uur dann einzutreten haben, wenn beide Parteien am nämlichen Orte ihren Wohnsitz haben. Darin liege eine Erschwerung, z. B. für Aerzte u. dergl., welche j) tm i bei Obst 'derer wem htigei Kau erliä ohnl fernerhin nicht mehr in der Lage sein werden, ihre Forderungen in den einzelnen Orten ihres Bezirkes mit Hilfe der Bürgermeister etnzutret- ben, sondern der kostspieligen Hilfe der Gerichte bedürfen. Auf kleine Forderungen verzichte man dann vielleicht lieber, um der Kostspieligkeit deS Verfahrens willen. Dies im Elsaß schon länger bestehende Verfahren habe er als bedenklich zu erkennen Gelegenheit gehabt. Freilich wird zugegeben, daß das Reichsgesetz hierin entgegenstehe. Abg. Huffschmid verwahrt sich, als hätte er möglichst hohe Prozehkosten gewünscht; er sei weit entfernt, den unbemittelten Leuten das Recht erschweren zu wollen, aber er zweifle nicht, daß doch das künftige Gerichtskostengesctz, namentlich durch das Verlangen des Kostenvorschuffes, eine gewisie Dämpfung der Prozeßsucht ergeben werde. Wer z. B. erlebt habe wie an einer Schöffenge- richtssttzung 20 Ehrenkränkungsklagen vorkamen, werde die Einschränkung des muthwilligen Pro- zessnens nur mit Freude begrüßen. Die bürgermeisteramtliche Justiz habe sich nach den bisherigen Erfahrungen als zweckmäßig bewährt, darum sei er für die Beibehaltung, möchte sogar eine Erweiterung derselben. Abg. Junghanns wünscht die Bürgermeister auch mit der Befug- niß ausgestattet, Vergleiche zum Vollzug zu dringen. Justizprästdent Hr. Grimm findet den jetzt gen Entwurf für ausreichend; man möge die Erfahrung abwarten. Was das Handgelübde betreffe, so kenne die deutsche Prozeßordnung überhaupt diese Einrichtung nicht; es sei an sich bedenklich, lieber verzichte man auf diese Be- theuerungsformel und wähle entweder die einfache Aussage oder den Eid. Zum Vollzug von Vergleichen — der Bemerkung des Abg. Junghanns gegenüber — sei der Notar unentbehrlich. Die bisherige Befugniß der Bürgermeister bleibe, wie Abg. Schmidt bemerkte, auch nach den künftigen Bestimmungen aufrecht erhalten. Der 8 6 wird sodann unverändert angenommen. $1 lautet: Das Justizministerium kann die Abhaltung von regelmäßigen Gerichtstagen außerhalb des Amts- gerichtssttzes anordnen. Der Abg. Kiefer bemerkte hierzu erläuternd, daß man mit der Ermächtigung an die Justizverwaltung, solche regelmäßige Gerichtstage da avhalten zu lasten, wo die Nothwendigkeit in Folge von Aenderung in VerkehrSverhältniflen es nöthig mache, einen gewisten Spielraum geben wolle, als ein Mittel zur Förderung der Justiz. Justizpräsident Dr. Grimm hatte diesen Paragraphen, welcher von der Kommission eingeschaltet worden, für un- nöthig gefunden; wenn der Regierung die Befugniß, die Gerichtssttze zu bestimmen, erhalten bleibe, werde selbstverständlich auch dieser Zusatz wieder wegfallen. Der 8 8 wird unverändert angenommen. Es folgt nun Titel III. Richteramt, Staatsanwaltschaft und Stellvertretung. 8 9: »Die Prüfungen, durch deren Ablegung die Fähigkeit zum Richteramte oder zur Anstellung als Staa's- anwalt erlangt wird, sowie der Vorbereitung - dienst werben durch Gesetz geregelt." Es ist ein Antrag der Abg. Bechert. Schmidt und Genosten eingekommen, wonach dieser Vorschlag der Justizkommisston gestrichen werden soll. Abg. Kiefer vertheidtgt den Beschluß der Justizkommisston, wie schon in deren Bericht deS Näheren dargelegt worden. Justizprästdent vr. Grimm bittet, diesen Gegenstand nach bisheriger Uebung der Regierung zu überlasten; der Stoff an sich sei nicht dazu angethan, im Gesetzeswege geregelt zu werden. Das Gesetz in Preußen selbst enthalte nur die Grunbzüge, überlaste alles Uebrige dem Verordnungswege. Der jetzige Zeitpunkt sei auch gar wenig geeignet dazu, da die Entwickelung der rechtlichen Verhältnisse sich noch nicht genügend überschauen laste. Abg. Huffschmid tritt für Behandlung des Gegenstandes im Gesetzeswege ein, da er in die persönlichen Rechte tief eingreife. Die Verordnung vom Jahre 1852, wo den Juristen eine zweite Prüfung plötz/ich auferlegt wurde und eine Reihe von Leuten das Unglück erfuhren, ihrer Rechte verlustig zu gehen, liefern den Beweis, welch' Unheil durch Verordnungen in dieser Hinsicht entstehen könne. Abg. v. Feder will gesetzliche Feststellung, da der Gegenstand gar zu tief die Familien, die Eltern der Juristen und deren Geldbeutel be- irt, * Des Vaters Schuld. Roman von O. Bach. (Fortsetzung.) Ein tückisches Lächeln zuckte um die Lippen Anatoles; ein plötzlicher Gedanke schien lein Gehirn zu durchzucken; denn seine Augen hefteten sich mit einem sonderbaren Ausdruck.auf das frohbewegte Antlitz des Grafen, und -feine Hand auf dessen Arm legend, sagte er: »Wenn es Ahnen Ernst ist, Graf Eglofftein, daß die Vergangenheit begraben sein soll, und Sie uns freundliche Gesinnungen bewahren wollen, so geben Sie mir ein Zeichen «r Versöhnung. Ich gehe kort von hier und nie mehr oll mein Weg den Ihren kreuzen; glauben Sie mir. «ß wir nicht mehr zürnen; trennen wir uns noch licht in diesem Augenblicke, sondern geben Sie mir tne kurze Strecke das Geleite, damit wir wie in frü- od. »eren besseren Zeiten noch einmal plaudern können. Las- Vach Sie uns als Freunde scheiden l* x ^ Seine Augen hingen lauernd an dem Antlitz des Gra» u _ e», in dessen Zügen sich eine gewaltige Bewegung «sdrückte; gespannt verfolgte er jede Miene Eglcfsteins, *• o inb als dieser mit einem erleichternden Seufzer ihm « Hand hinstrcckte und sagte: »Gut, es fei, Sie fol- Ul sehe«, daß die Eriuverung an jene Zeit, trotz ihrer nheilvollev Folgen, dennoch ihre Macht nicht ganz erkoren hat; ich werde Sie begleiten," strahlte eine triumphirende Freude über Ducloze's Gesicht; ein tückisches Lächeln schwebte um seinen Mund. »Also gehen wir," rief er mit heiserer Stimme. Die Gräfin und Leopoldine blickten voll Befriedigung dem abreisenden Franzosen nach, der sich mit überschwängliche« Danksagungen für die gastliche Aufnahme bei ihnen empfohlen hatte. Sie lächelten dem Grasen freundlich zu, als er mit einem an ihm so fremden heiteren Gesicht ihnen sagte, er wolle »den Freund" nur bis zur Eisenbahn begleiten, um dann recht lange bei ihnen zu bleiben. Als der Wagen mit den beiden Herren fortrollte, als der Graf noch einmal den Hut schwenkend, ihnen zunickte, blickten Mutter und Tochter sich fragend an und Lcopoldine meinte scherzend: »Mit dem Menschen scheint der böse Geist des Vaters von ihm gewichen zu sein, als er in den Wage« stieg, erschien mir der Vater viel jünger und viel hübscher als früher; o» Mama, jetzt glaube ich an eine frohe Zukunft; denn wenn der Vater so heiter wiederkehrt, wie er von uns gegangen, dann vertraue ich ihm mein Glück und meine Hoffnung an." »Ich wünschte, er wäre hier geblieben," seufzte Diana; „so lange er mit diesem Manne zusammen ist, kann ich nicht ruhig sein." »Warum hast Du cS nicht verhindert, daß er ihn begleitet?" fragte Leopoldine hastig. »Weil ich keinen Einfluß auf Deinen Vater habe, Kind, und er noch nie geduldet hat» daß ich mich um seine Angelegenheiten kümmere. UebrigenS hoffe ich, wird er bald wieder bet uns sein und dann, mein Herz, sollst Du ihm alles sagen." — »Wie schön die Gegend ist," begann Ducloze, nachdem er eine kurze Strecke mit dem Grafen gefahren war, »wahrhaftig, ich hätte Lust, die Berge die so verführerisch uns zuwinken, zu besteigen. Laffen Sie den Wagen mit dem Gepäck weiter fahren; wir. dächte ich» machen den kurzen Weg zu Fuß. ES muß sich reizend auf den schmalen, grünen Wegen plaudern laffen." „Meinetwegen, Ducloze," entgegnete der Graf gut gelaunt; „ich kenne zwar die Berge sehr genau, allein für Sie, der diese Gegend wohl nie wiedersteht —" „Sie hätten sagen müffen, hoffentlich nie wicdersteht," warf Ducloze spöttisch ein; denn bei aller Freundschaft werden Sie doch wohl nicht wünschen» daß ich Ihnen noch einmal begegne." Sie halten während des Gesprächs den Engpaß erreicht. Der Weg war schmal; die steile Felswand erhob sich in riesiger Höhe, auf der andern Seite gähnte «in Abgrund der durch Steingeröll und wild wucherndes GraS und Gestrüpp verdeckt wurde. Die beiden Männer konnten nur schwer neben einander gehen; da der Weg schmal war und die vielen abgebrochenen Zweige ihn uneben, ja gefährlich machten. Ducloze ließ den Grafen ein wenig vorausgehen, der, ohne sich umzuwenden, bemerkte: »Wieso? Jetzt, nachdem wix über die gefährlichen Punkte unserer Bekannt- rühre. Die Kegierung möge den guten Rath unid die Mitwirkung der Kammern nicht verschmähen. Der Berichterstatter Kiefer widerlegt zum Schluß die Einwendungen. Alle wissenschaftlichen Größe» hätten stch für Regelung durch Gesetz ausgesprochen. Der Vorgang Preußens beweise das Bedürfniß der gesetzlichen Regelung. Die Kommission wolle kein in's Einzelne gehendes Prüfungsgesetz, sondern nur die grundsätzliche Feststellung der Vorbedingungen des richterlichen Berufes. Rach einigen persönlichen Bemerkungen der Abgg. Bär und Bechert wird über den Antrag Bechert abgestimmt. Da zweifelhaft ist, ob er die Mehrheit gefunden hat, läßt der Vorsitzende die Gegenprobe vornehmen, welche sodann ergibt, daß der Antrag Bechert die Mehrheit erhält. Der § 9 des Kommisstonsentwurfes kommt damit in Wegfall. Freiburg (Schlesien?), 2. Nov. In den hiesigen Gegenden mit orthodoxer Bevölkerung wird vielfach eine Agitation zur Auswanderung nach Südrußland betrieben unter dem Vorgeben, daß nach der Offenbarung Johannis die Ankunft des AntichristS nunmehr nahe fei und daß Gott dem russischen Reiche das Berguvgs - Monopol verliehen habe. Dabei wird von den Agenten geltend gemacht, daß die russische Regierung den strenggläubigen Einwanderern zehn Jahre Steuer- und Militär-Freiheit, sowie zollfreie Einfuhr aller für den Konsum und Gebrauch nöthigen Maaren zugesichert habe. Die Leitung der Agitation geht von dem baierischen Pfarrer Clöter zu Illen schwang auS und wird derselbe von dem in dieser Gegend wuchernden Separatismus nur zu bereitwilligst unterstützt. Berlin, 4. Roo. Die Wahl v. Forckenbeck's zum ersten Bürgermeister von Berlin hat die köntgl. Bestätigung erhalten. Gleichzeitig ist demselben der Titel „Oberbürgermeister" für seine neue Stellung beigelegt worden. Bekanntlich wird dieser Titel vom König verliehen. Berlin, 4. Rov. (F.J.) Nach römischen Berichten sollen stch die Unterhandlungen, welche augenblicklich noch zwischen Berlin und dem Vatikan schweben, weniger aus allgemeine Fragen beziehen, als vielmehr zunächst nur auf die Regelung der elsaß lothringischen Diözesan-Angele- genhetten, welche seit der Abtrennung dieser Provinzen noch keine endgtltige Regelung erfahren haben. Berlin, 8. Rov. Von den im Jntereffe deS Herzogs von Cumberland der preußischen Regierung gemachten Anträgen, betr. die Freigebung des Welfenfonds, ist an unterrichteter Seite nichts bekannt. — Die Polytechniker und Gymnasiasten zu Livorno protestiren gegen daS verruchte Circular wegen Gründung eines Nobilings-Ver- eins. Die Anstifter sind noch nicht entdeckt. Wim, 5. Nov. (Durch Linienstörung verspätet.) Abgeordnetenhaus. Die Adreßberathung wurde heute fortgesetzt. Bei Beginn der Sitzung ergriff Finanzminister v. Pretis das Wort, um Namens der einstweiligen Regierung deren Vergangenheit zu vertheidigen. Er schiebt die Hauptverantwortung dem Grasen Andraffy zu. Für das Ergebniß der Berathung ist die Erklärung von Pretis' ohne Bedeutung. Bon der Mehrheit sprachen Schaup und Menger für die Adresse. schüft hinweg stpd, wäre cs mir nicht unangenehm. Sie und ich stnd hefriedigt, was wollen wir mehr?" Der Franzose war dicht hinter dem Grafen, immer enger und gefährlicher wurde der Weg, ste mußten ihr ganzes Augenmerk darauf richten und eine kleine Paus, nur unterbrochen durch das Geräusch herabrollender Steine, welche durch die Schritte der Fußgänger losgelöst wurden, trat ein. Ducloze warf einen Blick hinunter, ein teuflisches Lächeln flog dabei über sein Gesicht. „Und würden Strauch FleurettenS Anblick ertragen?" fragte er plötzlich, „wenn ste mit mir und —" „Lasten wir doch das Fragen," meinte der Graf ungeduldig, indem er sich rasch umwandte, „die Zukunft wird ja lehren, ob eS mir Ernst mit der Versöhnung ist oder nicht. Der Weg ist übrigens abscheulich hier," fuhr er verdrießlich fort; „ich war ein Narr, daß ich Ihren Wunsch erfüllte. Wir konnten es so bequem haben und wegen einer Laune» die ich bei Ihnen unbegreiflich finde, muß ich mich hier quälen. Ich liebe kein Vergnügen, das mit Gefahr verbunden ist." ^Fortsetzung folgt.) — Geueraladjutant v. Beck besuchte am SamS- tag daS Militärspital in Serajewo und sprach sich den Aerzten gegenüber dahin aus, daß alles Mögliche für die Pflege der Kranken gethan sei. Er gab somit den Aerzten Genugthuung für die denselben vom F.-M.-L. v. Philippovic gemachten Vorwürfe. — Die Delegirten des Abgeordnetenhauses einigten Ach, den Grafen Co- ronini zum Präsidenten der östreichischen Delegation zu wählen. Die erste Sitzung der Delegationen findet am Donnerstag in Pesth statt. Konstantinopel, 6. Nov. Der britische Bevollmächtigte Wolf unterbreitete der ostrumeli- schen Kommission eine freisinnige Vorlage Betreffs der Neubildung Rumeltens. — Die Russen hielten eine 800 Mann starke Bulgarenschaar beim Eindringen in Mazedonien an. Rom, 4. Nov. (Durch Linienstörung verspätet.) Minister Zarnadelli hielt gestern vor seinen Wählern in Jseo eine von diesen mit Beifall aufgenommene Rede; es heißt darin: Er habe stets seine Grundsätze bezüglich der öffentlichen Frei heiten und der individuellen Rechte, insbesondere des Vereins- und Versammlungsrechtes, beibehalten, weil sonst in das Repräsentativsystem Zwei» sei und Verwirrung gebracht würden. Der Minister rechtfertigte die Haltung des Kabinets gegenüber der Italig, irrsäsnta, tadelte die Bar- santi- Kasinos und betonte, daß die öffentliche Ruhe niemals gefährdet gewesen sei, sonst würde die Regierung thatkräftig gehandelt haben. Die republikanische Partei Italiens sei niemals schwächer und ungefährlicher gewesen als jetzt. Den Umtrieben 'der Internationalen müffe man aufmerksam folgen, obwohl dieselben in Italien wenig verbreitet seien. — Diritto schreibt: Der franz. Minister deS Auswärtigen, Waddington, habe in einem Rundschreiben an die Großmächte die Ansicht ausgesprochen, daß, nachdem die unmittelbaren Verhandlungen zwischen Griechenland und der Türkei gescheitert seien, nunmehr für Europa der Augenblick gekommen sei, kraft des Berliner Vertrages seine Vermittelung aufzuerlegen, und zwar mittelst gleichlautender Noten, durch welche die Pforte aufgefordert würde, die Grenzberichtizung im Grundsätze zuzugeben und Delegirte zur Feststellung der neuen Grenze mit griechischen Delegirten zu ernennen. Dieser Antrag Frankreichs sei von Italien, Deutschland und Rußland angenommen worden. Pari-, 2. Nov. LouiS Veuillot setzt im „Unt- vers" feine Angriffe gegen den verstorbenen Bischof Dupanloup fort und preist heute die Kirche glücklich, daß derselbe mit seinen Ideen nicht durchgedrungen sei; sonst würde der Syl- labus vertagt, die Verkündigung der Unfehlbarkeit zum wenigsten für ungelegen erklärt und die Reform der gallikanischen Liturgie zurückgewiesen worden sein, mit einem Worte, die liberale katholische Partei hätte trtumphtrt, welche Pius IX. für gefährlicher als den Radikalismus erklärt habe. Die in Orleans bet Gelegenheit des Leichenbegängnisses von Dupanloup versammelten Kirchenfürsten haben stch ganz offen gegen Louis Veuillot erklärt, und einer der dort anwesenden Kardinäle äußert sogar, daß „der Chef- Redaktör des „Unioers" heute in der Kirche nicht mehr zähle." Aber Frankreich hat jetzt 1407 Jesuiten mit 87 Klöstern oder Erziehungs- Anstalten, und auch der päpstliche Nuntius steht noch immer auf der Sette Veuillot's. Der Nuntius wohnte auch keineswegs dem Trauer- Gottesdienste zu Ehren Dupanloup's in der Notredame - Kirche an; er ließ sich nicht einmal vertreten. Paris, 6. Nov. Das Journal officiel meldet: Die Bevollmächtigten Frankreichs, Belgiens, Griechenlands, Italiens und der Schweiz Unterzeichneten gestern eine Münzübereinkunft, welche die Münzunion aufrechtrrhält und dieselbe bedingten Abänderungen unterwirft. Paris, 6. Nov. Die Agentur Havas schreibt aus Rom: Der König wurde in Modena und Bologna begeistert empfangen. — Der Vatikan wird demnächst einen neuen Versuch bei der Berliner Regierung machen, um wenigstens die leichtesten Fragen, wie die Versehung der verwaisten Bischofssitze und Pfarreien, zu lösen, ohne einer späteren endgilttgen Unterhandlung vorzugreifen. London, 6. Nov. DaS Büro Reuter meldet aus Simla vom 8. d.: Es läuft das Gerücht um, die Bevölkerung von Kohistan hätte stch gegen den Emir von Afghanistan empört und den Befehlshaber getödtet. Der Emir sandte eine starke Truppenmacht zur Wiederherstellung der Ruhe ab. New-Vork, 6. Nov. Die Republikaner sin» siegreich in den Staaten New A irk, New-Jersey, Connecticut, Illinois, MaffachusettS, Michigan, Minnesota, Newhampshire, Pennsylvanien, Rhode- Jsland, WiSconstn, Kansas und Nebraska. Die Demokraten stnd siegreich in Alabama, Arkansas, Delaware, Florida, Georgia, Kentucky, Louisiana, Maryland, Mississippi, Missouri, Nordkarolina, Südkarolina, Tennessee, Texas und Vtrginien. Die Republikaner gewannen eine große Anzahl Kongrcßsttze. _ Telegraphische Nachrichten Berlin, 6. Nov. Der Reichsanzeiger veröffentlicht die Bestätigung der Wahl v. Forckenbeck's zum Oberbürgermeister von Berlin, ferner die vom Kronprinzen unterm 3. November erlaffen e Verordnung betreffend die Einberufung betdec Häuser des Landtages auf den 19. November. Berlin, 6. Nov. In einem Artikel der Prov - Korr., welcher die Ueberschrift trägt: „Der kirchliche Friede und die Zentrums Partei," wird die befremdliche Haltung dieser Partei in der Presie und im Parlamente gegenüber den Verständigungs-Versuchen zur Herbeiführung deS kirchlichen Friedens dargelegt; dieselbe könne nur durch die Eigenthämltchkeit der Zusammensetzung und Leitung der Zentrumspartet erklärlich gefunden werden, die stch als Vertreterin der kirchlichen Jntereffen der deutschen Katholiken geberde, in welcher aber ganz andere, rein politische, mit den wirklichen Jntereffen der römischen Kirche absolut nichts gemetnhabende Gesichtspunkte maßgebend seien. Der Artikel schließt: Wenn das aufrichtige Streben der deutschen Regierung im Verein mit dem friedliebende» Papst für die Wiederherstellung des kirchlichen Friedens in Deutschland wirklich dauernd gelingen soll, so muß durch die berufenen kirchlichen Autoritäten und aus der katholischen Bevölkerung heraus dem verwirrenden und vergiftenden Treiben einer Partei ein Ziel gesetzt werden, deren einflußreichsten Führern das kirchliche Jntereffe nur ein Deckmantel für politisch unterwühlende Zwecke ist und welche der Erwartung des Papstes bezüglich der Treue der kath. Unterthanen des deutschen Reichs durch ihr ganzes Verhalten offen Hohn sprechen. Vermischte Machrtchten. — Offenb ur g. (Theater.) Wir wollen nicht verfehlen auf daS heute zur Aufführung kommende Stück „Amnestie" ganz besonders aufmerksam zu machen. Einsender hatte Gelegenheit daffelbe in Stuttgart zu sehen, und kann es daher mit gutem Gewissen als ein ganz vorzügliches Schauspiel empfehlen. — Karlsruhe, 6. Rov. In Folge höherer Anordnung kommt auf den 1. Januar k. I. ein neues Frachtbriefformular zur Einführung; dieses ist in allen Verkehren zur Anwendung zu bringen und ist den Etsenbahnverwaltungen nicht gestattet von gedachtem Zeitpunkte ab das bisherige Formular zuzulaffen. Das neue Formular kann bei einer großen Zahl Druckereien schon demnächst bezogen werden. — Pforzheim, 8. Nov. Der in der Berliner „D. M.-Z." erschienenen Liste der Abstimmung über Schaffung eines volkswirthschaft- lichen Senats entnehmen wir, daß der Vertreter der Handelskammer Pforzheim für einen solchen gestimmt hat; ebenso die Vertreter von Karlsruhe, Mannheim und Offenburg. — Aßmannshausen, 3. Nov. WaS die Qualität unseres Neuen betrifft, so können wir zufrieden sein; der Mostgehalt ist 100 Grad; aber die Quantität läßt viel zu wünschen übrig. Es ist ungefähr ein Zehntelherbst. — Der Wehrmeister Lais von Wehr bet Lörrach ging in einer der letzten stürmischen sichte an die Wiese, die sehr stark angeschwollen u um den Zustand deS Wehrs zu besichtigen. Der Wind blies ihm das Laternenlicht auS und brave Mann verunglückte in der stockfinstern Mcht, indem er einen Fehltritt that und in den ätzenden Fluß gerieth, der ihn fortriß. Er ijoterläßt eine Frau und 4 Kinder. — Dürkheim, LS. Okt. (D.Anz.) Gestern .Morgen schickte Bürgermeister Schowalter von Lackenheim seine 8 Hcrbstleser nebst Fuhrwerk u seinen in hiesiger Gemarkung in der 20 gruchgrwann gelegenen Wingert, um zu herö- w. Als die Leute ganz in die Nähe des Wingerts kamen, sprangen 4 fremde Burschen «it Kübeln voll Trauben beladen aus dem Wingert. Mehrere Taglöhner eilten den Vorlesern nach, erwischten aber nur noch einen der- :n, welchen sie in Gewahrsam brachten. J zuvor sollen 5 Personen in demselben itegcTt gewesen sein, allein die Vorübergehenden glaubten, es seien die Leute des Eigenthümers. Dm 8 Taglöhnern und dem Fuhrwerk war mn die Arbeit gespart; ste fuhren leer nach sause, indem nicht eine Traube mehr zu finden ;at. ES waren dem Wingert, welcher über nuen Morgen (2614 Ltöcke) groß ist, 5—600 !iter Most geschätzt. — Barmen, 1. Nov. Ein Bauunternehmer, welchem ein Neubau einstürzte, wobei zwei Personen das Leben verloren, ist verhaftet worden. — Hamburg, 2. Nov. Der Hamburg- Amerikanischen Packetfahrt-Aktieugesellschast wurde Seitens des kaiserl. Generalpostamtes in Berlin die Besugniß erlheilt, die Bezeichnung „Kaiserlich deutsche Post" zu führen. — Wien, 4. Nov. In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag wurde Wien durch den plötzlichen Eintritt eines in seiner Art beispiellosen Naturereignisses ausier Verkehr mit der übrigen Welt gesetzt und förmlich isolirt. Das wirklich großartige, über mächtige Eisensäulen gespannte Telegraphennetz der Stadt, von dem die telegraphischen Linien nach allen Weltgegenden auslaufen, ist durch einen starken Schneefall und Sturm, der im Laufe der genannten Nacht eintrat und etwa 12 Stunden anhielt, so beschädigt worden, daß die Herstellung längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Die telegraphische Verbindung ist überallhin unterbrochen. — London, 2. Nov. Ein großes Unglück ereignete sich im irischen Kanal. Der Dampfe, der Nationallinie „Helvetia" und der Admtrali- tätskutter „Fanny" stießen in der Nähe des Leuchtthurmfelsen TuSkar (SW. von Wexford) aufeinander. Die „Fanny" ging unter und «kt ihr versanken 17 Personen der Mannschaft, der kommandirende Offizier eingeschlosien, in den Fluthen. — London, 2. Nov. (Kö.Z) Die BildungS- anstalt für katholische Theologen in Maynooth, nahe bei Dublin, wurde gestern von einer FeuerS- brunst heimgesucht. Die Flammen wurden erst in der Nacht gelöscht, nachdem zwei Flügel deS großen Gebäudes vernichtet und für mindestens 10,000 Pfd. Sterl. Schaden gestiftet worden. Die Anstalt vermochte jetzt gegen 500 Zöglinge unterzubringen. Das Feuer brach gestern früh 9 Uhr unerwartet im südlichen Flügel aus. Die dort befindlichen Insassen konnten sich nur mit knapper Noth retten. Es wurden Feuerspritzen aus Dublin herbetgeholt, die Zöglinge halsen nach Kräften löschen und retten. Durch ihre Anstrengungen wurden die Bücher aus der Bibliothek in Sicherheit gebracht, während die Bibliothek selber ziemlich erheblich beschädigt wurde. Die Windstille kam den Löschmannschaften zu Statten. Oeffentliche Aufforderung. Nro. 32,625. Der Katholische Kirchenfond irinzbach besitzt in der Gemarkung Biberach eit urdenklicher Zeit folgende Liegenschaften: Grdst.«Nr. 2393: 85 Ar 10 Meter Wiese, Breitmatte, Grdst.-Nr. 2394: 47 Ar 10 Meter Acker, Brcitmatte, Grdst.-Nr. 2405: 34 Ar 74 Meter Acker, Retherwald, »lche in das Grundbuch nicht eingetragen find. Es werden nun Diejenigen, welche etwa auf lese Grundstücke dingliche, lehenrechtliche oder deicowmisiarische Ansprüche machen wollen, auf- efordert, solche binnen 4 Wochen rzumelden, widrigenfalls solche Ansprüche dem tzigen Besitzer, künftigen Erwerbern und Unter- sandsgläubigcrn gegenüber verloren gehen ürden. Offenburg, den 4. Novbr. 1878. Großh. Amtsgericht. *39.Saur.Ludwig. jroßh. -ad. Staatseisenbahnen. 5849. Unter Bezugnahme auf unsere ekanntmachung vom 16. Mai d. I. in r. 131 der Karlsruher Zeitung bringen ir in Erinnerung, daß mit dem 1. anuar 1879 ein neues Frachtbrieffor- ular zur Einführung gelangt und vom eichen Tage ab das alte Formular nicht ehr verwendet werden darf. Nähere Auskunft ertheilen unsere Ex- ditionen. Karlsruhe, den 6. Novbr. 1878. Generaldirection. 3832.2.2. Die Stadtgemeinde Offenburg vergüt am Samstag den 9. Novbr. d. I., . Morgens 10 Uhr, dem Rathhaus daselbst die Lieferung sammt iführen von ca. 40 «dm Rheinkics auf die inalstraße nach Hesseihurst (Gottswald), iu Liebhaber ringelnden werden. Die verehrt. Bürgermeisterämter Marlen, Weuer und KittetSburg werden ersucht, * Versteigerung ortsgebräuchlich bekannt j m zu lasten. Ussenburg, den 5. Novbr. 1878. . ! Gemeinderath Das Stäbtbauamt jj- Volk. _ FrÜhsorger. Fahruißverstetgeruug. £89.2.2. Aus der Berlastenschast des dahier "euhausen verlebten LeibgedtngerS Sympho- j rian Harter werden Dienstag den 12. Novbr. d. I., Vorm. 8 Uhr, die vorhandenen Fahrniste im Sterbehaus söffent- lich versteigert, als: . Verschiedenes Schreinerwerk, 1 großer Lehnsessel, 4 ausgerüstete Betten, Bettzeug, Leinwand und Getüch, Mannskleider, Küchengeschirr, Faß und Bandgeschirr, 1 Wannmühle, 1 ausgerüsteter Wagen, 1 Pflug u. 1 eisene Egge, Schalt- und Schubkarren, 1 Strohstuhl, Feld- und Handgeschirr, 100 Cevtner Heu, 140 Stück Garben, 2 Milchkühe, 2 Schweine, ein Haufen Dung und sonst verschiedener Hausrath. Zell a. H., den 26. Oktbr. 1878. Das Bürgermeisteramt. Moßmann. _vdt. Marx. Gruubfuhrlohu- und Trägerlohn- Versteigerung. 5823.2 2. Samstag den 9. November d. I., Vorm. 10 Uhr, wird auf diesseitigem Geschäftszimmer der Fuhrlohn für das Verbringen von 9,4 Cubikruthen — beim Frauenweg und Weingartenweg lagernden — Grundes zu den Spitalreben im Spitalberg, sowie des Lohns für das Tragen desselben in diese Reben im Abstrich öffentlich versteigert. Offenburg, den 2. Novbr. 1878. St. Andreas- Hospitalfondsverrechnung. Steigerungs-Ankündigung. 5663.8.3. In Folge richterlicher Verfügung werden die den Ziebert Alexander u. Cie. gehörigen Liegenschaften am Dienstag den 12. Novbr. d. I. Morgens 9 Uhr, auf dem Rathhaus dahier öffentlich versteigert, wobei der Zuschlag erfolgt, wenn dag höchste Gebot den Schätzungswerth oder mehr erreicht. Beschreibung der Liegenschaften. 1. Pl.-Nr. 9, Gewann im Ortsetter, Stadtgraben: 7 Ar 46 Meter Gemüsegarten, 82,9 Ruthen, einers. Anton Tonoli, anders. Karl Buch» holz, tax. zu. 2050 M 2. Pl.-Nr. 18, Gewann Schuhgaste: 56 Ar 52 Meter Acker, 1 Morgen 228 Ruch., einers. Xaver Schreiber, anders. G. Pfähler Wwe., tax. zu 3080 M. 8. Pl.-Nr. 22, Gewann Galgenfeld: 21 Ar 51 Meter Ackerland 239 Ruth, einers. Anton Sälinger, anders. Aufstößer, tax. zu 1030 M. 4. Die Hälfte an Pl.-Nr. 47, Gewann Stegermatte: 26 Ar 73 Meter Wiesen, 297 Ruth., 1 Hektar 24 Ar 65 Meter Ackerland, 3 Morgen 185 Ruth., jeiners. Weg, anders. Dominik Staudinger, tox. zu 4600 M. 5. Pl.-Nr. 47, Gewann Bauernpfuhl: 63 Ar 36 Meter Ackerland, 1 Morgen 304 Ruthen, einers. Peter Weber, anders. Theodor König, tax. zu 2400 M. 6. Pl.-Nr. 57, Gewann Krumcr: 21 Ar 44 Meter Ackerland, 238,2 Ruth., einers. Josef Gromer, anders. Joh. Geck Wwe, tax. zu 685 M. 7. Pl.-Nr. 47, Gewann Stegermatte: 29 Ar 79 Meter Wiesen, 331 Rath., einers. Karl Bahr Wwe., anders. Weg, tax. zu . . 1290 M. Offenburg, den 19. Okt. 1878. Der Großh. Notar: _ Serger. _ Ofsenburg. Gebrannte Trebern werden von heute an wieder billigst abgegeben in der Branntweinbrennerei von 5817.2.2. _ G. SS L. Stein. Feinster Dorsch-Leber- thran fast geruch- und geschmacklos in Flaschen mit gestempeltem Metalloerschluß ä 60 Pf.. M. 1. und M. 1. 70. ächt zu haben bet Philipp Müller in Offenburg, Hauptstr. 5052.7.3. 5848. Eine noch ganz gute eichene Kraut- stattde mit hölzerner Schraube verkauft billig Küsermeister Bärkle, Gymnastamsstraß? Nr. 415. 5836.2.2. 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