sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenburg und Gengendach. Der DrtenauerWote Amtliches Verkundigungsbtatt für den Kreis Offenburg, Erscheint täglich mit Ausnahme MsntagS, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 st., sür den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 fl. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Nro. 72 Offenburg, Samstag den 25. März 1871. Politische Rundschau. München, 22. März. Gutem Vernehmen nach ist der Befehl eingetroffen, die Maßregeln wegen des Rücktransportes der französischen Gefangenen nach Frankreich bis auf Weiteres einzustellen. (B.Lvz.) Darmstadt, 22. März. (F. I.) Aus Anlaß der Pariser Ereignisse werden die Kriegsgefangenen vorerst hier bleiben. Selbst die Abreise derselben auf eigene Kosten ist nicht mehr gestattet. Leipzig, 21. März. (Köl- Z.) Prof. Biedermann und Herr Brockhaus sind mit starken Mehrheiten gegen Spier und Einsiedel siegreich. Berlin, 21. März. Die feierliche Eröffnung des Reichstages erfolgte nach vorangegangenem Gottesdienste um 1% .Uhr. Abgeordnete aller Fraktionen waren sehr zahlreich anwesend. Im Diplomatenraums wurden die Vertreter Rußlands, Englands, Belgiens und der Türkei bemerkt. Um 2 Uhr erschien der Bundesrath und stellte sich links vom Throne auf, zuerst Graf Bismarck, dann die Vertreter Baierns, Sachsens und Württembergs, die übrigen in bisheriger Reihenfolge. Bald darauf erschien die Kaiserin mit den übrigen fürstlichen Damen. Dieselben nahmen auf der Estrade rechts vom Throne Platz. Alsdann kamen die Prinzen des königlichen Hauses und die übrigen hier anwesenden Prinzen deutscher Fürstenhäuser, welche auf der Estrade links vom Throne Platz nahmen. Kurz nach 2 Uhr trat der Kaiser ein. Ihm voran schritten Gras Moltke mit dem Reichsschwert, Kriegsminister von Roon mit dem Szepter, Graf Redern mit der Krone und der Feldmarschall Graf Wrangel mit dem Reichsbanner. Dem Kaiser folgten der Kronprinz und die hier anwesenden regierenden Reichsfürsten. Der Kaiser, durch begeisterte, vom Alterspräsidenten v. Frankenberg ausgebrachte Hochs begrüßt, bestieg den Thron und verlas die Thronrede unbedeckten Hauptes. Die Rede wurde mehrfach von stürmischem Beifall unterbrochen. Graf Bismarck erklärte alsdann den Reichstag für eröffnet, worauf der Kaiser unter abermaliaen Hochs, ausgebracht von dem bairischen Bevoll- Schicksale zweier badischer Kriegsgefangene« in Frankreich. (Fortsetzung.) Hier empfing uns ein zahlreicher Haufe von Franctireurs mit lauten Bezeugungen bestialischer Freude. Wie wir später erfuhren, hatten dieselben die menschenfreundliche Absicht, uns ohne Weiteres zu erschießen. Der Kommandant des Ortes war jedoch anderer Meinung, und ließ uns ins Gesängniß werfen. Dieses Gesängniß war ein fensterloser mit Steinen gepflasterter Stall, in welchem aus einem in der Ecke befindlichen Kübel wahrhaft pestilentialische Dünste aufstiegen. Von Möbeln, speziell einem Bettlager war natürlich nicht die Rede. Es fehlte sogar an einer Decke, um uns zu erwärmen, und so mußten wir uns, bis auf die Haut durchnäßt, auf dem kalten Steinboden ausstrecken und uns damit begnügen, das Wasser aus unfern Kleidern und Strümpfen auszudrücken, um so ihre Nässe wenigstens etwas zu vermindern. Nachdem wir einige Stunden in dieser Situation ! zugebracht, trat ein Gendarm zu uns ein, der sich nach vielen Beschwörungen herbeiließ, uns > mächtigten, Grafen Bray, den Saal verließ. — Die erste Sitzung des deutschen Reichstags wurde um 3*/* Uhr von dem Alterspräsidenten von Frankenberg-Ludwigsdorf mit folgender Rede eröffnet: „Als mir der Vorzug zu Theil wurde, die erste Sitzung des konstituirenden Reichstages am 25. Febr. 1867 zu eröffnen, nahm ich ein einiges Deutschland in gewisse Aussicht. Diese Aeußerung durchlief die französischen Journale mit verhöhnender Kritik, denn Frankreich schien es stets unerträglich, Deutschland einig und damit groß, stark und mächtig zu wissen. Dennoch hat sich die Einigkeit verwirklicht. An uns ist es, sie zu befestigen. Nach glorreichem Kriege gehen wir jetzt an die Werke des Friedens mit der Freudigkeit, welche aus der seit Jahrhunderten erstrebten, jetzt erreichten Errungenschaft hervorgeht". Der Präsident begrüßte hierauf unter lebhaftem Beifall die süddeutschen Abgeordneten, erklärte die Sitzung für eröffnet und schlug vor, bis auf Weiteres die Geschäftsordnung des Norddeutschen Bundes an- zunehmcn. Da kein Widerspruch erfolgte, ernannte der Präsident zu Schriftführern Schenk von Stauffenberg (Baiern), Eysold (Sachsen), Schöning und Unruh-Bomst. Der Präsident theilte sodann mit, daß 220 Wahlakten eingelaufen seien. Bei dem Namensaufruf ergibt sich die Anwesenheit von 275 Mitgliedern. Der Präsident schlägt vor, daß der ganze Reichstag morgen dem Kaiser zu seinem Geburtstage gra- tulire. (Zustimmung.) Der Präsident wird den Reichkanzler ersuchen, das Weitere zu veranlassen. Die Sitzung wird um halb 5 Uhr geschloffen. Berlin, 22. März. Der Staatsanzeiger veröffentlicht die kaiserl. Stiftungsurkunde für ein neues Verdienst kreuz für Frauen und Jungfrauen. Das Großkreuz des eisernen Kreuzes haben außer Graf Moltke noch der Kronprinz, Prinz Friedrich Karl, Kronprinz von Sachsen, die Generale Manteuffel, Gäben und Werder erhalten. Aus dem Elsaß. (A.A.Z.) Straßburg wird in Verbindung mit Kehl durch einen Kranz weit vorgeschobener Forts zu einem gewaltigen Waffenplatz umgewandelt werden, wozu die Absicht um den Preis von 33 Sous ein wenig Stroh zu verschaffen. Hinsichtlich der Bezahlung baten wir unfern Kerkermeister, sich an diejenigen Franctireurs zu wenden, die sich unseres Geldes bemächtigt hätten. Auf unsere Bitte um etwas zu essen, erklärte der Gendarm, Brod und Waffer stehe uns zu Diensten. Nach einigem Parlamentiren entschloß er sich endlich, uns auch Suppe und Fleisch zu verschaffen. Leider fanden wir aber Beides trotz unseres wüthenden Hungers absolut ungenießbar. Am nächsten Morgen wurden wir weiter transportiert, und zwar dieses Mal, indem man uns wie gemeine Räuber oder Mörder mit Ketten an einander schloß. So ging es drei lange und bange Tage vorwärts, während deren wir theils zu Fuß, theils zu Wagen immer mit unseren Kelten weiter befördert wurden. Als ein bemerkenswerter Zwischenfall während dieser Wanderung verdient erwähnt zu werden, daß man uns in die Schule eines Dorfes führte und uns den dort versammelten Kindern wie ein paar Ungeheuer vorzeigte. Offenbar wollte man schon den jungen Gemüthern auch französischer Seils bereits so weit angebahnt war, daß die Ausführung in diesem Jahr und den nächstfolgenden Jahren erfolgen sollte. (?) Mülhausen i. E., 20. März. Seit geraumer Zeit herrschte in unserer Stadt ein reges militärisches Leben, wir hatten 3 preuß. Landwehrbataillone, eine Schwadron Husaren und eine sächsische Banerie. Die Bahnzüge von Straßburg, Sentheim, Dannemarie und Basel bringen täglich Hunderte von Gefangenen und Kranken hierher. Seit dem Rückmarsch der deutschen Truppen sieht es aber noch kriegerischer aus. Die 1. Reservedivision marschirte links, die 4. rechts der Eisenbahn gegen Straßburg. Heute beherbergen wir den Stab der badischen Division mit Generalleutnant v. Glümer, den Stab der bad. 3. Jnfanteriebrigade mit Generalmajor Keller, das 5. und 6. Infanterieregiment, den Stab des 2. bad. Dragonerregiments, eine bad. Batterie und die Sanitätskoloune rc., so daß jetzt hier 8 Bataillone sind. Morgen erwarten wir den Stab der 2. bad. Jnfanteriebrigade mit Generalmajor v. Degenfeld, das 3. und 4. bad. Infanterieregiment mit einer Batterie. Das Marschziel ist einstweilen Neubreisach. (B.Ldz.) Wels, 20. März. (Presse.) Die gestern veranstaltete deutsche Friedens- und Siegesfeier fand unter großer Betheiligung statt; die Stimmung war eine begeistert gehobene. (Gleiche Nachricht kommt aus Mbs, aus dem Mürzthal rc.) Paris, 20. März. Um Versailles wird ein Heer von 40,000 Mann zusammengezogen, doch zweifeln die Generale Vinoy und Aurelles de Paladine an seiner Zuverlässigkeit. Die Regierung hat bereits mit den Aufständischen Verhandlungen angeknüpft. — Der Daily Telegraph meldet aus Paris, daß die Nationalgarden meist von betrunkenen und bewaffneten Weibern begleitet in den Straßen von Paris umherziehen. Der Pöbel zwingt alle Leute, die sich auf der Straße zeigen, an den Barrikaden zu arbeiten. Die Eßwaarenläden werden geplündert. Ein an die Times gerichtetes Telegramm sagt, die einzige Armee, welcher die Niederwerfung des Aufstandes noch möglich sei, sei die stegreiche feindliche Armee, die Paris zur Uebergabe brachte. den Haß gegen die „deutschen Räuber und Diebe" einpflanzen. Die hoffnungsvollen Sproffen der großen Nation musterten uns mit offenkundig starker sittlicher Entrüstung. Sonst will ich noch anführen, daß wir in La Chapelle unter Franctireurs in's Gesängniß geworfen wurden. Ein Franctireur, der an solchem Orte weilt, gehört selbstverständlich zum Kern dieser Banditengesellschaft, und man kann daher ohne Mühe ermessen, in wie guter und angenehmer Gesellschaft wir uns befanden. Unsere Mitgefangenen ergossen zuerst eine endlose Fluth der gemeinsten Schmähungen über uns, und als wir diese mit stoischer Ergebung über uns ergehen ließen, wurden sie allmählig von förmlicher Raserei ergriffen und drohten uns mit Handgreiflichkeiten zu behelligen. Glücklicherweise veranlagte der laute Lärm, den dieses Treiben hervorrief, den wachhabenden Gendarm, sich über die Ursache zu unterrichten, und unsern lebhaften Protesten gegen eine fernere Gemeinschaft mit diesem Gesindel gelang es endlich, das Ee- müth des Gendarmen zu erweichen. Er brachte uns in ein anderes Gemach. (Forts, f.) 286 1 Paris, 20. März, Mittags. Ein Stadtsergeant, welcher auf die Nationalgarde feuerte, wurde nach einem summarischen Verfahren erschossen. Viele frühere Stadtsergeanten wurden verhaftet. Cri du peuple schreibt: Paris soll sich zu einer freien Stadt erklären, und die befreite Kommune sich selbst regieren. Paris, 20. März. (F.J.) Aufrührerische Bataillone der Pariser Nationalgarde marschiren auf Versailles. Die um Versailles liegenden Dörfer werden als Außenwerke bewaffnet und militärisch besetzt. General Vinoy organisirt die Vertheidigungsanstalten. Telegraphische Nachrichten. Paris, 21. März. Um 8 Uhr Abends fand eine große Kundgebung zahlreicher unbewaffneter Bürger statt. Dieselben zogen mit einer Fahne, welche die Inschrift: „Verein der Männer der Ordnung" trug, über die Boulevards, den Börsenplatz unter dem Rufe: Es lebe die Ordnung! Es lebe Thiers und die Nationalversammlung! Es lebe die Republik! Diese Bewegung scheint sich weiter zu verbreiten. Paris, 22. März, Abends. Auf Place Vendome Nachmittags zwischen Insurgenten und friedlicher Manifestation Zusammenstoß. Insurgenten feuerten. Mindestens 100 Todte und Verwundete. Seit 4 Uhr Gewehrfeuer. Uebe- rall Generalmarsch geschlagen, zahlreiche Opfer. Telegraphenamt Lyon meldet: Revolutionsausbruch in Lyon. Paris, 22. März, Abends 6 Uhr. Gegen 2 Uhr Mittags hat die angekündigte Manifestation stattgefunden. Zahlreiche Unbewaffnete waren daran betheiligt. Der Zug bewegte sich unter den Rufen: „Es lebe die Republik! Es lebe die Ordnung!" durch die Straßen. Am Eingänge zum Vendome-Platz angekommen, forderte der Zug die dortigen Schildwachen auf, sich zurückzuziehen und von den Nationalgarden des Viertels sich ablösen zu lassen. Die Schildwachen weigerten sich und sagten: Wir sind hier kraft Befehls und werden ihn ausführen! Nach längerem vergeblichen Parlamentiren rückten die Manifestirenden vor. Die Insurgenten feuerten. Mindestens 100 Todte und Verwundete. Allgemeine Verwirrung. Seit 4 Uhr Gewehrfeuer überall. Der Generalmarsch wird geschlagen. Zahlreiche Opfer. General Felix Raphael soll vom Volke ermordet worden sein. Die Pariser Deputirten und Maires erließen neue Proklamationen. Die Lage ist ernst. — Das Blatt „Avantgarde" sagt: Menotti Garibaldi übernahm das Kommando der Nationalgarden in Montmartre. Brussel, 22. März. Admiral Saisset ist zum Kommandanten der Nationalgarde von Paris ernannt. Das Revolutionskomite soll aus der Bank von Frankreich eine Million Franken zur Besoldung der Nationalgarde entnommen haben. Die telegr. Verbindung mit den Provinzen ist den Aufständischen gänzlich abgeschnitten. Paris, 22. März, Abds. In der Nationalversammlung legte Picard ein Gesetz über die Munizipalwahlen vor, nach welchem die Vollmachten der Munizipalrathsmitglieder 3 Jahre dauern und das Gesetz vom Juli 1848 bezüglich der Wahl der Maires provisorisch in Anwendung gebracht werden soll. Die 20 Arrondissements von Paris sollen je drei Munizipal- räthe wählen. Das Gesetz wird für dringlich erklärt. — Jules Favre setzt die Versammlung in Kenntniß, daß zu den schon erduldeten Leiden ein bedauerlicher weiterer Zwischenfall gekommen sei, und theilt folgende Depesche des deutschen Kanzlers mit: „Ich habe die Ehre, Sie zu benachrichtigen, daß Angesichts der Pariser Vorgänge, welche die Ausführung der Konvention in Frage stellen, der Oberkommandant der Armee vor Paris die Annäherung an unsere Linien vor den von uns besetzten Forts verbietet, binyen 24 Stunden die Wiederherstellung der zerstörten Telegraphenleitung bei Pantin verlangt und die Stadt Paris als Feind behandeln wird, wenn Paris nochmals zu Maßnahmen schreitet, welche mit den Friedenspräliminarien im Widerspruche stehen. Letzteres würde die Eröffnung des Feuers von den von uns besetzten Forts zur Folge haben." Jules Favre hat darauf geantwortet, daß die aufrührerische Bewegung, welche in Paris nur durch Ueberra- schung gesiegt habe, das Werk einiger Aufwiegler sei. Die Regierung werde die Bewegung unterdrücken. Wenn dies nicht sofort geschehe, so sei es, um Blutvergießen zu vermeiden. Die Wiederherstellung der Telegraphenverbindung zu Pantin sei der Regierung augenblicklich nicht möglich, aber sie werde die dortigen Maires damit beauftragen, das Mögliche zu thun. Vermischte Nachrichten. ?? Offenburg, 22. März, lieber die „Netraite" im hiesigen Kloster hat sich Rede und Gegenrede hören lassen, und u. A. hat sich auch noch „eine Sünderin" der Sache angenommen. Diese letztere möchten wir an das Wort des hl. Paulus erinnern: „Die Weiber sollen vor der Gemeinde schweigen"; sie wird es darum nicht als Unhöflichkeit deuten dürfen, wenn wir uns nicht weiter aus ihre Sachen einlassen, denn wir würden sie ja dadurch zu einer nochmaligen Uebertretung jener apostolischen Vorschrift herausfordern, was doch nicht recht wäre. Aber die Advokatenrede des „Anzeigers" bedarf einer kurzen Beleuchtung, wobei wir die anmuthigen Scherze des liebenswürdigen Correspondenten übergehen und uns sofort zur Hauptsache wenden wollen. Da begegnet uns die bekannte Sophistenkunst, daß eine Menge anderer Sachen gesagt wird, die sich hören lassen, der eigentliche Kernpunkt des Streites aber klüglich umgangen bleibt. Der Herr Pater von der Gesellschaft Jesu wird als ein Deutscher bezeichnet. Das kann er von Geburt wohl sein; immerhin aber ist er Mitglied eines bisher französischen Zweigs des Jesuiten-Ordens, und wie feindlich diese Herren gegen uns Deutsche gesinnt sind, das bedarf keines Beweises. Es mußte öffentlich auffallen, wenn ein Jesuit aus Straßburg hieher gerufen wurde; das hätte der allergeringste Takt den Klosterfrauen sagen sollen. Zumal da dieser Herr Pater nicht etwa in der Kirche öffentlich auftreten, sondern da Alles hinter Schloß und Riegel behandelt werden sollte, so mußte die Sache von vornherein mit desto größerem Mißtrauen betrachtet werden. Darum ist es auch manchen sehr gut kirchlichen Katholiken nicht möglich gewesen, ihre Angehörigen theilnehmen zu lassen. Es heißt freilich, die Religion sei nicht deutsch und nicht französisch, sondern allgemein christlich. Das ist richtig, aber verschiedene Herren Patres in Frankreich haben bekanntlich die christliche Religion mit dem wüthendsten französischen Patriotismus durchgehen lassen. Wenn nun einer zu uns herüber kommt und tritt nicht öffentlich auf, so ist Nichts natürlicher, als daß man bei ihm auch dieselbe Deutschland feindliche Gesinnung vermuthete. Es ist schon fatal, wenn man mit allerlei Entschuldigungen, die noch dazu um den eigentlichen Kern der Sache herumgehen, den Mann als ganz unschuldig darzustellen versuchen muß. Das Alles mußten sich die Klosterfrauen selbst sagen können, sie sind klug genug dazu, besonders da gleich Anfangs die Sache Aufsehen machte. Allein es scheint, sie wollten eine rechte Demonstration machen und zeigen, man thue doch, was man wolle. Man hat sich auf seine bewährte Unfehlbarkeit und Unantastbarkeit verlassen, deren sich hier in Offenburg Alles, was einen Schleier trägt, zu erfreuen scheint, und — man scheint sich nicht verrechnet zu haben. — Offenburg, 24. März. Nach heute hier eingetroffener Nachricht, kommt morgen Nachmittags 1 Uhr die bad. Festungsartillerie auf ihrem Rückwege von Belfort hier an. Von Seite der Stadtbehörde werden bereits Vorbereitungen zum festlichen Empfang getroffen. * Bohlsbach, 23. März. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde Lorenz Stolzer als Bürgermeister gewählt. Derselbe zählt sich zur nationalliberalen Partei. — Fr ei bürg, 20. März. (Frbrg. Ztg.) Mit dem heute Morgen durchfahrenden Frühzug passirte ein Theil des Hofstaats inkl. Wagen und Pferde Napoleons III. hier durch, wahr-! scheinlich um sich in die Schweiz (Arenenbera) zu begeben. — Gcnf, 18. März. Nachrichten aus Cham- bery zufolge sind bei der Erploston der dortigen Patronenfabrik von 150 Arbeitern, meistens Frauen und Mädchen, als schwer verwundet und todt bis heute 100 Personen konstatirt. nnn ^ (Eingesandt.) 962. Gutem Vernehmen nach beabsichtigt die deutsche Hypothekenbank in Meiningen in den nächsten Tagen mit einer 4°/, hypothekarischen Prämienanleihe zum Belauf von 10 Millionen Thaler in Stücken » 100 Thaler hervor zu treten. Bekanntlich gewährt diese Bank Darlehen gegen gute erste Hypotheken und emittirl auf der Grundlage derart erworbener Forderungen Pfandbriefe, welche durch Atteste des Regierungskommissärs die Gewähr für die erwähnte Leihherstellung an sich tragen. Um nun dem Geschäfte eine größere Ausdehnung zu geben, wird die Bank zum ersten Male die Form der allgemeinen beliebten Prämienanleihen benutzen, zu deren Anwendung sie bereits seit längerer Zeit Seitens der Meiningen'schen Regierung ermächtigt war. Sie bewegt sich dabei innerhalb der Grenzen, welche der Königlich Preußische Herr Finanzminister im Reichstage als dienlich, als zulässig und angemessen erklärte, indem dabei nebst einer landesüblichen Verzinsung noch angemessene Prämien gewährt werden. — Wer nicht prin- cipieller Gegner der Prämienanleihe überhaupt ist, wird zugestehen müssen, daß es der Billigkeit entspricht, wenn auch der Grundbesitz die Vortheile einer Anleiheform genießt, welche von Staatsregierungen und Corporationen bereits vielfach mit außerordentlichem Erfolge zur Anwendung gebracht. An ein günstiges Resultat ist bei der ansehnlichen Verzinsung und der guten Ausstellung mit Prämien nicht zu zweifeln. Heimkehr-Lied. Dem deutschen Heere gewidmet. (Melodie: „Die Wacht am Rheins) Wir ziehen heim mit Sieges-Sang, Mit Trommelschlag, Trompetenklang Zum Rhein, zum schönen deutschen Rhein Der theuren Heimath Edelstein. Lieb' Vaterland, darfst fröhlich sein: Für jetzt und ewig ist er Dein! Fest, treu und stark bestand die Wacht am Rhein. Fest, treu u. stark die Wacht, die Wacht am Rhein Mit allen Deutschen Hand in Hand, Sprach Baden, Schwaben, Baierland: Ein jedes Opfer gilt uns gleich — Erschaffen wir das Deutsche Reich. Lieb' Vaterland, darfst freudig sein: Sie zogen All' zur Wacht am Rhein! Fest standen Alle sie in Kampf und Noth, Grüßend der nahen Einheit Morgenroth! Und was gehofft Germania, Es war kein Traum, jetzt ist es da. Kiffhäuser steht auf einmal leer, Den Kaiser bringt zurück das Heer. Lieb' Vaterland, darfst stolz nun sein: Das ist das Werk der Wacht am Rhein, Die treu und fest im schwersten Kampfe stand Streitend für Kaiser, Reich und Vaterland. Wir ziehen heim in Einigkeit, Untrennbar bleibt für alle Zeit Das schöne, feste Bruderband, Das Ruhm und Siege um uns wand. Lieb' Vaterland, kannst glücklich sein, Lieb' Vaterland, kannst selig sein: Sieh'! dieses Band, cs ist des Volkes Macht, Das Dir gewoben durch des Rheines Wacht. Und zieht der Friede jubelnd ein, Bebt doch manch' Herz in schmerz und Pein; So mancher wackre deutsche Held Vergoß sein Blut auf fränl'schem Feld. O Vaterland, mußt dankbar sein, Dich ganz den Wittwen, Waisen weih'n; Denn jene Tapfern, die's mit uns vollbracht, Fest schützten sie und treu des Rheines Wachte Ein Kölner. 287 Bekanntmachungen. Der landwirthschaftliche Bezirksverein Gengenbach hält Sonntag den 26. d. M., Nachmittags 2 Uhr, seine Generalversammlung in der Bahnhofwirthschaft in Biberach ab, wobei außer verschiedenen Vereinsangclegenheiten Herr Generalsekretär Dr. Funk einen einleitenden Vortrag über die neueren Erfahrungen und Grundsätze des besten und nachhaltigsten landw. Betriebes halten wird. Hiezu laden wir die Vereinsmitglieder wie sonstige Freunde der Landwirthschaft zu zahlreichem Erscheinen freundlichst ein. 831.2.2. Die Direction. Offen bürg. Bekanntmachung. Nro. 517. Am Freitag den 31. d. M., Vorm. 9 Uhr, ist Versammlung des Bürger- ausschusses hiesiger Stadt im Rathssaale dahier, wozu sämmtliche Mitglieder desselben eingeladen werden. Gegenstand der Tagesordnung ist: 1) Gehaltsregulirung des städt. Grund- und Pfandbuchführers Karl Gütle dahier. 2) Gehaltserhöhung des Gr. Bezirksförfters Seybel für die spezielle Verwaltung des Stadlwaldes. 3) Gehalt des städt. Waldrespicienten (Waldmeisters). 4) Wahl der Controlbehörde für die Ge- bührendecretur und der Commission für die Rechnungsabhör nach Vorschrift der §§ 21 und 22 der Geschäftsordnung für die Gemeindeversammlungen und Bürgerausschüsse. Wir laden zu diesen Verhandlungen mit dem Anfügen ein, daß die unentschuldigt Ausbleichenden in eine Strafe von je 1 fl. verfällt werden. Offenburg, den 20. März 1871. Das Bürgermeisteramt. —^_ Schaib l e. Offenburg. Prüfung der Gewerbeschule. Am Montag den 27. d.M., Vormittags 8 Uhr, wird eine Prüfung der hiesigen Gewerbeschule durch einen Commissär des Großh. Oberschulraths vorgenommen. Dies wird den Gewerbemeistern zur Kenntniß gebracht mit dem Bemerken, daß sie ihre gewerbeschulpflichtigen Lehrlinge pünktlich zu dieser Prüfung schicken sollen. Offenburg, den 23. März 1871. Der Gewerbschulrath. Schaible. Ossenburg. 926.2.2. Am nächsten Sonntag beginnt der evang. prot. Gottesdienst Vormittags S Uhr. _ Bähr, Pfr. Steigerungs-Ankündigung. 953.3.1. Nachdem bei der unterm Heutigen .abgehaltenen Versteigerung der zur Gantmasse des Friedrich Bährle jung hier gehörigen Behausung Grdst.-Nro. 8: 40,6 Ruthen mit einem zweistöckigen Wohnhaus mit gewölbtem Keller, Stall mit Holzremise, Einfahrt, Ueberbau mit Schweinstall, Hof und Garten, Haus- Nro. 65, in der Wolkengasse, neben Ad. v. Neveu und Gläs Erben, tarirt zu 5000 fl., der Anschlag nicht erlöst wurde, wird solche Samstag den 8. April 1871, früh 9 Uhr, auf dem Rathhaus hier mit dem Bemerken versteigert, daß der Zuschlag erfolgt, wenn der Anschlag auch nicht erlöst wird. Offenburg, den 18. März 1871. _ Serger, Notar. _ Eichenrindenversteigernng 917.2.2. Die Gemeinde Schmieheim, Amts Ettenheim, läßt am Donnerstag den 30. d. M., Mittags 1 Uhr, in ihrem Ausstockungswald das Eichenrindenergebniß von ca. 80 Klafter öffentlich gegen Baarzahlung vor der Abfuhr versteigern. Schmieheim, den 20. März 1871. Das Bürgermeisteramt. S e x a u e r. Häberle, Rthschr. | Ausverkauf zu bedeutend herabgesetzten Preisen. 965. Große durch die damalige Zeitverhältnisse begünstigte Einkäufe auf der jüngsten Leipziger Messe, veranlassen uns, um besonders mit dem ältern Theil unseres Lagers sobald wie möglich zu räumen, einen Ausverkauf zu veranstalten. Wir haben daher die Preise vieler Artikel unter dem Selbstkostenpreis herabgesetzt und verkaufen von heute an, wie folgt: Kleiderstoffe die Elle 8 kr., welche früher 12 und mehr kosteten, gut farbige Lüstre die Elle 12 kr., früher 15 und 18 kr., ,, ,, Doppellüstre die Elle 12 kr., früher 18 kr., ,, ,, Alpaca die Elle 24 kr., früher 33 und 36 kr., „ ,, Baumwollzeugle die Elle 9 u. 12 kr., früher 12 u. 15 kr., 8 /* breites ganz wollenes Tuch die Elle von 54 kr. an und höher, ^ breite ganz deutsche Buckskins die Elle von fl. 1. an u. höher, 9 4 breite feine ganz deutsche ditto die Elle von fl. 1.30. an n. höher, Bettbarchent & Kölsch die Elle von 12 kr. an und höher, Unterrockstoffe die Elle von 9 kr. an und höher, gewirkte Shawls von fl. 6. an, viele nicht genannte Maaren im gleichen Verhältniß. Ferner empfehlen wir in großer Auswahl Leinwand dt Gebild, als: feine Hemdenleinwand von 16 kr. per Elle an, 3 Ellen breite Betttücherleinen, Tischtücher, Servietten, Handtücher, wobei für rein Leinen garantirt wird, sowie: weiße und farbige Borhangftoffe, Pigrr6- und wollene Bettdecken, weiße Moll dt Jaconet, weißer Shirting, Baumwolltuch dt Madapolame zu sehr billigen Preisen. Offenburg, den 10. März 1871. Gebrüder Bloch. Offenburg. 959.2.1. Von meiner Einkaufsreise zurückgekehrt, zeige ich einem geehrten hiesigen und auswärtigen Publikum ergebenst an, daß mein schon seit mehreren Jahren wegen solider Waare und Arbeit, sowie neuesten Fa?on und Billigkeit halber bekanntes großes Herren - Arider - Magazin j von heute an für Frühjahr und Sommer vollständig assortirt ist, und empfehle ich ganz besonders eine große Auswahl complete dunkle und helle Anzüge, schwarze Tuchröcke, das Neueste und eleganteste in Hosen und Westen, sowie Arbeitshose« schon von 1 fl. 18 kr. an und besonders eine große Auswahl in Cvllfirmauden-Auzüge. L. Weil in Offenburg neben dem bad. Hof. I 4°|o Prmmierr-Pfandbriefe der Deutschen Hypothekenbank in Meiningen. Auf dieses sehr rentable Anlehen, wobei außer 4% Zinsen noch jährliche Gewinne bis zum Betrage von Thlr. 80,000. herauskommen, nehmen Zeichnungen zum Emmissionspreise von 97% % zuzüglich Zinsen vom 1. Februar d. I. entgegen: Gebrüder Bloch 963.in Ossenburg. Liegenschaftsversteigerung. 938. Aus dem Nachlasse der Sophie geborne Neff, Wittwe des Josef Gegg von Hofweier, werden aus Antrag der Betheiligten mit obervormundschaftlicher Ermächtigung vom 14. März d. I. Nro. 1298, der Untheilbarkeil wegen, am Donnerstag den 20. April d. I., Nachm. 2 Uhr, im Gemeindehause zu Hofweier die nachbezeich- neten Liegenschaften zu Eigenthum versteigert: 1. Grdst.-Nro. 149: 58,9 Ruthen Hofraithe und Garten mit einem 288 2. Grdst.-Nro. 4699: Ferner werden aus dem Vermögen der minderjährigen Johanna Gegg zu Eigenthum steigert: oder darüber geboten wird. Die weiteren Bedingungen werden Versteigerung verkündet. Offenburg, den 21. März 1871. Der Großh. Notar Ed. Dillin ger. W o l t a ch. Holz - Versteigerung. 892.2.2. Die Fürstlich Fürstenbergische Forstei Wolsach versteigert: Dienstag den 28. März d. Z., Vorm. IOV 2 Uhr, tannene Scheiter, 4 Klftr. buchene und Klft. tannene Rollen, 1050 buchene und nene Wellen; sodann am nämlichen Tage, Nachm. 1 Uhr, im Engelwirthshause zu Weiler bei Haslach aus den Distrikten Eichenbuch, Ellergrund, Abth. 1, und Eschgrund: 4 kleine Eichen, 159 Baustämme und 14 Sägklötze mit 4965 C% % Klftr. buchene und 32 Klftr. tannene Scheiter und 1050 tannene Wellen. Waldhüter Borho zeigt dieses Holz auf Verlangen vor. Donnerstag den 30. März d. I., Mittags 11 Uhr, in den Distrikten Martinswald und Herrenwald, Zusammenkunft beim Martinspfuhl: 1 Wagnerbüchle, 34 Baustämme und 6 Sägklötze mit 466 C.', I 1 /* Klftr. eichene und 5*/* Klftr. tannene Scheiter, 23% Klftr. hainbuchene und % Klftr. Unbene Rollen und 1825 hainbuchene Wellen; sodann am gleichen Tage, Nachm. %2 Uhr, in der Schmider'schen Bierbrauerei zum Schloßberg in Hausach aus dem Distrikte Krenzberg: 56 Stämme fichtenes ganz geringes Bauholz mit 289 C/, 81 stchtene Gerüststangen und 4% Klftr. stchtene Scheiter mit Prügel gemischtes Holz. Zur Zahlung wird bis 1. Novbr. 1871 Frist gegeben. _ 967. Berghaupten. Der Berghauptener Cliquemacher muß ein vorzüglicher Rechenmeister sein, da er nicht einmal % von s /i 6 unterscheiden kann! Rübrt vielleicht seine Kops- losigkeit von der allgemeinen großen Verrechnung seiner Partei her? Düs auf Samstag den 25. ^»diefts angezeigte Concert findet ^^Merft am Mittwoch den 29. März statt. Adolf Pfeiffer. Steigerungs-Ankündigung. 927.3.2. Dienstag den 28. d. M., Nachm. 1 Uhr, werden auf dem Rathhause in Appenweier ca. 20 Ctr. Mehl, mehrere Ctr. Reis, Bohnen, Erbsen, .Linsen um Baarzahlung versteigert. Appenweier, den 22. März 1871. Das Bürgermeisteramt. Ku pferer. O ff en bürg. Nur noch einige Tage dauert der große Ausverkauf zu staunend billigen Preisen bei I. chA Wacker , Schuhfabrikant aus Stutt- Empfehle Herrenrohrstiesel, Kalbleder- und Vaschet-Bottinen mit und ohne Doppelsohleu, für Damen Kitz-, Kalb- und Seehundstiefletten, Zeugstiefel in grau, braun und schwarz, für Mädchen und Kinder jede Sorte in großer Auswahl in Stoff und Leder, Morgenschuhe, Pantoffeln u. s. w. Verkaufslokal im Gasthaus zu den 3 Königen im untern Saal. 967. Holz-Versteigerung. 936.2.2. Am Dienstag den 28. März d. I., Nachm. 4 Uhr, läßt die Gemeinde 24% Klftr. erlenes Prügelholz im Klettenweier auf Ort und Stelle gegen Zahlung vor der Abfuhr versteigern. Gengenbach, den 17. März 1871. Das Bürgermeisteramt. Abel. Kaiser. Gebräunter Kaffee, gut und wohlschmeckend, 36 kr. pr. Pfd., bei Partien billiger bei Max Wenk 913.4.4 in Offenburg. Offenburg. 960. Heute und Sonntag Münchener Lagerbier bei E. Geiger. Rebwürzlinge. 880.Z.2. Bei Unterzeichnetem find mehrere tausend Rebwürzlinge der besten und edelsten Sorten zu verkaufen. Offenbnrg, den 14. März 1871. Bittet. I Meinen wärmsten Dankl W sage ich dem Herrn Dr. Müller in I »Frankfurt a. M., gr. Hirschgraben 5,1 1 welcher mich von einem langjährigen 1 I Hämorrhoidalleiden gründlich befreite. 1 I Ferdinand Weiss 1 g 952. aus Stuttgart. | 964.2.1. Einen großen Haufen Dung verkauft Busch er, Bierbrauer in Offenburg. Verloren einen goldenen Ring mit dem Zeichen M. W. 2. Sept. 1867. Der redliche Finder wird gebeten, solchen gegen Belohnung bei der Exped. d. Bl. abzugeben. 947.2.2. 13—20 tüchtige Steinhauer finden sogleich dauernde Beschäftigung bei Leopold Ruf, 935.2.2. Steinhau-rmeister in Kehl. Dnrnipsen hat zu 36 kr. den Ctr. abzugeben 955. I. G ö r g e r in Offenburg. 956.2.1. Sonntag den 26. M. spielt die Ortenberger Harrnoniemnsik |^n| bei dem Unterzeichneten, wozu A musik. H freundlichst einladet: E -"5 Göring zum Posthorn in Fessenbach. NB. Für gute Küche (Fische, Schweine- I knöchelchen) und Weine ist bestens gesargt. ! Pvims-Stockstfche | in % und % Ctr.-Nollen sind fortwährend zu s haften bei , ! 889.7.5. % Marquardt in W'llnött. 961. Zu einer Dame in Karlsruhe wird auf Ostern gegen guten Lohn ein solides Mädchen in Dienst gesucht, das kochen, nähen, bügeln und putzen kann, auch gute Zeugnisse aufzuweisen hat. Zu erfragen bei Föhrenbach i. Offenburg im zweiten Stock. Danksagung. 957. Für die mir erwiesenen großen Wohl- thaten während meines Aufenthaltes im Laza- reth dahier spreche ich der verehrten hiesigen Einwohnerschaft bei meiner Abreise meinen herzlichsten Dank ans. Gengenbach, den 21. März 1871. Grenadier Adolf Meßner. Offenburg. Der in diesem Blatte angezeigte Ausverkauf dauert fort, nur habe eine Partie gewirkte Long-Shawls in rein Wolle von ft. 1«. an hinzngefügt, sodann bemerke, daß ich mich durch den großen Andrang veranlaßt sah, mein Geschäft von nun an Samstags zu öffnen, und feste Preise eingeführt habe, auch werden noch wie ftüher Herreu-Anzüge fertig zu liefern übernommen und liefere schon elegante fertige Anzüge von ft. 20 . an unter Garantie schöner und guter Arbeit. 940 . 2 . 2 . M. Stein. Für di- Redarrion oeranneorUich A. K ein. — Druck und Berta« vor, A. Reiff und Gon».