Amtliches Uerkündigungsblatt für den Kreis Ofenburg, sowie für die Bezirksämter und Amtsgerichte Offenbur g und Gengenbach. Erscheint täglich mit Ausnahme Montags, und kostet vierteljährlich in Offenburg 1 st., für den Landpostbezirk 1 fl. 2 kr., für die übrigen Postbezirke 1 fl. 7 kr. EinrückungSgebühr: die gespaltene Garmondzeile oder deren Raum 3 kr. Xro. 89. Offen bürg, Samstag den 15. April 1871. Politische Rundschau. , Offenburg, 14. April. lieber die jüngsten Ereignisse und ihre tieferen Ursachen geht dem Schw. Merk, von einem in Paris befindlichen Württemberger folgendes Schreiben vom 2. Apr. zu: Das Geschrei nach Rache und nach Verfolgung aller Deutschen auf franz. Boden, welches dieselben Blätter erhoben, die zum Krieg gehetzt, denselben von seinem Anfang an vergiftet, und ihn, als über den Ausgang längst kein Zweifel mehr sein konnte, bis aufs Messer fort- zusetzcn verlangt haben, dieses Geschrei ist verstummt unter den Schrecken des unsinnigsten Aufstandes in Paris, der zum verhängnißvollen Bürgerkrieg auszuarten und die letzten Kräfte dieses so schwer heimgesuchten Volkes aufzuzehren droht. Die Warnung, die wir seiner Zeit an unsere Landsleute ergehen ließen, von Paris wegzubleiben, ergibt sich jetzt von selbst, wenn auch aus veränderten Ursachen. Als Deutsche haben wir nur zu bestätigen, daß uns mehr als ein Pariser friedliebender Bürger den Wunsch ausgrdrückt hat, die Deutschen möchten zurückkehren und in der französischen Hauptstadt Ordnung schaffen, und daß das Paris-Journal, von dem die gegenwärtige Liga ausgiug, unter Wuthschnauben berichtet, die Bauern im Seine- und Oisedepartemcnt behandeln die bei ihnen einquartierten Soldaten nicht als Feinde, sondern als Freunde, die Deutschen bestellen ihnen die Felder, und ein Deutscher arbeite mehr als 4 franz. Knechte. Heute, da die Kanone das Wort führt, fühlen sich die Jakobiner in Paris so sehr Herren auf der ganzen Linie, daß ste Beschlüsse von ausschließlicher und höchster politischer Bedeutung fassen und einfach sämmtliche öffentliche Aemter, bürgerliche und militärische, für Gemeindeämter erklären. Wie alles das enden wird, ist nicht abzusehen; zunächst wird uns eine stramme Reaktion, wenn die Versailler, eine Schreckensherrschaft schlimmster Art erwarten, wenn die Pariser siegen. — Die Stimmung der Kommune bekundet sich in der Vernichtung des Siecle und Temps mehr als genügend. Diese beiden Blätter haben mit Muth und Verstand gegen die Exekutive gekämpft; die Millianen und Milliarde«. (Schluß. Man liest in den französischen Zeitungen, u. die Behauptung hat alle Glanbenswürdigkeit für sich, daß Frankreich vom Beginne des Krieges bis zu seinem Abschlüsse 5 Milliarden bereits verausgabt habe. Das macht also Summa Summarum: 10,000,000,000!! Entsetzliche Zahl, Entsetzlicher Gedanke! Geben wir es auf, uns die Bedeutung einer solchen Summe physisch zu vergegenwärtigen. Hier mag uns die eine rechnungsmäßige Wahrnehmung genügen, daß wir mit diesen 10 Milliarden, in silbernen Fünf, frankenstücken der Länge nach neben einander gelegt, nahezu einen doppelten Gürtel um die Erdkugel ziehen könnten, deren Umfang bekanntlich 5400 Meilen beträgt! Welchen Werth können solche statistische Daten zur Vermittlung des Verständnisses haben in dem Augenblicke, da die Stimme der gesunden Vernunft aber soll nicht mehr gehört werden. Solchen Thatsachen gegenüber verlieren die Vermittlungsversuche, wAche von verschiedenen Seiten gemacht worden, sehr an Bedeutung, wenn auch nicht zu verkennen ist, daß in Paris sowohl wie in Versailles augenblicklich eine gewisse Niedergeschlagenheit und Aengstlichkeir herrscht. Man fühlt dort wie hier, welches namenlose Elend der Straßenkampf in Paris erzeugen muß und welche ungeheuere Verantwortlichkeit denjenigen trifft, der, wenn es noch möglich sein sollte den Kamps zu vermeiden, diese Möglichkeit von sich wiese. Karlsruhe, 12. April. (K. Z.) Der großh. Gesandte am königl. belgischen Hofe, Geheimerath Freiherr v. Schweitzer, hat sich in Begleitung des großh. Legationssekretärs Grafen von Rantzau nach Brüssel begeben, um Namens der großh. Regierung an den Verhandlungen über den definitiven Frieden mit Frankreich Theilzu nehmen. München, 11. April. (A. Z.) Hier betrachtet man die gestrige Katholikenversammlung im großen Saale des Museums als den bedeutsamen Anfang einer mächtig wachsenden Bewegung gegen die unchristlichen Ziele Roms innerhalb der katholischen Kirche. Alle Klaffen der gebildeten Bevölkung waren vertreten: Staatsbeamte aller Kategorien und Industrielle, Adel und Bürgerthum. Die Adresse fand sogleich sehr zahlreiche Unterschriften. Mögen andere katholische Gemeinden baldigst in die Fußstapfcn Münchens treten; denn wenn die Regierung entschieden eingreifen soll, müssen Mafien hen schreienden Zwiespalt in der katholischen Kirche konftatiren, Mafien zeigen, daß deutsche Herzen zu religiös sind, um sich romanistren zu lassen. München, 12. April. Das Süddeutsche Korr.- Bureau meldet: Die von verschiedenen Zeitungen gebrachte Nachricht, dem bairischen Gesammt- ministerium sei eine Vorlage wegen der Abtretung des Kreises Weissenburg an Baiern gemacht worden, ist gutem Vernehmen nach unrichtig. (B.Ldz.) Mainz, 10. April. (Köln. Ztg.) Aus den angesehensten katholischen Bürgern der Stadt hat sich ein Komite gebildet, welches der Zueine trockene Zahl schon unsere Gedanken noth- wendig in eine andere Richtung drängen muß und unser Gefühl selbst dann appellirt, wenn wir, frei von aller Sentimentalität, mit unseren politischen Gedanken ganz auf Seite des Siegers stehen. Armes Frankreich! Das Elend eines zerrütteten Staatshaushaltes, ihm bis jetzt nur vom Hörensagen bekannt, sie ist nun ganz sein Theil geworden. Von 13 Milliarden steigt seine Staatsschuld auf wenigstens 23, wahrscheinlich sogar auf 25 Milliarden, die Staatsschuld Englands weit überflügelnd, viermal größer als die österreichische. Bis jetzt zum großen Theile sein eigener Gläubiger, wird es nun mit einem Male im Großen Schuldner der übrigen Welt. Statt der 500 Millionen Franken, die cs bis jetzt alljährlich zur Verzinsung seiner Staatsschuld aufzubringen hatte, wird es nun Jahr für Jahr wenigstens 1250 Millionen Fr., eher mehr als weniger, für den gleichen Zweck zu arbeiten haben. Und wer zählt de« sonstigen Verlast an seinem Nationalvermögen, den Verlust an den mobilen Werthen, den theilweisen Verlust zweier Erntejahre, die verlorenen Ar- stimmung der hiesigen Katholiken zu dem Auf° trete« des Hrn. v. Döllinger in der Unfehlbar- keitsfrage in einer Adresse Ausdruck geben wird- Berlin, 7. April. (Pr. Bl.) Dem Bundesrath istz vom Präsidium der Entwurf eines Gesetzes über das Postwesen des Mutschen Rnches zugegangen. Der Entwurf zerfällt in 8 Abschnitte mit 54 Paragraphen, und zwar in Ausführung des Art. 4 Nr. 10 M Verfassung. In Baiern und Württemberg bleibt zwar ein besonderes Landespostwesen bestehen, indcffen übt nach den bair. Verträgen vom 23. u. 25. Nov. 1870 der Bund auch für dieses Königreich die Gesetzgebung über die Verhältnisse der Post zum Publikum aus. Dieses Reichsgesetz soll zum 1. Januar 1872 in Kraft treten. Ebenso wird der Bundesrath sich auch mit einem Gesetze über das Posttaxwesen für das Reich zu beschäftigen haben. Berlin, 10. April. Unter den bis jetzt im Reichstag befindlichen 366 Abgeordneten zählen wir 3 Prinzen, 1 Herzog, 6 Fürsten, 66 Grafen und Rittergutsbesitzer, 8 Minister a. D., 39 höhere Staatsbeamte, 23 Landräthe, 8 Militärs, darunter 1 General, 12 Geistliche, darunter 1 Bischof, 44 richterliche Beamte, 18 Advokaten, 24 Rechtsanwälte und Justizräthe, 3 Staatsanwälte, 15 Gutsbesitzer, 9 Bürgermeister in und a. D., 12 Senatoren, Stadtverordnete und Stadtverordneten-Vorsteher, 18 Pro- fefforen, 9 Schriftsteller u. Redakteure, 2 Buchhändler, 20 Kaufleute und Fabrikanten, darunter 4 Kommerzienräthe, 14 Rentiers, 6 Aerzte, 1 Apotheker (Kirsner), 14 Gymnafial-Direktoren und Lehrer und 1 Drechslermeister (Bebel). Berlin, 11. April. Wie die N. St. Z. erfährt, sind in letzter Zeit bei den hiesigen Militärbehörden wiederholt Gesuche von chargirten franz. kriegsgefangenen Unteroffizieren um Einstellung in das preußische Heer unter Beibehaltung ihres Ranges gestellt worden. Der Uebertritt ist jedoch nur bei Elsäffern und Deutsch-Lothringern nach Maßgabe einer unter dem 1. d. erlaffenen kriegsministeriellen Verfügung gestattet und haben anderweitige Anträge als unzulässig zurückgewiesen werden müssen. In einem Falle ist von einem Antragstel- beitskräfte, die zerstörten Ortschaften, die verbrannten Häuser, die gesprengten Brücken und wie ste sonst noch heißen, diese gewaltigen Lücken und Löcher, die der Krieg zurückgelaffen ?! O, wenn sie dessen, was ste verloren, erst ganz inne werden, dann werden sie es aufgeben, mindestens in der jetzigen Tonart das Lied von der baldigen „Revanche" zu singen. Schmerzen, wie dieser Krieg sie zurückläßt, sind wie Turnerschmerzen: man fühlt sie nicht unmittelbar nach, sondern später erst. Ja, diese modernen Kriege sind nicht blos furchtbar, sie sind auch über alle Maßen kostspielig. Ehedem kämpften Tausende und man bezahlte Millionen, heute kämpfen Millionen und man bezahlt Milliarden. Das muß endlich an einer Grenze anlangen. Der Krieg in seiner jetzigen Form und Ausdehnung ist im Begriffe, sich selbst all absurckam zu führen. Aus diesem Gedanken mag die Humanität sich Trost für die Zukunft holen, und Diejenigen. die ihrem Kultus ausschließlich zuschwaren, mit ihr. 354 ler, einem Korporal, der Wunsch ausgesprochen worden, nur nicht einem der im Elsaß oder in Lothringen stehenden Regimenter eingereiht zu werden. Mülhausen, 10. April. Am 2. April wurde in Belfort der Postdienst von der deutschen Verwaltung der französischen übergeben und verbleibt dort setzt nur noch die deutsche Feldpost. Lyon, 10. April. Gestern früh fand die Polizei hier mehrere Maueranschläge, unterzeichnet von Mitgliedern der Pariser Kommune und zur Emeute auffordernd. Maire und Präfekt von Lyon warnen die Bürger vor diesen Brandbriefen. Heute früh gegen 4 Uhr wurde ein sogenannter Delcgirter der Pariser Kommune beim Ankleben dieser revolutionären Plakate sestge- nommen und sammt einem Nationalgardenoffizier, der ihn begleitete, in Haft gebracht. — Es war der General Vinoy, welcher den General Duval und zwei Bataillonsführer der Natonalgarde erschießen ließ. Derselbe begegnete nämlich den Truppen, welche dieselben mit den übrigen Gefangenen nach Versailles abführten. Er ließ die drei vortreten: „Ihr seid scheußliche Kanaillen", so rief ihnen der General ;u, „ihr habt den General Thomas u. Lecomte erschießen lassen. Ihr wißt, was euch erwartet." Er ließ hierauf zehn Jäger vortreten und befahl den drei Offizieren der Kommune feldcin- wärts zu gehen. Zwei Minuten später stürzten sie unter dem Rufe: „Es lebe die Kommune!" todt nieder. Vinoy und sein Stab wohnten dem Schauspiel bei. Die Gendarmen erschossen am 6. in Courbevoie einen Mann, seine Frau und seine 2 Töchter, weil sich zu diesen 2 Nationalgarden geflüchtet hatten. Buchärest, 10. April. (Presse.) Es stellt sich immer mehr heraus, daß das ganze frühere Ministerium an der Verschwörung Ghika's gegen den Fürsten Karl belheiligt war. Es dürfte zu einem ungemeinen Skandal-Prozesse kommen; Cattargui verlangt, es solle exemplarische Gerechtigkeit geübt werden. New-Park, 24. März. Alle deutschen Schiffe im Hafen und auf der Rhede von New-Uork prangten vorgestern, schreibt die N.-A. H. Z., im heiteren Flaggenschmuck, dem Kaiser von Deutschland zu Ehren. Bei dieser ersten Geburtstagsfeier des wiedererstandenen Deutschen Kaisers fühlten wir uns gehoben im Gedanken, daß wir jetzt ein deutsches Vaterland, eine deutsche Regierung, eine deutsche Flagge, eine deutsche Flotte haben. Die vclle Bedeutung dieses Gefühls kann nur der ermessen, welcher in der Fremde weilt. Telegraphische Nachrichten. Berlin, 12. April. Dem Bundesrath wurde ein Gesetzentwurf über das Postwesen und über die Beschaffung von weiteren Geldmitteln zur Bestreitung der durch den Krieg veranlaßten Ausgaben vorgelegt. Berlin, 13. April. Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung" meldet die Ernennung des Generals Herwarth v. Bittenfeld zum Feldmarschall der Armee. Zürich. Die kriegsgerichtlichen Verhandlungen gegen die wegen der Vorfälle in der Tonhalle vom 9. März angeklagten französischen Jnter- nirten haben am 11., Vormittags 9 Uhr, im Saale des Kantonsrathes auf dem Rathhanse begonnen, unter großem Andrang von Zuhörern. Obmann der Geschwornen, an Stelle des wegen Unwohlseins entlassenen Hrn. Schützenhauptmann Ziegler, ist Kavalleriehauptmann Maggi. Von den vier abwesenden Angeklagten hat sich Stabs- hauvtmannn Delacour nachträglich gestellt. Versailles. Die militärischen Rüstungen dauern fort. Die Regierung gebietet heute über eine Armee von 74,800 Mann; in acht Tagen werden noch 30,000 Mann eintreffcn, die effektive Gesammtstärke dann 104800 Mann betragen. — 1600 gefangene Insurgenten sind von hier in vier Bahnzügen abgefahren; sie kommen nach Port-Louis, Brest und Belle-Jsle; sie erhalten Soldatenration, abzüglich Wein, Zucker und Kaffee. Paris, 12. April, Nachm. 4 Uhr. Bericht über die gestrigen Kämpfe. Die Versailler Truppen griffen von Clamart und Chatillon aus die Nationalgarben vor Jssy und Vanores an. Anfänglich drängten sie dieselben in die Forts zurück, dann aber wurden sie durch das Feuer der Forts selbst zurückgeworfen und nehmen jetzt ihre früheren Positionen ein. Heute wüthete der Hauptkampf von dem Bois de Boulogne bis zur Avenue des Ternes. Auf dem Trocadero wird eine starke Batterie gegen den Mont Valerien errichtet. Nachmittags starke Kanonade. Dombrowski befestigt Asnieres und erhielt Artillerieverstärkungen und bepanzerte Eisenbahnwagen. Paris. 12. April, Abends 6'/, Uhr. Dem „Journ. social" zufolge sollten Ässy und Ber- geret verflossene Nacht vor Gericht gestellt werden; beide sind des Hochverrats angeklagt. Die Schweiz und Deutschland. Ueber den in neuerer Zeit in der schweizerischen und deutschen Presse so viel genannten Deutschenhaß in der Schweiz hat letzthin Hr. vr. Abraham Roth in der „Grenzposl" einen vortrefflichen Artikel erscheinen lassen, den auch wir unfern Lesern nicht vorenthalten wollen. Die Deutschen, sagt Hr. Roth, haben ein Recht, sich über alle die großen und kleinen Nachbarn zu ärgern, welche, sei es aus Neid oder aus Denkfaulheit, den Ungeheuern weltgeschichtlichen Aufschwung verkennen, den ihr Volk seit Jahren genommen und im soeben beendigten Kriege monumentirt hat. Man braucht kein Haar von seinen französischen Sympathien zu lassen, und es heißt noch lange nicht vor dem Erfolge kriechen, wenn man von den Vorzügen des Geistes und des Herzens, welche allein solche Erfolge möglich machen konnten, den Hut abzieht. Namentlich aber von Seite kleiner Völker und Staaten wäre es eine herzlich schlechte Politik, einen Großgewordenen zu mißachten, weil man ihn vor Kurzem noch klein gesehen. Ist die nach allen Seiten geübte Gerechtigkeit schon ein Hort für alle Staaten, so haben sich besonders die kleinen derselben zu befleißen, weil sie den Mangel an materiellen Kraftmitteln durch moralische Vorzüge ersetzen müssen. In dieser Beziehung — gestehen wir es nur offen ein — ist in der Schweiz seit Jahren schwer gesündigt worden; man hat sich in Anschauungen verrannt, welche unserer politischen Bildung wenig zur Ehre gereichen und, sollten sie auf die Dauer öffentliche Meinung werden und eines Tages wohl gar die obersten Behörden beherrschen, eine Gefahr für unser Vaterland in sich bergen. Es ist wahr, die Bundesbehörden haben während der ganzen Kriegsdauer die Neutralität tadellos gewahrt und dafür die gebührende Anerkennung von Seite beider kriegführenden Parteien geerntet; allein es ist nicht genug, daß die Bundesbehörden ihre Pflicht thun, ein zustimmendes Volk soll ihren Akten erst den rechten Leib und Saft verleihen, nnd in der Republik verlangt man diesen innigen Einklang zwischen dem Volk und seinen Beauftragten mehr als in jeder andern Staatsform. In dieser Beziehung herrschte in der Schweiz während des abgelaufenen Krieges ein peinlicher Gegensatz; denn während Bundesrakh und Bundesversammlung die korrekteste Neutralität beobachteten, nahm ein Theil der Bevölkerung, und leider nicht der kleinste, ganz unsinnig Partei, stellenweise sogar so weit, daß er nackte Thatsachen nicht mehr zu würdigen verstand und handgreifliche Lügen eines Palikao und Gambetta als halbes Evangelium begrüßte. Es ist ferner wahr, diese nämliche Bevölkerung hat, wenn an die Grenze unter die Waffen beordert, nach beiden Seiten gleich ernsthaft Front gemacht, wenn zum Liebesdienst gerufen, die deutschen Ausgewiesenen wie die französ. Soldaten mit gleicher Freundlichkeit gepflegt; sie zeigte sich also wenigstens in der That neutral; allein die schätzcnswerthen Handlungen würden noch weit schöner dastehen, wenn sie Hand in Hand mit einer gerechten Würdigung der Ereignisse gegangen wären. Der entschiedene Mangel an geistiger Neutralität, zu welcher uns Schweizer die eigenartige Stellung im europäischen Staatensystem doch so besonders befähigen und zugleich verpflichten sollte, hat seine Wurzeln in langjährigen Voruriheilen, die Vorurtheile aber entspringen > dem Mangel am Studium der Geschichte. Es ist hohe Zeit, daß wir einmal aus dieser ver- hängnißoollen Bahn heraustreten und die Zeit begreifen lernen; denn von dieser Erkenntniß hängt zum guten Theil unsere künftige Unabhängigkeit ab. Es ist Zeit, daß wir hinter der preußischen und nunmehr deutschen Politik nicht mehr nur ein von Junkern umgebenes Kaiser- und Königthum von Gottesgnaden erblicken, sondern ein großes, starkes und geistig bedeuten- tes Volk, dessen Bildung, Sitte nnd Tapferkeit eine der größten Thaten, welche die Weltgeschichte kennt, verrichtet haben. Es ist ebenso Zeit, daß unsere Freundschaft zu Frankreich nicht in eine Affenliebe ausarte, die über den sehr schätzenswerthen Eigenschaften dieser Nation die entsetzliche Unwissenheit und sittliche Verderbniß übersieht, welche die große Nation in das jämmerliche Elend gestürzt hat. Wir können Frankreich schätzen und doch die Verderbniß verachten, wir können Deutschland achten und doch unsere eigenen Wege gehen. _ (Schluß folgt.) Vermischte Nachrichten. X Petersthal, 12. April. Am Ostermontag wurde hier eine recht erhebende Feierlichkeit abgehalten. Ein hiesiger Soldat, August Huber vom 2. Dragonerregiment, hat für seine Tapferkeit im Kriege das eiserne Kreuz erhalten. Derselbe befand sich Ende Oktober v. I. bei einer Rccognoscirungs-Patrouille in der Degend von Dijon, die auf eine starke feindliche Truppe gestoßen war. Seine Kameraden zogen sich vor der Uebermacht zurück; er allein ging muthig vorwärts, hieb zwei Feinde nieder, wurde aber von einem dritten in die rechte Schulter geschossen und in Folge dessen so schwer verwundet, daß er den einen Arm nicht mehr gebrauchen kann. Als Anerkennung hiefür wurde ihm obige Auszeichnung zu Theil. Die Ueber-- reichung derselben fand nach dem Gottesdienste vor dem Ralhhause statt. Die Musik spielte dabei und die Veteranen und gerade anwesenden Militärs hatten sich als Ehrenbegleitung mit Fahne aufgestellt. Hr. Bürgermeister Müller hielt eine der Feierlichkeit entsprechende schöne Ansprache und brachte ein Hoch auf den Kaiser als obersten Kriegsherrn und den Großherzog als Landesfürsten aus, in welches unter Böllerschüssen die zahlreich versammelte Menge, die durch diesen Akt allgemein gerührt war, freu- digst einstimmte. — Mannheim, 7. April. Gestern fand eine tiefernste Nachfeier zum Jubelfeste des Einzugs unserer Truppen statt. Es begaben sich Nachmittags der Kommandirende des 2. Grenadier-Regiments, Oberstlieulenant Stölzel, mit einer Reihe von Offizieren und Mannschaften nnd der Regimentsmusik auf den Friedhof zum Grabe des frühern Regiments-Kommandanten, Obersten v. R e n z. Unter weihevoller Ansprache legte der jetzige Kommandirende den von der Stadt dem Regiment heute früh gespendeten Lorbeerkranz nieder, und sofort wurden die Gräber der Hauptleute M a i und Schmitt und der übrigen dort ruhenden Kämpfer von den Mannschaften mit dem ihnen heute früh gewidmeten Blumenschmuck geziert, während die Regimentsmusik durch ernste Choräle die Feier erhöhte. — München, 4 April. Kommerzienrath Krupp in Essen hat dem bairischen Kriegsministerium 8000 fl. zur Unterstützung solcher Familien, die durch den Krieg ihren Ernährer verloren haben oder sonst in Bedrängniß gera- then sind, zugestellt. — Charakteristisch ist, daß zwischen den kriegsgefangenen Elsässern und Deutsch-Lothringern einer- und den Franzosen andererseits das früher bestandene gute Einvernehmen seit Abschluß der Friedensgrundlagen einer immer mehrzunehmenden Spannung Platz machte, welche vor der Abreise der ersteren noch zu mehrfachen Prügeleien führte. Die Franzosen nahmen sich heraus, die „Neu-Deutschen" zu hänseln, diese aber verstanden keinen Spaß und gebrauchten ihre Fäuste. — Fr ankfur t, 11. April. (F. I.) Am Samstag langte eine ganze französische Gemeinde, bei Chateaudun zu Hause, ihren Maire an der Spitze, hier an. Dieselben waren seither in Kol- berg internirt. Der Maire zählt 72 Jahre. 355 Amtliche Verkündigungen. Die Umlage der Beiträge zur Feuerversicherungsanstalt für 1870/71 betr. Offenburg. Nro. 4136. An die Gemeinderäthe des Bezirks: Unter Bezug auf die Bekanntmachung Großh. Minist, des Innern vom 29. v. M., Staatsanzeiger Nro. XI.-S. 93/1Q0, erhalten die Gemeinderälhe den Auftrag, in den Feuerversicherungsbeitragstabellen für 1870/71 von 100 fl. Gebäudeanschlag mit 6 kr. mrt Ausnahme der Gemeinden Altenheim, Marlen, Urloffen mit 8 kr., der Gemeinde Bohlsbach mit 10 kr., der Gemeinde Müllen mit 12 kr. unter genauer Berücksichtigung des § 37 der Znstr. HI. zum Feuerverstcherungsgesetze für die einzelnen Gebäudebesitzer berechnen zu lassen und die Tabellen nebft summarischen Auszügen binnen 10 Tagen anher einzusenden. Offenburg, den 12. April 1871. Grobherzogliches Bezirksamt. M o n t f o r t. Die Umlage zur Feuerversicheruugsanstalt für Gebäude für 1871 betr. Gengenbach. Nro. 2337. An die Gemeinderäthe des Bezirks: Nach der Bekanntmachung Gr. Minist. d.J. vom 29. v.M., Staatsanz. Nr. X!.. hat die Gemeinde Ohlsbach eine Umlage von 8 kr. alle übrigen Bezirksgemeinden aber eine solche von je 6 kr. von 100 fl. Gebäudemrsicherungsanschlag zu bezahlen. Tie Gemeinderäthe erhalten mit nächster Post die Beitragstabellen zur Ausfüllung der Spalten 5, 6 und 7 nach Vorschrift des § 37 der Jnstr. III. zum F.-V.-Ges. und Wiedcrvorlage derselben binnen 8 Tagen. Gengenbach, den 12. April 1871. Großherzogliches Bezirksamt. Rieder. O f f e n b u r g. Die Bürgermeisterwahl in Bohlsbach betreffend. Nro. 4070. Lorenz Stolzer von Bohlsbach wurde als Bürgermeister dieser Gemeinde gewählt und heute verpflichtet, was hiemit bekannt gemacht wird. Offenburg, den 11. April 1871. Großh. Bezirksamt. 1226. Montfort. Offenburg. Fahndung. Nro. 4958. In der Nacht vom 23. auf den 24. v. M. wurde in Appenweier eine silberne Spindeluhr mittlerer Größe mit römischen Zahlen, nebst einer messingenen Kette mit zwei messingenen Schlüsseln entwendet. Wir bitten um Fahndung. Offenburg, den 8. April 1871. Großh. Amtsgericht. _ Ried. _1219. Offenburg. Fahndung. Nro. 4966. Am 4. d. M. wurde aus dem Hofe des Dreikönigswirthshauses hier ein Spritzleder entwendet. Die Seitentheile desselben sind schwarz gefüttert. Das am andern Ende befestigte hölzerne Stängchen ist mit eisernen Haken versehen. Wir bitten um Fahndung. Offenburg, den 8. April 1871. Großh. Amtsgericht. Ried. 1220. Lahr. Holz - Versteigerung. 1203.3. 2. In diesseitigem Domänenwald Hochwald IH., 4 und 6 werden öffentlich versteigert : Am Montag den 24. April l. I., Morgens 9 Uhr, 9 buchene Nutzholz- und 9 tannene Sägholzklötze ü 1308 <5.', 63% Klftr. buchenes Scheit-, 94% Klft. buchenes Klotzholz, 13% Klftr. tannenes desgl. und 65 Klftr. forlenes Prügelholz, 1950 buchene, 1625 forlene Normalwellen und 1 Loos Schlagraum. Die Zusammenkunft ist im Gasthaus zur Linde in Reichenbach. Lahr, den 11. April 1871. Großh. Bezirksforstei. Will. O s f e n b u r g. Kuhversteigeruug. 1218. Künftigen Dienstag den 18. d. M., Dorm. 11 Uhr, wird im städtischen Krankenhause dahier eine Kuh gegen Baarzahlung versteigert. Offenburg, den 13. April 1871. Krankenhausverwaltung. . ^^Tigerungs-Ankündigung. 1096. Aus der Verlassenschast der Jos. B Ehefrau Elisabeth geb. Gißler in Sondersb wird, der Erbtheilung wegen, am Montag den 1. Mai 1871, Vorm. 9 Uhr, nachbenanntes Hofgut im Stubenwirlhshause zu Reichenbach öffentlich zu Eigenthnm versteigert und endgültig zugeschlagen, wenn mindestens der Anschlag geboten wird: 1) Ein von Holz erbautes und mit Stroh gedecktes Bauernhaus, 2) Ein besonders stehendes Back- u. Waschhaus, 3) Ein zweistöckiges Leibgedingshaus, 4) Ein von Holz erbauter Schweinstall, 5) Die Hälfte einer mit Josef Erbrich gemeinschaftlichen Mählmühle, 6) 16 Morgen 395 Ruthen Ackerfeld, 7) 10 „ 179 „ Mattfeld. 8) 34 „ 353 „ Reutfeld, 9) 34 „ 342 „ Eichbosch, 10) 210 Ruthen Rebfeld. Das Ganze bildet ein geschlossenes Hofgut und liegt im Zinken Sondersbach, Gemeinde Reichenbach. Dasselbe grenzt gegen Osten und Norden an Josef Erbrich, gegen Westen und Süden an And. Gißler 2., Joses Buß und Karl Göppert. Anschlag. 13,000 fl. Die nähere Beschreibung des Hofguts und die Steigerungsbedingungen können jeden Donnerstag bei dem Unterzeichneten Notar eingesehen werden. Gengenbach, den 1. April 1871. Der Großh. Notar 2.2 Sei tz. Heu- und Pferdskartoffeln-Berkauf 1193.3.3. Ca. 100 Clr. Ewigkleeheu und Pferdskartoffeln auf dem Felde beim Bahnhof verkauft H. Pfähler. Offenburg, den 10. April 1871. Offenburg. Strohverkauf 12214.1. Bei Bierbrauer Nerlinger ist Korn- stroh, auch zentnerweise zu haben. Offen bürg. 1224. Strohhüte in schönster Auswahl kauft man billigst jeden Dienstag und Samstag auf dem Markt bei Jos. Lerch , sowie in dessen Wohnung, Kinzigvorsladt, der Krone gegenüber. ___ Vorzügliche — Bodenwichse — (Farbe nach Belieben) per Schoppen 10 kr., per Maas 36 kr., stets vorräthig in der Veterinär-Apotheke von Fr. Herrmann jr. in Offenburg, 1208.2.1. Hauptstraße Nr. 134. Wohnnngsgesuch. 1223.2.1. Eine Wohnung von 2—3 Zimmern zu ebener Erde, womöglich mit Ladeneinrichtung, wird auf Johanni gesucht. Näheres in der Kinzigvorstadt, Haus-Nr. 581, 2. Stock Osfeuburg. Schuhwaarerr. C. Fink, Sleinstraße, bringt hiermit sein Schuh- und Damenzeugstiefel Lager in empfehlende Erinnerung. , _ 1107.3.3. Offenburg. Aufforderung Nro. 4731/32. Wer auf nachfolgende Grundstücke im Besitze des katholischen Kirchenfonds von Schutterwald, in den Grund- und Pfandbüchern nicht eingetrag-ne dingliche, lehenrechtliche oder fideicommissarische Ansprüche zu haben glaubt, wird aufgefordert, dieselben binnen 14 Tagen dahier geltend zu machen, 'widrigenfalls diese Ansprüche neuen Erwerbern oder Unterpfandsgläubigern gegenüber verloren gehen würden. A. Wiesen: 1) 2 Mrg. 2 Vrtl. 2 Rth. auf dem Vogelsbühl, einers. Frhr. v. Franckenstein und Genossen, anders. Jos. Broß. 2) 3 Mrg. 1 Vrtl. 84 Rth. auf der unteren Tieflach, einers. Josef Utri, anders. Jakob Wurth. 3) 1 Mrg. 3 Vrtl. 3 Rth. am Haferacker (früher Rockmatt), einers. Franz Junker und Mathäus Oswald Wwe., anders. Sylvester Schnebelt. 4) 1 Mrg. 2 Vrtl. 6 Rth. auf der Rittmatt, einers. Anton Broß, anders. Josef Herrmann und Genossen. 5) 1 Mrg. 2 Vrtl. 18 Rth. am Haferacker (früher Heiligenschlutt), einers. Andreas Reiter, anders. Aufstoßer. 6) 2 Mrg. 3 Vrtl. 35 Rth. bei den Hanfrötzen (früher der Haferacker), einers. Valentin Broß, anders. Carl Bürkle und Andreas Kempf. 7) 1 Mrg. 2 Vrtl. 80 Rth. an der Kruh- matt, einers. Frhr. v. Franckenstein, anders. Aufstößer. 8) 1 Mrg. 2 Brtl. 93 Rth. auf dem Loh, einers. Johann Jakob Krämer 1., anders. Georg Junker's Wwe. 9) 2 Mrg. 1 Vrtl. 44 Rth. an der obern Tieflach, einers. Johann Serrer, anders. Jakob G'öninger's Wwe. 8. Ackerfeld: 10) 1 Mrg. 1 Vrtl. 3 Rth. im Hirtenkäp- pele, einers. Josef Maurer, anders. Aufstößer. 11) 1 Mrg. 2 Vrtl. 31 Rth. und 20 Fuß allda, neben Georg Zind und Gregor Tischer und Aufstößer. 12) 1 Vrtl. 48 Rth. 90 Fuß auf dem Grün, einers. Weg, anders. Pfarrei Schutterwald. 13) 3 Vrtl. 15 Rth. 60 Fuß im Hirten- käppele, von Ignaz Atlof in Pacht. 14) 3 Vrtl. 15 Nth. 60 Fuß allda, von Gregor Tischler gepachtet. 15) 1 Mrg. 1 Vrtl. 3 Rth. allda, von Anton Tischer's Wwe. gepachtet. 16) 1 Vrt. 48 Rth. 90 Fuß auf dem Grün, von Anton Tischer's Wwe. gepachtet. Offenburg, den 4. April 1871. Großh. Amtsgericht. Juughanns. 1215. O f f e n b u r g. Zu vermiethen eine Wohnung ,m zweiten Stock der Langenstraße Nr. 421. 1196.3.3. 356 Anzeige. 1187.22. Unterzeichnete offeriren Drahtstifte s 6 kr. per Pfund, besonders empfehlen sie den Herren Bauunternehmern, Bau- und Geschäftsleuten für die herannahende Bauzeit Rohrdraht, Rohrnägel, Tafelblei und Bleiröhre ä fl. 12. 45 kr. per Centner und geben wir bei Abnahme eines größeren Quantums angemessenen Rabatt. Unser Vager in geschmiedetem und gewalztem Eisen, verz. Kochgeschirr, Küchengeräthe, Werkzeuge rc. bringen empfehlend in Erinnerung Lob Günzburger Sohne in Offenburg. ^^^^^GeschästsvEau^de^Verpachtung^^^^^ 1002.3.3. In einer in der Mitte Badens an 2 Eisenbahnen gelegenen Stadt, mit Kreis- und Hofgericht nebst mehreren bedeutenden Fabriken, 2 starken Wochenmärkten und großem Handelsverkehr ist wegen vorgerücktem Alter des Eigenthümers ein renommirtes mit bestem Erfolg en gros & en detail bis zur Stunde fortbetriebenes Manufactur- und Specereiwaaren- Geschäft, mit oder ohne Lager, zu verkaufen oder zu verpachten. Dasselbe besteht in einem dreistöckigen, in bestem Zustand sich befindlichen, sehr geräumigen, schön und solid von Stein gebauten, an der Hauptstraße in der besten Lage der Stadt gelegenen, fast von allen Seiten freien Eckhause, mit 2 Nebengebäuden, geräumigen gut eingerichteten Magazinen und Remisen, 2 Höfen, einem Brunnen, mehreren geräumigen, gewölbten, für Weinhandel vorzüglich geeigneten Kellern. Das Haus hat 3 Eingänge, 2 Stiegenhäuser und ist in 3 separate Wohnungen eingetheilt. Hiebei ist noch zu bemerken, daß durch baldige Uebernahme dieses Etablissements, sei es käuflich oder in Pacht, Jemanden Gelegenheit gegeben wäre, ein seit 38 Jahren bestehendes, weit bekanntes, im besten Rufe stehendes und sich einer großen Kundschaft zu erfreuen habendes Geschäft zu erwerben. Nähere Auskunft ertheilt auf portofreie Anfrage _ Carl Debold, Buchhändler in Ofienburg (Baden). Neu eingetroffen: Alpaeas in allen Farben glatt und mit Bordüren, sowie sonstige Damenkleiderstoffe in großer Auswahl. Schwarze Taffete von den billigsten bis zu den besten Sorten bei Gebrüder Bloch in Offenburq. WENIG M Frankfurter Pferdemarkt-Lotterie. 1232.2.1._ 1148.10.3. Schon am 10. Mai findet mit Genehmigung hoher Regierung die W Verloosung von 60 der feinsten Reit-, Fahr- und Wagenpferde, sowie 10 der elegan- §*§ |H testen Equipagen und Hunderten von anderen werthvollen Gewinnen statt. Loose zu ||| M dieser so beliebten Lotterie versendet inclusive Porto und Spesen bei Übersendung ^5 H§ der resp. Gewinne W M . 1 ganzes Loos für Thlr. 1. 5 Sqr. M 20 ganze Loose „ „ 22. Ilj W® Gefällige Aufträge werden gegen Baarsendung oder Postnachnahme prompt besorgt, ||| sowie jede zu wünschende Auskunft gratis ertheilt durch das M Handlungshaus Joh. Geyer in Frankfurt a. M. M 5 .MZWMHOWtz Einzig l bietet das Buch „Dr. Werner's Hilfe für Nervenleidende." Hier gibt jfliilfV bin sachkundiger Arzt gründlichen, Jedem verständlichen Aufschluß über die Ner- ven, deren Leben, Krankheiten und den hieraus entstehenden weiteren Nebeln, wie Nerv ensch wache, Verdauungs-und Unterleibsleiden, Blutkrankheiten, Hämorrhoiden, rc., zeigt aber gleichzeitig auch den sichersten Weg zur Hilfe. Vorrälhig für n u r 27 kr. in jeder Buchhandlung Lausende verdanken dem Buche Gesundheit und Wohlbefinden. für Nervenleidende 178.6.6. HARMONIE MUSIK. 1228.2.1. Sonntag den 16. d. M. und jeden folgenden Sonntag bei guter Witterung .Harmonie- Musik im Bad Weierbach. 11>8. Allen Denen, die an Rhe«-> ! matismns leiden, empfehle ich mit gutem [ Gewissen den Herrn Dr. M ü l l e r in | I Frankfurt a. M. (gr. HirsLgraben). Julius Ebert in Koblenz. 1217 Offen bürg. Rkllk Mch Sonntag (Eilfuhrmesse) Münchener? Salvator- O t f e n b u r g. 1207.2.2. Karl Nerliuger hat in Commisfion 2000 Stück dürre Speichen, 30 Stück Naben und eine Partie Schwingen hundertweis und sehr billig zu verkaufen. Scherers reichhaltige Tapetenmusterkarte mit vielen neuen Zeichnungen empfiehlt L. Meyer in Renchen. Fabrikpreise. 1213.3.1. Anzeige und Empfehlung. 1216.3.1. Vom Militärdienste zurück, betreibe ich hier mein Geschäft wieder und empfehle mich verehrlichem Publikum. Kork, den 13. April 1871. Max Mayer, Uhrmacher. Als sichere Kapitalanlage größerer und kleinerer Beträge empfiehlt das Unterzeichnete Bankhaus die ~ Grofih Oldenbur- gische - Staats - Ei- ; senbahn Anleihe, , feingelhcilt in 120,000^ ’ Obligationen, = ä Rthr. 40. — fl 70. — Fes. 150. Diese Obligationen sind mit 3°/gigen Zins- coupons versahen und jede Obligation trägt eine Nummer, welche an den jährlich 2mal stattfindenden Gewinnziehungen Theil nimmt «nd anher den Zinse» noch Rthlr. 85,000, 30,000, 20,000, 10,000 re. re. gewinnen kann, aber sicher mit wenigstens Rthlr. 40 zurückbezahlt werden muß. Die nächste -jiehunq findet £3* am 1. Mai 1871 dV statt. Wir empfehlen Obligationen hierzu, sowohl gegen Comptant - Zahlung, wobei 5% Zins-Abzug pr. anno bewilligt werden, als auch gegen 12monatliche Ratenzahlungen. Die erste Ratenzahlung mit Rthlr. 2. — fl. 3. 30. berechtigt schon zum Spiele am 1. Mai, wobei ein Hauptgewinn von Rthlr. 35,000 — oder fl. «1,250 — oder Fcs. 131,250 rc. zu erlangen ist. Die Beträge können mittelst Posteinzahlun oder in recommandirten Briefen eingesandt werden. Pläne und Listen gratis. Zum An- und Verkauf aller anderen Staats - Effecten, Coupons rc. rc. empfehlen sich 1211.2.1. Moriz Stiebel Söhne, Bank- und Wechjelgeschäft in Frankfurt a. M. Todesanzeige. 1225. Verwandten und Bekannten theile ich die traurige Nachricht mit, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, meine liebe und unvergeßliche Frau Anna Maria Buchholz, geb. Held, in einem Alter von 32 Jahren nach längerem Leiden heute Morgen 2 Uhr in ein besseres Jenseits abzurufen. Ich spreche Denjenigen, die sie während der Krankheit besuchten, meinen tiefgefühltesten Dank aus. Die Beerdigung findet Sonntag den 16. d. M, Nachmittags 3 Uhr, statt. Waltersweier, den 14. April 1871. Der trauernde Gatte: Buch Holz, Bürgermeister. Frucht - Mittelpreise. Ein Centner Waizen . . . Kernen . . > t albwaizen. ovn . . . . Fees . . . Haber .. .. Gerste. . . . Welschkorn . Achern. 4. April. Achern. 11. April. Gengenbach. 13. April. st. kr. fl. kr. fl. kr. 7 54 7 51 7 51 — — 6 15 0 — 5 6 5 54 6 6 — — — — — — — — — — — — — Für die Redaclion verantwortlich A. R e i f s. — Druck und Verlag von A. Reiff und Comp.